Mike Cooper wrote his final songwriter record, a suite of gloaming glam-rock anthems performed with a spiritual jazz trio, while living on the Costa Tropical of Granada, Spain, an era when he was considering retiring from music altogether. A chance encounter and a last-ditch record deal convinced him to make one last album, which he recorded in 1974 at Pathway Studios in London, with “The Greatest Rock and Roll Band in the World,” featuring the inventive South African jazz rhythm section of Louis Moholo and Harry Miller with UK saxophonist Mike Osborne. This first-ever reissue includes a bonus CD of Milan Live Acoustic 2018, a previously unreleased solo set that represents Cooper’s return, after forty-four years pursuing free improvisation and electronics, to a new, deconstructed approach to singing, steel guitar, and songcraft. The deluxe LP+CD edition also features a six-panel insert with additional artwork and an essay by the artist about both records. The deluxe 2xCD gatefold edition features an eight-panel version of the same insert. In the wake of his magisterial triptych of early 1970s avant-folk-rock records Trout Steel (1970), Places I Know (1971), and The Machine Gun Co. (1972) the British songwriter, guitarist, and fledgling improviser Mike Cooper retreated to the Costa Tropical of Granada, Spain. With no prospects for touring or recording again, his fiery band the Machine Gun Co. had disintegrated. Cooper sets the scene in his liner notes of the first-ever reissue of his unjustly forgotten next album Life and Death in Paradise (1974): No one came running with offers of fame and riches, and we fell apart, and I left the country and headed for the beach, disillusioned and a bit disorientated musically. I went to Almuñécar in Andalusia, a place I had been going since 1969, because a painter friend from Reading, Rowland Fade who made the collage in the gatefold of my earlier album Trout Steel had moved there in 1968. It was in this synthetic coastal “paradise,” unmoored and adrift, considering retiring from music altogether, that he began tentatively writing new songs. A chance encounter with producer Tony Hall, who offered Cooper a last-ditch record deal on Hall’s nascent Fresh Air label, convinced him to make one last album with the stipulation that he could assemble what he called “The Greatest Rock and Roll Band in the World.” I told Tony that I would do it if I could hire some of my South African jazz musician friends that I had used on my Pye/Dawn albums and some friends from Reading that I still knew and admired. I called up Harry Miller, Louis Moholo, and Mike Osborne, who were in fact a trio at the time … and several local Reading heroes, including the singer-songwriter Terry Clarke. The result, recorded live with minimal overdubbing at Pathway Studios in London, was Life and Death in Paradise, an utterly singular suite of gloaming glam-rock anthems performed with a spiritual jazz trio comprising the inventive South African jazz rhythm section of Moholo and Miller with UK saxophonist Osborne. Unlike anything else in Cooper’s extensive catalog. Fresh Air fizzled, and Life and Death became Cooper’s final record as a songwriter, having pushed the form as far as he could. Drifting north from Spain back to the UK, he fell into the scene of the London Musicians Collective (LMC) including Paul Burwell, David Toop, and saxophonist Lol Coxhill, Cooper’s bandmate in the Recedents and fully embraced free improvisation. He was still, however, interested in singing and lyrics, so, influenced by Tom Phillips, William Burroughs, and Brion Gysin, he began experimenting with text collage and cut-up techniques, arriving at his own hybrid compositional strategy for improvisatory songs. The previously unreleased solo set Milan Live Acoustic 2018 represents Cooper’s return, after more than four decades pursuing free improvisation and electronics, to a new, deconstructed approach to singing, lap steel guitar, and songcraft. Presented here together with Life and Death in Paradise, the two records provide fascinating bookends to Mike Cooper’s long, mercurial, and pioneering practice as a songmaker.
Suche:fad
Die Autofenster sind heruntergelassen, die Luft ist warm, und die Möglichkeiten sind grenzenlos. Auf Cut Worms, dem neuen, selbstbetitelten Album des aus Brooklyn stammenden Max Clarke, setzt der Singer-Songwriter und Musiker seine Erkundung dessen fort, was er "Pop-Essentialismus" nennt. Indem er die goldenen Hits vergangener Tage für einen zeitlosen Doppel-A-Seiten-Sound ausgräbt, betrachtet er uralte Fragen durch eine moderne Linse. Hier lässt er das legendäre Studio und die gefragten Produzenten hinter sich und arbeitet mit einer Reihe von begabten Freunden und Kollaborateuren zusammen, um seinen eigenen Ansatz zu finden. Das Ergebnis ist eine kompakte Sammlung von Tagtraum-Hymnen, die zwischen den hoffnungsvollen Anfängen des Sommers und dem flüchtigen Ende der Saison angesiedelt sind. Anstatt das gesamte Album in einem Stück in einem Studio aufzunehmen, variierte Clarke seine Methoden. Drei der Songs wurden von Anfang bis Ende in seinem gemeinsamen Proberaum aufgenommen. "Don't Fade Out" und Living Inside" wurden in Brooklyn von Brian und Michael D'Addario von den Lemon Twigs aufgenommen, die bei diesen beiden Stücken auch Klavier bzw. Bass spielten. Weitere grundlegende Aufnahmen wurden von Rick Spataro (von der Indie-Folk-Band Florist) in seinem Studio Onlyness Analog im Hudson Valley gemacht, mit Beiträgen der langjährigen Live-Band Cut Worms - Keyboarder John Andrews, Bassist Keven Louis Lareau und Schlagzeuger Noah Bond (der bei allen drei Sessions mitwirkte). Die neun Songs sind von einem jugendlichen Geist durchdrungen. Die mit Nelken geschmückte Schulball-Serenade "I'll Never Make It", die sternenklare Verliebtheit von "Is it Magic?", das erste Herbstlaub auf der Busfahrt zur Schule in "Living Inside" - sie alle beschwören einen Ort der Wärme und Sicherheit. Erklärungen wie "Don't Fade Out", "Let's Go Out On The Town" und "Use Your Love" stellen hohe Anforderungen an das Leben, um es zu verändern, bitten aber gleichzeitig darum, das zu bewahren, was uns als Menschen ausmacht. Clarke ringt mit einem Paradoxon: Die Freuden der Erfahrung können nicht ohne den Verlust der Unschuld gewonnen werden.
