Kerrie is back on James Ruskin's Blueprint for her third EP. The "Act Of Resistance" EP showcases Kerrie's refined approach to techno, blending moody industrial tones with dub overtones and intricate sound design. Kerrie's in-depth knowledge and unwavering dedication to music shines through her notable back catalogue and bolshy, unforgiving DJ and Live sets. Honing her craft for over a decade, Kerrie achieved a milestone at the start of 2024 when Tresor announced her as a resident DJ.
Irish-born, Manchester-based Kerrie is a multidisciplinary artist and DJ. Having garnered a rich musical education through working at and holding a DJ residency for one of the UK's most respected record shops, Eastern Bloc, Kerrie's in-depth knowledge and unwavering dedication to music shines through her notable back catalogue and bolshy, unforgiving DJ and Live sets. Honing her craft for over a decade, Kerrie achieved a milestone at the start of 2024 when Tresor announced her as a resident DJ.
Following well-received releases on labels such as Don't Be Afraid, Cultivated Electronics, I Love Acid and Symbolism, Kerrie launched her imprint Dark Machine Funk DMF in 2020, and also debuted on Blueprint Records with her "Raw Regimen" EP.Truly welcomed to the Blueprint family, Kerrie delivered her second EP "Transient Belief" in 2023 and joined the crew at label showcases around the globe.
Since 2023 she has been fully committed to the studio and accommodating her increasingly busy tour schedule, forging a long-lasting path fuelled by drive, passion, authenticity and a community-first way of thinking.
She's now back on James Ruskin's label for her third Blueprint outing. The "Act Of Resistance" EP showcases Kerrie's refined approach to techno, blending moody industrial tones with dub overtones and intricate sound design.
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- Life Rhythm
- Balance
- Joy Of Life
- Eternity
- Desert Move Feat. Shantel & Thomas Konstantinou
- Second Nature Feat. Dominic Miller
- Open Land
- Full Circle Feat. Bill Evans
- Silence And Sound
- Supernova
- Home
»Ich denke immer wieder aufs Neue darüber nach, wie ich mich als Schlagzeug-spielender Bandleader so positionieren kann, dass das Instrument eine tragende Funktion einnimmt, dies aber auf eine musikalische Weise geschieht und auf keinen Fall als Zurschaustellung von Virtuosität«, sagt Wolfgang Haffner. Diese Haltung zieht sich als roter Faden durch seine gesamte Karriere - und auch durch »Life Rhythm«, sein zehntes Album auf ACT.
Und obwohl Haffners Musik gängigen Vorstellungen virtuoser Schlagzeug-Leader ganz bewusst widerspricht, steht das Instrument diesmal besonders im Fokus. Ausgangspunkt dafür war Wolfgang Haffners allererstes Solokonzert im Jahr 2022 auf Schloss Elmau. Er erinnert sich: »Das war eine Wahnsinns-Herausforderung bei der ich auch vor der Entscheidung stand: Spiele ich jetzt eine Stunde Schlagzeugsolo? Natürlich nicht! Also habe ich habe eine Menge melodisch klingender Perkussionsinstrumente eingebaut, Passagen live geloopt, mit Echos und Delays gearbeitet – im Grunde wie im Studio, nur eben auf der Bühne.« All dies brachte Haffner dazu, sich noch einmal auf ganz intensive Art mit dem Thema mit dem Instrument zu beschäftigen, welches ihn sein Leben lang begleitet. Und so haben alle Stücke auf »Life Rhythm« diesmal ihren Ursprung, nicht wie sonst bei Haffner, am Piano, sondern am Schlagzeug.
Das Ergebnis dieses Prozesses kann man gleich zum Auftakt von »Life Rhythm« auf dem Titeltrack erleben: Das Stück basiert auf einem hypnotischen Groove, bei dem nicht die Becken, wie sonst im Jazz üblich, die Time angeben, sondern vor allem die Trommeln. Das dieser Groove direkt Phil Collins und besonders an dessen Stück »Take Me Home« erinnert, ist kein Zufall: Collins' Art, Drum-Parts zu elementaren Teilen des Songwritings zu machen, ist bis heute eine von Haffners größten Inspirationen. Und auch jedes weitere der elf sehr kompakten, Song-haften Stücke auf »Life Rhythm« öffnet eine eigene Welt des musikalischen Schlagzeugspiels: Mal mal trocken-reduziert mit Besen wie auf »Balance«, poppig bei »Joy of Life«, mit filigranen Becken-Grooves, dezenter Elektronik und Percussion auf »Eternity« oder minimalis-tisch bis kurz vor der Stille in »Silence and Sound«.
