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Die meisten Bands schreiben Songs über Alltagserlebnisse, Liebesgeschichten, Gedanken zur Welt. Public Service Broadcasting sind anders. Das Quartett aus London taucht tief in die Archive ein und macht aus historischen Begebenheiten packende Konzeptalben. Mit Samples aus alten Nachrichtenfilmen, Archiv- und Propagandamaterial formt die Band packende Geschichten, getragen von cineastischen, meist instrumentalen Rock-, Elektro- und Orchesterklängen.
Dies gilt auch für das neue Album: "The Last Flight" handelt von der letzten Reise der US-Flugpionierin Amelia Earhart, die mit nur 25 Jahren begann, eine Reihe von Rekorden aufzustellen: Sie überquerte als erste Frau im Alleinflug den Atlantik und Pazifik, ihr gelangen mehrere Geschwindigkeits- und Streckenrekorde. Doch ihr Plan, als erste Frau die Welt am Äquator zu umrunden, ging nicht auf. Sie überquerte Amerika, Afrika, den Nahen Osten und Asien, erreichte aber nie die letzte Zwischenstation vor der finalen Pazifik-Etappe, die Howlandinsel. Die bis dahin grösste Suchaktion der Luftfahrtgeschichte mit 4 Flugzeugen und 8 Kriegsschiffen blieb erfolglos. Stattdessen stieg Amelia Earhart in mythische Höhen auf, die nur den mutigsten Abenteurern vorbehalten sind.
Songschreiber J. Willgoose, Esq. war vom "Mythos Earhart" fasziniert: "Ich wollte eine Geschichte mit einer Frau im Mittelpunkt erzählen, weil ein überwältigender Teil des Archivmaterials, zu dem wir Zugang haben, männlich geprägt ist." Aufgenommen im Londoner Bandstudio, mit einem Tag für die Streicher des London Contemporary Orchestra in The Church, sind auf "The Last Flight" u.a. Carl Broemel (My Morning Jacket) an der Eno-artigen Pedal-Steel-Gitarre, die Berliner Stimmen Andreya Casablanca (Gurr)und EERA, sowie Kate Stables (This Is The Kit) zu hören.
Die Zuhörer mögen überrascht sein, dass das Album keine originalen Zeugenaussagen aus erster Hand enthält, sondern neu aufgenommene Dialoge von Schauspielern, darunter Kate Graham, die Amelia vorlas. Diese wurden behutsam bearbeitet, um ihnen Klangeigenschaften und Verzerrungen der 1930er Jahre zu verleihen. Als Ausgangspunkt dienten Earharts Aufzeichnungen aus erster Hand, darunter "Last Flight" von 1937, sowie die Biografie "East To The Dawn" von Susan Butler.
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- A1: Koffer 3 32
- A2: Lost In Berlin 2 33
- A3: Kopf Im Nacken 3 01
- A4: Grau With Paula Hartmann 2 50
- A5: So Leicht 2 44
- A6: Haut Wie Pelz 2 21
- A7: Reiche Freunde With Boondawg 2 50
- B1: Sag Bescheid Interlude 0 37
- B2: Augen In Der Nacht With Blumengarten 3 02
- B3: Bsr 2 40
- B4: Baba 2 34
- B5: Brustumfang 2 16
- B6: Friedensnobelpreis With Caney030 3 05
- B7: Outro 3 13
Als Sohn türkischer Eltern und Gastarbeitenden ist er immer noch da, wo er aufgewachsen ist - in seiner Heimat Moabit. Nach fast 10 Jahren Texte schreiben verbringt Apsilon seit gut zwei Jahren viel Zeit im Studio. Inhaltlich gibt es Deutschrap mit antikapitalistischer Analyse ohne erhobenen moralischen Zeigefinger. Provokante Gesellschaftskritik ohne Kompromisse gegen weißdeutsche Bequemlichkeit und Resignation. Die Delivery ist die pure Wut, der Sound ist trappig und modern. New Wave. Apsilon kommt leger um die Ecke und legt Basketballreferenzen neben Rassismuskritik, reiht geschickt deutsche Redewendungen aneinander, während er sie bricht und so mit der deutschen Sprache dribbelt.Mit Songs wie "Baba", EPs wie "32 Zähne" oder "Blei" und Zusammenarbeiten mit Bazzazian, LUVRE47 oder Wa22ermann hat Apsilon sich in gerade mal zwei Jahren vom Newcomer aus Berlin-Moabit zu einem echten Hoffnungsträger für hiesigen HipHop entwickelt. Aus gutem Grund: Apsilon vereint lyrische Schauspiele und nachhallende Performance. Seine inbrünstigen Flows um Lines über Antikapitalismus und Straßenkämpfe umgeben dabei den Hauch einer (Rap-)Revolution, die nicht nur antirassistisch, inklusiv, sondern sogar ohne Zeigefinger auskommt. Selten war politischer Rap so zwingend und zwanglos. Mit "Haut wie Pelz" veröffentlicht Apsilon jetzt sein langerwartetes Debütalbum. Die 14 Tracks setzen sich auf unterschiedlichen Ebenen und aus verschiedenen Perspektiven mit der Geschichte von Apsilons Familie auseinander. Es erzählt von seinen Großeltern, die aus der Türkei nach Deutschland gekommen sind, immer in dem Glauben, nur kurz zu bleiben und bald wieder in die Heimat zurückzukehren. Aber genauso geht es auch um ihre Kinder und um Apsilon und seine Geschwister. "Auf jedem der Songs geht es um unsere Geschichte, die Träume und Traumata, die schönen aber auch die schmerzhaften Seiten dieses Lebens. Einerseits sind es sehr persönliche und emotionale Themen, aber andererseits möchte ich diese Geschichte auch deshalb erzählen, weil sie auf viele andere Menschen und Familien in Deutschland übertragbar ist." Die Idee für "Haut wie Pelz" kam Apsilon nach der Veröffentlichung seiner Single "Baba" im letzten Jahr, mit der er sich auf berührende Weise an seinen Vater wandte. "Nach dem Release ist mir klar geworden, in welche Richtung das Album gehen soll", erinnert sich Apsilson. "Der Song hat mir aber nicht nur inhaltlich, sondern auch musikalisch ein ganz neues Selbstbewusstsein gegeben." Entstanden ist "Haut wie Pelz" deshalb gemeinsam mit dem Team, dass auch schon für "Baba" verantwortlich war: Bazzazian, Ralph Heidel und Apsilons Bruder Arman, der gleichzeitig auch als Executive Producer für das Album fungiert. "Haut wie Pelz" von Apsilon erscheint am 04.10.2024. Im November geht Apsilon gemeinsam mit seinem Bruder Arman und dem neuen Album auf große Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Gepaart mit dem unermüdlichen Bestreben der Band, ihre Musik im ganzen Land unter die Leute zu bringen, wuchs der Ruf von Maul schnell und ein Pakt mit 20 Buck Spin wurde mit Blut besiegelt. Die ersten Früchte dieses Bündnisses wurden Ende 2023 mit dem Promo-Tape "Desecration and Enchantment" geliefert. Und nun führen alle Wege zu Mauls zweitem Album "In the Jaws of Bereavement".
