2025 Blue Vinyl Repress
WRWTFWW Records is very honored to announce the official reissue of Grauzone's essential 1981 maxi single with timeless classic "Eisbär", proto-techno beast "FILM 2", and romantic synth ballad "Ich Lieb Sie", just in time for the 40th anniversary of the Swiss band's formation. The three-track vinyl is sourced from the original reels, cut at 45rpm, and comes with its iconic artwork on a 350gsm sleeve.
Ich möchte ein Eisbär sein...Written by Martin Eicher after a nightmare in which he saw talking polar bears on the walls, and with music by the Grauzone crew consisting of Martin and his brother Stephan Eicher, Marco Repetto, Christian "GT" Trüssel, and Claudine Chirac (on saxophone), "Eisbär" is the most recognizable title from the band, a sublime mix of ingredients reflecting the transitional era it comes from - the raw energy of punk music still palpable, combined with the audacity of early electronics, the warm groove of a disco gem, beautifully fragile lyrics, and one of the best basslines ever. It became a mega hit, totally unplanned, but how could you resist such a track
"FILM 2" is the ultimate b-side monster, a menacing all-instrumental pre-techno masterpiece, slowly building to a magnetizing frenzy. An instant underground favorite, it was famously heard played at both speeds depending on the scenes and DJs you were frequenting, 45rpm as it was first intended, and 33rpm for the cosmic experience (search Daniele Baldelli's Cosmic C75 1982 mixtape online for a great example of this).
The maxi single ends with "Ich Lieb Sie", a synth-pop meets doo-wop ballad, a true love song oozing with innocence. Simple, stylish, and just right.
At the crossroads of post-punk, new wave, pop, and electronic experimentation, the Eisbär maxi offers three songs that are technically different but hold the same spirit, the perfect embodiment of Grauzone's music - wild, unpredictable, and youthful, yet sophisticated, catchy, and ingenious. The magic recipe for the good stuff.
Stephan Eicher went on to be, arguably, the most successful Swiss musician ever, with an international career extending from pop chanson to experimental escapades and collaborations with Moondog, artists Sophie Calle and John Armleder, and author Martin Suter among many other luminaries. Marco Repetto flourished as a techno and ambient producer, releasing multiple projects including releases on Aphex Twin's Rephlex label.
Grauzone and WRWTFWW will continue to collaborate on the band's 40th anniversary reissue campaign, with numerous projects planned for the year, including a vast selection of music, visuals, and literature never available before.
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- Für Uns Nicht
- Unser Nein
- Grau
- Sie War Sie Ist Sie Bleibt
- Keine Wahl
- Krieg; Keine Frieden
- Korrekt
- Ohnmacht
- Nur Idioten Brauchen Führer
- Für Immer
- Nichts Als Wörter
- Gerechtigkeit
- Wir Werden
Der Soundtrack nicht nur einer Jugend! Die ersten beiden But Alive Platten "Für uns nicht" (1993) und "Nicht zynisch werden?!" (1995) als Reissues auf dem Label B.A. Records von Marcus Wiebusch (Kettcar). Satte 26 Jahre waren diese Klassiker des deutschsprachigen Punk/Rocks nicht erhältlich. Nach dem Erscheinen des Debütalbums "Für uns nicht" war für viele politisch interessierte Musikhörer*innen die Welt nicht mehr dieselbe. Selten zuvor gelang es einer Band die politische Situation des Landes lyrisch so zu sezieren und zu kommentieren. Schnell erspielten sich die Hamburger eine riesige Fangemeinde, die alle auf das 2. Album "Nicht zynisch werden?!" warteten, mit der die Band ihren Ruf als eine der besten deutschsprachige Punkband manifestierte.
- (Into) Purging Creation
- Spinous Forms Of Mortal Abhorrence
- Essence Of Dissolution
- Corpus Offal
- Gorging Gastric Decedent
- Ripened Psychosis
- Secreted Effluence (Spilling)
Blood/Silver & Black Splatter Vinyl[34,03 €]
Der ranzige Kern von Cerebral Rot, bestehend aus Ian Schwab (Gitarre / Gesang) und Clyle Lindstrom (Gitarre), ist nach wie vor dabei, doch die Rhythmusgruppe von Corpus Offal, bestehend aus Jason Sachs (Bass) und Jesse Shreibman (Schlagzeug), sorgt nun für intensive Wellen von magenverbrennendem Übelkeit. Nach der letztjährigen Demo-Entjungferung präsentieren Corpus Offal ihr selbstbetiteltes Album, das wie eine eiternde Leiche aus der mitternächtlichen Kanalisation auftaucht: faulig, pulverisierend und auf perverse Weise belebend.
Eine knüppelnde Autopsie von Death Metal, Gore und Deathgrind. Die tief gestimmten Grooves, die unharmonischen Leads und das Mid-Tempo-Rumpeln von Cerebral Rot sind in Tracks wie 'Spinous Forms of Mortal Abhorrence' und dem Titeltrack zu hören, während sie die Messlatte für Tansformation in noch grässlichere, verflüssigte Formen legen. Die gurgelnden Schleimvocals von Ian Schwab sind gefährlich radioaktiv, direkt aus dem versiegelten Keller eines nuklearen Leichenschauhauses beschworen und erzählen von einem Splatterfest aus morbider Poesie, verwesendem Fleisch, absurden Experimenten und grausamen Überschreitungen. Jeder Song liest sich wie die Akte eines Gerichtsmediziners, gekreuzt mit dem fiebrigen Geschwafel eines Psychopathen - präzise in seinem anatomischen Horror und abstoßend in seiner bizarren Verderbtheit.
