Der norwegische Saxophonist Bendik Giske steht an der Schwelle zu seinem dritten Soloalbum und kennt sich selbst gut. Mit seinem neuen, selbstbetitelten Album befindet er sich in seiner Blütezeit als Künstler: selbstbewusst in Bezug auf seine Stimme und seine Fähigkeiten, beflügelt von Kritikerlob aus allen Ecken - einschließlich zweier norwegischer Grammy-Nominierungen - und einer Welle von Zuhörern überall. Mit der Wahl von Beatrice Dillon als Produzentin des Albums - die britische Elektronikmusikerin ist eindeutig eine Weggefährtin in der Praxis des originellen ästhetischen Ausdrucks - ist ihr Einfluss unmittelbar und deutlich spürbar. Gemeinsam entfernen sie eine Schicht des Melodismus und konzentrieren sich auf Muster und Rhythmus, um eine andere Dimension seines faszinierenden Sounds hervorzuheben. Da er wieder mit Einzelaufnahmen arbeitet, ohne Overdubs, nur mit Saxophon und seinem Körper, sind der hallige Raum und der liebliche Glamour verschwunden. Für Giske kommt das Ergebnis einer musikalischen Nacktheit von ganz vorne gleich - jedes Detail, jedes Röcheln und Schnaufen ist hörbar, nichts wird verdeckt, nichts ästhetisiert. Die Leute schauen vielleicht weg, wenn es nicht so schön ist, aber was übrig bleibt, fühlt sich präsenter und stärker an. Es ist konfrontativ, verlangt mehr Aufmerksamkeit, aber durch seine Körperlichkeit - man kann seinen Körper in der Musik hören und fühlen - versetzt es einen in einen Flow-Zustand, irgendwo zwischen Ekstase, Hochgefühl und spirituellem Erwachen. Es ist sehr menschlich, aber es gibt auch eine starke Spannung - die es immer geben wird, wenn man um Existenz und Gültigkeit kämpft - elegant illustriert durch Florian Hetz' eindrucksvolle Fotografien des Künstlers zu der Veröffentlichung. Zum Teil ist Giske von Judith Halberstams The Queer Art of Failure inspiriert. So sehr er auch von seiner Ausbildung und Teilnahme am Umfeld des Jazz-Konservatoriums profitiert hat, führte ihn sein Weg doch weit über dessen Grenzen hinaus. Die Arbeit an diesen neuen Erkundungen mit seinem Instrument war ein zehnjähriger Prozess, in dem er das, von dem er wusste, dass es letztlich nicht passte, abstreifte und das klangliche Territorium seiner gelebten Erfahrung fand. Daraus entstanden Systeme, die Studien von Tempo und Proportionen ermöglichten, ein Ausgangspunkt für einen immersiven improvisatorischen Ansatz, der jahrelange musikalische Erkundungen abbildet. Es ist der Klang von sozialer Emanzipation durch den meditativen Puls und die Geschwindigkeit der Zirkularatmung und den Tanz des Körpers, insbesondere der Finger, der Zunge und der Lippen. Giske weiß, dass Musik ein mächtiges Werkzeug sein kann, um Menschen zusammenzubringen und Ideen zu finden, und die Langlebigkeit seines Projekts ist vor allem ein Aufruf zu Fürsorge, Zusammengehörigkeit, Geschichtenerzählen und der Fähigkeit, sich für eine gemeinsame Sache zu versammeln. In aller Ernsthaftigkeit ist BendikGiske ein Vorschlag für Wahrhaftigkeit und Existenz, ein Raum für jemanden, der sein tiefstes Selbst ausdrücken kann.
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Will Johnson und die verbleibenden Mitglieder der beliebten Band Magnolia Electric Co. haben sich für neue Aufnahmen als Magnolia & Johnson Electric Co. zusammengetan. Im September werden Magnolia & Johnson Electric Co. ihrem verstorbenen Kollegen Jason Molina Tribut zollen und vom 18. bis 21. September 2025 vier Konzerte in Texas geben. Will Johnson ist der texanische Songwriter von Centro-matic, South San Gabriel und derzeitiges Mitglied der 400 Unit mit Jason Isbell. Johnson veröffentlichte im April 2025 sein zehntes Soloalbum "Diamond City" und war Teil des 2009 erschienenen Gemeinschaftsalbums "Molina and Johnson", für das eine Tournee aufgrund von Molinas Alkoholproblemen abgesagt werden musste. Die vier Konzerte folgen den ausgetretenen Pfaden von Molina und Magnolia während ihrer sieben Jahre als Magnolia Electric Co. und markieren den 20. Jahrestag einer Texas-Tournee, die 2005 zur Unterstützung der Alben "What Comes After the Blues" und "Trials and Errors" stattfand. Magnolia & Johnson Electric Co. (mit Will Johnson und Mike Brenner, Jason Evans Groth, Michael Kapinus, Mark Rice und Pete Schreiner) trafen sich Anfang des Jahres in Texas, um neue Studioversionen der Songs von Molina und Johnson aufzunehmen, angelehnt an die 2018er Zusammenarbeit "Goshen Electric Company" von Magnolia und Oaks erinnern. Die Sessions wurden von Johnsons langjährigem Kollegen Britton Beisenherz aufgenommen und gemischt und von Magnolia-Mastering-Ingenieur Matthew Barnhart gemastert. Das Cover ziert ein ikonisches Artwork von Will Schaff, dessen Kunstwerke mittlerweile untrennbar mit Jason Molinas Songwriting verbunden sind.
Indie-Store-Version Gold Coloured 2x12" Vinyl in Gatefold
Nach über drei Jahrzehnten Karriere und über zwei Millionen verkauften Alben bleiben PARADISE LOST die unangefochtenen Könige der dunklen Seite des Metal.
Die 1988 in Halifax gegründete Band wurde mit ihren frühen, bahnbrechenden Alben wie dem treffend betitelten „Gothic“ von 1991, einer Mischung aus Härte, düsterer Melodie und Atmosphäre, schnell als Pioniere des Gothic Metal bekannt. Sie waren nie eine Gruppe, die kreativ statisch blieb, und haben im Laufe ihrer Karriere unzählige Wege dunkler Musik erkundet, von schlammigen Doom-Death-Wurzeln über die Eroberung des Metal-Mainstreams mit den gewaltigen, satten Klängen von „Draconian Times“ von 1995 bis hin zu experimentelleren, elektronischeren Einflüssen. Sie haben so unterschiedliche Künstler wie CRADLE OF FILTH, HIM, GATECREEPER und CHELSEA WOLFE beeinflusst.
Jetzt, im Jahr 2025, kehrt das Quintett aus Yorkshire mit seinem atemberaubenden 17. Album „Ascension“ zurück, einem Album, das ihre Krone weiterhin strahlen lässt und unterstreicht, wie sie ihre Position erreicht haben. Produziert von Gitarrist Gregor Mackintosh in den Black Planet Studios in East Yorkshire, mit Schlagzeug und Gesang aus den NBS und Wasteland Studios in Schweden, durchqueren die zehn Tracks die gesamte Klangvielfalt der Band – von knallhartem Heavy Metal bis hin zu himmelhohen Melodien – und bewahren dabei eine unwiderstehliche Moll-Melancholie.
„Die Leute sollten erwarten, dass wir noch trüber werden“, scherzt Frontmann Nick Holmes auf die Frage, was Fans 2025 von PARADISE LOST erwarten können. Die Erklärung des Albumtitels und der Texte macht jedoch deutlich, dass sie ihr Handwerk weiterhin beherrschen, wenn es darum geht, solche Erwartungen zu erfüllen. „Der Albumtitel entspringt dem Glauben an den Aufstieg zu einem besseren Ort, in der Fiktion von der Erde in den Himmel, und all den damit verbundenen Anforderungen“, führt er aus. „Im wirklichen Leben streben Menschen oft von Geburt an danach, an einen besseren Ort zu gelangen und ein besserer Mensch zu sein, ungeachtet der Tatsache, dass der einzige Lohn der Tod ist.“ „Die Texte handeln von allem, was das Leben uns entgegenwirft“, fährt er fort. „Es ist nie vorhersehbar und kann gleichzeitig auch erschreckend sein. Wie Menschen mit dem Tod umgehen, welche Krücken sie benutzen und wie der mentale Zustand von lebensverändernden Situationen beeinflusst wird, ist immer wieder faszinierend.“
Genau wie die Musik selbst. Der Album-Opener „Serpent on The Cross“ beginnt mit einem herrlich düsteren Riff, bevor er nach der Hälfte in donnernden klassischen Metal übergeht, angetrieben von Doublebass-Drumming und einem fast METALLICA-artigen Riff. In „Silence Like The Grave“ singt Nick „über die Sinnlosigkeit des Krieges, das Sammeln von Punkten für die Menschheit“, untermalt von perfekter Gothic-Metal-Kulisse. „Tyrant’s Serenade“ zeigt derweil die tief verwurzelte Fähigkeit der Band, Einfachheit gewaltig klingen zu lassen, gekrönt von Gregors charakteristischen, eindringlichen Gitarrenleads. „Lay A Wreath Upon The World“ beginnt als ruhige Elegie, bevor es zu einem traurigen Höhepunkt gelangt, und das Schlussstück „The Precipice“ führt mit Klaviermelodien, bevor es zu einem würdevollen Abschluss führt.
