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Die schöne Chrysantheme in ihrer Form mit schlichter, weißer Blütenfarbe wird auch Friedhofsblume genannt. Aufgrund ihrer Langlebigkeit wird sie gerne zur Dekoration von Gräbern verwendet. Für BLACK NAIL CABARET ebnet die Blüte der Chrysantheme den Weg für unser eigenes Porträt am Sterbebett. Der Sensenmann kommt zu uns allen. Die Aussicht auf das Ende verwandelt uns in angsterfüllte Gefäße. Wir könnten diese besser mit so vielen anderen Dingen füllen, aber die Furcht vor dem Tod durchdringt alles. Der Titel des sechsten Albums des ungarischen Pop Noire Duos, "Chrysanthemum", symbolisiert ein Aufbegehren gegen die Angst, aber auch Akzeptanz. BLACK NAIL CABARET bleiben durchaus auch ihrem Hang zur sexuell expliziten Provokation treu, doch die unterbewusste Angst vor dem Tod mit ihrer großen emotionalen Kraft, zieht sich metaphorisch als roter Faden durch "Chrysanthemum". Die Erotik der Ungarn bildet statt billiger Klischees ihre gelebte BDSM-Realität künstlerisch ab, die von hohen ästhetischen Ansprüchen geleitet wird. Musikalisch haben BLACK NAIL CABARET ihr herausragendes Songwriting auf "Chrysanthemum" weiter perfektioniert. Es gelingt dem Duo scheinbar mühelos, dunkle elektronische Klänge mit Elementen des Pop Noire zu vereinigen. Ihre Kompositionen stehen auf eigenen Beinen und benötigen keine elektronischen Spielereien, wodurch sich BLACK NAIL CABARET wohltuend abheben. Spätestens mit ihrem selbst veröffentlichten vierten Langspieler "Pseudopop" (2018) verschmolzen die Ungarn erfolgreich Kunst, Pop, dunkle Harmonien und kraftvolle Elektronik miteinander. Mit dem folgenden fünften Album "Gods Verging on Sanity" (2020) setzten BLACK NAIL CABARET ihren Siegeszug auch international fort. Der exzellente Ruf des Duos verbreitete sich rasch auch durch Mundpropaganda, und das trotz aller Einschränkungen durch die globale Pandemie. Endlich stehen die Sterne günstig, dass BLACK NAIL CABARET die Welt mit diesem dunklen Soundtrack über die Schönheit des Lebens erobern, was diese strahlend weiße Blume von scheinbarer Unschuld letztlich auch symbolisiert, deren Duft aber auch die ewige Macht des Todes verbreitet: "Chrysanthemum".
PAWN PAINTERS, das sind vier junge Kerle aus dem bayerischen Schrobenhausen, die auf magische Weise Indierock, Postpunk und Spacerock miteinander kombinieren. Sie haben ihren spacigen, von Reverb geprägten Grundsound genommen und ihn schneller (Durchschnittstempo: 179,1 bpm), rauer und punkiger gemacht. Um diesen Charakter auf dem Album einzufangen, haben sie das komplette Album an zwei Wochenenden live im Proberaum aufgenommen. Es ist rough und ungeschönt, aber (eben) auch geradeheraus und lebendig.
Noch vor Klez.e und And The Golden Choir gab es bereits Delbo mit Tobias Siebert. Das dritte Album aus dem Jahr 2006 des damaligen Trios jetzt wieder erhältlich. Havarien sind Unfälle mit großen Folgeschäden. Bei Delbo davon betroffen: das Leben, die Liebe, das Finden der eigenen Identität. Mit dem dritten Album hat das Trio neue Wege gefunden, um dem Daseinsschmerz zu begegnen. Jetzt gibt es kein Verstecken mehr hinter Lärm und Wut, "Havarien" destilliert, was vom Noiserock bleibt, wenn dem Zusammenspiel von Gitarre-Bass-Schlagzeug der Krach genommen wird. Unglaublich, wieviel Schönheit sie freiräumen, ohne die Strukturen zu verändern. Deutscher Gitarrenpop funktioniert also auch ohne große Gesten und egomane Nabelschau. Ihre poetisch-abstrakten Texte haben Delbo dabei aus der Vergangenheit herübergerettet. Wann immer Bassist Daniel Spindler mit Sprechgesang seine Alltagsdämonen bannt, betreibt er auch bei uns Schadensbegrenzung.
