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LADY WRAY - COVER GIRL (TAPE)

LADY WRAY

COVER GIRL (TAPE)

CassetteBCRCASS166
Big Crown Records
26.09.2025

Produziert von dem mit einem Grammy ausgezeichneten Produzenten Leon Michels (Norah Jones, Clairo) und mit musikalischen Beiträgen von Homer Steinweiss, Nick Movshon, Marco Benevento und Brainstory. Lady Wray meldet sich mit "Cover Girl", ihrem dritten Album bei Big Crown Records, mit Spannung erwartet zurück. Der Album-Opener "My Best Step" sagt alles: "My next step is my best step", und in der Tat hebt sie ihre künstlerische Leistung auf ein neues Niveau und macht die beste Musik ihres Lebens. Das feierliche "Cover Girl" nimmt den Hörer mit auf eine ausgelassene Spritztour, die von Soul und Disco der 60er und 70er Jahre, Hip-Hop und R&B der 90er Jahre und dem vielleicht wichtigsten Element, dem Gospel, geprägt ist. Nach dem 2022 veröffentlichten "Piece of Me" trat Nicole Monique Wray a.k.a. Lady Wray in der Late Show With Stephen Colbert und bei NPR's Tiny Desk auf und tourte durch die ganze Welt. "Cover Girl" ist mühelos und unbestreitbar der bisherige Höhepunkt ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Produzenten Leon Michels (Norah Jones / Clairo / El Michels Affair), die sich über ein Jahrzehnt erstreckt. "Ich habe mich mit diesem Album mehr der Liebe und der Selbstfürsorge zugewandt. Piece of Me war die Erkenntnis, dass ich Mutter werde, und all diese Gefühle lagen mir auf dem Herzen", sagt Lady Wray. "Jetzt kann ich mich zurücklehnen und eine echte Chefin sein. Ich habe meine Karriere, meine Mutterschaft und meine Ehe in den Griff bekommen. Ich bin zu einer selbstbewussteren und schöneren Werbeträgerin für Cover Girl geworden." Die Singer-Songwriterin mit der allmächtigen Stimme, den aufrüttelnden Texten und ihrer anziehenden Persönlichkeit erzählt von ihrer Wertschätzung für ihre Familie, ihrem Glauben und ihrer erneuerten Liebe zu sich selbst - all das ist der Antrieb für ihr neues Album. Die Leadsingle "You're Gonna Win" ist ein tanzbarer Feel-Good-Banger. Nicole lässt sich gehen, während sie ihre Macht benennt und einfordert: "I do not care who came before me, after me there will be none". Der Chor der Fabulous Rainbow Singers schließt sich dem Refrain an und bringt die ganze Angelegenheit in die Kirche und stellt sie neben die besten Gospel-Disco-Platten, die je gepresst wurden. "Be a Witness" ist ein funkiges Mid-Tempo-Kraftpaket, das Prince stolz machen würde. Nicole findet den perfekten Groove über druckvollen Drumcomputern und ansteckenden Synthesizern, singt über eine Liebe, die dazu bestimmt ist, zu geschehen, und verbreitet die guten Vibes an jeden in Hörweite. Der Titeltrack von Cover Girl ist einer der verletzlichsten Momente des Albums. Lady Wray liefert eine atemberaubende Darbietung in dem schlichten Stück, in dem sie ihre Reise zur Selbstfindung beschreibt: ""I lost myself trying to please someone else / I want to be me again." Der Titel leitet sich von einem Spitznamen aus ihrer Kindheit ab, den sie sich wegen ihres stets gepflegten Stils zulegte. Lady Wray erklärt. "Als ich erwachsen wurde und ins Musikgeschäft einstieg, verlor ich diesen glücklichen Teil von mir. Ich sehe dieses Glück in meiner Tochter, die einfach wunderschön, talentiert und klug ist. Mit ,Cover Girl' kehre ich zu diesem kleinen Mädchen zurück. Es geht darum, sich selbst wieder zu lieben". In ähnlicher Weise fordert sie in "Where Could I Be" das Glück und den Sinn für Identität zurück, den sie durch die Kämpfe des Lebens verloren hatte. In "Best For Us" und "Hard Times" schwärmt Nicole von ihrer Liebe und ihrem Respekt für ihre Ehe, wobei sie sowohl die Unvollkommenheit anerkennt als auch auf die Stärke und Widerstandsfähigkeit der wahren Liebe verweist. In "Higher" singt sie für ihre Tochter und lehrt sie, wie man liebt und geliebt wird, und ermutigt sie, beharrlich und ausdauernd zu sein. Lady Wray wurde geboren, um zu singen und ihre Seele und ihr Leben durch ihre Musik mit uns zu teilen. Mit ihren glaubwürdigen Botschaften und ihrer unvergleichlichen Stimme hat sie sich weltweit eine treue Fangemeinde geschaffen. Egal, ob sie von ihren Kämpfen oder ihren Stärken singt, es ist tröstlich zu hören, dass sie uns wissen lässt, dass wir nicht allein damit sind. Nicole Wray ist inspirierend und aufbauend. Sie hat viel durchgemacht und ist durch all das zu einem besseren Menschen und einer besseren Künstlerin geworden. "Du musst deine eigene Welt beherrschen. Lass niemanden in deinen Weg kommen. Du rockst mit deinen Träumen, bis die Räder abfallen", sagt Lady Wray. "Das ist es, was ich mit meiner Karriere seit 1998 mache. Ich weiß, wer ich bin und was ich auf den Tisch bringe. Es war eine Wahnsinnsreise, und ich bin so glücklich, die beste Musik meines Lebens zu machen."

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10,71 €
Rage - A New World Rising

Rage

A New World Rising

12inch266461
Steamhammer
26.09.2025
  • A1: A New World Rising 1:20
  • A2: Innovation 3:17
  • A3: Against The Machine 4:11
  • A4: Freedom 3:11
  • A5: We'll Find A Way 3:49
  • A6: Cross The Line 4:04
  • A7: Next Generation 3:38
  • B1: Fire In Your Eyes 3:28
  • B2: Leave Behind 4:12
  • B3: Paradigm Change 3:28
  • B4: Fear Out Of Time 5:17
  • B5: Behind The Shield Of Misery 3:50
  • B6: Straight To Hell '25

FOR FANS OF: Helloween, Gamma Ray, Primal Fear, Grave Digger, Running Wild, Blind Guardian, Hammerfall
Beginnen wir diese kleine Abhandlung mit einer selbstbewussten These: In der langen erfolgreichen Karriere der deutschen Band Rage hat es
vermutlich noch kein Album gegeben, dass in einem so hohen Maße die positive Stimmung unter den beteiligten Musikern, ihre Spielfreude, die
Kreativität und den Optimismus widerspiegelt wie ‚A New World Rising‘. Knapp zwei Jahre nach dem eher dystopischen Vorgänger ‚Afterlifelines‘
feuern Peavy Wagner (Gesang, Bass), Jean Bormann (Gitarre) und Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos (Schlagzeug) diesmal ein positives, ultra-heavy
Thrash Metal-Feuerwerk ab, das den typischen Rage-Sound mit modernen Elementen kombiniert und in seiner Gesamtheit das bis dato
abwechslungsreichste Werk der Band darstellt. „Nicht nur für uns, sondern für alle Menschen gilt: Wir müssen rauskommen aus dem destruktiven
Mindset, das derzeit überall zu finden ist. Viele denken, die Welt geht unter, alles wird schlechtgeredet, und manches davon ist sogar gezielt
gesteuert, denn mit Angst kann man Menschen besser kontrollieren. Deswegen lautet unsere Botschaft: Denkt für euch selbst! Und glaubt nicht alles,
was man euch erzählen will!“ erklärt Bandgründer Peavy Wagner den Grundtenor von ‚A New World Rising‘.

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30,88 €
Paradise Lost - Ascension 2x12" (Indie-Store-Version)

Indie-Store-Version Gold Coloured 2x12" Vinyl in Gatefold

Nach über drei Jahrzehnten Karriere und über zwei Millionen verkauften Alben bleiben PARADISE LOST die unangefochtenen Könige der dunklen Seite des Metal.
Die 1988 in Halifax gegründete Band wurde mit ihren frühen, bahnbrechenden Alben wie dem treffend betitelten „Gothic“ von 1991, einer Mischung aus Härte, düsterer Melodie und Atmosphäre, schnell als Pioniere des Gothic Metal bekannt. Sie waren nie eine Gruppe, die kreativ statisch blieb, und haben im Laufe ihrer Karriere unzählige Wege dunkler Musik erkundet, von schlammigen Doom-Death-Wurzeln über die Eroberung des Metal-Mainstreams mit den gewaltigen, satten Klängen von „Draconian Times“ von 1995 bis hin zu experimentelleren, elektronischeren Einflüssen. Sie haben so unterschiedliche Künstler wie CRADLE OF FILTH, HIM, GATECREEPER und CHELSEA WOLFE beeinflusst.

Jetzt, im Jahr 2025, kehrt das Quintett aus Yorkshire mit seinem atemberaubenden 17. Album „Ascension“ zurück, einem Album, das ihre Krone weiterhin strahlen lässt und unterstreicht, wie sie ihre Position erreicht haben. Produziert von Gitarrist Gregor Mackintosh in den Black Planet Studios in East Yorkshire, mit Schlagzeug und Gesang aus den NBS und Wasteland Studios in Schweden, durchqueren die zehn Tracks die gesamte Klangvielfalt der Band – von knallhartem Heavy Metal bis hin zu himmelhohen Melodien – und bewahren dabei eine unwiderstehliche Moll-Melancholie.

„Die Leute sollten erwarten, dass wir noch trüber werden“, scherzt Frontmann Nick Holmes auf die Frage, was Fans 2025 von PARADISE LOST erwarten können. Die Erklärung des Albumtitels und der Texte macht jedoch deutlich, dass sie ihr Handwerk weiterhin beherrschen, wenn es darum geht, solche Erwartungen zu erfüllen. „Der Albumtitel entspringt dem Glauben an den Aufstieg zu einem besseren Ort, in der Fiktion von der Erde in den Himmel, und all den damit verbundenen Anforderungen“, führt er aus. „Im wirklichen Leben streben Menschen oft von Geburt an danach, an einen besseren Ort zu gelangen und ein besserer Mensch zu sein, ungeachtet der Tatsache, dass der einzige Lohn der Tod ist.“ „Die Texte handeln von allem, was das Leben uns entgegenwirft“, fährt er fort. „Es ist nie vorhersehbar und kann gleichzeitig auch erschreckend sein. Wie Menschen mit dem Tod umgehen, welche Krücken sie benutzen und wie der mentale Zustand von lebensverändernden Situationen beeinflusst wird, ist immer wieder faszinierend.“

Genau wie die Musik selbst. Der Album-Opener „Serpent on The Cross“ beginnt mit einem herrlich düsteren Riff, bevor er nach der Hälfte in donnernden klassischen Metal übergeht, angetrieben von Doublebass-Drumming und einem fast METALLICA-artigen Riff. In „Silence Like The Grave“ singt Nick „über die Sinnlosigkeit des Krieges, das Sammeln von Punkten für die Menschheit“, untermalt von perfekter Gothic-Metal-Kulisse. „Tyrant’s Serenade“ zeigt derweil die tief verwurzelte Fähigkeit der Band, Einfachheit gewaltig klingen zu lassen, gekrönt von Gregors charakteristischen, eindringlichen Gitarrenleads. „Lay A Wreath Upon The World“ beginnt als ruhige Elegie, bevor es zu einem traurigen Höhepunkt gelangt, und das Schlussstück „The Precipice“ führt mit Klaviermelodien, bevor es zu einem würdevollen Abschluss führt.
All dies zeigt meisterhaft die Bandbreite dessen, was PARADISE LOST geleistet haben und leisten können, auf eine Weise, die bis heute keiner anderen Band vergleichbar ist.


„Nach 35 Jahren ist alles bewusst“, sagt Nick. „Bei einem so umfangreichen und abwechslungsreichen Backkatalog ist es schwierig, nicht hundertprozentig sicher zu sein, woher alles kommt. Aber letztendlich kommt es einfach darauf an, ob uns die Musik gefällt, die wir machen. Wenn ja, bleibt sie! Das hat sich seit unserer Jugend nicht geändert.“ Ascension ist ein stolzer Bestandteil von PARADISE LOST. Das Elend hört nie auf, aber, sagt Nick, so mögen sie es eben. „Ironischerweise“, lacht er, „ist es immer am angenehmsten, miserable Musik zu hören – und zu schreiben, schätze ich.“

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26,85 €
JENS LEKMAN - SONGS FOR OTHER PEOPLE'S WEDDINGS
  • THE FIRST LOVESONG
  • A TUXEDO SEWN FOR TWO
  • CANDY FROM A STRANGER
  • TWO LITTLE PIGS
  • SPEAK TO ME IN MUSIC
  • WITH YOU I CAN HEAR MY OWN VOICE
  • I WANT TO WANT YOU AGAIN
  • GOT-JFK
  • WEDDING IN BROOKLYN
  • FOR SKYE
  • INCREASINGLY OBSOLETE
  • ON A PIER, ON THE HUDSON
  • WEDDING IN LEIPZIG
  • LEJ-GOT
  • YOU HAVE ONE NEW MESSAGE
  • JUST FOR ONE MOMENT
  • THE LAST LOVESONG

"Songs For Other People's Weddings" ist ein Begleitalbum zum gleichnamigen Buch von Jens Lekman und dem preisgekrönten Bestsellerautor David Levithan, das am 5. August 2025 über ABRAMS erscheint. Das Projekt wurde von der überraschenden Nebenkarriere des beliebten schwedischen Künstlers als Hochzeitssänger inspiriert, die zufällig zustande kam, nachdem Fans seinen Song "If You Ever Need A Stranger (To Sing At Your Wedding)" aus dem Jahr 2004 wörtlich nahmen und ihn einluden, auf ihren Hochzeiten aufzutreten. "Songs For Other People's Weddings" ist ein fiktives Werk über J, einen unglücklich verliebten Musiker, der nebenbei als Hochzeitssänger arbeitet. J trifft sich mit Paaren vor ihrem großen Tag, um mehr über die intimen, seltsamen Dinge zu erfahren, die sie zusammengebracht haben, um einen originellen Song zu schreiben, den er ihnen auf ihrer Hochzeit vorträgt. Aber trotz Js Vorliebe, die perfekten Worte für andere zu finden, scheint er nicht in der Lage zu sein, dasselbe für seine eigene Liebe zu seiner Freundin V. zu tun. Lekman bemerkt: "Die Idee, ein erzählerisches Konzeptalbum (eine Rockoper?) zu machen, fühlte sich verboten an. Was für mich normalerweise ein Zeichen dafür ist, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Als ich mich mit dem Genre der narrativen Konzeptalben beschäftigte, wurde mir klar, dass eines meiner Lieblingsalben, Frank Sinatras "Watertown", genau das war - eine Platte, die eine chronologische Geschichte über die Länge einer LP erzählte. Da ich nie ein Fan von Musicals oder Rockopern war, diente mir dieses Album als Inspiration. Ich schrieb das Album, während das Buch noch in Arbeit war, und an einigen Stellen begann ich mir vorzustellen, was zwischen den Kapiteln des Buches geschah. Das Buch und das Album waren schließlich miteinander verflochten, gingen aber auch ihre eigenen Wege. Das Buch gab die Struktur der Geschichte vor, aber das Album schlich sich manchmal hinter die Kulissen. Geschichten aus den Liedern fanden ihren Weg in das Buch und umgekehrt." "Songs For Other People's Weddings" folgt der Beziehung von J und V und verändert sich musikalisch, während das Paar durch die Höhen und Tiefen der Liebe navigiert - wobei jede neue Hochzeit ihren eigenen klanglichen Hintergrund bietet. Das Album ist eine orchestrale, romantische Sammlung, die sich zwischen pastoralen Streichern, verträumtem Pop, sanftem Jazz-Saxophon und traurigen House-Beats bewegt. "Die Figur des J kann seine eigenen Emotionen nicht aus seinen Liedern heraushalten, und Jens unterstreicht dies auf eine Weise, die den Hörer immer wieder überrascht", sagt Levithan. "Oft wird er von Matilda Sargren begleitet, die Vs Gefühlen und Gedanken eine Stimme gibt. Ursprünglich sollte sie nur auf den Demos singen, aber als sie anfing, V zu singen, war es keine Frage, dass sie auf dem endgültigen Album zu hören sein würde. Wenn Jens und ich unsere Arbeit getan haben, erzählen der Roman und das Album beide Seiten von Js und Vs Geschichte - und die Spannung entsteht dadurch, wie diese Seiten zusammenpassen." Lekman fügt hinzu: "Auch wenn es in dieser Geschichte um eine Beziehung geht und darum, wie sie sich in den Beziehungen und Hochzeiten anderer widerspiegelt, denke ich, dass es vor allem eine Liebesgeschichte über Musik und ihren Wert in einer Zeit ist, in der sie von Tech-Unternehmen abgewertet und in Inhalte verwandelt wird. Ihre Fähigkeit, zu beruhigen und zu verbinden und ihre Rolle in den Übergangsmomenten unseres Lebens, wie zum Beispiel bei Hochzeiten. Es ist ein Liebeslied an Liebeslieder."

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31,05 €
RONG KONG KOMA - SMILE

Rong Kong Koma

SMILE

12inchRR403
Rookie Records
12.09.2025
  • Smile
  • Full Moon Party
  • The Zirkel vom Life
  • Robocop
  • Almost Paradise
  • Pille Palle
  • Raus und wieder rein
  • Immer is was
  • VIP
  • Von Vögeln und Shrimps
  • Zehn Jahre Tango
  • Links versifft
  • Da lebt irgendwas drin

Mit "Smile" liefern Rong Kong Koma ihr drittes Album, und es ist ihr kompromisslosestes. Wo die Vorgänger noch verspielte Umwege nahmen, geht es jetzt direkt durch die Wand. Der Sound ist rau, kantig und voll auf die Fresse. Mit mehr Schmutz als Glanz. Die Band stampft mal wie ein zorniges Metronom, schaltet dann in Reggaeton-Grooves oder fällt in sich zusammen, wenn sich plötzlich eine zerbrechliche Ballade in den Raum stellt. Was glauben die eigentlich, wer sie sind? Die Produktion ist trocken und aggressiv, das Songwriting unberechenbar und bissig. Auch textlich bleibt es unbequem: Absurder Humor trifft auf präzise Alltagsbeobachtungen und wütende Spitzen gegen den Rechtsruck, toxische Männlichkeit und die gepflegte Lethargie der Mitte. "Smile" ist keine einfache Platte. Aber eine zwingende. Zwischen Punk, Indie und einer gesunden Portion Wahnsinn, der große Gefühle kennt, aber keine Pose braucht.

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19,29 €
Heinz Rudolf Kunze - Angebot und Nachfrage (LP 2x12")
  • A1: Besuch mich Marie
  • A2: Das was niemals war
  • A3: Die Angst geht um
  • A4: Dann fängt die Liebe an
  • B1: Was bin ich wert
  • B2: Sie sind Migranten
  • B3: Mehr von dir
  • B4: Jeder Tote einer zuviel
  • C1: Einen andern Menschen lieben
  • C2: Wehrlos
  • C3: Wir sind wir
  • C4: Ich bin tot
  • D1: Freundlichkeit
  • D2: Irgendwo
  • D3: Du musst dich irren
  • D4: Wozu hat man Kinder
  • D5: Dein ist mein ganzes Herz (Duett 2025)
also available

Black Vinyl[73,07 €]


Wortgewaltig, rockig, wütend, melancholisch. Eigentlich, wie man ihn kennt – und doch ist einiges anders. Oder besser: direkter.

Heinz Rudolf Kunzes 47. Album ist ein gereiftes, meisterliches Spätwerk über die großen Themen des Lebens: Liebe, Alter, Herkunft, Vergänglichkeit, Krieg, Identität. Aber auch der Zustand unserer Gesellschaft, der politische Diskurs, das Auseinanderdriften – Kunze bleibt nicht an der Oberfläche, sondern taucht tief. Dabei gelingt ihm der seltene Spagat: Nachdenklichkeit ohne Pathos, Kritik ohne Bitterkeit, Emotionalität ohne Kitsch.
Musikalisch trägt ihn ein homogener, gewachsener Bandsound – mal kraftvoll, mal filigran, stets songdienlich. Produziert wurde das Album erneut von Udo Rinklin, mit dem Kunze in den letzten Jahren eine kreative Hochphase erreicht hat.
Angebot und Nachfrage“ ist Reise, Rückschau, Kommentar und ein mutiges Bekenntnis zu Sprache, Haltung und Musik. Ein Werk mit Persönlichkeit und Relevanz – nicht nur für Fans, sondern für alle, die in Musik mehr suchen als nur Unterhaltung.

