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Eco Coloured Edition
Elena Tonra ist zwar keine passionierte Schwimmerin, aber der Sound auf dem neuen Daughter Album "Stereo Mind Game" klingt wie ein Ozean, in den man eintauchen möchte. Das dritte Album der britischen Band, gleichzeitig das erste Studioalbum seit sieben Jahren, setzt sich damit auseinander, was es bedeutet, von geliebten Menschen und auch von sich selbst getrennt zu sein - ein komplexes Thema. Daughter, das Trio bestehend aus Elena Tonra, Igor Haefeli und Remi Aguilella - wurde 2010 gegründet. Nach der Veröffentlichung von zwei Studioalben, "If You Leave" (2013) und "Not to Disappear" (2016), und dem Videospiel-Soundtrack Music "From Before the Storm" (2017), beschlossen sie, eine Auszeit voneinander zu nehmen. Kurz zuvor jammten sie allerdings noch gemeinsam in Los Angeles, zwischen einer Support-Tour für The National und ihren ersten Headline-Shows in Südamerika. Hier begann die Arbeit am neuen Album. Danach herrschte erst einmal Stille - als Band und untereinander. In den nächsten Jahren, in denen die Mitglieder an ihren eigenen Projekten arbeiteten, darunter auch Tonras Soloplatte als Ex:Re, trafen sich Daughter gelegentlich zum gemeinsamen Schreiben in Studios in London, Portland und San Diego, wo Haefeli 2019 für sechs Monate lebte. Die zentrale romantische Figur der Platte ist jemand, den Tonra dort kennengelernt hat, als sie aus London zu Besuch kam. Sie teilten eine bedeutende Verbindung, aber sie wusste, dass der Atlantik zwischen ihnen liegt. Daughter begann 2021 konkret mit den Aufnahmen für die zwölf Songs des Albums. Haefeli, der in Bristol lebt, traf sich mit Tonra in den Middle Farm Studios in Devon. Aguilella, der in Portland, Oregon, lebt, nahm seine Schlagzeugparts im Bocce Studio in Vancouver, Washington, auf. Haefeli produzierte eine Reihe der Songs, während Tonra "Junkmail" produzierte. Den Rest haben sie gemeinsam produziert. Die Sehnsucht, physische Entfernungen zu überwinden, ein Gefühl, das sich während der Pandemie noch verstärkt hat, ist in viele dieser Stücke eingeflossen. Auf "Wish I Could Cross the Sea" hören wir Sprachnotizen von Tonras junger Nichte und ihrem Neffen, die in Italien leben. "(Missed Calls)" enthält eine weitere Sprachnotiz, in der ein Freund einen Traum beschreibt. Gefüttert mit einigen modularen Effekten, klingt er geisterhaft eindringlich. Diese Nachrichten, Versuche einer Verbindung von geliebten Menschen, die man nicht sehen kann, "können einen aus dem Brunnen ziehen", sagt Tonra - aber nur, wenn man den Hörer abnimmt. Wenn man andere hereinlässt, kann Schönheit entstehen. Tiefes Gefühl kommt von den Bögen des 12 Ensemble, dem in London ansässigen Streichorchester, das bei vielen Stücken des Albums zu hören ist. Die von Haefeli und Tonra arrangierten und von Josephine Stephenson orchestrierten Stücke wurden, passenderweise, im The Pool aufgenommen, einem Raum in Bermondsey im Süden Londons, der eine ehemalige Badeanstalt war. Ein Blechbläserquartett verleiht auch "Neptune" und "To Rage" eine wohlig klangliche Wärme. Während Daughters frühere Arbeiten ihre Kraft in ihrer entwaffneten und emotionalen Ehrlichkeit fanden, handelt "Stereo Mind Game" von gegensätzlichen Gefühlen. "Es geht darum, nicht in absoluten Kategorien zu arbeiten", sagt Haefeli. Nach mehr als einem Jahrzehnt, in dem sie die dunkelsten Emotionen darstellten, haben Daughter ihr bisher optimistischstes und ein fast schon strahlendes Album aufgenommen.
Pink Vinyl
Die Wahl-New-Yorkerin Yaeji hat sich in den letzten Jahren als Produzentin, Sängerin und DJ mit ihren introspektiven Dance-Floor-Hymnen eine ganz eigene Nische geschaffen. Nach der Veröffentlichung ihrer Debüt-EPs, sowie den Singles "Raingurl" und "Drink I"m Sippin On" in 2017, war sie auf Charli XCXs 2019er Album "Charli" zu hören, remixte Songs für Dua Lipa oder Robyn, kollaborierte mit dem Seouler-Künstler OHHYUK, verkaufte weltweite Headline-Touren aus und eröffnete ihren eigenen Lifestyle Webstore JI-MART. Ihr Sound und ihre Einflüsse sind dabei so vielschichtig wie ihre Herkunft. Geboren im Jahr 1993 in New York reicht ihr Stammbaum von Seoul über Tokyo bis nach Atlanta - Einflüsse die sich in ihrer Musik in Form von koreanischem Indie-Rock und Electronica, 2000er Hip-Hop, sowie Leftfield Bass und Techno wiederfinden. Mit ihrem 2020er Mixtape "WHAT WE DREW“ schärfte Yaeji noch mal ihre Vision als Musikerin, die kreativ losgelöst von Sprachen Genre-Grenzen zu sprengen vermag - kein Wunder, dass sie daraufhin von Pitchfork 2022 zu einer der "25 Artists Shaping the Future of Music" ernannt wurde. Die nahe Zukunft wird sie ebenfalls prägen. Schließlich erscheint am 7. April nun endlich das Debütalbum "With A Hammer" bei XL Recordings. Entstanden innerhalb von zwei Jahren in New York, Seoul und London kurz nach der Veröffentlichung des Mixtapes und während den Lockdowns ist es eine Ode an die Erforschung ihrer selbst, setzte sie sich doch dabei mit ihren eigenen Emotionen auseinander - besonders mit ihrer eigenen, in ihr brodelnden Wut. Während sie textlich zwischen englisch und koreanisch springt, nutzt sie erstmals auch Live-Instrumente, sei es in Form von einem Ensemble an Musikern oder auch zum ersten Mal sie selbst an der Gitarre. "With A Hammer" beinhaltet darüber hinaus auch Features der Produzenten und engen Verbündeten K Wata und Enayet, sowie Gast-Vocals der Londonerin Loraine James und von Nourished by Time aus Baltimore.
