Auslandsländer neigen dazu, südamerikanische Länder als „exotisch“ zu betrachten. Aber wir können Ihnen versichern, dass es nichts Exotisches
ist, wenn 95 % der Bevölkerung um ihre Grundbedürfnisse kämpfen, hohe Kriminalitätsraten und Regierungen nacheinander nichts tun, um die
Situation zu ändern – tatsächlich folgen sie ihrer eigenen Agenda, um den Ball am Laufen zu halten.
Aus diesem Grund haben Bands wie die brasilianischen NERVOCHAOS eine solche Atmosphäre echter Brutalität und Authentizität. Sie machen
keinen „südamerikanischen Death Metal“. Sie nahmen einfach ihre harte Realität, nahmen den Einfluss von frühen Death Metal-Bands wie Morbid Angel, Vader und Sinister auf und spuckten sie so aggressiv wie möglich aus. Nervochaos, 25 Jahre alt und Teil der ältesten Generation der
brasilianischen Extremszene – zusammen mit Sepultura, Krisiun, Rebaelliun oder Abhorrence, um nur einige zu nennen – haben natürlich die
Erfahrung, die Abstammung und das technische Know-how, um tun Sie es in Pik.
Genau das ist „All Colours Of Darkness“, das zehnte (!) Studioalbum des São Paulo-Fünflings: Pechschwarzer Death Metal, so rauh gemacht, wie
es eine Band nur kann, mit der brutalen Atmosphäre, die wir von brasilianischen Extrem-Metal-Bands zu erwarten. Mit lyrischen Themen, die
sich um die dunkelsten Gefilde des Satanismus und der dunklen Magie drehen, beschwört Nervochaos den Metal über den Tod, wie es heute nur
noch wenige Bands können – mit einem brutalen Ansatz, einem technischen Rückgrat und einer effektiven Tiefe der Themen.
Nervochaos haben durch ihre harte Arbeit in den letzten 25 Jahren Kultstatus in der Musikszene erlangt und bieten auf ihre einzigartige Weise
eine klangliche Extravaganz. Die Gruppe hat neun Studioalben in voller Länge herausgebracht und tourt ständig weltweit, um ihre Veröffentlichungen zu unterstützen, und gibt rund 100 Konzerte pro Jahr – von Clubs bis hin zu Festivals.
quête:das nichts
Auslandsländer neigen dazu, südamerikanische Länder als „exotisch“ zu betrachten. Aber wir können Ihnen versichern, dass es nichts Exotisches
ist, wenn 95 % der Bevölkerung um ihre Grundbedürfnisse kämpfen, hohe Kriminalitätsraten und Regierungen nacheinander nichts tun, um die
Situation zu ändern – tatsächlich folgen sie ihrer eigenen Agenda, um den Ball am Laufen zu halten.
Aus diesem Grund haben Bands wie die brasilianischen NERVOCHAOS eine solche Atmosphäre echter Brutalität und Authentizität. Sie machen
keinen „südamerikanischen Death Metal“. Sie nahmen einfach ihre harte Realität, nahmen den Einfluss von frühen Death Metal-Bands wie Morbid Angel, Vader und Sinister auf und spuckten sie so aggressiv wie möglich aus. Nervochaos, 25 Jahre alt und Teil der ältesten Generation der
brasilianischen Extremszene – zusammen mit Sepultura, Krisiun, Rebaelliun oder Abhorrence, um nur einige zu nennen – haben natürlich die
Erfahrung, die Abstammung und das technische Know-how, um tun Sie es in Pik.
Genau das ist „All Colours Of Darkness“, das zehnte (!) Studioalbum des São Paulo-Fünflings: Pechschwarzer Death Metal, so rauh gemacht, wie
es eine Band nur kann, mit der brutalen Atmosphäre, die wir von brasilianischen Extrem-Metal-Bands zu erwarten. Mit lyrischen Themen, die
sich um die dunkelsten Gefilde des Satanismus und der dunklen Magie drehen, beschwört Nervochaos den Metal über den Tod, wie es heute nur
noch wenige Bands können – mit einem brutalen Ansatz, einem technischen Rückgrat und einer effektiven Tiefe der Themen.
Nervochaos haben durch ihre harte Arbeit in den letzten 25 Jahren Kultstatus in der Musikszene erlangt und bieten auf ihre einzigartige Weise
eine klangliche Extravaganz. Die Gruppe hat neun Studioalben in voller Länge herausgebracht und tourt ständig weltweit, um ihre Veröffentlichungen zu unterstützen, und gibt rund 100 Konzerte pro Jahr – von Clubs bis hin zu Festivals.
Mit Priorities (2012), Automatic (2015) und Technology (2018) hat das Quartett aus Bedford seinen eigenen Weg eingeschlagen, indem es heftige Riffs mit unwiderstehlichen Pop-Melodien auf Alben verband, die frech, aber beschwingt, wild, aber raffiniert sind und dabei ganz anders klingen als alle anderen. Offensichtlich war dies auch ein Erfolgsrezept, denn Technology erreichte Platz 5 der britischen Albumcharts.
Doch selbst bei einer Diskografie, die sich durch verwirrende Erwartungen auszeichnet, kann nichts die Hörer auf Amazing Things vorbereiten - mit seiner Fülle an Stilen, Emotionen und popkulturellen Anspielungen ist es das brennbarste Pulverfass einer Platte seit Limp Bizkits Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water. Es ist eines der besten Alben des Jahres, und zweifellos das exzentrischste.
Ludovico wollte schon seit mehreren Jahren ein Solo-Klavieralbum schreiben, brauchte aber das richtige Umfeld, um sich voll und ganz darauf einzulassen.
