- A1: Alles Wird Gut
- A2: Die Wahrheit Über Uns
- A3: Wir Sind Unser Ziel
- A4: Immer Erst Am Anfang
- A5: Worte Werden Waffen Sein
- A6: Es Tut Uns Gar Nichts Leid
- B1: Deine Welt
- B2: Genau Hier
- B3: Unsere Therapie
- B4: Was Kann Die Welt Noch Für Mich Tun?
- B5: Und Du Wirst Es Verstehen
- B6: Die Wege Kreuzen Sich Nicht Mehr
Поиск:das nichts
Все
Als Aldous Harding 2017 mit ihrem Zweitwerk "Party" ihr Debüt auf 4AD gab, war sie wohl nur absoluten Insidern der Indie-Folk-Szene bekannt. Als Straßenmusikerin entdeckt, mauserte sich die Neuseeländerin mit ihren Alben aber schnell zum absoluten Geheimtipp, wobei schon vom ersten zum zweiten Album eine deutliche und steile Lernkurve im Schaffen der Songwriterin zu erkennen war. Umso schöner, dass sie uns nun ihr drittes, wieder von John Parish (PJ Harvey, Sparklehorse) produziertes Album "Designer" präsentiert! Aldous Hardings Musik ist nichts für zartbesaitete Menschen, entwaffnend aufgrund der trostlosen Bildhaftigkeit und ihrer einnehmenden Instrumentierung, behandeln ihre Songs die Kernthemen des Lebens: Tod, Geburt, Leid und Liebe. Es gibt ein paar Happy Endings in ihren Geschichten, aber vielmehr geht es um ihre Kraft, wie sie in den Kampf zieht - mit der Anmut eines Tänzers und Einstellung eines Boxers.
- 1: O Gemeint
- 1: 2 Tage Wie Dieser
- 1: 3 So Einfach Ist Das
- 1: 4 Wenn Du Weggehst
- 1: 5 Wetterprophet
- 1: 6 Dumpfbacke
- 1: 7 Gelandet
- 1: 8 Wie Tief Kann Man Sehn
- 2: 1 Denk Da Lieber Nochmal Drüber Nach (Original)
- 2: Er Weiss Bescheid
- 2: 3 Happy End
- 2: 4 Der Kühlschrank
- 2: 5 So Gemeint (Alternativ)
- 2: 6 Gelandet (Alternativ)
- 2: 7 Schwarzer Peter (Outtake)
- 2: 8 Denk Da Lieber Nochmal Drüber Nach (0)
Eine der wichtigsten und wegweisenden deutschsprachigen Rock-Platten der 90er Jahre.
Dieses Album war und ist für viele Fans das Album des eigenwilligen Rockmusikers aus dem Ruhrgebiet schlechthin. Nach Jahren des Insider-Kult-Status katapultierten Songs wie "Dumpfbacke", "Wetterprophet", "So gemeint", "Tage wie dieser", "Wenn du weggehst" und viele andere mehr ihn in die Oberliga der deutschen Rockszene. "Der andere Rhythmus, die andere Phonetik der deutschen Sprache erfordert auch eine andere Spielweise von Rockmusik", war das erklärte Ziel von Stefan Stoppok als "Happy End im La-La-Land" 1992/93 im ICP-Studio in Brüssel aufgenommen wurde. Diese wunderbar lässige und beseelte Spielweise, in sich absolut stimmig und aus dem Bauch heraus, in der Kombination mit deutschen Texten, die lustvoll austesten, wie prickelnd das Spiel mit Sprache sein kann, zeichnet dieses Album aus. Erstmals 1993 veröffentlicht, war das Album eine der wichtigsten und wegweisenden deutschsprachigen Rock-Platten der 90er Jahre. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert.
Jetzt, 30 Jahre danach, erscheint zum Jubiläum eine limitierte Doppel-Vinyl-Fassung, mit drei Outtakes aus der damaligen Studiosession und einer neuen, aktualisierten Version von "Denk da lieber nochmal drüber nach". Re-mastert von Dieter Krauthausen und auf orangenem Vinyl.
18 Jahre werden es 2023 bei den 4 Freunden von Kärbholz aus dem beschaulichen Ruppichteroth.
Da wird sich ein mancher denken, irgendwann müsse sich der Verschleiß doch bemerkbar machen. Mitnichten.
Auf Kapitel 11: „Barrikaden“ hört Ihr 11 Stücke. Songs, die mal im kleinen, mal im großen Gewand Geschichten aus dem Leben erzählen.
Hier ist mehr "Killswitch Engage" drin als "Hosen". Das macht es schwer, die Songs in Schubladen zu pressen.
KÄRBHOLZ - Kapitel 11: „Barrikaden“ ist eine gut 40 minütige, musikalische Reise durch die verschiedenen Ecken des Kärbholz-Kosmos, ohne sich dabei aber jemals selbst zu verlieren. Ein Album, das seine musikalische Komplexität meist erst auf den zweiten Blick verrät, einen am Ende wohlig zurücklässt und erneut auf Entdeckungsreise schickt.
Erneut standen den vier Jungs das Produzententeam Eike Freese (Chameleon Studios) und Alexander Dietz (Heaven Shall Burn, Chemical Burn Studios) zur Seite.
Sacramento, CA duo Blank Gloss’s third album, Cornered, is an exquisite statement of pop ambient starkness, an album that oscillates between lush beauty and spare melancholy. It follows from their 2021 debut for Kompakt, Melt, an album that saw Morgan Fox (piano, synths) and Patrick Hills (guitar) aligned, loosely, with the cosmic pastorale of the ‘ambient Americana’ movement. Cornered feels like a significant step forward, though – by peeling back the layers of their music, they’ve revealed both its restful core and its solemn gravitas. It is unendingly lovely, but with something disquieting at its centre.
