Dettinger’s Intershop and Oasis have long been held, by many fans of ambient and electronic music, to be some of the finest albums in their field. Produced by the mysterious Olaf Dettinger, about whom not much is publicly known, they were some of the earliest full-lengths released by the then-nascent Kompakt, and in many ways, they both articulated and defined the sound that would come to be known as Pop Ambient, while also existing, somehow, to the leftfield of any clearly recognisable genre.
Beautiful, sui generis works, it is a rare pleasure to see them being reissued on vinyl for a new generation of listeners to embrace. Originally released on CD only in 1999, Intershop was Kompakt’s first artist full-length. The music here simmers and broods, with opulent banks of tone marking out territory for rhythms that seem to be built from the clacking detritus of technology – hisses, thunks, knocks. Bass is deployed carefully, each drop a dubbed-out depth charge; drones spin and spiral, warping and weaving between the beats.
Oasis, released in 2000, refined the palette that Dettinger had explored on its predecessor. A blurred crusade of ambient texturology, its unassuming patterns, and subtle, incremental dynamics, admit to real beauty, and a kind of abstract sensuality that you don’t often experience with music that is, perhaps, similarly tooled, but not as poetic. Through seemingly simple gestures – whether lushly expansive repetitions, hyper-acute tremolo tones, or ear-tickling rhythms – it builds complex emotional resonance. It’s no surprise to discover Oasis is held in high esteem by artists like Panda Bear of Animal Collective, who once said of Dettinger, “For us, he was the dude.”
There is, of course, other music to know Dettinger by, too – his three excellent EPs for Kompakt, Blond (1998), Puma and Totentanz (1999), the latter of which, Michael Mayer once argued, “invented dubstep.” There is also a small, yet graceful run of compilation contributions, many of which can be found on Kompakt’s Total and Pop Ambient series. All this music has plenty to recommend it, sharing a clarity of purpose, and a rare, human warmth and depth. But Intershop and Oasis are the releases that distil Dettinger’s singular vision, and allow him, should he wish, to claim his place as a modern master of ambient and electronic music.
Dettingers Intershop und Oasis werden von vielen Fans von Ambient und elektronischer Musik seit langem als einige der besten Alben in diesem Bereich angesehen. Produziert von dem mysteriösen Olaf Dettinger, über den nicht viel bekannt ist, gehörten sie zu den ersten Alben, die von der damals aufstrebenden Plattenfirma Kompakt veröffentlicht wurden. In vielerlei Hinsicht formulierten und definierten sie den Sound, der später als Pop-Ambient bekannt werden sollte, während sie gleichzeitig irgendwie links von jedem klar erkennbaren Genre existierten.
Es ist eine seltene Freude zu sehen, dass diese wunderschönen Werke auf Vinyl wiederveröffentlicht werden, um sie einer neuen Generation von Hörern zugänglich zu machen. Ursprünglich wurde Intershop 1999 nur auf CD veröffentlicht und war Kompakts erstes komplettes Künstleralbum. Die Musik hier brodelt und brütet, mit opulenten Klangbänken, die das Territorium für Rhythmen abstecken, die aus dem klappernden Gerümpel der Technik gebaut zu sein scheinen – Zischen, Klopfen, Schaben. Der Bass wird sorgfältig eingesetzt, jeder Drop ist eine synchronisierte Tiefenladung; Drones drehen und winden sich spiralförmig und verflechten sich zwischen den Beats.
Oasis, das im Jahr 2000 erschien, verfeinerte die Palette, die Dettinger auf seinem Vorgänger erkundet hatte. Ein verschwommener Kreuzzug der Ambient-Texturologie, dessen unaufdringliche Muster und subtile, schrittweise Dynamik echte Schönheit und eine Art abstrakter Sinnlichkeit zulassen, die man nicht oft bei Musik erlebt, die vielleicht ähnlich ausgestattet, aber nicht so poetisch ist. Durch scheinbar einfache Gesten – seien es üppig ausladende Wiederholungen, hyperakute Tremolotöne oder ohrenbetäubende Rhythmen – baut sie eine komplexe emotionale Resonanz auf. Es ist keine Überraschung, dass Oasis von Künstlern wie Panda Bear von Animal Collective hoch geschätzt wird, der einmal über Dettinger sagte: “Für uns war er DER Typ”.
Es gibt natürlich auch noch andere Musik, die Dettinger bekannt macht – seine drei ausgezeichneten EPs für Kompakt, Blond (1998), Puma und Totentanz (1999), von denen letztere, wie Michael Mayer einmal kühn behauptete, “den Dubstep erfand”. Es gibt auch eine kleine, aber feine Reihe von Compilation-Beiträgen, von denen viele auf Kompakts Total- und Pop-Ambient-Serien zu finden sind. All diese Musik ist sehr empfehlenswert und zeichnet sich durch eine klare Zielsetzung und eine seltene, menschliche Wärme und Tiefe aus. Aber Intershop und Oasis sind die Veröffentlichungen, die Dettingers einzigartige Vision destillieren und es ihm ermöglichen, seinen Platz als moderner Meister der Ambient- und elektronischen Musik zu behaupten, sollte er dies wünschen.
