Für viele Musiker ist der Schritt aus dem Kollektiv ein riskantes Manöver: Wie nämlich nehmen Band und Publikum die Entscheidung auf? Hendrik Otremba, Sänger der Gruppe Messer, stellt nun sein Soloalbum vor. Er hat es Riskantes Manöver genannt - aber nicht aus dem genannten Grund. Längst hat er sich als eigenständiger Künstler etabliert, hat als Maler, Autor und Performer stets auch zur Identität von Messer beigetragen, die gerade obendrein an einem neuen Album arbeiten - dieses Soloalbum kündet also nicht von Zwist. Wenn etwas verblüfft, dann vielleicht eher, dass Otremba nicht erneut in ein neues Medium aufbricht, sondern dorthin zurückgeht, wo alles anfing: zu den eigenen Songs, die bisher im Verborgenen lagen. Riskantes Manöver ist dabei kein Aufguss des Bekannten, aus Ennui oder Eitelkeit. Viel eher tritt der Songwriter Hendrik Otremba an die Öffentlichkeit, der sich parallel zu Messer entwickelt hat. In den vergangenen zwölf Jahren nimmt er Demos auf, experimentiert, geht intuitiv vor und findet zu einer eigenen Sprache, aus der er nun mit zwei engen Freunden ein Album ausgearbeitet hat: Multi-Instrumentalist Alan Kassab, ein Schulfreund Otrembas, und Kadavar-Schlagzeuger Christoph 'Tiger" Bartelt, schon Produzent des Messer-Debuts. Gemeinsam nähern sie sich den Demos wie einem Skript und schaffen so eine Art auditiven Autorenfilm. Im Zentrum steht eine kreative Vision, die von virtuosen Technikern und begnadeten Darstellern umgesetzt wird - neben der Kern-Crew gehören dazu Stella Sommer, Alex Zhang Hungtai (Ex-Dirty Beaches), der Otremba überhaupt erst dazu inspirierte, ein eigenes Album zu schreiben), Gregor Schwellenbach, Friedrich Paravicini, Dominik Otremba (aka Performance) - aber auch Tochter Hedi und mehr als ein Dutzend weitere Kreative zwischen Indie-Adel, Hochkultur-Bagage und Jugendfreunden. Doch nicht nur durch sein Casting-Gespür und weitere direktive Entscheidungen überzeugt Otremba, sondern vor allem mit Musik, die durch ihre Weite und einen eigensinnigen erzählerischen Ansatz gar filmisch wirkt: Als zarter Chansonier schleicht Otremba durch die Streicherschluchten von New York II, geifert als Apokalyptiker in Nektar Nektar vor Blastbeat und heulendem Saxofon, findet in der sinophilen Klavierballade Bargfeld aber auch zu Ruhe und Intimität. Brachialen Proto-Industrial und dröhnenden Goth meistert Otremba ebenso wie epischen Pop oder Großstadt-Country; hier öffnet ein Musik-Enthusiast sein vielseitiges Portfolio, in dem er als Sänger und Performer zugleich eine neue Bandbreite entwickelt. In sein Rollen-Inventar führt Otremba zudem die Figur "66 ein, ein "Zeuge des zivilisatorischen Niedergangs" und eine Art Erzählstimme, durch deren Perspektive wir auf das von Katastrophen und Verlassenheit geprägte Geschehen des Albums blicken. Otremba tritt als "66 maskiert auf, zu sehen etwa auf dem Cover der Riskantes Manöver Doppel-10-Inch. Was die Bandagen bedeuten, bleibt unklar - ein weiterer, rätselhafter Eintrag in Otrembas Privatmythologie, bestehend aus Namen, Zeichen, Bildern, die sich durch sein gesamtes Werk erstrecken. Riskantes Manöver öffnet darin nicht nur eine neue Facette, der Titel fasst zugleich das Ethos eines Arbeitens zusammen, "das nicht auf Relevanz oder Erfolg gepolt ist". Gerade, wenn dabei immer wieder Gegensätze vereint werden müssen, die an dem Menschen dahinter zerren: "Das riskante Manöver ist mit den Widersprüchen zu leben und sie im eigenen Schaffen stattfinden zu lassen. Lust und kreative Ambition als was Positives zu begreifen in einer Situation, wo das, was ich sehe, eigentlich für das Gegenteil spricht, abgründig, negativ, dämonisch ist." In diesem Sinne ist hier ein Monolith von einem Album geschaffen, der sich zugleich machtvoll und zart aufstemmt, wie es im Untertitel der Platte heißt: "gegen die Verachtung der Gegenwarth"! - Sebastian Berlich
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Blue Vinyl[22,90 €]
Auf dem neuen Longplayer Crime Scene lenkt die bayuwarische Artrock-Institution ihre Aufmerksamkeit auf das Morbide, das Perverse, das Böse im Guten, die Abgründe des menschlichen Verhaltensspektrums in all seiner unvorhersehbaren Vielfalt, die dann manchmal auch so bizarr verstörend schlüssig daher kommt, wenn man denn ansetzt sie ergründen zu wollen.
In sechs dicht-atmosphärischen Tracks haben sich RPWL wieder einmal auf intensive Reisen durch die eigene Bandvita, als auch die jeweils eigenen Plattensammlungen begeben. Das Bemühen von Vergleichen ist immer so eine Sache, denn immerhin ist dies die 19te Veröffentlichung dieser international erfolgreichen Band. Die teils morbid-düsteren Themen werden mit old-school Fuzz konterkariert, das knapp 13-minütige "King of the World" mit seinem knurrenden Big Muff und seinen flächigen Vibes, oder "Life beyond Control", das mit seinem Offbeat-Einsatz sicher zu den härtesten Stücken in der RPWL Diskographie gehören dürfte, legen ihr Geständnis auf der Crime Scene ab. "Live in a Cage" bringt das das Kalkül des wie immer akribischen Sounddesigns dieses neuen RPWL-Albums auf den Punkt, nahtlos schließt sich "Red Rose" daran an. Pflaster auf Schusswunde als Prinzip. Aber der Wahn der normalisierten Gewalt wabert in so vielen Haushalten unter der vermeintlichen Harmonie, die die vier Musiker hier den Hörer glauben lassen. Wie fühlt es sich an, überhaupt kein Konzept von Freiheit zu haben, die Angst die bürgerliche Sicherheit zu verlassen aber größer ist? Allein im Lockdown-Jahr Jahr 2020 erfasste die Polizei über 119.000 Fälle von partnerschaftlicher Gewalt, 139 davon mit tödlichem Ausgang, die sich in über 80% der Fälle gegen den weiblichen Part in der Beziehung richteten.
