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Tom Waits - Glitter and Doom

Tom Waits

Glitter and Doom

2x12inchEPIT70531
Anti
07.01.2022

Das Live-Doppelalbum "Glitter & Doom" entstand auf der gleichnamigen ausverkauften und hochgelobten Tour, die den kalifornischen Songwriter 2008 durch die USA und Europa führte. Die erste CD soll wie ein einziges Konzert klingen, obwohl die 17 Songs in zehn verschiedenen Städten aufgenommen wurden. Die zweite CD heißt "Tom Tales" und ist eine Zusammenstellung von Zwischenbemerkungen und Bühnenansprachen, mit denen sich Waits während des Klavier-Sets mit dem Publikum austauscht. Die Themen reichen dabei von Insektenritualen bis zum letzten Atemzug von Henry Ford. Musikalisch zeigt sich Waits auf "Glitter & Doom" in seiner ganzen eklektizistischen Herrlichkeit und wechselt nahtlos von einem Charakter zum anderen: Jahrmarktschreier, Prediger, Country-Sänger, Soul-Liedermacher und Geschichtenerzähler. Unterstützt wird Waits von einer fünfköpfigen Band, die das Waits'sche Repertoire um einige neue Perspektiven erweitert.

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expected to be published on 07.01.2022

21,22 €
There’s A Light - For What May I Hope? For What Must We Hope?

Mit ihrer Symbiose aus Post-Rock und Ambient-Musik erschaffen THERE’S A LIGHT auf ihrem Zweitwerk
eine einnehmende Atmosphäre aus vielschichtigen, spannenden Klanglandschaften und versetzen ihre Hörer
damit in einen unnachahmlichen Gemütszustand, der einer außerkörperlichen Erfahrung nahe kommt. Die
Musik der in der Post-Rock-Szene verwurzelten Band aus Lahr im Schwarzwald kombiniert entschlossene
Gitarrenmuster und eindringliche Melodien mit Elementen aus dem Ambient-Genre. Einige der insgesamt
elf mitreißenden Songs werden durch gefühlvolle, bedacht platzierte Vocals unterstrichen. Alles Irdische
scheint zu verblassen, wenn die eindringlich schönen Klänge den Hörer in eine alles einnehmende Atmosphäre
hüllen. Thematisch werfen THERE’S A LIGHT auf fffoffrffffwffhffafftffffmffaffyffffI ffhffoffpeff? for what must we hope? einen
tieferen Blick auf die Frage nach der wahren Bedeutung von Hoffnung sowie auf die verschiedenen Facetten
davon: Einerseits kann Hoffnung etwas Positives sein - eine blühende Kraft, die immer wieder einen neuen
Impuls gibt, über sich selbst hinaus zu wachsen. Andererseits kann sie aber auch Schaden zufügen, etwa,
wenn man an etwas festhält, das nie Realität werden wird.

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expected to be published on 10.12.2021

33,32 €
Can - Live In Brighton 1975

Can

Live In Brighton 1975

3x12inchSPOON64
Spoon Records
03.12.2021

Nach dem immensen Erfolg des ersten Live Albums von CAN (Live in Stuttgart 1975) aus dem Mai 2021 wird die Reihe nun am 3. Dezember 2021 fortgesetzt mit der Veröffentlichung von CAN Live in Brighton 1975 als schicke 3LP auf goldfarbenem Vinyl und als Doppel-CD jeweils im Klappcover mit umfangreichem Booklet.

Can Live in Brighton 1975 ist ein neuer Einblick in CANs einzigartige Live-Performance und auf dieser speziellen Veröffentlichung, die sich über sieben Abschnitte erstreckt, werden die Hörer eingeladen, sich ihrer interstellaren Reise anzuschließen: von einem seltenen und eindrucksvollen Gesangseinlage von Michael Karoli auf Brighton 75 Drei bis hin zu Jaki Liebezeits unglaublichem Drum-Lead, der durch einen Nebel von Publikumslärm auftaucht, um auf Brighton 75 Vier im Mittelpunkt zu stehen, bevor der letzte Track uns in einem unglaublichen Vitamin C - Jam entführt. Die Sleeve Notes für die Veröffentlichung wurden von Can-Biograf, Autor und Herausgeber Rob Young und dem britischen Journalisten Kris Needs geschrieben. Letzterer war zwischen 1973-1977 an mehreren Live-Can-Shows im Friars Club in Aylesbury beteiligt und seine Beschreibung einer dieser Auftritte lautet: 'Like a delirious astral roller coaster, launch-pad a distant speck within minutes as fleeting melodies, vocal lines or rhythms… loomed like iridescent ghosts then evaporated as the spirit took them somewhere else.'
Die Can Live-Serie bündelt das Beste aus den Bootlegger-Aufnahmen. Unter der Aufsicht von Gründungsmitglied Irmin Schmidt und Produzent / Ingenieur Rene Tinner wurden sie mit der Technologie des 21. Jahrhunderts verfeinert, um diese wichtigen historischen Dokumente in den bestmöglichen Qualitätsversionen zu bringen. In den späten 60er Jahren gegründet und etwas mehr als ein Jahrzehnt später aufgelöst, hat CANs beispiellose und kühne Verbindung von hypnotischen Grooves und avantgardistischen Instrumentaltexturen sie zu einer der wichtigsten und innovativsten Bands aller Zeiten gemacht, und diese Alben zeigen eine völlig andere Perspektive der Band. Sie hören vielleicht vertraute Themen, Riffs und Motive, die durch diese Jams auftauchen und plätschern, aber sie sind oft flüchtig erkannte Gesichter in einer wirbelnden Menge. An anderen Stellen werden Sie Musik hören, die es nicht in den offiziellen Albumkanon geschafft hat. In diesen Aufnahmen können Can in noch extremere Bereiche gehen als mit ihrer Studioarbeit: von sanftem Ambient-Drift-Rock bis zu den White-Dwarf-Sonic-Meltdown-Momenten, die sie "Godzillas" nannten. Und selbst wenn sie sich anpassen und dem Rhythmus von Minute zu Minute nachjagen, können Sie die außergewöhnliche musikalische Telepathie hören, die ihre Mitglieder teilten.

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29,79 €
Popol Vuh - Vol. 2 – Acoustic & Ambient Spheres
 
35

BMG is releasing Popol Vuh’s vinyl deluxe box set “Vol. 2 – Acoustic & Ambient Spheres” on November 26th. This edition includes the albums "Seligpreisung", "Coeur de Verre", "Agape-Agape" and "Cobra Verde", four important acoustic and ambient works by the band from the 1970s and 1980s. "Cobra Verde" and "Coeur de Verre" are the original soundtracks to the Werner Herzog cult films.
All albums have been remastered and will be released as audiophile 180g pressings with adapted original artwork, including a bonus track for each album.
The box set comes with an insert with extensive liner notes and photos, complete with three picture prints, a collector's film still poster from "Coeur de Verre" and the original movie poster from "Cobra Verde" (both in A3 format).
Each album will also be available as a CD with an extensive booklet. Following the highly acclaimed release of Popol Vuh's The Essential Album Collection - Vol. 1 in 2019, Vol. 2 - Acoustic & Ambient Spheres marks a magnificent continuation of this series of works.

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expected to be published on 26.11.2021

83,66 €
Richard Ojijo - MO_RO_20

Richard Ojijo

MO_RO_20

12inchMAGAZINEMORO20
Magazine
26.11.2021

20 YEARS OF MUSIC FOR MARCEL ODENBACH

Richard Ojijo’s music for the films of german video artist Marcel Odenbach not only underscores and accentuates the imagery and motion, but also serves to propel the narrative too. The compositions are auditory distillations of the visual and create a synergy between music and image that draws the observer ever deeper.

With Odenbach’s and Ojijo’s collaboration now entering its 3rd decade, Ojijo was recently inspired to revisit and remix some of the themes contained within the extensive body of work.

— Matt Karmil, Aug 2021

Die Musik von Richard Ojijo für die Videoarbeiten des Künstlers Marcel Odenbach sind eindrucksvolle Beispiele dafür, wie Klänge Filmbilder nicht nur untermalen oder deren Wirkung atmosphärisch verdichten können, sondern neben dem Visuellen ein gleichberechtigtes Eigenleben entwickeln, das auf das Gesamterlebnis des Films zurückwirkt: plötzlich auftauchende innere Bilder oder Assoziationen, die das Gesehene mit noch größerer Komplexität und Mehrdeutigkeit versorgen.

Wenn sich etwa in „Innerer Sicherheit“ oder „In stillen Teichen lauern Krokodile“ sphärische Flächen und Soundeffekte ausbreiten, erinnert dies zuweilen an elektronische Stimmungen der späten 90er Jahre, obwohl die Thematiken der Filme in gänzlich andere Richtungen weisen. Dabei wird nie der Spannungsbogen der filmischen Dramaturgie vernachlässigt. Vielmehr kommt es zum Wechselspiel von dienender und freier Funktion, in dem die Musik nicht nur ihre schöne, sondern – den Themen der Filme angemessene – beunruhigende Wirkung ausbreiten kann. So tauchen wie aus dem Nichts Stimmen auf oder Geräusche, etwa von Stiefeln in „Beweis zu nichts“, die parallele Narrationen auf die Audiospur legen, um die zum Teil bedrohliche Wirkung der Bilder zu verstärken und womöglich Bereiche des Unterbewussten zu berühren.

Die Zusammenarbeit von Ojijo und Odenbach dauert mittlerweile über 20 Jahre an. Ojijo hat nun seine Arbeiten für die Filme Odenbachs neu zusammengestellt und neu gemischt. Die Platte erscheint im Herbst 2021 aus Anlass der großen Odenbach-Retrospektive im Düsseldorfer K21-Museum. Dort werden auch sieben Videoarbeiten zu sehen sein, von denen fünf in Zusammenarbeit mit Richard Ojijo entstanden sind.

— Michael Kerkmann, Aug 2021

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140,29 €
AESOP ROCK X BLOCKHEAD - GARBOLOGY

Doppel-LP im Gatefold-Cover, recyceltes & zufällig gefärbtes Doppel-Vinyl, Müllsack-Innenhüllen und ein Coupon zum kostenlosen digitalen Download. Als Aesop Rock in den späten 90er Jahren mit Music For Earthworms und Appleseed debütierte, war auch Blockhead mit von der Partie, nicht nur als Produzent, sondern auch, um den Verkauf der CDRs an hungrige Hip-Hop-Fans zu koordinieren. Blockhead und Aesop setzten ihre Zusammenarbeit fort und schufen dabei eine beeindruckende Liste von Songs, darunter zwei von Aesops beliebtesten Liedern bis heute: "Daylight" und "None Shall Pass". In den letzten Jahren hatte Blockhead bei vielen von Aesops Solo-Veröffentlichungen und Gruppenprojekten Produktionen und Remixe beigesteuert, und Aesop im Gegenzug eine Handvoll Features bei Blockheads Soloprojekten, aber in all dieser Zeit haben Aesop und Block nie ein komplettes Album zusammen gemacht - bis jetzt! Garbology entstand im Laufe der Pandemie und auch zu der Zeit, in der Aesop den Tod eines engen Freundes im Januar 2020 verarbeitete. Anfangs gab es weder einen Plan für ein Album, aber es dauerte nicht lange, bis aus einem Song ein paar wurden, und dann eine Handvoll, bis schließlich ein Album geboren wurde. Garbology fängt den Soundtrack der heutigen Zeit ein, eine Momentaufnahme von Aes und Block, die sich - inmitten von weniger sozialen Interaktionen als üblich - entertainen wollen, "verankert in einem Gulasch aus Hüttenkoller, Angst, Wut und Langeweile", wie Aesop es beschreibt. Was den Titel des Albums angeht, erklärt Aesop: "Garbologie ist definiert als die Untersuchung des von einer Gesellschaft weggeworfenen Materials, um zu erfahren, was es über soziale oder kulturelle Muster verrät. Ich sehe viele Parallelen zwischen diesem Begriff und der Idee, nach einem Verlust oder einer Zeit intensiver Unruhe die Scherben aufzusammeln und zu sehen, was wirklich da ist. Es sind Informationen, die etwas darüber aussagen, wer ich bin, wer wir sind und wie wir vorankommen. Außerdem: in alter, oft vernachlässigter Musik aus einer anderen Zeit zu wühlen und diese mit einem Ohr zu durchforsten, das darauf eingestellt ist, diese Daten auf eine andere Weise aufzunehmen, als der durchschnittliche Hörer_ das ist genau das, was Tony tut. Geh die Informationen durch und sieh, was du findest."

