Es ist ein Fall von popkultureller Archäologie. Eine Spurensuche der elektronischen Musik. Nach über 30 Jahren tauchen verschollene Tapes von Holger Czukay wieder auf, die er einst "zur freien Verfügung" eingespielt hatte. Eine Sound-Meditation von 1997, die nun erstmals neu gemastert im Original und in einer "Version" von die ANGEL (Ilpo Väisänen / Dirk Dresselhaus) und Zappi W. Diermaier von der Krautrock-Legende Faust vorliegt.
Die Arbeiten aus dem Czukay-Studio sind eigenwillige Klangstrukturen, die Mastering-Ingenieur Dresselhaus alias Schneider TM einschätzt als "futuristisches Kleinod, das für seine Entstehungszeit musikalisch weit vorne ist." Für ein abstraktes Klanggebilde "tief und emotional" wie er sagt. Eine Komposition, die mit Avantgarde oder Neue Musik nur unzureichend beschrieben ist. Ein echter Czukay eben. Die Genese dieser Aufnahmen führt in die freigeistigen 1990er, als Holger Czukay in Köln mit jüngeren Techno-Kollegen wie Dr. Walker von Air Liquide mit Beats experimentierte und sich ansonsten sehr für die leise Explosion der digitalen Medien interessierte.
Es war der Tech-Pionier und Medienkünstler Arthur Schmidt alias Gvoon, der ihn in langen Gesprächen auf die (damals futuristische) Data-Maschine "RealityEngine" brachte, mit der sich virtuelle Welten erschaffen ließen. Vom Full-Body-Tracking-System bis zum gemeinsamen Prototyp eines "Internet-TV-Senders". Darauf liefen experimentelle Czukay-Videos, die er mit neuen Samples und Klangfragmenten ausstattete. Später wurde eine kontemporäre Show namens "Czukay/Gvoon:Magazine" daraus und auch die "Can-Live-Soloprojekts" im März 1999, ausgestattet mit der Body-Tracker-Technik von Gvoon. Die DDR-Vergangenheit seines Tech-Sparringspartners Schmidt, der ihm von seiner Zeit in Stasi-Haftanstalten erzählte, setzte in Czukay einen kreativen Prozess frei. Er setzte dieses Trauma in Töne um und machte ihm ein musikalisches Geschenk. "Gvoon-Brennung 1", eine Gabe, die Schmidt "irgendwann" einmal verwenden könne. Einfach so. Ein Soundtrack, der ganz profan auf Digital Audio Tape übergeben wurde.
Über 20 Jahre später brachte Schmidt das "Czukay-Geschenk" für eine zum Kunstwerk umfunktionierte Verhörzelle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) wieder zum Einsatz. Als Installation für einen stockfinsteren, bedrückenden Raum mit Gummiwänden. Hier stieß wiederum Dresselhaus auf das Material. Ihm wurde klar, dass er dort mehr hörte als irgendwelche 1990er-Fragmente: "Es ist irgendwie Blues-mäßig, auf eine kybernetische und abstrakte Art." "Mit einem sehr langsamen Groove, der einen die gesamte Strecke aufmerksam hält", sagt Dresselhaus. Er beschreibt den Mastering-Prozess sowie die Neubearbeitung in Form der "Gvoon-Version 1" als Balanceakt zwischen Respekt vor dem historischen Material und einer zeitgemäßen Studio-Bearbeitung.
Eine respektvolle Verbeugung zum 87sten Geburtstag von Holger Czukay im März 2025.
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Von 1974 ("Autobahn") bis 1986 ("Electric Cafe") war Flür Mitglied von Kraftwerk, um sich danach als äußerst kreativer Electro-Pop Künstler zu etablieren. Sein viertes Album unter eigenem Namen enthält 13 hochmelodische, erzählerisch geführte Tracks, die inspirieren, unterhalten und zugleich die Grenzen seines einzigartigen Oeuvres ständig verschieben. Seine Musik ist eindringlich, mit einem feierlichen Optimismus und einer unermüdlichen, ansteckenden Hoffnung für die Menschheit.
Mit AVEC präsentiert die österreichische Singer-Songwriterin AVEC ein selbstbetiteltes Album, das die bittersüßen und zärtlichen Momente des
Lebens nahtlos miteinander verbindet. Diese Sammlung verkörpert ihre charakteristische Mischung aus sanften Melodien, introspektiven Texten und
cinematischen Klanglandschaften. Roh und intim taucht das Album in die Komplexität menschlicher Beziehungen und persönlicher Introspektion ein
und lädt die Hörer:innen in eine Welt ein, in der Verletzlichkeit auf Widerstandsfähigkeit trifft und Herzschmerz mit Hoffnung tanzt.
Seit 2015 AVECs erste EP “Heartbeats” erschienen ist, rüttelt die junge österreichische Musikerin gekonnt und gut am Bild dessen, was man über
zutiefst ehrliche Popmusik zu wissen geglaubt hat. Die erste, sehr erfolgreiche Single “Granny” hat den Weg zum jugendlich-melancholischen
Debütalbum “What If We Never Forget” geebnet. Es wurde mit mehreren Nominierungen bei den Austrian Amadeus Music Awards (unter anderem
“Künstlerin des Jahres” und “Best Sound”) belohnt: ein erstes, starkes Folkpop-Statement, reduziert, kraft- und eindrucksvoll. So eindrucksvoll, dass
AVEC in weiterer Folge unter anderem Support-Slots für Zucchero, Sting oder The Tallest Man On Earth gespielt hat.
