ALLES IN ALLEM (LIMITED DELUXE BOXSET
Nach über 12 Jahren erscheint nun endlich das lang ersehnte neue Studioalbum der Band Einstürzende Neubauten ALLES IN ALLEM. Das Album markiert die Quintessenz ihres Schaffens und es öffnet sich wieder eine unerwartete Tür der mittlerweile 40 Jahre dauernden Klangexperimente des Forschungsteams um Blixa Bargeld. Wie kaum eine andere Band haben sie es geschafft einen eigenen musikalischen Kosmos zu erschaffen, ja sogar ein eigenes Genre zu kreieren, das sowohl klangliche Härte als auch ausgefeilte Poesie auf einzigartige Weise vereint. Passenderweise im Jahr der Ratte, gemäß Chinesischem Horoskop dem Symbol für Einfallsreichtum und Vielseitigkeit, ruht sich die Band nicht auf dem nunmehr vier Dekaden umfassenden Werk aus, sondern agiert zukunftsgewandt und erforscht weiterhin neugierig und mit grenzenloser Spielfreude alles, was das Klang-Universum hergibt. In den einzigartigen Klang- und Textlandschaften der 1980 in Berlin gegründeten Gruppe offenbart sich so jene Zeitlosigkeit, die sich Blixa Bargeld, N.U. Unruh, Alexander Hacke, Jochen Arbeit und Rudi Moser stets erhalten haben: Durch ihre experimentellen Herangehensweisen ans Songwriting, die in vier Jahrzehnten entwickelten Instrumente und das kollektive Arbeiten klingt die Band in ihrer eigenen Zeitrechnung auffallend gegenwärtig. Ja, die Einstürzenden Neubauten scheinen mit ihrer einzigartigen Musik stets äußerst präzise im jeweiligen Jetzt zu walten, ob im Industrial der Frühphase, den treibenden 90er-Jahren oder dem bedachten Spätwerk. Die Verse "Wir hatten tausend Ideen / Und alle waren gut" aus dem Albumtrack "Am Landwehrkanal" könnten durchaus eine Selbstbeschreibung der Band sein. So ist eine besondere Platte entstanden: ALLES IN ALLEM das erste reguläre Studioalbum der Einstürzenden Neubauten seit 12 Jahren, zeigt eine unvergleichbare Band, die ihre eigene Kategorie bildet, ihr eigenes Genre stiftet. Neben der CD und LP wird es auch ein limitiertes Deluxe Boxset geben. Dieses beinhaltet neben der CD und LP eine CD mit Bild-Tonaufnahmen aus dem Studio, welche die Entwicklung sowie Fortschritte der einzelnen Stücke festhalten. Einige Stücke sind ungeschliffen, aber schon fast fertig und andere noch in der experimentellen Findungsphase. Eine kleine Dokumentation der Entstehung des Albums. Abgesehen davon beinhaltet die Box ein 164-seitiges Buch mit allen handschriftlichen Aufzeichnungen von Blixa Bargeld hinsichtlich der Entstehung der Liedtexte sowie Essays von einigen Supportern.
