Vier Jahrzehnte nach ihrer Gründung schreiben Ian Astbury und Billy Duffy ein neues Kapitel in der Geschichte von The Cult. Gemeinsam mit John Tempesta (Bass) und Charlie Jones (Schlagzeug) ließen sie 2023 ihre legendäre Frühphase Death Cult für eine exklusive Konzertreihe wieder aufleben - eine Hommage an die Ursprünge einer der einflussreichsten britischen Rockbands der 1980er-Jahre. Das Ergebnis dieser intensiven Rückkehr erscheint am 16. Januar 2026 unter dem Titel "PARADISE LIVE" - ein 16 Songs starkes Live-Album, aufgenommen am 18. November 2023 in der ehrwürdigen Albert Hall in Duffys Heimatstadt Manchester. "PARADISE LIVE" erscheint als Doppel-LP im exklusiven "Black on White"-Splatter-Design, auf CD sowie digital. Das edle Artwork zeigt ein schwarz auf schwarz geprägtes Schmetterlingsmotiv - entworfen von Ian Astbury und kunstvoll neu interpretiert von Carter O"Sullivan (Beggars Art Department). Die Black-Splatter-Edition ist ausschließlich über den Band-Webshop erhältlich, während die White-Splatter-Edition im regulären Handel erscheint. Der Weg von The Cult begann 1981 mit Southern Death Cult, deren gleichnamiges Album posthum 1983 erschien. Noch im selben Jahr gründeten Astbury und Duffy Death Cult - der Beginn einer kreativen Partnerschaft, die seit über 40 Jahren Bestand hat. Bereits 1984 entwickelte sich daraus The Cult, die im selben Jahr ihr gefeiertes Debüt "Dreamtime" veröffentlichten. Mit "PARADISE LIVE" schließen Astbury und Duffy den Kreis - ein intensives, authentisches Live-Dokument, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer außergewöhnlichen Band miteinander verbindet.
Das Neujahrskonzert 1979 in Wien war sowohl musikalisch als auch technisch ein Höhepunkt. Es war sowohl
das Ende einer goldenen Ära für Willi Boskovsky, längjähriger Konzertmeister der Wiener Philharmoniker
und Dirigent sensationeller Neujahrskonzerte, als auch der Beginn eines neuen Zeitalters in der Aufnahmetechnik. Lange Zeit als erste digital aufgenommene Veröffentlichung von Decca gefeiert, hat die jüngste
Recherche eine Reihe von analogen Sicherheitsmastern zutage gefördert, die fast ein halbes Jahrhundert
lang unberührt in den Archiven der Decca schlummerten – bis heute. „Dies ist eine sensationelle Veröffentlichung.“ – Gramophone Magazin
Deccas vollständig analoge Vinyl-Serie DECCA PURE ANALOGUE punktet mit legendären Aufnahmen
aus den Archiven von Decca und Philips. Die Serie wurde von Rainer Maillard gemastert und von Sidney
C. Meyer in den renommierten Emil Berliner Studios geschnitten, bei Pallas auf 180-Gramm-Vinyl gepresst
und in luxuriösen Gatefolds in handnummerierten, limitierten Auflagen präsentiert.
Es werden ausschließlich originale analoge Quellen verwendet – in diesem Fall erstmals analoge Master
früher digitaler Aufnahmen – und es kommen keine zusätzlichen Geräte im Signalweg zum Einsatz.
Jedes Album enthält das Original-Artwork und die Original-Liner Notes, Archivfotos und Faksimiles der
Original-Aufnahmeprotokolle sowie neue Anmerkungen, die die Geschichte der Aufnahme, den technischen
Hintergrund und den Mastering-Prozess detailliert beschreiben
Maxi Pongratz ist ein außergewöhnlicher Musiker und Künstler, der mit seinem einzigartigen Akkordeon-Stil und seinen hintersinnigen Texten die deutschsprachige Musikszene bereichert. Bekannt wurde er als Mitglied der Band "Kofelgschroa", mit der er drei Alben veröffentlichte, die von Micha Acher ("The Notwist") produziert wurden. Sein musikalischer Weg war keineswegs vorgezeichnet: Ursprünglich gelernter Gärtner, hat er unter anderem Apfelstrudel im Hofbräuhaus gebacken und die Ski-Abfahrt "Kandahar" für den Weltcup präpariert. Doch seine Leidenschaft für Musik führte ihn von Wirtshäusern auf die Bühnen der Kleinkunstszene. Mit seinem vierten Solo-Album "rum&num" widmet sich Maxi Pongratz den großen Fragen des Lebens: Was bedeutet Heimat? Wie viel Ordnung braucht das Leben? Seine Musik bewegt sich zwischen Tradition und Rebellion, Wirtshausmusik und Dadaismus, Poesie und Klang. Er ist ein Grenzgänger, der mit neugierigem Blick und offenen Ohren die Welt erkundet und dabei die deutschsprachige Musikszene mit seiner Authentizität und Kreativität prägt.
Als Sir Georg Solti im Herbst 1969 sein Amt als Musikdirektor antrat, verglich er die Stadt Chicago und
ihr berühmtes Orchester einmal mit dem „Dornröschen“-Schlaf. Doch fünf Jahre später war es ein anderes
Ballett – Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ –, das zeigte, wie explosiv diese neue Beziehung geworden
war, in einer Aufnahme, die auch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung noch immer aus den Lautsprechern dröhnt. „Glamourös und kraftvoll.“ – Gramophone
Deccas vollständig analoge Vinyl-Serie DECCA PURE ANALOGUE punktet mit einigen der legendärsten
Aufnahmen aus den Archiven von Decca und Philips. Die Serie wurde von Rainer Maillard gemastert und
von Sidney C. Meyer in den renommierten Emil Berliner Studios geschnitten, bei Pallas auf 180-gr.-Vinyl
gepresst und in luxuriösen Gatefolds in handnummerierten, limitierten Auflagen präsentiert.
Es werden ausschließlich originale analoge Quellen verwendet – in diesem Fall 2-Track Stereo-Bänder–
und es kommen keine zusätzlichen Geräte im Signalweg zum Einsatz, d. h. es findet keinerlei digitale
Klangbearbeitung statt.
Die LP wurde für 45RPM gemastert, um einen besseren Hochtonbereich zu erzielen und die ganze „Wucht
und Klarheit“ der Originalaufnahme wiederzugeben.
Jedes Album enthält das Original-Artwork und Original-Liner Notes, Archivfotos und Faksimiles der OriginalAufnahmeprotokolle sowie neu verfasste Anmerkungen, die die Geschichte der Aufnahme, den technischen
Hintergrund und den Mastering-Prozess beschreiben.
Das 4. Album einer der angesagtesten deutschen Black Metal-Bands wird nun endlich neu veröffentlicht. Für viele Jahre war das Album nicht erhältlich und so zahlten Sammler in den letzten Jahren unfassbar viel Geld für das Werk.
Das Artwork wurde von Benjamin Borucki / Irrleuchten in Zusammenarbeit mit der Band neu gestaltet und bietet zusätzlich zum hörbaren Genuss auch eine dem Konzept der Songs angepasste visuelle Aufmachung. Der Fan hat lange gewartet! Geben wir ihm, was er haben will!
Das 4. Album einer der angesagtesten deutschen Black Metal-Bands wird nun endlich neu veröffentlicht. Für viele Jahre war das Album nicht erhältlich und so zahlten Sammler in den letzten Jahren unfassbar viel Geld für das Werk.
Das Artwork wurde von Benjamin Borucki / Irrleuchten in Zusammenarbeit mit der Band neu gestaltet und bietet zusätzlich zum hörbaren Genuss auch eine dem Konzept der Songs angepasste visuelle Aufmachung. Der Fan hat lange gewartet! Geben wir ihm, was er haben will!
Barry Adamsons Original-Soundtrack versetzt uns in die Unterwelt des nächtlichen Londons – ein lebhafter Soundtrack zum Underground-Kino und zur kulturellen Rebellion.
Barry Adamson, Gründungsmitglied von Magazine und Nick Cave and the Bad Seeds sowie gefeierter Solokünstler und Komponist, kehrt mit dem Soundtrack zu „SCALA!!!“ zurück, dem vielgelobten Dokumentarfilm über die Geschichte des berüchtigtsten Independent-Kinos Londons. Adamson, bekannt für seine Filmarbeiten, darunter Kooperationen mit David Lynch, bringt seine charakteristische Mischung aus Noir, Jazz, Funk und Atmosphäre in eine Filmmusik ein, die ebenso bewegend ist wie das Scala selbst.
Das Album fängt den Geist des Kinos ein: lange Nächte, klebrige Böden, schäbige Underground-Vorführungen und die berauschende Welt subversiver Kunst. In den 22 Titeln zaubert Adamson Stimmungen, die von grüblerisch und cineastisch bis verspielt und chaotisch reichen und die wilde Programmgestaltung und kulturelle Rebellion widerspiegeln, für die das Scala stand.
