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ENIK & THE PARANORMAL STRING QUARTET - EXILE IN SPACE LP

Im Englischen gibt es den Ausdruck "to pull at one"s heartstrings". In der deutschen Sprache gibt es für dieses Bild keine direkte Übersetzung. Jetzt aber zum Glück irgendwie schon, in Form dieses Albums. Denn beim Hören von EXILE IN SPACE zupft und zuppelt, zieht und dehnt etwas im Inneren, meist in etwa da, wo bei den meisten Menschen das Herz vermutet wird. Melancholie trifft es eben nicht, ist auch ein viel zu abgenudelter Begriff in der Musik und hat hier keinen Platz. Was ENIK und das PARANORMAL STRING QUARTET auf EXILE IN SPACE in diesen acht musikalischen Kleinoden entstehen lassen, geht tiefer. Großartige Sätze wie: "Don"t pick up the Phone, it could be your mother! She wont candycrush herself out of this mess.", lässt Enik in "Electric Sheep" von einer knazigen Roboterstimme in Gedichtform vortragen, während im Hintergrund ein Omnichord und ein Cello darüber diskutieren, wer von beiden eigentlich einsamer ist als der andere. "TRUE MF", das man von ENIK Solo bisher als richtigen Dancefloor-Banger kannte, kriegt mit entschleunigten, warmen aber trotzdem nie und nimmer kitschigen Streicherparts neue Dimensionen (ziemlich viele sogar). Diese paranormalen Ergänzungen halten ENIK wenn nötig auch mal auf dem Boden - oder besser gesagt in der gemütlichen, warmen Stube am Fenster, wenn er im Titeltrack mit Cervantes im Kopf von der eher weniger gemütlichen Weltlage singt und vom Exil im Weltall träumt (EXILE IN SPACE). In KANGAROO unterhält sich Enik mit einem toten Känguru, was ihn schlagartig seiner eigenen Vergänglichkeit ermahnt und somit das exzessive Leben des Protagonisten herzzerreißend in Frage stellt. Der Song endet in einer dreiminütigen, elegischen Streicherimprovisation, die für Enik persönlich, den absoluten Höhepunkt dieses Albums darstellt. Zurückgelassen wird man als Hörer*in am Ende mit dem knarzigen BETTY LEE. Ein Lied, das gut und gerne 70 Jahre alt sei könnte, gleichzeitig aber auch nach vorne in die Zukunft weist. Alles in allem acht funkelnde, schräge, organische und liebevolle Songs, die vom Herzen bis ins Weltall reichen. Womit wir wieder bei den "heartstrings" sind und dem, was eben hier noch nicht verraten wurde: Was der englische Ausdruck "to pull at one"s heartstrings" auf Deutsch bedeutet. Aber dafür sind ENIK und das PARANORMAL STRING QUARTET die Experten.

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22,06 €
BRUTUS - UNISON LIFE (STANDARD ANNIVERSARY EDITION)

Anniversary Edition. Colour in colour Vinyl. Plus Booklet und Insert. Wenn die Zeiten hart sind oder man sich zermürbt fühlt sehnt man sich nach einem Leben in vollständigem Frieden. Ein Leben, in dem es keinen Streit, keine Auseinandersetzungen und keine Lügen gibt. Ein Leben ohne Enttäuschungen und eines, in dem das eigene Handeln keine Konsequenzen hat. Manche würden es eine Fantasiewel" nennen. Das belgische Trio Brutus nennt es "Unison Life" - eine Formulierung, die auch den Titel ihres dritten Studioalbums ziert. "Unison Life" handelt von all den Dingen, die einen von vornherein zermürben. Es geht um die Abscheulichkeit, den Schmerz und die mutigen Taten, mit denen man das alles übersteht. Das Album beginnt mit einem Porträt der Zufriedenheit und entwickelt sich von dort aus weiter, bis es in die Schlacht zieht und die Frage stellt, was wirklich zählt. In ihren eigenen Worten: "Is this Unison Life a hoax? Or a quest?" Auf Unison Life zeigen sich Brutus von ihrer bewussten Seite. Sie haben sich mehr Gedanken über den Sound gemacht, was sich auch auf das Artwork (produziert von Mulders) und das Musikvideo zu "Liar" auswirkt. Da Brutus in den letzten Jahren nicht auf Tournee gehen konnten, haben sie ihre gesamte Energie in "Unison Life" gesteckt. Das Ergebnis ist ein eindrucksvolles Beispiel für eine Band, die Grenzen überschreitet und auf dem Höhepunkt ihres Könnens ist.

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29,87 €
DAWN BROTHERS - Alpine Gold LP

Wer die Dawn Brothers bei der Arbeit sieht, wird unwiderruflich in den musikalischen Wirbelwind gesogen, der über die Bühne rast. Hier werden Rock, Folk, Blues und Soul scheinbar mühelos zu einem unwiderstehlichen Cocktail vermischt. Es ist dieses quälende
'was ist hier los'-Gefühl, das den Wunsch weckt, selbst Teil dieser Rotterdamer Band zu sein. Das neue Album der Dawn Brothers, das auf den Namen 'Alpine Gold' hört, ist eine Rückkehr zur Energie des Debüts 'Stayin' Out Late' und enthält einen erzählenden Song,
in dem Sheryl Crow, Eddie Vedder und Cat Stevens zu hören sind - ihr wisst, wie es geht. Die Songs, die auf "Alpine Gold" landeten, wurden innerhalb von zwei Monaten geschrieben und dann im Electric Monkey Studio in Zaandam aufgenommen, wohin sich
die Band mit dem Produzenten Paul Willemsen zurückzog. Die so entstandenen Songs sind eine authentische Sammlung von Liedern mit einem Hauch von Mystik, bei denen Intuition und Instinkt im Vordergrund stehen. "Kein Bullshit, einfach eine gute Platte mit
starken Songs machen", sagt die Band. Im Alltag mögen sie bescheiden sein, aber auf 'Alpine Gold' haben die Dawn Brothers keine Angst, die Büchse der Pandora zu öffnen.

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27,31 €
VERSTÄRKER - JENSEITS LP

180g milchig-klares Vinyl, Gatefold-Jacket, bedruckte Innenhülle, inkl. Download-Karte Das amerikanische Instrumental-Trio Verstärker hat sich von den Klängen von Krautrock, Post-Punk, No Wave und Drone inspirieren lassen und vereint Sound und Visionen im Streben nach motorischer Weltraumforschung. Nach ihrem ausverkauften Debütalbum "Aktivität" aus dem Jahr 2015, mit dem sich die Band einen schnell wachsenden Ruf im Psych-Underground erspielte, erscheint Verstärkers zweites Album "Jenseits" am 27. Oktober 2023 bei Fuzz Club. Mit fünf Tracks, die sich über 45 Minuten erstrecken, ist "Jenseits" die Antwort der Band auf die moderne dystopische Welt, in der wir heute leben - mit einem schwereren und noch dunkleren Ton als bei den Vorgängern. "Überall fühlt sich alles am Rande des Zusammenbruchs an. Wir finden unsere Hoffnung in der Musik und der Kunst. Das ist die Zukunft, nach der wir streben." Auf "Jenseits" treffen dicht gewickelte Motorik-Bässe, harte Percussion und effektgeladene Gitarren auf düstere atmosphärische Drones in den seltenen Momenten, in denen das rasante Tempo der Platte nachlässt. Gitarrist J. Vitatoe erklärt über das Album: "Jenseits als Präposition bedeutet 'jenseits' oder 'auf der anderen Seite von', und als Substantiv bedeutet es 'das Jenseits' oder 'die nächste Welt'. Diese doppelte Bedeutung ist das Konzept, das sich durch die Platte zieht. Beim Motorik-Beat ging es schon immer darum, auf den Horizont zuzusteuern, um das Gefühl des immerwährenden Vorwärtsdrangs. Aber irgendwann erreicht man die Sollbruchstelle und stößt auf die andere Seite vor - man geht über den Horizont hinaus. Das ist es, was wir mit dieser Platte klanglich erreichen wollten.

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26,26 €
BLONDE REDHEAD - MISERY IS A BUTTERFLY LP

Ein italienisches Zwillingspärchen trifft in New York auf eine Japanerin und gründet eine Band. Was wie das Script für eine Umkehrung von Sofia Coppolas Film "Lost in Translation" klingt, ist die Geschichte von Blonde Redhead. In den Neunzigern ursprünglich als Quartett gegründet, erschienen die ersten Werke passender Weise auf dem Label des Sonic Youth Schlagzeuger Steve Shelley Smells Like Records, wenig später wurde die hippe Talentschmiede Touch&Go auf die zum Trio geschrumpfte Band aufmerksam. Und nun schickt sich 4AD an, den einstigen US-Indie-Geheimtipp dem guten alten Europa schmackhaft zu machen. Neu ist nicht nur das Label, auch die Verzerrer und Feedbackorgien mussten abdanken zugunsten eines ätherischen Sounds, der den feingesponnenen Melodien reichlich Raum gibt. Fans der Band werden beim ersten Hören ihr Erstaunen über die Verbreiterung des musikalischen Spektrums nicht verbergen können, aber mit Sicherheit das Album im Nullkommanix in ihr Herz schließen. Die Spex ist denn auch voll des Lobes: "Schwer macht es einem "Misery Is A Butterfly" nur, wenn es daran geht, Lieblingslieder zu benennen - zu dicht ist alles ineinander gewoben, zu gut die Stücke, um ein einzelnes herauszugreifen".

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24,33 €
Jeremy Dutcher - Motewolonuwok LP

Fünf Jahre nach dem Polaris Music Prize für sein bahnbrechendes Debüt meldet sich Jeremy Dutcher zurück. In der Wolasotqey-Sprache seines Volkes, aber auch erstmals auf Englisch vorgetragen, ist der Nachfolger intimer, persönlicher, inspiriert von einem wachsenden Verständnis seiner Identität – indigen und queer. Mit traditionellen Wolastoqey-Songs, Gedichte des Cherokee-Dichters Qwo-li Driskill, sternenklaren Balladen und atemberaubenden Orchestrierungen (in Kooperation mit Owen Pallett) geht 'Motewolonuwok' über alles hinaus, was der kanadische Singer/Songwriter bisher gemacht hat.

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23,32 €
Dilla - Also bin ich

Dilla

Also bin ich

12inch19658841671
Four Music
06.10.2023

Manchmal fühlt es sich so an, als würde Dilla inmitten eines Films leben. Er spielt in einem Aperol-orangenen Universum, ist eine chaotische Kreuzung aus romantischer Coming-of-Age-Komödie und ausgeflipptem Actioner. Der rote Faden, der sich durch den Streifen zieht: Die kesse, fantasiegeladene Vertreterin der Gen-Z - Dilla eben - spaziert leichtfüßig eine schier endlose Avenue entlang. Immer wieder biegt sie kurz ab, feiert hier bis zum Sonnenaufgang, erkennt da Sinn im Banalen und fährt dort ein bisschen Gefühlsachterbahn. Über absurde Umwege landet sie schließlich in der großen Stadt, wo sie unverhofft zur gefeierten Musikerin avanciert.Im Spätsommer 2023 geht Dillas Reise in die nächste spannende Phase: Ihr lang ersehntes Debütalbum steht in den Startlöchern. Auf 11 Tracks verewigt die junge Musikerin die letzten 2 Jahre: Nicht chronologisch, eher anarchisch, augenzwinkernd und gespickt mit Perspektivwechseln. Dillas Debüt "Also bin ich" erscheint am 06.10.2023 auf orangefarbenem Vinyl.

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26,77 €
PRONG - State Of Emergency LP

Sechs lange Jahre mussten Fans auf ein neues Album der amerikanischen Metal-Band Prong warten. Die Gründe: die Pandemie mit all ihren Unsicherheiten und Verwerfungen, aber auch erfreuliche Ereignisse im Privatleben von Sänger und Gitarrist Tommy Victor.

Doch nun sind Prong zurück, und zwar mit einem wahren Paukenschlag: ‚State Of Emergency‘ ist das erhofft fesselnde Werk geworden, mit der gewohnt unbändigen Energie einer Gruppe, die bereits seit Mitte der Achtziger an vorderster Front agiert. Und mit einem Ideenreichtum, wie er typischer für diese Band kaum sein könnte: „Es ist ein echtes Prong-Album. Es ignoriert nicht nur jedes Genre, sondern auch das, was heutzutage da draußen vor sich geht“, umreißt Bandgründer Victor die stilistische Ausrichtung der elf Songs.

Über seinen künstlerischen Ansatz sagt er: „Ich mag alle Arten von Musik. Diese Platte passt dazu, da sie viele Facetten abdeckt.

Gleichzeitig ist ‚State Of Emergency‘ sehr gitarrenorientiert und ein gutes Beispiel für meinen Stil aus Punk, Metal, Post-Punk-Lärm, etwas Doom, Blues und Thrash, mit einem ziemlich geradlinigen Gesang. Insgesamt herrscht auf dem Album ein aggressives Ostküsten-Flair.“

Zudem gibt es im August und November große Europatourneen.

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32,98 €
KK’s Priest - The Sinner Rides Again LP

Die Judas Priest Ikonen K.K. Downing und Tim ”Ripper” Owens präsentieren auf ihrem zweiten Studioalbum neun neue Tracks – Mehr Heavy Metal geht nicht!

