Einen schönen Fang hat das Chicagoer Label Trouble In Mind vor Kurzem mit DUMMY gemacht: Das Quintett aus Los Angeles verblüfft auf seinem Debüt ,Mandatory Enjoyment" mit einem derart ausgereiften Noise-Pop-Entwurf, das man kaum glauben mag, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt. Nach gerade einmal zwei veröffentlichten EPs aus dem letzten Jahr, haben DUMMY ihren mit einem wundervollen Groove ausgestatteten Sound auf ,Mandatory Enjoyment" sichtlich gefunden und bis zur Perfektion destilliert. Das spielfreudige Debüt kombiniert geschickt Einflüsse aus Krautrock, Dream-Pop, Ambient, Psychedelic und Shoegaze zu einem Soundgebräu, das sowohl avantgardistisch als auch immer noch genug im Pop verwurzelt ist. Songs wie "Daffodils" und "Fissured Ceramics" zeichnen sich durch unerbittlich treibende Energie und reichlich psychedelischen Lärm aus. An anderer Stelle gleicht Dummy die Aggression mit meditativen Synthesizerlandschaften aus, die sich auf Sounddesign und Studioexperimente konzentrieren, wie bei dem motorischen "X-Static Blanket". Das Herzstück "H.V.A.C." und der letzte Track des Albums, "Atonal Poem", versuchen schließlich, diese beiden Pole miteinander zu verbinden und bieten mehrteilige Reisen durch unbekanntes Klangterritorium. Im Gegensatz zu der glückseligen Instrumentierung untersuchen Dummys sardonische Texte die Last des modernen Lebens, den Konsumismus, den Zusammenbruch der Umwelt, die Entfremdung und andere Ängste, die aus dem Leben in diesem absurden Moment der Geschichte entstehen. Innenarchitektur, Meeresverschmutzung, die Psychologie kommerzieller Architektur und Atomtests sind Themen, die aufgegriffen werden. Die rastlose Kreativität von Dummy treibt die Band immer weiter voran, sie fordern sich selbst ständig heraus und treiben ihren Sound in aufregende und erheiternde Bereiche. Dies ist - wie der Albumtitel schon sagt - "Mandatory Enjoyment". ENG Los Angeles band Dummy refuses to slow down. After releasing two cassette EP's in 2020 (on Popwig and Born Yesterday respectively), Dummy's debut full-length album arrives via Chicago's Trouble in Mind Records. Employing pummeling guitars and celestial ambience within the same breath, the band folds a myriad of reference points into their drone-pop style. Influence from '60s melodicism and '90s UK noise pop can be found woven in with inspiration from spiritual jazz, Japanese new age, and Italian minimalism. Dummy dodges the brooding, dark, dramatic tropes of contemporary "artistic" music often found in punk, experimental, and electronic, instead insisting on joyous and euphoric sonic palettes. They refuse to be artistically stagnant, continuously shifting their approach to writing across 12 tracks. Shaped by performances around Los Angeles in 2019, songs like "Daffodils" and "Fissured Ceramics" feature relentless driving energy and ample psychedelic noise. Elsewhere, Dummy counterbalances the aggression with meditative synthscapes focused on sound design and studio experimentation, like on the motorik "X-Static Blanket". Finally, centerpiece "H.V.A.C." and the album's final track, "Atonal Poem", seek to synthesize these two poles, offering multi-part journeys through uncharted sonic territory. In contrast to blissed-out instrumentation, Dummy's sardonic lyricism examines "the burden of modern life, consumerism, environmental collapse, alienation, and other anxieties born out of living in this absurd moment in history". Interior design, marine pollution, the psychology of commercial architecture, and nuclear testing are all featured subjects. Dummy's restless creativity keeps them moving ever-forward, continuously challenging themselves and pushing their sound into exciting and exhilarating places. This is - as the album title suggests - "Mandatory Enjoyment".
