Produziert und aufgenommen von Arca, definiert KiCk i eine neue Ära in der Multiplex-Welt der venezolanischen Künstlerin, Sängerin, DJ, Performerin und Komponistin. Mit Björk, Rosalía, Shygirl und SOPHIE hat Arca zum ersten Mal Kollaborateure in ihre Welt eingeladen. Zuvor produzierte sie für Björk, Kayne West und FKA twigs, komponierte Musik für das MoMA, erschuf gewaltige Noise-Skulpturen oder legte bei Festivals als DJ auf. Mit KiCk i wird nicht nur die Freude gefeiert, die Arca in ihrem Leben finden konnte, sondern auch der manchmal beschwerliche Weg, den sie dafür zurücklegen musste. Ihre Bemühungen, ihr venezolanisches Erbe und ihre trans-lateinamerikanische Identität zu versöhnen, entpuppen sich als Reggaetón und spanischem Pop. Aber KiCk i ist nicht nur eine Pop-Platte oder eine experimentelle Platte, oder auch nur eine Mischung aus beiden, sondern alles auf einmal - und noch so viel mehr. Je nachdem, wo man die Nadel aufsetzt, findet man Bubblegum, raue Geräusche, elektronische Psychedelia, Balladen, Knaller, Gelächter, Tränen, Leidenschaft und Glaubensäußerungen - Klänge und Ideen, die nicht einfach miteinander verschmelzen, sondern gleichzeitig in einer Quantenüberlagerung koexistieren. "Ich möchte nicht an ein Genre gebunden sein", erklärt Arca. "Ich will nicht als eine Sache abgestempelt werden." Wo sie jetzt ist, endet das Nicht-Binärsein nicht mit ihrer geschlechtlichen Identität. Es ist zu einer Denkweise geworden, bei der keine eine Sache nur eine Sache sein muss, bei der mehrere Bedeutungen, mehrere Realitäten in überlagertem Gleichgewicht koexistieren können. In diesem Raum zwischen den Staaten, in dem das eine Ding das andere ist, hat Arca ein riesiges Feld unerschlossener kreativer Kraft entdeckt.
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Wieder lieferbar Harald Grosskopf ist seit den 60er-Jahren einer der umtriebigsten deutschen Musiker. Der Schlagzeuger aus Hildesheim spielte seitdem bei so unterschiedlichen Acts wie den Scorpions, Wallenstein, Klaus Schulze, Ashra, Joachim Witt, Lili Berlin und 17 Hippies. Grosskopf war 20, als ihm ein LSD-Trip "die Realität weghaute" und er seine eigene musikalische Sprache entdeckte - und die Elektronik. 1980 erschien auf Sky Records Grosskopfs erstes Soloalbum. "Synthesist" bietet acht instrumentale Kompositionen, die Grosskopf überwiegend allein einspielte. Die von Synthesizern und Schlagzeug getragenen Melodien erinnern an die Arbeiten seiner Berliner Elektronikfreunde wie etwa Klaus Schulze und Tangerine Dream und auch an die "kosmischen" Sessions der frühen 70er-Jahre - haben aber doch eine individuelle Klangfarbe. Auch deshalb gilt "Synthesist" weltweit unter den Liebhabern elektronischer Musik längst als Klassiker, der an eine aufregende musikalische Ära erinnert und auch in diesem Jahrtausend noch aufregend ist.
Repress
Vinyl Only
The series continues with Perestroika Beats and Glasnost vibes. Edits from the Land Of The Lost - USSR aka CCCP vol.2
Die erste Neuauflage vom offiziellen "Die Ärzte" Debut seit vielen Jahren in guter Austattung ( LP, black, 180 gram + DLC )
Gitarre, Schlagzeug, Bass. Drei junge Menschen, die eben noch im Besetzereck ihr erstes Konzert gegeben haben. die Ärzte sind aus Berlin (aus Berlin!). Viele, die BelaFarinRod in letzter Zeit im kleinen Club ihres Vertrauens live gesehen haben, schwören darauf, dass wir hier das Nächste Große Ding haben. Quasi die Beste Band der Welt in the making: Spontan, unberechenbar, witzig, aus Versehen tiefsinnig an den richtigen Stellen und auch sonst ganz einfach wahnsinnig. Nur halt in gut. Acht Tage waren sie im Studio, die dreizehn Tracks ihres Debütalbums klingen standesgemäß rau, laut und so unkonventionell frisch als hätten wir gerade 1984. Mit potenziellen Klassikern wie „Mädchen“ oder „Zu spät“, zukünftigen Lieblingsliedern à la „Schlaflied“ und „Roter Minirock“ sowie einem ganzen Haufen weiterer Songperlen, die man sich auch in dreißig oder vierzig Jahren noch ganz unpeinlich berührt wird anhören können. Und mit „Claudia hat ’nen Schäferhund“. „Debil“ erscheint nun als Vinylalbum (mit Downloadcode)!