Lockdown gab ihm diese Gelegenheit. Er nahm die Isolation von seinem normalen, geschäftigen und komplexen Zeitplan an, um einen Ort der Einfachheit zu finden. Dies ist also eine positive Sicht auf Lockdown und Isolation; er nutzt diese seltene Gelegenheit, um die einfache Schönheit des Songschreibens in seiner reinsten Form zu erleben. Keine Technik, keine äußeren Einflüsse, nur Ludovico und sein Klavier.
Infolgedessen ist das Thema des Albums die Freiheit von den typischen Grenzen unseres täglichen Lebens. Dies wird in der Metapher ”Underwater” ausgedrückt. Ein freier und offener Raum, in dem man sich bewegen und erforschen, schweben, innehalten, sich in 3 Dimensionen bewegen kann usw. Ich persönlich denke, dass ein Vogel, der durch die Lüfte fliegt, auch als Metapher für dieses Gefühl der Freiheit funktioniert.
Ich nenne es Songwriting und nicht Komposition, es war ein neuer Ansatz für mich: Beim Komponieren denkt man nach und erforscht, vergleicht und ist ehrgeizig. Wenn man ein Lied schreibt, ist es wie Atmen, die Form ist kurz. Ein Lied ist wie die Schönheit eines einzelnen Atemzugs - eine Welle, die kommt und geht. Es ist schön, wie es ist - es braucht nichts anderes.“
- 1: Innere Sicherheit | Internal Security
- 2: In Stillen Teichen Lauern Krokodile | In Still Waters Crocodiles Lurk
- 3: Im Kreise Drehen Intro | Turning In Circles Intro
- 4: Im Kreise Drehen | Turning In Circles
- 5: Im Schiffbruch Nicht Schwimmen Können | Foundering, And You Can’t Swim
- 6: Beweis Zu Nichts | Proof Of Nothing
- 7: Tropenkoller | Tropical Frenzy
- 8: Wer Leidet Der Schneidet | He, Who Suffers, Cuts
- 9: Verzettelungen
20 YEARS OF MUSIC FOR MARCEL ODENBACH
Richard Ojijo’s music for the films of german video artist Marcel Odenbach not only underscores and accentuates the imagery and motion, but also serves to propel the narrative too. The compositions are auditory distillations of the visual and create a synergy between music and image that draws the observer ever deeper.
With Odenbach’s and Ojijo’s collaboration now entering its 3rd decade, Ojijo was recently inspired to revisit and remix some of the themes contained within the extensive body of work.
— Matt Karmil, Aug 2021
Die Musik von Richard Ojijo für die Videoarbeiten des Künstlers Marcel Odenbach sind eindrucksvolle Beispiele dafür, wie Klänge Filmbilder nicht nur untermalen oder deren Wirkung atmosphärisch verdichten können, sondern neben dem Visuellen ein gleichberechtigtes Eigenleben entwickeln, das auf das Gesamterlebnis des Films zurückwirkt: plötzlich auftauchende innere Bilder oder Assoziationen, die das Gesehene mit noch größerer Komplexität und Mehrdeutigkeit versorgen.
Wenn sich etwa in „Innerer Sicherheit“ oder „In stillen Teichen lauern Krokodile“ sphärische Flächen und Soundeffekte ausbreiten, erinnert dies zuweilen an elektronische Stimmungen der späten 90er Jahre, obwohl die Thematiken der Filme in gänzlich andere Richtungen weisen. Dabei wird nie der Spannungsbogen der filmischen Dramaturgie vernachlässigt. Vielmehr kommt es zum Wechselspiel von dienender und freier Funktion, in dem die Musik nicht nur ihre schöne, sondern – den Themen der Filme angemessene – beunruhigende Wirkung ausbreiten kann. So tauchen wie aus dem Nichts Stimmen auf oder Geräusche, etwa von Stiefeln in „Beweis zu nichts“, die parallele Narrationen auf die Audiospur legen, um die zum Teil bedrohliche Wirkung der Bilder zu verstärken und womöglich Bereiche des Unterbewussten zu berühren.
Die Zusammenarbeit von Ojijo und Odenbach dauert mittlerweile über 20 Jahre an. Ojijo hat nun seine Arbeiten für die Filme Odenbachs neu zusammengestellt und neu gemischt. Die Platte erscheint im Herbst 2021 aus Anlass der großen Odenbach-Retrospektive im Düsseldorfer K21-Museum. Dort werden auch sieben Videoarbeiten zu sehen sein, von denen fünf in Zusammenarbeit mit Richard Ojijo entstanden sind.
— Michael Kerkmann, Aug 2021
- A1: Blank Gloss - Coiling
- A2: Yui Onodera - Cromo 6
- A3: Markus Guentner / Joachim Spieth - Kari
- A4: Reich & Würden - Grainscan
- A5: Triola - Mutterkorn
- B1: Thomas Fehlmann - Rosen Fliegen
- B2: Morgen Wurde Feat Maria Estrella - Weiht
- B3: Thore Pfeiffer - Isola
- B4: Max Würden / Pepo Galán - Seis Minutos Mas
- B5: Andrew Thomas - Kiss The Horizon
IMPORTANT NOTE: UNFORTUNATELY THE SIDES ARE REVERSED ON THE VINYL, I.E. THE A-SIDE IS THE B-SIDE AND VICE VERSA. WITH THE PURCHASE OF THE VINYL OR THE CD YOU WILL GET THE SINGLE MP3 FILES AS WELL AS A CONTINOUS MIX VIA E-MAIL.
With the cover artwork for Pop Ambient 2022, longtime KOMPAKT graphic artist Veronika Unland has once again outdone herself. Following the almost baroque, blood-red and jet-black, extremely physical sculptures of Pop Ambient 2021, which emerged from a dark, floral sea like bodies erect for dancing, the front of 2022 is adorned with a pastel-white form, intertwined, folded many times and crisscrossed with delicate shading, which seems to float on a pale pink background; soft, gentle waves woven from Venetian colors that leave the viewer puzzled: Is it a flower, a coral, a mollusk?