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Limitierte LP-Neuauflage: rot-goldfarbenes Vinyl, inklusive eines neu gestalteten Posters zum Ausklappen. Unser Album zum 1.Mai. Zum Tag der Arbeit und für den Kater danach. Die Arbeit verändert sich. Roboter ersetzen uns. Der Kapitalismus zerbröselt. Wir brauchen einen neuen Soundtrack - aber wie klingen work songs in einer Zukunft, in der die Natur der Arbeit selbst so unsicher ist? Mit ihrem zweiten Duo-Album Never Work suchen Ariel Sharratt und Mathias Kom (von der kanadischen Garagen-Folk-Band The Burning Hell) nach Antworten. Einige Songs sind Lieder über Arbeiter, andere sind Lieder für Arbeiter, aber die meisten sind beides zugleich. Musikalisch nutzt Never Work die akustischen Elemente eines Old-School-Folk-Revivals (...Guthrie, Seeger, Dylan..) die, tongue-in-cheek, mit Billig Electronica der 80er versponnen werden. Textlich greifen sie Anregungen von Gewerkschaftsaktivisten und situationistischen Witzbolden auf. Alles in allem die richtigen Instrumente, um die sogenannte Gig-Economy, technologischen Feudalismus, Klassenkämpfe, rebellische self-service Geräte und vollautomatisierten Luxuskommunismus zu erkunden. Sharratt und Kom sind vor allem als Teil der kanadischen Garagen-Folk-Band The Burning Hell bekannt. Seit fast einem Jahrzehnt haben sie sich mit ihren smarten, von dunklem Humor geprägten Songs und ihren dynamischen Live-Shows eine solide Fangemeinde erspielt, teilweise mit Freunden im Geiste, wie Jeffrey Lewis oder The Wave Pictures 2016 legten Sharratt und Kom eine erste Pause vom Bandformat ein, um ihre erste Duo-Platte "Don't Believe The Hyperreal" aufzunehmen. Das Album belebte die Atmosphäre klassischer Pop-Folk-Duette der 60er neu und bot eine intimere Seite ihres Songwritings, darunter den Underground-Hit "Fuck The Government, I Love You". Never Work nun gibt ihrem zweifellos charmanten Duett einen neuen Dreh: weg von der Romantik hin zu selbstreflexiven, zuweilen bissigen Betrachtungen von Arbeit in unserer Gesellschaft. Das beinhaltet ihre eigene Position als Musiker, unser Selbstverständnis in einem bröckelnden System von Arbeit, sowie die Rolle des Kapitals, das uns alle weiterhin prägt, auch wenn wir selbst keins besitzen. Never Work ist eine Protest-Playlist für unsere kollektive Reise ins Vergessen oder an den Strand, ernsthaft und ironisch zugleich.
On Gut Buster, Yosa Peit spawns fleshy sonic escapades, a swarm of vigorously processed vocals and soulful bass, set to a backdrop of visceral percussive structures. Full of roguish curiosity, the record is cast with an air of lo-fi experimentation, but with a platinum glint of pop sensibility. Peit's second album grapples with the destructive force of modern consumption, Gut Buster is an anti-capitalist battle cry that syntheses intimacy and hostility; a surrealist-punk affirmation and a testament to Peit's singular vision and unique approach. The free-ranging sound of Yosa Peit recalls the intense arrangements of a cyber-era Prince with the surrealist tones of Arthur Russell and early Björk. At the album's core, "World Eaters" unleashes scorching guitars in search of humankind's end, "I was born on a planet, I got hungry and I ate it." Even in the face of planetary doom and personal obstacles, Yosa evokes our propensity for mischief, humor and pleasure. "bb moon" processes sound solely from her bass into wicked oblivion. "CALL ME," a song about friendship, chews up it's anthemic melody into a gnarled strut worthy of an A$AP Rocky production, while "HAD3S" urges us to find balance, nodding to the mystical fuzz of Prince. Yosa's work has been called "personal, punk, poignant, deep" yet her genre-defying production, as textured as it is catchy, escapes definition. Gut Buster takes that collective playground for creation to planetary reaches, congregating friends from Berlin, Cologne, and New York's fuzzy musical underbelly: Employee, Funkycan, Gerry Franke, Glenn Astro, Nauker, Paingel, Tbz, and UCC Harlo. The record was mixed by Brainfeeder affiliate Benjamin Vukelic in Portland and Jan Brauer in Berlin. "Glitchy yet supple, the broken beats and warped abstractions are wholly unpredictable yet deliciously odd, like an esoteric mashup of Bjork, Aphex and Laurie Anderson" Electronic Sound Classic Black Vinyl, Gloss Laminated Sleeve, Printed inner "Gut" sleeve plus DL card.
Bach und Jazz - diese Verbindung besteht seit mehr als 60 Jahren und ist mittlerweile längst nicht mehr neu - aber wieder immer neu zu entdecken. Und mit "About Bach" ist die aktuelle LP-Veröffentlichung der Vinyl-Edition Black Forest Sounds ein weiterer musikalischer und klanglicher Leckerbissen für Musikfreunde, eingespielt von Johannes Mössinger im Ensemblehaus des Freiburger Barockorchesters auf einem Steinway D-Flügel. Johann Sebastian Bach (1685-1750) ist unstrittig einer der wichtigsten Komponisten überhaupt. Seine Musik übt auf viele Musiker einen Reiz aus, vor allem aber auf Jazzer. Spätestens seit der Franzose Jacques Loussier Ende der 50er Jahre mit "Play Bach" die Grenzüberschreitung zwischen zwei Musikwelten etablierte, haben sich viele Jazzmusiker vor allem eben mit J.S. Bach beschäftigt und diesen immer wieder neu aufgearbeitet... Hier ein weiteres Meisterwerk, eingespielt vom Freiburger Pianisten Johannes Mössinger, der sich seit vielen Jahren (auch) mit Bach beschäftigt. Der 1964 geborene Musiker ist seit fast 30 Jahren auf der Jazzszene aktiv, unternahm aber Ausflüge in die Klassik und hat seit vielen Jahren immer wieder Bach-Themen aufgenommen. Im Jazz arbeitete er mit zahlreichen US-Musikern, wie Joe Lovano, Joel Frahm, Don Bradon und Adam Nussbaum zusammen, um mit denen vor allem seine eigenen Kompositionen zu präsentieren. Mösssinger hat seine ganz eigene Sichtweise auf Bach und kombiniert Bach mit seiner eigenen Musik: "Wie Mössinger Bach verwandelt, so verwandelt die Musik auch den Zuhörenden: Ein Gang durch eine sorgfältig kuratierte Gegenüberstellung, die den Blick auf Bach schärft, herausfordert und verändert. Bach hat sich bewegt, wurde bewegt, hat seine Räumlichkeit verändert und die Position gewechselt. Am Ende scheint ein anderes Licht darauf", schreibt die Musikerin und Autorin Maria Reich in den Liner Notes zur LP.