Der Film unter der Regie von Jane Giles und Ali Catterall erzählt die Geschichte des legendären Repertoirekinos King's Cross (1978–1993). Mit Interviews mit Mitarbeitern, Stammgästen und Ikonen wie John Waters, Mark Moore, Mary Harron, Isaac Julien und Ben Wheatley sowie seltenem Archivmaterial feiert er einen Ort, der zu einem Schmelztiegel für Gegenkultur, Sexploitation, Horror, Kung-Fu, LGBTQ+-Kino, Live-Musik und Kult-Doppelvorstellungen wurde.
Barry Adamson’s original score plunges us into the underworld of late-night London - a vivid soundtrack to underground cinema and cultural rebellion, available on vinyl and CD via Mute.
Barry Adamson, original member of Magazine and Nick Cave and the Bad Seeds, and a celebrated solo artist and composer, returns with the soundtrack to SCALA!!!, the acclaimed documentary chronicling the history of London’s most infamous independent cinema. Known for his film work, including collaborations with David Lynch, Adamson brings his trademark blend of noir, jazz, funk and atmosphere to a score that’s as evocative as the Scala itself.
The album captures the cinema’s spirit: late nights, sticky floors, sleazy underground screenings, and the intoxicating world of subversive art. Across its 22 tracks, Adamson conjures moods that shift from brooding and cinematic to playful and chaotic, echoing the wild programming and cultural rebellion the Scala embodied.
The film, directed by Jane Giles and Ali Catterall, tells the story of the legendary King’s Cross repertory cinema (1978–1993). Featuring interviews with staff, regulars and icons including John Waters, Mark Moore, Mary Harron, Isaac Julien and Ben Wheatley, alongside rare archival footage it celebrates a venue that became a crucible for counterculture, sexploitation, horror, kung-fu, LGBTQ+ cinema, live music, and cult double bills.
Oracle, 1993 aufgenommen und ursprünglich 1994 veröffentlicht, dokumentiert das erste Duo-Aufeinandertreffen
zweier ECM-Legenden: des Kontrabassisten Gary Peacock und Ralph Towner an klassischer und zwölfsaitiger Gitarre (eine weitere Session folgte 1998 mit A Closer View). Wie das Magazin Gramophone damals
feststellte, erzeugen Peacock und Towner auf dem Album eine „intellektuelle Intensität“, die „verführerisch
schön anzuhören“ sei. Bei der Auseinandersetzung mit den eigenen Stücken entfaltet das Duo ein nachdenkliches Zusammenspiel, das komponiertes Material und abenteuerliche Improvisation nahtlos verbindet
und so eindrucksvolle kammermusikalische Dialoge schafft, die die besonderen Klangqualitäten ihrer Saiteninstrumente hervorheben. Das Album wurde von Manfred Eicher produziert. Nun erstmalig auf Vinyl im
Rahmen der Luminessence-Serie von ECM veröffentlicht, erscheint Oracle im Tip-On-Gatefold-Cover mit
Fotos der Aufnahmesession.
Das zauberhafte, nachdenkliche „Oracle“ vermittelt die Vertrautheit und Empathie von Partnern, die seit
Jahren zusammenarbeiten – Leichtigkeit, Feinheit und Sensibilität durchdringen die Session. „Oracle“
besticht mit Wärme und Melodik. – Downbeat, 1994
Selbst in einer Karriere voller krasser Wendungen war ,Joggers & Smoggers" (1989) echt überraschend. Während ,Aural Guerilla" (1988) ein Versuch war, die verrückte Live-Energie der Band im Studio einzufangen, was echt gut geklappt hat, war der Nachfolger ,Joggers & Smoggers" ein Versuch, fast alle Grenzen zu ignorieren. Diese 34 Songs strotzen vor grenzenlosem Eklektizismus und verbinden die legendäre Intensität der Band mit spielerischen Umwegen, literarischen Erfindungen und Referenzen sowie erfolgreichen Kollaborationen (von den Noise-Rockern Thurston Moore und Lee Ranaldo bis hin zu den in Amsterdam ansässigen Improvisatoren Ab Baars und Wolter Wierbos und einer Reihe bereits bekannter Freunde und Verbündeter). Das Ergebnis ist nicht mehr eine streng ausgeführte Reihe von Songs, sondern ein großzügiger Ausbruch von Kreativität. Auf diesem Doppelalbum kombiniert The Ex Unruhe, Verspieltheit, ethnische Einflüsse und improvisatorische Ideen, wie sie bereits auf Veröffentlichungen wie ,Dignity Of Labour" (1983) und ,Blueprints For a Blackout" (1984) angedeutet wurden. Das Ergebnis ist ihr bis dahin umfangreichstes und einzigartigstes Album, vielleicht eine ihrer wirklich ,wichtigsten Veröffentlichungen", die die Grundlage für ihre bevorstehende Zusammenarbeit mit Tom Cora bildete.
»locket« ist das mit Spannung erwartete vierte Studioalbum der zweifach GRAMMY®- nominierten und mehrfach mit Platin ausgezeichneten Künstlerin Madison Beer. Mit dem mitreißenden Dance-Track »yes baby« und der empowernden Trennungshymne »bittersweet« erzählt das neue Album eine nachvollziehbare Geschichte: sich zu verlieben, zu erkennen, dass die Beziehung ungesund ist, sie zu beenden, sich selbst wiederzufinden und letztlich zu sich selbst zurückzukehren. Als wahre kreative Kraft singt, schreibt, produziert, inszeniert und gestaltet Madison mit kompromissloser Authentizität. »locket« festigt ihren Status als eine der einflussreichsten Stimmen ihrer Generation.
Dirks ist bekannt für seinen genreübergreifenden Stil, der Flamenco, Jazz und außereuropäische Einflüsse, insbesondere aus der arabischen Musik, miteinander verbindet.
Er hat mit Künstlern und Gruppen wie dem Cirque du Soleil, Yo-Yo Ma und Ksenija Sidorova zusammengearbeitet und ist an legendären Veranstaltungsorten wie der Carnegie Hall aufgetreten.
‘Pilot’ is the debut album from London quintet Miniseries. Channelling the epic sweep of TV themes and movie soundtracks into resplendent space rock they explore themes of youth and ageing, heartbreak and paranoia, euphoria and existential dread.
Songwriter Doug Morch (Longview) had been working on largely acoustic folk songs when he met Angela Gannon (The Magic Numbers) at Glastonbury 2017. Romance and musical collaboration ensued. The band coalesced in the hallowed environs of Farringdon's The Betsey Trotwood pub – a musical nexus where burgeoning indie and Americana scenes collide – where they met fellow songwriter and guitarist Dermot Watson (from Brighton's The Dials) and drummer Danny Abbasi and were joined by Doug's former bandmate Aidan Banks on bass. When they came together, their indie folk mutated into motorik art rock, with their first single being an eight-minute jam called "Road".
When it came to capturing their sound, the band reached for maverick musician and producer Sean Read. They recorded tracks at Read's Famous Times studio in Clapton, London, as well as at Edwyn Collins' Clashnarrow in Helmsdale, Scotland – one of the world's most breathtaking and idiosyncratic studio locations, adding unquantifiable magic to the proceedings.
For the closing track "May You Always", they headed to another studio imbued with tangible inspiration: Blueprint Studio in Salford with producer Craig Potter (Elbow) at the helm. For the song, Dermot drew cinematic inspiration from the Withnail & I line "I'll never play The Dane", the song is about realising that the things you aspired to in youth will never come to pass and being at peace with that realisation.
The recurring themes of youth and ageing are apparent in the resplendent lead track ‘You're Gold’ – a heartfelt call for young people to reject materialism and exploitative influencer culture in search of life's deeper meaning, with stylistic nods to The Pixies and early Stereolab.
On the opposite end of the spectrum, "Sepia" explores old age and fading memories through dementia, where the ending descends into chaos like a fragmenting mind. Elements of "Sepia" are foreshadowed in the album's opening track, the instrumental "Pilot Theme", which pays homage to TV theme music, invoking spy thrillers or perhaps something otherworldly from science fiction.
“Offcumdens” is a Calder Valley, Yorkshire term for people who live in the area but come from somewhere else. Hailing from Bury, Lancashire, Morch wrote the song while living in Hebden Bridge (and watching too much Happy Valley) and found himself being an offcumden. It’s a pop at the kind of local nativism which breeds intolerance and an illustration of the sinister rise of wider political populism.
Miniseries' Pilot is just the beginning of the story. Enthralling and atmospheric, the London quintet have created something familiar yet timeless. As singer Doug Morch says, "It's the Miniseries Pilot episode. Like the TV episode a studio makes to test whether it's viable.” In the age of streaming and box-sets, this is an album to truly binge on. We can’t wait to hear what happens next.