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Nach über 12 Jahren erscheint nun endlich das lang ersehnte neue Studioalbum der Band Einstürzende Neubauten ALLES IN ALLEM. Das Album markiert die Quintessenz ihres Schaffens und es öffnet sich wieder eine unerwartete Tür der mittlerweile 40 Jahre dauernden Klangexperimente des Forschungsteams um Blixa Bargeld. Wie kaum eine andere Band haben sie es geschafft einen eigenen musikalischen Kosmos zu erschaffen, ja sogar ein eigenes Genre zu kreieren, das sowohl klangliche Härte als auch ausgefeilte Poesie auf einzigartige Weise vereint. Passenderweise im Jahr der Ratte, gemäß Chinesischem Horoskop dem Symbol für Einfallsreichtum und Vielseitigkeit, ruht sich die Band nicht auf dem nunmehr vier Dekaden umfassenden Werk aus, sondern agiert zukunftsgewandt und erforscht weiterhin neugierig und mit grenzenloser Spielfreude alles, was das Klang-Universum hergibt. In den einzigartigen Klang- und Textlandschaften der 1980 in Berlin gegründeten Gruppe offenbart sich so jene Zeitlosigkeit, die sich Blixa Bargeld, N.U. Unruh, Alexander Hacke, Jochen Arbeit und Rudi Moser stets erhalten haben: Durch ihre experimentellen Herangehensweisen ans Songwriting, die in vier Jahrzehnten entwickelten Instrumente und das kollektive Arbeiten klingt die Band in ihrer eigenen Zeitrechnung auffallend gegenwärtig. Ja, die Einstürzenden Neubauten scheinen mit ihrer einzigartigen Musik stets äußerst präzise im jeweiligen Jetzt zu walten, ob im Industrial der Frühphase, den treibenden 90er-Jahren oder dem bedachten Spätwerk. Die Verse "Wir hatten tausend Ideen / Und alle waren gut" aus dem Albumtrack "Am Landwehrkanal" könnten durchaus eine Selbstbeschreibung der Band sein. So ist eine besondere Platte entstanden: ALLES IN ALLEM das erste reguläre Studioalbum der Einstürzenden Neubauten seit 12 Jahren, zeigt eine unvergleichbare Band, die ihre eigene Kategorie bildet, ihr eigenes Genre stiftet. Neben der CD und LP wird es auch ein limitiertes Deluxe Boxset geben. Dieses beinhaltet neben der CD und LP eine CD mit Bild-Tonaufnahmen aus dem Studio, welche die Entwicklung sowie Fortschritte der einzelnen Stücke festhalten. Einige Stücke sind ungeschliffen, aber schon fast fertig und andere noch in der experimentellen Findungsphase. Eine kleine Dokumentation der Entstehung des Albums. Abgesehen davon beinhaltet die Box ein 164-seitiges Buch mit allen handschriftlichen Aufzeichnungen von Blixa Bargeld hinsichtlich der Entstehung der Liedtexte sowie Essays von einigen Supportern.
- A1: Mcflurry
- A2: Snake It
- A3: Fizzy
- A4: Rich List
- A5: Jobseker
- B1: Jolly Fucker
- B2: Routine Dean
- B3: Tied Up In Nottz
- B4: Big Dream
- B5: Blog Maggot
- B6: Tweet Tweet Tweet
- C1: Tarantula Deadly Cargo
- C2: Fat Tax
- C3: Slow One's Bothered
- C4: Revenue
- C5: Rochester
- D1: Tcr
- D2: Reef Of Grief
- D3: Bhs
- D4: Second
- D5: Obct
- D6: When You Come Up To Me
Das wohl wichtigste britische Duo dieser Zeit kehrt in den zwischenzeitlich verlassenen Heimathafen Rough Trade Records zurück und bittet nach dem Appetithäppchen English Tapas ohne Umschweife ans Buffet! Denn mit dem am 15. Mai erscheinenden All That Glue tischen Jason Williamson und Andrew Robert Lindsay Fearn ein wütendes Potpourri an Songs aus den letzten 7 Jahren ihres Schaffens auf - und halten damit wieder mal der gehobenen britischen Gesellschaft sowohl den Spiegel als auch den Mittelfinger entgegen. We call it: 22 Banger für ein Halleluja! Genauer: Langjährige Favoriten, B-Seiten, unveröffentlichte Tracks und Raritäten - alles natürlich handverlesen von der Band! Willkommen zurück Jungs und wohl bekomm's! Das Album erscheint als CD und LP. Außerdem gibt es eine limitierte deluxe Vinylausgabe in weiß mit extra ausführlichem Booklet.
12''+MP3+Art Print
Allan Shotters zweite EP auf 2DIY4 erzählt eine sehr persönliche Geschichte auf eine quälende Frage, auf ein erschütterndes Gefühl, das ihn nach dem Verlust seiner Mutter plagte. In diesen tragischen Monaten war das Produzieren von Musik sein Zufluchtsort, um mit den vielfältigen Emotionen klarzukommen. Die Diversität an Gefühlen hört man auf "Das Gift" heraus. Überwältigt sein. Sich kraftlos fühlen. In Verunsicherung ertrinken. Wut. Traurigkeit. Warten zu müssen. Hoffnung. Hoffnungslosigkeit. Vier Tracks von brutaler Ehrlichkeit. "Wofür würdest du sterben?" "Für die Chance zurückzugehen."