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27,69 €
Heinz Rudolf Kunze - Angebot und Nachfrage (Ltd. Deluxe Fanbox LP 2x12" +7"+ CD)

Limitiert auf 1000 Stück – ein echtes Sammlerstück!

Die exklusive Fanbox zu Heinz Rudolf Kunzes 47. Studioalbum „Angebot und Nachfrage“ ist so besonders wie das Werk selbst: Wortgewaltig, rockig, wütend, melancholisch – Kunze zieht alle Register seines Könnens.

Diese einmalige Edition enthält:
• das neue Album auf Doppelvinyl und CD,
• ein handsigniertes Hardcoverbuch mit 40 Seiten Fotos & bisher unveröffentlichten Texten,
• eine exklusive Single-Vinyl zum 40-jährigen Jubiläum von „Dein ist mein ganzes Herz“.


Heinz Rudolf Kunzes 47. Album ist ein gereiftes, meisterliches Spätwerk über die großen Themen des Lebens: Liebe, Alter, Herkunft, Vergänglichkeit, Krieg, Identität. Aber auch der Zustand unserer Gesellschaft, der politische Diskurs, das Auseinanderdriften – Kunze bleibt nicht an der Oberfläche, sondern taucht tief. Dabei gelingt ihm der seltene Spagat: Nachdenklichkeit ohne Pathos, Kritik ohne Bitterkeit, Emotionalität ohne Kitsch.

Musikalisch trägt ihn ein homogener, gewachsener Bandsound – mal kraftvoll, mal filigran, stets songdienlich. Produziert wurde das Album erneut von Udo Rinklin, mit dem Kunze in den letzten Jahren eine kreative Hochphase erreicht hat.

Angebot und Nachfrage“ ist Reise, Rückschau, Kommentar und ein mutiges Bekenntnis zu Sprache, Haltung und Musik. Ein Werk mit Persönlichkeit und Relevanz – nicht nur für Fans, sondern für alle, die in Musik mehr suchen als nur Unterhaltung.

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73,07 €
Alli Neumann - ROQUESTAR

Alli Neumann

ROQUESTAR

12inch5021732840622
JAGA Recordings
12.09.2025
  • 1: Ich kann gar nichts
  • 2: Vom anderen Stern
  • 3: Joker
  • 4: LaLeLu
  • 5: Schattenboxer
  • 6: Knock dich selbst aus
  • 7: Schrott
  • 8: Versailles
  • 9: Hands Down
  • 10: Nie wieder verlieren
  • 11: Seltsame Welt

Was tun die Menschen um uns herum? Wie tun sie’s? „Wollen wir das nicht alle die ganze Zeit verstehen?“, fragt Alli Neumann, die mit ihrem dritten Studioalbum methaphorisch als funkelnder Stern auf hartem Asphalt landet. Als „ROQUESTAR“ muss sie sich dort erstmal orientieren. Inspiriert von David Bowies Ziggy Stardust, der fürs Seltsamsein bekannt wurde und sich was traut, auch um gesehen zu werden, blinkt Alli zwischen Auffallen und Anpassung. Die Musikerin bewegt sich längst fließend in dieser Dualität und changiert zwischen den Polen – man will ja doch von allen geliebt werden, oder?! Die Musikerin spielt mit diesem ambivalenten Gedanken, der unlösbar scheint und liefert mit ihrem Album „ROQUESTAR“ 12 Songs, die von genau diesem dringlichen Hunger nach Anerkennung getrieben sind. „Sie erzählen von dem Willen, geliebt zu werden.“ Eine Wahrheit und auch psychosoziale Utopie, vielleicht, „in der sich viele wiederfinden“, meint Alli, und ja doch schambehaftet daherkommt, weil deutlich wird: Wir sind schrecklich abhängig vom Außen, von dem wir so oft die Schnauze voll haben. Mit „Ich kann gar nichts“ schreibt Alli genau dagegen an: Eine selbstironische Hommage an die Imperfektion – wider jeder Erwartung. Geliebt werden wollen, trotz oder gerade wegen ... Rockstar sein, Alli sagt: „everybody’s favorite misfit“. Wie es geht, das mit dem Lieben, das ja auch immer damit einhergeht, wie es um die Liebe zu sich selbst steht, zeigt sich in der Gleichzeitigkeit ihrer Songs: Während Alli in „Vom anderen Stern“ zu Funk eine neue Liebe als Eskapismus zeichnet, „Baby lass dich fallen, um fliegen zu lernen“, erinnert sie in der Grungerock-Ballade „Nie wieder verlieren“ daran, wie giftig es sein kann, sich für einen Menschen aufzugeben. Auf „ROQUESTAR“ scheint alles in Bewegung. Es sind Anstöße, die die Musikerin gibt. Manchmal Anklagen, Aufforderungen, aus denen Sehnsüchte sprechen, nur nie Antworten. Auch weil das nicht zu Alli, der Artist, passen würde, die sich doch so gerne bewegt, wie die Welt, durch die sie fliegt. Durch Genres und Formate – als Musikerin, Schauspielerin, auf Bühnen, auch im Fernsehen, eine Künstlerin, die sich erfährt, (er)lebt, ein bunter Hund, Alli liebt, auch ihre Integrität. Und während die Songs in sich und auch im Miteinander organisch aufgehen, hört man mit etwas Genauigkeit zwei ungewöhnliche Instrumente spielen. Zwei barocke, die Allis „ROQUESTAR“-Modus musikalisch markieren. Zusammen mit ihrer Produzentin Novaa lässt sie Cemberlo und Fagott sich an vorherrschende Synthie- und Kraut-Pop-Sounds schmiegen, während das Fagott von den allermeisten aus der Popmusik verbannt wird. Sich wirklich zeigen, das kann Alli. „Being loved for not being loved“, beschreibt sie selbst, nur immer als Versuch. Bemerkenswert ist, dass die Musikerin bei ihrem Tempo und ihren Kurven der vergangenen Jahre nie Splitter ihres Ichs verloren hat. Während sie also 2025 zwischen den Zeilen über eine „ROQUESTAR“-Identität textet, ist sie es längst: Ein Stern, der vom Himmel auf den Boden einer steinigen Realität fällt, sich umschaut und unaufhörlich probiert. Im ewigen Gerangel zwischen laut und leise, Kraut und Folklore, Protest und Rückzug. Zwischen amüsiert und politisch, Großstadt und Landleben, 80ies und Barock. Alli und ihre Musik strahlen manchmal gleißend hell und manchmal gedimmt hinein in diese Welt, aber leuchten, das tun sie wirklich immer.

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25,17 €
EL MICHELS AFFAIR - 24 HR SPORTS

Leon Michels ist still und leise zu einem der gefragtesten Produzenten der Musikszene geworden.Sein unverwechselbarer Sound hat die Aufmerksamkeit des Mainstreams auf sich gezogen und inspiriert gleichzeitig weiterhin die Underground-Szene. Seit dem 2023 erschienenen Album Glorious Game von El Michels Affair & Black Thought war Michels als Produzent für andere Künstler aktiv - darunter Norah Jones' Grammy-prämiertes Visions, Clairos Grammy-nominiertes Charm, Kali Uchis' ,Moonlight" sowie Alben für seine Labelkollegen Brainstory, Derya Yildirim & Grup Simsek, Thee Heart Tones und Liam Bailey. Sein neues Album 24 Hr Sports markiert die langersehnte Rückkehr unter seinem eigenen Namen: El Michels Affair.24 Hr Sports wurde inspiriert von Mode und Grafikdesign der Sports-Illustrated-Magazine der 80er- und 90er-Jahre, MF DOOMs Special Herbs-Alben, den dort verwendeten Sample-Quellen und Gospelmusik à la Pastor T.L. Barrett. Die Summe dieser Einflüsse, gepaart mit Michels' unfehlbarem kreativen Gespür, ergibt ein Rezept für einen Instant-Klassiker - ein Werk, das zweifellos zu den meistgefeierten Veröffentlichungen des Jahres 2025 zählen wird.Der Album-Opener ,Drum Line" ist ein hymnischer, mitreißender Track mit Marschband-Schlagzeug und donnernden Bläserarrangements, die sofort alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen und den Ton für das folgende Album setzen. 24 Hr Sports bedeutet eine deutliche Abkehr von der bisher überwiegend instrumentalen Musik im Katalog von El Michels Affair. Mit einer Vielzahl von Gesangsfeatures spiegelt das Album das schwer einzuordnende Genre seiner Musik wider.Das erste dieser Features ist ,Mágica" mit dem brasilianischen Künstler Rogê, der die ohnehin energiegeladene Nummer mit seinen fußballinspirierten Lyrics auf ein neues Level hebt. Weiter geht es von Brasilien nach Ghana: In ,Say Goodbye" feiert Florence Adooni ihre Individualität mit lässigem Selbstbewusstsein und wechselt mühelos zwischen Frafra und Englisch, besonders eingängig im Refrain: ,never gonna find a girl like me_".Labelkollege und weltbekannter Trompeter von The Roots, Dave Guy, veredelt den 70er-Jahre-Groove von ,Oakley's Car Wash" mit seinen charakteristischen Bläserlinien, bevor der Track in ein Dub-artiges Outro übergeht. Vom wilden zum sanften Klang: ,Anticipate" mit Clairo knüpft an die musikalische Chemie an, die das 2024er-Album Charm hervorgebracht hat. Clairo gleitet über die typischen EMA-Arrangements, während sie sich nach unerreichbarer Liebe sehnt - getragen von einer perfekt eingespielten Band.,Eastside" ist ein Stück, das einen Sonnenaufgang am Meer vertonen könnte - Leon Michels' Sinn für Raum und Arrangement wird hier besonders deutlich. Aus Japan ist der Suginami Children's Choir auf dem üppigen Track ,Clean The Line" zu hören - sie singen ein Lied über den Mond, die Sonne und Vögel. Danach reißt ,Cortex" mit verzerrten Gitarren und donnernden Drums die Tür auf - ein Moment purer, filmreifer Intensität in der Mitte des Albums.Leon Michels übernimmt selbst den Lead-Gesang auf ,Shining", einem Song über die Suche nach einem Freund, mit dem man die Freude eines sonnigen Tages teilen kann. Der international gefeierte Shintaro Sakamoto ist auf ,Indifference" zu hören - ein lässiger Song mit federnden Basslinien und gefühlvollen Flöten, in dem Sakamoto zwischen Gesang und gesprochener Poesie über eine vergängliche Liebe reflektiert.Das Grammy-prämierte Duo Norah Jones und Michels kommt auf ,Carry Me Away" erneut zusammen: Jones' honigsüße Stimme schwebt über einem schwer einzuordnenden, aber sofort liebenswerten Track. Michels lehnt sich hier wieder mehr in Richtung El Michels Affair-Stil, der sich klar von seinen bisherigen Produktionen für Norah Jones abhebt. ,Take My Hand" stellt den Gospel-Einfluss in den Vordergrund - mit dem Fabulous Rainbow Singers Choir im Refrain und einem Saxophon-Solo der verstorbenen Jazzlegende Rahsaan Roland Kirk.,Open Season", ein Piano-getriebener Midtempo-Track mit Gruppenrufen wie ,we want the gold, we want the gold_", könnte den perfekten Soundtrack für eine Slow-Motion-Highlight-Reel liefern. Der treffend betitelte Albumabschluss ,Victory Lap" schließlich ist ein traumhafter, euphorischer Ausklang, der dem gesamten Werk würdig ist.Am Ende spricht die Trophäe auf dem Albumcover Bände: El Michels Affair ist Champion Sound - und 24 Hr Sports macht das unmissverständlich klar.

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22,65 €
SHAME - CUTTHROAT

Shame

CUTTHROAT

12inchDOCLP384
Dead Oceans
05.09.2025
  • CUTTHROAT
  • COWARDS AROUND
  • QUIET LIFE
  • NOTHING BETTER
  • PLASTER
  • SPARTAK
  • TO AND FRO
  • LAMPIAO
  • AFTER PARTY
  • SCREWDRIVER
  • PACKSHOT
  • AXIS OF EVIL
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HOT SHOTS VINYL[23,49 €]


"Cutthroat ist eine wilde Fahrt. Es ist für den unerfahrenen Fahrer. Für denjenigen, der einfach nur schnell fahren will, ohne einen anderen Grund als den, dass es Spaß macht. Es wird von Hunger angetrieben. Hunger nach etwas Besserem. Nach etwas, von dem man einem gesagt hat, dass man es nicht verdient. Es ist instinktiv. Es ist roh. Es ist kompromisslos. Es ist die Person, die unangekündigt auf der Party auftaucht. Denn wenn du am Boden liegst, gibt es nur einen Weg - nach oben. Wenn du nichts hast, hast du nichts zu verlieren." - shame "Cutthroat" ist shame in seiner besten Form. Das neue Album mit Grammy-Preisträger John Congleton am Ruder ist unerbittlich, aufgemotzt und überladen. Es ist genau da, wo man shame haben möchte. "It's about the cowards, the cunts, the hypocrites", sagt Sänger Charlie Steen und ergänzt: "Seien wir ehrlich, von denen gibt es im Moment eine Menge." Die fünf Freunde aus Kindertagen - Charlie Steen, die Gitarristen Sean Coyle-Smith und Eddie Green, Bassist Josh Finerty und Schlagzeuger Charlie Forbes - sind noch in ihren Zwanzigern und haben shame exponentiell wachsen lassen, mit ehrgeizigen klanglichen Ideen und den technischen Möglichkeiten, sie umzusetzen. shame haben sich mit ihren legendären Liveshows und drei von der Kritik gefeierten Alben bereits mehrfach bewährt und waren bereit, mit "Cutthroat" ein neues Ground Zero zu schaffen. "Hier geht es darum, wer wir sind", sagt Steen. "Unsere Live-Shows sind keine Performance-Kunst - sie sind direkt, konfrontativ und roh. Das war schon immer der Kern von uns. Wir leben in verrückten Zeiten. Aber es geht nicht um 'Armes Ich'. Es geht um 'Fick dich'." Entscheidend für diese aufrüttelnde neue Sichtweise war Produzent John Congleton (St. Vincent, Angel Olsen). Von ihrem ersten Treffen an wurde Congletons "No-Bullshit"-Herangehensweise zu einer treibenden Kraft, um die Ideen der Band zu optimieren. Das Album ist durch und durch von shames typischen Sinn für Humor geprägt und nimmt sich der großen Themen unserer Zeit an und spielt fröhlich mit ihnen. Mit Trump im Weißen Haus und shame in den Salvation Studios in Brighton, werfen sie einen gnadenlosen Blick auf Themen wie Konflikte und Korruption, Hunger und Begehren, Lust, Neid und den allgegenwärtigen Schatten der Feigheit. Auch musikalisch spielt die Platte mit neuen Ideen, die ins Herz gehen. Coyle-Smith, der auf Tournee zum Spaß elektronische Musik macht, hatte die Loops, die er herstellte, zuvor als etwas anderes betrachtet als das, was er für shame schrieb. Dann wurde ihm klar, dass sie das vielleicht gar nicht sein müssen. "Diesmal konnte man alles verwenden, wenn es gut klang und man es richtig machte", sagt er. Die erste Single und der Titeltrack von "Cutthroat" greifen diese Idee auf und machen daraus den vielleicht besten Song, den shame je auf Band gebracht haben. Es ist ein Knäuel kaum zu bändigender Attitüde, verpackt in drei Minuten Indie-Dancefloor-Hedonismus. Er führt auch meisterhaft in die lyrische Perspektive des Albums ein: eine, in der selbstsichere Arroganz und tiefe Unsicherheit zwei Seiten der gleichen Medaille sind. "Ich habe viele Stücke von Oscar Wilde gelesen, in denen sich alles um Paradoxe dreht", erklärt Steen. "In 'Cutthroat' geht es um diese ganze Idee aus 'Lady Windermere's Fan': 'Das Leben ist viel zu wichtig, um ernst genommen zu werden'." Auch diese freche Selbsterkenntnis ist wichtig. So sehr shame die Seifenblasen des Getöses und des Egos zerplatzen lassen wollen und uns ermutigen, in den Spiegel zu schauen und uns zu fragen: "Wer den ersten Stein wirft...", so sehr verstehen sie auch, dass das Leben im Grunde genommen oft lächerlich ist. Das Ergebnis ist ein Album, das in den Idiosynkrasien des Lebens schwelgt, eine Augenbraue hochzieht und die unangenehmen Fragen stellt, die so oft taktvoll übergangen werden. Aber die einzige Antwort, die "Cutthroat" mit durchschlagendem Erfolg gibt, ist, dass shame im Moment nie besser klangen.

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SHAME - CUTTHROAT

Shame

CUTTHROAT

12inchDOCLPC1384
Dead Oceans
05.09.2025

"Cutthroat ist eine wilde Fahrt. Es ist für den unerfahrenen Fahrer. Für denjenigen, der einfach nur schnell fahren will, ohne einen anderen Grund als den, dass es Spaß macht. Es wird von Hunger angetrieben. Hunger nach etwas Besserem. Nach etwas, von dem man einem gesagt hat, dass man es nicht verdient. Es ist instinktiv. Es ist roh. Es ist kompromisslos. Es ist die Person, die unangekündigt auf der Party auftaucht. Denn wenn du am Boden liegst, gibt es nur einen Weg - nach oben. Wenn du nichts hast, hast du nichts zu verlieren." - shame "Cutthroat" ist shame in seiner besten Form. Das neue Album mit Grammy-Preisträger John Congleton am Ruder ist unerbittlich, aufgemotzt und überladen. Es ist genau da, wo man shame haben möchte. "It's about the cowards, the cunts, the hypocrites", sagt Sänger Charlie Steen und ergänzt: "Seien wir ehrlich, von denen gibt es im Moment eine Menge." Die fünf Freunde aus Kindertagen - Charlie Steen, die Gitarristen Sean Coyle-Smith und Eddie Green, Bassist Josh Finerty und Schlagzeuger Charlie Forbes - sind noch in ihren Zwanzigern und haben shame exponentiell wachsen lassen, mit ehrgeizigen klanglichen Ideen und den technischen Möglichkeiten, sie umzusetzen. shame haben sich mit ihren legendären Liveshows und drei von der Kritik gefeierten Alben bereits mehrfach bewährt und waren bereit, mit "Cutthroat" ein neues Ground Zero zu schaffen. "Hier geht es darum, wer wir sind", sagt Steen. "Unsere Live-Shows sind keine Performance-Kunst - sie sind direkt, konfrontativ und roh. Das war schon immer der Kern von uns. Wir leben in verrückten Zeiten. Aber es geht nicht um 'Armes Ich'. Es geht um 'Fick dich'." Entscheidend für diese aufrüttelnde neue Sichtweise war Produzent John Congleton (St. Vincent, Angel Olsen). Von ihrem ersten Treffen an wurde Congletons "No-Bullshit"-Herangehensweise zu einer treibenden Kraft, um die Ideen der Band zu optimieren. Das Album ist durch und durch von shames typischen Sinn für Humor geprägt und nimmt sich der großen Themen unserer Zeit an und spielt fröhlich mit ihnen. Mit Trump im Weißen Haus und shame in den Salvation Studios in Brighton, werfen sie einen gnadenlosen Blick auf Themen wie Konflikte und Korruption, Hunger und Begehren, Lust, Neid und den allgegenwärtigen Schatten der Feigheit. Auch musikalisch spielt die Platte mit neuen Ideen, die ins Herz gehen. Coyle-Smith, der auf Tournee zum Spaß elektronische Musik macht, hatte die Loops, die er herstellte, zuvor als etwas anderes betrachtet als das, was er für shame schrieb. Dann wurde ihm klar, dass sie das vielleicht gar nicht sein müssen. "Diesmal konnte man alles verwenden, wenn es gut klang und man es richtig machte", sagt er. Die erste Single und der Titeltrack von "Cutthroat" greifen diese Idee auf und machen daraus den vielleicht besten Song, den shame je auf Band gebracht haben. Es ist ein Knäuel kaum zu bändigender Attitüde, verpackt in drei Minuten Indie-Dancefloor-Hedonismus. Er führt auch meisterhaft in die lyrische Perspektive des Albums ein: eine, in der selbstsichere Arroganz und tiefe Unsicherheit zwei Seiten der gleichen Medaille sind. "Ich habe viele Stücke von Oscar Wilde gelesen, in denen sich alles um Paradoxe dreht", erklärt Steen. "In 'Cutthroat' geht es um diese ganze Idee aus 'Lady Windermere's Fan': 'Das Leben ist viel zu wichtig, um ernst genommen zu werden'." Auch diese freche Selbsterkenntnis ist wichtig. So sehr shame die Seifenblasen des Getöses und des Egos zerplatzen lassen wollen und uns ermutigen, in den Spiegel zu schauen und uns zu fragen: "Wer den ersten Stein wirft...", so sehr verstehen sie auch, dass das Leben im Grunde genommen oft lächerlich ist. Das Ergebnis ist ein Album, das in den Idiosynkrasien des Lebens schwelgt, eine Augenbraue hochzieht und die unangenehmen Fragen stellt, die so oft taktvoll übergangen werden. Aber die einzige Antwort, die "Cutthroat" mit durchschlagendem Erfolg gibt, ist, dass shame im Moment nie besser klangen.

