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Freiland - Freie Sicht (1)

Freiland

Freie Sicht (1)

12inchPROFAN38
PROFAN
05.08.2013

Den meisten dürfte FREILAND eher von den jüngeren Profan
Veröffentlichungen Klaviermusik und Geduld bekannt sein.
FREILAND war aber vor allem das 1998 gestartete, auf 6 Maxis
begrenzte Nachfolgeprojekt der legendären Studio 1 Reihe.
Keine Hihats, keine Snares, keine Samples. Weniger ist Mehr.
Mit seiner konsequenten Konzeption, mit jeweils nur einem
einzigen synthetischen Sound, der in stoisch-minimaler
Rhythmik lediglich um eine Bassdrum kreist, war und ist
FREILAND, neben Sog, Wolfgang Voigts wichtigstes Projekt
dieser Art. Im Sinne der ' Kunst des Weglassens " stellt das
Stück FREILAND - ROT 2, gewissermassen den Inbegriff
dieses Konzeptes dar. So bildet auch 'ROT 2' den Auftakt der
Remixreihe 'FREILAND - FREIE SICHT'. Wie eine rostige
Stahlskulptur à la Richard Serra steht auch heute noch das
Original auf freiem Feld und trotzt Wind und Wetter. Für seinen
Z.O.M. Mix hat Wolfgang Voigt das Ding rein ins Haus geholt
und in einen fast discohaft, warmen Groovemantel gehüllt. So
verpackt geht's dann durch silbern glitzernden
Lamettamaschinenregen aus dem Arpeggiator. Ein kleiner
Vorgeschmack auf das im September erscheinende Album
'Zukunft Ohne Menschen'.
'ROT 3' , die Mutter aller Schaffelbomben, kommt im Gaffelmix.
Heißt: Gabber trifft Schaffel. Kompakt Extra / Speicher, die
Heimat des Edelschweinerock lässt grüßen. Gewissermaßen
als Ehrengast gibt sich auf B1 der Maler Albert Oehlen unter
seinem Musik -Alter Ego Wendy Gondeln die Ehre. Ganz der
expressiven Radikalität seiner Malerei entsprechend,
bearbeitet er das bisher als Originalversion unveröffentlichte
'ROT 4'. Vermittels aggressiv, abstraktem Geigeneinsatz in
Echtzeit bringt er die stabile Statik des Beats an seine Grenzen.
Ein kurzes aber intensives Intermezzo und ein Annäherung an
Techno, wie man sie so nur sehr selten gehört hat. Für smart-
souveräne Abrundung in Richtung Dancefloor sorgt Michael
Mayer im besten kompakt'schen Sinne. Er verdichtet die
Zutaten des subtil groovenden Schaffeltracks 'GELB 3' zu
einem zischelnden Geäst aus verwischten Drumsounds.
Musikalisches Eigenblutdoping mit knappen Breaks und
sparsam gesetzten düster-housigen Akkorden.

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Last In: 16 months ago
Mohn - Mohn

Mohn

Mohn

12inchKOM258
Kompakt
23.04.2012

It's no secret that Kompakt pioneers Wolfgang Voigt and Jörg Burger have
maintained a long and steady friendship outside the studio. It's even
detectable if you give a critical listen to their collaborative sound, where
almost like magic, the distinct musical swagger of each artist synchronises
completely with the other. There's Wolfgang Voigt, a confirmed radical, a
stalwart, analytical, mindbombing sensualist who famously transformed
Techno into a state of matter and lifted the Art Brut club canvas. His
material spans from Mike Ink and Gas to Protest or Kafkatrax, and within
this contrast-rich portfolio, each new oeuvre transports the serial anarchy
which is the artist's trademark.

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16,97

Last In: 13 years ago
Sog - Fremde Hände

Sog

Fremde Hände

12inchPROFAN35
PROFAN
14.07.2011

2024 Repress
Following the legendary first two, stoically super minimal records “SOG 1“ and “SOG 2“ that provide ecstasy disguised as boredom on Kompakt Extra/Speicher in 2007, and the outstanding beautifully bizarre “SOG - Abweichung“ on Profan in 2010, we are now listening to “FREMDE HÄNDE“. Like its predecessors, this SOG stands in the tradition of „The Art of Omission“ with Wolfgang Voigt variegating his preference for the bluntly straightforward quaver bass in two different forms. The A-side contains a tonally noncommittal sequence ambling across the keyboard in quantised form, reminiscing of the arpeggiator (accompaniment function) function of early 70ies' and 80ies' synthesizers. On the B-side, daring and thoroughly unquantised quaver rhythms rock around a bass drum that, as the only straight element, tries to keep the whole thing together. The result sounds a little like a delirious Can Live.

Nach den legendären ersten beiden stoisch-superminimalen, als Langeweile getarnten Ekstase-Platten “SOG 1“ und “SOG 2“ auf Kompakt Extra/Speicher in 2007 und der überaus skurril-schönen “SOG - Abweichung“ auf Profan in 2010, hören wir nun “FREMDE HÄNDE“. Auch diese SOG steht natürlich ganz in der Tradition der “Kunst des Weglassens“. Wolfgang Voigt variiert hier seine Vorliebe für den stumpf-geraden Achtelbass auf zwei verschiedene Weisen. Auf der A-Seite haben wir eine tonal unverbindlich über die Tastatur wandernde Sequenz in quantisierter Form, die an die Arpeggiator (Begleitautomatik) Funktion früher 70er und 80er Jahre Syntheziser erinnert. Auf der B-Seite kreist die Achtel-Rhythmik in eher rockigem Sound ganz und gar unquantisiert und rhythmisch gewagt um die Bassdrum, die das Ganze als einzig gerades Element versucht zusammen zu halten. Das klingt ein bisschen wie Can live im Vollrausch.

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Last In: 14 years ago
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Vinyl