All dies zeigt meisterhaft die Bandbreite dessen, was PARADISE LOST geleistet haben und leisten können, auf eine Weise, die bis heute keiner anderen Band vergleichbar ist.
„Nach 35 Jahren ist alles bewusst“, sagt Nick. „Bei einem so umfangreichen und abwechslungsreichen Backkatalog ist es schwierig, nicht hundertprozentig sicher zu sein, woher alles kommt. Aber letztendlich kommt es einfach darauf an, ob uns die Musik gefällt, die wir machen. Wenn ja, bleibt sie! Das hat sich seit unserer Jugend nicht geändert.“ Ascension ist ein stolzer Bestandteil von PARADISE LOST. Das Elend hört nie auf, aber, sagt Nick, so mögen sie es eben. „Ironischerweise“, lacht er, „ist es immer am angenehmsten, miserable Musik zu hören – und zu schreiben, schätze ich.“
- I‘m Walkin‘
- Poor Little Fool
- A Teenager‘s Romance
- Be-Bop Baby
- Never Be Anyone Else But You
- Just A Little Too Much
- Travelin‘ Man
- Stood Up
- It‘s Late
- Lonesome Town
- Hello Mary Lou
- Waitin‘ In School
- Teenage Idol
- Have I Told You Lately That I Love You
- Believe What You Say
- I‘ll Walk Alone
- Honeycomb
- Down The Line
- Summertime
- Unchained Melody
Mit dieser exklusiven Vinyl-Collection erscheinen die unvergesslichen Klassiker von Ricky Nelson in geballter Form – ein musikalischer Rückblick auf eine der prägendsten Stimmen des Rock ’n’ Roll und Teen-Pop der 50er und 60er Jahre. Diese Vinyl ist eine Hommage an einen echten Musikpionier – perfekt zum Wiederentdecken, Genießen oder Verschenken. Die größten Hits von Ricky Nelson – der Soundtrack einer Ära!
- Inspirit Creation
- The Essence
- Waves Of Time
- Voyager
- Born Of Stitch And Flesh
- Terror Unknown
- Biological Masterpiece
Find Deliverance“, hat uns mit seiner seltenen Mischung aus technischem Thrash und unorthodoxem, aber höchst inspiriertem Songwriting so begeistert, dass es in unsere Best-of-2022-Liste aufgenommen wurde. Aus dieser Liste wurde eine Zusammenarbeit geboren und nun geben Species mit ihrem zweiten Album „Changelings“ ihr 20 Buck Spin-Debüt. "Changelings" ist in jeder Hinsicht ein Schritt nach vorne, und es ist erstaunlich, wie viel die einzelnen Tracks und das Gesamtwerk leisten können. Das Album bietet ein Übermaß an kantigem Gitarrenkrieg, traditioneller Euro-Thrash-Aggression mit modernem Nachhall, rhythmischen Percussionsanfällen und komplizierten Basslinien, die nicht nur der Gitarre folgen, sondern mit ihr auf eine Weise dialogisieren, die dem Album ein zweites melodisches Gehirn verleiht. In Kombination fügen sich diese Elemente nahtlos zusammen und verleihen „Changelings“ seine farbenfrohe und unheimliche Vision, als hätte John Carpenter „Rust In Peace“ hinter dem Eisernen Vorhang mitproduziert. Es strotzt nur so vor Sci-Fi-Paranoia, außerirdischem Terror und einem Hauch von Bedrohung durch den Kalten Krieg. Die frühe Konvergenz von Thrash Metal und Death Metal ist auch im formwandlerischen Sound von Species unverkennbar.
Zwar gibt es mehr als genug primitive und traditionelle Thrash-Bands, doch Species beschreitet den weniger ausgetretenen Pfad des Genres, der von vorwärts gerichteter Virtuosität und einfallsreichen Experimenten geprägt ist, und zeigt, dass es immer noch genügend fruchtbaren Boden gibt, um neues musikalisches Terrain zu erschließen. Nirgendwo wird dies deutlicher als auf dem 10-minütigen Albumschlussstück „Biological Masterpiece“, wo Species alle ihre Waffen ausspielt: Hyperspeed-Attacken, dystopische Ruhephasen und instrumentale Meisterleistungen in einer klimatischen Saga jenseits von Raum und Zeit. „Changelings“ ist das seltene Album, das heutzutage immer noch die Fähigkeit hat, auf die triumphalste und euphorischste Art und Weise zu überraschen.
- The Garden Spot
- Witch Grass
- Chinook
- Wading The Plain
- Open Space Properties
- Telegraph Weed Waltz
- Fracking Starlite
- Field House Deer (Mice)
- Tender Of Land
Tender / Wading zeigt Matthew Sage, alias M. Sage, in den Ausläufern und Weiden Colorados, wo er schreibt, aufnimmt und zu einem Stück seiner Heimat und Identität zurückkehrt, wobei ein Akt der Fürsorge den nächsten nach sich zieht. Das Album, das hauptsächlich auf Klavier und Klarinette aufgebaut ist und dann mit Gitarre, modularem Synthesizer, Percussion und Feldaufnahmen aus der Umgebung seines Zuhauses verziert wurde, ist eine weitreichende, ruhige Vision von Vitalität, radikaler Sanftheit und dem beruhigenden Gefühl, nach Hause zu kommen, auch wenn sich das Zuhause verändert hat. Seit den frühen 2010er Jahren hat Sage ein eigenwilliges Musikrepertoire zusammengestellt, das sich in verschiedene Klangrichtungen erstreckt, sich in Veröffentlichungen auf Geographic North, Orange Milk und Moon Glyph manifestiert und sowohl kritische Aufmerksamkeit als auch eine treue Zuhörerschaft für jede neue Wendung erlangt hat. 2023 debütierte Sage bei RVNG Intl. mit Paradise Crick, das zeitgleich mit seiner laufenden Arbeit im improvisierten Ambient-Jazz-Quartett Fuubutsushi erschien. Nun präsentiert er sein nächstes Soloalbum und seine neue Richtung. Tender / Wading folgt auf Sages Rückkehr nach Colorado nach fast einem Jahrzehnt in Chicago, wo er nun mit seiner jungen Familie dreißig Meilen außerhalb seiner Heimatstadt ein paar Hektar verwildertes Land bewirtschaftet. In einem ganzheitlichen Kontrast zu Cricks synthetischer Klangwelt schafft Sage Kunst aus dem Akt des Pflegens neuen Wachstums, hinterfragt Konstrukte des häuslichen Lebens und versteht die Spuren seines früheren Selbst durch die schmutzverschmierte, schweißvernebelte Linse der Gegenwart. Das Ergebnis ist sein bisher autobiografischstes Material, geprägt von Zeit und Veränderungen in der Wahrnehmung sowie bedeutungsvollen Details aus Sages psychischer Suche. Sage vergleicht das Gefühl, verschiedene Versionen von sich selbst zu sehen, mit der berühmten Hase-Ente-Theorie des Philosophen Ludwig Wittgenstein. ,Es ist dieselbe Zeichnung, aber je nachdem, wer man ist, wo man ist und wann man ist, sehen manche Menschen einen Hasen und manche eine Ente oder beides", erklärt Sage. Hier sind das Subjekt und der Betrachter, zurück in vertrauten Landschaften, als Partner und Elternteil, der Gestrüpp zurückschneidet, gedemütigt von invasiven Pflanzen, Schädlingsbefall und verdichtetem Lehmboden, seine Prioritäten haben sich grundlegend geändert. Und doch ist auch dieses andere Ich da: ein gewiefter Akademiker, der oft in Memes denkt und das Ziehen seines Handys in der Hosentasche spürt. ,In diesem Album geht es darum, diese Wahrnehmungsverschiebungen zu ergründen und ihnen Raum zu geben, beides zu tun: hüpfen und quaken." Es ist ein inneres Kind, das Sages intermediale Praxis in seinem Atelier leitet, einer Scheune, die nach dem großen Umzug im Jahr 2022 im Rahmen einer hausweiten DIY-Renovierung umgebaut wurde. Im Inneren werden Gedichte zu Zeichnungen, zu Skulpturen im Hinterhof und darüber hinaus, und alberne Ausflüge in den Vogelgesang oder die Freude an der Herausforderung, Klarinette zu lernen, weichen ernsthafter Musik. ,Ich glaube, ich habe entdeckt, dass es diese Linien gibt, die alles miteinander verbinden", sagt er. ,Und dieses Album ist voller hartnäckigem Optimismus und Hoffnung, aber auch der Bewusstheit, dass wir uns in einer späten Phase befinden, und dem Versuch, mit der Rhetorik dieser Phase umzugehen." Für Tender / Wading setzt Sage einen unverwechselbaren Sound ein: eine pastorale Art von Folk Kosmiche, kontemplativer elektroakustischer Barn Jazz für die Front Range, voller blasser Puddle Blues und rostigen Oil Drum Reds. Die meisten Songs entstanden auf einem 1910er Hamilton-Klavier, das kurioserweise in Chicago gebaut, von den Vorbesitzern zurückgelassen und von Mäusen bewohnt worden war. Die zufällige Begegnung mit dem Instrument fühlte sich kosmisch an, nicht nur wegen seiner Verbindung zur Windy City, sondern