Cornered was recorded quickly, over two days in December 2020. There’s nothing rushed or haphazard about the album, though; everything has its place, with each sonic element contributing profoundly to these nine miniature dioramas. It signals change, quietly but perceptibly, through the way the duo sculpts their material, building out of loose improvisations that morphed into songs. While there was no plan in mind when Blank Gloss settled into the studio, Fox recalls that “right away we realised that things were sounding and feeling a bit different than any of the sessions we had previously.”
That difference can be heard in the increased amount of space Blank Gloss gift to their sound sources. Some of the most moving moments on Cornered come when Fox and Hills strip everything back – see, for example, “Crossing”, which sets pensive piano across a shyly humming drone and quiet arcs of guitar, recalling the driftworks of Roger Eno. Curiously, the album’s distinctive shape and mood develops, at least in part, from a change in instrumentation, with Hills using a MIDI pick-up on his guitar. “This resulted in making things happen a lot quicker,” Fox says. “It also helped create what I think is a bit more sombre, dark feeling to some of the songs.”
Elsewhere, on songs like “Salt”, the piano tussles with flecks of guitar, single tones sent out to mingle with the stars, like Morricone at 16 RPM, while Cornered’s centrepiece, the eleven-minute “No Appetite”, lets long arcs of electronic texture breathe and sigh, tangling together in a cat’s cradle of bliss. Throughout, it feels as though the music is blossoming as you hear it, like watching time-lapse footage of flora in bloom. But perhaps the most seductive thing about Cornered is the sense you get, listening, that the music was something unexpected, a visitation. “It almost felt like we weren’t dictating where the music went and how it sounded,” Fox agrees. “We were just there in a room together in December and these sounds were happening, and we were lucky enough to be recording the process.”
Cornered, das dritte Album des kalifornischen Duos Blank Gloss aus Sacramento, ist ein exquisites Statement von pop ambienter Krassheit, ein Album, das zwischen üppiger Schönheit und sparsamer Melancholie oszilliert. Es folgt ihrem 2021er Debüt für Kompakt, Melt, einem Album, auf dem sich Morgan Fox (Klavier, Synthesizer) und Patrick Hills (Gitarre) locker an der kosmischen Pastorale der „Ambient Americana“-Bewegung ausrichteten. Cornered fühlt sich jedoch wie ein bedeutender Schritt nach vorne an – indem sie die Schichten ihrer Musik abschälen, haben sie sowohl ihren ruhigen Kern als auch ihre feierliche Schwere offenbart. Es ist unendlich schön, aber mit etwas Beunruhigendem in seiner Mitte.
Cornered wurde relativ schnell aufgenommen, über zwei Tage im Dezember 2020. Es klingt jedoch nichts überstürzt oder willkürlich an diesem Album; alles hat seinen Platz, wobei jedes Klangelement einen wesentlichen Beitrag zu diesen neun Miniaturdioramen leistet. Es signalisiert Veränderung, leise, aber wahrnehmbar, durch die Art und Weise, wie das Duo sein Material formt und aus losen Improvisationen aufbaut, die sich in Songs verwandeln. Als Blank Gloss sich im Studio niederließen, gab es zwar keinen Plan, aber Fox erinnert sich: „Uns war sofort klar, dass sich die Dinge etwas anders anhörten und anfühlten als bei allen vorherigen Sessions.“
Dieser Unterschied ist in der größeren Menge an Raum zu hören, die Blank Gloss ihren Klangquellen bietet. Einige der bewegendsten Momente auf Cornered kommen, wenn Fox und Hills alles zurücknehmen – siehe zum Beispiel „Crossing“, wo ein nachdenkliches Klavier über einen schüchtern summenden Drone und leise Gitarrenloops setzt und an die Driftworks von Roger Eno erinnert. Seltsamerweise entwickelt sich die unverwechselbare Form und Stimmung des Albums zumindest teilweise aus einer Änderung der Instrumentierung, bei der Hills einen MIDI-Tonabnehmer an seiner Gitarre verwendet. „Dies führte dazu, dass die Dinge viel schneller abliefen“, sagt Fox. „Es hat auch dazu beigetragen, einigen der Songs ein etwas düstereres, dunkleres Gefühl zu verleihen.“ An anderer Stelle, bei Songs wie „Salt“, spielt das Klavier mit Gitarrenfetzen, einzelne Töne werden ausgesandt, um sich mit den Sternen zu vermischen, wie Morricone bei 16 U/min, während Cornereds Herzstück, das elfminütige „No Appetite“, lange Bögen schlägt, elektronische Texturen atmet und seufzt, um sich in einem Katzenkörbchen der Glückseligkeit zu verheddern. Während des Hörens fühlt es sich an, als ob die Musik blüht, als würde man sich Zeitrafferaufnahmen von blühenden Pflanzen ansehen. Aber das Verführerischste an Cornered ist vielleicht das Gefühl, das man beim Zuhören bekommt, dass die Musik etwas Unerwartetes war, eine Heimsuchung. „Es fühlte sich fast so an, als hätten WIR nicht diktiert, wohin die Musik geht und wie sie klingt“, stimmt Fox zu. „Wir waren just im Dezember zusammen in einem Raum, als diese Geräusche passierten, und wir hatten das Glück, dass die Aufnahme mitlief.”
Krieg, steigende Energiekosten, Inflation. Eine politische Klasse und ein gespaltenes Land. Das Unbehagen nach dem Brexit, Akte nationaler Selbstbeschädigung und verhängnisvolle Realitätsfluchten. Verzweiflung, Wut und Entfremdung. War es jemals schlimmer da draußen?
Willkommen bei „UK Grim”. Das zwölfte Album der Sleaford Mods baut auf den einzigartigen, aufrührerischen Stärken früherer Alben auf und verfeinert sie gleichzeitig auf eine neue Weise. Es handelt sich um nichts Geringeres als eine Band und eine Stimme ihrer Generation, so wie es The Jam, The Clash oder Public Enemy zuvor waren.
