Generation '22: Chanson mit Seele
Wenn andere Jubiläen begehen, dann schwelgen sie in Erinnerungen. Le Pop ist anders:
Unsere Nummer 10 schaut nach vorn. Sie ist jünger, femininer und souliger als ihre
Vorgänger. Und stellt 16 neue Namen vor, die zuvor auf keiner anderen Ausgabe zu finden
waren. Die neuen Stars heißen Emma Peters, Iliona, UssaR, P.R2B, Ariane Roy und
Clou. Viele dieser Namen stehen am Anfang ihrer Karriere, haben bisher erst eine EP, ein
Album oder ein paar Singles draußen und doch ist spürbar, dass diese neue Generation das
Nouvelle Chanson prägen wird. Nicht alle sind Newcomer, aber Künstlerinnen und Künstler
wie KCIDY, Voyou, Malik Djoudi und Laura Cahen haben in den letzten 4 Jahren (so lange
ist Le Pop 9 schon draußen) eine so fulminante Entwicklung gemacht, dass wir sie diesmal
unbedingt vorstellen wollten. Dazu gesellen sich Schauspielerinnen wie Edwige, Elisa Erka
und Suzanne Lindon, die sich zum ersten Mal als Sängerinnen präsentieren. Ganz
besonders erwähnenswert: Camélia Jordana – einerseits als Musikerin in der Charts-Welt
etabliert, anderseits César-prämierte Schauspielerin, trägt sie in dieser illustren Runde sicher
den glamourösesten Namen.
Doch was macht sie aus, diese neue Generation? Zuerst einmal das Offensichtlichste: Nur
vier der hier vorgestellten Stimmen sind männlich. Das Chanson wird weiblicher und
orientiert sich damit an den Erfahrungen der letzten 20 Jahre. Denn meistens waren es die
Frauen der aktuellen Szene, die sich in der Breite auch im Ausland durchgesetzt haben (man
denke nur an Zaz, Coeur de pirate und Angèle). Le Pop 10 ist nicht nur femininer, die neue
Generation ist auch viel stärker durch die Präsenz von HipHop und R'n'B geprägt. Ein
richtiges Crossover findet zwar nicht statt, dafür merkt man, dass das heutige Chanson
grooviger geworden ist, soul-lastiger auch und punktuell tatsächlich Rap-Anklänge mitliefert.
Besonders deutlich wird das bei P.R2B, die gelegentlich in den Sprechgesang wechselt, bei
Emma Peters, die sogar ein ganzes Album mit Coverversionen von französischen Rap- und
R'n'B-Hits veröffentlichte, bevor sie eigene Songs aufnahm und bei UssaR, der als
Bühnenmusiker auch Rapper wie Kery James und Youssoupha begleitet. Vielleicht nicht
ganz so deutlich, aber wunderschön und subtil binden Iliona aus Belgien (was für eine
Entdeckung!) und Ariane Roy aus Kanada Soul-Elemente in ihre Musik mit ein. Selbst bei
Uptempo-Nummern wie "Le confort" von Voyou ist ein Hauch Motown zu spüren.
Selbstverständlich fehlt auch diesmal nicht der Einfluss von britischem Pop und Americana.
Die Band Palatine etwa ist gitarrenlastig, bringt Folk-Elemente mit und verbindet dies sehr
elegant mit Chanson-Tradition. Bei Laura Cahan finden wir Einflüsse der Cocteau Twins,
Kate Bush aber auch Anklänge an Camille oder Keren Ann. Eine erstaunliche Entwicklung
legte KCIDY hin, die nach einer längeren Phase des Experimentierens mit Elektro und Wave
auf einmal einen mit Vocal-Harmonien, Kraut- und 70ies-Elementen veredelten Gitarrenpop
aus dem Hut zaubert, der nur theoretisch aus der Zeit zu fallen scheint und sich doch ganz
harmonisch in den Gesamtklang der Compilation einfügt.
Und dann ist da auch noch Edwige, eine belgische Schauspielerin, der es nicht mehr
genügte gelegentlich auf Theaterbühnen zu singen. Sie hat ein traumhaftes, in dezenten
Gitarrenarrangements ausgekleidetes Debüt-Album aufgenommen, das im Herbst 2022
erscheinen soll. Ihren Song "Corps & Ame" hat sie uns vorab exklusiv für diese Compilation
überlassen. Den Tipp, uns mit Edwige zu beschäftigen, bekamen wir übrigens von Albin de
la Simone (seit Le Pop 2 immer wieder vorgestellt), der auch schon ein Duett mit ihr
aufgenommen hat.
Mit De La Simone, seit seiner Arbeit für Carla Bruni und das Durchbruch-Album von Pomme
(Le Pop 9) einer der meist gebuchten Produzenten der Szene, sprachen wir anlässlich
seines Konzerts bei der Kölner Reihe "Le Pop La Série" über junge Künstlerinnen wie Iliona,
Clou, Emma Peters und über deren Karrierewege. Dabei machte er uns auch auf Ariane
Roy aufmerksam. Wie sie sind viele der hier vorgestellten Namen Labelmates oder Protegés
etablierter Künstler.
Das sind nicht immer zufällige Beziehungen. In Frankreich erntet das neue Chanson zudem
immer mehr die Früchte des Casting-Show-Booms der letzten 15 Jahre. Hier bekommen
viele Teilnehmer irgendwann die Chance mit renommierten Musikern zusammenzuarbeiten.