Klez.e veröffentlichen Anfang 2017 ihr viertes, vielbeachtetes und erfolgreiches Album Desintegration. ,Schicksalsmelodieen für den kommenden Aufstand", schrieb Andreas Borcholte auf Spiegel Online über das Album: Desintegration ist eine Erinnerung daran, wie Popmusik Emotionen, poetische Botschaften und Ästhetik zu Relevanz verdichten kann." Das Live-Album November bietet nicht nur Live-Versionen von Desintegration aus verschiedenen Orten der 2017er-Tour, sondern birgt eine ganze Reihe ältere Klez.e Stücke in unerhörten, neuen Versionen. Die Konzerte sind in Klangästhetik und Haltung hervorragend abgebildet. Dicht, intensiv und direkt. Sie holen einen direkt an den Ort der Geschichte. Livealbum Desintegration Tour 2017, Doppel-LP/Doppel-CD wieder erhältlich.
The third album by RICO FRIEBE is a clearance, an outcry, an universe within itself, a hope and a message at once – sending out ANTHEMS FOR A LOST GENERATION!
After his preceding albums of intimacy WORD VALUE and FACES MEET, based on personal tragedies and the accompanying struggles, RICO FRIEBE has something to tell to a whole generation and delivers ten radiant and distinct top-notch productions that find a most modern and futuristic sound within different styles of pop music while his soft and emotive voice is hovering above all.
Originally, ANTHEMS FOR A LOST GENERATION has been recorded as an acoustic double-album, but RICO FRIEBE threw it all out, wrote new songs and found a truly more fitting sound after he realised that there could only be one musical outcome to tell these stories: Songs like BAD SEED, I LIKE MEMES, REDO, GAMES or LAZY, BORED AND SAD are milestones of capturing a complete zeitgeist and beyond. Each line within the lyrics is taken from close and personal experiences and interactions that made him undergo a whole spectrum of emotions, creating deep worries and sadness, but also a far hope.
Feel lost? Be found! With ANTHEMS OF A LOST GENERATION...
- A1: Getaway 3:08
- A2: Seat Of Logic 2:38
- A3: Dish Wiped Clean 1:47
- A4: Ruby 3:35
- A5: High Hill 2:58
- A6: Aloha 2:42
- A7: Don't You Think I Feel It Too 2:42
- A8: Deeper Than Love 2:54
- B1: As The Crow Flies 2:30
- B2: Bluebird 2:31
- B3: Last One To Know 2:11
- B4: Stay With The One 2:39
- B5: So Long Baby 3:33
- B6: Holding On 2:38
- B7: Walking Angel 2:44
- B8: I'll Come Knockin' 3:47
Die EP ist eine Ansage des kolumbianischen Produzenten, der die Fäden zwischen den verschiedenen Schattierungen elektronischer Musik mit einer ganz eigenen Ästhetik verknüpft und dabei nahtlos Referenzen zusammenführt, die aus einem echten Engagement für die Musik stammen. Der kolumbianische Künstler Gotshell ist mit einem wahrhaft abwechslungsreichen Paket exzentrischer Produktionen und genreübergreifender Ausflüge zurück bei BPitch. Obwohl er stark vom Techno der ersten Welle der 90er Jahre inspiriert ist, ist Gotshells Produktionsansatz eine Genre-Synthese, die sich auf Stile von IDM und Acid bis hin zu Ambient und Dub stützt und stets von einem ehrlichen Engagement für intensive, erhebende Rave-Musik getragen wird. Sintaxis ist nach Rezagados (2021) und einem Auftritt auf der gefeierten We Are Not Alone-Compilation-Serie im letzten Jahr bereits seine zweite Veröffentlichung für BPitch, nachdem er bereits auf zahlreichen Labels veröffentlicht hat.
SURGICAL STRIKE steht für bedingungslosen, pra?zisen und schnellen Thrash Metal, welcher seinesgleichen sucht.