auch wegen Sages sich weiterentwickelnder Herangehensweise an das Songwriting nach Fuubutsushi. Er fühlt sich hinter den Tasten wohler und kehrt zurück zum Schlagzeug (seiner Jugendliebe). In einem passenden Raum für Holzblasinstrumente umarmt er das Elementare und Absichtliche und verleiht der Musik von Anfang an mehr strukturelles Gewicht und Wärme. Tender's M. Sage verbindet die Studioexperimente und Improvisationen seiner Vergangenheit mit einem geschärften Ohr für melodische Phrasierungen und Akkordwechsel und hat seine übliche Fülle an Demos auf neun finale Stücke reduziert. Seine charakteristischen Weltbilder bleiben erhalten, von Holzhauskröten, die in statischer Elektrizität schwimmen, über raschelndes Gras und Regen, der in die Dachrinnen plätschert, bis hin zu walzenden Sternbildern im Mondlicht. Während Cricks Universum aus magischem Realismus und digitaler Fantasie entstanden ist, greift Tender / Wading direkter auf menschliche Erfahrungen zurück. Er weist schnell Vorwürfe zurück, es handele sich um ein hochkonzeptionelles Album: ,Ich mache einfach die Musik, die ich selbst gerne in meinen Kopfhörern hören würde, während ich Unkraut jäte oder so." Es könnte beides sein, wie der Hase und die Ente behaupten würden: zutiefst persönlich und abstrakt, eine faszinierende und natürliche Wendung eines experimentellen Künstlers des 21. Jahrhunderts, dessen Vermächtnis sich in Echtzeit weiterentwickelt und wächst.
Nach dem Erfolg der ersten zehn Alben der Vinyl Edition von Hyperion (veröffentlicht im September 2024
und März 2025) folgen nun sechs weitere LPs. Alle Alben erscheinen erstmals auf Vinyl und zeigen weltweit
tourende Künstler, mit denen das Label seit langem eng zusammenarbeitet. Jeder der sechs Titel wird als
limitierte 180g-LP erscheinen, die in einem vollfarbigen Gatefold präsentiert wird und mit einem Begleitheft
ausgestattet ist.
„Absolut herausragend“, „ein wildes neues Talent“ und „elektrisierend“ sind nur einige der Superlative, mit
denen Andrey Gugnins Hyperion-Debütalbum mit Schostakowitschs Präludien und Klaviersonaten bei seiner
Veröffentlichung 2019 überhäuft wurde. Gugnin war der Gewinner des Internationalen Klavierwettbewerbs
von Sydney 2016, „von dessen Klavierspiel man einfach nicht genug bekommen kann“ (Gramophone).
Der in Moskau geborene Konzertpianist Andrey Gugnin erlangt schnell internationale Anerkennung als
leidenschaftlicher Virtuose, der über eine „außerordentlich vielseitige und agile Technik verfügt, die einer oft
inspirierten musikalischen Fantasie dient“ (Gramophone). Als gefragter Konzertsolist wurde Andrey Gugnin
zu Gastauftritten mit namhaften Orchestern auf der ganzen Welt eingeladen: dem London Philharmonic
Orchestra, dem Danish National Symphony Orchestra und dem Mariinsky Theatre Orchestra, um nur einige
zu nennen.
„A Danger to Ourselves“, das neue Album von Lucrecia Dalt, erscheint am 5. September 2025 bei RVNG Intl. und ist eine gewagte und doch intime Reflexion über die ungefilterten Komplexitäten menschlicher Beziehungen. Ohne die fiktiven Erzählungen der letzten Alben der Künstlerin kommt „A Danger to Ourselves“ von einem Ort der emotionalen Aufrichtigkeit. Dalts Stimme steht im Mittelpunkt und wird von einer üppigen akustischen Orchestrierung, perkussiven Instrumenten und einer Reihe hochkarätiger Mitstreiter unterstützt, die sich wie ein tiefes persönliches Gespräch entwickeln.
Die in Pereira, Kolumbien, geborene Dalt wuchs in einer musikbegeisterten Familie auf, die sie im Alter von neun Jahren dazu ermutigte, eine Gitarre in die Hand zu nehmen. Dalt folgte diesem kreativen Impuls, war fasziniert von computergestützter Produktion und verließ eine aufkeimende Karriere als Bauingenieurin, zog von Medellín nach Barcelona und schließlich nach Berlin, wo sie ihren unverwechselbaren, abenteuerlichen Sound entwickelte. Mit „Anticlines“ (2018) und „No era sólida“ (2020) und vor allem mit „¡Ay!“, Dalts bahnbrechendem Sci-Fi-Bolero-Album von 2022, hat sich ihre Arbeit auf immer anspruchsvolleres Terrain begeben. Auf dem Weg dorthin hat Dalt ihre Praxis auf die Vertonung von Filmen wie „On Becoming a Guinea Fowl“ (2024), die HBO-Serie „The Baby“ (2022) und den bevorstehenden psychologischen Horrorfilm „Rabbit Trap“ ausgeweitet, während sie Klanginstallationen und Performances kreiert, die ihre leuchtenden Modulationen und ihren unverwechselbaren, sich entwickelnden stimmlichen Ansatz zur Schau stellen. „A Danger to Ourselves“ entstand aus fragmentarischen Erklärungen, die Dalt aufschrieb, während sie das Leben auf der Tournee von „¡Ay!“ und die prägenden Momente einer neuen Beziehung meisterte. Im Januar 2024 begann sie, diese intimen Fragmente zu musikalischen Kompositionen zu kristallisieren, die allmählich zu einer zielgerichteten Konstellation von Songs wurden. Die Klangarchitektur des Albums basiert auf dynamischen Drum-Loops, die von Alex Lázaro beigesteuert werden, dessen perkussives Rückgrat wie bei „¡Ay!“ zur Leinwand für Dalts vielschichtigen Gesang wurde. Anstatt konventionellen melodischen Strukturen zu folgen, erzeugt das Album Musikalität durch das Zusammenspiel von Basslinien, Rhythmen und kompositorischem Design. „A Danger to Ourselves“ offenbart Dalts kompromissloses Streben nach klanglicher Klarheit, bei dem kühne Produktionsentscheidungen und sorgfältige Aufnahmetechniken Stimme und Instrument mit neuer Tiefe und Strahlkraft harmonieren lassen. „A Danger to Ourselves“ ist eindeutig anti-konzeptionell und ein poetischer Instinkt, mit dem Dalt den Fokus auf die Musik selbst lenkt, indem er Stimmen verwendet, die über die Parameter der Songs hinaus schwingen, und die perlenden Echos der ursprünglichen, romantischen Erregung beobachtet. Dalts klare Aufmerksamkeit für Details ist in jedem Takt spürbar, eine Hingabe, die sich in konzentrischen Kreisen dreht und ein Feld bildet, das das Persönliche und das Ätherische vereint. Das Album basiert auf intuitiven Experimenten und nutzt einfache Gesten und komplexe Kompositionen, um wandernde Linien zu weben, wie in „Divina“, das sich zwischen Spanisch und Englisch durch elastische Klanglandschaften bewegt. Der Titel des Albums geht auf David Sylvians Text „cosa rara“ zurück, der die Zerbrechlichkeit des Lebens, die Schwingungen der Liebe und die treibende Sehnsucht nach dem Wundersamen symbolisiert. „A Danger to Ourselves“ spiegelt diese transzendenten Zustände wider, indem es die Komplexität menschlicher Verstrickungen und den Wunsch nach Befreiung von Dopaminspiralen und gewöhnlichen Pfaden hin zu einer offeneren inneren Welt widerspiegelt. Sylvian selbst hat auf „A Danger to Ourselves“ eine Doppelrolle als Co-Produzent und Musiker gespielt. Es ist eine kollaborative Collage mit Beiträgen zahlreicher gefeierter Künstler. Weitere Kollaborationen ziehen sich durch das gesamte Album: Juana Molina ist Co-Autorin und Interpretin von „The Common Reader“, Camille Mandoki singt bei „Caes“, Cyrus Campbell spielt den grundlegenden Elektro- und Kontrabass, und Eliana Joy steuert bei mehreren Stücken Hintergrundgesang und Streicherarrangements bei. In den leuchtenden Tiefen von „A Danger to Ourselves“ inszeniert Dalt eine tiefgreifende Metamorphose, bei der das Persönliche durch klangliche Alchemie zum Universellen wird. Dieses Album ist sowohl Höhepunkt als auch Aufbruch - ein Portal, an dem ihre früheren experimentellen Reisen zu etwas verblüffend Intimem und doch Expansivem zusammenlaufen. Das Album ist ein Netz emotionaler Offenbarungen, jede Komposition ein präziser Indikator für Verletzlichkeit, in der Dalts Stimme eine Offenbarung in neuen harmonischen Gefilden verkörpert. Dalt hat ein lebendiges Dokument der Intuition jenseits konventioneller Grenzen geschaffen, das den Weg in Bereiche eröffnet, in denen die Musik sowohl Spiegel als auch Fenster ist.