Carla de Coignac zum Beispiel flog zwar noch vor dem Finale bei "Nouvelle Star" (2017)
aus dem Wettbewerb, trotzdem nahm Louane (die bei der Konkurrenz-Sendung "L'école des
stars" entdeckt wurde) fünf Songs in ihr Repertoire auf, die die Aussortierte für sie
geschrieben hatte. Teilnehmerin der gleichen Show war auch Camélia Jordana, allerdings
schon 2009. Jordana scheiterte damals im Halbfinale, bekam aber beim Major Sony einen
Vertrag. An ihrem Debüt-Album arbeitete sie mit Jean Felzine (Mustang, auf Le Pop 8
vorgestellt), BabX (Le Pop 8), "L" (Le Pop 7) und Mathieu Boogaerts (seit Le Pop 1 dabei)
zusammen. Inzwischen ist Jordana in der Musik- und Filmwelt etablierter Star und Celebrity.
Wir lernten sie abseits glamouröser Welten bei einer "sièste acoustique" kennen, einem
speziellen Konzertformat in Paris, bei dem das Publikum tatsächlich Siesta hält. Dort trat sie
mit Le Pop-Künstlern wie Armelle Pioline (Holden), BabX und Siesta-Gastgeber Bastien
Lallemant auf. An diesem Beispiel sieht man einmal mehr, wie durchlässig die französische
Szene geworden ist. Jordana ist heute ihre eigene Songwriterin – bei dem hier vorgestellten
Song, dem wunderbar groovenden "Jusqu'au bout des cils" stammen Musik und Text aus
ihrer Feder.
Der Mainstream zeigt sich immer wieder offen für Impulse von Indie-Acts, Kooperationen
zwischen diesen scheinbar gegensätzlichen Szenen sind inzwischen nahezu
selbstverständlich und verschaffen dem Underground zusätzliche Unabhängigkeit.
Le Pop 10 zeigt die Vielfalt dieser Welt auf authentische Weise und formt daraus eine
kohärente Einheit. Wie immer hat auch diese neue Ausgabe keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Wir lassen bewusst Künstler außen vor, die manche Fachleute hier erwarten
würden, die aber nicht "unsere Tasse Tee" sind. Im Vergleich zu ihren Anfängen ist die
Szene heute dynamischer und diverser. In den 50er und 60er Jahren haben Jazz und Brazil
ihre Einflüsse im Chanson der Gegenwart hinterlassen. Zu Beginn der Le-Pop-Reihe waren
es Indie, Electro und Reggae. Heute sind darüber hinaus die Einflüsse von HipHop und R'n'B
zu spüren. Das neue Chanson ist in Bewegung und wird es sicher auch in Zukunft bleiben
Suche:mi musik
Nachpressung des Albums von 2015. Obwohl er vielleicht nicht so bekannt ist, hat sich die sinnträchtige, deutlich amerikanische Musik von Kenniff zu einem allgegenwärtigen Sound gemausert, der im Radio, in Filmen, im Fernsehen und in Werbung von Apple, Facebook, Google und anderen auftaucht. Aufgenommen über drei Jahre hinweg fungieren die Songs auf seinem neuen Album ,Sometimes" wie ein Tagebuch, das die kurzen Momente am Tag dokumentiert, in denen Kenniff sich für Trost und unendliche kreative Möglichkeiten dem Klavier zuwandte. Kenniff schrieb und nahm alles auf dem Album selbst auf, mit der Ausnahme von ,A Word I Give", das eine Kollaboration mit dem japanischen Pianisten Ryuichi Sakamoto ist, der die Musik von GOLDMUND einst als ,so, so, so wunderschön" beschrieb. In einem Interview mit NPR diskutierte Keith Kenniff seine Vorliebe für Musik aus der Zeit des Bürgerkriegs und ihre Möglichkeit, ,in nur wenigen Noten solche Geschichten" zu erzählen. Auch die Improvisationen auf ,Sometimes" schaffen es, trotz ihrer technischen und kompositionellen Einfachheit, tiefgründig zu sein. Subtile Details und Dynamiken drücken das aus, was sonst nicht zu artikulieren wäre. ENG Though he may not be a household name, Kenniff's evocative, distinctly American music has become quietly ubiquitous in the past few years, often appearing on NPR, in films, on TV, and in ads for Apple, Facebook, and Google among others. Recorded over the course of three years, the material on his new album Sometimes functions as a journal, documenting brief moments in Kenniff's day when he could turn to the piano as a source of solace and unending creative possibilities. Kenniff wrote and recorded everything on the album with the exception of the track "A Word I Give", which is a collaboration with preeminent Japanese pianist Ryuichi Sakamoto, who once described Goldmund's music as "...so, so, so beautiful." In an interview with NPR's Weekend Edition Keith Kenniff discussed his appreciation of Civil War era music, and it's ability to covey "...so much story in so few notes." Similarly, these improvisations manage to be richly evocative despite their technical and compositional simplicity, using subtle details and dynamics to express what might otherwise be inexpressible.
Back in stock !
