Andreas Kümmert ist DER Blues-, Rock Sänger aus Deutschland. Seine Stimme und seine Musik sind zeitlos. Die Songs auf dem neuen Album „Working Class Hero“ sind emotional, tief, mitreißend, berührend und tröstend zugleich.
Stillstand ist für Vollblutmusiker Andreas Kümmert ein Fremdwort. Inmitten einer Welt im Ausnahmezustand ist sein neues Album „Working Class Hero“ entstanden. Und weil sich Andreas eben nicht in einem sterilen Studio zurückgezogen, sondern sich als Künstler mitten im Zeitgeschehen bewegt hat, ist es ein grundehrliches, authentisches Abbild dessen geworden, was der gebürtige Lohrer dabei erlebt, gefühlt, gedacht und durchgemacht hat. „Es sind großenteils sehr wütende Songs mit wütenden, manchmal auch sehr sarkastischen Texten geworden“, sagt Andreas. „Sie handeln von dem, was in der Welt abgeht, aber auch dem, wie es mir persönlich damit geht. Eine Gegenüberstellung von Makro- und Mikrokosmos sozusagen. Man sieht und erlebt die Welt, und zugleich macht das etwas mit einem selbst, mit seinen eigenen Gefühlen und Gedanken. Und inmitten dieser Zeitgeschehnisse hat man noch seine ganz eigenen Probleme, die man bewältigen muss.“ Die Musik und Andreas gehören – das wird auf „Working Class Hero“ deutlicher denn je – untrennbar zusammen. Die Songs von Andreas Kümmert sind emotional, tief, mitreißend, berührend und tröstend zugleich. Sie bringen so viel von dem zum Ausdruck, was diese Welt nun einmal ist und was sie aus einem machen kann.
Pavilions neue Compilation "Break The Glass, Burn The Cage (The Sound Of Indie Punk Rock)" feiert alles, was Indie und Punk ausmacht. Die Welt der engen, verschwitzten Grassroots-Locations mit elektrisierenden Gitarrenriffs, mitreissenden Basslines und den Stimmen der Bands, die man unbedingt gehört haben muss. Mit herausragenden Tracks von Lime Garden, SPRINTS, Lambrini Girls, Sunflower Bean, English Teacher, Dream Wife, Panic Shack oder, Big Joanie kanalisiert die Compilation die rohe Energie und den rebellischen Geist, die man nur erlangen kann, wenn man sich tief um die Ungerechtigkeiten und den Hass in dieser Welt kümmert. Es ist eine Soundreise durch die Angst, Leidenschaft, den Spass und die Freiheit, die man findet, wenn man "es dem Mann zeigt".
"Break The Glass, Burn The Cage (The Sound Of Indie Punk Rock)" wird am Internationalen Frauentag 2025 als Charity-Album angekündigt, alle Tracks wurden freundlicherweise von den Bands kostenlos gespendet. Somit geht der gesamte Gewinn aus jedem Verkauf an die beiden ausgewählten Wohltätigkeitsorganisationen, die ihr Möglichstes tun, um Frauen und Mädchen aus allen Schichten und Altersgruppen zu helfen, von häuslicher Gewalt über Trauerfälle bis hin zu Obdachlosigkeit und Krieg – Brighton Women's Centre & War Child. Das Album erscheint als recyceltes Vinyl und CD in limitierten Auflagen.
Einst waren Rialto unverletzlich ("Untouchable"), sind aber bereits Ende der 90er erst morgens nach fünf heimgekommen ("Monday Morning 5.19"), nun kündigen die britischen Kult-Britpopper ihr erstes neues Album seit 24 Jahren an: "Neon & Ghost Signs" wird im April 2025 über Fierce Panda Records veröffentlicht. Es ist eine Reunion, die nicht so sehr von der Sehnsucht nach der Vergangenheit angetrieben wird, sondern vielmehr von der Dringlichkeit, das Beste aus dem Jetzt zu genießen. Vor sechs Jahren wurde Sänger und Songschreiber Louis Eliot während eines Spanienurlaubs für eine Notoperation ins Krankenhaus gebracht und ist dabei kurz dem Tode nah gewesen. Seine vollständige Genesung war eine Epiphanie. "Man könnte meinen, wenn man dem Tod sehr nahe ist, sollte man anfangen, sich um sich selbst zu kümmern", sagt er. ,Aber ich bin einfach mit Vollgas meiner Jugend hinterhergejagt. Ich dachte mir nur: Egal, vielleicht bin ich nächste Woche nicht mehr da, ich stürze mich einfach rein." Ein Teil von Eliots Wiedergeburt bestand darin, dass er eine langjährige Beziehung hinter sich ließ, um erneut in die Londoner Club-Szene einzutauchen. Ein bedeutender Teil davon waren die Romantik und die Verwundbarkeit, die er dort fand. Ein anderer Teil davon war die Erkenntnis, dass die Songs, die in dieser Zeit entstanden - Lieder über Liebe und Verlust, Hedonismus und Reue, die in wehmütigen Geisterstunden spielen - ein Ruf aus der (eigenen) Vergangenheit waren. Neon and Ghost Signs eröffnet in gewollt simpler und eingängiger Dancefloor-Ästhetik mit der ersten Single "No One Leaves This Discoteque Alive". Eliot, mit einem lasziven Brel-Knurren, vergießt Tränen in der Discotheque, ist "der Hund der Londoner Stadt", wo "die Laken mit Gold befleckt sind", der darauf aus ist, "seinen Kopf zu verlieren" und Liebe als perfekten Sturm zu erleben. Es ist der Auftakt zu einem "Durch die Nacht mit...", den das gesamte Album mit der von Rialto bekannten Widescreen-Pop Leidenschaft verfolgt. Rialto waren in Südostasien Superstars mit Doppel-Platin und in Großbritannien immer ein hochgelobter Kult, aber zweifellos eine Band, die ihrer ästhetischen Zeit voraus war. Nach dem zweiten Album Night on Earth im Jahr 2001 löste sich die Band auf und Eliot arbeitete regelmäßig mit Grace Jones und Danny Goffey von Supergrass zusammen; als Songwriter schrieb er u. a. das mit dem Ivor Novello ausgezeichnete "Leave Right Now" für Will Young; er veröffentlichte 2004 ein Soloalbum und 2010 eine sehr ländlich klingende Platte als Louis Eliot And The Embers und veranstaltet das Port Eliot Festival in Cornwall mit 8.000 Besuchern. Als col. LP, CD oder MC!