On Miniatures, Swiss composer and producer Samuel Reinhard looks to indeterminate techniques of mid-century experimental composers to produce a sonic path forward that’s as refined as it is evocative. While Miniatures is built from recordings of short piano gestures decaying towards silence, amid the four movements that comprise the suite, something else grows. Notes cycle, collide, and wash away within boundaries the artist has set, but in their wake new processual textures develop. A hiss blankets the harmonic material, and clicks that once marked sharp cuts between repetitions become a percussive undercurrent.
Working with digital tools, Reinhard conjures the interior of an animate environment and extends an invitation to notice the small stuff that swells when we settle in with duration.
*More downbeat wickedness on the excellent Fasaan!*
This double A-sider is the fruit of a long gestating collaboration with fellow Malmö-based record collector/selector & producer Simon alias Rizzolo DJ (alias Moisture). Closely intertwined with the label in various ways since the start, his path to producing started with re-edits and a more wild-haired approach to deejaying, finally landing into his own groove with the 2018 album A Freak Is Born. Released as a privately pressed cassette, the album featured two tracks co-produced with Fasaan founder Prins Emanuel.
On that first album, the palette was a lo-fi reverie of minimal waves crashing into depths of goth and heights of camp. Here for the 12" format, we instead get the full onslaught of power tools gleaming in the blast of strobe lights. The weight of GAMMUT unfolds and delivers exactly what the title suggests: a complete scope of percussive barrage unleashed in tight locked grooves and smattering reverberations. In addition to that, we are treated with a spine-tingling re-imagining of the concept of a bass drop.
For ORGONE, a 1984 track by Norwegian group Fra Lippo Lippi serves as the backbone of the composition. Championed by cosmic DJ Daniele Baldelli and here pitched down to wrongspeeder tempo, Moisture uses the original song to bridge the gap between his roots in the re-edit scene as well as in the cosmic tradition. Thedry mechanical bassline is flanked by hollow percussion that eventually propels into a crystal-chimmering microcosm of orgone energy.
In den späten neunziger Jahren war Wien Welthauptstadt der elektronischen Musik - Namen wie Kruder & Dorfmeister, Pulsinger & Tunakan, Waldeck, Electric Indigo oder Fennesz künden davon. Danach kam lange Zeit nichts, bis eine neue Generation - von HVOB bis Parov Stelar, von Dorian Concept bis Elektro Guzzi - sehr nachdrücklich eigene markante Sound- und Leuchtspuren setzte. Und nun kündigt sich abermals ein Zeitsprung an.
Zu große Töne gespuckt? Nein. Selbst Christian Fennesz zieht schon den Hut. Vor Drahthaus. Einer Band, die eigentlich keine Band ist. Noch nicht einmal eines der vielen Projekte, die immer und überall rasch entstehen und noch rascher wieder vergehen. Hier ist etwas radikal anderes im Kommen. Das 2015 gegründete Kollektiv Drahthaus ist ein Zusammenschluss diverser in Wien lebender Kreativer (Musiker, Künstler, Designer, Filmemacher, Techniker, Programmierer, Handwerker, Veranstalter und Kreativer jeglichen Geschlechts) mit der Vision, alte Strukturen in Frage zu stellen. Und Raum für gänzlich Neues zu schaffen.
Die Faktoren Lust, Neugier, Fachwissen und künstlerische Vernetzung sind mit im Spiel. Auch wenn Drahthaus den anarchischen Freiraum der Kunst mit präzisen, systematischen, analytischen Fragestellungen vermessen. Im April erscheint das erste Album - es trägt keinen Titel. Aber es wird die Elektroniksphäre aus den Angeln heben. Lokal, national, international. Willkommen im Drahthaus.