Nach ihrer ersten Debu?t-EP "V:II:XII" im Jahr 2016 und dem ersten Longplayer "Part Of A Sick World" 2020 steht nun das neue Studioalbum "24/7 Hate" in den Startlo?chern.
Mit "24/7 Hate" hat SURGICAL STRIKE einen neuen Meilenstein erreicht. Das Album ist nicht weniger als ein absolutes Must-Have fu?r alle Liebhaber des Thrash Metals und vereint technische Präzision mit atemberaubender Geschwindigkeit, was keinen Raum fu?r Kompromisse lässt. Die insgesamt elf energiegeladenen Tracks transportieren die Wut und Aggressionen der Bandmitglieder auf fesselnde Weise und reißen einen mit jeder Minute in ihren Bann.
Die Band spielte bereits zahlreiche Shows und Festivals, wie das Metal Frenzy Festival, Dong Open Air und das Wacken Open Air.
Schnell, chirurgisch pra?zise und gegen die Welt, in der wir leben, sind SURGICAL STRIKE bereit, keine Gefangenen zu nehmen.
Als Mark Shelton am 27. Juli 2018 im Alter von nur 60 Jahren nach einem Auftritt von Manilla Road beim Headbangers Open Air in Brande-Hörnerkirchen starb, war der Schock in der Heavy-Metal-Underground-Gemeinde groß. Die Band löste sich auf, während 2019 auf dem Keep It True Festival eine Manilla Road-Tribute-Show zu Ehren von Mark gefeiert wurde. Fünf lange Jahre hat es gedauert, bis sich die Ex-Manilla-Road-Mitglieder Bryan Patrick (Gesang), Phil Ross (Bass) und Andreas "Neudi" Neuderth (Schlagzeug) entschlossen haben, eine neue Band zu gründen und das Erbe der Epic-Metal-Meister fortzuführen. Sie werden von Kalli Coldsmith an der Gitarre unterstützt. Der Name der Band ist Sentry und sie unterschrieben direkt nach einem ersten Lebenszeichen - einer Zwei-Track-Promo-EP (mit "Heavensent" und "Black Candles") - bei High Roller Records. Das Ergebnis ist ihr selbstbetiteltes Debütalbum, das aus sechs brandneuen Kompositionen sowie den beiden Songs der Promo-EP besteht (die CD-Ausgabe enthält einen zusätzlichen Bonustrack, "Incarnation Of Evil" von den mächtigen Candlemass). Das Material auf dem Album wurde in Kalli Coldsmiths Studio in der Nähe von Darmstadt sowie in Phils eigenem Studio in Wichita, Kansas, USA, aufgenommen.
Eines ist Sentry sehr wichtig - sie wollen nicht als Kopie von Manilla Road gesehen werden, wie Gitarrist Kalli Coldsmith unmissverständlich klarstellt: "Wir sind einfach eine andere Band mit eigenen, originellen Songs und ohne einen großen Backkatalog. Wir versuchen, für uns selbst zu stehen und unseren eigenen Stil zu finden, an dem man erkennt 'Das ist Sentry!'" Er fährt fort: "Da ich das meiste Material geschrieben habe und nie bei Manilla Road war, gehen die Songs nicht auf die Zeiten von Mark zurück. 'Heavensent' ist ein Song, der unter den Eindrücken der Mark Shelton Tribute Show im Keep It True geschrieben wurde, die für alle beteiligten Musiker und Freunde eine emotionale Achterbahnfahrt war. Dieser Song wurde also sozusagen vom Himmel geschickt. Die meisten anderen Songs waren brandneu, zusammen mit einigen alten Ideen aus meinen Riff-Kellern." Bassist Phil Ross fügt hinzu: "Diese Band würde ohne Mark nicht existieren, also kann man es natürlich in gewisser Weise als Tribut an ihn bezeichnen. Textlich gibt es viele Hommagen, die man als 'für oder an' Mark bezeichnen könnte. Wir glauben, dass ihm diese LP gefallen würde, aber wir versuchen absolut nicht, Musik 'für Mark' oder 'für Manilla-Fans' zu schreiben. Wir machen das, weil wir denken, dass wir innerhalb der Struktur dieser Band etwas Neues schaffen können, das Metal-Fans interessiert, und das schließt Manilla-Fans ein! Ich denke, jedes Mitglied hat auf eine Art und Weise zum neuen Album beigetragen, wie wir es bei anderen Aufnahmen nicht getan haben. Wir sind darauf bedacht, zu respektieren, woher wir kommen und wie wir hierher gekommen sind, aber es ist natürlich und organisch passiert. Wir haben die Band nie gegründet, um Mark 'Tribut' zu zollen."
