Ein Mensch verbringt den ganzen Tag damit, eine Maschine zu bauen, nur damit sie ihn die ganze Nacht hindurch quält. Als ob das nicht schon verdreht genug wäre, gefällt es ihnen auch noch. Es gefällt ihnen sogar so gut, dass sie am Morgen verjüngt aufwachen und eifrig an der Maschine feilen, bis sie in ihrem Kopf perfekt läuft.
Dies ist die nächtliche Vision, die Cryptopsy zu ihrem neunten Album Nightmare inspiriert hat. "Hüte dich vor dem Scheinwerferlicht", warnt Sänger Matt McGachy, bevor "Dead Eyes Replete" mit einem schmerzerfüllten Breakdown vor deinen Augen aufblitzt. An Insatiable Violence spiegelt unsere toxische Beziehung zu den sozialen Medien wider, aber obwohl es unheimlich vorausschauend ist, ist das Album von den vielen Mutationen beeinflusst, die die Hall of Fame-Diskografie der Band geprägt haben. Inspiriert von einem Mukbang, der furchtbar schief gegangen ist, ist der gefräßige Opener "The Nimis Adoration" ein Sammelsurium an Blasts, Christian Donaldsons Fishhook-Riffs und einer kräftigen Portion Groove, der die Boxen zum Beben bringt.
Cryptopsy wissen, dass nicht jede brutale Technical-Death-Metal-Band lange genug durchhält, um nach 30 Jahren einen kanadischen Grammy zu gewinnen. Das Cover von "An Insatiable Violence" wurde von dem verstorbenen, großartigen Martin Lacroix gestaltet, der mit unheiligem Vergnügen über die frischen, fetthaltigen Tiefen von McGachys falschem Akkordschrei grölen würde. Ein anderer ehemaliger Sänger kehrt auf "Embrace the Nihility" zurück, um alle flüsternden Zweifel an seiner Vormachtstellung zu zerstören. Doch obwohl Cryptopsy bereits auf ihrem zweiten Studiowerk die Krone der abscheulichsten Death-Metal-Band für sich beansprucht haben, gehen sie immer noch an die Grenzen des Extremen.
Die Leadsingle des Albums rumpelt und knirscht zu Olivier Pinards schaurigen Bassschlägen - und doch erhebt "Until There's Nothing Left" im Kern den Anspruch, Cryptopsys größter Ohrwurm zu sein. Selbst Flo Mounier - der buchstäblich das Buch des extremen Metal-Drummings geschrieben hat - hat neue Techniken verfeinert, um die Blasphemie von An Insatiable Violence frisch zu halten. Zum Abschluss kommt "Malicious Needs" im Schneckentempo daher, bevor es wie eine Fledermaus in eine schwarze Rauchwolke aufsteigt.
Verbeugt euch vor der neuen Abscheulichkeit der Könige des extremen Metal.
FFO: Suffocation, Dying Fetus, Nile
Suche:sie
- Never Again
- Next To You
- I Wonder If I'll Ever Forget This
- Never My Mind
- Carry My Home
- Tropical Storm
- From Way Down Here
- Feeling The Fall
- Enough
- Over It
Jess Kerber aus Nashville nahm im Alter von 12 Jahren erstmals eine Gitarre in die Hand, um mit ihren frühreifen Stimmungen und Zupfstilen zu experimentieren - beeinflusst von Gleichgesinnten wie Joni Mitchell und Susan Tedeschi. Dies führte zur Entwicklung einer einzigartigen Klangpalette und zu einem authentischen, persönlichen Zugang zum Songwriting. Inspiriert wurde sie gleichermaßen von ihrer Erziehung in Louisiana und dem Studium am Bostoner Berklee College of Music. Ihr Debütalbum "From Way Down Here" zeigt die Dynamik und Tiefe ihrer großartigen Stimme und ihrer nachdenklichen, humanistischen Texte, sowie die raffinierte Komplexität ihres Gitarrenspiels. Während der Entwicklung vieler dieser Kompositionen, bei frühen Live Auftritten in und um Boston und Cambridge, lernte Kerber den Songwriter Will Orchard kennen, der schnell zu einem Partner und Kollaborateur in der Entstehungsphase ihrer Aufnahmen wurde. Orchards Fähigkeiten als Produzent und Multiinstrumentalist heben Kerbers Arrangements auf eine neue Ebene, mit einer entwaffnenden Reinheit und Emotion in einer Dynamik, die derjenigen von Gillian Welch und David Rawlings angelehnt ist. Mit den Traditionen der Americana erschaffen Kerber und Orchard zusammen mit Mischtechniker Charlie Dahlke von The Brazen Youth ihr eigenes Subgenre, das gleichzeitig intim und und universell, tröstlich und rau ist. Über das gesamte Album hinweg erhält Kerbers reicher, samtener Tenor eine tiefe Zärtlichkeit und Wärme, während unterschiedliche Elemente wie Pedal Steel, Wurlitzer, Schlagzeug und Ambient-Gitarre für den schimmernden Background sorgen. Der Einfluss ihrer Erziehung - und und das, was sie liebevoll als ,Abgehobenheit vom Rest der Welt Gefühl" des tiefen Südens nennt - zeigt sich in den ehrlichen, geradlinigen und zeitlosen Qualität ihrer Kompositionen. "From Way Down Here" ist das seltene Debüt, das alle Merkmale einer erfahrenen Songwriterin aufweist. Sie konstruiert eine fesselnde Welt von rauer Schönheit und Wahrheit, deren Bann lange nach dem Verklingen der letzten Töne anhält.