Yogi Lang kommentiert aus künstlerischer Perspektive er sei schon immer von gesellschaftlichen und persönlichen Schattenseiten fasziniert gewesen. Kalle Wallner stellt die Gretchenfrage, wie man es denn mit dem Bösen an sich halte: "Wer macht uns zu dem wer wir sind? Ist es eine Frage der Genetik oder sind es doch die sozialen Umstände, unsere Kindheit, Schicksalsschläge, Druck oder Kränkungen?"
Das ‚Böse' bildet eines der Kernthemen auf Crime Scene, welches über das Band-eigene Label Gentle Art of Music erscheint. Als wertig aufgemachtes Digipak, drei unterschiedlichen Vinyl-Versionen (180Gr. Schwarz, 180Gr. Lim. Rot, 180Gr. Lim. Blau) und natürlich Digital.
eclipsed - Album des Monats:
"RPWL ist damit ein geradezu kriminell spannendes Werk gelungen. ....Auf "Crime Scene" spielen RPWL alle ihre Stärken aus. Tatorte gesichert. Fälle geklärt. Mission erfüllt. ... Wuchtige, cineastisch anmutende Arrangements, wunderschöne Melodiebögen, bewegende, leise, behutsame Momente und ein ausgesprochen spannendes Konzept hinterlassen einen starken Eindruck..."
SLAM (Highlight März/April)
Wieder einmal haben die bayrischen Artrocker RPWL ein Konzeptalbum am Start und wieder einmal kommt nach dem ersten Durchlauf der übliche Gedanke: Das ist absolut großartig, aber man hat keine Ahnung warum genau. Was haben die in Freising in ihrem Wasser, das ihnen erlaubt zu scheinbar egal welchem Thema eine Klangwelt zu bauen, die es so kein zweites Mal gibt? (...) Man kann gar nicht hoch genug einschätzen, wie wertvoll die Existenz so einer Band ist, es bleibt am Ende ein einfaches "Danke".
Als Aldous Harding 2017 mit ihrem Zweitwerk "Party" ihr Debüt auf 4AD gab, war sie wohl nur absoluten Insidern der Indie-Folk-Szene bekannt. Als Straßenmusikerin entdeckt, mauserte sich die Neuseeländerin mit ihren Alben aber schnell zum absoluten Geheimtipp, wobei schon vom ersten zum zweiten Album eine deutliche und steile Lernkurve im Schaffen der Songwriterin zu erkennen war. Umso schöner, dass sie uns nun ihr drittes, wieder von John Parish (PJ Harvey, Sparklehorse) produziertes Album "Designer" präsentiert! Aldous Hardings Musik ist nichts für zartbesaitete Menschen, entwaffnend aufgrund der trostlosen Bildhaftigkeit und ihrer einnehmenden Instrumentierung, behandeln ihre Songs die Kernthemen des Lebens: Tod, Geburt, Leid und Liebe. Es gibt ein paar Happy Endings in ihren Geschichten, aber vielmehr geht es um ihre Kraft, wie sie in den Kampf zieht - mit der Anmut eines Tänzers und Einstellung eines Boxers.
Silver Vinyl[32,56 €]
Thomas Eriksen und Mork kehren zwei Jahre nach ‘Katedralen‘ mit ihrem sechsten Werk zurück. Mit ‘Dypet‘, einem neuen Höhepunkt sorgfältig komponierter, atmosphärischer und düsterer, aber dennoch hymnischer Dunkelheit, schafft Mork eine düstere Spannung inmitten alptraumhafter Klanglandschaften.
Das Album zeigt die natürliche Evolution von Eriksens Ideen und seine kontinuierliche Entwicklung als Songwriter, während die Kernessenz aus eiskaltem, hypnotischem Black Metal erhalten bleibt.
— Als Digipak CD oder schwarzes Vinyl im Gatefold Sleeve
erhältlich
— Das brandneue, sechste Studioalbum der norwegischen
Blackmetaller um Thomas Eriksen
— Mit Gastauftritt von Hjelvik (ex-Kvelertak)
— Print- & Online-Promo von Marco Linke/cmm
Thomas Eriksen und Mork kehren zwei Jahre nach ‘Katedralen‘ mit ihrem sechsten Werk zurück. Mit ‘Dypet‘, einem neuen Höhepunkt sorgfältig komponierter, atmosphärischer und düsterer, aber dennoch hymnischer Dunkelheit, schafft Mork eine düstere Spannung inmitten alptraumhafter Klanglandschaften.
Das Album zeigt die natürliche Evolution von Eriksens Ideen und seine kontinuierliche Entwicklung als Songwriter, während die Kernessenz aus eiskaltem, hypnotischem Black Metal erhalten bleibt.
— Als Digipak CD oder schwarzes Vinyl im Gatefold Sleeve
erhältlich
— Das brandneue, sechste Studioalbum der norwegischen
Blackmetaller um Thomas Eriksen
— Mit Gastauftritt von Hjelvik (ex-Kvelertak)
— Print- & Online-Promo von Marco Linke/cmm
Sacramento, CA duo Blank Gloss’s third album, Cornered, is an exquisite statement of pop ambient starkness, an album that oscillates between lush beauty and spare melancholy. It follows from their 2021 debut for Kompakt, Melt, an album that saw Morgan Fox (piano, synths) and Patrick Hills (guitar) aligned, loosely, with the cosmic pastorale of the ‘ambient Americana’ movement. Cornered feels like a significant step forward, though – by peeling back the layers of their music, they’ve revealed both its restful core and its solemn gravitas. It is unendingly lovely, but with something disquieting at its centre.
Cornered was recorded quickly, over two days in December 2020. There’s nothing rushed or haphazard about the album, though; everything has its place, with each sonic element contributing profoundly to these nine miniature dioramas. It signals change, quietly but perceptibly, through the way the duo sculpts their material, building out of loose improvisations that morphed into songs. While there was no plan in mind when Blank Gloss settled into the studio, Fox recalls that “right away we realised that things were sounding and feeling a bit different than any of the sessions we had previously.”