Mit "Glory" veröffentlicht Mike Hadreas aka Perfume Genius sein siebtes Studioalbum. Zusammen mit seinem Partner Alan Wyffels und Produzent Blake Mills ist eine Platte entstanden, die nach außen hin strahlt, in seinen makabren Bildern und seinem aufgewühlten Innern aber das Tor in eine Welt von Entfremdung, Sehnsucht und Verlangen aufmacht. Es ist der Konflikt zwischen dem Außen und dem Innen, der Hadreas beschäftigt, der Widerspruch zwischen einem künstlerischen Leben in der Öffentlichkeit und dem Wunsch nach Isolation. In seinen Charakterskizzen betrachtet der US-Künstler mit der Sorgfalt eines Schriftstellers Szenen von Freundschaft, Verlangen und Intimität durch eine queere Prima, während er sich musikalisch geöffnet und in seinem Songwriting-Prozess mehr Raum für Gruppendynamik gelassen hat: "Es ist auf eine Weise kollaborativ, die es besser macht", so Hadreas, "aber auch beängstigender - es fühlt sich verletzlicher an". Dass Glory dennoch ein zutiefst persönliches Album geworden ist, liegt auch daran, dass Hadreas seine eigenen Ängste vor dem Hintergrund der Entwicklung einer den Zeitgeist durchdringenden, allgemeinen Paranoia reflektiert. Mit seinen fein gesponnenen Tracks wirkt "Glory" beizeiten wie eine Kollektion neuer Standards für queere Romantiker und alte Seelen im Tumult der Gegenwart.
Fausts Herangehensweise an Rockmusik (im weitesten Sinne) beinhaltet Elemente der elektronischen Musik und der Improvisation, Drones und Dissonanz und so wurden sie zu einer der wichtigsten Gruppen der Kosmische Musik bzw. des Krautrocks. Ihr Debütalbum war innovativ und wurde von der Kritik gelobt, verkaufte sich aber nicht sehr gut. Nach den schlechten Verkaufszahlen des Debüts präsentiert das nachfolgewerk "So Far" (1972) die kommerziellere und zugänglichere Seite von Faust, ohne ihren fortschrittlichen und experimentellen Charakter aufzugeben. Es ist ein perfektes Album, um die Diskografie der Band zu erkunden, denn es enthält einen ihrer bekanntesten Songs, It's a Rainy Day, Sunshine Girl,, und gilt als ein beeindruckendes Werk, das mit dem ersten Album von Neu! oder Cans Tago Mago" gleichzusetzen ist. Vor anderen Künstlern wie Throbbing Gristle und Nurse with Wound waren Faust, die 1971 in Hamburg/Deutschland gegründet wurden, Pioniere bei der Schaffung industrieller und futuristischer Atmosphären unter Verwendung bearbeiteter Rhythmen, wie in dem Stück Mamie is Blue". Seit geraumer Zeit nicht mehr auf Vinyl erhältlich, gibt es hier eine lang erwartete Wiederveröffentlichung dieses essentiellen Krautrock-Meisterwerks. Ein unverzichtbares Album des Kanon des Krautrocks. Zuletzt offiziell vor 15 Jahre auf Vinyl erhältlich, nun remastered von den Originalbändern. 180g Vinyl. Inklusive Booklet.
- A1: Ashtray Navigations - Mailshot Slot
- A2: Elli & Bev - 31 Men
- A3: The Scrotum Poles - Pick The Cats Eyes Out
- A4: The Bachs - Tables Of Grass Fields
- A5: Fille Qui Mousse - Fraîcheur Et Amalgame
- A6: Idea Fire Company - Romance
- B1: Hollywood Autopsy - Lost Finding Gone
- B2: Esp Kinetic - Metropoline
- B3: Hospitals - This Walls
- B4: Counter Intuits - Anarchy On Yr Face
- B5: Metal Rouge - Grey Area Ii
- C1: Simon Finn - Patrice
- C2: A To Austr - Thumbquake & Earthscrew
- C3: Christina Carter - Seals
- C4: Sachiko - Yama-Keburi
- C5: Jd Emmanuel - Attaining Peace
- D1: Vox Populi! - Gole Mariam
- D2: Circuit Des Yeux - Serenade To Sophia
- D3: Bronze Horse - Number 1
- D4: Orphan Fairytale - Phantom Shapes
"Volcanic Tongue" war ein Plattenladen, der von 2005-2015 in Glasgow von David Keenan und Heather Leigh betrieben wurde und zeitgenössische DIY-Musik aus der ganzen Welt in kleinen selbstgemachten CD-R-Auflagen veröffentliche. Parallel versuchte man, vergessene Künstler aus der Vergangenheit ins Rampenlicht zu rücken, die ihre Musik oft als Privatpressung veröffentlicht hatten. Der Laden war für seine wöchentliche Mailingliste bekannt, in der Keenan enthusiastisch über Neuankömmlinge rappte, insbesondere über die Platte der Woche, die den Spitznamen "tip of the tongue" (Zungenspitze) erhielt. Dieser eklektische Sampler mit 20 "tips of the tongue" - von Outsider-Synth über Psych-Folk bis zu kaputtem Rock'n'Roll, aufgenommen zwischen 1968-2013 - ist eine Hommage an eine lebendige und vielseitige Underground-Avantgarde. Black Vinyl 2LP in PVC-Hülle, von Julian House designt, mit bedruckten Innentaschen samt Linernotes von David Keenan zu jedem Künstler.
PS: Gleichzeitig erscheint beim White Rabbit-Verlag eine Deluxe-Ausgabe des gleichnamigen Buches mit einer CD-Version des Samplers, limitiert auf 1.000 Exemplare, und signiert von Autor David Keenan und Designer Julian House.
