Foreign Tongues, das neue Studioalbum der Rolling Stones, umfasst 14 Songs und folgt weniger als drei Jahre nach dem vielfach ausgezeichneten Vorgänger Hackney Diamonds, der weltweit Spitzenpositionen in den Charts erreichte und mehrfach mit Platin ausgezeichnet wurde. Eingeleitet wird das Album von der beschwingten und eingängigen Lead-Single „In The Stars“. Foreign Tongues entstand innerhalb eines Monats in den Metropolis Studios in West-London, wo Mick Jagger, Keith Richards und Ronnie Wood erneut mit dem Grammy-prämierten Produzenten Andrew Watt zusammenarbeiteten. Das Ergebnis ist ein dynamisches, zeitgemäßes Album, das den charakteristischen Sound der Band aufgreift und zugleich neue klangliche und inhaltliche Akzente setzt.
Neben den zentralen Beiträgen von Jagger, Richards und Wood sind auch langjährige musikalische Wegbegleiter wie Darryl Jones, Matt Clifford und Steve Jordan auf dem Album vertreten. Darüber hinaus enthält das Album einen besonderen Beitrag von Charlie Watts, der während einer seiner letzten Aufnahmesessions vor seinem Tod im Jahr 2021 entstand. Ergänzt wird das Projekt durch Gastauftritte unter anderem von Steve Winwood, Paul McCartney, Robert Smith und Chad Smith.
Hopeful, defiant, effusive, and ecstatic, Radio!! Radio!! is the 20th album from Erasure, one of pop’s most beloved songwriting partnerships.
The record finds Andy Bell and Vince Clarke continuing to refine and deepen the pop edifice they’ve been building over the past 40 years with a set of 10 songs about love, loss and injustice that speaks, powerfully, to our empathy-starved times.
A uniquely personal album, it was shaped by a period of profound grief. When the duo got together to write the album, it was as much in the spirit of uplifting an old friend as it was work – you can hear this thread of warmth and mutual care throughout.
The album that transposes the dazzling hugeness of the duo’s best work onto avowedly more personal, more reflective songwriting. Bell acknowledges that it would be easier, perhaps, for he and Clarke to go on autopilot, 40 years into their career. But how would that pass as Erasure? “It’s a two-person brain, and everything that we’ve gone through comes into it,” he says. “We have a sense of responsibility. We couldn’t ever do something throwaway.”
Radio!! Radio!! is rooted in Erasure’s unique synth-pop palette with some key augmentation: when working on the sound of this album, Clarke was unusually drawn to piano, as well as acoustic guitar. The use of these instruments adds drama and depth to their sound whilst leaving room for the kind of glassy synth pop that Erasure made their name on.
Hoffnungsvoll, trotzig, überschwänglich und euphorisch: Radio!! Radio!! ist das 20. Album von Erasure, einem der beliebtesten Songwriting-Duos der Popmusik.
Auf dem Album entwickeln Andy Bell und Vince Clarke das musikalische Pop-Gebäude, an dem sie seit 40 Jahren arbeiten, konsequent weiter und verleihen ihm zusätzliche Tiefe. Die zehn Songs handeln von Liebe, Verlust und Ungerechtigkeit und treffen damit auf eindringliche Weise den Nerv unserer Zeit, in der es so oft an Empathie mangelt.
Es ist ein ausgesprochen persönliches Album, geprägt von einer Phase tiefer Trauer. Als sich das Duo zum Schreiben der neuen Songs traf, ging es dabei ebenso sehr darum, einen alten Freund wieder aufzurichten, wie um die gemeinsame Arbeit. Diese Wärme und gegenseitige Fürsorge ziehen sich hörbar wie ein roter Faden durch das gesamte Album.
Das Album überträgt die schillernde Größe der besten Arbeiten des Duos auf ein bewusst persönlicheres und nachdenklicheres Songwriting. Bell räumt ein, dass es für ihn und Clarke nach 40 Jahren Karriere vielleicht einfacher wäre, einfach auf Autopilot weiterzumachen. Aber wäre das noch Erasure? „Es ist wie ein gemeinsames Gehirn zweier Menschen, und alles, was wir erlebt haben, fließt darin ein“, sagt er. „Wir verspüren eine gewisse Verantwortung. Wir könnten niemals etwas Belangloses machen.
“Radio!! Radio!! ist fest in Erasures unverwechselbarer Synthie-Pop-Klangwelt verwurzelt, erweitert diese jedoch um einige entscheidende Elemente: Bei der Arbeit am Sound des Albums fühlte sich Clarke ungewöhnlich stark zum Klavier und auch zur Akustikgitarre hingezogen. Der Einsatz dieser Instrumente verleiht dem Sound zusätzliche Dramatik und Tiefe, lässt aber zugleich genügend Raum für jenen glasklaren Synthie-Pop, mit dem Erasure berühmt geworden sind.
Hopeful, defiant, effusive, and ecstatic, Radio!! Radio!! is the 20th album from Erasure, one of pop’s most beloved songwriting partnerships.
The record finds Andy Bell and Vince Clarke continuing to refine and deepen the pop edifice they’ve been building over the past 40 years with a set of 10 songs about love, loss and injustice that speaks, powerfully, to our empathy-starved times.
A uniquely personal album, it was shaped by a period of profound grief. When the duo got together to write the album, it was as much in the spirit of uplifting an old friend as it was work – you can hear this thread of warmth and mutual care throughout.
The album that transposes the dazzling hugeness of the duo’s best work onto avowedly more personal, more reflective songwriting. Bell acknowledges that it would be easier, perhaps, for he and Clarke to go on autopilot, 40 years into their career. But how would that pass as Erasure? “It’s a two-person brain, and everything that we’ve gone through comes into it,” he says. “We have a sense of responsibility. We couldn’t ever do something throwaway.”
Radio!! Radio!! is rooted in Erasure’s unique synth-pop palette with some key augmentation: when working on the sound of this album, Clarke was unusually drawn to piano, as well as acoustic guitar. The use of these instruments adds drama and depth to their sound whilst leaving room for the kind of glassy synth pop that Erasure made their name on.
Hoffnungsvoll, trotzig, überschwänglich und euphorisch: Radio!! Radio!! ist das 20. Album von Erasure, einem der beliebtesten Songwriting-Duos der Popmusik.
Auf dem Album entwickeln Andy Bell und Vince Clarke das musikalische Pop-Gebäude, an dem sie seit 40 Jahren arbeiten, konsequent weiter und verleihen ihm zusätzliche Tiefe. Die zehn Songs handeln von Liebe, Verlust und Ungerechtigkeit und treffen damit auf eindringliche Weise den Nerv unserer Zeit, in der es so oft an Empathie mangelt.
Es ist ein ausgesprochen persönliches Album, geprägt von einer Phase tiefer Trauer. Als sich das Duo zum Schreiben der neuen Songs traf, ging es dabei ebenso sehr darum, einen alten Freund wieder aufzurichten, wie um die gemeinsame Arbeit. Diese Wärme und gegenseitige Fürsorge ziehen sich hörbar wie ein roter Faden durch das gesamte Album.
Das Album überträgt die schillernde Größe der besten Arbeiten des Duos auf ein bewusst persönlicheres und nachdenklicheres Songwriting. Bell räumt ein, dass es für ihn und Clarke nach 40 Jahren Karriere vielleicht einfacher wäre, einfach auf Autopilot weiterzumachen. Aber wäre das noch Erasure? „Es ist wie ein gemeinsames Gehirn zweier Menschen, und alles, was wir erlebt haben, fließt darin ein“, sagt er. „Wir verspüren eine gewisse Verantwortung. Wir könnten niemals etwas Belangloses machen.
“Radio!! Radio!! ist fest in Erasures unverwechselbarer Synthie-Pop-Klangwelt verwurzelt, erweitert diese jedoch um einige entscheidende Elemente: Bei der Arbeit am Sound des Albums fühlte sich Clarke ungewöhnlich stark zum Klavier und auch zur Akustikgitarre hingezogen. Der Einsatz dieser Instrumente verleiht dem Sound zusätzliche Dramatik und Tiefe, lässt aber zugleich genügend Raum für jenen glasklaren Synthie-Pop, mit dem Erasure berühmt geworden sind.
Die in Kyoto geborene und heute in Berlin lebende Midori Hirano schafft minimalistische, ätherische Musik, in der akustisches Klavier nahtlos mit elektronischen Texturen verschmilzt. In Anlehnung an Ryuichi Sakamotos spätere Werke (Async, 12) erforscht, dekonstruiert und erfindet Hirano den traditionellen Rahmen der klassischen Musik neu und verwandelt jede Klaviernote in eine introspektive und immersive Reise. Unter ihrem Pseudonym Mimicof produziert sie auch elektronischere, Ambient Techno/IDM-orientierte Werke. Es war daher fast unvermeidlich, dass Midori eines Tages mit Ivan Pavlov zusammentreffen würde. Der russische Künstler, der heute in Frankreich lebt, ist eine Schlüsselfigur der experimentellen elektronischen Musik der letzten 30 Jahre. Als ehemaliger Akustikingenieur der russischen Marine ist COH ein Freigeist mit chirurgischer Präzision. In den späten 1990er Jahren trat er mit avantgardistischem, präzisem Post-Techno hervor, bevor er sich mit Glitch beschäftigte und später akustische und Ambient-Sounds in seine Klangskulpturen einbaute. Seine frühere Zusammenarbeit mit Peter Christopherson (COIL), Cosey Fanni Tutti und Abul Mogard (COH Meets Abul Mogard) sowie Veröffentlichungen auf renommierten Labels wie Raster-Noton und Editions Mego unterstreichen sowohl seinen Einfluss auf die elektronische Avantgarde als auch seine bemerkenswerte Fähigkeit zur Kollaboration. Mit Sudden Fruit liefern COH und Midori Hirano ein immersives und chimärisches Werk ab. Vom ersten Track an, ,Wave to Wave", spürt man das empfindliche Gleichgewicht zwischen dem Organischen und dem Digitalen, dem Fließen der Natur und der Poesie, die es verkörpert.