Einst waren Rialto unverletzlich ("Untouchable"), sind aber bereits Ende der 90er erst morgens nach fünf heimgekommen ("Monday Morning 5.19"), nun kündigen die britischen Kult-Britpopper ihr erstes neues Album seit 24 Jahren an: "Neon & Ghost Signs" wird im April 2025 über Fierce Panda Records veröffentlicht. Es ist eine Reunion, die nicht so sehr von der Sehnsucht nach der Vergangenheit angetrieben wird, sondern vielmehr von der Dringlichkeit, das Beste aus dem Jetzt zu genießen. Vor sechs Jahren wurde Sänger und Songschreiber Louis Eliot während eines Spanienurlaubs für eine Notoperation ins Krankenhaus gebracht und ist dabei kurz dem Tode nah gewesen. Seine vollständige Genesung war eine Epiphanie. "Man könnte meinen, wenn man dem Tod sehr nahe ist, sollte man anfangen, sich um sich selbst zu kümmern", sagt er. ,Aber ich bin einfach mit Vollgas meiner Jugend hinterhergejagt. Ich dachte mir nur: Egal, vielleicht bin ich nächste Woche nicht mehr da, ich stürze mich einfach rein." Ein Teil von Eliots Wiedergeburt bestand darin, dass er eine langjährige Beziehung hinter sich ließ, um erneut in die Londoner Club-Szene einzutauchen. Ein bedeutender Teil davon waren die Romantik und die Verwundbarkeit, die er dort fand. Ein anderer Teil davon war die Erkenntnis, dass die Songs, die in dieser Zeit entstanden - Lieder über Liebe und Verlust, Hedonismus und Reue, die in wehmütigen Geisterstunden spielen - ein Ruf aus der (eigenen) Vergangenheit waren. Neon and Ghost Signs eröffnet in gewollt simpler und eingängiger Dancefloor-Ästhetik mit der ersten Single "No One Leaves This Discoteque Alive". Eliot, mit einem lasziven Brel-Knurren, vergießt Tränen in der Discotheque, ist "der Hund der Londoner Stadt", wo "die Laken mit Gold befleckt sind", der darauf aus ist, "seinen Kopf zu verlieren" und Liebe als perfekten Sturm zu erleben. Es ist der Auftakt zu einem "Durch die Nacht mit...", den das gesamte Album mit der von Rialto bekannten Widescreen-Pop Leidenschaft verfolgt. Rialto waren in Südostasien Superstars mit Doppel-Platin und in Großbritannien immer ein hochgelobter Kult, aber zweifellos eine Band, die ihrer ästhetischen Zeit voraus war. Nach dem zweiten Album Night on Earth im Jahr 2001 löste sich die Band auf und Eliot arbeitete regelmäßig mit Grace Jones und Danny Goffey von Supergrass zusammen; als Songwriter schrieb er u. a. das mit dem Ivor Novello ausgezeichnete "Leave Right Now" für Will Young; er veröffentlichte 2004 ein Soloalbum und 2010 eine sehr ländlich klingende Platte als Louis Eliot And The Embers und veranstaltet das Port Eliot Festival in Cornwall mit 8.000 Besuchern. Als col. LP, CD oder MC!