Blue Vinyl[22,90 €]
Auf dem neuen Longplayer Crime Scene lenkt die bayuwarische Artrock-Institution ihre Aufmerksamkeit auf das Morbide, das Perverse, das Böse im Guten, die Abgründe des menschlichen Verhaltensspektrums in all seiner unvorhersehbaren Vielfalt, die dann manchmal auch so bizarr verstörend schlüssig daher kommt, wenn man denn ansetzt sie ergründen zu wollen.
In sechs dicht-atmosphärischen Tracks haben sich RPWL wieder einmal auf intensive Reisen durch die eigene Bandvita, als auch die jeweils eigenen Plattensammlungen begeben. Das Bemühen von Vergleichen ist immer so eine Sache, denn immerhin ist dies die 19te Veröffentlichung dieser international erfolgreichen Band. Die teils morbid-düsteren Themen werden mit old-school Fuzz konterkariert, das knapp 13-minütige "King of the World" mit seinem knurrenden Big Muff und seinen flächigen Vibes, oder "Life beyond Control", das mit seinem Offbeat-Einsatz sicher zu den härtesten Stücken in der RPWL Diskographie gehören dürfte, legen ihr Geständnis auf der Crime Scene ab. "Live in a Cage" bringt das das Kalkül des wie immer akribischen Sounddesigns dieses neuen RPWL-Albums auf den Punkt, nahtlos schließt sich "Red Rose" daran an. Pflaster auf Schusswunde als Prinzip. Aber der Wahn der normalisierten Gewalt wabert in so vielen Haushalten unter der vermeintlichen Harmonie, die die vier Musiker hier den Hörer glauben lassen. Wie fühlt es sich an, überhaupt kein Konzept von Freiheit zu haben, die Angst die bürgerliche Sicherheit zu verlassen aber größer ist? Allein im Lockdown-Jahr Jahr 2020 erfasste die Polizei über 119.000 Fälle von partnerschaftlicher Gewalt, 139 davon mit tödlichem Ausgang, die sich in über 80% der Fälle gegen den weiblichen Part in der Beziehung richteten.
Yogi Lang kommentiert aus künstlerischer Perspektive er sei schon immer von gesellschaftlichen und persönlichen Schattenseiten fasziniert gewesen. Kalle Wallner stellt die Gretchenfrage, wie man es denn mit dem Bösen an sich halte: "Wer macht uns zu dem wer wir sind? Ist es eine Frage der Genetik oder sind es doch die sozialen Umstände, unsere Kindheit, Schicksalsschläge, Druck oder Kränkungen?"
Das ‚Böse' bildet eines der Kernthemen auf Crime Scene, welches über das Band-eigene Label Gentle Art of Music erscheint. Als wertig aufgemachtes Digipak, drei unterschiedlichen Vinyl-Versionen (180Gr. Schwarz, 180Gr. Lim. Rot, 180Gr. Lim. Blau) und natürlich Digital.
eclipsed - Album des Monats:
"RPWL ist damit ein geradezu kriminell spannendes Werk gelungen. ....Auf "Crime Scene" spielen RPWL alle ihre Stärken aus. Tatorte gesichert. Fälle geklärt. Mission erfüllt. ... Wuchtige, cineastisch anmutende Arrangements, wunderschöne Melodiebögen, bewegende, leise, behutsame Momente und ein ausgesprochen spannendes Konzept hinterlassen einen starken Eindruck..."
SLAM (Highlight März/April)
Wieder einmal haben die bayrischen Artrocker RPWL ein Konzeptalbum am Start und wieder einmal kommt nach dem ersten Durchlauf der übliche Gedanke: Das ist absolut großartig, aber man hat keine Ahnung warum genau. Was haben die in Freising in ihrem Wasser, das ihnen erlaubt zu scheinbar egal welchem Thema eine Klangwelt zu bauen, die es so kein zweites Mal gibt? (...) Man kann gar nicht hoch genug einschätzen, wie wertvoll die Existenz so einer Band ist, es bleibt am Ende ein einfaches "Danke".