Wenn Corpus Offal seinen katastrophalen Abschluss findet, ist man erschöpft, desorientiert und fragt sich, ob man ein Meisterwerk überlebt oder das musikalische Äquivalent eines Snuff-Films gesehen hat - und das mit einer unglaublich schweren Billy-Anderson-Produktion. Betritt also das Krematorium, atme tief ein und lass dich vom körperlichen Rausch des Gemetzels von Corpus Offal anstecken. Dies ist ein akustisches Schlachthaus und du bist der Kadaver.
Der ranzige Kern von Cerebral Rot, bestehend aus Ian Schwab (Gitarre / Gesang) und Clyle Lindstrom (Gitarre), ist nach wie vor dabei, doch die Rhythmusgruppe von Corpus Offal, bestehend aus Jason Sachs (Bass) und Jesse Shreibman (Schlagzeug), sorgt nun für intensive Wellen von magenverbrennendem Übelkeit. Nach der letztjährigen Demo-Entjungferung präsentieren Corpus Offal ihr selbstbetiteltes Album, das wie eine eiternde Leiche aus der mitternächtlichen Kanalisation auftaucht: faulig, pulverisierend und auf perverse Weise belebend.
Eine knüppelnde Autopsie von Death Metal, Gore und Deathgrind. Die tief gestimmten Grooves, die unharmonischen Leads und das Mid-Tempo-Rumpeln von Cerebral Rot sind in Tracks wie 'Spinous Forms of Mortal Abhorrence' und dem Titeltrack zu hören, während sie die Messlatte für Tansformation in noch grässlichere, verflüssigte Formen legen. Die gurgelnden Schleimvocals von Ian Schwab sind gefährlich radioaktiv, direkt aus dem versiegelten Keller eines nuklearen Leichenschauhauses beschworen und erzählen von einem Splatterfest aus morbider Poesie, verwesendem Fleisch, absurden Experimenten und grausamen Überschreitungen. Jeder Song liest sich wie die Akte eines Gerichtsmediziners, gekreuzt mit dem fiebrigen Geschwafel eines Psychopathen - präzise in seinem anatomischen Horror und abstoßend in seiner bizarren Verderbtheit.
Wenn Corpus Offal seinen katastrophalen Abschluss findet, ist man erschöpft, desorientiert und fragt sich, ob man ein Meisterwerk überlebt oder das musikalische Äquivalent eines Snuff-Films gesehen hat - und das mit einer unglaublich schweren Billy-Anderson-Produktion. Betritt also das Krematorium, atme tief ein und lass dich vom körperlichen Rausch des Gemetzels von Corpus Offal anstecken. Dies ist ein akustisches Schlachthaus und du bist der Kadaver.
Als die New Yorker IMPERIAL TRIUMPHANT 2018 "Vile Luxury" veröffentlichten, setzten sie einen neuen Standard für die Möglichkeiten extremer Musik. Seitdem hat die dreiköpfige Band ihren unverkennbaren Sound, der gleichermaßen im eklektischen Black Metal, den klaustrophobischsten Vorstellungen von Free Jazz und dem Konzept von urbanen Stadtlandschaften als Schluchten des Grauens verwurzelt ist, weiterentwickelt und ihren Status mit Touren an der Seite von Bands wie Behemoth, Zeal & Ardor und Voivod zementiert. Jetzt kehren IMPERIAL TRIUMPHANT mit einem neuen Blick auf "Vile Luxury" zurück, das von ihrem langjährigen Begleiter Colin Marston (Krallice, Gorguts) neu abgemischt und gemastert wurde, wodurch neue Dimensionen dieses Werks - das oft als IMPERIAL TRIUMPHANTs zugänglichstes Werk gilt - mit seinen monolithischen Absichten zum Vorschein kommen.
- A1: Yesterday Lost
- A2: Goodbye, Sunshine
- A3: Searching For Tomorrow
- A4: The Father Of Make Believe
- A5: Meri Of Mercy
- B1: Blind Side Sonny
- B2: Play The Poet
- B3: One Last Miracle
- B4: Corner My Confidence
- B5: Someone Who Can
- C1: The Continuum I: Welcome To Forever, Mr. Nobody
- C2: The Continuum Ii: The Flood
- C3: The Continuum Iii: Tethered Together
- C4: The Continuum Iv: So It Goes
- D1: The Omni-Voice
Transparent Magenta Vinyl[28,36 €]
Vaxis Act III: The Father of Make Believe', das neue und zehnte Studioalbum der New Yorker Band, setzt die Geschichte des The Amory Wars / Vaxis-Universums fort. Es folgt auf das 2022 erschienene Album 'Vaxis Act II: A Window of the Waking Mind', das von der Kritik sehr positiv aufgenommen wurde und mit 'Shoulders' die erste Top-10-Radiosingle der Band in ihrer Karriere einbrachte.
'The Father of Make Believe' fügt sich druckvoll in das klangliche Oeuvre der Band ein: Heulende Gitarren, ein Schlagzeug, das wie ein Feuerwerk über uns kracht, begleitet von der schmerzenden, kraftvollen Stimme von Sanchez, die uns durch ruhige wie schwungvolle Momente führt.
Neuland betritt Sanchez über die Art und Weise, wie er sich der Rolle der Hauptfigur annimmt. Schon oft hat er seine Geschichten in epische Lieder gekleidet: Reflexionen über einen süchtigen Vater, Erinnerungen an seinen geliebten Großvater, Ängste, ein Kind in einer grausamen Welt großzuziehen, Ängste, die Liebe seines Lebens zu verlieren. Dieses Mal schreibt er direkter über sein Leben und vor allem über seine Karriere. Claudio Sanchez ist 'The Father Of Make Believe', der auf die Welt herabblickt, die er erschaffen hat.
