Vier Jahre brodelte es im Berliner Untergrund: Nach zwei DIY-Tape-Releases durchbrechen SEK die Flanke und präsentieren mit Wallensteins Garage ihr erstes Album auf Vinyl ein Debüt, das gleichermaßen Geschichtserzählung, Konzeptalbum und ausufernde Jam-Session ist. SEK benannt nach den Anfangsbuchstaben der Nachnamen ihrer Mitglieder - Paul-Willy Stoyan (Gavial, Jacke Schwarz), Georg Edert (Elder, Gaffa Ghandi) und Lucas Kazzer (Gaffa Ghandi, Borders Down) - vereint drei Musiker, die seit Jahren in der Berliner Underground-Szene aktiv sind. Ihre gemeinsame Sprache findet sich zwischen Improvisation, historischer Erzählung und druckvollem Rock. Was die drei verbindet, ist weniger ein gemeinsamer Stil als die Lust am Ausprobieren: ausufernde Proben, lange Improvisationen und die Suche nach Klanglandschaften, die ebenso sperrig wie eingängig sein können. Was 2022 während des pandemiebedingten Lockdowns mit stundenlangen Jams begann, entwickelte sich in den vergangenen vier Jahren zu einer eigenwilligen Mischung aus Psychedelic Rock, Krautrock und einer Prise Prog. Die Band selbst nennt diesen Sound augenzwinkernd HOR Historian Oriented Rock: Musik, die historische Stoffe nicht illustriert, sondern in Klang übersetzt. Die Inspiration für die Songs stammt aus dem Dreißigjährigen Krieg (16181648), insbesondere aus dem Leben des böhmischen Feldherrn Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein und den Ereignissen rund um die Schlacht bei Lützen (1632). Das musikalische Arsenal ist ebenso vielseitig wie die erzählte Geschichte: verfuzzte Gitarren mit wabernden Delays treffen auf einen galoppierenden Bass und treibende Drums, getragen von träumerischen Keyboards. Immer wieder öffnen sich freie, fast chaotische Passagen, in denen Harmonie und Rhythmus auseinanderbrechen wie Schlachtordnungen, die im brutalen Nahkampf ihre Form verlieren. An anderer Stelle schaffen sanfte Mandolinenklänge Momente der Ruhe, bevor sie sich in schwere, schmerzvolle Trauermusik verwandeln, inspiriert von Doom und Drone Metal. Zwischen hypnotischen Grooves, improvisatorischer Freiheit und cineastischer Dramaturgie erschaffen SEK einen Sound, der Vergangenheit nicht nachstellt, sondern neu erfahrbar macht. Die Platte erscheint auf Exile On Mainstream als schwarzes Vinyl mit beigelegter CD. Genre: Krautrock, Psychedelic, Alternative Für Fans von: Elder, Gentle Giant, Amon Düül, Zahn.
Das Wiener Kollektiv TAKESHI'S CASHEW präsentiert sein neues, drittes Album "Planet Odyssey 64". Nach weltweiten Tourneen mit ihren ersten beiden Alben, gönnte sich die Band eine kreative Pause und kehrt nun mit neuem Sound zurück. Der bisherige analoge Cosmofunk der Band wurde um Electro-Einflüsse erweitert. Die sechs Musiker experimentierten mit alten Synthesizern, ließen sich von vintage Computerspielen inspirieren und schufen so ein neuartiges Klanguniversum. Ihre besondere Spielfreude brachte die Idee für eine Art Konzeptalbum namens "Planet Odyssey 64" hervor. Zahlreiche Bands kreisen nach ihrem zweiten oder dritten Album um Fragen der Standortbestimmung - auch Takeshi's Cashew mussten eine Weiche stellen bzw. wollten ein Konzept: nun treffen - back to the 90s - Mittelalterwelten auf Game Boy & Nintendo 64. Wie die loopbasierten Klangwelten der ersten Konsolen oder die höfischen Tanzmusiken, arbeiten Takeshi's Cashew auf Planet Odyssey 64 ebenfalls mit zyklischen Figuren. Nicht nur 8-Bit-Games erzeugten ihre Atmosphären mit reduzierten Mitteln - auch die Wiener Instrumentalisten haben ihre Werkzeugkiste im Vergleich zum bisherigen Ouvre komprimiert. Di verwendeten Leitmelodien und Chiptunesounds gedenken Videospielikonen wie "The Legend of Zelda: Ocarina of Time" oder "Pokémon Saphir Edition". Das rhythmische Amalgam hingegen formt ein Hybrid aus synthetischen Elementen und organischen Bausteinen. Präsent im Klangraum steht ein vorwärts kippendes Krautrock-Gerüst samt E-Bass und Schlagzeug. Die zweite Säule übernimmt ein monophoner Bass-Synthesizer namens Roland SH-101. Völlig verabschiedet haben sich Takeshi's Cashew trotzdem nicht von ihrer originären Herangehensweise, dem Jam. So entstand z.B. binnen eines Tages der vibrierende "Operator" auf dem alten Moog-Synthesizer eines Familienmitgliedes. Im Kern dient diese Musik als Transzendenzapparat, die Hörer*innen kehren mit heiterer Verwandlung von dieser Odyssey zu sich selbst zurück. Möglich auf klarem Vinyl, als analoges Tape, auf CD im Digi-Sleeve oder als Album Digital.