Begonnen haben die Arbeiten zum neuen Album in den Lockdowns von 2021. Schließlich setzte man die Arbeit im JT Soars fort, dem Arbeitsraum und der Kreativzelle der Band, und vollendet „UK Grim“ dann im Heimstudio des musikalischen Kopfes Andrew Fearn. Das Album präsentiert die Band in ihrer makellosesten Wut, gepaart mit wilder Poesie. Nach „Spare Ribs“ von 2021 (ihrem dritten UK-Top-Ten-Album seit 2019 und ihrem bisher erfolgreichsten) ist es, wie alle ihre Platten, eine Diagnose der Krankheiten der Gesellschaft.
Obwohl „UK Grim“ größtenteils vor den Turbulenzen des Jahres 2022 entstanden ist, nimmt es die Erschütterungen einer Gesellschaft, die den Verstand verliert, auf unheimliche Weise vorweg, erzählt von einem Mann, der entschlossen ist, sich mit Heucheleien auseinanderzusetzen, insbesondere mit seinen eigenen. Die 14 Tracks klingen nach knarzigem Punk, widerspenstiger Elektronik und Elementen von Hip-Hop. Sie beschreiben die Realität in zu brutaler Unverblümtheit, um nur einfache Protestsongs zu sein. Sie sind zu Vinyl gewordene Wut, aufgekocht von den Großmeistern des pointierten Zorns – den Sleaford Mods! Wie bei den „Spare Ribs“ Kollaborationen mit Billy Nomates und Amy Taylor helfen auch bei „UK Grim“ Freunde aus: Florence Shaw von Dry Cleaning ist auf dem schaurigen „Force 10 From Navarone“ zu Gast. Williamson ist ein Fan der Band und sagt: "Sie erinnert mich wirklich an die frühen Sachen, die ich gemacht habe, einfach die Art und Weise, wie sie ein einziges Wort benutzt, um eine ganze Geschichte zu erzählen." Perry Farrell von Jane's Addiction rappt auf dem bizarren „So Trendy“, einem Song, von dem Williamson sagt, er sei "sehr vorsichtig... ein wirklich seltsamer Track“.
Seit ihrem Durchbruch-Album "Divide and Exit" von 2014 hatten die Sleaford Mods immer mehr Gelegenheit zum offenen Austausch, sowohl im In- als auch im Ausland. Sie sind eine unermüdlich arbeitende Band, die mit ihren minimalistischen Liveshows unter anderem 2021 in der 10.000 Zuschauer fassenden Nottingham Motorpoint Arena auftrat. Zu den weiteren Meilensteinen ihres Erfolgs gehören Auftritte im US-Late-Night-TV, Headliner-Auftritte auf Festivals und Chart-Platzierungen in ganz Europa mit „Spare Ribs”. Ein großer Bewunderer ist Iggy Pop, der der Band mit einer persönlichen Version des Drogenrausch-Grand-Guignols „Chop Chop Chop” Tribut gezollt hat.
Krieg, steigende Energiekosten, Inflation. Eine politische Klasse und ein gespaltenes Land. Das Unbehagen nach dem Brexit, Akte nationaler Selbstbeschädigung und verhängnisvolle Realitätsfluchten. Verzweiflung, Wut und Entfremdung. War es jemals schlimmer da draußen?
Willkommen bei „UK Grim”. Das zwölfte Album der Sleaford Mods baut auf den einzigartigen, aufrührerischen Stärken früherer Alben auf und verfeinert sie gleichzeitig auf eine neue Weise. Es handelt sich um nichts Geringeres als eine Band und eine Stimme ihrer Generation, so wie es The Jam, The Clash oder Public Enemy zuvor waren.
Begonnen haben die Arbeiten zum neuen Album in den Lockdowns von 2021. Schließlich setzte man die Arbeit im JT Soars fort, dem Arbeitsraum und der Kreativzelle der Band, und vollendet „UK Grim“ dann im Heimstudio des musikalischen Kopfes Andrew Fearn. Das Album präsentiert die Band in ihrer makellosesten Wut, gepaart mit wilder Poesie. Nach „Spare Ribs“ von 2021 (ihrem dritten UK-Top-Ten-Album seit 2019 und ihrem bisher erfolgreichsten) ist es, wie alle ihre Platten, eine Diagnose der Krankheiten der Gesellschaft.
Obwohl „UK Grim“ größtenteils vor den Turbulenzen des Jahres 2022 entstanden ist, nimmt es die Erschütterungen einer Gesellschaft, die den Verstand verliert, auf unheimliche Weise vorweg, erzählt von einem Mann, der entschlossen ist, sich mit Heucheleien auseinanderzusetzen, insbesondere mit seinen eigenen. Die 14 Tracks klingen nach knarzigem Punk, widerspenstiger Elektronik und Elementen von Hip-Hop. Sie beschreiben die Realität in zu brutaler Unverblümtheit, um nur einfache Protestsongs zu sein. Sie sind zu Vinyl gewordene Wut, aufgekocht von den Großmeistern des pointierten Zorns – den Sleaford Mods! Wie bei den „Spare Ribs“ Kollaborationen mit Billy Nomates und Amy Taylor helfen auch bei „UK Grim“ Freunde aus: Florence Shaw von Dry Cleaning ist auf dem schaurigen „Force 10 From Navarone“ zu Gast. Williamson ist ein Fan der Band und sagt: "Sie erinnert mich wirklich an die frühen Sachen, die ich gemacht habe, einfach die Art und Weise, wie sie ein einziges Wort benutzt, um eine ganze Geschichte zu erzählen." Perry Farrell von Jane's Addiction rappt auf dem bizarren „So Trendy“, einem Song, von dem Williamson sagt, er sei "sehr vorsichtig... ein wirklich seltsamer Track“.