Brian Eno hat den Begriff Ambient Music geprägt und berühmt gemacht - die Musik aber hat er nicht allein erfunden. Brüder im Geiste waren die deutschen Musiker Hans-Joachim Roedelius und Dieter Moebius (Cluster). Es ist müßig, darüber zu spekulieren, wer wen beeinflusst hat, die Idee der Ambient-Musik lag Mitte der 70er-Jahre einfach in der Luft. Fakt ist, dass Brian Eno 1975 ein Konzert von Cluster in Hamburg besuchte. Er stellte sich strategisch günstig in die erste Reihe, und erwartungsgemäß bat man ihn zu einem Jam auf die Bühne. Nach dem Konzert verabredete man ein Treffen, das dann 1977 stattfand. Drei Wochen lang waren Eno und Cluster im Studio von Conny Plank. Zwei Alben entstanden daraus: "Cluster & Eno" sowie "After The Heat". Ersteres ist ohne Übertreibung das erste in Deutschland produzierte Ambient-Album. "After The Heat" ist jedoch etwas völlig anderes. Während auf "Cluster & Eno" die Handschrift von Cluster zu lesen ist (und Enos Ambient-Konzept die Hand führt), ist "After The Heat" eher ein Eno-Album mit den Stilmerkmalen der Cluster-Musik.
Jimi Tenor war schon immer so etwas wie ein Renaissance man. Bereits als er seine Heimat Finnland zu Beginn der 1990er Jahre verließ, um zunächst nach New York zu gehen und später quer durch Europa zu ziehen, entdeckte er schnell das, was er als sein Ikigai bezeichnet, seine große Freude im Leben: Musik in DIY-Manier aufzunehmen und zuhause mit einfachen Mitteln zu produzieren, spontan und intuitiv. Daran hat Tenor über die inzwischen mehr als 30 Jahre seiner musikalischen Karriere hinweg stets festgehalten, ganz egal ob auf Solopfaden seiner frühen elektronischen Alben in den 90er Jahren oder später in den unterschiedlichsten Besetzungen und Kollaboration (u.a. Tony Allen, Kabu Kabu oder Abdissa Assefa). "Multiversum" ist nun sein drittes Album beim Hamburger Label Bureau B. Die Zusammenarbeit zwischen Jimi Tenor und Bureau B begann mit der Veröffentlichung der Werkschau "NY, Hel, Barca" im Jahr 2020 und setzte sich im Frühjahr 2021 mit Herausgabe der Raritäten-Sammlung "Deep Sound Learning" fort. Während Tenor in den vergangenen 20 Jahren vor allem Jazz und Afrobeat Platten aufnahm, kehrte er auf der Bühne weiterhin oft zu seinen minimalistischen Wurzeln zurück. Begeistert von dieser Space Musik, die Jimi Tenor nur mit Synthesizer, Flöte und Saxophon ausgestattet während seiner Solo Auftritte erschafft, lud Bureau B ihn ein, endlich auch eine Platte mit diesem einfachen, aber erstaunlich wirkungsvollen Setup aufzunehmen…
Jimi Tenor war schon immer so etwas wie ein Renaissance man. Bereits als er seine Heimat Finnland zu Beginn der 1990er Jahre verließ, um zunächst nach New York zu gehen und später quer durch Europa zu ziehen, entdeckte er schnell das, was er als sein Ikigai bezeichnet, seine große Freude im Leben: Musik in DIY-Manier aufzunehmen und zuhause mit einfachen Mitteln zu produzieren, spontan und intuitiv. Daran hat Tenor über die inzwischen mehr als 30 Jahre seiner musikalischen Karriere hinweg stets festgehalten, ganz egal ob auf Solopfaden seiner frühen elektronischen Alben in den 90er Jahren oder später in den unterschiedlichsten Besetzungen und Kollaboration (u.a. Tony Allen, Kabu Kabu oder Abdissa Assefa). "Multiversum" ist nun sein drittes Album beim Hamburger Label Bureau B. Die Zusammenarbeit zwischen Jimi Tenor und Bureau B begann mit der Veröffentlichung der Werkschau "NY, Hel, Barca" im Jahr 2020 und setzte sich im Frühjahr 2021 mit Herausgabe der Raritäten-Sammlung "Deep Sound Learning" fort. Während Tenor in den vergangenen 20 Jahren vor allem Jazz und Afrobeat Platten aufnahm, kehrte er auf der Bühne weiterhin oft zu seinen minimalistischen Wurzeln zurück. Begeistert von dieser Space Musik, die Jimi Tenor nur mit Synthesizer, Flöte und Saxophon ausgestattet während seiner Solo Auftritte erschafft, lud Bureau B ihn ein, endlich auch eine Platte mit diesem einfachen, aber erstaunlich wirkungsvollen Setup aufzunehmen…
- 1: First Place I Go
- 2: Try To Get It Right
- 3: Floating On A Dream
- 4: I Can’t Lie
- 5: On My Way
- 6: All Is Well
- 7: He Don’t Love You Right
- 8: Into The Blue
- 9: When I’m A Fool
- 10: I’m Only Getting Started
- 11: My Queen
Der aufstrebende Indie-Singer-Songwriter und Künstler Avi Kaplan hat die bevorstehende Veröffentlichung seines Debüt-Soloalbums „Floating On A Dream“ für den 20. Mai 2022 über Fantasy Records angekündigt.Mit Country, Blues, Soul, Tribal Drums und einem Hauch von Gospel untermauert er seinen elementaren, akustisch getriebenen Rock und erkundet in den 11 Original-Tracks des Albums Herzensangelegenheiten, Wahrheit, Moral und die Suche nach Relevanz. Im Mittelpunkt steht jedoch seine Stimme. Von einem
eindringlichen Falsett bis hin zu den tiefsten Basstönen ist Kaplans Instrument mit nichts anderem in der modernen Musik vergleichbar. Während einige dieser Songs kurz nach Kaplans Ausstieg bei Pentatonix im Jahr 2017 entstanden sind, wurden die meisten speziell für dieses Projekt geschrieben. Was sie zusammenhält, ist der Reichtum und die Flüssigkeit seines Stimmumfangs, der selbst langjährige Fans überraschen dürfte. „Floating On A Dream“ vertieft eine musikalische Entwicklung, die mit der 2020 erschienenen „I’ll
Get By“ EP begann und sich in der letztjährigen Single „Song for the Thankful“ fortsetzte, und erforscht Kaplans breite Klangpalette und seine rootsigen Einflüsse. Das Album ist als CD und LP erhältlich.