Die Autofenster sind heruntergelassen, die Luft ist warm, und die Möglichkeiten sind grenzenlos. Auf Cut Worms, dem neuen, selbstbetitelten Album des aus Brooklyn stammenden Max Clarke, setzt der Singer-Songwriter und Musiker seine Erkundung dessen fort, was er "Pop-Essentialismus" nennt. Indem er die goldenen Hits vergangener Tage für einen zeitlosen Doppel-A-Seiten-Sound ausgräbt, betrachtet er uralte Fragen durch eine moderne Linse. Hier lässt er das legendäre Studio und die gefragten Produzenten hinter sich und arbeitet mit einer Reihe von begabten Freunden und Kollaborateuren zusammen, um seinen eigenen Ansatz zu finden. Das Ergebnis ist eine kompakte Sammlung von Tagtraum-Hymnen, die zwischen den hoffnungsvollen Anfängen des Sommers und dem flüchtigen Ende der Saison angesiedelt sind. Anstatt das gesamte Album in einem Stück in einem Studio aufzunehmen, variierte Clarke seine Methoden. Drei der Songs wurden von Anfang bis Ende in seinem gemeinsamen Proberaum aufgenommen. "Don't Fade Out" und Living Inside" wurden in Brooklyn von Brian und Michael D'Addario von den Lemon Twigs aufgenommen, die bei diesen beiden Stücken auch Klavier bzw. Bass spielten. Weitere grundlegende Aufnahmen wurden von Rick Spataro (von der Indie-Folk-Band Florist) in seinem Studio Onlyness Analog im Hudson Valley gemacht, mit Beiträgen der langjährigen Live-Band Cut Worms - Keyboarder John Andrews, Bassist Keven Louis Lareau und Schlagzeuger Noah Bond (der bei allen drei Sessions mitwirkte). Die neun Songs sind von einem jugendlichen Geist durchdrungen. Die mit Nelken geschmückte Schulball-Serenade "I'll Never Make It", die sternenklare Verliebtheit von "Is it Magic?", das erste Herbstlaub auf der Busfahrt zur Schule in "Living Inside" - sie alle beschwören einen Ort der Wärme und Sicherheit. Erklärungen wie "Don't Fade Out", "Let's Go Out On The Town" und "Use Your Love" stellen hohe Anforderungen an das Leben, um es zu verändern, bitten aber gleichzeitig darum, das zu bewahren, was uns als Menschen ausmacht. Clarke ringt mit einem Paradoxon: Die Freuden der Erfahrung können nicht ohne den Verlust der Unschuld gewonnen werden.
