Reissue of the Philadelphia group"s gritty psychedelic milestone, "Set And Setting" from 1999. The songs on Bardo Pond"s first two Matador releases - "Amanita" and "Lapsed" - were largely worked up at home and then recorded on the clock at a professional studio. On "Set and Setting," the band chose to work out of its home base, Lemur House, and the end result benefited from the open-ended DIY flexibility. "It was closer to the heart of what we do," says guitarist Michael Gibbons. "There was more improvisation, but also more culling of material. We had more time to find things that jumped out at us, go places we wouldn"t normally go, do investigative work. I think there was a shift. It"s just somehow a more true experience of Bardo Pond."
Search:the b 52 s
Was haben Motörhead, Refused, Rage against the Machine, AC/DC und Green Day gemeinsam? Es mag vielleicht verwundern, aber sie haben allesamt Songs mit Texten, die ziemlich gut im Kontext eines Widerstands gegen eine Epoche funktionieren, die immer mehr durch herzlosen Nationalismus, Rassismus, Faschismus und Egoismus gekennzeichnet ist. Das Leben im Europa des Jahres 2024 kann einem schon den Rest geben: In immer mehr Ländern wühlen Politiker*innen den Dreck auf, der schon längst hätte abgeschafft werden sollen - oder der zumindest kollektiv verachtet gehört. Doch eines muss man sich unbedingt ins Gedächtnis rufen: just because you got the power, heißt nicht, dass man recht hat. Tagtäglich wird einem heute eine neue dumme Idee um die Ohren gehauen. Meistens geht es darum, diejenigen nach unten zu treten, die eh schon am Boden liegen. Für Otto Normalverbraucher, der sich von der Gesellschaft betrogen fühlt, ist das reines TNT. Das Gefühl ist bisweilen nachvollziehbar, doch bitte wann sind die Verbreitung von Angst, das Bauen von Mauern und die Zerstörung von Bildungssystemen zur Lösung für Alles geworden? Seit wann ist ein menschliches Wesen aufgrund seiner Ethnie, seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung oder seines Glaubens weniger wert? Unsere Antwort ist kurz und knapp: Wann immer irgendwer versucht, uns hier auf Linie zu bringen, entgegnen wir: fuck you, we won"t do what you tell us. Was also tun? Sind wir die einzigen, die sich in einer Welt, die sich spiralförmig in den Abgrund dreht, wie basket cases, also absolut verloren fühlen? Hoffentlich nicht. Und wenn wir eines gelernt haben, dann, dass im Produzieren, Spielen und Hören von Musik ein mächtiger Zauber liegen kann. Es gibt weniges, was so wirksam für sozialen Kit sorgt. Deshalb sind wir unglaublich stolz und freuen uns extrem, wieder ein neues Hellsongs-Album zu präsentieren. Für uns ist es ein Lichtstrahl in äußerst dunklen Zeiten. Zusätzlich zu den Cover-Versionen gibt es auch vier eigene neue Songs, die mehr oder weniger dasselbe Themenfeld abdecken. Mehr Vocals, mehr Drums, allgemein mehr Instrumente, gespielt von einer noch größeren Gang mit noch mehr Wut im Bauch als je zuvor. Hoffentlich gefällt"s euch. Wir lieben es! Lassen wir diese abgründigen Zeiten hinter uns und gehen wir gemeinsam in eine gleichberechtigte Zukunft! Eins wissen wir jedenfalls genau: We would rather be dead, als es gar nicht erst versucht zu haben. See you on the road!