Am 20. Mai erscheint das neue Album „The Heart Is Strange“ von xPropaganda, dem gemeinsamen Projekt der ehemaligen Propaganda Mitglieder Claudia Brücken und Susanne Freytag.
Nachdem sich die ursprüngliche Formation von Propaganda 1987 aufgelöst hatte, verfolgten die einzelnen Bandmitglieder von Propaganda verschiedene Soloprojekte und musikalische Abenteuer. Im Frühjahr 2018 fanden sich Claudia und Susanne als xPropaganda wieder zusammen und spielten zwei ausverkaufte Headline Shows in London. Durch diese Erfahrung kreativ inspiriert, traf sich das Duo anschließend mit dem „A Secret Wish” Produzenten Stephen Lipson, um neue Musik zu schreiben.
Die Ergebnisse dieser Sessions, die sich über zwei Jahre erstreckten, sind auf dem neuen xPropaganda Album „The Heart Is Strange” zu hören. Es ist die erste Veröffentlichung nach dem Relaunch des ZTT-Labels und lässt den Stil und die Leidenschaft der Propaganda-Klassiker aufleben, während es mühelos zeitgemäß klingt. Mit seinen markanten Beats, die durch Claudias und Susannes ausdrucksstarken, leidenschaftlichen Gesang wunderbar unterstrichen werden, gehören „Chasing Utopia“, „No Ordinary Girl“ und „Don’t (You Mess with Me)“ zu den herausragenden Stücken.
„The Heart Is Strange“ erscheint als 1CD, Ltd. 2CD und als 1LP.
Gap/ Void is the first collaborative full-length album by Automatisme (the Canadian musician and conceptual artist William Jourdain) and Swiss field recordist, ambient musician, visual artist and writer/academic Stefan Paulus. Jourdain and Paulus first met through shared projects with Mille Plateaux/Force Inc, each contributing to the Ultrablack Of Music anthology and Paulus going on to make several videos for Automatisme tracks issued by the two labels. In early 2021, Paulus approached Jourdain with a proposal based on his field recordings made during numerous mountain expeditions in the Swiss Alps, the Caucasus, and north of the Arctic Circle _ documenting stormy weather, high alpine winds, avalanches, and sounds emanating from glaciers and from the insides of crevices and caves. Paulus created ambient noisescapes from these recordings by splicing and folding them into hundreds of layers of sound: an analog to the geological strata of their geographic sources. The resulting audio mixes, compounding a multiplicity of spatio-temporal excursions, were then further encased in drones using the natural tone series (the traditional zäuerli or wordless yodels of northeastern Switzerland), the monotonic standing drone of Lamonte Young's Dream Syndicate, and the mass chords of early 1970s Kosmische Musik as points of reference. Paulus sent these extended ambient/noise pieces to Jourdain as source material for the latter's bespoke Automatisme techniques, where variable tempo and glitch systems forge more overt minimal techno/IDM works. Gap/Void leads with five rhythmic tracks (cut to 33rpm LP) that feature Automatisme's trademark interstitial digital synthesis and elastic/erratic signal processing, in combination with his own crate-digging `expeditions' through obscure 1970s-80s disco 12-inches, deconstructing their scores and structures to bring these microsamples and sensibilities back to bear on Paulus' deterritorialized sedimental source material…
- A1: Won't You Be My Neighbor? (Live)
- A2: Anarchy Up Your Anus (Live)
- A3: Raping Your Mind (Live)
- A4: Bungle Grind (Live)
- B1: Methematics (Live)
- B2: Hell Awaits/Summer Breeze (Live)
- B3: Eracist (Live)
- B4: World Up My Ass (Live)
- C1: Glutton For Punishment (Live)
- C2: Hypocrites/Habla Español O Muere (Live)
- C3: Spreading The Thighs Of Death (Live)
- C4: Loss For Words (Live)
- D1: Sudden Death (Live)
- D2: Loss Of Control (Live)
Am 31. Oktober 2020 feierte die Band die Veröffentlichung ihres ersten Studioalbums seit 1999, The Raging Wrath Of The Easter Bunny Demo - eine Neuaufnahme ihres 1986er High School Thrash Metal Demos -, mit einem massiven Livestream-Event, das neben einem Gastauftritt von Comedian Neil Hamburger auch Cameos von Musikern und Prominenten wie Eric Andre und Josh Homme (von Queens Of The Stone Age) enthielt.
Die Vinylvariante enthält ausschließlich das Audio und keinen Videocontent.