Nachdem ihr gefeiertes Debütalbum Sermons Of The Sinner (2021) in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den USA, Großbritannien und vielen weiteren Ländern in den Top 20 der Albumcharts landete, kehren KK’S PRIEST mit dem zweiten Album The Sinner Rides Again zurück. Das neue Album der Band, bestehend aus den legendären ex Judas Priest Mitgliedern und GRAMMY-Award gekrönten, sowie nominierten Musikern K.K. Downing (Gitarre) und Tim ”Ripper” Owens (Gesang), sowie A.J. Mills (Gitarre), Tony Newton (Bass) und Sean Elg (Schlagzeug), erscheint am 29. September 2023 über Napalm Records. The Sinner Rides Again bietet 100% puren Heavy Metal und entwickelt den Stil des Vorgängeralbums, das vom UK Metal Hammer als „äußerst unterhaltsam“ und vom deutschen Rock Hard Magazin als „starkes Album“ betitelt wurde.

Dabei bietet das neue Werk neun riffgeladene Heavy Metal Hymnen, produziert und geschrieben von K.K. Downing, gemischt und gemastert von Jacob Hansen.

Nach seinem Aus bei Judas Priest war die Zukunft des Genre definierenden K.K. Downing ungewiss. Aber nach fast 10 Jahren Pause nahm er die berühmten Flying V Gitarren wieder in die Hand und bewies, dass er nach wie vor einer der besten Songwriter im klassischen Heavy Metal ist.

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25,00 €
MONTA - WHERE CIRCLES BEGIN

Monta

WHERE CIRCLES BEGIN

12inchCARLP228
Cargo Records
15.09.2023

Erstmals und endlich auf Vinyl erhältlich - das Solodebüt des Musikers und Produzenten Tobias Kuhn aka Monta aus dem Jahr 2004. Erscheint als weißes 180g Vinyl im Gatefold-Sleeve. "Wir unterteilen das Leben gerne in künstlich voneinander getrennte Kapitel, sprechen von "Neuerfindung" oder "zweiter Geburt", wenn jemand nun plötzlich etwas scheinbar ganz anderes macht als zuvor. Tatsächlich aber ist das Neue immer schon im Alten angelegt, die meisten Übergänge sind fließend. Nehmen wir zum Beispiel Tobias Kuhn: Natürlich ist Kuhn heute vor allem als einer der renommiertesten und besten deutschen Musikproduzenten bekannt. Kuhn hat mit Clueso, Udo Lindenberg und den Toten Hosen gearbeitet. Man kennt ihn als Produzenten und Co-Songwriter so unterschiedlicher Künstler wie Feine Sahne Fischfilet, Mark Forster, Alec Benjamin, Alice Merton, Noah Kahan, Lost Frequencies, Gurr und Milky Chance, er schrieb für den "Tatort" die Musik, man könnte die Liste endlos fortsetzen. Aber vor dieser Geschichte, vor der Geschichte des Top-Produzenten Tobias Kuhn gab es eben noch eine andere - und wenn man genauer hinguckt, gehören beide untrennbar zusammen. Begonnen hatte sie in Würzburg. Es sind die Neunzigerjahre, Familie Kuhn hatte in Cambridge und in Peking gewohnt und war nun ausgerechnet nach Unterfranken gezogen: Das malerisch gelegene, architektonisch reizvolle Würzburg mag bedeutende Universitäten haben, mit 130.000 Einwohnern knapp als Großstadt gelten und das sogenannte "Herz der Weinregion Franken" sein, als Popmetropole ist die Stadt eher nicht bekannt. Aber natürlich kommt der beste Pop traditionell ja genau aus solchen Orten, aus der Provinz, von den Hochschulen, aus den Fabriken. Eben dort, in Würzburg, gründet Tobias Kuhn mit 15, 16 Jahren die Band Miles gemeinsam mit Gilbert Hartsch zunächst als klassische Schülerband. Der Schlagzeuger Andreas Wecklein und René Hartmann (Bass) komplettieren das Line-up, letzterer wird später durch Nina Kränsel ersetzt. Wie gesagt, es sind die Neunzigerjahre: In den USA initiiert der Sänger und spätere Pop-Impressario Perry Farrell die erste Ausgabe der heute weltweit erfolgreichen Festivalreihe Lollapalooza als grellen Rock'n'Roll-Zirkus und Abschiedstournee seiner Band Jane's Addiction. Das gefällt Kuhn und seinen Freunden natürlich, also schmieden sie in der bayerischen Provinz den einigermaßen größenwahnsinnigen Plan, in Deutschland etwas ähnliches aufzuziehen. Spoiler: es gelingt. Auf diese Weise entstanden drei Alben, bis der Gitarrist ausstieg und irgendwie allen klar wurde: alles erlebt, alles erzählt, mehr geht nicht. Kuhn schrieb sich daraufhin für Medizin ein, doch die Musik ließ ihn nicht los. So begann das zweite musikalische Kapitel im Leben des Tobias Kuhn. Unter dem Namen Monta wendete er sich einem intimeren, Folk-grundierten Ansatz zu und nimmt so zwei Alben auf, deren Veröffentlichung er selbst übernimmt. Bald gab es ein weltweites Netzwerk kleiner Indie-Labels, die die Monta-Musik vertrieben und sogar die "Sunday Times" machte "Where Circles Begin" zum Album der Woche. Und so begann die dritte, bis heute andauernde musikalische Karriere von Tobias Kuhn: die des Produzenten und Songschreibers. Kuhn wäre nicht Kuhn, wenn nicht auch dieser Abschnitt wieder von einer Reihe scheinbarer Zufälle und Begegnungen befeuert worden wäre, die sich eben nahtlos aus allem, was davor war, ergaben." Torsten Groß

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22,65 €
Allison Russell - The Returner LP
  • 1:    Springtime
  • 2:    The Returner
  • 3:    All without Within
  • 4:    Demons   
  • 5:    Eve Was Black
  • 6:    Stay Right Here
  • 7:    Shadowlands
  • 8:    Rag Child
  • 9:    Snake Life   
  • 10:   Requiem

Die 4x GRAMMY-nominierte Sängerin, Songwriterin, Dichterin und Aktivistin Allison Russell hat ihr neues Album ”The Returner” angekündigt. Das Album wird am 8. September 2023 über Fantasy Records veröffentlicht . ”The Returner” wurde von Allison zusammen mit Dim Star (ihrem Partner JT Nero und Drew Lindsay) geschrieben und co-produziert und wurde in der Woche der Sonnenwende im Dezember 2022 in den Henson Recording Studios in Los Angeles, CA aufgenommen. Mit dabei ist Russells ”Rainbow Coalition”-Band, die ausschließlich aus weiblichen Musikern besteht, sowie spezielle Gastauftritte der legendären Wendy & Lisa, Brandi Carlile, Brandy Clark und Hozier.

”Mein Ziel mit The Returner ist - klanglich, poetisch und spirituell - eine radikale Rückgewinnung der Gegenwart, eine Echtzeit-Vereinigung von Körper, Geist und Seele. Dieses Album ist eine viel tiefere Artikulation von Rhythmus, Groove und Synkopierung. Groove, der das Selbst zurück in den Körper bringt, Groove, der sinnliche und sexuelle Handlungsfähigkeit und Entfaltung feiert, Groove als dringender Aufruf zum Handeln und zum politischen Aktivismus.

Mit einem Wort, es ist funkiger. Aber wie in der Geschichte von allem, was funky ist, geht es nie nur um eine Party. Es ist ein Multiversum von Energien, das die Feier und den Kampfschrei miteinander verbindet.
Denn während die Umarmung der Gegenwart eine Feier ist, ist sie gleichzeitig ein bedingungsloser Sprung in die Schlacht - kulturell, politisch, ökologisch.”

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27,69 €
WAYNE SHORTER - Schizophrenia

Wayne Shorter

Schizophrenia

12inch0602448498533
CM BLUE NOTE
01.09.2023

Der Titel von Wayne Shorters elftem Blue-Note-Album kam nicht von ungefähr. Denn auf “Schizophrenia” begab sich der Saxofonist 1967 mit einem All-Star-Sextett auf eine atemberaubende Gratwandlung. “Diese Musik bewegt sich an der Grenze zwischen Post-Bop und Free-Jazz”, meinte Stephen Thomas Erlewine auf AllMusic, “sie wurzelt im Post-Bop, weiß aber, was auf der anderen Seite der Grenze vor sich geht.

Ein paar Jahre später sollte Shorter diese Grenze überschreiten, aber ‘Schizophrenia’ knistert vor Spannung, weil er und seine Kollegen versuchen, die beiden Extreme auszubalancieren.”

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41,98 €
MELANIE WIEGMANN & CARL CARLTON - GLORY OF LOVE

Doppel-LP im Klappcover mit zwei bedruckten Innersleeves, 140 Gramm Vinyl. Was tun, wenn die Welt stehen bleibt? März 2020 ist der Moment, als die deutsche Schauspielerin Melanie Wiegmann auf der kleinen maltesischen Insel Gozo landet, um dort ihren Lebensgefährten, den Musiker Carl Carlton, zu besuchen. Pandemie, Quarantäne, Reisebeschränkungen - nichts geht mehr. Carl, international vernetzter und bekannter Rockgitarrist, ist gezwungen, sämtliche musikalischen Projekte auf Eis zu legen. Auch für Melanie wird die Reise zur Zäsur. Sie bricht Brücken ab und verlässt die laufende Produktion der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe", mit der sie zum Star wurde. Aus ihrem ursprünglich geplanten Vier-Tage-Trip werden schließlich drei Jahre. Das Paar nutzt die Zwangspause auf der Mittelmeerinsel, um sich der Musik zu widmen. Im Vordergrund stehen der Spaß und die gemeinsame Liebe zu den Songs, an eine kommerzielle Verwertung denkt niemand. Der rote Faden, der sämtliche Songs verbindet: das ewige Thema Liebe - mit allen Schattierungen. Melanie und Carl entwickeln Arrangements und stellen fest, dass nicht nur ihre Stimmen, sondern auch ihre Geschmäcker harmonieren. Das Great Americana Songbook bildet die Grundlage. Neben Genre-Klassikern wie "Love Hurts" und "If I Needed You" kommen auch die Beatles ("Here, There And Everywhere") und Perlen aus den Katalogen großer Songwriter wie Leonard Cohen ("Dance Me To The End Of Love"), Tom Petty ("Wildflowers") und John Prine ("Long Monday") oder Bob Dylan ("I'll Be Your Baby Tonight") ins Spiel. Als Reisen endlich wieder möglich ist, packen die beiden die Koffer, um Carls weltweit verzweigte Musikerfamilie zu besuchen. Die Aufnahmen der Songs entstehen in Irland, Berlin und schließlich auf Malta. Den Feinschliff für das Album gab es in New York von Mastering-Legende Fred Kevorkian. Mit "Glory Of Love" ist ein warmherziges musikalisches Tagebuch entstanden, das mit eigenwilliger Songauswahl, unprätentiösen Arrangements und natürlichem Charme überzeugt. Die vielleicht schönste Überraschung: Hier haben sich nicht nur zwei Seelen, sondern auch zwei wundervoll harmonierende Stimmen gefunden.

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30,46 €
A GIANT DOG - BITE LP

A Giant Dog

BITE LP

12inchMRGLP829
Merge
25.08.2023

In dem Moment, als die Nadel auf die neue A Giant Dog-Platte fällt, krümmt sich die eigene Vorstellung davon, wie eine A Giant Dog-Platte klingen soll, wie Raum und Zeit um ein Raumschiff, das mit Lichtgeschwindigkeit fliegt. Bite ist ein Konzeptalbum, in dem es um Charaktere geht, die sich in einer virtuellen Realität namens Avalonia bewegen und zugleich ist es das erste Album von A Giant Dog mit eigenen Songs seit Toy von 2017.

Sabrina Ellis, Andrew Cashen, Danny Blanchard, Graham Low und Andy Bauer - auf ihrem Höhepunkt als Musiker, fordern sie sich mit komplexeren Arrangements heraus und versetzten sich hinein in die Köpfe der Figuren, die dieses vermeintliche Paradies Avalonia bewohnen. "Wir mussten uns in den Hauptfiguren wiederfinden oder uns in die Hauptfiguren hineinversetzen. Wir entwickelten sie, lernten ihre Gedanken, Emotionen und Motivationen kennen und brachten diese dann in neun Songs zum Ausdruck", erklärt Ellis. Themen wie Sucht, Geschlechterfluidität, ethisches Leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, körperliche Autonomie, Geiz, Trauer und Zustimmung sprudeln unter dem versprochenen Glück von Avalonia.