Das dritte Album von Jana Horn wurde in New York geschrieben und in der Wüste von Texas aufgenommen. Horn begab sich mit Jade Guterman (Bass) und Adam Jones (Schlagzeug) ins Sonic Ranch Studio, um ihr selbstbetiteltes Album aufzunehmen, das aus zehn Klanglandschaften besteht, die nicht wirklich so klingen, als kämen sie von irgendwoher. Frühere Vergleiche mit Yo La Tengo und Phil Elverum sind nach wie vor zutreffend für ,Love" und ,All in bet", während sparsame Post-Punk-Rhythmen ,Designer" und ,Don't Think" prägen. Im Jahr 2023 schrieb The New Yorker: ,Horns Werk reiht sich in eine Gemeinschaft der Einsamen ein, die Genregrenzen überschreitet: Spuren von Young Marble Giants, Syd Barrett und Broadcast schweben durch ihre Songs."
Sassy 009 ist das wandelbare Projekt der in Oslo ansässigen Produzentin, Songwriterin und Sängerin Sunniva Lindgård. Dreamer+ ist ein Album, das Lindgård seit Jahren in Gedanken mit sich trägt: ein konzeptgetriebenes Werk, zusammengesetzt aus fast vier Jahren Studioarbeit – und ein ambitionierter Versuch, die volle Kontrolle über ihre Kunst auszuüben.
Gelenkt von frisch verzerrten Vocals und Elementen aus Grunge, Shoegaze, 90er-Beatronica und schimmerndem Hyperpop ist das Album zugleich ein Protokoll der Selbstentdeckung und Selbstaufgabe, durchzogen von Gastbeiträgen von Blood Orange, BEA1991 und Yunè Pinku.
Dreamer+ ist im Kern ein fiktionales Werk, ein düsteres Märchen, in dem Träume und Emotionen durch eine Landschaft von Gestaltwandlerfiguren, dunklen Kräften und moralischen Verantwortungen verarbeitet werden. Auf eine Mission in eine verlassene Stadt geschickt, wird Lindgård zur eigenen Hauptfigur, hineingestoßen in eine „magische, aber verzerrte traumähnliche Welt“ nach einer fatalen Begegnung: „Ihre Liebe zu Jakov ist absurd eng mit seinem Sterben verwoben; kein Weg könnte sie davon fortführen."
Graues Vinyl, limitiert auf 200 Exemplare. Huntdown ist eine Hardcore-Band aus Paris, gegründet im Jahr 2022. Die Mitglieder sind erfahrene Musiker der französischen Szene und bringen Einflüsse von Metallic Hardcore bis Thrash ein. Ihr Sound ist roh, direkt und kompromisslos - Hardcore ohne Schnörkel. 2023 erschien das Demo First Strike, kurz darauf folgte die EP Chasing Demons, aufgenommen im UFO Studio und gemastert von Chris "Zeuss" Harris. Mit wuchtigen Riffs, Breakdowns und intensiver Live-Energie verkörpert Huntdown die Kraft des Hardcore in seiner reinsten Form.
10-Jahre-Jubiläums-Reissue von Twit Ones wegweisendem Album „The Sit-In“ aus dem Jahr 2015. Von vielen Twit-Aficionados als eines seiner besten Werke gefeiert, unterschied sich „The Sit-In“ bei seinem Erscheinen deutlich von seinen vorherigen Alben – und Twits Musik war noch nie leicht vorhersehbar. „The Sit-In“ war die erste Twit-Platte, zu der man Räucherstäbchen anzünden kann, und auch zehn Jahre später hat sie nichts von ihrem Zauber verloren. Mit Sängerin May sowie den Poeten PB Louison und Imam Ally-Salaam. Artwork von Van Lagerstein und Robert Winter. Das 10-Jahres-Jubiläums-Reissue enthält außerdem eine Bonus 7"" mit vier neuen Tracks.
"Control" dokumentiert eine Phase, in der Conrad Schnitzler neue elektronische Technologien testete - inspiriert durch seine Verbindung zu Peter Baumann (Tangerine Dream). Das Album wirkt wie eine Kompilation verschiedener musikalischer Ansätze: Von klassischen Schnitzler-Stücken mit perlenden Klangkaskaden bis zu überraschenden Momenten, in denen er traditionelle Harmonik streift. Die Stücke sind kurz, skizzenhaft, aber präzise - ein akustisches Tagebuch seiner künstlerischen Rastlosigkeit. Die Original-LP von 1981 verzichtete auf Kennrillen, die Tracks fließen ineinander. Auch hier bleibt Schnitzler seinem Prinzip treu: Musik als Bewegung, als Momentaufnahme, als Experiment. "Control" ist eine starke Dosis seines kreativen Elixiers - und ein weiterer Schritt auf dem Weg zum "gesamten Schnitzler".
Mit Framing Reality veröffentlichen The Livelines aus Osnabrück ihre neue EP - ein musikalisches Coming-of-Age-Tagebuch zwischen Selbstzweifel, Selbstbehauptung und dem Versuch, Kontrolle in einer sich ständig verändernden Welt zu finden. Die sechs Songs zeigen eine junge Band, die ihre Realität selbst in die Hand nimmt: ehrlich, direkt und mit einem Sound, der Pop-Melancholie mit tanzbarer Rock-Energie verbindet.
Nach über 60 Shows, zahlreichen Festivalauftritten, Supporttouren für Acts wie KAFFKIEZ, DAMONA und Hi! Spencer sowie ausverkauften Headline-Shows machen The Livelines klar, dass sie gekommen sind, um gehört zu werden. Framing Reality steht für den Versuch, das eigene Leben zu rahmen - zu entscheiden, wie man gesehen wird, wie man sich selbst sieht und was man aus den Dingen macht, die man nicht ändern kann.
„Deadline Season“ ist das Debütalbum von Lucy Liebe. Einigen könnte sie bereits als Gründungsmitglied von Bokoya sowie durch Konzerte mit douniah und Gianni Brezzo bekannt sein. Lucy ist Multiinstrumentalistin: Sie spielt Schlagzeug, Keys, Flöte, Trompete, Gitarre und Bass – und singt. Unterstützung erhält Lucy zudem von Sänger*innen AKA Kelzz, Coco Elane, garrrog, Giaa, Laíz und Rosa Landers sowie Trompeter Pachakuti.
Das Album entstand nach Lucys Umzug von Köln nach Berlin. „Ich war neu in der Stadt und wusste, dass ich nicht einfach weitermachen wollte wie zuvor", erinnert sie sich. „Also wurde ich sehr aktiv: habe Leute angeschrieben, Ordner mit Beats verschickt, Kontakte geknüpft. Parallel bewarb ich mich bei verschiedenen queeren Organisationen auf Forschungsstellen – ohne Erfolg. Was aber klappte, war eine Albumförderung. Und ich hatte ohnehin schon viel Material in Arbeit. Die meisten Songs sind während Sessions von Grund auf entstanden, mit Gästen, mit denen ich mich einfach treffen und gemeinsam etwas Neues schaffen wollte."
Musikalisch bewegt sich Deadline Season in viele Richtungen, bleibt dabei aber immer punktgenau und zu 100 Prozent Lucy Liebe. „Ich nenne es gerne Alternative R&B – vielleicht die 2025er-Version von Neo-Soul? Meine Jazz-Einflüsse sind auf jeden Fall noch da."
Naked Lunch - Songs for the Exhausted (Reissue) 2004 markierte für Naked Lunch einen radikalen Neuanfang. Nach dem kometenhaften Aufstieg in den 90ern, geplatzten Major-Deals und finanziellen Katastrophen stand die österreichische Band vor dem Aus. Doch statt aufzugeben, zog sich das Quartett mit Produzent Olaf Opal (u.a. The Notwist) in ein Studio zurück und schuf über drei Jahre hinweg ein Werk, das als "nicht für möglich gehaltenes Meisterwerk" (Der Standard) gilt. Songs for the Exhausted ist kein leichtes Album: dunkel, intensiv, sperrig - und dennoch tröstend. Es erzählt von Müdigkeit und Wiedergeburt, von kompromissloser Kunst fernab des Pop-Business. 22 Jahre später erscheint dieses Kultalbum erstmals als Vinyl-Reissue bei Tapete Records - ein Muss für Liebhaber anspruchsvoller Indie-Musik.
In 2022, In the Red Records released The Great Confrontation, an album of instrumental electronic music by Chip Kinman. It was Chip’s first solo album; his previous recording, This American Blues, by his band Ford Madox Ford, was issued just prior to the 2018 death of his brother Tony. The Kinmans had been partnered musically since they were teens, in a variety of now-legendary projects: the OG California punk band the Dils, the pathfinding cowpunk unit Rank and File, the ear-shattering electro-rock duo Blackbird, and the Western music twosome Cowboy Nation.