Aaron Dilloway kehrt mit ,No Skill Comedy Mind Reading" zu Dais Records zurück - seinem ersten echten Album in voller Länge seit 2017, einer Sammlung von typisch verstörendem, absurdem Material. Geprägt von seinen typischen Verzerrungen und Verformungen - von Feedback umhüllte Fundstücke, Feldaufnahmen und Gesangsimprovisationen - versammelt ,No Skill" fast ein Jahrzehnt ausgewählter Soloarbeiten und wirkt dennoch ganz und gar zeitgemäß: ein sprunghaftes Produkt der Unbeständigkeit, zugleich hart und humorvoll. Nur wenige zeitgenössische Experimental-Künstler des letzten Vierteljahrhunderts sind so produktiv und verehrt wie Dilloway, ein Pionier der amerikanischen Noise-Szene im Mittleren Westen, ehemaliges Mitglied von Wolf Eyes und Gründer des in Oberlin ansässigen Labels und Plattenladens Hanson Records. Doch trotz seines immensen Gesamtwerks hat er nur zwei richtige Solo-LPs veröffentlicht, neben einer regelmäßigeren Produktion von Kassettenveröffentlichungen und Kollaborationsprojekten. Mit ,No Skill" vollendet er nun eine vieldeutige Albumtrilogie, die mit seinem wegweisenden Werk ,Modern Jester" aus dem Jahr 2012 begann. ,Ich habe fast das Gefühl, dass sie irgendwie Teil eines Ganzen sind. Alle drei Alben versuchen, in den schlimmstmöglichen Situationen Humor zu finden. Je nachdem, wer zuhört und wie die jeweilige Einstellung ist, könnten sie als lustig oder einfach nur als grauenhafte, schreckliche Alben empfunden werden." Halb im Ernst fährt Dilloway fort: ,Für mich ist dieses hier das Ergebnis von, na ja, verkorksten Sachen: psychische Erkrankungen, Medikamente, Scheidung, komischer Scheiß. Das Eintauchen in seltsame Dinge fasziniert mich immer auf die eine oder andere Weise." Neben den bereits erwähnten Einflüssen aus der menschlichen Erfahrung greift ,No Skill" auf verschiedene technische und ästhetische Kuriositäten zurück: das methodische Sounddesign von Alvin Lucier, Andy Milligans Low-Budget-Kult-Horrorfilm ,The Weirdo" aus dem Jahr 1989 und die pop-exzentrische Art des Filmkomponisten Hugo Montenegro. Dilloway stieß bei einer Lagerraumversteigerung auf dessen skurrile Habseligkeiten, darunter Notizen zu den frühen elektronischen Experimenten des Komponisten. Einige der beunruhigendsten Momente des Albums, wie das Lachen, das ,Bring Me The Head Of The Unknown Comic" heimsucht - klanglich eine Anspielung auf die Avantgarde-Größen Nurse with Wound und thematisch auf den Komiker aus den 1970er Jahren mit der Papiertüte über dem Kopf -, lassen sich auf den Einfluss dieses wahrhaft ungewöhnlichen Fundes zurückführen. ,No Skill" knüpft zudem an Dilloways jüngste künstlerische Ausflüge an: seine Umsetzung von John Cages 88-Band-Loop ,Rozart Mix"; die Originalmusik für ,The Absence of Milk In The Mouths of the Lost"; Gemeinschaftsalben mit Lucrecia Dalt (Lucy & Aaron) sowie Kim Gordon & Bill Nace (Body/Dilloway/Head). Während er an diesen und anderen Projekten arbeitete, legte er in Gedanken einen Ordner für sein nächstes Dais-Album an und sammelte Aufnahmen, die zu einer ziemlich vagen Vision passten. ,Dieses Album hat mich irgendwie völlig in Beschlag genommen, seit ich ,The Gag File` 2017 fertiggestellt habe. Zuerst dachte ich, es würde eher ein Pop-Album werden, aber dann hat mir das Lucrecia-Projekt diese Idee irgendwie aus dem Kopf getrieben. Es begann, eher wie meine Live-Sets zu fließen." Er entschied sich für eine Abfolge, die den Hörer ein wenig im Ungewissen lässt - ob erschrocken, amüsiert oder verwirrt; der Effekt soll absichtlich den Eindruck erwecken, dass etwas kaputt ist. Das Album beginnt mit schrillen Kreischen, bevor es in Drone-Passagen eintaucht, die durch zwei aneinander geriebene nepalesische Sarangi-Bögen entstehen, begleitet vom ersten Auftauchen seiner ogerartigen stimmlichen Präsenz. Anschließend werden mehrere Minuten von weißem Rauschen verschluckt (,Forced Auctioneer"). Dilloway verweist auf The Weirdos seltsamen Einsatz ausgedehnter Übergänge mit schwarzem Raum und seine lebenslange Liebe zum Bandrauschen. Er bekam Kassetten von älteren Kindern und hörte diese Geräusche als Teil der Songs, nur um später zu erfahren, dass es sich um klangliche Artefakte handelte, die von Generationen des Kopierens auf Kassette übrig geblieben waren. ,Ich stehe total auf die Idee, all diese Schichten aufzubauen und sie in etwas anderes zu verwandeln. Wenn ich zum Beispiel live spiele, kann es rauer zugehen als bei meiner aufgenommenen Musik, und dafür wollte ich genau dieses Gefühl einfangen - dass diese Ausbrüche laut sind, aber ein bisschen gedämpfter. Dieser totale Rauschklang, fast so, als wärst du unter Wasser." Dilloway sammelt Tonpoesie-Platten, und obwohl er seine eigene Arbeit nicht gerne in dieses Genre einordnet, spricht die Absurdität dieses Handwerks - die Verwendung von phonetischen Lauten und nonverbalen Geräuschen als Ersatz für traditionelle semantische Bedeutung - durch sein Werk. Auf ,Possession Audition Tape" liest er verschiedene Passagen aus einem Buch vor, das von einer französischen religiösen Gruppe aus dem 18. Jahrhundert handelt, die zu öffentlichen Unruhen neigte, und schneidet diese digital auseinander, wodurch er im Mix seine eigenen, echoartigen Stotterausbrüche erzeugt. ,No Skill Comedy Mind Reading" endet mit einem Stück aus Synthesizer und Orgel-Rhythmusmaschine, das auf Musik basiert, die er für den Film ,Supporting Actor" von Pieter Schoolwerth und Phil Vanderhyden komponiert hat - in dem ein Avatar von Dilloway in ein Portal gezogen wird. Dort trifft er in einem fantastischen Club auf posthumane Wesen. Die Szene, die sich irgendwie auf Audio übertragen lässt, versetzt das Set in einen passend verwirrenden Traumzustand. Ein Star der Noise-Musik, ein moderner Hofnarr, der aus dem Unbekannten berichtet.