That difference can be heard in the increased amount of space Blank Gloss gift to their sound sources. Some of the most moving moments on Cornered come when Fox and Hills strip everything back – see, for example, “Crossing”, which sets pensive piano across a shyly humming drone and quiet arcs of guitar, recalling the driftworks of Roger Eno. Curiously, the album’s distinctive shape and mood develops, at least in part, from a change in instrumentation, with Hills using a MIDI pick-up on his guitar. “This resulted in making things happen a lot quicker,” Fox says. “It also helped create what I think is a bit more sombre, dark feeling to some of the songs.”
Elsewhere, on songs like “Salt”, the piano tussles with flecks of guitar, single tones sent out to mingle with the stars, like Morricone at 16 RPM, while Cornered’s centrepiece, the eleven-minute “No Appetite”, lets long arcs of electronic texture breathe and sigh, tangling together in a cat’s cradle of bliss. Throughout, it feels as though the music is blossoming as you hear it, like watching time-lapse footage of flora in bloom. But perhaps the most seductive thing about Cornered is the sense you get, listening, that the music was something unexpected, a visitation. “It almost felt like we weren’t dictating where the music went and how it sounded,” Fox agrees. “We were just there in a room together in December and these sounds were happening, and we were lucky enough to be recording the process.”
Cornered, das dritte Album des kalifornischen Duos Blank Gloss aus Sacramento, ist ein exquisites Statement von pop ambienter Krassheit, ein Album, das zwischen üppiger Schönheit und sparsamer Melancholie oszilliert. Es folgt ihrem 2021er Debüt für Kompakt, Melt, einem Album, auf dem sich Morgan Fox (Klavier, Synthesizer) und Patrick Hills (Gitarre) locker an der kosmischen Pastorale der „Ambient Americana“-Bewegung ausrichteten. Cornered fühlt sich jedoch wie ein bedeutender Schritt nach vorne an – indem sie die Schichten ihrer Musik abschälen, haben sie sowohl ihren ruhigen Kern als auch ihre feierliche Schwere offenbart. Es ist unendlich schön, aber mit etwas Beunruhigendem in seiner Mitte.
Cornered wurde relativ schnell aufgenommen, über zwei Tage im Dezember 2020. Es klingt jedoch nichts überstürzt oder willkürlich an diesem Album; alles hat seinen Platz, wobei jedes Klangelement einen wesentlichen Beitrag zu diesen neun Miniaturdioramen leistet. Es signalisiert Veränderung, leise, aber wahrnehmbar, durch die Art und Weise, wie das Duo sein Material formt und aus losen Improvisationen aufbaut, die sich in Songs verwandeln. Als Blank Gloss sich im Studio niederließen, gab es zwar keinen Plan, aber Fox erinnert sich: „Uns war sofort klar, dass sich die Dinge etwas anders anhörten und anfühlten als bei allen vorherigen Sessions.“
Dieser Unterschied ist in der größeren Menge an Raum zu hören, die Blank Gloss ihren Klangquellen bietet. Einige der bewegendsten Momente auf Cornered kommen, wenn Fox und Hills alles zurücknehmen – siehe zum Beispiel „Crossing“, wo ein nachdenkliches Klavier über einen schüchtern summenden Drone und leise Gitarrenloops setzt und an die Driftworks von Roger Eno erinnert. Seltsamerweise entwickelt sich die unverwechselbare Form und Stimmung des Albums zumindest teilweise aus einer Änderung der Instrumentierung, bei der Hills einen MIDI-Tonabnehmer an seiner Gitarre verwendet. „Dies führte dazu, dass die Dinge viel schneller abliefen“, sagt Fox. „Es hat auch dazu beigetragen, einigen der Songs ein etwas düstereres, dunkleres Gefühl zu verleihen.“ An anderer Stelle, bei Songs wie „Salt“, spielt das Klavier mit Gitarrenfetzen, einzelne Töne werden ausgesandt, um sich mit den Sternen zu vermischen, wie Morricone bei 16 U/min, während Cornereds Herzstück, das elfminütige „No Appetite“, lange Bögen schlägt, elektronische Texturen atmet und seufzt, um sich in einem Katzenkörbchen der Glückseligkeit zu verheddern. Während des Hörens fühlt es sich an, als ob die Musik blüht, als würde man sich Zeitrafferaufnahmen von blühenden Pflanzen ansehen. Aber das Verführerischste an Cornered ist vielleicht das Gefühl, das man beim Zuhören bekommt, dass die Musik etwas Unerwartetes war, eine Heimsuchung. „Es fühlte sich fast so an, als hätten WIR nicht diktiert, wohin die Musik geht und wie sie klingt“, stimmt Fox zu. „Wir waren just im Dezember zusammen in einem Raum, als diese Geräusche passierten, und wir hatten das Glück, dass die Aufnahme mitlief.”
Red Vinyl[22,90 €]
Auf dem neuen Longplayer Crime Scene lenkt die bayuwarische Artrock-Institution ihre Aufmerksamkeit auf das Morbide, das Perverse, das Böse im Guten, die Abgründe des menschlichen Verhaltensspektrums in all seiner unvorhersehbaren Vielfalt, die dann manchmal auch so bizarr verstörend schlüssig daher kommt, wenn man denn ansetzt sie ergründen zu wollen.
In sechs dicht-atmosphärischen Tracks haben sich RPWL wieder einmal auf intensive Reisen durch die eigene Bandvita, als auch die jeweils eigenen Plattensammlungen begeben. Das Bemühen von Vergleichen ist immer so eine Sache, denn immerhin ist dies die 19te Veröffentlichung dieser international erfolgreichen Band. Die teils morbid-düsteren Themen werden mit old-school Fuzz konterkariert, das knapp 13-minütige "King of the World" mit seinem knurrenden Big Muff und seinen flächigen Vibes, oder "Life beyond Control", das mit seinem Offbeat-Einsatz sicher zu den härtesten Stücken in der RPWL Diskographie gehören dürfte, legen ihr Geständnis auf der Crime Scene ab. "Live in a Cage" bringt das das Kalkül des wie immer akribischen Sounddesigns dieses neuen RPWL-Albums auf den Punkt, nahtlos schließt sich "Red Rose" daran an. Pflaster auf Schusswunde als Prinzip. Aber der Wahn der normalisierten Gewalt wabert in so vielen Haushalten unter der vermeintlichen Harmonie, die die vier Musiker hier den Hörer glauben lassen. Wie fühlt es sich an, überhaupt kein Konzept von Freiheit zu haben, die Angst die bürgerliche Sicherheit zu verlassen aber größer ist? Allein im Lockdown-Jahr Jahr 2020 erfasste die Polizei über 119.000 Fälle von partnerschaftlicher Gewalt, 139 davon mit tödlichem Ausgang, die sich in über 80% der Fälle gegen den weiblichen Part in der Beziehung richteten.
