Bernadette La Hengst ist die facettenreichste Protagonistin der sogenannten Hamburger Schule. Sie ist "die einzige deutsche Soulsängerin" (R. Jellen/Junge Welt), "Rebellische Lebenskünstlerin" (Der Freitag) und "Agitations- Chanteuse" (ihr Label Trikont). Sie veröffentlichte solo, mit ihrer Band Die Braut haut ins Auge und mit Projekten wie Die Zukunft oder dem Schwabinggrad Ballett seit 1988 knapp 20 Alben. Sie ist nicht nur eine großartige Songschreiberin und Musikerin, sondern auch Regisseurin, Chorleiterin, Radiomoderatorin und Femme de Lettres. Ihre Band Die Braut haut ins Auge war in den 1990ern "weder Diskurs-Pop noch Riot Grrrl oder Pop-Mainstream " (La Hengst) und damit zu unique für den großen Markt. Bernadette La Hengst ist stets zu Pop, zu Frau und zu eigen. Genau deshalb ist sie eine der interessantesten und wortgewaltigsten deutschen Texter:innen. Wer sonst kann so geschickt politische Diskurse als Liebeslieder tarnen, wie Bernadette es im Song "Dilemma" schafft. Einfach mal "Das Private ist politisch" umdrehen, dann geht das wunderbar. Oder eventuell autobiografische Themen in einen so tollen Text wie den titelgebenden "Warum ich so laut singen kann" umsetzen? Mit "Warum ich so laut singen kann" liegt nun erstmals eine umfangreiche Sammlung ihrer Songtexte vor. Der Band enthält 100 Lyrics sowie zahlreiche Erläuterungen zu ebenjenen.
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Derya Yildirim ist so vieles: Begnadete Sängerin, Baglama-Virtuosin, Underground-Star, Botschafterin des reichen musikalischen Erbes in der Türkei, Erneuerin und Bewahrerin dieser Musiktradition und einfach eine verdammt gute Interpretin. Sie hat Groove, sie ist mit der Anadolu-Soul-Band Grup Simsek genauso großartig wie mit dem Kammermusik-Orchester Ensemble Resonanz. Sie bringt den Saal zum Toben, egal ob es die Elbphilharmonie oder ein kleiner Club ist. Gemeinsam mit dem französischen Keyboarder und Produzenten Graham Mushnik hat sie ein Kinderalbum gemacht: Hey Dostum, Çak! übersetzt: "Give me five!" Was für eine tolle Idee! Viele der Lieder kennt die Hamburgerin Derya Yildirim aus ihrer Kindheit: Es sind Wiegenlieder, Volkslieder, die ihr Vater auf der Baglama gespielt, oder die sie im Türkischunterricht gesungen hat, die auf Kassetten ihrer Großeltern zu hören waren, oder die der Baglama Lehrer ihr beigebracht, der sie und andere türkischsprachige Kids im Stadtteilladen in Hamburg-Veddel unterrichtet hat.
Wie Hip-Hop nach Hamburg kam
Die Compilation ist als Zeitreise zu den Anfängen der Hamburger Hip-Hop-Kultur konzipiert und umfasst über 100 weitgehend unveröffentlichte Songs und Skits. Begleitet wird das Triple-Vinyl von einem 96-seitigen Booklet, das von den frühen Jahren von Hip-Hop, Rap und DJing in Hamburg erzählt. Präsentiert wird das Werk von den Herausgebern des Buchs und den Kuratoren der Museumsausstellung EINE STADT WIRD BUNT.
Kennt eigentlich noch jemand Easy Business? Was wie ein Ratgeber Video auf YouTube klingt, ist der Name einer der ersten Hamburger Rap-Gruppen. Die vierköpfige Formation aus Steilshoop gründete sich schon in den späten 1980er Jahren und begann bald erste englischsprachige Texte zu schreiben. 1989 nahmen sie gemeinsam mit Mario von Hacht den Song „Money“ in einem Jenfelder Jugendzentrum auf.
Als House-Produzent verfügte Von Hacht über ein vergleichsweise schon recht ansehnliches Produktions-Equipment. Selbst die legendäre Roland TR-808, analoger Drumcomputer und Allzweckwaffe von Hip-Hop-Produzenten, war bereits 1989 Teil seines Maschinenparks. Nur hatte er sie eben nicht für Rap genutzt – bis Easy Business anklopften. Und so öffnete ein Musik-Nerd und Technik-Freak dem Hip-Hop eine Tür in Hamburg. Von Hachts Offenheit für den neuen Musikstil sollte sich auszahlen: 1995 produzierte er mit „Nordisch by Nature“ den ersten Chartstürmer von Fettes Brot.
Es sind Geschichten wie diese aus der Gründerzeit des Rap in Hamburg, um die sich die 3-Vinyl-Compilation EINE STADT WIRD BUNT dreht. Unter den über 100 Songs und Skits aus den frühen Jahren des Rap in Hamburg finden sich neben dem Song „Money“ von Easy Business auch ein Mitschnitt eines Auftritts der Gruppe in der Fabrik im Mai 1991.
Von frühen Aufnahmen von MC Africa True, der später unter dem Namen Nana einige Hits landen würde, bis zu den Britcore-Veteranen von Readykill, von 2 Ruff, deren Mitglied Simple Simon zu den ersten Hip-Hop-Produzenten der Stadt gehörte, bis zu den Reim Banditen, die als eine der ersten hiesigen Bands mit einem Majorlabel-Vertrag als Hamburger Antwort auf die Fantastischen Vier positioniert werden sollten, vereint das Triple-Vinyl eine einzigartige Sammlung musikhistorischer Zeitdokumente. In Kombination mit dem begleitenden Booklet vermitteln sie ein authentisches – und überaus unterhaltsames – Bild von den Anfängen des Rap in Hamburg.
Nach dem preisgekrönten, 2021 erschienenen Buch „EINE STADT WIRD BUNT. Hamburg Graffiti History 1980-1999“ und der gleichnamigen Ausstellung, die bis Anfang Januar 2024, als eine der erfolgreichsten aller Zeiten, im Museum für Hamburgische Geschichte gezeigt wurde, folgt mit der Compilation nun also eine weitere Dokumentation Hamburger Subkultur Geschichte der 1980er und 1990er Jahre. Im Fokus diesmal: die Pioniere des Rap in der Hansestadt.
Zum Team hinter dem Triple-Vinyl gehören neben den vier Herausgebern von EINE STADT WIRD BUNT. Oliver Nebel, Frank Petering, Mirko Reisser und Andreas Timm drei ausgewiesene Kenner der deutschen Hip-Hop-Szene. Oliver Herbst, einst DJ der Hip-Hop-Band City Nord, betreibt heute ein Musiklabel, auf dem die Platte erscheint, und konnte im Zuge der Recherche an viele alte Kontakte anknüpfen. Ebenfalls mit an Bord: der langjährige Chefredakteur des Hip-Hop-Magazins Backspin Dennis Kraus und der Musikjournalist und Moderator Falk Schacht.
Über einen Zeitraum von über zwei Jahren hinweg hat sich das Team auf Recherche begeben. Sie nahmen Kontakt zu Bands, Rapper*innen, DJs und Produzenten auf, die in den 1980er und 1990er Jahren in und um Hamburg aktiv waren. Sie sichteten und archivierten unzählige Stunden von Radio-Shows, Tapes, Demo-DATs und Live-Mitschnitten und führten Interviews mit Hip-Hop-Pionieren aus der Hansestadt. „Unser Ziel war es, ein kaum beleuchtetes Kapitel Hamburger Subkulturgeschichte zu erzählen“, sagt Mirko Reisser.
Begleitet werden die Platten deshalb von einem rund 80-seitigen, reich bebilderten Booklet im Vinyl-Format, das in aufwändig recherchierten Texten nachzeichnet, wie der neue Musikstil ab Mitte der 1980er Jahre in Hamburg langsam heimisch wurde. Zu den zentralen Themen dieser Erzählung gehört die Abwesenheit von technischem Equipment – und der Umgang der jungen Szene mit diesem Mangel.
Ein Vierspur Kassettenrekorder musste für die ersten Aufnahmen im Kinderzimmer reichen. Und wer DJ werden wollte, übte Scratchen mit dem Plattenspieler der Eltern. Anders als heute, wo man mit einem Smartphone in der Hand theoretisch ein Millionenpublikum erreichen kann, stellte die Aufnahmetechnik damals eine große Hürde dar. Wer jedoch über die technischen Voraussetzungen verfügte, Songs aufzunehmen, wurde schnell zur Anlaufstelle für die junge Rap-Szene.