Das aus all diesen Stilistiken ein so stimmiges Ganzes ent-steht liegt daran, das Wolfgang Haffner diese im Laufe seiner Karriere bis in die Tiefe durchdrungen hat - an der Seite von stilbildenden Charakteren wie Al Jarreau, Chaka Khan, Pat Metheny, Jan Garbarek, Esbjörn Svensson, Nils Petter Molvaer, Albert Mangelsdorff, Ricardo Villalobos und vielen, vielen mehr. All diese Kollaborationen haben Wolfgang Haffners Voka-bular am Instrument und auch als Komponist geprägt und die da-mit verbundenen, unterschiedlichsten Stile sind gleichermaßen Teil seiner musikalischen Persönlichkeit.
Vielseitigkeit und höchste Musikalität sind auch die Eigen-schaften, die Wolfgang Haffner und seine Mitmusiker auf »Life Rhythm« verbinden. Die Basis bildet ein bestens einges-pieltes Trio zusammen mit Keyboarder Simon Oslender, selbst auch Drummer und Bandleader, und Thomas Stieger, einem der gefragtesten deutschen Bassisten in Pop wie Jazz. Dazu kommen Trompeter Sebastian Studnitzky, Mitstreiter Haffners seit seinem ACT-Debüt »Shapes« und der Finne Arto Mikälä, eine echte Entdeckung in Sachen Klangvielfalt an der Gitarre. Diese Band herausragender Allrounder erweitert Haffner um eine Reihe musikalischer Charaktere, die der Musik ihre ganz eigene Farbe verleihen: Nils Landgren, Freund und Weggefährte seit mehr als 20 Jahren, Saxofon-Ikone Bill Evans, Sting-Gitarrist Dominic Miller, Balkan-Beat-Star Shantel, Bass-Feingeist Nicolas Fiszman, Oud-Virtuose Thomas Konstantinou und Bruno Müller, einer der besten deutschen Jazzgitarristen.
»Life Rhythm«, sagt Wolfgang Haffner, »ist für mich eine Fortsetzung, keine Wiederholung«. Die Musik trägt mit ihrer Wärme, Kraft und Klarheit die charakteristische Handschrift, die Haffner mit seinen Alben und auf tausenden von Konzerten in mehr als 100 Ländern zum wohl populärsten Schlagzeug-spielenden Leader Europas gemacht hat. Und gleichzeitig ist es eine Evolution seiner Musik. Gut möglich, dass Haffners Erfolg genau darin begründet ist, dass seine Musik immer etwas Ver-trautes und etwas Neues beinhaltet und dass Haffner sein Publikum so immer »mitnimmt« im Fluss seiner Ideen - und in einem gemeinsamen »Lebensrhythmus«
Die Verbindung von Musik mit Geschichten, Gefühlen und Situationen ist für Kugelmann essenziell. Vor allem aber spielt und komponiert er mit betörender Energie, und es gelingt ihm wie keinem anderen deutschen Kontrabassisten der Gen-Z-Generation, sein Instrument zur Front-Figur seiner Musik zu machen. "Life Score" präsentiert neun Geschichten, in klaren, präsenten Melodien, im groovenden, fl ießenden Rhythmus eines homogen klingenden Trios und auch in der Natürlichkeit melodischer Musik.
