Sechs Tracks. Zwei Seiten. Ein Gefühl
Manche sagen, diese EP sei wie eine Reise durch das Universum.
Andere sagen, sie ist einfach nur geil produziert.
Und dann gibt’s noch uns, REEEF, und wir sagen: Warum nicht beides?
Die „Universe EP“ ist der Beweis, dass Melodic Techno nicht nur tief und emotional sein kann, sondern auch richtig gut sitzt – wie dein Lieblings-Hoodie nach drei Tagen Festival.
Wir haben alles reingepackt:
Universe: Der Titeltrack. Ein epischer Opener, der mehr Stimmung macht als dein Barista mit Burnout.
Humanity: Technofrontalangriff mit Betonwänden – für alle, die es ernst meinen mit dem Raven.
Never Say Never: Melancholie auf House-Basis. Für den Moment, in dem du denkst: „Vielleicht bleib ich doch noch bis Montag.“
Daydreams: Der Track für 6:42 Uhr, wenn draußen der Nebel aufzieht und du kurz überlegst, ob das Leben nicht doch ein Musikvideo ist.
Bumblebee: Direkt im Ohr, klebt wie Honig im Hirn – nur eben clubtauglich.
Kryptonite: Der große Absch(l)uss. Melodic House mit Pop-Einschlag – emotional, energetisch, kein guilty pleasure, sondern einfach pleasure.
Für DJs. Für Hörer. Für Menschen mit Geschmack und funktionierendem Basssystem.
Auf 12” Vinyl gepresst, liebevoll angeordnet, Spielzeit optimiert – so wie Oma früher die Tupperdosen im Schrank. Nur mit mehr Kickdrum.
Fazit: Diese EP braucht keine Hype-Formulierungen. Die Tracks sprechen für sich. Und wenn nicht, übernehmen wir das Mikrofon – laut, tanzbar und mit einem leichten Hang zur Selbstüberschätzung.
REEEF – Universe EP! Jetzt überall, wo es gute Musik gibt. Und bald auch bei dir im Plattenkoffer.
Suche:ebe
Wenn du zehn Jahre in die Vergangenheit reisen könntest, was würdest du deinem jüngeren Ich sagen wollen? Das war eine Frage, die sich Khruangbin selbst stellten, als sie sich dem zehnjährigen Jubiläum ihres Debütalbums näherten - dem einstigen Kultklassiker, der heute als genreprägend gilt: The Universe Smiles Upon You". Wenn wir zurückgehen und uns selbst sagen könnten, wie viel nach diesem Album auf uns zukommen würde, was würden wir feiern wollen?" fragte Laura Lee, Bassistin, Sängerin und Gründungsmitglied der Band. Stattdessen dachten sie: Lasst es uns noch einmal machen." The Universe Smiles Upon You ii" wurde vom 4. bis 6. Januar 2025 in derselben Familien-Scheune des Gitarristen Mark Speer aufgenommen, an denselben Tagen, an denen TUSUY vor zehn Jahren erstmals entstand. Obwohl die Bedingungen dieselben waren - Schmutzboden, brutal kalt, minimale Schalldämmung, alle Aufnahmen live - sind die Songs es nicht. Sie wurden neu angegangen, einige stärker verändert als andere, mit der eingefangenen Blitz-in-der-Flasche"-Energie des ursprünglichen Albums, während gleichzeitig entdeckt wurde, was diesmal einzigartig sein würde, in dieser Phase des Bandlebens. Das Ergebnis bewegt sich wie Wellen auf dem Wasser über zehn hypnotisierende Tracks, die Scheune erzeugt ein Gefühl von Weite, Gelassenheit und kreativer Freiheit, die nahegelegene Tierwelt ist hörbar (achtet auf die Vögel bei August Twelve ii"), ebenso das Knarren und Klappern der Scheune. Es ist ein Geflecht aus kleinen Bewegungen in nuancierten Arrangements, das langsam das neue Leben, die Geschichten und den Charakter von jemandem enthüllt, den man nach zehn Jahren wieder wie zum ersten Mal trifft.