- Ltd. Col. 2LP: (gepresst auf Coke Bottle Green Transparent Vinyl im Trifold Gatefold-Cover mit zwei Taschen und bedruckten Innenhüllen)
- A1: Yesterday Lost
- A2: Goodbye, Sunshine
- A3: Searching For Tomorrow
- A4: The Father Of Make Believe
- A5: Meri Of Mercy
- B1: Blind Side Sonny
- B2: Play The Poet
- B3: One Last Miracle
- B4: Corner My Confidence
- B5: Someone Who Can
- C1: The Continuum I: Welcome To Forever, Mr. Nobody
- C2: The Continuum Ii: The Flood
- C3: The Continuum Iii: Tethered Together
- C4: The Continuum Iv: So It Goes
- D1: The Omni-Voice
Transp. Coke Bottle Green Vinyl[28,36 €]
Vaxis Act III: The Father of Make Believe', das neue und zehnte Studioalbum der New Yorker Band, setzt die Geschichte des The Amory Wars / Vaxis-Universums fort. Es folgt auf das 2022 erschienene Album 'Vaxis Act II: A Window of the Waking Mind', das von der Kritik sehr positiv aufgenommen wurde und mit 'Shoulders' die erste Top-10-Radiosingle der Band in ihrer Karriere einbrachte.
'The Father of Make Believe' fügt sich druckvoll in das klangliche Oeuvre der Band ein: Heulende Gitarren, ein Schlagzeug, das wie ein Feuerwerk über uns kracht, begleitet von der schmerzenden, kraftvollen Stimme von Sanchez, die uns durch ruhige wie schwungvolle Momente führt.
Neuland betritt Sanchez über die Art und Weise, wie er sich der Rolle der Hauptfigur annimmt. Schon oft hat er seine Geschichten in epische Lieder gekleidet: Reflexionen über einen süchtigen Vater, Erinnerungen an seinen geliebten Großvater, Ängste, ein Kind in einer grausamen Welt großzuziehen, Ängste, die Liebe seines Lebens zu verlieren. Dieses Mal schreibt er direkter über sein Leben und vor allem über seine Karriere. Claudio Sanchez ist 'The Father Of Make Believe', der auf die Welt herabblickt, die er erschaffen hat.
- Ltd. Col. 2LP: (gepresst auf Coke Bottle Green Transparent Vinyl im Trifold Gatefold-Cover mit zwei Taschen und bedruckten Innenhüllen)
12" + 7"[18,45 €]
Wellen.Brecher is an electronic band with punk attitude, which has been transcending and subverting electronic music genre boundaries for the past 6 years. After the release of Tierisch Verboten, which can confidently be described as the "soundtrack to inclusion", and a strong second release on our label Killekill, LIEBESERKLARUNG is the band's first full length album. Including a series of first-class remixes.
Refreshingly, the entire release is not based on the corny bad trance traditions loved by contemporary Buffalo shoe wearers. Instead - intentionally or not - it follows a series of almost historical musical quotations from over the last 40 years with each track on the album feeling like a new adventure.
The album opens with TUROFFNER, which has a kind of an Afrika Bambaataa intro, before turning into a wonderfully tresoresque/Detroit techno beast, always commented on or counteracted by the vocals - just like (almost) all the tracks on the album: a new round, a new crazy ride - bumper car lyrics on a powerful stomping reduction of a 90s track.
From here we leap backwards in time into grey West Berlin of the 80s with ROBOT GIRL which shifts and drifts like a bug in buttermilk somewhere between Grauzone and Alan Vega. Next track KAPUTT kicks in with a bang and smashes everything in the best EBM tradition - this could have been played in a techno club in Frankfurt, both in terms of lyrics and sound. Line up for Elektropogo please!
After all the stomping Wellen.Brecher bring in something completely different with VOICE OF A GENERATION: dramatic vocals over delicate breaks which gradually dissolve into arpeggios on a high-quality trance carpet. Challenge complete!
JULIA takes us back to the late eighties in the dark but fun Belgian-Detroit early trance with new beat appeal. TUNNEL TRANCE would have been a good fit for dancing around the Berlin Siegessaule in, let's say, 1998. Relentless 4/4 beats with a hook-line on speed surrounded by acidophilic bows and, on top, the vocal commentary arriving as if from the man behind the glass of the Ferris wheel. In
your mind's eye, you can see fur-shoed gym ravers in bright neon jumping through the Tiergarten like rubber balls. The cover version of the classic TECHNO DJ is an hommage to good old punk - torn apart and reassembled in true Wellen.Brecher style. The closer TIERISCH VERBOTEN brings all the emotion rushing back: fat beats beckon slowly from afar, before the curtain comes up for an epic synth finale.
The harsh, albeit true words really drive you in. It's not necessary, but perhaps it's good to point it out: Inclusion can easily be experienced with music like this. Fuck AfD!
Wellen.Brecher is an electronic band with punk attitude, which has been transcending and subverting electronic music genre boundaries for the past 6 years. After the release of Tierisch Verboten, which can confidently be described as the "soundtrack to inclusion", and a strong second release on our label Killekill, LIEBESERKLARUNG is the band's first full length album. Including a series of first-class remixes.
Refreshingly, the entire release is not based on the corny bad trance traditions loved by contemporary Buffalo shoe wearers. Instead - intentionally or not - it follows a series of almost historical musical quotations from over the last 40 years with each track on the album feeling like a new adventure.
The album opens with TUROFFNER, which has a kind of an Afrika Bambaataa intro, before turning into a wonderfully tresoresque/Detroit techno beast, always commented on or counteracted by the vocals - just like (almost) all the tracks on the album: a new round, a new crazy ride - bumper car lyrics on a powerful stomping reduction of a 90s track.
From here we leap backwards in time into grey West Berlin of the 80s with ROBOT GIRL which shifts and drifts like a bug in buttermilk somewhere between Grauzone and Alan Vega. Next track KAPUTT kicks in with a bang and smashes everything in the best EBM tradition - this could have been played in a techno club in Frankfurt, both in terms of lyrics and sound. Line up for Elektropogo please!