Ein Album, das ihr künstlerisches Können unterstreicht und gleichzeitig kühn neue klangliche Wege beschreitet. Im Mittelpunkt des bahnbrechenden Werks steht Mozdzers Verwendung von drei unterschiedlich gestimmten Klavieren, die die traditionelle Tonalität in etwas faszinierend Instabiles und doch zutiefst Schönes verwandeln. "Beamo" verbindet klassische Eleganz mit experimenteller Innovation und erschafft eine Klangwelt, die zugleich geheimnisvoll und vertraut ist
Ein Album voller faszinierender Kontraste zwischen Momenten der Einkehr und Einstellungen in der musikalischen Totalen – eine Herangehensweise, auf die der Albumtitel anspielt. Kennengelernt haben sie sich bei einer Veranstaltung im Februar 2023 in der Royal Academy of Music, mittlerweile ist das Duo von einer naheliegenden Idee zu einem lebendigen, atmenden, sich stetig weiter entwickelnden musikalischen Organismus geworden.
Dem Piano-Duo gelingt es mit dem Feingefühl der Erfahrung das Opernhafte aus der Perspektive der Improvisation zu feiern, ohne es dafür in Frage stellen zu müssen. Die Musiker schwelgen und schmunzeln musikalisch. Sie gönnen sich den Spaß, das Repertoire um Traditionen zu erweitern, die aus der Sicht eines guten Songs eigentlich schon lange dazu gehören. Es ist diese Mischung, die bezaubert. Zwei Humoristen, denen man bei dem Vergnügen zuhören kann, sich gegenseitig musikalisch zu entdecken.
Keine kurzen Einzeltracks, sondern vier lange Sets, die eine Antithese zu Zapping und Fragmentierung bilden. Musik, welche die ganze Aufmerksamkeit der Zuhörenden fordert und diese mit einem außerordentlich sinnlichen Erlebnis belohnt. Gemeinsam erzeugen Wollny, Schaefer und Lefebvre Musik von überbordender Dynamik, grenzenloser Vielfalt und höchster Dringlichkeit.
"Living Ghosts" ist ein tiefer Fluss von mitreißender Intensität, mit unerwarteten Wendungen und Tiefen zum Ein- und Weg-Tauchen.
Der visionäre Jazzsänger lädt ein auf eine kühne musikalische Reise in Richtung einer grenzenlosen, integrativen Gesellschaft.
Dieses Album verkörpert Freiheit - sowohl in seiner emotionalen Unmittelbarkeit als auch in seiner Umarmung einer neuen, imaginären Sprache, die sich über kulturelle und territoriale Grenzen hinwegsetzt. Es ist ein aufrichtiges Angebot, das den Hörer dazu einlädt, Grenzen und Egoismus zu überwinden und in ein utopisches Reich einzutauchen, in dem Musik verbindet.
Cabaret" bietet eine lebendige Mischung aus globalen Einflüssen, Virtuosität und spielerischer Improvisation. Aufgenommen auf einer abgelegenen Insel mit seinen bewährten Mitarbeitern, ist dieses Album eine Feier der verschiedenen Stile, die Neset seit seiner Kindheit geprägt haben. Von vertrackten Melodien bis hin zu spontanen Soli liefert das Quintett eine überzeugende Feier der musikalischen Freiheit und Zusammenarbeit.
- Vent Chaud
- Dodo 04:08
- Dancing Windmills
- Movimiento 04:57
- Fields Of Gold
- Solitude 03:20
- El Caballo Valiente
- Luzifer
- Safe Place
- Perfect Tiny Moment
The German jazz duo Roman and Julian Wasserfuhr craft an intimate refuge through music. This is not about a physical destination—it’s a state of mind, a sanctuary for reflection and focus amidst the noise of modern life. Joined by cellist Jörg Brinkmann and saxophonist Paul Heller, the brothers craft an intimate, heartfelt soundscape that celebrates genuine connection and invite the listener on a musical journey away from distractions, offering clarity and tranquility. It’s a celebration of friendships, authenticity, and the power of music to ground us in what truly matters.
