Das Broken Heart Syndrom ist keine erfundene Störung. Das Phänomen hat einen Namen: Tako Tsubo (oder "Krakenfalle" auf Japanisch). Es ist eine Erschütterung der Sinne, ein emotionaler Burnout... Es schwächt die Hauptpumpkammer des Herzens, ausgelöst durch intensiven emotionalen Stress: ein Erdbeben oder eine Naturkatastrophe oder etwas weniger (buchstäblich) Erderschütterndes wie der Verlust eines geliebten Menschen oder die Angst, die man empfindet, wenn man von einem Liebhaber verschmäht wird. Die moderne Wissenschaft hat noch kein Heilmittel gefunden. Tako Tsubo ist ein Trennungsalbum, und "Mataharis" romantische Ader, basierend auf der Idee einer idealisierten Heldin - ist einer mehr in der Realität verankerten Landschaft gewichen. L'Impératrice haben sicherlich ihre Vorliebe für Dance, Groove auf einem virtuosen Bass, Vintage-Synthies und glitzernde Melodien behalten. Aber sie haben sich die Freiheit gegeben, andere Länder zu erkunden, zur Seite zu treten. Was die Eleganz der Produktion angeht, so haben sich L'Impératrice wieder mit Renaud Letang (Jarvis Cocker, Liane La Havas, Feist) zusammengetan, wobei der mächtige Neal Pogue (Outkast, Stevie Wonder, Tyler the Creator) sein Können beim Mixing beisteuerte. Vielleicht am überraschendsten ist die tiefe Erkundung der Wege des Herzens, und insbesondere der linken Herzkammer. Ambivalente Liebe, Euphorie, Kummer und Wahnsinn: so viele Symptome, die zusammengenommen auf eine schlechte Dosis Tako Tsubo hindeuten. Es ist ein Syndrom, das das Herz beschädigt zurücklässt, überflutet, angeschwollen. Und lebendiger denn je.
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Die vierte Platte führt den Pfad des 2009-er Drittwerks „Foulest Semen Of A Sheltered Elite“ mit erneut druckvollem, aber nie zu poliertem Klang sowie eher andersweltlicher und unheilvoller denn frostig-rauer, aggressiver Stimmung – wie sie die ersten beiden THE RUINS OF BEVERAST-Platten „Unlock The Shrine“ und „Rain Upon The Impure“ noch dominierte – fort. Es fällt auf: „Blood Vaults“ ist weniger Black Metal als jemals zuvor bei THE RUINS OF BEVERAST, besitzt noch weniger Blast-Passagen als sein Vorgänger, bedient sich dafür häufiger einer spürbaren Death-Doom-Ästhetik.
- A1: Cold Wind Blows
- A2: Talkin' 2 Myself Feat. Kobe
- A3: On Fire
- A4: Won't Back Down Feat. P!Nk
- A5: W.t.p
- B1: Going Through Changes
- B2: Not Afraid
- B3: Seduction
- B4: No Love Feat. Lil Wayne
- C1: Space Bound
- C2: Cinderella Man
- C3: 25 To Life
- C4: So Bad
- D1: Almost Famous
- D2: Love The Way You Lie Feat. Rihanna
- D3: You're Never Over
- D4: Untitled
Mit mittlerweile 78 Millionen verkauften Alben ist Marshall Bruce Mathers III alias Slim Shady alias Eminem als HipHop-Künstler längst in Dimensionen vorgestoßen, von der die Konkurrenz nur träumen kann. Sein kreatives und persönliches Tief hat er bereits mit dem 2009 veröffentlichten Comebackwerk Relapse hinter sich gelassen. Statt, wie zuerst angekündigt, diesem Album einen bereits weitgehend fertiggestellten zweiten Teil folgen zu lassen, hat er alle diese Pläne kurzentschlossen wieder über den Haufen geworfen und komplett von vorne angefangen. Mit Recovery ist ihm eine der stärksten Platten seiner an Höhepunkten nicht geraden armen Karriere gelungen. Unter der wie gewohnt souverän zurückhaltenden Regie von Executive Producer Dr. Dre lieferten unter anderem DJ Khalil, Mr. Porter, Emile Haynie, Just Blaze und Boi 1da ausschließlich erstklassige Beats ab, die Eminem mit seinen Reimen in gewohnter Manier verziert. Bereits beim Opener, dem wütenden "Cold Wind Blows", präsentiert sich Slim Shady in absoluter Bestform, ebenso wie beim etwas verhaltener aber nicht mit weniger Nachdruck vorgetragenen, stark autobiographisch eingefärbten "Talkin' 2 Myself", bei dem Sänger Kobe und dezente Rock-Elemente für den nötigen musikalischen Kontrast sorgen. Nach einer kurzen Verschnaufpause folgt dann mit dem gemeinsam mit Pink eingespielten "Won't Back Down" einer der absoluten Höhepunkte der Platte. Eine ungemein elektrisierende Nummer, bei der Produzent DJ Khalil erneut erfolgreich auf harte Gitarrenklänge setzt. Besonders beeindruckend fällt auch die Midtempo-Hymne "Going Through Changes" aus, deren Gesangsrefrain sich Eminem kurzerhand beim Black Sabbath's Klassiker "Changes" ausgeborgt hat. Doch auch ohne fremde Hilfe macht er zum Beispiel im Track "Not Afraid" eine gute Figur. Sehr stark fällt auch der zusammen mit Lil Wayne aufgenommene Titel "No Love" aus, bei dem als tragendes Element ein Sample von Haddaway's unverwüstlichem Hit "What Is Love" aus dem Jahr 1993 zum Einsatz kommt, sowie das bereits als Single erfolgreiche Love The Way You Lie, bei dem Rihanna als Gastsängerin brilliert.