- A1: The Future (3 10)
- A2: Verbal Clap (3 14)
- A3: Much More (Feat Yummy) (4 03)
- A4: Shopping Bags (She Got From You) (3 53)
- A5: The Grind Date (3 25)
- B1: Church (5 14)
- B2: It's Like That (Feat Carl Thomas) (4 38)
- B3: He Comes (Feat Ghostface) (3 44)
- B4: Days Of Our Lives (Feat Common) (3 46)
- C1: Come On Down (Feat Flava Flav) (4 39)
- C2: No (Feat Butta Verses) (4 46)
- C3: Rock Co Kane Flow (Feat Mf Doom) (3 13)
- C4: Shoomp (Feat Sean Paul) (3 41)
- D1: The Grind Date (Instrumental) (3 26)
- D2: Verbal Clap (Instrumental) (3 18)
- D3: Shopping Bags (Instrumental) (3 57)
- D4: Days Of Our Lives (Instrumental) (3 44)
Diese Sonderveröffentlichung feiert den 20. Jahrestag von The Grind Date. Die LP ist als Splatter-Vinyl
in limitierter Auflage erhältlich und enthält neben dem Originalalbum 4 Instrumentalversionen der Haupttitel. Die 2CD enthält außerdem 2 brandneue Titel, die während derselben Sessions wie The Grind Date
aufgenommen wurden. Diese noch nie zuvor veröffentlichten Titel mit den Titeln „Respect“ und „Bigger“
ergänzen dieses bereits bekannte Album perfekt.
De La Soul ist eine einflussreiche Hip-Hop-Gruppe, die Ende der 1980er Jahre gegründet wurde. Das
Trio, bestehend aus den Mitgliedern Kelvin Mercer (Posdnuos), David Jude Jolicoeur (Trugoy the Dove)
und Vincent Mason (Maseo), ist für seinen einzigartigen Sound und seine innovative Herangehensweise an
Hip-Hop bekannt. Ihnen wird oft zugeschrieben, dass sie mit ihrem eklektischen Stil, ihrer Verwendung
von Sampling und ihren positiven Botschaften die Landschaft des Genres mitgestaltet haben.
„The Grind Date“ ist das sechste Studioalbum von De La Soul und wurde 2004 veröffentlicht. Das Album markierte eine bedeutende Rückkehr der Gruppe nach einer Pause seit ihrem letzten Album im Jahr
2001. „The Grind Date“ zeigt De La Souls charakteristische Mischung aus cleveren Texten, innovativer
Produktion und einer Mischung aus verspielten und introspektiven Themen. Das Album enthält eine Fülle
spannender Gastauftritte von Künstlern, darunter MF Doom, Ghostface Killah, Flava Flav und Sean Paul.
- A1: Jungstötter - Waiting For Sleep (Short) 1 39
- A2: Gregor Schwellenbach - Vorspann 1 10
- A3: Gregor Schwellenbach - Ein Magischer Moment 1 30
- A4: Gregor Schwellenbach - Wie Eine Kathedrale 0 54
- A5: Gregor Schwellenbach - Freiheit Der Forschung 0 33
- A6: Gregor Schwellenbach - Verwildertes Zimmer 2 26
- A7: Gregor Schwellenbach - Körperkontakt 3 06
- A8: Gregor Schwellenbach - Da Ist Irgendwas 5 14
- A9: Gregor Schwellenbach - Rot 4 2 24
- B1: Jungstötter - Ploughing 1 39
- B2: Gregor Schwellenbach - Befreiung 1 2 23
- B3: Gregor Schwellenbach - Verrat 0 43
- B4: Gregor Schwellenbach - Bunte Pillen 1 37
- B5: Gregor Schwellenbach - Befreiung 2 2 21
- B6: Gregor Schwellenbach - Tischtennisball Walzer 1 11
- B7: Gregor Schwellenbach - Libidolos 1 18
- B8: Gregor Schwellenbach - Morgendämmerung 1 15
- B9: Gregor Schwellenbach - Am Rand Der Lichtung 1 56
- B10: Gregor Schwellenbach - Waldhaus In Flammen 1 35
- B11: Jungstötter / Isabelle Pabst - Waiting For Sleep 3 00
VINYL COMES IN A HIGH-QUALITY SCREEN-PRINTED COVER!
LIMITED TO 200 COPIES!
