Nach ihrem letzten Album GERMAN ENGINEERING ZWEI – auf dem Future, Mariah the Scientist,
Hunxho, Fridayy, Anycia und viele mehr zu hören waren – erobern sie mit ihrem neuesten Projekt LONDON’S CALLING, zusammen mit Dré Six, britischen Boden. Mit Kollaborationen mit 163Margs, Unknown
T und Morrisson festigt das Projekt ihre Verbindung zur britischen Szene.
Wenn man sich ”London’s Calling” anhört, das Album in voller Länge dieser Künstler ausBerlin und London,
ist es ein wirklich offensichtliches Team-up, wenn man darüber nachdenkt. Sie mögen beide Schwarz-Weiß,
sie stehen beide auf Minimalismus und sie sind beide verdammt einzigartig. Das 11-Track-Album klingt,
als wäre es so gedacht. Wunderschöne Melodien treffen auf Trap-Geschichten auf einigen der bisher progressivsten Produktionen von KitschKrieg. Die Leereder Musik lässt viel Raum für den ruhigen und intimen
Gesang einer der originellsten Stimmen Großbritanniens.
Dré Six singt über das Leben, das er kennt und hinter sich lassen will, ohne Filter, ohne Fake News. Eine
Welt der Zombies, die immer wieder das Produkt kaufen, das sie in Zombies verwandelt hat. Eine Welt, in
der man beim Schlafen weder Trainingsanzug noch Schuhe auszieht. Eine Welt, die süchtig macht, nicht
nur für die Nutzer.
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KitschKrieg goes USA. Als “Reise flussaufwärts Richtung Quelle“ beschreiben sie selbst diese Erfahrung.
Mit ein wenig Distanz erscheint der waghalsige Schritt logisch, unvermeidbar fast. Man muss immer weiter
durchbrechen. Die Linse, mit der man auf Dinge blicke, sei dieselbe geblieben, sagt Fizzle – nur seien es
jetzt eben andere Dinge. Andere Themen, andere Charaktere, andere Geschichten, größere Geschichten
auch. Dies ist Amerika, after all.
Die rhythmischen Patterns auf den zehn Songs reichen von Trap und Afrobeats über R&B bis hin zu House
im weitesten Sinne. Dennoch klingt das Album kohärenter als alle bisherigen KK- Releases: GEZWEI ist
das Werk einer Band, keine Compilation. Da sind die vertrauten Sounds der 808, des FM8, des Juno,
mit denen KitschKrieg ihren ureigenen Inner City Blues komponieren. Da sind die wiederkehrenden Stimmen von Hunxho, Fridayy oder Mariah The Scientist, die nicht wie Featuregäste klingen, sondern wie
neue Fixsterne im KK-Kosmos. Und über allem schwebt diese leise KitschKrieg-Melancholie – weil 6am in
Germany eben jederzeit und überall sein kann.
Das dritte schwarzweiße Album ist da. Mit "Insomnia? bringen Trettmann und KitschKrieg ihre Albumtrilogie zum Abschluss.
Es geht darauf um Trennung und die Liebe danach. Vor allem aber geht es um Menschlichkeit: wie wir wurden, wer wir sind,
und wie wir bleiben, wer wir waren.
Die zehn Songs auf "Insomnia? zeichnen einen Weg, der über Eskalation und die Flucht in die Abgründe der Nacht führt, den genialen Selbstbetrug des frischen Verliebtseins und Momente absoluter Klarheit, wie sie nur entstehen können, wenn davor viel Nebel war.
Die Musik trägt ihn auf dieser Reise, wie es in der Vita des ewigen Romantikers Trettmann immer der Fall war, egal ob die grad dolce war oder eher bitter schmeckte.
Sie hat ihm eine Identität gegeben und ihn gerettet, wenn es eng wurde. Die klanglichen Eckpfeiler sind dabei dieselben geblieben: der neue Flex aus USA und UK, aus Accra und Montego Bay, aus den Dancehalls in Jamaika und den Tanzhallen in Berlin.
Als explizite Referenzen aber treten sie auf "Insomnia? merklich in den Hintergrund . Insomnia? ist in dieser Hinsicht der Höhepunkt der KK-Tretti-Ära, ihr endgültiges Manifest. "Insomnia? ist echt, persönlich und vor allem menschlich.
Weil diese Musik wirklich für alle da ist.
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