Gerald Clayton gehört zu den wichtigsten Modern-Jazz-Pianisten unserer Zeit. Auf seinem zweiten BlueNote-Album will sich der sechsfach Grammy-nominierte Musiker mit den Auswirkungen der abstrakten Kraft der Zeit auseinandersetzen.
Bei der spannenden Umsetzung in mal lyrische, mal swingende, mal treibende Jazz-Klänge unterstützen ihn niemand Geringeres als sein berühmter Mentor Charles Lloyd am Saxophon, sein Vater John Clayton am Bass, Justin Brown am Schlagzeug und erstmals MARO als Vokalist.
Zu hören sind Originale, Stücke des katalanischen Komponisten Federico Mompou und von Geralds Onkel Jeff Clayton sowie zwei atemberaubende Solo-Klavierversionen des Standards „My Ideal“
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re-release "Deutsche Wertarbeit" ist das einzige Soloalbum der Düsseldorfer Keyboarderin und Komponistin Dorothea Raukes und ein lang vergessenes Juwel deutscher elektronischer Musik. Raukes, Mitglied der Rockband Streetmark, versammelte darauf sechs Synthesizer-Kleinode - mal hypnotisch, mal hymnisch, mal kosmisch. Erschienen 1981 auf Sky Records führt das Album mit seinem markigen Titel in die Irre. Statt teutonischer Stampfmusik ertönen sechs wunderschöne Synthesizer-Kleinode, welche die sogenannte Düsseldorfer Schule (Kraftwerk etc.), die Berliner Schule (Tangerine Dream etc.) sowie Anleihen an die Musik von Jean Michel Jarre kunstvoll mit Klängen der beginnenden 80er-Jahre vereinen. Manchmal hypnotisch, manchmal zuckersüß-melancholisch, manchmal treibend, manchmal kosmisch. Auch das kalt anmutende Artwork will irgendwie nicht so recht passen zu der warmen, einfühlsamen Musik, die ein wenig an die von Raukes' Streetmark-Bandkollegen Wolfgang Riechmann erinnert, etwa auf dessen Soloalbum "Wunderbar".
Die Debüt-EP des jungen Quintetts Priestgate auf Lucky Number wurde von Nick Hodgson (Alfie Templeman) produziert und Caesar Edmunds (Foals, The Killers, PJ Harvey) abgemischt. Die Band entstand als Kampfansage an die Rastlosigkeit und Eintönigkeit des Landlebens und war eine Reaktion auf die spärliche lokale Musikszene um sie herum, die es ihnen ermöglichte, ihren eigenen, einzigartigen Sound ohne zusätzlichen Druck der Konformität zu entwickeln. Priestgate kombinieren helle Gitarren-Pop-Hooks mit dunklen Texten und erschaffen so ihre eigene angstgeladene Mischung aus Hypnose und Euphorie, die zu Vergleichen mit The Cure und The Maccabees führt.
'Priestgate: gothic dream pop to crush small-town boredom.' - NME Radar 2022
'Already sounds like a future indie classic in waiting, quite honestly, and might be one of the best singles by a new band this year.' - DORK
'The five-piece open in shimmering guitar pop landscapes, before 'Bedtime Story' is transformed into something rather more surreal, barbed, and creative.' - CLASH
Aufgewachsen zwischen Wales und den Vororten von Western Australia, wo sie aktuell zu Hause ist, begann die Sangeskarriere von Stella Donnelly damit, dass sie in ihrer australischen Schulband Songs von Green Day zum Besten gab, sich dann aber Richtung Jazz und zeitgenössischer Musik orientierte, als sie an der West Australian Academy Of Performing Arts studierte. Auf ihrer klar im Singer/Songwriter Indie Folk Genre angesiedelten Debüt-EP ,Thrush Metal" präsentiert Donnelly brutal ehrliche und geistreiche Beobachtungen ihrer Mitmenschen, die hier als wunderschöne Gedichte mit ausgefeilten Pointen daherkommen. Donnelly liefert einen Einblick in die Welt, in der wir leben und wie es ist, als Frau des 21. Jahrhunderts zwischen Trump, Tinder und der dritten Feminismus-Welle zu existieren.