Dream Into It, Billy Idols neuntes Studioalbum und erste Langspielplatte seit über zehn Jahren, erzählt
eine reichhaltige und sehr persönliche Geschichte von Billys Reise vom jungen Punkrock-Träumer zu seiner
Rückkehr als MTV-Ikone mit Lederhandschuhen; dann weiter zu all seinen vielbeachteten Hits, Höhen,
Tiefen, Überdosen und Unfällen; gipfelnd in einer niederschmetternd ehrlichen Einschätzung des Preises
des Ruhms und der Weisheit, die man erlangt, wenn man sich zusammenreißt und sich um die Familie
kümmert. Und obwohl Dream Into It eine Geschichte erzählt, ist es von Stück zu Stück auch eine rundum
zufriedenstellende Old-School/New-School-Punk/Pop-Odysee, wie sie nur Billy Idol und sein langjähriger
Gitarrist/Kollaborateur Steve Stevens mit der kompetenten Unterstützung des Produzenten Tommy English
und Features mit den Rock-Experten Joan Jett und Alison Mosshart schaffen können.
Einst waren Rialto unverletzlich ("Untouchable"), sind aber bereits Ende der 90er erst morgens nach fünf heimgekommen ("Monday Morning 5.19"), nun kündigen die britischen Kult-Britpopper ihr erstes neues Album seit 24 Jahren an: "Neon & Ghost Signs" wird im April 2025 über Fierce Panda Records veröffentlicht. Es ist eine Reunion, die nicht so sehr von der Sehnsucht nach der Vergangenheit angetrieben wird, sondern vielmehr von der Dringlichkeit, das Beste aus dem Jetzt zu genießen. Vor sechs Jahren wurde Sänger und Songschreiber Louis Eliot während eines Spanienurlaubs für eine Notoperation ins Krankenhaus gebracht und ist dabei kurz dem Tode nah gewesen. Seine vollständige Genesung war eine Epiphanie. "Man könnte meinen, wenn man dem Tod sehr nahe ist, sollte man anfangen, sich um sich selbst zu kümmern", sagt er. ,Aber ich bin einfach mit Vollgas meiner Jugend hinterhergejagt. Ich dachte mir nur: Egal, vielleicht bin ich nächste Woche nicht mehr da, ich stürze mich einfach rein." Ein Teil von Eliots Wiedergeburt bestand darin, dass er eine langjährige Beziehung hinter sich ließ, um erneut in die Londoner Club-Szene einzutauchen. Ein bedeutender Teil davon waren die Romantik und die Verwundbarkeit, die er dort fand. Ein anderer Teil davon war die Erkenntnis, dass die Songs, die in dieser Zeit entstanden - Lieder über Liebe und Verlust, Hedonismus und Reue, die in wehmütigen Geisterstunden spielen - ein Ruf aus der (eigenen) Vergangenheit waren. Neon and Ghost Signs eröffnet in gewollt simpeler und eingängiger Dancefloor-Ästhetik mit der ersten Single "No One Leaves This Discoteque Alive". Eliot, mit einem lasziven Brel-Knurren, vergießt Tränen in der Discotheque, ist "der Hund der Londoner Stadt", wo "die Laken mit Gold befleckt sind", der darauf aus ist, "seinen Kopf zu verlieren" und Liebe als perfekten Sturm zu erleben. Es ist der Auftakt zu einem "Durch die Nacht mit...", den das gesamte Album mit der von Rialto bekannten Widescreen-Pop Leidenschaft verfolgt. Rialto waren in Südostasien Superstars mit Doppel-Platin und in Großbritannien immer ein hochgelobter Kult, aber zweifellos eine Band, die ihrer ästhetischen Zeit voraus war. Nach dem zweiten Album Night on Earth im Jahr 2001 löste sich die Band auf und Eliot arbeitete regelmäßig mit Grace Jones und Danny Goffey von Supergrass zusammen; als Songwriter schrieb er u. a. das mit dem Ivor Novello ausgezeichnete "Leave Right Now" für Will Young; er veröffentlichte 2004 ein Soloalbum und 2010 eine sehr ländlich klingende Platte als Louis Eliot And The Embers und veranstaltet das Port Eliot Festival in Cornwall mit 8.000 Besuchern. Als col. LP, CD oder MC!
Tribunal kehren mit ihrem zweiten Album "In Pentinence and Ruin" zurück, einer Elegie voller Trauer und Verlorenheit, die immer tiefer in den feierlichen Abgrund des Kummers hinabsteigt. Das Debüt "The Weight of Remembrance" von 2023 legte die Messlatte für die Kanadier hoch und wurde zu einer der bemerkenswertesten und am meisten gelobten Doom-Veröffentlichungen des Jahres, was Decibel Mag dazu veranlasste, das neue Album der Band in ihre jährliche Liste der am meisten erwarteten Veröffentlichungen aufzunehmen. Tribunal haben sich Zeit genommen und ein Werk von enormer Tragweite geschaffen, das in längst verlassenen Hallen noch lange nachhallen wird.