Esfand ist der letzte Monat des persischen Kalenders, der mit dem Nouruz-Frühlingsfest endet. Seit 2020 ist ESFAND auch eine Band - bestehend aus dem Iraner Rouzbeh Esfand und dem Neuseeländer Patrick Stewart. Ein Duo, das traditionelle iranische Folk-Elemente mit westlichen Beats und Vocal-Features bekannter exil-iranischer Künstler*innen zu etwas völlig Neuem verschmilzt. Ihr Debütalbum "Piltan" ist ein fulminant tanzbares Statement ohne Anflüge von Ethno-Kitsch. Pure Instinktmusik. "Wir haben die Samples ausschließlich aus musikalischen Gesichtspunkten ausgewählt. Das Folk-Element in unserer Musik ist groß, aber es ist nicht unsere Aufgabe, die Reinheit dieser Kultur zu wahren. Wir werfen iranische Traditionen nicht weg, wir behalten einfach die, die am besten passen. Am Ende des Tages sind alles nur Sounds." "Piltan" ist eine akustische Reise quer durch ein riesiges Land voller kultureller Eigenheiten: von den Zar-Ritualen aus dem Persischen Golf im Süden zum Reiter-Volk der Bachtiaren im Südwesten, bis hin zu den Qaschqai im Westen und zu den Kurden im nordwestlichen Iran mit ihren Derwisch-Ritualen. Die ersten beiden Songs haben ihren Ursprung in den repetitiven Rhythmen der Zar-Rituale, bei denen der Dämon Zar Personen in Form eines Windes befällt. Der Begleiter der zu behandelnden Person wiederholt bestimmte Phrasen immer wieder, um den Patienten in Ekstase zu versetzen. Auf die von Handtrommeln befeuerten Techno-Beats in "Bibi Saghi" folgen die düster-hektischen Synthie-Grooves von "O"seda". Ob der dunkle Dub von "Shawl" oder die maschinell stampfenden "Zar Bits" und "Without Foot, Without Head" - alle acht Songs sind raffinierte Produktionen auf höchstem technischem Niveau. Auf zwei Songs ist der Sänger und Perkussionist Habib Meftah vertreten (Rouzbeh: "Ich liebe seinen Instinkt für Songs!"). Auf "Shawl" gastiert Mohsen Namjoo, der sich ähnlich viel mit Folklore befasst hat und hier Texte der bekannten iranischen Dichter Daqiqi und Farrukhi Sistani singt. Aus einer jüngeren Generation stammt die Londoner Sängerin Misagh Moradi. Ihr "Without Foot, Without Head" basiert auf Texten des weltbekannten Dichters Rumi. Sich im Moment verlieren, sich dem Rhythmus hingeben, ganz unabhängig vom eigenen Hintergrund - das geht mit der jahrhundert- und grenzüberschreitenden Musik von ESFAND. Loslassen, abschalten, ohne Kopf und Füße zu kontrollieren. Darum geht es ESFAND. Übersetzt heißt es im Text von "Without Foot Without Head": "Oh du mit der anmutigen Taille, wirbele herum! Tanze weiter!"
Mit dieser exklusiven Best Of Vinyl wird der legendäre Italo-Disco-Künstler Alan Ross gebührend gefeiert. Erstmals erscheint eine umfassende Sammlung seiner größten Hits auf einem einzigen Album – ein echtes Highlight für Sammler und Liebhaber des Genres.
Freuen Sie sich auf zeitlose Klassiker wie „Valentino Mon Amour“ und „The Last Wall“, die bis heute zu den bekanntesten Tracks der Italo-Disco-Ära zählen. Das Besondere: Alle Titel sind in verschiedenen Versionen enthalten – von Original-Mixen über Extended Versions bis hin zu seltenen Varianten.
Diese Vinyl bietet nicht nur nostalgischen Hörgenuss, sondern auch einen spannenden Einblick in das musikalische Schaffen von Alan Ross. Ein unverzichtbares Album für alle Fans von Italo Disco und 80er-Sound – und für alle, die es noch werden wollen
Die renommierte Electronic Music Anthology-Reihe von Wagram kehrt mit einem neuen Kapitel zurück - diesmal voll und ganz gewidmet den feinsten Perlen des Deep House. Kuratiert vom französischen Electronic-Aushängeschild FG Radio, präsentiert The Deep House Session eine sorgfältige Auswahl zeitloser Tracks, die die stilistische Breite und emotionale Tiefe dieses Genres perfekt einfangen. Die Compilation vereint international gefeierte Künstler wie Ben Böhmer, nTO, Bonobo, Solomun, Fritz Kalkbrenner, Kaytranada, Masters at Work, Dennis Ferrer, DJ Deep, St Germain, Môme und Soha - Namen, die sowohl im Club-Kontext als auch über Genregrenzen hinweg einen exzellenten Ruf genießen. Ob atmosphärische Synth-Texturen, organische Grooves, warme Basslinien oder hypnotische Melodien: Diese Edition destilliert alles, was Deep House seit Jahrzehnten zu einer der elegantesten und gefühlvollsten Spielarten elektronischer Musik macht. The Deep House Session ist eine hochwertige Sammlung für Liebhaber, DJs, Sammler und alle, die elektronische Musik zwischen Wärme, Groove und subtiler Eleganz schätzen.
Ungeschützt, vollkommen verwirklicht und ganz und gar sein Eigen - Wesley Josephs lang erwartetes Debütalbum zeigt den Sänger, Songwriter, Produzenten und Regisseur von seiner selbstbewusstesten und verletzlichsten Seite und bringt die vielen Facetten seines kreativen Lebensweges zum Ausdruck. Das Ergebnis ist ,Forever Ends Someday": 13 Tracks voller Selbstreflexion und weitreichender Realitätsflucht. Auf dem Danny Brown-Feature ,Peace of Mind" hingegen überwindet Joseph seine Ängste und liefert eine basslastige Hymne voller Selbstvertrauen und Zuversicht. Auf ,July" arbeitet Joseph mit Jorja Smith zusammen, und die beiden performen einen freudigen Rückblick, aufgenommen in ihrer Heimatstadt Walsall, in dem sie sich daran erinnern, wie weit sie gekommen sind und was sie alles verloren haben. Joseph nahm sich drei Jahre Zeit, um sich aus dem Rampenlicht zurückzuziehen und seine Geschichte zu finden. Er entschied sich dafür, der Ehrlichkeit seiner Kunst nachzugehen, anstatt aus seiner Karriere Kapital zu schlagen - mit Höhepunkten wie einem ausverkauften Headliner-Konzert im Londoner KOKO und einer ausverkauften Nordamerika-Tournee. ,Ich habe das Album einfach wie ein Gefäß behandelt und ständig Dinge aus meinem Leben hineingeworfen", sagt er. Der Titel ,Forever Ends Someday" bezieht sich auf die vergängliche Schönheit des gegenwärtigen Augenblicks - ,die Vorstellung, dass Dinge, wenn man jung ist, ewig währen, aber dann wird man erwachsen und erkennt, dass die Jugend nur geliehen ist", erklärt Joseph. Die Titel des Albums spiegeln ehrlich die menschlichen Erfahrungen wider, sowohl die hellen als auch die dunklen Seiten. Aufgenommen in London, Walsall, Los Angeles und ,auf halber Höhe eines Berges in der Schweiz", holte Joseph ein Kernteam von Mitarbeitern und Co-Produzenten an Bord, um seine Vision während der drei Jahre des Schreibens umzusetzen. Er arbeitete eng mit dem Komponisten Nicholas Jaar (The Weeknd, FKA Twigs), der mehrere Tracks mit seiner Sensibilität für Soundscapes bereicherte, dem Produzenten Harvey Dweller (Loyle Carner, Joy Crookes), dem für den Mercury Prize nominierten Tev'n (Rina Sawayama, SBTRKT), A. K. Paul (Nao, Fabiana Palladino), Al Shux (JAY Z, Kendrick Lamar, SZA), Ryan Raines (Paul McCartney, Dominic Fike) und dem Produzenten Romil Hemnani (Brockhampton) zusammen. Von Walsall in die Welt hinaus zeigt ,Forever Ends Someday", dass Josephs Vermächtnis gerade erst begonnen hat.
Für Kevin Morby ist das ,kleine Weite" der weite Himmel, das einfache Leben, seine Herkunft aus dem Mittleren Westen und alle Pflichten, Bescheidenheit, Vertrautheit und Isolation: das Land, die Menschen und die Teile davon, die in ihm stecken. ,Der Mittlere Westen hat etwas Unbeabsichtigtes Musikalisches an sich: Zikaden, die in den Bäumen zirpen, ein vorbeifahrender Zug, eine Tornadosirene, die losgeht", erklärt Morby. ,Wenn man genau hinhört, gibt es diese fast unheilvollen Geräusche unter dem weiten Himmel - seine Hässlichkeit und seine Schönheit und wie beide oft gleichzeitig zusammenwirken. Und obwohl der Mittlere Westen technisch gesehen keine Ödnis ist, ist er meine Ödnis." Little Wide Open ist der Titel von Kevin Morbys achtem Studioalbum, produziert von Aaron Dessner. Im Sommer 2024 hatte Dessner Morby gebeten, The National bei ihrem Konzert im Londoner Crystal Palace Park zu unterstützen. Kurz darauf wandte sich Dessner, der gerade eine Glückssträhne hatte, nachdem er Alben für Taylor Swift, Ed Sheeran und Gracie Abrams produziert hatte, wandte sich an Morby und teilte ihm mit, dass er gerne sein nächstes Album produzieren würde. Anfang 2025 begannen sie mit den Aufnahmen in Aarons Long Pond Studio in Stuyvesant, New York, und beendeten sie im September desselben Jahres. Das Album, an dem eine Vielzahl von Mitwirkenden wie Dessner, der mehrere Instrumente spielt, Amelia Meath, Andrew Barr, Justin Vernon, Katie Gavin, Lucinda Williams, Meg Duffy und anderen, wurde von Morby als dritter Teil einer Trilogie nach ,Sundowner" (2020) und ,This Is a Photograph" (2022) beschrieben, in denen er seine Zeit im Mittleren Westen nach seiner Rückkehr nach Kansas City dokumentierte. Dieses Mal wertet Dessners Produktion Morbys Aufnahmen auf, ohne dabei den Fokus auf die Songs selbst zu verlieren. Es gibt eine neu gewonnene Zuversicht und Klarheit sowohl in Morbys Songwriting als auch in Dessners Produktion, die an Tom Pettys Klassiker Wildflowers aus dem Jahr 1994 erinnert. Da Morby mittlerweile hauptsächlich in LA lebt, hat sich die Atmosphäre, die Little Wide Open durchzieht, gegenüber seinen Vorgängern etwas verändert. Wie Rachel Kushner in ihrem Begleittext zum Album über Morby schreibt: ,Es geht um Zeit, um das Gefühl, dass er sich von der Nostalgie und dem verlorenen, aber schönen Kampf, an der Vergangenheit festzuhalten, gelöst hat. Er hat akzeptiert, dass die Zeit unaufhörlich fließt und man sie nicht aufhalten kann. Stattdessen hat er das Gefühl, dass er auf ihr reitet. Er ist Passagier der Zeit."