Während der verrottete Death Metal im Kern der Band unbestritten ist, schämt sich die Band nicht, wenn es darum geht, eine Vorliebe für die härtere Seite des Hardcore mit moshtauglichen Riffs und massentauglichen Breaks zu zeigen. In the "Jaws of Bereavement" schafft es, die unheimlichen Erscheinungen und die melodische Leadarbeit der Größen des Death Metal mit den strafenden Rhythmen der gewalttätigen Kraft des Hardcore so gekonnt zu verschmelzen, dass es sich völlig organisch anfühlt. Zusammengehalten wird das Ganze durch die ungestüme Stimmgewalt der menschlichen Abrissbirne Garrett Alvarado.
FFO: Sanguisugabogg, Phobophilic, Fulci, Scorched, Warflurch, Kruelty, Terminal Nation, Obituary, Gatecreeper
Gepaart mit dem unermüdlichen Bestreben der Band, ihre Musik im ganzen Land unter die Leute zu bringen, wuchs der Ruf von Maul schnell und ein Pakt mit 20 Buck Spin wurde mit Blut besiegelt. Die ersten Früchte dieses Bündnisses wurden Ende 2023 mit dem Promo-Tape "Desecration and Enchantment" geliefert. Und nun führen alle Wege zu Mauls zweitem Album "In the Jaws of Bereavement".
Während der verrottete Death Metal im Kern der Band unbestritten ist, schämt sich die Band nicht, wenn es darum geht, eine Vorliebe für die härtere Seite des Hardcore mit moshtauglichen Riffs und massentauglichen Breaks zu zeigen. In the "Jaws of Bereavement" schafft es, die unheimlichen Erscheinungen und die melodische Leadarbeit der Größen des Death Metal mit den strafenden Rhythmen der gewalttätigen Kraft des Hardcore so gekonnt zu verschmelzen, dass es sich völlig organisch anfühlt. Zusammengehalten wird das Ganze durch die ungestüme Stimmgewalt der menschlichen Abrissbirne Garrett Alvarado.
FFO: Sanguisugabogg, Phobophilic, Fulci, Scorched, Warflurch, Kruelty, Terminal Nation, Obituary, Gatecreeper
Die für einen Grammy nominierte, genreübergreifende Rockband FEVER 333 hat immer wieder bewiesen, dass sie zu den fesselndsten Acts der modernen Musik gehört. Jetzt, im Jahr 2024, schlagen FEVER 333 ihr bisher aufregendstes Kapitel auf, mit einer Fülle an neuer Musik. Die Band besteht aus dem Schlagzeuger Thomas Pridgen (The Mars Volta, Thundercat, Trash Talk), der Bassistin April Kae und dem Gitarristen Brandon Davis, die sich mit Frontmann Jason Aalon Butler zusammentun, um die mitreißenden Live-Auftritte der Band zu verstärken. Die Band hat außerdem kürzlich Headline-Termine in den Vereinigten Staaten, Europa und Großbritannien angekündigt. Die Tour findet im Herbst statt und beginnt am 17. Oktober in Los Angeles. Sie führt durch alle großen Städte des Landes und endet am 8. November in Brooklyn, NY. Am 14. November beginnt die Tournee in Großbritannien und Europa mit Konzerten in Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich, der Schweiz und anderen Ländern. Tickets sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.
