Die in Genf lebende, in Lyon, mit Vorfahren aus Kamerun, geborene Emilie Nana ist ein Wunderkind. 'The Meeting Legacy' beinhaltet eine eklektische Selektion, die Vieles von dem beinhaltet, was Emilie ausmacht.
'The Meeting Legacy' umfasst 11 Stücke, inclusive Like You, welches bereits Anfang 2013 auf Compost Black Label als Maxi veröffentlicht wurde. Die Black Label # 61 wurde digital veröffentlicht und die Black Label # 95 gibt es auf Vinyl. 2013 war das eine von fünf EPs, die Emilie Nana bis dato herausgebracht hatte. I'm Childish, So What!, was erstmals im Sommer 2015 als Teil der COMPOST 500 - Compilation zu hören. Dieses Juwel ist von Emilie's Neffen inspiriert und basiert auf der Idee, dass wir, egal in welcher Lebensphase, stets zu uns selbst stehen sollen. Es ist der einzige Track auf dem Album mit französischen Vocals und vermittelt ein getragenes, leicht verrücktes, regelloses Gefühl, ein absolut fantasievolles Glanzstück. Drei Stücke des Albums: Tolstoy' Changes, Music und The Meeting Legacy, werden 2016 als Compost Black Label - Remix - Maxi erscheinen, mit Remixen von Manoo, Beanfield & Thomas Herb, Floyd Lavine.
The Meeting Legacy, der Titeltrack des Albums, ist purer Musik-Aktivismus. Der Text stammt von Elaine Brown, eine schwarze amerikanische Aktivistin und Künstlerin, Vorsitzende der Black Panther Partei. Der Bass dieses gemächlich stolzierenden Kampfsymbols ist Nana-esk und die Vocals heben sich mit Leichtigkeit ab und positionieren diesen Track auf ergreifende Weise.
Black Like Me erhebt einen fortwährenden Anspruch auf Fiktion und Non-Fiktion und verkörpert die gelebten und kenntnisreichen Erfahrungen Emilie Nanas. Eine warme, melodiöse Kreation, mit einfachsten Lyrics und im Hintergrund dümpelnden Marimbas. Es ist die musikalische Interpretation des Buches 'Black Like Me' von John Howard Griffin. Er erzählt hier die Geschichte des weissen Journalisten, der sich einer Hautverdunkelung unterzog, um sich im schwarzen Leben des separierten Südens der U.S.A. zu engagieren. Emilie's musikalische Interpretation erfasst die bunten kulturellen Äußerungen, welchen der weisse Journalist im gelebten schwarzen Alltag begegnet.
Track Fünf des Albums, dem inoffiziellen 'letzten Track von Teil 1' heist Confessions Of No Language. Während Emilie Nana hier ihre innersten Erfahrungen transponiert, oder transportiert, zielt sie auf eine 'gewisse' Körperzone. Welche Das muss man hören.
Das Album beginnt mit Off The Street, die wilden Begleiterscheinungen einer durchfeierten Nacht von Party-Girls, geht weiter mit dem, durch die frühen 90er Jahre von Janet Jackson und Prince beeinflussten Music, bei dem wir Emilie Nana sehr warm und cool erleben. Schliesslich entdecken wir sie in Inward Path, wenn sie resümiert, dass es mehr Glücklichkeit als Traurigkeit gibt, da immer Hoffnung in uns selbst existiert.
Dieses Werk erfreut sich an dem Erguss aus Nana's grazilem und dennoch lebhaftem Wesen und trachtet erfolgreich nach dem Brechen der Regeln, mit denen Kunst oft behaftet ist. Indem sie ihr Leben vergegenwärtigt, führt sie uns gekonnt, mit Kindesaugen, Teenage-Erfahrungen bis erwachsenen Sehnsüchten und ausgereif-ten Konversationen, durch Subkultur, Kampf und verschiedenen sozialen Einflüsse. Nach vier Jahren Produktionszeit, liefert Emilie Nana ein Album, das ihr verspielten, aber reifen Geist widerspiegelt und ihre Seele miteinbezieht, The Meeting Legacy.