- 1: This Foolish Heart Could Love You
- 2: Samba Em Prelúdio (Un Jour Sans Toi)
- 3: Perhaps You’ll Wonder Why
- 4: What Of Your Eyes
- 5: Recitativo
- 6: Plus Fort Que Nous
- 7: Ode To Every Man
- 8: À La Tour Eiffel
- 9: Darling Fare Thee Well
- 10: Fleurs Du Dimanche
Melody Gardots Traumstimme hat unzählige Fans längst erobert. Ihr neues Album stellt diese Stimme jetzt verführerisch in den Mittelpunkt, nur begleitet von Pianist Philippe Powell. ”Entre eux deux“ ist eine Oase der Ruhe und musikalischen Konzentration. Als würde Gardot einem direkt ins Ohr flüstern, singt sie großartige neue Songs aus eigener Feder, die einem wie halbvergessene Evergreens erscheinen.
Dass bis auf einen Titel aus Feder von Filmmusik-Legende Francis Lai und einem von Philippe Powells berühmtem Vater Baden Powell alle Songs von Gardot und Powell selbst geschrieben wurden, ist eine
weitere Überraschung dieses Albums, das mit Sinnlichkeit und Melancholie gewinnt.
A demon with demands, a demon with demands. Es ist ein Spätsommerabend in der Dortmunder Nordstadt, in die warme Luft sind schon erste kühle Fäden eingewoben, die den Herbst ankündigen. Passanten flanieren durch die Straßen, auf der Suche nach einer Kneipe oder einem Imbiss und achten nicht auf die vier jungen Männer, die auf einer Biertischgarnitur vor einem Kiosk sitzen. Offene Flaschen, Kronkorken mit Ascheresten, Pfützen auf dem Holzlack: Es ist ein guter Abend, ungezwungen und fröhlich. Oder besser: Es könnte ein guter Abend sein. Denn über den vier Köpfen kreisen dunkle Wolken, Gedankenspiralen, aus denen kein Ausweg gefunden wird: Bei einem ist es die Angst vor Konflikten, die immer und immer wieder mit einer Flucht gelöst wird, sein Blick streift das abgestellte Auto, das ihn jederzeit wegbringen könnte. Beim anderen das Wissen, das jetzt eigentlich mal eine Entscheidung her müsste in dieser festgefahrenen Beziehung, in der man es sich zwar schön gemütlich gemacht hat, aber nun der Stillstand Einzug gehalten hat. Lauter kleine böse Gedanken, die man nicht loswird, sich immer wieder mit ihnen schlafen legt, sie füttert, hegt und pflegt, anbetet und verehrt. Heilige Dämonen. "Holy Demon" ist der Name des ersten Studio-Albums der Drens, eben jener jungen Männer, die sich dort vor dem Büdchen getroffen und dabei ihre Dämonen beschworen haben…
…Auf den 10 Songs liegen sie mit ihren eigenen Abgründen im Disput, mit den großen, mit den kleinen, "I know that this won't ever come true/ Felt first like glitter then so bitter couldn't hold on to you/ I just hold on to my holy demon/ And I can't resist this toxic feeling", lauter kleine Teufelchen, die man nur noch schwer loswird, die sich in toxischen Verhaltensweisen, im Kampf mit sich selbst ausdrücken. Nur noch als vage Erinnerung liegen die unbekümmerte Zeit der Bolzplätze und blutigen Knie zurück, zerrissene Hosen, high vom Schrottgras von der Straßenecke, über sich die sengende Sonne, aber im Reinen mit der Welt, "Our dreams were small/ Only needed a ball/ Because time was our highest good". Stattdessen geht es steil nach oben, aber der Abgrund klafft immer schwindelerregender neben dem Weg an die Spitze, "For so long I missed/ To see the hole I fell in love with". Drens wissen, wovon sie reden: Ihre Debüt-EP "Pet Peeves" brachte der Band ausverkaufte Shows und Festivalsommer ein, selbst im Scheissjahr 2020 konnten sie via Stream auf dem Eurosonic in Groningen spielen, die deutsche Netflix-Erfolgsproduktion "How To Sell Drugs Online (Fast)" nutzte einen Song als Soundtrack. Und auch wenn "Holy Demon" die feinen Haarrisse im Privaten behandelt, der Sound der Band klingt groß und wuchtig, dem fuzzy Surf- und Garagesound der ersten Releases wurden eine große Portion Alternative Rock verpasst, so dass das Album nach kämpferischer Aufbruchsstimmung klingt, den Dämonen wird trotzig ins Gesicht gelacht. Für dieses Update ist auch Produzent Sebastian "Zebo" Adams verantwortlich, der bereits für Bilderbuch das ikonische Klangbild von "Schick Schock" entwickelte. Diese Zusammenarbeit entfaltet auf dem Debüt-Album von Drens eine betörende Wirkung zwischen den dunkel schillernden Texten und dem kraftvollen Popappeal der Musik. Und so ist "Holy Demon" ein Augenblick für die Ewigkeit, ein Foto von diesem Abend vor den flackernden Kioskschildern, aus dem spannendsten Moment einer jungen Band: Ein letzter Blick in die Vergangenheit, aber die Füße bereits in einer bewegten, großen Zukunft
„Worldwide Underground“ ist das dritte Studio-Album der amerikanischen Sängerin Erykah Badu und wurde erstmals am 16. September 2003 von Motown Records veröffentlicht. Das Album enthält HipHop- und Funk-Elemente und zeichnet sich durch eine unkonventionelle musikalische Struktur und ein minimalistisches Songwriting aus, dass sich mit der Hip-Hop-Kultur, der Liebe, dem Leben im Ghetto und der Gang-Kultur befasst. Auf dem Album treten die Rapper Dead Prez und Common sowie die Sängerinnen Queen Latifah, Bahamadia und Angie Stone auf.