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25,92 €
Lotic - Water

Lotic

Water

12inchHTH155SE
HOUNDSTOOTH
29.10.2021

Houndstooth präsentiert das zweite Album der Berliner Produzentin Lotic aka J'Kerian Morgan aus Houston, Texas, die als Mitglied des Berliner Janus-Kollektivs bekannt wurde, zwei Vulnurica-Remixes für Björk produzierte und 2018 ihr Debütwerk 'Power' auf TriAngle Records veröffentlichte. 'Water' ist eine zärtliche Meditation über Verlust und die Lebenskraft der Liebe. Die Stücke drehen sich um einen 808 Subbass, wobei Vibrationen und Brummen anstelle von Klarheit und Trennung treten. Die Drums werden zu einer pudrigen Wärme aufgeweicht, jedes Kapitel entfaltet sich wie ein symphonisches Klanggedicht. Einfühlsame Schilderungen von Liebesbeziehungen zu anderen und zum eigenen Ich, zu Herkunft und Identität, werden durch atemberaubende neue Ausdrucksformen ekstatischer Stimmen geprägt.

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23,91 €
LYGO - LYGOPHOBIE

Lygo

LYGOPHOBIE

12inchKIDNAP122
Kidnap Music
29.10.2021

25 Sekunden Zeit zum Luftholen gönnen einem LYGO ganz am Anfang ihres neuen Albums, bevor "Schockstarre" losbricht, danach bleibt nicht mehr viel Zeit zum Atmen. Für 42 Minuten reißt "Lygophobie", das dritte Album des Bonner Trios, das inzwischen komplett in Köln lebt, mit. Aber es hätte ganz anders kommen können: Mit ihrer letzten Tour im September 2019 verkünden sie eine Pause auf unbestimmte Zeit - nicht etwa, weil sie sich auflösen wollen, nein, einfach um die letzten Jahre mal wirken zu lassen und Platz zu schaffen für den ganzen Kram, für den man sonst neben der Band kaum Zeit hat. Drummer Daniel nutzt die Auszeit, um sich ausgiebig mit Musikproduktion zu beschäftigen und ermöglicht es LYGO so, selbst Musik im Proberaum aufzunehmen. Neue Songs und Texte entstehen schneller denn je, denn im Jahr 2020 gibt es plötzlich wenig anderes zu tun, als zu schreiben. Die Songs des Albums entstehen letztendlich alle in einem 16qm großen Proberaum und werden auch dort aufgenommen. Wer schonmal einen LYGO-Song gehört hat, wird sich auf "Lygophobie" schnell zurecht finden. Hier muss auch nichts neu erfunden werden. Das Magische an Punkrock ist und bleibt doch, dass man auch mit nur einer Gitarre, Bass, Schlagzeug und klugen Texten diese große, komplexe Welt ein bisschen verständlicher machen kann. Wenn auch nur für drei Minuten am Stück. Doch natürlich haben LYGO seit "Schwerkraft" von 2018 auch Neues ausprobiert. In "Kommentarspalte" vertonen sie YouTube-Comments von Schlafgestörten und wagen Midtempo, in "Ufer" gibts endlich ein Gitarrensolo, "13 Stunden Schlaf" wird von einem Klavier eröffnet. "Lygophobie", das ist nicht etwa ein verunglücktes Wortspiel über die Angst vor sich selbst als Band. Es ist ein Begriff, über den LYGO zufällig stolperten: Es ist die übermäßige Angst vor der Dunkelheit. Und obwohl sich die Dunkelheit in all ihren Facetten durch das ganze Album zieht, ist "Lygophobie" alles andere als eine pessimistische Platte. Sie beschreibt eher den Weg zurück ins Licht, wie ihn auch die Artworks zum Album visualisieren. Das ist Punkrock, der so nonchalant zwischen AZ und Clubbühne reinknallt, dass man sich endlich wieder dran erinnert, warum einem diese Musik die Welt bedeutet. Die LP kommt mit schwarzem180 Gramm Vinyl, Gatefold Klappcover aus schwerem Coverkarton. Außerdem liegt der LP ein Download Code bei.

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18,36 €
DUMMY - MANDATORY ENJOYMENT

Einen schönen Fang hat das Chicagoer Label Trouble In Mind vor Kurzem mit DUMMY gemacht: Das Quintett aus Los Angeles verblüfft auf seinem Debüt ,Mandatory Enjoyment" mit einem derart ausgereiften Noise-Pop-Entwurf, das man kaum glauben mag, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt. Nach gerade einmal zwei veröffentlichten EPs aus dem letzten Jahr, haben DUMMY ihren mit einem wundervollen Groove ausgestatteten Sound auf ,Mandatory Enjoyment" sichtlich gefunden und bis zur Perfektion destilliert. Das spielfreudige Debüt kombiniert geschickt Einflüsse aus Krautrock, Dream-Pop, Ambient, Psychedelic und Shoegaze zu einem Soundgebräu, das sowohl avantgardistisch als auch immer noch genug im Pop verwurzelt ist. Songs wie "Daffodils" und "Fissured Ceramics" zeichnen sich durch unerbittlich treibende Energie und reichlich psychedelischen Lärm aus. An anderer Stelle gleicht Dummy die Aggression mit meditativen Synthesizerlandschaften aus, die sich auf Sounddesign und Studioexperimente konzentrieren, wie bei dem motorischen "X-Static Blanket". Das Herzstück "H.V.A.C." und der letzte Track des Albums, "Atonal Poem", versuchen schließlich, diese beiden Pole miteinander zu verbinden und bieten mehrteilige Reisen durch unbekanntes Klangterritorium. Im Gegensatz zu der glückseligen Instrumentierung untersuchen Dummys sardonische Texte die Last des modernen Lebens, den Konsumismus, den Zusammenbruch der Umwelt, die Entfremdung und andere Ängste, die aus dem Leben in diesem absurden Moment der Geschichte entstehen. Innenarchitektur, Meeresverschmutzung, die Psychologie kommerzieller Architektur und Atomtests sind Themen, die aufgegriffen werden. Die rastlose Kreativität von Dummy treibt die Band immer weiter voran, sie fordern sich selbst ständig heraus und treiben ihren Sound in aufregende und erheiternde Bereiche. Dies ist - wie der Albumtitel schon sagt - "Mandatory Enjoyment". ENG Los Angeles band Dummy refuses to slow down. After releasing two cassette EP's in 2020 (on Popwig and Born Yesterday respectively), Dummy's debut full-length album arrives via Chicago's Trouble in Mind Records. Employing pummeling guitars and celestial ambience within the same breath, the band folds a myriad of reference points into their drone-pop style. Influence from '60s melodicism and '90s UK noise pop can be found woven in with inspiration from spiritual jazz, Japanese new age, and Italian minimalism. Dummy dodges the brooding, dark, dramatic tropes of contemporary "artistic" music often found in punk, experimental, and electronic, instead insisting on joyous and euphoric sonic palettes. They refuse to be artistically stagnant, continuously shifting their approach to writing across 12 tracks. Shaped by performances around Los Angeles in 2019, songs like "Daffodils" and "Fissured Ceramics" feature relentless driving energy and ample psychedelic noise. Elsewhere, Dummy counterbalances the aggression with meditative synthscapes focused on sound design and studio experimentation, like on the motorik "X-Static Blanket". Finally, centerpiece "H.V.A.C." and the album's final track, "Atonal Poem", seek to synthesize these two poles, offering multi-part journeys through uncharted sonic territory. In contrast to blissed-out instrumentation, Dummy's sardonic lyricism examines "the burden of modern life, consumerism, environmental collapse, alienation, and other anxieties born out of living in this absurd moment in history". Interior design, marine pollution, the psychology of commercial architecture, and nuclear testing are all featured subjects. Dummy's restless creativity keeps them moving ever-forward, continuously challenging themselves and pushing their sound into exciting and exhilarating places. This is - as the album title suggests - "Mandatory Enjoyment".

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18,87 €
DUMMY - MANDATORY ENJOYMENT

Einen schönen Fang hat das Chicagoer Label Trouble In Mind vor Kurzem mit DUMMY gemacht: Das Quintett aus Los Angeles verblüfft auf seinem Debüt ,Mandatory Enjoyment" mit einem derart ausgereiften Noise-Pop-Entwurf, das man kaum glauben mag, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt. Nach gerade einmal zwei veröffentlichten EPs aus dem letzten Jahr, haben DUMMY ihren mit einem wundervollen Groove ausgestatteten Sound auf ,Mandatory Enjoyment" sichtlich gefunden und bis zur Perfektion destilliert. Das spielfreudige Debüt kombiniert geschickt Einflüsse aus Krautrock, Dream-Pop, Ambient, Psychedelic und Shoegaze zu einem Soundgebräu, das sowohl avantgardistisch als auch immer noch genug im Pop verwurzelt ist. Songs wie "Daffodils" und "Fissured Ceramics" zeichnen sich durch unerbittlich treibende Energie und reichlich psychedelischen Lärm aus. An anderer Stelle gleicht Dummy die Aggression mit meditativen Synthesizerlandschaften aus, die sich auf Sounddesign und Studioexperimente konzentrieren, wie bei dem motorischen "X-Static Blanket". Das Herzstück "H.V.A.C." und der letzte Track des Albums, "Atonal Poem", versuchen schließlich, diese beiden Pole miteinander zu verbinden und bieten mehrteilige Reisen durch unbekanntes Klangterritorium. Im Gegensatz zu der glückseligen Instrumentierung untersuchen Dummys sardonische Texte die Last des modernen Lebens, den Konsumismus, den Zusammenbruch der Umwelt, die Entfremdung und andere Ängste, die aus dem Leben in diesem absurden Moment der Geschichte entstehen. Innenarchitektur, Meeresverschmutzung, die Psychologie kommerzieller Architektur und Atomtests sind Themen, die aufgegriffen werden. Die rastlose Kreativität von Dummy treibt die Band immer weiter voran, sie fordern sich selbst ständig heraus und treiben ihren Sound in aufregende und erheiternde Bereiche. Dies ist - wie der Albumtitel schon sagt - "Mandatory Enjoyment". ENG Los Angeles band Dummy refuses to slow down. After releasing two cassette EP's in 2020 (on Popwig and Born Yesterday respectively), Dummy's debut full-length album arrives via Chicago's Trouble in Mind Records. Employing pummeling guitars and celestial ambience within the same breath, the band folds a myriad of reference points into their drone-pop style. Influence from '60s melodicism and '90s UK noise pop can be found woven in with inspiration from spiritual jazz, Japanese new age, and Italian minimalism. Dummy dodges the brooding, dark, dramatic tropes of contemporary "artistic" music often found in punk, experimental, and electronic, instead insisting on joyous and euphoric sonic palettes. They refuse to be artistically stagnant, continuously shifting their approach to writing across 12 tracks. Shaped by performances around Los Angeles in 2019, songs like "Daffodils" and "Fissured Ceramics" feature relentless driving energy and ample psychedelic noise. Elsewhere, Dummy counterbalances the aggression with meditative synthscapes focused on sound design and studio experimentation, like on the motorik "X-Static Blanket". Finally, centerpiece "H.V.A.C." and the album's final track, "Atonal Poem", seek to synthesize these two poles, offering multi-part journeys through uncharted sonic territory. In contrast to blissed-out instrumentation, Dummy's sardonic lyricism examines "the burden of modern life, consumerism, environmental collapse, alienation, and other anxieties born out of living in this absurd moment in history". Interior design, marine pollution, the psychology of commercial architecture, and nuclear testing are all featured subjects. Dummy's restless creativity keeps them moving ever-forward, continuously challenging themselves and pushing their sound into exciting and exhilarating places. This is - as the album title suggests - "Mandatory Enjoyment".

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18,87 €
Jarvis Cocker - Chansons d’Ennui Tip-Top

Am 22.Oktober erscheint ein komplett neues Album von Pulp-Frontmann Jarvis Cocker: „Chansons d’Ennui
Tip-Top“. Wes Anderson bat Jarvis Cocker, eine neue Version von ”Aline” für seinen neuen Film ”The
French Dispatch” aufzunehmen. Der französische Pop-Hit aus dem Jahr 1965, ”Aline”, wurde ursprünglich
von Christophe gesungen. Der Song taucht in einer entscheidenden Szene in ”The French Dispatch” auf:
Die Figur Tip Top erscheint auf einem Plakat in dem Café, in dem sich die revolutionäre Jugend von Paris
versammelt, während der Song in der Jukebox läuft. Anderson und Cocker beschlossen, gemeinsam ein
ganzes Album mit französischem Material aus der gleichen Zeit zu machen, ausgewählt wurden ChansonKlassiker von Françoise Hardy, Serge Gainsburg, Jacques Dutronc und vielen anderen.

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25,17 €
Nathalie Hemby - Pins And Needles

Die zweifache GRAMMY-Preisträgerin Natalie Hemby gilt als eine der bemerkenswertesten Songwriterinnen
der Musikbranche, die hinter den Kulissen einen Hit nach dem anderen kreiert. Jetzt steht sie kurz vor dem
Durchbruch, mit der Veröffentlichung ihres zweiten Studioalbums ”Pins and Needles” am 8. Oktober.
Bekannt für ihren vielseitigen Sound und ihre Geschichten, die ihr acht Nummer-1-Singles einbrachten,
erkundet Hemby auf ihrem Album Einflüsse von Tom Petty über Sheryl Crow bis hin zum Rock und Roots
der frühen 90er Jahre: Musik, mit der sie aufgewachsen ist. In den 11 Tracks liefert Hemby unkonventionelle Texte gepaart mit ihrer genialen Wortwahl, Ohrwurm-Hymnen, herzzerreißenden Balladen bis hinzu
tiefgründigen Rock-Songs. Hemby schafft Songs, die sich wie kostbare Momente anfühlen, an die man sich
gerne erinnert.