- A1: To The Wilder
- A2: Any Love Of Any Kind Feat Bryce Dessner
- A3: Black Drift
- A4: Story Of Rainy
- B1: Are You There
- B2: Asphalt Maelstrom
- B3: Fragile Things
- B4: Quiet Strike
- C1: Amekara Nijie
- C2: Tmrrw
- C3: Minus Sixty One
- D1: And Now The Bonus Tracks Feat Hideo Kojima
- D2: To The Wilder Feat Elle Fanning
- D3: Any Love Of Any Kind (Choir Version)
- D4: To The Wilder (Piano Version)
- D5: To The Wilder (Instrumental)
WOODKID komponiert die Musik zum heiß erwarteten PlayStation-Spiel "Death Stranding 2: On The Beach". Mit seinem neuen Album "WOODKID FOR DEATH STRANDING 2: ON THE BEACH" zum sehnlichst erwarteten Spiel von Hideo Kojima hebt WOODKID die Idee von Game-Musik auf ein neues Level. Die Songs sind inspiriert von Kojimas Erzählkunst, seinen Figuren und der Welt von Death Stranding - und entfalten sich als eigenständiges Werk voller Tiefe, Kontraste und Atmosphäre.WOODKID, bürgerlich Yoann Lemoine, ist ein französischer Sänger und Komponist. Mit seiner stilsicheren Kombination aus orchestraler Dramatik, elektronischer Präzision und emotionalem Tiefgang hat er sich international einen Namen in der Musik- und Filmwelt gemacht - sowohl als Musiker als auch als Videoproduzent für Künstler:innen wie Rihanna, Lana Del Rey, Pharrell Williams oder Harry Styles. Seine Musik wurde für zahlreiche Film-, Serien- und Videospielproduktionen eingesetzt (Arcane, Assassin's Creed, The Umbrella Academy). Für seine Arbeiten wurde er mehrfach für Grammy- und MTV-Awards nominiert, seine Single "Run Boy Run" wurde weit über fünfhundert Millionen Mal gestreamt. Auch in der Modewelt ist WOODKID präsent - etwa mit Musik für die Shows von Louis Vuitton oder Dior.Über drei Jahre hinweg arbeitete WOODKID eng mit Kojima und dem Team von Kojima Productions zusammen, um Musik zu erschaffen, die weit über klassische Soundtracks hinausgeht. "Jeder Song, jedes Thema wurde in zahllosen Varianten und Schichten komponiert", erklärt WOODKID. Das Ergebnis ist ein Album, das cineastische Orchesterarrangements mit elektronischen Klanglandschaften und eindringlichen Gesangslinien verbindet."Death Stranding 2: On The Beach" ist das neue Werk von Hideo Kojima, einem der visionärsten Köpfe der Gaming-Welt. Als Fortsetzung des vielfach ausgezeichneten ersten Teils, der über 20 Millionen Spieler:innen weltweit erreichte, führt das Spiel die Themen Verbindung, Isolation und Verantwortung in eine neue erzählerische Dimension. Das Spiel besticht zudem durch einen hochkarätigen Cast - darunter Norman Reedus, Léa Seydoux, Troy Baker, Elle Fanning und Shioli Kutsuna - und eine Geschichte, die von den globalen Erfahrungen der letzten Jahre inspiriert ist.Von zarten Melodien bis zu eruptiven Breakcore-Momenten - jeder Track erzählt eine Geschichte. Für die Aufnahmen reiste WOODKID zwischen Paris, Los Angeles und Tokio, um die kreative Vision Kojimas einzufangen. "Es ist manchmal schwer, Hideos Vision ganz zu verstehen, weil sie sich ständig verändert. Man muss dem Prozess vertrauen - und das Ergebnis ist immer überwältigend", sagt er. Was dabei entstand, ist mehr als ein Soundtrack: Es ist ein Manifest künstlerischer Freiheit, ein musikalischer Gegenentwurf zu Konventionen - und eine Hommage an das Anderssein.Die erste Single "To The Wilder" erschien im März 2025 und verzeichnet bereits über 3,7 Millionen Streams weltweit. Das Album erscheint digital, sowie als Vinyl- und CD-Edition - beide mit dem großartigen Artwork des Spiels und als liebevoll gestaltete Sammlerstücke für die internationale Fancommunity.Neben WOODKIDs Album erscheinen zwei weitere Veröffentlichungen zum Spiel: ein Score-Album sowie ein weiteres Song-Album mit noch nicht angekündigten Künstler:innen. Beide erscheinen digital, ebenfalls bei Milan Records.Das Spiel "Death Stranding 2: On The Beach" erscheint am 26. Juni 2025 exklusiv für PlayStation®5.
Hania Rani ist eine mehrfach preisgekrönte Komponistin und Pianistin, die mühelos zwischen der Welt der
klassischen und der experimentellen Musik wechselt.
Aufgenommen in den Abbey Road Studios mit einem 45-köpfigen Orchester, markiert „Non Fiction“ einen
neuen Abschnitt in Ranis Karriere, da sie von den elektronischen Klängen ihres gefeierten Albums „Ghosts“
in den symphonischen Bereich übergeht und eine Brücke zwischen ihrem eleganten Experimentalismus und
ihrer klassischen Ausbildung schlägt.
Non Fiction ist Ranis erstes Klavierkonzert und symphonisches Werk. Es ist auch eine Reaktion auf die Entdeckung der Kompositionen des jungen Musikwunderkindes, Josima Feldschuh, die während der Schrecken
des Zweiten Weltkriegs im Warschauer Ghetto entstanden sind. Bewegt von der Geschichte des jungen
Mädchens, beschloss Rani, sie durch die Linse der aktuellen Schreckenssituationen in der Ukraine und im
Gazastreifen zu betrachten und zu untersuchen, wie wir diese durch moderne Medien wahrnehmen. Dabei
erforscht Rani die ständige Koexistenz von Harmonie und Unordnung, schafft eine klangliche Metapher
für das Überleben des menschlichen Geistes angesichts von Gewalt und nutzt den emotionalen Wert von
Klängen, um diese irgendwie fernen Konflikte für uns auf menschlicher Ebene nachvollziehbarer zu machen.