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Einen schönen Fang hat das Chicagoer Label Trouble In Mind vor Kurzem mit DUMMY gemacht: Das Quintett aus Los Angeles verblüfft auf seinem Debüt ,Mandatory Enjoyment" mit einem derart ausgereiften Noise-Pop-Entwurf, das man kaum glauben mag, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt. Nach gerade einmal zwei veröffentlichten EPs aus dem letzten Jahr, haben DUMMY ihren mit einem wundervollen Groove ausgestatteten Sound auf ,Mandatory Enjoyment" sichtlich gefunden und bis zur Perfektion destilliert. Das spielfreudige Debüt kombiniert geschickt Einflüsse aus Krautrock, Dream-Pop, Ambient, Psychedelic und Shoegaze zu einem Soundgebräu, das sowohl avantgardistisch als auch immer noch genug im Pop verwurzelt ist. Songs wie "Daffodils" und "Fissured Ceramics" zeichnen sich durch unerbittlich treibende Energie und reichlich psychedelischen Lärm aus. An anderer Stelle gleicht Dummy die Aggression mit meditativen Synthesizerlandschaften aus, die sich auf Sounddesign und Studioexperimente konzentrieren, wie bei dem motorischen "X-Static Blanket". Das Herzstück "H.V.A.C." und der letzte Track des Albums, "Atonal Poem", versuchen schließlich, diese beiden Pole miteinander zu verbinden und bieten mehrteilige Reisen durch unbekanntes Klangterritorium. Im Gegensatz zu der glückseligen Instrumentierung untersuchen Dummys sardonische Texte die Last des modernen Lebens, den Konsumismus, den Zusammenbruch der Umwelt, die Entfremdung und andere Ängste, die aus dem Leben in diesem absurden Moment der Geschichte entstehen. Innenarchitektur, Meeresverschmutzung, die Psychologie kommerzieller Architektur und Atomtests sind Themen, die aufgegriffen werden. Die rastlose Kreativität von Dummy treibt die Band immer weiter voran, sie fordern sich selbst ständig heraus und treiben ihren Sound in aufregende und erheiternde Bereiche. Dies ist - wie der Albumtitel schon sagt - "Mandatory Enjoyment". ENG Los Angeles band Dummy refuses to slow down. After releasing two cassette EP's in 2020 (on Popwig and Born Yesterday respectively), Dummy's debut full-length album arrives via Chicago's Trouble in Mind Records. Employing pummeling guitars and celestial ambience within the same breath, the band folds a myriad of reference points into their drone-pop style. Influence from '60s melodicism and '90s UK noise pop can be found woven in with inspiration from spiritual jazz, Japanese new age, and Italian minimalism. Dummy dodges the brooding, dark, dramatic tropes of contemporary "artistic" music often found in punk, experimental, and electronic, instead insisting on joyous and euphoric sonic palettes. They refuse to be artistically stagnant, continuously shifting their approach to writing across 12 tracks. Shaped by performances around Los Angeles in 2019, songs like "Daffodils" and "Fissured Ceramics" feature relentless driving energy and ample psychedelic noise. Elsewhere, Dummy counterbalances the aggression with meditative synthscapes focused on sound design and studio experimentation, like on the motorik "X-Static Blanket". Finally, centerpiece "H.V.A.C." and the album's final track, "Atonal Poem", seek to synthesize these two poles, offering multi-part journeys through uncharted sonic territory. In contrast to blissed-out instrumentation, Dummy's sardonic lyricism examines "the burden of modern life, consumerism, environmental collapse, alienation, and other anxieties born out of living in this absurd moment in history". Interior design, marine pollution, the psychology of commercial architecture, and nuclear testing are all featured subjects. Dummy's restless creativity keeps them moving ever-forward, continuously challenging themselves and pushing their sound into exciting and exhilarating places. This is - as the album title suggests - "Mandatory Enjoyment".
Alexander Winkelmann, der höflichste Punk von Germany, singt vom fast normalen Leben. Wir haben es offensichtlich mit Aufbruch und Verzweiflung zu tun, mit alten Sehnsüchten und neuer Zufriedenheit, mit dem Guten und dem Schrecklichen, und mit dem Yolofanten (»Yolofant«).
Was tut man, wenn man alles tun kann? Und was passiert, wenn alles stillsteht? Treibend und schrammelig, gaga und melancholisch. Die Neunziger, die Nuller, die Zweitausendzwanziger. Punk, Pop, Indie-Rock. Winkelmanns Debütalbum, »Danke der Nachfrage«, ist Wohnzimmer-selfmade und dennoch brillant produziert (in Marzahn – von Balayage, also Garagen Uwe und Sebastian Gieck). Das Album, das von mehreren Videos begleitet wird, ist durchsetzt von Hits, aber auch meta und formbewusst — ein eigentlich unmöglicher musikalischer Stunt.