Für Fans von PJ Harvey, Broadcast, St. Vincent, ML Buch, Stereolab, Cate LeBon, Aldous Harding, Mabe Fratti, Dry Cleaning, Juana Molina
- Cutthroat
- Cowards Around
- Quiet Life
- Nothing Better
- Plaster
- Spartak
- To And Fro
- Lampiao
- After Party
- Screwdriver
- Packshot
- Axis Of Evil
HOT SHOTS VINYL[23,49 €]
"Cutthroat ist eine wilde Fahrt. Es ist für den unerfahrenen Fahrer. Für denjenigen, der einfach nur schnell fahren will, ohne einen anderen Grund als den, dass es Spaß macht. Es wird von Hunger angetrieben. Hunger nach etwas Besserem. Nach etwas, von dem man einem gesagt hat, dass man es nicht verdient. Es ist instinktiv. Es ist roh. Es ist kompromisslos. Es ist die Person, die unangekündigt auf der Party auftaucht. Denn wenn du am Boden liegst, gibt es nur einen Weg - nach oben. Wenn du nichts hast, hast du nichts zu verlieren." - shame "Cutthroat" ist shame in seiner besten Form. Das neue Album mit Grammy-Preisträger John Congleton am Ruder ist unerbittlich, aufgemotzt und überladen. Es ist genau da, wo man shame haben möchte. "It's about the cowards, the cunts, the hypocrites", sagt Sänger Charlie Steen und ergänzt: "Seien wir ehrlich, von denen gibt es im Moment eine Menge." Die fünf Freunde aus Kindertagen - Charlie Steen, die Gitarristen Sean Coyle-Smith und Eddie Green, Bassist Josh Finerty und Schlagzeuger Charlie Forbes - sind noch in ihren Zwanzigern und haben shame exponentiell wachsen lassen, mit ehrgeizigen klanglichen Ideen und den technischen Möglichkeiten, sie umzusetzen. shame haben sich mit ihren legendären Liveshows und drei von der Kritik gefeierten Alben bereits mehrfach bewährt und waren bereit, mit "Cutthroat" ein neues Ground Zero zu schaffen. "Hier geht es darum, wer wir sind", sagt Steen. "Unsere Live-Shows sind keine Performance-Kunst - sie sind direkt, konfrontativ und roh. Das war schon immer der Kern von uns. Wir leben in verrückten Zeiten. Aber es geht nicht um 'Armes Ich'. Es geht um 'Fick dich'." Entscheidend für diese aufrüttelnde neue Sichtweise war Produzent John Congleton (St. Vincent, Angel Olsen). Von ihrem ersten Treffen an wurde Congletons "No-Bullshit"-Herangehensweise zu einer treibenden Kraft, um die Ideen der Band zu optimieren. Das Album ist durch und durch von shames typischen Sinn für Humor geprägt und nimmt sich der großen Themen unserer Zeit an und spielt fröhlich mit ihnen. Mit Trump im Weißen Haus und shame in den Salvation Studios in Brighton, werfen sie einen gnadenlosen Blick auf Themen wie Konflikte und Korruption, Hunger und Begehren, Lust, Neid und den allgegenwärtigen Schatten der Feigheit. Auch musikalisch spielt die Platte mit neuen Ideen, die ins Herz gehen. Coyle-Smith, der auf Tournee zum Spaß elektronische Musik macht, hatte die Loops, die er herstellte, zuvor als etwas anderes betrachtet als das, was er für shame schrieb. Dann wurde ihm klar, dass sie das vielleicht gar nicht sein müssen. "Diesmal konnte man alles verwenden, wenn es gut klang und man es richtig machte", sagt er. Die erste Single und der Titeltrack von "Cutthroat" greifen diese Idee auf und machen daraus den vielleicht besten Song, den shame je auf Band gebracht haben. Es ist ein Knäuel kaum zu bändigender Attitüde, verpackt in drei Minuten Indie-Dancefloor-Hedonismus. Er führt auch meisterhaft in die lyrische Perspektive des Albums ein: eine, in der selbstsichere Arroganz und tiefe Unsicherheit zwei Seiten der gleichen Medaille sind. "Ich habe viele Stücke von Oscar Wilde gelesen, in denen sich alles um Paradoxe dreht", erklärt Steen. "In 'Cutthroat' geht es um diese ganze Idee aus 'Lady Windermere's Fan': 'Das Leben ist viel zu wichtig, um ernst genommen zu werden'." Auch diese freche Selbsterkenntnis ist wichtig. So sehr shame die Seifenblasen des Getöses und des Egos zerplatzen lassen wollen und uns ermutigen, in den Spiegel zu schauen und uns zu fragen: "Wer den ersten Stein wirft...", so sehr verstehen sie auch, dass das Leben im Grunde genommen oft lächerlich ist. Das Ergebnis ist ein Album, das in den Idiosynkrasien des Lebens schwelgt, eine Augenbraue hochzieht und die unangenehmen Fragen stellt, die so oft taktvoll übergangen werden. Aber die einzige Antwort, die "Cutthroat" mit durchschlagendem Erfolg gibt, ist, dass shame im Moment nie besser klangen.
