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BANKS - Serpentina

Banks

Serpentina

12inchBANKS01LP
HER NAME IS BANKS
08.07.2022

Mit ‘SERPENTINA’ betritt BANKS bisher unbekanntes Territorium und zwar in jeder Hinsicht – vom Sound bis zu den Lyrics, den Visuals und allem dazwischen.
Der Albumtitel reflektiert dieses Spielerische und das Gefühl, sich neu zu erfinden. Das Wort “Serpentine” kritzelte BANKS früher oft in ihren Schulkalender. Das “a” am Ende steht für eine Feminisierung dieser Idee – eine Verkörperung von einer Art Schlangenkönigin, wie BANKS es beschreibt.

BANKS ist eine amerikanische Singer-Songwriterin, Produzentin, Dichterin und Regisseurin. Seit ihrem atemberaubenden Debüt 2014 hat BANKS insgesamt mehr als 1,4 Mrd. Streams erreicht und rund um den Globus ausverkaufte Konzerte und Festivals gespielt. Ihr Debütalbum Goddess wurde von der Kritik gefeiert, schaffte es in sieben Ländern in die Top 20 der Charts (u. A. in Nordamerika) und machte ihr einen Namen für einen ganz eigenen Sound: Alternative Pop mit einem Hauch unkonventionellem R&B, mit dem sie aufgewachsen ist. 2016 meldete sich BANKS mit The Altar zurück – eine dunklere, intensivere Abwandlung der Themen, mit denen sie sich auf Goddess beschäftigt hatte. Auch dieses Album fand bei den Kritikern großen Anklang und erreichte mehrere Top 20-Platzierungen in den USA und weiteren Ländern. Zu ihrem dritten Album III präsentierte sie 2019 die aufregende, synthlastige Vorabsingle “Gimme”, produziert von Hudson Mohawke. Mit seiner eher experimentellen und fast verspielten Produktion und den reiferen Texten war III ein weiterer Schritt in ihrer künstlerischen Entwicklung. Nach dem Erfolg von III begab sich BANKS auf ihre mit 33 ausverkauften Konzerten in neun Ländern bis dato umfangreichste Tour. Als Muse von Modehäusern wie Chanel und Dior war sie bei diversen Fashionshows in der ersten Reihe und auf den Covern zahlreicher Hochglanzmagazine auf der ganzen Welt zu sehen. Sie ist auf vielen der größten Festivals aufgetreten, darunter Coachella und Lollapalooza, spielte im berühmten Guggenheim in New York und war in vielen TV-Shows zu sehen (z. B. Colbert, Kimmel, Meyers).

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Yaya Bey - Remember Your North Star LP

Yaya Bey ist eine der spannendsten Storytellerinnen des R&B. Mit einer Kombination aus den Kräften ihrer Vorfahren und denen ihrer eigenen Selbstverwirklichung navigiert die Singer-Songwriterin nahtlos an den Stolpersteinen des Lebens vorbei und direkt hinein in die freudigen Momente der Musik. Beys neues Album, „Remember Your North Star" fängt diese emotionale Achterbahn mit einer Mischung aus Soul, Jazz, Reggae, Afrobeat und Hiphop ein, die die Seele nährt.

Beys Fähigkeit, die emotional kaleidoskopische Natur von Frauen, insbesondere von schwarzen Frauen, anzuzapfen, ist die Essenz des gesamten Albums. Die von der Kritik gefeierte multidisziplinäre Künstlerin und Kunstkuratorin, die mehrere Kunstresidenzen im Brooklyner MoCADA (Museum of Contemporary African Diasporan Art) absolviert hat, beschäftigt sich mit Themen wie Misogynie, Generationstraumata, sorglose Romantik, elterliche Beziehungen, weibliche Ermächtigung und Selbstliebe. „Remember Your North Star“ setzt Beys persönliche und künstlerische Entwicklung fort, indem sie sich bemüht, ein Resonanzboden für schwarze Frauen überall zu sein. „Ich fühle mich durch die Musik gestärkt, weil ich alles, was mir widerfährt, in etwas Wertvolles verwandeln kann. Musik hilft mir, den Wert dessen zu erkennen, was in meinem Leben passiert.“, erklärt sie. „In der Musik steckt ein Geist. Sie ist eine Kultur, und ich bin Teil dieser Gemeinschaft und trage mit meiner Geschichte dazu bei, dass wir miteinander verbunden bleiben.“

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Kalle Wallner - Voices LP

Sieben pragmatisch durchnummerierte Tracks hat Wallner komponiert und produziert, obwohl man Pragmatismus hier vergeblich sucht, denn die niemals überladene Opulenz ist ein fester Bestandteil seiner Musik. "Voices" ist natürlich in erster Linie ein Gitarrenalbum, hält aber nicht stumpf aneinander gereihte Griffbrett-Kabinettstücke parat, sondern folgt einem Narrativ, einer Art undertow unter, zwischen und hinter den Tracks: sie sind ineinander verwoben und miteinander verwandt und erzählen fortlaufend eine zusammenhängende Geschichte. Arpeggierte Synthie-Kaskaden und verdichtetes Riffing liefern hier die Staffelei für episch singende Soli, an denen Wallner hörbar Spaß hat. Allerdings hier wird nicht kopflos gegniedelt, man hört die Arbeit eines erfahrenen Komponisten und mehrere Themen und Motive ziehen sich wie Ariadnefäden durch die Tracks.
"Voices" wird höchsten audiophilen Ansprüchen gerecht und ist wie jede Produktion Wallners demanding listening, reife Kompositionen, in denen sich Herz und Hirn vertragen und ergänzen. Das Album illustriert den Jetzt-Zustand eines Musikers, der sich eine luxuriöse Position erarbeiten konnte, kompromisslos sein zu dürfen. Vielleicht sogar zu müssen. Sieht man sich die rund 26 Jahre seiner Diskographie an, war er das eigentlich schon immer und es sieht nicht so aus, als würde sich das jemals ändern.

Als Gäste sind mit an Bord: Arno Menses (Subsignal), TANYC, Yogi Lang (RPWL) sowie der renommierte Drummer Marco Minnemann.
Neben dem formschönen CD-Digipak wird es eine 180 Gr. Vinyl (Clear Vinyl) mit bedruckten Inner Sleeves geben.