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THEILEN - NIEDERBRENNEN WEITERMACHEN
  • Hadamar
  • Dorfmatratze
  • Lauf Jäger Lauf
  • Brautstrauß
  • Tür Zu
  • Bike Punx
  • Autobahnkirche
  • Rana Plaza
  • Herbst
  • Aluhüte
  • Kein Freund - Kein Helfer
  • Tür Zu Remix (Kem Trail)

Hätt ich dich heut erwartet, hätt ich Tür zu gemacht - Wenn alle Stricke reißen, macht"s wie Theilen: Niederbrennen Weitermachen Was nach DIY klingt, soll auch DIY sein. Die Punkband vom Niederrhein, deren Mit- und Ohneglieder ganz konstruktiv aus Düsseldorf UND Köln kommen, präsentieren in gewohnt destruktiver Manier ihr Debüt-Album Niederbrennen Weitermachen. Die Texte sind deutsch, das Weltuntergangsgefühl kennt keine Ländergrenzen. Aufgenommen und abgemischt wurde das Ganze im Sommer 2024 von Hütte (Fantom Studio Ost) in Hannover, der Stadt mit dem gewissen Nichts. Das Mastering übernahm Marvin vom Tide Studio in London. Auf der Platte geht es meist politisch zu, beispielsweise in der Debüt-Single Hadamar, die von der NS-Tötungsanstalt im gleichnamigen Ort handelt, oder der Fuck-Fast-Fashion-Hymne Rana Plaza. In Dorfmatratze wird gegen die Doppelmoral heteronormativer Vorstellungen davon angebrüllt, wer mit vielen Menschen schlafen darf und wer nicht (Spoiler: Frauen*), und worum es bei Kein Freund Kein Helfer geht, kann sich wohl jede/r vorstellen. Dass der Humor trotz allem noch nicht ganz verloren ist, zeigen Songs wie Autobahnkirche, Tür zu oder Brautstrauß. Ein veganes 8-Bit-Sahnehäubchen wurde auch versteckt, und zwar in Form eines "Tür zu"-Remixes von the one and only Kem Trail. Bei Bike Punx darf sogar gute Laune aufkommen, aber bitte nur kurz. Wer Bock auf eingängigen Punk mit ein bisschen Schnörkeln und Emo-Vibes hat, der ist bei Theilen richtig abgebogen.

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EL MICHELS AFFAIR - 24 HR SPORTS

Leon Michels ist still und leise zu einem der gefragtesten Produzenten der Musikszene geworden.Sein unverwechselbarer Sound hat die Aufmerksamkeit des Mainstreams auf sich gezogen und inspiriert gleichzeitig weiterhin die Underground-Szene. Seit dem 2023 erschienenen Album Glorious Game von El Michels Affair & Black Thought war Michels als Produzent für andere Künstler aktiv - darunter Norah Jones' Grammy-prämiertes Visions, Clairos Grammy-nominiertes Charm, Kali Uchis' ,Moonlight" sowie Alben für seine Labelkollegen Brainstory, Derya Yildirim & Grup Simsek, Thee Heart Tones und Liam Bailey. Sein neues Album 24 Hr Sports markiert die langersehnte Rückkehr unter seinem eigenen Namen: El Michels Affair.24 Hr Sports wurde inspiriert von Mode und Grafikdesign der Sports-Illustrated-Magazine der 80er- und 90er-Jahre, MF DOOMs Special Herbs-Alben, den dort verwendeten Sample-Quellen und Gospelmusik à la Pastor T.L. Barrett. Die Summe dieser Einflüsse, gepaart mit Michels' unfehlbarem kreativen Gespür, ergibt ein Rezept für einen Instant-Klassiker - ein Werk, das zweifellos zu den meistgefeierten Veröffentlichungen des Jahres 2025 zählen wird.Der Album-Opener ,Drum Line" ist ein hymnischer, mitreißender Track mit Marschband-Schlagzeug und donnernden Bläserarrangements, die sofort alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen und den Ton für das folgende Album setzen. 24 Hr Sports bedeutet eine deutliche Abkehr von der bisher überwiegend instrumentalen Musik im Katalog von El Michels Affair. Mit einer Vielzahl von Gesangsfeatures spiegelt das Album das schwer einzuordnende Genre seiner Musik wider.Das erste dieser Features ist ,Mágica" mit dem brasilianischen Künstler Rogê, der die ohnehin energiegeladene Nummer mit seinen fußballinspirierten Lyrics auf ein neues Level hebt. Weiter geht es von Brasilien nach Ghana: In ,Say Goodbye" feiert Florence Adooni ihre Individualität mit lässigem Selbstbewusstsein und wechselt mühelos zwischen Frafra und Englisch, besonders eingängig im Refrain: ,never gonna find a girl like me_".Labelkollege und weltbekannter Trompeter von The Roots, Dave Guy, veredelt den 70er-Jahre-Groove von ,Oakley's Car Wash" mit seinen charakteristischen Bläserlinien, bevor der Track in ein Dub-artiges Outro übergeht. Vom wilden zum sanften Klang: ,Anticipate" mit Clairo knüpft an die musikalische Chemie an, die das 2024er-Album Charm hervorgebracht hat. Clairo gleitet über die typischen EMA-Arrangements, während sie sich nach unerreichbarer Liebe sehnt - getragen von einer perfekt eingespielten Band.,Eastside" ist ein Stück, das einen Sonnenaufgang am Meer vertonen könnte - Leon Michels' Sinn für Raum und Arrangement wird hier besonders deutlich. Aus Japan ist der Suginami Children's Choir auf dem üppigen Track ,Clean The Line" zu hören - sie singen ein Lied über den Mond, die Sonne und Vögel. Danach reißt ,Cortex" mit verzerrten Gitarren und donnernden Drums die Tür auf - ein Moment purer, filmreifer Intensität in der Mitte des Albums.Leon Michels übernimmt selbst den Lead-Gesang auf ,Shining", einem Song über die Suche nach einem Freund, mit dem man die Freude eines sonnigen Tages teilen kann. Der international gefeierte Shintaro Sakamoto ist auf ,Indifference" zu hören - ein lässiger Song mit federnden Basslinien und gefühlvollen Flöten, in dem Sakamoto zwischen Gesang und gesprochener Poesie über eine vergängliche Liebe reflektiert.Das Grammy-prämierte Duo Norah Jones und Michels kommt auf ,Carry Me Away" erneut zusammen: Jones' honigsüße Stimme schwebt über einem schwer einzuordnenden, aber sofort liebenswerten Track. Michels lehnt sich hier wieder mehr in Richtung El Michels Affair-Stil, der sich klar von seinen bisherigen Produktionen für Norah Jones abhebt. ,Take My Hand" stellt den Gospel-Einfluss in den Vordergrund - mit dem Fabulous Rainbow Singers Choir im Refrain und einem Saxophon-Solo der verstorbenen Jazzlegende Rahsaan Roland Kirk.,Open Season", ein Piano-getriebener Midtempo-Track mit Gruppenrufen wie ,we want the gold, we want the gold_", könnte den perfekten Soundtrack für eine Slow-Motion-Highlight-Reel liefern. Der treffend betitelte Albumabschluss ,Victory Lap" schließlich ist ein traumhafter, euphorischer Ausklang, der dem gesamten Werk würdig ist.Am Ende spricht die Trophäe auf dem Albumcover Bände: El Michels Affair ist Champion Sound - und 24 Hr Sports macht das unmissverständlich klar.

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EL MICHELS AFFAIR - 24 HR SPORTS (TAPE)

EL MICHELS AFFAIR

24 HR SPORTS (TAPE)

CassetteBCRCASS133
Big Crown Records
05.09.2025out soon

Leon Michels ist still und leise zu einem der gefragtesten Produzenten der Musikszene geworden.Sein unverwechselbarer Sound hat die Aufmerksamkeit des Mainstreams auf sich gezogen und inspiriert gleichzeitig weiterhin die Underground-Szene. Seit dem 2023 erschienenen Album Glorious Game von El Michels Affair & Black Thought war Michels als Produzent für andere Künstler aktiv - darunter Norah Jones' Grammy-prämiertes Visions, Clairos Grammy-nominiertes Charm, Kali Uchis' ,Moonlight" sowie Alben für seine Labelkollegen Brainstory, Derya Yildirim & Grup Simsek, Thee Heart Tones und Liam Bailey. Sein neues Album 24 Hr Sports markiert die langersehnte Rückkehr unter seinem eigenen Namen: El Michels Affair.24 Hr Sports wurde inspiriert von Mode und Grafikdesign der Sports-Illustrated-Magazine der 80er- und 90er-Jahre, MF DOOMs Special Herbs-Alben, den dort verwendeten Sample-Quellen und Gospelmusik à la Pastor T.L. Barrett. Die Summe dieser Einflüsse, gepaart mit Michels' unfehlbarem kreativen Gespür, ergibt ein Rezept für einen Instant-Klassiker - ein Werk, das zweifellos zu den meistgefeierten Veröffentlichungen des Jahres 2025 zählen wird.Der Album-Opener ,Drum Line" ist ein hymnischer, mitreißender Track mit Marschband-Schlagzeug und donnernden Bläserarrangements, die sofort alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen und den Ton für das folgende Album setzen. 24 Hr Sports bedeutet eine deutliche Abkehr von der bisher überwiegend instrumentalen Musik im Katalog von El Michels Affair. Mit einer Vielzahl von Gesangsfeatures spiegelt das Album das schwer einzuordnende Genre seiner Musik wider.Das erste dieser Features ist ,Mágica" mit dem brasilianischen Künstler Rogê, der die ohnehin energiegeladene Nummer mit seinen fußballinspirierten Lyrics auf ein neues Level hebt. Weiter geht es von Brasilien nach Ghana: In ,Say Goodbye" feiert Florence Adooni ihre Individualität mit lässigem Selbstbewusstsein und wechselt mühelos zwischen Frafra und Englisch, besonders eingängig im Refrain: ,never gonna find a girl like me_".Labelkollege und weltbekannter Trompeter von The Roots, Dave Guy, veredelt den 70er-Jahre-Groove von ,Oakley's Car Wash" mit seinen charakteristischen Bläserlinien, bevor der Track in ein Dub-artiges Outro übergeht. Vom wilden zum sanften Klang: ,Anticipate" mit Clairo knüpft an die musikalische Chemie an, die das 2024er-Album Charm hervorgebracht hat. Clairo gleitet über die typischen EMA-Arrangements, während sie sich nach unerreichbarer Liebe sehnt - getragen von einer perfekt eingespielten Band.,Eastside" ist ein Stück, das einen Sonnenaufgang am Meer vertonen könnte - Leon Michels' Sinn für Raum und Arrangement wird hier besonders deutlich. Aus Japan ist der Suginami Children's Choir auf dem üppigen Track ,Clean The Line" zu hören - sie singen ein Lied über den Mond, die Sonne und Vögel. Danach reißt ,Cortex" mit verzerrten Gitarren und donnernden Drums die Tür auf - ein Moment purer, filmreifer Intensität in der Mitte des Albums.Leon Michels übernimmt selbst den Lead-Gesang auf ,Shining", einem Song über die Suche nach einem Freund, mit dem man die Freude eines sonnigen Tages teilen kann. Der international gefeierte Shintaro Sakamoto ist auf ,Indifference" zu hören - ein lässiger Song mit federnden Basslinien und gefühlvollen Flöten, in dem Sakamoto zwischen Gesang und gesprochener Poesie über eine vergängliche Liebe reflektiert.Das Grammy-prämierte Duo Norah Jones und Michels kommt auf ,Carry Me Away" erneut zusammen: Jones' honigsüße Stimme schwebt über einem schwer einzuordnenden, aber sofort liebenswerten Track. Michels lehnt sich hier wieder mehr in Richtung El Michels Affair-Stil, der sich klar von seinen bisherigen Produktionen für Norah Jones abhebt. ,Take My Hand" stellt den Gospel-Einfluss in den Vordergrund - mit dem Fabulous Rainbow Singers Choir im Refrain und einem Saxophon-Solo der verstorbenen Jazzlegende Rahsaan Roland Kirk.,Open Season", ein Piano-getriebener Midtempo-Track mit Gruppenrufen wie ,we want the gold, we want the gold_", könnte den perfekten Soundtrack für eine Slow-Motion-Highlight-Reel liefern. Der treffend betitelte Albumabschluss ,Victory Lap" schließlich ist ein traumhafter, euphorischer Ausklang, der dem gesamten Werk würdig ist.Am Ende spricht die Trophäe auf dem Albumcover Bände: El Michels Affair ist Champion Sound - und 24 Hr Sports macht das unmissverständlich klar.

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EL MICHELS AFFAIR - 24 HR SPORTS

EL MICHELS AFFAIR

24 HR SPORTS

12inchBCRLPC1133
Big Crown Records
05.09.2025

Leon Michels ist still und leise zu einem der gefragtesten Produzenten der Musikszene geworden. Sein unverwechselbarer Sound hat die Aufmerksamkeit des Mainstreams auf sich gezogen und inspiriert gleichzeitig weiterhin die Underground-Szene. Seit dem 2023 erschienenen Album Glorious Game von El Michels Affair & Black Thought war Michels als Produzent für andere Künstler aktiv - darunter Norah Jones' Grammy-prämiertes Visions, Clairos Grammy-nominiertes Charm, Kali Uchis' ,Moonlight" sowie Alben für seine Labelkollegen Brainstory, Derya Yildirim & Grup Simsek, Thee Heart Tones und Liam Bailey. Sein neues Album 24 Hr Sports markiert die langersehnte Rückkehr unter seinem eigenen Namen: El Michels Affair.24 Hr Sports wurde inspiriert von Mode und Grafikdesign der Sports-Illustrated-Magazine der 80er- und 90er-Jahre, MF DOOMs Special Herbs-Alben, den dort verwendeten Sample-Quellen und Gospelmusik à la Pastor T.L. Barrett. Die Summe dieser Einflüsse, gepaart mit Michels' unfehlbarem kreativen Gespür, ergibt ein Rezept für einen Instant-Klassiker - ein Werk, das zweifellos zu den meistgefeierten Veröffentlichungen des Jahres 2025 zählen wird.Der Album-Opener ,Drum Line" ist ein hymnischer, mitreißender Track mit Marschband-Schlagzeug und donnernden Bläserarrangements, die sofort alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen und den Ton für das folgende Album setzen. 24 Hr Sports bedeutet eine deutliche Abkehr von der bisher überwiegend instrumentalen Musik im Katalog von El Michels Affair. Mit einer Vielzahl von Gesangsfeatures spiegelt das Album das schwer einzuordnende Genre seiner Musik wider.Das erste dieser Features ist ,Mágica" mit dem brasilianischen Künstler Rogê, der die ohnehin energiegeladene Nummer mit seinen fußballinspirierten Lyrics auf ein neues Level hebt. Weiter geht es von Brasilien nach Ghana: In ,Say Goodbye" feiert Florence Adooni ihre Individualität mit lässigem Selbstbewusstsein und wechselt mühelos zwischen Frafra und Englisch, besonders eingängig im Refrain: ,never gonna find a girl like me_".Labelkollege und weltbekannter Trompeter von The Roots, Dave Guy, veredelt den 70er-Jahre-Groove von ,Oakley's Car Wash" mit seinen charakteristischen Bläserlinien, bevor der Track in ein Dub-artiges Outro übergeht. Vom wilden zum sanften Klang: ,Anticipate" mit Clairo knüpft an die musikalische Chemie an, die das 2024er-Album Charm hervorgebracht hat. Clairo gleitet über die typischen EMA-Arrangements, während sie sich nach unerreichbarer Liebe sehnt - getragen von einer perfekt eingespielten Band.,Eastside" ist ein Stück, das einen Sonnenaufgang am Meer vertonen könnte - Leon Michels' Sinn für Raum und Arrangement wird hier besonders deutlich. Aus Japan ist der Suginami Children's Choir auf dem üppigen Track ,Clean The Line" zu hören - sie singen ein Lied über den Mond, die Sonne und Vögel. Danach reißt ,Cortex" mit verzerrten Gitarren und donnernden Drums die Tür auf - ein Moment purer, filmreifer Intensität in der Mitte des Albums.Leon Michels übernimmt selbst den Lead-Gesang auf ,Shining", einem Song über die Suche nach einem Freund, mit dem man die Freude eines sonnigen Tages teilen kann. Der international gefeierte Shintaro Sakamoto ist auf ,Indifference" zu hören - ein lässiger Song mit federnden Basslinien und gefühlvollen Flöten, in dem Sakamoto zwischen Gesang und gesprochener Poesie über eine vergängliche Liebe reflektiert.Das Grammy-prämierte Duo Norah Jones und Michels kommt auf ,Carry Me Away" erneut zusammen: Jones' honigsüße Stimme schwebt über einem schwer einzuordnenden, aber sofort liebenswerten Track. Michels lehnt sich hier wieder mehr in Richtung El Michels Affair-Stil, der sich klar von seinen bisherigen Produktionen für Norah Jones abhebt. ,Take My Hand" stellt den Gospel-Einfluss in den Vordergrund - mit dem Fabulous Rainbow Singers Choir im Refrain und einem Saxophon-Solo der verstorbenen Jazzlegende Rahsaan Roland Kirk.,Open Season", ein Piano-getriebener Midtempo-Track mit Gruppenrufen wie ,we want the gold, we want the gold_", könnte den perfekten Soundtrack für eine Slow-Motion-Highlight-Reel liefern. Der treffend betitelte Albumabschluss ,Victory Lap" schließlich ist ein traumhafter, euphorischer Ausklang, der dem gesamten Werk würdig ist.Am Ende spricht die Trophäe auf dem Albumcover Bände: El Michels Affair ist Champion Sound - und 24 Hr Sports macht das unmissverständlich klar.

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22,27 €
Barbara - Barbara

Barbara

Barbara

12inchBAR1
CHERISHED THINGS
05.09.2025
  • 1: Mein Fräulein
  • 2: These New Communications
  • 3: Tolerant Nation
  • 4: Beryl
  • 5: A Perishing Of Cherished Things
  • 6: Property-Owning Democracy
  • 7: Master Narrative
  • 8: Pretty Straight Guy
  • 9: The Contented Commuter
  • 10: BRB

Barbara, das sind die Brüder Henry und John Tydeman aus Brighton, inspiriert von den Popgrößen der 1970er, The Kinks, ABBA, ELO, aber auch von charmanten, exzentrischen Werken britischer Schriftsteller wie George Orwell und Harold Pinter. Ihre Songs erzählen Geschichten von seltsamen Charakteren, die vom Leben hin- und hergerissen sind. Trotz der unvorhersehbaren Texte steckt in Barbaras Musik immer ein Hauch von Spaß, Uncoolem und – am wichtigsten – Tanz. Also, kommt zum Tanzen… und bleibt für die Geschichten. Oder auch andersrum. Barbara war mit The Divine Comedy, Haircut 100 und zuletzt Paul Weller auf Tour und erhält Probs von ihnen, den Medien, und dem legendären Produzenten Steve Lillywhite (Peter Gabriel, U2, Simple Minds, XTC, Ultravox).