Dies wird in Songs wie "Different Than" deutlich, in dem Ellis singt: "My body can't explain the things my mind don't comprehend", als ob der gesellschaftliche Geschlechterdruck seine Protagonistin aus ihrer Haut herausquetscht. Die Songs auf Bite sind voller Bombast und erinnern abwechselnd an den raumfahrenden Opernrock des Electric Light Orchestra und die hohe Dramatik einer Ennio Morricone Filmmusik. Der erzählerische Bogen des Albums ist von epischer Tragweite, seine Charaktere stehen vor unmöglichen Unwahrscheinlichkeiten und sind mit dem sicheren Untergang konfrontiert, und ist so bequem vergleichbar mit der Sci-Fi-Grandezza von Thin Lizzy's Jailbreak wie auch mit der High Fantasy von Dio und Iron Maiden. Passenderweise sind A Giant Dog bis an die Zähne bewaffnet mit neuen Ideen zu dieser Erzählung gekommen, mit Synthesizern und Streichern, um das zu schaffen, was Ellis als orchestral beschreibt: symphonischen, futuristischen Punk. Um dies zu erreichen, verließen sie ihre Heimat Austin, Texas, in das La Cuve Studio in der Nähe von Angers, Frankreich.

Auf dem französischen Land legten A Giant Dog ihre Zukunftsvision vor einer ausgesprochen pastoralen Kulisse nieder. Auf den Wanderungen von Angers nach La Cuve, so Ellis, sahen sie "viele Dinge, und auch gar nichts. Schwäne auf dem Fluss. Romani, die in kleinen Anhängern leben, mit einer Hütte für ihren Hund an der Seite Ein Jongleur auf einem Einrad - ich verarsche dich nicht. Wir dachten, wir dürften nach dieser Reise nicht mehr nach Frankreich zurück, um ehrlich zu sein", fährt sie fort. "Fünf laute, stampfende, klatschende, randalierende Amerikaner, die im November 2022 drei Wochen lang durch die Straßen von Angers gelaufen sind." Diese Erfahrung war der Höhepunkt von zwei Jahren Planung und Schreiben, in denen das Universum von Avalonia Gestalt annahm. Die daraus resultierenden neun Songs besetzen nicht nur diesen Raum: Sie haben darin gelebt und sie wollen raus.

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24,79 €
A GIANT DOG - BITE LP

A Giant Dog

BITE LP

12inchMRGLPC1829
Merge
25.08.2023

In dem Moment, als die Nadel auf die neue A Giant Dog-Platte fällt, krümmt sich die eigene Vorstellung davon, wie eine A Giant Dog-Platte klingen soll, wie Raum und Zeit um ein Raumschiff, das mit Lichtgeschwindigkeit fliegt. Bite ist ein Konzeptalbum, in dem es um Charaktere geht, die sich in einer virtuellen Realität namens Avalonia bewegen und zugleich ist es das erste Album von A Giant Dog mit eigenen Songs seit Toy von 2017.

Sabrina Ellis, Andrew Cashen, Danny Blanchard, Graham Low und Andy Bauer - auf ihrem Höhepunkt als Musiker, fordern sie sich mit komplexeren Arrangements heraus und versetzten sich hinein in die Köpfe der Figuren, die dieses vermeintliche Paradies Avalonia bewohnen. "Wir mussten uns in den Hauptfiguren wiederfinden oder uns in die Hauptfiguren hineinversetzen. Wir entwickelten sie, lernten ihre Gedanken, Emotionen und Motivationen kennen und brachten diese dann in neun Songs zum Ausdruck", erklärt Ellis. Themen wie Sucht, Geschlechterfluidität, ethisches Leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, körperliche Autonomie, Geiz, Trauer und Zustimmung sprudeln unter dem versprochenen Glück von Avalonia.

Dies wird in Songs wie "Different Than" deutlich, in dem Ellis singt: "My body can't explain the things my mind don't comprehend", als ob der gesellschaftliche Geschlechterdruck seine Protagonistin aus ihrer Haut herausquetscht. Die Songs auf Bite sind voller Bombast und erinnern abwechselnd an den raumfahrenden Opernrock des Electric Light Orchestra und die hohe Dramatik einer Ennio Morricone Filmmusik. Der erzählerische Bogen des Albums ist von epischer Tragweite, seine Charaktere stehen vor unmöglichen Unwahrscheinlichkeiten und sind mit dem sicheren Untergang konfrontiert, und ist so bequem vergleichbar mit der Sci-Fi-Grandezza von Thin Lizzy's Jailbreak wie auch mit der High Fantasy von Dio und Iron Maiden. Passenderweise sind A Giant Dog bis an die Zähne bewaffnet mit neuen Ideen zu dieser Erzählung gekommen, mit Synthesizern und Streichern, um das zu schaffen, was Ellis als orchestral beschreibt: symphonischen, futuristischen Punk. Um dies zu erreichen, verließen sie ihre Heimat Austin, Texas, in das La Cuve Studio in der Nähe von Angers, Frankreich.

Auf dem französischen Land legten A Giant Dog ihre Zukunftsvision vor einer ausgesprochen pastoralen Kulisse nieder. Auf den Wanderungen von Angers nach La Cuve, so Ellis, sahen sie "viele Dinge, und auch gar nichts. Schwäne auf dem Fluss. Romani, die in kleinen Anhängern leben, mit einer Hütte für ihren Hund an der Seite Ein Jongleur auf einem Einrad - ich verarsche dich nicht. Wir dachten, wir dürften nach dieser Reise nicht mehr nach Frankreich zurück, um ehrlich zu sein", fährt sie fort. "Fünf laute, stampfende, klatschende, randalierende Amerikaner, die im November 2022 drei Wochen lang durch die Straßen von Angers gelaufen sind." Diese Erfahrung war der Höhepunkt von zwei Jahren Planung und Schreiben, in denen das Universum von Avalonia Gestalt annahm. Die daraus resultierenden neun Songs besetzen nicht nur diesen Raum: Sie haben darin gelebt und sie wollen raus.

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26,01 €
SIMON JOYNER - SONGS FROM A STOLEN GUITAR LP

Seine Stärke ist ein Songwriting das musikalisch wie poetisch kratzt und schabt: am amerikanischen Traum, an dessen Wirklichkeit und den Menschen die ihn bevölkern. Immer wieder wurde seine spröde Musik und einfühlsamen Texte mit denen von Leonard Cohen, Lou Reed und Bob Dylan verglichen und somit Gewicht verliehen. Zu großer Bekanntheit führte das nicht, Simon Joyner bleibt ein outsider mit seinem Loner-folk, aber für die, die ihn entdecken bietet er ein Kraft von rauher Schönheit. Conor Obers von Bright Eyes nennt Joyner, der seit 1990 seine dunklen Americana Songs veröffentlicht, einen entscheidenden Einfluß. Simon Joyner's neuestes Album gerät noch dunkler und eindringlicher. Sein Thema hier ist Isolation, und er übernimmt es gleich auch als Grundlage für seine Produktion Ihm war es wichtig, dass die beteiligten Musiker allesamt alleine waren um ihre jeweiligen Parts zu finden. Die Abgeschiedenheit der einzelnen Musiker auf Songs From A Stolen Guitar bietet somit weniger Spontaneität vieler früherer Arbeiten von Joyner, führt aber zu einer Art Silberstreifeneffekt: Joyners Songs, die hier sorgfältiger und vielleicht absichtsvoller produziert wurden als auf jedem seiner früheren Alben, kommen viel klarer durch und stellen sowohl seine schillernden Wortspiele als auch seine klare Vision in den Vordergrund. Ein Kritiker bringt einen Vergleich zu Neil Young und meinte "Wenn (sein 2012 Album) 'Ghosts' sein 'Tonight's the Night' war - zornig, nackt und bodenlos - dann könnte sich 'Songs From A Stolen Guitar' als sein Harvest erweisen." Songs From A Stolen Guitar wurde in verschiedenen Städten aufgenommen. Joyner nahm seinen Gesang und seine Gitarre live in Omaha auf; Bassist Wil Hendrix fügte seine Parts zu Hause in San Francisco hinzu, Michael Krassner nahm seine Gitarren- und Klavier-Overdubs zu Hause in Phoenix auf, und Schlagzeuger/Percussionist Ryan Jewell nahm in Colorado auf. Dieser musikalische Kettenbrief machte sich dann auf den Weg zurück nach Omaha, wo David Nance (Gitarren und Backing Vocals), Ben Brodin (Orgel und Vibraphon) und Megan Siebe (Bratsche und Backing Vocals) - getrennt voneinander - ihre jeweiligen Beiträge einspielten. Dieses Vorgehen zahlt sich aus. Die "virtuelle" Band spielt eine unterstützende, aber komplementäre Rolle und erzeugt immer das richtige Maß an Spannung, um diese emotionsgeladenen Geschichten zu begleiten und zu umhüllen. Das Zusammenspiel ist einfühlsam und kohärent, auch wenn es aus geografischer Entfernung und Abgeschiedenheit zusammengefügt wurde und oft wie Musik klingt, die durch den Nebel eines Herbstmorgens gefiltert wurde. Doch wenn es um Simon Joyner-Platten geht, zahlt man sein Ticket, um großartige Songs zu hören, und auch in dieser Kategorie enttäuscht Songs From A Stolen Guitar nicht. Eins der seltenen Alben, das nach dem klingt, worum es geht: die Kluft zwischen Einsamkeit und Alleinsein, die Grenzen zwischen Liebe und Hingabe, der Unterschied zwischen dem Tornado und dem, was er hinterlässt.

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expected to be published on 14.08.2023

25,42 €
SIMON JOYNER - SONGS FROM A STOLEN GUITAR LP

Translucent Dark Red & Black Marbled Colored Vinyl. Seine Stärke ist ein Songwriting das musikalisch wie poetisch kratzt und schabt: am amerikanischen Traum, an dessen Wirklichkeit und den Menschen die ihn bevölkern. Immer wieder wurde seine spröde Musik und einfühlsamen Texte mit denen von Leonard Cohen, Lou Reed und Bob Dylan verglichen und somit Gewicht verliehen. Zu großer Bekanntheit führte das nicht, Simon Joyner bleibt ein outsider mit seinem Loner-folk, aber für die, die ihn entdecken bietet er ein Kraft von rauher Schönheit. Conor Obers von Bright Eyes nennt Joyner, der seit 1990 seine dunklen Americana Songs veröffentlicht, einen entscheidenden Einfluß. Simon Joyner's neuestes Album gerät noch dunkler und eindringlicher. Sein Thema hier ist Isolation, und er übernimmt es gleich auch als Grundlage für seine Produktion. Ihm war es wichtig, dass die beteiligten Musiker allesamt alleine waren um ihre jeweiligen Parts zu finden. Die Abgeschiedenheit der einzelnen Musiker auf Songs From A Stolen Guitar bietet somit weniger Spontaneität vieler früherer Arbeiten von Joyner, führt aber zu einer Art Silberstreifeneffekt: Joyners Songs, die hier sorgfältiger und vielleicht absichtsvoller produziert wurden als auf jedem seiner früheren Alben, kommen viel klarer durch und stellen sowohl seine schillernden Wortspiele als auch seine klare Vision in den Vordergrund. Ein Kritiker bringt einen Vergleich zu Neil Young und meinte "Wenn (sein 2012 Album) 'Ghosts' sein 'Tonight's the Night' war - zornig, nackt und bodenlos - dann könnte sich 'Songs From A Stolen Guitar' als sein Harvest erweisen." Songs From A Stolen Guitar wurde in verschiedenen Städten aufgenommen. Joyner nahm seinen Gesang und seine Gitarre live in Omaha auf; Bassist Wil Hendrix fügte seine Parts zu Hause in San Francisco hinzu, Michael Krassner nahm seine Gitarren- und Klavier-Overdubs zu Hause in Phoenix auf, und Schlagzeuger/Percussionist Ryan Jewell nahm in Colorado auf. Dieser musikalische Kettenbrief machte sich dann auf den Weg zurück nach Omaha, wo David Nance (Gitarren und Backing Vocals), Ben Brodin (Orgel und Vibraphon) und Megan Siebe (Bratsche und Backing Vocals) - getrennt voneinander - ihre jeweiligen Beiträge einspielten. Dieses Vorgehen zahlt sich aus. Die "virtuelle" Band spielt eine unterstützende, aber komplementäre Rolle und erzeugt immer das richtige Maß an Spannung, um diese emotionsgeladenen Geschichten zu begleiten und zu umhüllen. Das Zusammenspiel ist einfühlsam und kohärent, auch wenn es aus geografischer Entfernung und Abgeschiedenheit zusammengefügt wurde und oft wie Musik klingt, die durch den Nebel eines Herbstmorgens gefiltert wurde. Doch wenn es um Simon Joyner-Platten geht, zahlt man sein Ticket, um großartige Songs zu hören, und auch in dieser Kategorie enttäuscht Songs From A Stolen Guitar nicht. Eins der seltenen Alben, das nach dem klingt, worum es geht: die Kluft zwischen Einsamkeit und Alleinsein, die Grenzen zwischen Liebe und Hingabe, der Unterschied zwischen dem Tornado und dem, was er hinterlässt.