After all the stomping Wellen.Brecher bring in something completely different with VOICE OF A GENERATION: dramatic vocals over delicate breaks which gradually dissolve into arpeggios on a high-quality trance carpet. Challenge complete!
JULIA takes us back to the late eighties in the dark but fun Belgian-Detroit early trance with new beat appeal. TUNNEL TRANCE would have been a good fit for dancing around the Berlin Siegessaule in, let's say, 1998. Relentless 4/4 beats with a hook-line on speed surrounded by acidophilic bows and, on top, the vocal commentary arriving as if from the man behind the glass of the Ferris wheel. In
your mind's eye, you can see fur-shoed gym ravers in bright neon jumping through the Tiergarten like rubber balls. The cover version of the classic TECHNO DJ is an hommage to good old punk - torn apart and reassembled in true Wellen.Brecher style. The closer TIERISCH VERBOTEN brings all the emotion rushing back: fat beats beckon slowly from afar, before the curtain comes up for an epic synth finale.
The harsh, albeit true words really drive you in. It's not necessary, but perhaps it's good to point it out: Inclusion can easily be experienced with music like this. Fuck AfD!
In ihrer bisher zwölfjährigen Band-Historie veröffentlichten Nicolás Jaar und Dave Harrington, zusammen bekannt als DARKSIDE, die beiden Alben ""Psychic" (2013) und ""Spiral" (2021). Mit ihrem langjährigen Freund und Kollaborateur Tlacael Esparza als neues Bandmitglied und Schlagzeuger kommt jetzt ihr drittes Album ""Nothing". Das Ergebnis ist faszinierend und vielschichtig. DARKSIDE schmücken ""Nothing" mit prägnanten Rhythmen, verzerrten Vocals und kreieren eine ganz eigene, wie ungewöhnlichen Ästhetik.
Um die Entwicklung zu verstehen, muss man die Hintergrundgeschichte kennen: Jaar und Harrington lernten sich in den frühen 2010ern während ihrer Schulzeit in Providence kennen. Während der Tour zu Jaars Solo-Debütalbum fand eine spontane Aufnahmesession an einem freien Tag in einem Berliner Hotelzimmer statt. Die Session war wortwörtlich brandheiß, denn sie endete mit durchgeschmorten Lautsprechern. Der Raum füllte sich mit Rauch und der an diesem Tag entstandene Song wurde ihre erste gemeinsame Single ""A1", DARKSIDE war geboren.
Zwischen den ersten beiden Alben legte das Duo eine sechsjährige Pause ein. In dieser Zeit verfolgten Jaar und Harrington jeweils eigene kreative Wege: Jaar etablierte sich als Solokünstler und Produzent, während Harrington als innovativer Gitarrist und Experimentalmusiker die Underground-Szene in L.A. aufmischte und die Rock-Band Taper"s Choice gründete. Die Geschichte setzt sich dann im Herbst 2022 in Los Angeles fort als das Duo eine Reihe von Shows buchte, um sich nach acht Jahren erstmals wieder als Live-Band zu vereinen. Esparza kam als festes Mitglied hinzu und veränderte grundlegend den Klang und die Energie der Band. Die Idee von ""Nothing" entstand während der Suche nach Achtsamkeit und Harringtons stillen Momenten mit seiner neugeborenen Tochter, in denen er Schönheit im Nichtstun fand. Für Jaar wurde ""Nothing" zu einem Symbol für die allgegenwärtigen, wie überwältigenden Probleme, unausgesprochene Gefühle und den Stillstand in globalen Krisen wie Klimawandel, politischer Heuchelei und wiederkehrender Gewalt.
- A1: Scelestic Dusk
- A2: Rat King
- A3: Hollow Man Blues
- A4: Creep On
- B1: Madagascar Tree
- B2: Brute Beast
- B3: Aruna, Sunmonger
- B4: Second Dawn
Gelobt sei das allmächtige Riff! Triumphaler, großartiger, schwerer und kraftvoller Stoner Metal.Das Debütalbum von King Zog aus dem Jahr 2017
führte einen neuen Titanen in die Unterwelt des Doom ein und erntete einseitige Fangemeinde und Kritikerlob für sein hingebungsvolles Opfer an die
Götter des Metal. Songs wie Temple's Temple, Man-sized Rotisserie und Witchsmoker klangen so, wie das ikonische Album-Artwork von Dominic
Sohor aussah: feurig und grausam.Seit dem Erscheinen dieses musikalischen Leviathans haben King Zog an einer unermüdlichen Mission gearbeitet.
Daniel Durack (Gesang/Gitarre), Connor Pitts-West (Gitarre), Martin Gonzalez (Bass) und Sean Ryan (Schlagzeug) haben keinen einzigen Tag
vergeudet, sich während der Pandemie in die Kisten gekauert, um Album Nr. 2 zu schreiben, und nach Aufhebung der Sperren unermüdlich performt.
Die Belohnung für ihre Mühen steht kurz bevor: „Second Dawn“ soll Anfang 2024 auf Hammerheart Records erscheinen. Größer, schwerer und
doomiger als sein Vorgänger, ist King Zogs zweites Album alles, was Fans sich wünschen: ein wütender Stier aus iommischen Riffs, seismischen Bässen
und donnernden Rhythmen. Downtuned und verzerrt, das erdrückende Gewicht.