- A1: Naomi Akimoto - Bewitched (Are You Leaving Soon) (Are You Leaving Soon)
- A2: Atsuko Nina - Tonkachi
- A3: Miho Fujiwara - Heartbeat
- A4: Miharu Koshi - Scandal Night
- B1: Chu Kosaka - Shirakechimauze
- B2: Teresa Noda - Tropical Love
- B3: Makoto Matsusa - Business Man (Part 1)
- B4: Susan - Ah! Soka
- C1: Yukako Hayase - Suiyoubi Madeni Shinitaino
- C2: Parachute - Kowloon Daily
- C3: Hiroyuki Namba - Tropical Exposition (Who Done It? Version)
- C4: Pizzicato Five - Boy Meets Girl
- D1: Mari Iijima - Love Sick
- D2: 1986 Omega Tribe - Cosmic Love
- D3: Osamu Shoji - Pub Casablanca
- D4: Chiemi Manabe - Untotooku
Light in the Attic’s Pacific Breeze series has supplied the world’s growing legions of Japanese music fans with an expertly curated selection of the most sought-after City Pop recordings—the mesmerizing and nebulous genre of Japanese bubble-era music of the ‘70s-’80s that encompasses AOR, R&B, jazz fusion, funk, boogie and disco. These familiar sounds are spun through the unique lens of optimistic, cosmopolitan fantasy colored by Japan’s affluence at the time. Much of the music has previously been nearly impossible to acquire outside of Japan and continues to captivate listeners with its unique blend of groove-laden escapism, even birthing wholly new genres such as Vaporwave.
Pacific Breeze 3: Japanese City Pop, AOR & Boogie 1975-1987 marks the latest chapter in the famed series and features holy grails plus under-the-radar rarities. The collection bursts at the seams to reveal some of the greatest Japanese tracks ever laid to tape, pushing towards the edge of City Pop to reveal glimmers of the next waves of styles to spring forth from the country’s creative minds. The appearance of Pizzicato Five hint at the emergence of Shibuya-kei while the influence of hip hop and electro as an emerging global trend are also evident here through the prevalence of heavier programmed drum beats on tracks such as “Heartbeat” by Miho Fujiwara.
This volume of Pacific Breeze, like its predecessors, is a female-forward offering with many tracks being voiced by women who would become household names in Japan as actresses and pop idols. Their songs here subvert the norm and brim with an innovative spirit that shatters gender roles in favor of sonic transcendence. Techno-pop classics from Susan, Miharu Koshi and Chiemi Manabe sit alongside sublime funk from Atsuko Nina and Naomi Akimoto while Teresa Noda slides into the mix with a sultry reggae jam. The genre span is stretched wider with hypnotic jazz fusion by Parachute and Hiroyuki Namba, a synthesizer fantasy from Osamu Shoji, and magnetic pop by Makoto Matsushita and Chu Kosaka.
Although not front and center, the visionary members of Yellow Magic Orchestra are still very present on Pacific Breeze 3, with Haruomi Hosono, Ryuichi Sakamoto, and Yukihiro Takahashi taking up producer and musician roles on many of these tracks. Pacific Breeze 3 serves up a captivating musical journey that adds an essential chapter to the iconic compilation series.
Tracklist:
Naomi Akimoto - Bewitched (Are You Leaving Soon), Atsuko Nina - Tonkachi, Miho Fujiwara - Heartbeat, Miharu Koshi - Scandal Night, Chu Kosaka - Shirakechimauze, Teresa Noda - Tropical Love, Makoto Matsushita - Business Man Pt. 1, Susan - Ah! Soka, Yukako Hayase - Suiyoubi Madeni Shinitaino, Parachute - Kowloon Daily, Hiroyuki Namba - Tropical Exposition (Who Done It? Version), Pizzicato Five - Boy Meets Girl, Mari Iijima - Love Sick, 1986 Omega Tribe - Cosmic Love, Osamu Shoji - Pub Casablanca, Chiemi Manabe - Untotooku
METALLIC SILVER VINYL[31,72 €]
- 2023 Edition - Pressed on Clear Red Wax - LP housed in an expanded Stoughton tip-on gatefold jacket - Includes fold-out poster, sticker and insert, along with a download card for full album, non-album single B-side "The Cowboy Song" and an unedited October 1978 BBC audio interview with John Lydon // Reissue of the pioneering group's debut album First Issue. In 1976 Johnny Rotten and the Sex Pistols set the agenda for punk's year zero with 'Anarchy In The UK', a song that summed up the spirit, sound and attitude of the band in one shocking package. Two years later, the Sex Pistols were in tatters, but Rotten was as unsentimental as you'd hope. He reverted to his real name - John Lydon - and set about forming a band whose very identity kicked against press and media manipulation. Featuring bassist Jah Wobble, drummer Jim Walker and guitarist Keith Levene, his new group were Public Image Limited. The public image would be limited. PiL were a very distinct prospect from the Pistols, founded with a greater thought for rhythm, and with a sound that turned the page from snarling punk to a more experimental sound fusing rock, dance, folk, ballet, pop and dub. But that's not to say Lydon's new outfit lacked vitriol. 'Public Image' hits out against the notorious British tabloid press, who never gave Lydon an easy ride, and against his own Sex Pistols public image - "You only saw me for the clothes I wore". The debut single (and the album that followed) operated as a theme song and a manifesto: "_my entrance/My own creation/My grand finale/My goodbye," as the lyrics had it. It is, essentially, the sound of four people letting loose in a studio - and not caring what anyone else thought. The album was never officially released in the USA back in the day, its sound considered too un-commercial by major-labels for an American release. First Issue has been lovingly reproduced from the original UK 1978 release and this special reissue also comes with a clutch of post-punk era treasures. The 2023 LP edition includes an expanded gatefold jacket, an archive replica fold-out poster, a PiL sticker, insert, and Download Card for the album, the archival BBC interview, and "The Cowboy Song." All of which were approved and coordinated with John Lydon and his personal management.