Das rare German New Wave-Kultalbum von 1982 neu aufgelegt! Inkl. sagenhafter Versionen von "Psychokiller" (Talking Heads) & "Mongoloid" (Devo) sowie der ERNST-Originale "C2H5OH" & "Autonome Einheit" "Ernst entstand wegen der Talking Heads. Ernst ist keine typische Neue Deutsche Welle Band. Ernst kam nicht aus dem Punk. Ernst war auch kein Spaß-Produkt der Plattenindustrie. Ernst gab eine so eigenwillige wie charmante Antwort auf die Frage, wie New Wave in Deutschland klingen könnte. - Auf dem ersten, einzigen, unbetitelten und nun wieder veröffentlichten Ernst-Album von 1982 finden sich gleich mehrere Coverversionen der Talking Heads - ins Deutsche übersetzt, gesungen von Bassistin Dorle Bausinger. Die New Yorker hatten die Tübinger dazu inspiriert, eine New Wave Combo zu gründen. Auch ihre geniale Version von Devos "Mongoloid" steht dem Original in nichts nach. Die Band verstand sich aber nicht nur darauf, sich coole Musik aus Amerika anzueignen, sondern schrieb selbst sehr gute Songs wie "C2H5OH (Alkohol)" oder "Autonome Einheit". - Also veröffentlichten Ernst ihre Platte kurzerhand im Eigenvertrieb. "Wir schickten ein paar Exemplare ans Radio, und bestückten die Plattenläden in der näheren Umgebung, viel mehr unter-nahmen wir nicht." Beim Tübinger Plattenladen Rimpo waren die Verkaufszahlen so hoch, dass Ernst, das Album, mehrmals Platte des Monats wurde. Die knallblau-roten Cover füllten über Wochen ein ganzes Schaufenster. - Dennoch blieben die Band und ihr außergewöhnliches Album bis heute ein Geheimtipp. Ernst bekam nie die Anerkennung, die er verdient hätte. Zeit, dass sich das ändert." - Ulrich Gutmair (Kulturredakteur taz, Autor u.a. "Wir Sind Die Türken Von Morgen" (2023), "Die ersten Tage von Berlin" (2013)), 2026 aus den Linernotes zur Neuausgabe von ERNSTs "Ernst". Wiederhergestelltes original Artwork! Transparent rotes Vinyl in Glanzlack-Sleeve mit ausführlichen deutschsprachigen Linernotes und Fotos auf 6-seitigem, gefalztem 12"-Insert oder inside-out Digipak-CD (das Format erstmals überhaupt) mit den Linernotes in 28seitigem Booklet. Beide Formate sind in den Erstausgaben streng limitiert auf nur 500 Stück weltweit!
Simon Reynolds erzählt von der letzten großen Blütezeit der analogen Musikkultur und schließt damit direkt an sein Standardwerk zum Post-Punk, 'Rip It Up and Start Again', an. In einer Zeit, in der Musik noch greifbar war - als Schallplatte, als Zeitschrift, als Objekt -, war jeder neue Tonträger ein Ereignis, jede Ausgabe eines Magazins ein Ritual. Zwischen den späten Achtzigern und den frühen Neunzigern entfaltete sich ausgehend von diesen Objekten und Ereignissen eine musikalische Revolution, in der die Underground-Szene die Gitarrenmusik neu erfand und langsam in den Mainstream einsickerte, während sich politisch statt Utopien und Zukunftsentwürfen der Konservatismus festgesetzt hatte.
Reynolds erzählt von der Explosion des Noisepop, von Shoegaze, Slackern und Grunge - von My Bloody Valentine und Sonic Youth, die mit atemberaubenden Sounds eine zweite Psychedelic-Welle entfachten, den Cocteau Twins und Slowdive, die in Traumwelten entführten. Außerdem treten auf: Dinosaur Jr., Björk, Pixies, PJ Harvey, Nirvana, Felt, R. E.M., Hüsker Dü, Talulah Gosh, Big Black, Butthole Surfers, Spacemen 3, Spiritualized, Galaxie 500, Mercury Rev, Pavement, Stereolab, Stone Roses, Pussy Galore und viele mehr.
'Still in a Dream' ist der sehr persönliche Blick eines Journalisten, der damals als Autor diverser Musikmagazine dabei war, diese musikalischen Entwicklungen zu begleiten und ihnen Namen zu geben. Simon Reynolds beschwört die Magie der analogen Welt, bevor das Internet, Streaming und soziale Medien die Spielregeln der Musik für immer verändert haben. Ein Buch für alle, die sich fragen, was verloren ging - und was vielleicht nie ganz verschwunden ist.
NEUES ALBUM MIT DEN PUNK-ROCK-LEGENDEN CHARLIE HARPER (U.K. SUBS) UND DEL GREENING (PETER AND THE TEST TUBE BABIES) Eine wunderbare neue Punkrock-Partnerschaft! Charlie Harper ist ein langjähriger Bewunderer von Del Greenings Gitarrenspiel und beide leben in Brighton. Da Del nicht mehr mit Peter And The Test Tube Babies auf Tour war und Charlie ,etwas" weniger Gigs mit den U.K. Subs spielte, hatten beide Zeit, etwas Neues und Frisches zu starten. Ohne Proben, ohne Vorproduktion und mit nur ein paar groben Songideen machten sich Del und Charlie zusammen mit Vicky Smith von den Ramonas am Bass und Marley Perez (Charlies Enkel) am Schlagzeug im Oktober 2025 auf den Weg zu den Brighton Road Recording Studios und legten los. Die Songs ,Deadlines", ,Divide", ,Cyber War" und ,Lost" wurden in der ersten sechsstündigen Session geschrieben. Nachdem der Großteil von Marleys Schlagzeug bereits aufgenommen war und er nun auf Tour war, zogen die Sessions in das winzige Studio im Hinterhof von (Toningenieur) Ali Gavin im Dorf Aulburn in Mid Sussex um. ,Ali war für die Tontechnik zuständig. Ich habe Gitarren und Gesang überlagert. Charlie saß hinter uns und warf Ideen, Geschichten, Songtexte oder - je nach Tageszeit - völlige Verwirrung ein. Irgendwie nahm das Album aus all dem Chaos langsam Gestalt an.", so Del zum Aufnahmeprozess. Eine kurze Krankheitsphase von Charlie führte jedoch dazu, dass die Disasters an einigen Songs ohne ihn arbeiteten. ,Wir drei haben schließlich ein paar neue Tracks aufgenommen: ,Scars` und ,The Disasters`. Vicky spielte Bass, während Ali das Mixing übernahm, dann setzte er sich ans Schlagzeug, während ich mich um die Gitarren kümmerte. Wir schickten die Rohaufnahmen an Charlie. Er war begeistert. Bei den letzten Sessions war das Album zu etwas geworden, womit keiner von uns gerechnet hatte. Nicht wirklich ein Subs-Album und auch nicht wirklich mein oder Charlies Soloalbum. Etwas völlig anderes." ,Derik & The Disasters" besteht aus vierzehn Songs, die sowohl an Charlies als auch an Dels musikalisches Erbe anknüpfen und gleichzeitig einen einzigartigen, lebendigen Sound schaffen - mit Texten, die sich nicht scheuen, die vielen Probleme anzusprechen, mit denen die Welt heute konfrontiert ist. Das ist Punkrock im Jahr 2026. Laut abspielen.
