LP aus der ”Luminessence” Serie.
“Eine subtile Tour de Force“ – so lautete 1978 das Urteil des amerikanischen Billboard Magazins in
Bezug auf Bill Connors‘ Of Mist And Melting. Und Jahrzehnte später bestätigt eine wiederholte Auseinandersetzung mit dieser Musik nur, dass hier tatsächlich besondere Geister am Werk waren, als die
von Manfred Eicher produzierte Session mit Jan Garbarek, Gary Peacock, Jack DeJohnette und Connors
im Dezember 1977 im Talent Studio in Oslo stattfand. Nach einer Phase elektrischer Fusion-Eskapaden
in den frühen 70ern, stellte Connors’ Zeit bei ECM eine Rückbesinnung auf den akustischen Kern seines
Spiels dar: Der Gitarrist reduzierte seine Musik auf das Wesentliche im kammermusikalischen Gestus, getragen von nuanciertem Fingerspritzengefühl an Nylon-Saiten. Im reflektiert-fesselnden Zusammenspiel mit
Improvisations-Speerspitzen ihrer Zeit, präsentiert der Gitarrist sechs Eigenkompositionen, die das LyrischKonkrete mit weitläufigen, s pontan u nd o ffenen St rukturen ve rbinden – od er, wi e es da s en glische Jazz
Journal einige Jahre später formulierte: „Selten haben sich Elemente von ‚Hot‘ und ‚Cool‘ Jazz so eindrucksvoll kombiniert.“ Connors selbst wirkte beim Hören des Albums im Jahr 2025 erstaunt darüber, wie
sehr er sich während seiner fünfjährigen Zusammenarbeit mit Manfred Eicher für ECM in die klassische
Gitarre vertieft hatte. „Es machte mich nostalgisch für diese Periode. Ich hatte ganz vergessen, wie viel
Zeit ich dieser Gitarrenspielart gewidmet hatte“, erinnerte sich Bill, fast überrascht von dem, was er auf
seiner eigenen Aufnahme hört. „Obwohl es möglicherweise nicht das war, was sich Manfred erwartet hatte,
ist es genau das Album geworden, das wir beide wollten.“
Neu aufgelegt im Rahmen von ECM’s Luminessence-Reihe, erscheint Of Mist And Melting in einer Tip-onGatefold-Hülle mit neuen Linernotes und Fotos aus dem Archiv.
erscheint voraussichtlich am 12.06.2026