Prins Thomas veröffentlicht seine Alben 8 und 9 in zwei Stufen, jeweils als LP sowie am Ende gemeinsam auf einer CD. Er beendet damit eine Phase, in der er hauptsächlich Mixe und Remixe für andere Musiker erstellte, während er seine eigene Produktionsarbeit hinten anstellte. Davon befreit, bestreitet er seinen neuen Doppelschlag fast in Eigenregie, einzige Ausnahmen sind die fähigen Hände von Bugge Wesseltoft ('8') und John Carroll Kirby ('8' und '9').
Remastered Reissue des Debütalbums 'Mind Games' des schwedischen Jazzdrummers Sjunne Ferger, das 1984 ein eigenes Hinterland der elektronisch-progressiven Musikszene Skandinaviens besiedelte, indem es Jazz-Fusion-Wurzeln und ungewollt balearische Anleihen in einem New-Wave-Kontext zu einem einzigartig klingenden Werk fliessen liess, das vielfältig und kreativ zwischen Meditation und Ekstase meandriert. Fergers persönliche Vision einer 'Polymood Music'.
“hi leaves” is the new full-length record from soft tissue, the duo of Glasgow-based artists Feronia Wennborg and Simon Weins. Following their self-titled debut for Penultimate Press in 2019, this collection examines microsound by way of extended amplification technique, bone conduction, domestic recordings, and digital feedback. Tracks like “plant pot” and “kettle” appear to disclose their source material, presenting wonderfully tactile environments of highly articulate sound. Wennborg and Weins prove themselves to be masterful arrangers of discrete, organic material, weaving together knotty and immersive compositions from these sharp, prickly sounds. Ultimately, soft tissue inhabits an intoxicating soundworld somewhere in between the patient abstractions of composerly EAI music, the haptic indulgences of ASMR, and the diffuse digital pastorals of the 90’s a-musik/Cologne scene.
Deutsche Pressestimmen zu All Encores:
"Die Encore-Trilogie wird zum Album erhoben- und das mit Recht!" (Groove)
"Perfektes Release für goldene Herbsttage." (Groove)
"Angenehm facettenreich" (Rolling Stone)
"Buchstäblich Audio-Balsam" (Audio)
"Wunderwerk" (Flair)
Zur Feier des fünften Piano Days erscheint Nils Frahms All Encores Serie als 3-LP Set. Lag der Fokus von Encores 1 vor allem auf akustischen Klangwelten - Soloklavier und Harmonium standen hier im Mittelpunkt -, woraufhin Frahm für Encores 2 verstärkt auf Ambient-Texturen setzte, konzentriert er sich mit Encores 3 in erster Linie auf die rhythmischen und elektronischen Aspekte seiner Musik. "Die Idee zu All Encores hatten wir genau genommen schon vor All Melody: Nämlich drei Veröffentlichungen zu machen, von denen jede ihren eigenen musikalischen Stil hat und ihr eigenes Thema. Wir hatten daher zunächst sogar an ein Triple-Album gedacht. Doch dann wurde All Melody immer größer und verdrängte diese ersten Konzeptideen", kommentiert Frahm die Entstehung. "Ich denke, die Idee von All Encores ist gewissermaßen mit klanglichen Inseln zu vergleichen, die All Melody einrahmen."
When we first heard from recent Kompakt signing Emma Kollmorgen, with 2021’s “You Are The”, she was hymning the complexity of romance: “Love is scary as fuck!”, she said. On her debut EP, “1243”, she’s built on that intensity and offered up a five-track suite of night-vision electronic pop, bristling with a stealthy sensuality. It’s a cinematic collection, building from the brooding “Escape”, through the drifting, tactile pulses of “Taciturn”, the gritty, bustling noises that run underneath the smoke-signal torch-song of “All The Wild Animals”, and the closing, tear-stained melancholy of “Home”. “You Are The” reappears here as well, settling in perfectly amongst new friends.