Was haben Motörhead, Refused, Rage against the Machine, AC/DC und Green Day gemeinsam? Es mag vielleicht verwundern, aber sie haben allesamt Songs mit Texten, die ziemlich gut im Kontext eines Widerstands gegen eine Epoche funktionieren, die immer mehr durch herzlosen Nationalismus, Rassismus, Faschismus und Egoismus gekennzeichnet ist. Das Leben im Europa des Jahres 2024 kann einem schon den Rest geben: In immer mehr Ländern wühlen Politiker*innen den Dreck auf, der schon längst hätte abgeschafft werden sollen - oder der zumindest kollektiv verachtet gehört. Doch eines muss man sich unbedingt ins Gedächtnis rufen: just because you got the power, heißt nicht, dass man recht hat. Tagtäglich wird einem heute eine neue dumme Idee um die Ohren gehauen. Meistens geht es darum, diejenigen nach unten zu treten, die eh schon am Boden liegen. Für Otto Normalverbraucher, der sich von der Gesellschaft betrogen fühlt, ist das reines TNT. Das Gefühl ist bisweilen nachvollziehbar, doch bitte wann sind die Verbreitung von Angst, das Bauen von Mauern und die Zerstörung von Bildungssystemen zur Lösung für Alles geworden? Seit wann ist ein menschliches Wesen aufgrund seiner Ethnie, seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung oder seines Glaubens weniger wert? Unsere Antwort ist kurz und knapp: Wann immer irgendwer versucht, uns hier auf Linie zu bringen, entgegnen wir: fuck you, we won"t do what you tell us. Was also tun? Sind wir die einzigen, die sich in einer Welt, die sich spiralförmig in den Abgrund dreht, wie basket cases, also absolut verloren fühlen? Hoffentlich nicht. Und wenn wir eines gelernt haben, dann, dass im Produzieren, Spielen und Hören von Musik ein mächtiger Zauber liegen kann. Es gibt weniges, was so wirksam für sozialen Kit sorgt. Deshalb sind wir unglaublich stolz und freuen uns extrem, wieder ein neues Hellsongs-Album zu präsentieren. Für uns ist es ein Lichtstrahl in äußerst dunklen Zeiten. Zusätzlich zu den Cover-Versionen gibt es auch vier eigene neue Songs, die mehr oder weniger dasselbe Themenfeld abdecken. Mehr Vocals, mehr Drums, allgemein mehr Instrumente, gespielt von einer noch größeren Gang mit noch mehr Wut im Bauch als je zuvor. Hoffentlich gefällt"s euch. Wir lieben es! Lassen wir diese abgründigen Zeiten hinter uns und gehen wir gemeinsam in eine gleichberechtigte Zukunft! Eins wissen wir jedenfalls genau: We would rather be dead, als es gar nicht erst versucht zu haben. See you on the road!
Mere months after inflicting a massive case of Vertigo on the world, Wand ride on, plating the pre-release digi-single "Help Desk" alongside "Goldfish", a bonus dose of oceanic luminescence from Vertigo"s Big Bang. Plus, in the name of the ever-expanding universe (and the much-needed dream-extension app!), three remixes - from Beat Detectives, Dead Rider and Dean Spunt - for good measure. Not sure where you"re at? Check in with the "Help Desk".
Demos and unreleased songs from Wand"s salad days, the time of the immortal Ganglion Reef. Available for download since 2017, this album"s at last firmly sunk into vinyl grooves that realize its fullest potential in a listener"s ears. These light, fizzy versions have distinctive gleaming magic energies all of their own and they fly thrillingly through the air. Catch a wave through beautifully-abandoned space on your turntable eternal!
2024 Reissue
Touching Bass continue to prise open a distinct, exciting lane for themselves as a label home for forward-thinking, soulful music with the incredible debut project from London's Demae (aka Bubblerap and ? of Hawk House) entitled "Life Works Out...Usually" - "Life Works Out...Usually" is a soothing antidote to these turbulent times; a soulful coming-of-age story celebrating black joy, self-empowerment and life learnings centred around an integral two year period of growth and featuring appearances from Fatima (Eglo Records), Joe Armon-Jones, Ego Ella May and Nala Sinephro - all part of our close-knit, London-based musical community. Sonically, it draws a unique line between the grit of inner-city London soul, interstellar Flying Lotus electronic rushes and new-age Dilla-isms mixed with flecks of London's exciting jazz-influenced sounds. Production comes from rising producers like Eun (Ego Ella May, Denzel Himself), Jake Milliner (Slum Village, Yazmin Lacey, Lord Apex), 104.ROG (Liv.e, THEESatisfaction) and Wu-Lu (Ego Ella May). For those not yet accustomed, Demae's work stretches beyond her solo project. She has been a fundamental part of Fatima's touring band as a backing vocalist since the release of her much loved second album And Yet It's All Love. Prior to that, she was one-third of hip-hop adventurists, Hawk House, whose introspective, eclectic style was reshuffling the rule book for UK-based rap, quickly making them one of the UK's most exciting emerging sounds and earning fans from Mac Miller and Ghostpoet to Wretch 32 and Jill Scott.