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22,90 €
JP Cooper - SHE

Jp Cooper

SHE

12inch3823892
Island Records
22.10.2021

Der britische Sänger und Songwriter JP Cooper veröffentlicht sein zweites Studioalbum “SHE“, auf dem
unter anderem die in diesem Jahr erschienen Singles “Holy Water“, “If The World Should Ever Stop“, “Call
My Name“, “Need You Tonight“ und “We Cry“ zu hören sind.
Über das Album sagt er: “I can’t wait to share this music with you and tell these stories.”

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28,03 €
Kiefer - When There's Love Around

Für sein neuem Album, Kiefers zweites für Label Stones Throw, hat sich der gefeierte GRAMMY-preisgekrönte Künstler mit anderen dekorierten Musikern, darunter DJ Harrison, Andy McCauley, Josh Johnson, Will Logan und Sam Wilkes, zu einer Band zusammengetan. Live eingespielt in nur ein bis zwei Takes, lebt das Album von Spontanität.
Auch wenn sich das Album thematisch mit Trauer und Verlust auseinandersetzt, so bleibt der Tonfall positiv, zumindest größtenteils.
Zweifellos einer der aufregendsten neuen Künstler, die die LA Jazzszene derzeit zu bieten hat.

45er Vinylschnitt für beste Audioqualität
Exklusiver Bonustrack nur erhältlich auf Vinyl

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John CARPENTER / CODY CARPENTER / DANIEL DAVIES - HALLOWEEN KILLS: OST

Der renommierte Komponist/Regisseur John Carpenter und seine kreativen Mitstreiter Cody Carpenter und Daniel Davies haben auch zum zweiten Teil der neuen "Halloween"-Trilogie, "Halloween Kills", den Soundtrack beigetragen. Wie der Film selbst bleibt auch Carpenters Filmmusik dem Geist dessen treu, was das Original von 1978 so großartig gemacht hat, und bringt es gleichzeitig fest in die Gegenwart. Die Musik ist unverkennbar John Carpenter: die düsteren Vintage-Synthesizer-Klänge, das atemberaubende Gefühl der Bedrohung, das mit nur wenigen dissonanten Tönen hervorgerufen wird. Doch mit einer breiteren Klangpalette, neuen digitalen Techniken und einem tieferen Sinn für Musikalität ist der Score zu "Halloween Kills" das Werk eines Meisters, der auch nach fast 50 Jahren in seiner Karriere immer wieder an seine kreativen Grenzen geht und neue Wege findet, seine Fans zu begeistern und zu erschrecken. John Carpenters hypnotisches Thema zu seinem Horror-Meisterwerk "Halloween" aus dem Jahr 1978 hat mittlerweile für Generationen von Kinobesuchern die Angst vor Slasher-Stalkern verkörpert und sich so sehr in die Popkultur eingewoben, dass es zum musikalischen Kürzel für das gesamte Horror-Genre geworden ist. Es sind nur fünf Noten, die auf einem Klavier gezupft werden, so spärlich arrangiert, dass es sich wie kaum mehr als eine Skizze anfühlt, so einfach, dass ein ungeübter Spieler es leicht aufschnappen kann, aber es ist eine der größten musikalischen Errungenschaften des Kinos. 2018 kehrte Carpenter zum ersten Mal seit "Halloween III: Season of the Witch" von 1982 zu dem Franchise zurück, das er mit seiner ikonischen Schöpfung ins Leben gerufen hatte, ließ die 40 Jahre an Fortsetzungen und Reboots unter anderen Filmemachern hinter sich und kehrte zu seiner ursprünglichen Vision zurück. Während David Gordon Green die Regie für den neuen "Halloween"-Film und seine Fortsetzungen übernommen hat, ist Carpenter geblieben, um ihnen ihre unverwechselbare akustische Identität zu verleihen, die zu "Halloween" gehört wie die Totenmaske und das schimmernde Schlachtermesser von Michael Myers.

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22,48 €
LE REN - LEFTOVERS

Le Ren

LEFTOVERS

12inchSCLPC1405
Secretly Canadian
15.10.2021

Unter der Regie des Produzenten Chris Cohen und mit Gast-Beiträgen unter anderem von Buck Meek und Tenci, weben die organischen und doch akribischen Folk-Klanglandschaften und tief empfundenen Texte auf dem Debütalbum von Le Ren aus Montreal einen reichen musikalischen Wandteppich. Mit der Veröffentlichung ihrer Secretly Canadian EP "Morning & Melancholia" im Jahr 2020 hat sich Le Ren den Vergleich mit der Musikalität und den kargen, eloquenten Texten von John Prine und Neil Young verdient. Auf "Leftovers" zeigt sie uns die lebendige Tiefe ihres klanglichen und thematischen Spektrums und schreibt mit einer kühnen Klarheit, die sie zwischen klassischen Ikonen wie Joni Mitchell, Vashti Bunyan und Karen Dalton sowie einer neuen Klasse von Folk-Ausnahmekönnern wie Adrianne Lenker, Jessica Pratt und Laura Marling beheimatet. "Leftovers" präsentiert zu gleichen Teilen Melancholie, tiefe Liebe und Heiterkeit, um die Trauernden aufzumuntern, während es ein Patchwork aus persönlichen Liedern über verschiedene Beziehungen zusammennäht: die, die wir mit Müttern, Liebhabern und Freunden teilen. Auf "Leftovers" destilliert Le Ren jahrelanges Material zu zehn straff ausgeführten Tracks, die durch das schwelgerische Zupfen ihrer Gitarre und das kristallklare Timbre ihrer Stimme vereint werden. Im April 2021 traf sie sich mit Chris Cohen in einem gemieteten Haus in Portland, Oregon, wo sie warten mussten, bis ein Nachbarsjunge aufhörte, draußen Lärm zu machen, bevor sie aufnehmen konnten. Die musikalischen Gastbeiträge wurden anschließend hinzugefügt: Kori Miyanishi, Cedric Noel, Saltwater Hank (Jeremy Pahl), Eliza Niemi, Kaïa Kater, Aaron Goldstein, Buck Meek und Tenci (Jess Showman) nahmen ihre Parts separat in ganz Nordamerika auf.

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21,13 €
LE REN - LEFTOVERS

Le Ren

LEFTOVERS

12inchSCLP405
Secretly Canadian
15.10.2021

Unter der Regie des Produzenten Chris Cohen und mit Gast-Beiträgen unter anderem von Buck Meek und Tenci, weben die organischen und doch akribischen Folk-Klanglandschaften und tief empfundenen Texte auf dem Debütalbum von Le Ren aus Montreal einen reichen musikalischen Wandteppich. Mit der Veröffentlichung ihrer Secretly Canadian EP "Morning & Melancholia" im Jahr 2020 hat sich Le Ren den Vergleich mit der Musikalität und den kargen, eloquenten Texten von John Prine und Neil Young verdient. Auf "Leftovers" zeigt sie uns die lebendige Tiefe ihres klanglichen und thematischen Spektrums und schreibt mit einer kühnen Klarheit, die sie zwischen klassischen Ikonen wie Joni Mitchell, Vashti Bunyan und Karen Dalton sowie einer neuen Klasse von Folk-Ausnahmekönnern wie Adrianne Lenker, Jessica Pratt und Laura Marling beheimatet. "Leftovers" präsentiert zu gleichen Teilen Melancholie, tiefe Liebe und Heiterkeit, um die Trauernden aufzumuntern, während es ein Patchwork aus persönlichen Liedern über verschiedene Beziehungen zusammennäht: die, die wir mit Müttern, Liebhabern und Freunden teilen. Auf "Leftovers" destilliert Le Ren jahrelanges Material zu zehn straff ausgeführten Tracks, die durch das schwelgerische Zupfen ihrer Gitarre und das kristallklare Timbre ihrer Stimme vereint werden. Im April 2021 traf sie sich mit Chris Cohen in einem gemieteten Haus in Portland, Oregon, wo sie warten mussten, bis ein Nachbarsjunge aufhörte, draußen Lärm zu machen, bevor sie aufnehmen konnten. Die musikalischen Gastbeiträge wurden anschließend hinzugefügt: Kori Miyanishi, Cedric Noel, Saltwater Hank (Jeremy Pahl), Eliza Niemi, Kaïa Kater, Aaron Goldstein, Buck Meek und Tenci (Jess Showman) nahmen ihre Parts separat in ganz Nordamerika auf.

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John CARPENTER / CODY CARPENTER / DANIEL DAVIES - HALLOWEEN KILLS: OST

Der renommierte Komponist/Regisseur John Carpenter und seine kreativen Mitstreiter Cody Carpenter und Daniel Davies haben auch zum zweiten Teil der neuen "Halloween"-Trilogie, "Halloween Kills", den Soundtrack beigetragen. Wie der Film selbst bleibt auch Carpenters Filmmusik dem Geist dessen treu, was das Original von 1978 so großartig gemacht hat, und bringt es gleichzeitig fest in die Gegenwart. Die Musik ist unverkennbar John Carpenter: die düsteren Vintage-Synthesizer-Klänge, das atemberaubende Gefühl der Bedrohung, das mit nur wenigen dissonanten Tönen hervorgerufen wird. Doch mit einer breiteren Klangpalette, neuen digitalen Techniken und einem tieferen Sinn für Musikalität ist der Score zu "Halloween Kills" das Werk eines Meisters, der auch nach fast 50 Jahren in seiner Karriere immer wieder an seine kreativen Grenzen geht und neue Wege findet, seine Fans zu begeistern und zu erschrecken. John Carpenters hypnotisches Thema zu seinem Horror-Meisterwerk "Halloween" aus dem Jahr 1978 hat mittlerweile für Generationen von Kinobesuchern die Angst vor Slasher-Stalkern verkörpert und sich so sehr in die Popkultur eingewoben, dass es zum musikalischen Kürzel für das gesamte Horror-Genre geworden ist. Es sind nur fünf Noten, die auf einem Klavier gezupft werden, so spärlich arrangiert, dass es sich wie kaum mehr als eine Skizze anfühlt, so einfach, dass ein ungeübter Spieler es leicht aufschnappen kann, aber es ist eine der größten musikalischen Errungenschaften des Kinos. 2018 kehrte Carpenter zum ersten Mal seit "Halloween III: Season of the Witch" von 1982 zu dem Franchise zurück, das er mit seiner ikonischen Schöpfung ins Leben gerufen hatte, ließ die 40 Jahre an Fortsetzungen und Reboots unter anderen Filmemachern hinter sich und kehrte zu seiner ursprünglichen Vision zurück. Während David Gordon Green die Regie für den neuen "Halloween"-Film und seine Fortsetzungen übernommen hat, ist Carpenter geblieben, um ihnen ihre unverwechselbare akustische Identität zu verleihen, die zu "Halloween" gehört wie die Totenmaske und das schimmernde Schlachtermesser von Michael Myers.

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Park Hye Jin - Before I Die

Park Hye Jin

Before I Die

12inchZEN277X
Ninja Tune
06.10.2021

LTD Edition inklusive Bonus 7inch!

Park Hye Jin hat gestern ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum, „Before I Die“, angekündigt, das am 10. September 2021 bei Ninja Tune erscheint. Das Album - komplett von der in Südkorea geborenen und nun in L.A. lebenden Produzentin, Rapperin, Sängerin und DJ geschrieben, produziert und performt - folgt auf die Veröffentlichung ihrer sehr erfolgreichen EP, „How Can I“ vom letzten Jahr, sowie auf eine Reihe von Kollaborationen mit Künstler*innen wie Clams Casino & Take A Daytrip („Y DON'T U“), Blood Orange („CALL ME“ Freestyle) und Nosaj Thing („CLOUDS“), sowie auf den Remix von Galcher Lustwerk für „Can You“.

Seit gestern Abend ist die Leadsingle und der Album-Opener, „Let’s Sing Let's Dance“ zu hören, ein wehmütiger Dance-Track, der Hye Jins mantraartigen Gesang über Klavierakkorde und wummernden Bässen platziert. Auf den anderen Tracks des Albums demonstriert sie eine deutlich erweiterte Klangpalette, in die sie eine Reihe von Einflüssen aus den Bereichen Elektronik, Hiphop und Downtempo einfließen lässt, um die bisher vollständigste Vision ihres Sounds zu präsentieren.

„Before I Die“ wird am 10. September 2021 auf Ninja Tune veröffentlicht, anschließend geht Hye Jin später in diesem Jahr auf Tour in Nordamerika, darunter eine Co-Headline-Show mit Shlohmo in New York, sowie Shows in Toronto, San Francisco, Miami und New Orleans.