Für viele Musiker ist der Schritt aus dem Kollektiv ein riskantes Manöver: Wie nämlich nehmen Band und Publikum die Entscheidung auf? Hendrik Otremba, Sänger der Gruppe Messer, stellt nun sein Soloalbum vor. Er hat es Riskantes Manöver genannt - aber nicht aus dem genannten Grund. Längst hat er sich als eigenständiger Künstler etabliert, hat als Maler, Autor und Performer stets auch zur Identität von Messer beigetragen, die gerade obendrein an einem neuen Album arbeiten - dieses Soloalbum kündet also nicht von Zwist. Wenn etwas verblüfft, dann vielleicht eher, dass Otremba nicht erneut in ein neues Medium aufbricht, sondern dorthin zurückgeht, wo alles anfing: zu den eigenen Songs, die bisher im Verborgenen lagen. Riskantes Manöver ist dabei kein Aufguss des Bekannten, aus Ennui oder Eitelkeit. Viel eher tritt der Songwriter Hendrik Otremba an die Öffentlichkeit, der sich parallel zu Messer entwickelt hat. In den vergangenen zwölf Jahren nimmt er Demos auf, experimentiert, geht intuitiv vor und findet zu einer eigenen Sprache, aus der er nun mit zwei engen Freunden ein Album ausgearbeitet hat: Multi-Instrumentalist Alan Kassab, ein Schulfreund Otrembas, und Kadavar-Schlagzeuger Christoph 'Tiger" Bartelt, schon Produzent des Messer-Debuts. Gemeinsam nähern sie sich den Demos wie einem Skript und schaffen so eine Art auditiven Autorenfilm. Im Zentrum steht eine kreative Vision, die von virtuosen Technikern und begnadeten Darstellern umgesetzt wird - neben der Kern-Crew gehören dazu Stella Sommer, Alex Zhang Hungtai (Ex-Dirty Beaches), der Otremba überhaupt erst dazu inspirierte, ein eigenes Album zu schreiben), Gregor Schwellenbach, Friedrich Paravicini, Dominik Otremba (aka Performance) - aber auch Tochter Hedi und mehr als ein Dutzend weitere Kreative zwischen Indie-Adel, Hochkultur-Bagage und Jugendfreunden. Doch nicht nur durch sein Casting-Gespür und weitere direktive Entscheidungen überzeugt Otremba, sondern vor allem mit Musik, die durch ihre Weite und einen eigensinnigen erzählerischen Ansatz gar filmisch wirkt: Als zarter Chansonier schleicht Otremba durch die Streicherschluchten von New York II, geifert als Apokalyptiker in Nektar Nektar vor Blastbeat und heulendem Saxofon, findet in der sinophilen Klavierballade Bargfeld aber auch zu Ruhe und Intimität. Brachialen Proto-Industrial und dröhnenden Goth meistert Otremba ebenso wie epischen Pop oder Großstadt-Country; hier öffnet ein Musik-Enthusiast sein vielseitiges Portfolio, in dem er als Sänger und Performer zugleich eine neue Bandbreite entwickelt. In sein Rollen-Inventar führt Otremba zudem die Figur "66 ein, ein "Zeuge des zivilisatorischen Niedergangs" und eine Art Erzählstimme, durch deren Perspektive wir auf das von Katastrophen und Verlassenheit geprägte Geschehen des Albums blicken. Otremba tritt als "66 maskiert auf, zu sehen etwa auf dem Cover der Riskantes Manöver Doppel-10-Inch. Was die Bandagen bedeuten, bleibt unklar - ein weiterer, rätselhafter Eintrag in Otrembas Privatmythologie, bestehend aus Namen, Zeichen, Bildern, die sich durch sein gesamtes Werk erstrecken. Riskantes Manöver öffnet darin nicht nur eine neue Facette, der Titel fasst zugleich das Ethos eines Arbeitens zusammen, "das nicht auf Relevanz oder Erfolg gepolt ist". Gerade, wenn dabei immer wieder Gegensätze vereint werden müssen, die an dem Menschen dahinter zerren: "Das riskante Manöver ist mit den Widersprüchen zu leben und sie im eigenen Schaffen stattfinden zu lassen. Lust und kreative Ambition als was Positives zu begreifen in einer Situation, wo das, was ich sehe, eigentlich für das Gegenteil spricht, abgründig, negativ, dämonisch ist." In diesem Sinne ist hier ein Monolith von einem Album geschaffen, der sich zugleich machtvoll und zart aufstemmt, wie es im Untertitel der Platte heißt: "gegen die Verachtung der Gegenwarth"! - Sebastian Berlich
- A1: Genesis (Feat. Brasstracks)
- A2: Playing God
- A3: The Audacity (Feat. Anomalie)
- A4: Reverie
- A5: Abc (Feat. Sophia Black)
- A6: Memento Mori (Feat. Killstation)
- A7: Fuck Around And Find Out (Feat. $Not)
- B1: All Falls Apart
- B2: Neurotica
- B3: Chimera (Feat. Lil West)
- B4: Bloodbath (Feat. Chino Moreno)
- B5: Ego Death (Feat. Steve Vai)
Endlich auch auf Vinyl erhältlich: das neue Album der amerikanischen Progressive Metal-Sensation.