"Cutthroat ist eine wilde Fahrt. Es ist für den unerfahrenen Fahrer. Für denjenigen, der einfach nur schnell fahren will, ohne einen anderen Grund als den, dass es Spaß macht. Es wird von Hunger angetrieben. Hunger nach etwas Besserem. Nach etwas, von dem man einem gesagt hat, dass man es nicht verdient. Es ist instinktiv. Es ist roh. Es ist kompromisslos. Es ist die Person, die unangekündigt auf der Party auftaucht. Denn wenn du am Boden liegst, gibt es nur einen Weg - nach oben. Wenn du nichts hast, hast du nichts zu verlieren." - shame "Cutthroat" ist shame in seiner besten Form. Das neue Album mit Grammy-Preisträger John Congleton am Ruder ist unerbittlich, aufgemotzt und überladen. Es ist genau da, wo man shame haben möchte. "It's about the cowards, the cunts, the hypocrites", sagt Sänger Charlie Steen und ergänzt: "Seien wir ehrlich, von denen gibt es im Moment eine Menge." Die fünf Freunde aus Kindertagen - Charlie Steen, die Gitarristen Sean Coyle-Smith und Eddie Green, Bassist Josh Finerty und Schlagzeuger Charlie Forbes - sind noch in ihren Zwanzigern und haben shame exponentiell wachsen lassen, mit ehrgeizigen klanglichen Ideen und den technischen Möglichkeiten, sie umzusetzen. shame haben sich mit ihren legendären Liveshows und drei von der Kritik gefeierten Alben bereits mehrfach bewährt und waren bereit, mit "Cutthroat" ein neues Ground Zero zu schaffen. "Hier geht es darum, wer wir sind", sagt Steen. "Unsere Live-Shows sind keine Performance-Kunst - sie sind direkt, konfrontativ und roh. Das war schon immer der Kern von uns. Wir leben in verrückten Zeiten. Aber es geht nicht um 'Armes Ich'. Es geht um 'Fick dich'." Entscheidend für diese aufrüttelnde neue Sichtweise war Produzent John Congleton (St. Vincent, Angel Olsen). Von ihrem ersten Treffen an wurde Congletons "No-Bullshit"-Herangehensweise zu einer treibenden Kraft, um die Ideen der Band zu optimieren. Das Album ist durch und durch von shames typischen Sinn für Humor geprägt und nimmt sich der großen Themen unserer Zeit an und spielt fröhlich mit ihnen. Mit Trump im Weißen Haus und shame in den Salvation Studios in Brighton, werfen sie einen gnadenlosen Blick auf Themen wie Konflikte und Korruption, Hunger und Begehren, Lust, Neid und den allgegenwärtigen Schatten der Feigheit. Auch musikalisch spielt die Platte mit neuen Ideen, die ins Herz gehen. Coyle-Smith, der auf Tournee zum Spaß elektronische Musik macht, hatte die Loops, die er herstellte, zuvor als etwas anderes betrachtet als das, was er für shame schrieb. Dann wurde ihm klar, dass sie das vielleicht gar nicht sein müssen. "Diesmal konnte man alles verwenden, wenn es gut klang und man es richtig machte", sagt er. Die erste Single und der Titeltrack von "Cutthroat" greifen diese Idee auf und machen daraus den vielleicht besten Song, den shame je auf Band gebracht haben. Es ist ein Knäuel kaum zu bändigender Attitüde, verpackt in drei Minuten Indie-Dancefloor-Hedonismus. Er führt auch meisterhaft in die lyrische Perspektive des Albums ein: eine, in der selbstsichere Arroganz und tiefe Unsicherheit zwei Seiten der gleichen Medaille sind. "Ich habe viele Stücke von Oscar Wilde gelesen, in denen sich alles um Paradoxe dreht", erklärt Steen. "In 'Cutthroat' geht es um diese ganze Idee aus 'Lady Windermere's Fan': 'Das Leben ist viel zu wichtig, um ernst genommen zu werden'." Auch diese freche Selbsterkenntnis ist wichtig. So sehr shame die Seifenblasen des Getöses und des Egos zerplatzen lassen wollen und uns ermutigen, in den Spiegel zu schauen und uns zu fragen: "Wer den ersten Stein wirft...", so sehr verstehen sie auch, dass das Leben im Grunde genommen oft lächerlich ist. Das Ergebnis ist ein Album, das in den Idiosynkrasien des Lebens schwelgt, eine Augenbraue hochzieht und die unangenehmen Fragen stellt, die so oft taktvoll übergangen werden. Aber die einzige Antwort, die "Cutthroat" mit durchschlagendem Erfolg gibt, ist, dass shame im Moment nie besser klangen.
"Laurel Hell" ist ein Soundtrack zur Transformation. Eine Landkarte für den Ort, an dem Verletzlichkeit und Widerstandsfähigkeit, Trauer und Freude, Fehler und Transzendenz in unserer Menschlichkeit Platz finden und als würdig angesehen werden können - um letztendlich anerkannt und geliebt zu werden. "I accept it all," verspricht MITSKI. "I forgive it all." Auf "Laurel Hell" festigt MITSKI ihren Ruf als Künstlerin, die die Kraft besitzt, unsere wildesten und zwiespältigsten Erfahrungen in ein heilendes Elixier zu verwandeln. "I wrote what I needed to hear. As I've always done." Nach der Veröffentlichung von "Be The Cowboy", einem der meistgelobten Alben des Jahres 2018, das von Outlets wie Pitchfork (u.a.) zum Album des Jahres gekürt wurde, stieg MITSKI vom Kultliebling zum Indie-Star auf. Mit spürbaren Folgen: Die Schinderei des Tourlebens und die Fallstricke die mit der erhöhten Sichtbarkeit einhergingen, beeinflussten ihre Musik ebenso wie ihren Geist, die sich in der ersten Single "Working For The Knife" niederschlägt. Ein Song, wie ein Prüfstein für das Gesamtgefühl von "Laurel Hell": "I start the day lying and end with the truth / That I'm dying for the knife." "Be The Cowboy" wurde von weiblicher Stärke und Trotz angetrieben, lebte jedoch von seinem Spiel mit Masken. Wie der Berglorbeer bzw. die "laurel hell", nach dem das neue Album benannt ist, kann die öffentliche Wahrnehmung, wie das berauschende Prisma des Internets, eine verlockende Fassade bieten, hinter der sich eine tödliche Falle verbirgt. Die sich immer enger zieht, je mehr man sich anstrengt. "I got to a point, where I just knew that if I kept going this way, I would numb myself to completion." Erschöpft von diesem verzerrten Spiegel und unserer Sucht nach falschen Binaritäten, begann MITSKI, Songs zu schreiben, die die Masken abstreifen und die komplexen und oft widersprüchlichen Realitäten dahinter offenbaren. MITSKI dazu: "I needed love songs about real relationships that are not power struggles to be won or lost. I needed songs that could help me forgive both others and myself. I make mistakes all the time. I don't want to put on a front where I'm a role model, but I'm also not a bad person. I needed to create this space mostly for myself where I sat in that gray area." Die daraus entstanden Songs verkörpern genau diesen Raum. Wie die zweite Single des Albums, "The Only Heartbreaker", die gemeinsam mit Dan Wilson geschrieben wurde und der erste Song dieser Art in ihrer Diskografie ist. "The Only Heartbreaker" verbindet treibenden 80er-Pop mit einem trügerisch einfachen Text, dessen aufrichtiger Refrain ins Ironische kippt, sobald dieser "the person always messing up in the relationship, the designated Bad Guy who gets the blame," beschreibt und sich zugleich fragt, ob "the reason you're always the one making mistakes is because you're the only one trying." MITSKI schrieb viele Songs für "Laurel Hell" während und teilweise vor 2018. Das Album wurde allerdings erst im Mai 2021 final abgemischt. Es ist die längste Zeitspanne, die MITSKI jemals für ein Album gebraucht hat und für die Musikerin inmitten einer radikal veränderten Welt endete. MITSKI nahm "Laurel Hell" mit ihrem langjährigen Produzenten Patrick Hyland in der Zeit der Isolation während der Pandemie auf, als einige der Songs "slowly took on new forms and meanings, like seed to flower." Das Album als Ganzes entwickelte sich "to be more uptempo and dance-y. I needed to create something that was also a pep talk" erklärt MITSKI. Die Spannung, die zwischen ihren raffinierten, aber wehmütigen Texten und dem sprudelnden Pop-Sound der 1980er Jahre entsteht, ist eine dringend benötigte Infusion in Zeiten wie diesen und das Werk einer reifen wie unwiderstehlichen Künstlerin, die auch zu fröhlich ansteckenden Dance-Beats immer noch etwas Profundes beizutragen hat.