Parallel zu dieser Ära der Technik-Autodidakten, öffneten die Rapper*innen der frühen 1990er Jahre ebenfalls ein Fenster in eine neue Welt: Indem sie anfingen, auf Deutsch zu rappen, grenzten sie sich bewusst von den amerikanischen Vorbildern ab und schufen ein ganz neues Selbstbewusstsein der jungen Subkultur. Und ganz nebenbei auch ein ganz neues Bewusstsein für die Möglichkeiten der deutschen Sprache. „Hier wurde etwas gänzlich Neues erschaffen“, sagt Oliver Herbst.
Viele Künstler, die auf der Compilation vertreten sind, dürften heute nur noch echten Hip-Hop-Nerds bekannt sein. Doch es finden sich auch bekannte Namen auf der Tracklist. Jan Eißfeldt etwa, der heute solo als Jan Delay oder als Teil der Beginner Konzerthallen füllt. Oder Fettes Brot, die von einem Hip-Hop-Trio aus dem Hamburger Umland zu einer der erfolgreichsten deutschen Popbands der Gegenwart heranwuchsen. Oder Deichkind, die zu einem massentauglichen Universal Kunstprojekt avanciert sind.
Wie schon das gleichnamige Buch und die Museumsausstellung, so blickt auch die Compilation EINE STADT WIRD BUNT. hinter die Kulissen einer jungen Subkultur – und erzählt parallel spannende Kapitel Musik-, Technik- und Stadtgeschichte aus der Hip-Hop-Hochburg an der Elbe.
INTERPRETEN
Fettes Brot, Absolute Beginner, Deichkind, Das Bo, Ferris MC, Mr. Schnabel, Sleepwalker, Kastrierte Philosophen, Mellow Mark, David Fascher, Easy Business, Reim Banditen, Readykill, TobiTob, I.L.L. Will, City Nord, MK Cram (Poets of Peeze), Dialektik, 2 Ruff, Nina, Flashmaster Ray, Dennis Deutschland, 2BIAS, MC Africa True alias Nana, Vers Chaoten, Die Erstausgabe, THC (Ter Hartchor), R.A.F. (Reimende Antifaschisten), Direkt Aktion, Fogmoor, Syren, Mental Disorda (Crime Code Barets), Dennis the Menace, Selma, 08/15, Hamburg Royal, Skunk Funk, B-Low, Gizmo, AJ, SMG, Phantom Black, Leon Le Pro alias EL’OMC, Paolo 77, Monti, Hanseknaller, Schlechta Umgang u.v.a.
ZITATE VON
André Luth, Jan Eißfeldt, Mathias Arfmann, Ale Dumbsky, David Fascher, Fatih Akin, Carsten Bohn, Schiffmeister (Björn Beton), Pasha Kamber (DJ MPK), Boris Ekambi, Sleepwalker, Mr. Schnabel, Nana Abrokwa, Simon Vegas u.a.
PRODUCER
Mario von Hacht (Super Mario), Sleepwalker, B-Base, Bubblez, TobiTob, X-Ray, Simple Simon
- 01: Ich Und Ich
- 02: Industriemädchen (Splut)
- 03: Töneflöten
- 04: Liebeslied
- 05: Mittelalterloop
- 06: Wildes Malen
- 07: Blech
- 08: Mondpogo
- 09: Two Minutes In A Room
- 10: Hello Mr
Mit ihren unberechenbaren Live-Auftritten und Songs wie "Zurück zum Beton" und "Industriemädchen" sorgten S.Y.P.H. Ende der 70er für Furore - als eine der Bands, die rund um Düsseldorfs Ratinger Hof begannen, deutschsprachig zu texten. Die Band brach von Beginn an mit genre-konformistischen Erwartungshaltungen und machte Musik, die sich bei Rock, Punk und Kraut genauso bediente wie bei der Zügellosigkeit des Dadaismus und der Realität des Tagesgeschehens. Nach dem ersten Album und mehreren Singles (wiederveröffentlicht bei Tapete Records im Dezember 2024) produzierte die Band zwei weitere Alben - Pst und S.Y.P.H. (Album 4) - gemeinsam mit CANs Holger Czukay. Von 1978 bis 1981 entstanden neben Tapete Records veröffentlicht beide Alben gemeinsam mit einer Sammlung zuvor unveröffentlichter Raritäten - Punkraut 1978-1981. Auf dieser Compilation wurden rare und zuvor unveröffentlichte Aufnahmen aus den ersten drei Jahren der Bandgeschichte zusammengestellt: Die Songs "Blech" und "Mondpogo", 1978 live performt bei S.Y.P.H.s erstem Konzert im Düsseldorfer Carsch-Haus und fünf Aufnahmen, die zwischen 1978 und 1979 in Solingen entstanden. Außerdem gibt es drei Studio-Aufnahmen aus den Hamburger Container-Studios im Dezember 1981 - Aufnahmen aus einer Zeit, in der "sich die Band sowohl endgültig vom Punk als Musikrichtung verabschiedet hatte, als auch vom Einfluss des zwischenzeitlichen Produzenten Holger Czukay und einen völlig eigenen Stil gefunden hatte." (Kurt Dahlke, DAF)
- The Beginning Of The Beginning
- The Beginning
- Songs For Bears
- Pure
- To The Sun
- Orion
- Perry Rhodan
- Hollywood, Save The Day
- Back
- 1999:
- Mysterious Ordinary Man
"Children Will Be Furious" ist bereits das dritte Album der Hamburger Band Palila. Das Indie Rock Trio entwickelt sich in Sachen Punch, Druck, Groove und kompositorischer Dichte immer weiter und erschafft noch rauere und zum Teil angriffslustigere Songs als zuvor. Palila nennen Bands wie Built To Spill, Guided By Voices, Dinosaur Jr., Nada Surf, Pixies oder die frühen Smashing Pumpkins als Einflüsse, schaffen aber ihren ganz eigenen Sound, der sie bereits u.a. auf das Orange Blossom Special und das Rolling Stone Beach gebracht hat.
EDEL begrüsst das Hamburger Jazz Label SKIP Records und freut sich, dass zum Start der neuen Zusammenarbeit und dem 25. jährigen Firmenjubiläum des Labels ein neues Album des schwedischen Trios von Emil Brandqvist erscheinen wird. Das skandinavische Trio verzichtet auf Gäste und präsentiert seine Musik in reiner Trio-Besetzung. Der Opener "A Visit To Reality" hebt die solistischen Fähigkeiten aller Mitglieder hervor. Emil Brandqvist glänzt mit melodiösen Kompositionen wie "Endless Like The Sea". Tuomas A. Turunen beeindruckt mit "Shades Of Leaving" und einem Klaviersolo. Max Thornberg setzt mit "Evening Land" den Schlusspunkt. "Poems For Travellers" ist ein weiteres Highlight der Bandgeschichte und wird sicher auch als brandneues Projekt bei der stetig wachsenden Fangemeinde überzeugen und gut ankommen.
- Für Uns Nicht
- Unser Nein
- Grau
- Sie War Sie Ist Sie Bleibt
- Keine Wahl
- Krieg; Keine Frieden
- Korrekt
- Ohnmacht
- Nur Idioten Brauchen Führer
- Für Immer
- Nichts Als Wörter
- Gerechtigkeit
- Wir Werden
Der Soundtrack nicht nur einer Jugend! Die ersten beiden But Alive Platten "Für uns nicht" (1993) und "Nicht zynisch werden?!" (1995) als Reissues auf dem Label B.A. Records von Marcus Wiebusch (Kettcar). Satte 26 Jahre waren diese Klassiker des deutschsprachigen Punk/Rocks nicht erhältlich. Nach dem Erscheinen des Debütalbums "Für uns nicht" war für viele politisch interessierte Musikhörer*innen die Welt nicht mehr dieselbe. Selten zuvor gelang es einer Band die politische Situation des Landes lyrisch so zu sezieren und zu kommentieren. Schnell erspielten sich die Hamburger eine riesige Fangemeinde, die alle auf das 2. Album "Nicht zynisch werden?!" warteten, mit der die Band ihren Ruf als eine der besten deutschsprachige Punkband manifestierte.
- Nennt Es Wie Ihr Wollt
- Weisst Nur Was Du Nicht Willst
- Aus Und Vorbei
- Einleitung Zum Quotensong
- Natalie
- Nie Mehr Zurück
- Wir Vs. Verbitterte Empörung (Korrekt Ii)
- Mehr
- Niemand Schafft Das Allein
- Lasst Es Ihre Entscheidung Sein
- Überall
- Keine Gegensätze
- An Und Für Sich
- 1: +=3
- Betroffen Aufessen
Der Soundtrack nicht nur einer Jugend! Die ersten beiden But Alive Platten "Für uns nicht" (1993) und "Nicht zynisch werden?!" (1995) als Reissues auf dem Label B.A. Records von Marcus Wiebusch (Kettcar). Satte 26 Jahre waren diese Klassiker des deutschsprachigen Punk/Rocks nicht erhältlich. Nach dem Erscheinen des Debütalbums "Für uns nicht" war für viele politisch interessierte Musikhörer*innen die Welt nicht mehr dieselbe. Selten zuvor gelang es einer Band die politische Situation des Landes lyrisch so zu sezieren und zu kommentieren. Schnell erspielten sich die Hamburger eine riesige Fangemeinde, die alle auf das 2. Album "Nicht zynisch werden?!" warteten, mit der die Band ihren Ruf als eine der besten deutschsprachige Punkband manifestierte.