Die getriebene Stimme der Winkelmann-Figur wirkt regelrecht manisch, sie ist der offensive Ausdruck einer Person, der es sehr, sehr gut geht, die aber auch sehr, sehr traurig ist. Winkelmann glaubt an die vereinende Kraft des Tempelhofer Flugfelds (»Flugfeld«), er läuft alleine auf einer unbefahrenen Autobahn (»Autobahn«) und hat Dinge gesehen, die schon längst wieder verschwunden sind (»Dinge«). Er möchte mit seinem Wohnraum zum Wohnraum des geliebten Menschen fliegen (»Lockdown«), er möchte Pizza mit ganz viel scharfem Öl benässen, und wird die Weihnachtsfeier des Jahres 2019 (»Weihnachtsfeier«) wohl nie vergessen.
Zehn exzentrisch-sensible Hymnen über das doch eigentlich schöne Leben, intim nah am Berliner Alltag.
Pan-Pot zeigen mit einem unkonventionellen, von Breakbeats gekennzeichneten Techno auf Voodoo Signs eine ganz neue Seite von sich. Mit atmosphärischen Klängen voller kontrastreicher Elemente eröffnet Voodoo und hypnotisiert die Zuhörer:innen mit gebrochenen Rhythmen und bedrohlichen Vocals. Signs sorgt mit seinem treibenden, von einem wiederholten und spannungserzeugenden Piepen getragenen Rhythmus für Peaktime Stimmung. Plötzlich durchschneidet ein Breakbeat die energischen Klänge, bevor der 4/4 Beat die frenetische Clubatmosphäre wieder herstellt.
New Yorker Singer-Songwriter entdeckt den Westcoast-Sound. Das 2019 erschienene Album "The Unseen In Between" etablierte den amerikanischen Musiker Steve Gunn als einen Großmeister des US-Songwritings - mit seinem neuen Album "Other You" unterstreicht er nun diesen Anspruch. Gunn, der ursprünglich aus Pennsylvania stammt und mittlerweile in Brooklyn lebt, ist für die Aufnahmen zu seinem neuen Album an die Westküste gereist. Das passt perfekt, denn seine Musik ist der ideale Soundtrack für Roadtrips von der Ostküste an die Westküste des Landes. Sein fein destillierter Sound lässt sich dabei zwischen Roots Rock, Americana, Folk und Jazz treiben. Steve Gunn ist Traditionalist und Suchender zugleich. Zumeist geht er nur mit losen Ideen ins Studio, bei denen er am Anfang nie so genau weiß, wo sie ihn am Ende hinführen werden. Ähnlich gestaltete sich das auch dieses Mal. Sein sechstes Studioalbum "Other You" nahm Steve Gunn zusammen mit Produzentenlegende Rob Schnapf (Beck, Elliott Smith, Kurt Vile) in dessen Mant Studios in Los Angeles Ende 2020 und Anfang 2021 auf. Schnapf hat großen Anteil an der Entstehung dieses Albums. Er schüttelte nicht nur das Soundbett auf, sondern mischte auch Steve Gunns Stimme in den Vordergrund, um den poetischen Lyrics des Songwriters die richtige Bühne zu bieten. Mit Hilfe von befreundeten Musikern wie Juliana Barwick, Mary Lattimore, Bridget St. John, Jeff Parker, Bill MacKay, Ben Bertrand und dem Schlagzeuger Ryan Sawyer (TV On The Radio, Thurston Moore, Gang Gang Dance) entstand mit "Other You" ein Album, mit dem Steve Gunn nicht nur die Grenzen von Genres auslotet, sondern auch seine eigenen.