Seit ihrem Durchbruch-Album "Divide and Exit" von 2014 hatten die Sleaford Mods immer mehr Gelegenheit zum offenen Austausch, sowohl im In- als auch im Ausland. Sie sind eine unermüdlich arbeitende Band, die mit ihren minimalistischen Liveshows unter anderem 2021 in der 10.000 Zuschauer fassenden Nottingham Motorpoint Arena auftrat. Zu den weiteren Meilensteinen ihres Erfolgs gehören Auftritte im US-Late-Night-TV, Headliner-Auftritte auf Festivals und Chart-Platzierungen in ganz Europa mit „Spare Ribs”. Ein großer Bewunderer ist Iggy Pop, der der Band mit einer persönlichen Version des Drogenrausch-Grand-Guignols „Chop Chop Chop” Tribut gezollt hat.
- Erste Pressung, schwarzes Vinyl, limitiert auf 1000 Stück weltweit Uffe Lorenzen (alias Lorenzo Woodrose) ist der Frontmann von BABY WOODROSE und SPIDS NOGENHAT, der bei diesem Projekt allerdings unter seinem bürgerlichen Namen aufnahm und zudem auf Dänisch singt. Das erste Ergebnis ist das neue Soloalbum "Galmandsværk", das am 10. November erscheint und während eines Urlaubs auf der kleinen Vulkaninsel Gomera nahe der Küste von Marokko geplant wurde, wo er sich zum Großteil in einem kleinen Raum verschanzte und nichts anderes tat, als zehn Wochen lang neue Songs schrieb. Uffe Lorenzen: "Ich hatte im vergangenen Winter die Gelegenheit, für ein paar Monate zu reisen und entschied mich, viel Zeit damit zu verbringen, den Ozean zu betrachten und Songs auf Dänisch zu schreiben. Ich glaube, ich habe meine eigene Methode gefunden und vielleicht sogar einen persönlicheren Blickwinkel. Ich denke immer noch, dass das Schreiben auf Dänisch eine Herausforderung darstellt, aber ich glaube, dass der ehrlichere Ausdruck eine ehrlichere Darstellung verdient, daher sollte der Name LORENZO WOODROSE, der wirklich nur für Leute außerhalb Dänemarks zwecks Aussprache gedacht war, fühlte plötzlich merkwürdig oberflächlich an ".Galmandsværk (übersetzt "Akt des Wahnsinns") enthält zehn Lieder, die in viele Richtungen gehen und sich anhören, als ob BABY WOODROSE, SPIDS NOGENHAT und DRAGONTEARS verschmolzen sind und zu etwas Neuem wurden. Der Sound des Albums ist überwiegend akustisch mit vielen exotischen Instrumenten wie Sitar, Tablas, Bansuri, Drehleier und Geige. Uffe Lorenzen: "Ich denke, ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich neue Wege finden muss, um den Prozess interessant und motivierend zu gestalten. Diesmal war das Schreiben auf Dänisch nur eine Herausforderung von vielen. Wir haben zum Großteil Akustikinstrumente verwendet und versucht die üblichen Fehle rzu vermeiden, indem alle Songs mit einer einfachen Aufnahme von Gesang und Gitarre anstelle von Rockdrums und Gitarrensolos begonnen wurden und das Album zu einem ganz anderen Universum gemacht hat als alles, was ich in der Vergangenheit getan habe." "Galmandsværk" wurde mit einem analogen Ansatz aufgenommen. Das gesamte Album wurde auf einem Band gemischt, was bedeutet, dass kein Schneiden und Einfügen und keine Verwendung von Pro-Tools erforderlich war. Produziert wurde es von Uffe Lorenzen, Anders Onsberg und Anders Kjærsgaard im wunderschönen STC Studio in Kopenhagen und von Flemming Rasmussen in Sweet Silence gemastert.
Wie so oft bei Deichkind geht es auf ihrem achten Studioalbum „Neues Vom Dauerzustand“ scheinbar um nichts – und doch um alles. Insofern passt es perfekt in eine Zeit, in der die Realität die Satire längst eingeholt und an Absurdität übertroffen hat. Und wie soll man auf eine derart groteske Wirklichkeit bitte angemessener reagieren als mit Überzeichnung in grellsten Farben und Klängen?
Auch wenn einem das Lachen im Hals stecken bleibt: Tanzen und Denken passen auf diesem Album perfekt zusammen.
Ihr neues Album „Neues Vom Dauerzustand“ ist bis zum Bersten gefüllt mit Punchlines sowie überwältigenden Sounds und Beats. Man kann in 2023 immer noch bestens zu Deichkind wippen, tanzen, ausgehen, durchdrehen. Und künftige Stehsätze wie „Gefährliches Halbgoogeln“, „Kids in meinem Alter“ oder „Auch im Bentley wird geweint“ werden uns noch lange begleiten.
Mit „Neues Vom Dauerzustand“ ist Deichkind ein Album gelungen, das mit bestechender Dringlichkeit neue Themenhorizonte erobert und in jeder Note absolut frisch und lebendig klingt.
„Neues Vom Dauerzustand“ erscheint auf dem bandeigenen Label Sultan Günther Music und enthält Gastbeiträge von u.a. Clueso, Fettes Brot und Drunken Masters
Anfang Februar 2023 legt Knorkator nach: Nummer 5 von 10
Der amerikanische Sozialpsychologe und Professor für Psychologie am Knox College in Galesburg Frank T. McAndrew behauptet, dass sich mit zunehmendem Alter die Fähigkeit des Gehirns verschlechtert, subtile Unterschiede zwischen Akkorden, Rhythmen und Melodien zu machen. Die Alten raunten stets, dass sie mit moderner Musik nichts anzufangen wissen. Darum hat sich Knorkator entschieden, dem vorrangig alten Publikum auch das vor 15 Jahren erschienene 'Das nächste Album aller Zeiten' als großartig klingendes, herausragend anzusehendes Vinyl zu veröffentlichen.
