Wie bringt man eines der populärsten Reggae Alben in ein bayerisches Wirtshaus? Wie klingt eigentlich die perfekte Symbiose von Hopfen und Hanf? Eine Antwort bieten "Kapelle So&So" und "Captain Yossarian" auf ihrem Album "BOB". Sie haben sich der klassischen Bob Marley Hit Sammlung "Legend" verschrieben und huldigen dem wohl populärsten Reggae Album aller Zeiten in einer für jamaikanische Verhältnisse eher ungewöhnlichen Besetzung: Den Bass übernimmt die Tuba, anstatt von E-Gitarre, Orgel und Clavinet erklingen Schrammel Gitarre, Ziach (diatonische Harmonika) und Tenorhorn. Den klassischen dreistimmigen Chor der "I-Threes" bedienen Basstrompete, Flügelhorn und Trompete und Manuel da Coll alias Captain Yossarian sitzt am Schlagzeug (bestehend aus einem alten Lederkoffer). Die Stimme Bob Marley ¦üs übernimmt dabei Song für Song ein anderer illustrer Solist. Zu hören sind u.v.a. Stofferl Well (ex Biermösl Blosn), Thomas Gansch (Mnozil Brass), Stefan Dettl (LaBrassBanda) und Florian Ritt (Folkshilfe).
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FLAPAAaaam!!! the first snare roll leaves no doubt: this is a dub album, reminiscing the pioneers of the genre like King Tubby, Lee "Scratch" Perry and Scientist and of course, it's a tribute to the revolutionary music of Bob Marley and the Wailers. The original record from which these dubs derive - "Bob" by Kapelle So&So feat. Cpt. Yossarian - was recorded in 2020, the year of Bob Marley's 75th birthday. Due to the strict lockdown all the tracks were recorded separately - which perfectly qualifies them for a dub rework. The musicians involved took great care to dig deeply into the original music, absorbing every note of the Wailers' recordings and translating it to their own instrument. But at this point we leave common paths, because what would be Aston Barrett's electric bass turns out to be a tuba and his brother Carly's distinguished bassdrum sound resurges on an old leather suitcase. We are talking of a traditional bavarian folk band (trumpet, cornet, tuba, accordion, guitar, drums) playing Bob Marley's sacred music. Simultaneously seriously sticking to the original score and adding color to the music by the masterful use of their rather uncommon instruments. What sounds like an impossible -almost blasphemous- endeavour actually sounds pretty neat and leads to the next big venture: A dub album paying tribute to the music of Bob Marley and the Wailers. The dub versions naturally lead on the abstract that was introduced by the uncommon orchestration by muting or emphasizing single instruments and sending them into the sonic orbit. The melody itself is almost completely left out. Nevertheless one never loses one's orientation since the defining elements of the songs alternate skillfully, vanishing in clouds of reverb, losing themselves in echo feedbacks and then popping up again, guiding us through the song. Despite being focused mainly on bass and drums you will catch yourself singing along Marley's part more than once thereby proving the profound impact of this divine music on our souls and our common musical knowledge. Bob Marley in Dub is the abstract of an abstract and still manages to transport the heart and soul inherent of the music. With all due respect to the original, Cpt. Yossarian manages to illuminate nuances of the material yet unheard and takes us on a trip through his conception of this otherwise well known material. Following the tradition of the before mentioned mentors of dub music he uses his mixing desk, a couple of studio effects and whatever odd sounding kids toys to present us with his approach to a musical genre that defined so many styles of music that followed.