- Die Musik Beginnt
- Ich Bin Nicht Sicher, Ob Das An Hamburg Liegt
- Wofür Die Liebe Sich Noch Lohnt
- Zwanzig Jahre Nikotin
- Der Andere Junge
- Gefühle In Deutschland
- Ist Musik Noch Unser Ding
- Du Teilst Dich Auf
- Ich Lese Was Hinein
- Die Musik Hört Auf
Albrecht Schrader hat mit seinem neuen, selbstbetitelten Album wieder ein Stück Musik geschaffen, das seinen eigenen Resonanzraum sucht. Bekannt für die stilvolle Mischung aus zeitlosem Popsound und zeitgenössischen Texten beweist sich der gebürtige Hamburger nicht ohne Humor, aber ganz sicher ohne Zynismus ein weiteres Mal als Komponist und Texter mit einem feinen Gefühl für seine Zeit, und ein bisschen auch für die davor. Es ist im besten aller Sinne uneitel angenehme Musik, falls es das noch gibt. Und ein formvollendetes Highlight in der bisherigen Diskographie des Künstlers.
“BLADE N” is the long-awaited new album from Japanese rapper Karavi Roushi, who appeared on the Japanese hip-hop scene with his debut solo album “Kiyosumi Kurokawa”. This, his second solo album, is a collaborative release with Aquadab, the Japanese track maker/sound designer who co-produced “Kiyosumi Kurokawa”. The album showcases the preternatural mind-meld between rapper and track maker.
Karavi Roushi came before the public as a member of Nagoya hip-hop collective Hydro Brain Gang on Nero Imai's album “Return Of Acid King” (2017). He then launched the label Super Lights with Aquadab and released his first solo album “Kiyosumi Kurokawa” in 2019 with graphic design by Takara Ohashi. Although an unknown newcomer, the album reached #15 on the iTunes Hip Hop Japan album chart and received plaudits not only for its music but also for the artwork by Ohashi. After the album, Karavi Roushi dropped his first collaboration tune with Aquadab on “S.D.S =Zero=” (2020), a compilation of Generation Z Japanese underground artists produced during the Covid pandemic. That tune, “Tokyoite”, became a favorite of the participating artists.
"BLADE N” was created by the three-person team of Karavi Roushi, Aquadab & Ohashi. Consciously developing their musical methodology, they intentionally use instrumental tracks to interrupt the rappers' voices and flows, something which has traditionally been avoided, and explore the possibility of creating a style that puts the rapper and track maker on equal footing in complex, woven tracks. On the album, Karavi Roushi's paranormal voice, which sometimes sounds like a mutant synthesizer, adds incisiveness, and in the artwork Ohashi visually extracts the story world hidden in “BLADE N”, giving the cover art the same impact as that of “Kiyosumi Kurokawa”
- There's Enough For Everyone (Feat. The Celli Of Death)
- Piss On The Lawn
- Der Musiktourist (Feat. The Horns Of Hell)
- Das Telefon
- Manifesto Malakka (Feat. Bierbaron Und Pintmurdera)
- Arschfratze De (Feat. The Organs Of Karma)
- Fünf Mark Tilt
- Engine No Nine
- Ms Loveboat
- Pete
- Jemand Lief Amok Auf Der Mayday
- Ich Möcht Ilona Christen Die Brille Von Der Nase Schlag
- Das Sind Die 90Er, Baby
- Antimanifest
- Zeit, An Gott Zu Denken
- Frei (Na Toll)
- Korrekt Iii (Das Letzte Kapitel)
- Ausverkauf Vs. Ghettoromantik
- R.t.b.a.m
- Im Rockstadion Trifft Sich Das Schlechte Gewissen
- Gefrorene Felder
- Menschen, Die Nur Ein Thema Haben
- Sie Weinte Wirklich
- Brenn Das Haus Nieder
- Es Sei Denn, Du Bist Snake Plisken
- Ich Werde Sie Yoko Ono Nennen
But Alive ist eine der wenigen Punkbands, denen es in den 90ern gelang, nicht ins Apolitische abzurutschen. Keine Politphrasen, keine MTV-Clownerien, die Systemkritik von ...But Alive blieb knallhart und präzise. Musikalisch setzen die Hamburger auf ihrem dritten Album "Bis jetzt ging alles gut..." (1997) vorwiegend auf griffigen Melodiepunk, zu dem sie dann Textzeilen bringen wie "Schreinemakers ist eine Quotenhure"(aus der Single "Ich möchte Ilona Christen die Brille von der Nase schlagen"). ...But Alive hassen den Zustand allwissender Coolness, der jegliche Gedanken an Revolte als abgesessene Peinlichkeit begreift. Und dies tun sie nicht mit dem Zeige-, sondern mit dem Mittelfinger. Produziert wurde das Album von Christian Mevs.
- A1: Joy Of Life
- A2: New Kid In Town
- A3: Trusting You
- A4: Never Die
- A5: Still Here
- B1: The Haze (Interlude)
- B2: Can You Hear Me
- B3: Together
- B4: Light It Up
- B5: Disconnect
- B6: Trusting You ( Acoustic)
Mehr als zwanzig Jahre ist es her, dass das Hamburger Trio
SONO mit dem Clubhit „Keep Control“ die nationalen und
internationalen Charts enterte und so seinen Weg in die
Dance- und Popwelt ebnete. Zwei Dekaden, die der Band
um Lennart A. Salomon, Florian Sikorski und Martin Weiland Zeit gaben, ihren ganz eigenen Stil zu erfinden: eine
Mischung aus clubtauglichen Beats und lupenreinen Popsongs. Eine Hommage an eben diese Clubs ist nun der neue,
neunte SONO Longplayer „In The Haze“. Für „In The Haze“
haben sich SONO mit angesagten Größen der Club-Szene
zusammengetan, wie beispielsweise dem Hamburger Techno-Produzenten André Winter, dem italienischen DJ Rafael
Cerato und der Hamburger Drum ’n’ Bass Größe Phace.
— Das Album erzählt von dem, was in den undurchsichtigen, vielschichtigen Schwaden der Nebelmaschinen
eben so passiert: Liebe, Tanz, Trennung, Verunsicherung
— Ein emotionales Album, das genauso zum Tanzen wie
auch zum Zuhören und Mitsingen einlädt
Das achte Album der Punkrock-Gruppe Turbostaat: Wo sonst Möwen und Wattenmeer waren, sind jetzt Tauben und Beton
Junger Punk steht breit lächelnd in kahler Raumecke vor zerschlissener Tonbandmaschine; kurzgeschorene, blondierte Haare, schnittige Sonnenbrille mit dünnen Metallbügeln, angejahrte Lederjacke über buntem Flanellhemd; Trainspotting-Ästhetik. Beschriebenes Foto ist gewiss kein typisches Albumcover-Motiv - und doch ziert es das Cover vom neuen, achten Studioalbum der Husumer, Hamburger, Berliner Band Turbostaat. Der Mann im Zentrum des angegilbten Schnappschusses? Turbostaat-Stammproduzent und Toningenieur Moses Schneider in seinen späten Zwanzigern; oder in seinen frühen Dreißigern - jedenfalls in einem Lebensabschnitt vor Kamillentee und Hochglanz-Equipment. Dreck, Wut, Tatendrang, Aufbruchsstimmung, rotziger Pessimismus, unverhohlen grantiger Punk-Geist - das sind die Parallelen zwischen jenem Foto und der Platte, die es bebildert. Sie hört mit Fug und Recht auf den Namen 'Alter Zorn', klingt mehr nach Stunde null als nach Spätwerk-LP und probt - anstatt friedfertig zu umarmen - den unsanft aufrüttelnden Würgegriff.
Okay, geschenkt: Friedfertig umarmt haben Turbostaat ihre Hörer*innen auf musikalischer Ebene Zeit ihres Bestehens ohnehin nie. Da war immer mehr Understatement und nordfriesische Nüchternheit als Charmeoffensive oder Frohmut, immer mehr Sehnsucht als Wohlbehagen, immer mehr Krach, wirre Worte und bärbeißige Mine zum bösen Spiel als gut gelaunter Humbug. Turbostaat-Musik, das ist Punkrock, dem Wattenmeer-Nebel in den Lungen hängt - seitdem sich die Band 1999 in der schleswig-holsteinischen Provinz formiert hat und auch ein Vierteljahrhundert später.