Der in Berlin lebende Komponist und Produzent Ben Lukas Boysen meldet sich mit seinem bislang progressivsten Album zurück: Mirage ist ein wahrer Formwandler. Zuvor unter dem Alias Hecq bekannt, handelt es sich bei Mirage um den mit Spannung erwarteten dritten Longplayer, den Boysen unter seinem eigenen Namen veröffentlicht, und Nachfolger zu den Alben Gravity (2013) und Spells (2016). Letzteres bescherte ihm nicht nur sehr viel Kritikerlob, sondern begeisterte auch die Fans und viele seiner Kollegen: Es gab u.a. Remixe von Max Cooper und Tim Hecker, während Jon Hopkins einen Titel von Spells zum Eröffnungstrack seiner Late Night Tales-Compilation machte. Wie schon auf seinen Alben Gravity und Spells, wird Ben im Verlauf von Mirage von mehreren Gästen unterstützt: Mit dabei sind unter anderem die Cellistin und Komponistin Anne Müller sowie der australische Saxofonist/Komponist Daniel Thorne. Beide sind auf dem ersten Vorboten "Medela" zu hören, der die Zuhörer*innen auf eine Reise durch kaleidoskopische Klangräume führt, in denen verschiedene Genres ganz spielerisch ineinander übergehen. Das geht so weit, dass man hinterher kaum noch sagen kann, was man da eigentlich gerade gehört hat: "Ich wollte experimentieren und versuchen, diese Aufnahmen mit 100% künstlichen Elementen zu verbinden. Dabei ging ich oftmals so weit, dass ein Instrument zu einer Abstraktion seiner selbst wurde, dass sich der Beitrag eines Musikers an einem Song eher wie ein zentraler DNA-Strang des Stücks anfühlt, aber nicht mehr wie eine deutlich erkennbare Spur." Insgesamt fühlt sich Mirage, wie im Titel bereits angedeutet, wie eine klangliche Illusion, eine vertonte Luftspiegelung an: Jedes Stück vereint Klänge und Techniken, die dermaßen bearbeitet und verändert wurden, dass sie wie überbelichtet wirken. Das allzu filzig wirkende Klavier von "Clarion" etwa, Daniel Thornes Saxofon auf "Medela", die einzelne Gesangsnote von Lisa Morgenstern, die sich im Verlauf von "Empyrean" in unterschiedliche Akkorde aufspaltet. Man kann diese Elemente durchaus erfassen, kann sie aber auch ohne weiteres übersehen - wie auch die beiden Klaviere von "Kenotaph", die man für ein einziges Instrument halten könnte. Genau genommen sind es zwei Instrumente, die sich in unterschiedlichen Räumen, ja sogar in unterschiedlichen Ländern befanden. Eins ist digital, das andere akustisch.
Nantes-based Australian drummer and percussionist Will Guthrie returns to Black Truffle with Nist-Nah. Like his previous solo record on the label, the abrasive hip-hop concrète of People Pleaser 'BT027', Nist-Nah finds Guthrie branching out in a new direction, this time in a suite of six percussion pieces primarily using the metallaphones, hand drums and gongs of the Gamelan ensembles of Indonesia.
The music presented here is grounded in Guthrie’s travels in Indonesia and study of various forms of Gamelan music, from the stately suspended temporality of the courtly Javanese Gamelan Sekatan, to the delirious, thuggish repetition that accompanies the Javanese trance ritual Jathilan, to the shimmering acoustic glitch of contemporary Balinese composer Dewa Alit and his Gamelan Salukat.
However, far from an exercise in exoticism, Nist-Nah develops out of Guthrie’s extensive work with metal percussion in recent years (as heard, for example, on his 2015 LP for 'IDEAL', Sacrée Obsession), where gongs, singing bowls and cymbals are used to build up walls of hovering tones and sizzling details.
Though Guthrie is broadening his palette to explore Gamelan instrumentation and pay tribute to his love of this sophisticated yet elemental percussion music, the pieces presented here are equally informed by Guthrie’s interests in free jazz, electro-acoustic music and diverse experimental music practices, exploring long tones, extended techniques, and non-metered pulse.
'Nist-Nah' presents a variety of approaches across its six pieces, from the crisp, precise rhythmic complexity of the opening title track to the droning textures of ‘Catlike’ and ‘Elders’.