- A. The Surfer
- B. The Surfer
mpressed präsentiert in Zusammenarbeit mit Rubber Records den Soundtrack zum Psychothriller "The Surfer" (2024) in der Regie von Lorcan Finnegan mit Nicolas Cage in der Hauptrolle, der bei den 77. Filmfestspielen von Cannes Premiere feierte. Den Score schrieb der australische Filmkomponist François Tétaz, bekannt für seine Arbeiten für "Elvis" (2022), "Wolf Creek" (2005) und "Judy & Punch" (2019). Er fängt die Nostalgie des Protagonisten für den Strand seiner Kindheit, seine unterschwellige Melancholie und die einzigartige Atmosphäre des Ortes ein. Ein wunderschön gestalteter Soundtrack, der unabhängig vom Film genossen werden kann. 180g blau-weisses WAVE/WHITE WASH-Vinyl im Gatefold mit 12-seitigem Booklet und einzeln nummeriertem Obi-Streifen.
- "François Tétaz’ grandiose Filmmusik trägt in ihrem mythischen Antrieb Anklänge an Morricone." - Paste Magazine
- "Die Vertonung von "The Surfer" war ein Geschenk und eine Herausforderung zugleich. Nicolas Cage lieferte eine so großartige Performance ab, dass die Instrumentierung immer umfangreicher und ungewöhnlicher wurde – die Klangfarben erweiterten sich ständig. Irgendwie fügte ich schließlich eine absurde Menge an Windspielen, Mark Tree und Bell Tree hinzu. Normalerweise eine klischeehafte Instrumentenwahl für Wunder und Magie, sollen sie hier so eindringlich wirken, dass sie höhnisch und verrückt machen." – François Tétaz, Filmkomponist
- 01: Wonder
- 02: Pieces Of Me
- 03: Damn
- 04: Hope You Do
- 05: Too Scared To Say
- 06: Radio Silence Feat. Margeaux
- 07: Slimmer Feat. Annonxl
- 08: Birds Eye
- 09: Need
- 10: Demon
- 11: Make 'Em Laugh Feat. Faye Websterbenét
Tape[14,08 €]
Benét betrachtet sein neues Indie-Rock-Album „Make `Em Laugh“ als eine Art Clue-Spiel. Er versucht herauszufinden, wann und wie genau eine Beziehung gescheitert ist. „Make`Em Laugh“ ist ein Dokument der Entdeckung und Selbstverwirklichung, das eher Fragen als Antworten enthält und Benéts Fähigkeit, viele komplexe und widersprüchliche emotionale Zustände zu durchlaufen, prägt auch den Klang der Musik: Das Album ist dynamisch, lebendig und genreübergreifend. Seine warme Stimme glänzt in nachdenklichen Indie-Rock-Stücken wie „Pieces Of Me“ und „Demon“. In „Too Scared to Say“ setzt er Autotune ein, um ein Gefühl der Verwirrung zu vermitteln, ein Gefühl, das in dem experimentellen elektronischen Stück „Slimmer“ noch verstärkt wird. Benét und die Sängerin AnnonXL tauschen ihre Strophen aus, während sich die Produktion von kristallin und sanft zu aufregend laut und energiegeladen wandelt. Benét genoss auch die Zusammenarbeit mit den Künstlern, die auf dem Album vertreten sind. Er entdeckte die Musik von Margaux, als sie in dem Brooklyner Lokal Baby's All Right auftrat, in dem er arbeitet, und war begeistert, als er feststellte, dass die Fans in den YouTube-Kommentaren zu seinen Videos bereits eine Verbindung zu ihrer Arbeit hergestellt hatten. Faye Webster ist seine beste Freundin und jemand, von dem er glaubt, dass sie zu seiner Begabung passt, scharfsinnige Fragen über Beziehungen zu stellen. Und der wirbelnde, vibrierende Vers von AnnonXL auf „Slimmer“ war so gut, dass er Benét kreativ anspornte. „Make `Em Laugh“ mag damit begonnen haben, eine Trennung zu verarbeiten, aber als Gesamtwerk blickt es weit über die Besonderheiten einer einzelnen Beziehung hinaus. Es ist Musik, die sich über die großen Fragen des Lebens Gedanken macht, die uns alle verbinden, und die Trost in der Gemeinschaft findet. Wenn das Album ein Clue-Spiel ist, dann eines, das alle Einsichten und Geschichten der unzähligen Spieler im Raum ebenso einfängt, wie es sich auf das Ergebnis des Spiels selbst konzentriert.