Carlos Cipas neues Album in radikaler "Leisigkeit"
Erstaunlicherweise gibt es in unserer lärmenden Welt -
nicht nur in der deutschen Sprache - keinen Begriff für
das Gegenteil von "Lautheit". In Carlos Cipas fünftem
Album Ourselves, as we are geht es aber genau darum:
Der Pianist zelebriert auf seinem Instrument eine
"bewusste Innenschau", wie er es selbst nennt, "ein
Heranzoomen an das Objekt der Betrachtung, in diesem
Fall an sich selbst". Und dafür stellte er sich die Aufgabe:
so leise zu spielen wie möglich - eine radikale
"Leisigkeit"!
Das Ergebnis ist nichts weniger als die Entdeckung einer
neuen Klavierklangwelt. Carlos Cipa macht Leises hörbar,
Saitenklänge, Nebengeräusche seines Instruments, die
ohne technische Verstärkung kaum wahrzunehmen wären.
Orange Vinyl[24,16 €]
Wer liebt Belle and Sebastian nicht? Springt dein Herz auch jedes Mal, wenn du ihre Musik hörst? Hast du dich auch zum ersten Mal in Belle and Sebastian verliebt, als du "If You"re Feeling Sinister" auf Repeat gehört hast und hat dieser Song danach auch dein Leben verändert? Wenn du Belle and Sebastian liebst, war "A Bit of Previous" von 2022 ein kleines Geschenk für dich. Belle and Sebastian haben uns bereits eine Fülle von Klassikern geschenkt, so dass man angesichts des Outputs des letzten halben Jahrzehnts, verstreut über EPs, Soundtracks und ein Live-Album (das gleichzeitig eine Greatest Hits-Sammlung war), annehmen könnte, es sei nichts mehr im Tank und es sei an der Zeit, den Tourbus für ein paar Album-Jubiläumsshows anzuwerfen. Aber das wäre ein Irrtum. Wie sich herausstellte, verbrachte die Band die trostlosesten Zeiten der Pandemie miteinander, nutzte die Situation und die Einsamkeit für neue Musik. Sie verwandelten diese Energie in Freude und in einen Herzschmerz, der jeden Moment durchschimmert. Als Zentrum diente ein Raum, der früher eigentlich für den Versandhandel bestimmt war und nun die neue Kreativzelle der Band ist. Aufgenommen in denselben Sessions wie der Vorgänger "A Bit of Previous", fühlt sich das neue Album "Late Developers" nicht wie eine Sammlung von weniger guten Songs an, die nicht gut genug waren, um auf das auf das erste Album zu kommen. Vielmehr ist es ein Beweis für die ungezügelte Kreativität, die die Band während der Aufnahmen entfachte und die das letzte Album nun ergänzt. Während man in einer Album-Info gerne versucht Musik mit markigen Worten zu beschreiben, entzieht sich "Late Developers" den Genres und schwebt zwischen den Welten. Belle and Sebastian hatten schon immer ein Händchen dafür, Musik und Texte so zu kombinieren, dass sie die chaotische Welt der menschlichen Empfindungen perfekt einfangen - ein Soundtrack des Lebens. Und es gibt eine gewisse Leichtigkeit auf "Late Developers", die einen daran erinnert, dass man hier den Experten in Sachen Gefühlswelten zuhört. Stuart Murdoch ist einfach ein meisterhafter Beobachter und Geschichtenerzähler. Es ist bemerkenswert, dass eine Band mit einer derart langen Karriere Musik machen kann, die sich nicht nur unmittelbar anfühlt, sondern auch zwei aufeinanderfolgende Alben, die klingen, als wären Belle and Sebastian auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. "Late Developers" ist ein überzeugendes Beispiel dafür, dass Belle and Sebastian stets auf der Suche nach der perfekten Melodie sind, um uns immer wieder aufs Neue zu verzaubern und um klarzumachen, warum wir uns damals auf den ersten Blick in diese Band verliebt haben.
Black Vinyl[24,16 €]
Strictly Limited Orange Vinyl
Wer liebt Belle and Sebastian nicht? Springt dein Herz auch jedes Mal, wenn du ihre Musik hörst? Hast du dich auch zum ersten Mal in Belle and Sebastian verliebt, als du "If You"re Feeling Sinister" auf Repeat gehört hast und hat dieser Song danach auch dein Leben verändert? Wenn du Belle and Sebastian liebst, war "A Bit of Previous" von 2022 ein kleines Geschenk für dich. Belle and Sebastian haben uns bereits eine Fülle von Klassikern geschenkt, so dass man angesichts des Outputs des letzten halben Jahrzehnts, verstreut über EPs, Soundtracks und ein Live-Album (das gleichzeitig eine Greatest Hits-Sammlung war), annehmen könnte, es sei nichts mehr im Tank und es sei an der Zeit, den Tourbus für ein paar Album-Jubiläumsshows anzuwerfen. Aber das wäre ein Irrtum. Wie sich herausstellte, verbrachte die Band die trostlosesten Zeiten der Pandemie miteinander, nutzte die Situation und die Einsamkeit für neue Musik. Sie verwandelten diese Energie in Freude und in einen Herzschmerz, der jeden Moment durchschimmert. Als Zentrum diente ein Raum, der früher eigentlich für den Versandhandel bestimmt war und nun die neue Kreativzelle der Band ist. Aufgenommen in denselben Sessions wie der Vorgänger "A Bit of Previous", fühlt sich das neue Album "Late Developers" nicht wie eine Sammlung von weniger guten Songs an, die nicht gut genug waren, um auf das auf das erste Album zu kommen. Vielmehr ist es ein Beweis für die ungezügelte Kreativität, die die Band während der Aufnahmen entfachte und die das letzte Album nun ergänzt. Während man in einer Album-Info gerne versucht Musik mit markigen Worten zu beschreiben, entzieht sich "Late Developers" den Genres und schwebt zwischen den Welten. Belle and Sebastian hatten schon immer ein Händchen dafür, Musik und Texte so zu kombinieren, dass sie die chaotische Welt der menschlichen Empfindungen perfekt einfangen - ein Soundtrack des Lebens. Und es gibt eine gewisse Leichtigkeit auf "Late Developers", die einen daran erinnert, dass man hier den Experten in Sachen Gefühlswelten zuhört. Stuart Murdoch ist einfach ein meisterhafter Beobachter und Geschichtenerzähler. Es ist bemerkenswert, dass eine Band mit einer derart langen Karriere Musik machen kann, die sich nicht nur unmittelbar anfühlt, sondern auch zwei aufeinanderfolgende Alben, die klingen, als wären Belle and Sebastian auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. "Late Developers" ist ein überzeugendes Beispiel dafür, dass Belle and Sebastian stets auf der Suche nach der perfekten Melodie sind, um uns immer wieder aufs Neue zu verzaubern und um klarzumachen, warum wir uns damals auf den ersten Blick in diese Band verliebt haben.