It’s a completely assured first EP from an artist who’s been slowly and steadily building her own sonic world. From her early days, when she busied herself by learning guitar and joining bands, Kollmorgen always had a vision of doing something “more independent”, to allow her to find her own sound and write her own songs. A brief creative alliance with the Berlin DJ duo Dole & Kom led to some recordings and live performances. All the while, Kollmorgen was carefully shaping her production and sound designing skills with Ableton Live, and exploring distinctive musical terrain in collaboration with co-producer and multi-instrumentalist Paul Seidel (The Ocean Collective, Fern, Nightmarer). She joined the Kompakt family after a recommendation by Patrice Baumel, who also remixed her debut single with typical flair.
On “1243”, though, Kollmorgen fully inhabits her songs, gifting each of them with a sweet, subtle sway, her vocal and lyrical openheartedness balancing the bluer hues of her production. Each song is confident and poised, Kollmorgen relying on cross-thatched patterns of texture as a web to support her melodies: “I like patterns,” she says, “they give me something to hold onto, something stable in an unstable world.” The songs feel as though they’re grappling with moments of revelation and experience in Kollmorgen’s world, which makes sense, given her approach to music: “I never had a diary,” she reflects, “so writing songs is my way of expressing and dealing with life.” On 1243, you’ll catch some glimpses of life lived, made sonorous through songs beautifully sung.
Als wir das erste Mal von Emma Kollmorgen hörten, nachdem sie sich KOMPAKT angeschlossen hatte, besang sie mit "You Are The" (2021) die Komplexität von Romantik: "Liebe ist verdammt beängstigend!". Auf ihrer Debüt-EP "1243" baut sie auf dieser Intensität auf und präsentiert uns eine fünf Tracks umfassende Suite von elektronischem Pop mit ausgeprägtem Nachtsicht-Faktor, die vor verborgener Sinnlichkeit nur so strotzt. Ein geradezu cineastischer Spannungsbogen, der sich vom grüblerischen "Escape" über die treibenden, taktilen Impulse von "Taciturn", die düsteren, umtriebigen Geräusche, die den Rauchzeichen sendenden torch song "All The Wild Animals" untermalen, und die abschließende, tränenreiche Melancholie von "Home" aufbaut. Auch "You Are The" taucht hier wieder auf und fügt sich perfekt in die neue Gesellschaft ein.
Eine überzeugende erste EP von einer Künstlerin, die sich langsam und stetig ihre eigene Klangwelt aufgebaut hat. Seit ihren Anfängen, als sie Gitarre lernte und in Bands spielte, hatte Kollmorgen immer die Vision, etwas "Unabhängiges" zu machen, um ihren eigenen Sound zu finden und ihre eigenen Songs zu schreiben. Eine kurze kreative Allianz mit dem Berliner DJ-Duo Dole & Kom führte zu einigen Aufnahmen und Live-Auftritten. Währenddessen feilte Kollmorgen an ihren Produktions- und Sounddesign-Skills und erkundete gemeinsam mit dem Co-Produzenten und Multi-Instrumentalisten Paul Seidel (The Ocean Collective, Fern, Nightmarer) ihr eigenes musikalisches Terrain. Zur KOMPAKT Label-Familie kam sie auf Empfehlung von Patrice Baumel, der auch ihre Debütsingle remixte.
Auf "1243" lebt Kollmorgen ihre Songs voll und ganz aus und verleiht jedem von ihnen einen süßen, subtilen Twist, der ihre stimmliche und textliche Offenheit mit den melancholischen Tönen der Musik in Balance hält. Voller Selbstbewusstsein und Ausgeglichenheit verlässt sie sich auf durcheinander laufende Texturen und Pattern, die ihre Melodik unterstützen: "Ich mag Pattern", sagt sie, "sie geben mir etwas, woran ich mich festhalten kann, etwas Stabiles in einer instabilen Welt."
Die Songs fühlen sich an, als würden sie sich mit realen Momenten der Offenbarung und mit Erfahrungen aus Kollmorgens Lebenswelt auseinandersetzen, was angesichts ihrer Herangehensweise an Musik durchaus Sinn ergibt: "Ich hatte nie ein Tagebuch", erzählt sie, "also ist das Schreiben von Songs meine Art, mich auszudrücken und mit dem Leben umzugehen." Auf "1243" gibt sie uns einige Einblicke in dieses gelebte Leben, das durch wunderschön gesungene Lieder zum Klingen gebracht wird.