On the epic closing ‘Kebogiro Glendeng’, Guthrie offers an extended, layered rendition of a Javanese piece belonging to a repertoire primarily used for warmups, beginner’s groups and children first learning Gamelan, elegantly gesturing to his own amateur status while using the piece’s insistently repeated melody as an extended exploration of the hypnotic effects of repetition, falling in and out of time with himself to create woozy, narcotic effects until the piece eventually dissolves into a wavering fog.
Kicking off 2020 – Great Circles takes a step away from the dance floor with the release of the monolithic new work from Philadelphia-based artist Radere, ‘I Do Not Want What I Have.’ This long-in-gestation set of slow burning electronics and shadowy drones is part of the label’s growing selection of releases dedicated to deep listening, following on from the 2017 Prefix Moniker LP.
Radere is the ongoing project of Carl Ritger, who has worked under the nom de plume since 2009 and has deep ties to the Great Circles family. He played some of his earliest shows at Inciting HQ, the recently shuttered, label-affiliated venue, and invited Justin Gibbon AKA Westov Temple and Great Circles label founder to contribute to some of his earlier recordings. While he started out as a more straightforward ambient guitarist, Ritger’s work developed into more experimental textures as he explored modular synthesis and processed found sounds.
Ritger’s releases from his time spent living in Denver, CO c. 2011-2018 are marked by a particular strain of east coast nihilism and an angular aesthetic that keeps the listener off balance. Now back in his native Philadelphia, the two long-form pieces that comprise ‘I Do Not Want What I Have’ represent a perhaps more nuanced meditation on pain and loss. “Spitty Kisses,” the 15-minute album opener, takes aim at the listener with a brutal salvo. It is almost sadistic in its sonic intentions – acerbic modular sound and abrupt stuttering in the material leave a listener personally affected. “You’ve Been A Ghost Your Whole Life,” on the flip, delivers a salve for the A-side’s wounds and resolves its masochistic tones.
Written through a period of intense personal trauma as a means to seek comfort and solace through creative action, it’s clear that the puerile humor of nihilism is gone and grown out of in Ritger’s work.
FFO: taking long walks off of short piers, the legend of the monk Kelpius living among the trees of the Wissahickon, traditional creation and destruction stories in polytheistic faiths, and John Coltrane.
The record is accompanied by a digital-only series of remixes by friends of the artist and regular collaborators, including new works from Borne and Shivers, as well as Great Circles alums Westov Temple, Chaperone, and WOLF DEM.
Nach dem Top 30 Chart Erfolg von seinem Debut "Evolution" veröffentlicht er als einer der meist gestreamten Pianisten ein neues Album mit Gaststars wie Tina Guo. Und kommt auf Tour.
Ionisation is the first LP by Italian poet Adriano Spatola. Born in Yugoslavia in 1941, by the age of 23 he became a major force in the Italian avant-garde. “Towards Total Poetry,” Spatola’s critical study on the state of modern poetry, spells out his position: “to become a total medium, to escape all limitations to include theater, photography, music, painting, typography, cinematographic techniques, and every other aspect of culture, in a utopian ambition to return to origins.” Graphic poetry (cut-up zeroglyphs), volatile and beautiful prose (particularly his books The Porthole and Majakovskiiiiiiij), and of course sound poetry, represented here for the first time. Spatola was the editor of many underground publications: Baobab (a legendary audio-cassette magazine), Tam Tam, and Edition Geiger. Each of his pursuits spread the margins of the format, all done with a relentless, piercing curatorial eye.
Spatola has dark, drunken wit in spades. In his sound poems, an even more saturated persona is conjured. A desperate humor sneers through this LP, a humor that has surrendered to the severe joke of life long ago - lashing out on syllables and ingrown word games. Particularly, his classic “Aviation/Aviateur” (akin to his “Seduction/Seducteur,” & “Violacion/Violateur” etc.). Read by lesser performers, these pieces would falter and float by in the trough, though Spatola’s bull-like confidence tears through. “Poker Foundation” features the poet hysterically singing “the play of the words” over a classical radio piece, mocking and squawking against the string swells. Steve Lacy plays scissors, knife, and saxophone on “Hommage à Eric Satie,” a piece originally recorded for the luxurious Cramps LP boxset Futura. Collaborators Gian Paolo Roffi and Paul Vangelisti are also featured across the collection.