- Black Sand
- Stripe
- Ten Miles Tall
- Dig Until I Reach The Moon
- Grounding Exercises
- Half Plastic
- Speaking Of The Future
- Creature Habits
- Lounger
- Discount Diamonds
- Plato
- Left To Chance
Die richtigen Songs, aneinandergereiht, geben eine belebte Vision unserer Umgebung, als ob frische Augen allein durch Rhythmus gewährt werden können, neue Formen für das verwitterte Drahtgerüst der Welt finden und die Schatten sehen, wie sie mit dem Licht des Tages tanzen. Animal Hospital, die neue LP der Chicagoer Art Punks Ganser, ist ein Monument der Beobachtung, ein Wälzer verirrter Gedanken, die aufgesammelt wurden, während sie sich durch eine Menschenmenge bewegten, die sich zu einer kollektiven Betrachtung der absurden Widersprüche von vorbeiziehenden Leben zusammenfügte. Animal Hospital ist das dynamischste Album von Ganser, das die Grenzen ihres Sounds in neue Bereiche ausdehnt und die elastischen Grenzen des Klangs testet. Der Kern der Band, Alicia Gaines, Sophie Sputnik und Brian Cundiff, bleiben unbeirrt treibenden Mustern treu; Schlagzeug, das mit exakten Beats auf das Herz schlägt, Puls, der von Bass und Gitarren beschleunigt wird, Synthies, die die Nerven beruhigen. Ein endloser Rhythmus unter Füßen, die sich im Takt auf einer Tanzfläche bewegen oder auf einem Bürgersteig. Was hier zusammengetragen wurde, ist eine Sammlung von Beobachtungen, Erinnerungen an die Minuten, die zu Tagen wurden, die damit verbracht wurden, zu beobachten, wie sich die Menschlichkeit in den Menschen verändert und in neue Richtungen dreht. Die Menschen haben ihre Streifen und Flecken gewechselt, oder vielleicht haben sie nur die Zeichen gezeigt, die sie schon immer hatten. Das Leben wurde auf Distanz gehalten. Die Masken wurden straff gezogen. Die Erforschung der surrealen Wahrheiten, die in unseren Herzen schlummern, hat etwas Tiefgründiges, dass das Traurige und Alltägliche so mühelos mit dem Absurden und dem Schönen spielen kann, um etwas Eindringliches, etwas Auffallendes zu schaffen, Lieder, die stechen und aufsteigen und gleichzeitig zum Tanzen auffordern. Aufgenommen in den Jamdek Studios von Doug Malone (mit zusätzliche Aufnahmen von Nick Broste bei Electrical Audio) und produziert in Partnerschaft mit dem langjährigen Verbündeten Angus Andrews (Liars) zwischen Januar und März 2025, ist Animal Hospital ein Meisterwerk von Gansers Handwerk. Songs, die ihr Leben als Notizen begannen, die bereits im Jahr 2020 gekritzelt wurden (mit Ausnahme von ,stripe", einem Demo, das 2021 überarbeitet wurde), wurden hier auf Band geschliffen und in Wachs gepresst. Ganser haben ihren Sound ausgebaut, Mauern errichtet, die sich zu neuen Höhen auftürmen, und Charlie Landsman und Dove Hollis haben sich auf dem Album zusammengetan, um das Fundament zu stützen. Die Zeit auf Tour mit Künstlern wie IDLES, Mclusky und Ted Leo, sowie Shows mit Amyl & The Sniffers, Bikini Kill, Viagra Boys und so vielen anderen haben das unauslöschliche Talent, das in allen Ecken von Gansers Arbeit lauert, nur noch mehr geschärft. Musik, die sich weigert zu glauben, dass irgendetwas wahr ist, dass stattdessen alle Dinge Kraft und Geheimnisse in ihren Schatten bergen, und dass wir nur dann die unausweichliche Schönheit aller widersprüchlichen Dinge verstehen können, wenn wir uns alle auf den Boden begeben und uns einen Sinn geben.
- A1: Black River (Introduction)
- A2: Bit’s Our World
- A3: Make It Right
- A4: Through Our Veins
- A5: No Harm (Intermission)
- A6: I Can’t Believe
- A7: Yasiin’s Lament
- A8: No Maybes
- A9: Message From A Creole (Interlude)
- B1: Freedom Song
- B2: Grandmamaland (Interlude)
- B3: Can’t Let Them
- B4: Throw Your Woes Away
- B5: Free Interlude
- B6: Just Keep On
- B7: More Love
- B8: Whole Hearted
- B9: Rivière Noire Decolonise Your Mind
- B10: No Time To Waste
„Rivière Noire“ ist das erste Album von Reginald Omas Mamode IV auf dem Kölner Label Melting Pot Music und sein erstes Solo-Projekt seit 2022.
Reginald Omas Mamode IV ist ein anglo-mauritischer Sänger, Produzent und Multiinstrumentalist. Geboren und aufgewachsen in Großbritannien, pflegt er eine enge Verbindung zur afrikanischen Insel Mauritius, der Heimat seines Vaters. Seine musikalischen Wurzeln reichen von Süd-London bis zu den Maskarenen-Inseln (Réunion, Mauritius und Rodrigues), wo seine Familie einst an den legendären „Electric Sega“-Aufnahmen der 1970er beteiligt war. Musik liegt den Mamodes im Blut: Auch seine Brüder sind als Musiker aktiv.
Reginalds Stil vereint Elemente aus Golden Era Hip-Hop, Jazz, Soul, Afro, Funk sowie den traditionellen mauritischen Stilen Sega und Maloya. Man hört Einflüsse von J Dilla und D’Angelo, aber auch den Spirit von Sly Stone, Shuggie Otis oder Lee Perry. Mit vier Soloalben auf dem Londoner Label Five Easy Pieces sowie zahlreichen Kollaborationen gehört Reginald zu den prägenden Stimmen der britischen Beat- und Jazzszene. Seit 2012 wird er regelmäßig von BBC-Legende Gilles Peterson unterstützt, der seine Musik seither kontinuierlich spielt.
Gemeinsam mit seinen Brüdern Mo Kolours und Jeen Bassa sowie langjährigen Weggefährten wie Al Dobson Jr. und Tenderlonious zählt Reginald zu den Mitbegründern der 22a-Kooperative. Das US-Magazin The FADER beschrieb deren Sound einmal als „ein kaleidoskopisches Patchwork aus Hip-Hop-, House- und Groove-Explorationen – verbunden durch den zeitlosen Glauben an Rhythmus als universelle Sprache.“
„Rivière Noire“ markiert eine künstlerische Weiterentwicklung – fast schon eine Wiedergeburt. Zum ersten Mal verzichtet Reginald vollständig auf Samples. Stattdessen spielt er sämtliche Instrumente und Gesangsspuren selbst ein. In seinem bescheidenen Studio erschafft er organische Grooves aus Live-Drums, Drumcomputern, Perkussion, Gitarre, Fender Rhodes und Synthesizern.
Seine Musik ist Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach universeller Liebe und Mitgefühl. Sie reflektiert globale Herausforderungen ebenso wie persönliche Erfahrungen: wachsende Armut, politische Spannungen, ethnische Spaltungen – aber auch alltägliche Beobachtungen. „Rivière Noire“ ist Reginalds Aufruf an die Menschheit, sich ihrer Verbundenheit bewusst zu werden.
- A1: Don’t Cry Baby
- A2: Drum Boogie
- B1: Strictly Confidential
- B2: All Of You
- B3: Perception
Der angesehene, in Detroit geborene Gitarrist, der später Professor an der Herb Alpert School of Music der UCLA werden sollte, veröffentlichte 1957 sein sechstes Album (seine zweite selbstbetitelte Veröffentlichung). Hier arbeitet Burrell - der seinen fließenden, geradlinigen Stil bereits voll beherrscht - mit
Cecil Payne (Baritonsaxophon), seinem häufigen Mitstreiter Tommy Flanagan (Klavier), Doug Watkins
(Bass) und Elvin Jones (Schlagzeug) zusammen.
Mit etwas mehr als 36 Minuten ist es ein dichtes, fröhliches Set. Das gesamte Album ist ein einladender
Ausflug, doch wenn man darauf einlässt, wird man sich vielleicht zu dem seidig-weichen „Don’t Cry Baby“
und dem verschlagen spritzigen „Drum Boogie“ hingezogen fühlen, um den vollen Effekt zu erleben.
Black Vinyl[14,24 €]
Tech-Nology was launched in 2003 specifically to make records with the artist Bjorn Svin. Bjorn was the first Danish artist who made underground crossover into commercial hit territory via "Mer Strom" - but still keeping respect in the "real" music world for his enthusiasm, non-compromising style, persona, and sweaty live performance skills - his musical understanding and need to explore new directions took the crowd on a personal musical journey from jazz and classical musicians to early electronic pioneers - but always in a tone of his own. Bjorn always felt a need to escape norms, to grow and not to repeat, but investigate and create. The first record on Tech-Nology was born under the alias - El Far: Couples of lonely dancers. "Bjorn is maybe the most talented electronic producer ever in Denmark" and he was celebrated as a wonder kid by the media back in the 90's. An insider with new knowledge of Bjorn told us: "Yeah I think its good music.. It's not for everyone I must add, but it's definitely quality music for those who dig this sound.. sometimes a bit too deep.. which kind of works against it, cause you really need to listen to it.. you cannot just skip through it, cause then you don't really grasp the soul of it.. so this is what makes it more difficult to sell - but if a guy like this was a bigger name he would sell much better.."
We love Bjorn and we agree - We have tried to sell Bjorn and his music for over 2 decades now - But you can't capture Bjorn, you can't own him - he is only making music for himself - and you can get on the ride if you want to, but don't expect all the rides to be fun - sometimes it hurts! Bjorn is difficult to sell, but we don't think Bjorn really would like to sell much better if he had the option to do a more commercial approach to his music - because Bjorn is about not selling out, he's a purist at heart, making music documents for the few. Bjorn is bigger than superficial success and streaming numbers. He made jingles for Nokia, toured and played Roskilde's main stage, the biggest Festival in Denmark, but he still doesn't care... and that is important if you want to make interesting music that last for the future. When Bjorn met Mester Jakobsen, label boss of Tech-Nology, he has been releasing on numerous underground labels, made the jump to a major label, and everything more or less turned out as a big disappointment, so Bjorn presented a completely experimental album to the Tech-Nology label under the moniker Prinz Ezo - The Body Offset. We loved it then - we still love it now - and a truly collectors item and a secret DJ tool.
