Mit ihrem kurzweiligen "Slow Food" richtet das polnische Quintett ZK Collaboration den Fokus aufs kulinarische Ohr, das selbst bei atemberaubendem Improvisationen und rasanten Unisonoparts immer noch jede Zutat präzise herausschmecken will und nach einem Kontrast zu unserer informellen Fast Food Mentalität sucht. Mit eingängigen Themen, packenden Grooves und verführerischen Sounds ist " Slow Food" genau das richtige Album für diese Zeit.
Die stilistische Karte ihres Slow Foods ist weit gestreut, aber zu keinem Zeitpunkt eklektizistisch oder gar beliebig. In den verschiedenen Töpfen, Pfannen und Öfen wird ein Acht-Gänge-Menü gezaubert, dessen Ingredienzien sich zwar mit Jazzrock, Fusion, Post Bop, freier Improvisation, Folk, epischen Soundscapes und
typischen polnischen Jazz-Motiven von der Komeda-Tradition bis zur Aufmüpfigkeit des Yass beschreiben lassen, aber ganz eigene Geschmacksnoten und Konsistenzen entfalten, die sich jeder eindeutigen Zuordnung entziehen
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