Das Avant-Rock-Sextett aus Beirut verschmilzt auf diesem großartigen Nachfolger seines gefeierten 2023er Debüts "Mais Um" Psych/Kraut, Improv/Skronk, Elektronik, Gothic und Jazzelemente mit traditionellem ägyptischem Gesang und moderner arabischer Poesie. Produziert von Radwan Moumneh (Matana Roberts, Sarah Davachi, Jerusalem In My Heart). Der Titel des zweiten SANAM-Albums ist ebenso vielversprechend wie die Musik der libanesischen Band. "Sametou Sawtan" bedeutet aus dem Arabischen übersetzt "Ich habe eine Stimme gehört". Spukhaft oder spirituell, wie auch immer man die Phrase liest, sie spricht von der Fähigkeit von Klang und Sprache, innezuhalten, Aufmerksamkeit zu stehlen und uns für den Moment zu öffnen. In ähnlicher Weise vermischt die Musik von SANAM zarte Rasereien und feuerverbrannte Balladen, indem sie frei fließende Rock- und Jazzgerüste mit der tief verwurzelten arabischen Tradition verbindet. Sie in vollem Flug zu hören bedeutet, in der Gegenwart gehalten zu werden und sich neu zu orientieren, um einen offenen Horizont zu eröffnen. Die Arbeit an "Sametou Sawtan" begann im Frühjahr 2024. Die ersten Ideen, die in den Tunefork Studios in Beirut entstanden, wurden im April während eines Aufenthalts in Beit Faris, einem mittelalterlichen Haus in der Küstenstadt Byblos, weiter ausgearbeitet. Das Sextett: Sandy Chamoun (Gesang), Antonio Hajj (Bass), Farah Kaddour (Buzuq), Anthony Sahyoun (Gitarre, Synthesizer), Pascal Semerdjian (Schlagzeug) und Marwan Tohme (Gitarren), wurde vom Produzenten Radwan Ghazi Moumneh (Jerusalem In My Heart) unterstützt. Die letzten beiden Tracks des Albums sind Aufnahmen aus den Beit Faris-Sessions, während der Rest in den La Frette Studios in Paris während der Europareise der Band im Sommer 2024 aufgenommen wurde. Die Platte verarbeitet Gefühle der Distanz und der Entwurzelung. "In den letzten fünf Jahren hatte ich das Gefühl, dass jeder den Libanon verlässt", erklärt Chamoun. "Das Album handelt nicht wortwörtlich davon, sondern von der Vorstellung, dass dich etwas verlässt. Eine Distanz zu den Ereignissen, obwohl du in ihnen lebst, eine Distanz zu deinem Haus, obwohl du in ihm wohnst." Ob in der sehnsüchtigen Ballade "Goblin" oder dem langsam brennenden, autotune-überladenen Freakout von "Habibon", Sametou Sawtan fängt das Streben nach festem Boden in einer Welt ein, die diesen nur selten bieten kann . Das Album hat die hypnotisierende Intensität des SANAM-Live-Erlebnisses, während es der Musik Nuancen, Tiefe und eine enorme dynamische Bandbreite verleiht. Wie bei ihrem Debüt sind die Texte vieler Tracks entliehen, Worte, die in neue Kontexte gestellt werden, um die Gegenwart zu verarbeiten. "Hamam" interpretiert ein ägyptisches Volkslied neu. In "Hadikat Al Ams" treibt der krachende Hardrock-Stampfer den Text des zeitgenössischen libanesischen Schriftstellers Paul Shaoul an. Und sowohl "Sayl Damei" als auch der Titeltrack verwenden Gedichte des iranischen Dichters und bahnbrechenden Mathematikers Omar Khayyam aus dem zwölften Jahrhundert. "Wenn man etwas von Omar liest, fühlt man eine Verbindung zur Gegenwart", sagt Chamoun. "Das Gefühl, dass es keinen klaren Weg gibt." "Sametou Sawtan" enthält auch zwei Lieder mit Chamouns eigenen Texten, darunter den Opener "Harik". Es war die Keimzelle des Albums, geschrieben von Chamoun im Februar 2024, wobei die Band den Track um ihre Worte herum aufbaute. Es beginnt mit einem Schauder, zerfetzter Elektronik und einer keuchenden Stimme, die das Schlagzeug durchdringt, bevor sich die Band zu einem triumphalen Aufstieg aufschwingt. Es geht um Eintauchen in "ein unendliches Feuer", verrät Chamoun. Den Text zu "Tatayoum" schrieb sie allein, bevor sie ihn der Band vorlegte. Er spiegelt eine andere Art von Intensität wider, "eine Schleife, eine Besessenheit", wie sie sagt. Buzuq webt durch schwebende Elektronik und drängende Trommeln, während Chamoun arabische Worte rezitiert, die die Liebe beschreiben. Die unaufhörlichen Energien, die in diesen Tracks erforscht werden, sind nicht unbedingt negativ. Sie vergleicht deren Intensität mit der eines Schriftstellers, der in einem Gedankengang gefangen ist, im Guten wie im Schlechten. "Es geht nicht darum, deprimiert oder traurig zu sein", sagt Chamoun. "Es ist eine Falle, aber sie kann auch magisch sein." "Sametou Sawtan" wurde von Farah Fayyad mit ikonischen Grafiken und Design versehen.
"Tranquilizer is, Ambience by force" - Oneohtrix Point Never
"Tranquilizer" klingt nicht nach Beruhigung, sondern nach Wiederauftauchen. Daniel Lopatin verurteilt nicht unser Bedürfnis nach Flucht, sondern erkundet vielmehr, was danach passiert. Sein neues Album zeichnet eine Bewegung von schwereloser Ruhe hin zu etwas Bodenständigerem nach – keine Heldenreise, sondern der notwendige Kreislauf von Rückzug und Rückkehr, der uns in einer ebenso überwältigenden wie banalen Welt den Verstand bewahrt.