Was?! 25 Jahre sind es schon?
Vor kurzem erst aus dem langjährigen Winterschlaf erwacht, mussten die SKINFLICKS feststellen, dass es nun doch schon ganze 25 Jahre her sind, dass die Band 1997 in Luxemburg gegründet wurde! Ein unserer Meinung nach willkommenes Datum zum ausgiebigen Feiern und Anlass genug, die wohl besten SKINFLICKS Gassenhauer auf eine explosive Schallplatte zu bannen!
Damit man sich bei der Gelegenheit überzeugen kann, dass die Band auch nach einem Vierteljahrhundert nichts an Relevanz und Frische verloren hat, glänzt die Compilation mit etlichen neueingespielten und exklusiven (!) Versionen alter Klassiker, so z.B. das ehrwürdige "Lionhearts" oder "Stick yer disco up yer arse!", ursprünglich aus dem Gründungsjahr bzw. 2000. Auch der Oi-Meilenstein "What I am", ein Song, der durch die Jahrzehnte hindurch so oft gecovert wurde, dass der Track wohl bekannter ist als die Band selbst, wurde neu aufgenommen und bezeugt, dass die Band nichts an Aggressivität oder offensivem Stolz eingebüßt hat. In neuem lyrischem Gewand präsentiert sich der Song "Smash the referee" - ursprünglich "Smash the Love Parade".
Wer bereits die nun extrem rare 2017er "Anthology" zum 20-Jährigen verpasst hat, weiß, dass man hier sofort zugreifen sollte! Sichert euch also besser gleich dieses Kleinod an Oi-Historie, mit unantastbaren Klassikern wie "Skinhead", "Kings without a crown", "Terrace terror" und vielem, vielem mehr.
Die Jahre haben den Songs nichts anhaben können; nein, diese sind nicht nur in Würde gealtert, sondern sind immer noch brandaktuell in ihrer Haltung. Auch die Band ist offensichtlich nicht eingerostet und so haben die vier Luxemburger Jungs bereits wieder begonnen, die ganze Welt mit Konzertreisen zu beglücken.
Also, worauf wartet ihr?
- 1: Nichts
- 2: Sfspc
- 3: Salz
- 4: Feivel
- 5: Schrot
- 6: Kolt
- 7: Wasser
- 8: Bonheur
- 9: Fünfegrade
- 10: Lakk
- 11: Fernost
- 12: Tau
- 13: Lod
PURPLE COLORED EDITION[23,49 €]
Das neue Album "nichts" der Aachener Post-Hardcore Band FJORT ist ein 50-minütiges Erlebnis. "nichts" gewinnt dem dichten Sound der Band, der fließend zwischen allen Spielarten von Hardcore und Postrock wandelt, zahlreiche neue Facetten ab. Die Täler sind tiefer denn je, in den Höhen ist kaum Luft zu atmen. Die Atmosphäre fühlt sich nahezu greifbar an. Lyrisch gaben sich FJORT seit jeher kryptisch und bleiben dieser Linie treu werden auf "nichts" jedoch auch konkret wie selten zuvor. Vielleicht, weil Zeiten wie diese mehr denn je nach Schonungslosigkeit lechtzen. Vielleicht auch, weil eine Art Galgenhumor seinen Weg auf das Album gefunden hat, der mit dem absoluten Ernst gekonnt bricht. Abwechslungsreicher und schlichtweg größer klang diese Band noch nie.