Nachpressung in neuen Farb-Kombinationenen des aktuellen Fu Manchu-Werkes! The Return Of Tomorrow ist das erste neue Album von Fu Manchu seit sechs Jahren, und sie haben sichergestellt, dass sich das Warten gelohnt hat. Ihr 14. Album ist ihre erste Doppel-LP mit neuem Material und wurde als Vinyl-Hörerlebnis konzipiert. Die erste LP enthält sieben Songs in ihrem ikonischen Heavy-Fuzz-Sound, darunter die erste Single "Hands Of The Zodiac" und das unerbittlich eingängige "Loch Ness Wrecking Machine". Auf der zweiten LP wird die Band mit sechs langsameren Stücken, darunter das Synthie-beeinflusste "Solar Baptized" und der Titeltrack, etwas ruhiger. Beide LPs haben 45 Umdrehungen pro Minute für den bestmöglichen Sound. CD-Hörer brauchen sich keine Sorgen zu machen, da diese Version des Albums speziell für dieses Format gemastert wurde.Wie das letzte Album der Band, Clone Of The Universe, und die dreiteilige Fu30 EP-Serie wurde The Return Of Tomorrow im Racket Room in Santa Ana, Kalifornien, von Jim Monroe (Adolescents, Ignite) aufgenommen und gemeinsam mit Fu Manchu produziert. Nach ihren 30+-Jubiläums-EPs und zugehöriger Reissue-Serie sind FU MANCHU endlich mit brandheißem neuem Material zurück! Diese limitierte Vinyl-Veröffentlichung ist in einem glänzenden Gatefold-Jacket mit bedruckten Hüllen mit Live-Fotos der Band verpackt und enthält eine White with Black Spinner/Splatter LP sowie eine White with Blue Spinner/Splatter LP
Wie war das noch gleich? Die dritte Scheibe einer Band ist das ,Make-It or Break-It"-Album? Kontrolle aus Solingen und Düsseldorf könnte das nicht egaler sein. Ihr kalter, 80er- beeinflusster Wave-/Post-Punk-Sound wurde schon beim 2017er-Debüt ,Egal" begeistert aufgenommen und mit ,Zwei" (2021) verfeinert. Und so gab es für das Trio nie einen Anlass für eine grundlegende Sound-Änderung, eine Umstellung der Herangehensweise oder ein Schielen auf Trends. Das genau beweist ,Grau", Kontrolle-Album #3. Denn wenn das dritte Album von KONTROLLE etwas unterstreicht, dann, dass die Band noch kompromissloser zu Werke geht. Ihre Hardcore- und Punkwurzeln sind hier deutlicher denn je zu erkennen. Die breite Soundwand, die das Trio um Gitarrist und Sample-Meister Carsten Wagner, Sänger und Bassist Daniel Brangs und Drummer Andrew Collar kreiert und erneut in der Tonmeisterei bei Role Wiegner in Oldenburg auf Band gebannt hat, bestätigt diese Vermutung. Aber da sind ja auch noch die prägenden, markanten dunklen Elemente, die als Gegenpol eine sphärische Dynamik schaffen, die zwischen hypnotisch und eruptiv pendelt. Und das funktioniert nicht nur vor der Bühne, sondern auch auf der Tanzfläche. Die deutschen Texte von Sänger Daniel behandeln aktuelle Themen und Sorgen in gewohnt KONTROLLE-typischen Passagen, die oft mit einem Augenzwinkern auch politisch Stellung beziehen. Bisweilen spielen sogar Alltags- und Haushaltsgegenstände nicht zu unterschätzende Rollen in der ,kontrollierten" Beschreibung der deutschen Realität. Die Covergestaltung lag erneut in der Hand von Schlagzeuger Andrew, der diesmal neue Wege beschritt: Hunderte selbst geschossene Fotos bildeten den Grundstock für eine Collage von original ca. 1,5 m x 2 m. Alle Bilder wurden in mühevoller Kleinarbeit ausgeschnitten und zusammengestellt. Das Gatefoldcover ist somit ein Kunstwerk für sich und eröffnet mit jedem Blick neue Details. Erscheinen wird die LP am 27.09.2024, wieder auf dem für handgemachte Releases geschätzten Kölner Label Holy Goat Records. Zwei digitale Single-Releases und eine limitierte 7"- Auskopplung kommen im Vorfeld. Und natürlich sind KONTROLLE dann auch wieder live im Einsatz.
Wie war das noch gleich? Die dritte Scheibe einer Band ist das ,Make-It or Break-It"-Album? Kontrolle aus Solingen und Düsseldorf könnte das nicht egaler sein. Ihr kalter, 80er- beeinflusster Wave-/Post-Punk-Sound wurde schon beim 2017er-Debüt ,Egal" begeistert aufgenommen und mit ,Zwei" (2021) verfeinert. Und so gab es für das Trio nie einen Anlass für eine grundlegende Sound-Änderung, eine Umstellung der Herangehensweise oder ein Schielen auf Trends. Das genau beweist ,Grau", Kontrolle-Album #3. Denn wenn das dritte Album von KONTROLLE etwas unterstreicht, dann, dass die Band noch kompromissloser zu Werke geht. Ihre Hardcore- und Punkwurzeln sind hier deutlicher denn je zu erkennen. Die breite Soundwand, die das Trio um Gitarrist und Sample-Meister Carsten Wagner, Sänger und Bassist Daniel Brangs und Drummer Andrew Collar kreiert und erneut in der Tonmeisterei bei Role Wiegner in Oldenburg auf Band gebannt hat, bestätigt diese Vermutung. Aber da sind ja auch noch die prägenden, markanten dunklen Elemente, die als Gegenpol eine sphärische Dynamik schaffen, die zwischen hypnotisch und eruptiv pendelt. Und das funktioniert nicht nur vor der Bühne, sondern auch auf der Tanzfläche. Die deutschen Texte von Sänger Daniel behandeln aktuelle Themen und Sorgen in gewohnt KONTROLLE-typischen Passagen, die oft mit einem Augenzwinkern auch politisch Stellung beziehen. Bisweilen spielen sogar Alltags- und Haushaltsgegenstände nicht zu unterschätzende Rollen in der ,kontrollierten" Beschreibung der deutschen Realität. Die Covergestaltung lag erneut in der Hand von Schlagzeuger Andrew, der diesmal neue Wege beschritt: Hunderte selbst geschossene Fotos bildeten den Grundstock für eine Collage von original ca. 1,5 m x 2 m. Alle Bilder wurden in mühevoller Kleinarbeit ausgeschnitten und zusammengestellt. Das Gatefoldcover ist somit ein Kunstwerk für sich und eröffnet mit jedem Blick neue Details. Erscheinen wird die LP am 27.09.2024, wieder auf dem für handgemachte Releases geschätzten Kölner Label Holy Goat Records. Zwei digitale Single-Releases und eine limitierte 7"- Auskopplung kommen im Vorfeld. Und natürlich sind KONTROLLE dann auch wieder live im Einsatz.
Drei der größten Klassikstars der Welt, Benjamin Grosvenor, Sheku Kanneh-Mason und Nicola Benedetti,
tun sich zusammen, um Beethovens Tripelkonzert aufzunehmen. Sie sind alle Absolventen des BBC Young
Musician-Wettbewerbs und sehr gut befreundet, aber es ist das erste Mal, dass sie gemeinsam auf einem
Album erscheinen. Die Aufnahme entstand im Juni 2023 mit dem Philharmonia Orchestra und ihrem
Chefdirigenten Santtu-Matias Rouvali, nachdem die Künstler das Konzert zuvor auf einer Tournee im Vereinigten Königreich aufgeführt hatten.
Begleitet wird das Konzert von einer Auswahl von Beethovens selten aufgeführten Volksliedern mit dem
berühmten Bariton Gerald Finley.