NEUES ALBUM MIT DEN PUNK-ROCK-LEGENDEN CHARLIE HARPER (U.K. SUBS) UND DEL GREENING (PETER AND THE TEST TUBE BABIES) Eine wunderbare neue Punkrock-Partnerschaft! Charlie Harper ist ein langjähriger Bewunderer von Del Greenings Gitarrenspiel und beide leben in Brighton. Da Del nicht mehr mit Peter And The Test Tube Babies auf Tour war und Charlie ,etwas" weniger Gigs mit den U.K. Subs spielte, hatten beide Zeit, etwas Neues und Frisches zu starten. Ohne Proben, ohne Vorproduktion und mit nur ein paar groben Songideen machten sich Del und Charlie zusammen mit Vicky Smith von den Ramonas am Bass und Marley Perez (Charlies Enkel) am Schlagzeug im Oktober 2025 auf den Weg zu den Brighton Road Recording Studios und legten los. Die Songs ,Deadlines", ,Divide", ,Cyber War" und ,Lost" wurden in der ersten sechsstündigen Session geschrieben. Nachdem der Großteil von Marleys Schlagzeug bereits aufgenommen war und er nun auf Tour war, zogen die Sessions in das winzige Studio im Hinterhof von (Toningenieur) Ali Gavin im Dorf Aulburn in Mid Sussex um. ,Ali war für die Tontechnik zuständig. Ich habe Gitarren und Gesang überlagert. Charlie saß hinter uns und warf Ideen, Geschichten, Songtexte oder - je nach Tageszeit - völlige Verwirrung ein. Irgendwie nahm das Album aus all dem Chaos langsam Gestalt an.", so Del zum Aufnahmeprozess. Eine kurze Krankheitsphase von Charlie führte jedoch dazu, dass die Disasters an einigen Songs ohne ihn arbeiteten. ,Wir drei haben schließlich ein paar neue Tracks aufgenommen: ,Scars` und ,The Disasters`. Vicky spielte Bass, während Ali das Mixing übernahm, dann setzte er sich ans Schlagzeug, während ich mich um die Gitarren kümmerte. Wir schickten die Rohaufnahmen an Charlie. Er war begeistert. Bei den letzten Sessions war das Album zu etwas geworden, womit keiner von uns gerechnet hatte. Nicht wirklich ein Subs-Album und auch nicht wirklich mein oder Charlies Soloalbum. Etwas völlig anderes." ,Derik & The Disasters" besteht aus vierzehn Songs, die sowohl an Charlies als auch an Dels musikalisches Erbe anknüpfen und gleichzeitig einen einzigartigen, lebendigen Sound schaffen - mit Texten, die sich nicht scheuen, die vielen Probleme anzusprechen, mit denen die Welt heute konfrontiert ist. Das ist Punkrock im Jahr 2026. Laut abspielen.
Die 13-fache Grammy-Preisträgerin Lady Gaga veröffentlicht am 07. März ihr siebtes Studioalbum „MAYHEM“.
„MAYHEM“ ist eine triumphale Rückkehr zu Gagas Pop-Wurzeln und verbindet ihre eklektische Energie
mit einer furchtlosen künstlerischen Vision und erfindet ihren frühen Sound mit einem kaleidoskopischen
Ansatz neu.
Unter den 14 Tracks des Albums befinden sich die bereits veröffentlichten Hits „Disease“ und „Die With
a Smile“ mit Bruno Mars.
„Disease“ wurde von The Independent als ‚ihr bestes Stück seit langem‘ gefeiert, und The Guardian lobte
die ‚zischenden, verzerrten Synthies‘ und den ‚stampfenden, leicht industriellen Beat‘. Das von Tanu Muino
gedrehte Musikvideo zu „Disease“ wurde von der Vogue als „eines der besten Videos des Jahres“ gelobt.
„Die With a Smile“, Gagas chart-erobernde Zusammenarbeit mit Bruno Mars, hat sich zu einer weltweiten
Sensation entwickelt. Die Ballade, die sich derzeit in der dritten Woche auf Platz 1 der Billboard Hot 100
befindet, ist für 2 Grammy Awards dieses Jahr nominiert, darunter für den Song des Jahres und die beste
Pop-Duo-/Gruppen-Performance.
Zu den Produzenten des Albums gehören Gaga, Andrew Watt, Cirkut und Gesaffelstein.
Eine historische Begegnung zwischen zwei der größten und legendärsten Bands des ehemaligen Jugoslawiens: LAIBACH - international anerkannt für ihre kompromisslose Auseinandersetzung mit Ideologie, Ästhetik und Macht - präsentieren "Die Kanone". Dabei handelt es sich um eine Neuinterpretation von "Top", der ersten, 1974 veröffentlichten Single von BIJELO DUGME, den Pionieren der jugoslawischen Rockkultur, gegründet von Goran Bregovic. Gemeinsam verwandeln sie einen historischen Song in ein neues Statement über die Zyklen der Geschichte und die Mechanismen, die die Gegenwart prägen - ein Werk, das tief in der Kulturlandschaft des ehemaligen Jugoslawiens verwurzelt ist, aber ebenso deutlich darüber hinausweist. Die Version von Laibach, unter Mitwirkung von Bijelo Dugme und insbesondere Goran Bregovic an der Gitarre, erschien 2025 digital, sowohl in deutscher als auch in slowenischer Sprache. Nun zusätzlich von DIE KRUPPS, THE LINCOLNSHIRE POACHER, BLACK DOT und dem RTV Slovenia Symphony Orchestra neu gemischt und interpretiert, um die allererste physische Veröffentlichung auf 12"-Vinyl und CD zu vervollständigen. Mehr als fünfzig Jahre nachdem das Debüt von Bijelo Dugme ein neues Kapitel in der Geschichte des Balkan-Rock aufschlug, greifen Laibach dieses ikonische Material auf und interpretieren es in ihrer eigenen, monumentalen Klangsprache neu. Das Ergebnis ist ein Dialog zwischen zwei Epochen, zwei künstlerischen Visionen und zwei Herangehensweisen an die Symbole, durch die sich Gesellschaften selbst definieren. "Die Kanone" ist nicht bloß eine Neuinterpretation eines historischen Songs - es ist ein zeitgenössischer Kommentar zum sich wandelnden Verhältnis zwischen Industrie, Technologie und Militarisierung. Der Titel evoziert den Wandel der industriellen Produktion und die beunruhigende Neuausrichtung etablierter Fertigungstraditionen hin zur Herstellung von Waffen und Kriegssystemen. Durch das Aufeinandertreffen der ursprünglichen Rock-Mythologie von Bijelo Dugme und dem Industrial-Ritualismus von Laibach untersucht der Song, wie wirtschaftliche Macht, technologischer Fortschritt und militärische Ambitionen miteinander verflochten sind. Das Stück reflektiert eine Welt, in der die Sprache der Produktion zunehmend mit der Sprache des Konflikts verschmilzt. "Die Kanone" und die slowenische Version "S topom te bom ciljal moja mala" erscheinen erstmals physisch, mit Remixen der deutschen Industrial/EBM-Legenden DIE KRUPPS (die eine episch-wuchtige Version beisteuern, welche ein Hit in ganz eigener Sache ist), des britischen Produzenten The Lincolnshire Poacher sowie des slowenisch-kroatischen Elektronik-Duos Black Dot. Der sechste Titel der 12"-Vinylversion ist eine Live-Aufnahme aus der Oper von Ljubljana, eingespielt mit dem RTV Slovenia Symphony Orchestra. Erhältlich ist klassisch schwarzes oder limitiertes farbiges Vinyl sowie CD mit zwei Bonustracks (iTurks Symphonic Mix der slowenischen Version und eine Instrumental-/Karaoke-Version). Beide Formate mit Obi-Banderole.