Raw Poetic produzierte sein neues Album 'Laminated Skies' mit seinem Buddy und häufigen Kollaborateur Damu The Fudgemunk und Gastmusikern wie Pat 'P' Fritz (git) und Luke Stewart (bass). Musikalisch schöpft das mehrdimensionale Werk aus den Genres, die Hip-Hop ausmachen, und Einflüssen aus allen Facetten des Spiritual Jazz. 'Laminated Skies' ist Raw Poetics sechstes Soloalbum und das erste offizielle auf einem Label. Qualität ist ein stetiges Synonym des Künstlers, der auf einen reichhaltigen Lebenslauf mit den Eltern in der Black Panther-Bewegung, mit seinem Onkel Jazzlegende Archie Shepp, als Lead-MC des Duos Panacea (Rawkus) und mit Kollabos mit K-Def, Blu und Kev Brown zurückschauen kann. Das gemeinsam mit Damu produzierte 'Ocean Bridges' (2020) mit dem Saxophonisten Archie Shepp wird als eines der besten Alben des Jahres gefeiert.
Die deutsche Dark Metal-Instanz AGATHODAIMON feiert nach vielen Jahren der Stille ihr Comeback
mit dem lang ersehnten, siebten Studioalbum The Seven, das am 18. März 2022 über Napalm Records
erscheint. Nach der Wiedervereinigung 2020 arbeiteten die Musiker im Stillen an ihrem Comeback. Nun ist
es endlich an der Zeit, die Dinge dort fortzusetzen, wo sie aufgehört hatten und den Schleier der Dunkelheit
erneut über die Welt zu werfen. AGATHODAIMON öffnen die Tore zu extremen Klangwelten, die zwischen schneidendem Dark Metal und heroischem Symphonic Black Metal wechseln, ganz im Stil von Bands
wie Cradle of Filth oder Carach Angren, jedoch mit eigenem Stil, großem Facettenreichtum und breitem
Klangspektrum.
AGATHODAIMONs siebter Streich folgt der Linie und dem Old-School-Geist des Vorgängers In Darkness (2013), lässt sich aber aufgrund seiner hohen Diversität nicht in eine Schublade stecken, sondern
beschwört eine düstere Atmosphäre herauf, die von scharfen Growls, epischem Klargesang sowie einer
packenden Soundwall ihres außergewöhnlichen Klanguniversums getragen wird. Thematisch dreht sich auf
dem neuen Album alles um die bedeutsame und symbolträchtige Zahl Sieben. Das Konzept befasst sich
auf insgesamt zehn Tracks mit den sieben Todsünden - Hochmut, Habgier, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid
und Trägheit - die allesamt religiöse Themen behandeln und die im Kontrast zum Menschen und seiner
ursprünglichen Natur stehen.
wieder auf Lager Die Hamburger Band Faust gehört zu den großen Namen, die der Krautrock der 1970er-Jahre hervorgebracht hat. Als Jean-Hervé Péron und Zappi Diermaier 1971 ihr Debütalbum vorlegten, wollte das in Deutschland niemand hören, im Ausland jedoch verkauften sich "The Faust Tapes" über 100.000-mal. "There is no group more mythical than Faust", schwärmte der englische Musiker und Krautrock-Kenner Julian Cope Jahrzehnte später. Mit "Just Us" setzen Faust ihren musikalischen Weg fort. Während Diermaier seinem Handwerk - Schlagzeug und Perkussion - treu bleibt, integriert Peron allerhand unübliche Klangquellen in sein Bassspiel, verschiedene Streichinstrumente, Klavier und sogar eine Nähmaschine als Metronom. Tracks wie "Nur nous" und "Ich bin ein Pavian" zeigen, dass Faust nichts von ihrer Vorliebe für Avantgarde und Dadaismus verloren haben. Ausflüge ins folkloristische Gefilde ("Cavaqui-ho", "Gammes") runden das wahrhaft faustische Überraschungspaket ab.