The LP concludes with the titular work “Ionisation,” recorded just days before his premature death in 1988. Feeling his sinking health, his belly in the quicksand, he prefaces the piece, “a funeral march for my body.” He proceeds to scrape and pound the microphone on his chest, face, and clothing. This thick pumping of Adriano’s torso rapping across the speakers abruptly stops after two minutes. A piercing moment.
I was born the day after Adriano died, which has some poetic meaning to me, naturally. I am indebted to him, his sickly sweet manner. The opportunity to publish these largely unknown sound works is an honor which brings a warmth to my torso. Much appreciation goes to Giovanni Fontana (poet and dear friend of Adriano), who helped produce this edition with me. “Every single word has been a tempest of gestures.“
Sean McCann, January 2020
Iron & Wine performed and recorded an absolutely captivating live set of songs in the Blue Room venue at Third Man Records in Nashville. Armed with spartan set-up of a guitar, microphone and his minimal backing band in front of a soldout audience, Iron & Wine’s Sam Beam ambled through his discography, on touchstones like Naked As We Came from classic album Our Endless Numbered Days, The Trapeze Swinger from Around the Well and Winter Prayers from Ghost on Ghost. It was a heartfelt experience without sacrificing any charm, personality or gestalt crowd connection.
Reggae Musik aus Lybien, aufgenommen im Jahr 2008. Nachdem der Song bereits millionenfach bei Youtube gespielt wurde, erscheint er nun erstmalig offiziell und auf Vinyl beim Berliner Label für erstklassige Reissues mit Musik aus dem arabischen Raum: Habibi Funk. Die EP erscheint mit 4-seitigem Booklet und MP3-Download-Coupon.
“The combined forces of Frederik Valentin & Loke Rahbek first found a way into the world in 2017 with the album 'Buy Corals Online'. Together they now present 'Elephant', an eight-track album that composes an inquisitive space with it's parts.
The economy of movement across Rahbek and Valentin's new collaborative album makes for a gentle transmission of its abstract intimacies. This presence, which we caught glimpses of on their previous work 'Buy Corals Online', is shaped by the delicate interplay between acoustic instrumentation and synthetically rendered sounds. Hauntingly melodic at times, the album feels like a suite of uncanny lullabies that grant access to realities that can only be found in dreams.
Rahbek and Valentin are always leading us somewhere and showing us something—one piece of the scene at a time, coming and going with different parts of a puzzle that eventually settles into a complete form. And through all this we perceive an inviting restlessness on their behalf, encouraging us to stray further and further into the private space of 'Elephant'. Valentin is perhaps best known for his work in the exquisite atypical pop group Kyo, though his widereaching music and videography practices covertly underpin his flagship projects.
Most recently, Valentin has been working with Yung Lean as both producer on his 'Nectar' album as Jonatan Leandoer127 as well as on their commission for Sweden's Cullberg Ballet. As Croatian Amor, Rahbek has made similar forays into unworldly pop and his work with Christian Stadsgaard as Damien Dubrovnik has been as critical as their cofounding of Posh Isolation.
Modest interventions from processed field-recordings and semi-erupting synths invite you to zoom in enough to hear the human hand. An attention to listening, to how sounds cradle the small movements and gestures that naturally accompany the playing of guitar, piano, and viola, is acutely developed by Rahbek and Valentin.
It's in this way that 'Elephant' persuades us that even small stories unfurl into the most intricate and tremendous of sagas"
UNCAGE label is back with a bang thanks to a various artists release featuring Stojche, Luca La Rocca, Eric Axelsson, Vincenzo Maurice and Module One.
Macedonian rebel Stojche is first up with his pummelling drum programming and sleek synths peeling off a high tempo groove.
It is dubbed out and propulsive techno of the highest order.
Luca La Rocca - Focus is darker and more stripped back, an eerie final cut that packs a real punch, then Eric Axelsson offers a deep atmosphere with icy electronics dancing above rooted kicks that get you in a trance.
After a twitchy acid banger from Vincenzo Maurice is a digital only cut from Module One that is cavernous, mysterious and hypnotic. This is another high impact techno Ep from the ever reliable 'UNCAGE'.