Wir stürzen aus der triefenden Glückseligkeit von "Lifeworld" in die traurige Melancholie von "Cherry Blue" und die spastischen Grooves von "Rodl Glide". Wie immer bei OPN kollidiert das Reale mit dem Unwirklichen. Wer genau hinhört, hört das Kratzen von Fingern auf einem Griffbrett, einen Stein, der über einen Kerkerboden gleitet, das Quietschen einer sich öffnenden Tür. Lopatins Musik war nie ein abstraktes Farbfeld; sie hat Gewicht, Kanten, Schatten. Während "R Plus Seven" nur aus kristallinen Arpeggiatoren bestand und "Garden Of Delete" ein fieberhaftes Erbrechen gurgelnder Synthesizer war, fühlt sich "Tranquilizer" an, als würde man aus einem Traum fallen, den man noch berühren kann.
- A1: Satellite (Feat. Jon Hopkins, Obi Franky, Ila And Trans Voices)
- A2: All That Falls Apart / Comes Together (Feat. James Massiah)
- B1: Stitches
- B2: Can't Stand To Lose
- B3: Shapeshift (Feat. Kam-Bu)
- C1: Voices
- C2: Go Feat. Kaiden Ford
- C3: Humanise
- D1: Hey!
- D2: Rushing (Feat. Ila And Trans Voices)
- D3: New Euphoria (Feat. Alexis Taylor, Ila And Trans Voices)
- D4: Hq (Feat. Kaiden Ford)
HAAi kehrt mit ihrem kühnen und brillanten zweiten Album 'HUMANiSE' zurück und erkundet den Sweet Spot zwischen maschinengesteuerter Dystopie und emotionsgeladener Utopie.
Mit all ihren Veröffentlichungen hat HAAi (bürgerlich Teneil Throssell) immer versucht, neue Grenzen in der elektronischen Musik zu erkunden, und auf dem neuen Album bohrt sie noch mal tiefer in diese Richtung. 'HUMANiSE' setzt sich mit der Frage auseinander, was es bedeutet, in einer zunehmend digitalen Welt ein Mensch zu sein, in der KI alles in den Schatten zu stellen droht und unsere Bildschirme uns voneinander trennen. Das Ergebnis ist ein ehrgeiziges und aufregendes Epos: ein klanglicher Sprung nach oben und eine deutliche Weiterentwicklung ihres 2022er Debüts 'Baby, We're Ascending'.
Stimmen - sowohl reale als auch digitalisierte - spielen auf 'HUMANiSE' eine große Rolle, ebenso wie Ideen von Gemeinschaft und Zugehörigkeitsgefühl. Sie ist zurückgekehrt, um mit Freunden wie Jon Hopkins, Alexis Taylor von Hot Chip, dem Sänger Obi Franky, dem Rapper KAM-BU, dem Künstler Kaiden Ford und dem Dichter James Massiah sowie mit zwei Chören zu arbeiten: Trans Voices mit Chorleiter ILA und ein Gospelchor unter der Leitung von Wendi Rose. Nachdem sie jahrelang hinter den Decks verbracht hat, bringt HAAi nun auch ihre eigene Stimme in den Vordergrund, mit der sie sich verletzlich und selbstbewusst ausdrückt. Ihre Stimme ist umwerfend zart und verleiht ihren kinetischen Produktionen eine neue Dimension.
Das Konzept des Albums wurde klar, als HAAi mit Jon Hopkins im Studio war. Die beiden spielten mit einem Vocal-Harmonizer-Plug-in mit einer Funktion namens 'Humanize'. Für HAAi ging ein Licht auf: „Die Vorstellung, dass etwas völlig Synthetisches versucht, eine echte Person menschlicher klingen zu lassen, ist verrückt“, sagt sie. HAAi lässt diese Extreme im Laufe des Albums verschwimmen: Sie digitalisiert Stimmen, überlagert sie zu einem verschwommenen Effekt und verwendet sogar eine KI-Text-to-Speech, um ihre Stimme zu erzeugen. Letztendlich kommt sie jedoch zu dem Schluss, dass Erfahrung und Erinnerung - das, was uns wirklich menschlich macht - nicht ersetzt werden können.
Vom euphorischen Opener 'Satellite' über UK-Radiohit 'Can't Stand To Lose' bis hin zu genreübergreifenden Stücken wie 'Shapeshift' ist das Album voll von aufregenden klanglichen Wendungen und zutiefst persönlichen Texten. 'HUMANiSE' ist ein kraftvoller, emotionsgeladener Sprung nach vorn: eine Feier der Gemeinschaft, des Selbstausdrucks und der Menschlichkeit.