Am 25. Februar erscheint „Worldwide Underground“ als Deep Purple Coloured 1LP.
Splattered Vinyl[24,75 €]
Luzifer wurden im Jahre 2009 von L. Steeler (Bass) und S. Castevet (Gesang, Gitarre, Schlagzeug) in Hamm/Westfalen als Nebenprojekt der im Underground gefeierten Vulture gegründet. 2015 erschien die "Rise"-EP, 2018 gefolgt von der "Black Knight" 7" Single auf High Roller Records.
Mittlerweile ergänzt Vulture-Drummer Gereon Deceiver die Besetzung von Luzifer, der auch auf den sieben Songs des ersten vollständigen Albums "Iron Shackles" zu hören ist. Stefan Castevet erklärt: "Mit Gereons Einstieg bei Vulture hat sich das im Laufe der Jahre so ergeben. Gereon übernimmt so auch bei Luzifer die Drums, macht bei den Background-Chören mit und hat sich am Songwriting beteiligt. In die finale Phase der Vorbereitung hat er viel Energie mit reingebracht, und da ich eh seit vielen Jahren nicht mehr richtig hinterm Schlagzeug gesessen habe, ist er ein echter Segen für die Band (lacht)."
"Soundmäßig wollten wir auf dem Album so klingen wie Quartz bei 'Satan's Serenade' und da zusätzlich so 'ne Sommer-Note reinkriegen wie in Rockers 'Mighty Thor'", umreißt Stefan das stilistische Koordinatensystem von "Iron Shackles". "Ob uns das gelungen ist, weiß ich gar nicht unbedingt. Vieles hat sich im Aufnahme- und Mixing-Prozess dann verselbständigt. Große gezielte musikalische Einflüsse besitzen wir in dieser Form gar nicht. Zumindest nicht bewusst. Viel 70er-Kram und dazu dann sowas in Richtung Heavy Load trifft's vielleicht am ehesten."
Neben "Der goldene Reiter", eine in Eisen gegossene Coverversion des NDW-Hits von Joachim Witt, ist auf dem Album noch eine weitere Nummer mit deutschen Texten zu finden, nämlich "Hexer (In drei Teufels Namen)", von dem Stefan Castevet zu berichten weiß: "Wir hatten auch schon auf unserem ersten Release einen Track auf Deutsch. Wir finden das einfach sehr charmant. Damals war's DDR-Heavy-Metal, den wir abgefeiert haben, diesmal hatten wir schlicht Lust drauf. Machen halt nicht so viele. Der Text stammt übrigens von unserem Freund Ela von Iron Kobra. Der kann sowas einfach besser als wir!"
Black Vinyl[24,75 €]
Luzifer wurden im Jahre 2009 von L. Steeler (Bass) und S. Castevet (Gesang, Gitarre, Schlagzeug) in Hamm/Westfalen als Nebenprojekt der im Underground gefeierten Vulture gegründet. 2015 erschien die "Rise"-EP, 2018 gefolgt von der "Black Knight" 7" Single auf High Roller Records.
Mittlerweile ergänzt Vulture-Drummer Gereon Deceiver die Besetzung von Luzifer, der auch auf den sieben Songs des ersten vollständigen Albums "Iron Shackles" zu hören ist. Stefan Castevet erklärt: "Mit Gereons Einstieg bei Vulture hat sich das im Laufe der Jahre so ergeben. Gereon übernimmt so auch bei Luzifer die Drums, macht bei den Background-Chören mit und hat sich am Songwriting beteiligt. In die finale Phase der Vorbereitung hat er viel Energie mit reingebracht, und da ich eh seit vielen Jahren nicht mehr richtig hinterm Schlagzeug gesessen habe, ist er ein echter Segen für die Band (lacht)."
"Soundmäßig wollten wir auf dem Album so klingen wie Quartz bei 'Satan's Serenade' und da zusätzlich so 'ne Sommer-Note reinkriegen wie in Rockers 'Mighty Thor'", umreißt Stefan das stilistische Koordinatensystem von "Iron Shackles". "Ob uns das gelungen ist, weiß ich gar nicht unbedingt. Vieles hat sich im Aufnahme- und Mixing-Prozess dann verselbständigt. Große gezielte musikalische Einflüsse besitzen wir in dieser Form gar nicht. Zumindest nicht bewusst. Viel 70er-Kram und dazu dann sowas in Richtung Heavy Load trifft's vielleicht am ehesten."