Keinem anderen Metal-Act gelingt auf so meisterhafte Weise das Beherrschen von Melodien sowie die einzigartig faszinierende Verschmelzung mit Hip-Hop-Rhythmen und düsteren Sounds - und das, ohne sich der Krücke von Mitsing-tauglichen Hooks bedienen
zu müssen. Das nun vierte Studioalbum der Band "Remember That You Will Die" enthält Kollaborationen mit $not, Chino Moreno (Deftones), Brasstracks, Steve Vai und Produktionen von den Gitarristen Tim Henson & Scott LePage sowie Beiträgen von Rodney Jerkins (Michael Jackson, Destiny's Child, Lady Gaga), JUDGE (Migos & Marshmello, blackbear, Young Thug) und vielen weiteren Hochkarätern.
Es ist mittlerweile längst kein Geheimnis mehr, dass die TrinkundSinggemeinschaft (TSG) aus dem Oxo86-Umfeld kommt! Sänger Willi und seine Bernauer Freunden schreiben Songs rund um Fußball, Stadion, Zusammenhalt und Anekdoten, die ein wahrer Fan so auf den Platz, davor und danach erlebt. Mit "Fußball & Blues" erscheint nun endlich der Nachfolger des legendären TSG-Debuts mit 12 neuen Folk-Punk-Akustik-Shanty Hymnen. Geschichten über "Abstiegskampf", "Liebe auf den ersten Blick" und weitere Liebesbekundungen für das "Mädchen aus der Kurve" oder "Unser Sportplatz - Unser Revier"! Sucht- und Ohrwurmgefahr garantiert.
- A1: Winterwunderland
- A2: Angriff Auf Santa Claus
- A3: Sabotage
- B1: Ein Sack Voller Geheimnisse
- B2: 36 × Elf
- B3: Bruder Justus
- C1: Elf Gegen Drei
- C2: Märchenstunde
- C3: Köder Mit Schleife
- D1: Auf Frischer Tat
- D2: Kurzfinger
- D3: Der Alligator
- E1: Eine Schräge Nachtmusik
- E2: Die Magische Laterne
- E3: 96930 Arctic Code
- F1: Die Übergabe
- F2: Schritte Im Dunkeln
- F3: Eine Schreckliche Überraschung
- G1: Die Frau Vom Polarkreis
- G2: Elf Auf Der Flucht
- G3: Verfolgte Verfolger
- H1: Im Würgegriff Der Rentiere
- H2: Nächstes Weihnachten
- H3: Mitarbeiter Des Monats
Es weihnachtet sehr in Rocky Beach: Auf der Suche nach den passenden Geschenken geraten die drei ??? in einen neuen Fall in 24 Kapiteln.Beim Einkaufsbummel im Kaufhaus Garcy's werden Justus, Peter und Bob Zeugen eines Überfalls. Kein geringerer als der Weihnachtsmann des Garcy´s wird angegriffen. Jemand hat es auf den Sack voller Geschenke abgesehen ... und dieser jemand ist ausgerechnet als Weihnachtself verkleidet. Die drei ??? heften sich an die Fersen des Diebes und finden heraus, auf welches Weihnachtsgeschenk es der Elf abgesehen hat ...Sprecher:innen & MitwirkendeErzähler Axel MilbergJustus Jonas, Erster Detektiv Oliver RohrbeckPeter Shaw, Zweiter Detektiv Jens WawrczeckBob Andrews, Recherchen und Archiv Andreas FröhlichTante Mathilda Karin LienewegOnkel Titus Erik SchäfflerSanta Claus Claus WilckeFotograf Stephan SchadSandy Angela StresemannMutter Pamela PuntiMr. Puckle Christian RudolfMrs. Hatchett Petra KleinertMatty Yoshua Rudolf 1.Security Patrick Berg2.Security Philipp Stumpp3.Security Max König4.Security Tony Curting Pater Achim Schülke Engel Theresa Underberg1.Polizist Patrick Baehr2.Polizist Alexander Mettin3.Polizist Douglas WelbatAngestellte Katrin DeckerLarry Jan LangerLuke Bigelow Harald EffenbergMolly Regine LamsterEmmett Reinhold KammererDurchsage Andrea LüdkeKrankenschwester Scarlett LubowskiMann Helge HalvéBandenchef Lars SchmidtkeBuch und Effekte: André MinningerRedaktion: Maike MüllerRegie und Produktion: Heikedine KörtingTitelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)Musik: Constantin Stahlberg, Jens-Peter Morgenstern und Thomas KörtingCover-Illustration: Andreas RuchDesign: Atelier SchoedsackBasierend auf dem gleichnamigen Buch von Marco Sonnleitner, erschienen im Kosmos Verlag, Stuttgart. © 2021Mit freundlicher Genehmigung der Universität Michigan. Based on characters created by Robert Arthur.Die drei ??? © 2022 Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG(P) & © 2022 EUROPA a division of Sony Music Entertainment GmbH
2023 Repress !
Keith Carnal. The Art of being wise is the art of knowing what to overlook. Keith joins the gold side of the label with 4 cuts who define his sound with his own name. the music definition is no longer crucial, what is crucial is the sound, the expression and the timeless result. 12" Gold press on B side.