Ihr Debütalbum folgt auf ein paar unglaubliche Jahre für die junge Künstlerin, in dem sie ihre gefeierte „How Can I“ EP auf Ninja Tune veröffentlichte. Eine Platte, die von Rolling Stone, Pitchfork („25 Most Anticipated Albums of the Summer“), FADER, i-D, Resident Advisor und vielen anderen hoch gelobt wurde und in zahlreichen „Best Of“-Listen 2020 von Billboard, The Guardian und anderen vertreten war. Auch in Deutschland fand die EP sensationellen Anklang, mit lobenden Artikeln und Beiträgen in u.a. Süddeutscher Zeitung, Rolling Stone Deutschland, im Missy Magazin, im Deutschlandfunk Kultur, im BR2, bei Radio Fritz oder im Musikexpress, die sie ebenfalls in ihre Liste der hoffnungsvollsten Newcomer*innen für 2021 aufnahmen.

Hye Jin wurde auch in die NME 100-Liste der „Essential emerging artists for 2021“ und in die „Generation V“-Serie des V Mag aufgenommen. Auch die britische GQ und Stereogum bezeichnen sie als „one to watch“. Die Lead-Single der EP, „Like This“, wurde auch im Soundtrack von FIFA 2021 verwendet und erhielt große Unterstützung von BBC Radio 1 und 6 Music, war #1 der „Top Electronic“ in den NACC-Charts (North American College and Community Radio) und in den „Top 200“ insgesamt, mit weiterer Unterstützung von KEXP, KCRW, SiriusXMU und mehr.

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Park Hye Jin - Before I Die

Park Hye Jin

Before I Die

12inchZEN277
Ninja Tune
16.09.2021

Blue Vinyl

Park Hye Jin hat gestern ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum, „Before I Die“, angekündigt, das am 10. September 2021 bei Ninja Tune erscheint. Das Album - komplett von der in Südkorea geborenen und nun in L.A. lebenden Produzentin, Rapperin, Sängerin und DJ geschrieben, produziert und performt - folgt auf die Veröffentlichung ihrer sehr erfolgreichen EP, „How Can I“ vom letzten Jahr, sowie auf eine Reihe von Kollaborationen mit Künstler*innen wie Clams Casino & Take A Daytrip („Y DON'T U“), Blood Orange („CALL ME“ Freestyle) und Nosaj Thing („CLOUDS“), sowie auf den Remix von Galcher Lustwerk für „Can You“.

Seit gestern Abend ist die Leadsingle und der Album-Opener, „Let’s Sing Let's Dance“ zu hören, ein wehmütiger Dance-Track, der Hye Jins mantraartigen Gesang über Klavierakkorde und wummernden Bässen platziert. Auf den anderen Tracks des Albums demonstriert sie eine deutlich erweiterte Klangpalette, in die sie eine Reihe von Einflüssen aus den Bereichen Elektronik, Hiphop und Downtempo einfließen lässt, um die bisher vollständigste Vision ihres Sounds zu präsentieren.

„Before I Die“ wird am 10. September 2021 auf Ninja Tune veröffentlicht, anschließend geht Hye Jin später in diesem Jahr auf Tour in Nordamerika, darunter eine Co-Headline-Show mit Shlohmo in New York, sowie Shows in Toronto, San Francisco, Miami und New Orleans.

Ihr Debütalbum folgt auf ein paar unglaubliche Jahre für die junge Künstlerin, in dem sie ihre gefeierte „How Can I“ EP auf Ninja Tune veröffentlichte. Eine Platte, die von Rolling Stone, Pitchfork („25 Most Anticipated Albums of the Summer“), FADER, i-D, Resident Advisor und vielen anderen hoch gelobt wurde und in zahlreichen „Best Of“-Listen 2020 von Billboard, The Guardian und anderen vertreten war. Auch in Deutschland fand die EP sensationellen Anklang, mit lobenden Artikeln und Beiträgen in u.a. Süddeutscher Zeitung, Rolling Stone Deutschland, im Missy Magazin, im Deutschlandfunk Kultur, im BR2, bei Radio Fritz oder im Musikexpress, die sie ebenfalls in ihre Liste der hoffnungsvollsten Newcomer*innen für 2021 aufnahmen.

Hye Jin wurde auch in die NME 100-Liste der „Essential emerging artists for 2021“ und in die „Generation V“-Serie des V Mag aufgenommen. Auch die britische GQ und Stereogum bezeichnen sie als „one to watch“. Die Lead-Single der EP, „Like This“, wurde auch im Soundtrack von FIFA 2021 verwendet und erhielt große Unterstützung von BBC Radio 1 und 6 Music, war #1 der „Top Electronic“ in den NACC-Charts (North American College and Community Radio) und in den „Top 200“ insgesamt, mit weiterer Unterstützung von KEXP, KCRW, SiriusXMU und mehr.

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Kölsch - 1983 LP 2x12"

Kölsch

1983 LP 2x12"

2x12inchKOM329
Kompakt
10.09.2021

Revered Danish producer and live performer KÖLSCH follows his 2013 hit album "1977" (KOMPAKT 276 CD 107) with the new full-length "1983", again chaining up heroic techno tracks for a grandiose sonic journey to the vibrant heart of today's dance floor. PRIORITY RELEASE

Coupling contemporary production pizzaz with nostalgia-tinged soundscapes and sweeping melodies, this opus acts as both a skilfully composed portfolio of personal memories and a sublime collection of crowd-charming cuts - a modern classic in the making, coming from a master of his craft.

1983 features collaborations with Gregor Schwellenbach, Waa Industry and WhoMadeWho's Tomas Høffding.

Hot on the heels of SPEICHER 84 (KOMPAKT EXTRA 84), featuring club crackers DERDIEDAS and TWO BIRDS, the latest full-length offering from KÖLSCH is very much a travel album: "When I was a kid in 1983, we used to drive through Europe every summer on the way to the south of France", he explains. "A lot of my early music memories stem from these long travels, as we would listen to all my father's favorite records on the cassette deck. After getting a walkman, I would make up my own soundtrack for travelling, with early electro and hip hop creeping into my life. My father of course did not like it, and it never grace the official cassette deck of the car, obviously"

These trips became a primary source of inspiration to a hungry young mind forced to sit on the backseat of a car for several days: "they were also journeys through the seasons. In Denmark, it would be spring time, so I could nearly see us driving through spring into the summer. The scenery would change, and so would the mood in the car." Informed by the symbolic quality of these slightly gauzy childhood memories, KÖLSCH's unique melange of emotional and functional elements works exceptionally well for the full-length format - a seamless transition of musing introspection and explosve expression, where catharsis never seems far away in dance-ready techno vignettes like MOONFACE, UNTERWEGS or PACER.

From beatless opener and title track 1983 to the filigreed piano banger DIE ANDEREN or the bleep-infused synth-fest E45, each cut operates as its own little time capsule, storing bits and pieces of recollection and then magically transforming them into epic, beat-driven soundscapes. Confronted with other producers' input (and other memories), these traits find themselves extended in the most interesting ways - TALBOT, THE ROAD and CASSIOPEIA (also featured on KOMPAKT EXTRA 79) make excellent use of GREGOR SCHWELLENBACH's emotive orchestral flourishes, while BLOODLINE's lyrics come to life thanks to the distinct timbre of TOMAS HØFFDING of WHOMADEWHO fame. A new powerful take on an earlier collaboration, PAPAGENO 30 YEARS LATER not only rejoins WAA INDUSTRY on vocal duty, but also ends the album on a wonderfully elegiac, yet hopeful note - basically turning water into wine, as we've come to expect from KÖLSCH.

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SUUNS - THE WITNESS

"The Witness" markiert eine gewitzte, unkonventionelle Linkskurve und zeigt Suuns in ihrer angenehmsten, offensten Form. Selbst aufgenommen und selbst produziert über den Großteil des Jahres 2020, ein Jahr voller Streit, Einsamkeit und Reflexion, zeigt "The Witness" die Band mit einer Lupe über ihren eigenen Standardzustand des Spielens und Auftretens. Es ist eine rasche Abkehr vom Vorgänger-Album "Felt" und erfreut sich daran, zufällige Ideen in ihren embryonalen Demo-Versionen zu ernten, als ob man ein glorreiches Feuerwerk in den Himmel entlässt. Mit dem Ausstieg von Max Henry als Vollzeitmitglied im Jahr 2018 und dem Wohnort-Wechsel von Ben Shemie, der jetzt einen Ozean entfernt in Paris lebt, manifestierte sich eine neue Herausforderung für das Trio, sich wieder zu finden, sowohl sozial als auch kreativ. Mehr als jede andere Suuns-Platte verwendet "The Witness" eine Jazz-Mentalität, die einen kontinuierlichen Vibe über die Vorstellung von separaten Kapiteln stellt. Es gibt eine Ebene der Entspannung, des Akzeptierens der Urinstinkte der Band und einen konzentrierten Versuch, diese Instinkte zu maximieren und zu überarbeiten. Für eine Band, die für ihre kryptische Anziehungskraft bekannt ist, markiert "The Witness" das bisher großzügigste, reduzierteste und berührendste Werk von Suuns.

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SUUNS - THE WITNESS

Suuns

THE WITNESS

12inchJNRLPC1360
Joyful Noise Recordings
03.09.2021

"The Witness" markiert eine gewitzte, unkonventionelle Linkskurve und zeigt Suuns in ihrer angenehmsten, offensten Form. Selbst aufgenommen und selbst produziert über den Großteil des Jahres 2020, ein Jahr voller Streit, Einsamkeit und Reflexion, zeigt "The Witness" die Band mit einer Lupe über ihren eigenen Standardzustand des Spielens und Auftretens. Es ist eine rasche Abkehr vom Vorgänger-Album "Felt" und erfreut sich daran, zufällige Ideen in ihren embryonalen Demo-Versionen zu ernten, als ob man ein glorreiches Feuerwerk in den Himmel entlässt. Mit dem Ausstieg von Max Henry als Vollzeitmitglied im Jahr 2018 und dem Wohnort-Wechsel von Ben Shemie, der jetzt einen Ozean entfernt in Paris lebt, manifestierte sich eine neue Herausforderung für das Trio, sich wieder zu finden, sowohl sozial als auch kreativ. Mehr als jede andere Suuns-Platte verwendet "The Witness" eine Jazz-Mentalität, die einen kontinuierlichen Vibe über die Vorstellung von separaten Kapiteln stellt. Es gibt eine Ebene der Entspannung, des Akzeptierens der Urinstinkte der Band und einen konzentrierten Versuch, diese Instinkte zu maximieren und zu überarbeiten. Für eine Band, die für ihre kryptische Anziehungskraft bekannt ist, markiert "The Witness" das bisher großzügigste, reduzierteste und berührendste Werk von Suuns.

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VARIOUS - COUNTRY FUNK VOLUME 3 (1975-1982)

- Dritter Teil in LITAs hochgelobter Country Funk Serie! - Mit Dolly Parton, J.J. Cale, Conway Twitty, Larry Jon Wilson und Billy Swan, unter vielen anderen - Inklusive eines bisher unveröffentlichten Tracks von Tony Joe White - Alle Tracks neu gemastert - Neues Original-Artwork des renommierten Künstlers J. William Myers (der für Robert Altmans "Nashville", Waylon Jennings und Willie Nelsons "Waylon & Willie"-Album und die LP-Cover für die Charlie Daniels Band verantwortlich zeichnet) // Im Sommer 2012 wehte ein neuer Sound aus der staubigen Wüste herein. Es war ein Sound, der schwer zu fassen war, schwer zu kodifizieren; ein Sound, der sich wie ein wildes Pferd dem Zugriff entzog. Aber dies war kein Trend, keine Eintagsfliege, keine Vermischung von Stilen. Dieser Sound reichte Jahrzehnte zurück, in die zweite Hälfte der 1960er und frühen 1970er Jahre, als abenteuerlustige Künstler begannen, Country-Harmonien mit dem Hochgefühl des Gospels, dem sexuellen Schub des Blues und einem Hauch von Großstadt-Härte zu vermischen. Dies war ein neuer Sound mit einem einfachen Namen: Country Funk. Country Funk 1969-1975, erstmals 2012 veröffentlicht, brachte eine disparate Gruppe von Künstlern zusammen, die durch das einfache Gefühl ihrer Songs verbunden waren. Country Funk ist abwechselnd verspielt und melancholisch, slow jammin' und booty-shakin'. Es ist ein Sound, der sich sowohl im Studio als auch in der Bar durchsetzt, wie die auf Volume I vertretenen Künstler beweisen: Johnny Adams, Mac Davis, Dale Hawkins, Tony Joe White, Bobbie Gentry, Larry Jon Wilson, und viele andere. Nur zwei Jahre später wurde Volume I mit einer neuen Sammlung von Songs für Country Funk 1967-1974 (LITA 116, 2014) fortgesetzt. Volume II ließ nicht locker und bot alles, was man an Loose Talking und Lap-Steel Twangin' vertragen konnte. Schwergewichte wie Willie Nelson, Townes Van Zandt, Kenny Rogers, Dolly Parton und J.J. Cale teilen sich die Barhocker mit den weniger bekannten Stimmen von Bill Wilson, Donnie Fritts und Thomas Jefferson Kaye. Mit Country Funk Volume III 1975-1982 wird noch mehr Funk aus dem Kofferraum geholt. Diesmal sind die Jeans enger, die Haare größer und die Discokugel dreht sich zu einem Country-Synthie-Beat. Produziert und zusammengestellt von Jason Morgan (DJ/Sammler aus der Bay Area) und Patrick McCarthy (Co-Produzent/Compiler von Volume I & II), enthält die Trackliste neben den Stammgästen Dolly Parton, J.J. Cale, Larry Jon Wilson und Tony Joe White (dessen Track hier zum ersten Mal veröffentlicht wird) auch neue Gesichter wie Steven Soles, Gary & Sandy, Conway Twitty, Travis Wammack, Billy Swan, Rob Galbraith, Brian Hyland und viele mehr. Als die 1970er Jahre abebbten und sich die 1980er Jahre näherten, erweiterte sich die Palette des Country-Funks um Disco-Beats, schwere Moog-Synthesizer-Bässe und Clavinet. Volume III zeigt Künstler, die sich weiterhin gegen traditionelle Country-Tropen und -Produktionen wehren, während sie modernen Soul, Disco und verkorksten 80er-Jahre-Synthie-Pop in sich aufnehmen. Dies ist der wahre Soundtrack des Urban Cowboys. Aufsatteln, Partner.