Classic Rock: "…exzellentes musikalisches Gespür für Spannungsbögen, faszinierende Sounds und gekonntes Songwriting. … Dies ist eine Scheibe für Freunde des guten Geschmacks."

Rock It 8.5/10: "Musikalisch bewegt sich auch der Rest der Truppe auf höchstem Niveau, die Produktion ist druckvoll und klar und passt sehr gut ins stimmige Gesamtbild. Eine gelungene Reise durch progressive Musikwelten."

eclipsed 7.5/10: "Mucke für Fans zwischen David Gilmour, Maxxess und Joe Satriani und gerade unterm Kopfhörer ein spannendes audiophiles Erlebnis."

Guitar 5/5: "…spielt der Liebhaber hochwertiger Gitarrensounds, unterstützt durch Marco Minnemann am Schlagzeug, feinsten Prog mit atmosphärischer Dichte, tighten Riffs und sagenhaften Gitarrensoli."

Slam 8/10: "Vielfältig, stimmungsvoll und mit jeder Menge Melodie gerät "Voices" zum überaus gelungenen Werk, das vor allem durch sein farbenprächtiges und intelligentes Songwriting überzeugt."

Rock Hard 7.5/10: "Abwechslungsreichen, angenehm rockigen und zeitlosen Instrumental-Progrock zockt RPWL-Gitarrist KALLE WALLNER auf seinem vierten Soloalbum "Voices" (Gentle Art Of Music/Soulfood)."

Rocks 7/10: "Kalle Wallner, Gitarrist bei RPWL und Blind Ego, hat mit diesem Album ein kraftvolles Statement fast ohne Gesang aufgenommen. Die titellosen, durchnummerierten Tracks basieren vor allem auf massiven Riffs, die die Basis schaffen für stimmungsvolle solistische Ausflüge des Gitarristen. …Voices ist keines dieser aufregenden Gitarrenhexer-Alben, sondern eher lautstarke Kontemplation."

Break Out: "Die Stücke sind sehr spannend aufgebaut und in sich schlüssig. Oder wie es im Presseinfo steht: "reife Kompositionen, in denen sich Herz und Hirn vertragen und ergänzen." Dem ist nichts hinzuzufügen, nur dieses: beide Daumen hoch für dieses starke Soloalbum!"

Myrevelations.de 13/15: "Verdammt starke Platte, Prog, Instrumental- und Gitarrenfans, sowie Post Rock Anhänger werden begeistert sein!"

Darkstars.de 9/10: "…ähnlich wie bei David Gilmour schafft es Kalle Wallner seine Gitarre sprechen zu lassen und den Hörer mit auf eine Reise zu nehmen. Ganz großes Gitarrenkino und mit Marco Minnemann sitzt zudem ein echtes Ass auf dem Schlagzeug Hocker. Ein Album zum Entdecken…"

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22,90 €
Hatebreed - Weight Of The False Self (LP/ Grey Marbled Vinyl)

Grey Marbled Vinyl
Mit unerschütterlicher Hartnäckigkeit hat die undurchdringliche Schwermetall-Hartkernfabrik HATEBREED eine weitere eiserne Guss- und Schallwaffe mit dem Gewicht des falschen Selbst hervorgebracht. Es ist keine Überraschung, dass ihr achtes, abendfüllendes Album das Ergebnis des üblichen Schweißes und Blutes ist, das HATEBREEDs einzigartige Nische in der Musikwelt seit über zwei Jahrzehnten zementiert hat. Bekannt für ihre Fähigkeit, ihren Fans eine intensive und kathartische Veröffentlichung zu bieten, haben HATEBREED ihren Schreibstil durch diesen Albumzyklus herausgefordert, um Material zu produzieren, das in einer zeitgenössischen Welt, die von Überreizung, emotionaler Dämpfung und mangelnder sozialer Geduld überflutet ist, außergewöhnlich gut zu vergleichen ist. "Weight Of The False Self' ist eine perfekte Darstellung von HATEBREED im Jahr 2020, ein frischer Ansturm von baldigen Klassikern mit all den Elementen, die Sie vom ersten Tag an hierher geführt haben", erklärt Gitarrist Frank Novinec. Fast jedes Individuum trägt ein metaphorisches Gewicht in Bezug auf sein emotionales Konstrukt. Unsere Erfahrungen prägen, wer wir werden, und im Laufe der Zeit entsteht allmählich eine schwere Last, die wir immer weiter mitschleppen. Für viele von uns wird die Last so groß, dass wir uns schwer tun, von unten herauszukommen, geschweige denn uns zu bewegen.

Es sind diese Kämpfe, die sich durch das Gewicht des falschen Selbst übersetzen lassen. "Ob man es sieht oder nicht, jeder trägt eine Last. Die Musik, die wir lieben, hilft uns, diese Last zu tragen", erklärt Sänger Jamey Jasta. Stücke wie "Cling To Life" liefern ein Wortspiel, das normalerweise bedeutet, sich verzweifelt an die letzten Atemzüge zu klammern, aber hier zeigen diese Worte, dass es nach wahrem Verlust und Trauer aufrichtige Erleichterung bringen kann, sich an die Idee von Glück und Zukunft zu klammern. Am anderen Ende des philosophischen Spektrums präsentiert die erste Single "Instinctive (Slaughterlust)" nicht nur ein neues Vokabular-Wort, sondern schreit auch nach der Kraft, die von unseren Verteidigungsmechanismen ausgeht, wenn wir in eine Ecke gedrängt werden. Wenn jemand von seiner Vergangenheit verfolgt wird, von einer anderen Person, oder wenn er nur sein eigenes Territorium verteidigt, ist es nur eine Frage der Zeit und der Entfernung, bis er zu einer wilden, ursprünglichen Bestie explodieren kann. "Es sollte verboten sein, ein so schweres Lied zu machen", beschreibt Bassist Chris Beattie. Das Lied "Wings Of The Vulture" ist eine Metapher für all die negativen Kräfte der Natur, des Schicksals und der Menschheit, die hoffen, uns in einigen unserer schwächsten Momente zu erbeuten, indem sie auf den Tod von etwas Sinnvollem warten. "A Stroke Of Red" berührt, entgegen dem, was auf den ersten Blick scheint, das Konzept, die Wahl zu haben, sich selbst oder anderen zu schaden. "Auge um Auge, aber das macht jeden blind. Wenn man einmal diesen dunklen, gewalttätigen Weg gegangen ist, gibt es kein Zurück mehr.