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New Yorker Singer-Songwriter entdeckt den Westcoast-Sound. Das 2019 erschienene Album "The Unseen In Between" etablierte den amerikanischen Musiker Steve Gunn als einen Großmeister des US-Songwritings - mit seinem neuen Album "Other You" unterstreicht er nun diesen Anspruch. Gunn, der ursprünglich aus Pennsylvania stammt und mittlerweile in Brooklyn lebt, ist für die Aufnahmen zu seinem neuen Album an die Westküste gereist. Das passt perfekt, denn seine Musik ist der ideale Soundtrack für Roadtrips von der Ostküste an die Westküste des Landes. Sein fein destillierter Sound lässt sich dabei zwischen Roots Rock, Americana, Folk und Jazz treiben. Steve Gunn ist Traditionalist und Suchender zugleich. Zumeist geht er nur mit losen Ideen ins Studio, bei denen er am Anfang nie so genau weiß, wo sie ihn am Ende hinführen werden. Ähnlich gestaltete sich das auch dieses Mal. Sein sechstes Studioalbum "Other You" nahm Steve Gunn zusammen mit Produzentenlegende Rob Schnapf (Beck, Elliott Smith, Kurt Vile) in dessen Mant Studios in Los Angeles Ende 2020 und Anfang 2021 auf. Schnapf hat großen Anteil an der Entstehung dieses Albums. Er schüttelte nicht nur das Soundbett auf, sondern mischte auch Steve Gunns Stimme in den Vordergrund, um den poetischen Lyrics des Songwriters die richtige Bühne zu bieten. Mit Hilfe von befreundeten Musikern wie Juliana Barwick, Mary Lattimore, Bridget St. John, Jeff Parker, Bill MacKay, Ben Bertrand und dem Schlagzeuger Ryan Sawyer (TV On The Radio, Thurston Moore, Gang Gang Dance) entstand mit "Other You" ein Album, mit dem Steve Gunn nicht nur die Grenzen von Genres auslotet, sondern auch seine eigenen.
Kolektif Istanbul verbindet traditionelle anatolische und thrakische Melodien mit Funk, World und Jazz zu einem treibenden Sound, der ebenso Schmelztiegel ist wie ihre Heimat Istanbul. Türkische Rhythmen und westliche Einflüsse verschmelzen zu einer immer tanzbaren Melange, die man mit einem Augenzwinkern als progressive Hochzeitsmusik bezeichnen könnte und für ausgelassene Stimmung unter den Zuschauern sorgt. Das dabei entstehende kreative Chaos lässt einen dabei zu keinem Zeitpunkt vergessen, dass die einzelnen Bandmitglieder ausgezeichnete Instrumentalisten sind, die eine enorme Bandbreite an musikalischen Genres zu bieten haben - vom Jazz über Balkanmusik bis zu türkischen Standards. Gayda (Dudelsack), Klarinette, Tarogato, Saxofon, Akkordeon, Sousafon (ähnlich der Bass-Tuba), Zurna (eine Art türkischer Oboe), Perkussion und Schlagzeug dominieren die Klangästhetik, die durch Asli Dogans klare Stimme eine ganz besondere Ausdruckskraft erhält und die Sensibilität der Songs perfekt einfängt.
Zu Gast bei Fred und Luna
Fred und Luna, die beiden Mannequins aus Karlsruhe, erwarten hohen Besuch, zum großen Remix-
Stelldichein:
Peter Kruder bringt eine vorzügliche Wiener Downtempo-Bearbeitung des Fred-und-Luna-Hits „People
Mambo“ mit.
Mathew Jonson eine wunderbar groovy und jazzy Variante von „Nichtmusikalische Stadt Unter
Schritten/Das Ist Halt So“.
In Flagranti eine treibende, tanzbodenbetonte Version von „Nichtmusikalische Stadt Unter Schritten“.
Und Dodi Palese hat einen nicht weniger rhythmusbetonten Edit von „Polytonikum“ im Gepäck.
Alle vier Mitbringsel gibt es digital und als limitierte Vinyl-EP ab Ende Juli 2021.
Als digitalen Bonus steuern Mennert und StriCt eine superverträumte Version von „Dolcefarniente“ bei.
Compost Records, Fred und Luna und die fünf Gäste wünschen viel Pläsier.