„Rejoice“ ist eine ganz besondere Zusammenarbeit zwischen Tony Allen, dem legendären Schlagzeuger und
Mitbegründer des Afrobeat, und Hugh Masekela, dem Trompetenmeister des südafrikanischen Jazz.
Die beiden weltberühmten Musiker, die sich in den 1970er Jahren durch ihre jeweiligen engen Verbindungen
zu Fela Kuti kennengelernt hatten, sprachen jahrzehntelang davon, gemeinsam ein Album aufzunehmen.
Als sich ihre Tourneepläne im Jahr 2010 in Großbritannien überschnitten, bot sich die Gelegenheit, und
Produzent Nick Gold nutzte den Moment, um ihr Zusammentreffen aufzunehmen. Kurz nach dem sehr
traurigen Tod von Hugh Masekela im Jahr 2018 und mit neuem Elan holten Tony Allen und Nick Gold
– mit dem Segen und der Beteiligung von Masekelas Nachlassverwaltung – die Originalbänder hervor und
stellten die Aufnahmen im Sommer 2019 fertig; dies geschah in jenem Londoner Studio, in dem auch die
ursprünglichen Sessions stattgefunden hatten.
Das von der Kritik gefeierte Album wurde vom „Guardian“ als „bemerkenswert stimmige Mischung aus
Swing und Afrobeat“ beschrieben, die „einige von Allens bisher besten Arbeiten am Schlagzeug sowie
Masekelas unnachahmliche Bläsermelodien“ präsentiert.
Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von World Circuit Records erscheint diese Veröffentlichung nun auf
„Splatter-Vinyl“ in den Farben Orange, Pink und Weiß.
„ZIRP!“ ist das fünfte Studioalbum von DIIV und zeigt die New Yorker so zugänglich wie je zuvor. Produziert vom Hyperpop-Pionier A. G. Cook (Charli XCX, Caroline Polachek) begeben sie sich dabei in neue
Sound-Gefilde: Zwar bleiben die für DIIV typischen Shoegaze-Elemente erhalten, doch nun steht zum ersten Mal der Gesang von Frontmann Cole Smith im Mittelpunkt des Mixes. „ZIRP!“, benannt nach der
Niedrigzinspolitik, die uns in eine Welt gescheiterter Start-ups geführt und uns alle zu „Nutzern“ gemacht
hat, baut mit einer neu gewonnenen Leichtigkeit auf den Themen des Vorgängers „Frog In Boiling Water“
auf. Durchweg konzentrieren sich DIIV bei ihrem neuen Album auf ihre bisher kraftvollsten und einprägsamsten Melodien; jeder neue, in sich geschlossene Hook und jeder beiläufig eingestreute Ohrwurm zeugen von
einer Band, die mehr als bereit ist, ihr Potenzial im Mainstream voll auszuschöpfen.
„ZIRP!“ ist das fünfte Studioalbum von DIIV und zeigt die New Yorker so zugänglich wie je zuvor. Produziert vom Hyperpop-Pionier A. G. Cook (Charli XCX, Caroline Polachek) begeben sie sich dabei in neue
Sound-Gefilde: Zwar bleiben die für DIIV typischen Shoegaze-Elemente erhalten, doch nun steht zum ersten Mal der Gesang von Frontmann Cole Smith im Mittelpunkt des Mixes. „ZIRP!“, benannt nach der
Niedrigzinspolitik, die uns in eine Welt gescheiterter Start-ups geführt und uns alle zu „Nutzern“ gemacht
hat, baut mit einer neu gewonnenen Leichtigkeit auf den Themen des Vorgängers „Frog In Boiling Water“
auf. Durchweg konzentrieren sich DIIV bei ihrem neuen Album auf ihre bisher kraftvollsten und einprägsamsten Melodien; jeder neue, in sich geschlossene Hook und jeder beiläufig eingestreute Ohrwurm zeugen von
einer Band, die mehr als bereit ist, ihr Potenzial im Mainstream voll auszuschöpfen.
Nach „EBM“ aus dem Jahr 2022, einer Zusammenarbeit mit dem Elektronik-Produzenten Benjamin John Power alias Blanck Mass, haben Editors auf „Surface, Echo & Sound“ völlig neue Wege eingeschlagen. Als sich die Band im Sommer 2025 wieder zusammenfand, um an einem Nachfolger zu arbeiten – nachdem die drei vorangegangenen Alben weitgehend als Studio-Projekte geschrieben und aufgenommen worden waren –, hatten die Editors das Bedürfnis, zu einem natürlicheren Ansatz zurückzukehren, der an ihre Anfänge erinnerte: als sie in einem Proberaum in Stafford saßen und sich gegenseitig gegenüberstanden, während sie gemeinsam an den Songs arbeiteten.