Again, the current edition of the tradition-steeped compilation series curated by Wolfgang Voigt is about the persistent and ever-necessary definition of beauty, of reduction, of electronic music of heavy lightness and light heaviness, of ambient's eternal promise of a state of physical and acoustic weightlessness and Pop's of redemption. And about the question why a never arbitrary combination of soundscape, drones, samples and loops, put together in a certain way, can create this feeling of warmth, depth and space, - something three-dimensional, where the imagination feels at home as a fish in the water or a bird in the sky. A key aesthetic stimulus that sends all the senses into a slow glide and drift, after which your synapses feel like they've been bathed in essential oil. Next to Soul, Ambient is probably the most effective musical healing plant of mankind.
Behind the aural test tubes, the who's who of Pop Ambient is once again at work, led for the first time by the highly trafficked Californian duo Blank Gloss, whose debut album "Melt" this year was certified by The Guardian as nothing less than "heartaching beauty". Yui Onodera's "Chrome" as well as "Kari", a cooperation of Markus Guentner and Joachim Spieth, could also be imagined in the score of Denis Villeneuve's new film version of DUNE - however, colleague Hans Zimmer managed that quite well without the three. After such wonderful and stylish contributions by Reich & Würden, Triola and Thomas Fehlmann, the ear then lingers a bit longer on the ghostly "Weiht" by Morgen Wurde feat. Maria Estrella, a track like a temple of sound, a deep electronic immersion in a Japanese onsen. In this sea of unnameable time you could sink forever, but with the tracks of Andrew Thomas, Thore Pfeiffer and Max Würden & Pepo Galán the journey slowly comes to an end.
Mit dem Cover-Artwork für Pop Ambient 2022 hat sich die langjährige KOMPAKT-Grafikerin Veronika Unland einmal mehr selbst übertroffen. Nach den geradezu barocken, in blutrot und tiefschwarz gehaltenen, äußerst physischen Formationen von Pop Ambient 2021, die wie zum Tanz aufgerichtete Körper aus einem dunklen, floralen Meer auftauchten, ziert die Vorderseite von 2022 eine pastell-weiße Skulptur, in sich verschlungen, vielfach gefaltet und von zarten Schattierungen durchzogen, die auf einem blass-rosa Hintergrund zu schweben scheint; weiche, sanfte Wellen aus venezianischen Farben gewebt, die dem Betrachter Rätsel aufgeben: Ist es eine Blüte, eine Koralle, eine Molluske?
Natürlich geht es auch in der aktuellen Ausgabe der traditionsreichen, von Wolfgang Voigt kuratierten Compilation-Reihe um die beharrliche und immer wieder notwendige Definition von Schönheit, von Reduktion, um elektronische Musik von schwerer Leichtigkeit und leichter Schwere, vom ewigen Versprechen des Ambient auf einen Zustand körperlicher und akustischer Schwerelosigkeit und dem von Pop auf Erlösung. Und um die Frage, warum eine nie beliebige Kombination aus Klangfläche, Drones, Samples und Loops, auf eine bestimmte Art zusammengefügt, dieses Gefühl von Wärme, Tiefe und Raum entstehen lassen kann, - etwas dreidimensionales, in dem die Fantasie sich so zuhause fühlt wie ein Fisch im Wasser oder ein Vogel in der Luft. Ein ästhetischer Schlüsselreiz, der alle Sinne in ein langsames Gleiten und Driften versetzt, wonach sich deine Synapsen wieder anfühlen, als habe man sie in ätherischem Öl gebadet. Neben Soul ist Ambient die wahrscheinlich wirksamste musikalische Heilpflanze der Menschheit.
Hinter den auralen Reagenzgläsern hantiert einmal mehr das Who-is-Who der kompaktschen Pop Ambient-Riege, erstmals angeführt vom hoch gehandelten kalifornischen Duo Blank Gloss, deren diesjähriges Debüt-Album “Melt” der englische Guardian nichts weniger als “herzergreifende Schönheit” bescheinigte. Yui Onodera’s “Chrome” sowie “Kari”, eine Kooperation von Markus Guentner und Joachim Spieth, könnte man sich auch gut im Score von Denis Villeneuve’s Neuverfilmung von DUNE vorstellen, - das hat der Kollege Hans Zimmer allerdings auch ohne die drei ganz gut hinbekommen. Nach so wundervollen wie stilsicheren Beiträgen von Reich & Würden, Triola und Thomas Fehlmann verharrt das Ohr dann etwas länger beim geisterhaften “Weiht” von Morgen Wurde feat. Maria Estrella-Weiht, ein Track wie ein Tempel aus Klang, ein tiefes elektronisches Eintauchen in einen japanischen Onsen. In diesem Meer aus unnennbarer Zeit könnte man ewig versinken, doch mit den Tracks von Andrew Thomas, Thore Pfeiffer und Max Würden & Pepo Galán geht die Reise langsam zu Ende.
