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Reinhard Voigt - Rachanee

Reinhard Voigt

Rachanee

12inchKOM320
Kompakt
08.12.2014

Die langerwartete Rückkehr eines Kompakt-Pioniers steht ins Haus: endlich präsentiert REINHARD VOIGT mit RACHANEE neues Solo-Material - das erste 12'-Release unter eigenem Namen seit ALL IN von 2007 (KOMPAKT 168). Zwei beeindruckende Techno-Stücke rangeln hier um die Führungsspitze im Frequenzbereich, erfolgreich die altbewährten Methodiken des Künstlers aufbohrend für eine zeitgenössische Meute am Rande des Abhebens.

Was erste Eindrücke angeht, sammelt der Opener und Titeltrack RACHANEE bereits in den ersten paar Sekunden eifrig Punkte, dank des inspirierten Einsatzes eines hypnotischen Vocalsamples. Eine Lektion in griffigem Minimalismus, ist es vor allem dieser wogende Stimmschnipsel, der den Hörer ins Geschehen zieht - gefolgt von einer stoischen, aber überraschend funkigen Bassline deren Sex-Appeal eindeutig in ihrer Einfachheit liegt. Die DNA des Tracks weist ihn als Verwandten des Outputs von Voigt & Voigt aus - insbesondere deren wendiges Debüt-Album - Die Zauberhafte Welt Der Anderen' (KOMPAKT 274 CD 104) und die Verwendung von Found Footage und Collage-Ästhetik mit attraktiven Rhythmusmustern.

Der rückseitige Klopfer TISCH FÜR ZWEI hat eine etwas andere Mentalität und zeigt offen seine schwindelerregende Vorliebe für oldschoolig schleifende Synth-Spuren - erinnernd an eiskalte Klassiker aus dem Voigtschen Katalog wie etwa How We Rock' (KOMPAKT 72) oder - Supertiel' (KOMPAKT EXTRA 2). Als aufgebockte Reminiszenz und meisterhafte Wiederaneignung dieser traditionellen Kunst der Hirnschraube funktionieren die ausscherenden Synth-Bleeps hier prächtig - sie halten die Beats am Raten und sichern das richtige Maß an Irrsinn in einem Track der exklusiv nur nach eigener Pfeife tanzt. Hier springt keiner zweimal in den gleichen Fluß.

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Barnt - Magazine 13. (2x12" + Cd)

Barnt

Magazine 13. (2x12" + Cd)

2x12inchMAGAZINE013LP 2X12" + CD
Magazine
24.11.2014

BARNT - geboren in den 70ern, Kind der 90er.
Seine Klassenkameraden hörten Grunge, während er Techno studierte, als die gleichen Klassenkameraden dann Techno entdeckten, hatte er sich bereits die HipHop DNA in Form von ITF und DMC Meisterschaften vorgenommen und als alle nach Berlin gingen um - Minimal' zu zelebrieren, blieb er in Köln und begab sich auf eine Exkursion in die Geschichte deutscher Elektronik- und Rockmusik - stets angezogen von den zwei Hauptmerkmalen dieser Ära: Präzision und Freies Spiel. Diese musikalischen Schlüsselpunkte und seine nun schon zwei Jahrzehnte dauernde DJ Erfahrung sind die Basis für die Formel aus Pathos, berechnendem Dilettantismus und Dance!oor-Funktionalität, die alle seine Produktionen kennzeichnet - von seinem Beitrag für Cologne Tape auf der EP Render, der ersten Veröentlichung auf seinem mit Jens-Uwe Beyer und Crato betriebenen Label Magazine, bis hin zu dem berüchtigten Geen. Render und seine Debut EP What Is A Number, That A Man May Know It wurden 2010 direkt zu Underground Hits und die Platten sind seitdem begehrte Sammlerstücke. Zu dieser Zeit war Barnt schon ein etablierter Teil der Musikszene Kölns, der Stadt in der er zunächst sein Biologiestudium abschloss und darauf noch ein Kunststudium folgen liess, was erneut die beiden Pole ,Präzision' und ,Freies Spiel' in seiner Entwicklung vereint. In der fruchtbaren Atmosphäre der Stadt fühlt er sich noch immer wohl und entwickelt von hier aus seinen eigentümlichen Stil weiter, der ihn bereits vom Robert Johnson zum Trouw, vom Montreux Jazz Festival zum Mutek und vom Berghain zum Burning Man gebracht hat.BARNT - geboren in den 70ern, Kind der 90er. Seine Klassenkameraden hörten Grunge, während er Techno studierte, als die gleichen Klassenkameraden dann Techno entdeckten, hatte er sich bereits die HipHop DNA in Form von ITF und DMC Meisterschaften vorgenommen und als alle nach Berlin gingen um - Minimal' zu zelebrieren, blieb er in Köln und begab sich auf eine Exkursion in die Geschichte deutscher Elektronik- und Rockmusik - stets angezogen von den zwei Hauptmerkmalen dieser Ära: Präzision und Freies Spiel. Diese musikalischen Schlüsselpunkte und seine nun schon zwei Jahrzehnte dauernde DJ Erfahrung sind die Basis für die Formel aus Pathos, berechnendem Dilettantismus und Dance!oor-Funktionalität, die alle seine Produktionen kennzeichnet - von seinem Beitrag für Cologne Tape auf der EP Render, der ersten Veröentlichung auf seinem mit Jens-Uwe Beyer und Crato betriebenen Label Magazine, bis hin zu dem berüchtigten Geen. Render und seine Debut EP What Is A Number, That A Man May Know It wurden 2010 direkt zu Underground Hits und die Platten sind seitdem begehrte Sammlerstücke.Zu dieser Zeit war Barnt schon ein etablierter Teil der Musikszene Kölns, der Stadt in der er zunächst sein Biologiestudium abschloss und darauf noch ein Kunststudium folgen liess, was erneut die beiden Pole ,Präzision' und ,Freies Spiel' in seiner Entwicklung vereint. In der fruchtbaren Atmosphäre der Stadt fühlt er sich noch immer wohl und entwickelt von hier aus seinen eigentümlichen Stil weiter, der ihn bereits vom Robert Johnson zum Trouw, vom Montreux Jazz Festival zum Mutek und vom Berghain zum Burning Man gebracht hat.