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HANS-A-PLAST - 2

Hans-A-Plast

2

12inchTR5341
Tapete
04.08.2023

Wir schreiben das Jahr 1978: Eine vierköpfige Bande - zwei junge Frauen, zwei junge Männer - Bettina, Renate, Jens und Micha - gründet eine Gruppe und benennt sich nach besagtem Pflaster. Schon bald kleben sich ihre Fans Pflaster auf die Lederjacken, aber ein Sänger fehlt noch. Mit Annette Benjamin, zu deren Vorbildern die Slits, Poly Styrene und X-Ray Spex gehören, ist die Gruppe nun komplett. Sie spielen Gigs, wann und wo sie können Ein antifaschistisches Festival in Berlin, die Wuppertaler Schuppen Börse, das Hamburger "Into The Future"-Festival, und schon bald sind sie bereit, in ihrer Heimatstadt Hannover ein ganzes Dutzend Songs aufzunehmen. Als die Musikindustrie auf den Plan tritt, halten Hans-A-Plast sie mit unverschämten Forderungen in Schach. Veröffentlicht in echter DIY-Manier auf dem von der Band eigens gegründeten Label No Fun". Während Zehntausende immer noch im Sound des Debütalbums schwelgen, geht die 1981 erschienene zweite Scheibe "2" vom 1-2-3-4-Punk zu dissonanten Gitarren, radikalen Rhythmuswechseln und zunehmend avantgardistischen Arrangements über. Anfang 1983 erscheint das dritte und letzte Album "Ausradiert", auf dem Hans-A-Plast noch einmal das tun, was sie am besten können: ignorieren, was vorher war, und eine neue Richtung einschlagen. Die plötzlichen Brüche und nervösen Schauer des zweiten Albums sind verschwunden und weichen einer konventionelleren Songstruktur und einer schärferen Produktion. Wir schreiben das Jahr 2023: Zeit, diese drei Alben wieder zugänglich zu machen!

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HANS-A-PLAST - AUSRADIERT

Hans-A-Plast

AUSRADIERT

12inchTR5351
Tapete
04.08.2023

Wir schreiben das Jahr 1978: Eine vierköpfige Bande - zwei junge Frauen, zwei junge Männer - Bettina, Renate, Jens und Micha - gründet eine Gruppe und benennt sich nach besagtem Pflaster. Schon bald kleben sich ihre Fans Pflaster auf die Lederjacken, aber ein Sänger fehlt noch. Mit Annette Benjamin, zu deren Vorbildern die Slits, Poly Styrene und X-Ray Spex gehören, ist die Gruppe nun komplett. Sie spielen Gigs, wann und wo sie können Ein antifaschistisches Festival in Berlin, die Wuppertaler Schuppen Börse, das Hamburger "Into The Future"-Festival, und schon bald sind sie bereit, in ihrer Heimatstadt Hannover ein ganzes Dutzend Songs aufzunehmen. Als die Musikindustrie auf den Plan tritt, halten Hans-A-Plast sie mit unverschämten Forderungen in Schach. Veröffentlicht in echter DIY-Manier auf dem von der Band eigens gegründeten Label No Fun". Während Zehntausende immer noch im Sound des Debütalbums schwelgen, geht die 1981 erschienene zweite Scheibe "2" vom 1-2-3-4-Punk zu dissonanten Gitarren, radikalen Rhythmuswechseln und zunehmend avantgardistischen Arrangements über. Anfang 1983 erscheint das dritte und letzte Album "Ausradiert", auf dem Hans-A-Plast noch einmal das tun, was sie am besten können: ignorieren, was vorher war, und eine neue Richtung einschlagen. Die plötzlichen Brüche und nervösen Schauer des zweiten Albums sind verschwunden und weichen einer konventionelleren Songstruktur und einer schärferen Produktion. Wir schreiben das Jahr 2023: Zeit, diese drei Alben wieder zugänglich zu machen!

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HANS-A-PLAST - HANS-A-PLAST

Hans-A-Plast

HANS-A-PLAST

12inchTR5331
Tapete
04.08.2023

Wir schreiben das Jahr 1978: Eine vierköpfige Bande - zwei junge Frauen, zwei junge Männer - Bettina, Renate, Jens und Micha - gründet eine Gruppe und benennt sich nach besagtem Pflaster. Schon bald kleben sich ihre Fans Pflaster auf die Lederjacken, aber ein Sänger fehlt noch. Mit Annette Benjamin, zu deren Vorbildern die Slits, Poly Styrene und X-Ray Spex gehören, ist die Gruppe nun komplett. Sie spielen Gigs, wann und wo sie können Ein antifaschistisches Festival in Berlin, die Wuppertaler Schuppen Börse, das Hamburger "Into The Future"-Festival, und schon bald sind sie bereit, in ihrer Heimatstadt Hannover ein ganzes Dutzend Songs aufzunehmen. Als die Musikindustrie auf den Plan tritt, halten Hans-A-Plast sie mit unverschämten Forderungen in Schach. Veröffentlicht in echter DIY-Manier auf dem von der Band eigens gegründeten Label No Fun". Während Zehntausende immer noch im Sound des Debütalbums schwelgen, geht die 1981 erschienene zweite Scheibe "2" vom 1-2-3-4-Punk zu dissonanten Gitarren, radikalen Rhythmuswechseln und zunehmend avantgardistischen Arrangements über. Anfang 1983 erscheint das dritte und letzte Album "Ausradiert", auf dem Hans-A-Plast noch einmal das tun, was sie am besten können: ignorieren, was vorher war, und eine neue Richtung einschlagen. Die plötzlichen Brüche und nervösen Schauer des zweiten Albums sind verschwunden und weichen einer konventionelleren Songstruktur und einer schärferen Produktion. Wir schreiben das Jahr 2023: Zeit, diese drei Alben wieder zugänglich zu machen!

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Penguin Cafe - Rain Before Seven

Penguin Cafe kündigen heute ihr fünftes Studioalbum Rain Before Seven... an, das am 7.Juli 2023 bei Erased Tapes erscheinen wird.

Eine zuversichtliche Grundstimmung durchzieht das fünfte Studioalbum von Penguin Cafe, Rain Before Seven…, wobei es sich keinesfalls um jenen extrem selbstbewussten, fast schon prahlerischen Optimismus handelt, sondern eher um so eine auf bescheidene Art hoffnungsvolle Grundhaltung, die man den Menschen auf der Insel ja häufiger nachsagt. Auch wenn alle Anzeichen das Gegenteil behaupten, spürt man hier sofort diese Gewissheit, dass sich alles doch noch irgendwie zum Guten wenden wird. Vermutlich zumindest.

Der Titel des Albums geht auf eine alte Bauernregel zurück, wobei die gereimte Vorhersage – „… fine before eleven“: ab 11 Uhr also wieder alles klar – auf ein baldiges gutes Ende hindeutet, vollkommen unabhängig davon, was die Wissenschaft sagt: „Ich habe diesen Spruch in einem Buch entdeckt. Davor hatte ich ihn noch nie gehört“, erzählt Arthur Jeffes, der Kopf von Penguin Cafe. „Er hat so einen dezent optimistischen Beigeschmack, und das gefällt mir sehr. Man verwendet ihn heutzutage kaum noch, aber der Reim beschreibt tatsächlich Wetterphänomene in England, die vom Atlantik aus über die Insel ziehen.“

Angefangen beim leinwandgroßen und schwärmerischen Eröffnungstitel „Welcome to London“, der mit einem Augenzwinkern auf Morricone anspielt, bis hin zum „Goldfinch Yodel“, jenem „Maibaum-Banger“ (um es mit Arthurs Worten zu sagen), mit dem das neue Album ausklingt, zieht sich ein angenehmes Gefühl von Leichtigkeit und Lebensmut durch den Longplayer, unterfüttert mit der Ausgelassenheit exotischer Rhythmen. Alles wirkt spielerisch und verspielt, und selbst der Titel ist eine Anspielung – auf A Matter of Life… aus dem Jahr 2011, der letzten Veröffentlichung, deren Titel in eine Ellipse mündete Jenes Debütalbum von Penguin Cafe diente einst als Bindeglied und Brücke – zwischen dem legendären Penguin Cafe Orchestra, das einst Arthurs Vater Simon Jeffes leitete, und dem gefeierten Nachfolger, als dessen Mastermind seither Arthur verantwortlich zeichnet.

„Ich glaube, das wirklich Neue an seinem Ansatz bestand darin, spannende und schräge Ideen zu nehmen – und dann seltsame Dinge damit anzustellen“, meint Arthur, „dabei aber konstant im Blick zu haben, dass es hinterher auch schön klingt und emotional ansprechend bleibt.“ Dieses Ethos lebt weiter in der Musik von Penguin Cafe: „Dazu haben wir uns entschlossen, als ich daran anknüpfte, schließlich spielen wir die Sachen meines Vaters und machen dazu auch neue Musik, die im selben Klanguniversum angesiedelt ist. Das bedeutet, dass ich gewissermaßen moralisch dazu verpflichtet bin, den ursprünglichen roten Faden im Auge zu behalten – und dafür zu sorgen, dass wir nicht plötzlich in Richtung Thrash-Metal abbiegen.“

Dennoch waren die rhythmischen Elemente, die zum Teil sogar an elektronische Sounds erinnern, noch nie so präsent und tonangebend wie auf Rain Before Seven…, was durchaus auch dem Co-Produzenten Robert Raths geschuldet ist. „Find Your Feet“ etwa hat ein Beat-Fundament, das weit über einen bloßen Pulsschlag hinausgeht. Abgemischt von Tom Chichester-Clark, blitzt an Stellen wie diesen etwas auf, das Arthur selbst als „fast schon elektronischen Vibe“ bezeichnet, um dann ganz aufgeregt zu ergänzen: „Es geht vor allem auch einfach ums Spaßhaben, was auf den letzten drei Alben nicht so zu hören war.” Extrem ausgelassen klingt auch „In Re Budd“, das dem verstorbenen Ambient-Urgestein Harold Budd gewidmet ist. Arthur erfuhr von dessen Tod an jenem Tag, als er diesen feierlichen Ohrwurm komponierte, dessen Synkopen deutlich komplexer sind, als sie auf den ersten Blick wirken. Auf einem präparierten Klavier gespielt, wobei die Filzstücke dem Track zusätzlichen Bounce verleihen, setzt Jeffes hier auf einen Afro Cuban Cafe-Vibe – was wunderbar zum widerspenstigen Geist des verstorbenen Budd passt.

Und schließlich wäre da noch das bereits erwähnte „Welcome to London“, das seinen Titel erhielt, als sich die Welt gerade wieder zu öffnen begann und die Menschen auch wieder Fernreisen antreten durften. Jeffes, der somit nach langer Zeit endlich wieder einen Fuß auf britischen Boden setzen konnte, war sofort beeindruckt von filmischen Soundtrack-Qualitäten (à la John Barry) dieses Stücks, als er mit dem Taxi von Heathrow nach West-London fuhr und zur Musik die opulente, in Dämmerungslicht getauchte Metropolenkulisse auf sich wirken ließ. Hier kann man deutlich die eingangs erwähnte Zuversicht raushören – und dazu vielleicht auch einen Hauch von bissiger Ironie: „Robert Raths hat der Sache noch eine Nuance hinzugefügt, die ich interessant finde, weil doch so viele Londoner ursprünglich gar nicht aus London stammen. Man schlägt also in London als Zugezogener auf, man weiß noch nicht, zu welchem Lager man sich zugehörig fühlen soll, und dann wird man auf der Straße überfallen und ausgeraubt – und in dem Licht betrachtet, hat dieses ‘Welcome to London’ doch einen eher sarkastischen Beigeschmack.“

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Penguin Cafe - Rain Before Seven

Penguin Cafe kündigen heute ihr fünftes Studioalbum Rain Before Seven... an, das am 7.Juli 2023 bei Erased Tapes erscheinen wird.



Eine zuversichtliche Grundstimmung durchzieht das fünfte Studioalbum von Penguin Cafe, Rain Before Seven…, wobei es sich keinesfalls um jenen extrem selbstbewussten, fast schon prahlerischen Optimismus handelt, sondern eher um so eine auf bescheidene Art hoffnungsvolle Grundhaltung, die man den Menschen auf der Insel ja häufiger nachsagt. Auch wenn alle Anzeichen das Gegenteil behaupten, spürt man hier sofort diese Gewissheit, dass sich alles doch noch irgendwie zum Guten wenden wird. Vermutlich zumindest.



Der Titel des Albums geht auf eine alte Bauernregel zurück, wobei die gereimte Vorhersage – „… fine before eleven“: ab 11 Uhr also wieder alles klar – auf ein baldiges gutes Ende hindeutet, vollkommen unabhängig davon, was die Wissenschaft sagt: „Ich habe diesen Spruch in einem Buch entdeckt. Davor hatte ich ihn noch nie gehört“, erzählt Arthur Jeffes, der Kopf von Penguin Cafe. „Er hat so einen dezent optimistischen Beigeschmack, und das gefällt mir sehr. Man verwendet ihn heutzutage kaum noch, aber der Reim beschreibt tatsächlich Wetterphänomene in England, die vom Atlantik aus über die Insel ziehen.“



Angefangen beim leinwandgroßen und schwärmerischen Eröffnungstitel „Welcome to London“, der mit einem Augenzwinkern auf Morricone anspielt, bis hin zum „Goldfinch Yodel“, jenem „Maibaum-Banger“ (um es mit Arthurs Worten zu sagen), mit dem das neue Album ausklingt, zieht sich ein angenehmes Gefühl von Leichtigkeit und Lebensmut durch den Longplayer, unterfüttert mit der Ausgelassenheit exotischer Rhythmen. Alles wirkt spielerisch und verspielt, und selbst der Titel ist eine Anspielung – auf A Matter of Life… aus dem Jahr 2011, der letzten Veröffentlichung, deren Titel in eine Ellipse mündete Jenes Debütalbum von Penguin Cafe diente einst als Bindeglied und Brücke – zwischen dem legendären Penguin Cafe Orchestra, das einst Arthurs Vater Simon Jeffes leitete, und dem gefeierten Nachfolger, als dessen Mastermind seither Arthur verantwortlich zeichnet.