Today, Bjorn is still breaking all habits and rules, still doing the same thing - just in new ways, but he has gained insight on another level, adding even more nuances and textures to his post-genre compositions.
Welcome to the second album by Prinz Ezo on Tech-Nology: KURIER Why Kurier? Because Bjorn left to explore the Berlin Underground, shortly after the first two releases on Tech-Nology - he left his roots to search for a bigger meaning, a bigger understanding, to compose real mature sounds and understanding his skills, at the point where you understand why you have to cross borders, still incognito, doing smuggler-sounds, always in transit - between cities, between cultures, between worlds, time and space. Not Restless nor rootless, just forever on the move, always discovering new landscapes! But now Bjorn is settling down - accordingly with the music - to find - not inner peace, but to be completely in balance with the music inside of him. Prinz Ezo is raw, narrative, minimalistic electronic storytelling that refuses to freeze. Tension builds and releases - feel the energy and the drama for the last 2 decades if you dare to take the journey?
Almost twenty years after the first Prinz Ezo album, it has now been possible to make the music for those who never arrived.
Abel Selaocoe, der gefeierte südafrikanische Cellist und Komponist, präsentiert sein erstes Cellokonzert: FOUR SPIRITS. Das Werk verbindet die reiche Klangwelt seiner Heimat mit alten Melodien, Gesang auf Sotho und Zulu sowie fesselnder Improvisation. Durch einzigartige rhythmische Cello-Spieltechniken und die Zusammenarbeit mit Perkussionist Bernhard Schimpelsberger sowie dem Aurora Orchestra unter Nicholas Collon entsteht ein zutiefst persönliches Erlebnis. FOUR SPIRITS ehrt das Township-Leben: Es reicht von traditionellen Heilern über die Freude der Kinder und die universelle Kraft des Gebets bis zur Feier der Gemeinschaft, die zum Mitsingen einlädt. Diese Live-Aufnahme aus der Londoner Queen Elizabeth Hall fängt die Magie eines einzigartigen Konzerterlebnisses ein.
- A1: Disappearances And Losses
- A2: Forest Encyclopedia
- A3: Oceanus Procellarum
- A4: Villa Sacchetti
- A5: Mare Crisium
- A6: Garbo's Face
- A7: Mare Imbrium
- B1: Tuanaki Atoll
- B2: Mare Serenitatis
- B3: Guericke's Unicorn
- B4: Mare Humorum
- B5: Sappho's Poems
- B6: Ghost Train
- C1: Caspian Tiger
- C2: Mani's 7 Books
- C3: Moon Voyager
- C4: Mare Nectaris
- C5: Mare Tranquillitatis
Black Vinyl[28,78 €]
A Study of Losses", das siebte Studioalbum von Beirut, ist eine Odyssee mit 18 Tracks. Das Projekt entstand im Frühjahr 2023, als Viktoria Dalborg, Direktorin des schwedischen Zirkus Kompani Giraff, Condon fragte, ob er Interesse hätte, die Musik für ihr nächstes Projekt zu liefern, eine Show, die auf einer Adaption eines Romans der deutschen Autorin Judith Schalansky basiert. Die Hauptthemen in Schalanskys Buch "Verzeichnis einiger Verluste" und in der Adaption für die Zirkusshow befassen sich mit dem Konzept des Verlusts und der Vergänglichkeit von allem, was uns bekannt ist: von ausgestorbenen Tierarten, verlorenen architektonischen und literarischen Schätzen bis hin zu abstrakteren Konzepten des Verlusts durch den Prozess des Alterns. "A Study of Losses" reist durch elf Songs und sieben erweiterte instrumentale Themen, die nach den Mondmeeren benannt und von der erschreckenden Geschichte eines Mannes inspiriert sind, der davon besessen ist, alle verlorenen Gedanken und Schöpfungen der Menschheit zu archivieren. Musikalisch jedoch taucht er wieder in Chorgesang, Renaissance und andere Stile ein, die seine frühe Arbeiten inspiriert haben, sowie in Variationen von Klängen und Ideen, die sich auf eine seiner Lieblingsplatten, "69 Love Songs" von The Magnetic Fields, beziehen. Mit einer Länge von fast einer Stunde ist es das bei weitem umfangreichste Album, das Beirut je gemacht hat, und es gehört fraglos zu Condons bisher schönsten Arbeiten. "A Study of Losses" ist das zweite neue Beirut-Album innerhalb von nur zwei Jahren und die Fortsetzung eines weiteren, charakteristisch produktiven Kapitels für Zach Condon. Nach einem halben Jahrzehnt, das er damit verbrachte, sich von hartnäckigen Halsproblemen und einem drohenden mentalen Zusammenbruch zu erholen - was ihn daran zweifeln ließ, ob er jemals wieder vor Publikum auftreten würde - folgt "A Study of Losses" auf "Hadsel", das "einen neuen Anfang für Beirut" markierte, lobte Pitchfork und nannte es "eine aus Verzweiflung und Einsamkeit geborene Platte, die sich dennoch voller Leben anfühlt". Während sich "Hadsel" um eine gewaltige, antike Kirchenorgel drehte, die Condon während eines dunklen arktischen Winters in Nordnorwegen entdeckte, wird "A Study of Losses" durch Streichquartette und Arrangements der Cellistin und "No No No"-Mitarbeiterin Clarice Jensen aufgehellt. Geschrieben und aufgenommen von Zach Condon in Berlin (DE) und Stokmarknes (NO), wobei die Wurzeln des Albums in Schweden und Deutschland liegen, erweitert "A Study of Losses" auch die weite Welt, die er durch die Musik von Beirut aufgebaut hat, seit er das Projekt als neugieriger und umherziehender 14-Jähriger begonnen hat. "Als ich zum ersten Mal angesprochen wurde, einen Soundtrack für einen Zirkus zu schreiben, kam zunächst ein gewisses Trauma der 'Elephant Gun'-Ära hoch", erklärt Condon, als er Ende 2024 ,Caspian Tiger' von "A Study of Losses" vorstellt. "Ich war jahrelang in eine Schublade gesteckt worden, in der ich ein skurriles Zirkuskind war, voller sepiafarbener Bilder von Groschenromanen und vielleicht Löwendompteuren mit Schnurrbärten. Es hätte nicht weiter davon entfernt sein können, wie ich mir die Musik vorstellte, die ich machte. Es ist also eine Ironie, dass ich das Projekt von Kompani Giraff so verlockend fand."
- Lion's Thorn
- Heavy Lord
- Ten Of Twelve
- Elastic Sleep
- Sömnen / Febersvan (Live At Monkey Moon Studios, 2023)
GAUPA, deren Name im Deutschen "Luchs" bedeutet, kehren mit abgespeckter Besetzung auf dem neuen Mini-Album "Fyr" zurück, wobei die Schweden damit zugleich auch ihr bislang fettestes und stärkstes Material servieren. Der Titel ist ein vielschichtiges Rätsel und Wortspiel in schwedischer Sprache: "Fyr" kann die Zahl "4" meinen und sich somit auf das Mini-Album als ihre vierte Veröffentlichung beziehen. Andere mögliche Bedeutungen sind "Leuchtturm", "Lichtzeichen" und "Feuer", die ihrerseits ebenfalls zur Musik und zur Lyrik passen würden. Der neue und von GAUPA bewusst dafür ausgewählte Tontechniker Karl Daniel Lidén hat den Tracks auf "Fyr" einen rauen, aggressiven Sound verpasst. Gleichzeitig bleiben auch die Kernelemente des musikalischen Ansatzes der Schweden präsent. Dazu zählen eine fesselnde Komplexität, spacige und trippige Strophen, die auf einem stetigen Strom von Psychedelik reiten, sowie Kaskaden harter Stoner-Riffs. Sängerin Emma Näslund hat sich zur Lyrik von "Fyr" durch Ursula K. Le Guins preisgekrönten Science Fiction Roman "Das Wort für Welt ist Welt" inspirieren lassen. Ihre Texte beschäftigen sich mit dem Konzept der Zeit und der Frage nach der Wirklichkeit, die sich in verschiedenen Variationen in allen Songs des Mini-Albums finden. Seit der Veröffentlichung ihrer selbstbetitelten EP im Jahr 2018 haben GAUPA der Stoner und Psychedelic Rock Szene neue Wege gebahnt und einen einzigartigen Kosmos geschaffen, der durch bezaubernden lyrischen Surrealismus und bewusstseinsverändernde Sounds definiert ist. Mit ihrem Debütalbum "Feberdröm" rückte die Band im Jahr 2020 durch ihre herausragende Mischung aus Progressive, Doom, Stoner Metal und Folk-Elementen, über welcher der mitreißende Gesang von Frontfrau Emma Näslund thront, ins internationale Rampenlicht. Der zweite Langspieler "Myriad" (2022) erreichte mit dem Track 'Exoskeleton' über eine Million Streams auf Spotify (der EP-Song 'Febersvan' steht mittlerweile bei über 4 Millionen). Obwohl GAUPA "Fyr" als "Patchwork" beschreiben, woran jedes Mitglied einen gleichwertigen Anteil hat, wirkt das Mini-Album insgesamt wie aus einem Guss, womit die Schweden die Messlatte für ihre zukünftigen Werke sehr hoch legen. Die physische Version von "Fyr" enthält einen zusätzlichen Bonustrack.