Nach zwei erfolgreichen Alben, einem umjubelten Auftritt in der Elbphilharmonie und der bisher größten Show auf der Fusion 2026 meldet sich Fuffifufzich mit neuer Musik zurück. "New Era" ist die erste Single aus dem dritten Album "New Era Same Error" (VÖ 19.03.2027) und markiert den Beginn eines neuen Kapitels.
Die Single erzählt vom Moment, in dem eine neue Liebe unverhofft ins Leben tritt - und von dem Aufbruch, der damit beginnt. Zwischen Vorfreude und Verlustangst bewegt sich der Song entlang treibender Gitarrenriffs und atmosphärischer Synthesizer und bringt auf den Punkt, worum es auf dem gesamten Album geht: "Jede neue Era wird gebaut auf dem, was war."
Musikalisch zeigt "New Era" eine hörbare Weiterentwicklung. Nach der Zeit der Bedroomproduction hat sich Fuffifufzich im Tonstudio neu aufgestellt: Jung TschoTschos (a.k.a. Johannes Aue) markante Synthproduktionen klingen tiefer und vielschichtiger als zuvor, ohne ihren Wiedererkennungswert zu verlieren.
Auch inhaltlich setzt die Single den Ton für das Album. "New Era Same Error" handelt von der menschlichen Fehlbarkeit - von der Erkenntnis, dass wir unser altes Gepäck überallhin mitnehmen, egal wie viele neue Erfahrungen wir sammeln. "New Era" fängt genau diesen Zwiespalt ein: die Euphorie des Anfangs und das Wissen, dass sich vertraute Muster wiederholen werden.
Begleitet wird Fuffifufzich auf dem Album von ihrem "Ältestenrat", einem eigens für das Projekt gegründeten Seniorinnenvokalensemble aus Berlin. In einer Branche, die ältere Stimmen oft in den Hintergrund rückt, ist das eine bewusste Setzung: "New Era" und das dazugehörige Album stellen die Erfahrung des Alters gleichberechtigt neben die Impulsivität der Jugend. Auf dem Album kommt zudem Lassie-Singers-Legende Christiane Rösinger zu Wort.
"New Era" ist ein erster Vorgeschmack auf ein Album, das sich mit Aufbruch, Veränderung und der Frage beschäftigt, wie viel Vergangenheit ein Neuanfang mit sich trägt. Ein Auftakt mit Haltung - und ein Versprechen auf mehr.
Nach zwei erfolgreichen Alben, einem umjubelten Auftritt in der Elbphilharmonie und der bisher größten Show auf der Fusion 2026 meldet sich Fuffifufzich mit neuer Musik zurück. "New Era" ist die erste Single aus dem dritten Album "New Era Same Error" (VÖ 19.03.2027) und markiert den Beginn eines neuen Kapitels.
Die Single erzählt vom Moment, in dem eine neue Liebe unverhofft ins Leben tritt - und von dem Aufbruch, der damit beginnt. Zwischen Vorfreude und Verlustangst bewegt sich der Song entlang treibender Gitarrenriffs und atmosphärischer Synthesizer und bringt auf den Punkt, worum es auf dem gesamten Album geht: "Jede neue Era wird gebaut auf dem, was war."
Musikalisch zeigt "New Era" eine hörbare Weiterentwicklung. Nach der Zeit der Bedroomproduction hat sich Fuffifufzich im Tonstudio neu aufgestellt: Jung TschoTschos (a.k.a. Johannes Aue) markante Synthproduktionen klingen tiefer und vielschichtiger als zuvor, ohne ihren Wiedererkennungswert zu verlieren.
Auch inhaltlich setzt die Single den Ton für das Album. "New Era Same Error" handelt von der menschlichen Fehlbarkeit - von der Erkenntnis, dass wir unser altes Gepäck überallhin mitnehmen, egal wie viele neue Erfahrungen wir sammeln. "New Era" fängt genau diesen Zwiespalt ein: die Euphorie des Anfangs und das Wissen, dass sich vertraute Muster wiederholen werden.
Begleitet wird Fuffifufzich auf dem Album von ihrem "Ältestenrat", einem eigens für das Projekt gegründeten Seniorinnenvokalensemble aus Berlin. In einer Branche, die ältere Stimmen oft in den Hintergrund rückt, ist das eine bewusste Setzung: "New Era" und das dazugehörige Album stellen die Erfahrung des Alters gleichberechtigt neben die Impulsivität der Jugend. Auf dem Album kommt zudem Lassie-Singers-Legende Christiane Rösinger zu Wort.
"New Era" ist ein erster Vorgeschmack auf ein Album, das sich mit Aufbruch, Veränderung und der Frage beschäftigt, wie viel Vergangenheit ein Neuanfang mit sich trägt. Ein Auftakt mit Haltung - und ein Versprechen auf mehr.
Auf ihrem selbstbetitelten zweiten Album taucht das Cosmic Tones Research Trio - bestehend aus Roman Norfleet, Harlan Silverman und Kennedy Verrett - tiefer in die spirituellen Klanglandschaften ein, die ihren genreübergreifenden Ansatz ursprünglich geprägt haben. Das in Portland, Oregon, ansässige Trio schafft ein transzendentales Hörerlebnis, das sowohl in meditativer Stille als auch in rhythmischer Dynamik verwurzelt ist. Mit einer Mischung aus Cello, Altsaxophon, Klavier, Flöten und einer eklektischen Palette von Texturen und Percussions vermittelt das Album eine heilige Energie, die sich sowohl uralt als auch zukunftsweisend anfühlt. Es ist Musik zum Nachdenken, zum Bewegen und für innere Reisen. Die Stücke entfalten sich mit geduldiger Anmut, pulsieren jedoch mit bewussten Rhythmen, die den Zuhörer erden - und damit den zeremoniellen Geist des kosmischen Jazz und tiefer Improvisationstraditionen widerspiegeln. Dies ist keine Hintergrundmusik, sondern eine Einladung, sich ganz einzulassen, mit den Instrumenten zu atmen und den Grenzraum zu erkunden, in dem Klang zum Gebet wird. Mit dem Cosmic Tones Research Trio setzen Norfleet, Silverman und Verrett ihre Erkundung klanglicher Territorien fort, in denen das Mystische und das Musikalische verschmelzen.
"Wired" ist ein harter Neustart für Basement. Es markiert das erste Album der britischen Band seit acht Jahren, eine Wiedervereinigung mit ihrem ursprünglichen Label Run For Cover Records und eine Rückkehr zu jener ungebändigten Leidenschaft und kreativen Intuition, die schon immer ihr bestes Material ausgezeichnet hat. Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 besteht Basement aus denselben fünf Freunden - Sänger Andrew Fisher, den Gitarristen Alex Henery und Ronan Crix, Bassist Duncan Stewart und Schlagzeuger James Fisher - und derselben alchemischen Verbundenheit. Das Einzige, was sich in den letzten Jahren verändert hat, ist ihr erneuertes Gefühl von Zielstrebigkeit. Und das macht ihr neues Album deutlich hörbar. "Wired" ist das dynamischste, mutigste und inspirierteste Werk, das Basement je geschaffen haben, und bewahrt zugleich die zeitlosen Grundlagen ihres einzigartigen Sounds: grollende Gitarren, mitreißende Refrains und eindringliche emotionale Sprache. Basement sind zurück und laufen auf allen Zylindern, aber sie haben kein Interesse daran, alte Erfolge zu wiederholen. Die gesamte Band war entschlossen, dass "Wired" ihr bisher klarstes künstlerisches Statement werden musste. Der Titelsong ist das drängendste Stück ihrer Karriere - ein sicherer Live-Favorit, getragen von stechenden Gitarren, einem wuchtigen Schlagzeug und einem himmelhohen Hook, bei dem Fishers Stimme in Bestform ist. "Broken By Design" zeigt den gegenteiligen Charakter: düster, zart, bassgeführt, aber dennoch typisch Basement in seiner sofortigen Eingängigkeit und stimmungsvollen Atmosphäre. Nichts auf Wired klingt stagnierend, kein Teil wirkt unausgereift. Die Band ließ sich von einer Vielzahl abenteuerlustiger Vorbilder inspirieren (R.E.M., Interpol, Smashing Pumpkins, um nur einige zu nennen), ohne jemals wie eine dieser Bands zu klingen - und auch nicht wie eine Kopie ihrer selbst. Der Albumtitel fasst all das in einem einzigen Wort zusammen. Die texturalen Konnotationen von "Wired" - metallisch, scharf, zackig - spiegeln die stählernen Klangwelten des Albums wider. Auf konzeptioneller Ebene spricht der Titel für die unerschütterliche Zähigkeit der Band: eine analoge Band, die in einer immer digitaleren Welt erfolgreich bleibt, ohne sich auf nostalgische Bequemlichkeit zu verlassen. Fünf Freunde, die mehrere Trennungen und Neuanfänge überstanden haben und dabei als Menschen und musikalische Einheit gewachsen sind. Basement müssen ihr Schicksal akzeptieren: Sie sind einfach dafür gemacht.