„Ich glaube, das wirklich Neue an seinem Ansatz bestand darin, spannende und schräge Ideen zu nehmen – und dann seltsame Dinge damit anzustellen“, meint Arthur, „dabei aber konstant im Blick zu haben, dass es hinterher auch schön klingt und emotional ansprechend bleibt.“ Dieses Ethos lebt weiter in der Musik von Penguin Cafe: „Dazu haben wir uns entschlossen, als ich daran anknüpfte, schließlich spielen wir die Sachen meines Vaters und machen dazu auch neue Musik, die im selben Klanguniversum angesiedelt ist. Das bedeutet, dass ich gewissermaßen moralisch dazu verpflichtet bin, den ursprünglichen roten Faden im Auge zu behalten – und dafür zu sorgen, dass wir nicht plötzlich in Richtung Thrash-Metal abbiegen.“



Dennoch waren die rhythmischen Elemente, die zum Teil sogar an elektronische Sounds erinnern, noch nie so präsent und tonangebend wie auf Rain Before Seven…, was durchaus auch dem Co-Produzenten Robert Raths geschuldet ist. „Find Your Feet“ etwa hat ein Beat-Fundament, das weit über einen bloßen Pulsschlag hinausgeht. Abgemischt von Tom Chichester-Clark, blitzt an Stellen wie diesen etwas auf, das Arthur selbst als „fast schon elektronischen Vibe“ bezeichnet, um dann ganz aufgeregt zu ergänzen: „Es geht vor allem auch einfach ums Spaßhaben, was auf den letzten drei Alben nicht so zu hören war.” Extrem ausgelassen klingt auch „In Re Budd“, das dem verstorbenen Ambient-Urgestein Harold Budd gewidmet ist. Arthur erfuhr von dessen Tod an jenem Tag, als er diesen feierlichen Ohrwurm komponierte, dessen Synkopen deutlich komplexer sind, als sie auf den ersten Blick wirken. Auf einem präparierten Klavier gespielt, wobei die Filzstücke dem Track zusätzlichen Bounce verleihen, setzt Jeffes hier auf einen Afro Cuban Cafe-Vibe – was wunderbar zum widerspenstigen Geist des verstorbenen Budd passt.



Und schließlich wäre da noch das bereits erwähnte „Welcome to London“, das seinen Titel erhielt, als sich die Welt gerade wieder zu öffnen begann und die Menschen auch wieder Fernreisen antreten durften. Jeffes, der somit nach langer Zeit endlich wieder einen Fuß auf britischen Boden setzen konnte, war sofort beeindruckt von filmischen Soundtrack-Qualitäten (à la John Barry) dieses Stücks, als er mit dem Taxi von Heathrow nach West-London fuhr und zur Musik die opulente, in Dämmerungslicht getauchte Metropolenkulisse auf sich wirken ließ. Hier kann man deutlich die eingangs erwähnte Zuversicht raushören – und dazu vielleicht auch einen Hauch von bissiger Ironie: „Robert Raths hat der Sache noch eine Nuance hinzugefügt, die ich interessant finde, weil doch so viele Londoner ursprünglich gar nicht aus London stammen. Man schlägt also in London als Zugezogener auf, man weiß noch nicht, zu welchem Lager man sich zugehörig fühlen soll, und dann wird man auf der Straße überfallen und ausgeraubt – und in dem Licht betrachtet, hat dieses ‘Welcome to London’ doch einen eher sarkastischen Beigeschmack.“

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21,22 €
Lisa Bassenge - Wildflowers LP

Lisa Bassenge ist zurück, und sie hat Blumen mitgebracht. Mit "Wildflowers" vollendet sie ihre Trio-Trilogie, wieder mit Jacob Karlzon am Klavier und Andreas Lang am Bass - wie schon bei "Borrowed and Blue" (2018) und "Mothers" (2020).

Elf Songs sind es diesmal, scheinbar querbeet und doch aus einem Guss. Von Dolly Parton bis Depeche Mode reicht die Bandbreite auf "Wildflowers", von Bob Dylan bis Death Cab for Cutie. Dazu Lisa Bassenges hintergründig-melancholische Eigenkomposition "Morning Song". Ein bunter Strauß, aber so wie die drei ihn arrangieren und darbieten, wirken die einzelnen Stücke nicht zusammengewürfelt, sondern wie Kapitel einer Erzählung. Jedes schillert für sich, doch das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Das gilt auch für das Trio selbst. Die beiden Musiker - Jacob Karlzon aus Schweden und Andreas Lang aus Dänemark - betten Lisa Bassenges unverwechselbare Stimme in einen warmen, im besten Sinn skandinavischen Sound: entspannt, aber stets verbindlich; sehr spielfreudig, aber nie aufdringlich. "Dieser Sound hat uns gefunden", sagt Lisa Bassenge. Und auf "Wildflowers" haben die drei ihn zur Vollendung gebracht. Jeder Takt des Albums bezeugt die unglaubliche Chemie zwischen der Sängerin und den Musikern.

Was die Songs außerdem verbindet, ist die Qualität der Lyrics. Es sind poetische Texte von existentieller Tiefe, und in Lisa Bassenges eindringlicher Interpretation und glasklarer Phrasierung werden sie zum berauschenden Kopfkino.

Ist das nun Jazz, Pop oder Chanson? Mit "Wildflowers" zeigt das Lisa Bassenge Trio einmal mehr souverän, wie fließend die Grenzen zwischen vermeintlich ganz unterschiedlichen Genres sind. Diese Musik braucht keine Schublade. Es geht ihr um die Schönheit und Wahrheit der Songs.

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22,90 €
ANGELO DE AUGUSTINE - TOIL AND TROUBLE LP

Gold farbenes Vinyl! De Augustines erstes Soloalbum seit seinem dritten Album, dem von Thomas Bartlett produzierten Tomb (2019), und dem Nachfolger von A Beginner's Mind (2021), einer von der Kritik gefeierten Kollaboration mit Sufjan Stevens, ist eine Rückkehr des südkalifornischen Künstlers zu dem in sich geschlossenen Ansatz seines Debüts Spirals of Silence (2015) und Swim Inside the Moon (2017). De Augustine verbrachte fast drei Jahre damit, allein zu arbeiten und die unendlichen Weiten seiner Vorstellungskraft zu erforschen, um ein allumfassendes Werk zu schaffen, das nach seiner eigenen quixotischen Logik existiert und eine psychische Landschaft bewohnt, die so sublim und mystisch ist wie ein Fiebertraum oder ein Märchen. Er schrieb, arrangierte, nahm auf, produzierte und mischte Toil and Trouble allein und formte den kunstvollen, detaillierten Sound des Albums, indem er auf 27 verschiedenen Instrumenten spielte (darunter so seltsame Dinge wie ein Xylophon aus Glas). Inmitten dieses höchst experimentellen Prozesses durchlebte er eine ephemere, aber alptraumhafte Zeit mit jenseitigen Empfindungen und übernatürlichen Visionen - eine Erfahrung, die die Entstehung des Albums kurzzeitig unterbrochen hat, aber letztendlich dazu beitrug, die immense emotionale Tiefe von Toil and Trouble zu bereichern. "Dieses Album entstand aus dem Nachdenken über den Wahnsinn der Welt und wie überwältigend das sein kann", sagt De Augustine. "Ich habe eine Art Gegenwelt als Leitfaden benutzt, um zu verstehen, was hier eigentlich vor sich geht - ich musste mich selbst aus der Realität herausnehmen, um zu versuchen, die Realität zu verstehen." Das Ergebnis ist das bisher visionärste Werk eines einzigartigen Songwriters, das abwechselnd betörend, niederschmetternd und unaussprechlich schön ist und seine tiefe Fähigkeit offenbart, Schmerz in außergewöhnliche Schönheit zu verwandeln.

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24,79 €
Oceans Ate Alaska - Disparity

Nach über 40 Millionen Streams war Oceans Ate Alaska bereit, ihr neues Album Disparity zu veröffentlichen.

Inspiriert durch die gemeinsame Vorliebe für Bonobo und Alina Baraz, veredelte Kollaborateur Clem Cherry die Produktion mit luftigem Beat-Handwerk und eindringlichen Klangakzenten. ”Für uns geht es darum,
die Hörer zu erheben”, sagt Harrison. ”Wir wollen, dass sie sich ermächtigt fühlen und erkennen, dass sie die Veränderung sein können, die sie wollen. Das ist es, was wir immer noch tun. Es ist schon lange her, dass wir ein Album herausgebracht haben, aber wir sind noch da.

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27,10 €
kevin - Endstation LP

Kevin

Endstation LP

12inch5502377
Vertigo Berlin
27.04.2023

kevin macht was er will. Das war schon immer so. Musikalisch oder im Leben, völlig egal. Er geht immer in die Richtung in die es ihn zieht.
Es ist mehr ein Reflex als eine bewusste Entscheidung. Seine Art Texte zu schreiben hat sich durch die verschiedensten Einflüsse entwickelt. Egal ob Rap, Punk, oder Indie.

Der Charakter bleibt jedoch konsistent.

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25,63 €
Daughter - Stereo Mind Game LP

Eco Coloured Edition

Elena Tonra ist zwar keine passionierte Schwimmerin, aber der Sound auf dem neuen Daughter Album "Stereo Mind Game" klingt wie ein Ozean, in den man eintauchen möchte. Das dritte Album der britischen Band, gleichzeitig das erste Studioalbum seit sieben Jahren, setzt sich damit auseinander, was es bedeutet, von geliebten Menschen und auch von sich selbst getrennt zu sein - ein komplexes Thema. Daughter, das Trio bestehend aus Elena Tonra, Igor Haefeli und Remi Aguilella - wurde 2010 gegründet. Nach der Veröffentlichung von zwei Studioalben, "If You Leave" (2013) und "Not to Disappear" (2016), und dem Videospiel-Soundtrack Music "From Before the Storm" (2017), beschlossen sie, eine Auszeit voneinander zu nehmen. Kurz zuvor jammten sie allerdings noch gemeinsam in Los Angeles, zwischen einer Support-Tour für The National und ihren ersten Headline-Shows in Südamerika. Hier begann die Arbeit am neuen Album. Danach herrschte erst einmal Stille - als Band und untereinander. In den nächsten Jahren, in denen die Mitglieder an ihren eigenen Projekten arbeiteten, darunter auch Tonras Soloplatte als Ex:Re, trafen sich Daughter gelegentlich zum gemeinsamen Schreiben in Studios in London, Portland und San Diego, wo Haefeli 2019 für sechs Monate lebte. Die zentrale romantische Figur der Platte ist jemand, den Tonra dort kennengelernt hat, als sie aus London zu Besuch kam. Sie teilten eine bedeutende Verbindung, aber sie wusste, dass der Atlantik zwischen ihnen liegt. Daughter begann 2021 konkret mit den Aufnahmen für die zwölf Songs des Albums. Haefeli, der in Bristol lebt, traf sich mit Tonra in den Middle Farm Studios in Devon. Aguilella, der in Portland, Oregon, lebt, nahm seine Schlagzeugparts im Bocce Studio in Vancouver, Washington, auf. Haefeli produzierte eine Reihe der Songs, während Tonra "Junkmail" produzierte. Den Rest haben sie gemeinsam produziert. Die Sehnsucht, physische Entfernungen zu überwinden, ein Gefühl, das sich während der Pandemie noch verstärkt hat, ist in viele dieser Stücke eingeflossen. Auf "Wish I Could Cross the Sea" hören wir Sprachnotizen von Tonras junger Nichte und ihrem Neffen, die in Italien leben. "(Missed Calls)" enthält eine weitere Sprachnotiz, in der ein Freund einen Traum beschreibt. Gefüttert mit einigen modularen Effekten, klingt er geisterhaft eindringlich. Diese Nachrichten, Versuche einer Verbindung von geliebten Menschen, die man nicht sehen kann, "können einen aus dem Brunnen ziehen", sagt Tonra - aber nur, wenn man den Hörer abnimmt. Wenn man andere hereinlässt, kann Schönheit entstehen. Tiefes Gefühl kommt von den Bögen des 12 Ensemble, dem in London ansässigen Streichorchester, das bei vielen Stücken des Albums zu hören ist. Die von Haefeli und Tonra arrangierten und von Josephine Stephenson orchestrierten Stücke wurden, passenderweise, im The Pool aufgenommen, einem Raum in Bermondsey im Süden Londons, der eine ehemalige Badeanstalt war. Ein Blechbläserquartett verleiht auch "Neptune" und "To Rage" eine wohlig klangliche Wärme. Während Daughters frühere Arbeiten ihre Kraft in ihrer entwaffneten und emotionalen Ehrlichkeit fanden, handelt "Stereo Mind Game" von gegensätzlichen Gefühlen. "Es geht darum, nicht in absoluten Kategorien zu arbeiten", sagt Haefeli. Nach mehr als einem Jahrzehnt, in dem sie die dunkelsten Emotionen darstellten, haben Daughter ihr bisher optimistischstes und ein fast schon strahlendes Album aufgenommen.