Wenn du nach Jena willst, dann musst du erst einmal durch diese einschüchternde, massive Mauer von elfgeschossigen Plattenbauten in Jena-Lobeda. Und SNOW TRAIL aus eben jener Stadt liefern mit "Abandoned Capsule" den perfekten Soundtrack fürs nächtliche Schlafwandeln durch diese oder andere Betonwüsten. Auf ihrem Debütalbum für It's Eleven Records treibt der Rhythmus mit stoischer Gelassenheit die Schatten voran, während die verhallte Gitarre und der pulsierende Bass in Melodiebögen durch die Dunkelheit mäandern. Der Gesang transportiert eine unterschwellige Aggression, die sich in gelegentlichen Ausbrüchen manifestiert, doch eine spröde, fließende Anmut behält insgesamt die Oberhand. Das Trio agiert minimalistisch und konzentriert die Songs auf ihre Essenz. Behutsam eingesetzte Synths (z.B. bei "Fragments Repeated" oder "Constructions") oder überraschend Alt-Saxophon bei "Murky Acrylic Windows" verstärken die düstere Sogwirkung. Die Songs für "Abandoned Capsule" entstanden größtenteils in den Pandemie-geprägten Jahren 2021/22. Die Perspektivlosigkeit dieser Zeit wirkt als Hintergrundstrahlung auch in den Texten noch nach. Dennoch haben SNOW TRAIL nun mit ihrem Album und einer stärkeren Einbindung von elektronischen Klängen einen neuen Weg beschritten, der ihren ursprünglichen Sound trotzdem nicht verleugnet.
The Morning Papers Have Given Us the Vapours was made with the black watch bandmates and producers/engineers Rob Campanella (Brian Jonestown Massacre, The Tyde, The Warlocks) and Andy Creighton (The World Record, Parson Red Heads). Ben Eshbach, formerly of The Sugarplastic, arranged the strings. Kesha Rose guests on lead vocals on the second single, Oh Do Shut Up. And the great Lindsay Murray once again lends her beautiful backing vox to a number of tracks.
the black watch songwriter/frontman John Andrew Fredrick wrote the ten songs on this, his Los Angeles-based band's latest album, entirely unselfconsciously, with no set goal in mind other than to revel in the joy of songwriting, and, eventually, the luxury of recording his music with his more-than-accomplished band. The Morning Papers Have Given Us the Vapours, produced separately and together by Rob Campanella and Andy Creighton evinces the black watch's often stunning ability to, as Andy Gill once observed in The Independent, "find chaos in the calm, melody in the miasma."
Fredrick, who has also published four comedic novels and a book on the early films of Wes Anderson, jovially describes himself as "a recovering Anglophile--one who'll never, one hopes, fully recover." From his home studio in the Angeleno Heights district of L.A., he waxes eloquent about how being branded, as it were, as a too-ardent lover of British music, film, and literature has left him as bemused as has the tag "prolific" that is often affixed to reviews of his work.
"I just don't think it's all that interesting to note that we've made so many records. Looked at one way, it's a sort of deflection from talking about the timbre if not the quality of the individual songs. Though I know it can be intimidating for fans who've just discovered us--a sort of 'My goodness, where do I start with this band that has put out LPs since 1988?' I get it. I do. I picture someone standing at our slot at a bin at a record store becoming overwhelmed at the prospect of picking the 'wrong' title. And then walking away and not picking up anything from us!" Fredrick laughs. "What can you do indeed?"
He started his career as a songwriter as a result of an American Football injury that left him bedridden in the home he grew up in in Santa Barbara, California. The year The Beatles immortal double-album came out at Christmastime he broke his leg so badly that he had to be home-schooled for an entire year. His parents, ex-teachers themselves, refused to let him watch telly for more than an hour a day. He propped a Silvertone acoustic on top of the massive cast that screamed all the way up to his thigh from his toes, and began to write little melodies and lyrics that, doubtless, did not in the least mask his love for the Fabs, The White Album in especial.
And he read and read and read--histories of the American Revolution and Civil War, mostly, and as many Dickens novels as his mum and dad could bring him. "That year," Fredrick observes, "surely made me who I am today. Proof that intensely unfortunate-seeming events can prove most fortunate. As a sport-mad kid, it made me absolutely mental that I was exiled from the activities I loved most and the school teams I played on. What a blessing undisguised that injury was! Not that I'd like to experience anything like it ever again, mind you."