ZEKE ist eine Punkrock- und Hardcore-Institution, die 1992 in Seattle gegründet, immer noch aktiv ist. Sie machen das, was sie am besten können: lauten, schnellen und schweren Punkrock mit einem Hauch von Blues. In Anlehnung an Motörhead brachten ZEKE aber ein gewisses Punkrock- und Hardcore-Element in das Genre, das viele Bands nach ihnen aufgegriffen haben.
RPM Online schrieb, „Zeke sind wirklich, wie keine andere Band auf der Welt“ und „It's not fast, its fucking hypersonic hardcore“, während Maximum Volume empfiehlt „... they are the kings of the underground.“ Vive le Rock aus Großbritannien freut sich, dass „das Quartett dem Brexit den Stinkefinger zeigen wird“ und auch das Ox Fanzine aus Deutschland bestätigt: „Sie sind in Topform, so wie wir sie 1996 bei „Super Sound Racing“ gefeiert haben.“ Mit den Originalmitgliedern Blind Marky Felchtone (Gesang und Gitarre) und Donny Paycheck (Schlagzeug) sowie Jason Freeman (Bass) und Jeff Hiatt (Gitarre) ist „Snake Eyes“ so kompromisslos wie eh und je, mit einem furiosen Wirbelwind-Rhythmus als Fundament und eine Flutwelle schneller Gitarren. Feltchtones messerscharfe Stimme ist sogar noch giftiger als vor zwei Jahrzehnten. Beim Titeltrack ‚Snake Eyes‘ verlangsamt die Band das Punk-Tempo etwas zugunsten einer hochoktanigen Rock-Affäre, die an Hellacopters erinnert aber trotz allem zu schnell bleibt. Auf der B- Seite gibt es pure Intensität mit 'The Knife' und man kann sich vorstellen, wie ZEKE einen durch die Nacht fahren und tun, was auch immer sie im Hintergrund tun. Wenn es vorbei ist, fühlt man sich benommen und verwirrt. Wie einer dieser Masochisten, die den Schmerz lieben, will man sich diesem erneut hingeben.
Die Titel sind nicht auf den Streaming-Plattformen verfügbar.
Limitiert auf 500 Exemplare ww. Spearmint kehren 2023 mit This Candle Is For You zurück, um nach dem hochgelobten ,Holland Park" von 2021 mit großartigen neuen Album nachzulegen. Spearmint machen nun schon seit ein paar Jahrzehnten großartige Platten: dies wird ihr zehntes Album sein. Das Line-up ist immer noch dasselbe: Shirley Lee (Gesang, Gitarre), Simon Calnan (Gesang, Keyboards), James Parsons (Gitarre, Bass) und Ronan Larvor (Schlagzeug). Dieses Album wird die 60. Veröffentlichung auf ihrem eigenen hitBACK-Label sein. Bislang verpasst? Das neue Album ist der perfekte Startpunkt! Das schwindelerregende Multiversum des Albums deckt eine breite Palette von Themen ab, darunter die Suche nach einer vermissten Schwester, die Art und Weise, wie wir uns an verlorene geliebte Menschen erinnern, die Begegnungen von Prince mit Joni Mitchell, die Geschichte von John Gavin, dem James-Bond-Star, der nie einen Film drehen durfte, nächtliches Trinken in Soho, die Freuden von B-Movies & Video Nasties, die sich ändernde Einstellung zu psychischer Gesundheit, die Not und das Wunder älterer Katzen, die Reaktion auf den Tod von Sarah Everard und das Leben nach dem Tod. Die Band hat sich wieder mit dem Produzenten Rhodri Marsden (Scritti Politti) zusammengetan und ist der Meinung, dass dieses Album ihr bisher bestes ist. Sänger Shirley erklärt: ,Am Anfang wollten wir einfach nur ein Album machen, das neben unserem letzten Album ,Holland Park` bestehen würde, aber am Ende hat es uns überrascht - wir lieben es!"
Big Crown Records ist stolz darauf, die erste 7" von Derya Yidirim & Grup Simsek auf dem Label zu präsentieren. Sie kamen im Juni 2024 nach New York, um ihr neues Album im The Diamond Mine Studio in Queens aufzunehmen, wobei Leon Michels die Produktion übernahm. Dies sind die ersten beiden Stücke aus diesen Sessions und sie sind sehr aufschlussreich für das, was auf dem neuen Album zu hören sein wird. "Cool Hand" ist ein wunderschönes Nebeneinander von Intensität und Unbeschwertheit mit Texten, die die Tiefen der unerwiderten Liebe erforschen, während die Musik erhebend und hell ist. Deryas leidenschaftlicher Gesang und ihr eigenwilliges Saz-Spiel reiten auf dem ansteckenden Groove der Band, während sie Bilder von rosa Bergen und ungeblühten gelben Tulpen heraufbeschwört. Die Botschaft ist poetisch und kompliziert, indem sie immer wieder erklärt "Ich liebe dich, ich bin verrückt nach dir", aber letztendlich ein Gefühl des Friedens findet, indem sie ein gebrochenes Herz akzeptiert. Die B-Seite ,Yakamoz" ist ein zutiefst bewegender Song, der die tiefen Gefühle einfängt, die mit Vertreibung und Verlust verbunden sind. Der Text erzählt die Geschichte von jemandem, der seine Heimat, den Ort seiner Wurzeln, notgedrungen verlassen musste und nicht weiß, ob er jemals zurückkehren wird. Der gleichmäßige Groove der Band und der gequälte Gesang zeichnen ein lebendiges Bild der Verwüstung, die die Protagonistin erlebt, die schließlich erkennt, dass ihre Wurzeln in ihr selbst liegen und jeder Ort, an den sie geht, ihr Zuhause ist.