"Civis Jams" ist eine brodelndes Werk aus schlummernden Strukturen und ruhigen, kraftvollen Songs. Die Vocals haften an den Rändern der Mixes, was ihnen einen intimen und zugleich kryptischen Klang verleiht. Dieses Gefühl wird nochmal verstärkt durch Darkstars nachtaktive Produktionsweise von Drums und Synths. Zu den Highlights gehören die Tracks "Wolf" in bester Mount Kimbie-Manier der "Cold Spring Fault Less Youth"-Phase sowie "Jam", ein potentieller Peaktime-Banger, den Darkstar aber sanft und mit der Schärfe eines Jai Paul interpretieren. Nach ihrem Hyperdub-Debüt "North" (2010) und den beiden Warp-Nachfolgern "News From Nowhere" (2013) und "Foam Island" (2015) haben Darkstar mit "Civic Jams" ein Album mit grandiosen Unterwasser-Nachtsongs erschaffen.
- A1: Arrival
- A2: Only Thing We Know Feat Younotus & Kelvin Jones
- A3: Facing Feat Ilira
- A4: Comfort Zone Feat Quarterhead
- A5: Different For Us Feat Jordan Powers
- B1: Sticker On My Suitcase
- B2: Littly Hollywood Feat Janieck
- B3: Without You Feat H. Kenneth
- B4: The Sad Cat
- B5: Never Too Late Feat Sam Gray
- B6: What Was I Drinking
- C1: Double In Love Feat Martin Gallup
- C2: H O.l.y. Feat. Rhodes
- C3: Walk Away Feat James Blunt
- C4: Remember Feat Lahos
- D1: Sramanora
- D2: We Were On Fire Feat Will Matta
Gigs vor 60.000 Menschen, 2,5 Millionen verkaufte Singles, vier Mal für die 1LIVE Krone nominiert, drei Mal für den Echo, 2017 den Echo in der Kategorie Dance National gewonnen, dreimal am Stück die Pole-Position der Airplaycharts: Die Karriere des international erfolgreichen DJs Alle Farben hat ihren Zenit noch längst nicht erreicht. Doch wie legt man einen solchen Senkrechtstart hin und schafft es, dass die Flamme immer weiter brennt?
Alle Farben ist ein Künstler, der vielleicht in Farben denkt. Ganz sicher aber nicht in Grenzen. Verschiedene Genres, Live-Musiker, Sänger, Orte: es gibt nichts, dass er sich nicht vorstellen kann. Er hat Shows im Dschungel von Thailand gespielt oder im Flugzeug über den Wolken. Ebenso legendär sind seine 6 Stunden Sessions. Der Name ist ein Versprechen: 8000 Menschen tanzen, während Alle Farben sechs Stunden ohne Unterbrechung auflegt. Unterstützung bekommt er von verschiedenen Künstlern, die er sich stündlich auf die Bühne holt: ob Sänger, klassisch ausgebildete Musiker oder unerwartete Instrumente Alle Farben liebt es, sein Publikum zu überraschen. Alles kann, nichts muss, aber eines wird es sicher nie: langweilig.
Überraschen wird Alle Farben auch mit seinem dritten Studioalbum. Sticker On My Suitcase zeigt einen großen, und inzwischen auch wichtigen Aspekt in seinem Leben: das Reisen. In den letzten Jahren immer on tour hat er gelernt, dass nicht immer das Ziel das Ziel ist. Und Reisen mehr als nur Fortbewegung. Unterwegs zu sein, ist genauso mein Leben, wie irgendwo anzukommen. Das Video seiner neuesten Single Fading drehten Alle Farben und sein Team in einer aufwendigen Produktion in Los Angeles. Wieder ein Sticker mehr auf dem Koffer, wieder eine Reise, die zeigt: Das Ziel ist die Reise selbst auf der Route Richtung Erfolg.