- The Opposite
- The Turmoil 03:29
- Cameo 03:07
- Im Schönsten Wiesengrunde
- Vistas
- Delusion
- Flugzeuge Im Bauch 03:41
- Hope Mechanism
- Mahler Neu(N)
- Jj Stomp
- Your Endless Dream
Beide zählen zu den herausragenden Musikern ihrer Generation und verbinden höchste Virtuosität mit furchtloser Kreativität und unverwechselbarer Individualität. Tief in der Jazztradition verwurzelt, verschmelzen sie mühelos Einflüsse aus Klassik, Pop und anderen Genres. Das Ergebnis ist Musik, die gleichermaßen überraschend und bezaubernd wirkt. Im intimen Duo-Format entfalten sie ein bemerkenswertes Zusammenspiel, in dem kühne
Spontaneität auf tiefgehende Sensibilität trifft.
- Vent Chaud
- Dodo 04:08
- Dancing Windmills
- Movimiento 04:57
- Fields Of Gold
- Solitude 03:20
- El Caballo Valiente
- Luzifer
- Safe Place
- Perfect Tiny Moment
Auf ihrem neuen Werk schafft das Duo einen intimen Zufluchtsort durch Musik. Hier geht es nicht um ein physisches Ziel, sondern um einen Geisteszustand, einen Zufluchtsort für Reflexion und Konzentration inmitten des Lärms des modernen Lebens. Gemeinsam mit Jörg Brinkmann (Cello) und Paul Heller (Saxophon) schaffen sie eine intime, herzliche Klangwelt, die echte Verbundenheit zelebriert und den Zuhörer auf eine musikalische Reise abseits von Ablenkungen einlädt, die Klarheit und Ruhe bietet.
Vom 13-jährigen Disneystar zum Popstar des Jahres 2024! Zur Feier ihres Erfolges erscheinen drei ihrer
ersten Alben alle auf Vinyl.
Sabrinas zweites Studioalbum „EVOLution“ erschien 2016 und hinterfragt „the way the world works“, mit
nahbaren Lyrics über Zweifel und Liebe. Zwei Jahre später folgte „Singular Act I“ und 2019 die Fortsetzung
„Singular Act II“. In Act 1 versucht die Künstlerin, trotz Kritikern und Meinungen von außen, Vertrauen in
sich selbst und ihre Stimme zu gewinnen, und zu einem der Stars zu werden, die sie für ihre Selbstsicherheit
und Stärke so bewundert. Act 2 stellt für sie ein Gegenstück dar. Der Fokus hier liegt auf einer authentischeren, verletzlicheren und realistischeren Perspektive, aus der Sabrina übers Erwachsenwerden berichtet.
Sabrina fasst ihre Reise zusammen: „I’m doing what I wanted to do when I was 6. That’s really cool.”
Erhältlich ab dem 22. November!
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ersten Alben alle auf Vinyl.
Sabrinas zweites Studioalbum „EVOLution“ erschien 2016 und hinterfragt „the way the world works“, mit
nahbaren Lyrics über Zweifel und Liebe. Zwei Jahre später folgte „Singular Act I“ und 2019 die Fortsetzung
„Singular Act II“. In Act 1 versucht die Künstlerin, trotz Kritikern und Meinungen von außen, Vertrauen in
sich selbst und ihre Stimme zu gewinnen, und zu einem der Stars zu werden, die sie für ihre Selbstsicherheit
und Stärke so bewundert. Act 2 stellt für sie ein Gegenstück dar. Der Fokus hier liegt auf einer authentischeren, verletzlicheren und realistischeren Perspektive, aus der Sabrina übers Erwachsenwerden berichtet.
Sabrina fasst ihre Reise zusammen: „I’m doing what I wanted to do when I was 6. That’s really cool.”
Erhältlich ab dem 22. November!
Bill Laurance and Michael League, longtime friends and collaborators, have released their second duo album “Keeping Company,” which contrasts with the larger scale of Snarky Puppy. The album showcases an intimate musical partnership, with Laurance focusing on acoustic piano and League on fretless bass and oud, creating a rich, sparse sound that blends Western and Middle Eastern influences. Building on their successful debut, “Where You Wish You Were,” they emphasize deeper exploration and personality while prioritizing live recordings to capture organic spontaneity. Laurance’s use of a lightly prepared piano adds texture, while League's self-taught approach to the oud introduces exotic timbres and expressive nuances. Their partnership thrives on experimentation, with Laurance’s clear, compact melodies complementing League's unique ornaments. “Keeping Company” serves as a snapshot of their evolving friendship and artistic dialogue, highlighting spontaneity and shared humor in their music.