In the wake of The Great Confrontation, Chip and In the Red plotted another record. The resultant collection, Chip Kinman, is reflective, soulful, and profoundly affecting, a statement of identity and a look back at life that avoids the pitfalls that could derail an autobiographical work.
"I had to figure out something to write about, and I thought, it’s time to make that record," Chip says. "A long time ago, Tony and I were talking about singer-songwriters, and he said, ‘If you’re going to sing about your life, you better have had a fucking interesting life.’ And I thought, I have. I’ve gotta deep-dive into that. I figured, if I was going to write about what it was like, how was I gonna approach that? How was I going to say that without being nostalgic or without being maudlin or without being over-celebratory? It it was, well, just say it like it was."
This expansive journey blends atmospheric and post- black metal with progressive rock, folk, and ambient textures. Unlike the previous album's medium- length tracks, this work unfolds in three sprawling suites, each flowing organically across genres, anchored by Bruno Augusto Ribeiro's lyrics and Caio Lemos's evocative vocals and instrumentation. The opening track, Legado, sets a primordial, threatened landscape, combining aggressive black metal riffs, driving percussion, and melodic interludes of flute and acoustic guitar, shifting between fury and melancholy. Os Cacadores ("The Hunters") balances dreamlike atmospheres and confrontational energy, contrasting Ribeiro's harsh vocals with Lemos's melodic delivery, weaving climactic guitar passages with contemplative ambient moments.
The Lower Angel Band are a British folk-rock band formed in Warrington, Cheshire in 2025.
The band blend folk rock and pop, weaving in traditional instruments and warm keyboard textures beneath a rich, blues-inflected female vocal from front-woman, Vicky Williams. Their style is marked by memorable melodies and lyrics that explore everyday life and spiritual growth through stories and reflections. Since forming earlier this year the band have been drawing crowds across Warrington and the surrounding area. Notable performances include 'The Narrowboat Sessions' and Newton Festival 2025. The Lower Angel Band also have support from Radio Warrington - having starred on their Country & Folk Show in October.
'All In' as a whole, is inspired by nature, endurance and reflection. Each song derives from personal experiences and discoveries - following both the physical and spiritual journeys taken along the way. This album celebrates the human experience of both the highs and the lows of life, 'All In' together.
The vinyl LP at the heart of this éthiopiques 31 tracks 2 to 11 was one of the very last vinyl records ever released in Ethiopia. But above all it represents, we felt, the absolute masterpiece of the Ethiopian Groove – the Swan Song of Swinging Addis. The album leaves a clear idea for posterity of the level of sophistication and mastery that modern Ethiopian music had achieved, before being crushed under the Stalino-military heel of the Derg – as the bloody revolution that was unfolding came to be called.
Ethiopia1976.
The Revolution that broke out in February 1974 rolled on in a ruthless march. The whole of Ethiopian society was utterly stunned. The bouquets of flowers handed joyfully to the first tanks of the coup d'état were to wilt very rapidly. From September 1976 to February 1978, 18 months of Red Terror (the name given by the junta itself) spilled blood throughout the country. This fratricidal conflict took its heaviest toll among students and youth. The shift from feudalism to a cruel and primitive Stalinism left the country's citizens deeply traumatised, and snuffed out any pretence of activism, whatever the sector of society. This ice age was to last for seventeen long years.
ሙሉቀን፡መለሰ Mulukèn Mellèssè Muluqän Mälläsä
It was three tracks by Muluken that served as the opener for éthiopiques-1 more than 25 years ago. Seven more tracks appeared on éthiopiques-3 and 13, all accompanied by The Equators, which was soon to become the Dahlak Band.
The first track, Hédètch alu, also the very first piece that Muluken ever recorded, left audiences both unsettled and amazed. Reflecting the singer's extremely young age (he was just 17 at the time), this angelic voice mystified many, who thought they were in fact listening to a feminine voice. He was not yet 22 when he released his last vinyl record in 1976 with Kaifa Records (KF 39LP), one of the very last to be issued in Ethiopia, before the cassette tape became the dominant medium for music distribution – and before the new revolutionary regime put a stop to all independent musical life, via an unspeakable barrage of prohibitions and other persecutions.
Mulu qèn, literally, “A well filled day”. This tender maternal intention wasn't enough to ward off the cruelty of fate. His mother's premature death drove Muluken to leave his native Godjam, in northeast Ethiopia, to live with an uncle in Addis Ababa. Born Muluken Tamer, he took his uncle's last name – Mèllèssè.
The spelling Muluken appeared in his administrative records. Transcription of Amharic to the Latin alphabet, both in Ethiopia and for scholars, gives rise to controversies and quibbles that can never be neatly settled. French allows for a closer approximation of the original pronunciation, thanks to its battery of accent marks, confusing as they may be to anglophones.
Between rather accommodating administrative record-keepers and the various versions that pop up in interviews given by the artist, Muluken's year of birth oscillates between 1953 and 1955…
1954? One thing is certain: the artist's talent made itself known very early indeed, because he got his start in 1966-67, at the age of 13 or 14. Photos from the period attest to his extreme youth. It's a strange sort of initiation for a very young teenager to become a sensation in the heart of Addis's nightlife at the time, Woubé Bèrèha – the Wilds of Woubé. And what's more, in the club of the Queen of the Night, the Godjamé Assègèdètch Alamrèw herself, the very same that was portrayed by Sebhat Guèbrè-Egziabhér in his novel-memoir Les Nuits d’Addis Abeba2… The legendary female club owner who is remembered to this day by the capital's ageing boomers.
Muluken first tried his hand at the drums, before he grabbed the microphone. He emigrated briefly to the Zula Club, across the street from the old Addis Post Office, one of the ground-breaking bars of the burgeoning musical scene, before joining the Second Police Band in 1968, for around three years. He spent a few months with the short-lived Blue Nile Band founded by saxophonist Besrat Tammènè. As the musical scene grew increasingly successful, and pulled slowly but decisively away from its institutional ties, Muluken released his first 45rpm single in February 1972 (Amha Records AE 440). It was included in two LP Ethiopian Hit Parade compilation albums in September of the same year. All in all, Muluken released eight two-track 45s and the same number of original cassette tapes between February 1972 and 1984, the year that he departed for permanent exile in the USA. After converting to Pentecostalism in 1980, Muluken gradually abandoned all secular musical activity. In 1985, at the end of a concert in Philadelphia, he decided to quit concerts and recording for good. Mèlakè Gèbré, the historic bass player from the Walias band who was playing with him that night, recalls that everything appeared so irredeemably diabolical in Muluken's eyes, that it was to be the end of his contribution to Ethiopian Groove.
The end of the story, the beginning of a legend.
Dahlak Band, forgotten by History
Aside from his personal history and vocal talents, it must be remembered that Muluken Mèllèssè was one of the biggest names in the musical innovations that marked the end of the imperial period. These éthiopiques aim to convince those who are just discovering this hidden gem... As for Ethiopians themselves, they are to this day captivated by this singular and atypical figure in the Abyssinian pop landscape – even though he withdrew from public life some 40 years ago. Incorrigible devotees of poetic twists, of more or less hidden meanings, Ethiopians appreciate above all the care Muluken took in choosing his lyrics and the writers who penned them, such as Feqerte Haylou, Alemtsehay Wodajo and, here, Shewalul Mengistu (1944-1977). Love songs, written by women, a far cry from the conventional drivel that pleases sappy sentimentalists.
Muluken is equally acclaimed for his perfectionism when it came to music, the opposite of the overly casual approach that is all too common. He remained a faithful partner of musicians who came from a lineage that borrowed from several inventive and pioneering bands (Venus, Equators, Dahlak). Amongst them were certain artists who began their musical lives with Nersès Nalbandian at the Haile Sellassie Theatre and who come of age in around 1973 – at just the wrong time, you might say. Among them were the pillars Shimèlis Bèyènè (trumpet), Dawit Yifru (keyboards) and Tilayé Gèbrè (sax & flute). Most notably Tilayé Gèbrè, certainly one of the most important musicians, composers and arrangers of his generation, of the end of the imperial era, and of the early years of the Derg.
It was only in 1981 that a miraculous opportunity arose for Tilayé to escape the Stalinist paradise of the dictator Menguistou Haylè-Maryam. Once again it was Amha Eshèté (1946-2021) who provided a solution. The spirited and courageous producer, who had been in exile in Washington since 1975, succeeded, thanks to his incredible perseverence, in bringing the Walias Band to the USA. It was, in fact an extended Walias Band comprising ten musicians3, six of whom chose to slip away after a few concerts and the recording of an LP (The Best of Walias, WRS 100). Tilayé Gèbrè was one of these. He has been living in the USA ever since. There he joined the then-nascent Ethiopian diaspora, which lived largely unto itself, and was making only very modest headway in the American musical market. It seems unfair that Tilayé Gèbrè and the Dahlak Band were not able to benefit earlier from the public recognition that they do deserve.