Vinyl 7inch - Split-Single: Ofisboyz/ Ghostbastardz - Non Ska-Bands from all over the world playing Ska songs: Eine türkische Oi!-Core Band aus Istanbul und eine deutsche Punk-Kapelle aus Wetzlar spielen Ska? Funktioniert! Ofisboyz "Istanbul Skinheads" The song criticizes racial prejudice, mocks stereotypes about Turks, and reclaims pride and identity in a rebellious, ironic way _ fitting into punk and skinhead traditions of standing against bigotry. Ghostbastardz "Für Skapunk reicht's" "Für Skapunk reicht's" mischt klangvollen Punkrock mit tanzbaren Offbeats - ein sommerlicher Ska- Remix, der Sonnenbrille, Bier und Rebellion in einen Soundtrack packt. Sechste Ausgabe der Ska-Split-Single-Edition, 2025, 300 Stück handnummeriert
Endlich das erste Soloalbum des bayrischen Experimental-Volksmusikers und Frontmanns der hochgelobten "Kofelgschroa" ist wieder lieferbar. Maxi Pongratz - der bayrische Texter und Liederschreiber der Band "Kofelgschroa" - ist mit diesem Album nun endlich auch solo unterwegs. Nach den drei erfolgreichen Alben mit seiner 4-köpfige Kapelle und ihrer ganz eigenen Version traditioneller Blasmusik, geht Maxi Pongratz nun eine Zeitlang eigener Wege: Mit seinem ureigenen Akkordeonspiel und Liedern, die uns laut auflachen lassen, solange, bis uns das Lachen auch mal gehörig im Halse stecken bleibt, die mehr als nur zwei Ebenen haben, in der die heile Welt Risse kriegt und die, das ist entscheidend, dem Schmunzeln und Augenzwinkern, der leisen und auch der lauten Ironie ihren Raum geben. Kaum ein anderes Bundesland hat eine so starke Tradition der anarchistisch gegen den Strich gebürsteten Volksmusik hervorgebracht wie Bayern; wo sonst wird so kritisch, politisch, witzig und laut geschrammelt, gestampft und gesungen? Ganz in dieser Traditionslinie der Zick-Zack-Gänger und Querschläger stehend, hatte es nicht umsonst bereits über die Texte von "Kofelgschroa" geheißen, sie seien dadaistisch-valentinesk. Das setzt Maxi Pongratz auf seiner ersten Soloplatte nun noch eins drauf. Mit seinem Akkordeon oder dem Klavier lässt er diese Texte in schnellen Schritten springen, plötzlich stocken oder schleppt und schuppst sie hinter und vor sich her. Das ist authentisch und rau, laut und lustig und nicht zuletzt auch ziemlich schlau.
The Other Sound of Music is Edition Hawara’s first compilation of forgotten Austrian treasures from the 1980s. Plucked from dusty basements, flea markets and bespoke stores across the small Alpine country, it features eight quirky and charming pieces that afford a glimpse into largely unknown but surprisingly rich musical subcultures. The lovingly curated selection brings to light early soul, boogie and proto-house productions, as well as some of the most balearic tracks that have ever been made in a landlocked country. Finally giving this music the stage it deserves, The Other Sound of Music is the definitive guide to the outer limits of the Austrian underground.
Kenner von Richard Swift wissen, dass sein Katalog umfangreich und phantasievoll ist, vollgepackt mit ebenso vielen ausgefeilten, eiskalten Klassikern wie verrückten Ein-Take-Experimenten. Diese Kleinode kommen in allen Formen und Größen, und während das den Eingefleischten nichts ausmacht, ist der Einstieg in die Musik von Swift für den Neuling schwierig: Wo soll man anfangen? Was kommt in die engere Wahl? Wie viele Crooner? Wie viele wilde Lieder? Vor diesem Hintergrund präsentiert Secretly Canadian "4 Hits & A Miss - The Essential Richard Swift", einen bescheidenen Versuch, die siebenundvierzig Minuten und vierzehn Songs zusammenzutragen, die die Uneingeweihten einführen können. Wenn Sie Richard Swift nicht kennen, lassen Sie sich von dem unvergleichlichen Kevin Morby aufklären: "Es gibt einen alten Pfadfindermythos, von dem ich als Kind gehört habe, dass man eine Kapelle bauen kann, wenn man die richtige Person mitten in den Wald