Dieses Lied ist eine dunkle Leinwand; ich verlasse meinen Körper, um schreckliche Dinge auf einer anderen Ebene zu tun, und komme zu mir selbst zurück, um daraus zu lernen, so dass man diesem dunklen, fleischlichen Verlangen niemals nachgibt", erklärt Jasta. Das Album-Artwork des renommierten Heavy-Metal-Künstlers Eliran Kantor zeigt einen Mann, der an der massiven Skulptur einer Steinbüste herummeißelt. In Kantors klassischem Malstil, der durch den Lehm von Aufruhr und Traurigkeit bricht, beginnt ein Licht durch den Fels zu scheinen, während der Bildhauer sein Gesicht von den blendenden Strahlen der Heilung abwendet. Das Bild kombiniert visuell die Themen des Albums, nämlich den emotionalen Kampf und die Überwindung des Schmerzes, nachdem Schichten von Depression, Angst, Verrat und Herzschmerz die Seele eines Menschen verhärtet haben. Im Laufe von mehr als 20 Jahren und 8 Alben ist der Schreibprozess für eine Band wie HATEBREED in ihren Wurzeln sicher geblieben, aber dennoch hat sie sich nach knackigen und überzeugenden Stücken mit progressivem Sound umgeschaut, die dem Mix hinzugefügt werden sollen. Es gibt Wellen von frischen Klängen, während das massive Fundament, auf dem HATEBREED stehen, weiterhin stark gehalten wird. "Auf diesem Album habe ich mich wirklich angestrengt und mich dazu gebracht, die Dinge umzuschreiben, bis sie besser waren, bis es klickte. Ich habe mich aus dieser Komfortzone herausgerissen. Im Zeitalter der Altlasten, in dem die Bands so viele Hits aus ihrem Katalog bei Shows spielen müssen, hören wir gerne, dass die Fans neue Songs verlangen, wenn wir live spielen", erklärt Jasta, "wir haben mit diesem Album wirklich unsere Stärken ausgenutzt". "An fleischigen Rippen und adrenalingeladenen Trommeln mangelt es auf dieser Platte nicht. Ich bin stolz darauf, dass wir durchweg einen Soundtrack liefern, zu dem man in seinem Wohnzimmer moshen und seine Wohnung zerstören kann", erklärt Schlagzeuger Matt Byrne. Bei der erneuten Aufnahme des Albums mit Hilfe von ZEUSS erlebte die Band ein Gefühl der Herausforderung und des Durchbruchs, das es ihr ermöglichte, eine neue Ebene des Klangs zu erreichen.

Nachdem er mehrere Jahre lang mit der Band gearbeitet hat und während er normalerweise seine Zeit mit Bands verbringt, die einen ziemlich anderen Sound haben, ist Zeuss in der Lage, HATEBREED zu testen und ihre bereits berüchtigte Schwingung zu erweitern. "Es war wirklich großartig, wieder mit Zeuss an diesem Projekt zu arbeiten. Ich liebe die Art und Weise, wie die Gitarren klingen", kommentiert Gitarrist Wayne Lozinak. Im Laufe der Zeit scheint die Qualität der Produktionstechnologie immer besser zu werden und ein sicheres und produktives Nest zu schaffen, in dem das Album

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21,47 €
Richard Ojijo - MO_RO_20

Richard Ojijo

MO_RO_20

12inchMAGAZINEMORO20
Magazine
26.11.2021

20 YEARS OF MUSIC FOR MARCEL ODENBACH

Richard Ojijo’s music for the films of german video artist Marcel Odenbach not only underscores and accentuates the imagery and motion, but also serves to propel the narrative too. The compositions are auditory distillations of the visual and create a synergy between music and image that draws the observer ever deeper.

With Odenbach’s and Ojijo’s collaboration now entering its 3rd decade, Ojijo was recently inspired to revisit and remix some of the themes contained within the extensive body of work.

— Matt Karmil, Aug 2021

Die Musik von Richard Ojijo für die Videoarbeiten des Künstlers Marcel Odenbach sind eindrucksvolle Beispiele dafür, wie Klänge Filmbilder nicht nur untermalen oder deren Wirkung atmosphärisch verdichten können, sondern neben dem Visuellen ein gleichberechtigtes Eigenleben entwickeln, das auf das Gesamterlebnis des Films zurückwirkt: plötzlich auftauchende innere Bilder oder Assoziationen, die das Gesehene mit noch größerer Komplexität und Mehrdeutigkeit versorgen.

Wenn sich etwa in „Innerer Sicherheit“ oder „In stillen Teichen lauern Krokodile“ sphärische Flächen und Soundeffekte ausbreiten, erinnert dies zuweilen an elektronische Stimmungen der späten 90er Jahre, obwohl die Thematiken der Filme in gänzlich andere Richtungen weisen. Dabei wird nie der Spannungsbogen der filmischen Dramaturgie vernachlässigt. Vielmehr kommt es zum Wechselspiel von dienender und freier Funktion, in dem die Musik nicht nur ihre schöne, sondern – den Themen der Filme angemessene – beunruhigende Wirkung ausbreiten kann. So tauchen wie aus dem Nichts Stimmen auf oder Geräusche, etwa von Stiefeln in „Beweis zu nichts“, die parallele Narrationen auf die Audiospur legen, um die zum Teil bedrohliche Wirkung der Bilder zu verstärken und womöglich Bereiche des Unterbewussten zu berühren.