Yogi Lang kommentiert aus künstlerischer Perspektive er sei schon immer von gesellschaftlichen und persönlichen Schattenseiten fasziniert gewesen. Kalle Wallner stellt die Gretchenfrage, wie man es denn mit dem Bösen an sich halte: "Wer macht uns zu dem wer wir sind? Ist es eine Frage der Genetik oder sind es doch die sozialen Umstände, unsere Kindheit, Schicksalsschläge, Druck oder Kränkungen?"
Das ‚Böse' bildet eines der Kernthemen auf Crime Scene, welches über das Band-eigene Label Gentle Art of Music erscheint. Als wertig aufgemachtes Digipak, drei unterschiedlichen Vinyl-Versionen (180Gr. Schwarz, 180Gr. Lim. Rot, 180Gr. Lim. Blau) und natürlich Digital.
eclipsed - Album des Monats:
"RPWL ist damit ein geradezu kriminell spannendes Werk gelungen. ....Auf "Crime Scene" spielen RPWL alle ihre Stärken aus. Tatorte gesichert. Fälle geklärt. Mission erfüllt. ... Wuchtige, cineastisch anmutende Arrangements, wunderschöne Melodiebögen, bewegende, leise, behutsame Momente und ein ausgesprochen spannendes Konzept hinterlassen einen starken Eindruck..."
SLAM (Highlight März/April)
Wieder einmal haben die bayrischen Artrocker RPWL ein Konzeptalbum am Start und wieder einmal kommt nach dem ersten Durchlauf der übliche Gedanke: Das ist absolut großartig, aber man hat keine Ahnung warum genau. Was haben die in Freising in ihrem Wasser, das ihnen erlaubt zu scheinbar egal welchem Thema eine Klangwelt zu bauen, die es so kein zweites Mal gibt? (...) Man kann gar nicht hoch genug einschätzen, wie wertvoll die Existenz so einer Band ist, es bleibt am Ende ein einfaches "Danke".
In den zwei Jahrzehnten ihrer Karriere hat die Norwegerin Ane Brun einen weiten Weg zurückgelegt, seit sie auf den Straßen Barcelonas die Lieder anderer Leute vorgetragen hat. Heute ist sie eine beliebte Singer-Songwriterin mit zehn Studioalben und zahlreichen Auszeichnungen. Mit ihrer einzigartigen, ausdrucksstarken Stimme und ihrem intuitiven Gespür für Melodien setzt sie die hohe Kunst der Coverversion fort. In Bruns Händen werden selbst Songs, die sich unantastbar anfühlen, näher gebracht und in einem neuen und intimen Licht gezeigt. Ob sie nun Beyoncés Siegeszug "Halo" mit einem Cello-Arrangement von Linnea Olsson neu interpretiert oder Radioheads "How To Disappear Completely" eine gespenstische Zerbrechlichkeit verleiht - sie taucht unerschrocken ein, sucht den emotionalen Kern eines jeden Songs und arbeitet sich von dort aus vor. Portrayals versammelt zum ersten Mal zwölf von Bruns beliebtesten Coverversionen sowie eine bisher unveröffentlichte Version des Rodgers & Hart-Standards "Blue Moon". Bruns Bearbeitungen, die insgesamt über 250 Millionen Mal auf Spotify gestreamt wurden und in Filmsoundtracks, Werbespots und bahnbrechenden Fernsehserien wie "Normal People" und "Peaky Blinders" zu hören sind, bewegen sich auf zarte, unvergessliche und oft verblüffende Weise. Portrayals ist die erste in einer Reihe geplanter Veröffentlichungen im Jahr 2023, um das 20-jährige Jubiläum ihres Debütalbums Spending Time With Morgan zu feiern. "Covers sind ein wichtiger Teil meiner Karriere", sagt Brun. "Es ist fast eine eigene Karriere. Es hat seine eigene Dynamik. Ich wollte das feiern, indem ich diesen Songs ihren eigenen Raum gebe."
First time ever on vinyl - limited gatefold edition, 180-gram audiophile
pressing. One of the most highly acclaimed trio albums by New York pianist Bill Charlap,
originally released in 1997 on CD by Criss Cross and now reissued for the very first time on vinyl.
Widely known for his work on the Blue Note and Venus labels, his résumé includes performing with many of the leading artists of our time, ranging from Phil Woods, Gerry Mulligan, Wynton Marsalis, Freddy Cole and Houston Person, to singers Tony Bennett and Barbra Streisand. Charlap's album with Tony Bennett,The Silver Lining, The Songs of Jerome Kernwon them both Best Traditional Pop Vocal Album in the 58th Annual Grammy Awards.
Known also for his interpretations of American popular songs, Charlap he has recorded albums featuring the music of Hoagy Carmichael, Leonard Bernstein and George Gershwin.
Jazz critic Scott Yanow gave All Through The Night 4.5 stars on the online jazz platform AllMusic and described it as a superior modern mainstream set.
