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Nightmares On Wax - Late Night Tales 2x12"

The Late Night Tales compilation is a bit of a ‘stealth’ project for me personally. I’m very proud of it, but at the time, I probably didn’t appreciate it as much as I do now because there was so much going on. You do these things in-between touring and you don’t really have time to reflect on them because you’re immediately onto the next thing. It’s nice to know that it’s getting re-released. George Evelyn - Nightmares on Wax May 2024 This ain't no normal nightmare, kid. This is Nightmares On Wax, aka DJ EASE, aka George Evelyn. Born under a bad sign, with lino in hand, Mr. Evelyn went forth into the world and breakdanced (brokedance?). It's what you did in the 80s when you were young, loved hip hop and couldn't rap for toffee. When house arrived they turned their clever hands to it. Bleeps and beats is what it was. That's what everyone said. But there was always a bit more than a bunch of bleeps to what Nightmares On Wax did. The north never really took the name very seriously (Sweet Exorcist even named their album Clonk as a pisstake). Then George flipped the script and went and did Smokers Delight, the beats not so much seminal as semolina: gloopy and slow and sweet and lovely. And now we have this: a 2024 reissue of his seminal Late Night Tales compilation. Tom Scott's 'Sneakin' In The Back' — one of the most sampled beats in hip hop — makes an appearance in its full glory, while Quincy Jones, the inspiration for NOW's 'Nights Interlude', backs up the classics with ‘Listen (What It Is)’. Evelyn's hip hop sensibility is to the fore throughout and nowhere is this more evident than on ‘Intergalactic Throwdown' by former Freestylers' DJ, Mad Doctor X. And can we forget the sublime version of the Classic IV's 'Spooky' by darling Dusty? No, we can't. Finally — oh, finally! — there is the now-traditional cover version, with George serving up a soupy version of 'Brothers On The Slide' that gives a nod of respect to the original British funk soul brothers, Cymande. This ain't no nightmare at all: it's Nightmares On Wax.

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Floating Points - Crush

Floating Points

Crush

12inchZEN259
Ninja Tune
17.10.2019

Die besten musikalischen Außenseiter sitzen nie lange still. Sie mutieren stetig, verwandeln sich in neue Formen und weigern sich, in Schubladen gesteckt zu werden. Floating Points hat so viele Gestalten, dass es ohnehin nicht einfach ist, ihn irgendwie einzuordnen. Da ist zum einen der Komponist, dessen Debütalbum „Elaenia“ im Jahr 2015 begeisterte Kritiken erhielt, darunter als Pitchforks „Best New Music“ und Resident Advisor's „Album of the Year“ - und ihn von den Tanzflächen auf die Festivalbühnen weltweit brachte. Dann ist da wiederum der Kurator, dessen Plattenlabels gefühlvolle neue Klänge in den Club gebracht haben, und der auf seinem geschätzten Imprint Melodies International alte Klänge wieder zum Vorschein gebracht hat. Ferner ist da der Traditionalist, der Disco-Typ, der Maschinenmusik macht, der Digger, der stets auf der Suche nach unentdeckten Edelsteinen zwecks Wiederveröffentlichung ist. Und dann ist da noch der DJ, dessen offener und zugleich mutiger Umgang mit dem Genre ihn einst ein 20-minütiges Instrumental des Spiritual-Jazz-Saxophonisten Pharoah Sanders im Berghain spielen ließ.

Nach der Veröffentlichung seiner Zusammenstellung von funkelnder, analoger Ambient- und Atmosphärenmusik für die geschätzte „Late Night Tales“-Reihe, stellt Floating Points' erstes Album seit vier Jahren, „Crush“, alles, was man über ihn zu wissen meint, wieder auf den Kopf. Nicht minder als ein knallender Donnerschlag elektronischen Experimentalismus’, dessen Titel auf den langsam überkochenden Schnellkochtopf anspielt, den die aktuelle politische Gemengelage in der Welt suggeriert, in der wir uns derzeit befinden. So hat Shepherd einige seiner bisher härtesten und treibendsten Tracks produziert, mit Blick auf die britische Bass-Szene (aus der er in den späten 2000er Jahren selbst hervorgegangen ist), wie beispielsweise die zuvor veröffentlichte markante Lead-Single „LesAlpx“ (Pitchforks „Best New Track“). Auf „Crush“ sind allerdings auch einige seiner ausdrucksstärksten Songs zu finden: seine charakteristische Melancholie ist in den erhabeneren, sanfteren Momenten des Albums oder im Buchla-Synthesizer zu finden, dessen unheimliche Modulation das Album prägt.

Sein neues Album fühlt sich augenblicklich an - und lebendig. Es ist der Klang der vielen Seiten von Floating Points, die schließlich miteinander verschmelzen. Es bezieht sich auf die „explosiven“ Momente während seiner Sets, die normalerweise auftreten, wenn er unerwartete Genres zusammenwirft, aus dem ganz einfachen Grund, weil er sich darüber freut, diese Platte „jetzt wirklich laut hören zu können“ und dann die Nadel aufsetzt. Es ist „genau wie das, was passiert, wenn man zu Hause mit seinen Freunden Musik spielt und diese sich überall im Raum ausbreitet.“, erklärt er.

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