ALLES IN ALLEM (LIMITED DELUXE BOXSET
Nach über 12 Jahren erscheint nun endlich das lang ersehnte neue Studioalbum der Band Einstürzende Neubauten ALLES IN ALLEM. Das Album markiert die Quintessenz ihres Schaffens und es öffnet sich wieder eine unerwartete Tür der mittlerweile 40 Jahre dauernden Klangexperimente des Forschungsteams um Blixa Bargeld. Wie kaum eine andere Band haben sie es geschafft einen eigenen musikalischen Kosmos zu erschaffen, ja sogar ein eigenes Genre zu kreieren, das sowohl klangliche Härte als auch ausgefeilte Poesie auf einzigartige Weise vereint. Passenderweise im Jahr der Ratte, gemäß Chinesischem Horoskop dem Symbol für Einfallsreichtum und Vielseitigkeit, ruht sich die Band nicht auf dem nunmehr vier Dekaden umfassenden Werk aus, sondern agiert zukunftsgewandt und erforscht weiterhin neugierig und mit grenzenloser Spielfreude alles, was das Klang-Universum hergibt. In den einzigartigen Klang- und Textlandschaften der 1980 in Berlin gegründeten Gruppe offenbart sich so jene Zeitlosigkeit, die sich Blixa Bargeld, N.U. Unruh, Alexander Hacke, Jochen Arbeit und Rudi Moser stets erhalten haben: Durch ihre experimentellen Herangehensweisen ans Songwriting, die in vier Jahrzehnten entwickelten Instrumente und das kollektive Arbeiten klingt die Band in ihrer eigenen Zeitrechnung auffallend gegenwärtig. Ja, die Einstürzenden Neubauten scheinen mit ihrer einzigartigen Musik stets äußerst präzise im jeweiligen Jetzt zu walten, ob im Industrial der Frühphase, den treibenden 90er-Jahren oder dem bedachten Spätwerk. Die Verse "Wir hatten tausend Ideen / Und alle waren gut" aus dem Albumtrack "Am Landwehrkanal" könnten durchaus eine Selbstbeschreibung der Band sein. So ist eine besondere Platte entstanden: ALLES IN ALLEM das erste reguläre Studioalbum der Einstürzenden Neubauten seit 12 Jahren, zeigt eine unvergleichbare Band, die ihre eigene Kategorie bildet, ihr eigenes Genre stiftet. Neben der CD und LP wird es auch ein limitiertes Deluxe Boxset geben. Dieses beinhaltet neben der CD und LP eine CD mit Bild-Tonaufnahmen aus dem Studio, welche die Entwicklung sowie Fortschritte der einzelnen Stücke festhalten. Einige Stücke sind ungeschliffen, aber schon fast fertig und andere noch in der experimentellen Findungsphase. Eine kleine Dokumentation der Entstehung des Albums. Abgesehen davon beinhaltet die Box ein 164-seitiges Buch mit allen handschriftlichen Aufzeichnungen von Blixa Bargeld hinsichtlich der Entstehung der Liedtexte sowie Essays von einigen Supportern.
Nach über 12 Jahren erscheint nun endlich das lang ersehnte neue Studioalbum der Band Einstürzende Neubauten ALLES IN ALLEM. Das Album markiert die Quintessenz ihres Schaffens und es öffnet sich wieder eine unerwartete Tür der mittlerweile 40 Jahre dauernden Klangexperimente des Forschungsteams um Blixa Bargeld. Wie kaum eine andere Band haben sie es geschafft einen eigenen musikalischen Kosmos zu erschaffen, ja sogar ein eigenes Genre zu kreieren, das sowohl klangliche Härte als auch ausgefeilte Poesie auf einzigartige Weise vereint. Passenderweise im Jahr der Ratte, gemäß Chinesischem Horoskop dem Symbol für Einfallsreichtum und Vielseitigkeit, ruht sich die Band nicht auf dem nunmehr vier Dekaden umfassenden Werk aus, sondern agiert zukunftsgewandt und erforscht weiterhin neugierig und mit grenzenloser Spielfreude alles, was das Klang-Universum hergibt. In den einzigartigen Klang- und Textlandschaften der 1980 in Berlin gegründeten Gruppe offenbart sich so jene Zeitlosigkeit, die sich Blixa Bargeld, N.U. Unruh, Alexander Hacke, Jochen Arbeit und Rudi Moser stets erhalten haben: Durch ihre experimentellen Herangehensweisen ans Songwriting, die in vier Jahrzehnten entwickelten Instrumente und das kollektive Arbeiten klingt die Band in ihrer eigenen Zeitrechnung auffallend gegenwärtig. Ja, die Einstürzenden Neubauten scheinen mit ihrer einzigartigen Musik stets äußerst präzise im jeweiligen Jetzt zu walten, ob im Industrial der Frühphase, den treibenden 90er-Jahren oder dem bedachten Spätwerk. Die Verse "Wir hatten tausend Ideen / Und alle waren gut" aus dem Albumtrack "Am Landwehrkanal" könnten durchaus eine Selbstbeschreibung der Band sein. So ist eine besondere Platte entstanden: ALLES IN ALLEM das erste reguläre Studioalbum der Einstürzenden Neubauten seit 12 Jahren, zeigt eine unvergleichbare Band, die ihre eigene Kategorie bildet, ihr eigenes Genre stiftet. Neben der CD und LP wird es auch ein limitiertes Deluxe Boxset geben. Dieses beinhaltet neben der CD und LP eine CD mit Bild-Tonaufnahmen aus dem Studio, welche die Entwicklung sowie Fortschritte der einzelnen Stücke festhalten. Einige Stücke sind ungeschliffen, aber schon fast fertig und andere noch in der experimentellen Findungsphase. Eine kleine Dokumentation der Entstehung des Albums. Abgesehen davon beinhaltet die Box ein 164-seitiges Buch mit allen handschriftlichen Aufzeichnungen von Blixa Bargeld hinsichtlich der Entstehung der Liedtexte sowie Essays von einigen Supportern.