Die Autofenster sind heruntergelassen, die Luft ist warm, und die Möglichkeiten sind grenzenlos. Auf Cut Worms, dem neuen, selbstbetitelten Album des aus Brooklyn stammenden Max Clarke, setzt der Singer-Songwriter und Musiker seine Erkundung dessen fort, was er "Pop-Essentialismus" nennt. Indem er die goldenen Hits vergangener Tage für einen zeitlosen Doppel-A-Seiten-Sound ausgräbt, betrachtet er uralte Fragen durch eine moderne Linse. Hier lässt er das legendäre Studio und die gefragten Produzenten hinter sich und arbeitet mit einer Reihe von begabten Freunden und Kollaborateuren zusammen, um seinen eigenen Ansatz zu finden. Das Ergebnis ist eine kompakte Sammlung von Tagtraum-Hymnen, die zwischen den hoffnungsvollen Anfängen des Sommers und dem flüchtigen Ende der Saison angesiedelt sind. Anstatt das gesamte Album in einem Stück in einem Studio aufzunehmen, variierte Clarke seine Methoden. Drei der Songs wurden von Anfang bis Ende in seinem gemeinsamen Proberaum aufgenommen. "Don't Fade Out" und Living Inside" wurden in Brooklyn von Brian und Michael D'Addario von den Lemon Twigs aufgenommen, die bei diesen beiden Stücken auch Klavier bzw. Bass spielten. Weitere grundlegende Aufnahmen wurden von Rick Spataro (von der Indie-Folk-Band Florist) in seinem Studio Onlyness Analog im Hudson Valley gemacht, mit Beiträgen der langjährigen Live-Band Cut Worms - Keyboarder John Andrews, Bassist Keven Louis Lareau und Schlagzeuger Noah Bond (der bei allen drei Sessions mitwirkte). Die neun Songs sind von einem jugendlichen Geist durchdrungen. Die mit Nelken geschmückte Schulball-Serenade "I'll Never Make It", die sternenklare Verliebtheit von "Is it Magic?", das erste Herbstlaub auf der Busfahrt zur Schule in "Living Inside" - sie alle beschwören einen Ort der Wärme und Sicherheit. Erklärungen wie "Don't Fade Out", "Let's Go Out On The Town" und "Use Your Love" stellen hohe Anforderungen an das Leben, um es zu verändern, bitten aber gleichzeitig darum, das zu bewahren, was uns als Menschen ausmacht. Clarke ringt mit einem Paradoxon: Die Freuden der Erfahrung können nicht ohne den Verlust der Unschuld gewonnen werden.
Wenn es ein einziges Wort gibt, um Saint Agnes zu beschreiben, dann ist es " Hingabe". Die vierköpfige Band aus dem Vereinigten Königreich steht für ehrliche Texte, raue Gesangsdarbietungen (von Frontfrau Kitty A. Austen) und wutentbrannte Musik, die denjenigen eine Stimme geben soll, die eher am Rande als in der Mitte stehen. Mehr Gang als Band, wollen Saint Agnes (römische Märtyrerin, Schutzpatronin für eine Reihe von Dingen, darunter auch Mädchen) diejenigen ermutigen, die geschlagen und verletzt wurden, sich aber weigern, sich niederzulegen, und das ist ein roter Faden, der sich durch "Bloodsuckers" zieht - das zweite Studioalbum von SA und ihr erstes für Spinefarm. Anfangend mit dem Titeltrack, ist dies ein genreübergreifendes Werk, das Elemente aus Metal, Punk, Industrial und Grunge aufnimmt, ohne an einen bestimmten Stil gebunden zu sein; die 11 Tracks kommen direkt von der Quelle, größtenteils selbst produziert und abgemischt (NIN-Kollaborateur Sean Bevan leiht seine Mixing-Fähigkeiten der zukünftigen Single / Video, 'Follow You'), und dieser in sich geschlossene Ansatz sorgt für ein zusätzliches emotionales Gewicht, mit Kerrang!-Coverstar Mimi Barks, die das Chaos auf dem kurzen, scharfen Schock, der 'Body Bag' ist, weiter anheizt.
Wenn es ein einziges Wort gibt, um Saint Agnes zu beschreiben, dann ist es " Hingabe". Die vierköpfige Band aus dem Vereinigten Königreich steht für ehrliche Texte, raue Gesangsdarbietungen (von Frontfrau Kitty A. Austen) und wutentbrannte Musik, die denjenigen eine Stimme geben soll, die eher am Rande als in der Mitte stehen. Mehr Gang als Band, wollen Saint Agnes (römische Märtyrerin, Schutzpatronin für eine Reihe von Dingen, darunter auch Mädchen) diejenigen ermutigen, die geschlagen und verletzt wurden, sich aber weigern, sich niederzulegen, und das ist ein roter Faden, der sich durch "Bloodsuckers" zieht - das zweite Studioalbum von SA und ihr erstes für Spinefarm. Anfangend mit dem Titeltrack, ist dies ein genreübergreifendes Werk, das Elemente aus Metal, Punk, Industrial und Grunge aufnimmt, ohne an einen bestimmten Stil gebunden zu sein; die 11 Tracks kommen direkt von der Quelle, größtenteils selbst produziert und abgemischt (NIN-Kollaborateur Sean Bevan leiht seine Mixing-Fähigkeiten der zukünftigen Single / Video, 'Follow You'), und dieser in sich geschlossene Ansatz sorgt für ein zusätzliches emotionales Gewicht, mit Kerrang!-Coverstar Mimi Barks, die das Chaos auf dem kurzen, scharfen Schock, der 'Body Bag' ist, weiter anheizt.
Penguin Cafe kündigen heute ihr fünftes Studioalbum Rain Before Seven... an, das am 7.Juli 2023 bei Erased Tapes erscheinen wird.