Als Mark Shelton am 27. Juli 2018 im Alter von nur 60 Jahren nach einem Auftritt von Manilla Road beim Headbangers Open Air in Brande-Hörnerkirchen starb, war der Schock in der Heavy-Metal-Underground-Gemeinde groß. Die Band löste sich auf, während 2019 auf dem Keep It True Festival eine Manilla Road-Tribute-Show zu Ehren von Mark gefeiert wurde. Fünf lange Jahre hat es gedauert, bis sich die Ex-Manilla-Road-Mitglieder Bryan Patrick (Gesang), Phil Ross (Bass) und Andreas "Neudi" Neuderth (Schlagzeug) entschlossen haben, eine neue Band zu gründen und das Erbe der Epic-Metal-Meister fortzuführen. Sie werden von Kalli Coldsmith an der Gitarre unterstützt. Der Name der Band ist Sentry und sie unterschrieben direkt nach einem ersten Lebenszeichen - einer Zwei-Track-Promo-EP (mit "Heavensent" und "Black Candles") - bei High Roller Records. Das Ergebnis ist ihr selbstbetiteltes Debütalbum, das aus sechs brandneuen Kompositionen sowie den beiden Songs der Promo-EP besteht (die CD-Ausgabe enthält einen zusätzlichen Bonustrack, "Incarnation Of Evil" von den mächtigen Candlemass). Das Material auf dem Album wurde in Kalli Coldsmiths Studio in der Nähe von Darmstadt sowie in Phils eigenem Studio in Wichita, Kansas, USA, aufgenommen.
Eines ist Sentry sehr wichtig - sie wollen nicht als Kopie von Manilla Road gesehen werden, wie Gitarrist Kalli Coldsmith unmissverständlich klarstellt: "Wir sind einfach eine andere Band mit eigenen, originellen Songs und ohne einen großen Backkatalog. Wir versuchen, für uns selbst zu stehen und unseren eigenen Stil zu finden, an dem man erkennt 'Das ist Sentry!'" Er fährt fort: "Da ich das meiste Material geschrieben habe und nie bei Manilla Road war, gehen die Songs nicht auf die Zeiten von Mark zurück. 'Heavensent' ist ein Song, der unter den Eindrücken der Mark Shelton Tribute Show im Keep It True geschrieben wurde, die für alle beteiligten Musiker und Freunde eine emotionale Achterbahnfahrt war. Dieser Song wurde also sozusagen vom Himmel geschickt. Die meisten anderen Songs waren brandneu, zusammen mit einigen alten Ideen aus meinen Riff-Kellern." Bassist Phil Ross fügt hinzu: "Diese Band würde ohne Mark nicht existieren, also kann man es natürlich in gewisser Weise als Tribut an ihn bezeichnen. Textlich gibt es viele Hommagen, die man als 'für oder an' Mark bezeichnen könnte. Wir glauben, dass ihm diese LP gefallen würde, aber wir versuchen absolut nicht, Musik 'für Mark' oder 'für Manilla-Fans' zu schreiben. Wir machen das, weil wir denken, dass wir innerhalb der Struktur dieser Band etwas Neues schaffen können, das Metal-Fans interessiert, und das schließt Manilla-Fans ein! Ich denke, jedes Mitglied hat auf eine Art und Weise zum neuen Album beigetragen, wie wir es bei anderen Aufnahmen nicht getan haben. Wir sind darauf bedacht, zu respektieren, woher wir kommen und wie wir hierher gekommen sind, aber es ist natürlich und organisch passiert. Wir haben die Band nie gegründet, um Mark 'Tribut' zu zollen."