A similar draining away of the top-rate talents would lead to the reorganization of the major groups of the “Derg Time”. The remaining artists spread themselves around between Ibex Band (renamed Roha Band), Ethio Star Band and a remodeled Walias Band. That spelled the end of the Dahlak Band.
With this record, produced by the essential Ali Abdella Kaifa a.k.a. Ali Tango, we can appreciate everything that the Derg not only destroyed, but also prevented from flourishing. This gem of Ethiopian-style afrobeat came out in 1976 (and, by way of a parenthesis, before the FESTAC 1977 in Lagos, which was attended by an impressive delegation of Ethiopian musicians — although Fela was already personna non grata in his own country). Despite everything that might distinguish this ethio-groove from Fela’s music – no colonial axe to grind, no question of political confrontation with the authorities, no claims to negritude or Africanism for the Ethiopian musicians, and less extrovertion! –, this LP fits beautifully into the saga of intense and electrified soul of the new “African” groove that Fela and Manu Dibango embodied so well from that point onwards.
In restoring this record to its place in the afrobeat epic, it can be seen that, if nothing else, the timeline bestows a legitimate pedigree and a historical primacy to works that had no international impact when they were originally released.
Warning! Masterpiece!
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Reissue of the 3rd full length by Thomas Bücker aka Bersarin Quartett.
Melancholia. Longing. It is difficult to speak about these moods or states of the mind without invoking stereotypes. In ancient medicine, melancholia was considered to be one of the four temperaments, matching the four humours. In fact, melancholia, meaning "black bile" in Ancient Greek, was thought to be caused by an excess of this very body substance. By contrast, in more modern interpretations, literates and Freudians relate many variations of longing to the one primordial longing, the desire to return to one's mother's womb. In this context, the womb is considered to be the place of absolute comfort and cosiness, of total bliss. Thus it should not be surprising that to many of us melancholia is a mood which we like to invoke and to maintain, we like to envelop ourselves in it like in a warm blanket. Our brain and our sensory systems appear to be made for perceiving and emotionally responding to music in a very immediate fashion. Consequently music is the obvious drug for all of us melancholia-addicts. However, there is a thin line between melancholia and sadness, and music which is meant to be melancholic too often crosses this line by far. Only very few artists succeed in avoiding this crossing, and in creating music which is melancholia in its most pure form. It is safe to say that BERSARIN QUARTETT - the electronic music project of Thomas Bücker - is one of them.
After his debut in 2008 and the sophomore "II" in 2012 - album of the month in many magazines and in numerous "Best of the year" lists - Bücker in 2015 returned with his third BERSARIN QUARTETT album "III". Much like his two predecessors, III is a pure paradox. It is the creation of a perfectionist, an adamant control freak. Every element, be it a note, an ambience layer, a string arrangement, a field recording, a baseline, a vocal (Clara Hill on Track 11) or a beat, is meticulously modified and then assigned its place in Bücker's vast but still minimalistic arrangements. Thus, superficially Bücker's pieces seem to radiate a certain mechanical bleakness. However, there is a unique reduced warmth and liveliness emerging from these stainless compositions and transcending them. This transcendence is precisely the point where Bücker ironically looses control over his creations. In contrast to the first two BERSARIN QUARTETT albums, III offers a few darker shades and succeeds even further in narrowing down the arrangements to the absolute essentials without loosing the characteristic grandeur of Bücker's sound. Whereas BERSARIN QUARTETT's debut was merely a description of melancholia in its most pure form, III maybe even goes as far a defining what melancholia really is. It is the only emotion in the vast spectrum of human states of mind which one can bear forever.
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In spring 2022, Sankt Otten released their album “Symmetrie und Wahnsinn”, and now the next record is ready to enlighten our maltreated minds. “Tote Winkel” (Blind spots) is once again part of an album series with a geometric context, both creatively and musically.
Stephan Otten and Oliver Klemm made productive use of 2021, which has been decelerated to the maximum by Corona. For the first time, an external studio was booked (Mühle der Freundschaft, Bad Iburg) and the pool of analog synthesizers and other sound generators there was dusted off. Sankt Otten came up with the master plan to first free the spirit of 50 years of German electronic music trapped in the antiquated keyboards and oscillator housings, then to dismantle it, turn it inside out and reinterpret it. Echoes of music from Düssel- dorf are joined by sounds familiar from the Weserbergland, or mystical, sublime arcs of sound and, of course, the sequences typical of the Berlin School - whether side by side or interwoven. In a departure from the usual way of working, the majority of the tracks were created in the studio and in part from improvisations, which makes “Tote Winkel “ the most organic material we have heard from Sankt Otten to date.
New York-based Rafael Anton Irisarri mastered “Tote Winkel”, as he has done on productions by Biosphere, Ryuichi Sakamoto, Tycho, Terry Riley, Fennesz and many more. As part of the series of graphic covers, this extraordinary die-cut artwork was also designed by Daniel Castrejon. The vinyl version comes in a die-cut cover and colored vinyl, the CD in an elegant cardboard slipcase.
The Osnabrück duo Sankt Otten, founded in 1999, have been releasing on DENOVALI since 2009. “Tote Winkel” is their 14th album of timeless (instrumental) music. The band has dedicated itself to the holy trinity of Krautrock, Ambient and contemporary Elecronics.
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Everything Is Recorded, ist das musikalische Kollaborationsprojekt von XL-Recordings Chef Richard Russell. Auf dem Album "Temporary" sind zu hören u.a. Sampha, Bill Callahan, Noah Cyrus, Florence Welch, Maddy Prior, Berwyn, Alabaster Deplume, Jah Wobble, Yazz Ahmed, Laura Groves, Kamasi Washington, Ricky Washington, Roses Gabor, Jack Penate, Samantha Morton, Clari Freeman-Taylor und Nourished By Time. "Temporary" entstand im Verlauf von vier Jahren in Russells Londoner Copper House Studio und während einiger zusätzlicher Sessions in Tottenham, Cumbria, Dorset, Los Angeles und Las Vegas Es schließt an die vorangegangenen Releases wie das 2018 für den Mercury Prize nominierte Debüt an. Auf dem neuen Album erfährt Russells musikalische DNA allerdings ein Reboot: Sein Cut & Paste Approach reicht in die Zeit vor Sampling-Helden wie The Bomb Squad und Prince Paul zurück bis hin zu Innovatoren wie Steve Reich, Robert Rauschenberg und William S. Burroughs. Während Russells Musik bislang geprägt war von Rhythmus, Worten und Melodie - in ebendieser Reihenfolge - tauschen zwei Aspekte diesmal ihre Rollen. Der Rhythmus tritt zugunsten der Melodie in den Hintergrund. Musikalisch ist "Temporary" vom Gedankenexperiment "what if folk music had "gone digital" in the 80s, just as reggae had?" geleitet, während sich in spiritueller und lyrischer Hinsicht vieles um Trauer und den Verlust von Freunden, Familienmitgliedern und Kollegen dreht. Im Ergebnis stehen leuchtende und gelassene Kompositionen, auch dank der faszinierenden und vielfältigen Gästeliste, die "Temporary" mitbringt. Die fragilen, zärtlichen und stillen Tracks liefern vielleicht eines der sanftesten Alben, die je über den Tod geschrieben wurden. "Das Album zu machen, war erfüllend, eine Art, das Leben zu heiligen", so Russell. "Temporary" ist die erste reguläre Veröffentlichung von Everything Is Recorded nach über vier Jahren. In der Zwischenzeit war Russell allerdings nicht untätig. Via Soundcloud und Bandcamp erschienen zuletzt "Summer Solstice", "Autumn Equinox", "Winter Solstice" und "Spring Equinox", die alle mit einer Reihe von Gastmusikerinnen und -.musikern im Rahmen ausgiebiger Jams an jeweils nur einem Tag entstanden. Mit der Schauspielerin und Regisseurin Samantha Morton tat er sich zum Duo Sam Morton zusammen, welches sein Debüt "Daffodils und Dirt" veröffentlichte. Für Peter Gabriels Comeback-Album "i/o" produzierte Russell den Song "Four Kinds of Horses".