Geplant war es von Omega damals logischer Weise nicht, die eigene Karriere in Genre-Phasen einzuteilen. So etwas machen später Musikjournalisten und Fans - und unter ihnen besonders die Statistiker. Nach deren Lesart gilt die zweite Hälfte der Siebziger als Space-Rock-Ära der ungarischen Band. Abgebildet wird sie durch die Trilogie "Time Robber" (1976), "Skyrover" (1978) und schließlich "Gammapolis" (1979). Zwar waren sphärische Klänge bereits davor und auch danach noch im Schaffen des Budapester Quintetts zu vernehmen, derart konzeptionell fokussiert zeigten sich Omega jedoch tatsächlich nur auf diesem Triple. Nimmt man die Erfolgs-LP "Time Robber" weiterhin als Qualitätsmaßstab, hielt auch "Gammapolis" mühelos mit. Die Kompositionen der Gruppe um Sänger Jànos Kòbor waren melancholischer geworden, die bittersüßen Melodien schmeichelten. Das galt besonders für den siebenminütigen Opener "Dawn In The City" ("Hajnal a város felett"), dem Titelsong "Gammapolis" und "Silver Rain" ("Ezüst esö"). Zwischen der westeuropäischen, englischsprachigen Version und dem ungarischen "Original" gibt es neben dem Gesang und der Sprache in der Titelreihenfolge und bei der Songlänge einige kleine Unterschiede. Minimal ließen Omega die instrumentalen Passagen einiger Stücke auf der Muttersprachenvariante länger fließen. Für die westeuropäischen Omega-Platten-Käufer jedoch hatten diese feinen Unterschiede keine Relevanz, kannten sie meist die ungarischen Songs gar nicht. Ebenso wenig dürften sie registriert haben, dass GAMMAPOLIS in Omegas Heimat mit fast einer dreiviertel Million Einheiten die am besten verkaufte LP der Band-Karriere wurde. Das deutsche Cover-Artwork wich jedoch von der ungarischen Version erheblich ab: Zeigte die Bacillus/Bellaphon-Variante die Silhouetten der Musiker vor einem von Flak-Scheinwerfern durchschnittenen Nachthimmel, war auf dem Pepita-Album offenbar die zwar futuristische, allerdings auch karge Welt auf einem fremden Planeten zu sehen.
UK supergroup Flock return with their anticipated sophomore album "Flock II". Comprising an exceptional line-up featuring Bex Burch (fresh from her debut solo album on International Anthem), Sarathy Korwar, Tamar Osborn (Collocutor, Dele Sosimi, Unknown To Known), Danalogue (The Comet Is Coming / Soccer96) and Al MacSween (Kefaya), the new recordings showcase Flock"s ability to push the boundaries of the composition process and craft unique tracks based on their collective spirit.
Anthony"s post-Slapp Happy output, for years an underrated-to-outright unknown quantity, achieves a new dimensional plane with this third archival release from his personal tape library. Home of the Demo triangulates upon the art-pop qualities found in his previously unreleased 1976 LP OUT, and "79"s new wave-adjacent Flying Doesn"t Help, finding Anthony"s early/mid-80s home recordings drifting whimsically in and out of the actual mainstream.
2024 Reissue
"Ballyturk" is the new album by Teho Teardo, and his first release after "Still Smiling" (SPECULA004), the succesful collaboration with Blixa Bargeld. Includes contributions by some great musicians like Joe Lally (bass player in Fugazi), Lori Goldston (played with Nirvana) and Nick Holland from the Balanescu Quartet!
Ruthven - alias Sean Nelson - hatte schon immer einen gewissen Eifer und einen inneren Antrieb in sich. Der Musiker aus dem Süden Londons tauchte 2017 zum ersten Mal auf der Bildfläche auf, als er bei Paul Institute, dem von A.K und Jai Paul gegründeten Label, unter Vertrag genommen wurde. Zu dieser Zeit war er Mitglied der Londoner Feuerwehr und nahm seine Songs in der Feuerwache zwischen den Einsätzen auf. Nachdem er seine einzigartige Mischung aus R&B-beeinflusstem Future-Funk behutsam und mit Bedacht entwickelt hatte, erregte Ruthven die Aufmerksamkeit der Kritiker ("kreiert Prince-ähnliche Jams mit den Konturen und der Geschmeidigkeit von Sportwagen" - The FADER) und ging erst kürzlich mit Sampha auf Tour. Dieses Jahr wartete Ruthvan schon mit Koops mit Sampha und Little Simz auf "Satellite Business 2.0" sowie der Zusammenarbeit mit Overmono auf ihrem Club-Banger "Gem Lingo (ovr now)" auf. Auf seinem am 25. Oktober erscheinendem Debütalbum "Rough & Ready" führt Ruthven die Hörer*innen in seine intime Welt ein. In den 12 Tracks lehnt er sich an klassisches Songwriting an, während er die üppige Instrumentierung beibehält, um ein Portal zu schaffen, das Jahrzehnte überspannt. "Es ist vom Jazz beeinflusst, aber auch von so vielen anderen Genres", sagt er, "sogar Yacht-Rock-Künstler wie Michael McDonald und Steely Dan haben mich tief beeinflusst." Das Ergebnis ist ein Album, das all die scharfen Kanten der frühen Prince-B-Seiten wie "17 Days" mit der Rauchigkeit von D"Angelos "Africa" aus der Voodoo-Ära verbindet. Die Entstehung von "Rough & Ready" brachte einige Herausforderungen mit sich, darunter auch technische Pannen - aber Ruthven blieb dem Ziel treu, sehr persönliche und nachvollziehbare Musik zu machen. Das Ergebnis ist ein Album, das man gehört haben muss.
