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Julie Kuhl - Clouds Of Grief EP

Julie Kuhl

Clouds Of Grief EP

12inchASMARA007-1
Asmara
01.11.2024

Julie Kuhl, geboren 2005 in Châtillon-sur-Seine in Frankreich, ist eine junge Singer-Songwriterin aus Frankfurt a.M, die in den vergangenen zwei Jahren von sich hören gemacht hat. Bereits als kleines Kind fing Julie an, in Chören zu singen, Instrumente zu lernen (Gitarre, Klavier, Bratsche) und erste Songs selbst zu schreiben. Im Alter von 15 Jahren folgt dann ihre erste Single und kurz darauf ihr Debütalbum „flowers & candles“. 2022 – mit 17 Jahren – erschien Julies zweites Album „Born With Nostalgic Bones“ auf dem Frankfurter Jazz-Label „Jazz Montez Records“.

Chris Douridas, Musikdirektor des kalifornischen Radiosenders KCRW zählt bereits zu ihren Fans. Nach unzähligen Auftritten in Frankfurt, teils auf großen Bühnen (wie auf der EM Eröffnungszeremonie in Frankfurt oder dem Holidays Festival), teils klein folgt nun eine Zusammenarbeit mit dem Kölner Musiker Gianni Brezzo (Marvin Horsch), der mit ihr gemeinsam 5 Songs im Stile von Genevieve Stokes, Arlo Parks & Clairo produziert hat.
Die IndiePop-Hymne DAMAGE drückt den Schmerz der Jugend und ihre düsteren Herausforderungen mit ihrer eigenen Perspektive aus & die kraftvolle Piano-Produktion lässt Julies klassisch ausgebildeten Gesang einfließen.
Julie: "Es geht um Jemanden, mit dem man Abschließen will und um dem Konflikt mit sich selbst, da man immer noch ganz viel Liebe für die Person hat, aber zeitgleich weiß, dass sie einem nicht gut tut. Ein präsentes Thema ist auch die Verzweiflung darüber, dass die Person keine Einsicht zeigt und sich ihrer Taten gar nicht bewusst ist.“

Die EP CLOUDS OF GRIEF erscheint 01.11.2024 auf dem „Jakarta Records“ Sublabel „ASMARA RECORDS“ (Woman & XulZolar). In Japan erscheint die EP auf P-Vine Records. Brain Marrow übernimmt die PR (inkl. Radio) in UK & Achim Launert bemustert die Radiosender im deutschsprachigen Raum. Begleitet wird das Release von einer Digitalen Marketingkampagne (Konversion) auf Instagram.

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Julie Kuhl - Born With Nostalgic Bones LP

Unlike Julie's debut "Flowers and Candles", which she released alone at the age of 15, this album now involved more than a dozen musicians, including a string quartet and a brass section. Nevertheless, Julie still penned all the songs. The elaborate production of the album was made possible by the Frankfurt label Jazz Montez Records and thanks to a generous grant from Initiative Musik. For the first time in the history of this artist funding program by the German government, the application of a musician under the age of 18 was successful.

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SEXTILE - YES, PLEASE LP

Sextile, das in Los Angeles beheimatete Duo, das für seinen unbeugsamen, elektronischen Punk-Sound gefeiert wird, hat Details zu ihrem kommenden, starken Album „Yes, please.“ bekannt gegeben, das am 2. Mai 2025 auf Sacred Bones erscheint, sowie Pläne für eine umfangreiche Europatournee in diesem Sommer geteilt. Sextile, die sich derzeit mit ihren Labelkollegen Molchat Doma auf einer großen US-Tournee befinden, kündigen ihr neues Album mit der Single „Freak Eyes“ an, die ihren dunklen, pulsierenden Sound in neue Höhen treibt. Der Song beginnt mit einem fiesen Bass-Growl, das abrupt in einen Techno-Beat übergeht, der mit klirrender Kuhglocke und scharfer Hi-Hat gespickt ist. „I feel the pressure / Man the pressure I feel when we're together“, singt Sänger Brady Keehn kühl, aber bestimmt, in den ersten Zeilen. Inspiriert von der Art und Weise, wie Druck sowohl Herausforderungen als auch Verbesserungen hervorrufen kann, beschwört „Freak Eyes“ elektrisierende Bilder von schäbigen Hinterzimmern auf dem Sunset Strip und von in Leder gekleideten Tanzflächen in Lagerhäusern herauf.

Manche Bands finden ihren Groove und bleiben dabei, andere erfinden sich ständig neu. Sextile gehört zu den letzteren, die den Nervenkitzel einer sich ständig verändernden Landkarte genießen. Das Duo Melissa Scaduto und Brady Keehn aus Los Angeles macht Musik mit Lebenslust und lässt sich dabei von No Wave bis Hardstyle inspirieren. Ihr neuestes Album „yes, please.“ stößt in kühnes Neuland vor, indem es anarchisches Elektro-Feuer mit rohen persönlichen Erinnerungen verbindet - und mit genug aufgemotzten Bässen, um ein oder zwei Boxen zum Platzen zu bringen. „yes, please.“ ist ein Album der Kontraste: eine verletzliche Platte, die ihre Seele ebenso entblößt wie sie im Exzess schwelgt und zeigt, wie weit man seinen Sound treiben kann, wenn man seine Hemmungen abschüttelt. Zusammen verraten die beiden ein Selbstvertrauen, das niemals schwankt, und machen einen kühnen Spritzer auf dem schnellen Intro mit einer Rave-Sirene, die aus einer New Yorker Hausparty der `00er oder einem verschwitzten Brooklyn-Lagerhaus stammt. Auch der Geist des Electroclash pirscht sich an das Gebäude heran, zeigt seine Identität bei den mit Kuhglocken gespickten Donnerschlägen von „Freak Eyes“ und „Rearrange“ und sorgt mit „Women Respond to Bass“ für eine schmutzige Dancefloor-Bombe. „Push Ups“ - mit dem Gesang von Jehnny Beth - ist pure Muskelmusik, gestärkt durch einen wummernden Bass und ergänzt durch Synthies, die so hart hämmern wie Hagelkörner auf einem Glasdach. Aber hinter den Slogans, der Frechheit und der monstermäßigen Tanzenergie verbirgt sich eine Intimität, die man nur finden kann, wenn man sich über schmerzhafte, lebensverändernde Ereignisse öffnet. „Hospital“ und ‚Soggy Newports‘ reflektieren Scadutos erschütternde Erfahrungen in einer staatlichen Einrichtung in New York nach einem beinahe tödlichen Unfall. „Resist“ befasst sich mit Abtreibungsrechten, während ‚Penny Rose‘ das amerikanische Bildungswesen, künstliche Intelligenz und zukünftige Generationen thematisiert. Scadutos elastischer Gesang glänzt überall, von den messerscharfen Synthesizern von „S is For“ bis zu den Trance-Pop-Höhen von „Kids“ mit Izzy Glaudini von Automatic. „yes, please.“ ist eine actiongeladene Dance-Platte, vollgestopft mit wilden, berauschenden Gassenhauern, aber im gleichen Atemzug auch ein Zeugnis dafür, zu leben und niemals zurückzuschauen. Indem sie sich für eine neue, „befreiende“ Art des Musikmachens öffnen, haben Sextile ihr bisher kreativstes Werk geschaffen. Bisher, denn man spürt einfach, dass sie noch so viel mehr zu geben haben.

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THEE MARLOES - DI HOTEL MALIBU LP

Big Crown freut sich, das zweite Album von Thee Marloes, ,Di Hotel Malibu", zu präsentieren. Es erweitert den Rahmen - ein selbstbewusster Schritt weg von den Grenzen, die ihren Sound einst klar definierten, hin zu etwas Durchlässigerem, Gesprächigerem und zutiefst Indonesischem. Zwei Jahre sind vergangen, seit ,Perak", das Debütalbum des Trios aus Surabaya bei Big Crown Records, ihren einzigartigen Sound vorstellte. Dieses neue Album bricht nicht mit dieser Tradition, sondern erweitert sie und zeigt, wie sehr sie als Band seit der Veröffentlichung ihres Debüts und all den damit verbundenen Erfahrungen gewachsen sind. Bestehend aus der Sängerin und Keyboarderin Natassya Sianturi, dem Gitarristen und Produzenten Sinatrya Dharaka und dem Schlagzeuger Tommy Satwick, haben Thee Marloes stets als Einheit gearbeitet, wobei ihre Songs von Satwick, haben Thee Marloes stets als Einheit gearbeitet, wobei ihre Songs von gemeinsamen Referenzpunkten und einem ausgeprägten Sinn für Groove geprägt sind.

Auf diesem Album erweitert sich diese gemeinsame Sprache. Die Arrangements bewegen sich über ein breiteres Spektrum, mit neuen instrumentalen Farben, unerwarteten rhythmischen Wendungen und einem lockereren Ansatz in Bezug auf die Struktur. Die Band beschreibt es als eine Reaktion auf die letzten zwei Jahre ihres Lebens: soziale Realitäten, Liebesleben in Der Album-Opener ,Under the Silver Moon" ist ein kühler Two-Stepper, der die bitteren und süßen Seiten von Fernbeziehungen vor einem luftigen musikalischen Hintergrund thematisiert. ,Six Years" ist eine Seite aus dem Leben der Sängerin Natassya Sianturi und ihrem Kampf, den Schritt zu wagen, einen bequemen und sicheren Tagesjob aufzugeben, um ihrem Traum von einem erfüllten Leben zu folgen.

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21,22 €
Decoder - Prakasa 3x12"

Decoder

Prakasa 3x12"

3x12inchPX-22
Planet X
20.02.2026

After years of refining his sound, Decoder presents "Prakasa", an album that explores the emotional and expressive side of his soundscape. Its subtle shifts and surprising moments create space for the listener to get lost, to imagine, and to find something unexpected in every track.

The album takes its name from the Sanskrit word meaning "light" and "manifestation," a concept reflected clearly in the cover artwork and central to Decoder's vision. Planet X is honored to release such a powerful yet delicate album-one that feels equally at home in intimate listening settings as it does in clubs and festivals worldwide.

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Northern Lite - Vorwärts Leben LP

Musikalisch bleiben Northern Lite ihrer DNA treu. Elektronische Popästhetik trifft auf clubtaugliche Beats und gitarrengetriebene Rockmomente. Die Songs balancieren zwischen tanzbarem Electropop und introspektiven Arrangements, mal kühl und reduziert, mal warm pulsierend. Es ist ein Klangbild, das vertraut und doch neu wirkt, getragen von klarer Produktion, in der Vocals, Synths und Gitarren zu einem atmenden Ganzen verschmelzen.

Die Texte kreisen um Alltag, Zweifel, Hoffnung und das Sichbesinnen. Statt lauter Parolen gibt es ein Gespräch: direkt, manchmal ironisch, manchmal verletzlich, aber immer mit dem Blick nach vorn. Parallel zur Veröffentlichung des Albums startet im November die Vorwärts Leben Tour, mit der Northern Lite ihre neuen Songs und ihre beliebtesten Klassiker dorthin bringen, wo sie ihre größte Kraft entfalten - auf die Bühne und mitten ins Publikum.

Vorwärts Leben ist kein trotziges „alles wieder gut“. Es ist ein Plädoyer fürs Weitermachen. Northern Lite liefern damit nicht nur ein Album, sondern eine Haltung: realistisch, zugewandt und zukunftsorientiert.

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DISHWASHER_ - DISHWASHER LP (Clear Vinyl)

Dishwasher_ are the latest disciples of yet another new wave of talent in the fertile Belgian groove and jazz scene. It would, however, be a shame to limit them to the constraints of any given musical style. Ever since their formation in 2019, the Ghent-based trio have been experimenting with all possible genres to create a contemporary sound they can now rightfully call their own. With their self-titled debut album, to be released in April 2023 via Sdban Ultra, they are closing off an impressive first chapter, delivering a unique and diverse yet coherent collection of groove-driven cuts.