Coinciding the cinema release of ‘Der Wald in mir’, the soundtrack by Gregor Schwellenbach is being released in an exclusive edition in high-quality screen-printed covers by director and artist Sebastian Fritzsch. Microtonal strings in dialogue with electronic sounds, noise music, drones and ambient, complemented by improvisations by experimental string wizards Emily Wittbrodt and Matthias Kaiser. These different worlds of sound are linked by melodic motifs that come together in the final end credits song. This closing track was created in collaboration with indie artist Jungstötter, 'a singer, whose intense aura I associate with the sensitivity and emotional depth of the main character Jan, just as I hear the strength and unflinching devotion of the character Alice in co-singer Isabelle Pabst.’ (Gregor Schwellenbach)
Pünktlich zum Kinostart von „Der Wald in mir“ erscheint der Soundtrack von Gregor Schwellenbach in einer exklusiven Schallplattenedition in hochwertigen Siebdruck-Covern von Regisseur und Künstler Sebastian Fritzsch. "Um Jans Innenwelt gerecht zu werden, wollten wir uns einer enormen musikalischen Vielfalt bedienen: Mikrotonale Streicher im Dialog mit elektronischen Klängen, Geräuschmusik, Drones und Ambient, ergänzt durch Improvisationen von Emily Wittbrodt und Matthias Kaiser, bis hin zu New Wave und zur Indiepop-Ballade. Diese verschiedenen Klangwelten werden durch melodische Motive verbunden, die im finalen Abspannsong zusammenfinden. Dieser Schlusstitel entstand in Zusammenarbeit mit Jungstötter, einem Künstler, dessen intensive Aura ich mit der Sensibilität und emotionaler Tiefe der Hauptfigur Jan verbinde, so wie ich in Co-Sängerin Isabelle Pabst die Stärke und unbeirrte Zugewandtheit der Figur Alice höre." (Gregor Schwellenbach)
Die zweifache Grammy-Gewinnerin und mehrfach mit Platin ausgezeichnete Ariana Grande veröffentlicht ihr siebtes Studio-Album ”eternal sunshine”, welches das erste musikalische Werk der Künstlerin seit drei Jahren markiert. Ihre letzten fünf Studio-Alben platzierte die talentierte Künstlerin in den Top 10 der deutsche Charts. Die vorab veröffentlichte Leadsingle ”yes, and?” debütierte auf Platz 1 der Spotify Global Charts und verzeichnete damit ihr bisher größtes Spotify-Streaming-Debüt. Das Musikvideo zu ”yes, and?” erreichte Platz 1 der YouTube Music Trend-Charts
- 01: Portrait Of My Heart
- 02: Keep It Alive
- 03: Alibi
- 04: Waterfall
- 05: Destiny Arrives
- 06: Ammunition
- 07: Mount Analogue
- 08: Drain
- 09: Satisfaction
- 10: Love Ray Eyes
- 11: Sometimes
Auf dem vierten Album von Chrystia Cabral als SPELLLING verwandelt die Künstlerin aus der Bay Area ihr gefeiertes Avant-Pop-Projekt in einen Spiegel. Cabrals Texte auf „Portrait of My Heart“ befassen sich mit Liebe, Intimität, Angst und Entfremdung und tauschen den allegorischen Ansatz vieler ihrer früheren Werke gegen einen Blick in ihr menschliches Herz. Die thematische Unverblümtheit des Albums spiegelt sich in den Arrangements wider und macht es zum bisher schärfsten und direktesten SPELLLING-Album. Vom düsteren Minimalismus ihrer frühesten Musik über den üppig orchestrierten Prog-Pop von „The Turning Wheel“ aus dem Jahr 2021 bis hin zu diesem neuen energiegeladenen Ausdruck ihres kreativen Geistes hat Cabral immer wieder bewiesen, dass SPELLLING alles sein kann, was sie braucht. Der Titeltrack mit seinem treibenden Drum-Groove und dem hymnischen Refrain von „I don't belong here“ ist die stärkste Verkörperung der Hinwendung des Albums zu emotionaler Direktheit. Sobald sich die Hauptmelodie herauskristallisiert hatte, nutzte Cabral den Song als Werkzeug, um ihre Ängste als Performerin zu verarbeiten, und entschied sich für eine straffere, rockigere Komposition. Diese Transformation spiegelt die allgemeine Verlagerung des Albums in Richtung Energie und Unmittelbarkeit wider, die von der Kernband Wyatt Overson (Gitarre), Patrick Shelley (Schlagzeug) und Giulio Xavier Cetto (Bass) vorangetrieben wird, deren Zusammenarbeit neue Konturen des SPELLLING-Sounds offenbart. Cabral schreibt und demontiert immer noch alleine, aber die Präsentation der Songs für „Portrait of My Heart“ vor ihren Bandkollegen hat ihr geholfen, die späteren lebendigen, organischen Formen zu entdecken. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit einem Produzententrio: Drew Vandenberg, der Tontechniker von „The Turning Wheel“, Rob Bisel, der mit SZA zusammenarbeitet, und Psymun, der Produzent von Yves Tumor. Wichtige Gastbeiträge prägen das Album zusätzlich. Chaz Bear (Toro y Moi) liefert SPELLLINGs erstes Duett auf „Mount Analogue“, Turnstile-Gitarrist Pat McCrory verwandelt Cabrals ursprüngliches Piano-Demo für „Alibi“ in die knackige, rifflastige Version, die auf dem Album zu hören ist, während Braxton Marcellous von Zulu „Drain“ seine schlammige Wucht verleiht. Diese Teile fügen sich nicht nur nahtlos in das Album ein, sie fühlen sich wie ein integraler Bestandteil seines Universums an. Letztendlich ist Portrait of My Heart jedoch niemandes Platte, sondern die von Cabral. Sie zieht furchtlos den Vorhang über Teile ihrer selbst zurück, die sie in SPELLLING noch nie gezeigt hat - ihre Gefühle als Außenseiterin, ihre übermäßig vorsichtige Art, die Art und Weise, wie sie sich rücksichtslos in intime Beziehungen stürzen kann, um sie dann genauso schnell wieder abzubrechen. „Es ist wie ein offenes Tagebuch all dieser Empfindungen“, sagt sie.