- Ltd. Col. 2LP: (Crystal Clear Vinyl)
- A1: Pop Vampires Cologne - Karianne
- A2: Superpitcher - Pandora’s Box Feat. Alexis Taylor
- A3: Jürgen Paape - Grace (A Tale) Feat. Hella
- A4: Triola - Arcadia Feat. Irene Kalisvaart (The Modernist Mix)
- A5: Reinhard Voigt - Zahl An Einem Anderen Tag
- B1: Gui Boratto - Panorama X-Press
- B2: Robag Wruhme - Starsow Total
- B3: Michael Mayer - Brainwave Technology (Wassermann’s Brainwave Inferno Mix)
- B4: Michael Mayer - Erdbeermond
- B5: Hardt Antoine - Let Me Go
- B6: Wassermann - Sog
The latest boy band in town, POP VAMPIRES COLOGNE, opens the party with the enigmatic ‘Karianne’. SUPERPITCHER knows how to make a grand appearance, accompanied by high-calibre guests. His electro-pop treat ‘Pandora’s Box’ features Hot Chip’s ALEXIS TAYLOR on vocals. JÜRGEN PAAPE isn’t coming alone either, but with newcomer HELLA in tow. ‘Grace (A Tale)‘ once again shows our resident hit maker at his best. JÖRG BURGER also has a table companion, the extremely talented Irene Kalisvaart, and remixes himself on top of that. REINHARD VOIGT points out that money never sleeps and proceeds according to the motto: ’Zahl an einem anderen Tag (Pay another day)’. Our Brazilian whirlwind GUI BORATTO returns after a long absence with the banger ‘Panorama X-Press’. After careful consideration, ROBAG WRUHME has named his new track ‘Total’ and sings in the chorus with his family for the first time. WASSERMANN contributes an ultra-fat remix of Mayer’s ‘Brainwave Technology’, while MICHAEL MAYER himself marvels at the rare ‘Erdbeermond’. HARDT ANTOINE’s ‘Let Me Go’ really gets the party going again before WASSERMANN orders a large taxi and skips out on the bill.
See you again next year!
TOTAL 25… Schon wieder ein Jubiläum in einem an Jubiläen ohnehin nicht armen Jahr. Zum 25. mal versammelt sich die Kompakt Familie zum alljährlichen Stelldichein. Ohren angelegt, los geht’s!
Die neueste Boygroup in town, POP VAMPIRES COLOGNE eröffnet die Party mit dem enigmatischen ‘Karianne’. SUPERPITCHER weiss, wie man einen großen Auftritt hinlegt, und zwar in hochkarätiger Begleitung. Sein Elektropop-Leckerbissen ’Pandora’s Box’ featured Hot Chip’s ALEXIS TAYLOR an den Vocals. Auch JÜRGEN PAAPE kommt nicht allein, sondern mit der Neukommerin HELLA im Schlepptau. ‘Grace (A Tale)’ zeigt unseren Haus- und Hitlieferanten mal wieder in Bestform. JÖRG BURGER hat ebenfalls eine Tischdame im Gepäck, die überaus talentierte Irene Kalisvaart, und remixed sich obendrein selbst. REINHARD VOIGT gibt zu Bedenken, dass Geld niemals schläft und verfährt nach dem Motto: ‘Zahl an einem anderen Tag’. Unser brasilianischer Wirbelwind GUI BORATTO meldet sich nach längerer Abstinenz mit dem Banger ‘Panorama X-Press’ zurück. ROBAG WRUHME hat seinen neuen Track nach reiflicher Überlegung ‘Total’ genannt und singt darauf erstmals selbst im Chor mit seiner Familie. Der WASSERMANN steuert einen ultrafetten Remix von Mayers ‘Brainwave Technology’ bei, während MICHAEL MAYER selbst den seltenen ‘Erdbeermond’ bestaunt. HARDT ANTOINE’s ‘Let Me Go’ bringt die Party nochmal so richtig in Schwung, bevor der WASSERMANN ein Großraumtaxi bestellt und die Zeche prellt.
Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr!
Ixona ist das zweite Album des Chicagoer Komponisten Conor Mackey unter seinem Pseudonym Lynyn. Lynyns meisterhafte instrumentale Elektronikkompositionen, die hauptsächlich mit Hardware erstellt wurden, greifen auf eine Vielzahl von Einflüssen zurück, darunter Drum and Bass, Dub-Techno und Acid, und tauchen den Hörer in eine Umgebung ein, die sowohl weitläufig als auch überraschend intim ist. Während komplexe Breakbeats durch körnige Texturen und pointillistische Schwärme huschen, entsteht dieser Ort, der kein Ort ist, und erstrahlt. Als klassisch ausgebildeter Musiker und Komponist hat Mackey mit einer Vielzahl von Partnern zusammengearbeitet, von Symphonieorchestern bis hin zu Popsängern. Er spielt Gitarre in der Avantgarde-Jazzband Monobody und hat mit seinen Labelkollegen NNAMDI und Warm Human von Sooper Records Platten produziert. Tagsüber schreibt er funktionale Musik, die von neurowissenschaftlichen Prinzipien geprägt ist, für eine spezielle Streaming-Plattform. Mit seinem Projekt Lynyn taucht Mackey tief in die glitzernden Details fein gearbeiteter Maschinenmusik ein: wie sich Cluster künstlicher Fragmente zu lebendigen Bewegungen zusammenfügen können. Mackeys Arbeit ist geprägt von den dichten, treibenden Feinheiten von IDM-Künstlern wie Aphex Twin und Squarepusher, deren Einfluss auf Lynyns Debütalbum lexicon (Sooper Records) aus dem Jahr 2022 deutlich zu hören ist. In den Jahren nach der Veröffentlichung von ,Lexicon" vertiefte sich Mackey in den Minimal-Dub-Techno der Jahrtausendwende von Künstlern wie Pole, Basic Channel und Deepchord. Das Album ,Loop-Finding-Jazz-Records" von Jan Jelinek hatte besonderen Einfluss auf Lynyns nächste Schritte. ,Es ist ein Album, bei dem man sich richtig in die Couch sinken lassen kann. Es ist extrem weitläufig, aber es fühlt sich sehr nah an - sehr eindringlich, aber gleichzeitig beruhigend", sagt er. ,Es gibt diese kleinen Vinyl-Klicks und -Knackser, und die Percussion besteht aus Mikro-Sounds, und dann gibt es diese Ebenen von Pads und Loops im Hintergrund. Auf Ixona habe ich versucht, diese Komponenten in den Stil zu integrieren, an dem ich seit Jahren arbeite."