In den späten neunziger Jahren war Wien Welthauptstadt der elektronischen Musik - Namen wie Kruder & Dorfmeister, Pulsinger & Tunakan, Waldeck, Electric Indigo oder Fennesz künden davon. Danach kam lange Zeit nichts, bis eine neue Generation - von HVOB bis Parov Stelar, von Dorian Concept bis Elektro Guzzi - sehr nachdrücklich eigene markante Sound- und Leuchtspuren setzte. Und nun kündigt sich abermals ein Zeitsprung an.
Zu große Töne gespuckt? Nein. Selbst Christian Fennesz zieht schon den Hut. Vor Drahthaus. Einer Band, die eigentlich keine Band ist. Noch nicht einmal eines der vielen Projekte, die immer und überall rasch entstehen und noch rascher wieder vergehen. Hier ist etwas radikal anderes im Kommen. Das 2015 gegründete Kollektiv Drahthaus ist ein Zusammenschluss diverser in Wien lebender Kreativer (Musiker, Künstler, Designer, Filmemacher, Techniker, Programmierer, Handwerker, Veranstalter und Kreativer jeglichen Geschlechts) mit der Vision, alte Strukturen in Frage zu stellen. Und Raum für gänzlich Neues zu schaffen.
Die Faktoren Lust, Neugier, Fachwissen und künstlerische Vernetzung sind mit im Spiel. Auch wenn Drahthaus den anarchischen Freiraum der Kunst mit präzisen, systematischen, analytischen Fragestellungen vermessen. Im April erscheint das erste Album - es trägt keinen Titel. Aber es wird die Elektroniksphäre aus den Angeln heben. Lokal, national, international. Willkommen im Drahthaus.
Der in Berlin lebende Komponist und Produzent Ben Lukas Boysen meldet sich mit seinem bislang progressivsten Album zurück: Mirage ist ein wahrer Formwandler. Zuvor unter dem Alias Hecq bekannt, handelt es sich bei Mirage um den mit Spannung erwarteten dritten Longplayer, den Boysen unter seinem eigenen Namen veröffentlicht, und Nachfolger zu den Alben Gravity (2013) und Spells (2016). Letzteres bescherte ihm nicht nur sehr viel Kritikerlob, sondern begeisterte auch die Fans und viele seiner Kollegen: Es gab u.a. Remixe von Max Cooper und Tim Hecker, während Jon Hopkins einen Titel von Spells zum Eröffnungstrack seiner Late Night Tales-Compilation machte. Wie schon auf seinen Alben Gravity und Spells, wird Ben im Verlauf von Mirage von mehreren Gästen unterstützt: Mit dabei sind unter anderem die Cellistin und Komponistin Anne Müller sowie der australische Saxofonist/Komponist Daniel Thorne. Beide sind auf dem ersten Vorboten "Medela" zu hören, der die Zuhörer*innen auf eine Reise durch kaleidoskopische Klangräume führt, in denen verschiedene Genres ganz spielerisch ineinander übergehen. Das geht so weit, dass man hinterher kaum noch sagen kann, was man da eigentlich gerade gehört hat: "Ich wollte experimentieren und versuchen, diese Aufnahmen mit 100% künstlichen Elementen zu verbinden. Dabei ging ich oftmals so weit, dass ein Instrument zu einer Abstraktion seiner selbst wurde, dass sich der Beitrag eines Musikers an einem Song eher wie ein zentraler DNA-Strang des Stücks anfühlt, aber nicht mehr wie eine deutlich erkennbare Spur." Insgesamt fühlt sich Mirage, wie im Titel bereits angedeutet, wie eine klangliche Illusion, eine vertonte Luftspiegelung an: Jedes Stück vereint Klänge und Techniken, die dermaßen bearbeitet und verändert wurden, dass sie wie überbelichtet wirken. Das allzu filzig wirkende Klavier von "Clarion" etwa, Daniel Thornes Saxofon auf "Medela", die einzelne Gesangsnote von Lisa Morgenstern, die sich im Verlauf von "Empyrean" in unterschiedliche Akkorde aufspaltet. Man kann diese Elemente durchaus erfassen, kann sie aber auch ohne weiteres übersehen - wie auch die beiden Klaviere von "Kenotaph", die man für ein einziges Instrument halten könnte. Genau genommen sind es zwei Instrumente, die sich in unterschiedlichen Räumen, ja sogar in unterschiedlichen Ländern befanden. Eins ist digital, das andere akustisch.