In Penitence and Ruin" hat sich zu einer vollwertigen fünfköpfigen Band und Live-Einheit entwickelt und bietet einen größeren Zusammenhalt und eine größere Reife, die das Wehklagen der Witwe mit düsteren Streichern, schaurigen Tasten und Schlagzeug, das wie die eiserne Glocke des Schicksals läutet, miteinander verwebt. Diese Elemente schmücken das monolithische Fundament aus erdrückenden Klageliedern und funeralen Melodien, die aus dem Mark der Trauer selbst gehauen sind. Die Dualität zwischen dem wehmütigen, leidenschaftlichen Gesang des Sängers/Cellisten Soren Morne und den gequälten Knurrlauten des Gitarristen/Sängers Etinne Flinn verbindet sich mit entschlossenem Schritt und schreitet voran in die Dunkelheit, auf einem Pfad, der nur durch das fahle Glühen einer fernen Klage erhellt wird.
Tribunal hath wrought a requiem most dire where beauty and ruin become one and in doing have forged a second album beyond expectations, progressive in its embrace of the penitent and eminently listenable as a scripture of loss. Like ivy upon the tombstone, 'In Penitence And Ruin' winds slowly but inexorably towards spectral grandeur and eternal oblivion.
Tribunal kehren mit ihrem zweiten Album "In Pentinence and Ruin" zurück, einer Elegie voller Trauer und Verlorenheit, die immer tiefer in den feierlichen Abgrund des Kummers hinabsteigt. Das Debüt "The Weight of Remembrance" von 2023 legte die Messlatte für die Kanadier hoch und wurde zu einer der bemerkenswertesten und am meisten gelobten Doom-Veröffentlichungen des Jahres, was Decibel Mag dazu veranlasste, das neue Album der Band in ihre jährliche Liste der am meisten erwarteten Veröffentlichungen aufzunehmen. Tribunal haben sich Zeit genommen und ein Werk von enormer Tragweite geschaffen, das in längst verlassenen Hallen noch lange nachhallen wird.
In Penitence and Ruin" hat sich zu einer vollwertigen fünfköpfigen Band und Live-Einheit entwickelt und bietet einen größeren Zusammenhalt und eine größere Reife, die das Wehklagen der Witwe mit düsteren Streichern, schaurigen Tasten und Schlagzeug, das wie die eiserne Glocke des Schicksals läutet, miteinander verwebt. Diese Elemente schmücken das monolithische Fundament aus erdrückenden Klageliedern und funeralen Melodien, die aus dem Mark der Trauer selbst gehauen sind. Die Dualität zwischen dem wehmütigen, leidenschaftlichen Gesang des Sängers/Cellisten Soren Morne und den gequälten Knurrlauten des Gitarristen/Sängers Etinne Flinn verbindet sich mit entschlossenem Schritt und schreitet voran in die Dunkelheit, auf einem Pfad, der nur durch das fahle Glühen einer fernen Klage erhellt wird.
Tribunal hath wrought a requiem most dire where beauty and ruin become one and in doing have forged a second album beyond expectations, progressive in its embrace of the penitent and eminently listenable as a scripture of loss. Like ivy upon the tombstone, 'In Penitence And Ruin' winds slowly but inexorably towards spectral grandeur and eternal oblivion.
In den letzten 24 Jahren war Tunde Adebimpe vor allem als Mitbegründer, Co-Sänger und Hauptkomponist von TV On The Radio bekannt. Die mehrheitlich schwarze Art-Rock-Band überstand zwei Jahrzehnte des unbeständigen kulturellen Wandels und wurde zu einer der beliebtesten, beständigsten und einflussreichsten Gruppen der New Yorker Rockszene der frühen 2000er Jahre. Obwohl Tundes poetisches Songwriting und seine überragende Stimme im Mittelpunkt von TV On The Radio stehen, wird die Band immer eine Zusammenarbeit zwischen einer Gruppe von Musikern sein. Tundes persönliche Geschichte verläuft parallel dazu, er ist eine Art kreativer Polymath. Er ist Musiker, aber auch Illustrator und Maler. Er ist ein ehemaliger Animator und Stop-Motion-Filmemacher (Celebrity Deathmatch). Er ist ein Fernseh- und Filmschauspieler, mit Rollen in Jump Tomorrow (2001), Rachel Getting Married (2008), Spider-Man: Homecoming (2017), Twisters (2024) und Star Wars: Skeleton Crew (2024). Und jetzt ist er auch ein Solokünstler, mit seinem allerersten Soloalbum, "Thee Black Boltz". Das Album wurde von Tunde Abebimpe & Wilder Zoby produziert, mit Zoby als ausführender Produzent, mit zusätzlicher Produktion und Beiträgen von Jaleel Bunton & Jahphet Landis (von TV On The Radio) und anderen. Tunde hatte die Idee zu diesem Album im Jahr 2019, als TV On The Radio eine Pause einlegten. Zwei Jahre später, als sich die Welt von der Covid-Pandemie erholte, begann er ein Notizbuch mit Worten, Illustrationen und Ideen zu erstellen, das er als "Mixtape der Emotionen, die die Musik hervorrufen könnte. Eine Art Gefühlskarte" bezeichnet. Auf diese Weise beginnt Tunde die meisten