Fredrick can even recall a few of the melodies he wrote as boy ("Utterly trite, of course, completely jejune"); and in a way, The Morning Papers Have Given Us the Vapours showcases a kind of get-back-to-where-you-once-belonged sensibility. "I didn't intend, this time, to make an album per se. I write both songs and fiction in order to find out what happens, to find out what I might want to say," he notes. "Rob often asks me what a particular song is about; and I often reply that I either don't know, or would prefer that others say. Same thing goes for when people ask me where they should start with our discography. I never know what to say. Our LP from 2011, Led Zeppelin Five (remastered in 2021 for its tenth anniversary), has been our best seller, I think--but that may be because some stoned Zepheads thought their gods had perhaps put out a record they'd missed!"
Despite being deadly serious about music-making, TBW's been known to either whimsically or perversely title their albums. Examples: Jiggery-Pokery (an allusion to John Lennon assessing George Martin's productions), After the Gold Room (a pun on the Neil Young classic plus a local eastside L.A. watering hole), Sugarplum Fairy, Sugarplum Fairy (echoing Lennon's famous count-off to A Day in the Life), Fromthing Somethat (a garbled spoonerism/lyric while doing a vocal), Brilliant Failures (the 2020 release that, along with Fromthing Somethat, was named Album of the Year by venerable indie rock magazine The Big Takeover), and the aforementioned LZ5.
For the new LP, the band recruited longtime friends and allies Ben Eshbach (the Emmy-Award-winning frontman of The Sugarplastic) and Lindsay Murray (Gretchens Wheel) to compose and arrange strings and sing heaps of lovely backing vocals, respectively.
And the result? A collection of songs that Fredrick, in his quite-but-not-quite self-deprecatory way, might call another set of brilliant failures. "Every song, every LP we do, is a failure of sorts--no matter how powerful or beautiful or pleasing-to-us it turns out," John concludes. "I have often said that my aim is to write songs as good as anything on The Beatles... and I will never achieve my goal. And thus I'll have to keep at it, keep trying. And chin-chin to that!"
And now your attention's been brought to a band (or you've heard of them or heard a track or two down the years) that has been pegged by The L.A. Weekly as "a national treasure" as well as "the most criminally-neglected indie pop group imaginable."
So here's to the prospect of that ostensible neglect becoming as much of a thing of the past as John Andrew Fredrick's year-long stint in bed.
Aller guten Dinge sind drei, nicht wahr? In seinem letzten Atemzug stellt 2023 sicher, dass es mit einem Knall zu Ende geht. Im November wird THE VICE "Grant me your peace" veröffentlichen, die erste Single und das Video aus dem kommenden Album "Dead canary run", das den Startschuss für 2024 geben wird, wenn es im Januar auf allen digitalen Plattformen, auf CD und zum ersten Mal in der Geschichte von The Vice auf Vinyl erscheint!
Das Album baut auf den Fundamenten des Vorgängers auf und setzt den von THE VICE über die Jahre geschaffenen Weg fort. Dennoch ist "Dead canary run" ein ganz anderes Biest. Dreckiger Rock, geschwärzter Metal, todgeweihter Pop, sie alle sind da und gedeihen wie nie zuvor. Und vielleicht kommt einem der Sludge, aus dem er hervorgekrochen ist, bekannt vor, aber es gibt viele neue Ebenen, die die Band mit diesem Album erreicht hat. Mit der Hilfe ihres alten Partners Joel Öhman (der bei einigen Songs das Klavier beigesteuert hat) haben sie im Spätsommer dieses Jahres das Studio Underjord mit einem Album verlassen, auf das sie nicht stolzer sein könnten. Seit "White teeth rebellion" haben sie einen langen Weg zurückgelegt, und "Dead canary run" ist ein schönes Zeugnis dieser Reise. Es ist schon komisch, was Leidenschaft und Entschlossenheit, auf 11 hochgeschraubt, bewirken können.
States the Band : "So now in full rehearsal-mode preparing for the stages in 2024 following the release of "Dead canary run". We've also got lots of other stuff in the pipeline and the coming seasons will be packed as we enter this new cycle. Album, videos, piano, touring, vinyls, merch. Pretty much the same as always, but completely different, and just fucking better.See you on the other side!"