Emily Wells, die New Yorker Multiinstrumentalistin mit einem klassischen Geigen-Background, denkt beim Komponieren oft an ein Ensemble. Als klassisch ausgebildete Violinistin, Sängerin, Komponistin, Produzentin und Videokünstlerin wurde die Musik von Wells als "visionary" (NPR) und "quietly transfixing" (The New York Times) beschrieben. "Regards To The End" wurde 2020-21 aufgenommen und ist von Künstlern der AIDS-Krise inspiriert. Es handelt von der Art und Weise, wie ihr Aktivismus unsere eigene Herangehensweise an den Klimaschutz beeinflussen kann, und von Wells eigenen Erfahrungen als queerer Musikerin. Zusammen mit einer Reihe von Mitwirkenden baute sie die zehn Songs auf "Regards To The End" aus bewussten Schichten von Gesang, Synthesizern, Schlagzeug, Klavier, Streichinstrumenten (Geige, Cello, Bass) und Blasinstrumenten (Klarinette, Flöte, Waldhorn) auf. Ihre Musik ist u.a. deshalb so anziehend, weil das Hörerlebnis bei Emily Wells ein sehr körperliches ist. Der Gesang und die Bläser, die auf dem Album stark vertreten sind, stellen den Atem in den Vordergrund. Das Leben schwillt in jeder Note an, während das Schlagzeug uns sowohl an den Puls unseres Herzschlags bindet als auch erdet. Inhaltlich knüpft "Regards To The End" an das Leben und die Arbeit von Choreograph*innen und bildenden Künstler*innen an, die insbesondere mit der AIDS-Krise in Verbindung stehen.
Nach ihrem gefeierten Debüt Album Puritan Masochism, das mit Veröffentlichung im Jahr 2020 die gesamte Doom- und Heavy- Metal Szene im Sturm eroberte, steht die dänische Blackened Death- und Doom Metal Macht KONVENT nun mit ihrem 2. Longplayer in den Startlöchern, auf welchem sich die Band mit ihren Songwriting Qualitäten und brutalem Sound selber übertrifft!
Die musikalische Entwicklung von KONVENT ist im Laufe von nur zwei Jahren auf Call Down The Sun unüberhörbar und überrascht an jeder Ecke mit neuen Elementen. Zweifellos inspiriert von den jüngsten und dunklen Zeiten der anhaltenden Pandemie und Absagen diverser Live Auftritte, kommt das neue Album der Kopenhagener Band deutlich böser, schwerer, angepisster und pechschwarz daher.
Aufgenommen und gemischt wurde das neue KONVENT Album von Lasse Ballade in den Ballade Studios in Schweden, für das Mastering zeichnet sich Brad Boatright der Audiosiege Studios verantwortlich. Call Down The Sun ist eine Apokalypse von Sound, dem man sich nicht entziehen kann. KONVENT haben hier ein unfassbar erfrischendes und lebendiges Album geschaffen, welches sich mit Leichtigkeit nicht nur auf die Top-Album-Listen des Jahres 2022 einreihen, sondern sich möglicherweise als eine der besten Deathund Blackened Doom Metal Scheiben der Neuzeit etablieren wird!
E-L-Rs zweites Album "Vexier" oszilliert elegant zwischen samtener Dunkelheit und Ausbrüchen wilder Energien. Der Stil der Schweizer wird oft als "Doomgaze" oder "Post-Metal" bezeichnet, und beide Begriffe treffen durchaus auf die mäandernden Down-Tempo-Doom-Epen des Trios zu. E-L-R variieren und verzerren hypnotische Riffs in sich wiederholenden Schleifen, die an schamanische, mit psychedelischen Farbspielen durchtränkte Rituale erinnern. Ausdauernd und sorgfältig webt das Trio einen subtilen Klangteppich, dessen Motive in ein Labyrinth voller verschlungener Details und verborgener Schätze locken.
"Vexier" gibt seine Geheimnisse nicht so leicht preis, denn in seinen Klangschatten verbergen sich zahlreiche Details und überraschende Wendungen, so wie es der Albumtitel bereits andeutet. Dieser leitet sich vom lateinischen Wort "vexare" ab, was so viel wie "plagen, irritieren" bedeutet und sich im Begriff "Vexierbild" wiederfindet. Dialektal kann "Vexier" auch ein Geduldsspiel meinen.