- 1: Former Glory
- 2: These Days
- 3: Least That I Can Do
- 4: God Loves Everyone
- 5: Disappearing Act
- 6: For A Moment
- 7: Gold In Them Hills
- 8: Heart's Desire
- 9: Dragonfly On Bay Street
- 10: The Less I Know
- 11: Up The Road
- 12: Best Friends
- 13: Gold In Them Hills (Remix)
Cobblestone Runway (Originally released 2002) was produced by Martin Terefe and features several of Ron"s most poignant songs including "God Loves Everyone", "Former Glory" and Ron"s biggest hit "Gold In Them Hills", which features a duet with Coldplay"s Chris Martin and was chosen by Richard Curtis to feature on the soundtrack to his film "About Time".
Retriever (Originally released in 2004) was produced by Martin Terefe and features a wealth of finely honed Sexsmith gems including "Hard Bargain" (covered by Emmylou Harris on her 2011 album of the same name), "Imaginary Friends" ("a cautionary children"s song" says Ron), and Ron"s tribute to Bill Withers "Whatever It Takes" (covered as a duet with Ron by Michael Buble on his 2009 multi-platinum album "Crazy Love").
Motherland is an electrified open letter to our dying planet. Having released a past solo EP in 2019, Motherland remains Lia"s first full-length offering. A longform listen of both heartbreak and help and healing. Seeing debilitation in its many forms and making art amidst the continued struggle. Her heavy lyrical content swirls through synth flutters and hard-hitting drums, making for a captivating contrast. Dystopian and dreamy. Ambient layers and atmospheric backdrops with piano ballads, downtempo electronica, and drum and bass. The influences of James Blake and Frou Frou ooze through these tracks. Think Låpsley, FKA Twigs, Kllo, Caroline Polachek.
Peter Evans makes his We Jazz Records debut with Extra, a new album out 25th October. The band formation includes Evans on trumpet, Petter Eldh (Koma Saxo / Post Koma) on bass and Jim Black on drums. Peter Evans, an acclaimed trumpet player, improvisor, and composer based in New York City presents a gutsy new band that gets right to work with his eight new compositions.
With a shared ethos of elevating and amplifying left-field Black music, SouthLondon/Jamaica"s, cktrl shares his most ambitious work yet, partnering with Erroland Alex Rita"s Touching Bass to present" Robyn".
TARN SIKE BLUE COLORED Vinyl[28,78 €]
Bounds follows Craven Faults"second full-length album Standers. Following loosely in the footsteps of 2020"s Enclosures release, here"s another 37-minute journey through Northern England via a lifetime obsessing at the fringes of popular culture.
Bounds follows Craven Faults"second full-length album Standers. Following loosely in the footsteps of 2020"s Enclosures release, here"s another 37-minute journey through Northern England via a lifetime obsessing at the fringes of popular culture.