Smokey Marbled Vinyl[32,14 €]
Voller Zorn und brennendem Hass, doch gleichzeitig auch erfüllt vom prallen Leben und mit Momenten erstaunlicher Schönheit - IMHA TARIKATs drittes Album "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" deutet seine internen Widersprüche und Konflikte bereits im Titel an. Das Album ist um einen Kern aus typisch deutschem Black Metal entstanden, der ebenso präzise wie trocken und humorlos auf jeglichen Bombast und die oft folkloristischen Untertöne seines nordischen Gegenstücks verzichtet. Dabei stößt IMHA TARIKATs lyrischer und musikalischer Vordenker Kerem Yilmaz alias Ruhsuz Cellât erneut mit seinen einzigartigen Kompositionen auch in tiefere Schichten und unerforschte Dimensionen vor. Während er seinem körperlich schwer fordernden Gesangsstil noch mehr brutal die Kehle zerfetzende Ansätze hinzufügt, bilden ein furioses Drumming sowie das unerbittliche Peitschen von frostig klirrenden Gitarrensaiten das mal eiskalte und dann wieder glühend heiße Fundament von IMHA TARIKAT. Doch während sich Yilmaz' Songs durch die schwarze Leere des Alls winden und drehen, tauchen aus dem Nichts überraschend strahlende Momente und Soli auf, die ihre Ursprünge eher im Heavy Metal, hartem und okkultem Rock und sogar einer Messerspitze Punk haben. Textlich funktionieren IMHA TARIKAT weiterhin als eine Art von verschlüsseltem Tagebuch, in dem Yilmaz seine persönlichen Erfahrungen, sein menschliches Wachstum und seine Faszinationen festhält: "Ich habe mich buchstäblich in den Wahnsinn getrieben, um eine absolut authentische Erfahrung zu erschaffen", beschreibt der Sänger und Gitarrist den Aufnahmeprozess von "Hearts Unchained". Von daher liegt es nahe, dass "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" von inneren Konflikten, seelischem Leid, eskalierenden Emotionen, aber auch von Katharsis und Erlösung handelt. Der brutale schwarze Sound von IMHA TARIKAT war von Anfang an auch als eine Art von emotionalem Druckventil für den Bandgründer Kerem Yilmaz konzipiert. Seine brennende musikalische Leidenschaft zeigt sich ebenso in der rasanten Entwicklung, die Yilmaz' Songwriting mit jeder neuen Veröffentlichung offenbart und das in mehrere Richtungen gleichzeitig expandiert. Während bereits die erste EP "Kenoboros" 2017 einen hervorragenden Eindruck hinterließ, eroberte die Band auf dem folgenden Demo "Son Mistisizm" (2018) hörbar neues Terrain. Mit dem 2019er Debütalbum "Kara Ihlas" und ihrer folgenden Black Metal Supernova "Sternenberster" (2020) erreichten IMHA TARIKAT dann neue Höhepunkte. Es passt ins Bild, dass es den Deutschen mit "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" gelingt, einen weiteren Gipfel zu erklimmen. IMHA TARIKAT sind drauf und dran, die Welt in schwarze Flammen zu setzen und "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" ist der Funke, der alles entzündet. Bevor alle Gefühle zu Asche und Schlacke zerfallen, lasst sie lieber brennen!
Black Vinyl[29,62 €]
Voller Zorn und brennendem Hass, doch gleichzeitig auch erfüllt vom prallen Leben und mit Momenten erstaunlicher Schönheit - IMHA TARIKATs drittes Album "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" deutet seine internen Widersprüche und Konflikte bereits im Titel an. Das Album ist um einen Kern aus typisch deutschem Black Metal entstanden, der ebenso präzise wie trocken und humorlos auf jeglichen Bombast und die oft folkloristischen Untertöne seines nordischen Gegenstücks verzichtet. Dabei stößt IMHA TARIKATs lyrischer und musikalischer Vordenker Kerem Yilmaz alias Ruhsuz Cellât erneut mit seinen einzigartigen Kompositionen auch in tiefere Schichten und unerforschte Dimensionen vor. Während er seinem körperlich schwer fordernden Gesangsstil noch mehr brutal die Kehle zerfetzende Ansätze hinzufügt, bilden ein furioses Drumming sowie das unerbittliche Peitschen von frostig klirrenden Gitarrensaiten das mal eiskalte und dann wieder glühend heiße Fundament von IMHA TARIKAT. Doch während sich Yilmaz' Songs durch die schwarze Leere des Alls winden und drehen, tauchen aus dem Nichts überraschend strahlende Momente und Soli auf, die ihre Ursprünge eher im Heavy Metal, hartem und okkultem Rock und sogar einer Messerspitze Punk haben. Textlich funktionieren IMHA TARIKAT weiterhin als eine Art von verschlüsseltem Tagebuch, in dem Yilmaz seine persönlichen Erfahrungen, sein menschliches Wachstum und seine Faszinationen festhält: "Ich habe mich buchstäblich in den Wahnsinn getrieben, um eine absolut authentische Erfahrung zu erschaffen", beschreibt der Sänger und Gitarrist den Aufnahmeprozess von "Hearts Unchained". Von daher liegt es nahe, dass "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" von inneren Konflikten, seelischem Leid, eskalierenden Emotionen, aber auch von Katharsis und Erlösung handelt. Der brutale schwarze Sound von IMHA TARIKAT war von Anfang an auch als eine Art von emotionalem Druckventil für den Bandgründer Kerem Yilmaz konzipiert. Seine brennende musikalische Leidenschaft zeigt sich ebenso in der rasanten Entwicklung, die Yilmaz' Songwriting mit jeder neuen Veröffentlichung offenbart und das in mehrere Richtungen gleichzeitig expandiert. Während bereits die erste EP "Kenoboros" 2017 einen hervorragenden Eindruck hinterließ, eroberte die Band auf dem folgenden Demo "Son Mistisizm" (2018) hörbar neues Terrain. Mit dem 2019er Debütalbum "Kara Ihlas" und ihrer folgenden Black Metal Supernova "Sternenberster" (2020) erreichten IMHA TARIKAT dann neue Höhepunkte. Es passt ins Bild, dass es den Deutschen mit "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" gelingt, einen weiteren Gipfel zu erklimmen. IMHA TARIKAT sind drauf und dran, die Welt in schwarze Flammen zu setzen und "Hearts Unchained - At War with a Passionless World" ist der Funke, der alles entzündet. Bevor alle Gefühle zu Asche und Schlacke zerfallen, lasst sie lieber brennen!