- Duke Ellington - Drop Me Off In Harlem 03:48:00
- Duke Ellington - I Let A Song Go Out Of My Heart 03:52:00
- Billy Strayhorn - Lush Life 06:40:00
- Duke Ellington - Come Sunday 04:57:00
- Duke Ellington - In A Mellow Tone 06:02:00
- Billy Strayhorn - Take The "A" Train 04:12:00
- Duke Ellington, Jonny Hodges, Don George, Harry James - I'm Beginning To See The Light 03:53:00
- Duke Ellington - Sophisticated Lady 04:19:00
- Duke Ellington, Don George - Ain't Got Nothing But The Blues 04:38:00
- Duke Ellington - I Got It Bad 06:20:00
- Duke Ellington, Billy Strayhorn - Satin Doll 03:56:00
Al Jarreau hat immer gesagt, dass er Al Jarreau-Musik singt, und er war wirklich einzigartig: Seine sechs Grammy-Awards und neunzehn Nominierungen als "Bester Sänger" decken nicht weniger als drei Kategorien ab – Jazz, Pop und R&B – mit anderen Worten, musikalische Genres interessierten ihn nicht wirklich. "Musik mag für andere Leute in Kategorien fallen, und ich verstehe das", sagte er, "aber für mich gilt: Wenn ich einen Song mag, muss ich ihn machen, und das war's. Wenn du zu meinen Konzerten kommst, setze ich mich auf deine Schulter und flüstere dir etwas ins Ohr. Ich öffne den Geist und gehe durch viele Türen." Diese Art von reichhaltigen, beschreibenden Bildern beschwört die Höhenflüge der stimmlichen Fantasie herauf, zu denen sein Gesang jederzeit fähig war. Er konnte einen Song plötzlich in neue und unerwartete Richtungen lenken. Er erklärte es immer so: "Wenn es ein Rückgrat für das gibt, was ich tue, dann ist es die Jazz-Umgangssprache."
Musik, Klänge und Rhythmus schienen ihn zu durchströmen, und das war kein Wunder. 1940 in eine musikalische Familie geboren, war er ein überdurchschnittlicher Student und schloss sein Studium mit einem Bachelor of Science in Psychologie und anschließend einem Master in beruflicher Rehabilitation ab. Und doch war die Musik nie weit von ihm entfernt. In den späten 1960er Jahren schloss er sich einem Trio an, das vom Pianisten George Duke geleitet wurde, und arbeitete daran, das Singen zu einer Vollzeitbeschäftigung in Los Angeles zu machen.
Zu diesem Zeitpunkt hörte ihn Siggi Loch, der damals ein hochkarätiger Manager bei Warner Brothers Records (WEA) war und später ACT Records gründete. "Ich sah Al Jarreau 1974 zum ersten Mal im Troubadour in Los Angeles und war sofort von seiner Stimme und seiner Bühnenpräsenz gefesselt", erinnert er sich. "Am nächsten Tag ging ich zu Mo Ostin, dem Präsidenten der WEA, um ihn davon zu überzeugen, ihn zu unterschreiben." Nach anfänglichen Widerständen erhielt Loch grünes Licht und 1975 erschien Jarreaus Debütalbum für WEA, "We Got By". "Ich habe Al nach Deutschland gebracht, bevor er in den USA Erfolg hatte", fährt Loch fort. "Al trat drei Nächte lang in Hamburg auf und ich schaffte es, Michael Naura, den Chef der Jazzabteilung des NDR, davon zu überzeugen, den dritten Abend für die Live-TV-Übertragung aufzunehmen." Diese Show machte Al über Nacht in Deutschland berühmt, und seitdem hat er immer einen besonderen Platz in den Herzen des deutschen Publikums. "We Got By" gewann den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und seine erste Deutschlandtournee füllte große Konzertsäle.