Bill Charlap: piano
Peter Washington: bass
Kenny Washington: drums
- A1: ) Siamese
- A2: ) First Day On A New Planet
- A3: ) Pow R Ball
- A4: ) Kewpies Like Watermelon
- A5: ) Phasers On Stun/ Sola Kola
- A6: ) Black Hole Love
- B1: ) Velvy Blood
- B2: ) Plastic Ashtray
- B3: ) Death 2 Everyone
- B4: ) Pachinko
- B5: ) (-)
- B6: ) Kernel
- B7: ) Road Song
- C1: ) It Is
- C2: ) On Yr Mind
- C3: ) Teen Dream
- C4: ) Majesty
- C5: ) Burriko Girl
- C6: ) Got The Sun
- D1: ) Silver Krest
- D2: ) Sucker/ Kitty Litter
- D3: ) Lo-Fi Scary Balloons
- D4: ) The Power Of Negative Thinking/ The Love That Brings You Down
Remastered reissue of “We Are Urusei Yatsura” (originally released in 1996), with bonus vinyl of unreleased demos and B-sides
Celebrating the 30th Anniversary of the founding of Glasgow “Geek Rock” band Urusei Yatsura
– Double Clear-Vinyl Reissue of 1996 Album
In the days before “landfill” indie, and in rebellion against a developing Britpop orthodoxy, there were some weird but melodic bands coming of age outside London that drew inspiration from the US underground and the sparkly retro-futurism of Japan. Primitive guitar noise with art rock leanings, post punk DIY and fanzine culture. The best known of these bands was maybe Urusei Yatsura; “noisy stars”, named in honour of Rumiko Takahashi, legendary manga creator.
Back in 1996, after several increasingly well-received 7’s, the band travelled to Leamington Spa to record their debut album with John Rivers, producer of Swell Maps and Glasgow scene godparents, The Pastels. The resulting album won the group legions of new fans and gained them their first Independent #1 chart placing, alongside peers Ash and Super Furry Animals.
“These were fertile years in Glasgow, a scene with no name, no single sound, where the magic thread tying everyone together was words and works so personal, they couldn’t be mistaken for anyone else’s. ‘We Are Urusei Yatsura’ is a cascade of ‘why not?’ thinking. The way ‘Phasers on Stun’ spirals into ‘Sola Kola’; the sunburned 23-second improv at the end of ‘Pachinko’; the slack-echoing strings of the outro to ‘Road Song’ sprayed with the shrapnel of toy electronics. Pure pop magic, Ren & Stimpy on upstairs, ray-guns, Ian’s homemade walkie-talkie speaker, a beatbox, all sealed with a “Talking Tina” doll’s emphatic endorsement: “I love it”” – Nick Soulsby
The vinyl-only double LP set comprises the original 1996 album recorded by John Rivers, accompanied with an extra disk of unreleased demos, rare singles and B-sides which have not been available since the 90’s. It documents the time leading up to the release of the LP and the singles that came from it, capturing the development, lost pop moments and essential experiments from the eccentric and joyful Glasgow band. The cover has been completely remixed using archive
photos and artwork from the time, with new interviews and extensive notes. The release marks 30 years since the official birthday of the band, 9/3/93.
“When I drove the transit van that took them down to Leamington Spa to record their first proper LP, there was a sense of quiet, assured anticipation. I couldn’t wait to hear it and when I came back a couple of weeks later to pick them back up, I remember so clearly when they played it from the van’s tape deck. Fergus and Graham were hunched over, focusing intently on what they wanted to change about the mix. The reverb wasn’t right or something. Maybe they didn’t like how high the vocals were in the mix. I said to them, you’re listening to the details, but missing what is most important–this is a fantastic record! It was. It is. It is a fantastic record. They were a brilliant live band and I am so lucky to have been able to have been there to see their formation.” – Alex Kapranos.
Knapp vier Jahre ist es her, dass Adel Tawil sein letztes
Album veröffentlicht hat. In der Zwischenzeit erschienen
Singles wie "Niemandsland" und "Labyrinth" mit dem
Hamburger Rapper Bozza. Im März 2023 erscheint
endlich das langersehnte vierte Studio-Album
"Spiegelbild". Wie der Albumtitel schon erahnen lässt, ist
Reflexion und der Blick nach innen und außen das
Leitthema der Platte. Dieses zeigt sich sowohl musikalisch
als auch textlich. "Ich war die meiste Zeit meines Lebens
darauf fokussiert, den Menschen ein positives Gefühl zu
vermitteln. Es gibt Momente auf diesem Album, die ich
früher definitiv gekillt hätte, weil sie mir zu persönlich,
auch zu dark gewesen wären. Der Song ?Autobahn' ist
beispielsweise so ein Moment. Aber ich musste das
machen. Alles andere wäre nicht ehrlich gewesen.? Der
Sound ist neu, aber der Kern ist classic Adel: die Essenz
all dessen, was Adel Tawil zu einer der prägendsten
Stimme des Deutsch-Pops und einem der grössten
Songwriter des Landes macht.
Das neue Album "Spiegelbild" mit 16 Songs inkl. der
Singles "Niemandsland", "Labyrinth (feat. Bozza)",
"Autobahn" und "Die Welt steht auf Pause" im exklusiven
DigiPac. Die Doppel-Vinyl zum neuen Album "Spiegelbild"
erscheint handsigniert von Adel Tawil.
Knapp vier Jahre ist es her, dass Adel Tawil sein letztes
Album veröffentlicht hat. In der Zwischenzeit erschienen
Singles wie "Niemandsland" und "Labyrinth" mit dem
Hamburger Rapper Bozza. Im März 2023 erscheint
endlich das langersehnte vierte Studio-Album
"Spiegelbild". Wie der Albumtitel schon erahnen lässt, ist
Reflexion und der Blick nach innen und außen das
Leitthema der Platte. Dieses zeigt sich sowohl musikalisch
als auch textlich. "Ich war die meiste Zeit meines Lebens
darauf fokussiert, den Menschen ein positives Gefühl zu
vermitteln. Es gibt Momente auf diesem Album, die ich
früher definitiv gekillt hätte, weil sie mir zu persönlich,
auch zu dark gewesen wären. Der Song ?Autobahn' ist
beispielsweise so ein Moment. Aber ich musste das
machen. Alles andere wäre nicht ehrlich gewesen.? Der
Sound ist neu, aber der Kern ist classic Adel: die Essenz
all dessen, was Adel Tawil zu einer der prägendsten
Stimme des Deutsch-Pops und einem der grössten
Songwriter des Landes macht.
Das neue Album "Spiegelbild" mit 16 Songs inkl. der
Singles "Niemandsland", "Labyrinth (feat. Bozza)",
"Autobahn" und "Die Welt steht auf Pause" im exklusiven
DigiPac. Die Doppel-Vinyl zum neuen Album "Spiegelbild"
erscheint handsigniert von Adel Tawil.
