Wien, Porgy&Bess. Am vorletzten Tag des letzten Vor-CoronaJahres stehen, singen, jubeln, shaken wir, dichtgedrängt. Wir wissen nicht, dass es, für eine gefühlte Ewigkeit, das letzte Mal ist. Fast forward: Kaum 19 Monate später…
Alle – Ausführende und Zuhörende und Veranstaltende – haben die erste Covid-Krise hinter sich. Und irgendwie spüren wir das aus diesem live-Mitschnitt heraus. Die Energie ist nicht ungebrochen, aber unbeugsam. Die Spielfreude ist nicht versiegt, aber mit ein paar melancholischen Pinselstrichen ein wenig dunkel gefärbt. Es wird mit einem lauten „trotzdem!" musiziert. Die ursprünglichen Qualitäten des Projektes sind durch die Erfahrungen der vergangenen Monate noch gereift.
Der Vorhang hebt sich wie zu einem düsteren Kriminalfilm, ein exquisiter roter Teppich wird ausgerollt, bevor das Manifest der Achterl erklingt, wovon sie singen wollen und wovon nicht, wie sie leben und sterben wollen.
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In reduzierter Besetzung, mit Piano und klarer Stimme, widmen sich Mira Lu Kovacs (5K HD, My Ugly Clementine) und Clemens Wenger (5/8erl in Ehr'n, JazzWerkstatt Wien) vollends der Traurigkeit. 'Sad Songs To Cry To' heißt ihr gemeinsames Programm, welches zum Jahresende 2022 als Album erscheinen wird. Das Duo bearbeitet eine Auswahl aus bekannten Liedern der Popgeschichte, über melancholisch anmutende Jazzklassiker bis zu deutschsprachigen Liedern.
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