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24,16 €
HENDRIK OTREMBA - RISKANTES MANÖVER (LTD. DOPPEL-10")

Für viele Musiker ist der Schritt aus dem Kollektiv ein riskantes Manöver: Wie nämlich nehmen Band und Publikum die Entscheidung auf? Hendrik Otremba, Sänger der Gruppe Messer, stellt nun sein Soloalbum vor. Er hat es Riskantes Manöver genannt - aber nicht aus dem genannten Grund. Längst hat er sich als eigenständiger Künstler etabliert, hat als Maler, Autor und Performer stets auch zur Identität von Messer beigetragen, die gerade obendrein an einem neuen Album arbeiten - dieses Soloalbum kündet also nicht von Zwist. Wenn etwas verblüfft, dann vielleicht eher, dass Otremba nicht erneut in ein neues Medium aufbricht, sondern dorthin zurückgeht, wo alles anfing: zu den eigenen Songs, die bisher im Verborgenen lagen. Riskantes Manöver ist dabei kein Aufguss des Bekannten, aus Ennui oder Eitelkeit. Viel eher tritt der Songwriter Hendrik Otremba an die Öffentlichkeit, der sich parallel zu Messer entwickelt hat. In den vergangenen zwölf Jahren nimmt er Demos auf, experimentiert, geht intuitiv vor und findet zu einer eigenen Sprache, aus der er nun mit zwei engen Freunden ein Album ausgearbeitet hat: Multi-Instrumentalist Alan Kassab, ein Schulfreund Otrembas, und Kadavar-Schlagzeuger Christoph 'Tiger" Bartelt, schon Produzent des Messer-Debuts. Gemeinsam nähern sie sich den Demos wie einem Skript und schaffen so eine Art auditiven Autorenfilm. Im Zentrum steht eine kreative Vision, die von virtuosen Technikern und begnadeten Darstellern umgesetzt wird - neben der Kern-Crew gehören dazu Stella Sommer, Alex Zhang Hungtai (Ex-Dirty Beaches), der Otremba überhaupt erst dazu inspirierte, ein eigenes Album zu schreiben), Gregor Schwellenbach, Friedrich Paravicini, Dominik Otremba (aka Performance) - aber auch Tochter Hedi und mehr als ein Dutzend weitere Kreative zwischen Indie-Adel, Hochkultur-Bagage und Jugendfreunden. Doch nicht nur durch sein Casting-Gespür und weitere direktive Entscheidungen überzeugt Otremba, sondern vor allem mit Musik, die durch ihre Weite und einen eigensinnigen erzählerischen Ansatz gar filmisch wirkt: Als zarter Chansonier schleicht Otremba durch die Streicherschluchten von New York II, geifert als Apokalyptiker in Nektar Nektar vor Blastbeat und heulendem Saxofon, findet in der sinophilen Klavierballade Bargfeld aber auch zu Ruhe und Intimität. Brachialen Proto-Industrial und dröhnenden Goth meistert Otremba ebenso wie epischen Pop oder Großstadt-Country; hier öffnet ein Musik-Enthusiast sein vielseitiges Portfolio, in dem er als Sänger und Performer zugleich eine neue Bandbreite entwickelt. In sein Rollen-Inventar führt Otremba zudem die Figur "66 ein, ein "Zeuge des zivilisatorischen Niedergangs" und eine Art Erzählstimme, durch deren Perspektive wir auf das von Katastrophen und Verlassenheit geprägte Geschehen des Albums blicken. Otremba tritt als "66 maskiert auf, zu sehen etwa auf dem Cover der Riskantes Manöver Doppel-10-Inch. Was die Bandagen bedeuten, bleibt unklar - ein weiterer, rätselhafter Eintrag in Otrembas Privatmythologie, bestehend aus Namen, Zeichen, Bildern, die sich durch sein gesamtes Werk erstrecken. Riskantes Manöver öffnet darin nicht nur eine neue Facette, der Titel fasst zugleich das Ethos eines Arbeitens zusammen, "das nicht auf Relevanz oder Erfolg gepolt ist". Gerade, wenn dabei immer wieder Gegensätze vereint werden müssen, die an dem Menschen dahinter zerren: "Das riskante Manöver ist mit den Widersprüchen zu leben und sie im eigenen Schaffen stattfinden zu lassen. Lust und kreative Ambition als was Positives zu begreifen in einer Situation, wo das, was ich sehe, eigentlich für das Gegenteil spricht, abgründig, negativ, dämonisch ist." In diesem Sinne ist hier ein Monolith von einem Album geschaffen, der sich zugleich machtvoll und zart aufstemmt, wie es im Untertitel der Platte heißt: "gegen die Verachtung der Gegenwarth"! - Sebastian Berlich

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25,00 €
Niels Frevert - Pseudopoesie LP

Niels Frevert

Pseudopoesie LP

12inchLPGRON275
Grönland
24.03.2023

Der Bruch kam 2019 mit dem Album Putzlicht, mit dem sich Frevert nach fünf Jahren Pause neu erfand, das Korsett des Liedermachers abstreifte. Plötzlich war alles größer und druckvoller, als hätten The War On Drugs seine Schreibklause gestürmt. Pseudopoesie geht noch weiter – auch dank des neuen Produzenten Tim Tautorat (Faber, Provinz, Tristan Brusch). Freverts Lieder feuern nicht zum Durchhalten an, spenden keinen Trost, geben keinen Rat. Sie legen sanft den Finger auf die Wunde, da wo Träume verkümmern und Herzen verhärten, schieben dich sachte zur Tür und lassen dich da stehen mit dem Schlüssel in der Hand. Das ist große, zuweilen fast schmerzhaft schöne Popmusik, die das Leben und die Menschen ernst nimmt, aus Alltäglichkeiten das Drama unserer Existenz schält und neuerdings immer einen Ausweg bereithält: den radikalen Neuanfang, die Flucht in ein neues Leben, so als Idee. Aufgenommen mit der Live-Besetzung von Putzlicht ist es das erste Mal, dass seine Band zwischen zwei Alben komplett zusammenbleibt. Niels Frevert scheint angekommen zu sein: zwischen den Stühlen, auf der äußeren Umlaufbahn oder einfach nur auf dem Weg zum ewigen Weiter.

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24,75 €
Blank Gloss - Cornered

Blank Gloss

Cornered

12inchKOM458
Kompakt
17.03.2023

Sacramento, CA duo Blank Gloss’s third album, Cornered, is an exquisite statement of pop ambient starkness, an album that oscillates between lush beauty and spare melancholy. It follows from their 2021 debut for Kompakt, Melt, an album that saw Morgan Fox (piano, synths) and Patrick Hills (guitar) aligned, loosely, with the cosmic pastorale of the ‘ambient Americana’ movement. Cornered feels like a significant step forward, though – by peeling back the layers of their music, they’ve revealed both its restful core and its solemn gravitas. It is unendingly lovely, but with something disquieting at its centre.

Cornered was recorded quickly, over two days in December 2020. There’s nothing rushed or haphazard about the album, though; everything has its place, with each sonic element contributing profoundly to these nine miniature dioramas. It signals change, quietly but perceptibly, through the way the duo sculpts their material, building out of loose improvisations that morphed into songs. While there was no plan in mind when Blank Gloss settled into the studio, Fox recalls that “right away we realised that things were sounding and feeling a bit different than any of the sessions we had previously.”

That difference can be heard in the increased amount of space Blank Gloss gift to their sound sources. Some of the most moving moments on Cornered come when Fox and Hills strip everything back – see, for example, “Crossing”, which sets pensive piano across a shyly humming drone and quiet arcs of guitar, recalling the driftworks of Roger Eno. Curiously, the album’s distinctive shape and mood develops, at least in part, from a change in instrumentation, with Hills using a MIDI pick-up on his guitar. “This resulted in making things happen a lot quicker,” Fox says. “It also helped create what I think is a bit more sombre, dark feeling to some of the songs.”

Elsewhere, on songs like “Salt”, the piano tussles with flecks of guitar, single tones sent out to mingle with the stars, like Morricone at 16 RPM, while Cornered’s centrepiece, the eleven-minute “No Appetite”, lets long arcs of electronic texture breathe and sigh, tangling together in a cat’s cradle of bliss. Throughout, it feels as though the music is blossoming as you hear it, like watching time-lapse footage of flora in bloom. But perhaps the most seductive thing about Cornered is the sense you get, listening, that the music was something unexpected, a visitation. “It almost felt like we weren’t dictating where the music went and how it sounded,” Fox agrees. “We were just there in a room together in December and these sounds were happening, and we were lucky enough to be recording the process.”

Cornered, das dritte Album des kalifornischen Duos Blank Gloss aus Sacramento, ist ein exquisites Statement von pop ambienter Krassheit, ein Album, das zwischen üppiger Schönheit und sparsamer Melancholie oszilliert. Es folgt ihrem 2021er Debüt für Kompakt, Melt, einem Album, auf dem sich Morgan Fox (Klavier, Synthesizer) und Patrick Hills (Gitarre) locker an der kosmischen Pastorale der „Ambient Americana“-Bewegung ausrichteten. Cornered fühlt sich jedoch wie ein bedeutender Schritt nach vorne an – indem sie die Schichten ihrer Musik abschälen, haben sie sowohl ihren ruhigen Kern als auch ihre feierliche Schwere offenbart. Es ist unendlich schön, aber mit etwas Beunruhigendem in seiner Mitte.

Cornered wurde relativ schnell aufgenommen, über zwei Tage im Dezember 2020. Es klingt jedoch nichts überstürzt oder willkürlich an diesem Album; alles hat seinen Platz, wobei jedes Klangelement einen wesentlichen Beitrag zu diesen neun Miniaturdioramen leistet. Es signalisiert Veränderung, leise, aber wahrnehmbar, durch die Art und Weise, wie das Duo sein Material formt und aus losen Improvisationen aufbaut, die sich in Songs verwandeln. Als Blank Gloss sich im Studio niederließen, gab es zwar keinen Plan, aber Fox erinnert sich: „Uns war sofort klar, dass sich die Dinge etwas anders anhörten und anfühlten als bei allen vorherigen Sessions.“

Dieser Unterschied ist in der größeren Menge an Raum zu hören, die Blank Gloss ihren Klangquellen bietet. Einige der bewegendsten Momente auf Cornered kommen, wenn Fox und Hills alles zurücknehmen – siehe zum Beispiel „Crossing“, wo ein nachdenkliches Klavier über einen schüchtern summenden Drone und leise Gitarrenloops setzt und an die Driftworks von Roger Eno erinnert. Seltsamerweise entwickelt sich die unverwechselbare Form und Stimmung des Albums zumindest teilweise aus einer Änderung der Instrumentierung, bei der Hills einen MIDI-Tonabnehmer an seiner Gitarre verwendet. „Dies führte dazu, dass die Dinge viel schneller abliefen“, sagt Fox. „Es hat auch dazu beigetragen, einigen der Songs ein etwas düstereres, dunkleres Gefühl zu verleihen.“ An anderer Stelle, bei Songs wie „Salt“, spielt das Klavier mit Gitarrenfetzen, einzelne Töne werden ausgesandt, um sich mit den Sternen zu vermischen, wie Morricone bei 16 U/min, während Cornereds Herzstück, das elfminütige „No Appetite“, lange Bögen schlägt, elektronische Texturen atmet und seufzt, um sich in einem Katzenkörbchen der Glückseligkeit zu verheddern. Während des Hörens fühlt es sich an, als ob die Musik blüht, als würde man sich Zeitrafferaufnahmen von blühenden Pflanzen ansehen. Aber das Verführerischste an Cornered ist vielleicht das Gefühl, das man beim Zuhören bekommt, dass die Musik etwas Unerwartetes war, eine Heimsuchung. „Es fühlte sich fast so an, als hätten WIR nicht diktiert, wohin die Musik geht und wie sie klingt“, stimmt Fox zu. „Wir waren just im Dezember zusammen in einem Raum, als diese Geräusche passierten, und wir hatten das Glück, dass die Aufnahme mitlief.”