- A1: Waidler
- A2: Kremess
- A3: Kerkermoasta
- B1: Im Hexnhoiz
- B2: Vom Gråb Im Moos
- B3: Deifeszeig
- C1: Waldeinsamkeit
- C2: Dà Letzte Winter
Crystal Clear Vinyl[47,69 €]
- Gatefold 2LP (schwarzes Vinyl) mit Einleger, Etching auf Seite D, gefütterten Innenhüllen und Schutzhülle
GRÀB bieten auf ihrem zweiten Album "Kremess" sowohl Kontinuität als auch Wandel. Das von Sänger Grànt gegründete bayerische Black Metal Projekt kreist lyrisch weiterhin um Geschichten und Traditionen, die im Dialekt des deutschen Alpenlandes erzählt werden. "Kremess" bedeutet auf Hochdeutsch "Leichenschmaus" - und der Tod spielt auf diesem Album erneut eine große Rolle. Musikalisch erscheinen neben dem traditionellen Hackbrett weitere akustische Instrumente. Dazu gesellen sich vor allem Einflüsse aus dem frühen nordischen Black Metal, bei dem Namen wie GEHENNA, ULVER und DARKTHRONE fallen müssen - aber auch Inspirationen von deutschen Pionieren des Genres wie NAGELFAR und LUNAR AURORA. Mit dem englischen Gitarristen Gnàst, der den bisherigen Songwriter Grain mittlerweile abgelöst hat, kommen frische Ideen und Klänge zur bajuwarisch-schwarzen Klangwelt hinzu. Eine Reihe von Gastmusikern, unter anderem Mitglieder von EMPYRIUM, TRIPTYKON und DARK FORTRESS, bereichern ebenfalls das musikalische Spektrum. GRÀB, was im bairischen Dialekt "alt und grau" und keineswegs "Grab" bedeutet, wurden vom ehemaligen DARK FORTRESS-Frontmann Grànt erdacht, der dem Black Metal eine unverkennbar bayerische Note verleihen wollte. Die anfängliche Zusammenarbeit zwischen Grànt und dem Gitarristen Grain führte im Jahr 2021 zur Veröffentlichung des Debütalbums "Zeitlang", das den Geist des frühen Black Metal sehr zur Freude von Kritikern und Fans wiederauferstehen ließ. Mit "Kremess" verleihen GRÀB ihrem bayerischen Black Metal neue musikalische Kraft, die weit in die Zukunft weist.
- Gatefold 2LP (schwarzes Vinyl) mit Einleger, Etching auf Seite D, gefütterten Innenhüllen und Schutzhülle
GRÀB bieten auf ihrem zweiten Album "Kremess" sowohl Kontinuität als auch Wandel. Das von Sänger Grànt gegründete bayerische Black Metal Projekt kreist lyrisch weiterhin um Geschichten und Traditionen, die im Dialekt des deutschen Alpenlandes erzählt werden. "Kremess" bedeutet auf Hochdeutsch "Leichenschmaus" - und der Tod spielt auf diesem Album erneut eine große Rolle. Musikalisch erscheinen neben dem traditionellen Hackbrett weitere akustische Instrumente. Dazu gesellen sich vor allem Einflüsse aus dem frühen nordischen Black Metal, bei dem Namen wie GEHENNA, ULVER und DARKTHRONE fallen müssen - aber auch Inspirationen von deutschen Pionieren des Genres wie NAGELFAR und LUNAR AURORA. Mit dem englischen Gitarristen Gnàst, der den bisherigen Songwriter Grain mittlerweile abgelöst hat, kommen frische Ideen und Klänge zur bajuwarisch-schwarzen Klangwelt hinzu. Eine Reihe von Gastmusikern, unter anderem Mitglieder von EMPYRIUM, TRIPTYKON und DARK FORTRESS, bereichern ebenfalls das musikalische Spektrum. GRÀB, was im bairischen Dialekt "alt und grau" und keineswegs "Grab" bedeutet, wurden vom ehemaligen DARK FORTRESS-Frontmann Grànt erdacht, der dem Black Metal eine unverkennbar bayerische Note verleihen wollte. Die anfängliche Zusammenarbeit zwischen Grànt und dem Gitarristen Grain führte im Jahr 2021 zur Veröffentlichung des Debütalbums "Zeitlang", das den Geist des frühen Black Metal sehr zur Freude von Kritikern und Fans wiederauferstehen ließ. Mit "Kremess" verleihen GRÀB ihrem bayerischen Black Metal neue musikalische Kraft, die weit in die Zukunft weist.
Wie lässt sich eine Ahnung von Schönheit finden inmitten von Angst und Grausamkeit. Wie lässt sich all das Unsagbare hörbar machen, aber auch Wut, Zuversicht und unbedingter Lebenswille. Mit seinem dritten Album "Temple Of Hope_Ç hat der iranische Komponist Saba Alizadeh eine bewegende Hommage an die Menschen seiner Heimat geschaffen. Die Geschehnisse während der "Woman Life Freedom_Ç-Bewegung, aber auch die Kämpfe der Bevölkerung in den Jahren zuvor setzt er in eindringliche electro-akustische Musik um. Intensiviert durch Gesang und Lyrik von Andreas Spechtl, Sanam Maroufkhani und Leila Rahimi. In seinen Kompositionen kombiniert Saba Alizadeh das traditionelle Saiteninstrument Kamanche und Streicher mit modularem Synthesizer und No-Input-Mixer. So entsteht ein spannungsgeladener Sound, der vor allem die Sprachlosigkeit und Zerrissenheit zwischen Leid, Aufbegehren und Hoffnung auslotet. Historische Radio-Sequenzen verwurzeln seine Stücke in der Kultur und Geschichte des Landes. Die starke Verfremdung und Dekonstruktion dieser akustischen Elemente verweist wiederum auf das Unbegreifliche. Auf existentielle Erschütterungen und Auflösungsprozesse. In seinem "Temple Of Hope_Ç versammeln sich Mut und Zuversicht. Denn Saba Alizadehs vielschichtige Stücke mögen zwar oftmals wie ein Widerhall des Entsetzens wirken. Doch zugleich entfalten sie eine eigene erschütternde Schönheit.