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38,28 €
VARIOUS - COUNTRY FUNK VOLUME 3 (1975-1982)

- Transparentes Vinyl mit roten und blauen Schlieren - Dritter Teil in LITAs hochgelobter Country Funk Serie! - Mit Dolly Parton, J.J. Cale, Conway Twitty, Larry Jon Wilson und Billy Swan, unter vielen anderen - Inklusive eines bisher unveröffentlichten Tracks von Tony Joe White - Alle Tracks neu gemastert - Neues Original-Artwork des renommierten Künstlers J. William Myers (der für Robert Altmans "Nashville", Waylon Jennings und Willie Nelsons "Waylon & Willie"-Album und die LP-Cover für die Charlie Daniels Band verantwortlich zeichnet) // Im Sommer 2012 wehte ein neuer Sound aus der staubigen Wüste herein. Es war ein Sound, der schwer zu fassen war, schwer zu kodifizieren; ein Sound, der sich wie ein wildes Pferd dem Zugriff entzog. Aber dies war kein Trend, keine Eintagsfliege, keine Vermischung von Stilen. Dieser Sound reichte Jahrzehnte zurück, in die zweite Hälfte der 1960er und frühen 1970er Jahre, als abenteuerlustige Künstler begannen, Country-Harmonien mit dem Hochgefühl des Gospels, dem sexuellen Schub des Blues und einem Hauch von Großstadt-Härte zu vermischen. Dies war ein neuer Sound mit einem einfachen Namen: Country Funk. Country Funk 1969-1975, erstmals 2012 veröffentlicht, brachte eine disparate Gruppe von Künstlern zusammen, die durch das einfache Gefühl ihrer Songs verbunden waren. Country Funk ist abwechselnd verspielt und melancholisch, slow jammin' und booty-shakin'. Es ist ein Sound, der sich sowohl im Studio als auch in der Bar durchsetzt, wie die auf Volume I vertretenen Künstler beweisen: Johnny Adams, Mac Davis, Dale Hawkins, Tony Joe White, Bobbie Gentry, Larry Jon Wilson, und viele andere. Nur zwei Jahre später wurde Volume I mit einer neuen Sammlung von Songs für Country Funk 1967-1974 (LITA 116, 2014) fortgesetzt. Volume II ließ nicht locker und bot alles, was man an Loose Talking und Lap-Steel Twangin' vertragen konnte. Schwergewichte wie Willie Nelson, Townes Van Zandt, Kenny Rogers, Dolly Parton und J.J. Cale teilen sich die Barhocker mit den weniger bekannten Stimmen von Bill Wilson, Donnie Fritts und Thomas Jefferson Kaye. Mit Country Funk Volume III 1975-1982 wird noch mehr Funk aus dem Kofferraum geholt. Diesmal sind die Jeans enger, die Haare größer und die Discokugel dreht sich zu einem Country-Synthie-Beat. Produziert und zusammengestellt von Jason Morgan (DJ/Sammler aus der Bay Area) und Patrick McCarthy (Co-Produzent/Compiler von Volume I & II), enthält die Trackliste neben den Stammgästen Dolly Parton, J.J. Cale, Larry Jon Wilson und Tony Joe White (dessen Track hier zum ersten Mal veröffentlicht wird) auch neue Gesichter wie Steven Soles, Gary & Sandy, Conway Twitty, Travis Wammack, Billy Swan, Rob Galbraith, Brian Hyland und viele mehr. Als die 1970er Jahre abebbten und sich die 1980er Jahre näherten, erweiterte sich die Palette des Country-Funks um Disco-Beats, schwere Moog-Synthesizer-Bässe und Clavinet. Volume III zeigt Künstler, die sich weiterhin gegen traditionelle Country-Tropen und -Produktionen wehren, während sie modernen Soul, Disco und verkorksten 80er-Jahre-Synthie-Pop in sich aufnehmen. Dies ist der wahre Soundtrack des Urban Cowboys. Aufsatteln, Partner.

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44,41 €
VARIOUS - COUNTRY FUNK 1969-1975

Was zur Hölle ist Country Funk? Eine berechtigte Frage. Die Antwort ist kompliziert, was zum Teil daran liegt, das Country Funk ein trotziges Genre ist, das sich allen Bemühungen einer Klassifizierung erfolgreich entzieht. Der Stil umfasst die positive Attitüde des Gospel und vereint sie mit der sexuellen Forschheit des Blues; die Harmonie des Ländlichen (=Country) trifft auf die harten Seite des Urbanen. Country Funk ist abwechselnd spielerisch und melancholisch, zwischen langsamen Jams und zündenden Arschwacklern. Er ist zugleich im Studio poliert und an der Theke gegrölt. Und während diese Kombinationen unmöglich erscheinen, macht bei näherem Hinhören alles Sinn. Light In The Attic präsentert ,Country Funk 1969-1975", einem Schmelztiegel mit der Musik von Dale Hawkins, John Randolph Marr, Cherokee, Johnny Adams, Mac Davis, Bob Darin, Jim Ford, Gray Fox, Link Wray, Bobby Charles, Tony Joe White, Dennis The Fox, Larry Jon Wilson, Bobbie Gentry, Gritz und Johnny Jenkins. Dazu gesellen sich extensive Linernotes von Jessica Hundley (MOJO, The New York Times, Vogue), Originalartwork der ursprünglichen Alben und neue Illustrationen von Jess Rotter. Dieses Paket ist nicht nur Balsam für die Ohren, sondern auch ein Fest für die Augen. Stellt Euch ein Wunderland vor, in dem die METERS aus der Josie-Ära die Backing Band eines jungen ELVIS sind, der von KRIS KRISTOFFERSON geschriebene Melodien über das bäuerliche Leben in Amerika singt. Hier beginnt das Territorium des Country Funk. Alle Tracks sind neu gemastert. Mit 24-seitigem Booklet und raren Tracks von Bob Darin, Gray Fox, Dennis The Fox, Cherokee, Gritz und vielen anderen.

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38,61 €
DJ Seinfeld - Mirrors LP 2x12"

Dj Seinfeld

Mirrors LP 2x12"

2x12inchZEN274D
Ninja Tune
02.09.2021

LTD Edition!

Wenn ein Großteil von DJ Seinfelds früherer Arbeit von sepiafarbenem Dunst geprägt war - ein Ergebnis der absichtlichen Lo-Fi-Produktionstechniken des Produzenten - dann rückt seine Musik auf dem brandneuen Album, „Mirrors“, fest in den Fokus.Aufgenommen zwischen Berlin und Malmö, ist „Mirrors“ der Nachfolger von DJ Seinfelds von der Kritik gefeiertem Debütalbum, „Time Spent Away From U“, von 2017 und sein erstes für Ninja Tune. Benannt nach einem Zitat von Armands Lieblingsschriftsteller, dem argentinischen Romancier Julio Cortázar, findet sich der Produzent auf dem Album in einer ruhigeren und geerdeten Stimmung wieder, nachdem ein unglücklicher Vorfall in seiner Familie ihn in den letzten Jahren dazu zwang, mehr Zeit zu Hause in seiner Heimat Schwedenzu verbringen.

2016 als Teil der Lo-Fi-House-Szene neben Produzenten wie Ross From Friends und Mall Grab bekannt geworden, veröffentlichte DJ Seinfeld (dessen Name auf ausgedehnte Sessions beim Schauen der klassischen US-Sitcom nach einer Trennung und einem Umzug nach Barcelona zurückgeht) 2017 sein Debütalbum, das unter anderem vom internationalen Rolling Stone und Pitchfork gelobt wurde. Es erregte auch die Aufmerksamkeit von Zeitgenossen wie Flume, Flying Lotus, Bonobo und Martin Garrix und führte dazu, dass DJ Seinfeld zu einem weltweit gefragten DJ wurde, der überall von Glastonbury bis Coachella, Warehouse Project, Sónar By Night und MoMaPS1 Sets spielte und die Bühne mit zahllosen Künstler*innen teilte, von Jeff Mills bis Stormzy, Underworld und Bicep, außerdem begleitete er Disclosure auf einigen Terminen ihrer US-Tour. Im Jahr 2018 erschien seine DJ-Kicks, wodurch er zu einer auserwählten Gruppe von DJs und Produzent*innen katapultiert wurde, zu der auch Moodymann, DJ Koze oder Nina Kraviz gehören. Um das Ganze abzurunden, eröffnete Aphex Twin seine Live-Shows mit dem DJ Seinfeld-Track, „Sakura“.

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24,79 €
The Bug - Fire LP (2x12")

The Bug

Fire LP (2x12")

2x12inchZEN275
Ninja Tune
26.08.2021

Kevin Martins erstes Solo-Album unter dem Namen The Bug seit sieben Jahren könnte zeitlich nicht besser passen: „Fire“ - der dritte, berauschende Teil eines urbanen Triptychons, das mit dem explosiven „London Zoo“ von 2008 begann und mit dem bewusstseinsverändernden „Angels & Devils“ von 2014 fortgesetzt wurde - besteht aus vierzehn Tracks, die die Synapsen zum Schmelzen bringen, die den Körper durcheinanderwirbeln und die Hörerinnen und Hörer auf cineastische Weise von der Beschwörung einer düsteren, abgeriegelten Stadtlandschaft bis hin zu schwindelerregenden, tiefenscharfen Nahaufnahmen der Psyche von Martin, die ihn und seine Kollaborateur*innen an die Belastungsgrenze führen.

Die Aggression, die Attitüde, der beeindruckende Umfang und die destabilisierende, beunruhigende Raserei des Bug-Sounds ist durchweg perfekt umgesetzt, aber „Fire“ ist keine bloße Wiederbelebung der Vergangenheit - für Martin ist das Album sowohl eine Antwort auf die einzigartigen Umstände des vergangenen Jahres als auch eine Chance, seine eigene Reise vom zurückgezogenen Sound-Besessenen zum Familienvater zu reflektieren, und seinen Durst zu stillen - in einer Zeit erzwungener hermetischer Isolation - nach Kontakt, nach dem Chaos, das nur zwischen Menschen, Lärm und Bässen stattfinden kann, die Irritation der Sinne, die stets Bugs Methode und Weg waren, seit er in den späten 90ern aus den tiefsten Ecken Londons herauskroch.

Es ist das bisher beste Album von The Bug, möglicherweise die wildeste und bewegendste Musik, die Martin je gemacht hat, und es berührt immer noch die anfänglichen Sehnsüchte und Impulse, die „London Zoo“ wie eine Rohrbombe durch den Briefkasten in Ihre Welt katapultiert haben. Es ist eine hungrige Platte, in jeder Hinsicht.

Die MCs, die auf dem Album zu hören sind - einerseits langjährige Weggefährt*innen wie Flowdan, Roger Robinson, Moor Mother, Manga Saint Hilare, Irah & Daddy Freddy, andererseits relativ neue Namen im Bug-Stall wie Logan, Nazamba und FFSYTHO - reflektieren unweigerlich den äußeren Wahnsinn einer auf den Kopf gestellten Welt, graben aber auch tief in sich selbst, um nachdenkliche, erbarmungslos ehrliche Darstellungen der Wut, des Widerstands und der Resignation zu schaffen, die das letzte Jahr in uns allen hervorgerufen hat.