Ein aufmerksamer Zuhörer der Welt zu sein, bedeutet, von Sprache umgeben zu sein. Sprache hallt durch fast jeden Raum, in dem sich Menschen aufhalten, ob unerwünscht oder erwünscht, banal oder tiefgründig. Worte stehen auf der Seite und klingen im Ohr nach, vermehren sich endlos. Diese Überfülle fasziniert den Komponisten und Musiker Ben Vida schon lange, aber in den letzten Jahren hat sie zu einer neuen Art des Musikmachens geführt, die die Vorrangstellung der Sprache in unserer Klang- und Kulturwelt gleichzeitig hervorhebt und hinterfragt. Sanft und spielerisch bricht Vida die Hierarchie von Bedeutung und Klang der Sprache auf, bis sie in egalitärer Harmonie existieren. Oblivion Seekers ist Vidas neuestes Album in diesem Kompositionsstil, nach der Zusammenarbeit mit dem New-Music-Ensemble Yarn/Wire The Beat My Head Hit aus dem Jahr 2023. Wie bei seinem Vorgänger liegt der Fokus der Musik auf koordinierten Duetten aus gesprochenem Wort in neutralem Ton, wobei die variablen Rhythmen der bewegten Worte komplexe interne rhythmische Strukturen schaffen. Er wird von den Stimmen von Nina Dante, Christina Vantzou, John Also Bennett und Félicia Atkinson, die einen einzigartigen Klang erzeugen, der weder ihrer noch seiner ist und in seiner Geschlechtsdarstellung, seinem Akzent und seiner Aussprache fließend ist. Die instrumentalen Kompositionen, die den Hintergrund des Albums bilden, haben den ungezwungenen Fluss eines Dialogs, gesprächig, aber zurückhaltend, selten als Motor der Veränderung. Es herrscht eine ruhige, konzentrierte Stimmung, die durch den zurückhaltenden Rhythmus der Stimmen noch verstärkt wird, sodass man das Gefühl hat, die Musik sei ein langes Mantra, das nie ganz zu seinem Ausgangspunkt zurückkehrt. Der Effekt ist bezaubernd, gleichermaßen einschläfernd und fesselnd, und suggeriert Wiederholung, ohne sich jemals genau gleich zu bewegen. Die Instrumentierung der vier Stücke des Albums variiert; ,Be Yr Own Abyss" wird durch den wellenartigen Kontrapunkt der Saxophone geprägt, während der mehrdeutige Klang des Vibraphons über ,Oblivion Seekers" schwebt und Frasers anschwellender Bass den einzigen dramatischen Auftritt des Albums liefert. Die Musik verändert sich im Ohr, während der Text die Form und Bewegung der Komposition ständig neu definiert und in einen neuen Kontext stellt, auch wenn sie in ihrem jenseitigen Glanz konsistent bleibt. Der Text besteht oft aus Sprachfetzen, denen Vida während seines Lebens beim Komponieren begegnet ist: zufällig mitgehörtes Gemurmel in der Schlange im Supermarkt, eindrucksvolle Sätze aus einem Roman, den er gerade las, Eindrücke von Musik, die er immer wieder auf seinem Plattenspieler hörte. Kleine, ansonsten unbedeutende Details sammeln sich an, nicht um eine Erzählung zu bilden, sondern um einen Eindruck vom komplexen Prozess der Bedeutungsfindung zu vermitteln, der im täglichen Leben stattfindet. Charaktere und Szenen tauchen im Bild auf und verschwinden wieder, und Sätze, die nach einer Erklärung verlangen, dürfen einfach vorbeiziehen. Vidas Liebe zu Robert Ashley ist gut dokumentiert, aber vielleicht noch bedeutender sind Mark E. Smith und The Fall, Neil Tennant und die gesprochenen Verse der Pet Shop Boys, die gesamte Geschichte des Hip-Hop und Meredith Monk. Die Art und Weise, wie die Worte dargeboten werden, ist genauso wichtig wie die Worte selbst und offenbart eine Intentionalität und Direktheit, die Vida mit den abstrakten Konstruktionsmustern des Textes hervorhebt und untergräbt. Auf Oblivion Seekers ist der omnidirektionale Lärm der Marmor, den Vida abträgt, um zu beleuchten, wie wir die unermessliche Fremdheit der Welt verarbeiten. Der Triumph des Albums besteht darin, dass wir nichts von dem schönen Geheimnis verlieren, wie diese Zeichen unsere äußere und innere Welt miteinander verbinden.
A1: Martin Stadtfeld - Neue Clavier-Übung I, Partie V in G Major Prelude 01:43:00
A2: Martin Stadtfeld - Neue Clavier-Übung I, Partie V in G Major Gigue 01:04:00
A3: Martin Stadtfeld - L'art de toucher le clavecin Prelude No 7 in B-Flat Major 01:28:00
A4: Martin Stadtfeld - Pièces de clavecin, Sixième ordre No 5 in B-Flat Major, "Les Baricades Misterieuses" 02:35:00
A5: Martin Stadtfeld - Sonata in D Minor, BWV 964 III Andante 02:37:00
A6: Martin Stadtfeld - Sonata in F Minor, K 466 03 16:00
A7: Martin Stadtfeld - Sonata in A Minor, K 54 01 57:00
A8: Martin Stadtfeld - Suite in B-Flat Major, HWV 434 / I Prelude 01 26:00
A9: Martin Stadtfeld - Suite in B-Flat Major, HWV 434 / II Allegro (Sonata) 01 23:00
A10: Martin Stadtfeld - Suite in B-Flat Major, HWV 434 / III Aria con Variazioni 02 34:00
A11: Martin Stadtfeld - Suite in E Minor, RCT 2 IV Gigue en rondeau II 01:40:00
A12: Martin Stadtfeld - Suite in E Minor, RCT 2 VIII Tambourin 01:11:00
B1: Martin Stadtfeld - Passatempo al cembalo, Sonata No 3 in C Minor / I. Allegro moderato 02 10:00
B2: Martin Stadtfeld - Passatempo al cembalo, Sonata No 3 in C Minor / II. Allegro 01 41:00
B3: Martin Stadtfeld - Sonata No 21 in C-Sharp Minor, R.21 02 25:00
B4: Martin Stadtfeld - Pièces de clavecin XIV Le Marche des Scythes 05:21:00
B5: Martin Stadtfeld - The Well-Tempered Clavier, Book II Prelude and Fugue in E-Flat Major, BWV 876 / I Praeludium 03:01:00
B6: Martin Stadtfeld - The Well-Tempered Clavier, Book II Prelude and Fugue in E-Flat Major, BWV 876 / II Fuga 03:20:00
B7: Martin Stadtfeld - & Lilian Akopova The Well-Tempered Clavier, Book I Prelude No 1 in C Major, BWV 846 (Arr. for Piano four hands by Martin Stadtfeld -) 01:44:00
B8: Martin Stadtfeld - / Lilian Akopova Armide, LWV 71, Act V Passacaglia (Arr for Piano four hands by Martin Stadtfeld -) 03:45:00
C1: Martin Stadtfeld - / Lilian Akopova Canon, P 37 (Arr. for Piano four hands by Martin Stadtfeld -) 03 34:00
C2: Martin Stadtfeld - The Fairy Queen, Z 629, Act II Hush, no more, be silent (Arr. for Piano by Martin Stadtfeld -) 02:32:00
C3: Martin Stadtfeld - The Fairy Queen, Z 629, Act V Chaconne (Arr. for Piano by Martin Stadtfeld -) 02:28:00
C4: Martin Stadtfeld - Four Seasons Summer Variation (After Violin Concerto in G Minor, Op 8, No. 2, RV 315 III. Presto) 02:44:00
C5: Martin Stadtfeld - Four Seasons Winter Variation (After Violin Concerto in F Minor, Op 8, No. 4, RV 297, III. Allegro-Lento) 01 43:00
C6: Martin Stadtfeld - Trumpet Concerto in D Major, TWV 51 D7: IV Allegro (Arr. for Piano by Martin Stadtfeld -) 01:40:00
C7: Martin Stadtfeld - Canarios (Arr for Piano by Martin Stadtfeld -) 01 30:00
C8: Martin Stadtfeld - Praise (After Israel in Egypt, HWV 54 Dank sei Dir, Herr) 02:13:00
C9: Martin Stadtfeld - Piano Improvisation 1 (After Prelude from Neue Clavier-Übung I, Partie V) 01 06:00
C10: Martin Stadtfeld - Piano Improvisation 2 (After Prelude from Neue Clavier-Übung I, Partie V) 01 16:00
D1: Martin Stadtfeld - Minuet Piano Meditation 1 (After Minuet in D Minor, BWV Anh 132 from Notebook for Anna Magdalena Bach) 01 03:00
D2: Martin Stadtfeld - Minuet Piano Meditation 2 (After Minuet in D Minor, BWV Anh 132 from Notebook for Anna Magdalena Bach) 01 23:00
D3: Martin Stadtfeld - Air Piano Meditation (After Air from Orchestral Suite No 3, BWV 1068) 01 53:00
D4: Martin Stadtfeld - Fugue Piano Meditation (After Fugue for Organ in G Minor, BWV 578) 01 47:00
D5: Martin Stadtfeld - Chaconne Piano Meditation (After Chaconne in G Major, HWV 435) 01 44:00
D6: Martin Stadtfeld - Sarabande Piano Meditation (After Sarabande from Suite in D Minor, HWV 437) 01 11:00
D7: Martin Stadtfeld - Aria Piano Meditation (After "Eternal Source of Light Divine" from Ode for the Birthday of Queen Anne, HWV 74) 01 53:00
D8: Martin Stadtfeld - Folia Piano Variation 1 (After Violin Sonata in D Minor, Op 5, No. 12) 00 47:00
D9: Martin Stadtfeld - Folia Piano Variation 2 (After Violin Sonata in D Minor, Op 5, No. 12) 00 58:00
D10: Martin Stadtfeld - Prelude Piano Variation (After Prelude from Violin Sonata in F Major, Op 5, No. 10) 01 51:00d11 Martin Stadtfeld - Piano Improvisation 1 (After "Ach bleib mit deiner Gnade") 02:21:00
D12: Martin Stadtfeld - Piano Improvisation 2 (After "Ach bleib mit deiner Gnade") 02 19:00
D13: Martin Stadtfeld - Piano Improvisation 3 (After "Ach bleib mit deiner Gnade") 00 58:00
D14: Martin Stadtfeld - Piano Improvisation 4 (After "Ach bleib mit deiner Gnade") 02 50:00
Mit seinem neuen Doppel-Album "Baroque Colours" präsentiert Martin Stadtfeld eine einzigartige Palette farbenreicher Werke des Barocks. Und das in einer ganz besonderen Form: Für den ersten Teil wählte er 19 wunderbare kleine Originalstücke aus, u.a. von Bach, Rameau oder Händel, aber auch von weniger bekannten Komponisten wie Johann Kuhnau oder Joseph-Nicolas-Pancrace Royer. Für den zweiten Teil hat Stadtfeld einige seiner Lieblingstücke des Barocks ausgewählt und für Klavier neu bearbeitet. So gibt es aus Vivaldis berühmten "Vier Jahreszeiten" die mitreißenden Melodien aus dem "Sommer" und dem "Winter" neu zu erleben - als kurze, wunderbar klingende Piano-Stücke. Oder den berühmten "Kanon" von Johann Pachelbel in einer neuen Fassung für Klavier zu vier Händen, die Martin Stadtfeld mit der Pianistin Lilian Akopova eingespielt hat. Diese ist auch seine Partnerin bei den vierhändigen Fassungen des ersten Präludiums von Bach sowie der "Passacaglia" aus Lullys Oper "Armida". Ein Erlebnis sind auch die Klavierfassungen von Purcells Musik aus der Oper "Fairy Queen". Nahezu meditativ klingen Stadtfelds Improvisationen über Themen von Bach (u.a. das berühmte "Air" und "Menuett"), über Werke von Arcangelo Corelli sowie über das Kirchenlied "Ach bleib mit Deiner Gnade". Aufgenommen wurden die insgesamt 45 Stücke mit einem modernen Steinway mit einem sehr nahen und warmen Klangbild, so dass sich die Farbenpracht und Intensität unmittelbar auf den Hörer überträgt. Es ist, als ob man vor einem farbenreichen barocken Gemälde stehen würde und dabei immer neue Farben entdeckt.
