Wer glaubt, über die Diskografie des legendären Pianisten Sviatoslav Richter sei bereits alles gesagt, der
irrt. 60 Jahre lang schlummerten die Aufnahmen, die die Deutsche Grammophon 1965 bei den Festivals in
Tours und Luzern mitgeschnitten hatte, in den Archiven. Sie werden nun erstmals veröffentlicht, sorgfältig
restauriert von den renommierten Emil Berliner Studios. Wie viele Künstler hatte auch Richter das Gefühl,
im Konzert besser und freier zu spielen als im Studio. Diese ungeheuren Aufnahmen zeigen den Pianisten
auf dem Höhepunkt seines pianistischen Könnens. Und in der Tat erinnern sie an Van Cliburns Ausspruch:
„Das ist das gewaltigste Klavierspiel, das ich je gehört habe“. Richters Beethoven-Interpretationen sind
phänomenal. Die Deutungen der Sonaten Nr. 18, 27, 28 und 31 zeigen einen frappierenden, einen modernen
Ansatz, der kein Risiko scheut und den musikalischen Ausdruck in jeder Hinsicht auf die Spitze treibt. Die
Pianistin Elisabeth Leonskaja, eine Vertraute Richters, zeigte sich begeistert von der künstlerischen Freiheit,
der spieltechnischen Brillanz und der Liebe zur Musik, die sich in diesen Aufnahmen vermitteln. Das Album
ist digital, als CD und Doppel-LP erhältlich und enthält ein aktuelles Interview mit Elisabeth Leonskaja,
einen Essay von Jed Distler sowie editorische Anmerkungen von Markus Kettner. Zahlreiche, zum Teil
unveröffentlichte Fotos ergänzen die Edition.
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- A1: Marsch Nr. 2 G-Moll (Aus Vier Märsche Op. 76) / March No. 2 In G Minor (From Four Marches, Op. 76) Waldszenen Op. 82 / Forest Scenes, Op. 82
- A2: Eintritt
- A3: Jäger Auf Der Lauer
- A4: Einsame Blumen
- A5: Verrufene Stelle
- A6: Freundliche Landschaft
- A7: Herberge
- A8: Vogel Als Prophet
- A9: Jagdlied
- A10: Abschied
- B1: Des Abends
- B2: Aufschwung
- B3: Warum
- B4: In Der Nacht
- B5: Traumes Wirren
- B6: Ende Vom Lied
The music of Robert Schumann and the artistry of Sviatoslav Richter are a natural match. Schumann was loathe to use flashy, purely virtuosic elements in his compositions, a fact brilliantly illustrated in the vast majority of his works for solo piano. Rather, Schumann was much more likely to tell a story, paint a picture, or read a poem through his music, although his works were not overtly programmatic. Richter possessed a technique virtually unrivaled during his career and was able to definitively toss off even the most technically demanding works. At his heart, however, Richter was a poet and an artist with profound musical insights and introspections. This album, featuring recordings made in the late '50s, is one of Richter's surviving albums in which poor sound quality does not distract listeners from this artistry. His performances of the C major Fantasy, the Op. 82 Waldszenen, and the Op. 12 Fantasiestucke are magnificently refined, unhurried, and unsullied by some pianists' need to make the works flashier then they need to be.
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