While labeling Diswasher_ as a jazz band wouldn’t do them enough justice, it is a fact that improvisation and a certain free approach turn out to be key in the creation and performance process of the album’s tracks. Werend, Louise and Arno specifically aim to capture their live energy and synergy on the album by experimenting with structures and textures, playing with song lengths and implementing influences from various other styles — electronic music in the first place, but as well traces from (Middle-)Eastern and Balkan music, next to dance, hip-hop and even metal.



As a result, the record tends to be a pure and honest representation of Diswasher_’s musical identity and artistic quest over the past years — both as individual musicians and as a band. Saxophones drenched in effects, diverse layers of synthesizers, a bass guitar hopping from fingerpicking licks to deep and drone-like bass tones, drums can sometimes sound like drum computers, and sometimes as subtle rhythmic chords: it’s pretty clear how deep this trio have dived to search and find something totally fresh and new.



Members of the band are Arno Grootaers, Werend Van Den Bossche and Louise van den Heuvel. Their debut album is coming out on Sdban Ultra, the innovative label of Black Flower, ECHT! and Compro Oro (among others). In 2023 they will fully focus on new talent, by signing Dishwasher_, but also KAU (formerly KAU trio) and Schroothoop. Apart from that, you can expect debut albums or EPs by LũpḁGangGang, Bandler Ching, KVR trio and Adja coming out this year. Stay tuned.

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Cadentia Nova Danica - Mc Gub Gub / Ode To Skt. John / Pladepip

John Tchicai (1936 – 2012) was one of the most important free improvising saxophonists of the 20th Century: an artist of rare vision and aptitude whose lines soared and stood out even in the most hallowed company, and whose body of work as a leader / composer is among the most singular and distinct within the entire canon of that music. But Tchicai’s importance doesn’t end there. Born in Copenhagen, Denmark, to a Danish mother and a Congolese father, his life and career represent a crucial bridge between the European and American traditions of free jazz. Initially trained on violin as a child, Tchicai shifted his focus to the clarinet and alto saxophone during his mid-teens, and began touring Europe as a professional musician by his early 20s, which landed him at a socialist youth festival in Helsinki, Finland, where he met the trumpeter Bill Dixon and saxophonist Archie Shepp. Impressed by what they heard, Dixon and Shepp encouraged the young saxophonist to move to New York, and in so doing changed the history of jazz forever.

Tchicai’s arrival in New York marks the rare occurrence of a European player joining the intimate circle that was first wave of American free jazz. Following his landing in the city in November of 1962, in addition to regularly sitting in with Don Cherry’s group, Tchicai began playing with Bill Dixon's band alongside Archie Shepp and Roswell Rudd, forming the nucleus of the foundation of the New York Contemporary Five - one of the most important groups of the era - which counted Tchicai, Shepp, Cherry, Don Moore, and J. C. Moses as its members. From the ashes of this group, Tchicai would go on to found the legendary ensemble, New York Art Quartet, with Roswell Rudd, Milford Graves, and Lewis Worrell, as well as working within Albert Ayler's band, recording “New York Eye and Ear Control”, Shepp’s band, recording “Four for Trane”, the ensemble that recorded John Coltrane's “Ascension”, and the Jazz Composer's “Orchestra”.

By the time he decided to return to Denmark in 1966, had Tchicai chosen to record little else, his legacy within the history of music would have been ensured. Incredibly ambitious, his arrival home marked the beginning of an incredible period of activity which saw him radically expanding his creative explorations, which by the end of the decade would include becoming a founding member of Amsterdam's Instant Composers Pool and helping to record John Lennon and Yoko Ono's “Unfinished Music No.2: Life with the Lions”. This, however, was proceeded the formation of a new orchestra, Cadentia Nova Danica, led by Tchicai, dedicated to radical cross-disciplinary exploration. Remaining together between 1966 and 1971, the group and its shifting membership regularly fell into collaboration with artists and composers, notably Musica Elettronica Viva, who existed beyond the realms of jazz, as well as participating within multi-media events that incorporated the visual realms.

Cadentia Nova Danica’s only two LPs - “Cadentia Nova Danica” (Polydor, 1968), and “Afrodisiaca” (MPS, 1969) - are effectively Tchicai recorded efforts as a leader, and are legendary. There’s little mystery, once heard, why the later landed on Thurston Moore’s iconic “Top Ten from the Free Jazz Underground”, published by Grand Royal in 1996. Sadly, despite playing extensively during their five year run, with exception of a CD documenting a performance at Jazzhus Montmartre, in 1966, until now there has been no other publicly available recordings that allow us to capture a glimpse of this astounding band at work. Alga Marghen / Formalibera’s vinyl pressing of a never before released body of recordings, made in Copenhagen between 1969 and 1970, changes that in the most exciting of ways.

Comprising three pieces - “Mc Gub Gub, (I–VIII)”; “Ode to Skt. John”; and “Pladepip” - the material on this stunning LP comes from two specific events. The first, which encompasses the first side, “Mc Gub Gub, (I–VIII)” was recorded by Cadentia Nova Danica - in this instance, Tchicai, Sune Weimar, Theo Rahbek, Christian Kyhl, Niels Holt, Jørgen Thorup, Michael Schou, Morgens Bollerup, Allan Gregersen, Ole Matthiessen, Pierre Dørge, Willy Jaegert, Anthony Barnett, and Jon Finsen - on May 29th, 1969, at the ABC-Theatre in Copenhagen. Penned by Tchicai, the piece is a sprawling, evolutionary composition at the outer reaches of free jazz, rooted in large blocks of colliding tonality and rhythm - a sound only accessible to larger ensembles - that push territories explored by Charles Mingus to previously unimagined heights, threaded by moments of hard blown fire. Writhing like a stormy sea - skronking and devilish - “Mc Gub Gub, (I–VIII)” is a work of profound complexity that singlehandedly illuminates not only Tchicai’s singular vision as a composer, but also the power and uniqueness of Cadentia Nova Danica during the band’s most vital period.

The two pieces - “Ode to Skt. John” and “Pladepip” - taking up the flip side, were recorded on February 21st, 1970, at the Danish Broadcasting Corporation’s Radio House, and are the outcome of Cadentia Nova Danica’s extended residency there between 1969 and 1970. In many ways, these two recordings offer some of the best insights into the broad collaborative approaches that defined the band, in this case encountering them working with Danish experimental composer, Svend Erik Werner, who was among the earliest in his country to embrace stylistic pluralism and the use historical forms within a modern context. “Ode to Skt. John” - based on aspects of Gregorian music - was penned by Werner, incorporating heady improvisation by the members of Cadentia Nova Danica, this time made up by Tchicai, Sune Weimar, Hugh Steinmetz, Theo Rahbek, Christian Kyhl, Michael Schou, Morgens Bollerup, Ole Kühl, Torben Enghoff, Mauritz Tchikai, Kjeld Ipsen, Willy Jaegert, Ole Matthiessen, Ole Thilo, Pierre Dørge, Steffen Andersen, Jon Finse, and Clause Bøje. The piece is a fascinating binary of the composed and improvised, utilising the band’s large scale to introduce a remarkable sound within its slow progressions and furious, driving free moments, in this incredible meeting of worlds.

The album’s final piece, “Pladepip”, is arguably its most historically significant: an entirely singular piece, unlike anything in Tchicai’s recorded canon as his foray into musique concréte. Drawing upon two recordings of full-band improvisations by Cadentia Nova Danica, for its creation Tchicai also gouged the surfaces of 78rpm records in his collection to skip and create repeated phrases and patterns, creating a stunning sound collage of hard angles and abrupt phrase, that creates a striking counterpoint to the band’s flowing improvisations that bookend those passages. The result is an engrossing listen and easily one of the most unique and culturally important gestures in the entire history of musique concréte.

Truly incredible, Alga Marghen / Formalibera’s vinyl pressing of this never before released body of recordings, made by John Tchicai’s Cadentia Nova Danica, in Copenhagen between 1969 and 1970, offers an unprecedented window into one of the most important groups working in Europe during that period, significantly expanding their rare and slim discography to date. Accompanied by extensive exploratory liner notes by veteran jazz writer, Ed Hazell, this is easily one of the most historically important archival releases of the year and is impossible to recommend enough. Absolutely essential on every count.

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28,15 €
Mick Goodrick - In Pas(s)ing

Mick Goodrick

In Pas(s)ing

12inch8837397
ECM Records
10.07.2026

Mick Goodrick (1945–2022), den das Magazin DownBeat in seiner Rezension dieses Albums als „technisch
einen der besten Gitarristen überhaupt“ pries, war ein subtiler Meister der Gitarre und ein ebenso zurückhaltender Komponist – beide Qualitäten treten auf dieser einzigen ECM-Aufnahme unter seinem eigenen
Namen deutlich hervor. Der Pianist Fred Hersch nannte ihn „den Gitarrenflüsterer“, während John Scofield
bemerkte: „Ich durfte mit Mick spielen, was eine wertvolle Lernerfahrung war – ganz abgesehen davon,
dass es Spaß gemacht hat. Ich liebe sein ECM-Album In Pas(s)ing – ein besonderes Werk, das auch heute
noch relevant klingt.“ Für In Pas(s)ing wurde der Gitarrist, der maßgeblich zu Gary Burtons erfolgreicher
ECM Albumserie der 1970er Jahre beigetragen hatte, von hochkarätigen Begleitern unterstützt: John
Surman, hier überwiegend am Baritonsaxophon zu hören, Bassist Eddie Gomez sowie Schlagzeuglegende
Jack DeJohnette. In weit-offenem, lyrischem Zusammenspiel entfalten die vier Improvisatoren eine leiseeruptive Session voller filigraner Interaktion und heimlich einprägsamer Melodien. Das Magazin Melody
Maker bezeichnete Goodrick in seiner Rezension von 1979 als einen „Komponisten und Bandleader, der
seiner Musik erlaubt an Ort und Stelle anmutig Pirouetten zu drehen“, und führte weiter aus: „Unter den
gegenwärtigen Gitarristen der ECM-Schule scheint er die gelungenste Verbindung von Tradition mit einer
modernen Konzeption zu besitzen. Modisch unaufdringlich versieht er die Musik dennoch mit einer unverwechselbaren Handschrift – durch seinen kühlen, singenden verstärkten Ton, sparsam eingesetzte, aber
feste Hintergründe und das wunderbare Zusammenspiel mit Surman.“ Auch die Mitmusiker würdigte der
Artikel ausdrücklich: „Dies ist jedenfalls eine der besten Aufnahmen Surmans seit Jahren. Natürlich sind
Gomez und DeJohnette entscheidend für den Erfolg der Platte – der Vorwärtsdrang, den sie erzeugen, ist
beinahe übernatürlich diskret, aber absolut real.“ Das Album wurde im November 1978 im Talent Studio
in Oslo aufgenommen und von Manfred Eicher produziert.
Im Rahmen von ECMs Luminessence Reihe neu aufgelegt, erscheint In Pas(s)ing in einem hochwertigen
tip-on Klappcover mit neuen Linernotes von Joel Harrison sowie Photographien aus dem Archiv.