Die Zusammenarbeit von Ojijo und Odenbach dauert mittlerweile über 20 Jahre an. Ojijo hat nun seine Arbeiten für die Filme Odenbachs neu zusammengestellt und neu gemischt. Die Platte erscheint im Herbst 2021 aus Anlass der großen Odenbach-Retrospektive im Düsseldorfer K21-Museum. Dort werden auch sieben Videoarbeiten zu sehen sein, von denen fünf in Zusammenarbeit mit Richard Ojijo entstanden sind.

— Michael Kerkmann, Aug 2021

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140,29 €
DUMMY - MANDATORY ENJOYMENT

Einen schönen Fang hat das Chicagoer Label Trouble In Mind vor Kurzem mit DUMMY gemacht: Das Quintett aus Los Angeles verblüfft auf seinem Debüt ,Mandatory Enjoyment" mit einem derart ausgereiften Noise-Pop-Entwurf, das man kaum glauben mag, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt. Nach gerade einmal zwei veröffentlichten EPs aus dem letzten Jahr, haben DUMMY ihren mit einem wundervollen Groove ausgestatteten Sound auf ,Mandatory Enjoyment" sichtlich gefunden und bis zur Perfektion destilliert. Das spielfreudige Debüt kombiniert geschickt Einflüsse aus Krautrock, Dream-Pop, Ambient, Psychedelic und Shoegaze zu einem Soundgebräu, das sowohl avantgardistisch als auch immer noch genug im Pop verwurzelt ist. Songs wie "Daffodils" und "Fissured Ceramics" zeichnen sich durch unerbittlich treibende Energie und reichlich psychedelischen Lärm aus. An anderer Stelle gleicht Dummy die Aggression mit meditativen Synthesizerlandschaften aus, die sich auf Sounddesign und Studioexperimente konzentrieren, wie bei dem motorischen "X-Static Blanket". Das Herzstück "H.V.A.C." und der letzte Track des Albums, "Atonal Poem", versuchen schließlich, diese beiden Pole miteinander zu verbinden und bieten mehrteilige Reisen durch unbekanntes Klangterritorium. Im Gegensatz zu der glückseligen Instrumentierung untersuchen Dummys sardonische Texte die Last des modernen Lebens, den Konsumismus, den Zusammenbruch der Umwelt, die Entfremdung und andere Ängste, die aus dem Leben in diesem absurden Moment der Geschichte entstehen. Innenarchitektur, Meeresverschmutzung, die Psychologie kommerzieller Architektur und Atomtests sind Themen, die aufgegriffen werden. Die rastlose Kreativität von Dummy treibt die Band immer weiter voran, sie fordern sich selbst ständig heraus und treiben ihren Sound in aufregende und erheiternde Bereiche. Dies ist - wie der Albumtitel schon sagt - "Mandatory Enjoyment". ENG Los Angeles band Dummy refuses to slow down. After releasing two cassette EP's in 2020 (on Popwig and Born Yesterday respectively), Dummy's debut full-length album arrives via Chicago's Trouble in Mind Records. Employing pummeling guitars and celestial ambience within the same breath, the band folds a myriad of reference points into their drone-pop style. Influence from '60s melodicism and '90s UK noise pop can be found woven in with inspiration from spiritual jazz, Japanese new age, and Italian minimalism. Dummy dodges the brooding, dark, dramatic tropes of contemporary "artistic" music often found in punk, experimental, and electronic, instead insisting on joyous and euphoric sonic palettes. They refuse to be artistically stagnant, continuously shifting their approach to writing across 12 tracks. Shaped by performances around Los Angeles in 2019, songs like "Daffodils" and "Fissured Ceramics" feature relentless driving energy and ample psychedelic noise. Elsewhere, Dummy counterbalances the aggression with meditative synthscapes focused on sound design and studio experimentation, like on the motorik "X-Static Blanket". Finally, centerpiece "H.V.A.C." and the album's final track, "Atonal Poem", seek to synthesize these two poles, offering multi-part journeys through uncharted sonic territory. In contrast to blissed-out instrumentation, Dummy's sardonic lyricism examines "the burden of modern life, consumerism, environmental collapse, alienation, and other anxieties born out of living in this absurd moment in history". Interior design, marine pollution, the psychology of commercial architecture, and nuclear testing are all featured subjects. Dummy's restless creativity keeps them moving ever-forward, continuously challenging themselves and pushing their sound into exciting and exhilarating places. This is - as the album title suggests - "Mandatory Enjoyment".