Mit dem Label MPS wurde in Deutschland musikalisch Nachkriegsgeschichte geschrieben: edle Musikproduktionen mit vielen internationalen Größen kommen aus dem Schwarzwald. In dieser Tradition bewegt sich das sich das Villinger Label HGBSBlue mit Neu- und Archivaufnahmen auf hochwertigem Vinyl, teilweise aus dem MPS-Archiv. Was sind das für Klänge? Sie sind eigenwillig, machen fast süchtig. Sie sind mitreißend, wehmütig und lassen sich in keine der gängigen Schubladen stecken: Georgische Polyphonie gemischt mit Minimal Music, einer Prise Jazz und prickelndem Elektro Pop. Grenzen kennt diese Musik nicht. Gibt es Vergleichbares?? Kaum. Björk vielleicht. Es geht um Russudan Meipariani, eine Pianistin, Komponistin und Sängerin aus Tiflis, die seit gut 20 Jahren in Stuttgart lebt. Gemeinsam mit Schwester Natalie und Schwager Giga bilden sie das Russudan Meipariani Ensemble und spielen jenseits der üblichen musikalischen Grenzen. Dementsprechend auch der Titel ihres neuen Projekts: "Beyond The Boarders", welches im Oktober als Vinyl-Platte auf dem Schwarzwälder Label HGBSBlue herausgebracht wird. Die Polyphonie ihres Heimatlandes Georgien hat es der aus einer Musikerfamilie stammenden Komponistin Russudan Meipariani naturgemäß angetan. In den 1990 Jahren spielte sie mit Schwester Natalia (Geige) und Schwager Giga (Cello) als klassisches Trio zusammen und machten sich dann auf nach Deutschland. Hier setzten sie zunächst ihre Musikausbildung fort, um und dann als Musiker tätig werden. Russudan war sogar Studentin bei der Komponistenikone Wolfgang Rihm (1952-2024). Das neue Album des Russudan Meipariani Ensembles ist eine musikalische Besinnung auf Herkunft und Heimat, eine Musik über Sehnsucht und Erinnerung. Das Trio bringt Welten zusammen und schafft einen einmaligen Klangraum an der Schnittstelle von Klassik, Jazz, georgische Polyphonie, Postminimalismus und Improvisation. Die Musik steckt voller Sentimentalität und Weite, ist dann wieder mitreißend oder auch wehmütig. Viele ungewöhnliche Facetten tauchen auf, aber niemals Langeweile. "Diese Musik ihrer steckt voller erzählerischer Kraft und einer soghaften Poesie. Man möchte nicht aufhören, ihr zuzuhören", schreibt Julia Neupert, Redakteurin für Jazz und Neue Musik beim SWR in Stuttgart, die die Liner Notes zu dieser LP geschrieben hat. Ein ungewöhnliches Hörerlebnis!
Das japanische No ist die älteste lebendige Theaterform. Themen wie Schuld, Liebe und Erlösung werden in Text, Tanz und Musik verhandelt. Eric Schaefer ist dem Land Japan und der japanischen Kultur schon seit vielen Jahren verbunden. So begann er, inspiriert durch seine Besuche des No-Theaters, während eines dreimonatigen Aufenthalts und Unterrichts bei Prof. Takanori Fujita (Kyoto City University of Arts) den Liedzyklus HAYASHI zu komponieren. Ein Begriff, der das im No agierende Musikensemble benennt, der aber auch einen Hain beschreiben kann. Die Erstaufführung von HAYASHI fand beim Jazzfest in der Oper Leipzig 2023 statt - gespielt vom Eric Schaefer Ensemble und gemeinsam mit den japanischen Künstler*innen Ichi-Go (Tanz) und Acci Baba (Videokunst). Nun liegt die Studioproduktion von HAYASHI vor. Auf Vinyl und in einer limitierten Auflage. Mit einem Coverbild der in Kyoto lebenden Kalligraphin Chizu Ikura. Die Musik des No hat sich aus einer heterogenen Vielzahl volkstümlicher und religiöser Spielarten (Matsuris, buddhistische Rituale) entwickelt und besitzt eine kompositorische Struktur, die den Ausführenden einerseits exakte Vorgaben macht, aber andererseits selbstbestimmte Räume und Unschärfen besitzt, die sich zu Improvisationen öffnen. Die Komposition HAYASHI von Eric Schaefer nimmt diesen Modus Operandi des Musizierens im No-Theater auf. Durch die Zusammenarbeit von klassisch gebildeten und improvisierenden Musizierenden wird eben dieses fluide Durchwirken von festgelegten und frei zu interpretierenden Kompositionsteilen ermöglicht. Es gibt hier nur eine Partitur für alle, eine semantische Ebene, auf der sich alle bewegen. "Letztlich", so Eric Schaefer, "gehen wir mit dem Ensemble HAYASHI der Frage nach, was uns diese alte Kunstform des No heute ästhetisch sagen kann, wie wir mit Freiheit und Gebundenheit in der Musik umgehen." Dies geschieht im Geiste Zeamis, dem Gründer des No-Theaters, der vor 600 Jahren schrieb: "Das Alte befragen, das Neue begreifen".




