Coloured Vinyl
Kürzlich noch im Vorprogramm von Kolleginnen wie Charli XCX und Marina unterwegs, legt die Kanadierin Allie X im Februar mit "Cape God" ihr neues Album vor. Zuvor gab es bereits einige Singleauskopplungen - zuletzt im November. Die Single „Regulars“, die auch am Radio Erfolge feiern konnte, basiert auf persönlichen Erfahrungen und umkreist die Frage, was es bedeutet, ein/e Außenseiter*in zu sein. Auch wenn Allie X mit „Regulars“ die nächste Phase ihrer Karriere einläutet, knüpft die Sängerin und Songwriterin damit ganz klar an zuletzt veröffentlichte Tracks wie „Fresh Laundry“ oder auch „Rings A Bell“ an, die mit ähnlich aufrichtig-abgründigen Texten daherkamen.
Unter Evolution versteht man gemeinhin die allmähliche Veränderung der vererbbaren
Merkmale einer Population von organischen Strukturen von Generation zu Generation.
Überträgt man diesen Gedanken aus der biologischen Welt in die musikalische von Northern
Lite, so trägt jedes neue Album die signifikanten Merkmale seiner Vorgänger in sich, aber erfindet
dennoch den typischen Northern Lite Sound auf spielerische Art neu.
Evolution, das 13. Studioalbum von Northern Lite, gibt ihrem unstillbaren Drang nach Härte und
Geschwindigkeit Raum, ohne jedoch die existenzielle Notwendigkeit von Liebe zu verleugnen.
Sich ihrer eigenen Vergänglichkeit bewusst geworden, gehen Kubat, Bohn und Rödel, nun jenseits
der vierzig, schonungslos mit sich ins Gericht. Weder textlich noch musikalisch werden
Gefangene gemacht. Von zärtlich quecksilbrigen Pop Balladen, bis hin zu neuen Hymnen, die die
Kraft haben, ganze Generationen im Herzen zu verbinden, nimmt jeder Song des neuen Albums
seine Hörer mit auf eine Reise zu sich selbst.
Im Ergebnis bilden hier Inhalt und Form eine rauschhafte Koexistenz, die nur durch die
meisterhafte Präzision der musikalischen Ausführung noch Steigerung erfährt.
COMA haben etwas sehr Seltenes geschafft: sie haben Songs geschrieben, die ein authentische Gefühl von Nähe, Wärme und, ja, auch Emotionalität ausstrahlen.
Die Kölner Elektronik Band verwebt auf ihrem Album Voyage Voyage verschollen geglaubte Ebenen der Erinnerungen in ein vielschichtiges zugleich aber auch irre zugängliches Album zeitgenössischen Elektro Pops. Musik, die sich freimacht von Zwängen, von Zeitgeist und genau deshalb eine einzigartige Stellung einnimmt. Das Album besticht durch verträumte Leichtigkeit und umarmt gleichzeitig eine melancholische Grundstimmung. Voyage Voyage klingt voller spannender Sound Ideen – es zischt und rauscht und hallt und klappert – und ruht doch entspannt in sich und vor allem aber jagt es nicht irgendeinem flüchtigen Moment hinterher, dieses Album steht ganz für sich, für COMAs leicht entrückten Pop voller Möglichkeiten. COMA sind typische Kinder der aufregenden Nullerjahre, Marius und Georg wurden musikalisch aufgezogen mit 80er-Jahre Zuckerwatte, haben dann in zerrissenen Jeans und Indie-Rock der 90er die Adoleszenz durchlebt, wurden erst von den Prinzen der Kölner Clubwelt wachgeküsst und erspielten sich mit diversen EPs und zwei Alben auf Kompakt viel internationales Lob und Anerkennung. Der britische Guardian attestierte ihnen begeistert “playfulness, prettiness and the kind of intense pleasure that results from perfectly interwoven melodies“.