Repress
Kali Malone presents a quietly subversive new album featuring almost two hours of concentrated, creeping organ pieces governed by a strict acoustic and compositional code. It’s a major new work with ultimately profound emotional resonance.
‘The Sacrificial Code’ takes a more detailed approach to ideas first sketched out on last year’s ‘Organ Dirges’, which featured canon exercises spontaneously captured without much prior technical planning. By contrast, the recording of ‘The Sacrificial Code’ involved the more careful micing up of several organs in such a way as to eliminate acoustic impurities as far as possible - essentially removing the large hall reverb so inextricably linked to the instrument. The pieces were then performed free of gestural adornments and without expressive impulse - an approach that
flows against the grain of the prevailing musical hegemony, where sound is so often manipulated,
and composition often steeped in self indulgence. The question posed; can this strict methodology still speak to the listener in meaningful terms?
The answer is both obvious and entirely surprising; with its slow, purified and seemingly austere qualities ‘The Sacrificial Code’ guides us through an almost trance-inducing process where we
become vulnerable receptors for every slight movement, where every miniature shift in sound becomes magnified through stillness.
As such, it’s a uniquely satisfying exercise in transcendence through self restraint - a stunning realisation of ideas borne out of academic and conceptual rigour which gradually reveals startling
personal dimensions. It has a perception-altering quality that encourages self exploration free of signposts and without a preordained endpoint - the antithesis to the language of colourless musical platitudes weíve become so accustomed to.
Die Gruppe Automat - Jochen Arbeit (u.a. Einstürzende Neubauten, Die Haut), Achim Färber (Phillip Boa & The Voodooclub, Skip McDonald) und Georg Zeitblom (wittmann/zeitblom) - funktioniert wie eine gut geölte Maschine: Sie surrt, sie schnurrt, sie geht unbeirrt ihres Weges. Gemeinsam mit dem Modular-Magier Max Loderbauer sowie Paul St. Hilaire alias Tikiman, Lydia Lunch und Mika Bajinski am Mikrofon präsentieren sie nun mit »Modul« auf Compost Records ihr abwechslungsreichstes und konzeptionell stimmigstes Album.
Die Gruppe Automat funktioniert wie eine gut geölte Maschine: Sie surrt, sie schnurrt, sie geht unbeirrt ihres Weges. Auf seinem vierten Album allerdings schaltet das Trio einen Gang herunter, differenziert seinen musikalischen Ansatz weiter aus und geht fruchtbare Kollaborationen mit anderen Figuren aus der Musikwelt ein. Neben Max Loderbauer, dem Bandnachbarn aus den Candy-Bomber-Studios in Berlin-Tempelhof, mit dem Jochen Arbeit, Achim Färber und Georg Zeitblom bereits im Jahr 2015 für eine gemeinsame EP zusammenarbeiteten, sind das am Mikrofon die Dub-Legende Paul St. Hilaire alias Tikiman, die Königin der Gossenpoesie Lydia Lunch und die Newcomerin Mika Bajinski. Sie alle tragen ihren Teil nach dem Leitprinzip bei, welches »Modul« seinen Namen verleiht: Die acht Stücke entstanden gemeinschaftlich nach einem Baukastensystem, das den Kompositionsprozess dynamisch in Bewegung setzte und gleichmäßig auf alle Beteiligten verteilte. Das Resultat ist ein musikalisches Perpetuum Mobile - ein Album mit dem gemäßigten Ruhepuls einer Dub-Produktion, das unablässig in Bewegung bleiben.
»Modul« bildet als Album einen ständigen Veränderungsprozess ab, der erstmals im Jahr 2018 im Rahmen eines Auftragswerks für das Berliner Festival Pop-Kultur live erfahrbar gemacht wurde. Auf Einladung des kuratorischen Teams erarbeiteten Zeitblom, Färber und Arbeit gemeinsam mit ihren musikalischen Gästen St. Hilaire, Lunch und Gemma Ray ein Live-Set, das konsequent aus dem Studio auf Grundlage einzelner Passagen entstand, die nach dem Prinzip eines Resonanzmoduls miteinander (re-)kombiniert wurden: es geht zwischen den einzelnen Mitgliedern hin und her, die Strukturen morphen und der Sound nimmt immer andere Formen an. Eben dieser Ansatz bedingt auch die ständige Weiterentwicklung der Stücke, die gemeinsam mit dem Produzenten Ingo Krauss zu einem Album geschliffen wurden, das seinen nahbaren improvisatorischen Charakter keinesfalls verloren hat. Im Vergleich zu den drei thematisch ausgerichteten Vorgängeralben »Automat«, »Plusminus« und »Ostwest«, die sich jeweils explizit mit Berliner Flughäfen, dem Genre Dub und der europäischen Flüchtlingskrise befassten, setzt »Modul« auf eine inhaltliche Durchlässigkeit, welche die musikalische Offenheit der Platte widerspiegelt.