Ähnlich wie bei seinem letztjährigen Soloalbum „There is Nothing In The Dark That Isn’t There In The Light“ verfolgte Frontmann Tom Smith auch bei dem neuen Material der Editors einen ähnlich reduzierten, akustikbasierten Ansatz: Er brachte eine Auswahl an Songs zur Band, damit sie diese gemeinsam spielen konnten, probierte verschiedene Dinge aus und schaute, wohin die Reise ging. Was die Entstehung des Albums angeht, „war es ein sehr produktiver Sommer“, sagt Smith. „Die Sonne schien die meiste Zeit, wir waren im grünen Gloucestershire, nicht weit von meinem Wohnort entfernt, in diesem unscheinbaren kleinen Gewerbegebiet – es war so ziemlich das Gegenteil von Berghain!“
„Surface, Echo & Sound“ ist als LP, Ltd. Col.LP CD und digital über Play It Again Sam erhältlich.
Info Englisch:
Following on from 2022’s EBM, a collaboration with electronic producer Benjamin John Power, aka Blanck Mass, on Surface, Echo & Sound, Editors have found themselves somewhere new entirely. When the band regrouped in summer 2025 to work on a follow-up, after three albums written and recorded very much as in-the-studio projects, Editors felt they wanted to go back to a more natural approach, something that harked back to their earliest days, sat in a practice room in Stafford, facing each other as they worked through songs together.
Like on last year’s solo record There is Nothing In The Dark That Isn’t There In The Light, frontman Tom Smith took a similar stripped back, acoustic-based approach to the new Editors material, bringing a selection of songs to the band for them to play together, trying different things out, and seeing where they went. In terms of creating the record, “It was a very productive summer,” says Smith. “The sun was out for the most part, we were in greenest Gloucestershire, not far from where I live, on this innocuous little industrial estate – it was pretty much the opposite of being in Berghain!”
Surface, Echo & Sound is available on LP, Ltd. Col. LP and CD & Digital via Play It Again Sam.
Nach „EBM“ aus dem Jahr 2022, einer Zusammenarbeit mit dem Elektronik-Produzenten Benjamin John Power alias Blanck Mass, haben Editors auf „Surface, Echo & Sound“ völlig neue Wege eingeschlagen. Als sich die Band im Sommer 2025 wieder zusammenfand, um an einem Nachfolger zu arbeiten – nachdem die drei vorangegangenen Alben weitgehend als Studio-Projekte geschrieben und aufgenommen worden waren –, hatten die Editors das Bedürfnis, zu einem natürlicheren Ansatz zurückzukehren, der an ihre Anfänge erinnerte: als sie in einem Proberaum in Stafford saßen und sich gegenseitig gegenüberstanden, während sie gemeinsam an den Songs arbeiteten.
Ähnlich wie bei seinem letztjährigen Soloalbum „There is Nothing In The Dark That Isn’t There In The Light“ verfolgte Frontmann Tom Smith auch bei dem neuen Material der Editors einen ähnlich reduzierten, akustikbasierten Ansatz: Er brachte eine Auswahl an Songs zur Band, damit sie diese gemeinsam spielen konnten, probierte verschiedene Dinge aus und schaute, wohin die Reise ging. Was die Entstehung des Albums angeht, „war es ein sehr produktiver Sommer“, sagt Smith. „Die Sonne schien die meiste Zeit, wir waren im grünen Gloucestershire, nicht weit von meinem Wohnort entfernt, in diesem unscheinbaren kleinen Gewerbegebiet – es war so ziemlich das Gegenteil von Berghain!“
„Surface, Echo & Sound“ ist als LP, Ltd. Col.LP CD und digital über Play It Again Sam erhältlich.
Info Englisch:
Following on from 2022’s EBM, a collaboration with electronic producer Benjamin John Power, aka Blanck Mass, on Surface, Echo & Sound, Editors have found themselves somewhere new entirely. When the band regrouped in summer 2025 to work on a follow-up, after three albums written and recorded very much as in-the-studio projects, Editors felt they wanted to go back to a more natural approach, something that harked back to their earliest days, sat in a practice room in Stafford, facing each other as they worked through songs together.
Like on last year’s solo record There is Nothing In The Dark That Isn’t There In The Light, frontman Tom Smith took a similar stripped back, acoustic-based approach to the new Editors material, bringing a selection of songs to the band for them to play together, trying different things out, and seeing where they went. In terms of creating the record, “It was a very productive summer,” says Smith. “The sun was out for the most part, we were in greenest Gloucestershire, not far from where I live, on this innocuous little industrial estate – it was pretty much the opposite of being in Berghain!”
Surface, Echo & Sound is available on LP, Ltd. Col. LP and CD & Digital via Play It Again Sam.
Mit Punktraditionen - Alles, wirklich alles, was man über Punks wissen muss widmet sich Joachim Hiller den Eigenheiten, Ritualen und liebenswerten Absurditäten einer der langlebigsten Subkulturen der Musikgeschichte. Zum 50-jährigen Jubiläum des Punk erklärt der langjährige Herausgeber des Ox-Fanzine mit viel Humor und Insiderwissen, warum Punks trotz aller Revolte überraschend traditionsbewusst sind. In 50 kurzweiligen Kapiteln beleuchtet Hiller die kleinen und großen Phänomene der Szene - von Doc Martens und Dosenbier über Chaostage und Schnorren bis hin zu kuriosen Verhaltensregeln und Szene-Mythen. Dabei entsteht kein trockenes Sachbuch, sondern eine unterhaltsame Liebeserklärung an eine Kultur, die sich seit Jahrzehnten konsequent gegen Konventionen stellt und dabei ihre ganz eigenen Traditionen entwickelt hat.