setzt, bewaffnet nur mit einem Schweizer Taschenmesser. Wenn ich an diesen Mythos zurückdenke, denke ich an Richard Swift, der, wenn man ihn mitten im Wald mit einem 10-Dollar-Radio-Shack-Mikrofon absetzte, irgendwie ein Studio bauen konnte und in diesem Studio eine Kapelle des Klangs errichtete. Tatsächlich hat er genau das in seinem eigenen National Freedom Studio mitten in den Wäldern von Oregon getan, in einer Stadt namens Cottage Grove, wo er unzählige Stunden seiner eigenen Musik und der anderer Leute aufgenommen hat. Diese Kapellen des Klangs werden - und ich habe es bereits erlebt - kommende Generationen in Ehrfurcht versetzen und inspirieren, so wie es die Steinkapellen im frühen Europa tun. Beide lassen die Menschen verblüfft zurück und fragen sich: Wie konnte etwas so Massives und Schönes mit so minimalen und archaischen Mitteln gebaut werden - und in Richards Fall so schnell? Nach ihrem Tod scheinen die meisten Künstler endgültig zu ruhen, ihre Kataloge ruhen für immer neben ihnen. Aber Richard scheint aus dem Jenseits rastlos zu sein, und die Arbeit, die er hier unten auf der Erde begonnen hat, geht weiter. Sein letztes Album, The Hex, wurde nur wenige Monate nach seinem frühen Tod im Jahr 2018 veröffentlicht, und jetzt haben wir mit 4 Hits and A Miss eine Sammlung seiner beliebtesten Songs sowie einen neuen, noch nie zuvor gehörten Track "Common Law", aufgenommen um 2012. Ob Gelegenheitsfan oder Swift-Purist, 4 Hits & A Miss ist entweder ein perfekter Startpunkt oder ein Ziel für uns eingefleischte Fans, um wieder einmal etwas Neues zu finden, das uns beeindruckt und inspiriert. Wie ein versteckter Raum in seiner bereits beeindruckenden Kapelle gibt es immer etwas Neues von unserem geliebten Freund und Helden, dem verstorbenen großen Richard Swift, zu entdecken." Viel Spaß!
,somewhere in the nowhere, between cows and sheep, there's a little studio:"klingt als ob man den schrank aufmacht und einem fällt alles entgegen" (fortuna ehrenfeld) "sounds shit" (new york times) "nope" (bbc6) "i fucking love it!" (brian eno) "honestly?!" (meg white) "mind opening" (hans zimmer) "well done" (idles) bonny und clyde sind in ein, ja sie hören richtig, walisisch/oberösterreichisches indie-duo reinkarniert und plötzlich riecht hier alles wie reifenabrieb nach einem vollgas-start auf der straße richtung sonnenuntergang.an den drums wird hier schnell eine new sensation offenbar.tank girl, punkbraut, madonna, blumenmädchen.mit roher gewalt und einem einzigartigen stil ballert veva mit stampfenden beats den weg zum tresor frei, während tom lässig mit dem ellenbogen durchs regal geht und die erbeuteten juwelen in form von schmutzig geschliffenen britesquen songzeilen für die ewigkeit auf den pokertisch wirft.im haldern studio hat martin, sänger und mastermind von fortuna ehrenfeld, den beiden einen derart geschmackvollen noise appeal auf die leiber genagelt wie man in hierzulande nur (viel zu) selten hört." FALSE LEFTY stellt die punkwelt auf den kopf. sie brechen nicht nur optisch, sondern auch musikalisch jedes klischee. drei saiten, drei trommeln- mehr braucht das duo FALSE LEFTY nicht. die band bricht mit perfektionismus, reduziert sich von überflüssigem, lässt das unwichtige weg und setzt auf einen minimalismus, der die hoffnung weckt, dass es doch so wenig braucht, um gute musik zu machen- eine vision, zwei menschen, drei saiten, drei trommeln. FALSE LEFTY sind eine newcomer band, bestehend aus einer schlagzeugerin, die im stehen drei trommeln spielt und einem sänger, der seine gitarre nur mit drei saiten bespannt: die frage ist nicht, was gute musik braucht, sondern was sie nicht braucht. seit der gründung der Band vor einem jahr spielten FALSE LEFTY über 40 konzerte, sowohl als headliner wie auch als support für Public Image Ltd., Fortuna Ehrenfeld, The Lathums, SONS, Kapelle Petra, Cash Savage and the last Drinks und viele andere.