Zum Jahresjubiläum zu ”Alligator Bites Never Heal” veröffentlicht Doechii ihr Album im neuen Look.
Mit Doechiis neuem Mixtape „Alligator Bites Never Heal“ liefert die Rapperin, Sängerin und visionäre
Künstlerin Doechii 19 Tracks, die an die wöchentlichen „Swamp Session“-Folgen anknüpfen, die das Internet mit auffälligen Visuals und ebenso fesselnden Bars in Brand setzten. Mit einem aussagekräftigen Mix
aus Boom Bap, Rap und RnB zeigt Doechii wie vielseitig sie ist und überzeugt damit auch die größten
Künstler ihrer Zeit:
Returning to E-Beamz Records, Tommy The Cat has comprised a 6 track EP chock full of varied astute takes on Jungle & breakbeat.
Working with the likes of Cat In The Bag, Unknown To The Unknown & Myor Massiv, Tommy is cementing his name & sound into the Jungle realms as one of the most prolific and, hard working junglists in the scene.
Released in 1979, "Tutti Fluti" is undoubtedly one of Teddy Lasry’s most unique and poetic albums.
Entirely centered on flutes, of which he is an undisputed master, this record offers a dreamlike dive into
ethereal jazz, naturalistic ambient, and subtle electronic experimentation.
Teddy Lasry, an original member of Magma, is known for his distinctive approach to wind instruments
and synthesizers. As a composer, performer, and texture inventor, he builds here a delicate,
contemplative, and timeless sound world.
On Tutti Fluti, flutes become voices, breath, wind, and a call to the imagination. Accompanied by
luminous keyboards and subtle rhythms, they shape an organic, soft, and introspective music—perfect
for active meditation or immersive listening.
A rare and atypical album, Tutti Fluti now finds its place among the great classics of auteur library
music, between spiritual jazz and the imagined soundtrack of a film never made.
Limited edition – A precious reissue for collectors, dreamer flutists, and sonic explorers.
After years in aesthetic exile, Wolfgang Voigt returns as Wassermann - for the first time on These Eyes. An elegant escalation, a technoid homage to The Palace in Gstaad - alpine glamour meets minimalist rigor. Between champagne flute and fog machine, Voigt draws his unmistakable lines: precise, cool, hypnotic. High society meets high fidelity. Alpine views in 4/4 time.
Push Das Leben
Macht Es Eben
Echtes Leben
Mach Das Eben
Hartes Leben
Deswegen
Das Leben
Bis Eben
Wirst Du Gehen
Willst Du Gehen
Musst Du Gehen
Genug
Wolfgang Voigt, 2025
HUB CITY DISCO CLUB pairs up EBERHARD & MI FAVO for a limited run that showcases each artist's take on old classics. On Side A EBERHARD reworks GOODY GOODY's "IT LOOKS LIKE LOVE" now titled "LOVE AT THE DISCO". On the flip MI FAVO reassembles KWICK's "NIGHT LIFE" now titled "THE RIGHT TIME".
Mit Doechiis neuem Mixtape „Alligator Bites Never Heal“ liefert die Rapperin, Sängerin und visionäre Künstlerin Doechii 19 Tracks, die an die wöchentlichen „Swamp Session“-Folgen anknüpfen, die das Internet
mit auffälligen Visuals und ebenso fesselnden Bars in Brand setzten. Mit einem aussagekräftigen Mix aus
Boom Bap, Rap und RnB zeigt Doechii wie vielseitig sie ist und überzeugt damit auch die größten Künstler
ihrer Zeit:
„I love Doechii!” - Beyoncé (GQ)
„The hardest out” - Kendrick Lamar (Instagram)
Das Projekt fängt ein seltenes Talent in seiner rauesten Form ein und gibt den Hörern 19 verschiedene
Einblicke in ihre einzigartige Kunst. Am 18.Juli wird nun die Single Anxiety als 7Inch in grau veröffentlicht
Am 14. Juni 2023 ist DJ Patex nach langer Krankheit gegangen. Wohin, das wissen wir nicht genau. Darüber werden wir uns heute auch nicht einig. Der Autor dieses Textes will jedoch ahnen, dass sie dort – frisch angekommen – erstmal von ihren vorausgegangenen Lieblingshundis überrannt und abgeschleckt wurde. Der Autor mag dieses Bild. Auch weil Patex sich zeitlebens mit Hundis leichter getan hat als mit Menschen. Hunde durften bei ihr alles, was sie vom Menschen getrennt hat: Parolen kläffen, Eigentum heranzerren, egoistisch und unterkomplex sein. Nie hat sie auch nur einem Hund jemals etwas krumm genommen. Der Menschheit begegnete Patex eher mit pessimistischen Sätzen: „An Allem ist zu zweifeln“ ist so eine Feststellung. Oder: „Nur Weil Du Mir Deine Wunden Zeigst Bist Du Noch Lange Nicht Mein Heiland“.