Die ultimative
Fanbox zum neuen Album "Spiegelbild". Die Box
beinhaltet neben der CD ein exklusives Adel Tawil
Kartenspiel-Set, Beanie-Mütze, Early-Entry-Pass für alle
Adel Tawil Solo-Konzerte in 2023, schwarzes Lanyard mit
gewebtem "Adel Tawil - Spiegelbild" - Schriftzug.
Red/Silver Merge Vinyl[26,85 €]
Die kreativen Zentren von Obsequiae und Inexorum vereinen sich in der neuen, überragenden Band: Majesties. Für diejenigen, die mit den einzelnen Stücken von Majesties vertraut sind, wird der Sound des Debütalbums "Vast Reaches Unclaimed" eine weitere beeindruckende Ergänzung ihres jeweiligen Oeuvres sein und an die glorreichen Tage von Wrong Again und No Fashion Records erinnern.
Majesties erinnern an eine Zeit, in der Göteborg begann, Stockholm als unantastbare Stadt für schwedischen Death Metal in den Köpfen der internationalen Metalszene abzulösen. Sie haben das Gespür für die wütende Intensität des Death Metal und die mühelos befriedigende melodische Fähigkeit, die Alben wie "The Jester Race" und seine unmittelbaren Vorgänger zu sofortigen Klassikern machte. Die Mischung aus Dur-Melodien und Twin-Gitarren-Harmonien, die sich durch jeden Track schlängeln, schmücken die kraftvollen Riff-Eruptionen und den gequälten Gesang in einem Glanz von schimmernder Brillanz, der sich als ein berauschender Triumph erweist.
Ohne einen Hauch des Verfalls, den der Stil in einer Welt nach "Slaughter of the Soul" erfahren hat, ist "Vast Reaches Unclaimed" eine glühende Erinnerung an das, was war und was wieder sein wird. Majesties reanimieren den Leichnam des wahren Melodic Death Metal-Stils, der die Death Metal-Szene Mitte der 1990er Jahre sowohl spaltete als auch belebte, bringen ihn ins Jahr 2023, als wäre er nie weg gewesen, und klingen dabei so neuartig und aufregend wie eh und je.
- Debütalbum von Göteborg beeinflussten Melodic Death Metal
- Mit den kreativen Kernen der beliebten Obsequiae und Inexorum
- Cover-Artwork von Juanjo Castellano (Gates of Ishtar, Moondark, Varathron, The Black Dahlia Murder)
- FFO: In Flames, Eucharist, Dark Tranquillity, A Canorous Quintet, Gates of Ishtar, Iron Maiden, Ceremonial Oath, Obsequiae, Inexorum
Black Vinyl[25,17 €]
Die kreativen Zentren von Obsequiae und Inexorum vereinen sich in der neuen, überragenden Band: Majesties. Für diejenigen, die mit den einzelnen Stücken von Majesties vertraut sind, wird der Sound des Debütalbums "Vast Reaches Unclaimed" eine weitere beeindruckende Ergänzung ihres jeweiligen Oeuvres sein und an die glorreichen Tage von Wrong Again und No Fashion Records erinnern.
Majesties erinnern an eine Zeit, in der Göteborg begann, Stockholm als unantastbare Stadt für schwedischen Death Metal in den Köpfen der internationalen Metalszene abzulösen. Sie haben das Gespür für die wütende Intensität des Death Metal und die mühelos befriedigende melodische Fähigkeit, die Alben wie "The Jester Race" und seine unmittelbaren Vorgänger zu sofortigen Klassikern machte. Die Mischung aus Dur-Melodien und Twin-Gitarren-Harmonien, die sich durch jeden Track schlängeln, schmücken die kraftvollen Riff-Eruptionen und den gequälten Gesang in einem Glanz von schimmernder Brillanz, der sich als ein berauschender Triumph erweist.
Ohne einen Hauch des Verfalls, den der Stil in einer Welt nach "Slaughter of the Soul" erfahren hat, ist "Vast Reaches Unclaimed" eine glühende Erinnerung an das, was war und was wieder sein wird. Majesties reanimieren den Leichnam des wahren Melodic Death Metal-Stils, der die Death Metal-Szene Mitte der 1990er Jahre sowohl spaltete als auch belebte, bringen ihn ins Jahr 2023, als wäre er nie weg gewesen, und klingen dabei so neuartig und aufregend wie eh und je.
- Debütalbum von Göteborg beeinflussten Melodic Death Metal
- Mit den kreativen Kernen der beliebten Obsequiae und Inexorum
- Cover-Artwork von Juanjo Castellano (Gates of Ishtar, Moondark, Varathron, The Black Dahlia Murder)
- FFO: In Flames, Eucharist, Dark Tranquillity, A Canorous Quintet, Gates of Ishtar, Iron Maiden, Ceremonial Oath, Obsequiae, Inexorum
Wie alle drei vorherigen Alben der Band beruht auch dieses auf der konzeptionellen, ideellen und künstlerischen Verbindung zwischen der Musik von FESTLAND und der bildenden Kunst des Malers, Zeichners und Texters Fabian Weinecke, der im Jahr 2012 verstorben ist. Das Trio (DDFM, Thomas Geier, Yoshino) vertont die lyrischen Texte Weineckes in eigenen Kompositionen und nutzt seine Bilder und Zeichnungen zur Covergestaltung. Er ist somit als assoziiertes, viertes Mitglied der Band zu verstehen. "Hippies" wird als Doppelalbum (12"/Vinyl) erscheinen. Es wurde im Parka Sound Studio in Berlin Kreuzberg eingespielt und dort von Berend Intelmann (Paula, Jens Friebe) abgemischt. Norman Nitzsche (Whitest Boy Alive) besorgte das Mastering. Dem Album werden zwei Booklets mit Malerei und Zeichnungen aus den verschiedenen Schaffensphasen Fabian Weineckes beigelegt. Seit dessen Tod an den Folgen einer lebenslangen Mukoviszidose im Jahr 2012 spielen FESTLAND in reduzierter und elektroakustischer Instrumentierung. Zum musikalischen Kern gehört das repetitive und zahnradartig ineinandergreifende Spiel von Geige, Kontrabass und Schlagwerk. Im Zusammenhang mit den witzig-skurrilen, traurigen und poetischen Texten im mehr stimmigen zarten Gesang des Trios ist somit ein ganz eigensinniger musikalischer Kosmos entstanden. Die musikalische Referenz dafür bildet weniger ein klassisches als vielmehr ein popmusikalisches Repertoire, das in der elektronischen Musik von House, Techno und Dub zu verorten ist. Der Journalist Jens Uthoff schrieb in der taz über das dritte Album treffend, es klänge so, als "habe man Kraftwerk die Synthesizer weggenommen". Der Radiomoderator und DJ Klaus Fiehe (1 Live Fiehe, ByteFM) sprach von "Math-Folk".FESTLAND knüpfen konzeptuell nicht nur an elektronische Musik oder Krautrock der 1970er sondern auch an eine Phase avantgardistischer Popmusik und Malerei der 1980er Jahre an (etwa "Neue Wilde"), in denen Künstler*innen in beiden Welten von Musik und bildender Kunst gleichermaßen zu Hause gewesen sind.