Benét betrachtet sein neues Indie-Rock-Album „Make `Em Laugh“ als eine Art Clue-Spiel. Er versucht herauszufinden, wann und wie genau eine Beziehung gescheitert ist. „Make`Em Laugh“ ist ein Dokument der Entdeckung und Selbstverwirklichung, das eher Fragen als Antworten enthält und Benéts Fähigkeit, viele komplexe und widersprüchliche emotionale Zustände zu durchlaufen, prägt auch den Klang der Musik: Das Album ist dynamisch, lebendig und genreübergreifend. Seine warme Stimme glänzt in nachdenklichen Indie-Rock-Stücken wie „Pieces Of Me“ und „Demon“. In „Too Scared to Say“ setzt er Autotune ein, um ein Gefühl der Verwirrung zu vermitteln, ein Gefühl, das in dem experimentellen elektronischen Stück „Slimmer“ noch verstärkt wird. Benét und die Sängerin AnnonXL tauschen ihre Strophen aus, während sich die Produktion von kristallin und sanft zu aufregend laut und energiegeladen wandelt. Benét genoss auch die Zusammenarbeit mit den Künstlern, die auf dem Album vertreten sind. Er entdeckte die Musik von Margaux, als sie in dem Brooklyner Lokal Baby's All Right auftrat, in dem er arbeitet, und war begeistert, als er feststellte, dass die Fans in den YouTube-Kommentaren zu seinen Videos bereits eine Verbindung zu ihrer Arbeit hergestellt hatten. Faye Webster ist seine beste Freundin und jemand, von dem er glaubt, dass sie zu seiner Begabung passt, scharfsinnige Fragen über Beziehungen zu stellen. Und der wirbelnde, vibrierende Vers von AnnonXL auf „Slimmer“ war so gut, dass er Benét kreativ anspornte. „Make `Em Laugh“ mag damit begonnen haben, eine Trennung zu verarbeiten, aber als Gesamtwerk blickt es weit über die Besonderheiten einer einzelnen Beziehung hinaus. Es ist Musik, die sich über die großen Fragen des Lebens Gedanken macht, die uns alle verbinden, und die Trost in der Gemeinschaft findet. Wenn das Album ein Clue-Spiel ist, dann eines, das alle Einsichten und Geschichten der unzähligen Spieler im Raum ebenso einfängt, wie es sich auf das Ergebnis des Spiels selbst konzentriert.
- Honey
- Don't Talk About It
- Oh Oscillator
- Driveway
- Red Lion
- First Prize Bravery
- High In The Garden
- False Alarm
- Twisting The Knife
- Honey Heavy
- Map Of Manhattan (Bonustrack)
Reissue des Debütalbums der irischen Singer/Songwriterin Sorcha Richardson auf Powder Pink-Vinyl. Sorcha entwickelte sich von Schlagzeugerin zur Troubadourin. Die glänzende Produktion ihres Debüts "First Prize Bravery" (erschienen 2019 bei Faction Records), gepaart mit ehrlichem Storytelling, machten sie zum "Liebling von Dublin". Das Album ist mittlerweile wie ein edler Wein gereift, so dass Impressed Recordings sich veranlasst sah, es neu aufzulegen, aber nicht ohne die fantastische 2023er Single "Map Of Manhattan" als exklusiven Bonustrack erstmals auf Vinyl zu ergänzen.
- "Richardson erkundet kleine Anfänge und kolossale Enden, sammelt Erinnerungen und präsentiert sie wie Fotos: einen verspäteten Bus aus Dublin, ein kaputtes Klavier, leere Schlafzimmerwände und kalte Laken. Es ist diese Art von purer Nostalgie, die die Jugend verkörpert – ihre Besonderheit erinnert an Momente, die in der nicht allzu fernen Vergangenheit liegen." – Journal of Music
- 1: Kryptonite
- 2: Loser
- 3: Duck And Run
- 4: Not Enough
- 5: Be Like That
- 6: Life Of My Own
- 7: The Better Life
- 8: Down Poison
- 9: By My Side
- 10: Smack
- 11: So I Need You
3 Doors Down haben sich einen Weg als die Rockband schlechthin gebahnt und feiern mittlerweile einen ungebrochenen Mainstream-Erfolg. Dabei haben sie aber nie ihre Kleinstadt-Identität verloren hat, was sie zu den wahren Underdogs des Rock gemacht hat. Das Album ”The Better Life” enthält ihre bahnbrechende Hymne „Kryptonite“ und kommt nun nochmals auf einer 1LP Black Vinyl heraus.