Damit wären wir auch bei der A-Seite der vorliegenden Single. Sie berührt. Ihr Text zeigt in viele Richtungen. Die Coverversion von Mitpudeln enstammt ihrem finalen School-Of-Zuversicht-Album und dokumentiert eine Patex, die an ihrer schweren Krankheit gewachsen ist, statt zu brechen. Auch weil sie sich erlaubt hat, ihre typische Skepsis mit einer Art Camu’schen Akzeptanz zu tauschen. Denn Ablehnung hat in ihrer Situation nicht gegriffen, sie hätte alles viel schlimmer gemacht. Nicht das Nicht-leiden oder gar das Nicht-leiden-wollen besiegt das Leid, sondern dessen voll umfängliche Akzeptanz. Das hat sie einfach genial hingekriegt. Und damit vielleicht das Leben und den Tod gleichzeitig besiegt. Noch besser: Für diese Erkenntnis musste sie nicht einmal ihren Pessimismus über Bord werfen. Denn auf einer Ebene, viel weiter im Vordergrund, handelt das Lied natürlich vom Mitleid, oder besser Mitleiden. Mitleid gerät in Schieflage, wenn wir vergessen, worum es wirklich geht. Empathie verbindet uns mit der Welt, sie erfüllt uns. Sie eignet uns aber allzu schnell das Leid anderer an, ohne dass wir selbst wirklich leiden müssen. Und wenn wir nicht aufpassen, dann macht sie uns selbstgewiss.
An Allem ist zu zweifeln, merkt Euch das. Außer daran, dass uns Patex fehlt. Uns fehlt was sie umtreibt und die Fragen, die sie uns schenkt. Und dass die umwerfende B-Seite, die uns über Hans Nieswandt aus Südkorea erreichte, nur ekstatisch tanzend erklärt werden will — und daran, dass Ihr Euch jetzt diese Single kauft. Text: Sebastian Reier
Nach THE THE’s Album und der ausverkauften Tour letztes Jahr geht es dieses Jahr weiter mit Daten in Hamburg, Berlin, Wien etc. und im Herbst kommt noch die Dokumentation über Matt Johnson namens „The Intertia Variations“.
Um die Wartezeit zu verkürzen haben wir vorab noch ein streng limitierte Vinyl- und CD Single mit dem Song „Slow Emotion Replayed“. Hierbei handelt es sich um eine Neuinterpretation des 1993 auf dem Album DUSK erschienenen Tracks „Slow Emotion Replay“, welcher einer der großen Hits von THE THE ist.
Als B-Side ist der ebenfalls unveröffentlichte Instrumental-Song „Crow Commotion Displayed“ enthalten.
Die CD-Single enthält überdies 4 zusätzliche Titel, die ursprünglich als B-Seiten auf den 7"-Vinyl-Singles von THE THE zwischen 2020 und 2024 veröffentlicht wurden: ‘When Is The Heart Of Waiting’, ‘Mycelium Muse’, ‘Frozen Clouds’, ‘Velvet Muscle Scream’.
- A1: Get It Up For Love - Doheny, Ned
- A2: Let's Put Our Love Back Together - Denne, Micky / Gold, Ken
- A3: Deco Lady - Holmes, Rupert
- A4: Over & Done With - White Horse
- A5: Liverpool Fool - Browning Bryant
- B1: Lotta Love - Larson, Nicolette
- B2: Do You Feel It - Alessi Brothers
- B3: Steal Away - Photoglo
- B4: Room To Grow - Elliot, Brian
- C1: Saturday In The Park - Chicago
- C2: Shut The Door - Don Brown
- C3: Rendezvous - Cassel, Matthew Larkin
- C4: If I Saw You Again - Pages
- C5: Losin' End - Doobie Brothers, The
- D1: Sugar Daddy - Fleetwood Mac
- D2: Steal Away - Dupree, Robbie
- D3: Spaceship Earth - Batteau, David
- D4: I've Got A Thing About You Baby - White, Tony Joe
- D5: Don't You Know - Hammer, Jan Group
RECORD STORE DAY EXCLUSIVE!
Late 70s Westcoast Yachtpop you can almost dance to!
Man nannte sie nicht umsonst die - Me Me Me Generation'. Die sehr von sich überzeugten bärtigen Musiker (und die Musikerinnen in wabernden Kleidern), die Mitte/Ende der 70er in L.A.'s Strassen rum hingen und sich selbst feierten. Der geschmackvolle Teil der Musik-Welt hätte diese Musikrichtung noch vor einigen Monaten nicht mit der Zange angefasst. Zu sanft, zu übertrieben, zu luxuriös, zu offen hedonistisch, zu ausladend. Zu unecht, zu gekünstelt, nicht authentisch, und dann noch diese unfassbaren Akkordwechsel...Aber ' Too Slow To Disco - vol. 1' hält sich nicht auf mit solchen alten Geschichten und Klischees. Wir alle wissen, sobald Musikgenres alt werden, scheinen die wichtigen, relevanten Teile auf einmal durch und diese Zusammenstellung versteht sich als Dokument eines fast vergessenen Teils der West Coast Musikwelt Mitte bis Ende der 70er Jahre.Es hat ein Jahr gedauert, die von uns ausgewählten, meist unbekannteren Songs aufzutreiben. Songs von Musikern, die damals gerade ihre ersten, oft wenig erfolgreichen Schritte unternahmen, bevor sie Jahre später mal eben eine Handvoll Welthits aus dem Ärmel schüttelten und die - grosse Welle' der Musik der kalifonischen Küste surften. Also, willkommen zu Volume 1 unseres sogenannten PRM (Personal Rediscovery Movement).
