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Floating Points - Crush

Floating Points

Crush

12inchZEN259
Ninja Tune
17.10.2019

Die besten musikalischen Außenseiter sitzen nie lange still. Sie mutieren stetig, verwandeln sich in neue Formen und weigern sich, in Schubladen gesteckt zu werden. Floating Points hat so viele Gestalten, dass es ohnehin nicht einfach ist, ihn irgendwie einzuordnen. Da ist zum einen der Komponist, dessen Debütalbum „Elaenia“ im Jahr 2015 begeisterte Kritiken erhielt, darunter als Pitchforks „Best New Music“ und Resident Advisor's „Album of the Year“ - und ihn von den Tanzflächen auf die Festivalbühnen weltweit brachte. Dann ist da wiederum der Kurator, dessen Plattenlabels gefühlvolle neue Klänge in den Club gebracht haben, und der auf seinem geschätzten Imprint Melodies International alte Klänge wieder zum Vorschein gebracht hat. Ferner ist da der Traditionalist, der Disco-Typ, der Maschinenmusik macht, der Digger, der stets auf der Suche nach unentdeckten Edelsteinen zwecks Wiederveröffentlichung ist. Und dann ist da noch der DJ, dessen offener und zugleich mutiger Umgang mit dem Genre ihn einst ein 20-minütiges Instrumental des Spiritual-Jazz-Saxophonisten Pharoah Sanders im Berghain spielen ließ.

Nach der Veröffentlichung seiner Zusammenstellung von funkelnder, analoger Ambient- und Atmosphärenmusik für die geschätzte „Late Night Tales“-Reihe, stellt Floating Points' erstes Album seit vier Jahren, „Crush“, alles, was man über ihn zu wissen meint, wieder auf den Kopf. Nicht minder als ein knallender Donnerschlag elektronischen Experimentalismus’, dessen Titel auf den langsam überkochenden Schnellkochtopf anspielt, den die aktuelle politische Gemengelage in der Welt suggeriert, in der wir uns derzeit befinden. So hat Shepherd einige seiner bisher härtesten und treibendsten Tracks produziert, mit Blick auf die britische Bass-Szene (aus der er in den späten 2000er Jahren selbst hervorgegangen ist), wie beispielsweise die zuvor veröffentlichte markante Lead-Single „LesAlpx“ (Pitchforks „Best New Track“). Auf „Crush“ sind allerdings auch einige seiner ausdrucksstärksten Songs zu finden: seine charakteristische Melancholie ist in den erhabeneren, sanfteren Momenten des Albums oder im Buchla-Synthesizer zu finden, dessen unheimliche Modulation das Album prägt.

Sein neues Album fühlt sich augenblicklich an - und lebendig. Es ist der Klang der vielen Seiten von Floating Points, die schließlich miteinander verschmelzen. Es bezieht sich auf die „explosiven“ Momente während seiner Sets, die normalerweise auftreten, wenn er unerwartete Genres zusammenwirft, aus dem ganz einfachen Grund, weil er sich darüber freut, diese Platte „jetzt wirklich laut hören zu können“ und dann die Nadel aufsetzt. Es ist „genau wie das, was passiert, wenn man zu Hause mit seinen Freunden Musik spielt und diese sich überall im Raum ausbreitet.“, erklärt er.

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Floating Points, Pharoah Sanders - Promises (2x12")

Promises is an extraordinary, collaborative album by the electronic giant Floating Points and saxophone titan Pharoah Sanders. The album features the London Symphony Orchestra and cover art by the acclaimed American artist, Julie Mehretu. Five years in the making, it will be released on Luaka Bop, March 26, 2021. The album is composed and engineered by Sam Shepherd aka Floating Points, who's second album Crush earned Best New Music from Pitchfork and a major feature in the New York Times, and placed him on several 2019 critics lists. His debut album Elaenia, released by Luaka Bop, was another Best New Music pick and hailed as one of the best debuts of the decade. It is also the release that made Pharoah Sanders want to work with him in the first place. A restless, ever- evolving producer and composer, Shepherd has toured with the xx, and also holds a doctorate in neuroscience. For Pharoah Sanders, who recently turned 80, this is a rare outing and his first album in fifteen years. One of the last icons of his generation, Pharoah performed with John Coltrane on his late-career free jazz masterpieces, and released a string of expansive recordings under his own name for the Impulse! label which have been cited as a pivotal influence by everyone from The Stooges to Marvin Gaye. Most recently, he was featured in a 2020 Supreme campaign. The music unfurls, patiently, over nine movements, and 46 ever-undulating minutes. It's a work of pure feeling, like no other record you'll hear this or any other year.