25 Sekunden Zeit zum Luftholen gönnen einem LYGO ganz am Anfang ihres neuen Albums, bevor "Schockstarre" losbricht, danach bleibt nicht mehr viel Zeit zum Atmen. Für 42 Minuten reißt "Lygophobie", das dritte Album des Bonner Trios, das inzwischen komplett in Köln lebt, mit. Aber es hätte ganz anders kommen können: Mit ihrer letzten Tour im September 2019 verkünden sie eine Pause auf unbestimmte Zeit - nicht etwa, weil sie sich auflösen wollen, nein, einfach um die letzten Jahre mal wirken zu lassen und Platz zu schaffen für den ganzen Kram, für den man sonst neben der Band kaum Zeit hat. Drummer Daniel nutzt die Auszeit, um sich ausgiebig mit Musikproduktion zu beschäftigen und ermöglicht es LYGO so, selbst Musik im Proberaum aufzunehmen. Neue Songs und Texte entstehen schneller denn je, denn im Jahr 2020 gibt es plötzlich wenig anderes zu tun, als zu schreiben. Die Songs des Albums entstehen letztendlich alle in einem 16qm großen Proberaum und werden auch dort aufgenommen. Wer schonmal einen LYGO-Song gehört hat, wird sich auf "Lygophobie" schnell zurecht finden. Hier muss auch nichts neu erfunden werden. Das Magische an Punkrock ist und bleibt doch, dass man auch mit nur einer Gitarre, Bass, Schlagzeug und klugen Texten diese große, komplexe Welt ein bisschen verständlicher machen kann. Wenn auch nur für drei Minuten am Stück. Doch natürlich haben LYGO seit "Schwerkraft" von 2018 auch Neues ausprobiert. In "Kommentarspalte" vertonen sie YouTube-Comments von Schlafgestörten und wagen Midtempo, in "Ufer" gibts endlich ein Gitarrensolo, "13 Stunden Schlaf" wird von einem Klavier eröffnet. "Lygophobie", das ist nicht etwa ein verunglücktes Wortspiel über die Angst vor sich selbst als Band. Es ist ein Begriff, über den LYGO zufällig stolperten: Es ist die übermäßige Angst vor der Dunkelheit. Und obwohl sich die Dunkelheit in all ihren Facetten durch das ganze Album zieht, ist "Lygophobie" alles andere als eine pessimistische Platte. Sie beschreibt eher den Weg zurück ins Licht, wie ihn auch die Artworks zum Album visualisieren. Das ist Punkrock, der so nonchalant zwischen AZ und Clubbühne reinknallt, dass man sich endlich wieder dran erinnert, warum einem diese Musik die Welt bedeutet. Die LP kommt mit schwarzem180 Gramm Vinyl, Gatefold Klappcover aus schwerem Coverkarton. Außerdem liegt der LP ein Download Code bei.
The Velveteers, ein Rock-Trio aus den Bergen von Boulder, CO, bestehend aus Sängerin/Gitarristin Demi
Demitro und den Schlagzeugern Baby Pottersmith und Jonny Fig, werden am 8. Oktober ihr Debütalbum
”Nightmare Daydream” über Easy Eye Sound-Concord veröffentlichen; Produziert von Grammy-Preisträger
Dan Auerbach, ist das Album das lang erwartete erste Statement einer Band, die sich 2014 gründete und
seither sorgfältig an ihrem Sound und ihrer Identität gefeilt hat.
Aufgewachsen in Boulder, rebellierte Demitro durch ihre Gitarre, übte bis zu neun Stunden am Tag und
vernachlässigte die Schule, um einen Spielstil zu entwickeln, der schwer, aber beweglich ist, theatralisch,
aber nuanciert, in der Rockgeschichte verwurzelt, aber völlig eigenwillig. Mit Pottersmith und Fig, die
an einem gemeinsamen Drum-Set spielten, entwickelte die Band einen Ruf für ihre mitreißenden Auftritte.
Clips von den Live-Shows und DIY-Videos der Band schafften es bis zu Auerbach, der sie in sein Studio in
Nashville einlud, um ”Nightmare Daydream” zu produzieren.
”Ich mochte sie sofort”, sagt Auerbach. ”Sie sind live unglaublich, und ihre Videos sind so kreativ. Und
sie klingen einfach so kraftvoll. Jedes Mal, wenn man Schlagzeug auf einer Platte doppelspurig aufnimmt, klingt es so heavy. Wenn man das dann noch mit Demitros Baritongitarre kombiniert, klingt es so
bombastisch. Es gibt nichts Vergleichbares.”
Der Titel des zweiten Soloalbums der Chastity Belt-Sängerin Julia Shapiro ist eine Zustandsbeschreibung. Wie jeder Mensch mit einem Puls auf dieser Erde fühlte sich das Jahr 2020 für Shapiro mehr als einmal völlig zorked an. Im März 2020 beschloss Shapiro die spätwinterliche Tristesse Seattles gegen den immerwährenden Sonnenschein von Los Angeles einzutauschen. Also packte sie ihre Sachen, nur um dann in der Stadt der scheinbar endlosen Möglichkeiten kurz nach ihrer Ankunft pandemiebedingt nahezu in die totale Isolation gezwungen zu werden. Da sie nirgendwo hin konnte und nichts zu tun hatte, begann sie neue Songs zu schreiben, deren Grundstimmung ihre damalige Gemütslage perfekt einfangen. Auf ihrem zweiten Album beschreibt Shapiro Los Angeles als eine in Zeitlupe dahinschmelzende Einöde. Als einen Ort, an dem sie mit Geistern und seltsamen Gestalten kommuniziert. Oder wie sie es ausdrückt: "It takes you on a wild ride. There's weird shit in it." "Zorked" wurde von Shapiros Mitbewohnerin Melina Duterte (JAY SOM) mitproduziert, die ihr Haus während des Lockdowns in ein praktikables Heimstudio verwandelte. Die durchaus noisigen Aufnahmen verliefen zum Glück unproblematisch, da ihr einziger Nachbar in Hörweite das ganze Jahr 2020 damit verbrachte, über zehn Stunden am Tag Karaoke zu singen. Auf Dutertes Drängen, entschloss sich Shapiro auch die neuen Songs weniger nach ihrem ersten Soloalbum "Perfect Version" oder nach Chastity Belt klingen zu lassen. Stattdessen sprang sie auf dem Höhepunkt ihrer Unsicherheit und ihres Unbehagens auf der Suche nach etwas Neuem ins kalte Wasser - und fand Kraft in schweren Shoegaze-Klängen.