Es folgte "Glow" (1976), das in Europa erneut gut ankam und einen zweiten Preis der Deutschen Schallplattenkritik gewann, in den USA aber nicht so gut ankam: "Das richtete sich an ein 'Smooth Jazz'-Publikum", so Loch. "Es hat Al nicht vor einem Live-Publikum eingefangen. Also bat ich darum, dass seine nächste Veröffentlichung ein Live-Album sein sollte. Mo Ostin stimmte widerwillig zu", und "Look to the Rainbow" wurde in Europa ein Riesenerfolg, "Als es in den USA veröffentlicht wurde, wurde es Al's Durchbruchsalbum und brachte ihm seinen ersten Grammy ein, also ist es wirklich richtig zu sagen, dass seine Karriere vor allem in Deutschland begann!", sagt Loch.
Jarreaus langjährige Zusammenarbeit mit dem NDR veranlasste Jörg Achim Keller, Chefdirigent der NDR Bigband, 2016 eine Zusammenarbeit mit dem Sänger vorzuschlagen: "Eine Produktion mit der Musik von Al und Ellington zu machen, war etwas, was ich schon seit Anfang der 2000er Jahre machen wollte", erinnert er sich. "Die Reaktion von Al war von Anfang an sehr positiv." Jörg bereitete eine Liste von einigen hundert Ellington-Titeln vor, und wie sich Jarreau später erinnerte: "Wir gingen einfach die Liste durch, und es war ein Fall von 'Oh, der funktioniert für mich' und 'Lass uns das als alten Darm-Blues machen – was für mich wichtig war, war, mich in der Musik wiederzufinden und vielleicht eine andere Art von Aussage über Ellington zu machen, damit die Leute die Musik auf eine andere Art und Weise hören konnten. alles, was sie vorher gehört hatten."
Beim Schreiben der Charts achtete Jörg darauf, Jarreaus Herangehensweise an das Material zu respektieren, indem er ihm Raum ließ. Tracks wie "I'm Beginning to See the Light" oder "I Got It Bad (and that Ain't Good)" geben den Solisten der Band ebenfalls Spielraum, um ihr Bestes zu geben. "Das sind hochentwickelte, intelligente Solisten, die mit jedem auf der Welt spielen können", sagte Jarreau. "Sie pushen mich, und ich liebe den Push, und sie lassen mich wie eine echte Sängerin klingen!"
Jarreau und die Band tourten in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 mit der Musik, "Es gab immer noch einige Feinabstimmungen während der Tour, von Konzert zu Konzert", fügte Jörg mit einem Lächeln hinzu. "Er liebte es, diese Balladen zu singen – und jede hatte ein anderes Gefühl. "Am Sonntag" war ihm aber sehr wichtig. Diese Tabelle wurde zweimal überarbeitet, bevor er schließlich damit zufrieden war! Bei einigen Songs entschied er sich für einen reinen Balladenstil – 'I Got It Bad (and that Ain't Good)', einige Melodien wurden in eine Pop/R&B-Tasche gesteckt ('Lush Life', 'Come Sunday') und er liebte das 'Old Gutbucket Blues'-Feeling von 'I Ain't Got Nothing but the Blues'."
Rückblickend auf diese Sessions und Tour sagt Jörg: "Es waren Al's Stil und Persönlichkeit, die alles zusammenhielten. Das Ganze war eine echte Kombination aus der musikalischen Meisterschaft von Jarreau und Ellington – es hat das Publikum in ganz Europa angesprochen, sie liebten das Programm." Dieses Gefühl teilt auch Siggi Loch, der Jarreau mit der NDR Bigband in Paris erwischte: "Es war offensichtlich, dass er es wirklich genoss, diese Musik aufzuführen, und er tat es mit so viel Energie und Emotion, es war eine Freude zu sehen und zu hören. Leider verstarb Al nur wenige Monate später."