- A1: Swarming Death
- A2: Face No Consequence
- A3: Tails Unknown
- A4: Narcissus
- A5: Rise From The Abyss
- A6: Rattenkönigin
- A7: Night Orbit
- B1: Asleep On A Dagger
- B2: Strychnos
- B3: Towers, Ropes And Knives
- B4: Judas Goat
- B5: Cosmicide
- B6: Vat Of Acid
Solid Gold and Purple Vinyl[36,77 €]
Wehe, wenn sie losgelassen: Ein beißender, rennender und wuselnder Schwarm bösartiger Nagetiere flutet unaufhaltsam heran. RATS OF GOMORRAH lassen ihr Debütalbum "Infectious Vermin" auf eine schockierte Welt los. Wem das Bild einer Horde Ratten keine Gänsehaut verursacht, den mag der Hinweis schrecken, dass "Infectious Vermin" auch aufgrund der Frustration des deutschen Duos über die Aversion der Metal-Szene gegen jegliche Veränderung herangezüchtet wurde. Aber keine Sorge: Obwohl es RATS OF GOMORRAH satt haben, wenn einfach nur die müden Klischees eines durchschnittlichen Death Metal-Albums wiedergekäut werden, sind sie nicht einfach vom sinkenden Schiff gesprungen. Ihr Sound wurzelt noch immer im Todesmetall, aber er sprießt nun auch in Richtung von Heavy- und Speed Metal. Der Stimmeinsatz ist auf "Infectious Vermin" besonders abwechslungsreich gehalten und die Härtesuppe wurde obendrein mit scharfen Gewürzen wie Crust-angehauchten Riffs und eingängigen Refrains veredelt. Inhaltlich verwandeln die Deutschen aktuelle Themen in finstere Geschichten im Stil von H. P. Lovecraft, in denen es vor Rattenplagen nur so wimmelt. RATS OF GOMORRAH haben eine viel längere Geschichte hinter sich, als es ihr Erscheinen unter diesem Namen vermuten lässt. Streng genommen kam das deutsche Duo zwar erst im Jahr 2023 mit dem neuen Nager-Namen aus seinem Loch gekrochen, och die Band hat bereits über ein Jahrzehnt Death Metal auf dem Buckel. Gitarrist und Sänger Daniel Stelling war ebenso wie Moritz Paulsen am Schlagzeug seit dem Jahr 2009 ein Teil des international operierenden norddeutschen Death Metal Trios DIVIDE, das sich bereits im Jahr 2016 in ein Duo verwandelte. Wem es nun auf der Haut juckt und kribbelt, während aus den Wänden kriechende und raschelnde Geräusche dringen, der findet ein perfektes Gegenmittel zum aufkeimenden Gefühl des Grauens in "Infectious Vermin": Einfach den Lautstärkeregler auf 10 gedreht und es ist keine Ratte mehr zu hören. Dafür hämmern vielleicht ein, zwei oder auch vier Nachbarn an die Wohnungstür. Egal, lasst es alle wissen: RATS OF GOMORRAH sind nicht aufzuhalten!
Wehe, wenn sie losgelassen: Ein beißender, rennender und wuselnder Schwarm bösartiger Nagetiere flutet unaufhaltsam heran. RATS OF GOMORRAH lassen ihr Debütalbum "Infectious Vermin" auf eine schockierte Welt los. Wem das Bild einer Horde Ratten keine Gänsehaut verursacht, den mag der Hinweis schrecken, dass "Infectious Vermin" auch aufgrund der Frustration des deutschen Duos über die Aversion der Metal-Szene gegen jegliche Veränderung herangezüchtet wurde. Aber keine Sorge: Obwohl es RATS OF GOMORRAH satt haben, wenn einfach nur die müden Klischees eines durchschnittlichen Death Metal-Albums wiedergekäut werden, sind sie nicht einfach vom sinkenden Schiff gesprungen. Ihr Sound wurzelt noch immer im Todesmetall, aber er sprießt nun auch in Richtung von Heavy- und Speed Metal. Der Stimmeinsatz ist auf "Infectious Vermin" besonders abwechslungsreich gehalten und die Härtesuppe wurde obendrein mit scharfen Gewürzen wie Crust-angehauchten Riffs und eingängigen Refrains veredelt. Inhaltlich verwandeln die Deutschen aktuelle Themen in finstere Geschichten im Stil von H. P. Lovecraft, in denen es vor Rattenplagen nur so wimmelt. RATS OF GOMORRAH haben eine viel längere Geschichte hinter sich, als es ihr Erscheinen unter diesem Namen vermuten lässt. Streng genommen kam das deutsche Duo zwar erst im Jahr 2023 mit dem neuen Nager-Namen aus seinem Loch gekrochen, och die Band hat bereits über ein Jahrzehnt Death Metal auf dem Buckel. Gitarrist und Sänger Daniel Stelling war ebenso wie Moritz Paulsen am Schlagzeug seit dem Jahr 2009 ein Teil des international operierenden norddeutschen Death Metal Trios DIVIDE, das sich bereits im Jahr 2016 in ein Duo verwandelte. Wem es nun auf der Haut juckt und kribbelt, während aus den Wänden kriechende und raschelnde Geräusche dringen, der findet ein perfektes Gegenmittel zum aufkeimenden Gefühl des Grauens in "Infectious Vermin": Einfach den Lautstärkeregler auf 10 gedreht und es ist keine Ratte mehr zu hören. Dafür hämmern vielleicht ein, zwei oder auch vier Nachbarn an die Wohnungstür. Egal, lasst es alle wissen: RATS OF GOMORRAH sind nicht aufzuhalten!