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34,03 €
KLEZ.E - EINMAL MEHR MIT DIR GEGEN DIE FURCHT

Dieses Album braucht keinen Anlauf und keine Vorrede. Von Sekunde eins an ist es da. Es türmt sich auf, überlebensgroß und mit einer nahezu existenziellen Dringlichkeit. "Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht" ist das sechste Studiowerk der Berliner Band Klez.e. Es ist von der düsteren Ahnung getrieben, dass da draußen gerade etwas kippt, und es setzt dieser Bedrohungslage etwas entgegen. Klez.e, das sind fast 25 Jahre nach der Bandgründung: Tobias Siebert (Gesang, Gitarre), Daniel Moheit (Synthesizer, Bass) und Filip Pampuch (Schlagzeug, Percussion). Waren die Vorgänger "Erregung" (2023) und "Desintegration" (2017) von einer grimmigen Düsterheit geprägt, ist diese Trostlosigkeit einer bislang ungehörten musikalischen Luftigkeit gewichen. Und es ist, als habe sich die Band beim Schreiben der Songs auch erstmals bewusst gegen die Furcht vor dem Erzählen gestemmt. An die Stelle früherer Verklausulierung ist eine neue textliche Klarheit getreten. Musikalisch ist "Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht" eine Kathedrale von einem Album: akustisch weit, mit glatten, kühlen Oberflächen, atmosphärisch dicht und verhallt. Das Licht, das durch die Fenster hereinfällt, verdrängt die Dunkelheit und malt hier und da tanzende Flecken auf den Boden und an die Wände. Klez.e den schmerzhaften persönlichen Erfahrungen in einer sich verdüsternden Welt ein drängendes und bestürzend schönes Album abgetrotzt. Eines, das die Antwort auf die bange Frage gibt: "Was tun, wenn alles zusammenbricht?" Sie lautet: näher zusammenrücken. Gemeinsam gegen die Furcht. CD, LP klassisch schwarz sowie LP farbig.

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KLEZ.E - EINMAL MEHR MIT DIR GEGEN DIE FURCHT

Dieses Album braucht keinen Anlauf und keine Vorrede. Von Sekunde eins an ist es da. Es türmt sich auf, überlebensgroß und mit einer nahezu existenziellen Dringlichkeit. "Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht" ist das sechste Studiowerk der Berliner Band Klez.e. Es ist von der düsteren Ahnung getrieben, dass da draußen gerade etwas kippt, und es setzt dieser Bedrohungslage etwas entgegen. Klez.e, das sind fast 25 Jahre nach der Bandgründung: Tobias Siebert (Gesang, Gitarre), Daniel Moheit (Synthesizer, Bass) und Filip Pampuch (Schlagzeug, Percussion). Waren die Vorgänger "Erregung" (2023) und "Desintegration" (2017) von einer grimmigen Düsterheit geprägt, ist diese Trostlosigkeit einer bislang ungehörten musikalischen Luftigkeit gewichen. Und es ist, als habe sich die Band beim Schreiben der Songs auch erstmals bewusst gegen die Furcht vor dem Erzählen gestemmt. An die Stelle früherer Verklausulierung ist eine neue textliche Klarheit getreten. Musikalisch ist "Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht" eine Kathedrale von einem Album: akustisch weit, mit glatten, kühlen Oberflächen, atmosphärisch dicht und verhallt. Das Licht, das durch die Fenster hereinfällt, verdrängt die Dunkelheit und malt hier und da tanzende Flecken auf den Boden und an die Wände. Klez.e den schmerzhaften persönlichen Erfahrungen in einer sich verdüsternden Welt ein drängendes und bestürzend schönes Album abgetrotzt. Eines, das die Antwort auf die bange Frage gibt: "Was tun, wenn alles zusammenbricht?" Sie lautet: näher zusammenrücken. Gemeinsam gegen die Furcht. CD, LP klassisch schwarz sowie LP farbig.

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21,81 €
GIGI MASIN - MOVEMENT

Nach den jazzigen Library-Klängen der 2023 erschienenen gemeinsamen LP ,Dolphin" mit Greg Foat und Moses Boyd kehrt der venezianische Maestro Gigi Masin zu dem Ambient-Sound zurück, für den er bekannt ist - mit ,Movement", seinem ersten Solo- Album seit ,Calypso" aus dem Jahr 2020 und seinem Debüt bei Sacred Bones Records. Angetrieben von kreativer Neuerfindung und rhythmischer Bewegung bewegt er sich nahtlos zwischen melancholischen MIDI-Klängen, technoider Robotik, groovigen, liminalen Wolkenlandschaften und meeres tiefem Ambient. Seit seinen frühen Anfängen in der Anonymität baute sein Debütalbum ,Wind" aus dem Jahr 1986 langsam eine organische Anhängerschaft im Late-Night-Radio auf, die später noch verstärkt wurde, als ,Clouds" von Künstlern wie Björk, Post Malone und anderen gesampelt wurde. Zu seinen Fans zählen heute Oneohtrix Point Never, Devendra Banhart, Caroline Polachek und der verstorbene Kenny Wheeler. Das neue Album ,Movement" reflektiert Masins Stellung im Pantheon der Ambient-Meister, seine anhaltenden künstlerischen Ambitionen und seine Bestrebungen für eine Szene, deren exponentielles Wachstum er seit ihren bescheidenen Anfängen miterlebt hat. Die LP ist zudem eine Ode an die wörtliche Bewegung, sowohl in der Natur als auch in den körperlichen Ausdrucksformen des Menschen gegenüber dem Klang. Masin strebte danach, Ambient-Musik für Bewegung zu schaffen, nicht im üblichen Sinne von Tanzmusik, sondern ,dynamische Musik, mit einem schlagenden Herzen voller Liebe". Indem er die Assoziation von Ambient mit einsamen Hörerlebnissen und kühler Akademik auflöste, wandte sich Gigi nach außen und kanalisierte etwas Somatisches, das sich mit dem Körper verbindet, nicht nur mit dem Geist. ,Bed on Mars" gibt den titelgebenden Ton für Masins neu entfachte Neugier an, mit kosmischen Atmosphären, die das Gefühl hervorrufen, auf einem neuen Planeten ohne Furcht zu erwachen, während die ergreifende synthetische Trompete und der schwebende liminale Schwebezustand von ,Lost" sich anfühlen, als würde man in einem unbekannten Meer treiben. Noch tiefer in die exzentrischen Beats taucht der himmlische Techno-Funk von ,Deception Dance" ein, der klingt, als würden Sun Electric mit Carl Craig und Kraftwerk jammen. Das strahlende Licht von ,Golden" strahlt Wärme aus und klingt wie der Bossa-Nova-Bruder von Göttschings Balearic- Klassiker E2 E4. Trotz des Todes seiner Frau nach langer Krankheit und des Verlusts seines musikalischen Archivs durch eine Überschwemmung bleibt Gigi im Herzen rein und positiv und legt seine ganze Seele in das Streben nach Schönheit. Als jüngstes Werk einer langsam beginnenden, aber stetig wachsenden Karriere festigt Masin mit ,Movement" weiterhin seinen Platz unter den wahren Ambient-Größen.

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22,27 €
GIGI MASIN - MOVEMENT

GIGI MASIN

MOVEMENT

12inchSBRLPC3382
Sacred Bones Records
28.05.2026

Nach den jazzigen Library-Klängen der 2023 erschienenen gemeinsamen LP ,Dolphin" mit Greg Foat und Moses Boyd kehrt der venezianische Maestro Gigi Masin zu dem Ambient-Sound zurück, für den er bekannt ist - mit ,Movement", seinem ersten Solo- Album seit ,Calypso" aus dem Jahr 2020 und seinem Debüt bei Sacred Bones Records. Angetrieben von kreativer Neuerfindung und rhythmischer Bewegung bewegt er sich nahtlos zwischen melancholischen MIDI-Klängen, technoider Robotik, groovigen, liminalen Wolkenlandschaften und meeres tiefem Ambient. Seit seinen frühen Anfängen in der Anonymität baute sein Debütalbum ,Wind" aus dem Jahr 1986 langsam eine organische Anhängerschaft im Late-Night-Radio auf, die später noch verstärkt wurde, als ,Clouds" von Künstlern wie Björk, Post Malone und anderen gesampelt wurde. Zu seinen Fans zählen heute Oneohtrix Point Never, Devendra Banhart, Caroline Polachek und der verstorbene Kenny Wheeler. Das neue Album ,Movement" reflektiert Masins Stellung im Pantheon der Ambient-Meister, seine anhaltenden künstlerischen Ambitionen und seine Bestrebungen für eine Szene, deren exponentielles Wachstum er seit ihren bescheidenen Anfängen miterlebt hat. Die LP ist zudem eine Ode an die wörtliche Bewegung, sowohl in der Natur als auch in den körperlichen Ausdrucksformen des Menschen gegenüber dem Klang. Masin strebte danach, Ambient-Musik für Bewegung zu schaffen, nicht im üblichen Sinne von Tanzmusik, sondern ,dynamische Musik, mit einem schlagenden Herzen voller Liebe". Indem er die Assoziation von Ambient mit einsamen Hörerlebnissen und kühler Akademik auflöste, wandte sich Gigi nach außen und kanalisierte etwas Somatisches, das sich mit dem Körper verbindet, nicht nur mit dem Geist. ,Bed on Mars" gibt den titelgebenden Ton für Masins neu entfachte Neugier an, mit kosmischen Atmosphären, die das Gefühl hervorrufen, auf einem neuen Planeten ohne Furcht zu erwachen, während die ergreifende synthetische Trompete und der schwebende liminale Schwebezustand von ,Lost" sich anfühlen, als würde man in einem unbekannten Meer treiben. Noch tiefer in die exzentrischen Beats taucht der himmlische Techno-Funk von ,Deception Dance" ein, der klingt, als würden Sun Electric mit Carl Craig und Kraftwerk jammen. Das strahlende Licht von ,Golden" strahlt Wärme aus und klingt wie der Bossa-Nova-Bruder von Göttschings Balearic- Klassiker E2 E4. Trotz des Todes seiner Frau nach langer Krankheit und des Verlusts seines musikalischen Archivs durch eine Überschwemmung bleibt Gigi im Herzen rein und positiv und legt seine ganze Seele in das Streben nach Schönheit. Als jüngstes Werk einer langsam beginnenden, aber stetig wachsenden Karriere festigt Masin mit ,Movement" weiterhin seinen Platz unter den wahren Ambient-Größen.

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THEE MARLOES - DI HOTEL MALIBU (TAPE)

Big Crown freut sich, das zweite Album von Thee Marloes, ,Di Hotel Malibu", zu präsentieren. Es erweitert den Rahmen - ein selbstbewusster Schritt weg von den Grenzen, die ihren Sound einst klar definierten, hin zu etwas Durchlässigerem, Gesprächigerem und zutiefst Indonesischem. Zwei Jahre sind vergangen, seit ,Perak", das Debütalbum des Trios aus Surabaya bei Big Crown Records, ihren einzigartigen Sound vorstellte. Dieses neue Album bricht nicht mit dieser Tradition, sondern erweitert sie und zeigt, wie sehr sie als Band seit der Veröffentlichung ihres Debüts und all den damit verbundenen Erfahrungen gewachsen sind. Bestehend aus der Sängerin und Keyboarderin Natassya Sianturi, dem Gitarristen und Produzenten Sinatrya Dharaka und dem Schlagzeuger Tommy Satwick, haben Thee Marloes stets als Einheit gearbeitet, wobei ihre Songs von Satwick, haben Thee Marloes stets als Einheit gearbeitet, wobei ihre Songs von gemeinsamen Referenzpunkten und einem ausgeprägten Sinn für Groove geprägt sind.

Auf diesem Album erweitert sich diese gemeinsame Sprache. Die Arrangements bewegen sich über ein breiteres Spektrum, mit neuen instrumentalen Farben, unerwarteten rhythmischen Wendungen und einem lockereren Ansatz in Bezug auf die Struktur. Die Band beschreibt es als eine Reaktion auf die letzten zwei Jahre ihres Lebens: soziale Realitäten, Liebesleben in Der Album-Opener ,Under the Silver Moon" ist ein kühler Two-Stepper, der die bitteren und süßen Seiten von Fernbeziehungen vor einem luftigen musikalischen Hintergrund thematisiert. ,Six Years" ist eine Seite aus dem Leben der Sängerin Natassya Sianturi und ihrem Kampf, den Schritt zu wagen, einen bequemen und sicheren Tagesjob aufzugeben, um ihrem Traum von einem erfüllten Leben zu folgen.