Das Wiener Duo TENTS präsentiert mit ihrem neuen Album exquisiten Art-Pop. Bisher für ihre Post-Punk-Anklänge bekannt, schlägt die Band mit 'Limbo' einen neuen Weg ein und liefert ein eindrucksvolles Pop-Statement. Die Songs ihres facettenreich produzierten Albums umgibt der Hauch einer "sophisticated coolness". Während am Beginn noch markante Gitarren und treibende Drums das Bild einer klassischen Band zeichnen, bewegt sich 'Limbo' nach und nach in stimmungsvollere Sphären aus Synthflächen und Drummachines, wie z.B. in 'Cold Bliss' oder dem pathosgeladenen Endstück ,Jitter'. Anstatt wie geplant für neue Aufnahmen ins Studio zu gehen - ein im Lockdown-Jahr schwieriges Unterfangen - richteten sich die beiden Musiker Clemens Posch und Paul Stöttinger in den eigenen vier Wänden ein und machten sich daran, das Album selbst zu produzieren. Die Auflösung vertrauter Formen wurde in dem ungewohnten Setting zur kreativen Triebfederr - der Albumtitel 'Limbo' spielt auf diesen Schwebezustand an. Tents überraschen mit perfekt arrangierten Stilelementen, die an die Hochblüte des Pop-Genres in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren mit Namen wie Talk Talk, Brian Eno oder David Bowie erinnern und überführen diese selbstbewusst in ein zeitgenössisches Hörerlebnis. Nur 150 Stück weißes Vinyl weltweit!
- A1: Feelin (Rashad Ft Spinn & Taso)
- A2: Show U How (Spinn & Rashad)
- A3: Pass That Shit (Rashad Ft Spinn & Taso)
- A4: She A Go (Rashad Ft Spinn & Taso)
- B1: Only One (Rashad Ft Spinn & Taso)
- B2: Everyday Of My Life (Rashad & Dj Phil)
- B3: I Don't Give A Fuck (Rashad)
- B4: Double Cup (Rashad Ft Spinn)
- C1: Drank, Kush, Barz (Rashad Ft Spinn)
- C2: Reggie (Rashad)
- C3: Acid Bit (Rashad & Addison Groove)
- D1: Leavin (Rashad & Manny)
- D2: Let U No (Rashad Ft Spinn)
- D3: I'm Too Hi (Rashad Ft Earl)
Die Footwork Legende aus Chicago, DJ RASHAD, beschließt ein erfolgreiches Jahr auf Hyperdub mit seinem ersten Album für das Label und baut damit auf zwei EPs auf, die deutlich demonstriert haben, wie sich der Sound von ihm und seinen mannigfaltigen Teklife Kollaborateuren im Jahr 2013 entwickelt hatte. Benannt nach dem Freizeitcocktail aus Sprite und Kodein treffen auf ,Double Cup" traditionelle 808 Footwork Ausbrüche auf die neuesten Mutationen des Sounds und zeigen so die Vielseitigkeit und Kraft der Chicago Szene im Jahr 2013. Das Album wirft Hip Hop, R&B, Acid, House, Techno und Jungle in seinen Footwork Shredder und spuckt diese auf der anderen Seite als zusammengeklebte Fragmente wieder aus, zusammengehalten durch schnurrende 808 Subtriplets und kantige Polyrhythmen. Das Album wärmt sich langsam mit einem G-Funk Swing auf, der typisch ist für RASHAD und SPINNs Kollaborationen mit TASO aus San Francisco. Diven mit Schluckauf räkeln sich auf den Rhythmen von ,Show U How", ,Only One" und ,Everyday Of My Life" mit Raps von der Crew auf ,Pass That Shit", ,She A Go" und ,Kush, Drank, Barz". Das bereits veröffentlichte "I Don't Give A Fuck" markiert den düsteren Dreh- und Angelpunkt des Albums; das Tempo zieht in der zweiten Hälfte an mit dem treibenden Viervierteltakt des Titeltracks ,Double Cup", dem donnernd gepressten ,Acid Bit" und dem Chicago House von ,Reggie" und ,Leavin. Den Höhepunkt markiert die Breakbeat Wissenschaft von ,Let U No" und ,I'm Too Hi". ,Double Cup" ist vorausschauende Musik für die Tanzfläche und unterstreicht, dass Footwork an der Macht ist.