- A1: Kinder Aus Asbest - Slipping Away
- A2: Wobbler - Frekvencoj
- A3: Friseur - Lame Rouillée
- A4: Nattens Jazz
- A5: Majestoluxe - Damned If You Do (Hypoxia Version)
- A6: Unisonlab - Be Right Back Reboot
- B1: Am - Post Modern Irony (Kinder Aus Asbest Remix)
- B2: Kinder Aus Asbest - Dance Angst
- B3: Epikuros Apati Lost
- B4: Kord - Sensitive Sensation
- B5: Savj - The Freaks
- B6: Staltrad - Instabil
Minimal Synth, Darkwave, EBM, Synthwave and New Wave from Sweden.
Smokey Marbled Vinyl[32,14 €]
Voller Zorn und brennendem Hass, doch gleichzeitig auch erfüllt vom prallen Leben und mit Momenten erstaunlicher Schönheit - IMHA TARIKATs drittes Album "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" deutet seine internen Widersprüche und Konflikte bereits im Titel an. Das Album ist um einen Kern aus typisch deutschem Black Metal entstanden, der ebenso präzise wie trocken und humorlos auf jeglichen Bombast und die oft folkloristischen Untertöne seines nordischen Gegenstücks verzichtet. Dabei stößt IMHA TARIKATs lyrischer und musikalischer Vordenker Kerem Yilmaz alias Ruhsuz Cellât erneut mit seinen einzigartigen Kompositionen auch in tiefere Schichten und unerforschte Dimensionen vor. Während er seinem körperlich schwer fordernden Gesangsstil noch mehr brutal die Kehle zerfetzende Ansätze hinzufügt, bilden ein furioses Drumming sowie das unerbittliche Peitschen von frostig klirrenden Gitarrensaiten das mal eiskalte und dann wieder glühend heiße Fundament von IMHA TARIKAT. Doch während sich Yilmaz' Songs durch die schwarze Leere des Alls winden und drehen, tauchen aus dem Nichts überraschend strahlende Momente und Soli auf, die ihre Ursprünge eher im Heavy Metal, hartem und okkultem Rock und sogar einer Messerspitze Punk haben. Textlich funktionieren IMHA TARIKAT weiterhin als eine Art von verschlüsseltem Tagebuch, in dem Yilmaz seine persönlichen Erfahrungen, sein menschliches Wachstum und seine Faszinationen festhält: "Ich habe mich buchstäblich in den Wahnsinn getrieben, um eine absolut authentische Erfahrung zu erschaffen", beschreibt der Sänger und Gitarrist den Aufnahmeprozess von "Hearts Unchained". Von daher liegt es nahe, dass "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" von inneren Konflikten, seelischem Leid, eskalierenden Emotionen, aber auch von Katharsis und Erlösung handelt. Der brutale schwarze Sound von IMHA TARIKAT war von Anfang an auch als eine Art von emotionalem Druckventil für den Bandgründer Kerem Yilmaz konzipiert. Seine brennende musikalische Leidenschaft zeigt sich ebenso in der rasanten Entwicklung, die Yilmaz' Songwriting mit jeder neuen Veröffentlichung offenbart und das in mehrere Richtungen gleichzeitig expandiert. Während bereits die erste EP "Kenoboros" 2017 einen hervorragenden Eindruck hinterließ, eroberte die Band auf dem folgenden Demo "Son Mistisizm" (2018) hörbar neues Terrain. Mit dem 2019er Debütalbum "Kara Ihlas" und ihrer folgenden Black Metal Supernova "Sternenberster" (2020) erreichten IMHA TARIKAT dann neue Höhepunkte. Es passt ins Bild, dass es den Deutschen mit "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" gelingt, einen weiteren Gipfel zu erklimmen. IMHA TARIKAT sind drauf und dran, die Welt in schwarze Flammen zu setzen und "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" ist der Funke, der alles entzündet. Bevor alle Gefühle zu Asche und Schlacke zerfallen, lasst sie lieber brennen!