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Various - 100dsr/var1

Various

100dsr/var1

12inch100DSR/VAR1
Delsin Records
04.07.2013

17 years after first releasing a cassette EP from label boss Marsel van der Wielen under his Peel Seamus guise, Delsin is soon to hit the landmark category number of 100.
Truth is, taking into account choice re-issues and specials such as the recent house series, there have already been scores more than 100 releases. Nevertheless, in that time the Dutch label has become synonymous with a wide range of timeless sounds from house to techno to dub to electronica, nurturing and championing some of the most respect names in the scene.

To mark the occasion, the label is to release five new various artist EPs (100 copies will be special, limited and coloured vinyl exclusively available through the Delsin web shop with a collector's box) that will be compiled onto one special CD compilation come the final release.

'After many different life cycles, with this compilation I try to go back to the core of Delsin, to showcase more otherworldly/dreamy/soulful but still raw techno sounds from a selection of key artists who best represent the label,' says Marsel. 'The tracks are all individual offerings but are tied together with the common themes of the label, and as a compilation will paint a nice overall picture that is not shy of moving away from the dancefloor side of things.'

Across the five EPs you can expect tracks from newbies and old favourites alike, including Sawlin and Delta Funktionen, John Beltran and Bleak, Redshape and Convextion and plenty more. The first - like all of them - features three tracks, one each from Gerry Read, Unbroken Dub and Claro Intelecto.

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Sog - Fremde Hände

Sog

Fremde Hände

12inchPROFAN35
PROFAN
14.07.2011

2024 Repress
Following the legendary first two, stoically super minimal records “SOG 1“ and “SOG 2“ that provide ecstasy disguised as boredom on Kompakt Extra/Speicher in 2007, and the outstanding beautifully bizarre “SOG - Abweichung“ on Profan in 2010, we are now listening to “FREMDE HÄNDE“. Like its predecessors, this SOG stands in the tradition of „The Art of Omission“ with Wolfgang Voigt variegating his preference for the bluntly straightforward quaver bass in two different forms. The A-side contains a tonally noncommittal sequence ambling across the keyboard in quantised form, reminiscing of the arpeggiator (accompaniment function) function of early 70ies' and 80ies' synthesizers. On the B-side, daring and thoroughly unquantised quaver rhythms rock around a bass drum that, as the only straight element, tries to keep the whole thing together. The result sounds a little like a delirious Can Live.

Nach den legendären ersten beiden stoisch-superminimalen, als Langeweile getarnten Ekstase-Platten “SOG 1“ und “SOG 2“ auf Kompakt Extra/Speicher in 2007 und der überaus skurril-schönen “SOG - Abweichung“ auf Profan in 2010, hören wir nun “FREMDE HÄNDE“. Auch diese SOG steht natürlich ganz in der Tradition der “Kunst des Weglassens“. Wolfgang Voigt variiert hier seine Vorliebe für den stumpf-geraden Achtelbass auf zwei verschiedene Weisen. Auf der A-Seite haben wir eine tonal unverbindlich über die Tastatur wandernde Sequenz in quantisierter Form, die an die Arpeggiator (Begleitautomatik) Funktion früher 70er und 80er Jahre Syntheziser erinnert. Auf der B-Seite kreist die Achtel-Rhythmik in eher rockigem Sound ganz und gar unquantisiert und rhythmisch gewagt um die Bassdrum, die das Ganze als einzig gerades Element versucht zusammen zu halten. Das klingt ein bisschen wie Can live im Vollrausch.

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