Am 16. Juli veröffentlicht Fantasy Records “Layla Revisited (Live At LOCKN’)” der Tedeschi Trucks
Band - eine einmalige Live-Aufnahme des Derek & The Dominos-Albums “Layla and Other Assorted Love
Songs”, das mit Special Guest Trey Anastasio aufgeführt wird. Aufgenommen am 24. August 2019 auf
dem LOCKN’ Festival in Arrington, VA, fängt Layla Revisited die Tedeschi Trucks Band in ihrer besten
Form ein, wobei Anastasio die perfekte Ergänzung von Gitarrist Derek Trucks und Gitarristin/Sängerin
Susan Tedeschi darstellt.
Der Auftritt von Layla kam für die Fans völlig überraschend. Ursprünglich nur als ”Tedeschi Trucks Band
featuring Trey Anastasio” angekündigt, erwähnten die Künstler nichts von der Musik, die sie im Vorfeld
fleißig geprobt und geplant hatten. Aber die Verbindungen zwischen der Band und dem Album sind tief
in das Gewebe ihrer Existenz eingewoben. Angetrieben von zwei der größten Gitarristen des zwanzigsten
Jahrhunderts, Eric Clapton und Duane Allman, wurde Layla and Other Assorted Love Songs zufällig am
9. November 1970 veröffentlicht, dem Tag, an dem Susan Tedeschi geboren wurde. Später waren Chris
und Debbie Trucks solche Fans des Albums, dass sie inspiriert wurden, ihren erstgeborenen Sohn Derek zu
nennen. Jahrzehnte später war Trucks fünfzehn Jahre lang Mitglied der Allman Brothers Band und tourte
ausgiebig mit Clapton. Die Verbindung zwischen der Musik und den Interpreten ist so tief, dass sich dieses
Album fast schon vorherbestimmt anfühlt.
2x12" + DL Repress
NOTE: ALL FORMATS CONTAIN THE FULL VERSION OF "RAUSCH". THE ALBUM IS MEANT TO BE HEARD FROM BEGINNING TO END AS A WHOLE. IT HAS BEEN TRACK MARKED OR SEPARATED DUE TO FORMAT RESTRICTIONS
Rausch with no name / My beautiful shine / You are the sun / This is where I want to be / Rausch with no morning / This is where we burn / The Stars sparkle / In a sea of flames / Horns and fanfares / Fanfares of joy / Fanfares of fear / The wine we drink through the eyes / The moon pours down at night in waves / Careful with that axe Eugene / Personal Jesus / No beginning no end / Eighteenth of Oktember / The night falls / The king comes / The hunt starts / Freude schöner Götterfunken / The long march through the underwood / Trust me there's nothing / Once upon a time there was a bandit / Who loved a prince / That was long ago / Spring Summer Fall and Gas / There is a train heading to Nowhere / Drums and Trumpets / Future without mankind / Warm snow / Alles ist gut / The bells toll / You are not alone / The murmur in the forest / The murmur in the head / Light as mist / Heavy as lead / Music happens / To flow like gas / A clearing / Heavy baggage / Debut in the afterlife / Death has seven cats / World heritage Rausch / Finally infinite
Wolfgang Voigt 2018
Rausch ohne Namen / Mein schöner Schein / Du bist die Sonne / Hier will ich sein / Rausch ohne Morgen / Wir brennen hier / Die Sterne funkeln / Im Flammenmeer / Hörner und Fanfaren / Fanfaren der Freude / Fanfaren der Angst / Den Wein den man mit Augen trinkt / Gießt Nachts der Mond in Wogen nieder / Vorsicht mit der Axt Eugene / Personal Jesus / Kein Anfang Kein Ende / Achtzehnter Oktember / Die Nacht bricht an / Der König kommt / Die Jagd beginnt / Freude schöner Götterfunken / Der lange Marsch durchs Unterholz / Glaub mir da ist nichts / Es war einmal ein Räuber / Der liebte einen Prinzen / Das ist lange her / Frühling Sommer Herbst und Gas / Es fährt ein Zug nach Nirgendwo / Pauken und Trompeten / Zukunft ohne Menschen / Warmer Schnee / Alles ist gut / Die Glocken läuten / Du bist nicht allein / Das Rauschen im Wald / Das Rauschen im Kopf / Leicht wie Nebel / Schwer wie Blei / Musik ergibt sich / Strömt wie Gas / Eine Lichtung / Schweres Gepäck / Einstand im Jenseits / Der Tod hat sieben Katzen / Weltkulturerbe Rausch / Endlich Unendlich
Wolfgang Voigt 2018
Kompakt welcomes 2021 with a new member that many of you will recognise. For over 3 decades, Orlando Voorn has been a force in dance music like few others. One of the first Dutch producers to establish a connection between Detroit and Amsterdam (check “Game One” his collaboration with Juan Atkins for Metroplex). He has recorded under a trove of alias that include Fix, Frequency, Format to name a few.
Orlando Voorn brings his extensive knowledge of Techno and House to the forefront for his Kompakt debut “Internal Destination”. We offer up the title track ahead of the 3 track EP’s February 19 release date. Spacial sounds connect perfectly together – the playfulness of the track feels like each moment is caught in mid-air but the beat keeps it all moving forward without hesitation. “Ride The Wave” rounds out this EP – an electro loop is serenaded by a funked up synth melody that jams to the drum in the most soulful of ways.