Für Fans von Smerz, The Internet, Erika De Casier & Japanese Breakfast Es braucht ein starkes Selbstbewusstsein um seine Komfortzone zu erweitern. Bei der Künstlerin Gaisma scheint diese Ausweitung keine Grenzen zu kennen. Vom professionellen Tanz, über das DJ Leben in den Nacht Clubs, bis hin zu eigenen musikalischen Kompositionen und Produktionen. Die Disziplin mit der Alisa Scetinina aka Gaisma ihren Leidenschaften nachgeht, kommt nicht von ungefähr; aufgewachsen in Lettland wo sie sich in jungen Jahren dem Ballett verschrieb und schließlich in der Choreografischen Schule in Riga aufgenommen wurde. Mit 15 Jahren kam sie alleine nach Deutschland und nachmehreren Engagements u.a. in München und an der Stuttgarter Oper, entschied Alisa aus dem nichts Kunst zu studieren und live zu performen. Damit war der kreative Hunger noch nicht annähernd gestillt, es kam Cinematography hinzu, sowohl vor als auch hinter der Kamera, diverse Choreografie Arbeiten und eben ihre eigens produzierte Musik die Genreübergreifend in alle Richtungen fließen kann. Nach diversen Singles und zwei Alben auf Bandcamp, die ausschweifenden Techno sowie sanfte R'n'B Klänge beinhalteten, entschied die 27jährige die eigenen Produktionen beiseite zu legen und sich mit Paul Schwarz (Levin Goes Lightly, Karies, Human Abfall) zusammen zu tun um eine EP aufzunehmen und zu produzieren. Dabei herausgekommen ist "Mirrors of the Cosmic Cinema", eine musikalische Reise die Hörer*innen in träumerische Momentaufnahmen entführt. Die 5 Song starke EP überzeugt mit cleverem Songwriting rund um zwischenmenschliche Wahrnehmung und kleinen alltäglichen Geschichten. Durch technische Finesse scheint sich die Zeit beim Hören auszudehnen und lässt somit Realitätsflucht und kleine Gedanken Abenteuer zu. Eine Mischung aus Indie Bedroom-Pop, Contemporary R'n'B und einer brise psychedelic Soul wird verfeinert mit treibenden Rap Passagen und jazzigen Drums, das zeigt die Vielfalt und das Talent mit dem Gaisma Genres aufbricht und miteinander vereint.
Re-release Gegründet 1970 von Dieter Moebius und Hans-Joachim Roedelius zählen Cluster zu den einflussreichsten Bands der experimentellen Elektronik- und Ambientmusik in Deutschland. "Cluster 71" war das Debütalbum des Duos und zählt laut dem Musikmagazin "The Wire" zu den "One Hundred Records That Set The World On Fire". "Cluster 71" ist ein Monster: Das Album enthält gerade mal drei (unbetitelte) Stücke und ist schwere Kost für unvorbereitete Ohren. Doch das Album war wegweisend wie kaum ein zweites elektronisches Musikwerk. Cluster waren vorher noch ein Trio und schrieben sich Kluster. Aufgrund musikalischer Differenzen trennten sich Moebius und Roedelius 1970 von Konrad Schnitzler und spielten 1971 im Hamburger Star Musikstudio ihr erstes Album ein. Clusters völlige Abkehr von gebräuchlicher Harmonik und Rhythmik bis hin zu totaler klanglicher Abstraktion, ihr selbstverständlicher Umgang mit Geräuschen, rigorose elektronische Live-Improvisationen und das Bewusstsein, nichts verlieren zu können - das alles kennzeichnet diesen innovativen Aufbruch. Der Begleittext stammt von Asmus Tietchens.
- 1: Gehen Die Leute
- 1: 2 Sie Wollen Uns Erzählen
- 1: 3 Ich Bin Viel Zu Lange Mit Euch Mitgegangen
- 1: 4 Ein Abend Im Rotary Club
- 1: 5 Alles Was Ich Will, Ist Nichts Mit Euch Zu Tun Haben
- 1: 6 Auf Den Hund Gekommen
- 1: 7 Es Ist Egal, Aber
- 1: 8 Meine Schwester
- 1: 9 Du Und Deine Welt
- 1: 0 Mein Neues Hobby
- 1: Vier Geschichten Von Dir
- 1: 2 Du Bist Immer Für Mich Da
- 1: 3 Der Schönste Tag In Meinem Leben
- 1: 4 So Schnell
- 1: 5 Dieses Jahr
- 1: 6 Für Immer Dein Feind
- 1: 7 Liebes Tagebuch
- 1: 8 Nach Bahrenfeld Im Bus
- 2: 1 So Schnell
- 2: Ein Abend Im Rotary Club
- 2: 3 Du Und Deine Welt
- 2: 4 Die Welt Kann Mich Nicht Mehr Verstehen
- 2: 5 Gehen Die Leute
- 2: 6 Mein Neues Hobby
- 2: 7 Alles Was Ich Will, Ist Nichts Mit Euch Zu Tun Haben
- 2: 8 Der Schönste Tag In Meinem Leben
- 2: 9 Nach Bahrenfeld Im Bus
DAS ORIGINAL ALBUM VON 1997 INKL. SPECIAL-BONUS: "LIVE IN HAMBURG 1997" MIT 9 TRACKS. ZUM ERSTEN MAL AUF VINYL! Nach einer längeren Veröffentlichungspause erscheint im Juli "97 das vierte Album produziert von Hans Platzgumer im legendären Black Box Studio in Frankreich. Wandel und Weiterentwicklung sind der Platte anzuhören, obgleich sie noch immer eindeutig nach Tocotronic klingt. Doch in den Texten wird Abstand genommen von der "Ich"-Litanei früherer Platten,das "Du" kommt stärker zu seinem Recht. Die Songs sprechen von Entfremdung, von sich voneinander entfernenden Menschen, von der Sehnsucht nach Freundschaft. Im Songwriting sind gesungene und instrumentale Teile stärker ineinander verwoben, der Aufbau der Songs folgt einer Dramaturgie, die in enger Korrespondenz zum Text steht. Dirk von Lowtzows Gesang ist ausgefeilter denn je, in der Melodiesetzung, wie in der Phrasierung, wie auch in der Aufnahme. "Es Ist Egal, Aber.." ist der Abschied von den einfachen musikalischen Laut-Leise-Lösung; Tocotronic verfeinern den Umgang mit ihren musikalischen Mitteln - manche sprechen da gern von Reife.




