"Bookends" bildet soetwas wie das Herzstück des am 20. Juni erscheinenden Albums. Die weitläufige Ballade zollt ihrem verstorbenen Freund Riley Gale Tribut, ehemals Sänger der Band Power Trip. Sie ist auch inspiriert von John Careys Buch "Eyewitness To History", einer Sammlung von über 300 historischen Augenzeugenberichten zu prägenden Ereignissen der menschlichen Geschichte. Zu Bookends erscheint ein Video von Caity Arthur. "Im Video geht es um Tod und Absolution, wie der Tod eines der wenigen sicheren Dinge im Leben ist, der große Gleichmacher, nolens volens", so Arthur. "Es untergräbt aber auch das traditionelle Narrativ vom Tod als verzweifelte Leere und porträtiert ihn mit seinem halluzinogenem Sixties-Ensemble stattdessen als euphorische Übergangserfahrung samt TV-Pop-Performance und Taschenspielertricks, während Megs Lyrics den Tod in all seinen Formen beschwören." Für "Scratch It" hat Meg Remy mit Gitarrist Dillon Watson eine Band zusammengestellt - ursprünglich für einen einmaligen Festivalaufrtitt, aufgrund der guten Chemie schließlich gleich für ein ganzes Album. Mit Watson an der Gitarre, Jack Lawrence (The Dead Weather, The Raconteurs, Loretta Lynn) am Bass, Domo Donoho am Schlagzeug und Jo Schornikow und Tina Norwood an den Keys entstand "Scratch It" innerhalb von zehn Tagen in Nashville. Zwischendurch schaute auch Mundharmonika-Legende Charlie McCoy vorbei, der bereits mit Elvis, Bob Dylan und Roy Orbinson gearbeitet hatte und seine Künste für einige Songs einbrachte. Die Authentizität der analog produzierten Songs ist unmittelbar, ein Zeugnis der Chemie zwischen allen Beteiligten, Remy klingt relaxt wie kaum je zuvor. Das Album verwebt Country, Gospel, Garage Rock, Soul, Disco und Folk, während sich Remy in den Lyrics mit Patti Smith auseinandersetzt, mit junger Liebe, Mutterschaft, Macht-Dynamiken, der Kraft von James Brown, verstorbenen Weggefährten, dem Goldrausch am Yukon - oder dem eigenen nach einer Tequila-getränkten Nacht. Dabei lässt sie wie immer auch ihren beißenden Humor spielen.
Pentagram ist eine amerikanische Heavy-Metal-Band aus Alexandria/Virginia, die vor allem als einer der Pioniere des Doom Metal bekannt ist. Die Band war in der Underground-Szene der 1970er Jahre sehr produktiv und produzierte viele Demos und Probebänder, veröffentlichte aber kein komplettes Album, bis sie sich Anfang der 1980er Jahre mit einer fast komplett neuen Besetzung neu formierte. Das einzige konstante Mitglied in der Geschichte der Band war der Sänger Bobby Liebling.
Pentagram wurde Anfang der 1970er Jahre gegründet und veröffentlichte 1985 ihr Debütalbum Relentless. Die Band überlebte mehr als vier Jahrzehnte voller Widrigkeiten und Triumphe, um zu dem legendären internationalen Act zu werden, der sie heute ist und der ihren Namen fest in die Geschichtsbücher des Heavy Metal geschrieben hat. Obwohl Pentagram einst als Kultband mit einer starken und engagierten weltweiten Fangemeinde angesehen wurde, hat ihre Popularität in letzter Zeit stark zugenommen, was zum Teil auf den Dokumentarfilm Last Days Here aus dem Jahr 2011 zurückzuführen ist, der die Irrungen und Wirrungen des Leadsängers von Pentagram, Bobby Liebling, zeigt.
Tracklisting
- Ember
- Torn
- Chameleon
- Bardo
- Bishop
- Elegy
- Drift
- Breath
- Spectre
- Flare
- Iso
- U.s.d.d.o.s
Mit an der Spitze der Shoegaze-Revivalisten steht ohne Zweifel die Band TRAUMA RAY aus Fort Worth, Texas, die die Komplexität, Intensität und ausdrucksstarke Verwüstung des Shoegaze virtuos beherrscht. Seit sie 2018 mit einer selbstbetitelten EP erstmals Wellen schlugen, haben die fünf Texaner ihr Live-Set auf immer abenteuerlicheren Amerika-Touren verfeinert - sie stapeln Verstärker und verdrehen Köpfe bei jeder Show, was ihnen in kürzester Zeit eine riesige Anhängerschaft eingebracht hat. Die drei Gitarren der Band sind eine Wucht, abwechselnd wütend, wild und gespenstisch, durchtränkt von präziser Verzerrung. Das Kern-Songwriter-Duo Uriel Avila und Jonathan Perez hat die Vision und das Handwerk des Projekts erweitert und verfeinert, was nun in ihrem 12-Track-Debüt für das Label DAIS, "Chameleon", gipfelt. Abgerundet durch Bassist Darren Baun, Schlagzeuger Nicholas Bobotas und Gitarrist Coleman Pruitt, synthetisiert und transzendiert das Album seine Einflüsse, eine stürmische Verschmelzung von Downer-Hooks, apokalyptischer Schönheit und Bulldozer-Riffs. Der Name TRAUMA RAY wurde in klassischer Shoegaze-Manier von dem deutschen Wort für "Tagtraum" oder "Traumzustand" inspiriert. Avilas Hintergrund in einer frommen Pfingstgemeinde verleiht seinen Texten über Schuld, Fegefeuer und den Übergang auf die andere Seite eine emotionale Authentizität, die sich durch das majestätische Volumen der Musik zieht. "Chameleon" ist ein Meisterwerk des Handwerks, der Ausgewogenheit, der Melodie, der Lyrik und der Schwerkraft, das eine neue Vision von "Laut-Leise-Laut"-Architekturen und den schwindelerregenden Tiefen von gesprengten Harmonien bietet. Von SLOWDIVE über DEFTONES bis hin zu HUM und darüber hinaus absorbieren und erweitern TRAUMA RAY ihre Einflüsse zu einer seltenen und hingebungsvollen Alchemie. TRAUMA RAYs cineastischer Sturm ist ein sich aufbauender Orkan, der sich gerade erst zu bewegen beginnt.