E-L-R wurde 2016 in der Schweizer Stadt Bern von I.R. (Bass) und S.M. (Gitarre) gegründet, die beide auch den Gesang beisteuern. Bald gesellte sich der Schlagzeuger M.K. dazu, dessen gefühlvoller und komplexer Stil sich als die perfekte Ergänzung erwies. Ihr Debütalbum "Mænad" (2019) wurde von Fans und Kritikern gleichermaßen hoch gelobt.
Mit "Vexier" machen E-L-R einen weiteren entscheidenden Schritt nach vorne und laden auf eine abenteuerliche Reise durch ihren ebenso faszinierenden wie multidimensionalen musikalischen Kosmos ein.
- A1: Big Thief - Change
- A2: Cassandra Jenkins - Hard Drive
- A3: Riddy Arman - Spirits, Angels, Lies
- A4: Horsegirl - Sea Life Sandwich Boy
- A5: Lunar Vacation - Shrug
- B1: Geese - Low Era
- B2: Vlure - Shattered Faith
- B3: Lande Hekt - Octopussy
- B4: The Muckers - So Far Away
- B5: Yard Act - Dark Days
- C1: Maxwell Farrington - We, Us The Pharaohs
- C2: El Michels Affair - Murkit Gem
- C3: Wu-Lu - South
- C4: Mdou Moctar - Afrique Victime
- C5: Altin Gun - Yuce Dag Basinda
- D1: Charlotte Adigery & Bolis Pupul - Blenda
- D2: Mandy - Indiana Alien
- D3: Marina Allen - Oh Louise
- D4: Hania Rani Buka - Live From Studio
- D5: The Vernon Spring - Mercy Mercy Me
Die Rough Trade Counter Culture Compilation, aller Lieblingssammlung von musikalischem Konfetti ist zurück für eine weitere Zusammenstellung einiger der Highlights des Jahres 2021. Bereit, Musikliebhaber*innen mit einigen der besten Tracks des Jahres zu überschütten, die von den Mitarbeiter*innen der Londoner Rough Trade Shops ausgewählt wurden. Einige werden bekannt sein, andere nicht, aber sie sind alle grossartig. 20-Track-2LP auf umwelltfreundlichem Doppelvinyl.
Nach zehn Jahren, drei Alben und einer Vielzahl von Soundtracks für Kino und Fernsehen kehrt der Franzose Cascadeur zurück. Sein viertes Album ”Revenant” ist eine musikalische Weiterentwicklung: atmosphärisch, vielschichtig, hypnotisch, und zugleich eine Rückkehr zu seiner Muttersprache. So ist ”Revenant” sein erstes Album auf Französisch.
”In der Musik geht es um das Auftauchen und das Verschwinden. Ich sehe mich selbst als Bildhauer. Mein Lehm ist meine Abwesenheit, mein Lehm ist meine Anwesenheit.” - Cascadeur
- 01: Elephant Gun
- 02: My Family's Role In The World Revolution
- 03: Scenic World
- 04: The Long Island Sound
- 05: Carousels 06. Transatantique
- 07: O Leaozinho
- 08: Autumn Tall Tales
- 09: Fyodor Dormant
- 10: Poisoning Claude
- 11: Bercy
- 12: Your Sails
- 13: Irrlichter
- 01: Sicily
- 02: Now I'm Gone
- 03: Napoleon On The Bellerophon
- 04: Interior Of A Dutch House
- 05: Fountains And Tramways
- 06: Hot Air Balloon
- 07: Fisher Island Sound
- 08: So Slowly
- 09: Die Treue Zum Ursprung
- 10: The Crossing
- 11: Zagora
- 12: Le Phare Du Cap Bon
- 13: Babylon
Zach Condon, der Kopf hinter Beirut, veröffentlicht mit Artifacts eine Doppel-LP mit Musik, die die Entwicklung von Beirut nachzeichnet - von den ersten Versuchen des 14-jährigen Condon, die Musik, die er in seinem Kopf hörte, zum Leben zu erwecken, bis hin zu dem voll entwickelten Beirut, das wir heute kennen. Artifacts begann ganz bescheiden mit der Zusammenstellung einiger früher Beirut-EPs für eine richtige physische Veröffentlichung. Wie Condon jedoch in den exzellenten Liner Notes des Albums erklärt, verwandelte das Wiedersehen mit alten Aufnahmen durch neue Ohren ein einfaches Re-Issue-Projekt in etwas viel Expansiveres. "Als die Entscheidung fiel, diese Sammlung neu zu veröffentlichen, habe ich mich dabei ertappt, wie ich meine Festplatten durchwühlte, um etwas Zusätzliches zu finden, das ich der Compilation hinzufügen konnte. Was mit ein paar zusätzlichen, unveröffentlichten Tracks aus meinen prägenden Jahren begann, wuchs schnell zu einer ganzen Reihe zusätzlicher Musik aus meiner Vergangenheit heran, und zu einem größeren Projekt, bei dem ich alles, was ich fand, remixte und remasterte." ENG Retrospective of rarities and b-sides spanning the entirety of Beirut's catalog. 17 of the 26 songs on Artifacts have not been previously released.Artifacts began humbly as a means of compiling a few early Beirut EPs for a proper physical release. However, as Zach Condon explains in album's excellent liner notes, reconnecting with old recordings through fresh ears turned a simple re-issue project into something much more expansive.