- "Barbara ist eine der besten Gruppen überhaupt. Live sind sie großartig und ihre Songs auch. Clever und melodisch. Die Babs sind fabelhaft!" - Paul Weller

- "Sie sind genau mein Ding ... wirklich straffes Songwriting, sehr poptastisch!" - Neil Hannon (The Divine Comedy)

- "Diese Band ist mit nichts zu vergleichen, was ich je gehört habe, und ich liebe sie!" - Steve Lillywhite

- "Barbara ist wunderbar. Ich liebe ihre Songs und ihren Humor. Wir brauchen mehr Barbara in unserem Leben!" - Chris Difford (Squeeze)

- "Haircut One Hundred liebt Barbara. Sie sind so mutig wie unsere Blechbläser! Bacharach mit Schlägern und Bällen. Wir lieben sie!" - Nick Heyward (Haircut 100)

- "Barbara ist einer der einfallsreichsten und originellsten Musik-Acts, die ich je gesehen habe Eselsjahre! Sie machen in der britischen Musikszene bereits viel Lärm, und mit ihrer wunderbaren und originellen Herangehensweise an Text und Melodie, kombiniert mit einem mitreißenden und fröhlichen Vortragsstil, ist ihr zukünftiger Erfolg in einem unvermeidlich verrückten Musikgeschäft sicher. Geht hin und seht sie euch an!" - Dean Friedman

- "Barbara ist eine wahnsinnig talentierte Band mit einem angeborenen Gespür für Melodie und Arrangement ... Der ehrgeizige Umfang und die mitreißende Unmittelbarkeit ihres Sounds lassen ihr junges Alter nicht erahnen." - Phill Jupitus (BBC)

- "So ein fröhlicher, eingängiger und faszinierender Song." John Kennedy (Radio X) über "Property-Owning Democracy"

- "Ein absoluter Killersong ... eine Pop-Symphonie im Taschenformat!" Gary Crowley (BBC Radio) über "Property-Owning Democracy"

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CASE OATS - LAST MISSOURI EXIT
  • BUICK DOOR
  • NORA
  • BITTER ROOT LAKE
  • KENTUCKY CAVE
  • SEVENTEEN
  • WISHING STONE
  • IN A BUNGALOW
  • TENNESSEE
  • HALLELUJAH
  • BLUFF

Im Jahr 2018 war Case Oats so etwas wie eine nebulöse Idee. Die Bandleaderin Casey Gomez Walker hatte bereits in Bands gespielt, und ihr Projekt Case Oats hatte eine selbst veröffentlichte Single, aber war keine Band, bis ein auswärtiger Freund sie fragte, ob Case Oats eine Show in Chicago headlinen könnten. Casey bluffte - ja, sie hatte eine Band, ja, sie waren bereit, eine Show zu spielen - und machte sich an die Arbeit. "Es war ein bisschen wahnhaft von mir", sagt sie, "aber ein bisschen wahnhaft zu sein hat ja auch etwas für sich." "Last Missouri Exit", das Debütalbum von Case Oats, ist ein bemerkenswert sicheres Album, bei dem sich die Band - Spencer Tweedy (Schlagzeug), Max Subar (Gitarre, Pedal Steel), Jason Ashworth (Bass), Scott Daniel (Fiddle) und Nolan Chin (Klavier, Orgel) - um Gomez Walkers Stimme und Gitarre gruppiert. "Last Missouri Exit" ist eine Sammlung scharf gezeichneter Charakterstudien. Gomez Walkers Hintergrund im kreativen Schreiben drückt sich in ironischen Beobachtungen und einem entwaffnend leichten Sinn für Lyrik aus, das Tiefgründige und Profane purzelt aus Songs wie "Bitter Root Lake" mit dem Gewicht eines Bekenntnisgedichts und der Leichtigkeit eines Gesprächs unter Freunden. Der rote Faden von Case Oats' erstem Auftritt bis zu ihrem Debütalbum ist Vertrauen, in die Songs und in ihre Spieler. "Last Missouri Exit" klingt aus den chaotischsten Kammern des Herzens und die Band schwillt um Gomez Walker herum an, die das Erwachsenwerden in Bezug auf die Loyalität zu verzweifelt fehlerhaften Menschen und schließlich, mit etwas Abstand von zu Hause, die Treue zu sich selbst beschreibt. Die Songs entstanden live, und die ersten Aufnahmen fanden, wie sich Gomez Walker erinnert, im Keller eines Hauses statt, das Ashworth, Subar und Tourmitglied Chet Zenor gemeinsam bewohnten. "Wir nahmen die Songs an drei heißen Augusttagen mit unseren Freunden auf und versuchten einfach, die Energie zwischen uns einzufangen". Tweedy, der die Session mit Ashworth und Subar aufnahm und das Album produzierte, sagt dazu: "Wir brachten gerade so viel Material mit in den Keller, dass wir es aufnehmen konnten. Wir hatten das Glück, in den Monaten vor der Session viele Konzerte gespielt zu haben, so dass wir einfach so spielten, wie wir gespielt hatten, ohne jede Wertigkeit." Diese anfängliche Kellersession ist das Zuhause, in dem "Last Missouri Exit" aufwuchs, und diente sowohl als Ursprungs- als auch als Zielort, da Gomez Walker und Tweedy den Gesang in getrennten Sessions zu Hause aufnahmen. Texte, die sich so wahrhaftig lesen wie "Your brother was the golden boy and you were your mother's pup / The safety of her guiding arms kept you from fucking up", heißt es in einem Couplet aus "Buick Door", das durch die Distanz zwischen Gomez Walker und den auslösenden Ereignissen ihrer Songs gestärkt wird. Ihre Stimme ist selbstbewusst und zart, sie fängt den Nervenkitzel eines Schlagzeugs oder die schmerzende Weite der Pedal Steel ein und kanalisiert den Schwung in die Hoffnungen und den Herzschmerz des Kleinstadtlebens im Mittleren Westen. Auf der Fahrt von Gomez Walkers Heimatstadt auf dem Freeway nach Chicago in Richtung Norden steht auf dem Schild kurz vor der Grenze zu Illinois unter anderem "Last Missouri Exit". Es ist ein Punkt auf der Landkarte und für sie ein Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Als sie ihn eines Tages überquerte, bedeutete das das Ende ihrer Kindheit und den Beginn ihres restlichen Lebens. Das Album ist ein Scharnier zwischen diesen beiden Zuständen, in dem sich die Schmerzen des Heimwehs mit dem Nervenkitzel des Aufbruchs zum Horizont überlagern. "In a Bungalow" betrachtet diese Überschneidung im Licht der goldenen Stunde, ein Lied, dessen leidenschaftliche Sehnsucht nach der Heimat - ihren süßen Quellen und langsamen Tagen und alten Freunden - nur möglich ist, weil sie einen Ort verlassen hat, der sich einst wie das Zentrum des Universums anfühlte. Wenn "Last Missouri Exit" ein Coming-of-Age-Album ist, dann deshalb, weil es um Wachstum und Perspektive geht, und weil es von einer Band gemacht wurde, die bereits jenseits des Horizonts lebt, nach dem das Album benannt ist. Es ist ein Album, das sich danach sehnt, gehört zu werden, während man den Sonnenuntergang von seiner Veranda-Schaukel aus beobachtet, aber seine wehmütige, idyllische Sicht auf den Mittleren Westen ist keine Nostalgie für die Vergangenheit - es ist das, was Case Oats einen Sommer lang im Keller auf einer Ad-hoc-Bühne gezaubert haben, ein Dokument einer Band, die um diese Songs herum zusammengewachsen ist, auf einem neu entdeckten Höhepunkt ihrer gemeinsamen Kräfte. Was sie geschaffen haben, ist warm und einladend, ein Album, das sich beim ersten Durchlauf offenbart und mit jedem Hören tiefer wird. Dies ist ihre Einführung; man fragt sich, was ihr Horizont noch bereithält.

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CASE OATS - LAST MISSOURI EXIT

Case Oats

LAST MISSOURI EXIT

12inchMRGLP866
Merge
22.08.2025
  • BUICK DOOR
  • NORA
  • BITTER ROOT LAKE
  • KENTUCKY CAVE
  • SEVENTEEN
  • WISHING STONE
  • IN A BUNGALOW
  • TENNESSEE
  • HALLELUJAH
  • BLUFF

Im Jahr 2018 war Case Oats so etwas wie eine nebulöse Idee. Die Bandleaderin Casey Gomez Walker hatte bereits in Bands gespielt, und ihr Projekt Case Oats hatte eine selbst veröffentlichte Single, aber war keine Band, bis ein auswärtiger Freund sie fragte, ob Case Oats eine Show in Chicago headlinen könnten. Casey bluffte - ja, sie hatte eine Band, ja, sie waren bereit, eine Show zu spielen - und machte sich an die Arbeit. "Es war ein bisschen wahnhaft von mir", sagt sie, "aber ein bisschen wahnhaft zu sein hat ja auch etwas für sich." "Last Missouri Exit", das Debütalbum von Case Oats, ist ein bemerkenswert sicheres Album, bei dem sich die Band - Spencer Tweedy (Schlagzeug), Max Subar (Gitarre, Pedal Steel), Jason Ashworth (Bass), Scott Daniel (Fiddle) und Nolan Chin (Klavier, Orgel) - um Gomez Walkers Stimme und Gitarre gruppiert. "Last Missouri Exit" ist eine Sammlung scharf gezeichneter Charakterstudien. Gomez Walkers Hintergrund im kreativen Schreiben drückt sich in ironischen Beobachtungen und einem entwaffnend leichten Sinn für Lyrik aus, das Tiefgründige und Profane purzelt aus Songs wie "Bitter Root Lake" mit dem Gewicht eines Bekenntnisgedichts und der Leichtigkeit eines Gesprächs unter Freunden. Der rote Faden von Case Oats' erstem Auftritt bis zu ihrem Debütalbum ist Vertrauen, in die Songs und in ihre Spieler. "Last Missouri Exit" klingt aus den chaotischsten Kammern des Herzens und die Band schwillt um Gomez Walker herum an, die das Erwachsenwerden in Bezug auf die Loyalität zu verzweifelt fehlerhaften Menschen und schließlich, mit etwas Abstand von zu Hause, die Treue zu sich selbst beschreibt. Die Songs entstanden live, und die ersten Aufnahmen fanden, wie sich Gomez Walker erinnert, im Keller eines Hauses statt, das Ashworth, Subar und Tourmitglied Chet Zenor gemeinsam bewohnten. "Wir nahmen die Songs an drei heißen Augusttagen mit unseren Freunden auf und versuchten einfach, die Energie zwischen uns einzufangen". Tweedy, der die Session mit Ashworth und Subar aufnahm und das Album produzierte, sagt dazu: "Wir brachten gerade so viel Material mit in den Keller, dass wir es aufnehmen konnten. Wir hatten das Glück, in den Monaten vor der Session viele Konzerte gespielt zu haben, so dass wir einfach so spielten, wie wir gespielt hatten, ohne jede Wertigkeit." Diese anfängliche Kellersession ist das Zuhause, in dem "Last Missouri Exit" aufwuchs, und diente sowohl als Ursprungs- als auch als Zielort, da Gomez Walker und Tweedy den Gesang in getrennten Sessions zu Hause aufnahmen. Texte, die sich so wahrhaftig lesen wie "Your brother was the golden boy and you were your mother's pup / The safety of her guiding arms kept you from fucking up", heißt es in einem Couplet aus "Buick Door", das durch die Distanz zwischen Gomez Walker und den auslösenden Ereignissen ihrer Songs gestärkt wird. Ihre Stimme ist selbstbewusst und zart, sie fängt den Nervenkitzel eines Schlagzeugs oder die schmerzende Weite der Pedal Steel ein und kanalisiert den Schwung in die Hoffnungen und den Herzschmerz des Kleinstadtlebens im Mittleren Westen. Auf der Fahrt von Gomez Walkers Heimatstadt auf dem Freeway nach Chicago in Richtung Norden steht auf dem Schild kurz vor der Grenze zu Illinois unter anderem "Last Missouri Exit". Es ist ein Punkt auf der Landkarte und für sie ein Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Als sie ihn eines Tages überquerte, bedeutete das das Ende ihrer Kindheit und den Beginn ihres restlichen Lebens. Das Album ist ein Scharnier zwischen diesen beiden Zuständen, in dem sich die Schmerzen des Heimwehs mit dem Nervenkitzel des Aufbruchs zum Horizont überlagern. "In a Bungalow" betrachtet diese Überschneidung im Licht der goldenen Stunde, ein Lied, dessen leidenschaftliche Sehnsucht nach der Heimat - ihren süßen Quellen und langsamen Tagen und alten Freunden - nur möglich ist, weil sie einen Ort verlassen hat, der sich einst wie das Zentrum des Universums anfühlte. Wenn "Last Missouri Exit" ein Coming-of-Age-Album ist, dann deshalb, weil es um Wachstum und Perspektive geht, und weil es von einer Band gemacht wurde, die bereits jenseits des Horizonts lebt, nach dem das Album benannt ist. Es ist ein Album, das sich danach sehnt, gehört zu werden, während man den Sonnenuntergang von seiner Veranda-Schaukel aus beobachtet, aber seine wehmütige, idyllische Sicht auf den Mittleren Westen ist keine Nostalgie für die Vergangenheit - es ist das, was Case Oats einen Sommer lang im Keller auf einer Ad-hoc-Bühne gezaubert haben, ein Dokument einer Band, die um diese Songs herum zusammengewachsen ist, auf einem neu entdeckten Höhepunkt ihrer gemeinsamen Kräfte. Was sie geschaffen haben, ist warm und einladend, ein Album, das sich beim ersten Durchlauf offenbart und mit jedem Hören tiefer wird. Dies ist ihre Einführung; man fragt sich, was ihr Horizont noch bereithält.

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SUPERCHUNK - SONGS IN THE KEY OF YIKES
  • IS IT MAKING YOU FEEL SOMETHING
  • BRUISED LUNG
  • NO HOPE
  • CARE LESS
  • CLIMB THE WALLS
  • CUE
  • EVERYBODY DIES
  • STUCK IN A DREAM
  • TRAIN ON FIRE
  • SOME GREEN
also available

ORANGE & BLACK SWIRL VINYL[23,49 €]


"Songs in the Key of Yikes" ist ein typisches Superchunk-Album: viszeral und zeitlos und verdammt eingängig - ein kathartischer Balsam für diese bedrückenden Zeiten. "Bruised Lung" - "No Hope" - "Care Less" - "Climb the Walls" - "Everybody Dies". Wenn man die Trackliste von "Songs in the Key of Yikes" überfliegt, fragt man sich unweigerlich: Sind Superchunk okay? In einer Welt, die wohl düsterer ist als die, die "Wild Loneliness" (2022) oder "What a Time to Be Alive" (2018) begrüßte, geht es uns da überhaupt noch gut? "Es war schon immer so, dass jeder etwas durchmacht, von dem man vielleicht nichts weiß", bemerkt Mac McCaughan. "Das gilt derzeit mehr denn je - aber es ist auch so, dass wir alle gemeinsam etwas durchmachen. Angesichts dessen, was nützt Kunst und wo findet man Glück? (Spoiler-Alarm: Ich weiß es nicht.)" Auf der Suche nach einer Antwort entfesselt "Songs in the Key of Yikes" einen Sound, der triumphierend und hell in der Dunkelheit ist, "Majesty Shredding" im Overdrive. Die Lead-Single ,Is It Making You Feel Something" gibt früh den Ton an, wobei die Band - McCaughan, Laura Ballance, Jim Wilbur und Laura King - aus dem Potenzial für Freude eine Hymne baut und in schlammverschmutzte Gewässer taucht und mit einer Perle wieder hochkommt. "No Hope" ist ähnlich widerstandsfähig, McCaughans Texte zeichnen ein niederschmetterndes Bild, bevor sie in den titelgebenden Refrain übergehen. Er wiederholt den Satz neun Mal, macht eine Pause und verwandelt die Stimmung vollständig, indem er den Gesang mit der Zeile "and here we are singing" unterbricht. Der Text ist scharf, gleichzeitig eine einfache Beobachtung und eine tiefgründige Aussage über das Sein, die erdrückenden Nächte und endlosen Tage, aber McCaughans Stimme findet eine gewisse Süße darin, durchgehalten zu haben und dies auch weiterhin zu tun. Paradoxerweise grenzt die Energie von "Songs in the Key of Yikes" an Euphorie und bricht manchmal sogar in sie aus, wie in "Stuck in a Dream", das wie eine oasenartige Fata Morgana zwischen "Everybody Dies" und "Train on Fire" auftaucht, ein voller Sprint, der die Menge begeistert und sich zum Pogen im Pit eignet. "Care Less" ist ein düsterer, komischer Spiegel dieser Energie, ein Garage-Jam, in dem ein scharfzüngiger McCaughan Zuflucht vor dem Sturm sucht, indem er so tut, als würde er nicht direkt vor seiner Tür toben. Diese Strategie funktioniert nicht. Natürlich funktioniert sie nicht. Es ist ein Song auf einem Superchunk-Album, und Superchunk-Alben sind Argumente gegen Engstirnigkeit und für Partys, die groß genug sind, um alle zu beherbergen. Dieses Album begrüßt nicht nur Laura King nach zwei Jahren als Tour-Schlagzeugerin in der Band, sondern enthält auch Beiträge von Rosali Middleman ("Bruised Lung" und "Everybody Dies"), Bella Quinlan und Holly Thomas von Quivers ("Cue") und der Tour-Bassistin Betsy Wright ("Care Less"). Das Album wurde von Paul Voran (The Menzingers, Hurray for the Riff Raff) und Eli Webb produziert und von Mike Montgomery (The Breeders, Protomartyr) gemischt. Gemeinsam kommen sie zu keinem Ergebnis darüber, was gute Kunst in Krisenzeiten ausmacht und schaffen gleichzeitig großartige Kunst.

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SUPERCHUNK - SONGS IN THE KEY OF YIKES

Superchunk

SONGS IN THE KEY OF YIKES

12inchMRGLPC1870
Merge
22.08.2025

"Songs in the Key of Yikes" ist ein typisches Superchunk-Album: viszeral und zeitlos und verdammt eingängig - ein kathartischer Balsam für diese bedrückenden Zeiten. "Bruised Lung" - "No Hope" - "Care Less" - "Climb the Walls" - "Everybody Dies". Wenn man die Trackliste von "Songs in the Key of Yikes" überfliegt, fragt man sich unweigerlich: Sind Superchunk okay? In einer Welt, die wohl düsterer ist als die, die "Wild Loneliness" (2022) oder "What a Time to Be Alive" (2018) begrüßte, geht es uns da überhaupt noch gut? "Es war schon immer so, dass jeder etwas durchmacht, von dem man vielleicht nichts weiß", bemerkt Mac McCaughan. "Das gilt derzeit mehr denn je - aber es ist auch so, dass wir alle gemeinsam etwas durchmachen. Angesichts dessen, was nützt Kunst und wo findet man Glück? (Spoiler-Alarm: Ich weiß es nicht.)" Auf der Suche nach einer Antwort entfesselt "Songs in the Key of Yikes" einen Sound, der triumphierend und hell in der Dunkelheit ist, "Majesty Shredding" im Overdrive. Die Lead-Single ,Is It Making You Feel Something" gibt früh den Ton an, wobei die Band - McCaughan, Laura Ballance, Jim Wilbur und Laura King - aus dem Potenzial für Freude eine Hymne baut und in schlammverschmutzte Gewässer taucht und mit einer Perle wieder hochkommt. "No Hope" ist ähnlich widerstandsfähig, McCaughans Texte zeichnen ein niederschmetterndes Bild, bevor sie in den titelgebenden Refrain übergehen. Er wiederholt den Satz neun Mal, macht eine Pause und verwandelt die Stimmung vollständig, indem er den Gesang mit der Zeile "and here we are singing" unterbricht. Der Text ist scharf, gleichzeitig eine einfache Beobachtung und eine tiefgründige Aussage über das Sein, die erdrückenden Nächte und endlosen Tage, aber McCaughans Stimme findet eine gewisse Süße darin, durchgehalten zu haben und dies auch weiterhin zu tun. Paradoxerweise grenzt die Energie von "Songs in the Key of Yikes" an Euphorie und bricht manchmal sogar in sie aus, wie in "Stuck in a Dream", das wie eine oasenartige Fata Morgana zwischen "Everybody Dies" und "Train on Fire" auftaucht, ein voller Sprint, der die Menge begeistert und sich zum Pogen im Pit eignet. "Care Less" ist ein düsterer, komischer Spiegel dieser Energie, ein Garage-Jam, in dem ein scharfzüngiger McCaughan Zuflucht vor dem Sturm sucht, indem er so tut, als würde er nicht direkt vor seiner Tür toben. Diese Strategie funktioniert nicht. Natürlich funktioniert sie nicht. Es ist ein Song auf einem Superchunk-Album, und Superchunk-Alben sind Argumente gegen Engstirnigkeit und für Partys, die groß genug sind, um alle zu beherbergen. Dieses Album begrüßt nicht nur Laura King nach zwei Jahren als Tour-Schlagzeugerin in der Band, sondern enthält auch Beiträge von Rosali Middleman ("Bruised Lung" und "Everybody Dies"), Bella Quinlan und Holly Thomas von Quivers ("Cue") und der Tour-Bassistin Betsy Wright ("Care Less"). Das Album wurde von Paul Voran (The Menzingers, Hurray for the Riff Raff) und Eli Webb produziert und von Mike Montgomery (The Breeders, Protomartyr) gemischt. Gemeinsam kommen sie zu keinem Ergebnis darüber, was gute Kunst in Krisenzeiten ausmacht und schaffen gleichzeitig großartige Kunst.