Die beiden vorherigen Veröffentlichungen von Witch Vomit, "Abhorrent Rapture" und "Buried Deep In A Bottomless Grave", festigten und erhöhten ihre Position als eine der stärksten und direktesten Kapellen des aktuellen US-Death Metals, die gekonntes, kakophonisches Gemetzel bieten. Mit methodisch unerbittlicher Inbrunst und gnadenloser Aggression haben sich Witch Vomit einen formidablen Ruf für brutales Riffing mit Hooks erarbeitet, die so eingängig sind, dass sie Fleisch von Knochen reißen.
Auf dem neuen Album "Funeral Sanctum" erweitern Witch Vomit die dunkle Melodik, die in der Raserei vergangener Veröffentlichungen vergraben war - nun zu schwarzem Obsidian geschliffen und mit der für die Band typischen Brutalität verschmolzen. Die DNA von Tracks wie Blood of Abomination" und Dominion of a Darkened Realm" erinnert nicht an die beschwingten Harmonien, die man im typischen Melodic Death Metal hört, sondern eher an die dämonisch-böse Macht der frühen Dissection, die in gefrorener Dunkelheit glänzt. Die blutgetränkte USDM-Grausamkeit bleibt der verrottete Kern von Witch Vomits Fundament.
Witch Vomits dominante dynamische Entwicklung innerhalb ihres konzentrierten stilistischen Rahmens hat mit "Funeral Sanctum" einen neuen Höhepunkt erreicht. Der intensive Fokus des Albums und der unaufhörliche Riffsturm entfesseln eine Welle blutiger Befriedigung, die sich mit unbarmherziger Eindringlichkeit in die Gehörgänge fräst!
Die beiden vorherigen Veröffentlichungen von Witch Vomit, "Abhorrent Rapture" und "Buried Deep In A Bottomless Grave", festigten und erhöhten ihre Position als eine der stärksten und direktesten Kapellen des aktuellen US-Death Metals, die gekonntes, kakophonisches Gemetzel bieten. Mit methodisch unerbittlicher Inbrunst und gnadenloser Aggression haben sich Witch Vomit einen formidablen Ruf für brutales Riffing mit Hooks erarbeitet, die so eingängig sind, dass sie Fleisch von Knochen reißen.
Auf dem neuen Album "Funeral Sanctum" erweitern Witch Vomit die dunkle Melodik, die in der Raserei vergangener Veröffentlichungen vergraben war - nun zu schwarzem Obsidian geschliffen und mit der für die Band typischen Brutalität verschmolzen. Die DNA von Tracks wie Blood of Abomination" und Dominion of a Darkened Realm" erinnert nicht an die beschwingten Harmonien, die man im typischen Melodic Death Metal hört, sondern eher an die dämonisch-böse Macht der frühen Dissection, die in gefrorener Dunkelheit glänzt. Die blutgetränkte USDM-Grausamkeit bleibt der verrottete Kern von Witch Vomits Fundament.
Witch Vomits dominante dynamische Entwicklung innerhalb ihres konzentrierten stilistischen Rahmens hat mit "Funeral Sanctum" einen neuen Höhepunkt erreicht. Der intensive Fokus des Albums und der unaufhörliche Riffsturm entfesseln eine Welle blutiger Befriedigung, die sich mit unbarmherziger Eindringlichkeit in die Gehörgänge fräst!