Die Original Vinyl-LP von 1984 wurde in einer kleinen Auflage neu aufgelegt. Die Songs wurden von Barrington Levy im Channel One Studio eingesungen, mit den Roots Radics als Backing Band, um dann von Soldgie Hamiltion, Scientist und Sylvan Morris im Harry J und Channel One Studio abgemischt zu werden, als Produzent zeichnete Henry "Junjo" Lawes verantwortlich. Das Titelstück "Prison Oval Rock" war als Single bereits 1982 erfolgreich in Jamaika erschienen und ist hier neben dem Original auch in der Dubversion zu hören, und wurde später von Collie Buddz in "Hustle" (2001) und von Mr. Vegas' "Mus Come A Road" (2008) gesampled. Als weitere klassische Reggae Riddims wurden identifiziert "Skylarking" ( Song"Good Loving"), Pressure And Slide (Song "Please Jah Jah") und "Boops" (Song "Rip & Run Off").
,In the Grace Of Your Love" kam ursprünglich 2011 raus und war ein Neustart für The Rapture und eine willkommene Rückkehr zu DFA, dem Label, das ihnen zu ihrem sofort erfolgreichen Debüt ,Echoes" verholfen hatte. Der Schwung und Erfolg dieser Jahre führte zu einer Achterbahnfahrt mit einem großen Label, die sie wieder da landete, wo sie angefangen hatten - mit Narben, aber jetzt frei, die Grenzen der Erwartungen zu sprengen. Begleitet wurden sie dabei vom verstorbenen, großartigen Philippe Zdar, einer Hälfte des französischen Dance-Duos Cassius und Produzent von Künstlern wie Phoenix und den Beastie Boys. Zdars Begeisterung und technisches Können sind schon in den ersten 30 Sekunden des Albums zu hören: ,Sail Away" ist The Rapture in voller Pracht und Strahlkraft, ein fünfminütiger Ausatem mit Disco-Drums. Natürlich gibt es auch jede Menge Futter für die Dance-Kids - ,How Deep Is Your Love" rockt immer noch die Tanzflächen der New Yorker Bars, ,Miss You" ist ein unwiderstehlicher kleiner Streich in Moll -, aber insgesamt herrscht das Gefühl vor, dass man langsamer wird, Bilanz zieht und an den richtigen statt an den falschen Orten nach Sinn und Liebe sucht. Daher auch das Finale: ,It Takes Time To Be a Man", ein charmant ehrlicher, von Klavierklängen untermalter Song über Verantwortung übernehmen und anderen helfen. Er klingt wie nichts anderes im Repertoire von The Rapture und rundet es dennoch perfekt ab. Der Abspann läuft, die Zeit vergeht, Platten bedeuten immer noch alles.
it „Symphonica“ schlägt Dark Tenor alias Billy Andrews ein neues Kapitel auf. Das 13 Tracks umfassende Rock-meets-Klassik-Album erscheint am 16. April 2027 und verbindet die monumentale Kraft großer klassischer Kompositionen aus unterschiedlichen Epochen mit der unmittelbaren Energie zeitgenössischer Rockmusik.
Dabei entwickelt Dark Tenor sein musikalisches und visuelles Konzept konsequent weiter: Während er klassische Werke erneut aufgreift und zu eigenständigen Songs formt, erhält jede Single
auch filmisch ihre ganz eigene Epoche. Die dazugehörigen Musikvideos entführen das Publikum in unterschiedliche Zeiten und Stilwelten.
Das persönlichste Album von Dark Tenor
„Symphonica“ entstand in enger Zusammenarbeit mit Billys Produzenten Eric in Helsinki. Für jeweils zwei intensive Wochen trafen sich die beiden in einem Studio der finnischen Hauptstadt, um gemeinsam neue Songs zu schreiben, Ideen weiterzuentwickeln und den besonderen Klang des Albums zu formen.
Fernab des Alltags entstand ein Raum für Offenheit und musikalische Freiheit. In den neuen Songs verarbeitet Billy viele Höhen und Tiefen seines Lebens: persönliche Erfahrungen, prägende Begegnungen, schmerzhafte Momente und entscheidende Wendepunkte.
Dabei richtet sich der Blick immer nach vorn. Trotz aller Nachdenklichkeit ist „Symphonica“ ein Album voller Zuversicht, innerer Stärke und Hoffnung.
Was ist Klassik heute?
„Symphonica“ ist mehr als Musik. Das Album eröffnet einen mutigen Dialog mit der Frage: Was ist Klassik eigentlich heute?
Billy Andrews verbindet die Werke ikonischer Komponisten wie Mozart, Wagner und Beethoven mit modernen Sounds. Rockgitarren, epische Drums und das 3D-gedruckte Cello „Cellini“ treffen auf fein gearbeitete Orchesterpassagen und eindrucksvolle Chöre.
Seine klassischen Wurzeln als ehemaliger Sänger des Dresdner Kreuzchors und später an der Semperoper Dresden verleihen jedem Ton Tiefe und Authentizität.
"Morning Star" zeigt Kekht Aräkh auf dem Weg zu einer authentischeren, verfeinerten Version seiner selbst. Das Album wurde in Berlin und Stockholm aufgenommen und entstand in einer Phase intensiven persönlichen und künstlerischen Wachstums. Es verbindet aggressive Black-Metal-Passagen mit immersiven, strukturierten Klanglandschaften, die sowohl intim als auch weitläufig wirken. Seit seinen Anfängen in Mykolajiw, Ukraine, hat Dmitry (alias Crying Orc), der alleinige Kopf hinter dem Projekt, einen unverwechselbaren Weg innerhalb des Black Metal gesucht. Diese Vision entfaltete sich durch sein Debütalbum "Through the Branches to Eternity EP" (2018) und die Alben "Night & Love" (2018) und "Pale Swordsman" (2021), die eine charakteristische Spannung zwischen wildem, viszeralem Black Metal und zarten, introspektiven Balladen etablierten. Auf "Morning Star" erreicht diese Dynamik eine neue Tiefe. Das Album entstand in einer Phase künstlerischer Klarheit und erkundet eine rauere, persönlichere Gefühlspalette, geprägt von Stress, Angst und langen Phasen der Schreibblockade, was ihm eine seltene Unmittelbarkeit und Verletzlichkeit verleiht. Dmitry nahm fast alle Instrumente selbst auf, das Schlagzeug stammt von Jonathan (Spira Me, Vanskapth, Olycka). Bladee steuerte den Gesang bei und war Co-Autor der Texte zu "Eternal Martyr", eine unerwartete Zusammenarbeit, die eine intuitive Chemie offenbart. VS--55 und Varg2Ö fügen abstrakte Samples und subtile Texturdesigns hinzu, die "Morning Star" seine unverwechselbare Körnigkeit und analoge Wärme verleihen, während James Ginzburg (Emptyset, Osmium) sich um das finale Mastering kümmerte und die dynamische Tiefe und atmosphärische Fülle verstärkte. Mehrere Tracks greifen früheres Material mit neuen Perspektiven wieder auf. ,Wänderer" und ,Drömsang" wurden teilweise neu aufgenommen oder komplett neu interpretiert. Intensive, treibende Passagen kollidieren mit spärlichen, kontemplativen Zwischenspielen und erzeugen eine Landschaft, die sowohl viszeral als auch eindringlich ist. Themen wie Isolation und Wanderschaft tauchen in "Wänderer" auf, traumhafte Melancholie in ,Drömsang", existenzielle Kämpfe in "Angest" und Reflexionen über Zeit und Transformation in "Three winters away". Mit "Morning Star" verbindet Kekht Aräkh vergangene Erkundungen mit neuer kollaborativer Energie und produziert ein Album, das die Black-Metal-Tradition der 90er Jahre würdigt und gleichzeitig Lo-Fi-Wärme, melancholische Melodien, klangliche Experimente und emotionale Offenheit umfasst. Das Ergebnis ist ein zutiefst persönliches Statement - ein Album, das sowohl eine Ankunft als auch eine Fortsetzung seiner künstlerischen Reise darstellt.
Schreit es laut heraus: Wir sind der Underground! Die Arbeiterklasse hat genug, sie geht auf die Straße, startet die Revolution, tanzt und kämpft manchmal zum Beat der Songs von RIOT CITY RADIO. Sind das Klischees? Natürlich. Aber Punkrock & Oi! jeder Art basieren seit jeher auf Klischees. Genau wie jede andere Subkultur auch. Das ist also nichts Schlechtes. Im Gegenteil, es macht Spaß. Vor allem mit RIOT CITY RADIO, denn ihre Songs sind sofort eingängige Hymnen mit perfekt ausgewogenem Songwriting zwischen kraftvollen Refrains, großartigen Mitsing-Passagen und einer rohen, gewaltigen Note, die süchtig macht! Eine Ode an Subkultur, Underdogs und die Solidarität, in Distanzierung zu einem Großteil der kranken Gesellschaft und all ihren unnötigen Exzessen. Und RCR meinen jede einzelne Zeile ihrer Songs ernst und haben viel zu sagen! Mit ihrem zweiten Album ,Spitting Teeth" startet die Band aus Plymouth, UK, mit einer charismatischen Street-Punk- und Oi!-Explosion durch! Musik mit Können, harter Schlagkraft und einer knallharten Street-Attitüde. 11 neue Songs, darunter die Singles ,We re still singing" und ,Underground". Auf limitiertem schwarzem und limitiertem mehrfarbigem Vinyl!
Justus Köhncke is a unique voice in the history of Kompakt – and far beyond. He has contributed so many unforgettable tracks to our catalogue that it was difficult for us to make a selection. His sound has often been copied, but remains incomparable. From his deep knowledge and understanding of the history of pop, schlager and disco, he distilled not only official club hits such as ‘2 After 909’ and “Timecode”, but also countless poetic gems. Both sides of Justus Köhncke’s work are united here on this record. Justus’ music knows no boundaries, only ‘weiche Zäune (soft fences)’.
Special attention should be paid to the included bonus 10‘. Here you will find two of his most enchanting, hard-to-find cover versions. His immortal version of Jürgen Paape’s evergreen ’So weit wie noch nie‘ and the monumental adaptation of Round One’s ’New Day”, originally released under the nom de guerre Kinky Justice.
Justus Köhncke ist eine einzigartige Stimme in der Geschichte von Kompakt – und weit darüber hinaus. Er hat so viele unvergessliche Tracks zu unserem Katalog beigesteuert, dass es uns schwerfiel, eine Auswahl zu treffen. Sein Sound wurde oft kopiert, ist aber nach wie vor unvergleichlich. Aus seinem tiefen Wissen über und Verständnis der Geschichte von Pop, Schlager und Disco destillierte er nicht nur amtliche Clubhits wie „2 After 909” oder „Timecode”, sondern auch unzählige poetische Kleinode . Beide Seiten von Justus Köhncke's Schaffen sind hier auf dieser Platte vereint. Justus’ Musik kennt keine Grenzen, nur „weiche Zäune”.