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VARIOUS - SCHNITZELBEAT VOL.3 - READY FOR TAKE OFF

The Schnitzelbeat goes on ..... und wir finden uns am Übergang zweier Jahrzehnte wieder. Woodstock hat gerade das offizielle Ende des Summer Of Love besiegelt, die Beatles befinden sich im Stadium des Zerfalls und The Stooges läuten mit unbarmherzigem Lärm ein neues Zeitalter ein. Zurück in Österreich ... die Stadt Wien dämmert weiterhin selig im bornierten Mief der Nachkriegszeit. Gelegentlich weht der Wind den Klang einer Ziehharmonika und eines Jodlers vom Land in Richtung Stephansdom. Die eingeweihten Hörer der Schnitzelbeat-Serie ahnen es allerdings bereits: da war noch etwas Anderes, etwas Wildes, Ungutes, ein dröhnender Faustschlag in die hornbebrillten Gesichter der Spießbürger. Doch wer hätte gedacht, dass die gelungenste Annäherung an den Proto-Punk der Blue Cheer oder MC5 ausgerechnet auf dem Volksmusiklabel Alpenton erscheint? (Albatross, "I am dead"). Da fährt schon ein Aufschrei des Entsetzens aus der Lederhose. Und ein Lächeln puren Glücks in die Gesichter aufgeklärter Fans obskurer Rockmusik. Auch The Seals erweisen sich 1969 als würdige Kämpfer im Krieg der Generationen: "You know nothing about the new generation / because you live in the U-Bahn-Station" stellen die Psychedelic-Punks aus Wien interessanterweise in ihrer Nummer "Stop this War" fest. Und auch sonst ist der Krieg ein geläufiges Thema: der 2. Weltkrieg (The Cop Stigh, "War History"); der Vietnamkrieg (Maybe Hair, "War"); der Krieg der Geschlechter (Young Society, "It's War"). Doch was wäre die Zeit der Hippies und Kommunarden ohne freie Liebe, Blumenarrangements und von allerlei Substanzen unterstützte Ausnahmezustände? "Nicht auf die Blumen in dem Haar, auf euer Herz kommt es an / denn Liebe nur allein alles ändern kann" singt die Casting-Boyband The Wallflowers, aufs trefflichste begleitet von einem Kinderchor, der leider nicht immer ganz textsicher ist. Die Aussage an sich würden aber sicher auch The V-Rangers unterschreiben ("Make Love"). Oder Hannes, Erich, Peter und Arno von der Salzburger Beatband Les Marquis, die einen Westcoast-Liebestraum an den Stränden des Salzkammerguts lebendig werden lassen ("Sand on the Shore"). Zur Halbzeit von Schnitzelbeat Vol. 3 wird ein unvergesslicher Höhepunkt gereicht. 1973 veröffentlicht Rocky F. Holicke die ultimative psychedelische Hymne aus heimischer Produktion: "Ready for Take Off" ist ein unbeschreibliches Monument eines Songs, eine wahrhaft überirdische Erfahrung musikalischer Transzendenz. Wenn es schon über die Wolken geht, dann bitte so, Herr Reinhard Mey. Und natürlich auf Holickes eigenem Label, Aero-Sound. Wo sonst? Während Hide & Seek auf den Spuren von Cream wandeln und ebenfalls von jeder Flugangst befreit durch den Orbit segeln ("I can fly"), blasen aus den Triebwerken von Karl Ratzers Gitarre längst sengend heiße "White Flames". Der legendäre Musiker und Frontmann der Charles Ryders Corporation ist nicht nur einer der besten Jazzgitarristen die Österreich je hatte - er nimmt es auch mit James Marshall Hendrix auf, wenn alle Effektpedale bis zum Bühnenboden durchgedrückt sind. Etwa zur selben Zeit findet sich eine oberösterreichische Ministrantenband - heimlich, nächtens - am Wochenende im Musikzimmer einer Mühlviertler Volksschule ein. Und nimmt dort eine brandgefährliche Granate hochexplosiven, psychedelischen Garagenpunks auf. Mit mehr Fuzz, Wah-Wah, Echo und Farfisa-Orgel als selbst der Leibhaftige persönlich erlaubt hat (The Hush, "Giny"). Und dies ist nicht die einzige weithin unbekannte Super-Rarität, die der Archivar, Subkulturforscher und Rare-Track-DJ Al Bird Sputnik und sein Team von den Trash Rock Archives zusammengetragen haben: die verschollene erste Single von Novaks Kapelle erscheint hier erstmals in einer komplett restaurierten Version, ohne Nadelhüpfen und mit relativ wenigen lästigen Nebengeräuschen ("Garbage Man"). Von den lediglich 10 angefertigten Exemplaren der einzigen Platte der Austrian Brothers ("Brother") konnte die einzige Kopie ohne Pressfehler aufgetrieben werden. Und um endlich der 7" von The Cop Stigh habhaft zu werden, musste sogar jemand sein letztes Hemd verkaufen und die Hose bis zu den Knöcheln runterlassen. Aber "All right", um es mit den Worten der steirischen Acid-Rocker Generation 2000 zu sagen: es hat sich ausgezahlt. Schnitzelbeat Vol. 3 fügt der vergessenen Frühgeschichte der österreichischen Rockmusik wieder zahlreiche faszinierende Kapitel hinzu. Begeben Sie sich mit Al Bird Sputnik und den Labels Konkord und Digatone auf eine weitere Reise in die Tiefen wohlsortierter Plattenkisten und pilgern Sie vor einem Himmel voller Schwedenbomben und Mannerschnitten über Gebirge verzerrter Gitarren in die entlegensten Regionen der österreichischen Popkultur. NOVAK

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BAD WEED - II

Bad Weed

II

12inchSILUH109
SILUH RECORDS
03.03.2023

"Bernhard von Siluh Records hat mich gebeten, einen Hype-Text über die neue BAD WEED-Platte zu formulieren, und ich fühlte mich zunächst geschmeichelt, hatte dann aber doch Zweifel... Wie kann ich euch dieses Powerpop-Juwel in wenigen Worten erklären und näher bringen? Es ist nicht nur das übliche Jangle-Pop-Ding oder noch schlimmer, nicht etwas, das man heutzutage "Garage-Punk" nennt, nein, Sir! Es ist echter Powerpop im Stil der 70er Jahre, aber wie mein Chef immer zu sagen pflegt: Man kann den Leuten nicht erzählen, wie großartig eine Powerpop-Platte ist - man muss sie sich anhören, am besten mit einem Getränk der Wahl in der Hand, und bald wird sie ihre Besonderheit enthüllen (oder auch nicht). Was liebe ich an BAD WEED, außer der Tatsache, dass sie die hübschesten Jungs der Welt sind, die - nachdem sie 20 Jahre lang in verschiedenen Bands gespielt haben - endlich gelernt haben, ihre Instrumente zu spielen? Es sind die Songs! Es geht nur um die Songs! Die erste Single aus dem Jahr 2015 war etwas anderes, man kann es sogar Garagenpop nennen, ihr Debütalbum vor ein paar Jahren und etwa 100 Shows später war nur der Anfang, hier ist ihr zweites Album mit dem schlichten Titel "II", das Talent, Songwriting-Fähigkeiten und Pop-Handwerkskunst zeigt! Einige dieser 12 Originalsongs erinnern mich an Alben/Bands, die längst vergessen sind, wie z.B. "If you ever pt. 1" könnte eine frühe THE FRESHIES-Single sein, "Breaking Lines" könnte von einer RUDI-Setlist sein oder "Who's gonna love me" klingt wie einer dieser THE COLD-Ohrwürmer. Die meisten Songs haben diesen 80er-Jahre-UK-Indie-Punk-Vibe, der direkt in mein Gehirn und mein Herz geht! Sie haben sogar die Frechheit, TOWNES VAN ZANDT zu covern - und schaffen es, dass es nicht so deprimierend klingt wie das Original, nur ein bisschen traurig vielleicht. Zu behaupten, dies sei ein Wohlfühlalbum, ist nicht ganz richtig, so einfach ist es nicht. Es ist eine Platte, die Lust macht, die Band in einem kleinen Club live zu sehen, eine Platte, die einen einfach lächeln lässt und an gute Zeiten erinnert. BAD WEED ist eine Band für die Hosentasche, eine Band, die man liebt und von der man Freunden erzählen möchte, aber nicht zu vielen, denn die Band sollte klein und in der Hosentasche bleiben und nicht in den Playlists von jedem Tom, Dick und Harry vorkommen_" (Elmar / Bachelor Records) "Debüt-Scheiblette von Wiens Blitzpopgroup. Mitreißender Powerpop-Punk mit ganz viel early UK- vs semi-modern Texas-Sound in den Venen. Buzzcocks , Exploding Hearts, The Jam, Bad Sports, Marked Men, .... Schweine-tight gespielte, tolle Melodien, die einen sofort abholen, bissi Saxophon hier und Orgel da!! Die Platte strotzt vor Energie und Spielfreude, findet einen steilen Breakeven zwischen Witz, Charme und Klassenbewusstsein. Stark!" (FLIGHT13)

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Pierce The Veil - The Jaws Of Life

Die mit Platin ausgezeichneten Band Pierce The Veil - Gitarrist/Sänger Vic Fuentes, Gitarrist Tony Perry und Bassist Jaime Preciado veröffentlichen ihr neues Album ”The Jaws of Life” am 10. Februar 2023 über ihr langjähriges Label Fearless Records/Concord.
Pierce The Veil sind in ihrem Genre zu einer Legende geworden - und das zu Recht. Ihre Rückkehr wurde mit Begeisterung aufgenommen und die erste Single ”Pass the Nirvana” wurde seit ihrer Veröffentlichung im September über 13 Millionen Mal gestreamt.
Sie haben in den USA zweimal die Spitze der Billboard Top Rock Albums, Alternative Albums und Hard Rock Albums Charts erreicht - zuerst mit Collide With the Sky (2012) und dem Nachfolger Misadventures (2016). Ein Jahrzehnt nach seiner Veröffentlichung schoss das bereits mit Platin ausgezeichnete ”King for a Day” auf Platz 1 der Billboard Hard Rock Streaming Charts, angetrieben durch den viralen Hashtag #KingForADay auf TikTok.

Was The Jaws of Life als Ganzes angeht, sagt Fuentes: ”Dieses Album hat uns wirklich näher zusammengebracht, als wir es je waren. Es war extrem schwierig für uns, so lange von der Straße weg und getrennt zu sein. ... In The Jaws of Life geht es darum, wie das Leben seine Zähne in dich schlagen und versuchen kann, dich zu verschlingen. Die ganze Negativität in der Welt und in deinem Kopf kann eine bösartige Sache sein. Wir sind extrem dankbar für diese Platte, unsere Fans und die Möglichkeit, wieder live Musik zu machen.”

Since 2006, Pierce The Veil have unassumingly yet consistently climbed their way into the hearts of millions worldwide via an unshakable devotion to making honest and hypnotic hard rock. The San Diego band — Vic Fuentes (vocals, guitar), Tony Perry (guitar), and Jaime Preciado (bass) — released A Flair for the Dramatic 2007 and Selfish Machines 2010, the latter of which camped out at No. 1 on the Billboard Heatseekers Chart. They have steadily built a dedicated and diehard fanbase through touring and by nurturing an honest connection. PTV truly established themselves with 2012's Collide With the Sky, which spawned their first RIAA Platinum-certified single with "King for a Day." They followed with Misadventures in 2016, which charted at No. 4 on the Billboard Top 200 and notched No. 1s on multiple charts, including Top Alternative Albums, Top Hard Rock Albums, Top Independent Albums, and Top Rock Albums. In between sold-out tours all over the globe and a headlining stint on 2015's Warped Tour Main Stage, the musicians garnered five Alternative Press Music Awards (including "Album of the Year" for Misadventures), two Kerrang! Awards, and a Revolver Golden Gods Award. They've graced the covers of Alternative Press, Kerrang!, Rock Sound, and more — multiple times. Elsewhere, their digital and streaming footprint is nothing short of staggering. They've tallied over 1.5 billion global streams and almost 370 million YouTube views — proving that growth is a constant for them. Ultimately, Pierce The Veil, who've earned multiple gold and platinum certifications, remain one of the most beloved bands of their generation and they show absolutely no signs of slowing down as they march into a new decade ready to share the most important music of their career.

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32,31 €
Rotor - Sieben LP

Rotor

Sieben LP

12inch1001601NSL
Noisolution
10.02.2023

Nach fünf Jahren sind sie wieder da und die Zahlenspielerei geht weiter. Das siebte Album ist mittlerweile das dritte seit 2015 als Quartett und was mit "Fünf" begann und mit dem Einstieg des zweiten Gitarristen Martin einen völlig eigenen Sound bekam, wurde immer weiter verfeinert. Die Produktion - wieder von Charlie Paschen (Coogans Bluff) - ist größer, leichter und transparenter geworden, währenddessen sich die Rhythmus-Fraktion schwer groovend und unbeeindruckt von all dem zeigt und ROTOR weiterhin massiv wie alte Bunker im Berliner Stadtbild dastehen lassen.

ROTOR - ein Phänomen in der alternativen Rockszene, das bockig, dickköpfig und eigenbrödlerisch gegen den Strom schwimmt.

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23,74 €
Franc Moody - Dream In Colour LP

Mit der Disco-Hymne 'Terra Firma' schlug die einzigartige Band erstmals auf der Bildfläche auf. Das Jahr 2019 krönten sie mit einer ausverkauften US-Tour und bestätigten gleichzeitig ihre Europatour für das Frühjahr 2020. Das Album ist geprägt von einem Gemeinschaftsgefühl. Aber nicht nur darum geht es. Das Album beschäftigt sich auch damit, wie unser modernes Leben ständig zwischen der Online-und der Offline-Welt zu pendeln scheint; von der Welt in unseren Smartphones zu der, die wir jeden Tag mit unseren physiologischen Sinnen erleben. Was unterscheidet unsere emotionalen Erfahrungen wie Freundschaft, Liebe und Gemeinschaft online von denen, die wir im wahren Leben machen? "Manchmal" erklärt Frontmann Ned, "kann sich der Wechsel zwischen den zwei Welten anfühlen wie ein Wechsel von Schwarz/Weiß zu Farbe. Dieses Phänomen wollten wir auf dem Album ausloten." Die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte von 'Dream in Colour' gibt einem wirklich ein gutes Gefühl und nicht nur das: Sie bringt das Phänomen Franc Moody auf den Punkt.