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THEE MARLOES - DI HOTEL MALIBU LP

Big Crown freut sich, das zweite Album von Thee Marloes, ,Di Hotel Malibu", zu präsentieren. Es erweitert den Rahmen - ein selbstbewusster Schritt weg von den Grenzen, die ihren Sound einst klar definierten, hin zu etwas Durchlässigerem, Gesprächigerem und zutiefst Indonesischem. Zwei Jahre sind vergangen, seit ,Perak", das Debütalbum des Trios aus Surabaya bei Big Crown Records, ihren einzigartigen Sound vorstellte. Dieses neue Album bricht nicht mit dieser Tradition, sondern erweitert sie und zeigt, wie sehr sie als Band seit der Veröffentlichung ihres Debüts und all den damit verbundenen Erfahrungen gewachsen sind. Bestehend aus der Sängerin und Keyboarderin Natassya Sianturi, dem Gitarristen und Produzenten Sinatrya Dharaka und dem Schlagzeuger Tommy Satwick, haben Thee Marloes stets als Einheit gearbeitet, wobei ihre Songs von Satwick, haben Thee Marloes stets als Einheit gearbeitet, wobei ihre Songs von gemeinsamen Referenzpunkten und einem ausgeprägten Sinn für Groove geprägt sind.

Auf diesem Album erweitert sich diese gemeinsame Sprache. Die Arrangements bewegen sich über ein breiteres Spektrum, mit neuen instrumentalen Farben, unerwarteten rhythmischen Wendungen und einem lockereren Ansatz in Bezug auf die Struktur. Die Band beschreibt es als eine Reaktion auf die letzten zwei Jahre ihres Lebens: soziale Realitäten, Liebesleben in Der Album-Opener ,Under the Silver Moon" ist ein kühler Two-Stepper, der die bitteren und süßen Seiten von Fernbeziehungen vor einem luftigen musikalischen Hintergrund thematisiert. ,Six Years" ist eine Seite aus dem Leben der Sängerin Natassya Sianturi und ihrem Kampf, den Schritt zu wagen, einen bequemen und sicheren Tagesjob aufzugeben, um ihrem Traum von einem erfüllten Leben zu folgen.

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22,27 €
Jonathan Pinson, Joe Martin, Jason Palmer, Mark Turner - Patternmaster

In seiner Besprechung von Mark Turners letztem Quartettalbum für ECM, Return From The Stars (2022),
bezeichnete Peter Rüedi in der Weltwoche das Programm als „die denkbar schlankste, konzentrierteste
und inspirierteste improvisierte Kammermusik.“ Eine treffende Beschreibung für die kraftvollen Quartettausarbeitungen des Tenorsaxophonisten, die auf Patternmaster ihre bislang ausgereifteste und zugleich
durchschlagskräftigste Form erreicht zu haben scheinen.
Kompromisslose Improvisation ebenso wie kühle Kontrolle sind die antreibenden Motoren einer Gruppe,
die ihr gemeinsames musikalisches Verständnis über Jahre hinweg auf Tour und im Studio weiterentwickelt
hat. Turner und Jason Palmer entfalten Themen mit weitreichenden harmonischen Implikationen, getragen von Joe Martin am Kontrabass und Jonathan Pinson am Schlagzeug – Musikern, die sich mit den
Bläsern auf melodischer, harmonischer und rhythmischer Ebene mit großer Intensität verzahnen. Den sechs
Originalkompositionen Turners wohnt eine zeitlose Qualität inne, die den Geist der klassischen Bebop-Ära
aufgreift und zugleich in die Zukunft weist.
Patternmaster, 2024 in Südfrankreich aufgenommen, wurde von Manfred Eicher produziert.

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Schimmel über Berlin - Eisenmund

Schimmel über Berlin

Eisenmund

12inchSA083
Static Age Musik
28.11.2025

Eisenmund, the debut by Berlin-based Schimmel über Berlin is a thing of pounding, brittle beauty that seeks to continue on from where angst-ridden, early-eighties Berlin left off. Angular, monophonic synths, guitars that slice through with wiry yet melodic urgency, basslines that pulse with a taut, driven precision and drums that meld everything together. Liv Billerbeck’s vocals come from the middle distance, drifting between detached and desperate, as if transmitted through a wintery cityscape.

Title track Eisenmund jangles with reedy synths floating over a carpet of bass and mournful vocals dripping with a sense of loss. This mood spills over into the other tracks, like post-punk jewel Schreck with its iridescently lovely guitars.

Eisenmund is sharp, atmospheric, and quietly thrilling - proof that the shadows of the eighties can still dance under today's flickering lights. The album, immaculately produced by T-Rex, captures that classic post-punk mood of urban decay, late-night introspection and stubborn sense of motion, which for someone like me, who was there back in the day, seems utterly familiar without ever sinking into mere nostalgia.

Fiona Sangster (Xmal Deutschland)
Die Band Schimmel über Berlin ist eines der vielen Klanggesichter der Liv Billerbeck, ein Gesicht, das man niemals sieht, das im Verborgenen sich umblickt und agiert und das trotzdem aber in einer seltenen Klarheit erscheint. Man sieht es beim Hören, schemenhaft. Ihr Schaffen ist befallen vom West-Berlin der 1980er Jahre (Xmal Deutschland, Malaria etc.).

Eine Rolle, gerade in der musikalischen Brillanz und Produktionsraffinesse, spielt britischer Post-Punk, der sich sehr klar auch im treibenden Spiel von T-Rex ​​​(Bass + Produktion), Việt Phương Vũ (Gitarre) und Christian Ramisch (Schlagzeug – mit Phương übrigens bei der ebenfalls sehr guten Band NOJ) zeigt: The Sound, Killing Joke et. al.!

Es handelt sich bei dieser Musik um einen Sound mit retroesquem Anstrich, der spürbar eine vergangene Luft atmet, einer Nostalgie an eine ferne Zeit anheimfällt, die das Quartett ob ihres Alters nicht erlebt haben kann, und die vielmehr eine Sehnsucht bedeutet, in der Unerfüllbarkeit eine Melancholie mitbringt, eine Art treibende Traurigkeit spürbar macht. Das allein ist groß! Was weitergehend daran aber so interessant, besonders und wahnsinnig schön ist: Das klingt in Billerbecks Schaffen – und insbesondere hier, beim Schimmel über Berlin – nicht wie eine Kopie, ein Abklatsch, eine Reminiszenz oder das, was in der so called NNDW bald flächendeckend geschieht: das Anzapfen einer überholten Coolness. Denn etwas ist ganz gegenwärtig daran, in der Eigenständigkeit, macht einem eindringlich das Hier und Jetzt spürbar, auf unterschiedlichen Ebenen: Traurigkeit, ja, aber auch Bock, bis in die Morgenstunden auszugehen, schnellen Schrittes über rutschiges Kopfsteinpflaster zu traben. Musik dann wieder zum Verkrümeln in zugigen Altbauten, von Schreien über einen nebelbedeckten See im Umland Berlins.

Und eben kein Eskapismus, auch wenn die Musik zur Flucht taugte. Merkwürdig ist, dass in dieser Retroschleife dann etwas Märchenhaftes mitschwingt. Vielleicht liegt es auch in der authentischen 1980er-Jahre Produktion, in der immer wieder so ein Klimpern, ein Schellen durchkommt. Es mag aber auch an den Texten liegen, die etwas von Minnesang haben und in ihrer Klarheit, die aus der Kühle und den Kargheiten (der Vergangenheit, der Gegenwart, der Zukunft) entsteht, doch Wärme transportieren.

Wir hören darin heute, trotz all dem Bewusstsein für die Vergangenheit, den Sound einer seltenen Dichterin der Gegenwart. Das ist von einer Intensität, die einen bald absorbiert. Eisenmund etwa, das Titelstück, ist so ein Song, bei dem man sich hinsetzen oder gleich hinlegen muss. Da sind Dinge, die man nicht ändern kann. Wie geht das? Also: nach vorne, heftig, und dann aber so weich und traurig. Hätten Schimmel über Berlin die 1980er-Jahre dieser Stadt beschallt, sie wären hiermit, das mögen sie selbst vielleicht gar nicht hören, die Helden dieser Zeit gewesen. Eisenmund ist das tollste Album, das mir seit Jahren begegnet ist – und die bisherige Klimax dessen, was aus der Allee der Kosmonauten hervorgeht.

Und wenn man das alles so hört, aufmerksam hört, wird einem, obwohl das alles so ein einziger, riesiger Hit ist, völlig klar: Hier geht es nicht darum, irgendwo damit zu landen, irgendwo mitzumischen, erfolgreich zu sein oder in aller Munde. Hier geht es darum, einfach nur genau das zu machen, was es ist! Alles andere ist egal.

Der Klagegesang wird mich immer umwehen.

– Hendrik Otremba

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22,65 €
LEROY & ANGELA AUX - ES GIBT DINGE

Leroy&Angela Aux

ES GIBT DINGE

12inchUS5331
Trikont
07.11.2025
  • HIPPIE BE I WANNA
  • LÖWENZAHN
  • ECKIGE WELLE
  • ES GIBT DINGE
  • SURFER GIRL
  • ENDE DER WELTAUSSTELLUNG
  • BLOOD & JEWELS
  • FISCHERMANN
  • ZUKUNFTSPHYSIK
  • EASY TUNA
  • NICHTS WAR UM DER ECKE

wieder lieferbar Wer ist Angela Aux, die mit langen blonden Haaren, Bart und sanften Songs am Rande des Nervenzusammenbruchs die Münchner Szene mit einer Eigenwilligkeit bezirzt, der man sich schwer entziehen kann? Süddeutsche Zeitung Das ist die Geschichte eines unwahrscheinlichen Tonträgers mit einem unwahrscheinlichen Cover. Und sie beginnt am Meer. Am Atlantik genauer, der kühl flirrt und von dessen Wellenkämmen es im Gegenlicht neoprenschwarze Silhouetten in die Gischt spült. "Easy Tunas", Etüden im Fallenlassen. Sommer 2020. Kurzer Logout vom Lockdown. Hier am Meer in Südfrankreich blödeln Florian Kreier (Angela Aux, Aloa Input) und Leo Hopfinger (Das Hobos) mit Gitarren in jener verdröhnten Surfcamp-Melancholie aus Salz, Gras und Abendsonne. Eine Woche Künstler-Residency am Ozean. Ein Konzert, viel Freizeit. 28 Songs nehmen die beiden in diesen Tagen auf. 28 Songs, ohne Auftrag in den Sand gejammt. Ein Soundtrack der Sorglosigkeit, der später - völlig unerwartet -zu musikalischer Hyaluronsäure mutiert . Als Straffungsmittel in der Sorgenfaltenzeit. Aber der Reihe nach: "Es gibt Dinge" taufen die zwei diesen, am Ende auf elf Stücke kondensierten Surfcamp-Impressionismus. Die Songs - zart hingetupfte Fantasien über diese südfranzösische Surfer-Parallelwelt. Über die "Wanna be hippies", die "Fishermen", das "Surfer Girl". Aber natürlich ist das kein Surf-Album. Die Wellenreiterhofidylle ist nur Ausgangspunkt für Exkursionen, die explizit das finden wollen, wonach sie nicht suchen.