Es ist genau diese vielgelobte unkonventionelle und spielerische Herangehensweise, die sie wohl auch dazu inspirierte, selbst noch während einer Clubnacht im Berghain ihre Gitarre auszupacken. Es liegt also alles in ihrer DNA, doch noch nie waren COMA-Tracks so persönlich und von Vocals und Texten geprägt.
LTD Edition!
COMA haben etwas sehr Seltenes geschafft: sie haben Songs geschrieben, die ein authentische Gefühl von Nähe, Wärme und, ja, auch Emotionalität ausstrahlen.
Die Kölner Elektronik Band verwebt auf ihrem Album Voyage Voyage verschollen geglaubte Ebenen der Erinnerungen in ein vielschichtiges zugleich aber auch irre zugängliches Album zeitgenössischen Elektro Pops. Musik, die sich freimacht von Zwängen, von Zeitgeist und genau deshalb eine einzigartige Stellung einnimmt. Das Album besticht durch verträumte Leichtigkeit und umarmt gleichzeitig eine melancholische Grundstimmung. Voyage Voyage klingt voller spannender Sound Ideen – es zischt und rauscht und hallt und klappert – und ruht doch entspannt in sich und vor allem aber jagt es nicht irgendeinem flüchtigen Moment hinterher, dieses Album steht ganz für sich, für COMAs leicht entrückten Pop voller Möglichkeiten. COMA sind typische Kinder der aufregenden Nullerjahre, Marius und Georg wurden musikalisch aufgezogen mit 80er-Jahre Zuckerwatte, haben dann in zerrissenen Jeans und Indie-Rock der 90er die Adoleszenz durchlebt, wurden erst von den Prinzen der Kölner Clubwelt wachgeküsst und erspielten sich mit diversen EPs und zwei Alben auf Kompakt viel internationales Lob und Anerkennung. Der britische Guardian attestierte ihnen begeistert “playfulness, prettiness and the kind of intense pleasure that results from perfectly interwoven melodies“.
Es ist genau diese vielgelobte unkonventionelle und spielerische Herangehensweise, die sie wohl auch dazu inspirierte, selbst noch während einer Clubnacht im Berghain ihre Gitarre auszupacken. Es liegt also alles in ihrer DNA, doch noch nie waren COMA-Tracks so persönlich und von Vocals und Texten geprägt.
- Nothing Is Safe
- He Dead (Feat. Ed Balloon)
- La Mala Ordina (With The Rita) (Feat. Elcamino & Benny The Butcher)
- Club Down (With Sarah Bernat)
- Run For Your Life (Feat. La Chat)
- The Show
- All In Your Head (Feat. Counterfeit Madison & Robyn Hood)
- Blood Of The Fang
- Story 7
- Attunement (With Pedestrian Deposit)
- Piano Burning
There Existed An Addiction To Blood" ist das insgesamt vierte Album von Clipping und ihr drittes für Sub Pop. Es ist der Nachfolger des von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiertes Album ,Splendor And Misery" aus dem Jahr 2016. ,There Existed An Addiction To Blood" enthält die Singles ,Nothing Is Safe", ,Blood Of The Fang" und ,La Mala Ordina" (Feat. Benny The Butcher, Elcamino, The Rita), die von Clipping produziert, von Steve Kaplan gemischt und von Dave Cooley bei Elysium Masters in Los Angeles gemastert wurden. Das Album enthält auch Gastbeiträge von Ed Balloon, La Chat, Counterfeit Madison und Pedestrian Deposit. ,There Existed An Addiction To Blood" ist Clippings Interpretation eines neuen Rap-Splitter-Genres unter Zuhilfenahme ihrer einzigartigen Lupe. Clipping wenden sich auf dem neuen Werk intensiv dem Horrorcore zu, eines bewusst absurden und kreativ bedeutsamen Subgenres, das Mitte der 90er Jahre blühte. Einige der bemerkenswertesten Pioniere hießen Brotha Lynch Hung und Gravediggaz, aber es umfasst auch bahnbrechende Werke der Geto Boys, Bone Thugs-N-Harmony und die nahezu vollständigen Veröffentlichungen des klassischen ,Memphis cassette tape rap". Der wahrscheinlich subversivste und experimentellste Rap hat sich oft als ,Alternative" zu konventionellen Sounds präsentiert, aber Clipping verzerren das Ganze respektvoll in neue Konstellationen. ,There Existed An Addiction To Blood" absorbiert die hyper-gewaltigen Horror-Symboliken der Murder Dog-Ära, stellt sie aber in einem neuen Licht dar: immer noch dunkel getönt und düster, aber in einem seltsameren und lebendigeren Farbton. Wenn der traditionelle Horrorcore mit ,Blacula", dem populären Blaxploitationsfilm-Klassiker aus den frühen 70er Jahren, verwandt war, so ist das neue Output von Clipping analog zu ,Ganja & Hess", dem blutrünstigen Kultklassiker von 1973, der als unbesungenes Wahrzeichen des schwarzen Independent-Kinos gilt, dessen Score von Sam Waymon, Clipping als Inspiration zum Titel des Albums diente und auch Samples