Black Vinyl[22,90 €]
SIGNED OLIVE GREEN VINYL[23,49 €]
KILLER RAY SPLATTER VINYL[23,49 €]
Auf dem vierten Album von Chrystia Cabral als SPELLLING verwandelt die Künstlerin aus der Bay Area ihr gefeiertes Avant-Pop-Projekt in einen Spiegel. Cabrals Texte auf „Portrait of My Heart“ befassen sich mit Liebe, Intimität, Angst und Entfremdung und tauschen den allegorischen Ansatz vieler ihrer früheren Werke gegen einen Blick in ihr menschliches Herz. Die thematische Unverblümtheit des Albums spiegelt sich in den Arrangements wider und macht es zum bisher schärfsten und direktesten SPELLLING-Album. Vom düsteren Minimalismus ihrer frühesten Musik über den üppig orchestrierten Prog-Pop von „The Turning Wheel“ aus dem Jahr 2021 bis hin zu diesem neuen energiegeladenen Ausdruck ihres kreativen Geistes hat Cabral immer wieder bewiesen, dass SPELLLING alles sein kann, was sie braucht. Der Titeltrack mit seinem treibenden Drum-Groove und dem hymnischen Refrain von „I don't belong here“ ist die stärkste Verkörperung der Hinwendung des Albums zu emotionaler Direktheit. Sobald sich die Hauptmelodie herauskristallisiert hatte, nutzte Cabral den Song als Werkzeug, um ihre Ängste als Performerin zu verarbeiten, und entschied sich für eine straffere, rockigere Komposition. Diese Transformation spiegelt die allgemeine Verlagerung des Albums in Richtung Energie und Unmittelbarkeit wider, die von der Kernband Wyatt Overson (Gitarre), Patrick Shelley (Schlagzeug) und Giulio Xavier Cetto (Bass) vorangetrieben wird, deren Zusammenarbeit neue Konturen des SPELLLING-Sounds offenbart. Cabral schreibt und demontiert immer noch alleine, aber die Präsentation der Songs für „Portrait of My Heart“ vor ihren Bandkollegen hat ihr geholfen, die späteren lebendigen, organischen Formen zu entdecken. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit einem Produzententrio: Drew Vandenberg, der Tontechniker von „The Turning Wheel“, Rob Bisel, der mit SZA zusammenarbeitet, und Psymun, der Produzent von Yves Tumor. Wichtige Gastbeiträge prägen das Album zusätzlich. Chaz Bear (Toro y Moi) liefert SPELLLINGs erstes Duett auf „Mount Analogue“, Turnstile-Gitarrist Pat McCrory verwandelt Cabrals ursprüngliches Piano-Demo für „Alibi“ in die knackige, rifflastige Version, die auf dem Album zu hören ist, während Braxton Marcellous von Zulu „Drain“ seine schlammige Wucht verleiht. Diese Teile fügen sich nicht nur nahtlos in das Album ein, sie fühlen sich wie ein integraler Bestandteil seines Universums an. Letztendlich ist Portrait of My Heart jedoch niemandes Platte, sondern die von Cabral. Sie zieht furchtlos den Vorhang über Teile ihrer selbst zurück, die sie in SPELLLING noch nie gezeigt hat - ihre Gefühle als Außenseiterin, ihre übermäßig vorsichtige Art, die Art und Weise, wie sie sich rücksichtslos in intime Beziehungen stürzen kann, um sie dann genauso schnell wieder abzubrechen. „Es ist wie ein offenes Tagebuch all dieser Empfindungen“, sagt sie.
- Drastic
- Backs Of Birds
- Closer To You
- Hammer
- Radisson
- Twilight
- On The Line
- Stretch The Struggle
- Rags
- See'er
- Peanut
- Water Memory
Bria Salmenas Solo-Debütalbum "Big Dog" erzählt eine Geschichte der Transformation - eine zutiefst persönliche Erkundung der Widerstandsfähigkeit und eine Erklärung der künstlerischen Unabhängigkeit, die durch Zusammenarbeit geschmiedet wurde. Lange Zeit als Frontfrau der kanadischen Post-Punk-Band FRIGS und als Sängerin in Orville Pecks Live-Band gefeiert, erreicht Salmena mit "Big Dog" den vorläufigen Höhepunkt ihrer künstlerischen Entwicklung. Getragen von ihrer souveränen Stimme, die abwechselnd zart, rau und trotzig ist, durchquert das Album das Terrain der Verletzlichkeit und Verbundenheit und markiert die Ankunft einer Künstlerin, die mutig zu sich selbst findet. "Big Dog" ist ein Album mit großen Gefühlen und großen Ambitionen. Musikalisch vereint es Elemente von hypnotischem Krautrock und schimmerndem Shoegaze, opulentem Gothic und pulsierendem Darkwave mit einer Mischung aus elektronischen Texturen zu einem ausgefeilten und oft unheimlichen Sound. Inmitten dieser weitläufigen Klanglandschaft stehen Salmenas kraftvolle lyrische Bilder und ihr großartiger Gesang im Mittelpunkt. Für Salmena ist es unmöglich, die persönliche Reise, die "Big Dog" darstellt, von der Zusammenarbeit zu trennen, die zu seiner Entstehung führte. Salmena arbeitete mit dem Produzenten und Multiinstrumentalisten Duncan Hay Jennings zusammen, der sowohl bei FRIGS als auch in der Band von Orville Peck spielte. Vor "Big Dog" gaben die beiden auf Brias zwei "Cuntry Covers" EPs klassischen und modernen Americana-Songs eine Gothic-Dream-Pop-Behandlung. Jennings, der nicht nur Salmenas engster kreativer Mitarbeiter, sondern auch ihr engster Freund ist, schrieb "Big Dog" mit Salmena über mehrere Jahre hinweg, in denen Salmena in LA und Jennings in Toronto lebte. Graham Walsh (Holy F**k, METZ, Debby Friday, Alvvays) half den beiden, ihre aufkeimende Mischung aus Rock und elektronischer Musik weiter zu verfeinern, während Meg Remy (vom von der Kritik gefeierten experimentellen Pop-Projekt U.S. Girls) sich vor allem auf Salmenas Gesang konzentrierte. Remy half dabei, die unvergesslichen Darbietungen, die im Mittelpunkt von "Big Dog" stehen, durch eine Reihe von kathartischen Treffen herauszukitzeln und drängte Salmena dazu, noch tiefer in die Bedeutung ihrer Texte einzudringen und wirklich über verschiedene Möglichkeiten des Einsatzes ihrer Stimme nachzudenken. Als "Big Dog" zusammenkam, wurde deutlich, dass Salmenas Songwriting eine rohe und intime Wendung genommen hatte, die weit über die Arbeit von ihr und Jennings auf ihren vorherigen EPs hinausging. Der Sound von "Big Dog" schwebt zwischen zwei Welten, düstere Punk-Ehrlichkeit, die immer unter einer glänzenden Atmosphäre brodelt, die man nicht ignorieren kann. Es gibt Anklänge an den Alternative Rock - man denkt an Holes "Live Through This", The Distillers, Mazzy Star - und mit Lee Ranaldo von Sonic Youth steuert eine echte Alternative-Rock-Ikone die Gitarre zu "See'er" bei. Aber es gibt auch eine Geschmeidigkeit, die ebenso sehr an den Coldwave der 80er Jahre erinnert wie an ekstatische Formen der Tanzmusik. Salmenas satte Stimme ist allgegenwärtig, ein konstantes warmes Glühen in einem Geflecht aus mechanischen Klängen. In seinem Kern ist "Big Dog" mehr als nur eine Platte über die Entdeckung, wer man ist, indem man schmerzhafte Erfahrungen verarbeitet. Es ist eine Platte über die Entdeckung, dass man nie wirklich allein ist.