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SUPERCHUNK - SONGS IN THE KEY OF YIKES

SUPERCHUNK

SONGS IN THE KEY OF YIKES

12inchMRGLP870
Merge
22.08.2025

"Songs in the Key of Yikes" ist ein typisches Superchunk-Album: viszeral und zeitlos und verdammt eingängig - ein kathartischer Balsam für diese bedrückenden Zeiten. "Bruised Lung" - "No Hope" - "Care Less" - "Climb the Walls" - "Everybody Dies". Wenn man die Trackliste von "Songs in the Key of Yikes" überfliegt, fragt man sich unweigerlich: Sind Superchunk okay? In einer Welt, die wohl düsterer ist als die, die "Wild Loneliness" (2022) oder "What a Time to Be Alive" (2018) begrüßte, geht es uns da überhaupt noch gut? "Es war schon immer so, dass jeder etwas durchmacht, von dem man vielleicht nichts weiß", bemerkt Mac McCaughan. "Das gilt derzeit mehr denn je - aber es ist auch so, dass wir alle gemeinsam etwas durchmachen. Angesichts dessen, was nützt Kunst und wo findet man Glück? (Spoiler-Alarm: Ich weiß es nicht.)" Auf der Suche nach einer Antwort entfesselt "Songs in the Key of Yikes" einen Sound, der triumphierend und hell in der Dunkelheit ist, "Majesty Shredding" im Overdrive. Die Lead-Single ,Is It Making You Feel Something" gibt früh den Ton an, wobei die Band - McCaughan, Laura Ballance, Jim Wilbur und Laura King - aus dem Potenzial für Freude eine Hymne baut und in schlammverschmutzte Gewässer taucht und mit einer Perle wieder hochkommt. "No Hope" ist ähnlich widerstandsfähig, McCaughans Texte zeichnen ein niederschmetterndes Bild, bevor sie in den titelgebenden Refrain übergehen. Er wiederholt den Satz neun Mal, macht eine Pause und verwandelt die Stimmung vollständig, indem er den Gesang mit der Zeile "and here we are singing" unterbricht. Der Text ist scharf, gleichzeitig eine einfache Beobachtung und eine tiefgründige Aussage über das Sein, die erdrückenden Nächte und endlosen Tage, aber McCaughans Stimme findet eine gewisse Süße darin, durchgehalten zu haben und dies auch weiterhin zu tun. Paradoxerweise grenzt die Energie von "Songs in the Key of Yikes" an Euphorie und bricht manchmal sogar in sie aus, wie in "Stuck in a Dream", das wie eine oasenartige Fata Morgana zwischen "Everybody Dies" und "Train on Fire" auftaucht, ein voller Sprint, der die Menge begeistert und sich zum Pogen im Pit eignet. "Care Less" ist ein düsterer, komischer Spiegel dieser Energie, ein Garage-Jam, in dem ein scharfzüngiger McCaughan Zuflucht vor dem Sturm sucht, indem er so tut, als würde er nicht direkt vor seiner Tür toben. Diese Strategie funktioniert nicht. Natürlich funktioniert sie nicht. Es ist ein Song auf einem Superchunk-Album, und Superchunk-Alben sind Argumente gegen Engstirnigkeit und für Partys, die groß genug sind, um alle zu beherbergen. Dieses Album begrüßt nicht nur Laura King nach zwei Jahren als Tour-Schlagzeugerin in der Band, sondern enthält auch Beiträge von Rosali Middleman ("Bruised Lung" und "Everybody Dies"), Bella Quinlan und Holly Thomas von Quivers ("Cue") und der Tour-Bassistin Betsy Wright ("Care Less"). Das Album wurde von Paul Voran (The Menzingers, Hurray for the Riff Raff) und Eli Webb produziert und von Mike Montgomery (The Breeders, Protomartyr) gemischt. Gemeinsam kommen sie zu keinem Ergebnis darüber, was gute Kunst in Krisenzeiten ausmacht und schaffen gleichzeitig großartige Kunst.

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Go Go Penguin - Nessesary Fiction 2x12"

Auf »Necessary Fictions« zeigt das Trio GoGo Penguin, das seit seiner Gründung Jazz, klassische Musik und elektronische Einflüsse miteinander verbindet, was es aktuell als seine »wesentlichen, authentischen Qualitäten empfindet«. Das führt zu einem verstärkten Einsatz modularer Synthesizer in seinem Sound.

GoGo Penguin, zu denen seit der Pandemie der Schlagzeuger Jon Scott gehört, luden erstmals einige Gastmusiker für ihr neues Albumprojekt dazu: das achtköpfige Streicherensemble Manchester Collective unter der Leitung der künstlerischen Direktorin und Geigerin Rakhi Singh sowie den Singer-Songwriter Daudi Matsiko.
»Necessary Fictions« wurde so ein Album voller ambitionierter neuer Entwicklungen – von einer Band, die vollkommen im Reinen mit sich selbst ist: selbstbewusst genug, um sich auf Zusammenarbeit einzulassen, gespannt darauf, wohin die Reise als Nächstes geht, und voller Lust, dabei auch Spaß zu haben. »Mir ist sehr bewusst aufgefallen, wie oft ich im Studio beim Aufnehmen gelächelt habe“, sagt Illingworth, „und ich lächle jetzt gerade, wenn ich nur daran denke. Ich hoffe, diese Energie überträgt sich auf die Menschen.«

Für »Necessary Fictions« konnten sie ihr eigenes Studio in Manchester in einen stimmungsvollen Treffpunkt verwandeln – einen angenehmen Ort, an dem man gerne Zeit verbringt, mit Kunstwerken, Fotografien und anderen Bildern an den Wänden, die als Anregung und Inspiration dienten. Illingworth und Blacka waren dort so gut wie jeden Tag über zwölf Monate hinweg im Jahr 2024; dann kam Scott, der in London lebt, nach Manchester, um mit den beiden festen Größen von GGP zu arbeiten, sobald sie bereit für seinen rhythmischen Input waren. Der Titel des Albums stammt aus dem Buch »The Middle Passage - From Misery to Meaning in Midlife« des Psychoanalytikers James Hollis, das, wie Nick sagt, »sehr jungsche Sachen über das Schatten-Ich und verborgene Persona präsentiert. Man fängt an zu denken, ‚Moment mal, da ist ein authentisches Ich, tief drinnen irgendwo!«. »Musikalisch«, ergänzt er, »war es der gleiche Prozess, die gleiche Reise, einige der Dinge abzulegen, an die wir uns gewöhnt hatten und die uns zurückhielten.«

Der gesamte Veränderungsprozess ihrer musikalischen Entwicklung wird von einem Track auf »Necessary Fictions« zusammengefasst, der bezeichnenderweise den Titel »What We Are And What We Are Meant To Be« trägt. »Es ist wirklich einfach, wirklich melodisch«, erklärt Nick. »Es ist kein Showoff, wie ‚Hey, schaut mal, was für Skills wir haben und wie großartig wir sind!‘ Es gibt nicht einmal Improvisation darin. Bassmäßig hat es einfach einen Bass-Synthesizer wie ein Dance-Track. Ein Teil von mir denkt immer noch: ‚Was werden die Leute denken?‘ Dann gibt es einen anderen Teil, der einfach denkt: ‚Was soll‘s, die können denken, was sie wollen! Das ist das, was wir gerade machen wollen, und es fühlt sich authentisch an.‘«

Für Chris Illingworth hingegen bestand ihre Reise darin, weiter in eine Welt vorzudringen, die ihn immer schon angezogen hat, nämlich Synthesizer. »Ich bin früher oft live zu Leuten gegangen, die auftraten, wie Underworld, The Prodigy, Orbital, sogar Nine Inch Nails, und ich habe all ihr Equipment auf der Bühne gesehen, und ein Teil von mir dachte: ‚Verdammt, das sieht nach Spaß aus!‘« Illingworth und Blacka blieben jedoch weiterhin äußerst vorsichtig, was das willkürliche Einfügen von schrillen Sounds betrifft. »Wir wollten nicht, dass es wie ein Gimmick wirkt«, erklärt Chris. »Es musste einen Grund geben – und für uns war das der Wunsch, an bestimmten Stellen den Charakter der Musik zu verändern.«

GoGo Penguin hatte schon immer einen erzählerischen, filmischen Ansatz in ihrer Musik – weit entfernt von simplen Strophe-Refrain-Strukturen, inspiriert von Debussys »Préludes« bis hin zu Underworlds »Pearl’s Girl«. Auf »Necessary Fictions« nimmt diese Klang-Erzählkunst nun deutlich größere Dimensionen an – mit spürbar mehr Raffinesse.
GoGo Penguin graben nun selbstbewusst tief in sich hinein, um ihr bestes Selbst hervorzubringen und andere Talente in ihre harmonische Klangwelt einzubeziehen. Mit »Necessary Fictions« bewegen sich die Drei auf neuen Pfaden – und ja, es ist völlig in Ordnung, dabei zu lächeln.

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HELDON - IT'S ALWAYS ROCK'N'ROLL(HELDON III) LP 2x12"

Es ist fast ein wenig gespenstisch, was sich auf "It"s Always Rock"n"Roll" abspielt. Zwar hat Richard Pinhas nichts von seiner charakteristischen Angriffslust eingebüßt, und auch die aus den ersten beiden Heldon-Alben bekannte sägende Gitarre ist neben den vertrauten Sphärenklängen seiner Synthesizer nach wie vor vorhanden. Doch dazu pulsiert durch dieses Doppelalbum eine düstere Energie, eine fröstelige Aura, die selbst den ruhigsten Stücken eine Art bebende Anspannung verleiht. "Zu diesem Zeitpunkt wollte ich aus Heldon eine düstere Band machen", gesteht Pinhas. "Wobei düster für mich nichts Negatives bedeutet." Es geht ihm auch gar nicht um die Düsternis an sich, sondern darum, das Verborgene zu erforschen und Althergebrachtes zu hinterfragen, unter die glitzernde Oberfläche zu tauchen, um dort Geheimnisvolleres zu entdecken. Was "It"s Always Rock"n"Roll" vielleicht aus dem Repertoire von Heldon heraushebt, ist seine Ausdehnung, sowohl was die Größe der Ideen als auch die Länge der Stücke angeht. Die meisten Tracks sind jedenfalls über sieben Minuten lang, zwei Werke nehmen sogar eine ganze Plattenseite in Beschlag.

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DEBBY FRIDAY - THE STARRR OF THE QUEEN OF LIFE LP
  • 1: 7
  • ALL I WANNA DO IS PARTY
  • IN THE CLUB FEATURING HITECH
  • LIPSYNC
  • ALBERTA
  • HIGHER
  • PPP (INTERLUDE)
  • ARCADIA
  • LEAVE
  • BET ON ME
  • DARKER THE BETTER

LOSER pressing on - LIGHT BLUE BIO VINYL. Auf ihrem kaleidoskopischen zweiten Album, The Starrr Of The Queen Of Life, definiert Debby Friday den Erfolg auf ihre Weise. ,Ich will ein Star sein, diesen Wunsch kann ich nicht verbergen", sagt sie. ,Aber ich will nicht den Traum von jemand anderem leben oder einem vorgegebenen Weg folgen." Für die nigerianisch-kanadische Universalgelehrte bedeutet Starrr zu sein, in den Extremen zu leben: öffentlich oder privat, Selbstüberschätzung oder Demut, Fliegen oder Fallen. Ein Starrr zu sein bedeutet, den apokalyptischen Hedonismus eines nächtlichen Raves zu umarmen - und die Gemeinschaft im ,dunklen Raum, Mädchen in der Schlange für die Toilette" in der brummenden House-Hymne ,All I Wanna Do Is Party" zu finden. Es bedeutet, dass sie mit den Detroiter Techno-Wunderkindern HiTech in ,In The Club" Zeilen über Flaschen auf Eis austauscht und auf der Tanzfläche ausflippt, während sie zugibt, dass sie ,in diesen Tagen kaum auf der Tanzfläche ist". Es ist der Sound der Entdeckung, was nach dem Erfolg kommt, von dem die meisten Künstler nur träumen - wie man hell brennt, ohne auszubrennen. In 11 Songs stellt The Starrr Of The Queen Of Life Freitags chamäleonartigen Gesang zur Schau. Von der spärlichen, hauchzarten Schönheit des liebeskranken ,Leave" bis hin zum treibenden Post-Punk von ,Darker The Better". Der Gewinn des Polaris-Preises 2023 für ihr Debütalbum GOOD LUCK hat Debby Friday nur noch mehr angespornt: ,I'm tryna see more/ Man, I want the payoff" rappt sie über laserartige Synthesizer auf dem mühelos kopierten Kiss-off ,Lipsync`. Aber das Leben auf Messers Schneide kann nur eine gewisse Zeit lang aufrechterhalten werden: Während einer Nonstop-Tournee zur Unterstützung des Albums wurde sie schwer krank. Die Diagnose? Stressinduzierte Gürtelrose. Diese Erfahrung zwang Friday dazu, sich nach innen zu wenden. Im folgenden Jahr änderte sich ihr Management, ihre Routine und ihre Prioritäten. Um ihre Vision von radikaler Ehrlichkeit auf der Tanzfläche zum Leben zu erwecken, rekrutierte Friday den australischen Produzenten Darcy Baylis (Wicca Phase Springs Eternal). Die beiden kehrten zwischen ihren Tourneen in ihre De-facto-Heimat London zurück und tauschten im Studio von morgens bis Mitternacht Ideen aus. The Starrr Of The Queen Of Life ist voll von verschlüsselten, wenn-du-weißt-schon-wem-Referenzen, die Liebesbriefe und Anspielungen aus den Namen von It-Girl-Parfüms, französischem Cognac und hellenistischen Prophetinnen, die in Zungen sprechen, verweben. Es liest sich wie eine Manifestation von Freitags Streben nach einem experimentellen Popsound, der sich immer noch unverkennbar nach ihr anfühlt. ,Dieses Album handelt von der Idee, nach etwas zu greifen", sagt sie. ,Es geht darum, die Zeichen zu sehen und diesem Impuls zu folgen, immer mit der Möglichkeit, entweder in die Sonne zu fliegen oder auf die Erde zurückzufallen." Auf The Starrr Of The Queen Of Life erhebt sich Debby Friday in die Lüfte, um ihre Flügel zu befestigen und dem Klang ihrer eigenen Stimme zu folgen.

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26,01 €
MATCHING OUTFITS - DITCH ME
  • EVERYBODY DRIVES
  • TOILET PAPER
  • NO WHISKEY
  • DITCH ME
  • FÖRTRÄNG
  • COLD SEA
  • OBITUARY
  • BELLS RING
  • NOT A DANCER

Nachdem sie auf dem SXSW, New Colossus und Spot Festival für Furore gesorgt haben, veröffentlicht das Berliner Indie-Pop-Trio Matching Outfits ihr erstes Album bei Bar/None Records in Zusammenarbeit mit Dreams of Field Recordings erscheint. Auf "Ditch Me" erzählt die schwedische Frontfrau Linnea Mårtensson mit einer Mischung aus trockenem Humor und roher Verletzlichkeit von dem Jahr nach einer Trennung. Vom Schock, der Trauer und der Wut bis hin zur grimmigen Akzeptanz, wieder in den Dating-Pool zu springen, bleibt kein Gefühl unausgelebt, kein Detail unkommentiert. Die Bandmitglieder Rachel Glassberg und Leah Corper passen sich dem Wirbelwind der Emotionen auf Schritt und Tritt an und wechseln blitzschnell von mäandernden Melodien zu kontrolliertem Chaos, während die reduzierte Produktion von Chad Matheny (Emperor X) die Texte in den Mittelpunkt stellt. Was passiert in diesem Jahr? Die Zeit vergeht, die Vogelkirsche blüht, Geburtstage kommen und gehen und die Alltäglichkeit des Lebens geht weiter - nur mit einem riesigen Loch in der Mitte, das niemand sonst zu bemerken scheint. Richtet man den mikroskopischen Fokus auf diese Leere, malt sie in Pastellfarben, fügt einen Hauch von Velvet Underground und international akzentuierte dreistimmige Harmonien hinzu, dann erhält man so etwas wie "Ditch Me". Die Geschichte von Matching Outfits beginnt auf einem Bauernhof außerhalb von Mjöbäck, Schweden, wo Linnea - Saxophonistin einer Marschkapelle, Chorsängerin und autodidaktische Pianistin - die Musik von The Moldy Peaches und Belle and Sebastian entdeckte und begann, eigene Songs zu schreiben. Nachdem sie nach Berlin gezogen war, ging sie zu einer Open-Mic-Nacht und traf dort Rachel, eine amerikanische Kollegin, die sich bereit erklärte, Schlagzeug auf ihrem Song zu spielen, in dem es darum ging, in einer Karaoke-Bar abgewimmelt zu werden. Leah, eine Bassistin und geheimnisvolle Frau aus Großbritannien, vervollständigte das Trio und Matching Outfits war geboren. Nachdem sie ihr erstes Tape "Band Made Out Of Sand" auf dem Berliner Kassettenlabel Kitchen Leg veröffentlicht hatten, tourte die Band durch Deutschland und Skandinavien, wurde aber auch vom Kult-Radiosender WFMU aus New Jersey eingeladen, ein Syd-Barrett-Cover für eine Fundraising-Compilation aufzunehmen. Matching Outfits tragen keine passenden Outfits, außer wenn sie es tun.