- PR-Kampagne über die deutsche Agentur ALL NOIR für Print / Presse / Radio in der EU + O'Donnell Medien für PR in den USA
- frühere Musikvideos haben über 10k Aufrufe auf YT erzielt
- Saylo
- Can't Take The Hood To Heaven
- Attack Of The Dreadlocks (Feat. Rae Khalil)
- Lynn's Lullaby (Interlude)
- Brownskin Cinnamon
- Grey Seas (Feat. Reaper Mook)
- Cowboy Leather (Feat.pink Siifu)
- Overseas Sam
- Bullets From A Butterfly
- Pearly Gates Playlist
- Things Grandma Told Me
- Bygones
- Lagonda (Feat. Goya Gumbani)
- The Card Players (Feat. Jayellz)
- When I Met Rose
Forest Green Vinyl[27,31 €]
Seafood Sam is a futuristic artifact. If that description might sound confusing at first, it matches the eclectic dualities found in true originals. With his effortless cool and timeless style, the North Long Beach native defies convention and exact comparison. He's a virtuosic rapper, a stop-you-in-your tracks singer, and a symphonic producer. Welcome to the lavish life of a laid-back transcontinental man of mystery, rolling in old school Cadillacs, eating caviar with a blade in his pocket, and making plays in vintage Pelle Pelle gear. A blaxploitation icon for the Instagram age, blessed with the bars of a `90s legend and 23rd century swagger. Seafood Sam is a true hero of modernity. On his full-length album debut for up-and-coming label drink sum wtr (Kari Faux, Deem Spencer, Aja Monet) debut, Standing on Giant Shoulders, Sam splits the difference between Snoop Dogg and D' Angelo, Curren$y and David Ruffin. The songs reveal a forward-thinking sensibility rooted in ancestral soul. He creates spiritual hymns for the streets that tap into universal ideals and irrepressible groove. In an era plagued by short-term thinking, his ambitions reveal a crate-digging depth of music history and a meticulous ear for detail. The giant shoulders in the album's title refer to James Brown, Bobby Brown, and Miles Davis - the holy trinity who inspired Sam's process. From the Godfather of Soul, Sam took a perfectionist's rigor and focus. The example of Bobby Brown lent an unshakeable confidence and self-belief. While the constant artistic left turns of the trumpeter that birthed Ccool offered an aspirational archetype. The story starts in the glory days of Long Beach hip-hop. As a young child, the G-Funk era soundtracked rides in Sam's father's car. Some of his earliest memories are trying to memorize Snoop's verse on "Nuthin' But a "G" Thang." Beyond gangsta rap, the LBC has historically doubled as a capital of lowrider soul and carwash oldies. At any intersection, you could hear Dogg Food or Brenton Wood, Warren G or Barbara Lynn. This too was absorbed via osmosis. It also just so happened that the art of performance was always in Sam's blood. So at family functions, he and his sister supplied entertainment by singing karaoke renditions of The Isley Brothers. While his Harlem Shake remains a thing of local lore. Long Beach is a culturally diverse mecca of skate parks and gang life, street fashion and tricky dance moves. This is the place that raised Sam on a diet of Wu-Tang and Nelly Furtado, Lil Bow Wow and Allen Iverson. He was the middle ground between his two older brothers: one who gangbanged, the other who graduated with a master's degree from UC-Santa Barbara. But it wasn't until the end of high school that Sam started to take rap seriously. Alongside long-time collaborators like Huey Briss and Reaper Mook, Sam's name began to make waves on the northside of the city, but he was partially distracted by a modeling career that paid the bills and took him all to way to walk in Paris' fashion week. The first turning point arrived with 2018's "Ramsey," a self-produced, slick-talk anthem with over 10,000,000 streams across all platforms. With each subsequent release, Sam showcased his peerless consistency, building buzz both online and in the city streets. Spin hailed his "smooth and unhurried cadences and understated lyricism_ that sounds like nothing else in Long Beach." Clash raved about Sam's "evolution as an artist, cruising through nostalgic production with slick, witty rhymes." The culmination arrives with Standing on Giant Shoulders. It's the evidence of a master, a young sensei in the model of Quincy Jones. All rhymes, singing, production, and arrangements were handled by Sam - with an assist from his close Long Beach kinsman Tom Kendall from the group Soular System. It's hard-edged and lyrical enough for disciples of Larry June and Roc Marciano, but orchestral and melodic enough for fans of Anderson .Paak and H.E.R.
It takes a certain special kind of band to make a perfect indie-pop song, and Kindsight are exactly that kind of band. The Danish four-piece have mastered the craft of distilling their artistic identity into sweet and scrappy songs, every note and detail carefully tailored so it all falls into place, for music that wakes warm memories and shines with daydreams about tomorrow. Kindsight (Nina Hyldgaard Rasmussen, Søren Svensson, Anders Prip and Johannes Jacobsen) announced themselves properly in 2022 with their debut LP Swedish Punk, and promptly headed out on the road to introduce that record to the world, setting off for shows including slots at SXSW and Roskilde Festival’s emerging talent stage. Always unwilling to rest on their laurels, the band have kept moving forward, and are now back with a new album, No Shame No Fame, out on Rama Lama Records this April.
"No Shame No Fame" by Kindsight includes the following tracks: "Love You Baby All the Time", "Killing Eye", "Terracotta Team Song", "Easter and the Boys" and more.
It's the year 2003. the world is bad and it would only be your fault if it stays that way. but the ärzte are doing what they've never done before: a double album. Everything has to be included! Punk, jazz, rumba, hard rock ... so many ideas, so many songs ... Even "Als ich den Punk erfand..." (When I invented punk ...) clarifies some aspects of human cultural history that have been clearly neglected up to now. The light-heartedly silly "Jag Älskar Sverige!" is a crowd favorite, "Geisterhaus" plays in the league of the great goth rock anthems, "Deine Schuld" provides the soundtrack to the clenched-fists-in-the-air resistance that is as permanently valid as it is double-edged, while "Die klügsten Männer der Welt" is more of a subtle dialectical critique. "Nothing in the World" is the official heartache cracker. There's also the bundle of pitch-black, cynical "Der Tag" with the blazingly amorous "Die Nacht" and two of the most good-humored zombie homage rock smashers of all time. And the absolutely compelling "Unrockbar" is instantly one of the signature hits of the best band in the world.
The debut solo album (and second studio LP) by German singer Nico, Chelsea Girl was released by Verve Records in October 1967, following Nico's collaboration with the Velvet Underground on their 1967 debut studio album. The title is a reference to Andy Warhol's 1966 film Chelsea Girls, which Nico starred in. Born Christa Päffgen in Cologne in 1938, Nico was a singer, songwriter, actress and model. Besides working with Warhol, she had roles in several films, including Federico Fellini's La Dolce Vita (1960). In the 1980s, she toured extensively. She died in Ibiza on July 18, 1988, as the result of a cycling accident at the age of 49. Musically, Chelsea Girl can be described as a cross between chamber folk and 1960s baroque pop. AllMusic reviewer Lindsay Planer gave it four and a half out of five stars, stating that "Nico's inherently bleak delivery is similar to the more modern contributions of Laurie Anderson, Ann Magnuson, and Patti Smith. An unqualified masterpiece." Produced by Tom Wilson, much of the album features instrumental work and songwriting credits from Velvet Underground members Lou Reed, Sterling Morrison, and John Cale. "I'll Keep It with Mine" was written by Bob Dylan, while three other songs are by Jackson Browne.