Over the course of a decade, Wata Igarashi has risen as one of techno's most accomplished DJs and producers. His highly aesthetic trademark sound is as heavily psychedelic as it's driven by its stern kinetic energy. It's often overlooked that Igarashi is much more than a torch bearer of the raw hypnotic techno he became known for. He's also a very accomplished and versatile musician with a deep understanding of the cause and effect of sound design. His skills are fully on display on 2023's full length "Agartha", a film score to a fictitious movie about the mythical underworld of planet Mars. It was a rather obvious idea to cross the bridge between this epic deep listening album and Wata Igarashi's techno persona by having him remix himself. As you might expect, the "Agartha Sorcery Acid Mix" has turned out to be a masterclass in psychedelic designer techno. It's slightly slower in BPM as the usual Igarashi fare but every bit as captivating. The "Floating Against Time Shimmering Mix" shows another intriguing facet of Wata's spectrum. Let's call it: Psychedelic Deep House. KOMPAKT's very own Michael Mayer couldn't resist to turn the Godzilla soundtrack-ish "Ceremony Of The Dead" into a positively hysterical minimal disco operette. And then there's the "Fusion Mix of Abyss x Darkness" by Philipp Stoffel, a fresh Cologne DJ producer whose AKTE club nights just spawned a label by the same name. He's definitely one to keep an eye on in 2025.
Im Laufe eines Jahrzehnts hat sich Wata Igarashi zu einem der versiertesten DJs und Produzenten im Bereich Techno entwickelt. Sein hochästhetischer, unverwechselbarer Sound ist ebenso stark psychedelisch entrückt wie von einer strengen kinetischen Energie angetrieben. Oft wird übersehen, dass Igarashi viel mehr ist als nur ein Fackelträger des rohen, hypnotischen Techno, für den er bekannt wurde. Er ist auch ein sehr versierter und vielseitiger Musiker mit einem tiefen Verständnis für Ursache und Wirkung von Sounddesign. Seine Fähigkeiten kommen auf dem Longplayer „Agartha“ von 2023 voll zum Ausdruck, einer Filmmusik zu einem fiktiven Film über die mythische Unterwelt des Planeten Mars. Es lag nahe, die Brücke zwischen diesem epischen Deep-Listening-Album und Wata Igarashis Techno-Persönlichkeit zu schlagen, indem man ihn sich selbst remixen ließ. Wie zu erwarten war, ist der „Agartha Sorcery Acid Mix“ eine Masterclass des psychedelischen Designer-Techno. Mit einer etwas geringeren BPM-Zahl als bei Igarashis üblicher Musik, aber genauso fesselnd. Der „Floating Against Time Shimmering Mix“ zeigt eine weitere faszinierende Facette von Watas Spektrum. Nennen wir es: Psychedelic Deep House. KOMPAKTs Michael Mayer konnte nicht widerstehen, den Godzilla-Soundtrack-ähnlichen Song „Ceremony Of The Dead“ in eine geradezu hysterische Minimal-Disco-Operette zu verwandeln. Und dann gibt es noch den „Fusion Mix of Abyss x Darkness“ von Philipp Stoffel, einem jungen Kölner DJ-Produzenten, aus dessen AKTE-Clubnächten gerade ein Label mit dem gleichen Namen hervorgegangen ist. Er ist definitiv einer, den man 2025 im Auge behalten sollte.
Der Waffle House Index bemisst in den USA seit 2011 die Wucht von Katastrophen: Grün = vollständiges Menü - Restaurant hat vollen Strom, Speisen unbegrenzt, Schaden schlimmstenfalls begrenzt. Gelb = eingeschränktes Menü - kein Strom, Verfügbarkeit von Speisen ist begrenzt. Rot = Restaurant zu - ernsthafte Schäden oder Überflutungen. Übertragen auf den freigeistigen Jazzrock der Band Kuhn Fu: Die Musik auf dem neuen Album "Katastrofik Kink Machine" springt mit Begeisterung und Verve zwischen Grün und Rot hin und her, und lässt die laue Mitte aus. Dem Wort Jazzrock haftet etwas Altbackenes an: Musik, in der seelenlose Virtuosität den Spirit und die Unmittelbarkeit ersetzt hat. Der Gitarrist und Komponist Christian Achim Kühn allerdings spielt mit seiner Band Kuhn Fu einen mit E-Gitarre infizierten Jazz, dem die Spielfreude und der Spaß am tiefschürfenden Unsinn (und eben dann doch auch: die Virtuosität) aus jeder Pore dampfen. Spaß an den Extremen nicht zuletzt, Grün und Rot, kein Gelb.




