- A1: Umbra
- A2: Fallowfield Loops
- A3: Forgive The Damages (Feat. Daudi Matsiko)
- B1: What We Are And What We Are Meant To Be
- B2: Background Hiss Reminds Me Of Rain
- B3: The Turn Within
- C1: Living Bricks In Dead Mortar
- C2: Naga Ghost
- C3: Luminous Giants (Feat. Rakhi Singh And Manchester Collective)
- D1: Float (Loi Krathong, 2003)
- D2: State Of Flux (Feat. Manchester Collective)
- D3: Silence Speaks
Auf »Necessary Fictions« zeigt das Trio GoGo Penguin, das seit seiner Gründung Jazz, klassische Musik und elektronische Einflüsse miteinander verbindet, was es aktuell als seine »wesentlichen, authentischen Qualitäten empfindet«. Das führt zu einem verstärkten Einsatz modularer Synthesizer in seinem Sound.
GoGo Penguin, zu denen seit der Pandemie der Schlagzeuger Jon Scott gehört, luden erstmals einige Gastmusiker für ihr neues Albumprojekt dazu: das achtköpfige Streicherensemble Manchester Collective unter der Leitung der künstlerischen Direktorin und Geigerin Rakhi Singh sowie den Singer-Songwriter Daudi Matsiko.
»Necessary Fictions« wurde so ein Album voller ambitionierter neuer Entwicklungen – von einer Band, die vollkommen im Reinen mit sich selbst ist: selbstbewusst genug, um sich auf Zusammenarbeit einzulassen, gespannt darauf, wohin die Reise als Nächstes geht, und voller Lust, dabei auch Spaß zu haben. »Mir ist sehr bewusst aufgefallen, wie oft ich im Studio beim Aufnehmen gelächelt habe“, sagt Illingworth, „und ich lächle jetzt gerade, wenn ich nur daran denke. Ich hoffe, diese Energie überträgt sich auf die Menschen.«
Für »Necessary Fictions« konnten sie ihr eigenes Studio in Manchester in einen stimmungsvollen Treffpunkt verwandeln – einen angenehmen Ort, an dem man gerne Zeit verbringt, mit Kunstwerken, Fotografien und anderen Bildern an den Wänden, die als Anregung und Inspiration dienten. Illingworth und Blacka waren dort so gut wie jeden Tag über zwölf Monate hinweg im Jahr 2024; dann kam Scott, der in London lebt, nach Manchester, um mit den beiden festen Größen von GGP zu arbeiten, sobald sie bereit für seinen rhythmischen Input waren. Der Titel des Albums stammt aus dem Buch »The Middle Passage - From Misery to Meaning in Midlife« des Psychoanalytikers James Hollis, das, wie Nick sagt, »sehr jungsche Sachen über das Schatten-Ich und verborgene Persona präsentiert. Man fängt an zu denken, ‚Moment mal, da ist ein authentisches Ich, tief drinnen irgendwo!«. »Musikalisch«, ergänzt er, »war es der gleiche Prozess, die gleiche Reise, einige der Dinge abzulegen, an die wir uns gewöhnt hatten und die uns zurückhielten.«
Der gesamte Veränderungsprozess ihrer musikalischen Entwicklung wird von einem Track auf »Necessary Fictions« zusammengefasst, der bezeichnenderweise den Titel »What We Are And What We Are Meant To Be« trägt. »Es ist wirklich einfach, wirklich melodisch«, erklärt Nick. »Es ist kein Showoff, wie ‚Hey, schaut mal, was für Skills wir haben und wie großartig wir sind!‘ Es gibt nicht einmal Improvisation darin. Bassmäßig hat es einfach einen Bass-Synthesizer wie ein Dance-Track. Ein Teil von mir denkt immer noch: ‚Was werden die Leute denken?‘ Dann gibt es einen anderen Teil, der einfach denkt: ‚Was soll‘s, die können denken, was sie wollen! Das ist das, was wir gerade machen wollen, und es fühlt sich authentisch an.‘«
Für Chris Illingworth hingegen bestand ihre Reise darin, weiter in eine Welt vorzudringen, die ihn immer schon angezogen hat, nämlich Synthesizer. »Ich bin früher oft live zu Leuten gegangen, die auftraten, wie Underworld, The Prodigy, Orbital, sogar Nine Inch Nails, und ich habe all ihr Equipment auf der Bühne gesehen, und ein Teil von mir dachte: ‚Verdammt, das sieht nach Spaß aus!‘« Illingworth und Blacka blieben jedoch weiterhin äußerst vorsichtig, was das willkürliche Einfügen von schrillen Sounds betrifft. »Wir wollten nicht, dass es wie ein Gimmick wirkt«, erklärt Chris. »Es musste einen Grund geben – und für uns war das der Wunsch, an bestimmten Stellen den Charakter der Musik zu verändern.«
GoGo Penguin hatte schon immer einen erzählerischen, filmischen Ansatz in ihrer Musik – weit entfernt von simplen Strophe-Refrain-Strukturen, inspiriert von Debussys »Préludes« bis hin zu Underworlds »Pearl’s Girl«. Auf »Necessary Fictions« nimmt diese Klang-Erzählkunst nun deutlich größere Dimensionen an – mit spürbar mehr Raffinesse.
GoGo Penguin graben nun selbstbewusst tief in sich hinein, um ihr bestes Selbst hervorzubringen und andere Talente in ihre harmonische Klangwelt einzubeziehen. Mit »Necessary Fictions« bewegen sich die Drei auf neuen Pfaden – und ja, es ist völlig in Ordnung, dabei zu lächeln.
- A1: Ehrendetachement
- A2: Trauerdienst
- A3: Freie Jugend
- A4: Non Sans Ferveur
- A5: Treu Dem Eide
- A6: Gebirgsgarde
- A7: L'union Absolue
- B1: Vers La Paix
- B2: L'armistice
- B3: Un Peuple Libre
- B4: Die Wache
- B5: La Suisse De Demain
- B6: Fern Der Heimat
- B7: Halten Und Dienen
- B8: La Resolution
- B9: Un Peuple Uni
ROMEs „Martial Ambient Serie“ mit ihren düsteren, industriellen Klanglandschaften - größtenteils auf restauriertem historischem Audiomaterial basierend - versetzt uns zurück in die blutgetränkten Schlachtfelder der jüngsten europäischen Geschichte, als sich ähnlich wie heute die Ideologien auf europäischem Boden bis zum Tod bekämpften.
Was mit „Käferzeit“ (2019) und „Gärten und Straßen“ (2020) begann und später mit „Haus der Flieger“ (2021) und „Blätter und Steine“ (2023) erweitert wurde, findet nun in „Aster und Edelweiß“ seine fünfte und finale Umsetzung.
„Aster und Edelweiß“ befasst sich mit dem Leben und dem Vermächtnis des 1960 in Pully verstorbenen General Guisan, dem Oberbefehlshaber der Schweizer Armee zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, der es wie kein anderer verstand, das Durchhaltevermögen und den Wehrwillen der Schweizer Soldaten und der Bevölkerung angesichts eines möglichen Einmarschs zu stählen. Dabei laden ROME den Hörer auf eine düstere Klangwanderung ein, die durch filigrane Samplearbeit und traumhafte, orgelgetriebene Sequenzen voller dunkler Anmut und zerbrechlicher Eleganz geprägt ist: Eine eindringliche und atemberaubende Reise in das Reich der Pflicht, der Beharrlichkeit und des Opfers.
- Schwarzes, 180 Gramm schweres 12“ Vinyl, Spezielles Schallplatten-Master, Extra audiophiler Tonträger von hoher Qualität – deutsche Pressung, Stabile Kastentasche, Cover im Inside-Out Druckverfahren bedruckt, Schwarze, antistatisch gefütterte Innentasche, Postkarte, Handnummeriert von Jérôme Reuter, Signiert von Jérôme Reuter, Limitiert auf 500 Exemplare




