Die Band The Reds, Pinks & Purples aus San Francisco bleibt auf ihrem einmal eingeschlagenem Pfad und kündigt ein neues Album an, das im April erscheinen wird. RPPs Gehirn Glenn Donaldson hält es düster - wie könnte es anders sein - mit Titeln wie "What's Going On With Ordinary People", "We Only Hear The Bad Things People Say" und "Dead Stars In Your Eyes". Die DIY-Pop-Titanen The Reds, Pinks & Purples kristallisieren auf "Unwishing Well" den tragischen, sich selbst feiernden Reichtum der glücklichen Versager, der falschen Helden und der Menschheit mit all ihren romantisierten Sich-Wundern - und nehmen die Fäden der Hoffnung mit ungebremster Hingabe ins Visier. Das Album, das sich über 10 wunderschöne Stücke erstreckt, ist ein weiterer Beweis für Glenn Donaldsons makellose Beherrschung des intimen, aber dennoch ausladenden, niedergeschlagenen Pops. In den letzten fünf Jahren haben The Reds, Pinks & Purples sechs Alben, mehrere EPs und zahllose Singles veröffentlicht, die sich alle dem Ziel verschrieben haben, dem Independent-Guitar Pop neues Leben einzuhauchen, der die düsteren Teenager, College-Radio-DJs und Plattenladenangestellten der 80er und 90er Jahre animierte. Vorbilder wie The Go-Betweens, The Smiths, Magnetic Fields, Felt und andere sind offensichtliche Inspirationen, aber Donaldsons unermüdliches Talent für Stimmung und Melodie hat praktisch ein eigenes Genre geschaffen, und "Unwishing Well" ist dessen bisher reinste Verkörperung. Die erste Single des Albums ist ein großartiges Beispiel für die Weltanschauung von RPP, ein Blick auf die Zugeständnisse des Popstars durch die Augen eines Ausgestoßenen mit dem Titel "Your Worst Song Is Your Greatest Hit". Über verträumten, grauen Gitarren- und Synthie-Waschungen beklagt Donaldson: "Deine erste Idee wurde verwässert" und fügt hinzu: "Nur die schlimmsten Teile konnten gefunden werden." Weißes Vinyl und/oder CD, für Freunde von The Field Mice, Blue Boy, The Clientele, Cindy...
Nach einer erfolgreichen Reihe von fünf Studioalben und zwei Live-Alben, Psychedelic Backfire I und II (beide 2019), hatten Elephant9 ihre groovige Mischung aus energiegeladenem Rock und Power-Jazz so weit gebracht, wie sie konnten. In dieser Hinsicht war ihr letztes Album Arrival of The New Elders (2021) eine willkommene und sehr zeitgemäße Ergänzung ihres Schaffens. Abwechslungsreicher, reifer und nachdenklicher, groovig wie eh und je, aber strukturierter und weniger jamorientiert, was ihnen eine 9/10-Rezension in Uncut und einen Platz in der Liste der Alben des Jahres einbrachte, in der ihre telepathische Gemeinschaft hervorgehoben und mit "this is an Elephant9 you'll never forget" geschlossen wurde. Jazzwise, Shindig, Prog, Electronic Sound, The Quietus und einige andere stimmten dem zu. Mythical River ist auf die gleiche Art und Weise geformt und ein natürlicher Nachfolger, mit sechs herausragenden neuen Kompositionen von Keyboard-Maestro Ståle Storlokken, gerahmt durch zwei kurze kosmische Einwürfe. Von hypnotischen und magischen bis hin zu messerscharfen und polyrhythmischen Stücken ist dies ein weiteres starkes Werk eines Trios, das sich auf der Höhe seiner Zeit befindet. Es wurden Vergleiche mit Bands gezogen, die bis in die sechziger Jahre zurückreichen, aber mit den letzten Alben erscheinen Elephant9 als eine durch und durch zeitgenössische, zeitlose und sogar futuristisch klingende Band. Ståle begann seine musikalische Reise mit Vespestad und Henriksen, die sich bald zu Supersilent mit Helge Sten an Bord entwickelten. Stale is zudem Mitglied von Hedvig Mollestad Weejuns, Moster! und Humcrush und hat mit einer Reihe von weiteren Acts, vor allem mit Motorpsycho, zusammengearbeitet.
Weniger rau als beim Album davor, fast schon ein wenig poppig, bewegen sich die acht Songs zwischen Indierock, Psychedelic, Americana und Postpunk. Düster-sphärische Soundflächen wechseln sich ab mit krachig-dissonanten Ausbrüchen ("Drift", "Passerby"), bisweilen lugt gar Nick Cave um die Ecke ("The Blanket"). "The Beauty Of Dysfunction" ist kein Konzeptalbum - aber der Titel könnte ein Leitmotiv für die Lyrics zu den Songs sein: Es geht um Brüche, um Widersprüche, um Risse auf der Oberfläche - sei es in Liebesbeziehungen ("Easy Care"), in Lebensentwürfen ("All we've ever had (was enough)") oder dem Verhältnis zwischen sogenannten Minderheiten und der "Mehrheit" ("Difference"). Auf der anderen Seite die vielen Scharlatane, die sich "Lifecoaches" nennen und im Netz oder in hochdotierten "Keynotes" ihre Selbstoptimierung als Ersatzreligion vermarkten ("Ode to Excellence"). Und nicht zuletzt die Scheißpopulisten, die einem weismachen wollen, dass alles doch ganz einfach ist ("Habits"). Ist es nicht. Es ist schwierig. Leben - und lieben - heißt, die Dissonanz zu akzeptieren, die Schönheit im Unperfekten zu erkennen.