Absolute Überforderung, die einfach nur nervt. Am liebsten alles hinschmeißen und verkriechen. Doch SURALIN haben es geschafft, dem allgemeinen Fatigue-Syndrom zu entkommen. Sie haben mit "Nothing is the News" ein Album geschaffen, dass tief berührt, fesselt und gleichzeitig befreit. Der fünfte Longplayer des Chemnitzer Quartetts baut zunächst auf dem Sound seiner Vorgänger auf: ein feingesponnenes Netz aus diversen Indie- und Post-Whatever-Einflüssen, das trotz aller Komplexität ganz einfach und organisch wirkt. Die "Reduktion auf das Wesentliche", wie Bassist Matthias sagt, ist diesmal noch konsequenter ausgefallen. Live im Studio eingespielt und ohne instrumentale Overdubs oder zusätzliche Effekte beim Mix. "Das ist der pure Klang der Instrumente, unserer Pedals und des Aufnahmeraums." Im Ergebnis klingen SURALIN noch dringlicher als sonst, mit bewegender Tiefe. Auf dem treibenden Teppich von Schlagzeug und Bass können die beiden Gitarren ihr Mit- und Gegenspiel zwischen Melodie und Dissonanz entfalten. Die neun Songs beinhalten dabei erstaunlich viele arabeske Figuren sowie motorische Wiederholungen, die erhebliche Sogwirkung entfalten. Darin eingebettet ist der oft fragile Gesang von Alex, der den Zustand seiner Umwelt kommentiert. Laut Sänger Alex vereint der Albumtitel "Nothing is the News" die Gedanken, dass sich die Welt zwar ständig verändert, die Technologie weiterentwickelt und der Mensch sich drastisch vermehrt. Aber der Mensch als solches gleich bleibt. Macht, Unterwerfung, Ausgrenzung, Neid, Missgunst und Egoismus sind die vorherrschenden Themen." Trotz dieser Schwere wird in den Texten immer wieder deutlich, dass durch das eigene Verhalten Veränderungen möglich sind und der Wille zum Besseren überwiegt. Positive Verzweiflung. Außerdem sei der Titel auch eine Anspielung auf SURALIN selbst, die konsequent an der Leidenschaft zum Musik machen festhalten, so Alex.
Die gefeierte Pop-Rock-Band Pale Waves aus Manchester trat 2018 mit ihrem Debüterfolgsalbums „My
Mind Makes Noises“ auf die Bildfläche. Zwei Top-Five-Alben später und einer Unmenge an Unterstützung
von BBC Radio 1, Apple Music, Spotify, NME und mehr, ist die Band mit einer neuen Reife zurück, um
ihr viertes Studioalbum „Smitten“ zu begleiten.
Während sich die ersten drei Alben von Pale Waves auf die unmittelbare Gegenwart der Band konzentrierten, beschäftigt sich „Smitten“ viel mehr mit vergangenen Leben - einige davon sind jünger als andere.
Zwei Jahre nach „Unwanted“ und nach der darauffolgenden Tournee schrieb Heather an einem Punkt,
an dem sie endlich durchatmen und nachdenken konnte, als würde sie die Seiten eines längst vergessenen
Tagebuchs durchblättern und von dem, was sie fand, überrascht sein. „Ich ertappte mich dabei, dass ich
nicht nur über einen bestimmten Zeitraum schrieb, sondern über mein ganzes Leben, das Jahre zurückliegt“, sagt sie. „Wenn ich mich verliebe, verliebe ich mich zutiefst, und ich finde es interessant, dass man
von jemandem so fasziniert und verliebt sein kann, und dann kann er einem völlig fremd werden. Ich habe
das Gefühl, dass Smitten wirklich perfekt zusammenfasst, was ich an einem bestimmten Punkt für andere
empfunden habe.“
Mit ihrem neuen Album „Sad Girl“ schlägt TSHA ein neues Kapitel auf, in dem sie ihren Tracks ihren eigenen stimmlichen Stempel aufdrückt und sich den Genres nähert, die sie schon immer ausprobieren wollte, anstatt die Anerkennung ihrer Kolleg:innen zu suchen. TSHA zeigt nicht nur die euphorischen oder melancholischen Seiten ihres Charakters, sondern stellt sie alle zur Schau. Es ist ein Werk, das zeigt, dass es in Ordnung ist, traurig zu sein, und dass man darin sogar schwelgen kann - schließlich kann man die Höhen nicht ohne die Tiefen haben.
Es ist das zweite Album des aufstrebenden britischen Stars und folgt auf das Debütalbum, „Capricorn Sun“, aus dem Jahr 2022, das auf einem hellen, melodischen House-Fundament aufbaute und britische Garage- und Rave-Einflüsse einbrachte. Das Album wurde vom DJ Mag und BBC Radio1 Dance zu ihrem jeweiligen Album des Jahres gekürt, während das Music Tech Mag TSHA zur Produzentin des Jahres kürte, was für eine weibliche Produzentin, deren Produktionsfähigkeiten oft übersehen werden, sehr viel bedeutet.
Während sie Freude an Hedonismus und Eskapismus findet, ist „Sad Girl“ auch ein Album, das schwierige Gefühle anspricht. Das Zwischenspiel, „Lonely Girl“, erzählt von ihrer isolierten Kindheit in der überwiegend weißen Stadt Fareham in der Nähe von Portsmouth, in der sie sich Märchen im Stil von „Secret Garden“ ausdachte. „Green“ entstand nach einem Streit mit ihrem Partner, wo sie offen über toxische Positivität singt (auf dem Album singt sie zum ersten Mal). TSHA mag in den DJ-Videos, die sie in den sozialen Medien postet, Selbstvertrauen ausstrahlen und von einem Ohr zum anderen grinsen, aber sie hat auch offen über ihre Probleme mit ihrem psychischen Wohlbefinden gesprochen.
Mit dem Albumtitel lässt sie ihre Teenagerjahre Revue passieren. Er ist eine Anspielung auf emo-mäßige MSN-Screennamen und Hotmail-Adressen - und man kann es in den Anflügen von 00er-Jahre-R&B, rauem Elektro und hymnischem Techno hören, die an die Bittersüße und die Angst des frühen Erwachsenseins erinnern. Zwischen den Momenten der Stille und des Nachdenkens ist es im Kern eine Dance-Platte: heiße Club-Stomper reiben sich an hypnotischen Floorfillern und MTV-tauglichem Pop.