Der Bruch kam 2019 mit dem Album Putzlicht, mit dem sich Frevert nach fünf Jahren Pause neu erfand, das Korsett des Liedermachers abstreifte. Plötzlich war alles größer und druckvoller, als hätten The War On Drugs seine Schreibklause gestürmt. Pseudopoesie geht noch weiter – auch dank des neuen Produzenten Tim Tautorat (Faber, Provinz, Tristan Brusch). Freverts Lieder feuern nicht zum Durchhalten an, spenden keinen Trost, geben keinen Rat. Sie legen sanft den Finger auf die Wunde, da wo Träume verkümmern und Herzen verhärten, schieben dich sachte zur Tür und lassen dich da stehen mit dem Schlüssel in der Hand. Das ist große, zuweilen fast schmerzhaft schöne Popmusik, die das Leben und die Menschen ernst nimmt, aus Alltäglichkeiten das Drama unserer Existenz schält und neuerdings immer einen Ausweg bereithält: den radikalen Neuanfang, die Flucht in ein neues Leben, so als Idee. Aufgenommen mit der Live-Besetzung von Putzlicht ist es das erste Mal, dass seine Band zwischen zwei Alben komplett zusammenbleibt. Niels Frevert scheint angekommen zu sein: zwischen den Stühlen, auf der äußeren Umlaufbahn oder einfach nur auf dem Weg zum ewigen Weiter.
Existing somewhere between the post-psychedelic period of Soft Machine and the electric funk of Herbie Hancock's Headhunters, Black And White, the 1976 album from Norway's Vanessa is without question a formidable beast of a jazz-rock record. A potent brew of sonic experimentation and pulsating off-kilter groove. Taking their name from the genus of Nymphalidae butterfly, Vanessa was founded in 1971 by saxophonist Svend Undseth and pianist Frode Holm, the founder of the Oslo record store turned imprint, Compendium Records. Unsurprisingly analogous to the music championed across the Compendium catalogue Black And White is clearly influenced by the UK Canterbury scene, highlighted by Compendium's focus on the recordings of Soft Machine alumni Hugh Hopper and Elton Dean. Vanessa's spirit also lies synonymous with the collective pedigree on the label's roster including British progressive jazz stalwart Keith Tippett and Mirage (a UK group consisting of ex-members of Centipede and The Mike Westbrook Orchestra), together with the avant-rock collective Henry Cow and the experimental synthesiser-jazz of US ex-pat Joe Gallivan (together with Charles Austin).
Often dubbed the 'Compendium house band' owing to Holm's association with the label, the Vanessa sound is inherently familiar yet undeniably original. Each of the album's four long compositions are a meld of complex angular jazz laced with swirling electronic textures - furious rhythms that surge in intoxicating intensity before easing into fluid passages of soulful post-bop. The dichotomy of these styles plants the group firmly into radical new jazz territory alongside their Canterbury contemporaries. Despite their brief existence, the band, alongside the label left an indelible mark on Norwegian jazz-rock and the headier side of European progressive music at large.
Reissue of 1976 Norwegian Jazz-Rock album.
Post-psychedelic period Soft Machine meets the electric funk of Herbie Hancock's Headhunters
Transferred and restored from the original master tape.
The quiet Irish mastermind is releasing new material on Tape Hiss. When he is not busy with his Monoak alterego, he works alongside Keith Tenniswood (Radioactive Man) and Simon Lynch (London Modular Alliance) as L-R to compose hard-hitting electro tracks. This time there is a diverse selection on the table: breaks, bass music, electro and techno. All with a bass-heavy, repetitive twist. The EP comes with a digital bonus tune 'Hitchcock'.
High Roller Records, black vinyl, ltd 250, 4 page insert, A5 photo card, All audio restored and mastered from vinyl and tape sources by Patrick W. Engel at TEMPLE OF DISHARMONY in October 2021. In den frühen achtziger Jahren war das Londoner East End eine der wichtigsten Keimzellen der glorreichen New Wave Of British Heavy Metal – man denke nur an Acts wie Iron Maiden oder Angel Witch. Das Ruskin Arms spielte für die Evolution der Bewegung eine nicht unwesentliche Rolle, waren es doch die legendären Probeauftritte jeden Donnerstagabend, die den hoffnungsvollsten Bands eine regelmäßige Anstellung im Ruskin sichern konnten. Teil dieser Szene waren auch Dragonfly, eine Gruppe von jungen Musikern, ohne Geld und ohne selbst auferlegte Grenzen, dafür aber mit unbändigem Enthusiasmus. Es dauerte nicht lange, bis die Band anfing, eigene Stücke zu schreiben und sich weit übers Ruskin hinaus einen Namen zu erspielen. Die Frage nach einem eigenen Vinyl wurde in der Folge immer dringlicher. Dieses wurde dann in Form der »Dragonfly E.P.« umgesetzt, eine Auswahl eigener Kompositionen, aufgenommen im Keller einer Zoohandlung ganz in der Nähe des Ruskin Arms. Die in Eigenregie gefertigte EP wurde in einer Auflage von 500 Stück gepresst, die Cover eigenhändig gefaltet sowie zusammengeklebt, und erschien im Jahre 1980. Die Qualität des Materials und das spielerische Können der Musiker machte die »Dragonfly E.P.« zu einer der substanzielleren Veröffentlichungen der NWOBHM, später wiederzuerkennen bei Bands wie Sapphire, Trilogy oder Terraplane. Das wieder erwachte Interesse an der NWOBHM trieb den Preis einer originalen Ausgabe der »Dragonfly E.P.« fortan in schwindelerregende Regionen und fachte zugleich das Interesse nach unveröffentlichtem Material des ausnahmslos in Originalbesetzung agierenden Quartetts an. Das vorliegende Album präsentiert alternative (ältere) Aufnahmen des Songmaterials der »Dragonfly E.P.« und sorgt dafür, dass Dragonfly endlich das breitere Publikum bekommen, das sie von Anfang an verdient gehabt hätten. Cleveres Songwriting, melodische Vocals und messerscharfe Gitarren sind die Schlüsselelemente ihres Sounds.