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DUMMY - MANDATORY ENJOYMENT

Einen schönen Fang hat das Chicagoer Label Trouble In Mind vor Kurzem mit DUMMY gemacht: Das Quintett aus Los Angeles verblüfft auf seinem Debüt ,Mandatory Enjoyment" mit einem derart ausgereiften Noise-Pop-Entwurf, das man kaum glauben mag, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt. Nach gerade einmal zwei veröffentlichten EPs aus dem letzten Jahr, haben DUMMY ihren mit einem wundervollen Groove ausgestatteten Sound auf ,Mandatory Enjoyment" sichtlich gefunden und bis zur Perfektion destilliert. Das spielfreudige Debüt kombiniert geschickt Einflüsse aus Krautrock, Dream-Pop, Ambient, Psychedelic und Shoegaze zu einem Soundgebräu, das sowohl avantgardistisch als auch immer noch genug im Pop verwurzelt ist. Songs wie "Daffodils" und "Fissured Ceramics" zeichnen sich durch unerbittlich treibende Energie und reichlich psychedelischen Lärm aus. An anderer Stelle gleicht Dummy die Aggression mit meditativen Synthesizerlandschaften aus, die sich auf Sounddesign und Studioexperimente konzentrieren, wie bei dem motorischen "X-Static Blanket". Das Herzstück "H.V.A.C." und der letzte Track des Albums, "Atonal Poem", versuchen schließlich, diese beiden Pole miteinander zu verbinden und bieten mehrteilige Reisen durch unbekanntes Klangterritorium. Im Gegensatz zu der glückseligen Instrumentierung untersuchen Dummys sardonische Texte die Last des modernen Lebens, den Konsumismus, den Zusammenbruch der Umwelt, die Entfremdung und andere Ängste, die aus dem Leben in diesem absurden Moment der Geschichte entstehen. Innenarchitektur, Meeresverschmutzung, die Psychologie kommerzieller Architektur und Atomtests sind Themen, die aufgegriffen werden. Die rastlose Kreativität von Dummy treibt die Band immer weiter voran, sie fordern sich selbst ständig heraus und treiben ihren Sound in aufregende und erheiternde Bereiche. Dies ist - wie der Albumtitel schon sagt - "Mandatory Enjoyment". ENG Los Angeles band Dummy refuses to slow down. After releasing two cassette EP's in 2020 (on Popwig and Born Yesterday respectively), Dummy's debut full-length album arrives via Chicago's Trouble in Mind Records. Employing pummeling guitars and celestial ambience within the same breath, the band folds a myriad of reference points into their drone-pop style. Influence from '60s melodicism and '90s UK noise pop can be found woven in with inspiration from spiritual jazz, Japanese new age, and Italian minimalism. Dummy dodges the brooding, dark, dramatic tropes of contemporary "artistic" music often found in punk, experimental, and electronic, instead insisting on joyous and euphoric sonic palettes. They refuse to be artistically stagnant, continuously shifting their approach to writing across 12 tracks. Shaped by performances around Los Angeles in 2019, songs like "Daffodils" and "Fissured Ceramics" feature relentless driving energy and ample psychedelic noise. Elsewhere, Dummy counterbalances the aggression with meditative synthscapes focused on sound design and studio experimentation, like on the motorik "X-Static Blanket". Finally, centerpiece "H.V.A.C." and the album's final track, "Atonal Poem", seek to synthesize these two poles, offering multi-part journeys through uncharted sonic territory. In contrast to blissed-out instrumentation, Dummy's sardonic lyricism examines "the burden of modern life, consumerism, environmental collapse, alienation, and other anxieties born out of living in this absurd moment in history". Interior design, marine pollution, the psychology of commercial architecture, and nuclear testing are all featured subjects. Dummy's restless creativity keeps them moving ever-forward, continuously challenging themselves and pushing their sound into exciting and exhilarating places. This is - as the album title suggests - "Mandatory Enjoyment".

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Nick Cave & Warren Ellis - Carnage

Über den Zeitraum von mehreren Wochen während des Lockdowns entstanden, präsentieren Nick Cave & Warren Ellis in dieser Woche ihr neues Gemeinschaftsalbum: Carnage – was zu Deutsch so viel wie Blutbad oder Gemetzel heißt. Cave beschreibt das Gemeinschaftswerk denn auch als „eine brutale, aber wunderschöne Aufnahme, eingebettet in eine gemeinschaftliche Katastrophe.“ Obwohl die beiden schon viele Soundtracks zusammen komponiert und aufgenommen haben, und Ellis zudem seit geraumer Zeit Mitglied von The Bad Seeds ist, handelt es sich bei Carnage tatsächlich um den ersten Longplayer, den sie auch offiziell als Duo eingespielt haben.

„Die Arbeit an Carnage war eine komprimierte Phase intensivster Kreativität“, sagt Ellis, „denn es dauerte gerade mal zweieinhalb Tage, bis diese acht Songs in irgendeiner Form standen. Dann erst sagten wir uns: ‘Ach komm, lass uns doch ein Album machen!’ Das alles war also nicht sonderlich geplant.“

Das Klangspektrum der neuen Aufnahmen reicht vom düsteren, elektronischen Puls des Stücks „Old Time“ bis hin zum sehnsuchtsvoll-wunderschönen „Albuquerque“, einer klassischen Ballade, die auf einer kreisförmigen Klavierfigur basiert, überzogen mit hypnotischen Streicherparts. Insgesamt hat das Album eine etwas rastlose Energie, die Perspektive ist im Vergleich zum gefeierten Nick Cave & The Bad Seeds-Vorgänger Ghosteen eher nach außen gerichtet – wobei die beiden auch dieses Mal versuchen, die Grenzen des Songformats zu verschieben, immer wieder neu auszuloten, was ein Song eigentlich alles sein kann…

Während die eigentlichen Aufnahmen in recht kurzer Zeit stattfanden, waren die Songs von Carnage schon davor länger herangereift, in den ersten Lockdown-Wochen, die Cave damit verbracht hatte, „zu lesen, regelrecht zwanghaft zu schreiben und einfach nur auf meinem Balkon zu sitzen und über die Dinge nachzudenken.“ An ein Album dachten die beiden denn auch gar nicht, als sie zusammen ins Studio gingen, um zu jammen. „Das Album“, so Cave, „ist dann einfach so vom Himmel gefallen. Es war ein Geschenk.“

Carnage ist die Fortsetzung jenes kollektiven Improvisationsansatzes, auf den die beiden schon für Ghosteen gesetzt hatten – was Cave zugleich erlaubte, das klassische, eher narrativ strukturierte Songwriting hinter sich zu lassen. Als Rohmaterial dienen ihnen Textideen, die Cave zuvor über einen längeren Zeitraum verfasst und verfeinert; sie handeln zumeist von wenigen Kerngedanken und -themen, einzelnen Bildern und Metaphern, die er mit Worten umkreist. Die eigentlichen Songs entstehen dann in ausgedehnten Improvisations-Sessions im Studio: Anfangs sehe das so aus, wie Ellis berichtet, dass „da zwei Menschen im Raum sitzen und sich etwas trauen, indem sie erst mal einfach passieren lassen, was gerade passiert“. Ihre endgültige Form bekommen die Stücke daraufhin erst durch intensives Editieren und Filtern, wenn Musik und Text zu einer Art Klangcollage zusammenkommen. Das Element der Überraschung spielt bei jedem dieser Schritte eine zentrale Rolle, und mal geht alles ganz schnell – „Shattered Ground“, zum Beispiel, sei, so Ellis, „gleich im ersten Take fertig“ gewesen, während andere, wie beispielsweise der Titelsong, „sich erst kurz vor dem Abschluss der Mixing-Phase zu erkennen geben sollten.“

Wenn man bedenkt, dass Carnage in relativ kurzer Zeit entstanden ist, wirkt die enorme Bandbreite an Themen und Stimmungen um so beeindruckender, denn das Resultat klingt einerseits absolut eindringlich („Old Time“), andererseits auch zutiefst kontemplativ („Lavender Fields“). Wie sich die Stimmungen und Energien verschieben und überlagern, erkennt man auch daran, wie die beiden gewisse Zeilen, Refrains und flüchtige Bilder auf immer neue Weise in den verschiedenen Songs wieder auftauchen lassen, was dem Album insgesamt etwas Kaleidoskopisches gibt. In Songs wie dem aufrüttelnd-aufgebrachten „White Elephant“ und dem fast schon fiebrig-psychedelischen „Balcony Man“ kollidieren surreale Bildwelten, so dass die Zeilen nicht mehr wörtlich zu verstehen sind und an ihre Stelle etwas Suggestives, Impressionistisches tritt.