Neben "Der goldene Reiter", eine in Eisen gegossene Coverversion des NDW-Hits von Joachim Witt, ist auf dem Album noch eine weitere Nummer mit deutschen Texten zu finden, nämlich "Hexer (In drei Teufels Namen)", von dem Stefan Castevet zu berichten weiß: "Wir hatten auch schon auf unserem ersten Release einen Track auf Deutsch. Wir finden das einfach sehr charmant. Damals war's DDR-Heavy-Metal, den wir abgefeiert haben, diesmal hatten wir schlicht Lust drauf. Machen halt nicht so viele. Der Text stammt übrigens von unserem Freund Ela von Iron Kobra. Der kann sowas einfach besser als wir!"
wieder lieferbar Cluster boten live eine Art Performancekunst, die wesentlich aus Improvisation, Krach, bewusster Vermeidung von rhythmisch-harmonischen Strukturen und dem zügellosen Einsatz elektronischer Klangerzeuger bestand. Dazu kamen Auftrittsdauern von bis zu sechs Stunden, in denen Künstler und Publikum nicht selten in rauschhafte Zustände gerieten. Clusters Musik war anfänglich roh, brutal, spontan und wurde mit einfachstem Equipment - keine Synthesizer, keine Sequencer, keine High-End-Verstärker - erzeugt. Hans-Joachim Roedelius und Dieter Moebius ließen keine mechanischen Prozesse ablaufen. Sie benutzten ihre Maschinen, aber verließen sich nicht auf sie. Vielmehr setzten sie auf Intuition. Das Experiment glückte nicht immer, aber oft. Dann spürte man tatsächlich so etwas wie Magie und hörte das Entstehen einer utopischen Klangwelt. Die zwei von Moebius und Roedelius autorisierten Mitschnitte dieses Albums geben eindrücklich die Atmosphäre und die Magie eines Cluster-Auftritts wieder. Der eine fand 1977 während eines Science-Fiction-Festivals in Metz statt, der andere entstand im Januar 1972 bei einem Auftritt in der Hamburger Fabrik. Die Tonqualität ist mäßig, weil damals das Gelingen der Performance wichtiger war als ihre perfekte Aufzeichnung. Wir heutigen Hörer sollten das akzeptieren.
2020 erschien mit "KiCk i" der Grammy nominierte Auftakt zur Serie; auch nominiert bei den Latin Grammy Awards als "Best Alternative Music Album". 2021 setzt Arca mit "KICK ii" bis "IIIII" nun die "KiCk"-Serie auf XL Recordings fort. Jetzt erscheinen diese auch physisch auf CD und Vinyl! Als Künstlerin war Arca schon immer eine Gestaltenwandlerin - äußerlich wie musikalisch. Sie produzierte Musik für Lady Gaga, Frank Ocean, Björk, Kanye West und FKA twigs, komponierte Musik für das MoMA, trat 2020 mit den Labèque Schwestern, zwei fantastischen Pianistinnen, bei der Burberry Fashion-Show auf, schrieb einen Soundtrack-Beitrag für die HBO-Serie "Euphoria", erschuf gewaltige Noise-Skulpturen oder gab sich auf Partys als exaltierte Diva. Arca wurde für einen GLAAD Media Award nominiert und ist die erste nicht-binäre Künstlerin, die schließlich für einen GRAMMY nominiert wurde. Sie hat ihr eigenes Album-Artwork entworfen und gemalt, für Bottega Venetta, Calvin Klein und Loewe gemodelt, Musikinstrumente der nächsten Generation mitentwickelt und auch mit KI experimentiert. Alejandra Ghersi Rodriguez, wie Arca eigentlich heißt, wurde erst vor kurzem von Publikationen wie dem Time Magazine, Guardian, DAZED, Billboard, Pitchfork, Stereogum und der Los Angeles Times zur einer der innovativsten Künstlerinnen des 21. Jahrhundert ernannt. Als nonbinäre Latinx-Transfrau will Doña Arca die Rolle des Popstars für kommende Generation neu definieren - mit "KICK ii bis IIIII" entführt sie uns in diese Zukunft und öffnet die Tür in eine neue und nonbinäre Soundwelt.
2020 erschien mit "KiCk i" der Grammy nominierte Auftakt zur Serie; auch nominiert bei den Latin Grammy Awards als "Best Alternative Music Album". 2021 setzt Arca mit "KICK ii" bis "IIIII" nun die "KiCk"-Serie auf XL Recordings fort. Jetzt erscheinen diese auch physisch auf CD und Vinyl! Als Künstlerin war Arca schon immer eine Gestaltenwandlerin - äußerlich wie musikalisch. Sie produzierte Musik für Lady Gaga, Frank Ocean, Björk, Kanye West und FKA twigs, komponierte Musik für das MoMA, trat 2020 mit den Labèque Schwestern, zwei fantastischen Pianistinnen, bei der Burberry Fashion-Show auf, schrieb einen Soundtrack-Beitrag für die HBO-Serie "Euphoria", erschuf gewaltige Noise-Skulpturen oder gab sich auf Partys als exaltierte Diva. Arca wurde für einen GLAAD Media Award nominiert und ist die erste nicht-binäre Künstlerin, die schließlich für einen GRAMMY nominiert wurde. Sie hat ihr eigenes Album-Artwork entworfen und gemalt, für Bottega Venetta, Calvin Klein und Loewe gemodelt, Musikinstrumente der nächsten Generation mitentwickelt und auch mit KI experimentiert. Alejandra Ghersi Rodriguez, wie Arca eigentlich heißt, wurde erst vor kurzem von Publikationen wie dem Time Magazine, Guardian, DAZED, Billboard, Pitchfork, Stereogum und der Los Angeles Times zur einer der innovativsten Künstlerinnen des 21. Jahrhundert ernannt. Als nonbinäre Latinx-Transfrau will Doña Arca die Rolle des Popstars für kommende Generation neu definieren - mit "KICK ii bis IIIII" entführt sie uns in diese Zukunft und öffnet die Tür in eine neue und nonbinäre Soundwelt.