auf dem Track ,Blood Of The Fang" lieferte.ENG The science-fiction visionary Octavia Butler once declared that "there is nothing new under the sun, but there are new suns." The aphorism could apply to any art form where the basic contours are fixed, but the appetite for innovation remains infinite. Enter Clipping, flash fiction genre masters in a hip-hop world firmly rooted in memoir. If first person confessionals historically reign, the mid-city Los Angeles trio of rapper Daveed Diggs and producers William Hutson and Jonathan Snipes have spent the last half-decade terraforming their own patch of soil, replete with conceptual labyrinths and industrial chaos. They have conjured a mutant emanation of the future, built at odd angles atop the hallowed foundation of the past. Their third album for Sub Pop, There Existed an Addiction to Blood, finds them interpreting another rap splinter sect through their singular lens. This is Clipping's transmutation of horrorcore, a purposefully absurdist sub-genre that flourished in the mid-90s. If some of its most notable pioneers included Brotha Lynch Hung and Gravediggaz, it also encompasses seminal works from the Geto Boys, Bone Thugs-N-Harmony, and the near-entirety of classic Memphis cassette tape rap. The most subversive and experimental rap has often presented itself as an "alternative" to conventional sounds, but Clipping respectfully warp them into new constellations. There Existed an Addiction to Blood absorbs the hyper-violent horror tropes of the Murder Dog era, but re-imagines them in a new light: still darkly-tinted and somber, but in a weirder and more vivid hue. The album contains interludes with hissing recordings of demonic invasions, and guest appearances from Griselda Gang's Benny the Butcher and Hypnotize Minds horror queen La Chat. Other tracks feature contributions from noise music legends The Rita and Pedestrian Deposit. It all ends with "Piano Burning," a performance of a piece written by the avant-garde composer Annea Lockwood. Yes, it is the sound of a piano burning. There Existed an Addiction to Blood fits neatly into the broader scope of the band's career, which has seen them expand from insular experimentalists into globally recognized artists. Since the release of their first album in 2013, Diggs has won a Tony and a Grammy (both for his acting/rapping work as Thomas Jefferson and Marquis de Lafayette in Hamilton), as well as co-written and starred in 2018's critically hailed Blindspotting, while Snipes and Hutson have scored numerous films and television shows. Clipping's last album, the 2016 afro-futurist dystopian space opus Splendor & Misery was recently named one of Pitchfork's Best Industrial Albums of All-Time. Commissioned for an episode of This American Life, their 2017 single "The Deep" became the inspiration for a novel of the same name, written by Rivers Solomon and published by Saga Press. But their latest masterwork embodies what the band had been building towards - a work that finds them without peer. This is experimental hip-hop built to bang in a post-apocalyptic club bursting with radiation. It's horrorcore that soaks up past blood and replants it into a different organism, undead but dangerously alive. It is a new sun, blindingly bright and built to burn your retinas.
Die besten musikalischen Außenseiter sitzen nie lange still. Sie mutieren stetig, verwandeln sich in neue Formen und weigern sich, in Schubladen gesteckt zu werden. Floating Points hat so viele Gestalten, dass es ohnehin nicht einfach ist, ihn irgendwie einzuordnen. Da ist zum einen der Komponist, dessen Debütalbum „Elaenia“ im Jahr 2015 begeisterte Kritiken erhielt, darunter als Pitchforks „Best New Music“ und Resident Advisor's „Album of the Year“ - und ihn von den Tanzflächen auf die Festivalbühnen weltweit brachte. Dann ist da wiederum der Kurator, dessen Plattenlabels gefühlvolle neue Klänge in den Club gebracht haben, und der auf seinem geschätzten Imprint Melodies International alte Klänge wieder zum Vorschein gebracht hat. Ferner ist da der Traditionalist, der Disco-Typ, der Maschinenmusik macht, der Digger, der stets auf der Suche nach unentdeckten Edelsteinen zwecks Wiederveröffentlichung ist. Und dann ist da noch der DJ, dessen offener und zugleich mutiger Umgang mit dem Genre ihn einst ein 20-minütiges Instrumental des Spiritual-Jazz-Saxophonisten Pharoah Sanders im Berghain spielen ließ.