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Jungle - Loving In Stereo

Jungle

Loving In Stereo

CassetteCAI001C
CAIOLA RECORDS
13.08.2021

Das britische Produzentenduo Jungle meldet sich zurück.
Das kommende Album von Jungle - ihr drittes - „Loving In Stereo" wird wahrscheinlich der Soundtrack zu einem Sommer werden, der anders ist als alle anderen. Das Duo hat das vergangene Jahr im Studio verbracht und ist mit einer unbändigen Dancefloor-Platte für die post „social distancing" Zeit herausgekommen: „With this record we’ve learned to trust our instincts and go with our gut,” sagt T. „We want it to be more raw, open, fun, enjoyable and entertaining, because that’s what music is,” fügt J. hinzu.

J und T sind das pulsierende Herz von Jungle, wo Musik, Ästhetik und Choreografie als eine unverwechselbare künstlerische Vision nebeneinander bestehen. Mit dem gleichen Ethos wie z.B. Gorillaz oder The Avalanches sind die beiden die Produzenten, Songwriter und Musiker, aber sie sind auch die Regisseure, Content-Schöpfer und Kuratoren. Sie stehen an der Spitze einer größeren Gemeinschaft von Kreativen. Sie sind Weltenbauer.
Mit dem neuen Album wird dies auf eine neue Ebene gehoben, wobei das größere Jungle-Kollektiv von Tänzern ein integraler Aspekt ist, wie die Musik visuell erlebt wird. Mit jedem Video, bei dem Josh Lloyd Watson und sein langjähriger Mitarbeiter Charlie Di Placido Regie geführt haben, schaffen sie es die Fans zu begeistern. Das Video zu „Keep Moving" ist in einem Take gedreht - teils Birdman, teils West Side Story und zeigt zwei Gangs von Tänzer*innen. Es beginnt mit dem Tänzer Che Jones (der im Video zu „Smile" vom letzten Jungle-Album mitspielte) in seinem Schlafzimmer und führt zu einer Szene im Freien, in der wir Mette Linturi (die im Video zu „Casio" vom letzten Album mitspielte) finden. Der Rest ist eine wunderschöne Entfesselung, die so atemraubend zu beobachten ist, dass sie den Zuschauer mit einem Gefühl der Ehrfurcht zurücklässt.

In ihrer bisherigen Karriere haben Jungle bereits auf mehreren Kontinenten gespielt und eine stetig wachsende internationale Fangemeinde gewonnen: Headline Shows von Sydney bis Moskau, vom ausverkauften Londoner Alexandra Palace mit 10.000 Plätzen bis zum 9.000 Kilometer von ihrem zu Hause entfernten ausverkauften Hollywood Palladium und Festivals wie Coachella, Bonnaroo und Lollapalooza. Ihr für den Mercury Prize nominiertes und mit Gold ausgezeichnetes Debütalbum und der Nachfolger "For Ever" von 2018 erreichten beide die UK Top 10. Diese beiden Alben haben seitdem 750.000 Verkäufe und fast eine Milliarde Streams erreicht.

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7,52 €
NILS FRAHM - GRAZ

Nils Frahm

GRAZ

12inchERATPLP143
Erased Tapes
27.07.2021

GRAZ, das Debüt Album von Nils Frahm. Was, wie bitte? Wer den Klaviervisionär und -virtuosen schon einmal im Konzert erlebt hat, wird bereits wissen, dass Nils auch gelegentlich den einen oder anderen Scherz macht, ohne dabei eine Miene zu verziehen. Die Pointe kommt dieses Mal etwas verzögert: Graz ist tatsächlich das erste Studioalbum, das er schon 2009 für das Londoner Label aufgenommen hat. Nur ist dies irgendwie unter Verschluss geblieben - bis jetzt. Nils Frahm hat in aller Ruhe die gesamte Musikwelt auf den Kopf gestellt; er hat die jahrhundertealte Figur des Pianisten-Komponisten neu definiert, sie ins Jetzt überführt - für eine vollkommen neue Generation. Während seine Musik über Mundpropaganda immer mehr Menschen erreichte und in ihren Bann zog, kehrte auch sein Instrument zurück in den Fokus der Popkultur. Eine Entwicklung, die ihn und einige Gleichgesinnte im Jahr 2015 dazu inspirierte, den jährlichen Piano Day ins Leben zu rufen. Einen neuen Feiertag im Kalender, der eine der größten Erfindungen der Menschheitsgeschichte zelebriert. Mit Aufnahmen, die den Menschen und dieses Instrument in den Mittelpunkt rücken. Graz ist so eine Aufnahme. Eine bislang unveröffentlichte Momentaufnahme eines jungen Nils Frahm, mitgeschnitten im Jahr 2009 im Mumuth, dem Haus für Musik und Musiktheater der Kunstuniversität Graz, als Teil der Abschlussarbeit Conversations for Piano and Room, produziert von Thomas Geiger, der dafür im selben Jahr den 1. Preis in der Kategorie Classical Surround Recording der 127. AES Convention in New York in Empfang nehmen durfte. Zwar wurde damals beschlossen, jene Graz-Sessions am Konzertflügel beiseite zu legen, um sich stattdessen auf die gedämpften, ganz intim klingenden Klavierexperimente zu konzentrieren, die dann 2011 auf seinem gefeierten Studioalbum Felt zu hören waren. Jedoch sollten zwei der Kompositionen - und das gilt ganz besonders für Hammers - in seinen Livekonzerten weiterleben und sich erweitern; neu aufgenommen für Spaces, jenes Album, das ihm 2013 endgültig den Durchbruch bescherte. Graz dokumentiert den Moment, der ganz am Anfang jener wortlosen Revolution steht, die Nils in den Jahren danach auslösen sollte. Sein Genie, die Essenz seiner Handschrift ist schon hier zu erkennen: der harmonische Ausdruck der Klassik, die Unmittelbarkeit des Jazz. Es wirkt so, als würde Nils jede Idee für sich aufgreifen, ganz behutsam, nur auf den Moment konzentriert, um auch ja nicht die Muse wieder zu vertreiben.

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Nick Cave & Warren Ellis - Carnage

Über den Zeitraum von mehreren Wochen während des Lockdowns entstanden, präsentieren Nick Cave & Warren Ellis in dieser Woche ihr neues Gemeinschaftsalbum: Carnage – was zu Deutsch so viel wie Blutbad oder Gemetzel heißt. Cave beschreibt das Gemeinschaftswerk denn auch als „eine brutale, aber wunderschöne Aufnahme, eingebettet in eine gemeinschaftliche Katastrophe.“ Obwohl die beiden schon viele Soundtracks zusammen komponiert und aufgenommen haben, und Ellis zudem seit geraumer Zeit Mitglied von The Bad Seeds ist, handelt es sich bei Carnage tatsächlich um den ersten Longplayer, den sie auch offiziell als Duo eingespielt haben.

„Die Arbeit an Carnage war eine komprimierte Phase intensivster Kreativität“, sagt Ellis, „denn es dauerte gerade mal zweieinhalb Tage, bis diese acht Songs in irgendeiner Form standen. Dann erst sagten wir uns: ‘Ach komm, lass uns doch ein Album machen!’ Das alles war also nicht sonderlich geplant.“

Das Klangspektrum der neuen Aufnahmen reicht vom düsteren, elektronischen Puls des Stücks „Old Time“ bis hin zum sehnsuchtsvoll-wunderschönen „Albuquerque“, einer klassischen Ballade, die auf einer kreisförmigen Klavierfigur basiert, überzogen mit hypnotischen Streicherparts. Insgesamt hat das Album eine etwas rastlose Energie, die Perspektive ist im Vergleich zum gefeierten Nick Cave & The Bad Seeds-Vorgänger Ghosteen eher nach außen gerichtet – wobei die beiden auch dieses Mal versuchen, die Grenzen des Songformats zu verschieben, immer wieder neu auszuloten, was ein Song eigentlich alles sein kann…

Während die eigentlichen Aufnahmen in recht kurzer Zeit stattfanden, waren die Songs von Carnage schon davor länger herangereift, in den ersten Lockdown-Wochen, die Cave damit verbracht hatte, „zu lesen, regelrecht zwanghaft zu schreiben und einfach nur auf meinem Balkon zu sitzen und über die Dinge nachzudenken.“ An ein Album dachten die beiden denn auch gar nicht, als sie zusammen ins Studio gingen, um zu jammen. „Das Album“, so Cave, „ist dann einfach so vom Himmel gefallen. Es war ein Geschenk.“

Carnage ist die Fortsetzung jenes kollektiven Improvisationsansatzes, auf den die beiden schon für Ghosteen gesetzt hatten – was Cave zugleich erlaubte, das klassische, eher narrativ strukturierte Songwriting hinter sich zu lassen. Als Rohmaterial dienen ihnen Textideen, die Cave zuvor über einen längeren Zeitraum verfasst und verfeinert; sie handeln zumeist von wenigen Kerngedanken und -themen, einzelnen Bildern und Metaphern, die er mit Worten umkreist. Die eigentlichen Songs entstehen dann in ausgedehnten Improvisations-Sessions im Studio: Anfangs sehe das so aus, wie Ellis berichtet, dass „da zwei Menschen im Raum sitzen und sich etwas trauen, indem sie erst mal einfach passieren lassen, was gerade passiert“. Ihre endgültige Form bekommen die Stücke daraufhin erst durch intensives Editieren und Filtern, wenn Musik und Text zu einer Art Klangcollage zusammenkommen. Das Element der Überraschung spielt bei jedem dieser Schritte eine zentrale Rolle, und mal geht alles ganz schnell – „Shattered Ground“, zum Beispiel, sei, so Ellis, „gleich im ersten Take fertig“ gewesen, während andere, wie beispielsweise der Titelsong, „sich erst kurz vor dem Abschluss der Mixing-Phase zu erkennen geben sollten.“

Wenn man bedenkt, dass Carnage in relativ kurzer Zeit entstanden ist, wirkt die enorme Bandbreite an Themen und Stimmungen um so beeindruckender, denn das Resultat klingt einerseits absolut eindringlich („Old Time“), andererseits auch zutiefst kontemplativ („Lavender Fields“). Wie sich die Stimmungen und Energien verschieben und überlagern, erkennt man auch daran, wie die beiden gewisse Zeilen, Refrains und flüchtige Bilder auf immer neue Weise in den verschiedenen Songs wieder auftauchen lassen, was dem Album insgesamt etwas Kaleidoskopisches gibt. In Songs wie dem aufrüttelnd-aufgebrachten „White Elephant“ und dem fast schon fiebrig-psychedelischen „Balcony Man“ kollidieren surreale Bildwelten, so dass die Zeilen nicht mehr wörtlich zu verstehen sind und an ihre Stelle etwas Suggestives, Impressionistisches tritt.

Die einzigartige kreative Chemie zwischen Cave und Ellis basiert auf einer langen gemeinsamen Geschichte, die sie als Kollegen und Solokünstler verbindet: Erstmals begegneten sich die zwei schon 1993, als Ellis die Geigenparts für einige Songs von Let Love In einspielen sollte, das achte Album von Nick Cave & The Bad Seeds. Wenig später schaute Cave bei einem Konzert von Ellis’ Band Dirty Three in Brisbane vorbei – und landete schließlich auch selbst auf der Bühne, wo sie gemeinsam Interpretationen von Neil Youngs „Helpless“ und Roy Orbisons „Running Scared“ zum Besten gaben. „Damit fing das alles an“, erinnert sich Ellis, der schließlich selbst festes Mitglied von The Bad Seeds wurde. Auch beim 2006 gegründeten Bandprojekt Grinderman arbeiteten sie zusammen, was laut Nick Cave ein Ventil für „die beste Midlife-Krise war, die sich ein Mann wünschen kann“. In dieser Konstellation sollten sie zwei Alben aufnehmen, Grinderman 1 und 2, bis sie die Band dann 2011 wieder auflösten.

Seit 2005 haben Cave und Ellis zudem an etlichen Soundtracks für Film, TV und Theater gearbeitet – u.a. für The Road (2009) und Lawless (Die Gesetzlosen; 2012), beide entstanden unter der Regie von John Hillcoat, sowie für David MacKenzies Hell or High Water (2016) und Taylor Sheridans Wind River (2017). Das gemeinsame Erschaffen derart atmosphärischer Instrumental-Scores, wobei oftmals elektronische Loops von Ellis als Ausgangspunkt fungierten, über denen Cave am Klavier improvisieren sollte, hat ihre Arbeitsweise und ihr Songwriting nachhaltig geprägt.

Mit Carnage legen sie das nächste Kapitel ihres musikalischen Abenteuers vor: Ein Album, das quasi aus Versehen entstehen sollte, während des langen, weltweiten Stillstands der Pandemie-Monate. Die verschiedenen Stimmungen und auch das Rastlose an diesen Aufnahmen spiegelt die existentielle Ungewissheit wider, aber zugleich flackern auch immer wieder Momente der Ruhe auf, Augenblicke der meditativen Selbstbesinnung. Unterm Strich ist es ein Album, entstanden in und gemacht für diese unbeständigen Zeiten, das durchsetzt ist mit Augenblicken konzentrierter Schönheit. Aufnahmen, die ihre unumstößliche Zuversicht fast schon trotzig zum Ausdruck bringen.