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Das Album ,Scrabbling At The Lock" von 1991 war in vielerlei Hinsicht ein Wendepunkt für The Ex. Es war ihre erste Zusammenarbeit mit dem New Yorker Improvisationskünstler Tom Cora, der fast 100 Konzerte mit der Band spielte. Außerdem erweiterte es ihr Spektrum erheblich und machte sie zu einer Kraft, die ihre Balance zwischen Kreativität und Intensität auf ein neues Level hob. Das Album war nicht nur ein kreativer Meilenstein, sondern brachte ihnen auch ein neues Publikum ein, da sie als eine der ersten ,Punk"-Bands den Sprung in die Welt der improvisierten Musik schafften und regelmäßig als Gäste bei Free-Music-Festivals in ganz Europa auftraten. Das Folgealbum ,And The Weathermen Shrug Their Shoulders" setzte 1993 diese Erfolgsserie mit einer weiteren Reihe herausragender Songs fort, die glühende Energie mit grenzenlosem Eklektizismus und selbstbewusster, improvisatorischer Freude verbinden. Kunstvoller Punk, orientalische und europäische Folk-Inspirationen, einfallsreiche und leidenschaftliche Texte und ein Händchen für Echtzeit-Kreationen verschmelzen nahtlos zu einem Cocktail, der hochbrennbar und gelegentlich bedrohlich, aber auch durchweg abenteuerlich und auffallend ansteckend ist. Zu diesem Zeitpunkt waren The Ex zu einer der beständigsten, herausforderndsten und zukunftsweisendsten Bands ihrer Generation geworden. Und jetzt ist ,And The Weathermen Shrug Their Shoulders" endlich wieder auf Vinyl erhältlich!
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"ghostholding" nennt sich das Debütalbum von venturing, dem gitarrenbasierten Alternative-Bandprojekt der US-Künstlerin Jane Remover, das im Februar 2025 digital erschien und von der Fachpresse wie Pitchfork (7.9 Wertung), The Fader und Stereogum abgefeiert wurde. "Das neue Album der Künstlerin aka Jane Remover ist voller ausufernder, furchteinflössender Schönheit, sowohl kompositorisch straffer als auch strukturell rauer als ihre früheren Ausflüge in den Rock." - Pitchfork. Streng limitierte Auflage auf Baby Pink w/ Black Splatter-Doppelvinyl.
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Did You Enjoy Your Time Here...? ist das neue Studioalbum von PremRock, einem Künstler von Backwoodz Studioz(vielleicht am besten bekannt als die Hälfte von ShrapKnel; das ernüchternde Yin zu Curly Castros wildem Yang). DYEYTH knüpft da an, wo Prems nachdenkliches Backwoodz-Debütalbum ,Load Bearing Crow's Feet" aus dem Jahr 2021 aufhörte: klar, herzlich und gnadenlos witzig. Das Album wurde von Sebb Bash, Blockhead, YUNGMORPHEUS, Child Actor, Controller 7, ELUCID, Small Professor, Jeff Markey und Fines Double produziert, während Prems langjähriger Kollaborateur Willie Green alles zusammenfügt. Textlich wird Prem von einigen der weltweit besten Künstler unterstützt, darunter Pink Siifu, Billy Woods, Cavalier, Nappy Nina, Illogic, AJ Suede, Mary Esther Carter und natürlich Castro. Jeder Gast holt das Beste aus dem Mix heraus und sorgt für fruchtbare Kollaborationen, die weit über einfache Gastverse hinausgehen. Mit originellen Artworks, die vom Album inspiriert sind, vom Chicagoer Künstler Gabe Karagianis. Die besten Formulierungen sind diejenigen, die mehr als eine Bedeutung haben. Wie beim Betrachten eines abstrakten Gemäldes können Worte für verschiedene Menschen unterschiedliche Bedeutungen haben. Eine Frage oder ein Satz, der entweder zu einer längeren existenziellen Überlegung oder einfach nur zu einem Achselzucken führt. Könnte sich auf das gesamte Leben beziehen, auf 90 Minuten in einer Einrichtung oder auf 5 Jahre in einer romantischen Beziehung. Der kurze, berauschende Rausch einer Designerdroge oder die automatisierte Umfrage am Ende einer Online-Transaktion. Es ist eine einfache, aber heimlich geladene Frage. Nun, hast du es getan?
Seit 35 Jahren sind Deepack ein treibender Motor in der Hardstyle-Szene. Was in den frühen Pioniertagen des Genres begann, entwickelte sich zu einer Karriere voller Meilensteine und unvergesslicher Momente. In diesem Jahr feierten sie ihr Jubiläum mit speziellen »35 Years of Madness«-Sets auf Festivals wie »Defqon. 1«, »Decibel Outdoor« und »Mysteryland«.
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»Memento Mori: Mexico City« ist eine über zweistündige Liveaufnahme von Depeche Modes drei ausverkauften Konzerten im legendären Foro Sol Stadion in Mexiko-Stadt aus dem September 2023 und wird durch vier bisher unveröffentlichte Studioaufnahmen von den »Memento Mori«-Sessions ergänzt.
Die CD-Konfiguration enthält das Livealbum und Bonustracks auf zwei CDs sowie ein 16-seitiges Booklet mit Livefotos von den Shows.
Dieses Livealbum erscheint parallel zu Depeche Modes neuem Film »Depeche Mode: M«, der während der Shows in Mexiko-Stadt aufgenommen wurde. Der Film wurde konzipiert und umgesetzt vom vielfach ausgezeichneten mexikanischen Filmemacher und Regisseur Fernando Frías. Während »Depeche Mode: M« packende Konzertmitschnitte mit stimmungsvollen Nebeneindrücken und ausgesuchtem Archivmaterial vereint, wird gleichzeitig die tiefgreifende Verbindung zwischen Musik und Vergänglichkeit innerhalb der mexikanischen Tradition veranschaulicht. Die Blu-ray- und DVD-Konfiguration von »Depeche Mode: M« enthält zusätzlich das schon erwähnte Livealbum »Memento Mori: Mexico City« sowie einen abendfüllenden Konzertfilm.
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Zum ersten Mal überhaupt ist eine anzügliche Auswahl von EDGE OF SANITYs obskuren, frühesten Aufnahmen offiziell auf 2LP (23 Tracks) Unter dem Titel "Elegy - Chapter I" wurden die frühen (Promo-, Pro-be- oder Studio-) Demos "Euthanasia" (1989), "The Immortal Rehearsals" (1990), "kur-nu-gi-a" (1990), "The Dead" (1990) und "Dead But Dreaming" (1991) von Songwriter/Frontmann/Produzent Dan Swanö (Opeth, Dissection, Bloodbath) vom Friedhof in die Leichenhalle zur Wiederbelebung gebracht. Alle fünf Demos wurden von Swanö neu gemastert, wobei die 13 Tracks von "Euthanasia", "kur-nu-gi-a" und "The Dead" für die Bonus-Disc auch nekromantische Remixe erhalten haben. Ausgestattet mit einem brandneuen, handgezeichneten Cover des Künstlers Mark Rudolph (Carcass, Undeath), ist "Elegy - Chapter I" von der alten Garde für alle Wachen zum Wiedererleben oder Neuentdecken. EDGE OF SANITY waren nicht immer an der Spitze des Death Metal. Nein, auf "Elegy - Chapter I" haben die Schweden tatsächlich Death Metal geblutet. Dies ist eine Sammlung von schwedischem Underground-Death Metal der alten Schule in seiner besten Form!
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Pullman ist eine im Studio entstandene Akustik-Supergroup, die Ende der 90er Jahre aus der Post-Rock-Szene Chicagos hervorging und Ken ,Bundy K." Brown (Tortoise/Directions in Music), Curtis Harvey (Rex), Chris Brokaw (Come) und Doug McCombs (Tortoise/Eleventh Dream Day) vereinte. Später kam Schlagzeuger Tim Barnes hinzu, wodurch die Kernbesetzung der Gruppe gefestigt wurde. Ihr Debüt bei Thrill Jockey gaben sie 1998 mit "Turnstyles & Junkpiles", einer leisen, live auf zwei Spuren aufgenommenen Sammlung verwobener Gitarrenklänge, die Kritiker mit John Fahey, Leo Kottke und Gastr del Sol verglichen. Ihr Folgealbum "Viewfinder" (2001) erweiterte die Palette um Percussion, subtile elektrische Texturen und Mehrspur-Layering, wobei die rustikale, filmische Zurückhaltung von Pullman beibehalten wurde. Mit beiden Alben wurde die Band zu einem Maßstab für akustische, songorientierte Instrumentalmusik: folkig im Geist, postrockig in der Methode und zeitlos im Klang. Zwei Jahrzehnte später kehrt Pullman mit "III" zurück, einem Album, das von Freundschaft und Widerstandsfähigkeit geprägt ist. Im Jahr 2021 gab Barnes seine Diagnose einer früh einsetzenden Alzheimer-Erkrankung im Alter von 54 Jahren öffentlich bekannt. Trotz seines fortschreitenden Gesundheitszustands begannen er und Brown fast täglich, oft aus der Ferne, mit einem großen Kreis von Mitwirkenden aus Barnes' musikalischer Vergangenheit zusammenzuarbeiten. Was als einzelner Beitrag für eine Compilation begann, entwickelte sich nach und nach zu einem vollständigen Pullman-Album, das zwischen 2021 und 2023 fertiggestellt wurde. "III" wurde von Brown bearbeitet und gemischt, mit frühen Beiträgen von Barnes, und führt die für die Gruppe charakteristische Intimität und Räumlichkeit fort, während es gleichzeitig den Geist der Gemeinschaft verkörpert, der ihre Arbeit seit jeher geprägt hat. "III" ist sowohl eine Fortsetzung der einzigartigen Ästhetik von Pullman als auch ein Beweis für die nachhaltige Kraft der Musik und schwebt mit der stillen Schwere der Erinnerung, der Beharrlichkeit und der Anmut.