Wann genau die Langhalslaute Bouzouki nach Griechenland kam, ist unklar. Ihre Wurzeln gehen bis ins vierte Jahrhundert vor Christus zurück. Die heutige Form des Instruments, benannt nach "Βυζί", dem griechischen Wort für die weibliche Brust, ist relativ jung und seit etwa 1920 in Athen und auf dem Peloponnes verbreitet. Ursprünglich in Bars und auf privaten Festen gespielt fand es durch das Revival des „Rebetiko“, dem „griechischen Blues“ ab den 1960er Jahren weitere Verbreitung. „Ursprünglich wurde auf der Bouzouki viel improvisiert“, meint Georgios Propkopiou, „viel mehr als später. Denn ab den Fünfzigerjahren wurde ihr Spiel professionell unterrichtet. Da wurde vieles festgelegter“. Seitdem ist der metallische Klang des Instruments fast zum Synonym für die griechische Folklore als Begleitung von Liedern und Tänzen geworden... vor allem bei dem Komponisten Mikis Theodorakis, der mehr als nur ein paar Ohrwürmer hervorgebracht hat.
Die Jazzkarriere der Bouzouki hingegen stand bislang noch aus. Es brauchte einen Umweg über Stockholm, damit etwas in Bewegung kam. „Die Kombination Bouzouki und Jazz liegt erst einmal nicht so nahe“, meint der Pianist Joel Lyssarides. „Für mich persönlich hängt sie mit meinem Großvater zusammen, einem griechischen Zyprioten. Er kam in den 1940ern nach Schweden. Griechische Musik mochte ich immer, ich war aber damit nicht wirklich vertraut. Jedenfalls fand ich die Bouzouki faszinierend. Während der Pandemie habe ich mir ein Instrument gekauft, um es ein wenig zu lernen. Beim Stöbern im Internet entdeckte ich dann Georgios durch ein TV-Konzert, ein Tribute an Theodorakis. Ich war total begeistert und habe in Stockholm herumgefragt, ob ihn jemand kennt. Tatsächlich spielte er zufällig ein paar Tage später in der Nähe in einer Hotelbar ein Konzert“.
Das war im Herbst 2022. Joel Lyssarides hörte Georgios Prokopiou zu, sprach ihn an und sie verabredeten sich zu einer Session. Sie jammten und improvisierten, fanden musikalisch schnell zusammen und im Sommer 2023 spielten sie ihr erstes gemeinsames Konzert. „Es ist sehr unüblich, dass jemand mit der Bouzouki über Changes improvisiert,“ erzählt Joel Lyssarides weiter. „Sie ist ja ein traditionelles Instrument mit klar definierter Rolle, meistens Begleitung mit gedoppelten Terzen und Sexten. Georgios aber macht viel mehr. Ich hatte zunächst keine Ahnung, wie unglaublich virtuos und stilistisch variabel er ist. Seine Vielseitigkeit öffnet viele Türen. Wir hatten von Anfang an sehr viel Spaß an den neuen Möglichkeiten. Und ich hatte vorher noch niemanden gehört, der so spielt. Dafür musste ich unbedingt Musik schreiben“.
Lyssarides erzählte ACT-Chef und Produzent Andreas Brandis von der Idee für das Duo und auch dieser war sofort begeistert: „In der Lesart von ACT steht der Begriff Jazz vor allem für ein Vokabular mithilfe dessen Musiker:innen ihre eigene Geschichte vor ihrem persönlichen kulturellen Hintergrund erzählen. Es ist faszinierend, dass hier immer wieder Konstellationen entstehen, die es vorher nicht gegeben hat. Und die Musik, die Joel Lyssarides und Georgios Prokopiou gemeinsam kreieren ist einerseits absolut überraschend und neu, klingt jedoch gleichzeitig so organisch und natürlich, als hätte es diese Konstellation schon immer gegeben.“
Es sind aber nicht nur die Instrumente Klavier und Bouzouki, die sich getroffen haben, sondern auch die speziellen Charaktere und Geschichten der beiden Duopartner. Der Stockholmer Joel Lyssarides verbindet in seinem Spiel größte Virtuosität mit beeindruckender Leichtigkeit und einem starken Gespür für Stimmung und Dynamik. Er arbeitet mit so unterschiedlichen Künstler:innen wie Anne Sofie von Otter, Benny Anderson, Nils Landgren, Viktoria Tolstoy und ist Teil des Esbjörn Svensson Tributes „e.s.t. 30“. Das ACT-Debüt „Stay Now“ von Lyssarides‘ eigenem Trio wurde seit seinem Erscheinen 2022 allein auf Spotify eindrucksvolle 25 Millionen Mal gehört. Der Athener und Wahl-Stockholmer Georgios Prokopiou spielte zum ersten Mal mit sechseinhalb Jahren Bouzouki, gab mit acht seinen Konzerteinstand und hatte als Zehnjähriger bereits feste Musikengagements in Bars und Bordellen. Seitdem arbeitet er im klassischen Kontext ebenso wie in der Folklore und dem Experimentellen, spielt neben der Bouzouki außerdem Saz und andere Saiteninstrumente.
Die Voraussetzungen für das Album „Arcs & Rivers“ waren daher so vielfältig und offen, wie nur möglich. Nach einem Probekonzert in der Berliner ACT Art Collection, von dem das Live-Stück „Zafeirious Solo“ auf das Album übernommen wurde, trafen sich die beiden noch einmal am selben Ort, um mit Studio-Equipment auch andere Facetten aufnehmen zu können. „Wir wollten zum Beispiel leise Stellen dabeihaben, nah mikrofoniert. Außerdem den großartigen Klang des Flügels, der früher einmal Alfred Brendel gehört hat. Insgesamt aber war vieles sehr spontan. Das ganze Album wurde in einem Rutsch aufgenommen, innerhalb von vier Stunden, meistens mit den ersten Takes. Ich bin sonst oft Perfektionist und verbringe Tage mit der Nachbearbeitung von Musik im Studio. Diesmal hingegen sollte es so direkt und spontan wie möglich sein“. Und es funktionierte: „Arc & Rivers“ ist ein Dialogskizzenbuch mit normsetzender Wirkung. Egal ob neue Kompositionen oder Verarbeitungen traditioneller Rhythmen und Muster wie in „Kamilieriko Road“ – diese Musik hat eine schillernde, klangmagische Kraft. Und das Duo selbst strahlt eine Selbstverständlichkeit der Kulturverknüpfung aus, die die Enge der Stile hinter sich lässt. Und es macht klar: Es ist tatsächlich Zeit für etwas mehr Bouzouki im Jazz, in der Improvisation und auf den Bühnen der internationalen Musikwelt.