Heiko Voss has earned near mythical status as a torchbearer for the emotional, deeply felt and quietly radical style of electronic music. The blissed-out radiance of his Kompakt Pop single, “I Think About You” remains one of the label catalog highlights and a stellar run of collaborative singles as Schaeben & Voss; others might know him for his stewardship of the excellent, much-underrated Firm imprint. But with his new album, 3:30 Minutes To Live, released by Michael Mayer’s label Imara, Voss returns after a long silence with a beautiful collection of songs that hymn heartbreak with a lusciously melodic touch.
There is something definitive and newly confident in 3:30 Minutes To Live that has it feeling like a real statement of intent if compared to his earlier releases. “Although it’s not, 3:30 Minutes To Live feels like my debut album,” Voss reflects. “All releases before were more song sketches or electronic dance tracks.” Bunkering down in Teary Eyes Studio, Voss worked up somewhere between thirty and forty sketches of songs, which he whittled down to the twelve collected here, all of them situated in a unique space, but very much in accord with Voss’s defining aesthetic, which he describes as “indie pop music with a lot of guitar, electronic elements and a great love for melancholic ‘80s synth-lines.”
Voss is sensitive to both variety and consistency – 3:30 Minutes To Live sits together as an assured, vibrant collection of pop songs, but it’s marked by all kinds of surprising incident, like the guitar solo that erupts out of “This Is My Life”, or the acoustic guitar-led melancholy of the closing “This Summer”. It’s all borne of the alchemy of the studio process and the intimate romance of music-making. “If you constantly feel a little bit like you’re in love while writing and producing your music – simply because of the sound of the synth flowing warmly and gently through the room, or because the sequence of notes awakens something in you, or even a randomly arising groove in the loop of a guitar lick makes you shout, ‘Ha!!’ – then it usually becomes a beautiful song,” Voss nods. “Those moments make me happy.”
There’s also a delicious tension between the push of the music, its melodic lushness and gliding, ballerina-like movement, and the darker currents that pull through Voss’s lyrics, inspired by a “short, dramatic and toxic love affair.” This may read like familiar terrain for a pop album, but the way Voss weaves language through both the extra-linguistic joys of music and the inarticulate speech of the heart somehow allows for direct communication that is simultaneously plain-spoken and deeply profound. “Say It” is a simple, devastatingly effective plaint of alienation; “She Wasn’t Lonely” a simple portrait of everyday living set to chiming, clacking guitars, the music in the bridge taking astral flight as the titular character ‘lets herself go.’
A smart and sharp collection of songs that captures you with its gorgeous melodicism just as it blindsides you with its aching heart, 3:30 Minutes To Live is Heiko Voss at his most assured and open-hearted best.