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21,43 €
Betterov - Große Kunst

Betterov

Große Kunst

12inch7855489
Island Records
07.11.2025

Betterovs zweites Studioalbum »Große Kunst« dokumentiert die Schlägerei seines Protagonisten mit internalisierten Heimatgefühlen - und ein bittersüßes Nachhausekommen. Gleichzeitig erzählt es vom Was
davor geschah- von serpentinenartigen Biografien, von Flucht, von Stacheldraht, von Ferngläsern, von
einem selbsternannten Friedensstaat, der aus Ruinen auferstand und Ruinen hinterließ. Anstatt von großer
Kunst zu singen, singt Betterov von ihrer Absenz - und vom tiefen Riss zwischen Proletariat und Kulturklasse. Harter Tobak, das alles; aber eben schlichtweg das Fundament der Künstler-Persona Betterov, die
nur wegen beschriebener Lebensgeschichte - der Provinzjugend in der Post-DDR, dem Erfahrungsschatz
seines Elternpaars- klingt wie sie klingt und singt wie sie singt.
Mit »Große Kunst« ist Betterov ein Meisterwerk gelungen; und ein Siebenmeilenschritt aus dem sicheren
Kokon. Betterov, das ist noch immer eine unverkennbare Indie-Spielart, die trotz ihrer Schroffheit feierlich zu glitzern scheint, kühlen Dark-Wave Elementen große, zeremoniöse Melodiebögen entgegensetzt
und dabei mit traurigschöner Dynamik überzeugt. 2022 hat Betterov bereits mit »OLYMPIA« ein allseits
beklatschtes Top-5-Album veröffentlicht, die im Oktober 2023 nachgeschobene Erweiterung »OLYMPIA
(Ehrenrunde Deluxe)« samt neuer Stücke und Gastbeiträgen von Paula Hartmann, Blumengarten und Provinz haben Betterov über die deutsche Indieszene hinaus bekannt gemacht. Einmal mehr hat Betterov die
neuen Lieder in Zusammenarbeit mit Produzent Tim Tautorat aufgenommen - immerhin hat dieser seinen
Sound von Beginn an entscheidend mitgeprägt

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26,85 €
PARC DE TRIOMPHE - PARC DE TRIOMPHE
  • HARTE ZEITEN
  • STOPP/WEITERGEHEN
  • FRAGEN
  • TEILCHENBESCHLEUNIGER
  • ANGST
  • WESTRADIO
  • WOHNGEBIETSPARK
  • DURCHKNALL
  • TANZEN
  • ORDEN AN DIE WAND
  • MANCHMAL
  • SCHLUSSENDLICH

Am 26.09.2025 erscheint beim feinen Wiener Indie-Label Voller Sound endlich das heiß erwartete Debüt-Album der New-New-Wave-Band Parc de Triomphe - als Vinyl mit grell-pinken Farbtupfern. Eine Reminiszenz an die 1980er- und 1990er-Jahre. Auf dem selbstbetitelten Album setzen sich Jörn Brien und Florian Knabenschuh in gewohnt düsterer Elektro-Pop-Manier mit der eigenen Vergangenheit auseinander. Themen wie Einsamkeit, Verletzlichkeit und die Angst vor Umbrüchen werden aufgehellt von Farb- und Hoffnungsschimmern. Druckvoll, treibend, wütend Musikalisch geht es bass- und beat-lastig zur Sache. In den oft tanzbaren Stücken werden der druckvolle Basslauf und die treibenden Beats von der markanten Stimme und einem ebenso einprägsamen Gitarrensound begleitet. Manchmal schrille, oft wütende, dann wieder ruhige, kühle Synthie-Klänge unterstreichen die Anleihen beim New Wave der 1980er. Passend zu den Texten, die sich nicht zuletzt mit DDR, Wende und den nachfolgenden Baseballschlägerjahren in Ostdeutschland auseinandersetzen. Aber keine Sorge vor zu viel Vergangenheit und Nostalgie. Im Gegenteil: Frei nach dem Bandmotto "Krawall! Elektro! Pop!" schlagen die Musiker mit ihrer melancholisch-düsteren Musik und den aufwühlenden, lyrischen Texten eine Brücke ins Hier und Jetzt. Die erzeugten Emotionen bewegen Jung und Alt. Radio-Airplay, Charts und TV Mit der EP "Harte Zeiten" haben Parc de Triomphe Ende 2023 ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Mit Airplay auf FM4, zahlreichen Konzerten und einem TV-Auftritt sowie Platzierungen in den Austrian Indie-Charts konnte sich die Band in der Wiener Indie-Szene schon einen Namen machen. Der Song "Westradio" lief beim beliebten Berliner Sender radioeins. Auf Spotify kommen die bisher vorab veröffentlichten Singles jeweils auf Tausende Streams. Auf dem Album "Parc de Triomphe" finden sich insgesamt 12 fein produzierte (Alf Peherstorfer) Songs, die eingängig, aber nie langweilig sind, straight, aber auf ihre Art trotzdem schräg. "Geschmackvoll, eingängig und wundervoll" FM4-Moderator Andreas Gstettner-Brugger schrieb zur Single "Harte Zeiten": "Die beiden deutschen Musiker, die sich in einem Wiener Park kennengelernt haben, produzieren hier einen geschmackvollen, eingängigen und wundervollen Song, der mich an Tocotronic, frühe Blumfeld und diverse Krautrockbands erinnert." Fazit: Fans deutschsprachiger Musik, die den New-Wave-Sound der 1980er-Jahre im modernen Gewand feiern und dem Indie-Sound der frühen 1990er-Jahre nicht abgeneigt sind, sollten "Parc de Triomphe" auf ihre Plattenteller legen.

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EVIDENCE - UNLEARNIEVIDENCENG VOL. 2

Im Eröffnungstrack von Unlearning Vol. 2, seinem fünften Soloalbum, bricht Evidence zunächst mit Mustern. "Set the autopilot, cruising speed", sagt er - eine Zeile, die an seinen charakteristischen entspannten Flow erinnert. Aber anstatt zu cruisen, wählt der aus Venice stammende Musiker die Störung. "That's a setup for a punch to land with 'true indeed'," fährt er fort und gibt den Ton für ein Album vor, bei dem es weniger um Bequemlichkeit und mehr um Transformation geht. Der Titel des Tracks "Plans Change" könnte nicht passender gewählt sein. Seit seinem Auftauchen mit Dilated Peoples hat Evidence immer eine kühle, mühelose Kontrolle ausgestrahlt. Aber "Unlearning Vol. 2" lehnt wie sein Vorgänger aus dem Jahr 2021 jedes Abgleiten in den Status eines Vermächtnisses ab. Es ist nicht nur ein stilistischer Schwenk, sondern eine tiefere, introspektivere Reise, die in technischer Meisterschaft wurzelt, aber von Instinkt und Neugier angetrieben wird. Anstatt vergangene Erfolge zu recyceln, erkundet Evidence raueres, emotionales Terrain und kreiert einen Sound, der sowohl geerdet als auch experimentell ist. Die Produktion zieht Tracks wie Sebb Bashs erschütterndes "Seeing Double", C-Lances nostalgisches "Top Seeded" und Evidence' eigenes unheimliches "Greatest Motivation" in einen hypnotischen Bann. Dennoch bleibt seine Stimme der Anker, der den Dunst mit Präzision und Tiefe durchschneidet. Tracks wie "Nothing's Perfect" zeigen seine lyrische Beweglichkeit, während "Laughing Last" Stoizismus und Verletzlichkeit in Reflexionen über Familie und Verlust verbindet. Die Kollaborateure stammen aus verschiedenen Epochen - The Alchemist, DJ Babu, Blu, Domo Genesis, Larry June, Conductor Williams und viele mehr -, doch das Projekt wird von einem gemeinsamen Ethos getragen: sich neu zu erfinden, einen neuen Kontext zu schaffen und Schmerz durch Kreativität einem Zweck zuzuführen.

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SCHRENG SCHRENG & LA LA - CATCH & RELEASE
  • Manchmal ist es seltsam wenn du sprichst
  • Der goldene Moment
  • Fuck the city
  • Landeplätze
  • Rücken
  • Friese
  • Keine Angst
  • Für immer jung my ass
  • Zuversicht
  • Die Dualität der Dinge
  • Rumdenken

Nach einem aus dem Ärmel geschüttelten Debütalbum, einem charmant und chaotisch hingerotzten Zweitling und einem Album Nummer 3, das sich mehr oder weniger innerhalb weniger Tage von selbst geschrieben und aufgenommen hatte, erscheint nach 4 Jahren Pause ein neuer Longplayer des Duos Schreng Schreng & La La. So taten sich Jörkk Mechenbier (Love A) und Lasse Paulus kurzerhand mit Freund und Producer Kristian Kühl (Leoniden, Schrottgrenze, Leto) in Hamburg zusammen und nahmen in gewohnt kurzer Zeit einmal mehr ein unwahrscheinliches Album voller kleiner Skurrilitäten, großen Gesten, scharfen Beobachtungen und zauberhaften Nichtigkeiten auf.

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19,29 €
EVIDENCE - UNLEARNING VOL. 2 (TAPE)

EVIDENCE

UNLEARNING VOL. 2 (TAPE)

CassetteRSECASS421
Rhymesayers Entertainment
15.08.2025

Im Eröffnungstrack von Unlearning Vol. 2, seinem fünften Soloalbum, bricht Evidence zunächst mit Mustern. "Set the autopilot, cruising speed", sagt er - eine Zeile, die an seinen charakteristischen entspannten Flow erinnert. Aber anstatt zu cruisen, wählt der aus Venice stammende Musiker die Störung. "That's a setup for a punch to land with 'true indeed'," fährt er fort und gibt den Ton für ein Album vor, bei dem es weniger um Bequemlichkeit und mehr um Transformation geht. Der Titel des Tracks "Plans Change" könnte nicht passender gewählt sein. Seit seinem Auftauchen mit Dilated Peoples hat Evidence immer eine kühle, mühelose Kontrolle ausgestrahlt. Aber "Unlearning Vol. 2" lehnt wie sein Vorgänger aus dem Jahr 2021 jedes Abgleiten in den Status eines Vermächtnisses ab. Es ist nicht nur ein stilistischer Schwenk, sondern eine tiefere, introspektivere Reise, die in technischer Meisterschaft wurzelt, aber von Instinkt und Neugier angetrieben wird. Anstatt vergangene Erfolge zu recyceln, erkundet Evidence raueres, emotionales Terrain und kreiert einen Sound, der sowohl geerdet als auch experimentell ist. Die Produktion zieht Tracks wie Sebb Bashs erschütterndes "Seeing Double", C-Lances nostalgisches "Top Seeded" und Evidence' eigenes unheimliches "Greatest Motivation" in einen hypnotischen Bann. Dennoch bleibt seine Stimme der Anker, der den Dunst mit Präzision und Tiefe durchschneidet. Tracks wie "Nothing's Perfect" zeigen seine lyrische Beweglichkeit, während "Laughing Last" Stoizismus und Verletzlichkeit in Reflexionen über Familie und Verlust verbindet. Die Kollaborateure stammen aus verschiedenen Epochen - The Alchemist, DJ Babu, Blu, Domo Genesis, Larry June, Conductor Williams und viele mehr -, doch das Projekt wird von einem gemeinsamen Ethos getragen: sich neu zu erfinden, einen neuen Kontext zu schaffen und Schmerz durch Kreativität einem Zweck zuzuführen.