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Floating Points - Cascade LP 2x12"

Sam Shepherd alias Floating Points hat heute angekündigt, dass sein neues Album, „Cascade“, am 13. September 2024 via Ninja Tune erscheint.

„Cascade“ ist eine Eruption unvollendeter Angelegenheiten. Ende 2022 fand sich Shepherd, der dafür bekannt ist, so frei zwischen den Genres zu wechseln, wie es sein Künstlername andeutet, in der kalifornischen Wüste wieder, um an etwas Neuem zu arbeiten. „Mere Mortals“, seine erste Ballettmusik, die in Zusammenarbeit mit dem San Francisco Ballet entstand, sollte eine Kollision von Klang und Tanz sein, die die antike Parabel von Pandora durch das Prisma der Technologie erforscht. Auf „Promises“, seinem Vorgängeralbum, das 2021 veröffentlicht wurde, tauschte er seine typischen modularen Synthesizer-Teppiche und komplizierten Drum-Patterns gegen luftige Traumlandschaften aus, die er mit dem legendären Saxophonisten, Pharoah Sanders, und dem London Symphony Orchestra entwickelte. Diese Zusammenarbeit war so beliebt, dass eine Mercury Prize-Nominierung und ein ausverkauftes Konzert im Hollywood Bowl im September 2023 folgten. Zwischen diesen Projekten und einem bevorstehenden Anime-Score für Adult Swim, könnte es von außen betrachtet so aussehen, als ob Shepherd die Tanzfläche für immer verlassen würde. Aber während er tagsüber an seiner Ballettmusik schrieb, sehnte er sich nachts nach der schweißtreibenden Gemeinschaft einer Tanzfläche. Nach der pulsierenden Unbekümmertheit der elektronischen Musik. Im November 2019 veröffentlichte Shepherd sein von Kritiker:innen hochgelobtes zweites Studioalbum, „Crush“. „Cascade“ wurde als Nachfolger:in von „Crush“ konzipiert, um Album (und Publikum) die Möglichkeit zu geben, Floating Points noch einmal in seiner traditionellen Form auf einer Tanzfläche zu erleben: voller Buchla-Rhythmen, glitchenden Melodien, die einen Raum voller wogender Körper verzaubern. Die neun Songs dürfen bis zu acht Minuten am Stück schwelen und funken, was eine weitreichendere Erkundung von Sounds und Grooves als zuvor ermöglicht. Fast ein Jahrzehnt nach seinem vielbeachteten Debütalbum, „Elaenia“, hat der Komponist Wege gefunden, seine Experimente außerhalb der Clubmusik nahtlos in seine für die Tanzfläche konzipierte Musik einzubinden.

a A1. Vocoder Club Mix

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Elkka - Prism Of Pleasure LP

„Prism Of Pleasure“ wurde in 18 Monaten geschrieben und fasst Elkkas Wesen als eine LGBTQI+-Künstler:in zusammen, die Freiheit und Sinnlichkeit in den Vordergrund ihrer Arbeit stellt. Das war nicht immer so: Geboren und aufgewachsen in Südwales, wo es so gut wie keine Queer-Community in ihrer unmittelbaren Umgebung gab, musste Elkka ihre Identität langsam und neugierig zusammensetzen und dabei allmählich zu sich selbst finden. Nachdem sie sich geoutet hatte und in ihren 20ern nach London zog, begann die Musikerin mit dem Auflegen, Schreiben und Produzieren, was schließlich dazu führte, dass sie ihr eigenes Plattenlabel, femme culture, gründete und ihre eigenen queeren Clubnächte veranstaltete. „Prism Of Pleasure“ ist wie ein weiblicher Blick in einen dampfenden Raum voller Wunder (ein Konzept, das sich wunderbar im pinkfarbenen Albumcover widerspiegelt, das von Elkkas Frau und langjähriger kreativer Mitarbeiterin Alex Lambert fotografiert wurde), das sich um den Begriff der queeren Intimität dreht. Von den sanften, seidigen Vocals von „Crushhh“ bis zu den sich langsam entwickelnden, gehauchten Beats von „Your Skin“ („I'm breathing you in, I want to taste every inch of your skin“) und den gleichmäßigen, wogenden Synthesizer-Mustern von „surrender2me“ entfaltet sich „Prism Of Pleasure“ wie ein Patchwork aus schweißtreibenden Nächten, emotionaler Verbundenheit und versteckten Freuden. Elkka wurde von vielen Kolleg:innen unterstützt, darunter Four Tet, Floating Points, TSHA, Caribou, Sofia Kourtesis, Jon Hopkins, Ben UFO und SHERELLE, und gewann kürzlich einen AIM Award in der Kategorie „Bester Remix“ für ihre Überarbeitung von Ela Minus' „Megapunk“. Letztes Jahr veröffentlichte Elkka eine 4-Track-EP mit energiegeladenen Club-Tools unter dem Titel „DJ Friendly“ und trug auch zur bahnbrechenden DJ-Kicks-Reihe mit einem fesselnden Mix bei, der ihre Liebe zu Frauen und der LGBTQI+-Dance-Community zum Ausdruck brachte, zu der Elkka gehört und regelmäßig in intimen Räumen und auf Queer-Partys wie in der Panorama Bar und FEEL IT auftritt.