Heiko Voss hat sich als Fackelträger einer emotionalen, von ganzem Herzen kommenden und nicht auf den ersten Blick radikalen Spielart von elektronischer Musik einen nahezu mythischen Status erarbeitet. Das schiere Glück, welches seine Kompakt Pop-Single "I Think About You" aus dem Jahr 2003 immer noch ausstrahlt, macht sie nach wie vor zu einem der Highlights des Label-Katalogs, wo sie neben einer ganzen Reihe hervorragender Singles als Schaeben & Voss steht; andere kennen Heiko vielleicht durch das tolle und vielfach unterschätzte Label Firm, für das er zusammen mit Thomas Schaeben verantwortlich war. Mit seinem neuen Album “3:30 Minutes To Live”, das am 4. März 2022 auf Michael Mayers Label Imara erscheint, kehrt Voss nun nach einer langen Pause mit einer wunderschönen Sammlung von Songs zurück, die den Herzschmerz – getragen auf den Schwingen unwiderstehlicher Melodien – ausgiebig besingen.
“3:30 Minutes To Live” kommt mit einer gehörigen Portion Überzeugung und Selbstbewusstsein daher, was im Vergleich zu seinen früheren Veröffentlichungen wie ein bewusstes Statement wirkt. "Obwohl es das nicht ist, fühlt sich ‘3:30 Minutes To Live’ wie mein Debütalbum an", meint Voss. "Alle meine vorherigen Veröffentlichungen waren eher Song-Skizzen oder elektronische Dance-Tracks."
Im Teary Eyes Studio arbeitete Voss zwischen dreißig und vierzig Songskizzen aus, die er auf die zwölf hier versammelten Songs reduzierte, die alle ihren eigenen Raum einnehmen, dabei aber sehr gut mit Voss' übergeordneter Ästhetik harmonieren, die er als "Indie-Pop-Musik mit viel Gitarre, elektronischen Elementen und einer großen Liebe für melancholische 80er-Jahre-Synthies" beschreibt.
Voss ist sowohl für Abwechslung als auch für Konsistenz empfänglich - “3:30 Minutes To Live“ ist eine selbstsichere, lebendige Sammlung von Popsongs, die aber auch von allerlei Überraschungen geprägt ist, wie dem Gitarrensolo, das aus “This Is My Life” herausbricht, oder die von einer Akustikgitarre getragene Melancholie des abschließenden “This Summer”.
Das alles ist entstanden aus der besonderen Alchemie des Studioprozesses und der intimen Romantik des Musikmachens. "Wenn du beim Schreiben und Produzieren deiner Musik ständig das Gefühl hast, ein bisschen verliebt zu sein – einfach weil der Klang des Synthesizers warm und sanft durch den Raum fließt, oder weil die Notenfolge etwas in dir weckt, oder sogar ein zufällig auftauchender Groove im Loop eines Gitarren-Licks dich ein 'Ha!' ausrufen lässt – dann wird daraus meist ein schöner Song", nickt Voss. "Diese Momente machen mich glücklich."
Es entsteht eine besondere Spannung zwischen dem positiven Elan der Musik, ihrer melodischen Verschwendungssucht, den gleitenden, Ballerina-artigen Bewegungen und den dunkleren Strömungen, die durch Voss' Texte ziehen, die von einer "kurzen, dramatischen und giftigen Liebesaffäre" inspiriert sind. Das mag sich wie ein vertrautes Terrain für ein Pop-Album anhören, aber die Art und Weise, wie Voss die Sprache sowohl durch die nonverbalen Elemente der Musik als auch durch den nicht artikulierten Ausdruck des Herzens verwebt, ermöglicht eine Art direkte Kommunikation, die gleichzeitig ausgesprochen klar und trotzdem tiefgründig ist. “Say It" ist eine erschütternd einprägsame Anklage von Entfremdung; "She Wasn't Lonely" ist ein einfaches Porträt des alltäglichen Lebens, untermalt von klappernden Gitarren, in dem die Musik einen astralen Flug unternimmt, während die Titelfigur sich "gehen lässt".
“3:30 Minutes To Live“ ist eine kluge und scharfsinnige Sammlung von Songs, die den Zuhörenden mit ihren wunderschönen Melodien fesseln, aber auch mit einer Menge schmerzenden Gefühlen konfrontiert. Ein Album, auf dem Heiko Voss ganz bei sich ist und Euch dabei mehr als nur sein Herz öffnet.




