Eine zuversichtliche Grundstimmung durchzieht das fünfte Studioalbum von Penguin Cafe, Rain Before Seven…, wobei es sich keinesfalls um jenen extrem selbstbewussten, fast schon prahlerischen Optimismus handelt, sondern eher um so eine auf bescheidene Art hoffnungsvolle Grundhaltung, die man den Menschen auf der Insel ja häufiger nachsagt. Auch wenn alle Anzeichen das Gegenteil behaupten, spürt man hier sofort diese Gewissheit, dass sich alles doch noch irgendwie zum Guten wenden wird. Vermutlich zumindest.
Der Titel des Albums geht auf eine alte Bauernregel zurück, wobei die gereimte Vorhersage – „… fine before eleven“: ab 11 Uhr also wieder alles klar – auf ein baldiges gutes Ende hindeutet, vollkommen unabhängig davon, was die Wissenschaft sagt: „Ich habe diesen Spruch in einem Buch entdeckt. Davor hatte ich ihn noch nie gehört“, erzählt Arthur Jeffes, der Kopf von Penguin Cafe. „Er hat so einen dezent optimistischen Beigeschmack, und das gefällt mir sehr. Man verwendet ihn heutzutage kaum noch, aber der Reim beschreibt tatsächlich Wetterphänomene in England, die vom Atlantik aus über die Insel ziehen.“
Angefangen beim leinwandgroßen und schwärmerischen Eröffnungstitel „Welcome to London“, der mit einem Augenzwinkern auf Morricone anspielt, bis hin zum „Goldfinch Yodel“, jenem „Maibaum-Banger“ (um es mit Arthurs Worten zu sagen), mit dem das neue Album ausklingt, zieht sich ein angenehmes Gefühl von Leichtigkeit und Lebensmut durch den Longplayer, unterfüttert mit der Ausgelassenheit exotischer Rhythmen. Alles wirkt spielerisch und verspielt, und selbst der Titel ist eine Anspielung – auf A Matter of Life… aus dem Jahr 2011, der letzten Veröffentlichung, deren Titel in eine Ellipse mündete Jenes Debütalbum von Penguin Cafe diente einst als Bindeglied und Brücke – zwischen dem legendären Penguin Cafe Orchestra, das einst Arthurs Vater Simon Jeffes leitete, und dem gefeierten Nachfolger, als dessen Mastermind seither Arthur verantwortlich zeichnet.
„Ich glaube, das wirklich Neue an seinem Ansatz bestand darin, spannende und schräge Ideen zu nehmen – und dann seltsame Dinge damit anzustellen“, meint Arthur, „dabei aber konstant im Blick zu haben, dass es hinterher auch schön klingt und emotional ansprechend bleibt.“ Dieses Ethos lebt weiter in der Musik von Penguin Cafe: „Dazu haben wir uns entschlossen, als ich daran anknüpfte, schließlich spielen wir die Sachen meines Vaters und machen dazu auch neue Musik, die im selben Klanguniversum angesiedelt ist. Das bedeutet, dass ich gewissermaßen moralisch dazu verpflichtet bin, den ursprünglichen roten Faden im Auge zu behalten – und dafür zu sorgen, dass wir nicht plötzlich in Richtung Thrash-Metal abbiegen.“
Dennoch waren die rhythmischen Elemente, die zum Teil sogar an elektronische Sounds erinnern, noch nie so präsent und tonangebend wie auf Rain Before Seven…, was durchaus auch dem Co-Produzenten Robert Raths geschuldet ist. „Find Your Feet“ etwa hat ein Beat-Fundament, das weit über einen bloßen Pulsschlag hinausgeht. Abgemischt von Tom Chichester-Clark, blitzt an Stellen wie diesen etwas auf, das Arthur selbst als „fast schon elektronischen Vibe“ bezeichnet, um dann ganz aufgeregt zu ergänzen: „Es geht vor allem auch einfach ums Spaßhaben, was auf den letzten drei Alben nicht so zu hören war.” Extrem ausgelassen klingt auch „In Re Budd“, das dem verstorbenen Ambient-Urgestein Harold Budd gewidmet ist. Arthur erfuhr von dessen Tod an jenem Tag, als er diesen feierlichen Ohrwurm komponierte, dessen Synkopen deutlich komplexer sind, als sie auf den ersten Blick wirken. Auf einem präparierten Klavier gespielt, wobei die Filzstücke dem Track zusätzlichen Bounce verleihen, setzt Jeffes hier auf einen Afro Cuban Cafe-Vibe – was wunderbar zum widerspenstigen Geist des verstorbenen Budd passt.