Black Vinyl[29,62 €]
Voller Zorn und brennendem Hass, doch gleichzeitig auch erfüllt vom prallen Leben und mit Momenten erstaunlicher Schönheit - IMHA TARIKATs drittes Album "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" deutet seine internen Widersprüche und Konflikte bereits im Titel an. Das Album ist um einen Kern aus typisch deutschem Black Metal entstanden, der ebenso präzise wie trocken und humorlos auf jeglichen Bombast und die oft folkloristischen Untertöne seines nordischen Gegenstücks verzichtet. Dabei stößt IMHA TARIKATs lyrischer und musikalischer Vordenker Kerem Yilmaz alias Ruhsuz Cellât erneut mit seinen einzigartigen Kompositionen auch in tiefere Schichten und unerforschte Dimensionen vor. Während er seinem körperlich schwer fordernden Gesangsstil noch mehr brutal die Kehle zerfetzende Ansätze hinzufügt, bilden ein furioses Drumming sowie das unerbittliche Peitschen von frostig klirrenden Gitarrensaiten das mal eiskalte und dann wieder glühend heiße Fundament von IMHA TARIKAT. Doch während sich Yilmaz' Songs durch die schwarze Leere des Alls winden und drehen, tauchen aus dem Nichts überraschend strahlende Momente und Soli auf, die ihre Ursprünge eher im Heavy Metal, hartem und okkultem Rock und sogar einer Messerspitze Punk haben. Textlich funktionieren IMHA TARIKAT weiterhin als eine Art von verschlüsseltem Tagebuch, in dem Yilmaz seine persönlichen Erfahrungen, sein menschliches Wachstum und seine Faszinationen festhält: "Ich habe mich buchstäblich in den Wahnsinn getrieben, um eine absolut authentische Erfahrung zu erschaffen", beschreibt der Sänger und Gitarrist den Aufnahmeprozess von "Hearts Unchained". Von daher liegt es nahe, dass "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" von inneren Konflikten, seelischem Leid, eskalierenden Emotionen, aber auch von Katharsis und Erlösung handelt. Der brutale schwarze Sound von IMHA TARIKAT war von Anfang an auch als eine Art von emotionalem Druckventil für den Bandgründer Kerem Yilmaz konzipiert. Seine brennende musikalische Leidenschaft zeigt sich ebenso in der rasanten Entwicklung, die Yilmaz' Songwriting mit jeder neuen Veröffentlichung offenbart und das in mehrere Richtungen gleichzeitig expandiert. Während bereits die erste EP "Kenoboros" 2017 einen hervorragenden Eindruck hinterließ, eroberte die Band auf dem folgenden Demo "Son Mistisizm" (2018) hörbar neues Terrain. Mit dem 2019er Debütalbum "Kara Ihlas" und ihrer folgenden Black Metal Supernova "Sternenberster" (2020) erreichten IMHA TARIKAT dann neue Höhepunkte. Es passt ins Bild, dass es den Deutschen mit "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" gelingt, einen weiteren Gipfel zu erklimmen. IMHA TARIKAT sind drauf und dran, die Welt in schwarze Flammen zu setzen und "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" ist der Funke, der alles entzündet. Bevor alle Gefühle zu Asche und Schlacke zerfallen, lasst sie lieber brennen!
Die Originalbesetzung von Black Ox Orkestar ist nach einer 15-jährigen Pause wieder zusammen. Die aus der fruchtbaren Montréaler Post-Punk-Agit-Prop-Szene der frühen 2000er Jahre hervorgegangene Band besteht aus Scott Gilmore, Jessica Moss und Thierry Amar von Thee Silver Mt. Zion (Amar komponiert und spielt auch weiterhin Bass für Godspeed You! Black Emperor) und Gabriel Levine von Sackville. Black Ox Orkestar haben Mitte der 2000er Jahre zwei gefeierte Alben mit aufgewühltem akustischem Avant-Folk veröffentlicht, auf denen sie osteuropäische und nordafrikanische Folklore durch die Linse einer düsteren, resonanten Indie-Rock-Sensibilität erforschten und Interpretationen von Instrumentalstücken aus verschiedenen jüdischen, rumänischen und arabischen Traditionen den Originalen gegenüberstellten. Auch dank Gilmores politisch aufgeladenem jiddischen Gesang sind diese frühen Alben für eine neue Generation von Musikern und Fans der jiddischen, Klezmer- und jüdischen Diaspora-Musik zu Meilensteinen geworden. Das von Greg Norman (Jason Molina, Nina Nastasia, Electrical Audio) hervorragend produzierte Album Everything Returns macht genau da weiter, wo die Band aufgehört hat: ein einschneidend atmosphärisches, melancholisches und doch entschlossenes Album einzigartiger moderner jüdischer Folkmusik, bei dem Klavier, Geige, Kontrabass, Klarinette und Cymbalom die Kerninstrumentierung bilden und die Gesangsstücke hauptsächlich auf Jiddisch gesungen werden. ENG Everything Returns reunites the original Black Ox Orkestar lineup following a 15-year hiatus. Arising from the fertile Montréal post-punk agit-prop scene of the early 2000s, the band comprises Scott Gilmore, Jessica Moss and Thierry Amar of Thee Silver Mt. Zion (Amar also continues to compose and play bass for Godspeed You! Black Emperor) and Gabriel Levine of Sackville. Black Ox made two acclaimed albums of roiling acoustic avant-folk in the mid-2000s, exploring Eastern European and North African folkways through the lens of a gritty, resonant indie rock sensibility, juxtaposing interpretations of instrumentals from various Jewish, Romani and Arabic traditions with originals led by Gilmore's politically-charged Yiddish vocals. These early albums have since become lodestars for many among a new generation of Yiddish, Klezmer and radical Jewish diasporic music practitioners and fans. First revealing its resurrection in February 2022 with a surprise flexi 7" single issued by left journal Jewish Currents as a gift to its thousands of subscribers, Black Ox has indeed fully and fruitfully reunited. Exquisitely recorded by Greg Norman (Jason Molina, Nina Nastasia, Electrical Audio), Everything Returns picks up right where the band left off: an incisively atmospheric, melancholic yet resolute album of uniquely modern Jewish folk music, with piano, violin, upright bass, clarinet and cymbalom making up the core instrumentation, and the vocal tunes sung primarily in Yiddish, alongside album centerpiece "Viderkol" and closer "Lamed-Vovnik" where English also features. This is not fusion music, but diaspora music: a cross-cultural call and response of musical lexicons, emerging from the history of Jewish persecution and displacement, the musicology of 19th century repertoire from Jewish shtetls , the improvisational traditions of nusakh in Jewish music and taqsim in Arabic music, and a wider polyglot dialogue of Jewish, Slavic, Arabic, and Central Asian musical traditions. Lyrically and stylistically, Everything Returns connects key current issues_from refugees forced to leave their homes, to the return of fascism and exclusionary nationalism_with the legacy of modernist Yiddish poetry and song. The new Black Ox Orkestar album is a sublime, poetic, politically-informed statement of re-energized diasporic musical intent, where Gilmore's voice and the band's simmering arrangements conjure an ardent, doleful balladry that echoes the sound and sensibility of artists like Tindersticks, The National, Nick Cave and Leonard Cohen. Everything Returns is a haunting, richly textured, darkly sparkling song cycle at once from a vanished world and very much of our time and place. Thanks for listening.




