BLUE COLOURED EDIT[26,26 €]
Mit "Glory" veröffentlicht Mike Hadreas aka Perfume Genius sein siebtes Studioalbum. Zusammen mit seinem Partner Alan Wyffels und Produzent Blake Mills ist eine Platte entstanden, die nach außen hin strahlt, in seinen makabren Bildern und seinem aufgewühlten Innern aber das Tor in eine Welt von Entfremdung, Sehnsucht und Verlangen aufmacht. Es ist der Konflikt zwischen dem Außen und dem Innen, der Hadreas beschäftigt, der Widerspruch zwischen einem künstlerischen Leben in der Öffentlichkeit und dem Wunsch nach Isolation. In seinen Charakterskizzen betrachtet der US-Künstler mit der Sorgfalt eines Schriftstellers Szenen von Freundschaft, Verlangen und Intimität durch eine queere Prima, während er sich musikalisch geöffnet und in seinem Songwriting-Prozess mehr Raum für Gruppendynamik gelassen hat: "Es ist auf eine Weise kollaborativ, die es besser macht", so Hadreas, "aber auch beängstigender - es fühlt sich verletzlicher an". Dass Glory dennoch ein zutiefst persönliches Album geworden ist, liegt auch daran, dass Hadreas seine eigenen Ängste vor dem Hintergrund der Entwicklung einer den Zeitgeist durchdringenden, allgemeinen Paranoia reflektiert. Mit seinen fein gesponnenen Tracks wirkt "Glory" beizeiten wie eine Kollektion neuer Standards für queere Romantiker und alte Seelen im Tumult der Gegenwart.
- A1: Prelude For You
- A2: Make Me Whole
- A3: Break Me Down
- A4: Runaway
- A5: Elinam
- A6: Stream Of Consciousness (Feat. Lianne La Havas)
- A7: Rules Of School
- B1: Sad Makeup
- B2: Peace Reign
- B3: No Prince
- B4: Winter Is Not Dead
- B5: Jaxon (Feat. Pos From De La Soul)
- B6: Feels Good To Cry (Feat. Yusuke Nagano)
Yukimi, die gefeierte Sängerin und Mitbegründerin der Grammy-nominierten Band, Little Dragon, veröffentlicht ihr Debütalbum „For You“ am 28. März 2025 bei Ninja Tune.
Mit ihrem Debüt-Soloalbum löst sie sich von einer Band und schafft einige ihrer schönsten und intimsten Werke, die es bisher gab: sehr persönlich und brillant nachvollziehbar. Auf „For You“ verwebt Yukimi auf elegante Weise Musikstile von Jazz über Soul und elektronischen Pop bis hin zu Hiphop, Folk und Psychedelic, aber die Themen ihrer Solosongs gehen tiefer als je zuvor und umfassen Liebe, Verlust, weibliche Energie und angeborene Widerstandsfähigkeit. Die Zusammenarbeit mit Erik Bodin (Schlagzeug bei Little Dragon) und Lianne La Havas war für Yukimi das erste Mal, dass sie mit einer anderen Frau Musik schreibt und kreiert, was ihr erlaubt, ihre weibliche Energie auf eine befreite und persönliche Weise auszudrücken. Passenderweise geht es in den Texten des Songs um die Erforschung ihrer inneren Stärke während herausfordernder Lebenserfahrungen. Es ist ein bemerkenswertes Statement einer Künstlerin, die eine neue Phase ihrer Karriere als Solokünstlerin einleitet, jedoch mit der Gelassenheit und Intuition einer „alten Häsin“ mit jahrelanger Erfahrung im Musikbusiness. Yukimis markante und anmutige Stimme hat seit der Gründung von Little Dragon ihre Fans in ihren Bann gezogen. Der Erfolg der Band führte dazu, dass sie auf einigen der größten (und kleinsten) Bühnen der Welt auftrat - von Coachella bis zu NPRs Tiny Desk - und mit Künstler:innen wie u.a. KAYTRANADA, Killer Mike, Gorillaz, Tinashe, Mac Miller, De La Soul, BADBADNOTGOOD, DJ Shadow, ODESZA, Kali Uchis, Faith Evans, Dave Sitek, Big Boi, Flume und JID zusammenarbeitete.
- Format: 140G schwarzes Eco Vinyl mit bedruckter Innenhülle und Downloadcode-Sticker
Leony zählt zu den gefragtesten Künstlerinnen Deutschlands. Mit ihren Hits "Remedy" und "Faded Love" hat sie sich fest in der Popwelt etabliert und erfährt große Anerkennung. Mit nur 27 Jahren kann sie bereits über eine Milliarde Streams, mehr als 30 Gold- und Platin-Auszeichnungen sowie mehrfach erreichte Spitzenpositionen in den Radio-Charts vorweisen. Ihr Debütalbum "Somewhere in Between" schaffte es 2023 in die Top 20 der offi ziellen deutschen Charts. Zwei Jahre später folgt nun ihr zweites Studioalbum "Oldschool Love". Das Album erscheint im Digipack und als 1LP-Format.