Kapelle Petra nennen ihr neuntes Album wie die Stadt, in der sie leben und von der die meisten nur den Bahnhof kennen - "HAMM". Ein lokaler
Bahnsteig bildet trefflicherweise das Artwork, Symbol für Ankommen und Weiterstreben zugleich, geschossen im Zusammenspiel von Licht und
Schatten. Das Licht fällt auf die „Freibad Pommes“, denen die Band in heiterem Uptempo ebenso ein Denkmal setzt wie der unvergesslichen
Stimmung, als Kind „barfuß“ mit dem Rad in den nassen Nachmittag zu fahren. Das Licht fragt „Wann ist wieder Samstag“ und scheint vom
Wochenende aus auf die Woche, die für zwei Tage all ihr Gewicht verliert. Das Licht hat sogar Freude daran, wie der Mensch sich in „Zwischending“
schlichtweg „nicht entscheiden“ möchte und feststellt: „Zwischen den Stühlen wird immer Platz für mich sein.“ Denn genau dort spielen Kapella Petra
besser denn je, zwischen den Stühlen von Popmusik und Indierock, mit einer Instrumentierung, die zugleich grazil und griffig klingt, verletzlich und
entschlossen.
Jetzt ist dann aber Schluss mit der Gemütlichkeit! Christian Fuchs und David Pfister haben als Mitglieder der Brachial-Wienerlied-Kapelle "Neigungsgruppe Sex, Gewalt & Gute Laune" die österreichische Dialektpop-Welle maßgeblich mitinitiiert. Jetzt gehen sie als Die Buben im Pelz wieder einen Schritt weiter. Und gleichzeitig zurück. Und finden, dass das Wienerlied auch wie Velvet Underground mit Meidlinger L klingen kann. Oder im Sinne legendärer Ahnherren wie Helmut Qualtinger oder Gerhard Rühm, wie ein Zyankalizuckerl schmecken muss, das im weißen Spritzer aufgelöst wird. Aufgenommen im steirischen Studio des Produzenten Bernd Heinrauch eingespielt mit einer großartigen Schar von GastmusikerInnen und FreundInnen gelingt Fuchs und Pfister auf ihrem gemeinsamen Debütalbum ein Rotzbubenstück sondergleichen. Inklusive roher Gewalt und abgedrehten Sex'n'Drugs-Stories, aber auch rasiermesserscharfem Pop&Trash-Appeal. Da wimmelt es in den Songs von Protagonisten in grindigen Pelzen und engem Leder, die sich die sunglasses after dark auf die Schnapsnasen drücken. Tatsächlich schnappen sich die Buben im Pelz, frei nach Sacher-Masoch, das heiliggesprochene erste Velvet Underground Album - ja, das mit dem Bananen-Cover! - und übersetzen die wild aufgekratzte Energie und speckig-dreckige Lust der Stücke ins gache und goscherte Wienerische. Der hektische Großstadtspeed des einstigen New Yorks kracht auf die aktuelle schäbige Noblesse der Donaumetropole. So scharf und modern nach Großstadt triefend hat Wien schon lange nicht mehr geklungen. So aufregend gefährlich gfeanzt und finster auch nicht. Der Tod ist ein Wiener und er trägt jetzt Pelz. Und jetzt ist die gesuchte Debut-Platte der Buben im Pelz als hochwertige 180g-Vinyl-Neuauflage wieder erhältlich, neu umgeschnitten und mit besserer Klangqualität als bisher. Auch eine CD-Version im Digipak ist lieferbar.