High Roller Records, black vinyl, ltd 250, 4 page insert, A5 photo card, All audio restored and mastered from vinyl and tape sources by Patrick W. Engel at TEMPLE OF DISHARMONY in October 2021. In den frühen achtziger Jahren war das Londoner East End eine der wichtigsten Keimzellen der glorreichen New Wave Of British Heavy Metal – man denke nur an Acts wie Iron Maiden oder Angel Witch. Das Ruskin Arms spielte für die Evolution der Bewegung eine nicht unwesentliche Rolle, waren es doch die legendären Probeauftritte jeden Donnerstagabend, die den hoffnungsvollsten Bands eine regelmäßige Anstellung im Ruskin sichern konnten. Teil dieser Szene waren auch Dragonfly, eine Gruppe von jungen Musikern, ohne Geld und ohne selbst auferlegte Grenzen, dafür aber mit unbändigem Enthusiasmus. Es dauerte nicht lange, bis die Band anfing, eigene Stücke zu schreiben und sich weit übers Ruskin hinaus einen Namen zu erspielen. Die Frage nach einem eigenen Vinyl wurde in der Folge immer dringlicher. Dieses wurde dann in Form der »Dragonfly E.P.« umgesetzt, eine Auswahl eigener Kompositionen, aufgenommen im Keller einer Zoohandlung ganz in der Nähe des Ruskin Arms. Die in Eigenregie gefertigte EP wurde in einer Auflage von 500 Stück gepresst, die Cover eigenhändig gefaltet sowie zusammengeklebt, und erschien im Jahre 1980. Die Qualität des Materials und das spielerische Können der Musiker machte die »Dragonfly E.P.« zu einer der substanzielleren Veröffentlichungen der NWOBHM, später wiederzuerkennen bei Bands wie Sapphire, Trilogy oder Terraplane. Das wieder erwachte Interesse an der NWOBHM trieb den Preis einer originalen Ausgabe der »Dragonfly E.P.« fortan in schwindelerregende Regionen und fachte zugleich das Interesse nach unveröffentlichtem Material des ausnahmslos in Originalbesetzung agierenden Quartetts an. Das vorliegende Album präsentiert alternative (ältere) Aufnahmen des Songmaterials der »Dragonfly E.P.« und sorgt dafür, dass Dragonfly endlich das breitere Publikum bekommen, das sie von Anfang an verdient gehabt hätten. Cleveres Songwriting, melodische Vocals und messerscharfe Gitarren sind die Schlüsselelemente ihres Sounds.
Soul Revolution, das neueste Album der Rocker von Fire From The Gods aus Austin, wurde von Erik Ron (Godsmack, Motionless In White, Panic! At The Disco) produziert und gemischt. Die CD und die Vinyl-Veröffentlichung in mehreren Varianten vereinen meisterhaft die Gefühle von Inspiration und Aggression mit dem Gefühl der Seelensuche. Für manche Künstler ist das Musikmachen keine Wahl, es wird von etwas angetrieben, das größer ist als sie selbst. Dies trifft zweifellos auf Fire From The Gods zu, die sich den Slogan "In Us We Trust" auf die Fahne geschrieben haben, was bedeutet, dass "wir, das Volk", für den Wandel verantwortlich sind; ein vereinigendes Statement, um zu verhindern, dass die Gesellschaft dem wachsenden Unbehagen erliegt, das durch seelenraubende Technologie, spaltende Politik und Umweltzerstörung hervorgerufen wird.