seiner Projekte, und 2021 begann er, diese Ideen mit Hilfe des Multiinstrumentalisten Wilder Zoby (Run The Jewels), mit dem er sich in Los Angeles ein Studio teilt, in Musik umzusetzen. "Thee Black Boltz" ist kein TV On The Radio-Album. Aber die Aufregung, etwas alleine zu machen, entfachte in Tunde einen ähnlichen Funken wie in den frühen TV On The Radio-Tagen. Der Songwriting-Prozess ist derselbe, aber ohne seine TVOTR-Bandkollegen hatte Tunde "nicht dieses Gerüst, an dem er sich festhalten konnte. Das war sowohl beängstigend als auch aufregend". Das Herzstück des Albums ist sein Titel, eine Anspielung auf Tundes Neigung, über den Zustand des Menschen zu schreiben und zu singen, in all seinen Formen, unter all seinen großen und kleinen Stressfaktoren. Es ist seine Antwort auf das makroökonomische Unbehagen einer Welt nach der Pandemie, die sich auf einen gewalttätigen Autoritarismus zubewegt, und auf die persönliche Trauer, die durch den Verlust der letzten Jahre entstanden ist, insbesondere durch den plötzlichen Tod seiner jüngeren Schwester während der Aufnahmen zu diesem Album. "Thee Black Boltz" ist Tunde's verzweifeltes Festhalten an kleinen Momenten der Freude inmitten der Dissonanz und Traurigkeit, auf jede erdenkliche Weise. "Es war meine Art, mir einen Felsen oder eine Plattform inmitten dieses verdammten Ozeans zu bauen." Tunde schreibt in sein Notizbuch: "Die Funken der Inspiration/Motivation/Hoffnung, die inmitten von (und manchmal als Ergebnis von) tiefem Kummer, Depression oder Verzweiflung aufblitzen. Wie Elektronen, die sich in Gewitterwolken ansammeln und zusammenstoßen, bis sie einen Blitz abfeuern und einen Ausweg erhellen, wenn auch nur für eine Sekunde." Er fügt hinzu: "Außerdem ist es ein guter Name für eine coole Metal-Band, und ich denke, dass die meisten Leute mich als eine sehr coole Metal-Band bezeichnen würden."
Es ist das Jahr 2012. No Future war gestern, Phon heißt jetzt dB und sogar das Internet hat sich halbwegs
durchgesetzt. Nun auch noch „auch“. Hast du nichts Besseres zu tun als die die ärzte zu hör’n?
Das Ende ist noch nicht vorbei. Die Beste Band der Welt ist jetzt eine Demokratie, ein Triumvirat
des guten Willens, eine GbR der Gerechtigkeit und sie haben viel zu viel Zeit, um sich nicht um den Rock
zu kümmern. Und natürlich um alle Phasen der engeren Beziehung zwischen Männern & Frauen & allen
anderen. Vom mehr oder weniger schüchternen Balzverhalten beim mehr oder weniger hoffnungsbeladenen ersten Fernblickkontakt bis zum passiv-aggressiven Psychoterror der Post-Partnerschaft. Philosophisch
wird’s obendrein.
„zeiDverschwÄndung“ fragt nach dem Sinn unseres Daseins und ob wir nicht einfach mal irgendwas anderes machen sollten, als Fan von BelaFarinRod zu sein. „Tamagotchi“ stellt den schwierigen ethischen
Problemen im beginnenden Zeitalter der Künstlichen Intelligenz eine wahre Hymne an Emotion entgegen.
„Waldspaziergang mit Folgen“ liefert einen ganz neuen Denkansatz der Theosophie. „M&F“ hingegen
wollen in aller Regel einfach nur in allen Konstellationen poppen.
die ärzte: Jetzt mit der absoluten Leere, ordentlich HeyHey!, einem Gott im Regal und der entscheidenden
Frage: Ist das noch Punkrock?
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Kyle Falconer, prämierter Songwriter und Kopf der schottischen Indieband The View, bringt auf "The One I Love The Most" neue Acoustic-Versionen von Songs aus dem umfangreichen The View- und Solokatalog aus fast zwei Jahrzehnten (vom No.1 Debütalbum "Hats Off To The Buskers" (2007) bis zum Top-10-Comebackalbum "Exorcism Of Youth" (2023)), die alle nach Frauen benannt sind. Immer schon von der weiblichen Muse inspiriert, erzählt Kyle von guten Zeiten der Liebe und Lust, von schlechten Zeiten der Reue und des Kummers, von überlebensgrossen Charakteren ("Madonna") und fiktiver Verspieltheit. Bei dem ansonsten reduzierten "Lucy" fügt Rapper PROSE aus Manchester seine messerscharfen Reime hinzu.
Kyle Falconer, prämierter Songwriter und Kopf der schottischen Indieband The View, bringt auf "The One I Love The Most" neue Acoustic-Versionen von Songs aus dem umfangreichen The View- und Solokatalog aus fast zwei Jahrzehnten (vom No.1 Debütalbum "Hats Off To The Buskers" (2007) bis zum Top-10-Comebackalbum "Exorcism Of Youth" (2023)), die alle nach Frauen benannt sind. Immer schon von der weiblichen Muse inspiriert, erzählt Kyle von guten Zeiten der Liebe und Lust, von schlechten Zeiten der Reue und des Kummers, von überlebensgrossen Charakteren ("Madonna") und fiktiver Verspieltheit. Bei dem ansonsten reduzierten "Lucy" fügt Rapper PROSE aus Manchester seine messerscharfen Reime hinzu.