Die Schweiz war schon immer ein fruchtbarer Nährboden für Extreme Metal. Messiah wurden 1984 gegründet und veröffentlichten zwei bahnbrechende Alben auf Chainsaw Murder Records, "Hymn To Abramelin" im Jahr 1986 und "Extreme Cold Weather" ein Jahr später. In den frühen 1990er Jahren unterschrieben Messiah bei Karl Walterbachs Label Noise Records und veröffentlichten drei weitere Alben in voller Länge: "Choir Of Horrors" (1991), "Rotten Perish" (1992) und "Underground" (1994), bevor sie getrennte Wege gingen.
Im Jahr 2018 beschlossen Messiah, sich in der Originalbesetzung ihrer Noise Records-Alben mit Andy Kaina am Gesang, Steve Karrer am Schlagzeug, Patrick Hersche am Bass und Bandgründer R.B. Brögi an der Gitarre zu reformieren. Aufwendige Re-Issues von "Hymn To Abramelin" und "Extreme Cold Weather" erschienen auf High Roller Records, bevor 2020 ein neues Studioalbum mit dem Titel "Fracmont" veröffentlicht wurde. 2024 folgt nun endlich "Christus Hypercubus", das Opus Magnus von Messiah.
Am 4. November 2022 ereilte das Schicksal den ehemaligen Messiah-Sänger Andy Kaina, der im Alter von nur 53 Jahren an einem Herzinfarkt starb. Es war ein großer Schock für alle Beteiligten. Andys letzter Live-Auftritt mit Messiah fand am 20. November 2021 im Alten Capitol in Langenthal, Schweiz, statt. Gegen Ende des Jahres verließ Andy Messiah, weil er nach eigenen Worten "die Motivation verloren hatte, in der Band zu sein und sich auf andere Dinge im Leben konzentrieren wollte". Messiah und Andy Kaina blieben jedoch Freunde.
Messiah hatte sich aber bereits nach Andys Ausstiegsankündigung entschieden, die Band weiterzuführen. Marcus Seebach aus Chur wurde Ende 2021 der neue Messiah-Sänger. Kurze Zeit später begannen die Arbeiten an einem neuen Studioalbum. "V.O. Pulver renommierter Schweizer Plattenproduzent und derzeit auch zweiter Gitarrist bei Messiah und ich haben im Januar 2022 die Grundlagen für neue Songs geschaffen", erklärt Gitarrist und Gründungsmitglied Brögi. "Innerhalb von drei Wochen hatten V.O. und ich das gesamte neue Album geschrieben. Ich habe in dieser Zeit auch das ganze Konzept und die Texte entwickelt (bis auf einen Songtext, der von Marcus Seebach stammt). Es war wirklich eine sehr kreative Zeit."
"Wir haben es so gemacht, wie wir es immer machen", lacht Brögi, "wir haben die Songs für "Christus Hypercubus" einfach geschrieben und aufgenommen, ohne viel darüber nachzudenken, ganz spontan. Die Umstände waren dieses Mal allerdings etwas komplizierter, weil wir nicht alle zusammen im Proberaum waren, um das Material zu arrangieren. Das Schicksal schlug zu, da Steve Karrer aufgrund eines Skiunfalls sechs Monate lang nicht Schlagzeug spielen konnte. Insgesamt ist das neue Material härter und schneller als "Fracmont". Es gibt auch einen neuen Touch, der durch Marcus' Gesang entsteht, denn er ist in der Lage, diese hohen Schreie zu machen. Ich denke "Christus Hypercubus" repräsentiert unsere neue Situation sehr gut - es weht ein neuer Wind, aber wir haben nichts von den bewährten Messiah-Trademarks von früher verloren."
Hier und da tragen Songs wie das langsamere "Speedsucker Romance" oder "Christus Hypercubus" auch "progressive" Züge, was das Album interessant und frisch klingen lässt. "Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir alle Regeln für das Arrangieren von Beats ignorieren", schmunzelt Brögi. "Wir fügen einfach verschiedene Ideen zueinander, meist angeführt von den Gitarren. Deshalb werden wir wohl auch nie einen Rockhit schreiben. Früher war es reines Chaos, heute ist es strukturierter und professioneller."