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THE MILKSHAKES - FOURTEEN RHYTHM & BEAT GREATS
  • SEVEN DAYS
  • BLACK SAILS (IN THE MOONLIGHT)
  • EXACTLY LIKE YOU
  • A GIRL CALLED MINE
  • SAD GIRL MAMBO
  • I WANT YOU
  • CADALINA
  • NO-ONE ELSE
  • I NEED NO-ONE
  • YOU DID HER WRONG
  • CAN YOU TELL ME
  • RED MONKEY
  • TAKE YOU HOME TONIGHT
  • WO' NOW

Wiederveröffentlichung des zweiten Milkshakes-Albums als schwarze Vinyl-Stereo-LP! ,Vom eröffnenden Raspeln von ,SEVEN DAYS" bis zu den ausklingenden Tönen von ,WO' NOW" geht der rasende Beat weiter. Sogar die ruhigeren Tracks sind mit dem unverwechselbaren MILKSHAKES-Branding versehen, was darauf hindeutet, dass THE MILKSHAKES die unbestreitbaren Anführer des World Beat sind!", heißt es hier. Nach dem imaginären internationalen Erfolg ihres Debütalbums ,Talking Bout...", und der 45er Single "It's You" c/w ,Please Don't Tell My Baby" beschlossen die Milkshakes, das wenige Geld, das sie noch hatten, für einen weiteren Longplayer zu verschwenden. Das Ergebnis war das clever betitelte, wenn auch etwas prahlerisch klingende ,Fourteen Rhythm & Beat Greats". In der Tat, wenn man die Augen schließt und den Plattenspieler ausschaltet, könnten alle 14 - zähle sie (wenn du das nächste Mal deine Augen öffnest) - fein gearbeiteten Stücke auf dieser LP fast als ,großartig" bezeichnet werden, je nachdem, wo du musikalisch stehst. Mit Live-Favoriten wie ,Black Sails In The Moonlight" und ,Red Monkey" war der allgemeine Konsens, dass dies das bisher beste Werk von THE MILKSHAKES sei (fragt sie selbst). Das muss zum Teil stimmen, denn das renommierte Londoner Label Big Beat Records fand das Album gut genug, um es auf seinem eigenen renommierten Label Big Beat wiederzuveröffentlichen - und das gleich zweimal. Aber das war vor über 40 Jahren, also versucht bitte, eure Begeisterung zu zügeln und bildet eine geordnete Schlange... obwohl, je schneller sie ausverkauft ist, desto eher kann sie - wieder einmal - nachgepresst werden. Bassist Russ Wilkins erinnert sich an die Aufnahme der LP: ,Die Aufnahmen fanden in Herne Bay in Oakwoods zweitem Studio statt. Ich glaube, ich war gerade mit den Prisoners dort gewesen und hatte "Taste of Pink" aufgenommen. Ich benutzte meinen Framus Star Bass und fing gerade an, einen Fender-Bassverstärker zu benutzen, der mich im Studio im Stich ließ, also musste ich einen AC30 Top verwenden, der ziemlich verzerrt und nicht das war, was ich wollte, aber wir mussten damit arbeiten. Man kann es bei "No-one Else" hören, das bei den Proben großartig klang. "Can You Tell Me" war der Beginn des Strippings, bei dem wir versuchten, so minimal wie möglich zu sein, und ich schaffte es später, es auf nur zwei Noten zu reduzieren. Es gab natürlich auch die Wall City Version der Platte, die von Hansi Steinmetz in Berlin herausgebracht wurde - mit einem andersfarbigen Logo auf der Vorderseite. Da sind auch viel mehr Backing Vocals drauf. Ich denke, dafür muss ich etwas Verantwortung übernehmen. Es wurde eher wie die vorherigen Pop Rivets-Alben aufgenommen, indem wir uns alle zusammen in einem Raum aufstellten und live spielten, mit sehr wenigen Overdubs, abgesehen von dem einen oder anderen Solo. Wir haben noch ein weiteres in dieser Art gemacht und dann die Richtung geändert, als wir die sieben Alben an einem Tag oder was auch immer veröffentlichten." RUSS WIILKINS, MAI 2025

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Various - Pudel Produkte 47: Für Patex 7"

Am 14. Juni 2023 ist DJ Patex nach langer Krankheit gegangen. Wohin, das wissen wir nicht genau. Darüber werden wir uns heute auch nicht einig. Der Autor dieses Textes will jedoch ahnen, dass sie dort – frisch angekommen – erstmal von ihren vorausgegangenen Lieblingshundis überrannt und abgeschleckt wurde. Der Autor mag dieses Bild. Auch weil Patex sich zeitlebens mit Hundis leichter getan hat als mit Menschen. Hunde durften bei ihr alles, was sie vom Menschen getrennt hat: Parolen kläffen, Eigentum heranzerren, egoistisch und unterkomplex sein. Nie hat sie auch nur einem Hund jemals etwas krumm genommen. Der Menschheit begegnete Patex eher mit pessimistischen Sätzen: „An Allem ist zu zweifeln“ ist so eine Feststellung. Oder: „Nur Weil Du Mir Deine Wunden Zeigst Bist Du Noch Lange Nicht Mein Heiland“.
Damit wären wir auch bei der A-Seite der vorliegenden Single. Sie berührt. Ihr Text zeigt in viele Richtungen. Die Coverversion von Mitpudeln enstammt ihrem finalen School-Of-Zuversicht-Album und dokumentiert eine Patex, die an ihrer schweren Krankheit gewachsen ist, statt zu brechen. Auch weil sie sich erlaubt hat, ihre typische Skepsis mit einer Art Camu’schen Akzeptanz zu tauschen. Denn Ablehnung hat in ihrer Situation nicht gegriffen, sie hätte alles viel schlimmer gemacht. Nicht das Nicht-leiden oder gar das Nicht-leiden-wollen besiegt das Leid, sondern dessen voll umfängliche Akzeptanz. Das hat sie einfach genial hingekriegt. Und damit vielleicht das Leben und den Tod gleichzeitig besiegt. Noch besser: Für diese Erkenntnis musste sie nicht einmal ihren Pessimismus über Bord werfen. Denn auf einer Ebene, viel weiter im Vordergrund, handelt das Lied natürlich vom Mitleid, oder besser Mitleiden. Mitleid gerät in Schieflage, wenn wir vergessen, worum es wirklich geht. Empathie verbindet uns mit der Welt, sie erfüllt uns. Sie eignet uns aber allzu schnell das Leid anderer an, ohne dass wir selbst wirklich leiden müssen. Und wenn wir nicht aufpassen, dann macht sie uns selbstgewiss.
An Allem ist zu zweifeln, merkt Euch das. Außer daran, dass uns Patex fehlt. Uns fehlt was sie umtreibt und die Fragen, die sie uns schenkt. Und dass die umwerfende B-Seite, die uns über Hans Nieswandt aus Südkorea erreichte, nur ekstatisch tanzend erklärt werden will — und daran, dass Ihr Euch jetzt diese Single kauft. Text: Sebastian Reier

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SEX BEAT - CRACK

Sex Beat

CRACK

12inchTCM151
THIS CHARMING MAN
18.07.2025
  • CRACK
  • THIS MACHINE KILLS NO ONE
  • NO WAH WAH
  • PUNCHING BAG
  • TO HELL
  • FOOTNOTE
  • ROSA'S IN SPAIN
  • HUNGRY

"Crack" ist radikale Reduktion - Für das zweite Album hat die Berliner Band alle Differenzen und Summen weggestrichen und im Proberaum ein Punk-Album eingespielt, das keine weiteren Genrebezeichnungen braucht. DIY wird hier nicht als Gimmick, sondern als alternativlose Notwendigkeit verstanden - "Crack" entstand ohne Studio, ohne Produzent und ohne Ahnung. SEXBEAT interpretiert Punk geschichtsbewusst mit weitgefächerten Einflüssen, die von Oblivians über Suicide bis hin zu Hot Snakes reichen. Klanglich orientiert man sich am 90er-Jahre-Sound des Dischord-Katalogs: Bass und Drums drücken nach vorne, Gitarre und Gesang kotzen sich dazwischen aus. Die Songs klingen mal stark fragmentiert und mechanisch, mal detailliert ausgearbeitet, aber immer direkt und unverblümt. Textlich geht es um alles, was nervt: kaputte Politik, kaputte Gesellschaft und all die kleinen kaputten Dinge in einem selbst. Referenzen reichen von Gordon Solie Motherf**ers ("Give them a dirty floor for a stage. A five bucks show and I'm stoked for days") bis zu George Orwell ("Four legs good, two legs bad"*) - und am Ende muss sogar Grammy-Preisträger Beck herhalten, denn über allem steht: "You make me wanna try crack".

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FRANKIE COSMOS - DIFFERENT TALKING

Frankie Cosmos

DIFFERENT TALKING

12inchSPLPX1675
Sub Pop
27.06.2025
  • PRESSED FLOWER
  • ONE OF EACH
  • AGAINST THE GRAIN
  • BITCH HEART
  • PORCELAIN
  • ONE! GREY! HAIR!
  • VANITY
  • NOT LONG
  • MARGARETA
  • YOUR TAKE ON
  • HIGH FIVE HANDSHAKE
  • YOU BECOME
  • JOYRIDE
  • TOMORROW
  • WONDERLAND
  • LIFE BACK
  • POTHOLE
also available

Cassette[11,98 €]


"Different Talking", das sechste und bisher beste Album der vierköpfigen New Yorker Indie-Rock-Band Frankie Cosmos, scheint über Zeit und Raum hinweg zu existieren, so wie wir alle es irgendwie tun. Es ist eine Sammlung von Fragmenten und Erinnerungen, erinnerten Orten und neu interpretierten Gefühlen, die sich zu einem leuchtenden, summenden Ganzen zusammenfügen: eine robuste, weltgewandte Indie-Rock-Platte über das Altern und den Lauf der Zeit, die es dennoch schafft, sich hochaktuell zu fühlen. Die Sängerin, Gitarristin und Songschreiberin von Frankie Cosmos, Greta Kline, gilt seit langem als eine der gewandtesten und notwendigsten Autorinnen zeitgenössischer Indie-Musik, doch auf "Different Talking" werden ihre Texte etwas weicher, und der schräge Zynismus, der die letzten Alben prägte, weicht nun einer Anerkennung der großartigen und notwendigen Fehlbarkeit des menschlichen Gehirns und Herzens. "Different Talking" als Rückkehr zur alten Form oder zumindest zur üppigen Direktheit früherer Frankie Cosmos-Platten zu bezeichnen, wäre unhöflich, aber auch völlig falsch: Wie "Different Talking" deutlich macht, kann man nie mehr zu der Bequemlichkeit und dem Mut seiner frühen Zwanziger zurückkehren, aber diese Person lebt irgendwie immer in einem, egal wie sehr man sich verändert. Bei Different Talking geht es darum, diese Person zu finden, sie zu ehren und von ihr zu lernen. "Ein großer Teil des Albums handelt davon, erwachsen zu werden und herauszufinden, wie man sich selbst erkennt - wie zum Beispiel: 'Was ist ein Weitermachen?'", sagt Kline. "Wie kommen wir weiter, wenn wir süchtig nach einem Kreislauf sind, der uns in unserer Vergangenheit verfolgt? Das Schreiben von Songs ist nur ein Weg, um das zu überwinden". Kline ist seit ihren späten Teenagerjahren ein fester Bestandteil des amerikanischen Indie-Undergrounds. Ihre zahlreichen Bandcamp-Veröffentlichungen und ihr Debüt bei dem Indie-Label Zentropy aus dem Jahr 2014 führten dazu, dass sie als "Poet laureate of New York City DIY" bezeichnet wurde. Ein solches Etikett ist eine Menge für junge Schultern, aber es ist schwer zu leugnen, dass sie einen einzigartigen Einfluss auf die zeitgenössische Popmusik hatte. Wenn die Vorstellung, dass eine junge Frau in ihrem Schlafzimmer einen Synthesizer in die Hand nimmt, ein paar Songs ins Internet stellt und schnell zum Superstar wird, heute gang und gäbe ist, dann liegt das daran, dass Kline und ihre Kolleginnen das (weibliche) DIY-Genie normalisiert und verherrlicht haben, lange bevor sie in den Marketingbüros der Major-Labels an die Pinnwände geheftet wurden. Seitdem hat sich viel verändert: Nachdem Frankie Cosmos in den letzten zehn Jahren eine Handvoll verschiedener Permutationen durchlaufen hat, besteht die Band heute aus vier Mitgliedern: Greta Kline, Alex Bailey, Katie Von Schleicher und Hugo Stanley. Kline ist die einzige Konstante, aber Stanley, Bailey und Von Schleicher sind wichtige Mitstreiter, und es wäre falsch, die Namen "Greta Kline" und "Frankie Cosmos" synonym zu verwenden. Kline ist nach wie vor die primäre Songschreiberin, und die Musik auf "Different Talking" wurde von der Band als Ganzes arrangiert, aber dies ist das erste Album, das von der Band selbst aufgenommen und selbst produziert wurde. Nicht zufällig fühlt es sich wie eine reinere, destilliertere Aufnahme an. "Es fühlt sich an wie die beste Version von dem, was ich machen wollte, seit ich ein Teenager war", sagt Kline. "Obwohl dies in einem Wohnzimmer aufgenommen wurde, ist es so originalgetreu wie alles, was wir im Studio gemacht haben."

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FRANKIE COSMOS - DIFFERENT TALKING (TAPE)

"Different Talking", das sechste und bisher beste Album der vierköpfigen New Yorker Indie-Rock-Band Frankie Cosmos, scheint über Zeit und Raum hinweg zu existieren, so wie wir alle es irgendwie tun. Es ist eine Sammlung von Fragmenten und Erinnerungen, erinnerten Orten und neu interpretierten Gefühlen, die sich zu einem leuchtenden, summenden Ganzen zusammenfügen: eine robuste, weltgewandte Indie-Rock-Platte über das Altern und den Lauf der Zeit, die es dennoch schafft, sich hochaktuell zu fühlen. Die Sängerin, Gitarristin und Songschreiberin von Frankie Cosmos, Greta Kline, gilt seit langem als eine der gewandtesten und notwendigsten Autorinnen zeitgenössischer Indie-Musik, doch auf "Different Talking" werden ihre Texte etwas weicher, und der schräge Zynismus, der die letzten Alben prägte, weicht nun einer Anerkennung der großartigen und notwendigen Fehlbarkeit des menschlichen Gehirns und Herzens. "Different Talking" als Rückkehr zur alten Form oder zumindest zur üppigen Direktheit früherer Frankie Cosmos-Platten zu bezeichnen, wäre unhöflich, aber auch völlig falsch: Wie "Different Talking" deutlich macht, kann man nie mehr zu der Bequemlichkeit und dem Mut seiner frühen Zwanziger zurückkehren, aber diese Person lebt irgendwie immer in einem, egal wie sehr man sich verändert. Bei Different Talking geht es darum, diese Person zu finden, sie zu ehren und von ihr zu lernen. "Ein großer Teil des Albums handelt davon, erwachsen zu werden und herauszufinden, wie man sich selbst erkennt - wie zum Beispiel: 'Was ist ein Weitermachen?'", sagt Kline. "Wie kommen wir weiter, wenn wir süchtig nach einem Kreislauf sind, der uns in unserer Vergangenheit verfolgt? Das Schreiben von Songs ist nur ein Weg, um das zu überwinden". Kline ist seit ihren späten Teenagerjahren ein fester Bestandteil des amerikanischen Indie-Undergrounds. Ihre zahlreichen Bandcamp-Veröffentlichungen und ihr Debüt bei dem Indie-Label Zentropy aus dem Jahr 2014 führten dazu, dass sie als "Poet laureate of New York City DIY" bezeichnet wurde. Ein solches Etikett ist eine Menge für junge Schultern, aber es ist schwer zu leugnen, dass sie einen einzigartigen Einfluss auf die zeitgenössische Popmusik hatte. Wenn die Vorstellung, dass eine junge Frau in ihrem Schlafzimmer einen Synthesizer in die Hand nimmt, ein paar Songs ins Internet stellt und schnell zum Superstar wird, heute gang und gäbe ist, dann liegt das daran, dass Kline und ihre Kolleginnen das (weibliche) DIY-Genie normalisiert und verherrlicht haben, lange bevor sie in den Marketingbüros der Major-Labels an die Pinnwände geheftet wurden. Seitdem hat sich viel verändert: Nachdem Frankie Cosmos in den letzten zehn Jahren eine Handvoll verschiedener Permutationen durchlaufen hat, besteht die Band heute aus vier Mitgliedern: Greta Kline, Alex Bailey, Katie Von Schleicher und Hugo Stanley. Kline ist die einzige Konstante, aber Stanley, Bailey und Von Schleicher sind wichtige Mitstreiter, und es wäre falsch, die Namen "Greta Kline" und "Frankie Cosmos" synonym zu verwenden. Kline ist nach wie vor die primäre Songschreiberin, und die Musik auf "Different Talking" wurde von der Band als Ganzes arrangiert, aber dies ist das erste Album, das von der Band selbst aufgenommen und selbst produziert wurde. Nicht zufällig fühlt es sich wie eine reinere, destilliertere Aufnahme an. "Es fühlt sich an wie die beste Version von dem, was ich machen wollte, seit ich ein Teenager war", sagt Kline. "Obwohl dies in einem Wohnzimmer aufgenommen wurde, ist es so originalgetreu wie alles, was wir im Studio gemacht haben."

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ELLE BARBARA - WORD ON THE STREET
  • CARAMELIZED ONIONS (YOU BET!)
  • POOR GUY MISUNDERSTOOD
  • JUSTICE COMPLICE
  • BEFORE AND AFTER
  • WORD ON THE RINK
  • BBQ ALL-DRESSED
  • HITLER, SATAN & ASSOCIATES LLP
  • OPERATING THETAN: UNKNOWN
  • YOUR FAVOURITE MEAL
  • WORD ON THE SWING

"Word on the Street" ist das amerikanische Debütalbum der kanadischen Avant-Pop-Singer-Songwriterin und Performance-Künstlerin Elle Barbara und geht auf das Konto von Elle Barbara's Black Space - einer Gruppe von Instrumentalisten aus Montreal, die Barbara zusammengerufen hat, um mit anderen schwarzen Musikern ins Gespräch zu kommen und dabei nicht den Erwartungen an den Klang schwarzer Musiker zu entsprechen. "Word on Street" wurde von Elle Barbara in enger Zusammenarbeit mit Renny Wilson geschrieben, komponiert, arrangiert und produziert. Renny Wilson hat das Album über einen Zeitraum von acht Jahren aufgenommen, bearbeitet und abgemischt, in denen Elle, eine schwarze Trans-Person, sich sozial und medizinisch neu orientieren musste, während sie von Sozialhilfe lebte und sich häufig von nur 11 CAD pro Woche ernährte. In diesem Sinne ist "Word on the Street" ein Sieg gegen Klassenkampf und Vetternwirtschaft und ein unverschämtes Zeugnis dafür, wie eine einkommensschwache, von der Sozialhilfe unterstützte, schwarze Mann-zu-Frau-Transsexuelle mittleren Alters es geschafft hat, alle Ressourcen zu nutzen, um die Musik zu machen, die ihr vorschwebt, und die Konventionen der Musikindustrie völlig zu ignorieren. "Word on the Street" ist auch vehement radikal und unabhängig; ein Meisterwerk der DIY-Prog-High-Production, inspiriert von der Art und Weise, wie das Konsumverhalten und die gegenwärtige technologische Zeit dazu führen, dass sich unser Leben verschlechtert und wir uns zunehmend voneinander entfremdet fühlen. Mit einer breiten Palette von Einflüssen, darunter Todd Rundgrens "A Wizard, a True Star", Prince and the Revolution mit "Purple Rain" und "Running Out of Time" von Rexy, beschwört jeder Track auf "Word on the Street", abgesehen davon, dass sie sehr melodisch sind, einzigartige Bilder herauf, die sich aus scheinbar unvereinbaren Bildern zusammensetzen, wie z. B. korrupte Justizsysteme, die Prophezeiungen von Nostradamus und das Eishockeyteam Montreal Canadiens. "Word on the Street" ist eine gemischte Tüte, deren verschwörerische Ästhetik eine antikonsumistische Haltung verbirgt, die zum Widerstand gegen den Aufstieg der künstlichen Intelligenz und anderer Werkzeuge der technologischen Unterdrückung aufruft und außerhalb der aktuellen Überwachungssysteme arbeitet, was wiederum mit Elle Barbaras Vorstoß für Low-Tech-Unterstützung wie Vinyl-Schallplatten übereinstimmt.