- A1: Makin' Moves
- A2: Las Olas
- A3: The Grifter
- A4: Mother Earth
- A5: Freddie
- B1: Don't Trip
- B2: The Alliance
- B3: The Lemon Groove
- B4: Gemini
- B5: Contemplation
- B6: Corporatocracy
MAROON VINYL[23,49 €]
Im Lateinischen bedeutet das Wort Gemini "zwei zusammen" oder "Zwillinge". Astrologisch gesehen sind Zwillinge unter anderem dafür bekannt, dass sie neugierig und vielseitig sind. Für die 9-köpfige (meist) instrumentale Combo The Sure Fire Soul Ensemble aus San Diego waren Jazz und Funk schon immer die beiden Genres, die sie konsequent und effektiv miteinander verschmolzen haben und die das Fundament ihres Sounds bilden. Mit ihrer stilistischen Neugier und Vielseitigkeit haben sie dieses Fundament auf ihrem neuen 11-Song-Longplayer für Colemine Records weiter ausgebaut. Aufgenommen zwischen Ende 2021 und Anfang 2024 im The Kitchen II in ihrer Heimat Lemon Grove, Kalifornien, lenken SFSE ihre ,introspektive Partymusik" in neue klangliche Gefilde. Während ihr Breakbeat-lastiger Funk-Soul-Jazz immer noch der Eckpfeiler ihres Sounds ist, wie er in Stücken wie ,Makin' Moves", ,TheGrifter" und ,Don't Trip" zum Ausdruck kommt, haben sie begonnen, mehr und mehr Einflüsse von Library-Musik-Labels wie KPM Music, spirituell orientierten Jazz-Labels wie Tribe & Black Jazz Records und exotisch angehauchten Jazz-Künstlern wie Cal Tjader und Dorothy Ashby aufzunehmen. Jetzt lehnen sie sich mehr an den ,introspektiven" Teil ihres Sounds an, insbesondere bei ,Mother Earth", ,Freddie" und dem Titeltrack, und beschwören die Geister von Freddie Hubbard, Phil Ranelin, Wendell Harrison, Bubbha Thomas, Chester Thompson und sogar Cannonball Adderley in seiner kopflastigsten und kosmischsten Zeit herauf (hören Sie sich Adderleys Alben ,Soul Zodiac" und ,Soul of The Bible" als Referenz an). ,Corporatocracy" geht noch einen Schritt weiter mit einem ausgedehnten Tabla-Solo, das auf der perkussiven Welle reitet, bevor es in seinen funkgetriebenen, modalen Vibe übergeht. In der aktuellen Besetzung mit Tim Felten an den Tasten, Jake Najor am Schlagzeug, Omar Lopez am Bass, Kiko Cornejo Jr. an Conga/Percussion, Aquiles ,Lito" Magana an der Gitarre, Wili Fleming an der Posaune, Sheryll Felten an der Percussion, und Jesse Audelo und Travis Klein am Saxophon und an der Flöte. SFSE bleibt dem Funk treu, traut sich aber auch, neue Wege zu gehen, die sie bisher noch nicht beschritten haben, und betritt damit faszinierendes Neuland in ihrem Gesamtsound.
Im Lateinischen bedeutet das Wort Gemini "zwei zusammen" oder "Zwillinge". Astrologisch gesehen sind Zwillinge unter anderem dafür bekannt, dass sie neugierig und vielseitig sind. Für die 9-köpfige (meist) instrumentale Combo The Sure Fire Soul Ensemble aus San Diego waren Jazz und Funk schon immer die beiden Genres, die sie konsequent und effektiv miteinander verschmolzen haben und die das Fundament ihres Sounds bilden. Mit ihrer stilistischen Neugier und Vielseitigkeit haben sie dieses Fundament auf ihrem neuen 11-Song-Longplayer für Colemine Records weiter ausgebaut. Aufgenommen zwischen Ende 2021 und Anfang 2024 im The Kitchen II in ihrer Heimat Lemon Grove, Kalifornien, lenken SFSE ihre ,introspektive Partymusik" in neue klangliche Gefilde. Während ihr Breakbeat-lastiger Funk-Soul-Jazz immer noch der Eckpfeiler ihres Sounds ist, wie er in Stücken wie ,Makin' Moves", ,TheGrifter" und ,Don't Trip" zum Ausdruck kommt, haben sie begonnen, mehr und mehr Einflüsse von Library-Musik-Labels wie KPM Music, spirituell orientierten Jazz-Labels wie Tribe & Black Jazz Records und exotisch angehauchten Jazz-Künstlern wie Cal Tjader und Dorothy Ashby aufzunehmen. Jetzt lehnen sie sich mehr an den ,introspektiven" Teil ihres Sounds an, insbesondere bei ,Mother Earth", ,Freddie" und dem Titeltrack, und beschwören die Geister von Freddie Hubbard, Phil Ranelin, Wendell Harrison, Bubbha Thomas, Chester Thompson und sogar Cannonball Adderley in seiner kopflastigsten und kosmischsten Zeit herauf (hören Sie sich Adderleys Alben ,Soul Zodiac" und ,Soul of The Bible" als Referenz an). ,Corporatocracy" geht noch einen Schritt weiter mit einem ausgedehnten Tabla-Solo, das auf der perkussiven Welle reitet, bevor es in seinen funkgetriebenen, modalen Vibe übergeht. In der aktuellen Besetzung mit Tim Felten an den Tasten, Jake Najor am Schlagzeug, Omar Lopez am Bass, Kiko Cornejo Jr. an Conga/Percussion, Aquiles ,Lito" Magana an der Gitarre, Wili Fleming an der Posaune, Sheryll Felten an der Percussion, und Jesse Audelo und Travis Klein am Saxophon und an der Flöte. SFSE bleibt dem Funk treu, traut sich aber auch, neue Wege zu gehen, die sie bisher noch nicht beschritten haben, und betritt damit faszinierendes Neuland in ihrem Gesamtsound.