Kompakt begrüßt das neue Jahr mit einem neuen Familienmitglied, das dem ein oder anderen geläufig sein dürfte. Schon seit über 3 Jahrzehnten prägt Orlando Voorn die elektronische Tanzmusik wie wenige andere. Als erster holländischer Produzent werkelte er schon sehr früh an der Detroit - Amsterdam Achse (siehe "Game One" mit Juan Atkins oder die legendären Ghetto Brothers Releases mit Blake Baxter). Er hat unter unzähligen Pseudonymen wie Fix, Format oder Frequency Platten veröffentlicht, die heute Kultstatus haben.
Mit seinem Kompakt Debut "Internal Destination" zeigt er, dass seine Musik auch im Jahre 2021 tiefes Wissen verströmt und nichts an Relevanz eingebüßt hat. Der Titeltrack "Internal Destination" ist Groove pur. Räumliche Klänge verbinden sich perfekt miteinander - die Verspieltheit des Tracks fühlt sich an, als wäre jeder Moment in der Luft gefangen, aber der Beat hält alles ohne Zögern in Bewegung."Ride The Wave" rundet diese EP ab - ein Elektro-Loop wird von einer funkigen Synthie-Melodie begleitet, die auf gefühlvolle Art und Weise mit den Drums jammt.
"Auf dem schwarzen Kanal" ist eine der herausstechendsten und gesuchtesten Veröffentlichungen in Conrad Schnitzlers umfangreichem Katalog. 1980 als einzige von Schnitzlers Platten bei einem Majorlabel veröffentlicht, war diese Maxi und insbesondere das Titelstück ein Flirt mit dem zeitgleich aufkommenden experimentellen New Wave und klang dennoch so eigenwillig wie keine andere Musik zu jener Zeit. Die zusammen mit Wolfgang Seidel entstandenen und in Peter Baumanns Berliner Paragon Studio aufgenommen vier Tracks sind ein bissiger, dissonante Mutant Disco Trip, der bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Bureau B freut sich dieses lange vergriffene Werk endlich wieder verfügbar zu machen!
- A1: Arrival
- A2: Only Thing We Know Feat Younotus & Kelvin Jones
- A3: Facing Feat Ilira
- A4: Comfort Zone Feat Quarterhead
- A5: Different For Us Feat Jordan Powers
- B1: Sticker On My Suitcase
- B2: Littly Hollywood Feat Janieck
- B3: Without You Feat H. Kenneth
- B4: The Sad Cat
- B5: Never Too Late Feat Sam Gray
- B6: What Was I Drinking
- C1: Double In Love Feat Martin Gallup
- C2: H O.l.y. Feat. Rhodes
- C3: Walk Away Feat James Blunt
- C4: Remember Feat Lahos
- D1: Sramanora
- D2: We Were On Fire Feat Will Matta
Gigs vor 60.000 Menschen, 2,5 Millionen verkaufte Singles, vier Mal für die 1LIVE Krone nominiert, drei Mal für den Echo, 2017 den Echo in der Kategorie Dance National gewonnen, dreimal am Stück die Pole-Position der Airplaycharts: Die Karriere des international erfolgreichen DJs Alle Farben hat ihren Zenit noch längst nicht erreicht. Doch wie legt man einen solchen Senkrechtstart hin und schafft es, dass die Flamme immer weiter brennt?
Alle Farben ist ein Künstler, der vielleicht in Farben denkt. Ganz sicher aber nicht in Grenzen. Verschiedene Genres, Live-Musiker, Sänger, Orte: es gibt nichts, dass er sich nicht vorstellen kann. Er hat Shows im Dschungel von Thailand gespielt oder im Flugzeug über den Wolken. Ebenso legendär sind seine 6 Stunden Sessions. Der Name ist ein Versprechen: 8000 Menschen tanzen, während Alle Farben sechs Stunden ohne Unterbrechung auflegt. Unterstützung bekommt er von verschiedenen Künstlern, die er sich stündlich auf die Bühne holt: ob Sänger, klassisch ausgebildete Musiker oder unerwartete Instrumente Alle Farben liebt es, sein Publikum zu überraschen. Alles kann, nichts muss, aber eines wird es sicher nie: langweilig.
Überraschen wird Alle Farben auch mit seinem dritten Studioalbum. Sticker On My Suitcase zeigt einen großen, und inzwischen auch wichtigen Aspekt in seinem Leben: das Reisen. In den letzten Jahren immer on tour hat er gelernt, dass nicht immer das Ziel das Ziel ist. Und Reisen mehr als nur Fortbewegung. Unterwegs zu sein, ist genauso mein Leben, wie irgendwo anzukommen. Das Video seiner neuesten Single Fading drehten Alle Farben und sein Team in einer aufwendigen Produktion in Los Angeles. Wieder ein Sticker mehr auf dem Koffer, wieder eine Reise, die zeigt: Das Ziel ist die Reise selbst auf der Route Richtung Erfolg.
In den späten neunziger Jahren war Wien Welthauptstadt der elektronischen Musik - Namen wie Kruder & Dorfmeister, Pulsinger & Tunakan, Waldeck, Electric Indigo oder Fennesz künden davon. Danach kam lange Zeit nichts, bis eine neue Generation - von HVOB bis Parov Stelar, von Dorian Concept bis Elektro Guzzi - sehr nachdrücklich eigene markante Sound- und Leuchtspuren setzte. Und nun kündigt sich abermals ein Zeitsprung an.
Zu große Töne gespuckt? Nein. Selbst Christian Fennesz zieht schon den Hut. Vor Drahthaus. Einer Band, die eigentlich keine Band ist. Noch nicht einmal eines der vielen Projekte, die immer und überall rasch entstehen und noch rascher wieder vergehen. Hier ist etwas radikal anderes im Kommen. Das 2015 gegründete Kollektiv Drahthaus ist ein Zusammenschluss diverser in Wien lebender Kreativer (Musiker, Künstler, Designer, Filmemacher, Techniker, Programmierer, Handwerker, Veranstalter und Kreativer jeglichen Geschlechts) mit der Vision, alte Strukturen in Frage zu stellen. Und Raum für gänzlich Neues zu schaffen.