- A1: Mystical Plosives
- A2: Aerial Troubles
- A3: Melodie Is A Wound
- A4: Immortal Hands
- B1: Vermona F Transistor
- B2: Le Coeur Et La Force
- B3: Electrified Teenybop!
- C1: Transmuted Matter
- C2: Esemplastic Creeping Eruption
- C3: If You Remember I Forgot How To Dream Pt.1
- D1: Flashes From Everywhere
- D2: Colour Television
- D3: If You Remember I Forgot How To Dream Pt. 2
Black Vinyl[33,57 €]
"Instant Holograms On Metal Film" ist das erste Stereolab-Album seit 15 Jahren mit 13 neuen Studioaufnahmen. Eingespielt wurde das Werk von Laetitia Sadier, Tim Gane, Andy Ramsay, Joe Watson und Xavi Muñoz, mit Gastbeiträgen von Cooper Crain und Rob Frye von Bitchin Bajas, Ben LaMar Gay (Komponist/Jazz-Multiinstrumentalist), Holger Zapf (Cavern Of Anti Matter), Marie Merlet (Monade) und Molly Read, und weiteren. Die Band wird das ganze Jahr 2025 über live spielen - in Europa, Nordamerika, Südamerika und Großbritannien. Das neue Album folgt auf "Not Music" aus dem Jahr 2010, remasterte und erweiterte Neuauflagen von sieben ihrer Alben im Jahr 2019 sowie die Bände 4 und 5 der "Switched On"-Reihe, die 2021 bzw. 2022 erschienen.
- A1: Hollywood Dreaming
- B1: Got To Get Away
Father's Children waren eine Funkband, die sich Ende der 1960er aus der in Washington D.C. ansässigen Doo-Wop-Formation The Dreams entwickelte. 1979 nahmen sie als achtköpfige Band unter der Leitung von Wayne Henderson (The Crusaders) und Augie Johnson (Side Effect) ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf, an dem auch Bobby Lyle (The Genie) und Dean Gant (Keni Burke) beteiligt waren. Die beiden Keytracks des Albums - der oft gesampelte, britische Rare-Groove "Hollywood Dreaming" und der Two-Stepper "Got To Get Away" - werden hier erstmals zusammen auf einer 7" präsentiert, dazu noch erstmals in den vollständigen Albumversionen.
The Dells waren eine Soul/Doo-Wop-Band mit Male-Vocals, deren Sound von Falsettsänger Johnny Carter und dem Bariton Marvin Junior geprägt wurde. Sie gründeten sich 1952 und veröffentlichten von Mitte der 1960er bis Mitte der 1970er auf Cadet in Chicago. Das 1966 erschienene "Run For Cover" wurde schnell von der Northern-Soul-Szene adaptiert. Es ist bis heute ein gefragter Klassiker, der selbst auf dem Second-Hand-Markt kaum zu bekommen ist und dann über 100 Pfund kostet. Auch der Upbeat-Dancer "Wear It On Our Face" (1968) mit seinem dynamischen Arrangement von Charles Stepney und den klassischen Vocals von The Dells ist bei Northern-Soul-Fans bis heute beliebt.
- A1: I'll Always Love You
- B1: What More Could A Boy Ask For
Die Spinners wurden in ihrer Blütezeit in den 1960/1970ern als Detroit Spinners bekannt. Zwischen 1964-1971 nahmen sie für V.I.P./Motown auf, wobei der Motown-Sound den Northern Soul massgeblich prägte und einfache Tracks (und nicht kommerzielle Hits) zu Klassikern der Dancefloors Nordwestenglands wurden. "I'll Always Love You" ist ein Hunter/Stevenson-Song aus 1965, dessen britische Tamla Motown-Pressung für über 500 Pfund verkauft. "What More Could A Boy Ask For" ist ein Bristol/Fuqua-Song aus 1966, der erst als Bonustrack der 2012 erschienenen CD "Yours Truly" das Licht der Welt erblickte und erstmals auf 7" erscheint.