Die einzigartige kreative Chemie zwischen Cave und Ellis basiert auf einer langen gemeinsamen Geschichte, die sie als Kollegen und Solokünstler verbindet: Erstmals begegneten sich die zwei schon 1993, als Ellis die Geigenparts für einige Songs von Let Love In einspielen sollte, das achte Album von Nick Cave & The Bad Seeds. Wenig später schaute Cave bei einem Konzert von Ellis’ Band Dirty Three in Brisbane vorbei – und landete schließlich auch selbst auf der Bühne, wo sie gemeinsam Interpretationen von Neil Youngs „Helpless“ und Roy Orbisons „Running Scared“ zum Besten gaben. „Damit fing das alles an“, erinnert sich Ellis, der schließlich selbst festes Mitglied von The Bad Seeds wurde. Auch beim 2006 gegründeten Bandprojekt Grinderman arbeiteten sie zusammen, was laut Nick Cave ein Ventil für „die beste Midlife-Krise war, die sich ein Mann wünschen kann“. In dieser Konstellation sollten sie zwei Alben aufnehmen, Grinderman 1 und 2, bis sie die Band dann 2011 wieder auflösten.

Seit 2005 haben Cave und Ellis zudem an etlichen Soundtracks für Film, TV und Theater gearbeitet – u.a. für The Road (2009) und Lawless (Die Gesetzlosen; 2012), beide entstanden unter der Regie von John Hillcoat, sowie für David MacKenzies Hell or High Water (2016) und Taylor Sheridans Wind River (2017). Das gemeinsame Erschaffen derart atmosphärischer Instrumental-Scores, wobei oftmals elektronische Loops von Ellis als Ausgangspunkt fungierten, über denen Cave am Klavier improvisieren sollte, hat ihre Arbeitsweise und ihr Songwriting nachhaltig geprägt.

Mit Carnage legen sie das nächste Kapitel ihres musikalischen Abenteuers vor: Ein Album, das quasi aus Versehen entstehen sollte, während des langen, weltweiten Stillstands der Pandemie-Monate. Die verschiedenen Stimmungen und auch das Rastlose an diesen Aufnahmen spiegelt die existentielle Ungewissheit wider, aber zugleich flackern auch immer wieder Momente der Ruhe auf, Augenblicke der meditativen Selbstbesinnung. Unterm Strich ist es ein Album, entstanden in und gemacht für diese unbeständigen Zeiten, das durchsetzt ist mit Augenblicken konzentrierter Schönheit. Aufnahmen, die ihre unumstößliche Zuversicht fast schon trotzig zum Ausdruck bringen.

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Various - Bonking Berlin Bastards 2x12"

Various

Bonking Berlin Bastards 2x12"

2x12inchA-TONLP12
A-TON
05.03.2021

First released by Cazzo Film in 2001, ebo hill’s Bonking Berlin Bastards has long achieved the status of an underground punk porn classic. Like the Cazzo productions of director Bruce LaBruce, hill’s vision was both ahead of its time and a playful distillation of 90s and early-2000s Berlin Zeitgeist: queer, industrial, hypersexual, exhibitionist and fueled by electronic music. The story is told in large part by the soundtrack, to be released for the first time on Ostgut Ton sublabel A-TON. The music follows a group of squatters, punks and drag queens as they fuck, party and stumble their way through an empty city at the turn of the millennium. Approaching these themes more through location than plot, the film’s narrative freedom is also a narrative of freedom; between chance encounters and sex in public, atop the maze of roofs in the city’s former East, bent over bridges and moaning in ecstasy at oncoming traffic, pants down in telephone booths, packed into sex clubs, in the shadows of abandoned factories and techno clubs lost in time. Composed by improvisational techno trio AeoX and noise / industrial producer Rouage aka CNM (respectively), the music spans a broad range of appropriately pounding industrial, weird techno, noise, ultra-stoned ambient, improvised dub and electro. It’s a sonic spectrum that connects Berlin’s queer hardcore techno and squatter party scenes from which AeoX and Rouage emerged, drawing a direct line between the likes of Berghain-forerunner OstGut (a primary meeting point for the film’s cast & crew) to the more industrial, breakcore and noise- oriented independent party collectives and locations who provided multiple settings for the film, including Grüne Hölle and Stellwerk.

*Artists:* CNM / Rouage (Kathinka): Born in 1975 and raised in East Berlin. Co-organization of subcultural events since 1998 in Berlin, Potsdam, Leipzig and Barcelona. Experimental music, collaborations, exhibitions and audiovisual shows since 2000.

AeoX: Active between 2001 and 2007. Originally a quartet, then a trio, the group eventually shrank to two permanent members: Alex.E and Hanno Hinkelbein. The latter founded Null Records, where AeoX released two album and numerous EPs. They also released on Mental.Ind.Records founded by former OstGut resident Cora S. Musically, the group experimented with combining improvisational hardware techno, breaks, traditional instruments (guitar, clarinet, piano) industrial and metal.