Wo sonst Möwen, Wattenmeer-Nebel und graue Weiten waren, verdecken nun Taubenschwärme, endzeitlich versmogte Betonburgen und eine gottverdammte Bismarck-Statue, die dem Szeneviertel ihren metergroßen Arsch entgegenstreckt, die Sicht auf alles Schöne. 'Alter Zorn' blickt auf die »Affenstraße«, auf verwahrloste Eckkneipen, in der sich düstere Schatten stapeln, auf »Ruinen zwischen Glas und Stahl«, auf Metropolen voll »greller Sommerkotze« und Spiegelscherben, die immer enger werden - und nur selten starr auf’s offene Meer. Was den schwammigen Protagonist*innen des Turbostaat-Universums dennoch geblieben ist, ist die bohrende Einsamkeit - dieses wütend-resignierte Gefühl, es nicht zustandezubringen, »hier mitzumarschieren«. 'Alter Zorn' zeichnet eine Dystopie - eine Welt zwischen Novembergicht und Hitzestau, in der sich tote Schwäne im Graben stapeln, Panzer rollen, die Luft knapp wird, Obdachlose die Straße umarmen, alle alles mit Karte bezahlen, in Ledersitzen zittern, die Laune im Arsch und überhaupt »wirklich Sense« ist.
Das achte Album der Punkrock-Gruppe Turbostaat: Wo sonst Möwen und Wattenmeer waren, sind jetzt Tauben und Beton
Junger Punk steht breit lächelnd in kahler Raumecke vor zerschlissener Tonbandmaschine; kurzgeschorene, blondierte Haare, schnittige Sonnenbrille mit dünnen Metallbügeln, angejahrte Lederjacke über buntem Flanellhemd; Trainspotting-Ästhetik. Beschriebenes Foto ist gewiss kein typisches Albumcover-Motiv - und doch ziert es das Cover vom neuen, achten Studioalbum der Husumer, Hamburger, Berliner Band Turbostaat. Der Mann im Zentrum des angegilbten Schnappschusses? Turbostaat-Stammproduzent und Toningenieur Moses Schneider in seinen späten Zwanzigern; oder in seinen frühen Dreißigern - jedenfalls in einem Lebensabschnitt vor Kamillentee und Hochglanz-Equipment. Dreck, Wut, Tatendrang, Aufbruchsstimmung, rotziger Pessimismus, unverhohlen grantiger Punk-Geist - das sind die Parallelen zwischen jenem Foto und der Platte, die es bebildert. Sie hört mit Fug und Recht auf den Namen 'Alter Zorn', klingt mehr nach Stunde null als nach Spätwerk-LP und probt - anstatt friedfertig zu umarmen - den unsanft aufrüttelnden Würgegriff.
Okay, geschenkt: Friedfertig umarmt haben Turbostaat ihre Hörer*innen auf musikalischer Ebene Zeit ihres Bestehens ohnehin nie. Da war immer mehr Understatement und nordfriesische Nüchternheit als Charmeoffensive oder Frohmut, immer mehr Sehnsucht als Wohlbehagen, immer mehr Krach, wirre Worte und bärbeißige Mine zum bösen Spiel als gut gelaunter Humbug. Turbostaat-Musik, das ist Punkrock, dem Wattenmeer-Nebel in den Lungen hängt - seitdem sich die Band 1999 in der schleswig-holsteinischen Provinz formiert hat und auch ein Vierteljahrhundert später.
Wo sonst Möwen, Wattenmeer-Nebel und graue Weiten waren, verdecken nun Taubenschwärme, endzeitlich versmogte Betonburgen und eine gottverdammte Bismarck-Statue, die dem Szeneviertel ihren metergroßen Arsch entgegenstreckt, die Sicht auf alles Schöne. 'Alter Zorn' blickt auf die »Affenstraße«, auf verwahrloste Eckkneipen, in der sich düstere Schatten stapeln, auf »Ruinen zwischen Glas und Stahl«, auf Metropolen voll »greller Sommerkotze« und Spiegelscherben, die immer enger werden - und nur selten starr auf’s offene Meer. Was den schwammigen Protagonist*innen des Turbostaat-Universums dennoch geblieben ist, ist die bohrende Einsamkeit - dieses wütend-resignierte Gefühl, es nicht zustandezubringen, »hier mitzumarschieren«. 'Alter Zorn' zeichnet eine Dystopie - eine Welt zwischen Novembergicht und Hitzestau, in der sich tote Schwäne im Graben stapeln, Panzer rollen, die Luft knapp wird, Obdachlose die Straße umarmen, alle alles mit Karte bezahlen, in Ledersitzen zittern, die Laune im Arsch und überhaupt »wirklich Sense« ist.
Das achte Album der Punkrock-Gruppe Turbostaat: Wo sonst Möwen und Wattenmeer waren, sind jetzt Tauben und Beton
Junger Punk steht breit lächelnd in kahler Raumecke vor zerschlissener Tonbandmaschine; kurzgeschorene, blondierte Haare, schnittige Sonnenbrille mit dünnen Metallbügeln, angejahrte Lederjacke über buntem Flanellhemd; Trainspotting-Ästhetik. Beschriebenes Foto ist gewiss kein typisches Albumcover-Motiv - und doch ziert es das Cover vom neuen, achten Studioalbum der Husumer, Hamburger, Berliner Band Turbostaat. Der Mann im Zentrum des angegilbten Schnappschusses? Turbostaat-Stammproduzent und Toningenieur Moses Schneider in seinen späten Zwanzigern; oder in seinen frühen Dreißigern - jedenfalls in einem Lebensabschnitt vor Kamillentee und Hochglanz-Equipment. Dreck, Wut, Tatendrang, Aufbruchsstimmung, rotziger Pessimismus, unverhohlen grantiger Punk-Geist - das sind die Parallelen zwischen jenem Foto und der Platte, die es bebildert. Sie hört mit Fug und Recht auf den Namen 'Alter Zorn', klingt mehr nach Stunde null als nach Spätwerk-LP und probt - anstatt friedfertig zu umarmen - den unsanft aufrüttelnden Würgegriff.
Okay, geschenkt: Friedfertig umarmt haben Turbostaat ihre Hörer*innen auf musikalischer Ebene Zeit ihres Bestehens ohnehin nie. Da war immer mehr Understatement und nordfriesische Nüchternheit als Charmeoffensive oder Frohmut, immer mehr Sehnsucht als Wohlbehagen, immer mehr Krach, wirre Worte und bärbeißige Mine zum bösen Spiel als gut gelaunter Humbug. Turbostaat-Musik, das ist Punkrock, dem Wattenmeer-Nebel in den Lungen hängt - seitdem sich die Band 1999 in der schleswig-holsteinischen Provinz formiert hat und auch ein Vierteljahrhundert später.
Wo sonst Möwen, Wattenmeer-Nebel und graue Weiten waren, verdecken nun Taubenschwärme, endzeitlich versmogte Betonburgen und eine gottverdammte Bismarck-Statue, die dem Szeneviertel ihren metergroßen Arsch entgegenstreckt, die Sicht auf alles Schöne. 'Alter Zorn' blickt auf die »Affenstraße«, auf verwahrloste Eckkneipen, in der sich düstere Schatten stapeln, auf »Ruinen zwischen Glas und Stahl«, auf Metropolen voll »greller Sommerkotze« und Spiegelscherben, die immer enger werden - und nur selten starr auf’s offene Meer. Was den schwammigen Protagonist*innen des Turbostaat-Universums dennoch geblieben ist, ist die bohrende Einsamkeit - dieses wütend-resignierte Gefühl, es nicht zustandezubringen, »hier mitzumarschieren«. 'Alter Zorn' zeichnet eine Dystopie - eine Welt zwischen Novembergicht und Hitzestau, in der sich tote Schwäne im Graben stapeln, Panzer rollen, die Luft knapp wird, Obdachlose die Straße umarmen, alle alles mit Karte bezahlen, in Ledersitzen zittern, die Laune im Arsch und überhaupt »wirklich Sense« ist.
- Das Bißchen Totschlag
- Schorsch Und Der Teufel
- 6: Gegen 0 Millionen
- Seitdem Der Krieg Ist
- Diese Menschen Sind Halbwegs Ehrlich
- Sie Kann's Ihm Beibringen
- Die Bürger Von Rostock, Mannheim Etc
- Menschen Machen Fotos Gegenseitig
- Das Hat Nichts Zu Tun Mit Kunst
- Mexico E. Ezln
- Die Postmoderne
- Totschlag No. 2
Vinyl-Reissue (180g) des 1994er-Albums der Hamburger Punk/Diskurs-Helden. Nach der sogenannten Wiedervereinigung 1990 häuften sich in den folgenden Jahren rechtsradikale Überfälle in Deutschland. Als Reaktion darauf veröffentlichte die Hamburger Punkband Die Goldenen Zitronen 1992 gemeinsam mit den Hip-Hop-Acts Easy Business und Eric IQ Gray die Maxisingle "80 Millionen Hooligans"/"Die Bürger von Hoyerswerda". Zwei Jahre später legten die Goldies nach: das Album "Das bisschen Totschlag" erschien - ein auf den Punkt gebrachter Lichtblick linker Kritik. Der lange nicht lieferbare Klassiker der Hamburger Punk/Diskurs-Helden erscheint 2011 endlich wieder auf Vinyl. Natürlich nicht als Schmalhans-Küchenkost, sondern auf dick geschnittenem 180-Gramm-Vinyl inklusive einer Zeitungsbeilage. Damit nicht genug, alle Songs wurden im Faust-Studio einem Remastering unterzogen: "Endlich auch mal Bässe. Herrlich."