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Last In: 22 months ago
Jose Mauro - Obnoxius

Jose Mauro

Obnoxius

12inchFARO191LP
FAR OUT RECORDINGS
13.09.2021

Far Out Recordings presents the peerless and criminally undervalued Quartin catalogue, beginning with the reissue of Jose Mauro’s forgotten masterpiece Obnoxius. Over the course of the 60s, Roberto Quartin released more than 20 albums in Brazil on his label Forma, by artists including the likes of Eumir Deodato and Quateto Em Cy. Selling the rights of Forma to Polygram in 1969, Quartin struck out for pastures new at the dawn of the 1970s with the launch of his self-titled label. Significant works and high-water marks for Brazilian music overall followed in that decade’s first year, with Victor Assis Brasil Plays Antonio Carlos Jobim and the aforementioned Obnoxius. These singular gems in Brazilian music, difficult to categorise yet compellingly haunting, have for too long gone unheard.

Today, very little is known about Jose Mauro and as a result those searching for some kind of insight on the man behind the music must attempt to glean what they can from the music itself. One rumour claims he died in a car accident shortly before the album’s release, a fact that could have lent his brief musical career a touch of mythology were it not for how scant the details concerning any other aspects of his life are. The political turmoil from which the album emerged is significant also; recorded during an era of oppressive state censorship, the album, like all the Quartin catalogue, is the result of steadfast defiance in the face of a crushing military dictatorship. While many musicians of the era fled the country, preferring their prospects in the affluent, liberated USA, rebellious, young musicians like Mauro chose to stay and reflect their anger at the authorities through thinly veiled protest songs such as the stirring ‘Apocalipse’. Herein lies the basis for a more dramatic theory; that Mauro was in fact abducted by the military! Whatever the truth, the mystery remains unsolved, and all that remains is his bewitching music, all of which is composed by Mauro and Ana Maria Bahiana. Production on the record was cancelled after Mauro’s death and it was never sold commercially until its rerelease decades later. What appeal does Mauro’s music hold to today’s listeners, forty-something years removed from its conception? Simply put, there is very little else that sounds much like it all. Take the title track of ‘Obnoxius’. A wholly singular piece of music, blending string-drenched melancholia with orchestral pomp, sunny psychedelic strumming with propulsive percussion, topped off with Mauro’s yearning vocals. The result is indicative of Mauro’s unique blend of sounds from Latin Jazz and samba to psychedelic folk and baroque orchestration.

Today, Obnoxius retains its strange, otherworldly appeal – A firm favourite amongst a small circle of deep diggers including Madlib, Gilles Peterson, Floating Points. Jose Mauro’s mournful and melancholic vocals create a dark, brooding atmosphere that stands in contrast to the usual joyfulness and high-spirited rhythm of the more prominent Brazilian music of the era. Despite this air of foreboding, Mauro’s confident baritones, chord patterns and sumptuous arrangements have the ability to induce in the listener an almost trance-like state of ecstasy. Mauro’s long hidden masterpiece, a complex and uniquely stunning work is being offered the chance to be heard by the wider audience it has always deserved. A second Jose Mauro release, A Viagem Des Horas, compiling more incredible tracks unreleased in Mauro’s lifetime, will follow, alongside other unreleased jewels from the Quartin catalogue, from the likes of Piri and Victor Assis Brasil…

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