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L.A. WITCH - DOGGOD

L.a. Witch

DOGGOD

12inchSSQLPC4226
Suicide Squeeze
16.06.2025

L.A. Witch haben schon immer eine Aura müheloser Coolness ausgestrahlt, sei es in Form des Americana Noir und des lakonischen Back-to-Basics-Rock'n'Roll ihres selbstbetitelten Debüts oder des glühend strengen Abenteurertums ihres zweiten Albums "Play With Fire". Die Band - bestehend aus Sade Sanchez (Gitarre/Gesang), Irita Pai (Bass) und Ellie English (Schlagzeug) - begann als informelle Angelegenheit, aber die schwülen und betörenden, von Hall umhüllten Songs, die sie schufen, fanden beim Publikum Anklang und brachten das Projekt über den isolierten Raum von Freunden und Gleichgesinnten in Südkalifornien hinaus in die weite Welt. Auf ihrem neuesten Album "DOGGOD" geht das Trio über die bisherigen kreativen und geografischen Grenzen hinaus - das Material wurde in Paris produziert und die Tracks im Motorbass Studio in der Rue de Martyrs aufgenommen. "DOGGOD" erkundet ein breiteres klangliches Terrain, setzt ein größeres Arsenal an Sounds ein und erforscht größere existenzielle und kosmische Themen, ohne dabei den für die Band typischen Sinn für das Verbotene, das Verlassene und die Vorahnung zu verlieren. "DOGGOD" ist ein Weg, das universelle Rätsel der spirituellen Natur von Liebe und Hingabe anzugehen. "Ich habe das Gefühl, eine Art Dienerin oder Sklavin der Liebe zu sein", sagt Sanchez. "Ich bin bereit, für die Liebe zu sterben, indem ich ihr diene, für sie leide oder nach ihr suche - so wie ein treuer, ergebener Diensthund es tun würde." Der Titel des Albums ist ein Palindrom, das DOG und GOD zusammenfasst - eine Verherrlichung des Unterwürfigen und eine Subversion des Göttlichen. Es ist eine Anspielung auf die Reinheit von Hunden und eine Anerkennung ihrer bedingungslosen Liebe und ihres beschützenden Wesens, die im Widerspruch zu den verschiedenen abwertenden Assoziationen stehen, die mit dieser Spezies verbunden werden. "Es gibt diese symbolische Verbindung zwischen Frauen und Hunden, die die untergeordnete Stellung der Frau in der Gesellschaft zum Ausdruck bringt", erklärt Sanchez. "Und alles, was solche göttlichen Eigenschaften verkörpert, hat es nicht verdient, als Schimpfwort benutzt zu werden." Diese widersprüchlichen Erkundungen von Liebe und Unterwerfung manifestieren sich in der sanften und rauchigen Garagerock-Alchemie der Band, mit einer neu entdeckten Nutzung der disziplinierten Zurückhaltung und eisigen Instrumentierung des Post-Punk. Der Album-Opener "Icicle" zeigt, wie L.A. Witch aus dem Proto-Punk, der Psychedelia und den düsteren Riffs der 70er Jahre in die von Refrains durchtränkten Gitarren und den verlorenen Minimalismus von Joy Division und den frühen The Cure reist. Es wird eine Parallele zwischen romantischem Selbstmord und Märtyrertum gezogen, die sich im zweiten Song, "Kiss Me Deep", fortsetzt. Hier beschreibt Sanchez eine Liebe, die so rein ist, dass sie die Zeit übersteigt und sich über mehrere Leben erstreckt. Es ist ein Lied über Leidenschaft, vorgetragen mit dem weltlichen und verletzten Stoizismus der frühen Goth-Pioniere. Von dort aus geht die Band zur Leadsingle "777" über, einem Song über Hingabe bis hin zum Tod. Ein treibender Beat, ein treibendes, verzerrtes Riff und Sanchez' ätherischer Gesang vereinen sich zu einem Song, der sowohl düster in seinem Fatalismus als auch sinnlich in seiner treuen Leidenschaft ist. Auf dem gesamten Album "DOGGOD" weichen L.A. Witch nie von ihrer Muse ab. In "I Hunt You Pray" legt Pai einen hypnotischen Basslauf hin, während English einen zyklischen Krautrock-Groove einsetzt und Sanchez das Bild eines verlassenen Hundes am Straßenrand malt, der allein in der Nacht ist und sowohl als Jäger als auch als Gejagter lebt. Auf "Eyes of Love" macht sich die Band die meditativen Mid-Tempo-Wiederholungen, dekonstruierten Akkorde und esoterischen Betrachtungen über Liebe, Tod und Spiritualität zunutze, die Lungfish zu einer so beliebten Band gemacht haben. Es unterstreicht die Parallele zwischen der unerschütterlichen Liebe in den Augen eines Hundes und der Selbstaufopferung eines Erlösers. Auf "The Lines" nimmt die Band den treibenden Puls des Post-Punk und fügt dem Mix eine Extraportion Chorus hinzu. "Chorus ist ein moderner Effekt, der auf der Idee beruht, die leichten Tonhöhenunterschiede eines Chors nachzubilden. Es gibt eine schimmernde Qualität, die uns zurück zu diesem spirituellen, göttlichen Gefühl bringt", erklärt Sanchez. Gepaart mit dem Einsatz von Orgel und einer grüblerischen Moll-Melodie, beschwört der Song gleichzeitig das Heilige und das Sakrileg. Der Titeltrack "DOGGOD" hat vielleicht die größte Ähnlichkeit mit dem Material des Vorgängeralbums "Play With Fire", in den schlanken und gemeinen Gitarren auf eine raue Rhythmusgruppe und verträumten Gesang treffen. Aber während ihr vorheriges Album ein Aufruf war, seinen eigenen Weg zu gehen, bleibt "DOGGOD" dem "Bis dass der Tod uns scheidet"-Thema des Albums treu und geht sogar so weit, ein Maß an Unterwerfung zu beschreiben, das in gefährliche und ungesunde Gefilde übergeht, wobei Sanchez singt "hang me on a leash / `til I wait for my release". Letztendlich ist "DOGGOD" eine perfekte Verkörperung des Ansatzes von L.A. Witch. Es ist gleichzeitig romantisch und bedrohlich, ehrfürchtig und profan, eine Feier und ein Klagelied. Es spannt den Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, indem es vertraute Klänge aufgreift und sie für die Jetztzeit aufbereitet. Aber es läutet auch eine neue Ära für die Band ein, die über die Kodachrome-Erinnerungen an das Amerika der Jahrhundertmitte hinausgeht und tiefer in den mittelalterlichen und gotischen Energien von Paris und darüber hinaus gräbt, während sie gleichzeitig ein besudeltes Herz erforscht.

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23,49 €
Drangsal - Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen 2x12"
  • 1: Love Will See Us Through This
  • 2: Bergab
  • 3: Die Bestie mit dem brennenden Schweif
  • 4: Ich hab von der Musik geträumt
  • 5: Die satanischen Fersen
  • 6: Mein Eid
  • 7: Pervert The Source
  • 8: FKA M & M 1
  • 9: Wheelgreaser
  • 10: Hab Gnade!
  • 11: Funke & Benzin
  • 12: Your Fears Are Well-Founded
  • 13: Mein Mo(nu)ment (feat. Sophia Blenda)
  • 14: Inkomplett
  • 15: Rosa
  • 16: Nation Of Resignation
  • 17: Ein Haus

Man singt und es wird: Im Zuge eines Zusammenbruchs hat Max Gruber den Soloartist Drangsal gekillt und die Band Drangsal gegründet. Am Ende des Tunnels steht das im Juni 2025 erscheinende Album, Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen.

 Seit über zehn Jahren sichelt Max Gruber mittlerweile die Zick-Zack-Schneise Drangsal durch die deutsche Poplandschaft: Harieschaim aus 2016, Zores aus 2018 und zuletzt Exit Strategy – das ihm 2021 Platz 6 der Albumcharts bescherte – erdachte Gruber größtenteils im Alleingang. Und dann war da noch etwas nach seiner Exit Strategy: Ein Zusammenbruch. Max Gruber wusste nicht mehr, ob und wenn ja, wie er weiter Drangsal machen will, veröffentlichte im Ullstein-Verlag sein literarisches Debüt »Doch«, gründete Die Benjamins, holte so gemeinsam mit Charlotte Brandi, Thomas Götz und Julian Knoth Hans-A-Plast Frontfrau Annette Benjamin aus dem Ruhestand und reaktivierte unlängst das 2016 mit Stella Sommer gegründete Duo Die Mausis.

Und doch, von innen wie von außen, immer wieder die Frage nach einem neuen Drangsal-Album. Wenn es denn überhaupt nochmal eines geben soll, erkannte Gruber, musste er die Arbeitsweise, auf deren Grundlage Drangsal-Songs entstehen, fundamental verändern. Auf alles Ringen folgte, was unvermeidbar war: Der Reset. Max Gruber hat den Soloartist Drangsal gekillt und die dreiköpfige Band Drangsal gegründet – zusammen mit zwei Mitmusikern, die ihn aus seinen Gewohnheiten gelöst haben: Lukas Korn und Marvin Holley.
Erstgenannter ist Gitarrist und Produzent, spielt in der Band Lyschko, produzierte zuletzt das Album silber von Mia Morgan und hat seit 2020 als Bassist an der Drangsal-Liveband partizipiert. Zweiterer studierte Jazz- und klassische Gitarre sowie Komposition in Stuttgart und Wien, stand mit Sam Vance-Law und Fil Bo Riva auf der Bühne und arrangierte für Film und Theater. Lukas Korn und Marvin Holley haben dafür gesorgt, dass sich die zentrale Figur im Kosmos Drangsal dreiteilt.

Das Liedermachen in Bandkonstellation ließ alle Angst platzen: Getragen von Euphorie nahmen Gruber, Holley und Korn ab Ende 2022 etliche Songskizzen und damit den Unterbau eines siebzehnteiligen Albums auf. Nach Kreativurlauben an der polnischen Grenze und Ostsee stand eine von Max Rieger produzierte und von Lukas Korn Co-produzierte vierte Drangsal-LP. Sie trägt den schwergängigen Titel Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen und erscheint im Juni 2025. Gruber, Holley und Korn haben sich auf das Credo so wenig wie möglich, so viel wie nötig verständigt – und dadurch einen Umbruch im Klangkosmos Drangsals manifestiert, der völlig neue Dynamiken mit sich bringt. Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen hält Leerstellen aus, in seinem Zentrum stehen, statt Synthesizer, Akustikgitarren, die immer wieder an der Grenze zu Blues und Jazz wandeln. Wo speziell auf Exit Strategy noch überzuckerter Synth-Pop preschte, ist nun Klavier zu hören; Orgel, Klavinet und Cembalo; Xylophon, Violinen und Celli; von Ralph Heidel gespielte Querflöten und Saxophone.

Dazwischen drei Episoden, in denen sich Gospel Chöre und Technobeats breitmachen. Max Rieger hat die drei dazu motiviert, Echtheit, auch Imperfektion im Moment der Aufnahme zuzulassen – und großen Anteil daran, dass »Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen« ein realistisches Abbild des Trios bietet. Die Stimmung? Dagegen eher ein Wechselbad. Max Gruber singt von Selbstentfremdung, vom Für und Wider des Stillstands, vom Sichhingeben und Sichwegschmeißen – mal auf deutsch, mal auf englisch, mal zart, mal angewidert. Grubers Stimme klingt, nach einer klassischen Gesangsausbildung, die der Einunddreißigjährige angetreten hat, zielbewusster. Umarmungen Marke »Ich hab von der Musik geträumt und Inkomplett treffen auf Gewitterwolken à la Mein Eid und dem Sophia-Blenda-Feature Mein Mo(nu)ment. Entlang rigoroser Entkernung und Hexenjagd geht es Bergab – für dich, für mich, für Max Gruber sowieso. Er ist über weite Teile der Platte hinweg auf der Flucht vor sich selbst, den alten Geistern, dem leidigen Wachzustand: Wär’ ich doch bloß nimmermehr erwacht, ich schliefe in ewigem Glück. Gruber sucht und sucht: Nach innerem Frieden, nach Gnade, nach unverbranntem Boden, nach neuen Versionen seiner Selbst – und das vergeblich. Immerhin scheinen Erinnerungen mit der Zeit zu verschwimmen: Grubers Worte – zu sich und zur Welt – klingen im hinteren Teil der Platte sanfter, vergebender, resümierender. Ein Schlüsselmoment? Das von der Schauspielerin Rosa Lembeck eingesprochene, Monolog artig formulierte Klanggedicht Rosa – Es ist so: Man singt und es wird.

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28,78 €
Shura - I Got Too Sad For My Friends LP
  • A1: Tokyo
  • A2: Leonard Street
  • A3: Recognise
  • A4: World’s Worst Girlfriend
  • A5: Richardson (feat. Cassandra Jenkins)
  • A6: America
  • B1: Online
  • B2: I Wanna Be Loved By You
  • B3: Ringpull
  • B4: If You Don’t Believe In Love (feat. Helado Negro)
  • B5: Bad Kid (feat. Becca Mancari)

Fünf Jahre nach ihrem gefeierten Album 'forevher' meldet sich die britische Sängerin Shura mit ihrem dritten Studioalbum 'I Got Too Sad For My Friends' zurück. Eine Mischung aus Kammerpop, 60er-Jahre-Folk und Lagerfeuer-Americana, die Shuras introspektives Songwriting in eine weite Landschaft ausdehnt - ruhiger als der gefühlvolle Schwung von 'forevher' und rustikaler als der grüblerische Synthie-Pop ihres Debüts 'Nothing’s Real' aus dem Jahr 2016.

Obwohl das Album Themen wie Isolation, Traurigkeit und Depression bearbeitet, klingt es aber alles andere als niedergeschlagen - Shuras kristallklarer Gesang trifft auf eine warme, erdige Produktion. Shura dazu ganz selbst-ironisch: „Auch wenn es nicht unbedingt eine maximalistische Platte ist, was den Sound angeht, war der Ansatz für mich, die Platte mit maximaler Freude aufzunehmen - was urkomisch ist, denn es geht darum, unglücklich zu sein!“

Angegangen wie eine „Old-School-Platte“, die eher eine Performance als eine Produktion einfängt, wurde ein Großteil des Albums live aufgenommen, wobei Keys, Bass, Gitarre und Schlagzeug in einem Rutsch aufgenommen wurden. Nur der Gesang wurde separat aufgenommen - mit Ausnahme des sanften Funk-Tracks Ringpull.

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26,01 €
JENSEN MCRAE - I DON'T KNOW HOW BUT THEY FOUND ME!

Die Modern Folk-Künstlerin Jensen McRae hat das Veröffentlichungsdatum ihres mit Spannung erwarteten zweiten Albums „I Don't Know How But They Found Me!“ bekannt gegeben, das am 25. April über Dead Oceans erscheinen wird. Zusammen mit der Ankündigung hat sie auch ihre neueste Single und das Video „Praying For Your Downfall“ veröffentlicht, ein Meisterwerk der Offenheit, das Witz und Charme verbindet, während McRae darüber nachdenkt, wie sie den Drang nach Rache an jemandem, der ihr das Herz gebrochen hat, loslassen kann.



Jensen McRae - Praying For Your Downfall (Official Video)



Vor dem Hintergrund von Herzschmerz, Selbstfindung und der Komplexität der Liebe ist „I Don't Know How But They Found Me!“ eine mutige Entwicklung für die junge Künstlerin. Das elf Titel umfassende Album, das in North Carolina mit Brad Cook (Waxahatchee, Bon Iver) aufgenommen wurde und an dem Nathan Stocker (Hippo Campus), Matthew McCaughan (Bon Iver) und ihr Bruder Holden McRae mitgewirkt haben, ist eine lebendige Sammlung von Songs, die von messerscharfen Texten und zeitlosen Pop-Melodien getragen werden. McRaes Stimme ist so vielseitig wie ihr Songwriting - mal flüsternd und strukturiert, dann wieder klar und hell. Es ist eine Stimme, die sowohl den Herzschmerz des Verlassenwerdens als auch die Stärke des Verlassens verkörpert.



Von Anfang an haben sich die Fans in Jensen McRae verliebt, für ihre scharfsinnigen, aufrüttelnden und klarsichtigen Songs. Ihr Songwriting ist verletzlich, ja, aber es ist auch stark, weil es sich nicht zurückhält. „I Don't Know How But They Found Me!“ zeigt McRaes Entwicklung von einer vielversprechenden jungen Künstlerin zu einer echten Songwriterin und Star. „Die tiefgreifendsten Entscheidungen meines Lebens“, sagt McRae, “haben sich oft wie Dinge angefühlt, die ich getan habe, bevor ich dazu bereit war, und in die ich hineinwachsen musste.“ „I Don't Know How But They Found Me!“ handelt davon, was folgt, wenn man dem widerstanden hat, von dem man dachte, dass es einen vernichten würde. Es geht darum, seine Grenzen kennenzulernen und zu erfahren, wozu man fähig ist. „Ich verband mich mit dem Gedanken, dass ich leicht unter dem Gewicht dessen, was mir widerfahren ist, hätte zusammenbrechen können, aber ich tat es nicht. Ich wusste es nicht einmal“, sagt sie, ‚aber ich war die ganze Zeit kugelsicher“. Jensen McRae ist in L.A. geboren und aufgewachsen und hat fast ihr ganzes Leben lang Musik studiert und gemacht. In der High School nahm sie am Grammy Camp teil und schloss ihr Studium an der USC Thornton School of Music mit einem Abschluss in Popular Music ab. McRaes Debütalbum „Are You Happy Now?“ schrieb sie größtenteils im Alter von 21 Jahren und war der erste Schritt zum Aufbau einer treuen Fangemeinde. „Are You Happy Now?“ navigiert die Identität von ihren tiefsten Grundlagen - dem Leben als junge, gemischtrassige schwarze und jüdische Frau - bis hin zu ihren persönlichsten Überlegungen - vertraue ich dir, vertraue ich mir selbst. McRaes Vertrauen in sich selbst hat sich mehrfach bestätigt, zuletzt und vielleicht am bekanntesten in Form des Songs „Massachusetts“. McRae postete eine Solo-Strophe und einen Refrain, kaum mehr als ein Stück eines Demos, und es fing Feuer im Internet. Covers, Duette und eine Lawine neuer Fans folgten, und McRae krönte den Moment mit einer fertigen Version und einer sommerlangen Tournee als Support von Noah Kahan. „I Don't Know How But They Found Me!“ nimmt McRaes mittlerweile beachtliche Fähigkeiten auf und macht sie massentauglich. „Savannah“ ist ein Song für alle, die schon lange dabei sind. Der pulsierende, an Country angelehnte Song erinnert sofort an das Beste von Phoebe Bridgers, wobei McRae in einem akrobatischen Flüsterton über einer federleichten akustischen Gitarre singt. Wenn „Savannah“ sein Crescendo erreicht, wird klar, dass McRae eine Künstlerin mit einer ganz eigenen Kraft ist, wenn sich Klavier und Gitarre überlagern und McRae eine Reihe bissiger Anklagen mit Schärfe und Überzeugung vorträgt: "You swore you'd raise our kids to end up just like you / well you're a false prophet / and that's a goddamn promise." Währenddessen ist „Let Me Be Wrong“ eine echte Hymne, eine beschwingte Ode an die Ablehnung von Perfektionismus. Wiederum auf einem einfachen Gesang und einer Akustikgitarre aufbauend, steigert sich „Let Me Be Wrong“ Schritt für Schritt in seinem Trotz; die Gitarren schichten sich, das Schlagzeug nimmt das Tempo auf, und McRae macht Platz für die Fehler aller. Wenn McRae knurrt „fuck those girls got everything“, ist das ein Schlag voller Kraft und Verletzlichkeit, der darum bettelt, unisono so laut wie möglich gebrüllt zu werden. Der ungewöhnliche Titel ihres zweiten Albums? Er stammt aus einer Zeile in McRaes Lieblingsfilm „Zurück in die Zukunft“. Ein Hauptdarsteller überlebt einen Kugelhagel, und dieses Bild hat McRae sehr beeindruckt. „Ich habe mich mit dem Gedanken angefreundet, dass ich leicht unter dem Gewicht dessen, was mir passiert ist, hätte zusammenbrechen können, aber das habe ich nicht. Ich wusste es nicht einmal“, sagt McRae, “aber ich war die ganze Zeit über kugelsicher.“

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25,17 €
Andreas Kümmert - Working Class Hero LP

Andreas Kümmert ist DER Blues-, Rock Sänger aus Deutschland. Seine Stimme und seine Musik sind zeitlos. Die Songs auf dem neuen Album „Working Class Hero“ sind emotional, tief, mitreißend, berührend und tröstend zugleich.

Stillstand ist für Vollblutmusiker Andreas Kümmert ein Fremdwort. Inmitten einer Welt im Ausnahmezustand ist sein neues Album „Working Class Hero“ entstanden. Und weil sich Andreas eben nicht in einem sterilen Studio zurückgezogen, sondern sich als Künstler mitten im Zeitgeschehen bewegt hat, ist es ein grundehrliches, authentisches Abbild dessen geworden, was der gebürtige Lohrer dabei erlebt, gefühlt, gedacht und durchgemacht hat. „Es sind großenteils sehr wütende Songs mit wütenden, manchmal auch sehr sarkastischen Texten geworden“, sagt Andreas. „Sie handeln von dem, was in der Welt abgeht, aber auch dem, wie es mir persönlich damit geht. Eine Gegenüberstellung von Makro- und Mikrokosmos sozusagen. Man sieht und erlebt die Welt, und zugleich macht das etwas mit einem selbst, mit seinen eigenen Gefühlen und Gedanken. Und inmitten dieser Zeitgeschehnisse hat man noch seine ganz eigenen Probleme, die man bewältigen muss.“ Die Musik und Andreas gehören – das wird auf „Working Class Hero“ deutlicher denn je – untrennbar zusammen. Die Songs von Andreas Kümmert sind emotional, tief, mitreißend, berührend und tröstend zugleich. Sie bringen so viel von dem zum Ausdruck, was diese Welt nun einmal ist und was sie aus einem machen kann.

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JENSEN MCRAE - I DON'T KNOW HOW BUT THEY FOUND ME!
  • 01: THE REARRANGER
  • 02: I CAN CHANGE HIM
  • 03: SAVANNAH
  • 04: DAFFODILS
  • 05: LET ME BE WRONG
  • 06: NOVELTY
  • 07: I DON'T DO DRUGS
  • 08: TUESDAY
  • 09: MOTHER WOUND
  • 10: PRAYING FOR YOUR DOWNFALL
  • 11: MASSACHUSETTS
also available

Violet[25,17 €]


Die Modern Folk-Künstlerin Jensen McRae hat das Veröffentlichungsdatum ihres mit Spannung erwarteten zweiten Albums „I Don't Know How But They Found Me!“ bekannt gegeben, das am 25. April über Dead Oceans erscheinen wird. Zusammen mit der Ankündigung hat sie auch ihre neueste Single und das Video „Praying For Your Downfall“ veröffentlicht, ein Meisterwerk der Offenheit, das Witz und Charme verbindet, während McRae darüber nachdenkt, wie sie den Drang nach Rache an jemandem, der ihr das Herz gebrochen hat, loslassen kann.