Die Schweiz war schon immer ein fruchtbarer Nährboden für Extreme Metal. Messiah wurden 1984 gegründet und veröffentlichten zwei bahnbrechende Alben auf Chainsaw Murder Records, "Hymn To Abramelin" im Jahr 1986 und "Extreme Cold Weather" ein Jahr später. In den frühen 1990er Jahren unterschrieben Messiah bei Karl Walterbachs Label Noise Records und veröffentlichten drei weitere Alben in voller Länge: "Choir Of Horrors" (1991), "Rotten Perish" (1992) und "Underground" (1994), bevor sie getrennte Wege gingen.
Im Jahr 2018 beschlossen Messiah, sich in der Originalbesetzung ihrer Noise Records-Alben mit Andy Kaina am Gesang, Steve Karrer am Schlagzeug, Patrick Hersche am Bass und Bandgründer R.B. Brögi an der Gitarre zu reformieren. Aufwendige Re-Issues von "Hymn To Abramelin" und "Extreme Cold Weather" erschienen auf High Roller Records, bevor 2020 ein neues Studioalbum mit dem Titel "Fracmont" veröffentlicht wurde. 2024 folgt nun endlich "Christus Hypercubus", das Opus Magnus von Messiah.
Am 4. November 2022 ereilte das Schicksal den ehemaligen Messiah-Sänger Andy Kaina, der im Alter von nur 53 Jahren an einem Herzinfarkt starb. Es war ein großer Schock für alle Beteiligten. Andys letzter Live-Auftritt mit Messiah fand am 20. November 2021 im Alten Capitol in Langenthal, Schweiz, statt. Gegen Ende des Jahres verließ Andy Messiah, weil er nach eigenen Worten "die Motivation verloren hatte, in der Band zu sein und sich auf andere Dinge im Leben konzentrieren wollte". Messiah und Andy Kaina blieben jedoch Freunde.
Messiah hatte sich aber bereits nach Andys Ausstiegsankündigung entschieden, die Band weiterzuführen. Marcus Seebach aus Chur wurde Ende 2021 der neue Messiah-Sänger. Kurze Zeit später begannen die Arbeiten an einem neuen Studioalbum. "V.O. Pulver renommierter Schweizer Plattenproduzent und derzeit auch zweiter Gitarrist bei Messiah und ich haben im Januar 2022 die Grundlagen für neue Songs geschaffen", erklärt Gitarrist und Gründungsmitglied Brögi. "Innerhalb von drei Wochen hatten V.O. und ich das gesamte neue Album geschrieben. Ich habe in dieser Zeit auch das ganze Konzept und die Texte entwickelt (bis auf einen Songtext, der von Marcus Seebach stammt). Es war wirklich eine sehr kreative Zeit."
"Wir haben es so gemacht, wie wir es immer machen", lacht Brögi, "wir haben die Songs für "Christus Hypercubus" einfach geschrieben und aufgenommen, ohne viel darüber nachzudenken, ganz spontan. Die Umstände waren dieses Mal allerdings etwas komplizierter, weil wir nicht alle zusammen im Proberaum waren, um das Material zu arrangieren. Das Schicksal schlug zu, da Steve Karrer aufgrund eines Skiunfalls sechs Monate lang nicht Schlagzeug spielen konnte. Insgesamt ist das neue Material härter und schneller als "Fracmont". Es gibt auch einen neuen Touch, der durch Marcus' Gesang entsteht, denn er ist in der Lage, diese hohen Schreie zu machen. Ich denke "Christus Hypercubus" repräsentiert unsere neue Situation sehr gut - es weht ein neuer Wind, aber wir haben nichts von den bewährten Messiah-Trademarks von früher verloren."
Hier und da tragen Songs wie das langsamere "Speedsucker Romance" oder "Christus Hypercubus" auch "progressive" Züge, was das Album interessant und frisch klingen lässt. "Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir alle Regeln für das Arrangieren von Beats ignorieren", schmunzelt Brögi. "Wir fügen einfach verschiedene Ideen zueinander, meist angeführt von den Gitarren. Deshalb werden wir wohl auch nie einen Rockhit schreiben. Früher war es reines Chaos, heute ist es strukturierter und professioneller."