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BARRY "EPOCH" TOPPING - PARADISE KILLER (ORIGINAL GAME SOUNDTRACK)

In Zusammenarbeit mit dem britischen Entwickler-Studio Kaizen Game Works veröffentlicht das Kölner Soundtrack-Label Black Screen Records im Frühjahr 2021 Barry "Epoch" Toppings funkigen "City-Pop meets Vaporwave"-Soundtrack zu dem von der internationalen Gaming-Presse gefeierten Open World Adventure Game Paradise Killer auf Vinyl. Barrys Toppings Soundtrack erscheint auf limitiertem 180g Crystal Clear Vinyl und kommt in einem von 80er Animes & City Pop-Alben inspirierten Artwork der deutschen Designerin Mizucat. Zudem enthält das Vinyl ein gefaltetes A2 Poster und einen Download Code. Die Sounds des Paradieses. Die Musik eines kosmischen Traums. Tracks einer anderen Realität. Das Tempo eines Verbrechens, dass alle Verbrechen beendet. Der Beat von lange verlorenen außerirdischen Göttern. Die Playlist des "Investigation Freaks". Lass dich von der Musik ins Paradies führen. Fühle die glühend heiße Sonne auf deiner Haut. Rieche unerträglich heißen Beton. Genieße den süßen Geschmack von Verbrechen, begangen, auf einer tropischen Insel in einer alternativen Realität. Erinnerst du dich daran, wie wir am Strand getanzt haben? Neben den paradiesischen Straßen? Du hast mir dieses Mix-Tape auf dem Dach deines Apartments gemacht. Wir haben den Mond angestarrt. Du sagtest, du würdest den Mond töten. Ich glaubte dir nicht. Wie falsch ich doch lag.

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Powerwolf - Call Of The Wild

Powerwolf

Call Of The Wild

12inch0840588146031
Napalm Records
16.07.2021

Das Phänomen POWERWOLF: Innerhalb der deutschen Heavy-Metal-Szene findet sich wohl kaum eine
andere zeitgenössische Band, deren Erfolgskurve seit vergleichbar langer Zeit derart steil nach oben zeigt,
was mithilfe der im vergangenen Jahr veröffentlichten opulenten Werkschau „Best Of The Blessed“ zum
15-jährigen Bestehen deutlich sicht- und hörbar unter Beweis gestellt wurde. Nun, nur rund 12 Monate
später, steht das achte Studio-Album unter dem Titel „Call Of The Wild“ in den Startlöchern, von dem
mit Fug und Recht behauptet werden darf, dass es neue Maßstäbe setzt!
Zeitsprung ins Jahr 2005. Bereits auf seinem Debüt „Return In Bloodred“ etabliert das Quintett um den
Lead-Gitarristen und Haupt-Songwriter Matthew Greywolf einen in dieser Form nie dagewesenen Stil, der
klassischen Metal melodischer Spielart mit erhabenen Orgelklängen und orchestralem Bombast vereint.
Alles an POWERWOLF, von den elaborierten Texten - die mal augenzwinkernd humorvoll, mal bitterböszynisch von Phantastischem und Historischem handeln - bis zur omnipräsenten sakralen Symbolik, nährt
die mystische Aura des Fünfergespanns, die über die folgenden Jahre mit jedem weiteren Werk an
Bedeutung gewinnen und auf unzähligen Touren in eine einmalige, nicht von ungefähr als
„Metal-Messe“ bezeichnete Liveshow übersetzt werden soll. Die süßen Früchte der eisernen Treue zu den
traditionellen musikalischen Wurzeln, bei gleichzeitiger konsequenter Weiterentwicklung ihres ureigenen Sounds, ernten POWERWOLF aber nicht nur von den Bühnen ausverkaufter Konzertsäle aus, sondern
auch an der hart umkämpften Chart-Front. Dreimal gelang in den letzten Jahren der Sprung aufs
Treppchen der offiziellen deutschen Albencharts - zweimal davon auf die Pole-Position - und im
europäischen Ausland wurden die jüngeren Veröffentlichungen „Blessed & Possessed“ und „The
Sacrament Of Sin“ mit Gold, die Hit-Single „Demons Are A Girl' Best Friend“ gar mit Platin
ausgezeichnet.
Warum außer Frage steht, dass das am 16. Juli 2021 erscheinende Opus „Call of The Wild“ in Sachen
Popularität einen weiteren Quantensprung bedeuten wird, erklärt sich sowohl langjährigen als auch frisch
gewonnenen Fans schon im ersten Hördurchlauf wie von selbst: Gerahmt vom Eröffnungs-Titel ”Faster
Than The Flame”, der sich pointiert als „POWERWOLF in Reinkultur“ beschreiben lässt, und dem
großen Finale ”Reverent Of Rats” verströmen die elf enthaltenen Songs zwar stets Vertrautes, wagen aber
auf jedem Schritt des Wegs Weiterentwicklung in vielerlei Hinsicht. So mutet etwa das
unverschämt-eingängige ”Dancing With The Dead” regelrecht tanzbar an, während ”Alive Or Undead”
als Power-Ballade allererster Güte den Ruf des Frontmanns Attila Dorn als absolutem Ausnahme-Sänger
endgültig zementiert. „Call Of The Wild“, das sich einmal mehr als heißer Anwärter auf den
Chartstürmer-Titel ins Rennen stürzt, ragt anno 2021 als turmhohes Ausrufezeichen aus der
Musiklandschaft hervor und vermittelt wie kein anderes Werk das leidenschaftliche Credo
POWERWOLFs: Metal is religion!

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SABA ALIZADEH - I May Never See You Again

Mit "I May Never See You Again" veröffentlicht der iranische Komponist, Musiker und Virtuose der Kamanche-Geige, Saba Alizadeh am 08. Juli 2021 sein erstes Album auf dem neu gegründeten Hamburger Label 30M. Wie schon auf seinem Debütalbum "Scattered Memories" aus dem Jahr 2019 vermischt der 37-jährige Saba Alizadeh seine instrumentale Virtuosität mit sphärischer Elektronik, Samples persischer Musikinstrumente und Feldaufnahmen aus seiner Heimatstadt Teheran. Geboren 1983 in Teheran als Sohn des weltberühmten Tar- und Setar-Virtuosen Hossein Alizadeh, studierte Saba die iranische Kamanche-Geige mit Saeed Farajpoury und Keyhan Kalhor sowie Fotografie und später experimentelle Klangkunst mit Mark Trayle am California Institute of the Arts, Los Angeles. Geprägt von den konzeptuellen Herangehensweisen, wie sie dort gelehrt wurden, basiert Saba Alizadeh seine Musik auf iranischen Traditionen und Skalen, um sie im nächsten Schritt zu dekonstruieren und zu abstrahieren. Im Ergebnis begeistern die neun meist instrumentalen Tracks auf "I May Never See You Again" als klanglich ausdifferenzierte Meditationen über das Thema Erinnerung - einerseits wird die Glaubwürdigkeit und Belastbarkeit der eigenen Erinnerung musikalisch seziert, andererseits geht Saba Alizadeh z.B. in dem Track "Silences Inbetween" durchaus auch konzeptuell vor, wenn er die Atempausen der Stille in Reden von Diktatoren aus vergangenen Zeiten in akustischen Hallräumen so sehr verstärkt, dass diese Stille als Distortion hörbar wird. "Wie", fragt Saba Alizadeh, "hätte sich die Weltgeschichte verändert, wenn das Publikum in diesen Atempausen nicht andächtig geschwiegen, sondern aufbegehrt hätte?" Das Schweigen der Massen, davon berichtet "Silences Inbetween", ist also keineswegs bloß neutraler Klang oder Geräusch, sondern es besteht aus hochgradig aufgeladenen Schwingungen, die, an historischen Orten bis zur Unkenntlichkeit amplifiziert, von einer (nicht eingetretenen) Utopie berichten, einem anderen Verlauf der Weltgeschichte. Es ist in diesem Sinne vermutlich eine Fügung des Schicksals, dass sich Saba Alizadeh 2016 in Berlin mit Andreas Spechtl, dem Sänger der Band Ja, Panik anfreundete, kurz bevor Spechtl im Rahmen einer Artist Residency für ein einige Monate nach Teheran zog. Andreas Spechtl wurde im deutschsprachigen Raum vor allem dank seiner Songtexte berühmt, in denen er die Wörter ähnlich abstrakt dekonstruiert wie Saba Alizadeh die Musik. Auf "I May Never See You Again" kollaborieren Spechtl und Alizadeh auf den beiden Tracks "Phasing Shadows" und "Touch". Saba Alizadeh kollaborierte zudem noch mit der elektroakustischen Soundkünstlerin Rojin Sharafi, einer gebürtigen Iranerin, die mittlerweile in Wien lebt. Mit ihr komponierte Saba den Track "Hybrid". Nicht zuletzt wegen der anhaltenden Pandemie arbeiteten die beiden virtuell zusammen, indem sie sich Tonspuren über das Internet austauschten - auch daher der Titel "Hybrid". Mit seinen handverlesenen Kollaborationen und vor allem dank seines ausdifferenzierten Klangraums ist "If I Ever See You Again" bereits jetzt eines der herausragenden elektroakustischen Alben des Jahres. Beeinflusst von iranischer Harmonik, Musique concrète und ausgefeilter, zukunftsweisender Beat Science stehen die insgesamt neun Songs von Saba Alizadeh für einen unfassbar spannenden Akt gegenseitiger Inspiration - wenn sich iranische Skalen und westliches elektroakustisches Verständnis kraftvoll vereinigen.

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23,15 €
LUCY DACUS - HOME VIDEO

Manche kehren immer wieder in die Vergangenheit zurück um die Erinnerungen und Empfindungen von damals mit dem Hier und Jetzt zu vergleichen, während andere einfach nur stur nach vorne blicken - Lucy Dacus gehörte lange zur ersten Gruppe. Ihr drittes Album "Home Video" basiert auf Erinnerungen ihrer Coming-Of-Age-Jahre in Richmond, Virginia. Viele der Songs beginnen wie Memoiren und alle haben die Passion, den Humor und die Ehrlichkeit von erfrischend autobiographischen Texten. Während einer langen Zeit auf Tour hatte sich Lucy gefreut, endlich wieder Zeit in ihrer Heimatstadt verbringen zu können, nur um dort festzustellen, dass Menschen sie wie ein Zerrbild ihrer selbst betrachteten. So brach sie im August 2019 nach einem Monat der Stille kurzerhand auf, um in den Trace Horse Studios in Nashville mit ihren Freunden und Bandkollegen Jacob Blizard, Collin Pastore und Jake Finch an neuem Material zu arbeiten. Ihre boygenius Kolleginnen Phoebe Bridgers und Julien Baker stießen hinzu um ihre Stimmen den Refrains von "Please Stay" und "Going Going Gone" zu leihen. Dass "Home Video" in einer verwirrenden Zeit wie dieser erscheint, wirkt wie vorbestimmt. Nach mehr als einem Jahr zuhause und in einer Lebensphase in der Videocalls die nahezu einzige Form von Zwischenmenschlichkeit waren, ist Retroromantik für viele zum Anker und Fluchtpunkt gleichermaßen geworden. "Home Video" ist ein Beispiel dafür, wie man Verletzlichkeit in Stärke verwandelt. Ihre Stimme und Songs liefern dabei das Fundament für einen hoffnungsfrohen Blick in die Zukunft, der die teils düstere Vergangenheit im Rückspiegel verblassen lässt.

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DESPERATE JOURNALIST - Maximum Sorrow

Wir haben gehört, dass Post-Punk es bis auf die Frühlingsseiten der Sunday Times geschafft hat. Oh, bleibt da dran - Desperate Journalist wüten schon seit gefühlten Äonen mit ihrer melodramatischen Mischung aus traumatisierten Gitarren und kunstvoll gebrochenem Gesang gegen den Konzern-Apparat. Sechs Jahre sind vergangen seit dem Erscheinen des teuflischen "Desperate Journalist"-Debuts in 2015. Das stürmische zweite Album "Grow Up" erschien 2017, während 2019 das stellare "The Search For The Miraculous" weit und breit zu hören war. "Maximum Sorrow!", das komplett in Crouch End inmitten der Covid-Pandemie aufgenommen wurde, strotzt nur so vor Alt-Rock-Muskeln, die in sieben Jahren unermüdlicher Auftritte und Veröffentlichungen aufgebaut wurden, wie ein wilder Panther auf der Pirsch. Angetrieben von Simon Drowners ohrwurmverdächtiger Bassline zeigt sich das Quartett schon beider Lead-Single "Fault" in makellos brutaler Form, mit Banshee-Heulen und selbstzerfleischenden Texten von Sängerin Jo Bevan: "And those teenage hangups are hard to beat / When your closet is piled up with defeat", schnauzt sie an einer besonders stacheligen Stelle, während ihr Gitarrist Rob Hardy und Schlagzeuger Caz Hellbent nur noch feuriges Öl in die akustischen Flammen gießen können. Wie ein Großteil des restlichen Albums ist "Fault" sowohl verspielt als auch voll mit Wut. Das sind Desperate Journalist in hyperdynamischer Form, superglatt, aber nie krankhaft glatt; ambitioniert und expansiv, aber immer noch selbstverliebt und durch und durch DIY. Es gibt traditionelle verzweifelte Reisen in das Herz der Dunkelheit - siehe die doomig-prägnanten Desintegrationen von "Armageddon". Und es gibt brillant beleuchtete Lichtblicke: die ohnmächtige Eleganz von "Utopia", die sardonische, melodieverliebte Frechheit von "Personality Girlfriend", die Ruhe von "Formaldehyde", ein tragisches Finale auf jedem anderen Album - hier als Opener. Ein Lob auch für die raumgreifenden, epischen Chorschübe von "Everything You Wanted" und die spektakulär bittersüßen Sehnsüchte von "What You're Scared Of", die mit verstreuten Zuckerwürfeln bestückt sind.