Jensen McRae - Praying For Your Downfall (Official Video)



Vor dem Hintergrund von Herzschmerz, Selbstfindung und der Komplexität der Liebe ist „I Don't Know How But They Found Me!“ eine mutige Entwicklung für die junge Künstlerin. Das elf Titel umfassende Album, das in North Carolina mit Brad Cook (Waxahatchee, Bon Iver) aufgenommen wurde und an dem Nathan Stocker (Hippo Campus), Matthew McCaughan (Bon Iver) und ihr Bruder Holden McRae mitgewirkt haben, ist eine lebendige Sammlung von Songs, die von messerscharfen Texten und zeitlosen Pop-Melodien getragen werden. McRaes Stimme ist so vielseitig wie ihr Songwriting - mal flüsternd und strukturiert, dann wieder klar und hell. Es ist eine Stimme, die sowohl den Herzschmerz des Verlassenwerdens als auch die Stärke des Verlassens verkörpert.



Von Anfang an haben sich die Fans in Jensen McRae verliebt, für ihre scharfsinnigen, aufrüttelnden und klarsichtigen Songs. Ihr Songwriting ist verletzlich, ja, aber es ist auch stark, weil es sich nicht zurückhält. „I Don't Know How But They Found Me!“ zeigt McRaes Entwicklung von einer vielversprechenden jungen Künstlerin zu einer echten Songwriterin und Star. „Die tiefgreifendsten Entscheidungen meines Lebens“, sagt McRae, “haben sich oft wie Dinge angefühlt, die ich getan habe, bevor ich dazu bereit war, und in die ich hineinwachsen musste.“ „I Don't Know How But They Found Me!“ handelt davon, was folgt, wenn man dem widerstanden hat, von dem man dachte, dass es einen vernichten würde. Es geht darum, seine Grenzen kennenzulernen und zu erfahren, wozu man fähig ist. „Ich verband mich mit dem Gedanken, dass ich leicht unter dem Gewicht dessen, was mir widerfahren ist, hätte zusammenbrechen können, aber ich tat es nicht. Ich wusste es nicht einmal“, sagt sie, ‚aber ich war die ganze Zeit kugelsicher“. Jensen McRae ist in L.A. geboren und aufgewachsen und hat fast ihr ganzes Leben lang Musik studiert und gemacht. In der High School nahm sie am Grammy Camp teil und schloss ihr Studium an der USC Thornton School of Music mit einem Abschluss in Popular Music ab. McRaes Debütalbum „Are You Happy Now?“ schrieb sie größtenteils im Alter von 21 Jahren und war der erste Schritt zum Aufbau einer treuen Fangemeinde. „Are You Happy Now?“ navigiert die Identität von ihren tiefsten Grundlagen - dem Leben als junge, gemischtrassige schwarze und jüdische Frau - bis hin zu ihren persönlichsten Überlegungen - vertraue ich dir, vertraue ich mir selbst. McRaes Vertrauen in sich selbst hat sich mehrfach bestätigt, zuletzt und vielleicht am bekanntesten in Form des Songs „Massachusetts“. McRae postete eine Solo-Strophe und einen Refrain, kaum mehr als ein Stück eines Demos, und es fing Feuer im Internet. Covers, Duette und eine Lawine neuer Fans folgten, und McRae krönte den Moment mit einer fertigen Version und einer sommerlangen Tournee als Support von Noah Kahan. „I Don't Know How But They Found Me!“ nimmt McRaes mittlerweile beachtliche Fähigkeiten auf und macht sie massentauglich. „Savannah“ ist ein Song für alle, die schon lange dabei sind. Der pulsierende, an Country angelehnte Song erinnert sofort an das Beste von Phoebe Bridgers, wobei McRae in einem akrobatischen Flüsterton über einer federleichten akustischen Gitarre singt. Wenn „Savannah“ sein Crescendo erreicht, wird klar, dass McRae eine Künstlerin mit einer ganz eigenen Kraft ist, wenn sich Klavier und Gitarre überlagern und McRae eine Reihe bissiger Anklagen mit Schärfe und Überzeugung vorträgt: "You swore you'd raise our kids to end up just like you / well you're a false prophet / and that's a goddamn promise." Währenddessen ist „Let Me Be Wrong“ eine echte Hymne, eine beschwingte Ode an die Ablehnung von Perfektionismus. Wiederum auf einem einfachen Gesang und einer Akustikgitarre aufbauend, steigert sich „Let Me Be Wrong“ Schritt für Schritt in seinem Trotz; die Gitarren schichten sich, das Schlagzeug nimmt das Tempo auf, und McRae macht Platz für die Fehler aller. Wenn McRae knurrt „fuck those girls got everything“, ist das ein Schlag voller Kraft und Verletzlichkeit, der darum bettelt, unisono so laut wie möglich gebrüllt zu werden. Der ungewöhnliche Titel ihres zweiten Albums? Er stammt aus einer Zeile in McRaes Lieblingsfilm „Zurück in die Zukunft“. Ein Hauptdarsteller überlebt einen Kugelhagel, und dieses Bild hat McRae sehr beeindruckt. „Ich habe mich mit dem Gedanken angefreundet, dass ich leicht unter dem Gewicht dessen, was mir passiert ist, hätte zusammenbrechen können, aber das habe ich nicht. Ich wusste es nicht einmal“, sagt McRae, “aber ich war die ganze Zeit über kugelsicher.“

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DIE ANTEILE - PELZWERK

Die Anteile

PELZWERK

12inchTR5831
Tapete
25.04.2025
  • Wie geht der Tanz
  • Sakamoto
  • Pelzwerk
  • Volksmund
  • Bushwick
  • Voyage
  • Die Zagheit
  • Erfolgsgeheimnis
  • Cocktailstrauchtomaten
  • Und nun die Lottozahlen

Deutschland, deine Städte. Der Schauplatz aller Songs und Erzählungen des Berliner Duos Die Anteile ist klar umrissen: Sie interessieren sich für die dunklen Ränder, für Ecken, in denen lange niemand mehr gekehrt hat. Holzvertäfelte Eckkneipen, asphaltierte Garagenhöfe, aber auch mitten in die Scheinwerfer blicken sie, die ihr Licht werfen auf alles, was einmal subversiv und anders war. "Pelzwerk", das nun bei Tapete Records erscheinende Debütalbum der Anteile, wurde geschrieben in einem feuchten Berliner Kellerraum. Einige Meter unter der Erde erblickte eine Vielzahl an Figuren das Licht, die auch einem düsteren Varietétheater entstammen könnten: Nazi-Erben, die dem Sheriff hinterher reiten, Sammler, die Vergangenheiten in Vitrinen ausstellen und Zirkusdirektoren im Gewand von Bürgermeistern sind im "Pelzwerk" beschäftigt. Dabei sind Die Anteile keine Kinder von Traurigkeit: Das Debütalbum ist umspült von quirligen Synthielines, überschwänglichen Gitarrenriffs und liebevoll garniert mit allerlei Sounds aus dem Krautrock-Zauberkasten. "Ich beherrsche wenig / aber du würdest mir auch schon reichen", singen sie auf dem Titeltrack. Bass und Drum Machine zielen auf die Beine, die Stimme - mal als Sprechgesang, mal oddly elegant - auf den Kopf. Hinterher ist man immer schlauer - "Und ich wurde aufgeklärt / vernünftig ist was sich rentiert" - oder zumindest nass geschwitzt. "Pelzwerk" vereint viele Genres in sich. Ist es EBM, ist es IDM oder - Gott bewahre! - NNDW? Ein begeisterter Konzertbesucher beschrieb Die Anteile einmal als "freundliche DAF". Doch eigentlich sind Die Anteile auch dafür zu verspielt. Statt mit Diktatoren tanzen sie eher im 4-eck, packen den Vocoder aus und halten die tanzende Menge mit knarzigen Basslines in Schach. Die Anteile sind im Nebenberuf Gärtner:innen. Ungeachtet der heimischen Witterungsbedingungen pflanzen sie munter verschiedenste musikalische Gewächse an. Prominent im Rundbeet wurzeln die japanischen Elektropioniere von Yellow Magic Orchestra in der selben Erde wie Proto-Industrialisten der Marke Crash Course in Science und Pyrolator. Am Gartenzaun treiben Post Punk-Bands wie Talking Heads und Magazine Blüten, während im Nachbarbeet gerade neu mit Electroclash gedüngt wird. Reichlich Grünzeug also, sodass jeden Tag ein frischer Wildblumensalat den Weg aufs Die-Anteile-Buffet findet.

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L.A. WITCH - DOGGOD

L.a. Witch

DOGGOD

12inchSSQLPC1226
Suicide Squeeze
16.04.2025

L.A. Witch haben schon immer eine Aura müheloser Coolness ausgestrahlt, sei es in Form des Americana Noir und des lakonischen Back-to-Basics-Rock'n'Roll ihres selbstbetitelten Debüts oder des glühend strengen Abenteurertums ihres zweiten Albums "Play With Fire". Die Band - bestehend aus Sade Sanchez (Gitarre/Gesang), Irita Pai (Bass) und Ellie English (Schlagzeug) - begann als informelle Angelegenheit, aber die schwülen und betörenden, von Hall umhüllten Songs, die sie schufen, fanden beim Publikum Anklang und brachten das Projekt über den isolierten Raum von Freunden und Gleichgesinnten in Südkalifornien hinaus in die weite Welt. Auf ihrem neuesten Album "DOGGOD" geht das Trio über die bisherigen kreativen und geografischen Grenzen hinaus - das Material wurde in Paris produziert und die Tracks im Motorbass Studio in der Rue de Martyrs aufgenommen. "DOGGOD" erkundet ein breiteres klangliches Terrain, setzt ein größeres Arsenal an Sounds ein und erforscht größere existenzielle und kosmische Themen, ohne dabei den für die Band typischen Sinn für das Verbotene, das Verlassene und die Vorahnung zu verlieren. "DOGGOD" ist ein Weg, das universelle Rätsel der spirituellen Natur von Liebe und Hingabe anzugehen. "Ich habe das Gefühl, eine Art Dienerin oder Sklavin der Liebe zu sein", sagt Sanchez. "Ich bin bereit, für die Liebe zu sterben, indem ich ihr diene, für sie leide oder nach ihr suche - so wie ein treuer, ergebener Diensthund es tun würde." Der Titel des Albums ist ein Palindrom, das DOG und GOD zusammenfasst - eine Verherrlichung des Unterwürfigen und eine Subversion des Göttlichen. Es ist eine Anspielung auf die Reinheit von Hunden und eine Anerkennung ihrer bedingungslosen Liebe und ihres beschützenden Wesens, die im Widerspruch zu den verschiedenen abwertenden Assoziationen stehen, die mit dieser Spezies verbunden werden. "Es gibt diese symbolische Verbindung zwischen Frauen und Hunden, die die untergeordnete Stellung der Frau in der Gesellschaft zum Ausdruck bringt", erklärt Sanchez. "Und alles, was solche göttlichen Eigenschaften verkörpert, hat es nicht verdient, als Schimpfwort benutzt zu werden." Diese widersprüchlichen Erkundungen von Liebe und Unterwerfung manifestieren sich in der sanften und rauchigen Garagerock-Alchemie der Band, mit einer neu entdeckten Nutzung der disziplinierten Zurückhaltung und eisigen Instrumentierung des Post-Punk. Der Album-Opener "Icicle" zeigt, wie L.A. Witch aus dem Proto-Punk, der Psychedelia und den düsteren Riffs der 70er Jahre in die von Refrains durchtränkten Gitarren und den verlorenen Minimalismus von Joy Division und den frühen The Cure reist. Es wird eine Parallele zwischen romantischem Selbstmord und Märtyrertum gezogen, die sich im zweiten Song, "Kiss Me Deep", fortsetzt. Hier beschreibt Sanchez eine Liebe, die so rein ist, dass sie die Zeit übersteigt und sich über mehrere Leben erstreckt. Es ist ein Lied über Leidenschaft, vorgetragen mit dem weltlichen und verletzten Stoizismus der frühen Goth-Pioniere. Von dort aus geht die Band zur Leadsingle "777" über, einem Song über Hingabe bis hin zum Tod. Ein treibender Beat, ein treibendes, verzerrtes Riff und Sanchez' ätherischer Gesang vereinen sich zu einem Song, der sowohl düster in seinem Fatalismus als auch sinnlich in seiner treuen Leidenschaft ist. Auf dem gesamten Album "DOGGOD" weichen L.A. Witch nie von ihrer Muse ab. In "I Hunt You Pray" legt Pai einen hypnotischen Basslauf hin, während English einen zyklischen Krautrock-Groove einsetzt und Sanchez das Bild eines verlassenen Hundes am Straßenrand malt, der allein in der Nacht ist und sowohl als Jäger als auch als Gejagter lebt. Auf "Eyes of Love" macht sich die Band die meditativen Mid-Tempo-Wiederholungen, dekonstruierten Akkorde und esoterischen Betrachtungen über Liebe, Tod und Spiritualität zunutze, die Lungfish zu einer so beliebten Band gemacht haben. Es unterstreicht die Parallele zwischen der unerschütterlichen Liebe in den Augen eines Hundes und der Selbstaufopferung eines Erlösers. Auf "The Lines" nimmt die Band den treibenden Puls des Post-Punk und fügt dem Mix eine Extraportion Chorus hinzu. "Chorus ist ein moderner Effekt, der auf der Idee beruht, die leichten Tonhöhenunterschiede eines Chors nachzubilden. Es gibt eine schimmernde Qualität, die uns zurück zu diesem spirituellen, göttlichen Gefühl bringt", erklärt Sanchez. Gepaart mit dem Einsatz von Orgel und einer grüblerischen Moll-Melodie, beschwört der Song gleichzeitig das Heilige und das Sakrileg. Der Titeltrack "DOGGOD" hat vielleicht die größte Ähnlichkeit mit dem Material des Vorgängeralbums "Play With Fire", in den schlanken und gemeinen Gitarren auf eine raue Rhythmusgruppe und verträumten Gesang treffen. Aber während ihr vorheriges Album ein Aufruf war, seinen eigenen Weg zu gehen, bleibt "DOGGOD" dem "Bis dass der Tod uns scheidet"-Thema des Albums treu und geht sogar so weit, ein Maß an Unterwerfung zu beschreiben, das in gefährliche und ungesunde Gefilde übergeht, wobei Sanchez singt "hang me on a leash / `til I wait for my release". Letztendlich ist "DOGGOD" eine perfekte Verkörperung des Ansatzes von L.A. Witch. Es ist gleichzeitig romantisch und bedrohlich, ehrfürchtig und profan, eine Feier und ein Klagelied. Es spannt den Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, indem es vertraute Klänge aufgreift und sie für die Jetztzeit aufbereitet. Aber es läutet auch eine neue Ära für die Band ein, die über die Kodachrome-Erinnerungen an das Amerika der Jahrhundertmitte hinausgeht und tiefer in den mittelalterlichen und gotischen Energien von Paris und darüber hinaus gräbt, während sie gleichzeitig ein besudeltes Herz erforscht.

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Triola - Triola Im Fünftonraum (Remastered 2025)  (LP)

Originally released on CD only – those were the days – “Triola im Fünftonraum“ counts as one of the most iconic albums of the early Kompakt era. Experience this timeless masterpiece of lush electronica lovingly restored and remastered for the first time on vinyl – 21 years after its inception.

We found this review from back in the days that perfectly sums up what “Triola im Fünftonraum” is all about:

The press material for “Triola im Fünftonraum” made allusions to home listening, when the album is mostly about movement… in a car …preferably a fast one … on a muggy spring day.

This might catch followers of producer Jörg Burger off guard. Up until this point, the producer’s Triola tracks – limited to three consecutive appearances on Kompakt’s yearly Pop Ambient series and a spot on “Leichtes Hören Teil 1” – were free-floating ambient washouts (albeit wondrous free-floating ambient washouts) with no pulse. The album, on the other hand, is beat-driven. Though still resolutely ambient – more an update of Burger’s lushest Bionaut tracks, only fully engaging instead of mildly diverting.

The soft, synthetic hand drums and tranquil vapors of “Leuchtturm” from Pop Ambient 2003, remain untouched and begin the album. Two other tracks that might sound familiar receive dynamic overhauls, now supported with quick dance rhythms and additional layers of synth gauze; the whispy flute trills and lightly flickering keys of “AG Penthouse”, for instance, are melted into a churning rhythm and some singing keyboard vamps that resemble a relaxed take on Tangerine Dream’s suspenseful soundtrack work for “Thief” (minus the crazy guitars).

What really makes the whole thing glow is the manner in which the tracks are attached, flowing in and out of another, rising and cresting and receding, with supreme poise – even if its title provides no indication, the album is as much a travelogue as Carl Craig’s “Landcruising”, Morgan Geist’s “Driving Memoirs” and Model 500’s “Deep Space”.

These are some of Burger’s most inventive productions, a remarkable feat since he’s been doing this so long. Catch yourself in the right frame of mind and you’ll wonder if everything he has released has been one extended ramp-up to this. In this age, it’s also refreshing to have a purely ambient techno album with absolutely no connection to “Boards of Canada”.

In other words, it’s a landmark for both its label and its genre.

Andy Kellman

Copyright 2025 TiVo Corporation
Ursprünglich nur auf CD veröffentlicht – das waren noch Zeiten – zählt „Triola im Fünftonraum“ zu den ikonischsten Alben der frühen Kompakt-Ära. Dieses zeitlose Meisterwerk schwelgerischer Electronica erscheint nun 21 Jahre nach seiner Entstehung erstmals liebevoll restauriert und remastered auf Vinyl.

Wir haben diese zeitgenössische Rezension gefunden, die perfekt zusammenfasst, worum es bei „Triola im Fünftonraum“ geht:

Das Pressematerial für „Triola im Fünftonraum“ spielt auf das Zuhören zu Hause an, obwohl es in dem Album hauptsächlich um Bewegung geht … in einem Auto … vorzugsweise einem schnellen … an einem schwülen Frühlingstag.

Das könnte die Fans des Produzenten Jörg Burger überraschen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Triola-Tracks des Produzenten – beschränkt auf drei aufeinanderfolgende Auftritte in der jährlichen Pop-Ambient-Reihe von Kompakt und einen Platz auf „Leichtes Hören Teil 1“ – frei schwebende Ambient-Auswaschungen (wenn auch wundersame frei schwebende Ambient-Auswaschungen) ohne Puls. Das Album hingegen ist beatgetrieben, obwohl es immer noch entschieden Ambient ist – eher eine Aktualisierung von Burgers üppigsten Bionaut-Tracks, nur dass es voll und ganz fesselt, statt nur leicht abzulenken.

Die sanften, synthetischen Handtrommeln und die ruhigen Dämpfe von „Leuchtturm“ aus Pop Ambient 2003 bleiben unangetastet und bilden den Auftakt des Albums. Zwei weitere Stücke, die einem bekannt vorkommen könnten, erhalten eine dynamische Überarbeitung, die nun von schnellen Tanzrhythmen und zusätzlichen Schichten von Synthesizer-Gaze unterstützt wird; die flüsternden Flötentöne und leicht flackernden Tasten von „AG Penthouse“ zum Beispiel verschmelzen zu einem aufgewühlten Rhythmus und einigen singenden Keyboard-Vamps, die an eine entspannte Version des spannenden Soundtracks von Tangerine Dream erinnern, der für „Thief“ (ohne die verrückten Gitarren) verwendet wird.

Was das Ganze wirklich zum Leuchten bringt, ist die Art und Weise, wie die Tracks miteinander verbunden sind, wie sie ineinander fließen, ansteigen und ihren Höhepunkt erreichen und wieder abklingen, und das mit höchster Gelassenheit – auch wenn der Titel nichts darauf hindeutet, ist das Album ebenso ein Reisebericht wie Carl Craigs „Landcruising“, Morgan Geists „Driving Memoirs“ und Model 500s „Deep Space“.

Dies sind einige von Burgers einfallsreichsten Produktionen, eine bemerkenswerte Leistung, wenn man bedenkt, wie lange er schon dabei ist. Wenn man sich in die richtige Stimmung versetzt, fragt man sich, ob alles, was er bisher veröffentlicht hat, eine einzige Vorbereitung auf dieses Album war. In der heutigen Zeit ist es auch erfrischend, ein reines Ambient-Techno-Album zu hören, das absolut nichts mit „Boards of Canada“ zu tun hat.

Mit anderen Worten: Es ist ein Meilenstein für das Label und das Genre.

Andy Kellman

Copyright 2025 TiVo Corporation

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