Das neue Album "The Lying Swans" der deutsch-brasilianischen Musikerin und bildenden Künstlerin Gloria de Oliveira entfaltet sich wie ein Werk des Magischen Realismus - bevölkert von Vögeln, Heiligen, Sirenen, blutigen Gesichtern, Geisterschiffen und gespenstischen Erscheinungen - und lädt die Hörer*innen in ihr bislang unmittelbarstes und komplexestes Werk ein. De Oliveiras drittes Album aber eigentliches Debut wirkt wie ein Werk der Gothic-Literatur, angestoßen durch das Bild einer Frau, die aus einem Spukhaus flieht; dieses zentrale Motiv prägte auch die visuelle Welt des Albums. Produziert von Randall Dunn (Anna von Hausswolff, Sunn O))), Marissa Nadler) und aufgenommen zwischen Island, New York und Berlin, ist das Ergebnis eine traumhafte Welt, in der Zauber und Gefahr nebeneinander existieren. Nach der EP-Compilation "Fascination" (2020, Reptile Music) sowie "Oceans of Time" (2022, Sacred Bones) - ihrer Zusammenarbeit mit David Lynchs langjährigem Sounddesigner Dean Hurley - führt "The Lying Swans" de Oliveira in neues Terrain. Sowohl thematisch als auch klanglich scheinen diese neun Songs aus den nebligen Gefilden von Hall und ätherischem Fuzz-Sound herauszutreten und eine erdige, greifbarere und damit verletzlichere Seite zu offenbaren. Dennoch bleibt ihre seraphische, sehnsuchtsvolle Stimme der Mittelpunkt, flankiert von einer beeindruckenden Riege an Musikern: Schlagzeuger Matt Chamberlain (David Bowie, Tori Amos, Pearl Jam), Gitarrist Lennard Zander, Cellistin Gyda Valtysdóttir (múm), Harfenistin Marilu Donovan (LEYA, Eartheater, Julie Byrne) und Keyboarder Ulfur Hansson wirken mit, während Ambient-Ikone Tor Lundvall eine seltene Spoken-Word-Darbietung beisteuert. Lina Andonovskas Querflöte spielt eine tragende Rolle und verleiht den Songs einen ebenso luftigen wie beunruhigenden Klang - inspiriert sowohl von de Oliveiras brasilianischen Wurzeln als auch von den Giallo-Soundtracks der 1970er und 1980er Jahre, jenen atmosphärischen italienischen Horror-Krimis, die stilisierte, drastische Gewalt und Voyeurismus mit prachtvoller Schönheit verbinden. Inspiriert von Lyrik, Literatur, Film und bildender Kunst ebenso wie von Musik, haben de Oliveira und Dunn ein Album geschaffen, das sich mühelos zwischen dem Spektralen und dem Pastoralen bewegt - ein Werk, in dem Anklänge an Fantasy- und Giallo-Soundtracks, alte Folk-Traditionen sowie die rhythmische Zartheit von Bossa Nova, MPB und Tropicália verschmelzen. Auch die Texte verweben Mythologie mit Anspielungen auf Miltons Paradise Lost*sowie die Lyrik von John Keats, Emily Brontë und Anne Sexton. Ein durchweg erhabenes Werk. Als CD (Digisleeve) mit Booklet oder auf LP (in klassisch Schwarz, Coke-Bottle-Green oder weiß-blau marmoriert) mit bedruckter Innenhülle & inside-out Sleeve.
Das neue Album "The Lying Swans" der deutsch-brasilianischen Musikerin und bildenden Künstlerin Gloria de Oliveira entfaltet sich wie ein Werk des Magischen Realismus - bevölkert von Vögeln, Heiligen, Sirenen, blutigen Gesichtern, Geisterschiffen und gespenstischen Erscheinungen - und lädt die Hörer*innen in ihr bislang unmittelbarstes und komplexestes Werk ein. De Oliveiras drittes Album aber eigentliches Debut wirkt wie ein Werk der Gothic-Literatur, angestoßen durch das Bild einer Frau, die aus einem Spukhaus flieht; dieses zentrale Motiv prägte auch die visuelle Welt des Albums. Produziert von Randall Dunn (Anna von Hausswolff, Sunn O))), Marissa Nadler) und aufgenommen zwischen Island, New York und Berlin, ist das Ergebnis eine traumhafte Welt, in der Zauber und Gefahr nebeneinander existieren. Nach der EP-Compilation "Fascination" (2020, Reptile Music) sowie "Oceans of Time" (2022, Sacred Bones) - ihrer Zusammenarbeit mit David Lynchs langjährigem Sounddesigner Dean Hurley - führt "The Lying Swans" de Oliveira in neues Terrain. Sowohl thematisch als auch klanglich scheinen diese neun Songs aus den nebligen Gefilden von Hall und ätherischem Fuzz-Sound herauszutreten und eine erdige, greifbarere und damit verletzlichere Seite zu offenbaren. Dennoch bleibt ihre seraphische, sehnsuchtsvolle Stimme der Mittelpunkt, flankiert von einer beeindruckenden Riege an Musikern: Schlagzeuger Matt Chamberlain (David Bowie, Tori Amos, Pearl Jam), Gitarrist Lennard Zander, Cellistin Gyda Valtysdóttir (múm), Harfenistin Marilu Donovan (LEYA, Eartheater, Julie Byrne) und Keyboarder Ulfur Hansson wirken mit, während Ambient-Ikone Tor Lundvall eine seltene Spoken-Word-Darbietung beisteuert. Lina Andonovskas Querflöte spielt eine tragende Rolle und verleiht den Songs einen ebenso luftigen wie beunruhigenden Klang - inspiriert sowohl von de Oliveiras brasilianischen Wurzeln als auch von den Giallo-Soundtracks der 1970er und 1980er Jahre, jenen atmosphärischen italienischen Horror-Krimis, die stilisierte, drastische Gewalt und Voyeurismus mit prachtvoller Schönheit verbinden. Inspiriert von Lyrik, Literatur, Film und bildender Kunst ebenso wie von Musik, haben de Oliveira und Dunn ein Album geschaffen, das sich mühelos zwischen dem Spektralen und dem Pastoralen bewegt - ein Werk, in dem Anklänge an Fantasy- und Giallo-Soundtracks, alte Folk-Traditionen sowie die rhythmische Zartheit von Bossa Nova, MPB und Tropicália verschmelzen. Auch die Texte verweben Mythologie mit Anspielungen auf Miltons Paradise Lost*sowie die Lyrik von John Keats, Emily Brontë und Anne Sexton. Ein durchweg erhabenes Werk. Als CD (Digisleeve) mit Booklet oder auf LP (in klassisch Schwarz, Coke-Bottle-Green oder weiß-blau marmoriert) mit bedruckter Innenhülle & inside-out Sleeve.