Shitney Beers starten die Expedition zu ihrem dritten Album "Amity Island", das auf Grand Hotel van Cleef und Zeitstrafe erscheint. Das Album der Hamburger Band bietet 12 neue Perlen, die am 2022er Hit-Album "This is Pop" anknüpfen und Shitney Beers noch breiter aufgestellt: Mehr Instrumentierung (Banjo, Streicher) und chremige Chöre, mit "Done" featuring Brockhoff ist außerdem das neue "Don"t let the sun go down on my" dabei. Ein Traum und auch inhaltlich (hier sei besonders "N4N" genannt) trotz der Neunzigerjahre College-Rock Anleihen hochgradig zeitgemäß und ein wichtiges Album für die FLINTA* Szene.
- Sweet Dreams (Are Made Of This)
- Ace Of Spades
- Wonderwall
- Song
- Mad World
- It's My Life
- Sex Bomb
- Sleep!
- Love Will Tear Us Apart
- Wicked Game
- These Boots Are Made For Walking
- Teenage Kicks
- Losing My Religion
- Mongoloid
- Where Is My Mind
- That's Entertainment
Überarbeitetes ReIssue vom 2001er Coverversionen-Album der Hamburger Institution, inkl 3 Bonustracks! 16 großartige LoFi-Versionen von Hits, Hits und noch mehr Hits! Charmant und gleichzeitig destruktiv benutzen sie Megafon-Vocals, Topfdrums und verzerrte Saiteninstrumente, um Stücke wie "Sweet Dreams" (Eurythmics), "Mad World" (Tears For Fears), aber auch "It"s my life" (Bon Jovi), "Ace of Spades" (Motörhead), "Song 2" (Blur), "Wicked Game" (Chris Isaak) oder "Where is my mind" (Pixies) ihrem erfrischenden Trash-tuning zu unterziehen. Unumgänglich!!
Erstmals als Vinyl, 2013
Wow, was für ein Jahr für Johannes Oerding. Sein drittes Studio-Album "Für immer ab jetzt" entert die Charts Anfang 2013 auf #4, die Single "Nichts geht mehr" geht souverän in die Top 50 und erringt einen starken zweiten Platz beim Bundesvision Song Contest - und auf Tour geht bei dem bekennenden Live-Junkie sowieso wieder alles. Über 120 Mal geben Oerding und seine Band auf den Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz alles und begeistern als Support-Act auch noch das Publikum von Joe Cocker. Es gibt also eine Menge Musikfans, für die eine Erinnerung an dieses Über-Jahr das Größte wäre - ein Wunsch, den die kommende Re-Edition von "Für immer ab jetzt" voll und ganz erfüllt: Die Doppel-CD vereint das erfolgreiche Album mit hautnahen Aufnahmen von Oerdings ausverkauftem Konzert im Hamburger Stadtpark. Die einmalige Nacht im vergangenen August war nicht nur deshalb legendär, weil alle Hits der letzten Alben gespielt wurden, sondern auch weil in seiner Wahlheimat immer eine besonders intensive Stimmung aufkommt. "Für immer ab jetzt - Live und Deluxe" ist das perfekte Souvenir für alle Oerding-Fans.
Die vier Hamburger*innen von Surreal Fatal waren bzw. sind bisher in Bands wie Oma Oklahoma, Miley Silence, Rückbau West, Bad Affair und Tankstelle aktiv. Im Sommer 2023 waren Surreal Fatal dann bei Hauke Albrecht im Studio Altona und bei Finna und Saskia Lavaux im Tonstudio Waltraud und haben ihr Debutalbum FUGE aufgenommen. Surreal Fatal ist irgendwo weit unten. Und irgendwie weit oben. Zwischen Dystopie und Utopie. Zwischen Melancholie und Euphorie. Zwischen Punk und Hardcore, zwischen Postpunk und Indie. Es ist persönlich. Und politisch. Das ist SURREAL. Das ist FATAL.
Phase Group are thrilled to present our next release by newcomers to the label, the excellent Hamburg band, Love-Songs. Their new album 'Passive Progressive' will be out on cassette and digital on October 18th.
Love-Songs are the trio consisting of Thomas Korf (electronics + vocals) Sebastian Kokus (Bass) and Manuel Chittka (Percussion) who make cosmic, kraut-inspired electro-acoustic music. Many will be familiar with their previous output on wonderful labels like Kame House and Bureau B.
'Passive Progressive' lands in the form of 8 enthralling tracks that take us through dreamlike and psychedelic echoing territories, where Korf’s modulating electronics and effected vocals ripple over the grooving rhythm section of percussion and bass supplied by Kokus and Chitka. Across the album, the band are joined by a host of guest musicians and friends from Berlin and Hamburg’s underground and experimental music scenes, supplying Trombone, Mbira, Clarinet, Flute and extra synthesisers and vocals to enhance the mind-expanding and unique sound palette of these incredible tracks.
As with most of the material we’ve released on Phase Group, this is music that’s hard to pin down, that lends itself equally well to creating transcending atmospheres in the early moments of a special kind of club set as to soundtracking a mind-bending and deep personal listening experience. We’ve no doubt that the sound that Love-Songs have crafted with Passive Progressive will be enthusiastically received by all sonic voyagers and fans of the label, and we’re over the moon to welcome them to the Phase Group family.
Passive Progressive is available on limited cassette, with double-sided risograph print artwork by Andrija Čugurović.
- A1: Human Universe (6 21)
- A2: Jesus Joy Of Man's Desiring (3 26)
- A3: Ground In C Minor (2 41)
- A4: In Paradisum (3 27)
- B1: Nocturne I Pre Rain (3:29)
- B2: Nocturne Ii After Dawn (3:22)
- B3: Nocturne Iii Once In A Blue Moon (3:57)
- B4: Pavane Pour Une Infante Defunte (6 07)
- C1: Nocturne In C Minor (5:44)
- C2: Recollection (4 36)
- C3: Clair De Lune (2 49)
- C4: Solari (2 42)
- D1: Day One" (From Interstellar) (3:18)
- D2: New Birth (3 36)
- D3: Bolero (8 39)
- D4: 7 Variations On Twinkle Twinkle Little Star (3 50)
Auf seinem Sony Classical Debut-Album "Human Universe" zeigt der außergewöhnliche japanische Pianist und Komponist Hayato Sumino seine facettenreichen musikalischen Einflüsse in einer vielfältigen Auswahl an Stücken klassischer Komponisten wie Bach, Händel, Purcell, Chopin, Fauré und Debussy, ikonischer Filmmusik von Hans Zimmer und Ryūichi Sakamoto sowie seinen eigenen Kompositionen und Arrangements.Die Besonderheit an Hayato Suminos Klavierspiel ist sein einzigartiger, souverän-virtuoser Stil, bei dem er eine präzise klassische Technik mit dem feinen Gespür eines Arrangeurs und ausgeprägten Improvisationsfähigkeiten verbindet. So lässt er beständig Eindrücke aus Genres wie dem Jazz oder der Popmusik, in denen er ebenso aktiv ist, in seine fundierten klassischen Interpretationen einfließen."Für `Human Univers' habe ich mich von den antiken Vorstellungen des Universums und dem Zusammenhang zwischen Kunst und Wissenschaft inspirieren lassen. Die alten Griechen glaubten, dass Himmelskörper im Universum Töne aussenden und dass das gesamte Universum Harmonie und Musik erzeugt, die sogenannte 'Musik der Sphären'."Hayato Sumino ist ein außergewöhnliches Phänomen: Bereits als Teenager begeisterte der 1995 in Tokio geborene Pianist und Komponist unter dem Namen "Cateen" mit virtuosen Videos klassischer Klavierdarbietungen und emotionalen Klavierarrangements von Anime- und Games-Soundtracks ein Millionen Publikum bei YouTube. Bis heute hat über 200 Millionen Aufrufe erzielt und über 1,5 Millionen Follower bei YouTube und Instagram gewonnen. Wenngleich Hayato Sumino bereits seit seinem 2. Lebensjahr Klavier spielte und Unterricht erhielt, studierte er bis zu seinem ausgezeichneten Master-Abschluss im Jahr 2020 Informationswissenschaft und -technologie an der Universität Tokio. Noch vor Abschluss seines Studiums gewann er 2018 als Außenseiter völlig überraschend den Grand Prix bei einem der wichtigsten Klavierwettbewerbe Japan - dem PTNA-Wettbewerb. Der Gewinn war der Startpunkt seiner Karriere als professioneller Pianist. Im Anschluss nahm er für ein halbes Jahr Klavierunterricht bei Jean-Marc Luisada in Paris und avancierte seitdem auf einer Welle der Begeisterung zum Klavier-Superstar in Japan. So spielt er am 14. Juli 2024, seinem 29. Geburtstag, ein Klavierrecital vor 14.000 Menschen in der ausverkauften Tokioter Konzerthalle Nippon Budōkan.Internationale Aufmerksamkeit erregte er 2021 beim Internationalen Chopin-Wettbewerb, wo er mit seiner hervorstechenden Interpretationen das Halbfinale erreichte. Im April 2024 feierte Hayato Sumino sein spektakuläres Debüt in der Royal Albert Hall mit seiner Aufführung von Gershwins "Rhapsody in Blue", die sowohl online als auch im Konzertsaal für Aufsehen sorgte. Als Solist tritt er mit zahlreichen Orchestern auf der ganzen Welt auf, darunter die Hamburger Symphoniker, das NHK Symphony Orchestra, das Boston Pops Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das Baltimore Symphony Orchestra, das Tokyo Philharmonic Orchestra, das Japan Philharmonic Orchestra und das Polish National Radio Symphony Orchestra. Sein Debüt in der Elbphilharmonie gibt Hayato Sumino im Januar 2025.