Ein besonderes Augenmerk sei auf die enthaltene Bonus-10” gerichtet. Hier finden sich zwei seiner bezauberndsten, schwer zu findenden Coverversionen. Seine unsterbliche Version von Jürgen Paape's Evergreen “So weit wie noch nie” und die monumentale Bearbeitung von Round One’s “New Day”, die ursprünglich unter dem nom de guerre Kinky Justice veröffentlicht wurde.
Colored Vinyl. The Gaia II Space Corps ist ein Album, das nicht ganz nach Heavy Metal oder Hard Rock klingt, aber eindeutig die Qualitäten dieser Genres aufgreift. Es ist Post-Psychedelic und Pre-Metal und nah an einem echten Classic-Hard-Rock-Album, zumindest so nah die Band Motorpsycho diesem jemals kommen wird. The Gaia II Space Corps ist ein kurzes, knappes, eingängiges und mitreißendes Album, das dort anknüpft, wo die Tracks Stanley und The Comeback vom letzten Album aufgehört haben. Die Instrumentierung besteht größtenteils aus Gitarren, Gitarren und noch mehr Gitarren, doch es gibt auch eine ganze Menge Gesang sowie gelegentlich den einen oder anderen Keyboard-Sound. Vor allem aber ist es Gitarrenmusik, die _ nun ja, rockt! Und zwar heftig!!
The label Erdgeschoss celebrates the freedom of sound and vision at the bar of life, like football – only with a bass drum instead of a ball. And with beer. Because even with vinyl records, the ball has to go in the net.
Pop Vampires Cologne will kick things off; their surrealist debut masterpiece, Karianne, was already released at Total 25 last year. PVC lives up to its name. Like vampires, oskø and Wassermann once again sample their way through the pop supermarket of unlimited possibilities.
Almost overnight, in their illegal, digital garage, they clone hybrid sound structures, saturated with both foreign and self-injected blood doping. Forbidden fruit is known to taste the best. Consciously, explicitly, and provocatively, PVC explores sampling as an indispensable stylistic device, a universal tool for quotation and pop networking. Equally daring and respectfully irreverent, they oppose the new, all-disenchanting AI search engines on the internet with the freedom of art. The rest is surrealism. Just like the accompanying video, which isn't a video in the conventional sense, but rather a kind of making-of with Sabine as the main front character. And the digital versions of some tracks may differ slightly from the vinyl versions.
Because: Anything goes…
Das Label Erdgeschoss feiert an der Theke des Lebens die Freiheit von Sound and Vision wie Fussball - nur mit Bassdrum statt Ball. Und mit Bier. Denn auch bei der Schallplatte muss das Runde ins Eckige.
Den Anfang machen Pop Vampires Cologne, deren surrealistisches Debüt-Meisterstück Karianne bereits im letzten Jahr auf der Total 25 erschienen ist. Bei PVC ist der Name Programm. Wie Vampire sampeln sich oskø und Wassermann einmal mehr durch den Pop-Supermarkt der unbegrenzten Möglichkeiten. Quasi über Nacht klonen sie in ihrer illegalen, digitalen Garage hybride Sound-Gebilde, getränkt mit Fremd- und Eigenblutdoping. Verbotene Früchte schmecken bekanntlich am besten. Bewusst, explizit und provokant arbeiten sich PVC am für sie unverzichtbaren Stilmittel des Sampling als universelle Zitat- und Pop-Vernetzungsmaschine ab. Ebenso wagemutig wie respektvoll respektlos, halten sie den neuen, alles entzaubernden K.I. Suchmaschinen im Netz die Freiheit der Kunst entgegen. Der Rest ist Surrealismus. So wie das dazugehörige Video kein Video im herkömmlichen Sinne ist, sondern eine Art Making Off mit Sabine als Frontdarstellerin. Und die digitalen Versionen einiger Stücke sich leicht von den Vinyl Versionen unterscheiden. Denn: Erlaubt ist, was gefällt…
Mit Robot feiert Caravan Palace den zehnten Geburtstag eines Albums, das den Electro-Swing neu definiert hat. Der Pariser Ausnahmeact vereint auf beeindruckende Weise energiegeladene Club-Beats, cineastische Retro-Ästhetik und eine unwiderstehliche Jazz-Sensibilität. Zum Jubiläum erscheint das Werk nun als exklusive Doppel-LP mit vier bislang unveröffentlichten Remixen - ein Geschenk für alle Fans, Sammlerinnen und Vinyl-Liebhaberinnen. Die Edition umfasst die ikonischen Singles "Lone Digger", "Aftermath", "Wonderland" und "Comics", die den Sound von Caravan Palace weltweit geprägt haben. Mit ihrem Mix aus Future Swing, Electro, Funk und pulsierenden Streicher-Hooks schaffen sie eine Klangwelt, die gleichermaßen nostalgisch wie futuristisch wirkt. Robot bleibt ein Meilenstein der modernen elektronischen Musik und zeigt auch zehn Jahre später, wie innovativ und zeitlos diese Band klingt. Die Jubiläums-Edition ist die definitive Art, das Album neu zu erleben - kraftvoll, tanzbar und voller musikalischer Liebe zum Detail.
Nala Sinephro veröffentlicht ihren ersten Original-Soundtrack für Benny Safdies Film "The Smashing Machine", der vor dem offiziellen Kinostart am 3. Oktober bei den 82. Internationalen Filmfestspielen von Venedig (mit 15-minütigen Standing Ovations!) Premiere feierte. Der Film erzählt die Geschichte des legendären Mixed-Martial-Arts- und UFC-Kämpfers Mark Kerr. Die Hauptrollen spielen Dwayne "The Rock" Johnson und die Oscar-nominierte Emily Blunt. Die Filmmusik wurde von Nala Sinephro komponiert, produziert, arrangiert, gemischt und gemastert. Mit dabei sind auch ihre langjährigen Weggefährten James Mollison, Nubya Garcia, Lyle Barton, Dwayne "Wonky Logic" Kilvington, Morgan Simpson, Natcyet Wakili, Mark Mollison und Sheila Maurice-Grey. Außerdem wirkt das Londoner Orchester Orchestrate mit, das bereits 2024 die Streicher für Sinephros hochgelobtes Album "Endlessness" lieferte.
Obwohl Sinephros Musik – meditativ, ätherisch und gewaltig – für eine Wrestlergeschichte paradox erscheinen mag, fand Marks Geschichte bei Sinephro Anklang, der die verborgenen Sanftheiten und Emotionen der Geschichte aufgriff. Die Filmmusik klingt immer noch unverkennbar nach Nala Sinephro – weitläufig mit gleichmäßiger Wärme, wunderschönen Streicherarrangements, leichten Themen, gemächlicher Harfe –, wurde aber intensiviert, um den Themen des Films zu entsprechen: Druck, Verlustangst, Sucht, Schmerz, vulkanische Beziehungen und das Gefühl des Hochgefühls.
Zwei Plattenspieler und ein Mikrofon. In der Klarheit dieser einfachen Schlussformel liegt eine Wahrheit - eine Wahrheit, die zugleich erahnen lässt, wie groß die Möglichkeiten innerhalb dieser Grenzen sind. Manchmal muss man daran erinnert werden.I Guess U Had To Be There, das neue Album des New Yorker Rappers ELUCID und des erfahrenen Produzenten Sebb Bash, ist genau so ein Fall. So frisch, als wäre es morgen entstanden - und doch kann man darauf wetten, dass man es auch 1989 hätte auflegen können und sofort alle Köpfe mitgenickt hätten.Es gibt Momente in der Musik, in denen Meister ihres Fachs sich auf dem Höhepunkt ihrer jeweiligen Schaffenskraft begegnen - Alben wie Madvillainy, Liquid Swords, Dr. Octagonecologyst oder Hell Hath No Fury -, bei denen das Ergebnis mehr ist als die Summe seiner Teile. ELUCID und Sebb Bash bewegen sich auf I Guess U Had To Be There genau in dieser berauschenden, scheinbar mühelosen Sphäre.Alles wirkt zugleich vertraut und bahnbrechend. Die Beats verschieben und wenden sich unter ELUCIDs Füßen, doch er balanciert sie wie auf einem Drahtseil - seine Performance so beweglich wie die einer Bergziege, Produzent und Rapper in perfekter Synchronität. Einige leuchtende Stars haben unvergessliche Gastauftritte: billy woods, Breezly Brewin, Estee Nack und Shabaka Hutchings. Doch im Kern ist dies eine Zwei-Mann-Show, und das Duo hält den Fokus genau dort, wo er hingehört.I Guess U Had To Be There ist ein fesselndes, konventionssprengendes Hörerlebnis und ein neuer Höhepunkt im Schaffen zweier der besten Künstler dieses Genres.
Eine Disco-45 mit zwei heißen Tracks von Say She She's neuester LP ,Cut & Rewind". Die NYC Punk-Chic, Discodelic Funk Band hat letzten Oktober ihr drittes Studioalbum rausgebracht. Es ist ein politisch aufgeladenes, Dancefloor-zerstörendes Album, angeführt vom kraftvollen Gesangstrio Piya Malik, Sabrina Mileo Cunningham und Nya Gazelle Brown. Die A-Seite, der Titeltrack ,Cut & Rewind", ist ein Post-Punk-Femme-Funk-Track mit den mitreißenden Harmonien der Gruppe und einer unverkennbaren Funk-Base/Basslinie. Der Song ist hauptsächlich autobiografisch, enthält aber auch subtile Hommagen an Songwriting-Legenden. Die Gruppe hat kürzlich die B-Seite ,Disco Life" live bei Jimmy Kimmel gespielt. Der fröhliche, groovige Track verurteilt den Rassismus und die Homophobie von Steve Dahls ,Disco Demolition Night" aus dem Jahr 1979 und fordert die Tanzfläche als ,Spielfeld, auf dem alle frei sind" zurück.
Limitiertes blaues 12“ Vinyl mit Siebdruck auf B-Seite inklusive 12“ Stickerbogen.
Artwork von Christopher Ian Macfarlane
Flying Lotus, der Produzent – auch bekannt als Steve Ellison – veröffentlicht Anfang März seine neue ‘BIG MAMA’ EP auf Brainfeeder: dem Plattenlabel aus Los Angeles, das er vor fast zwei Jahrzehnten gegründet hat und das seitdem Alben von renommierten Künstlern wie Thundercat, Hiatus Kaiyote, Kamasi Washington und vielen anderen veröffentlicht hat.