- Bar Open
- All This Violence - Live In Vienna
- All This Violence - Live In Dresden
Seit Mitte der 1980er Jahre prägt Caspar Brötzmann einen unverkennbaren Sound - infernal, radikal, kompromisslos. Unbeirrt verfolgt er seinen eigenen Weg, jenseits klarer Genregrenzen. Als Sohn des berühmten Saxofonisten Peter Brötzmann fand er früh seine künstlerische Identität und entwickelte eine einzigartige Klangsprache, die sich in brachialer Katharsis entlädt. Seine Musik ist keine Anpassung an Trends, sondern eine sensible, leidenschaftliche, fast autistisch anmutende Annäherung an Verzweiflung und Wut - und doch voller Hoffnung. Mit seiner virtuosen Eigenständigkeit am Instrument ist er eine Ausnahmeerscheinung. Ein atonaler Hendrix, made in Germany. Nach der Veröffentlichung seiner ersten Komposition "The Lovers And Destroyers" mit Caspar Brötzmann Bass Totem im Herbst 2024 veröffentlicht der international renommierte Gitarrist nun eine Platte mit seiner Band Massaker beim deutschen Label Exile On Mainstream. Es ist die erste Aufnahme der genreprägenden Band seit 26 Jahren nach dem letzten, 1999 erschienen Album "Mute Massaker". "It's a Love Song" besteht aus zwei unterschiedlichen Versionen seines Songs "All This Violence", die im Januar 2025 in Wien und Dresden mit Saskia von Klitzing (Drums) und Eduardo Delgado Lopez (Bass) aufgenommen wurden. Angesichts der aktuellen Weltlage entschied Brötzmann, mit "All This Violence" ein klares Zeichen zu setzen. Er selbst schreibt dazu: " Schon nach ein paar Augenblicken war klar: was ich hier hörte, hatte die Botschaft, die Kraft und spiegelt unser Zeitgeschehen wieder. Keine von meinen Studioaufnahmen hatte diese Power. Und das war nur die eine Seite, es bedeutete auch den Spalt zwischen Schwarz und Weiß zu finden, zwischen Hell und Dunkel und zwischen Leicht und Schwer, wohin mit all meinen anderen Songs? Lange, lange habe ich nach der Achse gesucht und völlig unerwartet stand sie plötzlich neben mir im Raum . . ."
-erste „echte“ CD-Veröffentlichung des Albums von 2008
-erstmals auf Vinyl
-US-Thrash und Speed Metal mit einem hohem Anteil traditionellem Metal
-Remaster 2025, CD enthält einen Live-Bonustrack Bloodrunner aus Illinois, USA, gründeten sich 2004, als Thrash Metal nicht gerade ein angesagtes Subgenre war. Besonders in den USA waren traditionelle Spielarten, ganz im Gegensatz zu heute, zum tiefsten Undergrounddasein verdammt. Nur die bereits etablierten Bands wie Anthrax ode Slayer, die allerdings auch mit modernen Einflüssen kokettiert haben, konnten für Aufmerksamkeit sorgen. Doch das war den frisch gebackenen Bloodrunner egal. Sie wollten ihre Lieblingsmusik spielen und wilde Parties feiern!
Nach einem Demo im Jahr 2007, erschien 2008 dann das bisher einzige Album „Total Annihilation“, welches an purer Spielfreude nicht zu überbieten ist. Die weniger perfekten Momente werden durch eine ungebändigte Energie wettgemacht, die im Heavy Metal mehr wert ist, als routiniertes Performen. Trotzdem haben die damals noch sehr jungen Musiker bereits ansehnlich Skills gehabt und verstehe ihr Handwerk. Das gilt auch für das Songwriting, welches nich nur auf durchgehendes Thrash-Geballer setzt, sondern auch auf Abwechslung. Somit ist das Album nicht nur für ThrashFanatiker geeignet. Die organisch klingende, aber dennoch fette Produktion, passt wie die Faust aufs Auge und zeigt, was bei aktuellen Alben in diesem Genre oft fehlt: Klangliche Authentizität! Es wurde damals nur als gebrannte CDR und digital veröffentlicht!
- From Kita
- Ahora Te Puedes Callar
- Db (Deutsche Bullshit Oder Dürer Und Bayern)
- Deine Nostalgie Ist Meine Gegenwart
- Nobody
- Fegefeuer
- Frag Die Sonne
- A Simple Answer
- Reisbürger*In
Horizontaler Gentransfer" beschreibt die Übertragung genetischer Informationen bei den Mikroorganismen jenseits normaler Paarungsbarrieren .Die Band "Horizontaler Gentransfer" (HGT) ist eine Experimental Art Pop, K-Punk- Kollektiv, das von sechs (!) Künstlerinnen (Mizi Lee, Seonha Park, Jerry Ahn, Yun Park, Lilian Gonzalez, Hanseo Oh) mit Migrationshintergrund im Mai 2022 in Stuttgart initiiert wurde. Dem Prinzip der horizontalen Übertragung folgend, übertragen sie dies auf u.a. Memes, Posts, Chats- oder K-Pop-Kulturen, die sich über Smartphones oder iPads verbreiten und suchen dabei nach einem experimentellen Weg, um mit Text, Musik und visuellen Elementen zu Mode, Infektion und Migration zu forschen. HGT hinterfragt nicht nur kulturelle Normen, sondern reagiert direkt auch auf Stereotypen oder rassistische Angriffe. Direkte Fragen werden gestellt, energetische Aussagen getroffen und Stimmungen eingeholt die mal aggressiv, mal entspannt oder mit einem Augenzwinkern dargeboten werden. HGT sind eine Wundertüte verschiedener Genres und Stile, von Punk bis Poetry aber auch Schlager und Elektro gibt es zu entdecken. 'Everything Possibbong' ist das zweite Album und HGT lassen sich weiterhin nicht eine Schublade stecken. Das Album verbindet traditionellen koreanischen Schlager mit elektronischem Punk und einer guten Prise urban contemporary Pop. Die erste Single 'From Kita' zeigt wie sich Vielseitigkeit in Sinuswellen ausdrückt ohne aus der Reihe zu tanzen. Ein minimalistisches 808 pattern, ein vorantreibendes Keyboard und eine Telefonhörer Stimme mäandern durchs Intro und wandeln sich schließlich mittels Break in einen dadaistischen Pop Song der am ehesten an OOIOO denken lässt, sonst aber keinerlei Vergleichsfläche bietet. Vinyl comes with many goodies as there are 2 Stickers, 2 random character cards, a lyrics booklet & download code.