Jetzt ist dann aber Schluss mit der Gemütlichkeit! Christian Fuchs und David Pfister haben als Mitglieder der Brachial-Wienerlied-Kapelle "Neigungsgruppe Sex, Gewalt & Gute Laune" die österreichische Dialektpop-Welle maßgeblich mitinitiiert. Jetzt gehen sie als Die Buben im Pelz wieder einen Schritt weiter. Und gleichzeitig zurück. Und finden, dass das Wienerlied auch wie Velvet Underground mit Meidlinger L klingen kann. Oder im Sinne legendärer Ahnherren wie Helmut Qualtinger oder Gerhard Rühm, wie ein Zyankalizuckerl schmecken muss, das im weißen Spritzer aufgelöst wird. Aufgenommen im steirischen Studio des Produzenten Bernd Heinrauch eingespielt mit einer großartigen Schar von GastmusikerInnen und FreundInnen gelingt Fuchs und Pfister auf ihrem gemeinsamen Debütalbum ein Rotzbubenstück sondergleichen. Inklusive roher Gewalt und abgedrehten Sex'n'Drugs-Stories, aber auch rasiermesserscharfem Pop&Trash-Appeal. Da wimmelt es in den Songs von Protagonisten in grindigen Pelzen und engem Leder, die sich die sunglasses after dark auf die Schnapsnasen drücken. Tatsächlich schnappen sich die Buben im Pelz, frei nach Sacher-Masoch, das heiliggesprochene erste Velvet Underground Album - ja, das mit dem Bananen-Cover! - und übersetzen die wild aufgekratzte Energie und speckig-dreckige Lust der Stücke ins gache und goscherte Wienerische. Der hektische Großstadtspeed des einstigen New Yorks kracht auf die aktuelle schäbige Noblesse der Donaumetropole. So scharf und modern nach Großstadt triefend hat Wien schon lange nicht mehr geklungen. So aufregend gefährlich gfeanzt und finster auch nicht. Der Tod ist ein Wiener und er trägt jetzt Pelz. Und jetzt ist die gesuchte Debut-Platte der Buben im Pelz als hochwertige 180g-Vinyl-Neuauflage wieder erhältlich, neu umgeschnitten und mit besserer Klangqualität als bisher. Auch eine CD-Version im Digipak ist lieferbar.
Nach dem Ausstieg von Sänger Matti bei den "GUMBLES" beschlossen die übrigen Mitglieder das Erbe der seit über 20 Jahren erfolgreichen Band fortzuführen. Mit der Umbenennung in "Barney Army" (einen der kultigsten Gumbles-Lieder) und neuem Sänger (Paul von "Rotz & Wasser") meldete sich die Band 2020 mit der schnell ausverkauften Mini-LP "Ein kleines bißchen Oi-Punk" zurück. Drei Jahre später nun endlich ihr brandneues Album "BA positiv", denn den "Barney Army"-Virus wird man nicht so einfach los: Ein Dutzend neuer frenetischer Oi/Punk/ Hymnen leicht angereichert mit etwas Metal, perfekt eingebauten Leadgitarren und dem prägnanten neuem Gesang, der wie die Faust aufs Auge passt.Pogo-taugliche Gassenhauer treffen auf melodische Singalong-Hymnen von smart bis hart, die sich sofort in den Gehörgängen festsetzen. Manchmal mit dem Finger in die Wunde der Gesellschaft, manchmal unter der Gürtellinie mit dem typisch Norddeutschen Humor und jeder Menge Spaß. Der "Neuanfang" hat der Band spürbar gut getan und den beliebten Gumbles-Sound nicht nur spielerisch auf ein neues Level gesteigert. Lieder wie "Stiefelemotionen", "Heimathafen" oder den komplett neu arrangierten "Kneipenüberfall" belegen das eindrucksvoll und dürften bald in jeder Punkrock-Playlist ein fester Bestandteil sein! Barney Army machen einfach Spaß, sind aber beileibe keine Spaß-Kapelle.
Die treuen Weggefährten des Indierocks, CHARMIN´CARMEN, seit 1996 bestehende Indie-Rock Kapelle aus Stuttgart, veröffentlicht am Freitag, 24. März 2023 ihr neues Album STEADY COMPANIONS auf 7us Music. Digital auf allen gängigen Streamingplattformen und physisch auch als Vinyl im gut sortierten Plattenhandel zu erstehen.
Ein bunter Strauß aus Americana, Ska, Pop, Punk und Rock´n´Roll-Blüten fügt sich auch diesmal, auf ihrem mittlerweile siebten Longplayer, zu einem unverwechselbaren charmin´rockin´beats sound.
Auf Platte unersetzlich – live unvergesslich! Enjoy it!