Ltd. Edition Vinyl: limitiertes gelbes 180g Doppel-Vinyl, Cover mit Prägung und Durchnummerierung, bedruckte Innenhüllen, Poster und Fotos der Bandmitglieder
Einstürzende Neubauten präsentieren ihr neues Album. Sie suchen nach neuen Formen. Nach dem unentdeckten Ton und dem noch unausgesprochenen Wort. Seit ihrer Gründung am 1. April 1980 verschieben die Einstürzenden Neubauten die Parameter von Mainstream und Subkultur, um das Unhörbare hörbar zu machen. Und vielleicht auch das Unerhörte. Ein sich über vier Dekaden erstreckender Feldforschungsversuch, der nun ins nächste Stadium tritt. In ihrem 44. Bestehensjahr geht die Formation weit zurück zu ihren Wurzeln, um sich gleichzeitig neu zu definieren. Ein verändertes Selbstverständnis, für das das Berliner Quintett plus eins 2024 sein eigenes Genre kreiert hat: apm - alien pop music. Ständige Weiterentwicklung - so könnte man das Schaffen der Einstürzenden Neubauten kurz und knapp zusammenfassen. Eine musikalische Evolution, die beim 1981 veröffentlichten Albumdebüt "Kollaps" beginnt und sich nun auf dem im April 24 erscheinenden Album "Rampen - apm: alien pop music" manifestiert, auf diesem präsentieren sich Blixa Bargeld, N.U. Unruh, Alexander Hacke, Jochen Arbeit, Rudolph Moser und Felix Gebhard nun von ihrer unberechenbarsten und eigenwilligsten Seite. Auf ihrem neuen Album setzen die Neubauten nun allen Sound-Spekulationen ein - wenn auch spätes - Ende. Schon seit Mitte der 1980er-Jahre experimentieren die Einstürzenden Neubauten auf der Bühne mit sogenannten Rampen: Öffentliche Improvisationen mit offener Entwicklung und Ausgang; Abschussrampen ins noch Unerforschte, die die Band im Jahr 2022 auf ihrer letzten "Alles in Allem"-Tournee im Zugabenteil performte und deren Mitschnitte als Basis für das neue Album dienen. "Rampen - apm: alien pop music" ist Popmusik für Paralleluniversen und Zwischenwelten. Für Hyperräume und Interzonen. Mikrokosmisch und intergalaktisch zugleich. Eine demimondäne Behauptung außerhalb aller physikalischen Gesetze, mit der die Einstürzenden Neubauten ein stilistisches Niemandsland zwischen Vergangenheit und Zukunft betreten. Rückkehr zu den Wurzeln einerseits, andererseits entsteht aus lärmgewaltigen Kracheruptionen, auf kryptische, oftmals fragmentarische Lyrics treffend, eine neue Kunstform: Populäre Musik für Aliens und Außenseiter. Aus Anti-Pop ist Alien Pop geworden. Fremdartig. Kokonhaft versponnen. Ungehört. Sonus inauditus. Nicht ganz unabsichtlich erinnert das reduzierte Coverartwork an das ikonische Layout des "Weißen Albums" von den Beatles. "Ausgehend von der Idee, dass die Einstürzenden Neubauten in einem anderen Sonnensystem ebenso berühmt sind wie die Beatles in unserer Welt", so Blixa Bargeld über die Gratwanderung zwischen Avantgarde und Augenzwinkern, Provokation und popkultureller Diskontinuität. Womit auch direkt das zentrale Thema vorgegeben wäre, das sich wie ein roter Faden durch alle Songs zieht: Veränderung, utopische Gedankenspiele und Vergänglichkeit. "Ich habe auf der Platte ein paar Lösungen gefunden und Dinge formuliert, wie ich sie vorher noch nicht formuliert habe, weil sie mir noch nicht so klar waren. Ich bin jemand, der denkt, durch Musik Erkenntnisse zu gewinnen. Das war schon immer so. Die Überzeugung, in der Musik etwas zu finden, was ich vorher nicht wusste. Und etwas zu singen, was ich vorher nicht wusste. Etwas, was sich dann als Wahrheit herausstellt. Oder zumindest als sinnvoll, wenn man es ein wenig kleiner halten will." Dieses Album repräsentiert die nächste Stufe der Evolution, auf der man die bekannte Sprache schließlich hinter sich gelassen hat. Und die Eröffnung weiterer, unendlicher Möglichkeiten: alien pop music.
Reviews in Rookie, Blue Rhythm, Folker, DLF - Liederladen, Good Times, Stereo, Jazzthing, Jazzthetik, Akustik
Gitarre, Folk Magazin, online Country Mag, online Country.de und diverse andere.
Sue Foley erreicht neue Höhen und festigt ihren Platz als eine der ganz Großen der Gitarre. Ihr neues Album ist eine
Hommage an die Gitarristinnen, die dabei geholfen haben, den Weg zu ebnen.