Come Ahead ist das 12. Album von Primal Scream. 11 neue Songs, mit denen Bobby Gillespie sich darauf
vorbereitet, einige der persönlichsten Songs der Bandkarriere zu veröffentlichen.
Der Songwriting-Prozess für Come Ahead begann 2019. Zu diesem Zeitpunkt hatte Bobby Gillespie noch
keine Ahnung, ob er noch einmal ein Album von Primal Scream machen würde. Zum ersten Mal kamen
die Texte vor der Musik. Die Geschichte kam zuerst. Bobby schrieb allein, mit einer Akustikgitarre. Die
Ideen flossen schnell, in langen Inspirationsschüben. Dieser Prozess, zusammen mit der Ermutigung durch
Produzent David Holmes, bot einen neuen Einstieg. In Zusammenarbeit mit Holmes und Primal ScreamGitarrist Andrew Innes wurden die Come Ahead-Sessions in Belfast, London und Los Angeles durchgeführt.
„Ich bin sehr aufgeregt über dieses Album, so als würde man seine erste Platte machen. Wenn es ein
Gesamtthema für Come Ahead gäbe, wäre es vielleicht ein Konflikt, ob innerlich oder äußerlich. Der Titel
ist ein Begriff aus Glasgow. Wenn jemand droht, mit dir zu kämpfen, sagst du: ‚Komm schon!‘ Es erinnert
an den unbezwingbaren Geist der Glasgower, und das Album selbst vermittelt diese aggressive Haltung und
Zuversicht. Sie haben da oben ein Wort dafür: gallus. ‚Come Ahead‘ ist auch ein ziemlich frecher Titel.“
Bobby Gillespie
Danza Tribale opens a new chapter in 2025 with MAITAKE - ??, the debut EP from Italian sound explorer Lo.Sai. Rooted in sonic tactility and movement, the project draws from both ancestral rhythms and experimental structures to create something intimate, immersive, and future-facing.
Named after the "dancing mushroom" from Japanese folklore, MAITAKE is inspired by the interconnected growth of mycelial networks and the emotional ecology of shared experience. Developed in collaboration with choreographer Maria Combi, the EP is a meditation on collective motion - where dance, rhythm, and ritual coalesce.
Across five tracks, Lo.Sai weaves together broken percussion, deep bass, fieldrecordings, and global rhythmic language. Fragments of flamenco, muezzin prayer, and Central African everyday rhythms float through the record - artefacts gathered by the artist's close-knit creative circle in Lunigiana. What emerges is not just a club record, but a living, breathing sonic organism.
L.A. Witch haben schon immer eine Aura müheloser Coolness ausgestrahlt, sei es in Form des Americana Noir und des lakonischen Back-to-Basics-Rock'n'Roll ihres selbstbetitelten Debüts oder des glühend strengen Abenteurertums ihres zweiten Albums "Play With Fire". Die Band - bestehend aus Sade Sanchez (Gitarre/Gesang), Irita Pai (Bass) und Ellie English (Schlagzeug) - begann als informelle Angelegenheit, aber die schwülen und betörenden, von Hall umhüllten Songs, die sie schufen, fanden beim Publikum Anklang und brachten das Projekt über den isolierten Raum von Freunden und Gleichgesinnten in Südkalifornien hinaus in die weite Welt. Auf ihrem neuesten Album "DOGGOD" geht das Trio über die bisherigen kreativen und geografischen Grenzen hinaus - das Material wurde in Paris produziert und die Tracks im Motorbass Studio in der Rue de Martyrs aufgenommen. "DOGGOD" erkundet ein breiteres klangliches Terrain, setzt ein größeres Arsenal an Sounds ein und erforscht größere existenzielle und kosmische Themen, ohne dabei den für die Band typischen Sinn für das Verbotene, das Verlassene und die Vorahnung zu verlieren. "DOGGOD" ist ein Weg, das universelle Rätsel der spirituellen Natur von Liebe und Hingabe anzugehen. "Ich habe das Gefühl, eine Art Dienerin oder Sklavin der Liebe zu sein", sagt Sanchez. "Ich bin bereit, für die Liebe zu sterben, indem ich ihr diene, für sie leide oder nach ihr suche - so wie ein treuer, ergebener Diensthund es tun würde." Der Titel des Albums ist ein Palindrom, das DOG und GOD zusammenfasst - eine Verherrlichung des Unterwürfigen und eine Subversion des Göttlichen. Es ist eine Anspielung auf die Reinheit von Hunden und eine Anerkennung ihrer