BIG MAMA fängt Ellison in einem Moment spontaner, ungezügelter Dynamik ein. Die EP ist dicht gepackt mit unterschiedlichen Sounds, Rhythmen und Effekten und liefert, wie er es selbst beschreibt, „experimentelle, maximalistische, hyperschnelle, elektronische Energie“, wobei sieben dynamische Tracks zu einer einzigen durchgehenden Komposition zusammengefasst sind, in der jeder Takt einzigartig ist und es keine Loops gibt.
Die EP, die innerhalb von zwei Monaten fertiggestellt wurde, zeigt Ellison mit einem deutlich anderen Ansatz bei seiner Produktion. Anstatt sich hinzusetzen und an einzelnen Tracks zu arbeiten, stattete er sein Studio mit einer Vielzahl neuer Tricks und Spielzeuge aus, nutzte Software-Synthesizer, um FM-, Wavetable- und Granularsynthese zu erforschen, sowie Second-Hand Drum Machines und verbrachte den ersten Monat damit, ein Skizzenbuch mit einzelnen Sounds für die nächste Phase des Prozesses zu erstellen. Von dort aus begann er, die akribischen Details der BIG MAMA-Welt aufzubauen, wobei er täglich nur 10 bis 15 Sekunden Musik fertigstellte, bevor er die Fragmente zu ihrer endgültigen Form zusammenfügte: ein mehr als dreizehnminütiger Strom des Bewusstseins, der weder durch Tempo noch Stil eingeschränkt ist.
SPEICHER-Ikone und gefeierte Clubmacht KÖLSCH debütiert auf KOMPAKT mit dem Album '1977', einer außergewöhnlichen Sammlung von elektronischen Juwelen, die seine frühen Meisterwerke mit exklusivem neuen Material verzahnt. Hier finden Monument, Irrsinn & Biss unter einem gemeinsamen, kennerhaft austarierten Groove zusammen und bereichern die Erlebniswelten von
Heimtänzern wie Flurhunden... dein neuer bester Freund ist da und es ist eine Platte.
Tatsache: trotz des Namens und unserer wohldokumentierten Vorliebe für Kölner Bier ist KÖLSCH kein Rheinländer und er hat sich auch nicht nach dem Lokalbräu benannt. Selbst weltweit hoch gehandelte Hits und eine Reihe profilträchtiger Live-Auftritte scheinen allerdings nichts daran zu ändern, daß der preisgekrönte dänische Produzent Rune Reilly Kölsch regelmäßig konfuse Fragen nach dem eigenen Namen weggrätschen muß. Und doch könnte er nicht deutlicher werden: man denke an etablierte Flurfavoriten wie OPA, DER ALTE oder SILBERPFEIL... diese Tracktitel beziehen sich samt und sonders auf Runes Erinnerungen an eine Kindheit in Deutschland. Anders gesagt: ja, der heißt wirklich so.
'1977' ist nicht einfach nur entseeltes 'Best Of'-Gemenge: mit brandneuen Eisen wie BASSHUND, BAPPEDECKEL und EISWINTER im Feuer braucht KÖLSCH sich nun wirklich keine Gedanken über die zukünftige Wirkgeschichte seines Werks zu machen. Und dann ist da eine Rillenzirze wie OMA, hoch emotionaler Konterpart zum leicht sardonischen OPA und in jeder Hinsicht ebenso mitreissend wie die kanonische Überballade ALL THAT MATTERS. Für das große Finale schließlich wendet sich Rune an LORELEY, das bestimmende Initialrelease des Projekts und bis heute ein massiver Kracher von eigenem Recht - in der Tat so gewaltig, daß der Schock von gleich zwei weiteren Tracks gepuffert werden muss, dem dramatischen WASSERSCHUTZ und einem trojanischen Pferd namens FELIX. Letzteres sollte ja eigentlich eine Art Outro für das Album sein... doch dann hat jemand den Knopf gedrückt und das transdimensionale Portal erwachte zum Leben.
A1 GIRL IN A BAND (ORIGINAL BY HALF GIRL)
A2 INCOMPREHENSIBLE WORLD (ORIGINAL BY LAUNDROMAT CHICKS)
A3 NACHT (ORIGINAL BY CULK)
A4 PAST LIFE (ORIGINAL BY EUROTEURO)
A5 INVISIBLE (ORIGINAL BY LUISE POP)
A6 CAN'T YOU SEE (ORIGINAL BY SALAMIRECORDER & THE HI-FI PHONOS)|TOPSY TURVY
B1 THE BULLSHIT (ORIGINAL BY TELEBRAINS)
B2 TOMORROW (ORIGINAL BY DIVES)
B3 SCHÖNE GRÜßE (ORIGINAL BY TCHI)
B4 WHO'S GONNA LOVE ME (ORIGINAL BY BAD WEED)
B5 TROUBLES CAUGHT (ORIGINAL BY MILE ME DEAF)
B6 PLEASE WASTE YOUR TIME (ORIGINAL BY POTATO BEACH)
B7 MARCELINO (ORIGINAL BY TOPSY TURVY)
Das Wiener Label SILUH RECORDS feiert 20-jähriges Jubiläum u.a. mit dieser limitierten wirklichen Vinyl Only-VÖ (no CD, no DL, no Stream)! Das Album kommt mit 13 Songs, aktuelle Label-Artists covern jeweils einen liebgewonnene Song von Labelkolleg*innen. Ein wilder Ritt zwischen den Genres ist vorprogrammiert, was auch den breiten Backkatalog der Wiener Indie-Institution Siluh Records gut widerspiegelt. Das 2005 gegründete Label mit mittlerweile über 100 Releases ist ein wahrliches Szene-Juwel, wo Bands wie DIVES, GARDENS, CULK, MILE ME DEAF, LAUNDROMAT CHICKS, SEX JAMS oder EUROTEURO ihr zuhause haben und zum kleinen Undeground-Hype der Musikstadt Wien maßgeblich beigetragen. Doch im Label-Backkatalog finden sich auch ein paar internationale illustre Gäste. So zum Beispiel gab es Releases mit JAD FAIR von Half Japanese bzw. dem französischen Elektro-Akustiker PHILIP PETIT, den 90er US-Indie-Rockern SWEARING AT MOTORISTS, eine Techno-Remix Platte mit ALEC EMPIRE, ERIC D. CLARKE, JASON FORREST und BERNHARD FLEISCHMANN, ein Single mit CASSIE RAMONE von The Babies, oder Alben vom Chokebore-Frontman TROY VON BALTHAZAR. Für die Jubiläumsplatte wurde jetzt der Auftrag an derzeitige Siluh Acts erteilt, je einen Song aus dem Katalog neu zu interpretieren. ISCHIA zaubern aus einem LAUNDROMAT CHICKS Song eine wahre Dream Pop Hymne mit Shoegaze Finale. LAUNDROMAT CHICKS wiederum basteln aus dem Garagenrock von TELEBRAINS eine Neil Young'esque Version. TELEBRAINS nehmen sich DIVES' "Tomorrow" vor, diese wiederum graben einen alten LUISE POP Song, der nie auf einem Album erschienen ist, aus und erwecken ihn zu neuem Leben. Die Indie-Folk-Gruppe GARDENS bearbeiten eine Dada-Pop-Nummer von EUROTEURO, die wiederum einen TOPSY TURVY Song eingedeutscht haben. Und so geht's munter weiter... Der Titel "POCKET SONGS" bezieht sich auf ein Zitat des befreundeten Betreibers von Bachelor Records, der mal meinte "Pocket Band, eine Band für die Hosentasche. Eine Band, die man liebt und von der man Freunden erzählen möchte, aber nicht zu vielen, denn die Band sollte klein und in der Hosentasche bleiben und nicht in den Playlists von jedem Tom, Dick und Harry vorkommen". Dem Vinylalbum beigelegt ist ein Siluh-Poster, alle Tracks nur auf LP hier exklusiv/original! Herzlichen Glückwunsch!
RIP Magic haben keine Zeit verschwendet. In ihrem ersten Jahr wurden sie von The Guardian als ,Londons angesagteste Band" bezeichnet, spielten große Konzerte mit LCD Soundsystem und Fcukers sowie kleine Auftritte in Londoner Bars und Restaurantkellern, und jetzt bringen sie endlich eine physische Single raus, produziert von James Murphy, seine erste Produktion für eine andere Band seit über einem Jahrzehnt. ,5words" baut sich langsam zu einem euphorischen urbanen Epos auf, das gleichermaßen von Velvet Underground, Orbital, Rapture aus der Echoes-Ära und dem filmischen Universum von Dean Blunt beeinflusst klingt, und, ehrlich gesagt, auch von Nirvana. Es klingt, als würden Jahrzehnte in der Gegenwart zusammenbrechen, ermöglicht durch reibungslose Entdeckungen und gelöst durch die einfachste Methode: vier Leute in einem Raum, die nach etwas Neuem, etwas Großartigem, einem guten Gefühl suchen. Auf der B-Seite ist ein Remix von niemand Geringerem als Maurice Fulton zu hören, sein erster Beitrag für DFA seit den Syclops-Platten, die 2008 sofort zu Klassikern wurden. Maurice ist einer der besten Remixer und Produzenten seiner Zeit und Schöpfer eines Sounds, der so einzigartig und unverwechselbar ist, dass selbst all seine Pseudonyme die Trainspotters nicht täuschen können. Dieser Remix ist genau so: aufregend exzentrisch und unausweichlich mitreißend.
Vinylneuauflage von Mobys Sampler "Early Underground" (1993), einer Zusammenstellung seiner Frühwerke unter zahlreichen zusätzlichen Pseudonymen wie Barracuda, Brainstorm, UHF oder Voodoo Child. Mit Ausnahme einer limitierten Vinylausgabe 2022 gab es diese Kollektion nur als CD, nie flächendeckend auf Vinyl. "Early Underground" enthält auch seinen Techno-Klassiker "Go" in der Original Version, laut Rolling Stone "einer der besten Tracks aller Zeiten". Moby hat die Techno/Electronic-Szene massgeblich beeinflusst, später den Popmarkt erobert und Acts wie David Bowie, Public Enemy, Ozzy Osbourne, die Beastie Boys und Daft Punk produziert und geremixt.
D’Angelos bahnbrechendes Album „Voodoo“ mit den zeitlosen Songs „Untitled (How Does It Feel)“ und
„Devil’s Pie“ erhält dieses Jahr zum 25-jährigen Jubiläum eine besondere Hommage in Form von exklusiven
Designs in limitierter Auflage.
Anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums ist diese Veröffentlichung auch eine Hommage an das Vermächtnis
von D’Angelo, der Anfang dieses Jahres verstorben ist, und ehrt seinen Geburtstag am 11. Februar, ein
Datum, das für Fans und die Musikszene weltweit nun noch bedeutungsvoller ist
Ideologic Organ freut sich, die brandneuen Aufnahmen von The Necks zu präsentieren, dem legendären australischen Trio, das sich durch die Umgehung musikalischer Klischees auszeichnet und gleichzeitig die Praktiken der Improvisation, des Jazz, des Post-Rock, des Ambient, des Minimal und der texturierten, ,klangbasierten" Musik erforscht und erweitert. Das neueste Werk dieses langjährigen Ensembles, Unfold, präsentiert sich als Doppel-LP mit vier seitenlangen Tracks. Das bewusste Fehlen von nummerierten Seiten gibt dem Hörer viel Raum, sich einzubringen, und lässt ihn seinen eigenen Weg durch die Klanglandschaft finden. Die kürzere Länge des Vinylformats ist für die Mitglieder des Ensembles kein Hindernis, sondern bietet ihnen einen kompakteren Horizont zum Nachdenken, in dem die zurückgelegte Strecke auf unmittelbarere und dynamischere texturale Aspekte neu ausgerichtet wird. Die Unmittelbarkeit von ,Rise" bestätigt diesen neuen Weg, während die traurigen Töne von Lloyd Swantons Bass um Chris Abrahams' kristallklares Klaviermotiv wirbeln und Tony Bucks Percussion den Prozess in erleuchtende Free-Jazz-Gefilde lenkt. ,Blue Mountain" bahnt sich einen Weg durch das klangliche Unterholz, wobei Soul-Orgel, rasselnde Percussion, Pfeifen und hüpfende Schallwellen um den Vordergrund wetteifern. ,Overheard" behält eine erhabene melancholische Aura, während Percussion und Keyboards sich gleichzeitig umarmen und auseinanderfallen, während ,Timepiece" als sanfte Geste weiterer Möglichkeiten dahinspringt. Wie genau The Necks ihre besondere Magie entfalten - so einfach es auch scheinen mag -, während sie sich immer weiterentwickeln, kann nur vermutet werden, aber ,Unfold" beweist einmal mehr, dass Regeln und Schulen gebrochen und zu Mustern und Rahmenwerken umgestaltet werden müssen, die sich von denen unterscheiden, die wir kennen.
Ausdrucksstarke Gesänge in freien Versen, begleitet von gleitenden Violinen, gehämmertem Santouri, Gitarre und Oud - die hybriden Klänge des Mittelmeerraums zu Beginn des 20. Jahrhunderts. ,Aman Aman" rufen die Sänger auf diesen Aufnahmen, deren Stimmen auf 78-U/min-Schallplatten aus den Jahren 1911 bis 1935 verewigt sind. Der Ausdruck bedeutet in etwa ,Gnade" und ist ein Ausdruck der Verzweiflung, aber auch der Freude und Bewunderung. Auf vielen dieser Platten wird die ganze Bandbreite dieser Emotionen auf einmal vermittelt. Einige dieser Künstler sind Legenden, andere sind in Vergessenheit geraten. Fast die Hälfte sind Sängerinnen, die einen großen Teil der Tradition des Cafe Aman ausmachen, aber in zeitgenössischen Veröffentlichungen nicht so stark vertreten sind. Alle waren von den Konflikten betroffen, die zur Kleinasiatischen Katastrophe von 1923 führten, sowie von den Zwangsmigrationen zwischen Griechenland und der Türkei davor und danach. Ihre Werke spiegeln diese Reisen wider - erschütternde Gedichte über den Verlust der Liebe und der Heimat, begleitet von einigen der besten Musiker der damaligen Zeit. Nach jahrelanger intensiver Recherche hören wir die präzisen, einfühlsamen und überwältigend kraftvollen Stimmen von Künstlern wie Antonis ,Dalgas" Diamantidis, Sofrouniou und Stellakis Perpiniadis, zusammen mit aufschlussreichen Aufnahmen von weitgehend unbekannten Musikern, deren Werke hier zum ersten Mal veröffentlicht werden. Die LP wurde von Jordan McLeod im Osiris Studio sorgfältig remastered und restauriert und enthält detaillierte historische und diskografische Anmerkungen von Stavros Kourousis sowie poetische Übersetzungen der Texte von Tony Klein. Gepresst auf hochwertigem Vinyl bei Smashed Plastic in Chicago und gemeinsam mit dem großartigen Label Olvido Records veröffentlicht.
Nach ihrem Auftritt auf der We Are Not Alone Pt. 9 Compilation präsentiert Sarah Sommers nun VIVID, ihre Solo-Debüt-EP auf BPitch - eine lebendige, kinetische Reise durch farbenfrohe Basslines, scharfe Percussions und lebhafte Atmosphären.
Die vom Planeten Pink stammende und in Berlin lebende Sarah Sommers hat mit ihren euphorischen, jenseitigen Livesets Dancefloors in ganz Europa und den USA zum Glühen gebracht. Seit sie in einer Spur von Glitzer auf der Erde gelandet ist, hat sie sich einen einzigartigen Raum geschaffen, in dem sie 90er-Jahre-Rave-Referenzen, dublastige Basslines und rohe Techno-Energie miteinander verbindet. Bekannt für ihren Old-School-Ansatz, bei dem nur Hardware zum Einsatz kommt, fängt diese Veröffentlichung sowohl die Körperlichkeit der Tanzfläche als auch die emotionale Energie ein, die über den Club hinausgeht. VIVID kanalisiert eine Reihe prägender Dancefloor-Erinnerungen - gefiltert durch einen ausgeprägten Produktionsinstinkt und durch die Vermischung von federnden Rhythmen mit rauen Texturen. Es bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Funktion und Gefühl und fängt sowohl die rohe Energie der Tanzfläche als auch die emotionale Tiefe ein, die noch lange nachhallt.
Big Big Train, die preisgekrönte Progressive-Rock-Band, veröffentlicht ihr 16. Studioalbum. "Woodcut" ist ein Meilenstein für die internationale Gruppe, deren Mitglieder aus England, Schottland, Italien, den USA, Schweden und Norwegen stammen, da es ihr erstes Konzeptalbum in voller Länge ist. "Die Geschichte spielt nicht in einem bestimmten Zeitrahmen, sondern handelt von einem Künstler, der mit dem Leben zu kämpfen hat", beginnt Gründungsmitglied Gregory Spawton. "Er macht einen Spaziergang, findet dieses Stück Kernholz und schafft etwas, das er als schön und anders empfindet. Vielleicht ist es ein Traum oder vielleicht ist es das echte Leben, aber er findet sich in dieser Narnia-artigen Holzschnittwelt wieder."
"Woodcut" ist ein eher bandorientiertes Werk, zu dem alle sieben Mitglieder einen beeindruckenden Beitrag leisten, wobei Frontmann Alberto Bravin die Federführung als Produzent übernommen hat: "Dieses Mal ist es eine Art neues Statement für die Band. 'Woodcut' ist für uns ein großer Schritt nach vorne", kommentiert er. Mit 16 Titeln und einer Spielzeit von 66 Minuten wirkt "Woodcut" episch, ohne sich zu sehr in die Länge zu ziehen.
Das Album ziert ein auffälliges Cover-Design des in Dorset ansässigen Künstlers Robin Mackenzie - natürlich ein schwarz-weißer Holzschnitt, der von einem Holzschnitt abgeleitet ist, den die Band speziell für das Album bei ihm in Auftrag gegeben hat. Erhältlich als limitierte CD + Blu-ray-Edition, einschließlich ausführlicher Liner Notes sowie Dolby Atmos- und 5.1-Surround-Sound-Mischungen von Shawn Dealey von Sweetwater Studios, wird das Album auch als atemberaubende Gatefold-180g-2LP mit speziellem geprägten Cover, Standard-CD-Jewelcase und digital in Stereo- und Dolby Atmos-Versionen erhältlich sein.
Secrets ist das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Sängerin Toni Braxton und wurde ursprünglich 1996 veröffentlicht. Das Album markierte einen entscheidenden Moment in Braxtons Karriere, indem es R&B-, Soul- und Pop-Einflüsse miteinander verband und einen Sound schuf, der sowohl zeitlos als auch modern ist. Mit kraftvollen Tracks wie dem Grammy-prämierten "Un-Break My Heart" und dem sinnlichen "You're Makin' Me High" präsentiert Secrets Braxtons unvergleichliche stimmliche Stärke und ihre charakteristische emotionale Erzählkunst.
Fantastisches Album mit 12 Liedern der Begena-Musiker Tafese Tesfaye, Admassu Fikre, Seyoum Mengistu und Alemu Aga. ""Die Begena ist eines jener seltenen Musikinstrumente, das seit über 5800 Jahren existiert. Faszinierend an ihr ist nicht nur ihr Alter, sondern auch die Tatsache, dass sich ihre Herstellung und ihr Verwendungszweck über all die Jahre hinweg nicht verändert haben. ... Während des Derg-Regimes, nach dem Sturz von Kaiser Haile Selassie, wurde sie nicht mehr als wichtig erachtet. ... Aber besonders in den letzten 15-16 Jahren hat es eine Renaissance erlebt. Es gibt viele, meist junge Begena-Spieler, von denen ich über 500 Schüler unterrichtet habe. Es gibt auch Begena-Bauer, die das Instrument für neue Schüler bauen. Das Interessante an diesem Instrument ist, dass die Musik, der Klang, der aus diesem Instrument kommt, die besondere Kraft hat, Menschen zur Konzentration, zur Ruhe und zum Nachdenken zu bewegen. Das ist eine besondere Qualität. Man muss kein Äthiopier sein, jeder kann es hören, es wird ihn automatisch zur Ruhe und Konzentration anregen."" – Alemu Aga (aus einem Interview mit Pit Budde für den WDR, Köln, 2008)
Mit ihrem vierten Album Yatta! zünden YIN YIN ein kaleidoskopisches Feuerwerk aus Disco, Funk, Surf, Psychedelia und südostasiatischen Klangmotiven. Die gefeierte Band aus Maastricht bleibt ihrem Prinzip treu: globale Sounds treffen auf tanzbare Grooves - diesmal noch intensiver und organischer. Aufgenommen wurde live auf Band, was dem Album eine warme, natürliche Tiefe verleiht. Tracks wie "In Search of Yang" oder "Kasumi"s Quest" entführen in imaginäre Welten zwischen Retro-Futurismus und fernöstlicher Mystik. Die Band beschreibt Yatta! als ihren bisher vollständigsten musikalischen Ausdruck - ein Album, das nicht nur bewegt, sondern auch träumen lässt. Der Titel "Yatta!" (japanisch für "Wir haben es geschafft!") steht für das Gefühl, als Band angekommen zu sein - und für ein Album, das genau dieses Gefühl hörbar macht.