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20,59 €
Original Soundtrack - Fabelmans (John Williams) LP
  • A1: The Fabelmans
  • A2: Mitzi’s Dance
  • A3: Friedrich Kuhlau: Sonatina In A Minor, Op. 88 No. 3: III. Allegro Burlesco
  • A4: Midnight Call
  • A5: Reverie
  • A6: Mother And Son
  • A7: Muzio Clementi: Sonatina In C Major, Op. 36 No. 3: I. Spiritoso
  • B1: Reflections
  • B2: Johann Sebastian Bach: Concerto In D Minor, BWV 974: II. Adagio
  • B3: New House
  • B4: The Letter
  • B5: The Journey Begins

Deluxe heavyweight sleeve with leather laminate finish Includes insert with liner notes by Steven Spielberg Movie directed by Steven Spielberg, loosely based on Spielberg’s adolescence and first years as a filmmaker Film stars an ensemble cast including Michelle Williams, Paul Dano, Seth Rogen, Gabriel LaBelle and Judd Hirsch Golden Globe nominated score composed by John Williams Film won the People’s Choice Award and nominated for five Golden Globe Awards Exclusive limited edition of 333 numbered copies on turquoise coloured vinyl This is a new colour variant – sales notes and tracks are as the previous version, note new cat number and barcode

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31,30 €
ELLEN ARKBRO - NIGHTCLOUDS
  • NIGHTCLOUDS
  • STILL LIFE
  • CHORDALITIES
  • NIGHTCLOUDS (VARIATION)
  • MORNINGCLOUDS

Das vierte Album von Ellen Arkbro, "Nightclouds", versammelt fünf Improvisationen für Orgel solo, die 2023-24 in Mitteleuropa aufgenommen wurden. "Nightclouds" ist unverhohlener romantisch und introspektiver als ihre früheren Werke, obwohl es fest in der Strenge und Präzision verwurzelt, die Arkbro's Konzept ausmachen. Es ist die Erweiterung ihrer Erkundungen von räumlicher Harmonie, Taktilität und Textur, Arkbro schöpft gleichermaßen aus sakraler Musik, Jazz im ECM-Stil und Minimalismus und beschwört eine kühle Intimität und einen kühlen Ton herauf. Ihre entschleunigten Akkordimprovisationen hüllen den Zuhörer in düsteres verwaschen, während ihre Mikrofonierung die raue haptische Maserung des Rohrblatts offenbart und den Zuhörer sowohl innerhalb als auch außerhalb des Klangs bringt. Sie evoziert Duette von Kjell Johnsen und Jan Garbarek oder La Monte Young und Tony Conrads Bearbeitung von Euringers und Harmer's Cowboy-Song ,Oh Bury Me Not". "Nightclouds" kanalisiert spirituelles Pathos durch eine rigoros zurückhaltende Architektur. Anknüpfend an das letztjährige Album "Sounds While Waiting" (W.25TH, 2024), einer Auswahl von Stereomischungen, die Arkbro's räumliche Orgelinstallationen dokumentieren, ändert Nightclouds die Richtung und konzentriert sich auf unmittelbare Komposition und Improvisation. Elegante, einfache akkordische Gerüste unterstützen reiche, sich ständig verändernde Texturen; genaues Hinhören erfordert die Hingabe an anhaltende Unentschlossenheit. Den Abschluss einer Sammlung von kurzen Stücken bilden zwei Variationen über die titelgebende Komposition ,Nightclouds", eine eine schelmische Anspielung auf den britischen Jazz-Gitarristen Allan Holdsworth: Die erste Aufnahme verlangsamt und dehnt eine kontinuierlich modulierte harmonische Progression, während die kurze Schlussversion einfach drei Akkorde schleift. Zwischen diesen Stücken liegen ,Still Life" und ,Chordalities", zwei kurze Werke, die im Temple de La-Tour-de-Peilz in Vevey, Schweiz, aufgenommen wurden. Die zweite Hälfte des Albums ist folgenden Stücken gewidmet ,Morningclouds", ein weitläufiges Werk, das in der rekonstruierten Gedächtniskirche (Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche) in Berlin aufgenommen wurde. Arkbro's prägnantes musikalisches Vokabular und formale Architektur evozieren ein Gefühl der emotionalen Ambivalenz, gleichzeitig erhebend und schwermütig und führt den Hörer mit kühler und distanzierter Schönheit. "Nightclouds", das als tiefgründiges Statement in Arkbros sich entwickelndem Werk steht, das zugleich introspektiv und expansiv ist, bestätigt ihre einzigartige Fähigkeit, harmonische Einfachheit in tief berührende Klanglandschaften zu verwandeln, die den Hörer in einen Raum der Kontemplation und emotionalen Tiefe führen.

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24,79 €
DEERHOOF - NOBLE AND GODLIKE IN RUIN

Deerhoof haben sich schon vor langer Zeit als eine der großartigsten Rockgruppen des Planeten etabliert - wer das für übertrieben hält, hat noch nicht genug Zeit damit verbracht, Deerhoof zu hören - das wahnsinnig erfinderische Quartett behandelt jedes seiner neuen Alben als eine Gelegenheit zur kreativen Wiedergeburt. Und doch sind sie irgendwie auch zutiefst zuverlässig, eine seltsame, aber wahre Beschreibung für eine Band, die so kreativ rastlos ist. Man weiß nie, wie ein neues Deerhoof-Album klingen wird, außer dass es immer nach Deerhoof klingen wird. Die Band wird durch solche Paradoxien definiert, wie "Noble and Godlike in Ruin" erneut bestätigt. Ihr neuestes Album ist entweder ein Porträt einer Welt, die in monströsen Hass, Entmenschlichung und Dollarzeichen abgleitet, oder ein eindringliches Selbstporträt der Band als Monster: ein intelligentes, sensibles, hybrides Wesen, das unermüdlich von Liebe singt, sich aber zunehmend von dieser Welt entfremdet. Die Musik ist fröhlich und ahnungsvoll, kybernetisch und zutiefst menschlich, alles zugleich. Streicher, die an avantgardistische Kammermusik und klassische Horrorfilm-Soundtracks erinnern, prallen auf Gitarren- und Basslinien. Das Schlagzeug ist manchmal gefiltert und klingt fast elektronisch, aber kein Computer könnte einen so funkigen und dynamischen Rhythmus erzeugen, bei dem jede winzige Variation von einem Snare-Schlag zum nächsten Welten der Möglichkeiten vermittelt. An der Spitze steht die unnachahmliche Altstimme von Satomi Matsuzaki. Eine Stimme der Einsamkeit, deren schlichte Ruhe seltsam außerhalb des Mahlstroms der Band zu stehen scheint, zu dem sie mit ihren zackig-präzisen Bassläufen selbst beiträgt. Als Einwanderin der ersten Generation in den USA hat sie nie versucht, ihren japanischen Akzent oder ihre Karaoke-esken Vortrag zu verbergen. Auf "Noble und Godlike in Ruin" wirkt dies abwechselnd als Ausdruck von Einsamkeit und als kühle Provokation gegenüber Systemen der Unterdrückung und Kontrolle. ,Kindness is all I needed from you", singt sie auf dem epischen Albumabschluss ,Immigrant Songs`. ,But you think we're in your house." Nicht lange danach explodiert der Song, sein eng gewickelter Art-Pop macht Platz für mehrere Minuten heulenden Lärm. Auch wenn das Thema düster sein mag - wie könnte es anders sein - tragen die Songs trotzigen Optimismus in ihrer Weigerung, sich den Konventionen oder überlieferten Weisheiten zu beugen. Da ist diese berühmte Zeile von Dylan Thomas über das Wüten gegen das Sterben des Lichts: "Noble and Godlike in Ruin" fühlt sich ein wenig so an. Die Welt mag untergehen, aber Deerhoof gehen schwungvoll unter.

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SEXTILE - YES, PLEASE LP

Sextile, das in Los Angeles beheimatete Duo, das für seinen unbeugsamen, elektronischen Punk-Sound gefeiert wird, hat Details zu ihrem kommenden, starken Album „Yes, please.“ bekannt gegeben, das am 2. Mai 2025 auf Sacred Bones erscheint, sowie Pläne für eine umfangreiche Europatournee in diesem Sommer geteilt. Sextile, die sich derzeit mit ihren Labelkollegen Molchat Doma auf einer großen US-Tournee befinden, kündigen ihr neues Album mit der Single „Freak Eyes“ an, die ihren dunklen, pulsierenden Sound in neue Höhen treibt. Der Song beginnt mit einem fiesen Bass-Growl, das abrupt in einen Techno-Beat übergeht, der mit klirrender Kuhglocke und scharfer Hi-Hat gespickt ist. „I feel the pressure / Man the pressure I feel when we're together“, singt Sänger Brady Keehn kühl, aber bestimmt, in den ersten Zeilen. Inspiriert von der Art und Weise, wie Druck sowohl Herausforderungen als auch Verbesserungen hervorrufen kann, beschwört „Freak Eyes“ elektrisierende Bilder von schäbigen Hinterzimmern auf dem Sunset Strip und von in Leder gekleideten Tanzflächen in Lagerhäusern herauf.

Manche Bands finden ihren Groove und bleiben dabei, andere erfinden sich ständig neu. Sextile gehört zu den letzteren, die den Nervenkitzel einer sich ständig verändernden Landkarte genießen. Das Duo Melissa Scaduto und Brady Keehn aus Los Angeles macht Musik mit Lebenslust und lässt sich dabei von No Wave bis Hardstyle inspirieren. Ihr neuestes Album „yes, please.“ stößt in kühnes Neuland vor, indem es anarchisches Elektro-Feuer mit rohen persönlichen Erinnerungen verbindet - und mit genug aufgemotzten Bässen, um ein oder zwei Boxen zum Platzen zu bringen. „yes, please.“ ist ein Album der Kontraste: eine verletzliche Platte, die ihre Seele ebenso entblößt wie sie im Exzess schwelgt und zeigt, wie weit man seinen Sound treiben kann, wenn man seine Hemmungen abschüttelt. Zusammen verraten die beiden ein Selbstvertrauen, das niemals schwankt, und machen einen kühnen Spritzer auf dem schnellen Intro mit einer Rave-Sirene, die aus einer New Yorker Hausparty der `00er oder einem verschwitzten Brooklyn-Lagerhaus stammt. Auch der Geist des Electroclash pirscht sich an das Gebäude heran, zeigt seine Identität bei den mit Kuhglocken gespickten Donnerschlägen von „Freak Eyes“ und „Rearrange“ und sorgt mit „Women Respond to Bass“ für eine schmutzige Dancefloor-Bombe. „Push Ups“ - mit dem Gesang von Jehnny Beth - ist pure Muskelmusik, gestärkt durch einen wummernden Bass und ergänzt durch Synthies, die so hart hämmern wie Hagelkörner auf einem Glasdach. Aber hinter den Slogans, der Frechheit und der monstermäßigen Tanzenergie verbirgt sich eine Intimität, die man nur finden kann, wenn man sich über schmerzhafte, lebensverändernde Ereignisse öffnet. „Hospital“ und ‚Soggy Newports‘ reflektieren Scadutos erschütternde Erfahrungen in einer staatlichen Einrichtung in New York nach einem beinahe tödlichen Unfall. „Resist“ befasst sich mit Abtreibungsrechten, während ‚Penny Rose‘ das amerikanische Bildungswesen, künstliche Intelligenz und zukünftige Generationen thematisiert. Scadutos elastischer Gesang glänzt überall, von den messerscharfen Synthesizern von „S is For“ bis zu den Trance-Pop-Höhen von „Kids“ mit Izzy Glaudini von Automatic. „yes, please.“ ist eine actiongeladene Dance-Platte, vollgestopft mit wilden, berauschenden Gassenhauern, aber im gleichen Atemzug auch ein Zeugnis dafür, zu leben und niemals zurückzuschauen. Indem sie sich für eine neue, „befreiende“ Art des Musikmachens öffnen, haben Sextile ihr bisher kreativstes Werk geschaffen. Bisher, denn man spürt einfach, dass sie noch so viel mehr zu geben haben.