bedingungslosen Liebe und ihres beschützenden Wesens, die im Widerspruch zu den verschiedenen abwertenden Assoziationen stehen, die mit dieser Spezies verbunden werden. "Es gibt diese symbolische Verbindung zwischen Frauen und Hunden, die die untergeordnete Stellung der Frau in der Gesellschaft zum Ausdruck bringt", erklärt Sanchez. "Und alles, was solche göttlichen Eigenschaften verkörpert, hat es nicht verdient, als Schimpfwort benutzt zu werden." Diese widersprüchlichen Erkundungen von Liebe und Unterwerfung manifestieren sich in der sanften und rauchigen Garagerock-Alchemie der Band, mit einer neu entdeckten Nutzung der disziplinierten Zurückhaltung und eisigen Instrumentierung des Post-Punk. Der Album-Opener "Icicle" zeigt, wie L.A. Witch aus dem Proto-Punk, der Psychedelia und den düsteren Riffs der 70er Jahre in die von Refrains durchtränkten Gitarren und den verlorenen Minimalismus von Joy Division und den frühen The Cure reist. Es wird eine Parallele zwischen romantischem Selbstmord und Märtyrertum gezogen, die sich im zweiten Song, "Kiss Me Deep", fortsetzt. Hier beschreibt Sanchez eine Liebe, die so rein ist, dass sie die Zeit übersteigt und sich über mehrere Leben erstreckt. Es ist ein Lied über Leidenschaft, vorgetragen mit dem weltlichen und verletzten Stoizismus der frühen Goth-Pioniere. Von dort aus geht die Band zur Leadsingle "777" über, einem Song über Hingabe bis hin zum Tod. Ein treibender Beat, ein treibendes, verzerrtes Riff und Sanchez' ätherischer Gesang vereinen sich zu einem Song, der sowohl düster in seinem Fatalismus als auch sinnlich in seiner treuen Leidenschaft ist. Auf dem gesamten Album "DOGGOD" weichen L.A. Witch nie von ihrer Muse ab. In "I Hunt You Pray" legt Pai einen hypnotischen Basslauf hin, während English einen zyklischen Krautrock-Groove einsetzt und Sanchez das Bild eines verlassenen Hundes am Straßenrand malt, der allein in der Nacht ist und sowohl als Jäger als auch als Gejagter lebt. Auf "Eyes of Love" macht sich die Band die meditativen Mid-Tempo-Wiederholungen, dekonstruierten Akkorde und esoterischen Betrachtungen über Liebe, Tod und Spiritualität zunutze, die Lungfish zu einer so beliebten Band gemacht haben. Es unterstreicht die Parallele zwischen der unerschütterlichen Liebe in den Augen eines Hundes und der Selbstaufopferung eines Erlösers. Auf "The Lines" nimmt die Band den treibenden Puls des Post-Punk und fügt dem Mix eine Extraportion Chorus hinzu. "Chorus ist ein moderner Effekt, der auf der Idee beruht, die leichten Tonhöhenunterschiede eines Chors nachzubilden. Es gibt eine schimmernde Qualität, die uns zurück zu diesem spirituellen, göttlichen Gefühl bringt", erklärt Sanchez. Gepaart mit dem Einsatz von Orgel und einer grüblerischen Moll-Melodie, beschwört der Song gleichzeitig das Heilige und das Sakrileg. Der Titeltrack "DOGGOD" hat vielleicht die größte Ähnlichkeit mit dem Material des Vorgängeralbums "Play With Fire", in den schlanken und gemeinen Gitarren auf eine raue Rhythmusgruppe und verträumten Gesang treffen. Aber während ihr vorheriges Album ein Aufruf war, seinen eigenen Weg zu gehen, bleibt "DOGGOD" dem "Bis dass der Tod uns scheidet"-Thema des Albums treu und geht sogar so weit, ein Maß an Unterwerfung zu beschreiben, das in gefährliche und ungesunde Gefilde übergeht, wobei Sanchez singt "hang me on a leash / `til I wait for my release". Letztendlich ist "DOGGOD" eine perfekte Verkörperung des Ansatzes von L.A. Witch. Es ist gleichzeitig romantisch und bedrohlich, ehrfürchtig und profan, eine Feier und ein Klagelied. Es spannt den Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, indem es vertraute Klänge aufgreift und sie für die Jetztzeit aufbereitet. Aber es läutet auch eine neue Ära für die Band ein, die über die Kodachrome-Erinnerungen an das Amerika der Jahrhundertmitte hinausgeht und tiefer in den mittelalterlichen und gotischen Energien von Paris und darüber hinaus gräbt, während sie gleichzeitig ein besudeltes Herz erforscht.




