"Goodbye Horses: The Many Lives of Q Lazzarus (Music From The Motion Picture)". Purple + Black & White Splatter Vinyl. Der Einstieg in die Musik von Q Lazzarus erfolgte für fast alle über "Goodbye Horses". Der Song tauchte erstmals 1988 in Jonathan Demmes "Married to the Mob" auf, aber er sollte sich erst dann vollständig im Bewusstsein der Menschen verankern, als er 1991 in Demmes "The Silence of the Lambs" wieder auftauchte. "Goodbye Horses" fühlte sich an wie ein in sich geschlossenes Universum - traumhaft und völlig ungewöhnlich, ein sofortiger Klassiker, der die Zuhörer fesselte und neugierig auf die geheimnisvolle Stimme dahinter machte. Diese Stimme gehörte Diane Luckey, einer einzigartig talentierten Künstlerin, deren Musik ihrer Zeit voraus war und die letztlich zu Lebzeiten weitgehend unerkannt bleiben sollte. In Verbindung mit der Veröffentlichung des Dokumentarfilms "Goodbye Horses: The Many Lives of Q Lazzarus" von Aridjis Fuentes veröffentlicht Sacred Bones eine Sammlung von Songs, die die gesamte Karriere von Q abdecken und die verschiedenen Epochen ihres Schaffens und die ganze Bandbreite ihrer Persönlichkeit zeigen. "Goodbye Horses" ist die erste Musiksammlung, die den Segen von Qs verbliebener Familie erhalten hat, und hat die Besonderheit, ihre erste und einzige Albumveröffentlichung in voller Länge zu sein. Aufgenommen zwischen 1985 und 1995, spiegelt diese Fundgrube bisher unveröffentlichter Musik einige der interessantesten Facetten der Popmusik der letzten vier Jahrzehnte auf eine Weise wider, die sowohl versiert als auch wild eklektisch wirkt. Das titelgebende "Goodbye Horses" bleibt ein einzigartiges Stück gespenstischer New-Wave-Perfektion, und man könnte sich ein ganzes Q-Lazzarus-Album vorstellen, das sich um diese Ästhetik dreht, aber ähnlich den Gesangsikonen Alison Moyet, Annie Lennox oder Lisa Gerrard eignet sich Qs chamäleonhafte Stimme perfekt für eine Vielzahl von Stilen und Settings. Ihre Coverversion von Talking aHeads' "Heaven" verwandelt den Song in eine aus voller Kehle gesungene Power-Ballade mit klimpernden Klavierverzierungen, während ihre Interpretation von Gershwins "Summertime" wie eine dubbige Club-Reduktion klingt, die zu einem Grace Jones Stück der Nightclubbing-Ära hätte passen können. Tracks wie "My Mistake" und "Hellfire" flirten mit House-Musik und zeigen, wie frech und glockig Qs Stimme sein kann, wenn sie sich richtig austobt, während "Don't Let Go" wie eine bombastische Radiosingle klingt, die Cher vor einigen Jahrzehnten hätte veröffentlichen können. Andere Songs wie "Bang Bang" und "I See Your Eyes" sind von einer gitarrenbetonten Alt-Rock-Sensibilität, die in einem Paralleluniversum auch auf MTVs 120 Minutes Show hätte laufen können. "Goodbye Horses" verkörpert das Potenzial für so viele verschiedene Arten von Karrieren, die, aus welchen Gründen auch immer, nie vollständig verwirklicht wurden. Dass wir jetzt diese Songs in der Welt haben und ein klareres Bild von der Person dahinter, ist nichts weniger als ein Segen.
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Das Cover von ,Liquorice", dem dritten Album der australischen Indie-Pop-Künstlerin Hatchie, zeigt ein Nahporträt von Harriette Pilbeam, die lächelt, wobei ihr verschmierter roter Lippenstift auf die glorreiche Folge eines Kusses hindeutet. Das Bild wurde während eines spontanen Fotoshootings im Hinterhof mit einer einfachen Digitalkamera aufgenommen und fängt eine Erinnerung ein, die etwas unvollkommen ist und von Sehnsucht, Begierde und Bedauern geprägt ist Das Bild wurde während eines spontanen Fotoshootings im Hinterhof mit einer kleinen Digitalkamera aufgenommen und verkörpert ein Album, das rau und voller Freude ist und sich mit Themen wie Sehnsucht, Begierde und Reue befasst. Pilbeam begann ernsthaft mit dem Schreiben von ,Liquorice", während sie von 2022 bis 2023 in Brisbane lebte, und später in einem gemeinsamen Haus mit Agius in Melbourne, wo sie die Demos schließlich Mitte 2024 fertigstellte. Als Musikerin, die ihre Einflüsse bisher offen zur Schau gestellt hat, bemühte sich Pilbeam, von Grund auf neu zu schreiben, ohne bestimmte musikalische Einflüsse im Hinterkopf zu haben. Pilbeam begann ernsthaft mit dem Schreiben von ,Liquorice", während sie von 2022 bis 2023 in Brisbane lebte, und später in einem gemeinsamen Haus mit Agius in Melbourne, wo sie die Demos schließlich , und stellte die Demos schließlich Mitte 2024 fertig. Als Musikerin, die ihre Einflüsse bisher offen zur Schau gestellt hatte, bemühte sich Pilbeam, ganz von vorne anzufangen, ohne bestimmte musikalische Einflüsse im Hinterkopf zu haben, und ließ den Songs wochenlang Zeit zum Atmen, anstatt Ideen zu überstürzen. Sie fühlte sich von der melodischen Einfachheit ihrer frühen Songs angezogen und akzeptierte ihre musikalischen Unsicherheiten: ,Ich wollte meine Grenzen als Stärken betrachten, die meinen Stil prägen." Nachdem sie mit den Produzenten Jorge Elbrecht (Caroline Polachek, Japanese Breakfast, Sky Ferreira) und Dan Nigro (Olivia Rodrigo, Chappell Roan) an ,Giving the World Away" gearbeitet hatte, wollte Pilbeam ,Liquorice" mit einem einzigen Kollaborateur fertigstellen, idealerweise einem nicht-männlichen Produzenten, der auch sein eigenes Musikprojekt vorantreibt. Im September 2024 kehrten Pilbeam und Agius nach Los Angeles zurück, um mit Melina Duterte zusammenzuarbeiten, die unter dem Namen Jay Som Indie-Rock aufnimmt und an einer Reihe von Projekten mitgewirkt hat, darunter das mit einem Grammy ausgezeichnete Album ,The Record" von boygenius. ,Mein letztes Album ist sehr düster und introspektiv geworden, und das ist zwar ein Teil von mir, aber es gab noch eine ganz andere Seite, die ich nicht zum Ausdruck gebracht habe", sagt Pilbeam. ,Ich bin eine hoffnungslose Romantikerin und eine sehr alberne Person, manchmal sogar bis zum Äußersten." Die heute 32-jährige, verheiratete Pilbeam stellte fest, dass ,ewige Gefühle" der Sehnsucht und des Herzschmerzes schnell zurückkehrten, als sie über ihre Erfahrungen als jüngere Frau nachdachte. Gleichzeitig ließ sie ihre Vorliebe für tragische Liebesfilme einfließen, in denen die Figuren nicht unbedingt ein gemeinsames Happy End finden. Liquorice beschäftigt sich mit der Endlichkeit des Ewigen. Diese Songs fangen die überwältigenden, berauschenden und transformierenden Nebenwirkungen der Verliebtheit ein, auch wenn die gesamte Liebesgeschichte nur eine einzige magische Nacht dauert. Wie die reichhaltigen Aromen der gewundenen, titelgebenden Süßigkeit - süß, salzig und bitter in einem Bissen - bestätigt Liquorice, wie Sehnsucht und Besessenheit in der Selbstfindung einer jungen Frau miteinander verflochten sind.