Nach der Veröffentlichung seiner Zusammenstellung von funkelnder, analoger Ambient- und Atmosphärenmusik für die geschätzte „Late Night Tales“-Reihe, stellt Floating Points' erstes Album seit vier Jahren, „Crush“, alles, was man über ihn zu wissen meint, wieder auf den Kopf. Nicht minder als ein knallender Donnerschlag elektronischen Experimentalismus’, dessen Titel auf den langsam überkochenden Schnellkochtopf anspielt, den die aktuelle politische Gemengelage in der Welt suggeriert, in der wir uns derzeit befinden. So hat Shepherd einige seiner bisher härtesten und treibendsten Tracks produziert, mit Blick auf die britische Bass-Szene (aus der er in den späten 2000er Jahren selbst hervorgegangen ist), wie beispielsweise die zuvor veröffentlichte markante Lead-Single „LesAlpx“ (Pitchforks „Best New Track“). Auf „Crush“ sind allerdings auch einige seiner ausdrucksstärksten Songs zu finden: seine charakteristische Melancholie ist in den erhabeneren, sanfteren Momenten des Albums oder im Buchla-Synthesizer zu finden, dessen unheimliche Modulation das Album prägt.
Sein neues Album fühlt sich augenblicklich an - und lebendig. Es ist der Klang der vielen Seiten von Floating Points, die schließlich miteinander verschmelzen. Es bezieht sich auf die „explosiven“ Momente während seiner Sets, die normalerweise auftreten, wenn er unerwartete Genres zusammenwirft, aus dem ganz einfachen Grund, weil er sich darüber freut, diese Platte „jetzt wirklich laut hören zu können“ und dann die Nadel aufsetzt. Es ist „genau wie das, was passiert, wenn man zu Hause mit seinen Freunden Musik spielt und diese sich überall im Raum ausbreitet.“, erklärt er.
In 1986, Uruguayan vocalist and musician Mariana Ingold took the advice of a storied Uruguayan composer and musicologist and recorded her first album (Todo Depende) for the now legendary label Ayuí/Tacuabé. In the early ’80s, the introduction of the synthesizer fostered an experimental new approach to traditional Candombe rhythms. Ingold’s influence on the scene looms large. Pairing elegant vocals and majestic harmonies with complex arrangements, she pushed the Montevideo-specific sound — loosely termed Candombe fusion — in new directions and thrived working collaboratively with artists including Eduardo Mateo, Jaime Roos, and Hugo Fattoruso.
With the assistance of Chris J. Morris, Left Ear Records has extracted a collection of tracks that encapsulate this period between 1986-1991, lifting from her albums Todo Depende, Cambio de Clima, and Haace Calor. Full liner notes translated in English and Spanish with archival photos included.
2019 bietet das Tag am Meer Festival nicht nur die gewohnt
schöne Kombination aus Landschaft, Musik und wunderbaren
Gästen, sondern es gibt auch noch einen kleinen Geburtstag
zu zelebrieren: unsere Tag am Meer Vinyl Compilation
zelebriert ihre fünfte Veröffentlichung. Seit 2015 präsentiert
BlackFoxMusic jedes mal eine ausgewählte Selektion an
Tracks von Künstlern, welche im jeweiligen Jahr bei Tag am
Meer gespielt haben und das gepresst auf schwarzem Gold.
Dieses mal mit Kid Simius im Magit Cacoon Remix, Kollektiv
Ost und dem Live Act JPattersson. In Zeiten von Spotify,
Deezer und Co. mag das für manch einen kurios anmuten,
doch so wie wir unser kleines Festival an einem ganz
außergewöhnlichen Ort veranstalten, ist auch die Idee und die
Umsetzung unserer jährlichen Compilation etwas Besonderes.
Die DJ’s und Live Acts liefern die Musik und die
Besucher*innen, liefern jedes Jahr aufs Neue die Bilder für das
Plattencover im darauffolgenden Jahr. Jedes Plattencover
setzt sich aus euren Schnappschüssen zusammen die Ihr uns
zusendet und ist somit ein waschechtes
Gemeinschaftsprojekt. Für uns ist dies eines von vielen
Puzzleteilen, welches zum Tag am Meer dazugehört, denn
Gemeinschaft lässt sich nicht nur zwischen Campingareal undDancefloor erleben, sondern auch im Rahmen eines Projektes
wie einer gemeinsamen Platte. Und dafür möchten wir euch
allen einfach einmal ‚Danke‘ sagen.




