Das neue Album "The Lying Swans" der deutsch-brasilianischen Musikerin und bildenden Künstlerin Gloria de Oliveira entfaltet sich wie ein Werk des Magischen Realismus - bevölkert von Vögeln, Heiligen, Sirenen, blutigen Gesichtern, Geisterschiffen und gespenstischen Erscheinungen - und lädt die Hörer*innen in ihr bislang unmittelbarstes und komplexestes Werk ein. De Oliveiras drittes Album aber eigentliches Debut wirkt wie ein Werk der Gothic-Literatur, angestoßen durch das Bild einer Frau, die aus einem Spukhaus flieht; dieses zentrale Motiv prägte auch die visuelle Welt des Albums. Produziert von Randall Dunn (Anna von Hausswolff, Sunn O))), Marissa Nadler) und aufgenommen zwischen Island, New York und Berlin, ist das Ergebnis eine traumhafte Welt, in der Zauber und Gefahr nebeneinander existieren. Nach der EP-Compilation "Fascination" (2020, Reptile Music) sowie "Oceans of Time" (2022, Sacred Bones) - ihrer Zusammenarbeit mit David Lynchs langjährigem Sounddesigner Dean Hurley - führt "The Lying Swans" de Oliveira in neues Terrain. Sowohl thematisch als auch klanglich scheinen diese neun Songs aus den nebligen Gefilden von Hall und ätherischem Fuzz-Sound herauszutreten und eine erdige, greifbarere und damit verletzlichere Seite zu offenbaren. Dennoch bleibt ihre seraphische, sehnsuchtsvolle Stimme der Mittelpunkt, flankiert von einer beeindruckenden Riege an Musikern: Schlagzeuger Matt Chamberlain (David Bowie, Tori Amos, Pearl Jam), Gitarrist Lennard Zander, Cellistin Gyda Valtysdóttir (múm), Harfenistin Marilu Donovan (LEYA, Eartheater, Julie Byrne) und Keyboarder Ulfur Hansson wirken mit, während Ambient-Ikone Tor Lundvall eine seltene Spoken-Word-Darbietung beisteuert. Lina Andonovskas Querflöte spielt eine tragende Rolle und verleiht den Songs einen ebenso luftigen wie beunruhigenden Klang - inspiriert sowohl von de Oliveiras brasilianischen Wurzeln als auch von den Giallo-Soundtracks der 1970er und 1980er Jahre, jenen atmosphärischen italienischen Horror-Krimis, die stilisierte, drastische Gewalt und Voyeurismus mit prachtvoller Schönheit verbinden. Inspiriert von Lyrik, Literatur, Film und bildender Kunst ebenso wie von Musik, haben de Oliveira und Dunn ein Album geschaffen, das sich mühelos zwischen dem Spektralen und dem Pastoralen bewegt - ein Werk, in dem Anklänge an Fantasy- und Giallo-Soundtracks, alte Folk-Traditionen sowie die rhythmische Zartheit von Bossa Nova, MPB und Tropicália verschmelzen. Auch die Texte verweben Mythologie mit Anspielungen auf Miltons Paradise Lost*sowie die Lyrik von John Keats, Emily Brontë und Anne Sexton. Ein durchweg erhabenes Werk. Als CD (Digisleeve) mit Booklet oder auf LP (in klassisch Schwarz, Coke-Bottle-Green oder weiß-blau marmoriert) mit bedruckter Innenhülle & inside-out Sleeve.
,Yaphet" ist das neue Album des Rappers Curly Castro - auch bekannt als eine Hälfte des dynamischen Duos Shrapknel - das am 18. September 2026 bei Backwoodz Studioz erscheint. Auf ,Yaphet" lässt sich Castro vom Blaxploitation-Filmgenre der 1970er Jahre inspirieren; die schwarzen Helden und Antihelden jener Zeit dient ihm als Sprungbrett für seine filmische Lyrik. Die Flows wechseln so mühelos wie Kamerawinkel, die Strophen sind gespickt mit Anspielungen und Zweideutigkeiten - eine Rap-Meisterklasse, die man endlos wiederholen kann. Aber ,Yaphet" ist auch Castros erstes Soloalbum seit ,Little Robert Hutton" aus dem Jahr 2021, und hinter dem Feuerwerk spiegelt dieses Album die Tiefe seiner Erfahrungen in den dazwischenliegenden Jahren wider. ,Ich hatte nicht vor, so ehrlich über mein Leben zu sein, aber genau das ist dabei herausgekommen, und das Album ist dadurch besser geworden", erklärt Castro, ,vom Tod meiner kleinen Tochter über den Tod meines Vaters bis hin zur Konfrontation mit meiner eigenen bevorstehenden Sterblichkeit - das sind meine verwundbarsten Klingen, die meine tiefsten Wunden aufreißen." Genau wie Castro marschiert auch diese Platte im Takt ihrer eigenen Trommel, und täuscht euch nicht: Es gibt jede Menge Trommeln, mit denen sich der erfahrene MC messen kann, wie nur er es kann. Komplett produziert vom Milwaukeeer Beatmaker Locust, ist ,Yaphet" ein schwungvolles, vielseitiges Hörerlebnis, das seinen Einflüssen zunickt, ohne jemals zurückzuschauen. Castro wird von einem Wirbelwind der Besten des Genres begleitet: billy woods, PremRock, Fatboi Sharif, Brian Ennals, SKECH185, Blueprint, AJ Suede, shemar, ALASKA, Sunmundi, blackchai und Margel the Sophant.
a 1.1BLACK DON'T CRACK [FT. FATBOI SHARIF, BLUEPRINT, BRIAN ENNALS, SKECH185, ...]
[d] 1.4ENEMY-MINDED [FT. MARGEL THE SOPHANT]
[f] 1.6RAILROAD SPIKES [FT. MARGEL THE SOPHANT]
[g] 1.7BLOOD IN THE GARDEN [FT. PREMROCK]
Als genreübergreifende Meister des Stoner Metal präsentiert sich die neueste Besetzung von Sleep mit Gründungsmitglied und Hauptsongwriter Al Cisneros, der nun gemeinsam mit dem Ausnahmetalent Dale Crover (Melvins, Redd Kross) am Schlagzeug und dem ikonoklastischen Bubba Dupree (Void) an der Gitarre. Während einfachere Geister vielleicht die Redundanz einer monotonen, sich wiederholenden Übung suchen, ist der Fahrplan des neuen Albums ,Hempispheres" eine explorative Vision, die Überladung durch Nuancen und Subtilität ersetzt und dennoch das Zusammenspiel bewahrt, das die Band von Anfang an so besonders gemacht hat. Während also in den Diskussionen auf Foren und in den Kommentarbereichen das einvernehmliche Ausscheiden des langjährigen Gitarristen Matt Pike beklagt wird, werden echte Fans, Visionäre und aufgeschlossene Wahrheitssuchende gleichermaßen belohnt - nicht mit dem Sleep-Album , das sie erwartet oder erhofft hatten, sondern mit ,Hempispheres" als dem Album, das gerade gebraucht wird.