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Young Fathers - Heavy Heavy (Black LP + Poster)
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Ltd White Deluxe Vinyl[37,77 €]

Red Vinyl[28,53 €]


Young Fathers - Alloysious Massaquoi, Kayus Bankole und G. Hastings - kündigen heute ihr langerwartetes neues Album, „Heavy Heavy“, an. Das vierte Album des Trios erscheint am 3. Februar 2023 via Ninja Tune und ist ihr erstes seit „Cocoa Sugar“ von 2018. Das 10-Track-Projekt signalisiert einen erneuten Back-to-Basics-Ansatz ohne externe Produzenten, nur ein winziges Heimstudio, ein paar Geräte und Mikrofone: alles immer eingesteckt, alles immer in Reichweite. Über das Album schreibt Alloysious: „Jede Platte muss besser sein als die letzte. Das ist die Mentalität. Wenn es nicht besser wäre, würde es nicht herauskommen.“ Für ihn geht es bei diesem Album nicht einmal wirklich um die zehn Songs auf der Tracklist. Es geht darum, was mit dem Trio in den langen, verrückten Jahren seit „Cocoa Sugar“ passiert ist. „Heavy Heavy“ ist der Beweis für das, was von dieser Zeit übrig geblieben ist. Der Erfolg des Überlebens, der Exzess der Existenz. „Ich mag den Titel ‚Heavy Heavy‘, denn es ist alles plus die Küchenspüle", fügt G. hinzu. „Maximalistisch. Keine Art von Schlankheitskur. Es fühlt sich voll an, gewichtig. Und es zweimal zu sagen, macht es spielerisch.“
Für Young Fathers gibt es keinen Dresscode. Tanzen, nicht moshen. Die Hüften zucken, die Füße rutschen, das Gehirn feuert in Catherine Wheel-Sparks aus Freude und Empathie. Unterirdisch, aber nie dunkel. Immer noch jung, nach einigen Jahren, auch wenn die heavy, heavy weight of the world von Tag zu Tag zu wachsen scheint.

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26,85 €
Young Fathers - Heavy Heavy (Red LP + Poster)

Red Vinyl

Young Fathers - Alloysious Massaquoi, Kayus Bankole und G. Hastings - kündigen heute ihr langerwartetes neues Album, „Heavy Heavy“, an. Das vierte Album des Trios erscheint am 3. Februar 2023 via Ninja Tune und ist ihr erstes seit „Cocoa Sugar“ von 2018. Das 10-Track-Projekt signalisiert einen erneuten Back-to-Basics-Ansatz ohne externe Produzenten, nur ein winziges Heimstudio, ein paar Geräte und Mikrofone: alles immer eingesteckt, alles immer in Reichweite. Über das Album schreibt Alloysious: „Jede Platte muss besser sein als die letzte. Das ist die Mentalität. Wenn es nicht besser wäre, würde es nicht herauskommen.“ Für ihn geht es bei diesem Album nicht einmal wirklich um die zehn Songs auf der Tracklist. Es geht darum, was mit dem Trio in den langen, verrückten Jahren seit „Cocoa Sugar“ passiert ist. „Heavy Heavy“ ist der Beweis für das, was von dieser Zeit übrig geblieben ist. Der Erfolg des Überlebens, der Exzess der Existenz. „Ich mag den Titel ‚Heavy Heavy‘, denn es ist alles plus die Küchenspüle", fügt G. hinzu. „Maximalistisch. Keine Art von Schlankheitskur. Es fühlt sich voll an, gewichtig. Und es zweimal zu sagen, macht es spielerisch.“
Für Young Fathers gibt es keinen Dresscode. Tanzen, nicht moshen. Die Hüften zucken, die Füße rutschen, das Gehirn feuert in Catherine Wheel-Sparks aus Freude und Empathie. Unterirdisch, aber nie dunkel. Immer noch jung, nach einigen Jahren, auch wenn die heavy, heavy weight of the world von Tag zu Tag zu wachsen scheint.

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Clutch - Earth Rocker (Gatefold)

"Für "Earth Rocker", den Nachfolger des 2009er Werks "Strange Cousins From The West", mussten knapp vier Jahre ins Land ziehen. Ob sich die Wartezeit gelohnt hat? Wer CLUTCH kennt, der weiß: Ja! Das neue Album strotzt nur so vor Energie, beinhaltet aber auch die klassischen ruhigeren Songs, bei denen Sänger Neil Fallon natürlich mit seinen interessanten und gut durchdachten Texten voller Poesie überzeugen kann.

Doch bevor es an ruhigere Nummern geht, die auf dem Album in der Minderheit sind, geht es mit dem Titeltrack "Earth Rocker" erst mal gnadenlos rockig ab. Die schnelle Nummer ist schon mal ein guter Einstand, und Neil's "Muhahahas" in dem Song lassen einem ein breites Grinsen ins Gesicht treiben. Ein weiteres Highlight und garantierte Live-Granate ist den Mannen mit "Crucial Velocity" gelungen. Wer schon "Mob Goes Wild" oder "Electric Worry" mochte, wird diesen Song vergöttern. Tim Sult lässt seine Klampfe gnadenlos im Stoner-Dickicht die Rock-Welt regieren. Hammer!

"Mr. Freedom" groovt ganz gewaltig, Obacht: auch hier unbedingt auf die Textpassagen achten. Bei "D.C. Sound Attack" wird die bewährte Mundharmonika aus der Tasche gezogen und im Sinne von ZZ TOP abgerockt. Weiter über "Unto The Breach", "The Face" (MOTORJESUS lassen grüßen), "Cyborg Bette" oder "Book, Saddle & Go", CLUTCH zeigen sich abgezockt und saucool, wie eh und je. Warum cool? Weil diese Band einfach das macht, was ihnen gefällt, sei es Mucke, Attitüde oder Acting. Wer es mal bluesig mag, dem ist "Gone Cold" ans Herz zu legen. Relaxte Nummer, genau richtig zum chillen mit nem Glas Whisky.

Veredelt wurde "Earth Rocker" durch die Hand von Machine, der schon auf "Blast Tyrant" oder "Pure Rock Fury" für CLUTCH tätig war. Der räudige Sound, wie man ihn von der Gruppe gewohnt ist, wurde beibehalten und noch einmal auf eine höhere Stufe gewuchtet. Da bleiben keine Wünsche offen.

"Earth Rocker" reiht sich nahtlos in die Gassenhauer-Alben der Band hinein. "Blast Tyrant" oder "From Beale Street To Oblivion" gehören zwar noch immer zu den absoluten Highlights, "Earth Rocker" übernimmt ab jetzt jedoch den Vorsitz." (9von10/metal.de)

pre-order now27.12.2022

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24,83 €
DIKKA - Oh yeah!

Dikka

Oh yeah!

12inch0602448664242
Universal / Island
09.12.2022

Rap für Erwachsene? Kann doch jedes Kind! Und ein ganz bestimmtes Nashorn kann das auch: DIKKA
– das rappende Rhinozeros kommt auf seinem Debütalbum „Oh Yeah!“ mit jeder Menge wilder, frecher
und lustiger Songs für starke Kinder. Groß, grau, gutgelaunt, mit dickem Bauch und ordentlich was in der
Birne stellt DIKKA sich dabei nicht auf die Seite der Eltern, sondern nimmt die kleinen Hörer an die Hand
und geht gemeinsam mit ihnen mal den wirklich wichtigen Fragen des Lebens nach
Warum werden irgendwann selbst der leckerste Oma-Kuchen, die knusprigen Pommes und der Ketchup zu
Kakka? Weshalb denken Mama und Papa eigentlich, dass sie alles besser wissen und man immer Hilfe
braucht, wenn man es doch eigentlich längst alleine kann? Wieso immer rosa für Mädchen und blau für
Jungs und nicht mal Grau als Lieblingsfarbe? Und wie sagt man jemandem wohl am besten, wie lieb man
ihn hat?
Aber DIKKA kann noch mehr: Eine Hymne auf alle Superpapas singen zum Beispiel. Das Abendbrot
schon morgens essen oder auf dem Bügelbrett surfen. In Rosinen baden und mit einem Kopfsprung im
Salat landen. Auf dem Flohmarkt ein paar Flöhe kaufen und rückwärts zum Späti an die Ecke laufen, um
dort ein extragroßes Eis zu schlecken. Mit dem Rad zu entspannten Beats durch den Kiez rollen, dass es
jeder sieht – mit schimmerndem Schutzblech, klingelnder Klingel und vor allem mit Helm, denn der schützt
schließlich die Melone. Klare Sache!
„Oh Yeah!“ beinhaltet Songs mit MusikerInnen wie LEA, Sido und Mark Forster.
Ab dem 09.12.2022 auch als LP erhältlich.
Musikrichtung: Musik (Kinder)

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28,53 €
Johannes Oerding - Plan A

Johannes Oerding

Plan A

12inch19658700581
Columbia
02.12.2022

Yellow Vinyl, Gatefold
Wäre Johannes Oerding nicht großzügig Gold- und Platin dekoriert, hätte er nicht über eine Million Platten und ebenso viele Konzerttickets verkauft und gehörte er nicht zweifellos zur Liga der erfolgreichsten Musiker des Landes - was wäre sein Plan B? Eine Frage, auf die der Hamburger nie eine Antwort hatte, weil er sich keine Alternative zurechtgelegt hat. Es mag starkes Songwriting sein, außergewöhnlicher Fleiß, seine Stimme, die unstillbare Liebe zur Livebühne, Charme oder einfach Glück - Oerdings PLAN A ist aufgegangen. Eine Tatsache, die ihm erst kürzlich richtig bewusst geworden ist. "Ich war ehrlich überrascht, als ich den Award für diese unglaublichen Verkaufszahlen bekommen habe. Ich hatte das nicht auf dem Zettel und hab erst mal geheult wie ein Schlosshund. In dem Moment hat etwas Klick gemacht." Dabei ist der Weg, den der 40-jährige Künstler zurückgelegt hat kein kurzer. Seit 2009 erarbeitet er sich jeden seiner Erfolge hart und erntete 2019 mit dem Platinalbum "Konturen" seine erste Nr. 1 in den Charts. Seine Fans gehen seit Jahren jeden seiner Schritte mit und feiern ihn nicht nur wegen der Radiohits, sondern wegen eines Lebensgefühls, einer Haltung. Es ist das Glas, das immer halbvoll ist, die unbändige Freude am Moment und das Wissen, dass der Johnny auf der Bühne auch der ist, den man in der Kneipe trifft. Umso interessanter ist es, sein kommendes Album PLAN A zu hören, denn er lässt hier, wie er selbst sagt: "noch mehr die Hosen runter". Die Brennweite hat sich geändert. Der Meister des Weitwinkels mit Goldsingles wie "Alles brennt", "Kreise" oder "An guten Tagen", die den Nerv ganzer Pop-Jahre getroffen haben, hat sich auf diesem Album mit Freunden, Familie, Beziehung und sich selbst auseinandergesetzt. "Meine Songs waren immer persönlich, aber diesmal habe ich mich gefragt, was uns menschlich und emotional macht. Es hat vielleicht mit der Zeit zu tun, in der wir seit zweieinhalb Jahren leben oder vielleicht liegt es am Älterwerden - jedenfalls habe ich mich mehr als sonst mit dem befasst, was direkt um mich herum passiert." Belegen lässt sich das mit Texten, die intensiver und zugleich lässiger sind und einer Experimentierfreude, die die Messlatte des letzten Albums locker ein Stockwerk höher legt. PLAN A enttäuscht niemanden, der die ersten Singles des Albums schon in der Playlist hat, aber spielt an anderer Stelle genüsslich mit Gospel, Blues, Country, Disco und 80er-Rock, macht High Fives mit Prince, Springsteen und Swift und zitiert tiefenentspannt Lindenberg, Lennon und Michael Jackson. Die einen wird das an Oerdings Anfänge erinnern, die anderen werden eventuell überrascht sein - aber alle werden ihn hinterher noch ein bisschen besser kennen: "Ich habe alles aufs Album genommen, was aus mir rauskam. Den Kopf auszuschalten und noch mehr nach innen zu gehen, hat einfach Spaß gemacht."Die bereits veröffentlichten Albumtracks haben das Licht am Ende des Tunnels schon mal angemacht: Beide Songs sind Johannes Oerding pur. "Plan A ist aufgrund der politischen Entwicklungen vielleicht ein bisschen untergegangen, aber live geht er umso mehr ab und Kaleidoskop mag ich bis heute sehr, weil er etwas ganz Starkes in mir auslöst. Und die Reaktionen auf den Song zeigen, dass er zur richtigen Zeit kam - ich höre oft, dass die Leute genau so einen Song gebraucht haben. Einen mit Happy End."

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