- A1: Migas 2000
- A2: I'm Dead
- A3: Je Ne Suis Pas Tres Drogue
- A4: Down Underground
- A5: Je Suis Une Go-Go Girl
- A6: La Fille De La Ligne 15
- B1: Je M'en Vais
- B2: Salvation
- B3: Votre Cote Yeye M'emmerde
- B4: Cold Was The Ground
- B5: My Black Sabbath
- B6: Carnival Of Souls
- C1: El Beach
- C2: Prisunic
- C3: Dahlia Rouge
- C4: Garden Of Love
- C5: Istanbul Is Sleepy
- C6: The Gift
- D1: Shadow People
- D2: Dimanche
- D3: One Blood Circle
- D4: Calentita
- D5: Saul
- E1: Usa Motorbike (Feat David Menke)
- E2: La Musique (Feat Areski Belkacem)
- E3: Les Hommes Et Les Ombres
- E4: Domino (Feat Golden Bug)
- E5: Pulsing (Feat David Menke)
- F1: Hey I'm Going Down
- F2: She's On My Track
- F3: A Dream That Slips
- F4: Electrified
- F5: You Got My Soul
- F6: Drown
- F7: Belladelic
Black Vinyl[28,36 €]
Orange Vinyl
The garage -psychedelic French duo The Liminanas straddles since 2009 the boundary between psychedelic ,shoegaze,garage & French yé-yé up to cool vocals . Quintessentially French but first known at the start in the US before hitting homeland France. 7 studio albums so far, 2 rare tracks compilations, many Eps,some OST, collabs such as L’Epée with Anton Newcombe & Emmanuelle Seigner : time for a first time Best of, and actually more than a Best of : Double Cd , Ltd Triple Vinyl& Digital editions offer 12 exclusive bonus tracks -new songs + rare songs when they called themselves les Bellas, before The Liminanas-.
“Electrified” also includes 23 classics songs , with featurings such as Peter Hook, Anton Newcombe and French pionners Laurent Garnier, Etienne Daho & Pascal Comelade.
Features liner notes written by Iggy Pop, Peter Hook & Keith Streng (Fleshtones) : because it’s only rock’n’roll.
Red Vinyl[22,90 €]
Auf dem neuen Longplayer Crime Scene lenkt die bayuwarische Artrock-Institution ihre Aufmerksamkeit auf das Morbide, das Perverse, das Böse im Guten, die Abgründe des menschlichen Verhaltensspektrums in all seiner unvorhersehbaren Vielfalt, die dann manchmal auch so bizarr verstörend schlüssig daher kommt, wenn man denn ansetzt sie ergründen zu wollen.
In sechs dicht-atmosphärischen Tracks haben sich RPWL wieder einmal auf intensive Reisen durch die eigene Bandvita, als auch die jeweils eigenen Plattensammlungen begeben. Das Bemühen von Vergleichen ist immer so eine Sache, denn immerhin ist dies die 19te Veröffentlichung dieser international erfolgreichen Band. Die teils morbid-düsteren Themen werden mit old-school Fuzz konterkariert, das knapp 13-minütige "King of the World" mit seinem knurrenden Big Muff und seinen flächigen Vibes, oder "Life beyond Control", das mit seinem Offbeat-Einsatz sicher zu den härtesten Stücken in der RPWL Diskographie gehören dürfte, legen ihr Geständnis auf der Crime Scene ab. "Live in a Cage" bringt das das Kalkül des wie immer akribischen Sounddesigns dieses neuen RPWL-Albums auf den Punkt, nahtlos schließt sich "Red Rose" daran an. Pflaster auf Schusswunde als Prinzip. Aber der Wahn der normalisierten Gewalt wabert in so vielen Haushalten unter der vermeintlichen Harmonie, die die vier Musiker hier den Hörer glauben lassen. Wie fühlt es sich an, überhaupt kein Konzept von Freiheit zu haben, die Angst die bürgerliche Sicherheit zu verlassen aber größer ist? Allein im Lockdown-Jahr Jahr 2020 erfasste die Polizei über 119.000 Fälle von partnerschaftlicher Gewalt, 139 davon mit tödlichem Ausgang, die sich in über 80% der Fälle gegen den weiblichen Part in der Beziehung richteten.
Yogi Lang kommentiert aus künstlerischer Perspektive er sei schon immer von gesellschaftlichen und persönlichen Schattenseiten fasziniert gewesen. Kalle Wallner stellt die Gretchenfrage, wie man es denn mit dem Bösen an sich halte: "Wer macht uns zu dem wer wir sind? Ist es eine Frage der Genetik oder sind es doch die sozialen Umstände, unsere Kindheit, Schicksalsschläge, Druck oder Kränkungen?"
Das ‚Böse' bildet eines der Kernthemen auf Crime Scene, welches über das Band-eigene Label Gentle Art of Music erscheint. Als wertig aufgemachtes Digipak, drei unterschiedlichen Vinyl-Versionen (180Gr. Schwarz, 180Gr. Lim. Rot, 180Gr. Lim. Blau) und natürlich Digital.
eclipsed - Album des Monats:
"RPWL ist damit ein geradezu kriminell spannendes Werk gelungen. ....Auf "Crime Scene" spielen RPWL alle ihre Stärken aus. Tatorte gesichert. Fälle geklärt. Mission erfüllt. ... Wuchtige, cineastisch anmutende Arrangements, wunderschöne Melodiebögen, bewegende, leise, behutsame Momente und ein ausgesprochen spannendes Konzept hinterlassen einen starken Eindruck..."
SLAM (Highlight März/April)
Wieder einmal haben die bayrischen Artrocker RPWL ein Konzeptalbum am Start und wieder einmal kommt nach dem ersten Durchlauf der übliche Gedanke: Das ist absolut großartig, aber man hat keine Ahnung warum genau. Was haben die in Freising in ihrem Wasser, das ihnen erlaubt zu scheinbar egal welchem Thema eine Klangwelt zu bauen, die es so kein zweites Mal gibt? (...) Man kann gar nicht hoch genug einschätzen, wie wertvoll die Existenz so einer Band ist, es bleibt am Ende ein einfaches "Danke".




