Die aus Bristol (UK) kommenden IDLES haben heute ihr kommendes fünftes Album 'TANGK' angekündigt. 'TANGK', der 11-Track-Nachfolger ihres Grammy-nominierten Albums CRAWLER, wurde von Nigel Godrich (Radiohead, The Smile, Beck), Mark Bowen und Kenny Beats (Denzel Curry, Vince Staples, Benee) und der Band selbst co-produziert. 'TANGK' - ausgesprochen "Tank" mit einem Hauch von "g" und einer lautmalerischen Anspielung auf den peitschenden Gitarrensound, den sich die Band als eine Art Siegel für das Leben in der Liebe vorstellte - ist das bisher ehrgeizigste und eindrucksvollste Album der Band.
IDLES sind eine der stärksten Rockbands des letzten Jahrzehnts. Godrich, Beats und Bowen waren auch für die IDLES ein hervorragendes Tandem, das sie in neues Terrain vorstieß und dann die Zügel anzog, wenn es nötig war. 'TANGK' ist gleichzeitig ausladend und konzentriert, einfallsreich und unmittelbar. Über das Album sagt Sänger Joe Talbot: "TANGK. Ich brauchte Liebe. Also habe ich es gemacht. Ich habe der Welt Liebe gegeben und es fühlt sich wie Magie an. Dies ist unser Album der Dankbarkeit und der Kraft. Alles Liebeslieder. Alles ist Liebe."
Wo IDLES einst darauf aus waren, die Welt zu verarschen, den ewig Gestrigen die Stirn zu bieten und persönliche Traumata in Echtzeit zu exorzieren, sind sie in diesem neuen Akt angekommen, um die Früchte solcher Beharrlichkeit anzubieten: Liebe, Freude und tatsächlich Dankbarkeit für die bloße Möglichkeit der Existenz. Diese Musik gedeiht nicht trotz unserer Probleme, sondern wegen ihnen. Wenn wir uns nicht um uns selbst und um die anderen kümmern, so scheint 'TANGK' in einem gewaltigen Hook nach dem anderen auszurufen, wer dann?
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Totgesagte leben länger – das beweisen SUBWAY TO SALLY, die deutschen Großmeister des Folk Metal, auf ihrem 15. Studioalbum Post Mortem, das
via Napalm Records erscheint. Der 2023 erschienene Vorgänger Himmelfahrt sollte, so hatte die Band es im Geheimen geplant, die letzte
Albumveröffentlichung ihrer über 30-jährigen Karriere sein. Im Nachhinein erklärt dies auch den symbolträchtigen Titel. Doch es kam anders. Das
Albumrelease entfesselte eine unzähmbare Leichtigkeit, Energie und eine mitreißende Begeisterung, die für alle Beteiligten spürbar waren. SUBWAY
TO SALLY hatten mit ihrer Musik fraglos den Nerv der Zeit getroffen, denn auch die Reaktionen auf Himmelfahrt waren seitens der Fans wie Kritiker
überwältigend positiv und nach einer vielerorts ausverkauften Tour war klar, dass das 14. Album noch nicht das letzte Kapitel gewesen war. Aber wie
macht man weiter Post Mortem?
Ein Paradebeispiel dafür liefern die Potsdamer eindrucksvoll auf ihrem neuen Meisterwerk, das mit dem Paukenschlag „Phönix“ eröffnet wird und die
erneute kreative Auferstehung der Folk Metal Instanz feiert. Auf Post Mortem richten SUBWAY TO SALLY ihren Blick nicht zurück, aber auch nicht in
die Zukunft, sondern liefern eine scharfe Gegenwartsanalyse. Alle Songs vereinen die vertrauten Trademarks, wie großartige Melodien und
tiefgründige Texte, aber wirken dabei niemals redundant. Das Spannungsfeld zwischen Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart, Kunst und politischer
Realität füllen SUBWAY TO SALLY gekonnt mit ihrer Musik und stellen mit Post Mortem zweifellos klar, dass sie lebendiger sind als je zuvor
Im vergangenen Herbst hat Kat Frankie das Publikum mit ihrem Projekt B O D I E S überrascht, erstaunt, zu Tränen gerührt und begeistert. Auf ihrer Tournee hat sie unter anderem die Elbphilharmonie und die Berliner Philharmonie ausverkauft. Die Show hat mit ihrem A-capella Ensemble die Zuschauer*innen zu Standing Ovations hingerissen. Der Klang von B O D I E S ist in der Tat ein ganz Besonderer: Ohne Instrumente auf der Bühne liefert das achtköpfige Ensemble eine erstaunliche Bandbreite menschlicher Emotionen ab. Manchmal unglaublich kraftvoll, manchmal zärtlich und nachdenklich, reichen Frankies Kompositionen hierbei von leidenschaftlich bis verspielt. Und dann ist da natürlich noch die schiere körperliche Kraft von acht Frauenstimmen in Harmonie.