In vielerlei Hinsicht schließt sich mit "Ellington" ein Kreis: Es fühlt sich sehr richtig an, dass Jarreaus letztes Album auf ACT veröffentlicht wird, dem Label, das von Siggi Loch gegründet wurde, dessen starkes und unerschütterliches Eintreten für den Sänger ihn ursprünglich auf den Weg zum Superstar brachte. Und die Tatsache, dass es vom NDR und seiner hauseigenen Bigband aufgezeichnet wurde, ist eine passende Erinnerung daran, dass es sich um eben jenen Sender handelte, dessen TV-Sendung Jarreau einst über Nacht in Deutschland berühmt gemacht hatte. Darüber hinaus wurde "Ellington", genau wie "Look to the Rainbow", das Jarreaus internationales Durchbruchsalbum war, auch live aufgenommen. Manchmal gibt es Verbindungsfäden zwischen Ereignissen, die auf den ersten Blick in keinem Zusammenhang zu stehen scheinen, und das Ergebnis erweist sich nicht nur als besonders und magisch, sondern auch bedeutungsvoll und tief berührend. Das ist hier auf jeden Fall der Fall.
Stuart Nicholson, Musikjournalist und Autor
Black Vinyl[35,08 €]
Citirax's next outing takes the form of a debut album from Los Angeles-based duo OP-ART. This pair, like so much great music of recent times, is born out of the creative isolation of lockdown and features Andrew Clinco, who you may know for his work with Drab Majesty. The alias they have adopted is an acronym of "Oblique Pleasures Amidst Rough Times" which they say reflected the challenges of their formation. Musically the duo is inspired by the 1960s visual art movement so embraces layered, psychedelic soundscapes with a minimalist approach and takes cues from New Wave artists like John Foxx and early OMD. OP-ART in particular focuses on analogue synthesis and gear like the Arp Odyssey and Moog Rogue while exploring time, romance, and existential themes with real emotional depth.
Wann genau die Langhalslaute Bouzouki nach Griechenland kam, ist unklar. Ihre Wurzeln gehen bis ins vierte Jahrhundert vor Christus zurück. Die heutige Form des Instruments, benannt nach "Βυζί", dem griechischen Wort für die weibliche Brust, ist relativ jung und seit etwa 1920 in Athen und auf dem Peloponnes verbreitet. Ursprünglich in Bars und auf privaten Festen gespielt fand es durch das Revival des „Rebetiko“, dem „griechischen Blues“ ab den 1960er Jahren weitere Verbreitung. „Ursprünglich wurde auf der Bouzouki viel improvisiert“, meint Georgios Propkopiou, „viel mehr als später. Denn ab den Fünfzigerjahren wurde ihr Spiel professionell unterrichtet. Da wurde vieles festgelegter“. Seitdem ist der metallische Klang des Instruments fast zum Synonym für die griechische Folklore als Begleitung von Liedern und Tänzen geworden... vor allem bei dem Komponisten Mikis Theodorakis, der mehr als nur ein paar Ohrwürmer hervorgebracht hat.
Die Jazzkarriere der Bouzouki hingegen stand bislang noch aus. Es brauchte einen Umweg über Stockholm, damit etwas in Bewegung kam. „Die Kombination Bouzouki und Jazz liegt erst einmal nicht so nahe“, meint der Pianist Joel Lyssarides. „Für mich persönlich hängt sie mit meinem Großvater zusammen, einem griechischen Zyprioten. Er kam in den 1940ern nach Schweden. Griechische Musik mochte ich immer, ich war aber damit nicht wirklich vertraut. Jedenfalls fand ich die Bouzouki faszinierend. Während der Pandemie habe ich mir ein Instrument gekauft, um es ein wenig zu lernen. Beim Stöbern im Internet entdeckte ich dann Georgios durch ein TV-Konzert, ein Tribute an Theodorakis. Ich war total begeistert und habe in Stockholm herumgefragt, ob ihn jemand kennt. Tatsächlich spielte er zufällig ein paar Tage später in der Nähe in einer Hotelbar ein Konzert“.
Das war im Herbst 2022. Joel Lyssarides hörte Georgios Prokopiou zu, sprach ihn an und sie verabredeten sich zu einer Session. Sie jammten und improvisierten, fanden musikalisch schnell zusammen und im Sommer 2023 spielten sie ihr erstes gemeinsames Konzert. „Es ist sehr unüblich, dass jemand mit der Bouzouki über Changes improvisiert,“ erzählt Joel Lyssarides weiter. „Sie ist ja ein traditionelles Instrument mit klar definierter Rolle, meistens Begleitung mit gedoppelten Terzen und Sexten. Georgios aber macht viel mehr. Ich hatte zunächst keine Ahnung, wie unglaublich virtuos und stilistisch variabel er ist. Seine Vielseitigkeit öffnet viele Türen. Wir hatten von Anfang an sehr viel Spaß an den neuen Möglichkeiten. Und ich hatte vorher noch niemanden gehört, der so spielt. Dafür musste ich unbedingt Musik schreiben“.