(2018 Remix)
30. Juni 2022 – Im Januar 1977 veröffentlichten Pink Floyd ihr zehntes Studioalbum „Animals“. Das Werk eroberte Platz 1 der deutschen Charts, gilt als eines ihrer besten – und es wird nun, 45 Jahre später, als Deluxe Gatefold, CD, LP und Blu-ray wiederveröffentlicht. Zum ersten Mal überhaupt wird das Album in 5.1 Surround-Sound zu hören sein. Die einzelnen Versionen werden ab dem 16. September 2022 erhältlich sein, die Deluxe-Version folgt am 7. Oktober.
Pink Floyd – David Gilmour, Nick Mason, Roger Waters und Richard Wright – nahmen „Animals“ 1976 und Anfang 1977 in den bandeigenen Britannia Row Studios in London auf und produzierten auch selbst.
„Animals 2018 Remix“ wird als CD, LP (mit Klapphüllen-Artwork), Blu-Ray und als Deluxe-Gatefold-Format veröffentlicht. Die Deluxe-Gatefold-Version beinhaltet eine LP, CD, Audio-Blu-Ray, Audio-DVD und ein 32-seitiges Booklet. Die Audio-Blu-Ray und -DVD enthalten den Remix von 2018 in Stereo, in 5.1 Surround (beide von James Guthrie) und den ursprünglichen Stereo-Mix von 1977. Das 32-seitige Booklet gewährt mit selten gezeigten Fotos einen Blick hinter die Kulissen des Shootings für die Plattenhülle sowie Live-Bilder und Memorabilia. Das Album-Artwork wurde für diese Veröffentlichung mit einem zeitgemäßen Motiv neu interpretiert.
„Animals“ ist ein Konzeptalbum, das sich kritisch mit den sozialpolitischen Verhältnissen im Großbritannien der mittleren 1970er-Jahre auseinandersetzt und damit eine Abkehr vom Stil der früheren Arbeiten der Band markierte. Aus einer Ansammlung ursprünglich nicht miteinander zusammenhängender Songs entwickelten Pink Floyd ein Konzept, das den offenkundigen sozialen und moralischen Verfall der Gesellschaft beschreibt. Inspiriert von George Orwells „Farm der Tiere“, verbildlichen sie die menschliche Natur mit einer Analogie zum Tierreich und teilen die Menschen in drei Klassen von Tieren ein: Die Schweine stehen an der Spitze der sozialen Kette, die Schafe tun als hirnlose Herde, was man ihnen sagt, und die Hunde sind die Geschäftsbosse, die sich am Profit und ihrer Macht über andere schamlos bereichern. Seit 1977 ist viel Zeit vergangen – und dann wieder gar nicht, denn die Erzählung des Albums hat als Kommentar auf unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation nichts von ihrer Aktualität verloren.
Das berühmte Cover von „Animals“ zeigt ein aufblasbares Schwein (heute bekannt als Algie), das in luftigen Höhen zwischen zwei Schornsteinen der Battersea Power Station in London schwebt. Die Idee für das Cover kam von Roger Waters, die Umsetzung übernahm der langjährigen Kreativpartner der Band, Storm Thorgerson von Hipgnosis Studios. Für die jetzige Neuveröffentlichung wurde das Artwork von Storms Hipgnosis-Partner Aubrey „Po“ Powell für die heutige Zeit neu gestaltet. Basierend auf neuen Aufnahmen des Gebäudes während der jüngsten Umgestaltungsarbeiten (das ehemalige Kraftwerk wird für die kulturelle und gewerbliche Nutzung umgebaut, gestaltet von Frank Gehry und Norman Foster), experimentierte Po mit neuen Blickwinkeln und erschuf einige beeindruckende neue Varianten des berühmten Originals. Po dazu: „Das Original-Albumcover von 1977 ist ikonisch und steht so sehr für sich, dass ich eine Menge Respekt davor hatte, ihm ein Update zu verpassen. Doch Hipgnosis nahm die Gelegenheit zum Anlass, das Motiv neu zu fotografieren und damit eine sich verändernde Welt widerzuspiegeln. Durch den Einsatz moderner digitaler Färbetechniken konnte ich Pink Floyds düstere Botschaft des moralischen Verfalls beibehalten, und auch die Orwellsche Tier-Analogie in Form des Schweins Algie lebt in dem neuen Artwork fort.“
Pink Floyds „Animals 2018 Remix” kann ab jetzt hier vorbestellt werden.
THE OMEGA SWARM, eine atmosphärische Death-Metal-Band aus Deutschland, begann im Jahr 2022, sehr bescheiden, sehr zurückgezogen. T., der bereits vier großartige Alben mit Sulphur Aeon veröffentlicht hat, hatte keinen vollwertigen Live-Act im Sinn, als er frühe Demos komponierte und das Skelett seiner - damals noch namenlosen - neuen Kreatur formte. Im Herzen ein wahrer Schöpfer, umarmt T. die akribische Arbeit an Riffs, Tönen, Klängen, den abenteuerlichen Geist des Aufbaus und der Verwirklichung von Ideen, das Experimentieren mit seinen geliebten Gitarren und Synthesizern, um erstaunliche Vibes und Songs zu produzieren, die bedeutungsvoll und doch extrem, melodisch und doch hart sind und sich in THE OMEGA SWARMs Debütalbum vereinen, einer Platte, einem Zeugnis, das der Essenz der Kunst selbst gewidmet ist.