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REKORDER is "a kind of retrospective of myself", says M.RUX about his second, long-awaited solo album. For over 10 years, Marten Rux aka M.RUX appears as a DJ, producer, editor, remixer and multi-instrumentalist all over the world and has developed an idiosyncratic sound that opens up subtle fields of tension: M.RUX mixes a sound between experimental sound design and hooklines that stay in your ears forever. Between wild percussion and contemplative harmonies, between ecstasy and meditative calm. In his DJ and live sets, M.RUX usually steps up to the controls with a smile, discreetly bobbing his head, while the audience goes wild. He circumnavigates clichés with trustworthy certainty and develops his very own guiding threads in his selection beyond BPM or genre straitjackets. One constant is his warm, often stoically slow kick drum, which holds all that playfulness together. REKORDER is a manifestation of this typical M.RUX sound. Similar to his concept album "Vermonische Melodien" from 2020 (on the Pingipung label), the artist's curiosity is directed towards the musical visions of the past. When new music technology projected great visions of the future and when new sounds had not yet solidi ed into clichés. REKORDER refers to the recording device, spelled in a German way, because most of the recordings were made in Germany (and in England as well). Phonography is a miracle that has only been around for 150 years: Technology gifts upon us prosthetics for remembering sound. Every recording is a process, and every playback a new performative act. Recordari (Latin) is a beautiful word. It literally means to take something to heart (cor) once again (re-). This doesn't just refer to remembering, but also to a ponderous, loving, sometimes doubtful contemplation. It is a perfect headline for M.RUX’ approach to processing sound. REKORDER draws deeply from its own archive, which has ourished quite splendidly during the pandemic. Multi-instrumentalist M.RUX mixes his own recordings of banjo, guitar, auto-harp, synths, percussion and jews harp with fragments from sessions with friends that have accumulated since 2020. They unfold in the process of re-listening in the mix and transform into a solid musical tapestry. A typical gesture for this album? M.RUX bows deeply to the history of pop music - especially the blues and its melancholy, coolness and shuf ing groove. The harmonic framework of the album is based on blues scales throughout. Instead of conveying blue emotions via lyrics or the tone of the voice, as the original genre does, the synthesizer takes on this role on REKORDER. With his sound design, M.RUX achieves an ecstatic sorrow in his melodies, this gurgling portamento that is reminiscent of R&B (or even the ingenious title melody of the series "Bojack Horseman”). If voices are heard on REKORDER, then as hypnotic fragments that guide us through the groove as conjunctions: "Because...", says the voice in the track of the same name. That's enough. There are no lyrics, no literal weariness, no love-songs or storytelling, REKORDER processes all of this into timbres and groove as vessels for the album’s individual, contemplative melancholy. Never forgetting, with a gentle smile, to swing a leg.
Partiboi69 strikes poses, chords and hot irons. Australia’s spiciest export since INXS’s front man is a sensation on many (meta-)levels. Musically, aesthetically and hedonistically exhilarating, the man’s man shows his sensitive side on Running Back. Four tracks answer the Call of the Void with a showcase of sounds and moods that are as much informed by the rules of old school dance music (Bodies) as they draw inspiration from classic rave closing tracks (Playin’), plangent pop (Feel This) and a former new romantics band that just discovered house music pre-internet (Call of the Void): surprisingly serious and simultaneously not-so-serious. Composed and executed with serious songwriting skills and an uncanny feel for the aural world of Running Back Records. A mutual pleasure, indeed.
Short: Partiboi69 strikes poses, chords and hot irons. Showing his sensitive side for Running Back with four tracks that are as much informed by the rules of old school dance music (Bodies) as they draw inspiration from classic rave closing tracks (Playin’), plangent pop (Feel This) and a former new romantics band that just discovered house music pre-internet (Call of the Void). A sensation on many meta-)levels and a mutual pleasure, indeed.




