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"Sunshine and Balance Beams", das neunte Album von Pile, ist eine Sisyphus-Parabel über Arbeit und Leben. Um es zu schreiben, begab sich Sänger Rick Maguire an ,einen dunklen Ort" und rang mit dem Konzept, dass es keine Erleuchtung und kein Ende des Leidens gibt. Maguire erforscht den Workaholismus, den Mythos der Leistungsgesellschaft und die Akzeptanz der Sterblichkeit - und das alles in einer teuflischen Allegorie, in der es darum geht, durch einen schattigen Wald zu stapfen und dem ungewissen Traum einer hellen Lichtung entgegenzugehen. Pile ringt mit existenziellen und sozialen Widersprüchen, indem sie klangliche Zwischenräume heraufbeschwören. Die Musik existiert irgendwo im temporären Gleichgewicht von Licht und Schatten, Chaos und Ordnung. Heiße, regenähnliche Gitarren, sich verschiebende Drums, die gewundene Wege in Klang und Tempo ebnen, unheimliche Synthesizer und wässrige Streicher fügen sich zu einem Panorama aus Laut-Leise-Dynamik zusammen, das der Emotionalität der donnernden Auftritte der Band entspricht. Die Gruppe engagierte eine Streichergruppe (Geigen, Bratsche, Cello), die glühende, durchkomponierte Arrangements spielten, die von der Cellistin Eden Rayz und Pile mitgeschrieben wurden. Sie ließen sich von Kino- und Opernpartituren von Chopin, Bernard Herrmann und Ralph Vaughan Williams inspirieren, was "Sunshine and Balance Beams" einen überlebensgroßen Sound verleiht, der Piles blitzschnelle Umsetzungen einiger ihrer bisher zugänglichsten Songtexte noch verstärkt. Die Aufnahme ist ein deutlicher Sprung im Produktionswert und stellt Maguires Gesang auf neue und aufregende Weise in den Mittelpunkt. Pile reisten nach Pawtucket, RI, um zwei Wochen lang bei Machines with Magnets mit ihrer langjährigen Tontechnikerin Miranda Serra (Kal Marks, Kira McSpice) aufzunehmen. Das Album wurde von Seth Manchester (Lightning Bolt, Mdou Moctar) gemischt und von Matt Colton (Aphex Twin, Swans, Muse) gemastert. "Sunshine and Balance Beams" ist das erste Album von Pile für das Chicagoer Label Sooper Records.
Das neue Album "The Jacket" von WIDOWSPEAK wurde vor und nach der Veröffentlichung ihres letzten gefeierten Albums "Plum" geschrieben. Für das Duo, das aus der Singer/Songwriterin Molly Hamilton und dem Gitarristen Earl Thomas besteht, fühlt es sich an, als ob sich mit dem neuen Album ein Kreis schließt. Thematisch beschäftigen sie sich weiter mit der eigenen Zeit und Arbeit, und mit dem, was sie umgibt. Dies ist teilweise darauf zurückzuführen, dass das Duo kürzlich wieder zurück nach New York City gezogen ist. Dort wo für sie als Band alles begann, haben sie ihr neues Album zusammen mit Homer Steinweiss von Daptone Records aufgenommen. Doch Wiedervereinigungen führen immer zur Reflexion und Hamilton gibt zu, dass ein Großteil der Themen des Albums mit ihren prägenden Erfahrungen in den frühen Jahren der Band zu tun hat. So behandeln einige Songs den Prozess des Weitermachens ("Unwind", "Salt"), während andere das Bedauern behandeln ("True Blue", "Forget It"). Der namensgebende Track des Albums befasst sich mit den buchstäblichen und bildlichen Verkleidungen. Diese Verkleidungen bekommen mit der Zeit eine große Bedeutung, bis man sich dazu entschließt diese abzulegen. Durch vage Erinnerungen an Arbeit, Musik und Nachtleben formt man eine neue eigene Vergangenheit. Klanglich zeigen sich WIDOWSPEAK auf "The Jacket" in gewohnter und bester Form: Die Dynamik wechselt nahtlos zwischen sanften, treibenden Balladen und energievollen Jams, die aus dichten Gitarren, fokussierten Perkussions und kraftvollen Basslines bestehen. An anderen Stellen hört man skurrile Flöten, chorale Texturen und Heimorgeln. Thomas' Gitarrenspiel ist so ausdrucksstark und gefühlvoll wie eh und je und Hamiltons betörender Gesang ist ohnehin eine Klasse für sich. Diese Dynamik wird im Mix von Chris Coady (YEAH YEAH YEAHS, BEACH HOUSE) noch verstärkt. WIDOWSPEAK vermischen ihren Americana-inspirierten Indie-Folk gekonnt mit Slow-Core und Dream-Pop, der sowohl an die 60er als auch an die 90er Jahre erinnert. Dieser Sinn für klangliche Nostalgie fügt ihren Texten eine weitere Ebene hinzu, die über alte, erfundene und wahre Persönlichkeiten reflektieren.
Es ist alles überlebensgroß, düsterer als der Tod und das beste Album, das die Horror-Punks von Creeper je aufgenommen haben.
Das Album "SANGUIVORE" hat Creepers ohnehin schon überlebensgroße Ambitionen auf neue Höhen geführt, was zu den positivsten Kritiken ihrer Karriere führte und in ihrem ersten Headliner-Konzert in der OVO Wembley Arena in London gipfelte. Historisch gesehen schließt die Band am Ende einer Creeper-Ära den Sargdeckel, um sich erneut neu zu erfinden. Doch dieses Mal trotzt die fünfköpfige Band den Erwartungen, indem sie das kreative Universum des Vorgängeralbums erweitert und am 31. Oktober mit "Sanguivore II: Mistress Of Death" aufs Neue ins Vampir-Universum eintaucht.
"Sanguivore II: Misstress Of Death" ist eher eine thematische Fortsetzung als eine direkte Weiterführung der ursprünglichen Geschichte. Wie eine klassische Horror-Anthologie spinnt es eine neue Geschichte aus derselben Blutlinie wie das Original, diesmal mit dem blutigen Vampirherz als roter Faden, um eine brandneue Erzählung einzuführen.
Die Geschichte führt uns zurück in die moralische Hysterie der Satanic Panic und ihre Auswirkungen auf die Welt des Hardrock und Heavy Metal der 80er Jahre. Es war eine Zeit, in der der verstorbene Prince of Darkness, Ozzy Osbourne und Judas Priest von Gerichtsverfahren verfolgt wurden. Iron Maiden spielte tief im Herzen Amerikas, während W.A.S.P. und Mötley Crüe mit ihrer skandalösen Theatralik und Dekadenz die Gemüter der Konservativen erhitzten.
Wie schon das Original wurde auch "Sanguivore II" von Tom Dalgety (Ghost, Rammstein, Royal Blood) produziert.
Mit Secret Love legt die Londoner Band Dry Cleaning ihr bislang reifstes Werk vor. Das dritte Studioalbum, produziert von Cate Le Bon, ist eine konzentrierte Momentaufnahme der besonderen Chemie zwischen Florence Shaw, Tom Dowse, Nick Buxton und Lewis Maynard. Aus intensiven Sessions in Peckham, Chicago, Dublin und schließlich im Black Box Studio in Frankreich entstand ein Werk, das Vertrauen und Verletzlichkeit ins Zentrum stellt - die Bande zwischen den vier Musiker*innen ebenso wie das fragile Verhältnis zwischen Nähe und Manipulation in der Gesellschaft. Musikalisch schlägt Secret Love eine Brücke zwischen den paranoiden Untertönen des frühen US-Punks, dem coolen Strut der Stones, Stoner-Rock, No-Wave-Experimenten und zarten, fast pastoralen Gitarrenfiguren. Die Stücke atmen gleichermaßen Schärfe und Verspieltheit, immer getragen von Shaws unverwechselbarem Sprechgesang, der präzise auf die dynamischen Soundlandschaften ihrer Band reagiert. Damit knüpft sie an eine Tradition von Spoken-Word-Künstlerinnen wie Laurie Anderson an, erweitert sie aber um eine ganz eigene Mischung aus Absurdität, Empfindsamkeit und lakonischem Humor. Die erste Single "Hit My Head All Day" zeigt exemplarisch, wie Secret Love gesellschaftliche Themen - etwa Desinformation und Einflussnahme - mit persönlicher Unsicherheit und existenzieller Fragilität verknüpft. Doch trotz aller Schwere bleibt das Album von einer spielerischen Offenheit geprägt: Ideen wurden ausprobiert, verworfen, neu zusammengesetzt - bis ein Sound entstand, der gleichzeitig roh, elegant und unerwartet warm klingt. Secret Love ist ein Album über das Vertrauen - in Freundschaften, in Musik, in sich selbst - und über die Risiken, die damit verbunden sind. Es markiert für Dry Cleaning den Schritt zu einer Band, die ihre avantgardistische Energie zu einem unverwechselbaren Ausdruck verdichtet hat.