Die Faktoren Lust, Neugier, Fachwissen und künstlerische Vernetzung sind mit im Spiel. Auch wenn Drahthaus den anarchischen Freiraum der Kunst mit präzisen, systematischen, analytischen Fragestellungen vermessen. Im April erscheint das erste Album - es trägt keinen Titel. Aber es wird die Elektroniksphäre aus den Angeln heben. Lokal, national, international. Willkommen im Drahthaus.
- A1: Thore Pfeiffer - Urquell
- A2: Max Würden - Diminish
- A3: Yui Onodera - Cromo 4
- A4: Joachim Spieth - Meteor
- B1: T Raumschmiere - Notre-Dame
- B2: Klimek - All The Little Horses
- B3: Morgen Wurde Feat Maria Estrella - Lässt Los
- B4: Markus Guentner - Clade
- C1: Thomas Fehlmann - Liebesperlen
- C2: Gen Pop - Iron Woman
- C3: Klimek - Requiem For A Butterfly
- C4: Leandro Fresco - Brenda
- D1: Max Würden / Pepo Galan - Stay
- D2: Leandro Fresco / Thore Pfeiffer - Neo
- D3: Thore Pfeiffer - Alles Bleibt Anders
- D4: Andrew Thomas - Song 9
- D5: Andrew Thomas - Sleep Fall
20 years of Pop Ambient. Already? One didn’t notice. It’s an anniversary which comes quietly. An anniversary with quiet tones.
In the spirit of the special restraint of pop-elegance, it has no reason to drawn attention to itself with a big „Tam-Tam“. Or better: „Bum-Bum“. The bass drum stays outside. Nevertheless, in fast-paced, overstimulated times of moving forward, it’s a joyful occasion to look back.
What strikes most by putting or listening to 20 years of pop ambient in a row is the central theme that holds together the dense aesthetic concept like the pearls of a necklace.
Floral beauty for digital naturalists. Music like flowers, that don’t wilt. Timeless. Ageless. But with all of the conceptual unity and resolution, Pop Ambient would not be Kompakt without the break, the friction, the expansion of musical boundaries in between tradition and innovation, in between conspiracy and the openness of the discourse.
Aestheticism, escapism, acting in the spirit of „nevertheless“. Swans drifting by, clouds pass over, everything is floating and: „Boredom is a stylistic device“ (Andy Warhol).
Pop Ambient Music is medicine against illnesses, that you don’t even suffer from. It’s giving everything, demanding nothing.
Musical lotus leafs, off which the virtual wastewater of our time is rolling like the reality is dripping off the matrix.
In this sense, we’re happy about the pop-ambient anniversary greetings from new and old companions like Thore Pfeiffer, Max Würden, Yui Onodera, Jörg Burger, Thomas Fehlmann, Morgen Wurde, Leandro Fresco aswell as contributions from T.Raumschmiere, Andrew Thomas and, after a long break, from friends from early days like Joachim Spieth, Markus Guentner und Klimek.
Pop Ambient 2020 is released digital, as CD and of course as a chic double vinyl. Also included in the package: The whole distinctive cover-series as an art book of 44 pages. And for all of the old and young fans and collectors there is the Pop Ambient 2001 in a overhauled original version out on vinyl for the very first time.
Breath in. Breath out. Thank you.
Wolfgang Voigt, September 2019.
20 Jahre Pop Ambient. Schon? Hat man gar nicht gemerkt. Ein Jubiläum auf leisen Sohlen. Ein Jubiläum der leisen Töne. Und ganz im Sinne pop-eleganter Zurückhaltung, kein Grund, großes Tam-Tam zu machen. Oder besser gesagt: Bum-Bum. Denn die Bassdrum bleibt ja draußen. Dennoch freudiger Anlass genug, in reizüberfluteten, schnelllebigen Zeiten auf dem Weg nach vorne einen Blick zurück zu werfen. Wenn man 20 Jahre Pop Ambient Platten hintereinander legt / hört, sticht einem zunächst der sprichwörtliche rote Faden ins Auge und ins Ohr. Der Faden, der das dichte, ästhetische Konzept zusammenhält wie die Glieder einer Perlenkette. Florale Schönheit für digitale Naturalisten. Musik wie Blumen, die nicht welken. Zeitlos. Alterslos. Aber Pop Ambient wäre nicht Kompakt, wenn nicht bei aller konzeptionellen Ge- und Entschlossenheit, auch der Bruch, die Reibung, das Ausweiten musikalischer Genregrenzen zwischen Tradition und Innovation, zwischen Konspiration und Diskursoffenheit, inkludiert wäre. Ästhetizismus, Trotzdemismus, Eskapismus. Schwäne treiben, Wolken ziehen, alles fließt – und: »Langeweile ist ein Stilmittel« (Andy Warhol).
Pop Ambient Musik ist Medizin gegen Krankheiten, die man gar nicht hat. Gibt alles und verlangt nichts. Musikalische Lotusblätter, an denen das virtuelle Schmutzwasser der Zeit abperlt, wie die Realität an der Matrix.
In diesem Sinne freuen wir uns über pop-ambiente Jubiläumsgrüße von neuen und alten Weggefährten wie Thore Pfeiffer, Max Würden, Yui Onodera, Jörg Burger, Thomas Fehlmann, Morgen Wurde, Leandro Fresco sowie Beiträge von T.Raumschmiere, Andrew Thomas und nach langer Pause, von Freunden aus frühen Tagen wie Joachim Spieth, Markus Guentner und Klimek.