Nachdem »Modul 15« das Album mit satten Dub-Sounds und einer rollenden Bassline eröffnet, hebt »Easy Riding« passend zu St. Hilaires vor Fernweh triefenden Lyrics das Tempo mit dezenten Riddims an. Schon im nächsten Song, »Ghost«, debütiert Bajinski mit distanziertem Stimmeinsatz über einem melancholischen Stück, dessen Klangbild von den modularen Beigaben Loderbauers geprägt ist. So geht es weiter über die verzahnten Rhythmen von »Ankaten«, die von den verhallten Stimmen Lydia Lunchs und St. Hilaires begleitet werden, hin zum balladesken »Nothing Strange« mit St. Hilaire über das fiebrige Vocoder-Stück »Who For Eyes« schließlich zu den beiden abschließenden Stücken, »Pavo« und »Modul 11«, welche eine tiefenentspannte Coda zu den vorigen Tracks bilden. »Modul« durchläuft so eine Reihe von Stimmungen, ständig wechselnden Klangfarben und musikalischen Ideen, die sich in immer neuen Konstellationen zusammenfinden. Der erweiterte künstlerische Ansatz ebenso wie das vergrößerte Personal machen das Album nicht allein deshalb zur abwechslungsreichsten, sondern auch konzeptionell stimmigsten Platte Automats, die sich darauf in bester Form präsentieren: Als gut geölte Maschine, die surrt, schnurrt und unbeirrt auf dem Weg ist -
immer in Richtung neuer, unerhörter Sounds.
Unter Evolution versteht man gemeinhin die allmähliche Veränderung der vererbbaren
Merkmale einer Population von organischen Strukturen von Generation zu Generation.
Überträgt man diesen Gedanken aus der biologischen Welt in die musikalische von Northern
Lite, so trägt jedes neue Album die signifikanten Merkmale seiner Vorgänger in sich, aber erfindet
dennoch den typischen Northern Lite Sound auf spielerische Art neu.
Evolution, das 13. Studioalbum von Northern Lite, gibt ihrem unstillbaren Drang nach Härte und
Geschwindigkeit Raum, ohne jedoch die existenzielle Notwendigkeit von Liebe zu verleugnen.
Sich ihrer eigenen Vergänglichkeit bewusst geworden, gehen Kubat, Bohn und Rödel, nun jenseits
der vierzig, schonungslos mit sich ins Gericht. Weder textlich noch musikalisch werden
Gefangene gemacht. Von zärtlich quecksilbrigen Pop Balladen, bis hin zu neuen Hymnen, die die
Kraft haben, ganze Generationen im Herzen zu verbinden, nimmt jeder Song des neuen Albums
seine Hörer mit auf eine Reise zu sich selbst.
Im Ergebnis bilden hier Inhalt und Form eine rauschhafte Koexistenz, die nur durch die
meisterhafte Präzision der musikalischen Ausführung noch Steigerung erfährt.
UNDERHER liefert sinnliche Herzschmerz-Geschichten. Komplexe Rhythmen, wie das Gefühl in der Brust, wenn du merkst, dass dein Partner dich betrogen hat. Die kühlen Stimmen von Neev, Liz Cass und October's Child fügen den dramatischen Kompositionen des in Montreal geborenen Wahlberliners Khaled Bess (aka UNDERHER) eine gewisse Aufrichtigkeit hinzu. Zusammen kreieren sie die drei Tracks, die die "False Promises" EP zu hörenswert machen.




