Das achte Album der Punkrock-Gruppe Turbostaat: Wo sonst Möwen und Wattenmeer waren, sind jetzt Tauben und Beton
Junger Punk steht breit lächelnd in kahler Raumecke vor zerschlissener Tonbandmaschine; kurzgeschorene, blondierte Haare, schnittige Sonnenbrille mit dünnen Metallbügeln, angejahrte Lederjacke über buntem Flanellhemd; Trainspotting-Ästhetik. Beschriebenes Foto ist gewiss kein typisches Albumcover-Motiv - und doch ziert es das Cover vom neuen, achten Studioalbum der Husumer, Hamburger, Berliner Band Turbostaat. Der Mann im Zentrum des angegilbten Schnappschusses? Turbostaat-Stammproduzent und Toningenieur Moses Schneider in seinen späten Zwanzigern; oder in seinen frühen Dreißigern - jedenfalls in einem Lebensabschnitt vor Kamillentee und Hochglanz-Equipment. Dreck, Wut, Tatendrang, Aufbruchsstimmung, rotziger Pessimismus, unverhohlen grantiger Punk-Geist - das sind die Parallelen zwischen jenem Foto und der Platte, die es bebildert. Sie hört mit Fug und Recht auf den Namen 'Alter Zorn', klingt mehr nach Stunde null als nach Spätwerk-LP und probt - anstatt friedfertig zu umarmen - den unsanft aufrüttelnden Würgegriff.
Okay, geschenkt: Friedfertig umarmt haben Turbostaat ihre Hörer*innen auf musikalischer Ebene Zeit ihres Bestehens ohnehin nie. Da war immer mehr Understatement und nordfriesische Nüchternheit als Charmeoffensive oder Frohmut, immer mehr Sehnsucht als Wohlbehagen, immer mehr Krach, wirre Worte und bärbeißige Mine zum bösen Spiel als gut gelaunter Humbug. Turbostaat-Musik, das ist Punkrock, dem Wattenmeer-Nebel in den Lungen hängt - seitdem sich die Band 1999 in der schleswig-holsteinischen Provinz formiert hat und auch ein Vierteljahrhundert später.
Wo sonst Möwen, Wattenmeer-Nebel und graue Weiten waren, verdecken nun Taubenschwärme, endzeitlich versmogte Betonburgen und eine gottverdammte Bismarck-Statue, die dem Szeneviertel ihren metergroßen Arsch entgegenstreckt, die Sicht auf alles Schöne. 'Alter Zorn' blickt auf die »Affenstraße«, auf verwahrloste Eckkneipen, in der sich düstere Schatten stapeln, auf »Ruinen zwischen Glas und Stahl«, auf Metropolen voll »greller Sommerkotze« und Spiegelscherben, die immer enger werden - und nur selten starr auf’s offene Meer. Was den schwammigen Protagonist*innen des Turbostaat-Universums dennoch geblieben ist, ist die bohrende Einsamkeit - dieses wütend-resignierte Gefühl, es nicht zustandezubringen, »hier mitzumarschieren«. 'Alter Zorn' zeichnet eine Dystopie - eine Welt zwischen Novembergicht und Hitzestau, in der sich tote Schwäne im Graben stapeln, Panzer rollen, die Luft knapp wird, Obdachlose die Straße umarmen, alle alles mit Karte bezahlen, in Ledersitzen zittern, die Laune im Arsch und überhaupt »wirklich Sense« ist.
Das achte Album der Punkrock-Gruppe Turbostaat: Wo sonst Möwen und Wattenmeer waren, sind jetzt Tauben und Beton
Junger Punk steht breit lächelnd in kahler Raumecke vor zerschlissener Tonbandmaschine; kurzgeschorene, blondierte Haare, schnittige Sonnenbrille mit dünnen Metallbügeln, angejahrte Lederjacke über buntem Flanellhemd; Trainspotting-Ästhetik. Beschriebenes Foto ist gewiss kein typisches Albumcover-Motiv - und doch ziert es das Cover vom neuen, achten Studioalbum der Husumer, Hamburger, Berliner Band Turbostaat. Der Mann im Zentrum des angegilbten Schnappschusses? Turbostaat-Stammproduzent und Toningenieur Moses Schneider in seinen späten Zwanzigern; oder in seinen frühen Dreißigern - jedenfalls in einem Lebensabschnitt vor Kamillentee und Hochglanz-Equipment. Dreck, Wut, Tatendrang, Aufbruchsstimmung, rotziger Pessimismus, unverhohlen grantiger Punk-Geist - das sind die Parallelen zwischen jenem Foto und der Platte, die es bebildert. Sie hört mit Fug und Recht auf den Namen 'Alter Zorn', klingt mehr nach Stunde null als nach Spätwerk-LP und probt - anstatt friedfertig zu umarmen - den unsanft aufrüttelnden Würgegriff.
Okay, geschenkt: Friedfertig umarmt haben Turbostaat ihre Hörer*innen auf musikalischer Ebene Zeit ihres Bestehens ohnehin nie. Da war immer mehr Understatement und nordfriesische Nüchternheit als Charmeoffensive oder Frohmut, immer mehr Sehnsucht als Wohlbehagen, immer mehr Krach, wirre Worte und bärbeißige Mine zum bösen Spiel als gut gelaunter Humbug. Turbostaat-Musik, das ist Punkrock, dem Wattenmeer-Nebel in den Lungen hängt - seitdem sich die Band 1999 in der schleswig-holsteinischen Provinz formiert hat und auch ein Vierteljahrhundert später.
Wo sonst Möwen, Wattenmeer-Nebel und graue Weiten waren, verdecken nun Taubenschwärme, endzeitlich versmogte Betonburgen und eine gottverdammte Bismarck-Statue, die dem Szeneviertel ihren metergroßen Arsch entgegenstreckt, die Sicht auf alles Schöne. 'Alter Zorn' blickt auf die »Affenstraße«, auf verwahrloste Eckkneipen, in der sich düstere Schatten stapeln, auf »Ruinen zwischen Glas und Stahl«, auf Metropolen voll »greller Sommerkotze« und Spiegelscherben, die immer enger werden - und nur selten starr auf’s offene Meer. Was den schwammigen Protagonist*innen des Turbostaat-Universums dennoch geblieben ist, ist die bohrende Einsamkeit - dieses wütend-resignierte Gefühl, es nicht zustandezubringen, »hier mitzumarschieren«. 'Alter Zorn' zeichnet eine Dystopie - eine Welt zwischen Novembergicht und Hitzestau, in der sich tote Schwäne im Graben stapeln, Panzer rollen, die Luft knapp wird, Obdachlose die Straße umarmen, alle alles mit Karte bezahlen, in Ledersitzen zittern, die Laune im Arsch und überhaupt »wirklich Sense« ist.