Pop Ambient 2020 erscheint Digital, als CD und natürlich als schickes Doppelvinyl. Mit im Paket: Die gesamte unverwechselbaren Cover-Serie als 20-seitiges Kunstbuch. Und für alle neuen und alten Fans und Sammler, erscheint zeitgleich Pop Ambient 2001 erstmalig auch auf Vinyl, in generalüberholter Originalversion. Das Ganze gibt es zudem im schicken Jubiläumsschuber in limitierter Auflage und farbigem Vinyl, exklusiv erhältlich nur auf kompakt.fm …
Einatmen. Ausatmen. Danke.
Wolfgang Voigt, September 2019
Death & Leisure is proud to announce the sophomore album from the very special Autumns.
6 tracks of raw sneering electronics. Coming out in spring.
Autumns is the solo project of Christian Donaghey, From Derry, Ireland, an outlet for electronic post-punk with a lethal pulse. After a brace of rough demos without preliminary hype, the project emerged fully formed on Karl O’Connor’s (aka Regis) illustrious label Downwards back in 2014, the youngest act in a new vanguard of artists that included the likes of Tropic of Cancer, DVA DAMAS and The Kvb.
– Extended Autumns biography here-
Autumns is the solo project of Christian Donaghey, From Derry, Ireland, an outlet for electronic post-punk with a lethal pulse. After a brace of rough demos without preliminary hype, the project emerged fully formed on Karl O’Connor’s (aka Regis) illustrious label Downwards back in 2014, the youngest act in a new vanguard of artists that included the likes of Tropic of Cancer, DVA DAMAS and The Kvb.
Preceding releases for Clan Destine Records, iDEAL Recordings and DKA Records have seen the project engaged in a rough trade of transgressive noise, dysfunctional metal dance and DIY punk angst, yet each of these milestones has represented a different proposition. 2016’s ‘A Product of 30 Years of Violence’ saw the project moving into vast glacial spaces after propulsive post-punk discord of 2015’s ‘Das Nichts’. 2017 presented a further progression into Autumns’ journey from his post-punk beginnings to producing some of the tautest and no bullshite electronic music around with the release of his debut album ‘Suffocating Brothers’ on Clan Destine Records. Gaining radio play from selectors like Trevor Jackson, Regis, Debonair and Giant Swan.
Alongside progressive appearances on cult labels the project has developed a notorious high-intensity live show, having played and toured with artists such as Silent Servant, Veronica Vasicka and Wire, performing to audiences from Los Angeles to Beirut, and Moscow to Berlin. Autumns’ has also ventured outside the typical music world by taking up projects such as performing alongside Samuel Kerridge at the 2016 edition of Paris Fashion Week for Downwards, creating a sound installation at Void Gallery, and improvising a desolate live score to David Lynch’s ‘Twin Peaks: Fire Walk With Me’. Earning Autumns a fierce reputation not only as a live act, but as a multi-disciplinary artist.
Following contributions to labels such as Amok Tapes, Touch Sensitive, Veyl (Maenad Veyl) and Earwiggle (Sunil Sharpe), as well as remixes for Strange Therapy, Infidel Bodies, and Clan Destine Records. 2019 see’s Autumns’ experimentation in the studio go much deeper, with the release of his sophomore album ‘Shortly After Nothing’ on Oliver Ho’s (aka Broken English Club) innovative ‘Death & Leisure’ label, alongside a heavy touring schedule, a collaboration with post-punk legend Eric Random, the launch of his radio show ‘Dyslexia Tracks’ on Dublin Digital Radio and more upcoming releases to surface throughout the year.
Die Münsteraner Indie- und Punkrockband Muff Potter hat sich mit ausverkauften Shows in 2018 und 2019 zurückgemeldet! Das Quartett veröffentlichte zwischen 1993 und 2009 sieben gemeinsame Alben, vier davon hat das Label Grand Hotel van Cleef bereits auf Vinyl wiederveröffentlicht. Jetzt wird die Reihe mit den Reissues von "Muff Potter" (1996), "Schrei wenn du brennst" (1997) und "Gute Aussicht" (2009) komplettiert.
Vor 20 Jahren startete Chloé Thévenin ihre Karriere mit Mixer und
Plattenspieler, bereits 1999 zählte sie zur Speerspitze der Pariser
Techno-Szene. Seitdem kennt man Chloé als technisch versierte und
groovig agierende DJ mit Vorliebe für Deep House und Minimal. In der
französischen Kapitale sind besonders die Batofar-Residency und PulpNächte im Rex in Erinnerung geblieben. Ihre Skills präsentierte sie einem
größeren Publikum auf Mix-CDs wie "I Hate Dancing" (2004) oder "Live
At Robert Johnson" (2008). Hinzu kamen regelmäßig eigene
Produktionen, die sie auf über einem Dutzend 12_ÇÖ_ÇÖes
veröffentlichte. Daneben brachte Chloé mit "The Waiting Room" (2007)
und "One In Other" (2010) auch zwei Großformate heraus. Dass es bis
zur Fertigstellung ihres dritten Langspielers sieben Jahre gedauert hat,
erklärt sich für Chloé durch die Wechselfälle des Lebens. Aufgrund
spannender Kollaborationsarbeiten und verschiedener
Kompositionsaufträge für Filme und Installationen blieb ihr zu wenig Zeit
für die Albumproduktion. Außerdem gründete sie mit Lumière Noire ein
eigenes Label, auf dem "Endless Revisions" als eines der ersten Werke
erscheint. Dieses gleicht einem elektroakustischen Soundabenteuer und
hat mit Tanzmusik nichts am Hut. Zwar mäandern immer mal wieder
satte Beats durch die Tracks, aber eben nur als ein Element unter vielen
anderen. Ein Album für den kontemplativen Hörgenuss




