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25,17 €
DEERHOOF - NOBLE AND GODLIKE IN RUIN (TAPE)

Deerhoof haben sich schon vor langer Zeit als eine der großartigsten Rockgruppen des Planeten etabliert - wer das für übertrieben hält, hat noch nicht genug Zeit damit verbracht, Deerhoof zu hören - das wahnsinnig erfinderische Quartett behandelt jedes seiner neuen Alben als eine Gelegenheit zur kreativen Wiedergeburt. Und doch sind sie irgendwie auch zutiefst zuverlässig, eine seltsame, aber wahre Beschreibung für eine Band, die so kreativ rastlos ist. Man weiß nie, wie ein neues Deerhoof-Album klingen wird, außer dass es immer nach Deerhoof klingen wird. Die Band wird durch solche Paradoxien definiert, wie "Noble and Godlike in Ruin" erneut bestätigt. Ihr neuestes Album ist entweder ein Porträt einer Welt, die in monströsen Hass, Entmenschlichung und Dollarzeichen abgleitet, oder ein eindringliches Selbstporträt der Band als Monster: ein intelligentes, sensibles, hybrides Wesen, das unermüdlich von Liebe singt, sich aber zunehmend von dieser Welt entfremdet. Die Musik ist fröhlich und ahnungsvoll, kybernetisch und zutiefst menschlich, alles zugleich. Streicher, die an avantgardistische Kammermusik und klassische Horrorfilm-Soundtracks erinnern, prallen auf Gitarren- und Basslinien. Das Schlagzeug ist manchmal gefiltert und klingt fast elektronisch, aber kein Computer könnte einen so funkigen und dynamischen Rhythmus erzeugen, bei dem jede winzige Variation von einem Snare-Schlag zum nächsten Welten der Möglichkeiten vermittelt. An der Spitze steht die unnachahmliche Altstimme von Satomi Matsuzaki. Eine Stimme der Einsamkeit, deren schlichte Ruhe seltsam außerhalb des Mahlstroms der Band zu stehen scheint, zu dem sie mit ihren zackig-präzisen Bassläufen selbst beiträgt. Als Einwanderin der ersten Generation in den USA hat sie nie versucht, ihren japanischen Akzent oder ihre Karaoke-esken Vortrag zu verbergen. Auf "Noble und Godlike in Ruin" wirkt dies abwechselnd als Ausdruck von Einsamkeit und als kühle Provokation gegenüber Systemen der Unterdrückung und Kontrolle. ,Kindness is all I needed from you", singt sie auf dem epischen Albumabschluss ,Immigrant Songs`. ,But you think we're in your house." Nicht lange danach explodiert der Song, sein eng gewickelter Art-Pop macht Platz für mehrere Minuten heulenden Lärm. Auch wenn das Thema düster sein mag - wie könnte es anders sein - tragen die Songs trotzigen Optimismus in ihrer Weigerung, sich den Konventionen oder überlieferten Weisheiten zu beugen. Da ist diese berühmte Zeile von Dylan Thomas über das Wüten gegen das Sterben des Lichts: "Noble and Godlike in Ruin" fühlt sich ein wenig so an. Die Welt mag untergehen, aber Deerhoof gehen schwungvoll unter.

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14,08 €
Marlon Hammer - Szenarien LP

Marlon Hammer

Szenarien LP

12inch4099964122039
Energie
25.04.2025

Pop-Singer-Songwriter Marlon Hammer kündigt für das Frühjahr 2025 sein Debütalbum »Szenarien« an und macht schon mit seiner ersten EP deutlich: Hier ist einer, der sich etwas traut. 2022 veröffentlicht er »44803 Bochum 2«, ein Titel, der sich auf das Studioalbum »4630 Bochum« von Herbert Grönemeyer aus dem Jahr 1984 bezieht.

Und auch wenn direkte Vergleiche mit lebenden Ikonen immer dünnes Eis sind: Einige Parallelen lassen sich kaum von der Hand weisen. Marlon Hammer ist ein Kind des Ruhrpotts, und der Bochumer bringt einige unverkennbare Merkmale mit. Seine Stimme sticht aus der Masse heraus – sonor, markant, immer leicht belegt –, seine Texte machen mit kleinen Alltagsbeobachtungen große Bilder auf und, typisch Ruhrpott: Er singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

»Ich fass dich nicht« heißt die erste Single aus dem kommenden Debütalbum »Szenarien«, das am 11. April 2025 bei Telamo / BMG erscheint. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer rasanten Entwicklung, die dem Pop-Singer-Songwriter in den letzten zwei Jahren eine schnell wachsende Fangemeinde, erfolgreiche Singles wie »Angenehm kühl« und mediale Präsenz bescherte, zuletzt etwa in der VOX-Primetime-Show »The Piano« (wo er neben seiner eigenen Single »Zu dir fällt mir nichts mehr ein« Grönemeyers Song »Halt mich« am Piano sang). Dabei entspann sich zwischen Igor Levit und Mark Foster beim heimlichen Beobachten von Marlons Performance folgender Dialog:

»Das ist gut. Das ist mehr als gut!« (Mark Forster)
»Er klingt nicht wie ein 19-Jähriger.« (Igor Levit)
»Er klingt wie ein 19-Jähriger mit einer geilen Stimme.« (Mark Forster)
»Besonderer Typ.« (Igor Levit)

Kann man so stehen lassen. Und beliebig ergänzen, denn Marlon Hammer ist für seine (mittlerweile) 20 Jahre tatsächlich ein beeindruckend kompletter Künstler. Und wie bei jedem Ausnahmetalent steckt auch dahinter: viel Arbeit. »Ich habe wirklich mega jung angefangen, Straßenmusik zu machen«, erzählt Marlon. Was damals den praktischen Nebeneffekt hatte, sein Taschengeld aufzubessern, ist heute der Grund dafür, dass er ein echtes Multitalent ist: Marlon spielt Gitarre und Klavier, schreibt seine Musik und Texte selbst und hat ein außergewöhnliches Gespür für gute Hooklines.

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26,47 €
CHEFDENKER - EIN KÜHLSCHRANK VOLLER IDEEN

19 Songs in 31 Minuten, das sind im Schnitt 1,631578947368421 Minuten pro Song. Klingt erstmal viel, aber wenn man abrundet sind es nur noch 1,6 Minuten pro Song. Es geht wie immer erratisch zur Sache: Gleich zu Beginn und ganz am Ende verneigen sich Chefdenker vor den Beach Boys ohne diesen willkürlich gesteckten Rahmen mit Surf-Content zu füllen. Der Song "Schweine im Weltall" handelt überraschenderweise nicht von Elon Musk, sondern beantwortet mit waschechtem FUN-Punk die Frage ob Kunst heutzutage um jeden Preis politisch sein muss. "Schnubbi" ist ein schönes, aber auch trauriges Lied, andere Leute haben auch Probleme in "Die schwere Kindheit der künstlichen Intelligenz", "Impfen und Würstchen" läutet endlich eine angemessene Aufarbeitung der Corona Jahre ein. "Was soll bloss aus dir werden" ist ein Erziehungsratgebersong ohne Faktencheck, "Lass die Sau raus" beleuchtet die lächerliche Kulturkampftechnik des absichtlichen Missverstehens. Musikalisch gibt es zwischendurch immer wieder Wellness Passagen, ein bisschen Bossanova oder hier und da Stadionrock. Sepp Herberger würde sagen: Die LP ist rund und die Spielzeit dauert 31 Minuten.

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22,48 €
CHEFDENKER - EIN KÜHLSCHRANK VOLLER IDEEN
  • GUTEN MORGEN
  • LIEDER AUS DER HÖLLE
  • DER BESSERE GOTT
  • BRUSTBEUTEL
  • GRÜNER WIRD'S NICHT
  • SCHNUBBI
  • SCHWEINE IM WELTALL
  • DIE SCHWERE KINDHEIT DER KÜNSTLICHEN INTELLIGENZ
  • LIEBLINGSLIED
  • DER APFEL FÄLLT NICHT WEIT VOM STAMM
  • STEUER
  • IMPFEN UND WÜRSTCHEN
  • KOMMUNIKATIONSQUADRAT
  • ROY BLACK
  • WAS SOLL BLOß AUS DIR WERDEN?
  • EIERLIKÖR
  • AMNESIE & OPPORTUNISMUS
  • LASS DIE SAU RAUS
  • GEILES FAHRGESTELL
also available

Color Vinyl[22,48 €]


19 Songs in 31 Minuten, das sind im Schnitt 1,631578947368421 Minuten pro Song. Klingt erstmal viel, aber wenn man abrundet sind es nur noch 1,6 Minuten pro Song. Es geht wie immer erratisch zur Sache: Gleich zu Beginn und ganz am Ende verneigen sich Chefdenker vor den Beach Boys ohne diesen willkürlich gesteckten Rahmen mit Surf-Content zu füllen. Der Song "Schweine im Weltall" handelt überraschenderweise nicht von Elon Musk, sondern beantwortet mit waschechtem FUN-Punk die Frage ob Kunst heutzutage um jeden Preis politisch sein muss. "Schnubbi" ist ein schönes, aber auch trauriges Lied, andere Leute haben auch Probleme in "Die schwere Kindheit der künstlichen Intelligenz", "Impfen und Würstchen" läutet endlich eine angemessene Aufarbeitung der Corona Jahre ein. "Was soll bloss aus dir werden" ist ein Erziehungsratgebersong ohne Faktencheck, "Lass die Sau raus" beleuchtet die lächerliche Kulturkampftechnik des absichtlichen Missverstehens. Musikalisch gibt es zwischendurch immer wieder Wellness Passagen, ein bisschen Bossanova oder hier und da Stadionrock. Sepp Herberger würde sagen: Die LP ist rund und die Spielzeit dauert 31 Minuten.

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21,22 €
CAMOUFLAGE - GREYSCALE

Camouflage

GREYSCALE

12inchBB1921
Bureau B
22.11.2024

wieder lieferbar Die Camouflage? Ja, richtig: die Camouflage, Meister der Traurigkeit im Kleid des elektronischen Songs. 1987 eroberte die deutsche Band mit "The Great Commandment" Platz eins der US-Billboard-Dance-Charts, die Musik verband genialisch die Kühle von Kraftwerk, den Pop von OMD und die melancholische Düsternis von Depeche Mode. Jetzt erscheint "Greyscale": ein frappierend aktuelles, zwingendes Album. Untätig war die Gruppe seit den späten 80ern ohnehin nicht: Regelmäßig erschienen Alben, zuletzt 2006 das Album "Relocated" und 2014 eine Single-Compilation - auf Facebook zählt die Gruppe über 50.000 Fans. Die Musik auf "Greyscale" klingt weit und atmosphärisch und gleichzeitig zwingend und dicht. Produziert hat Mastermind Heiko Maile, der auch als Filmmusikkomponist Erfolge feiert. Stilsicher kontrastiert er elektronische Elemente mit akustischen, neben Beats und Gitarren sind auch ein Kinderchor und das Streicherensemble des Deutschen Filmorchesters Babelsberg zu hören. Songs für den Tanzboden und fürs Herz - und auf einem ist gar Peter Heppner zu hören.

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23,49 €
Coleman Hawkins Quartet - Today And Now

Coleman Hawkins gilt als Begründer einer der beiden großen Tenorsaxofon-Schulen. Während der Stil
seines Gegenparts Lester Young kühl und reflektiert war, stand Hawkins für leidenschaftliches und überbordendes Spiel. Bob Thiele holte den Veteranen 1962 für Impulse! Records ins Studio, um ihn eine exquisite
Mischung aus Up-Tempo-Nummern und Balladen, älteren und zeitgenössischeren Stücken einspielen zu
lassen.