Ursprünglich 2001 von Cazzo Film veröffentlicht, hat Bonking Berlin Bastards von ebo hill längst den Status eines Underground-Punk-Pornoklassikers erreicht. Wie die Cazzo- Produktionen von Regisseur Bruce LaBruce, war auch hills Vision seiner Zeit voraus und ein spielerisches Destillat des 90er- und Anfang-2000er Berlin-Zeitgeists: queer, industriell, hypersexuell, exhibitionistisch, angetrieben von elektronischer Musik. Die Geschichte wird größtenteils über den Soundtrack erzählt, der auf Ostgut Tons Sublabel A-TON zum ersten Mal veröffentlicht wird. Die Musik folgt einer Gruppe von Hausbesetzern, Punks und Drags, die ficken, feiern und durch die leere Stadt um die Jahrtausendwende streifen. Bonking Berlin Bastards erzählt diese Themen mehr über die Drehorte als über die Handlung. Die erzählerische Freiheit des filmischen Narrativs ist gleichzeitig eine Erzählung von Freiheit: Von zufälligen Begegnungen bis hin zu Sex in der Öffentlichkeit, auf Dächern im früheren Osten Berlins, sich über die Brüstungen von Straßenbrücken beugen, trotz und wegen des Verkehrs stöhnen, mit heruntergelassenen Hosen in Telefonzellen, in überfüllten Sexclubs, im Schatten aufgegebener Fabriken, zeitverloren in Technoclubs. Der Soundtrack wurde sowohl vom Improvisationstechnotrio AeoX als auch von Noise-/Industrial-Producer Rouage aka CNM komponiert und spannt einen weiten Bogen von explizit pumpendem Industrial, schräg klingendem Techno, Noise, ultra-stoned Ambient, improvisiertem Dub und Electro. Das musikalische Spektrum verbindet Berlins queere Hardcore-, Techno- und Hausbesetzer-Party-Szenen, aus denen AeoX und Rouage selbst hervorgingen und zieht dabei eine direkte Linie zwischen dem Berghain- Vorgängerclub OstGut (ein wichtiger Treffpunkt für die Darsteller und Crew des Films) und den eher Industrial-, Breakcore- und Noise-orientierten Independent-Partykollektiven und -Locations wie Grüne Hölle und Stellwerk, welche mehrfach als Drehort und Kulisse des Films auftauchen.

CNM / Rouage (Kathinka): 1975 geboren nd aufgewachsen in Ost- Berlin. Co-Organisation subkultureller Events seit 1998 in Berlin, Potsdam, Leipzig und Barcelona. Experimentelle Musik, Kollaborationen, Ausstellungen und audiovisuelle Shows seit 2000.

AeoX: Aktiv zwischen 2001 und 2007. Ursprünglich ein Quartett, dann ein Trio, dann verkleinerte sich die Gruppe auf zwei permanente Mitglieder: Alex.E und Hanno Hinkelbein. Letzterer gründete Null Records, auf dem AeoX zwei Alben und zahlreiche EPs veröffentlichte. Ebenfalls Veröffentlichungen auf Mental.Ind.Records, welches von der ehemaligen OstGut resident Cora S. gegründet wurde. Musikalisch kombiniert die Gruppe improvisierten Hardware- Techno mit Breaks, traditionellen Instrumenten (Gitarre, Klarinette, Klavier), Industrial und Metal.

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Douniah & High John - Dream Baby

High John & Douniah sind ein Alternative R&B / Neo Soul-Duo aus Hamburg und Berlin. Johns warme, Lo-Fi-beeinflusste Beats und Douniahs charakterstarke, soulige Stimme harmonieren auf eine organische und zeitlose Art, verbinden die Vibes der 90er Urban Music mit den Klangfarben und Themen unserer Zeit. High John hat dieses Jahr zusammen mit Plusma (dem Produzenten von Ace Tees “Bist du
down?”) das Instrumental-Album “High+” veröffentlicht und ist Teil des Raw Suppliers-Kollektivs. Douniah machte in den letzten Monaten mit zwei feinen Kollabos von sich reden: “Don't You Worry” mit Fuchy (aka Farhot) und “Naked Trees” mit Cap Kendricks.

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Hampshire & Foat - The Mage

Hampshire&Foat

The Mage

12inchAOTNLP016
Athens Of The North
30.04.2019

Greg Foat's 9th album 'The Mage' joins the dots between the past and future of British jazz. Enlisting the talenst of jazz/library/soundtrack legends Duncan Lamont, Art Themen, Ray Russell and Clark Tracey to collaborate with their modern contemporaries Greg Foat, Moses Boyd and Heliocentric's drummer Malcolm Catto to create something undeniably British but outward looking and global.

A long time personal ambition for Greg was to work with Trinidadian songstress Kathy Garcia, on 'The Mage', this wish is granted as she joins him to re-imagine the deep Xian masterpiece 'Of my Hands', 45 years after recording it as a young girl.

Greg's compositions and arrangements showcase the old and new, downtempo folkscapes, free jazz with notes of hip-hop and soul from the young team flavouring the mix. Featuring Simon Ljungman and Friends as a male choir, Greg's EMS Synthi AKS experiments (made famous by Dr Who) the album is a testament to the versatility and pure musicality of all those involved and Greg Foat's ability to bring artists together to record beautiful, timeless music.

#Greg Foat's 9th album joins the dots between the past and future of British jazz. Bringing Jazz/Library/soundtrack legends Duncan Lamont, Art Themen, Ray Russell and Clark Tracey to the table with modern contemporaries Moses Boyd and Heliocentric's drummer Malcolm Catto. A long time personal mission for greg was to work with Trinidadian singer Kathy Garcia, she joins him on The Mage to re-record the deep Xian masterpiece 'Of my Hands' 45 years after recording it as a young girl.

Greg's compositions and arrangements showcase the young and old, downtempo folkscapes, free jazz with Notes of Hip-Hop and Soul from the young team flavouring the mix. Featuring the Simon Ljungman male choir, Gregs EMS Synthi AKS experiments (made famous by Dr Who) the album is a testament to the versatility and pure musicality of all those involved and Greg Foat's ability to bring artists together and make beautiful timeless music that moves deeply

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Various - RCM002

Various

RCM002

12inchRCM002
Rebels Conspiracy
19.03.2019

Presenting four newcomers to the Techno Scene, living in different areas of Europe; this release, explores multiple horizons of the contemporary Techno sound; with four diverse tunes, trying to bring the same excellent result on the dance floor.