Und schließlich wäre da noch das bereits erwähnte „Welcome to London“, das seinen Titel erhielt, als sich die Welt gerade wieder zu öffnen begann und die Menschen auch wieder Fernreisen antreten durften. Jeffes, der somit nach langer Zeit endlich wieder einen Fuß auf britischen Boden setzen konnte, war sofort beeindruckt von filmischen Soundtrack-Qualitäten (à la John Barry) dieses Stücks, als er mit dem Taxi von Heathrow nach West-London fuhr und zur Musik die opulente, in Dämmerungslicht getauchte Metropolenkulisse auf sich wirken ließ. Hier kann man deutlich die eingangs erwähnte Zuversicht raushören – und dazu vielleicht auch einen Hauch von bissiger Ironie: „Robert Raths hat der Sache noch eine Nuance hinzugefügt, die ich interessant finde, weil doch so viele Londoner ursprünglich gar nicht aus London stammen. Man schlägt also in London als Zugezogener auf, man weiß noch nicht, zu welchem Lager man sich zugehörig fühlen soll, und dann wird man auf der Straße überfallen und ausgeraubt – und in dem Licht betrachtet, hat dieses ‘Welcome to London’ doch einen eher sarkastischen Beigeschmack.“
- A1: Introduction (A Bit More Of Green)
- A2: Thats Human Bondage
- A3: True Face In Everyone
- A4: Flowers That Fade In My Hand
- A5: Reflections Of A Shadow
- B1: Can't Get Out
- B2: Waiting For The Moon
- B3: Faith
- B4: Saddle The Wind
- B5: Dust
- C1: Nobody Knows
- C2: Wild Seed
- C3: Woman
- C4: Ashes
- C5: Bottlefield
- C6: What's Up
- D1: This Thing
- D2: Leave Me Alone
- D3: Nerves
- D4: In The End
- D5: The Grip
1985 war das Jahr, in dem der Grundstein für die Karriere einer Band gelegt wurde, die auch fast 35 Jahre danach noch genau so aktiv ist, wie am ersten Tag. Die Rede ist natürlich von RAGE, die zunächst 1984 als AVENGER gestartet sind, bevor es dann zur Umbenennung kam.
Nun werden die legendären Alben der Herner Metal-Legende mit etlichen bisher unveröffentlichten Titeln auf Doppel-LPs neu veröffentlicht.
„Reflections Of A Shadow“ (1990) gilt bis heute als eines der am meisten unterschätzten Alben der Band. Die Neuauflage enthält neben dem regulären Album, die Titel der damaligen EP "Extended Power" und etliche unveröffentlichte Bonus-Titel, die aus der Aufnahme-Session des Albums stammen. Ein absolutes Muss für alle RAGE-Heads!
If you are a death metal fan, GRACELESS shouldn’t need an introduction. Three full lengths and two split EPs have granted the Dutch ensemble a respectable reputation across the globe. Closer to home, the four piece has played countless live shows since their 2016 inception. The rock solid line up -unchanged since day one- has delivered ferocious, high energy live performances at Eindhoven Metal Meeting, Into the Grave, Party San Metal Open Air, Ruhrpott Metal Meeting, Stonehenge, SDF2021 and many more festivals and clubs. Joining forces with LISTENABLE RECORDS in 2023 is the next thundering milestone for GRACELESS. Tirelessly working on their fourth full-length, the next chapter for GRACELESS will be another step deeper into the abyss that started with Shadowlands (2018), via Where Vultures Know Your Name (2020), to Chants from Purgatory (2022). For fans of DEATH, ASPHYX, GOREFEST, BOLT THROWER, AMON AMARTH, BLOODBATH
- A1: Religiously
- A2: Warzone
- A3: Fix’n To Break
- A4: Forget About You
- B1: Chase Her
- B2: Fall In Love
- B3: You Don’t Want That Smoke
- B4: Found Your Love
- C1: Rock And A Hard Place
- C2: Other Side Of Lettin’ Go
- C3: Pain Won’t Last
- C4: Where It Ends
- D1: God's Gonna Cut You Down
- D2: Fadeaway
- D3: Get To Gettin' Gone
- D4: Is This Really Over
INTRO
Bailey Zimmerman is fast becoming one of the hottest properties in music, after his debut EP, Leave The Light On was the biggest streaming country debut ever and the most streamed US debut in all genres in 2022.
Religiously includes the current U.S. Top 5 single Rock And A Hard Place and the Platinum no. 1 single Fall In Love. Bailey is opening on Morgan Wallen’s massive ‘One Night at a Time’ tour this summer. Over 1.5 Billion global streams to date.
If you are a death metal fan, GRACELESS shouldn’t need an introduction. Three full lengths and two split EPs have granted the Dutch ensemble a respectable reputation across the globe. Closer to home, the four piece has played countless live shows since their 2016 inception. The rock solid line up -unchanged since day one- has delivered ferocious, high energy live performances at Eindhoven Metal Meeting, Into the Grave, Party San Metal Open Air, Ruhrpott Metal Meeting, Stonehenge, SDF2021 and many more festivals and clubs. Joining forces with LISTENABLE RECORDS in 2023 is the next thundering milestone for GRACELESS. Tirelessly working on their fourth full-length, the next chapter for GRACELESS will be another step deeper into the abyss that started with Shadowlands (2018), via Where Vultures Know Your Name (2020), to Chants from Purgatory (2022). For fans of DEATH, ASPHYX, GOREFEST, BOLT THROWER, AMON AMARTH, BLOODBATH
6 track EP from the collaborative project of Danny Goligier Shall Not Fade, Dirtybird, Boiler Room, Even The Strong and James Thomas; DiGJiT.