2020 erschien mit "KiCk i" der Grammy nominierte Auftakt zur Serie; auch nominiert bei den Latin Grammy Awards als "Best Alternative Music Album". 2021 setzt Arca mit "KICK ii" bis "IIIII" nun die "KiCk"-Serie auf XL Recordings fort. Jetzt erscheinen diese auch physisch auf CD und Vinyl! Als Künstlerin war Arca schon immer eine Gestaltenwandlerin - äußerlich wie musikalisch. Sie produzierte Musik für Lady Gaga, Frank Ocean, Björk, Kanye West und FKA twigs, komponierte Musik für das MoMA, trat 2020 mit den Labèque Schwestern, zwei fantastischen Pianistinnen, bei der Burberry Fashion-Show auf, schrieb einen Soundtrack-Beitrag für die HBO-Serie "Euphoria", erschuf gewaltige Noise-Skulpturen oder gab sich auf Partys als exaltierte Diva. Arca wurde für einen GLAAD Media Award nominiert und ist die erste nicht-binäre Künstlerin, die schließlich für einen GRAMMY nominiert wurde. Sie hat ihr eigenes Album-Artwork entworfen und gemalt, für Bottega Venetta, Calvin Klein und Loewe gemodelt, Musikinstrumente der nächsten Generation mitentwickelt und auch mit KI experimentiert. Alejandra Ghersi Rodriguez, wie Arca eigentlich heißt, wurde erst vor kurzem von Publikationen wie dem Time Magazine, Guardian, DAZED, Billboard, Pitchfork, Stereogum und der Los Angeles Times zur einer der innovativsten Künstlerinnen des 21. Jahrhundert ernannt. Als nonbinäre Latinx-Transfrau will Doña Arca die Rolle des Popstars für kommende Generation neu definieren - mit "KICK ii bis IIIII" entführt sie uns in diese Zukunft und öffnet die Tür in eine neue und nonbinäre Soundwelt.
Vor gerade mal zehn Jahren wurde "Down To The Bone" von Les Disques Du Soleil Et De L'Acier veröffentlicht - ein DEPECHE MODE Tribute Album, auf dem SYLVAIN CHAUVEAU zum ersten Mal auf einem Album sang. Er interpretierte elf Tracks in seinem typisch minimalistischen Stil und ließ nur die ,bare bones" der Originale zurück. Mit dem ENSEMBLE NOCTURNE definiert er die Konturen dieser bekannten Hits auf ungeheuer intime Art und Weise neu. Das von Kritikern hochgelobte Album ist ein Muss für Fans von CHAUVEAU ("The Black Book Of Capitalism", "Nocturne Impalpable") und DEPECHE MODE. Zur Feier des zehnten Jubiläums des Albums macht sich Ici D'ailleurs an das Re-Issue auf CD und zum allerersten Mal mit neuem Artwork auch auf LP. Ein Jahrzehnt und eine ganze Stange Alben später ist "Down To The Bone" noch immer ein großer Erfolg für CHAUVEAU - das Album reicht weit über ein simples Tribute hinaus, indem es einen Schritt von den Originalen zurücktritt. Die Inspiration des Pop ist noch immer vorhanden, doch diese Stücke geben dem Ganzen einen melancholischen Touch. Das Album ist der beste Weg für CHAUVEAU, der Musik von DEPECHE MODE seine Liebe zu erklären.
Die aufstrebende Indie-Künstlerin Lisa Wanloo ist in den letzten Jahren durch eine Zeit der Einkehr und der Klarheit gegangen. Furchtlos erforscht sie ihre Gefühle und drückt sie in schnörkelloser Musik auf eine Weise aus, die nur wenige ZuhörerInnen ungerührt zurücklassen wird. Wanloo entwirft in ihren Liedern eine große, dunkle Szenerie, gepaart mit etwas Zerbrechlichem, das auf wunderschöne Weise im Inneren stochert. Beeinflusst von den dunklen Spielarten der Americana- und Singer-Songwriter-Tradition sowie ihrer lebenslangen Liebe zur Grungemusik, schreibt Wanloo ihre Musik aus tiefstem Herzen heraus. Das erinnert von der Herangehensweise wie auch in der Umsetzung an die großen Angel Olsen und Sharon Van Etten. Lisa Wanloo aus Hönö in den Göteborger Schären hat erst spät mit dem Musizieren begonnen. Ihre 2018 veröffentlichte Drei-Track-Single präsentierte ihre ersten je geschriebenen Songs; damals noch in einer eher traditionellen Singer-Songwriter-Form. Anschließend begab sie sich auf die Suche nach ihrem individuellen Ausdruck und nun ist sie bereit, ihr Debütalbum "Shadows" zu veröffentlichen. Das Reeperbahn Festival, auf dem Lisa Wanloo 2021 zu Gast war, schreibt von einer "unwahrscheinlichen Ausdruckskraft" der Sängerin. Auch wenn der Grundtenor stets von einer sinnlichen Dunkelheit geprägt werde, so könne ihre Musik doch Hoffnung in trostlosen Lebensmomenten spenden. Wanloo sei eine "junge Künstlerin von unschätzbarem Wert für die Gegenwart".




