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28,53 €
LEVIN GOES LIGHTLY - NUMB

Levin Goes Lightly

NUMB

12inchTR5641
Tapete
18.10.2024

Aus den Tiefen von Post Punk, Cold Wave und Dancefloor meldet sich Levin Goes Lightly mit neuem Album zurück: Numb ist der Titel des mittlerweile fünften Longplayerst. In den für ihn so charakteristischen schrägen Bildern erzählt Levin Goes Lightly von toxischen Beziehungen, dunklen Lebensabschnitten und der großen Liebe. Der melodische Gesang wechselt zwischen Deutsch und Englisch, das musikalische Grundgerüst sind treibende, elektronische Beats, kühle Synthesizer, und gleichzeitig warme Orgeltöne und wavige Gitarrenparts. Im Song "Headbanging" fragt er "Is it beautiful when it"s sad? / Ist es so schön, weil es so traurig ist?" - und liefert doch selbst den Beweis, dass bittersüße Traurigkeit schön und trotzdem sehr tanzbar sein kann. Die Songs handeln von tief im Meer lebenden Liebenden (oder Seeungeheuern?), die gemeinsam nur zum Licht streben oder die so lange in die Sonne blicken, bis sich ihnen ein gemeinsamer Fleck ins Auge einbrennt - "damit man sich an diesem Fleck für immer erkennt". Darüber, dass man einsehen muss, dass man selbst das Chaos ist, auch wenn man noch so sehr dagegen ankämpft und über Hände, die nur dann nicht taub sind, wenn sie den andern berühren. Engel, die doch nur schrecklich sind und sich auflösen im Rausch. Levin Goes Lightlys Musik ist sophisticated und treibend, seine Auftritte immer schweißtriefend und glamourös. Bei einigen Songs denkt man an die frühen New Order, Boy Harsher oder Grauzone und an die Wärme von Beach House. Das Songwriting ist wie bei den vorherigen Alben geprägt von musikalischer Vielseitigkeit und tiefgründigen, aber auch merkwürdigen Texten. Mit seinen melancholischen Melodien, oft begleitet von kraftvollen Beats, gelingt es ihm tiefe Emotionen einzuweben. Über fünf Alben hat er seinen Sound weiterentwickelt: Vom Lo-Fi zu Postpunk, von Englisch zu Deutsch und wieder zurück. "Numb" ergänzt seinen musikalischen Kosmos um Stücke, die sich nun wieder eher beim düsteren Dance- und Electronic-Sound eines John Maus ansiedeln. Die von ihm entworfenen Klangwelten sind dabei immer treibend und hypnotisch - eine Art Cold Wave, bei dem einem warm ums Herz wird.

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23,49 €
Soror Dolorosa - Mond LP

Kreaturen der Nacht sehnen sich in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Post-Punk und New Wave stiegen zu glorreichen Höhen auf und diese epische Erforschung dunkler Klangwelten auf der Basis von harten Gitarren und treibender Elektronik fand auf allen alternativen Tanzflächen statt. Klangvolle Namen wie SISTERS OF MERCY, FIELDS OF THE NEPHILIM, DEPECHE MODE, JOY DIVISION, THE HUMAN LEAGUE, ULTRAVOX und viele andere funkeln noch immer in einem magischen Glanz. Zum Glück sind all die subtile Erotik, elektrisierende Spannung und die düstere musikalische Leidenschaft nicht für alle Zeiten verloren gegangen: Die Rettung naht mit SOROR DOLOROSA auf schwarzen Schwingen. Das vierte Album der Franzosen mit dem vielsagenden Titel "Mond" hat musikalische Reißzähne, die schon beim ersten Durchgang köstliches Klangblut sprudeln lassen. Der klassisch-dunkle Post-Punk findet sich ebenso wieder wie Wave-Elemente und ein überwältigender Drang, die Füße in ekstatischen Tänzen unter dem namensgebenden Mond bewegen zu müssen. Doch SOROR DOLOROSA gehen dabei keineswegs mit abgestandenem Nostalgie-Schlangenöl hausieren. Die nach Paris umgezogenen Veteranen haben das klassische Feeling mit dem massiven Sound des neuen Jahrtausends für einen neuen Höhenflug aufgerüstet. Die Idee, den Mix und das Mastering von "Mond" James Kent anzuvertrauen, erweist sich als hervorragender Schachzug. Der PERTURBATOR-Vordenker hat die üppige Produktion dieses epischen Albums mit einer vibrierenden Power und wohltuenden ätherischen Kühle aufpoliert. Textlich bleiben SOROR DOLOROSA dem seit ihrer Gründung im Jahr 2001 in der südfranzösischen Stadt Toulouse eingeschlagenen Weg treu. Die erstmals mit der "Severance" (2009) Debüt-EP manifestierten dunkel-romantischen und kathartischen Gefühlslandschaften lassen noch immer das Herz der Band schlagen. Die Inspiration für "Mond" stammt unter anderen aus den Federn von Dichtern und Schriftstellern wie William Blake und Edgar Alan Poe.

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Kühle Matrosen - Tanz Neue Zeit LP
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Ólafur Arnalds - Broadchurch LP

2024 Repress

Die erste Staffel der Erfolgsserie verzeichnete rund neun Millionen Zuschauer pro Folge - das macht „Broadchurch“ zu einer der beliebtesten Fernsehserien im Vereinigten Königreich. Ólafur Arnalds wurde für seine
Musik mit dem prestigeträchtigen Bafta Award ausgezeichnet.
Die düstere und kühle Atmosphäre, die in dem verschlafenen englischen Küstenstädtchen Broadchurch
herrscht, wird von Arnalds auf musikalischer Ebene hervorragend umgesetzt. Der isländische Komponist
beweist einmal mehr, dass seine Musik zu den spannungsgeladenen Bewegtbildern mehr ist als nur ein
illustrativer Klangteppich.
Der Multiinstrumentalist verbindet elektronische Klänge mit Elementen aus Klassik, Jazz und Pop. Der
neue Song „So Far“, interpretiert von dem isländischen Sänger Arnór Dan, ist der musikalische rote Faden,
der sich durch alle Episoden der zweiten Staffel zieht. Gänsehaut pur!
Lange vergriffen und jetzt zum 16.08. wieder auf Vinyl erhältlich!

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25,63 €
Kvaen - The formless Fires

Kvaen

The formless Fires

12inch03984160896
Metal Blade
21.06.2024

KVAEN werden am 21. Juni ihr drittes Album und ihr erstes für Metal Blade Records veröffentlichen: The Formless Fires. Es gibt viele großartige Extrem-Metal-Bands in Schweden, aber nur eine aus Kalix. Dieser abgelegene schöne Ort nahe der finnischen Grenze, am nördlichsten Ufer der Ostsee, ist die Heimat von Jacob Björnfot, dem kreativen Mastermind hinter dem melodischen Black/Death-Metal-Projekt KVAEN. KVAENs "The Formless Fires" ist eine üppige, aber bissig-intensive Erkundung von Schönheit und Gewalt und ein melodisches Black-Metal-Meisterwerk, das ein inspirierendes Gefühl für den Ort vermittelt. Mehr noch als auf dem folkigen, Speed-Metal-lastigen Debüt The Funeral Pyre von 2020 oder dem fesselnden, expansiven Nachfolger The Great Below von 2022 werden die weiten Kiefernwälder und eisigen Seen in den elementaren, düsteren Riffs, kühlen Melodien und windgepeitschten Soli, die sich durch diese acht mächtigen Songs ziehen, kraftvoll beschworen.

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23,11 €
SMILE - PRICE OF PROGRESS LP

Smile

PRICE OF PROGRESS LP

12inchSILUHC2111
SILUH RECORDS
07.06.2024

Nachpressung/Neuauflage des ausverkauften SMILE-Debuts vom letzten Jahr! Neue Vinylfarbe ist Solid Yellow, als Extra oben drauf gibt es ein 20seitiges, von Sängerin Rubee Feagan gestlatetes SMILE-Zine! SMILE zeigen mit ihrem hervorragenden Debut PRICE OF PROGRESS leichtfüßig auf, dass Post Punk im Jahre 2023 noch immer erfrischend klingen kann. Sie nehmen ihre Referenzen nicht als Dogma, bleiben experimentell, eigensinnig. Erzählerisch, eingängig, rough und anschmiegsam verschmelzen dabei die feinsinnigen, poetischen Beobachtungen von Sängerin Rubee True Fegan (USA) mit dem versierten Sound einer Band, die von Produzent Olaf Opal genau dahin gebracht wurde, wo sie hingehört: an den Startblock innovativer, kluger und sinnlicher Gitarrenmusik. In PRICE OF PROGRESS manifestiert sich das Zusammenspiel aus musikalischem Sturm und Drang und der Reife einer reflektierten Erzählperspektive. Was hier entstanden ist, klingt nun, 2023, in seiner jugendlichen Frische durchaus nach einem Debut - gleichzeitig aber nach dem Werk einer erfahrenen, über lange Zeit gewachsenen Band. Nur deutsch klingt es nicht, was sicher im Wesen von Sängerin Rubees True Fegans Heimat Albuquerque (New Mexico) begründet liegt, gleichsam aber in der Vielseitigkeit, die sich SMILE erlauben - und ihrer einhergehenden Virtuosität an den Instrumenten. SMILE versuchen sich dabei - einem Post-Punk britischer Machart folgend - durchaus in homogener Geradlinigkeit (Herrengedeck), lassen Kühle zu (Machine Dreaming) und folgen einem düsteren Ernst (Säge). Diese Facetten aber vermengen sich mit einer heiteren Experimentierfreude (Stalemate, Produce, Hungry Ghosts), mit Humor (Doohickey), mit verträumter Beschwingtheit (Commuter) und Genresprengender Pop-Af finität (Protection). So zeigt sich dieses stilsichere Album in einer Vielseitigkeit, die heute selten zu finden ist - und klingt trotzdem wie aus einem Guss. Die aus der Hüfte geschüttelte Dramaturgie ist dabei Paradebeispiel für die Innovation einer der spannendsten neuen Gitarrenbands, die nun auf dem Indielabel Siluh (Wien) eine Heimat zwischen Köln, Bonn und Albuquerque gefunden hat. Wahnsinn! (Hendrik Otremba/Messer).

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22,06 €
MANTAROCHEN - IN THE BADGERS CAVE

Es fühlt sich an wie eine Infusion: die Kochsalzlösung strömt durch die Kanüle in dich hinein, ist aber etwas kühler als deine Körpertemperatur, deshalb breitet sich diese angenehme Kälte in dir aus. Klar, diese Infusion ist die 7"-EP von MANTAROCHEN, dieser lichtscheuen Kreatur aus den Untiefen der Leipziger Unter(wasser)welt. Die verhuschte Gitarre, grobkörnig verpixelt wie eine VHS-Kassette aus den 80ern, flangert sich durch ein Labyrinth aus melodisch-organischen Bassläufen. Die Rhythmusmaschine treibt die sechs Songs gnadenlos und nonchalant an den Abgrund. Seltsamerweise hauchen die Synths keine zusätzliche Kälte ein, viel mehr hüllen sie den Coldwave in eine wärmende Decke. Keine Kuscheldecke, eher eine dieser gold-silbernen Folien-Rettungsdecken. Über all dem schwebt eine distanziert, unterkühlte Stimme. "Alles wird gut, es ist bald vorbei" scheint sie dir zuzuraunen. Doch es werden tiefe Wunden besungen und die Sehnsucht, den Ballast und die ganzen Banalitäten hinter sich zu lassen. Das jedoch völlig unverkrampft. Die Tragik lauert zwischen den Zeilen, während sich dein Verstand schon im Bann der Hooklines verabschiedet hat. MANTAROCHEN, das sind Diana, Sebi und Tom. Alles ist selbst aufgenommen und gemixt. Das Mastering übernahm Jean-Baptiste Meyrieux (u.a. in Broncho Libre & Laxisme aktiv). Die 7"-EP erscheint am 31.05 auf It's Eleven Records.

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