Five years after the release of ‘Luyando’, Zimbabwe’s most celebrated music export returns with their long-awaited follow-up album ‘Tusona: Tracings in the Sand’. The six musicians from Victoria Falls are refining their unique sound: infectious Afro grooves deeply connected to Zimbabwe’s cultural DNA. ‘Tusana’ is their most danceable album to date, a DIY production recorded in Zimbabwe. It features horns by Ghanaian highlife outfit Santrofi.
Every Sunday, there is a gathering in the sweltering heat on grounds of an old local beer hall in the Chinotimba township in Mosi-o-Tunya (Victoria Falls). Entertainment is provided by various traditional groups including the Luvale Makisi masquerade. It is a day full of singing, drumming, dancing and storytelling. Mokoomba’s lead vocalist Mathias Muzaza can often be found here singing with a voice both soaring and vulnerable. In the course of the afternoon the other band members - guitarist Trustworth Samende, bass player Abundance Mutori, keyboard player Phathisani Moyo, percussionist Miti Mugande and drummer Ndaba Coster Moyo - often join in with singing. The drum driven song “Bakalubale” featured on their new album invites you to this gathering.
Mokoomba recorded ‘Tusona: Tracings in the Sand’, the follow-up album to ‘Luyando’ (2017, Outhere), in Zimbabwe during the pandemic. Instead of working with outside producers like Manou Gallo or Steve Dyer as they have in the past, this album was entirely recorded in a DIY fashion by Mokoomba. The collective from Zimbabwe put in all the experiences made over the previous years and have forged their music into a unique Zimbabwean sound. On popular demand from their fans in Zimbabwe they have even re-recorded three songs from their last more acoustic album ‘Luyando’ turning them into dancehall bangers (featured on the CD and digital versions of the album). In short, this album is more Mokoomba than any of the ones before.
On the album Mokoomba are singing about love, loss, courage in a changing society. The first single “Nzara Hapana” means “no money” in Shona. The song talks about a man who wants to ensure the future of his wife and family and is trying to protect them against the greed of his relatives. The danceable up-tempo song “Nyansola” praises the goddess of harvest and asks her for rain. “Makisi” is sung in Luvale. It celebrates the beauty of the initiation ceremony for which the whole community comes together. “Manina” is a song about losing a loved one. It was written during the pandemic and features the young singer Ulethu from Harare. Mokoomba sing in many different local languages. Their songs are in Tonga, Luvale, Shona, Nyanja and even Lingala used in “Makolo” when they team up with Congolese singer Desolo B. (The album also features horns by Nobert Wonkyi Arthur (trumpet), Bernard Gyamfi (trombone) and Emmanuel Arthur (sax) from Ghanaian highlife outfit Santrofi.)
The title of the album is a nod towards their immense respect for tradition. ‘Tusona’ refers to an ancient system of signs and symbols, drawn in the sand and used for instruction during initiation ceremonies by the Luvale in Southern Africa. Another important part of the Mukanda initiation ceremony is the incredible Makisi masquerade. Since 2008 the Makisi dances are on the UNESCO list of intangible heritage. The Makisi are masked characters, representing the spirit of deceased ancestors. During the yearly initiation ceremony the Makisi return to the living world to teach the young children to become responsible adults among the Lubale people of Southern Africa. In the last decade the interest - especially among the young people – has faded and the Makisi dances have nearly died out.
“Our inspiration comes from these gatherings”, Trustworth Samende explains, “from listening to and playing pure traditional music with everyone in the township. We then add influences from music that we listened to in our homes growing up and the sounds we experience travelling around the world.” It is the connection with the cultures around them that gives Mokoomba’s music its spiritual power. When you hear Mathias Muzaza singing and you watch closely, you will see the music carrying him away to a different sphere, a place where he is singing with the ancestors. Only a split second later though Trust Samende’s sparkling guitar riffs kick in, blending Congolese influences from neighbouring Kasai with Zamrock and Mbira inspired Chimurenga music, making you want to hit the dancefloor. It is this unique blend of local musical styles with contemporary dance music that is at the heart of Mokoomba’s music. The strong reference to tradition is also reflected in the cover illustration by young Zimbabwean visual artist Lomedy Mhako.
It has been nearly 10 years since this young energetic band from Zimbabwe has exploded onto the international music scene. Since then they have shared their music with fans all over the world: Mokoomba have performed in over 40 countries, rocking audiences in places like Roskilde festival (Denmark), WOMAD festival (UK), Sziget festival (Hungary), SXSW (USA), Apollo Theatre (New York) to name but a few.
Like anywhere in the world Africa’s musical output has become more and more producer based. Mokoomba are the living proof that Africa’s great guitar band heritage is well alive and ready to set any dancefloor on fire. Most important though is that deep below the surface of Mokoomba’s sound - flowing like the Zambezi River - you can still hear the heartbeat and the rhythm of a community connected by its music. Like ‘Tusona’, it is a source of rejuvenation, resilience and strength in these changing times. May the tracings in the sand not fade.