Frustration sind zurück und schon nach den ersten Takten wissen wir, wo es hin geht. Und obwohl wir uns genau das wünschen, wird wieder ein anderer Weg als zuvor gewählt, angetrieben von einem ursprünglichen Bedürfnis, das so komplex ist, dass sein Ausdruck niemals eine Wiederholung ist. Frustration lehren keine Musikgeschichte, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht wissen, woher sie kommen. DIE Born Bad-Band schreit immer noch Postpunk. Für Snobs, die sich auf dem Boden wälzen, wenn auf der falschen Seite des Ärmelkanals Englisch gesungen wird, gibt es diesmal zwei Tracks auf Französisch, "Omerta" und "Consumés", welche daran erinnern, dass Fabrice Gilbert in einer Zwischensprache singt, die das Beste aus beiden Idiomen bewahrt hat. Es ist die perfekte Art, seine bissigen, unverblümten Tiraden zu genießen, die eine Schneise in diese Generation "of apathetic truffles / fantasizing about assholes full of money" schlagen. Außerdem singt Anne von der Rouener Combo Hammershoi auf "Vorbei" in deutsch Sprache, ein seltener Moment des Innehaltens auf dieser sehr intensiven, wütenden, lauten Platte, deren Sound weniger Cold Wave ist als der Vorgänger So Cold Streams. Das rasante Schlagzeug von "Catching Your Eye" erinnert an das fröhliche Dröhnen von "Shades From Fhe Past", einem Instrumentalstück ihres ersten Albums. "Secular Prayer", das das Album abschließt, bestätigt, dass Frustration genauso zur Ian Curtis-Familie gehören wie zur Ian Dury-Familie. Man muss schon aufpassen, sich bei einem solch kreativem Erfolg nicht zu ernst zu nehmen. Single-Vorbote "State Of Alert" fährt die Synthie-Sirenen hoch, nur ein erster energiegeladener Höhepunkt der französichen Frustration 2024.
Curacao-blaues Vinyl, bedruckte Innenhülle. Farbe ltd auf 500 Exemplare
Hi! Spencer, plötzlich leicht wie eine Wolke? Cover und Titel des neuen Albums lassen das vermuten. Aber keine Sorge! „Wir machen immer noch furchtbar melancholische Songs“, sagt die Band, die sich traditionell in keine Schublade stecken lässt, sondern sich irgendwo zwischen Indie, Pop, Rock und Punk befindet. Und doch gibt es in „oben“ einen Twist, der neu ist für die Osnabrücker: Die Songs bleiben inhaltlich nicht da stehen, wo sie beginnen, bohren sich nicht immer tiefer rein in das Gefühl – sondern zeigen Lösungen und Ausblicke auf. Und so schließt „oben“ nahtlos an das letzte Album „memori“ an, denn wie hieß es dort so schön? „Doch das geht, fängt man an, die Perspektive zu drehen.“ Eine andere Sicht einnehmen, eine Situation so annehmen, wie sie ist – das ist ein wesentliches Thema in den neuen Hi! Spencer-Songs.
Das Wechselspiel aus oben sein, oben bleiben und immer mal wieder abzufallen bringt Frontsänger Sven Bensmann gewohnt stimmgewaltig zum Ausdruck. Und das Wissen darum: Es gibt keine pauschal gute Zeit, es gibt nur ein Akzeptieren der Tatsache, dass man irgendwann einen Umgang mit seinen Themen findet. Und sich dadurch oben hält. Nicht die Umstände sind es, die sich ändern – sondern der Blick darauf: „Es tut anders weh, weil ich jetzt versteh …“ („Vermissen“). In „oben“ geht es auch um den Erhalt des Guten und die Gewissheit, dass man immer mal wieder abdriften kann und wird. Und, etwa in Songs wie „Nebel“ oder „Juno“, dass auch andere einen aus einem Tief holen können – und es sich daher immer lohnt, Gutes hochleben zu lassen!
Passend dazu zeigt das Artwork der Platte erstmalig ein gemeinsames Foto der Fünf. Zentrales Element auf dem Cover ebenso wie bei Merch und Co ist die Wolke – denn kaum etwas ist weiter „oben“. Wolken sind leicht. Sie schweben. Sind hell, oft durchsichtig. Und doch können sie uns die Sicht vernebeln und regenschwer am Himmel hängen. Sie verschwinden, bilden sich neu. Driften ab. Lösen sich auf. Sie können alles sein.
We are excited to present The Tony Slug Experience. To be released 22/03/2024 by Suburban Records, Wap Shoo Wap & Alternative Tentacles, the album is an adequate homage to the legend of Dutch punk pioneer Tony Slug (1963-2023). Featuring over 30 players/writers, including Jello Biafra (Dead Kennedys), Jennifer Finch (L7), Nicke Andersson (The Hellacopters), Jerry A. (Poison Idea), Happy Tom (Turbonegro), and many more!
“And this is what we know: Tony Slug is hands-down plain & simple the most bad-ass rock’n’roller to ever emerge from the European Continent” — Happy Tom, Turbonegro
We are excited to present The Tony Slug Experience. To be released 22/03/2024 by Suburban Records, Wap Shoo Wap & Alternative Tentacles, the album is an adequate homage to the legend of Dutch punk pioneer Tony Slug (1963-2023). Featuring over 30 players/writers, including Jello Biafra (Dead Kennedys), Jennifer Finch (L7), Nicke Andersson (The Hellacopters), Jerry A. (Poison Idea), Happy Tom (Turbonegro), and many more!
“And this is what we know: Tony Slug is hands-down plain & simple the most bad-ass rock’n’roller to ever emerge from the European Continent” — Happy Tom, Turbonegro




