Lyssarides erzählte ACT-Chef und Produzent Andreas Brandis von der Idee für das Duo und auch dieser war sofort begeistert: „In der Lesart von ACT steht der Begriff Jazz vor allem für ein Vokabular mithilfe dessen Musiker:innen ihre eigene Geschichte vor ihrem persönlichen kulturellen Hintergrund erzählen. Es ist faszinierend, dass hier immer wieder Konstellationen entstehen, die es vorher nicht gegeben hat. Und die Musik, die Joel Lyssarides und Georgios Prokopiou gemeinsam kreieren ist einerseits absolut überraschend und neu, klingt jedoch gleichzeitig so organisch und natürlich, als hätte es diese Konstellation schon immer gegeben.“
Es sind aber nicht nur die Instrumente Klavier und Bouzouki, die sich getroffen haben, sondern auch die speziellen Charaktere und Geschichten der beiden Duopartner. Der Stockholmer Joel Lyssarides verbindet in seinem Spiel größte Virtuosität mit beeindruckender Leichtigkeit und einem starken Gespür für Stimmung und Dynamik. Er arbeitet mit so unterschiedlichen Künstler:innen wie Anne Sofie von Otter, Benny Anderson, Nils Landgren, Viktoria Tolstoy und ist Teil des Esbjörn Svensson Tributes „e.s.t. 30“. Das ACT-Debüt „Stay Now“ von Lyssarides‘ eigenem Trio wurde seit seinem Erscheinen 2022 allein auf Spotify eindrucksvolle 25 Millionen Mal gehört. Der Athener und Wahl-Stockholmer Georgios Prokopiou spielte zum ersten Mal mit sechseinhalb Jahren Bouzouki, gab mit acht seinen Konzerteinstand und hatte als Zehnjähriger bereits feste Musikengagements in Bars und Bordellen. Seitdem arbeitet er im klassischen Kontext ebenso wie in der Folklore und dem Experimentellen, spielt neben der Bouzouki außerdem Saz und andere Saiteninstrumente.
Die Voraussetzungen für das Album „Arcs & Rivers“ waren daher so vielfältig und offen, wie nur möglich. Nach einem Probekonzert in der Berliner ACT Art Collection, von dem das Live-Stück „Zafeirious Solo“ auf das Album übernommen wurde, trafen sich die beiden noch einmal am selben Ort, um mit Studio-Equipment auch andere Facetten aufnehmen zu können. „Wir wollten zum Beispiel leise Stellen dabeihaben, nah mikrofoniert. Außerdem den großartigen Klang des Flügels, der früher einmal Alfred Brendel gehört hat. Insgesamt aber war vieles sehr spontan. Das ganze Album wurde in einem Rutsch aufgenommen, innerhalb von vier Stunden, meistens mit den ersten Takes. Ich bin sonst oft Perfektionist und verbringe Tage mit der Nachbearbeitung von Musik im Studio. Diesmal hingegen sollte es so direkt und spontan wie möglich sein“. Und es funktionierte: „Arc & Rivers“ ist ein Dialogskizzenbuch mit normsetzender Wirkung. Egal ob neue Kompositionen oder Verarbeitungen traditioneller Rhythmen und Muster wie in „Kamilieriko Road“ – diese Musik hat eine schillernde, klangmagische Kraft. Und das Duo selbst strahlt eine Selbstverständlichkeit der Kulturverknüpfung aus, die die Enge der Stile hinter sich lässt. Und es macht klar: Es ist tatsächlich Zeit für etwas mehr Bouzouki im Jazz, in der Improvisation und auf den Bühnen der internationalen Musikwelt.




