Clear Vinyl[35,08 €]
Dreiundfünfzig Jahre, nachdem er mit dem Debütalbum von Roxy Music seine Visitenkarte abgab, ist Ferrys neuestes Projekt eine ebenso
unerwartete Veröffentlichung.
Einerseits ist Loose Talk sein erstes Album mit neuer Musik seit Avonmore von 2014. Andererseits ähnelt wenig hier, von den Klängen und Formen
dieser Musik bis hin zu ihrer Verwendung, irgendeinem früheren Bryan Ferry-Album. Dann wiederum - und das ist die dritte Seite - ist es auch ein
Stück, das tief in seinem Werk des letzten halben Jahrhunderts verwurzelt ist.
„Ein Gespräch zwischen zwei Künstlern“, so beschreibt Amelia Barratt, eine der beteiligten Künstlerinnen, Loose Talk. „Wir haben gemeinsam etwas
geschaffen, das keiner von uns allein schaffen könnte“, fügt Bryans Ferry, ihr Gesprächspartner in diesem kreativen Austausch, hinzu. „Und für mich
scheint sich dadurch ein ganz neues Kapitel meiner Arbeit aufgetan zu haben“.
Black Vinyl[35,08 €]
Dreiundfünfzig Jahre, nachdem er mit dem Debütalbum von Roxy Music seine Visitenkarte abgab, ist Ferrys neuestes Projekt eine ebenso
unerwartete Veröffentlichung.
Einerseits ist Loose Talk sein erstes Album mit neuer Musik seit Avonmore von 2014. Andererseits ähnelt wenig hier, von den Klängen und Formen
dieser Musik bis hin zu ihrer Verwendung, irgendeinem früheren Bryan Ferry-Album. Dann wiederum - und das ist die dritte Seite - ist es auch ein
Stück, das tief in seinem Werk des letzten halben Jahrhunderts verwurzelt ist.
„Ein Gespräch zwischen zwei Künstlern“, so beschreibt Amelia Barratt, eine der beteiligten Künstlerinnen, Loose Talk. „Wir haben gemeinsam etwas
geschaffen, das keiner von uns allein schaffen könnte“, fügt Bryans Ferry, ihr Gesprächspartner in diesem kreativen Austausch, hinzu. „Und für mich
scheint sich dadurch ein ganz neues Kapitel meiner Arbeit aufgetan zu haben“.
- Intro
- I Just Do!
- Champ
- In My Eyes
- Windows
- Since April
- Beaches
- I Was Her Too
- For You Two
- I Think I Did
Auf ihrem ersten Album mit Alt-Pop-Hymnen - "When I'm Alone" (2022) - hatte girlpuppy (geborene Becca Harvey) oft das Gefühl, im Schatten ihrer Mitstreiter zu stehen. "Sweetness" entstand auf der anderen Seite einer Beziehung, in der sie sich oft an den Rand gedrängt fühlte. Für die 25-jährige Singer-Songwriterin aus Atlanta war "Sweetness" das richtige Projekt, um ihre kreative Herangehensweise zu überdenken und ausschließlich mit ihren eigenen lyrischen und melodischen Ideen zu arbeiten. Das Ergebnis dieses Prozesses ist ein dunkleres, textlich weitläufigeres Album als sein Vorgänger, voller herzzerreißender Songs über das Zurückdrängen von Selbstvorwürfen und Zweifeln. Von den kraftvollen Klängen über die natürlich fließenden Melodien bis hin zu den emotional großzügigen Texten strahlt jedes Element von "Sweetness" Zuversicht aus und zeigt, dass Harvey die rohe Kreativität genießt und ihren Neigungen vertraut. Das Album spielt sich in dem Moment ab, auf den alle Künstler warten: wenn ihre "Stimme" so klar wird, dass sie einfach den Mund aufmachen und anfangen können zu sprechen. Befreit von der nagenden Unsicherheit, dass sie keine Songwriterin sein kann, ohne ein Instrument zu spielen - sie nennt Matt Berninger von The National als Inspiration - begann Harvey für "Sweetness" mit der Aufnahme von Acapella-Stimmnotizen in voller Länge. Um einen Hintergrund für den Gesang zu finden, griff Harvey auf ihre vielfältigen, lebenslangen musikalischen Bezugspunkte zurück, von der Country- und Top-40-Popmusik, mit der sie in der Kleinstadt Georgia aufgewachsen ist, bis hin zu ihren späteren Lieblingsliedern, die ihre Vorstellung davon, was Songwriting erreichen kann, erweitert haben: Elliott Smith, Lana Del Rey, Yo La Tengo und mehr. Mit Hilfe des in Asheville ansässigen Produzenten und Co-Autors Alex Farrar und den weiteren Co-Autoren Tom Sinclair und Holden Fincher hat Harvey den Sweet Spot zwischen Shoegaze, Dream-Pop und Pop-Rock-Hymnen der Jahrtausendwende ausfindig gemacht. Harvey mischt das Verspielte mit dem Zerstörerischen und schwimmt in "Sweetness" auf kathartischen Wellen von Emotionen und Monster-Hooks - eine Dynamik, die sie garantiert an die Spitze der furchtlosesten aufstrebenden Indie-Pop-Singer-Songwriterinnen von heute katapultieren wird.




