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LNZNDRF - II

Lnzndrf

II

12inchLNZLPC3 2
LNZNDRF
02.07.2021

Die Brüder Scott und Bryan Devendorf (The National), Ben Lanz (The National, Beirut) und Multi-Instrumentalist Aaron Arntz (Beirut, Grizzly Bear) sind mit Stirnlampen und Höhlenausrüstung ausgestattet und tauchen in einen somnambulen Raum ein. LNZNDRF's II wirkt wie eine trance-induzierende Massenhypnose. Aufgenommen in ausgedehnten, schamanistischen Jam-Sessions im Public Hi-Fi Studio in Austin, Texas im September 2019 und später bearbeitet, um dem Ganzen eine Form zu geben. Der Titelsong "Ringwoodite" mit seinen flinken, geschmeidigen und präzisen Drums ist ein sommerlicher Wunderkerzen-Song, der so schnell vorbeirauscht, dass einem schwindlig wird, wenn man seinen Spuren folgt. Es folgen das computerverliebte "Gaskiers" und die langsame Motorik-Hymne "Stowaway", die zwar klanglich nicht miteinander verbunden sind, aber LNZNDRF voll in den Kanon des seltsamen und unauslöschlichen Krautrocks einreihen. "II" scheint die Dystopie der Gegenwart ebenso zu beschwören wie das große Mysterium, das uns erwartet, wenn wir endlich die Barriere durchbrechen. Es wird keine Utopie sein, aber es wird zumindest etwas anderes sein. So heißt es im lysergischen Post-Punk-Stück "You Still Rip": "We'll live like fruitless trees towards endless breeze linked as we please, the burning bridges smolder in our wake."

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19,87 €
FATOUMATA DIAWARA - FENFO

Fatoumata Diawara

FENFO

12inch3382356
Wagram
30.06.2021

Fatoumata Diawara ist eine malische Singer/Songwriterin und Schauspielerin. Ihr Debüt "Fatou" (2011) und darauffolgende Aktivitäten machten die Künstlerin zu einer der wichtigsten Vertreterinnen moderner afrikanischer Musik. Sie sang auf Alben von Dee Dee Bridgewater ("Red Earth"), Oumou Sangaré ("Seya") und Herbie Hancock ("The Imagine Project"). Darüber hinaus kollaborierte sie mit Bobby Womack, Mulatu Astatke, Cheikh Lô, dem Orchestre Poly-Rythmo de Cotonou, Blick Bassy sowie Rocket Juice & the Moon. Diawara spielte bereits Glastonbury und andere große Festivals, trat in der Carnegie Hall auf und begab sich an Bord von Damon Albarns Africa Express, wo sie sich als Höhepunkt eine Bühne mit Paul McCartney teilte. Parallel setzte sie ihre Karriere als Schauspielerin fort, unter anderem in den Filmen "Timbuktu" (2014) und "Mali Blues" (2015). Ihr Album "Fenfo" (deutsch: "Etwas zu sagen") wurde in Mali, Burkina Faso, Paris und Barcelona aufgenommen und von Diawara selbst sowie dem französischen Superstar Matthieu Chedid alias -M- produziert. "Fenfo" geriet zu einem im besten Sinne grenzenlosen Album. Die elf Songs verbinden alte afrikanischen Saiteninstrumente wie die Kora und Ngoni mit elektrischen Gitarren sowie traditionelle Perkussion mit Kit-Drums. Diawara, die meist auf Bambara singt, wird unter anderem von -M- (Gitarre, Keyboards) dem brillanten Cellisten Vincent Ségal und dem Kora-Spieler Sidiki Diabaté begleitet.

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Raxon - Sound Of Mind LP 2x12"

Raxon

Sound Of Mind LP 2x12"

2x12inchKOM433
Kompakt
25.06.2021

Over the past decade, Egyptian-born, Barcelona-based DJ and techno producer Raxon, known to friends and family as Ahmed Raxon, has popped out a steady stream of twelve-inch singles, precision-tooled, for labels like Cocoon, Drumcode, Diynamic, Truesoul, and Ellum Audio. An alumni of Kompakt’s Speicher series – check the insistent, vibrating pulses of “The Ancient” and “Dark Light” on 2019’s Speicher 107 – with Sound Of Mind, Raxon has produced a long-awaited debut album that’s ready and aching both for the dancefloor and the boudoir, traversing the heat of the club and the warmth of the home.

“The idea of an album has always floated around in my head for the past few years,” Raxon confirms, “but it was never the right moment in my mind.” Instead, he’s been insistently pursuing his vision of deep, elegant techno, taking him from early DJ gigs in Dubai, including the legendary audio tonic night, then relocating to Europe on the recommendation of Herman Cattaneo, all the while allowing his experiences to inform and transmute his producer’s thumbprint. He’s an architect by training (though he gave architecture up for electronic music), which might explain why Raxon productions are so sturdy and well-designed; but remember also that architecture is a field filled with brave experimentation, something Raxon definitely draws on throughout Sound Of Mind.

Like many albums from the past twelve months, Raxon’s debut developed partly thanks to the unique social situation the planet has found itself caught within. “In the beginning of 2020 I started working on a few tracks with the album in mind,” he recalls, “with no idea of what’s to come in the next few months. As catastrophic as the situation was/is, I found myself in the studio; in a way the lockdown gave me that creative freedom in the studio, to try to tell my story through sound.” And indeed, there is something in the way of ‘life writing’ about Sound Of Mind, particularly in the way Raxon’s productions pay subtle homage, perhaps, to his formative listening experiences in the late nineties.

It’s no retro trip, but there’s plenty of variety here, and a few moments that’ll tickle the collective memory – see the prowling pulsations of the opening “Majestic”, the alien breakbeat action of “Vice” and “Journey Mode”, where the interstellar tones feel like Foul Play or Steve Gurley, the leaking gas and woozy keys that make “Droid Solo” so subtly destabilising, or the strobelight drones that sputter and flare throughout “El Multiverse”, where dappled organ tones fight it out with interdimensional transmissions, all sucked into the vortex of a late-night techno mantra. Beautifully sculpted, Sound Of Mind feels consummate, an elegant set that pulls Raxon’s vision into its sharpest focus. Alive with possibilities, it’s a fever dream of creativity.

In den letzten zehn Jahren hat der in Ägypten geborene und in Barcelona lebende DJ und Techno-Produzent Raxon, der Freunden und Familie auch als Ahmed Raxon bekannt ist, eine ganze Reihe von 12inch-Singles auf Labels wie Cocoon, Drumcode, Diynamic, Truesoul und Ellum Audio veröffentlicht. Wir kennen Raxon außerdem durch seinen Beitrag zur Kompakt Extra/Speicher-Reihe – man höre sich nur mal "The Ancient" und "Dark Light" auf dem 2019 erschienenen Speicher 107 an. Nun hat Raxon mit “Sound Of Mind“ sein lang erwartetes Debütalbum produziert, das sowohl für den Dancefloor als auch für die eigenen vier Wände geeignet ist und dabei sowohl die Hitze des Clubs als auch die Wärme des eigenen Zuhauses durchmisst.

"Die Idee eines Albums schwebte in den letzten Jahren immer in meinem Kopf herum", bestätigt Raxon, "aber es gab nie den richtige Moment." Stattdessen verfolgte er leidenschaftlich seine Vision von tiefem, elegantem Techno, die ihn von frühen DJ-Gigs in Dubai, einschließlich der legendären Audio-Tonic-Nacht, dann auf Empfehlung von Hernan Cattaneo nach Europa führte. Im Laufe dieser Zeit sammelte er unzählige Erfahrungen, die es ihm erlaubten, seinen Stil als Produzent mehr und mehr zu transformieren. Raxon ist gelernter Architekt (obwohl er die Architektur für die elektronische Musik aufgegeben hat), was vielleicht erklärt, warum seine Produktionen so robust und gut durchdacht sind; aber man sollte auch nicht vergessen, dass Architektur bestenfalls immer ein Feld mutiger Experimente ist, etwas, worauf Raxon in “Sound Of Mind“ definitiv zurückgreift.

Wie viele andere Alben der letzten zwölf Monate auch wurde Raxon’s Debüt von der einzigartigen gesellschaftlichen Situation, in der sich der Planet momentan befindet, beeinflusst. "Anfang 2020 habe ich angefangen, an ein paar Tracks für das Album zu arbeiten", erinnert er sich, "ohne zu wissen, was in den nächsten Monaten auf uns zukommen würde. So katastrophal die Situation auch war/ist, ich fand mich im Studio wieder; in gewisser Weise gab mir der Lockdown auch eine kreative Freiheit im Studio, um zu versuchen, eine Geschichte durch meinen Sound zu erzählen." Und in der Tat gibt es auf “Sound Of Mind“ so etwas wie eine "Lebensgeschichte", besonders in der Art und Weise, wie Raxon’s Produktionen eine subtile Hommage an seine prägenden musikalischen Erfahrungen in den späten Neunzigern darstellen.

Es ist fürwahr kein Retro-Trip, aber es gibt hier viel Abwechslung und ein paar Momente, die das kollektive Gedächtnis kitzeln werden - zum Beispiel der sich langsam heran pirschende Pulsschlag im Eröffnungstrack "Majestic", oder die außerirdischen Breakbeats von "Vice" und "Journey Mode", in denen sich die interstellaren Sounds ein wenig wie Foul Play oder Steve Gurley anfühlen. Dann das ausströmende Gas und die wummernden Tasten, die "Droid Solo" subtil destabilisieren, oder die Strobo-Drones, die in "El Multiverse" herum sprudeln und flackern, wo einzelne Töne einer Orgel mit interdimensionalen Transmittern um die Wette strahlen und schließlich in den Strudel eines nächtlichen Techno-Mantras gesogen werden. “Sound Of Mind“ fühlt sich formvollendet an, wie ein elegantes Set, das Raxon’s Vision verstärkt in den Fokus rückt. Ein Fiebertraum voller Kreativität und Möglichkeiten.

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LUCY DACUS - HOME VIDEO
also available

Colored Vinyl[21,81 €]


Manche kehren immer wieder in die Vergangenheit zurück um die Erinnerungen und Empfindungen von damals mit dem Hier und Jetzt zu vergleichen, während andere einfach nur stur nach vorne blicken - Lucy Dacus gehörte lange zur ersten Gruppe. Ihr drittes Album "Home Video" basiert auf Erinnerungen ihrer Coming-Of-Age-Jahre in Richmond, Virginia. Viele der Songs beginnen wie Memoiren und alle haben die Passion, den Humor und die Ehrlichkeit von erfrischend autobiographischen Texten. Während einer langen Zeit auf Tour hatte sich Lucy gefreut, endlich wieder Zeit in ihrer Heimatstadt verbringen zu können, nur um dort festzustellen, dass Menschen sie wie ein Zerrbild ihrer selbst betrachteten. So brach sie im August 2019 nach einem Monat der Stille kurzerhand auf, um in den Trace Horse Studios in Nashville mit ihren Freunden und Bandkollegen Jacob Blizard, Collin Pastore und Jake Finch an neuem Material zu arbeiten. Ihre boygenius Kolleginnen Phoebe Bridgers und Julien Baker stießen hinzu um ihre Stimmen den Refrains von "Please Stay" und "Going Going Gone" zu leihen. Dass "Home Video" in einer verwirrenden Zeit wie dieser erscheint, wirkt wie vorbestimmt. Nach mehr als einem Jahr zuhause und in einer Lebensphase in der Videocalls die nahezu einzige Form von Zwischenmenschlichkeit waren, ist Retroromantik für viele zum Anker und Fluchtpunkt gleichermaßen geworden. "Home Video" ist ein Beispiel dafür, wie man Verletzlichkeit in Stärke verwandelt. Ihre Stimme und Songs liefern dabei das Fundament für einen hoffnungsfrohen Blick in die Zukunft, der die teils düstere Vergangenheit im Rückspiegel verblassen lässt.

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