Zum 20-jährigen Jubiläum erscheint das Debüt-Album einer der erfolgreichsten Indie-Pop- Bands der 00er Jahre erstmals auch auf Vinyl. 2004 waren Schubladen noch wichtig. Popmusik war noch nicht dieses eklektizistische, sich aus universell verfügbaren, entkontextualisierten Quellen speisende Internet-Monster. Wer also beispielsweise deutschsprachigen Gitarrenpop spielte, musste sich positionieren: Bewegte man sich eher in der diskursverliebten, kopflastigen Tradition der Hamburger Schule und hoffte auf "Indie-Credibilität"? Oder wollte man Teil der immer größer werdenden Deutschpop-Industrie werden, vornehmlich repräsentiert von "female fronted" Bands wie Mia, Juli oder Silbermond (nicht zu vergessen die stets gut gelaunten Jungs von von Sportfreunde Stiller), die - mal mit eher studentisch-intellektueller Grundierung, mal mit eindeutig schlagerhafter Geste - das Gefühlige in den Focus rückten. Es gab aber auch Acts, die sich nicht entscheiden wollten. Auf der Insel hatten es die Bands der Britpop-Welle schließlich vorgemacht. Hier ging es mit cooler Haltung, jeder Menge Subversion, aber eben auch goldenen Melodien und echten "Hits" in höchste Popstar-Gefilde. Wieso nicht auch in Deutschland Anspruch, Originalität und Gefälligkeit miteinander in Einklang bringen? Hier kommen nun also Anajo ins Spiel, eine 1999 gegründete Band aus dem provinziellen Augsburg, die 2004 mit ihrem Debüt-Album "Nah bei mir" genau diesen Sprung zwischen die Stühle wagte - und dafür mit sehr viel Liebe bedacht wurde, auch wenn die Indiepolizei nicht immer einverstanden war. "Nah bei mir" ist eine durch und durch leichte Platte, die mit catchy Sounds und Melodien bisweilen gewichtige Themen verhandelt: Überwindung tiefer Trauer ("Der Vorhang geht auf"), Entfremdung ("Einmal noch schlafen"), bittere Enttäuschung ("Die Tränen sind immer noch meine") - immer aber präsentiert mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen. Als wahre Meister beweisen sich Anajo auf dem Album in der schwierigen Disziplin der unblöden Partysongs: Auch nach 20 Jahren überkommt einen beim Hören so skurril-absurder Feger wie "Monika Tanzband", "Honigmelone" oder "Ich hol dich hier raus" noch diese unbändige, mitreißende Freude.
Gegründet 2016 in Berlin. Veröffentlichung von elf 7"-Singles bei diversen Plattenfirmen. 2021 folgt das Debüt Album "Paradies" auf dem Hamburger Label „Clouds Hill“. Zeit ihres Bestehens spielte Gewalt über 250 Konzerte weltweit. Die Touren führten sie durch Deutschland, Österreich, Schweiz, USA, Frankreich, Belgien, Niederlande, Polen, Tschechien, Slowenien. 2018 wurden sie von Weltstar "Jack White" als Support in Deutschland eingeladen. Später teilten sie sich Bühnen mit internationalen Größen wie "Raveonettes", "Fat White Family", "Tricky" und "White Hills". Jason Williamson von Sleaford Mods outete sich als Fan "Gewalt is wicked, follow them". Auch Jack White zeichnete sich beeindruckt von Gewalt "These three Germans - They sound amazing“.
Mit "Doppeldenk" erscheint nun das zweite Studio-Album der Berliner Band auf rotem Vinyl und erstmalig auch auf CD.
"Ist es die Euphorie" ist ein Live-Album, das die bereits jetzt legendären, ekstatischen Konzerte dieser 4Mann-Band einfängt. Aufgenommen in einem ehemaligen Schlagzeug- und Chorübungsraum des ehemaligen Münchner Gasteig, sitzt man quasi mit Raketenumschau im Proberaum. Ihre scheinbar "altmodische" Aufnahmetechnik beschreibt eigentlich schon den Werdegang der Band, die sich ganz old school, ohne große Spotify Playlists und TikTok Algorithmen, sondern Live, mit bald 100 Konzerten in 2 y Jahren ihr Publikum erspielt haben. Raketenumschau sind Freunde, ein Schwarm sozusagen, jeder ist Teil der Bandgeschichte und des Sounds. O-Ton Band: Geprägt haben uns viele Bands der Hamburger Schule aber auch Münchner Bands wie Malva, Prohibition oder Plainhead. Das Debütalbum der Raketenumschau "Ist es die Euphorie" wurde von Willy Löster (MOLA, Florian Paul, Bruckner) produziert und von Olaf O.P.A.L. (International Music, Juli, The Notwist) gemischt.
Auf 300 Exemplare limitiertes s/w Split-Vinyl.
Mit "Perpaura" erscheint die Debüt-EP von Privot Miller, dem neuen Alias von Young Meyerlack aka Ali Whales aka B&DBBB. Zwischen Trap, 2000er RNB und Avantgarde-Pop werden Licht und Schatten von Beziehungsfragen und Selbstzweifeln reflektiert. Assistenz in der Produktion gibt es von Hamburger Lo-Fi Legende Plusma. Über Babygroove in Kollaboration mit ETR kommt eine streng limitierte Sammler Vinyl Version in s/w Split Design mit Instrumental B Seite.
Der Durchbruch nach dem Durchbruch. "In echt" ist das zweite Die Sterne-Album und erschien 1994 auf dem legendären Hamburger L"Age D"Or Label. Locker aus dem Handgelenk geschüttelter Indie Pop, aber funky. Eher Sly Stone, Remo Four und Peter Thomas. Tanzbar! Dazu noch Frank Spilkers Sprechsingtexte über Pop, Politik, Privates und das prekäre Leben. Das hat Flow, das war neu und ist es auf seine Art immer noch. In echt. Inklusive dem Überhit "Universal Tellerwäscher".
Reissue
Nachdem sie uns den technotropischen Pop von Supersempfft durch die Wiederveröffentlichung ihrer zweiten LP "Metaluna" vorgestellt haben, beamen sich die trittsicheren Leute vom Hamburger Bureau B ein paar Jahre zurück, um uns das unverschämte Debüt der Hessen zu präsentieren. Das kollaborative Vehikel karrt durch den Kosmos wie ein Hochleistungsclownsauto, das gewagte Akkordprogressionen, technische Innovationen und einen Haufen Hooks hinter seinem Cartoon-Chassis verbirgt und uns glückliche Hörer auf die Spritztour mitnimmt.
Pressed on a triple 180-gram CLEAR MARBLE vinyl! This album features the Mahavishnu Orchestra, a jazz fusion band led by English guitarist John McLaughlin. Formed in New York City in 1971, the group underwent lineup changes during its active periods from 1971 to 1976 and 1984 to 1987. Known for their complex blend of Indian classical music, jazz, and psychedelic rock, the band received acclaim for dynamic live performances. Many former members have pursued successful careers in jazz and jazz fusion.
Pressed on a triple 180-gram CLEAR vinyl! This album features the Mahavishnu Orchestra, a jazz fusion band led by English guitarist John McLaughlin. Formed in New York City in 1971, the group underwent lineup changes during its active periods from 1971 to 1976 and 1984 to 1987. Known for their complex blend of Indian classical music, jazz, and psychedelic rock, the band received acclaim for dynamic live performances. Many former members have pursued successful careers in jazz and jazz fusion.