Das achte Album der Punkrock-Gruppe Turbostaat: Wo sonst Möwen und Wattenmeer waren, sind jetzt Tauben und Beton
Junger Punk steht breit lächelnd in kahler Raumecke vor zerschlissener Tonbandmaschine; kurzgeschorene, blondierte Haare, schnittige Sonnenbrille mit dünnen Metallbügeln, angejahrte Lederjacke über buntem Flanellhemd; Trainspotting-Ästhetik. Beschriebenes Foto ist gewiss kein typisches Albumcover-Motiv - und doch ziert es das Cover vom neuen, achten Studioalbum der Husumer, Hamburger, Berliner Band Turbostaat. Der Mann im Zentrum des angegilbten Schnappschusses? Turbostaat-Stammproduzent und Toningenieur Moses Schneider in seinen späten Zwanzigern; oder in seinen frühen Dreißigern - jedenfalls in einem Lebensabschnitt vor Kamillentee und Hochglanz-Equipment. Dreck, Wut, Tatendrang, Aufbruchsstimmung, rotziger Pessimismus, unverhohlen grantiger Punk-Geist - das sind die Parallelen zwischen jenem Foto und der Platte, die es bebildert. Sie hört mit Fug und Recht auf den Namen 'Alter Zorn', klingt mehr nach Stunde null als nach Spätwerk-LP und probt - anstatt friedfertig zu umarmen - den unsanft aufrüttelnden Würgegriff.
Okay, geschenkt: Friedfertig umarmt haben Turbostaat ihre Hörer*innen auf musikalischer Ebene Zeit ihres Bestehens ohnehin nie. Da war immer mehr Understatement und nordfriesische Nüchternheit als Charmeoffensive oder Frohmut, immer mehr Sehnsucht als Wohlbehagen, immer mehr Krach, wirre Worte und bärbeißige Mine zum bösen Spiel als gut gelaunter Humbug. Turbostaat-Musik, das ist Punkrock, dem Wattenmeer-Nebel in den Lungen hängt - seitdem sich die Band 1999 in der schleswig-holsteinischen Provinz formiert hat und auch ein Vierteljahrhundert später.
Wo sonst Möwen, Wattenmeer-Nebel und graue Weiten waren, verdecken nun Taubenschwärme, endzeitlich versmogte Betonburgen und eine gottverdammte Bismarck-Statue, die dem Szeneviertel ihren metergroßen Arsch entgegenstreckt, die Sicht auf alles Schöne. 'Alter Zorn' blickt auf die »Affenstraße«, auf verwahrloste Eckkneipen, in der sich düstere Schatten stapeln, auf »Ruinen zwischen Glas und Stahl«, auf Metropolen voll »greller Sommerkotze« und Spiegelscherben, die immer enger werden - und nur selten starr auf’s offene Meer. Was den schwammigen Protagonist*innen des Turbostaat-Universums dennoch geblieben ist, ist die bohrende Einsamkeit - dieses wütend-resignierte Gefühl, es nicht zustandezubringen, »hier mitzumarschieren«. 'Alter Zorn' zeichnet eine Dystopie - eine Welt zwischen Novembergicht und Hitzestau, in der sich tote Schwäne im Graben stapeln, Panzer rollen, die Luft knapp wird, Obdachlose die Straße umarmen, alle alles mit Karte bezahlen, in Ledersitzen zittern, die Laune im Arsch und überhaupt »wirklich Sense« ist.
- A1: Outcast
- A2: Playing Along
- A3: Half-Life
- A4: Decay
- A5: Uncertain Me
- A6: No Cure
- A7: Four Shells
- B1: Seasons
- B2: Relieved
- B3: Negative
- B4: Pendulum
- B5: Free Falling
- B6: Spark
- B7: Hollow
Macht Euch bereit, Elwood Stray’s Debütalbum auf einem ganz neuen Level zu erleben: “Gone With The Flow“ ist auf einer brandneuen Vinyl-Pressung erhältlich, jetzt zusätzlich mit den Tracks ihrer “Triality”-EP. Jede Platte ist ein handgefertigtes Kunstwerk in rot-grauem Splatter, was jedes Exemplar zu einem echten Unikat macht.
Limitierte Auflage, immer einzigartig - Sichert Euch ein Stück Elwood Stray-Musikgeschichte!
Die aus Essen-stammende Band liefert eine energiegeladene Mischung aus Post-Hardcore, Rock und Metalcore. Wenn man ihren Sound beschreiben sollte, würde man es wahrscheinlich mit den Worten schlicht, unaufgesetzt und natürlich tun. Kein technischer Schnickschnack, nur das Wesentliche: Handgemachte Musik.
In ihrer kurzen Zeit in der Branche haben Elwood Stray bereits die Bühne mit zahlreichen internationalen Künstlern geteilt, darunter Bad Omens, The Plot In You, The Ghost Inside, Landmvrks und The Word Alive, und haben nennenswerte Festivalauftritte beim Summerbreeze, Full Force und Takedown hinter sich. Nach ihrer gemeinsamen Europa Tour mit Novelists Anfang 2024, sind Elwood Stray bald mit dem US-Metacorel-Powerhouse Stick To Your Guns unterwegs und unterstützen diese auf ihrer Record Release Tour durch Europa.




