Neue Auflage auf weißem Vinyl des 2013er Albums des englischen Ambient-Folk-Künstlers Jerome Alexander (aka Message To Bears, HIN, J.R. Alexander), das nach 3 Alben bei Dead Pilot Records in limitierte Auflage im Eigenvertrieb erschien. Mit seiner eigenwilligen und bezaubernden Mischung aus Folk, Ambient-Electronica und ätherischen Vocals teilt sich Jerome Alexander bereits mit Neoklassik-Größen wie Nils Frahm und Ólafur Arnalds.
Mit 'Eye On The Bat' entfesseln Palehound eine klangliche Tour de Force, die ihren Status als einer der aufregendsten Indie-Rock-Acts festigt. Aufgenommen mit Sam Owens (Big Thief, Cass McCombs) ist die neue LP ein atemberaubendes Schaufenster ihrer künstlerischen Entwicklung mit einer erstaunlichen Menge neuer Songs, die vor Energie, Verletzlichkeit und rohen Emotionen strotzen. Von explosiven Gitarrenriffs über donnernde Drums bis zu El Kempners unverkennbarem Gesang ist 'Eye On The Bat' das aufregendste Werk, das Palehound bisher gemacht haben. Seine scharfen und introspektiven Texte erforschen Themen der Selbstfindung, Angst und Ermächtigung und fügen der kompromisslosen Vision des Albums eine Ebene von Tiefe und Nuancen hinzu.
The very definition of ‘70s soulful jazz, Where I’m Coming From has all the hallmarks of Prestige Records at its finest, with an all-star cast of sidemen (The legendary Idris Muhammad! Hello to Madlib’s uncle, Jon Faddis! Greetings to the funky flute of Hubert Laws!) recorded at Van Gelder’s studio and packed with down and dirty grooves top to bottom. From the opening cover of Stevie Wonder’s “Superstition” through to the low-slung original headnodder “Where I’m Coming From,” with stops along the way for dips into the catalogs of Curtis Mayfield (“Give Me Your Love”), Marvin Gaye (“Trouble Man”) and the Four Tops (“Keeper Of The Castle”), Leon Spencer’s rippling organ lines sear this prime example of groove jazz. This 180-gram reissue of Where I’m Coming From! was cut from the original analog tapes by Kevin Gray and pressed at RTI, and comes packaged in a tip-on jacket.
"Released in May 1986 on SST Records and Blast First! in the UK, EVOL was the third studio album by Sonic Youth and showed the first signs of the band transforming their No Wave past into a greater alt-rock sensibility. “EVOL … marks the true departure point of Sonic Youth’s musical evolution,” noted Pitchfork, “In measured increments, Thurston Moore and Lee Ranaldo … bring form to the formless, tune to the tuneless, and with the help of Steve Shelley’s drums…, impose melody and composition on their trademark dissonance.” ""If Daydream Nation is Sonic Youth’s opus, EVOL was crucial research. There’s a directness that makes everything feel close. It is pure tension with little release. The entire record is a shadow." Stereogum likewise praised the album as one, “full of suspense…, the cornerstone Nico-evoking monotone [by Kim Gordon]. ‘In The Kingdom #19,’ featuring Mike Watt on bass and … vocals [by Ranaldo]…, is a harrowing story of a highway wreck over a suitably edgy instrumental backing punctuated by … live firecrackers in the vocal booth.” For Popstache, “EVOL slithers into the unconscious. Once the....detuned melodies and haunting riffs and final whispers of feedback depart from the speakers… the music [leaves] a faded footprint, forever reeling the listener back for another strange trip.” // “The seeds of greatness…” Pitchfork (who placed the album #31 of the Top 100 Albums of The 1980s) // “A near-masterpiece.” Trouser Press // “A stunningly fluent mixture of avant-garde instrumentation and subversions of rock’n’roll.” All Music Guide"
Penguin Cafe kündigen heute ihr fünftes Studioalbum Rain Before Seven... an, das am 7.Juli 2023 bei Erased Tapes erscheinen wird.
Eine zuversichtliche Grundstimmung durchzieht das fünfte Studioalbum von Penguin Cafe, Rain Before Seven…, wobei es sich keinesfalls um jenen extrem selbstbewussten, fast schon prahlerischen Optimismus handelt, sondern eher um so eine auf bescheidene Art hoffnungsvolle Grundhaltung, die man den Menschen auf der Insel ja häufiger nachsagt. Auch wenn alle Anzeichen das Gegenteil behaupten, spürt man hier sofort diese Gewissheit, dass sich alles doch noch irgendwie zum Guten wenden wird. Vermutlich zumindest.