2018 veröffentlichte die Berliner Band "Eiscafé Venezia". Ein raues Emo-Album, das beim Hamburger Micropunklabel Amöben mit sozialen Ambitionen (AMSA) erschien. Auf und vor vielen DIY-Bühnen wurden dazu Körper gewippt und Purzelbäume geschlagen. Dann war es lange still. Aus dem Nichts kommt nun ein zweites Album. Brachial, deutschsprachiger Emo-Punk, ein bisschen Screamo und kluge Texte.
SYLVAN Konzerte waren und sind stets etwas Besonderes. Auf unzähligen Festivals und Konzerten weltweit präsentierte die Hamburger "New Artrock"-Band schon seit dem Jahr 2000 ihre atemberaubende Musik. Wie bei vielen Künstlern waren aufgrund der Corona-Pandemie ihre Konzerte zuletzt etwas rar, doch sie ließen sich davon nicht verunsichern und setzten mit ihrem erfolgreichen Studio-Album "One To Zero" ein deutliches Ausrufe- und Lebenszeichen. Auf ihrer Tour im Jahr 2024 zeigten SYLVAN nun, warum ihre Fans sie so lieben: eine perfekte Show mit einer spielfreudigen, eingespielten Band, eine perfekte Show mit bis ins Details abgestimmten Lichteffekten und Visuals und eine Setlist, die nun wirklich aber auch gar keine Wünsche übrig ließ. Die fünf Hamburger verstehen es dabei wie kaum eine andere Band, ihr Publikum auf eine emotionale Reise mitzunehmen. Eine Reise voller Extreme: mal laut, mal leise - mal zerbrechlich, mal vor Energie strotzend - mal scheinbar einfach, mal komplex. Aber immer melodiös und fokussiert auf den momentanen Hauptdarsteller: sei es Ausnahmesänger Marco Glühmann, Tasten-Zauberer Volker Söhl oder Gitarren-Virtuose Johnny Beck, welcher seinem grandiosen und unverwechselbaren Gitarrenspiel das Publikum bezaubert und eine wahre Bereicherung für SYLVAN auf der Bühne ist. Das Fundament bildet die äußerst solide und eingespielte Rhythmus-Sektion mit Bassist Sebastian Harnack und Drummer Matthias Harder. Die Song-Auswahl ist eine Mischung aus dem Besten der langjährigen Band-Historie, garniert mit Songs des letzten Albums, welches sie ja vorher aus genannten Gründen noch nicht auf einer Tour präsentieren konnten - diese Mixtur entfaltet einen wahrhaftigen Live-Spirit und bringt nochmal einen ganz besonderen Touch und Power in die Musik.
Sylvan treten hier den unwiderlegbaren Beweis an, dass sie nun mit voller Kraft zurück auf der Bühne sind.
Jule ist das neue schwarze Sternchen an St. Paulis morschen Musikfirmament. Irgendwie schon Singer/Songwriterin, but make it punk und da ist einfach dieser unverblümte Rap-Einfluss, der nicht ausbleibt, wenn du 25 bist und das halt die letzten zehn Jahre viel gehört hast Jule macht Musik, weil "mein Kopf sehr laut ist und mir das hilft, mit allem umzugehen". Die Debüt EP "Im Regio weinen" erscheint auf Zeitstrafe und umfasst sechs unkonventionelle, bewegende, (tatsächlich) schonungslos persönliche Songs. Zwischen zweifelhafter Medikation und Heartache, direkt aus dem twenty-something Leben vom Hamburger Berg. Alles wie immer, alles immer anders - Jule hat das Mic ab jetzt.
Die Hamburger Punk Chaoten AXIDS veröffentlichen am 28. Juni mit den Amis von Knelt Before aus Oregon ein Split-MINI-Album mit dem Titel "SPLITSCREEN". Darauf zu hören: eigene Songs der beiden Bands und gegenseitiges Covern. Klingt nach Spaß, Krach und ewiger Adoleszenz. Die eine Seite voller stabiler HC-Screamo-Anthems, die andere eine konsequente Weiterführung, was die AXIDS 2021 mit ihrem Release "KIDS WITH AN AXE" gestartet haben: ein wilder Mix aus Punk, Garage und Black Metal mit einer ordentlichen Portion Wahnsinn. Musikalisch weiterentwickelt, bleibt inhaltlich alles beim Alten: Scream of Consciousness, Humor und purer Blödsinn. Die Titel sprechen für sich. Hier und dort taucht dann aber doch mal eine Message auf: "Nie wieder Krieg. Nie wieder Voldemort!" - zu hören im Opener: AXIDPELLIARMUS _ Wie es zu der Split gekommen ist, erzählen die AXIDS so: "Als wir das ganze vor drei Jahren gestartet haben, sind wir schnell über Insta mit unendlich vielen nicen Leuten in Kontakt gekommen. So auch mit Knelt Before. Wir haben uns sofort verstanden und eine Bandfreundschaft ist trotz der großen Distanz entstanden." Die Split läuft unter dem Titel Splitscreen und zeigt, wie die Jungs von beiden Bands aufgewachsen sind: Popkultur, Videospiele und Punkrock. Parallelen und Unterschiede wurden hier mit viel Passion fürs Detail von dem Künstler Rachid Lotf für das Cover Artwork in Szene gesetzt. Aufgenommen wurde die Seite der AXIDS von Yannig Malry - kein Unbekannter in der deutschen Punkszene - im Off Ya Tree Studio in Hamburg. Den Mix verantwortet Tobi Forneberg, der ansonsten für seine Extrem-Metal-Produktionen oder als Live-Mischer vom Freak Valley Festival bekannt ist. Ein musikalischer Spagat, der den AXIDS zugute kommt. Veredelt wurde das ganze zum Schluss von Philipp Welsing von Original Mastering.
- Kolossale Jugend - Party
- We Smile - Kind Und Kegel
- Bernd Begemann - Hitler - Menschlich Gesehen
- Cpt. Kirk &. - Kommt Alle Zugleich Nach D
- Die Braut Haut Ins Auge - Lauf Los
- Die Fünf Freunde - Schlechte Laune
- Die Sterne - Alles Oder Niemand
- Die Regierung - Ein Idiot Mehr
- Die Goldenen Zitronen & Easy Business & Iq - Die Bürger
- Blumfeld - 2 Oder 3 Dinge, Die Ich Von Dir Weiß
- Concord - Ich Fürchte Fast Es Ist Mir Egal
- Huah! - Der Krieg-Song
- Tocotronic - Die Welt Kann Mich Nicht Mehr Verstehen
- Stella - Sie Sagt
- Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs - Von Haus Aus Allein
- Jakönigja - Die Stadt Im Sommer
- Sport - Du Und Deine Welt
- Kante - Die Summe Der Einzelnen Teile (Radio Mix)
"Ich bin neu in der Hamburger Schule" haben Tocotronic 1995 gesungen. "Die Lehrer sind alle ganz nett hier und die meisten meiner Mitschüler auch." Doch wer sind die "Lehrer" dieser 1993 gegründeten Band, die erst spät zu der unter dem Namen "Hamburger Schule" bekannten Szene gestoßen ist? Und wie blicken die "Mitschüler" heute auf die Musikszene, die sich ab Mitte der Achtziger an den Tresen, in den Übungsräumen und Konzertsälen der Hansestadt entwickelte? Zu einer Zeit als Deutschpunk stumpfer und die Neue Deutsche Welle schlagerhafter wurde, entstand irgendwo dazwischen etwas Neues, Eigenes. Noch ohne Trainingsjacken, Seitenscheitel und deutschsprachige Texte herrschte zunächst eine musikalisch wilde Mischung vor - Alternative neben Northern Soul, Punk neben Noise, Pop neben Instrumentalmusik. Erst nach und nach schälte sich der deutschsprachige, intellektuelle Diskurspop heraus, der zum Markenzeichen - und Klischee - der Hamburger Schule wurde und Bands wie Blumfeld, Die Sterne oder Tocotronic zu überregionaler Bekanntheit führte. "Der Text ist meine Party" begleitet zahlreiche Akteur:innen auf ihrem Weg aus der Provinz nach Hamburg. Viele der Musiker:innen hatten in der Punkszene die Selbstermächtigung, den Do-it-yourself-Ethos erlernt und gründeten Bands und Tonstudios, Labels und Konzertorte. "Der Text ist meine Party - Die Hamburger Schule 1989-2000" ist das musikalische Pendant zum gleichnamigen Buch von Jonas Engelmann (Ventil Verlag). Auf der Compilation finden sich viele Musiker:innen, die auch im Buch zu Wort kommen und einige mehr.