- 1: Novaks Kapelle - Garbage Man
- 2: Charles Ryders Corporation - White Flames
- 3: Expiration - It Wasn't Right
- 4: Maybe Hair - War
- 5: The Seals - Stop This War
- 6: The Cop Stigh - War History
- 7: Albatross - I Am Dead
- 8: Rocky F. Holicke - Ready For Take Off
- 9: Beatniks - Fernost...komm Wieder
- 10: Jack Grunsky - Sally Mc Gregor
- 11: Les Sabres - Yes I See
- 12: V-Rangers - Make Love
- 13: Les Marquis - Silence On The Shore
- 14: The Hush - Giny
- 15: Generation 2000 - All Right
- 16: Wallflowers - Blumen Im Haar
The Schnitzelbeat goes on ..... und wir finden uns am Übergang zweier Jahrzehnte wieder. Woodstock hat gerade das offizielle Ende des Summer Of Love besiegelt, die Beatles befinden sich im Stadium des Zerfalls und The Stooges läuten mit unbarmherzigem Lärm ein neues Zeitalter ein. Zurück in Österreich ... die Stadt Wien dämmert weiterhin selig im bornierten Mief der Nachkriegszeit. Gelegentlich weht der Wind den Klang einer Ziehharmonika und eines Jodlers vom Land in Richtung Stephansdom. Die eingeweihten Hörer der Schnitzelbeat-Serie ahnen es allerdings bereits: da war noch etwas Anderes, etwas Wildes, Ungutes, ein dröhnender Faustschlag in die hornbebrillten Gesichter der Spießbürger. Doch wer hätte gedacht, dass die gelungenste Annäherung an den Proto-Punk der Blue Cheer oder MC5 ausgerechnet auf dem Volksmusiklabel Alpenton erscheint? (Albatross, "I am dead"). Da fährt schon ein Aufschrei des Entsetzens aus der Lederhose. Und ein Lächeln puren Glücks in die Gesichter aufgeklärter Fans obskurer Rockmusik. Auch The Seals erweisen sich 1969 als würdige Kämpfer im Krieg der Generationen: "You know nothing about the new generation / because you live in the U-Bahn-Station" stellen die Psychedelic-Punks aus Wien interessanterweise in ihrer Nummer "Stop this War" fest. Und auch sonst ist der Krieg ein geläufiges Thema: der 2. Weltkrieg (The Cop Stigh, "War History"); der Vietnamkrieg (Maybe Hair, "War"); der Krieg der Geschlechter (Young Society, "It's War"). Doch was wäre die Zeit der Hippies und Kommunarden ohne freie Liebe, Blumenarrangements und von allerlei Substanzen unterstützte Ausnahmezustände? "Nicht auf die Blumen in dem Haar, auf euer Herz kommt es an / denn Liebe nur allein alles ändern kann" singt die Casting-Boyband The Wallflowers, aufs trefflichste begleitet von einem Kinderchor, der leider nicht immer ganz textsicher ist. Die Aussage an sich würden aber sicher auch The V-Rangers unterschreiben ("Make Love"). Oder Hannes, Erich, Peter und Arno von der Salzburger Beatband Les Marquis, die einen Westcoast-Liebestraum an den Stränden des Salzkammerguts lebendig werden lassen ("Sand on the Shore"). Zur Halbzeit von Schnitzelbeat Vol. 3 wird ein unvergesslicher Höhepunkt gereicht. 1973 veröffentlicht Rocky F. Holicke die ultimative psychedelische Hymne aus heimischer Produktion: "Ready for Take Off" ist ein unbeschreibliches Monument eines Songs, eine wahrhaft überirdische Erfahrung musikalischer Transzendenz. Wenn es schon über die Wolken geht, dann bitte so, Herr Reinhard Mey. Und natürlich auf Holickes eigenem Label, Aero-Sound. Wo sonst? Während Hide & Seek auf den Spuren von Cream wandeln und ebenfalls von jeder Flugangst befreit durch den Orbit segeln ("I can fly"), blasen aus den Triebwerken von Karl Ratzers Gitarre längst sengend heiße "White Flames". Der legendäre Musiker und Frontmann der Charles Ryders Corporation ist nicht nur einer der besten Jazzgitarristen die Österreich je hatte - er nimmt es auch mit James Marshall Hendrix auf, wenn alle Effektpedale bis zum Bühnenboden durchgedrückt sind. Etwa zur selben Zeit findet sich eine oberösterreichische Ministrantenband - heimlich, nächtens - am Wochenende im Musikzimmer einer Mühlviertler Volksschule ein. Und nimmt dort eine brandgefährliche Granate hochexplosiven, psychedelischen Garagenpunks auf. Mit mehr Fuzz, Wah-Wah, Echo und Farfisa-Orgel als selbst der Leibhaftige persönlich erlaubt hat (The Hush, "Giny"). Und dies ist nicht die einzige weithin unbekannte Super-Rarität, die der Archivar, Subkulturforscher und Rare-Track-DJ Al Bird Sputnik und sein Team von den Trash Rock Archives zusammengetragen haben: die verschollene erste Single von Novaks Kapelle erscheint hier erstmals in einer komplett restaurierten Version, ohne Nadelhüpfen und mit relativ wenigen lästigen Nebengeräuschen ("Garbage Man"). Von den lediglich 10 angefertigten Exemplaren der einzigen Platte der Austrian Brothers ("Brother") konnte die einzige Kopie ohne Pressfehler aufgetrieben werden. Und um endlich der 7" von The Cop Stigh habhaft zu werden, musste sogar jemand sein letztes Hemd verkaufen und die Hose bis zu den Knöcheln runterlassen. Aber "All right", um es mit den Worten der steirischen Acid-Rocker Generation 2000 zu sagen: es hat sich ausgezahlt. Schnitzelbeat Vol. 3 fügt der vergessenen Frühgeschichte der österreichischen Rockmusik wieder zahlreiche faszinierende Kapitel hinzu. Begeben Sie sich mit Al Bird Sputnik und den Labels Konkord und Digatone auf eine weitere Reise in die Tiefen wohlsortierter Plattenkisten und pilgern Sie vor einem Himmel voller Schwedenbomben und Mannerschnitten über Gebirge verzerrter Gitarren in die entlegensten Regionen der österreichischen Popkultur. NOVAK
Employing a vast array of advanced vocal and instrumental techniques, Broken Gargoyles is arguably Galas" most intellectually, sonically and viscerally formidable work to date. The album finds the visionary artist deftly probing the weaving, warping transformation on the nervous systems of her post-traumatic soldiers and dying diseas ed. Composed in 2020 during the beginning of the Covid-19 pandemic, the first presentation of Broken Gargoyles featured verses by German poet Georg Heym, "Das Fieberspital" and "Die Dämonen der Stadt." The work was finalized in 2020 in collaboration with the artist and sound designer Daniel Neumann. In "Das Fieberspital" Heym describes the horrific state of people suffering from yellow fever who live in paralyzing fear of death and swirling delirium owing to their brutal treatment and isolation in medical wards in early 20th-century Germany. "Die Dämonen der Stadt" also addresses such grim portents of World War I; in this poem, the god Baal observes (like a gargoyle) a town from a rooftop of a city block at nighttime and lets a street burn down during dawn. The final incarnation of the work was played as a sound installation at the Kapellen Leprosarium (Leper"s Sanctuary) in Hanover, Germany
Die Geschichte von Sons Of Raphael ist eine, die am Rande der Mythologie und des Wahnsinns schwankt; eine kaum zu glaubende Mischung aus dem Erhabenen und dem Zufälligen. Es ist eine Geschichte von Engeln und Teufeln, davon, aus einer 250 Jahre alten Kapelle geworfen und in einer irischen Bingohalle willkommen geheißen zu werden. Wie zwei moderne Dandys am Bug eines Klipperschiffs navigiert das West-Londoner Duo durch die Irrungen und Wirrungen der Geschichte und ist nun mit seinem ersten Testament in der Hand an Land gesprungen: „Full-Throated Messianic Homage“. Ein Album, das sieben Jahre in der Mache war, aber - wie die Band selbst sagt - ’mit 2000 Jahren angesammeltem Leid darin’. Eine vierstimmige Hymne auf Leben, Tod, Sünde, Liebe und Auferstehung: Lieder für die Toten, um die Lebenden zu retten.
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