So bodenständig T. auch ist, er ist nicht der Typ Mensch, der sich an eine Klangformel hält, er sucht nach "etwas mehr", "etwas anderem". Nachdem Sulphur Aeon mit dem monumentalen "Seven Crowns and Seven Seals" von 2023 vorerst abgeschlossen haben, was sie ausdrücken wollten, sind THE OMEGA SWARM jetzt sein Hauptaugenmerk, und das Line-up der Band, das von Sänger Christian Schettler (bekannt durch seine Arbeit bei den Labelkollegen Wound) und Schlagzeuger Max Scheefeldt (ex Misanthrope Monarch) komplettiert wird, passt perfekt zusammen. Musikalisch entstanden THE OMEGA SWARM aus T.s Experimenten mit rhythmischen Mustern, übereinanderliegenden Synthesizern, ausgefeilten Leads und etwas technischeren Riffingstrukturen.
Die wohl einzigen offensichtlichen Parallelen zu Sulphur Aeon sind die Betonung einer dichten, fesselnden Atmosphäre, epische Elemente und eine übergreifende Dunkelheit sowie die Erkenntnis nach der Fertigstellung der ersten Aufnahmen, dass auch THE OMEGA SWARM die Qualität besitzen, mehr als nur ein 'Schlafzimmerprojekt' zu sein.
Aufgenommen in den Studios von Feire Records und s/w records, gemischt und produziert von Langzeitpartner Simon Werner, wurde V. Santura (Triptykon, Dark Fortress) für das Mastering angeheuert und sorgte für den letzten Schliff von "Crimson Demise", einem Album, das stolz und mühelos zwischen Death und Black Metal changiert und von einer herausragenden Gesangsleistung abgerundet wird, bei der Chris eine ähnliche Bandbreite an Growls, Screams und cleanen Parts erreicht wie Peter Tägtgren in seinen besten Zeiten.
Vom Konzept her verzichtet die Gruppe auf uralte Lovecraft'sche Schrecken und wendet sich stattdessen geradlinigen apokalyptischen Themen zu. Ob Viren, bösartige Bakterien, verrückte Diktatoren, Klimawandel, religiöse und politische Ideologien, korrupte Technologie, Terrorismus oder Krieg, die Menschheit hat sich selbst für den Untergang gezeichnet - in leuchtenden Neonfarben, damit selbst eine außerirdische Spezies, die Galaxien entfernt ist, erkennen kann, was für Narren wir wirklich sind. "Die Menschheit kann sich nicht auf eine gemeinsame Wahrheit einigen, geschweige denn auf eine Strategie zur Lösung ihrer mannigfaltigen Probleme", erklärt Chris, "und bildet somit überhaupt keine Einheit. Der einzige gemeinsame Nenner, der uns alle eint, ist unsere Zerstörungswut, die irgendwann die gesamte Existenz der Menschheit gefährden könnte. Die Utopie wurde durch dystopische Szenarien ersetzt. Welche Formen des negativen menschlichen Verhaltens uns und die Gesellschaft derzeit beeinflussen und letztlich in eine zukünftige Endzeit führen, ist Teil des lyrischen Konzepts von THE OMEGA SWARM."
Aber keine Angst, bevor die Weltuntergangsuhr zum letzten Mal schlägt, soll euch das Vergnügen vergönnt sein, ein abwechslungsreiches, intensives und fesselndes Stück Metal zu erleben, das das neu formierte Trio aus dem Schlafzimmer auf die Bühne bringen will!
Tobias Poetzelsberger - Musik als Lebenselixier
Zwölf Jahre sind seit dem letzten Album vergangen. Das ist eine ziemlich lange Zeit, aber dann auch wieder nicht, wenn man bedenkt, dass Kinder geboren werden, Erwachsene gehen müssen, Pandemien und Kriege ausbrechen - und Liedermachen kompliziert sein kann. Der Lagerfeuer-Gitarrist von einst ist erwachsen geworden: weg vom früheren Bandnamen, hin zu einer breiteren musikalischen Farbpalette. 'Prudence' heißt das neue Werk und bedeutet "Umsicht" - im Umgang mit anderen und der eigenen Seele.
Der ehemalige Wild Beast Sänger Hayden Thorpe legt sein drittes Soloalbum vor
Text: Hayden Thorpe hat sein drittes Soloalbum für den 27.September angekündigt. "Ness" ist inspiriert von Orford Ness in Suffolk, einem ehemaligen Militärstandort für die Entwicklung von Waffen während beider Weltkriege und des Kalten Krieges. Das 1993 vom National Trust erworbene und der Verwilderung überlassene Gebiet ist bis heute ein Ort des Paradoxen, des Geheimnisses und der ständigen Entwicklung. Thorpe's "Ness" ist eine Ode an Orford Ness, an den physischen Ort und an das Buch, das ihn inspiriert hat. Mit Wort und Bild haben der britische Bestseller-Autor Robert Macfarlane und Stanley Donwood darin einen kleinen modernen Mythos geschaffen. Teils Novelle, teils Prosagedicht, teils Mysterienspiel - in "Ness" vereinen sich ihre Fähigkeiten zu einer verblüffenden, beunruhigenden Wirkung und Thorpe erweckt die Lieder darin zum Leben. Nachdem sich Thorpe und Macfarlane auf dem Kendal Mountain Literature Festival kennengelernt und dann zusammengearbeitet hatten, entstand die Idee, dass Thorpe ein Album aus Macfarlanes Prosa machen sollte. Sein Exemplar des Buches ist nun mit schwarzer Tinte bedeckt, die Wörter, Zeilen und Sätze bedeckt, um „das Lied darunter zu enthüllen“. Das Video zur ersten Single "They" bei dem Hayden Thorpe und Andy King Regie führten und das in Orford Ness gefilmt wurde, dient als Einführung in "Ness": die Kiesgrube, das Buch und das Album. In den ersten anderthalb Minuten des Videos spricht Thorpe Macfarlanes Worte und bittet uns: „Listen. Hört jetzt zu. Hört auf Ness. Seid still und hört zu, ja? Hört wirklich zu."
[b] a2. WTF Is That?




