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Blackberries - Disturbia

Blackberries

Disturbia

12inchUNIQ230-1
Unique Records CD
21.11.2018

Die Zeiten, In Denen Herausfordernde Musik Die Charts Stören Könnte, Sind Längst Vorbei, Aber Es Wird Immer Leute Geben, Die In Musik Mehr Als Nur Hintergrundgeräusche Sehen. Es Wird Auch Immer Leute Geben, Die Musik Spielen, Die Man Hören Sollte.
Blackberries Nehmen Diese Herausforderung Seit Geraumer Zeit An, Und Während Sie In Der Deutschen Psycho- Und Kraut-szene Eine Art Geheimtipp Bleibt, Wird Die Welt Langsam Aufmerksam.
Ihre Energetischen Und Intensiven Live-shows Brachten Ihnen Einen Schnell Wachsenden Ruf Als Einen Der Interessantesten Acts Derzeit Ein. Große Festivals In Amerika, Kanada Und Sogar China Erhielten Die Nachricht Und Luden Die Band Ein, Ihre Eigene Farbe In Den Mix Einzufügen.
Während Ihr Letztes Album "greenwhich Mean Time" In Magazinen Wie Rolling Stone Gelobt Wurde Und Eine Ihrer Amerikanischen Shows In Shindig! Eine Begeisterte Kritik Bekam, Haben Blackberries Keine Zeit Verschwendet, Um Ihr Drittes Album "disturbia" Aufzunehmen, Das Im November 2018 Auf Unique Records Erscheinen Wird.
Ihr Letztes Album War Ein Neuanfang, "disturbia" Ist Eine Natürliche Entwicklung. Die Erfahrung Von Hunderten Von Live-shows Ist All Diesen Neun Brillanten Neuen Songs Zu
Verdanken, Die Immer Noch Auf Ihren Kraut- Und Psych-wurzeln Basieren, Aber Auch Eine Frische Und Moderne Dringlichkeit Haben. Während Die Melodische Stärke Immer Noch Als Eines Der Schlüsselelemente Hell Leuchtet, Sind Die Themen Dieser Neuen Stücke Deutlich Dunkler Geworden.
Die Band Ist Sich Der Gefährlichen Veränderung Des Politischen Klimas Bewusst. Die Aufzeichnung Reflektiert Diese Beobachtungen In Düsteren Songs Über Gewalt, Ignoranz Und
Einsamkeit, Ohne Die Uralte, Aber Immer Noch Relevante Botschaft Zu Vergessen, Sich Gegenseitig Zu Verstehen Und Das "wir" In All Dem "ich Mir Mich" Zu Finden.
Alle, Die Musik Mögen, Die Einen Aufrütteln Und Mitnehmen Kann, Sollten Definitiv Diese Vier Jungen Männer Im Auge Behalten, Die Sich Blackberries Nennen.

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Xul Zolar - Fear Talk

Xul Zolar

Fear Talk

12inchASMARA004-1
Asmara
25.01.2018

Nach zwei ausverkauften 7inch Singles, Festivalauftritten auf so ziemlich jedem namhaften deutschen Musikfestival und Opener-Slots für Bands wie Balthazar, Future Islands oder Battles veröffentlicht das Kölner Quartet Xul Zolar mit - Fear Talk am 19.01.2018 seine Debut LP

auf dem von der Band mit-gegründeten Label Asmara Records. Um diese Vision in die Realität umzusetzen hat sich die Band sowohl mit dem Kölner Produzenten Marvin Horsch (Woman, Keshavara) zusammengetan, als auch die Besetzung mit Dennis Enyan zum Quartett erweitert.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass die Musik auf Fear Talk, dem Debütalbum der Kölner Band Xul Zolar eine gewisse malerische Qualität aufweist. Immerhin hat sich die Band nach einem Maler aus dem 20. Jahrhundert benannt, dem Argentinier Xul Solar (mit bürgerlichem Namen Oscar Agustín Alexander Schulz Solari).
Genau wie die Bilder der Impressionisten vermittelt ihre Musik ein Gefühl der Nostalgie und Unmittelbarkeit und versprüht eine Aura, die man romantisch nennen könnte. Trotz der deutlich hörbaren Einflüsse von Künstlern wie The Smiths, Talking Heads oder sogar Phil Collins, ist Fear Talk - das vom visionären Kölner Produzenten Marvin Horsch aufgenommen wurde - ein Album auf der Höhe der Zeit, wie der Einsatz stark prozessierter Vocals, an frühen Dubstep erinnernde Sub-Kick Samples und von Electronica beeinflussten Clicks-and-Cuts belegt. Das Alte wird verbogen, verformt und in etwas völlig Neues verwandelt.
Textlich kreist das Album um persönliche Themen wie Liebe und Verlust, wenngleich auf höchst abstrakte und metaphorische Weise. Doch das Persönliche ist immer schon politisch und findet niemals in Isolation des Individuums von seiner Umgebung statt. Dies spiegelt sich auch im Titel des Albums, Fear Talk, wieder, der sowohl als Anspielung auf die wachsende Unsicherheit einer Generation verstanden werden kann, als auch als Kommentar zu der weltweit um sich greifenden Panikmache durch Populisten und Demagogen, die der Zeit, in der Fear Talk entstanden ist, ihren düsteren Stempel aufgedrückt hat.
Fear Talk wurde im Sommer und Herbst 2016 von Marvin Horsch (Woman, Keshavara) im Gottesweg, Köln aufgenommen und produziert. Gemischt wurde das Album von Marius Bubat (Coma) und Jan-Philipp Janzen (Von Spar, Cologne Tape), gemastered von Robin Schmidt. Die Album PR übernimmt Nordic By Nature, Berlin. Das erste Video wird premiert von Intro.de.

"Happy Freedom Tour 2017
präsentiert von INTRO, DIFFUS Magazin & Musikbox
24.11.17 Köln, Arthefter
01.12.17 Essen, Hotel Shanghai
05.12.17 Hamburg, Über & gefährlich
06.12.17 Berlin, Kantine am Berghain
07.12.17 Leipzig, Kulturzentrum So&So
08.12.17 Stuttgart, Kellerclub
09.12.17 Frankfurt am Main, Lotte Lindenberg
Tour 2018 TBA

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