Der Titel des Albums geht auf eine alte Bauernregel zurück, wobei die gereimte Vorhersage – „… fine before eleven“: ab 11 Uhr also wieder alles klar – auf ein baldiges gutes Ende hindeutet, vollkommen unabhängig davon, was die Wissenschaft sagt: „Ich habe diesen Spruch in einem Buch entdeckt. Davor hatte ich ihn noch nie gehört“, erzählt Arthur Jeffes, der Kopf von Penguin Cafe. „Er hat so einen dezent optimistischen Beigeschmack, und das gefällt mir sehr. Man verwendet ihn heutzutage kaum noch, aber der Reim beschreibt tatsächlich Wetterphänomene in England, die vom Atlantik aus über die Insel ziehen.“
Angefangen beim leinwandgroßen und schwärmerischen Eröffnungstitel „Welcome to London“, der mit einem Augenzwinkern auf Morricone anspielt, bis hin zum „Goldfinch Yodel“, jenem „Maibaum-Banger“ (um es mit Arthurs Worten zu sagen), mit dem das neue Album ausklingt, zieht sich ein angenehmes Gefühl von Leichtigkeit und Lebensmut durch den Longplayer, unterfüttert mit der Ausgelassenheit exotischer Rhythmen. Alles wirkt spielerisch und verspielt, und selbst der Titel ist eine Anspielung – auf A Matter of Life… aus dem Jahr 2011, der letzten Veröffentlichung, deren Titel in eine Ellipse mündete Jenes Debütalbum von Penguin Cafe diente einst als Bindeglied und Brücke – zwischen dem legendären Penguin Cafe Orchestra, das einst Arthurs Vater Simon Jeffes leitete, und dem gefeierten Nachfolger, als dessen Mastermind seither Arthur verantwortlich zeichnet.
„Ich glaube, das wirklich Neue an seinem Ansatz bestand darin, spannende und schräge Ideen zu nehmen – und dann seltsame Dinge damit anzustellen“, meint Arthur, „dabei aber konstant im Blick zu haben, dass es hinterher auch schön klingt und emotional ansprechend bleibt.“ Dieses Ethos lebt weiter in der Musik von Penguin Cafe: „Dazu haben wir uns entschlossen, als ich daran anknüpfte, schließlich spielen wir die Sachen meines Vaters und machen dazu auch neue Musik, die im selben Klanguniversum angesiedelt ist. Das bedeutet, dass ich gewissermaßen moralisch dazu verpflichtet bin, den ursprünglichen roten Faden im Auge zu behalten – und dafür zu sorgen, dass wir nicht plötzlich in Richtung Thrash-Metal abbiegen.“
Dennoch waren die rhythmischen Elemente, die zum Teil sogar an elektronische Sounds erinnern, noch nie so präsent und tonangebend wie auf Rain Before Seven…, was durchaus auch dem Co-Produzenten Robert Raths geschuldet ist. „Find Your Feet“ etwa hat ein Beat-Fundament, das weit über einen bloßen Pulsschlag hinausgeht. Abgemischt von Tom Chichester-Clark, blitzt an Stellen wie diesen etwas auf, das Arthur selbst als „fast schon elektronischen Vibe“ bezeichnet, um dann ganz aufgeregt zu ergänzen: „Es geht vor allem auch einfach ums Spaßhaben, was auf den letzten drei Alben nicht so zu hören war.” Extrem ausgelassen klingt auch „In Re Budd“, das dem verstorbenen Ambient-Urgestein Harold Budd gewidmet ist. Arthur erfuhr von dessen Tod an jenem Tag, als er diesen feierlichen Ohrwurm komponierte, dessen Synkopen deutlich komplexer sind, als sie auf den ersten Blick wirken. Auf einem präparierten Klavier gespielt, wobei die Filzstücke dem Track zusätzlichen Bounce verleihen, setzt Jeffes hier auf einen Afro Cuban Cafe-Vibe – was wunderbar zum widerspenstigen Geist des verstorbenen Budd passt.
Und schließlich wäre da noch das bereits erwähnte „Welcome to London“, das seinen Titel erhielt, als sich die Welt gerade wieder zu öffnen begann und die Menschen auch wieder Fernreisen antreten durften. Jeffes, der somit nach langer Zeit endlich wieder einen Fuß auf britischen Boden setzen konnte, war sofort beeindruckt von filmischen Soundtrack-Qualitäten (à la John Barry) dieses Stücks, als er mit dem Taxi von Heathrow nach West-London fuhr und zur Musik die opulente, in Dämmerungslicht getauchte Metropolenkulisse auf sich wirken ließ. Hier kann man deutlich die eingangs erwähnte Zuversicht raushören – und dazu vielleicht auch einen Hauch von bissiger Ironie: „Robert Raths hat der Sache noch eine Nuance hinzugefügt, die ich interessant finde, weil doch so viele Londoner ursprünglich gar nicht aus London stammen. Man schlägt also in London als Zugezogener auf, man weiß noch nicht, zu welchem Lager man sich zugehörig fühlen soll, und dann wird man auf der Straße überfallen und ausgeraubt – und in dem Licht betrachtet, hat dieses ‘Welcome to London’ doch einen eher sarkastischen Beigeschmack.“



