Auf dem Album B O D I E S erkundet Frankie die Möglichkeiten des mehrstimmigen Gesangs noch weiter. Während einige Lieder dem Publikum bereits bekannt sein werden, sind neue Werke wie „Wonder“ und „Petrichor“ reine A-Capella Kompositionen. Frankie hat dabei auf eine Hauptstimme verzichtet, um sich stattdessen auf satte Harmonien und die Erzeugung einer wohlige Wärme zu konzentrieren. Kat Frankies Gesang auf „All of It“ ist ebenfalls minimalistisch, doch er sprüht nur so vor Sehnsucht und erhebt sich über den mantraartigen Hintergrund des Ensembles. In „Joan Didion“ geht es – das gilt es zu beachten – nicht um die Autorin, sondern um die Entfremdung und den Kummer ihrer Protagonistin. Das Epos „Versailles“ ist inspiriert von der Geschichte des Frauenmarsches in Versailles im Jahr 1789, einem Protest von Pariser Marktfrauen, die über den Brotmangel verärgert waren. Schließlich schlossen sich den Frauen Tausende von Menschen an und daraus entstand eines der bedeutendsten Ereignisse der Französischen Revolution.
Stan Rogers beliebtestes Lied ist zweifellos „Northwest Passage“ –
eine zeitlose Komposition, die historische Erkundungen nahtlos mit
persönlicher Selbstbetrachtung verbindet. Die Liebe zum Land, der
Kummer einer schlechten Ernte, der ständige Geldmangel … Stan
schafft es, dies auf eine Weise einzufangen, die das Herz berührt. Als
Peter Gzowski von CBCs nationalem Radioprogramm Morningside
1995 die Kanadier aufforderte, eine alternative Nationalhymne
auszuwählen, war „Northwest Passage“ die überwältigende Wahl
seiner Zuhörer. Das gleichnamige Album ist eine poetische Odyssee,
die die Zuhörer durch die weiten Landschaften Kanadas führt, mit
Zwischenstopps in jeder Provinz. Das Album enthält die Fanfavoriten
„The Field Behind The Plow“, „The Idiot“, „Workin‘ Joe“ und „Free In
The Harbour“. Remastered und neu aufgelegt von Borealis Records.
Es ist ein Beweis für Stan Rogers’ Einfluss als Songwriter, dass 40
Jahre nach seinem plötzlichen tragischen Tod im Jahr 1983 im Alter
von nur 33 Jahren immer noch Menschen – jung und alt – seine
Lieder singen und seinen Einfluss feiern.
Tristania's klassisches Gothic Metal Debüt endlich wieder erhältlich!
Limitierte Deluxe-Edition mit der klassischen Debüt-EP. "Widow's Weeds" ist nicht nur ein unverzichtbares Gothic-Album, es ist die genredefinierende
Gothic-Metal-Veröffentlichung aller Zeiten. Es gibt viele Bands mit guten Debütalben. Es gibt auch eine Menge Bands mit hervorragenden
Debütalben. Und dann gibt es gelegentlich eine Band, die scheinbar aus dem Nichts auftaucht und alle anderen in den Schatten stellt - so wie
Tristanias Debütalbum "Widow's Weeds", welches bei seiner Veröffentlichung die Metal-Welt im Sturm eroberte und die Messlatte für Gothic Metal
in ungeahnte Höhen hob. Das Bemerkenswerte an diesem Album ist, dass es gelungen ist, die reinste Essenz des Gothic Metal einzufangen, vielleicht
sogar wiederzubeleben: Kummer und Traurigkeit zu beleben und die schöne Energie hervorzuheben, die in der Melancholie steckt. Musikalisch ist
"Widow's Weeds" ein nahezu perfektes Gothic-Album, von Anfang bis Ende. Intros und Outros sind immer eine riskante Angelegenheit und haben nur
selten einen wirklichen Mehrwert auf einem Album. Diesmal jedoch nicht, denn sie fügen sich perfekt in den orthodoxen Ansatz von Tristania ein.
Was klingt, wie die begehrteste Mailadresse der Klasse 11b, ist das zweite Album der Berliner Indie-Pop-Band Von Wegen Lisbeth und hört auf den einzigartigen Namen sweetlilly93 @ hotmail . com . Und wer Angst hatte, der einstige Geheimtipp sei drei Jahre nach dem Debütalbum GRANDE nun im Mainstream angekommen, kann sich beruhigt zurücklehnen: Von Wegen Lisbeth bringen zwar mittlerweile problemlos die Konzerthallen von Kiel bis Freiburg zum Tanzen, klingen aber trotz Refrains, die einem wochenlang im Ohr bleiben, auch 2019 noch angenehm sperrig und dabei stets unverwechselbar.