Freedom is deeply rooted in the working-class rock of the 70's and 80's, giving us a sound like no other. With meaningful lyrics, power chords and mighty choruses, they're inevitably creating a soundtrack to the journey of life itself. Nicke Andersson once described Freedom as a "bargain basement Springsteen" - a band making music meant to follow you through thick and thin, far into those never-ending summer nights.
Since Freedom first started in 2019, they've established themselves as an amazing live act, filling clubs throughout Sweden with both energy and audience. In 2022 they were honorably chosen to play at the official release party of The Helicopters at the notorious Hamburger Börs in Stockholm.
The band recently added two new members to the crew: Ola Göransson (Heavy Feather, Stacie Collins) and Matte Gustafsson (In Solitude, Siena Root, Heavy Feather). Their combined experience of heavy roots-rock and sense of stage presence, makes Freedom one of Swedens strongest live bands - guaranteed.
Their self-titled debut album from 2021 became a great topic of conversation, leaving a permanent mark in the rock-world of Sweden. Finally, it's time for the awaited second album to be released - once again produced by Martin "Konie" Ehrencrona (Viagra Boys, Håkan Hellström and Les Big Byrd).
Andrea has his roots in the independent musical scene in the first decade of the 2000s. In addition to his compositional and live experience as the first Nadàr Solo drummer, he is one half of the Turin duo Anthony Laszlo with Anthony Sasso, ex guitarist and singer of Milena Lovesick. Andrea Laszlo De Simone made his debut in 2012 when he released his first homemade album, Ecce Homo. Recorded at home by makeshift means and accompanied by the following videos: Solo un uomo, 11:43, I nostri piccoli occhi, Perdutamente.
At the beginning of 2014, he met some experienced musicians from Turin’s underground scene that later, after a few months in a rehearsal room, became his band: Damir Nefat (guitar/backing vocals), Dani C (bass guitar/backing vocals), Filippo Cornaglia (drums/backing vocals), Zevi Bordovach (keyboards/backing vocals) and Anthony Sasso (keyboards/backing vocals/percussions).
Anticipated by the individual tracks Uomo Donna, Vieni a salvarmi and La guerra dei baci on June 9, 2017 - for 42Records - Uomo Donna came out. It’s Andrea Laszlo De Simone’s first real album, a well received work by both audience and critics. It also was pointed as one of the best albums of 2017 by several national music magazines.
Uomo Donna is a complex, articulate and vital album that lives in its own time - where past, present and future coexist. It’s a time in which a sonic world takes shape blending classic and modern, Italian songs with psychedelia, Battisti and Radiohead, Modugno and Verdena, the Beatles and Tame Impala, the magical flight of Claudio Rocchi and the earthly flight of IOSONOUNCANE.
The album was self-produced and then post-produced by Andrea in collaboration with Giuseppe Lo Bue, a sound engineer from Bologna. The recordings were made between October 2014 and the end of 2016 with experimental techniques straddling digital and analogic.
After playing in some important Italian festivals as Siren Festival and TOdays -- that earned him a special mention in the live scores by Rolling Stones -- on October 28, 2017 the first Uomo Donna album tour started in the clubs of the major Italian cities.
On November 30th 2017, Andrea Laszlo De Simone presented his video, Sogno l'amore, during the Torino Film Festival as a short film, shot in Sicily and directed by Francesca Noto and Andrea Laszlo De Simone.
On March 15th 2018 the music video of Gli uomini hanno fame was released, the most political song of the album, an overlook through ferocious human emotions, an eleven and fifty minutes trip within human nature portrayed even in its most ferocious instincts. The music video was directed by Andrea Laszlo De Simone and the mysterious duo Sans. The official cycle of Uomo Donna ends on 31 December 2018 with the music video of Sparite Tutti created by the creative collective Irene&Irene.
2019 was a year of new goals for Andrea, in fact, the album Uomo Donna leaves national borders and got a special mention on social media by the famous American band The Lumineers which included Andrea Laszlo De Simone and Uomo Donna among the most interesting discoveries of the international musical underground and inserts Solo un Uomo in the Spotify playlist “Inspirations”. A few days later, Solo un Uomo was broadcasted by KEXP Radio. On November 4th Andrea and his band were chosen to open for The Lumineers’ only Italian show at Alcatraz, in Milan.
On November 8th Andrea released a brand new work, digitally and on vinyl for 42Records, Immensità, a ‘suite’ of four singles: Immensità, Conchiglie, Mistero and La Nostra Fine. Turned into a medium-length film using Immensità as the soundtrack.
Immensità was presented with four special sold out concerts in Rome, Turin, Padua and Milan. For these shows Andrea Laszlo De Simone was accompanied on stage by a mixed orchestra composed of synths, electronics, choirs, strings and woodwinds. Classic and modern instruments that are intertwined in a nine elements formation: an immersive concert, a contemporary version of chamber music.
In March 2020 Immensità was released also in France, UK, Canada, Belgium and the United States with Ekleroshock/ Hamburger Records (Roster: Benjamin Clementine, Polo & Pan, Limousine and many others). The response of the transalpine press and media, sector and not, was unexpected: major French newspapers and magazines - from Le Monde to Liberation, Vanity Fair and Les Inrockuptibles - dedicated entire pages and rave reviews to Immensità and Andrea Laszlo De Simone. The track Immensità entered, after a few days, at the fourteenth rank of Spotify’s Top viral 50 playlist and broadcasted on France Inter and Radio Nova.
“Immensità” is a complex cross media work of music and images. A project divided into four chapters (the songs) for nine tracks (each chapter has a prologue or a conclusion). A true suite, using the classic term that best describes an instrumental composition in several stages, that can be enjoyed in its entirety only by listening to vinyl or digitally in the innovative single track format, without pauses: a single symphony of 25 minutes and 6 seconds.
In September 2020, Dal giorno in cui sei nato tu was released on all italian platforms, a song dedicated to Andrea’s children, a real love letter in the form of a small speech, where he tries to give them the three keys to approaching life: fantasy, music and irony. Martino, 8 years old, replies to his father’s love letter by making the video accompanying the song, created in Super 8. It's the story of the world through the eyes of the child. It is also an homage to the new little girl in family, Lucia.
Kein Zweifel: Die große musikalische Weiterentwicklung der Hamburger Sleaze-Rocker Night Laser ist auf ihrem neuesten Studioalbum ‚Call Me What You Want‘ in jeder einzelnen Note zu spüren. Die fünfköpfige Band hat die gesamte Erfahrung aus den drei Vorgängerscheiben ‚Fight For The Night‘ (2014), ‚Laserhead‘ (2017) und ‚Power To Power‘ (2020) sowie den mehr als 200 Konzerten gebündelt und in ihre bislang abwechslungsreichste
und kraftvollste Studioproduktion einfließen lassen. Verantwortlich dafür sind – neben den Bandgründern/Brüdern Benno (Gesang) und Robert Hankers (Bass) – die Neuzugänge Felipe Zapata Martinez, Vincent Hadeler (beide Gitarre) und Schlagzeuger Ingemar Oswald, aber auch Produzent Dirk Schlächter (Gamma Ray, Ross The Boss) und Mix/-Mastering-Koryphäe Eike Freese (u.a. Deep Purple, Helloween, Simple Minds). Veröffentlicht wird ‚Call Me What You Want‘ am 24. Mai 2024 über Steamhammer/SPV als CD, Vinyl und digitaler Download. Bereits vorab werden mit den Album-Openern ‚Bittersweet Dreams‘ und ‚Way To The Thrill‘ und der Hymne ‚Don´t Call Me Hero‘ mindestens drei Singles inklusive Videos
ausgekoppelt.
"Driving By Numbers" ist bereits das achte Album der Hamburger Band HALMA. Schon beim ersten Stück des wieder instrumentalen Longplayers kommen die vier Musiker*innen Fiona McKenzie (Schlagzeug), Andreas Voss (Bariton-Gitarre), Gundi Voigt(Bass) und Thorsten Carstens (Gitarre) gleich zur Sache: Das Soundgefüge schmirgelt und fliegt - unmöglich, sich in dieser durchwogten Fülle des Hörbaren und Denkbaren sofort zurechtzufinden: Man muss erneut ansetzen, nochmal beginnen, um die komplexe Konstruktion und den artistischen Witz, der in dieser Musik steckt, zu erfassen. Sounds und Rhythmus spielen mit sich selbst Hase und Igel: Katapultstarts, Beschleunigungen, Verzögerungen, Auf- und Abblenden. Die Vielfalt macht klar, dass der Fokus der Band im Ungewissen liegt: Was zu hören ist, funktioniert wie die Brotkrümel im Hänsel-und-Gretel-Wald - die assoziativ montierten Improvisationen führen durch Höhen und Tiefen und Schluchten und Täler letztlich doch zum Ziel: und zwar zurück zum Anfang - wie die Nadeln, mit denen Insekten im Schaukasten fixiert sind - der Zeit entflogen.








