Auf dem nun erscheinenden Album kümmert sich die Band, die in ihrem Proberaum wohl genug skurrile Instrumente hortet, um jegliche Flohmärkte Neuköllns zu füllen, um die kleinen alltäglichen Momente ihrer Umgebung und sagt dabei dank pointierter Ironie trotzdem mehr über unsere Gesellschaft aus, als man manchmal wahrhaben möchte. Von Wegen Lisbeth erzählen von der unübersehbaren Gentrifizierung im Viertel, dem Döner an der Ecke und dem Schweigen, das manchmal lauter scheint als der Presslufthammer vor dem Fenster.
Nach ersten Supporttouren für die Kölner von AnnenMayKantereit oder Sven Regeners Element of Crime haben sich Von Wegen Lisbeth längst in der deutschen Musikszene etabliert, ihr Album GRANDE erntete zurecht positive Kritik, nun legen die Berliner mit sweetlilly93@ hotmail . c om musikalisch und textlich nochmal einen drauf. Bereits mit der Single Lieferandomann erscheint ein erster Vorgeschmack auf das neue Album.
»Ist das 2Pac oder Brecht? Swipe' ich nach links oder nach rechts?«
Zu den Songtexten inspirierte die Band erneut der Schriftsteller
H.P. Lovecraft. Die neue Produktion ist eine Fortsetzung des
Vorgängers "The Cult" (1084541LIR / 1084542LIR). Bart Gabriel
produzierte und masterte "The Silver Key". Um den Mix kümmerte
sich Rafal Kossakowski. Die Bonustracks der beiden Versionen
dieser Albumedition dürften laut Frontfrau Marta Gabriel eine
Überraschung sein: "Ich schätze alle haben erwartet, dass wir
wieder klassische Heavy-Metal-Coversongs aufnehmen. Aber wir
haben beschlossen, dieses Mal etwas ungewöhnliches zu tun.
Wir nahmen Coverversionen von BATHORY (CD-Bonustrack) und
den MISFITS (LP-Bonustrack) auf. Beide Bands hatten einen riesigen Einfl uss auf mich.
Drei Jahre nach ihrem morbiden Manifest "Limbo", einer bitteren Abrechnung mit der Pandemie und ihren bestialischen Folgen, kehrt Wave-Alchemist Ronny Moorings zurück. Im Gepäck hat er einen schwarzen Blumenstrauß aus Trauergesängen für eine kranke neue Welt, Elegien für einen neuen Status quo, mit dem wir alle leben müssen.
Auch 40 Jahre nach ihrer Gründung sind CLAN OF XYMOX ein Leuchtfeuer tragischer Eleganz und düsterer Tristesse. Sie sind die unbestrittene, unangefochtene Speerspitze einer Szene, die zuletzt überraschend die Aufmerksamkeit einer viel jüngeren Generation auf sich gezogen hat, die ihre Angst und ihren Schmerz durch Musik wie diese ausdrücken will. Gerne doch! "Exodus" zeugt von diesem Ausnahmestatus und führt das Feld der prosaischen Trauer mit zehn neuen Hymnen von erlesener Nachtschwere an. Das Besteck, welches Ronny Moorings benutzt, mag noch dasselbe sein; das Ergebnis ist ein weiteres Meisterwerk voller sehnsüchtiger Melodien, weltabgewandten Vocals aus den Tiefen der Erde, hallenden Gitarren und hypnotischen Drums, die die Phantome in uns allen zum Mitternachtsschmaus einladen.
Wir tanzen direkt in den Abgrund, will uns dieses Album sagen. Aber wenigstens tanzen wir noch. Denn wenn es nichts mehr gibt, an das man sich wenden kann, wenn alle Hoffnung verloren scheint und die Welt uns unter Fluten biblischen Ausmaßes begräbt, bleibt manchmal nur noch, sich der Musik hinzugeben. Diesem fesselnden Exodus in Richtung Katharsis. Vielleicht ist das der Grund, warum "Exodus" einige der düstersten und niedergeschlagensten Stücke enthält, die Ronny Moorings seit vielen Jahren geschrieben hat. Vielleicht ist das der Grund, warum diese Platte mit den besten Veröffentlichungen von THE CURE mithalten kann. Weil die Zeiten, in denen wir leben, ihn dazu gezwungen haben. Weil es einfach keinen anderen Weg gibt, als all seinen Kummer, seine Wut und seinen Weltschmerz in seine klagende Musik einfließen zu lassen. Nicht, weil die Welt danach eine bessere sein wird. Sondern weil es für ihn die einzige Möglichkeit ist, mit dem brutalen Wahnsinn, den wir Alltag nennen, fertig zu werden.
"Exodus" ist kein Album für Träumer. Es ist aber auch kein Albtraum - trotz der Schatten, die unter der Oberfläche brüten. Es ist ein Tor für all jene, die die Dunkelheit unserer Tage anerkennen und sich dennoch weigern, aufzugeben. Lasst uns also diese nächtlichen Wiegenlieder gemeinsam singen und tanzen, solange wir noch einen Boden dafür haben. Denn das ist alles, was wir im Moment tun können.