Nachpressung! Der Name FRIERSON mag dem ein oder anderen bekannt vorkommen. Es war der Nachname von WENDY RENE, deren Werk 2012 von Light In The Attic zur Compilation ,After Laughter Comes Tears" zusammengetragen wurde. Und tatsächlich ist JOHNNIE FRIERSON ihr Bruder, ein weiteres Mitglied des Mittsechziger-Stax-Quartetts THE DRAPELS. Doch ,Have You Been Good To Yourself" wird für jeden, der den eher treibenden R&B von JOHNNIE und seinen Geschwistern erwartet, eine Überraschung sein. Die ultrararen Home Recordings sind eine Mischung aus Spoken Word, Folk und Gospel, die direkt auf Kassette aufgenommen wurden und von FRIERSONs religiöser Kindheit und seiner Karriere im Musikbusiness beeinflusst sind, die 1970 jäh unterbrochen wurde, als er als Soldat nach Vietnam gesendet wurde. Der Schatzsucher Jameson Sweiger fand ,Have You Been Good To Yourself" auf einer Zusammenstellung mit dem Titel ,Real Education" und unter dem Namen KHAFELE OJORE AJANAKU in einem Secondhandladen in Memphis, doch offensichtlich stammte die Aufnahme von FRIERSON. Die Tapes waren nicht weit gekommen: ursprünglich wurden sie in Eckläden und auf Musikfesten in der Umgebung von Memphis verkauft, wo FRIERSON weiterhin auftrat und eine Gospel-Radiosendung moderierte, während er hauptberuflich als Mechaniker, Hilfsarbeiter und Lehrer arbeitete. Die sieben Songs auf ,Have You Been Good To Yourself" sind offenkundig religiös; einige, so wie ,Out Here On Our World", sind durchdringend und eindringlich; andere, wie das selbstkritische ,Have You Been Good To Yourself" sind eher meditativ. Sie spiegeln die schwierige Situation wider, in der sich FRIERSON zur Zeit der Aufnahmen befand, verstört durch seine Zeit beim Militär und in tiefster Trauer um den frühzeitigen Tod seines Sohnes. ,Er war wirklich auf der Suche nach einer Antwort für sich", erinnert sich FRIERSONs Tochter Keesha in Andria Lisles Liner Notes. ,Und komponieren und Musik spielen waren seine Lösung". Remastert und zum ersten Mal professionell veröffentlicht, bleibt die Botschaft FRIERSONs, der 2010 verstarb, ungetrübt.
Nachpressung! Der Name FRIERSON mag dem ein oder anderen bekannt vorkommen. Es war der Nachname von WENDY RENE, deren Werk 2012 von Light In The Attic zur Compilation ,After Laughter Comes Tears" zusammengetragen wurde. Und tatsächlich ist JOHNNIE FRIERSON ihr Bruder, ein weiteres Mitglied des Mittsechziger-Stax-Quartetts THE DRAPELS. Doch ,Have You Been Good To Yourself" wird für jeden, der den eher treibenden R&B von JOHNNIE und seinen Geschwistern erwartet, eine Überraschung sein. Die ultrararen Home Recordings sind eine Mischung aus Spoken Word, Folk und Gospel, die direkt auf Kassette aufgenommen wurden und von FRIERSONs religiöser Kindheit und seiner Karriere im Musikbusiness beeinflusst sind, die 1970 jäh unterbrochen wurde, als er als Soldat nach Vietnam gesendet wurde. Der Schatzsucher Jameson Sweiger fand ,Have You Been Good To Yourself" auf einer Zusammenstellung mit dem Titel ,Real Education" und unter dem Namen KHAFELE OJORE AJANAKU in einem Secondhandladen in Memphis, doch offensichtlich stammte die Aufnahme von FRIERSON. Die Tapes waren nicht weit gekommen: ursprünglich wurden sie in Eckläden und auf Musikfesten in der Umgebung von Memphis verkauft, wo FRIERSON weiterhin auftrat und eine Gospel-Radiosendung moderierte, während er hauptberuflich als Mechaniker, Hilfsarbeiter und Lehrer arbeitete. Die sieben Songs auf ,Have You Been Good To Yourself" sind offenkundig religiös; einige, so wie ,Out Here On Our World", sind durchdringend und eindringlich; andere, wie das selbstkritische ,Have You Been Good To Yourself" sind eher meditativ. Sie spiegeln die schwierige Situation wider, in der sich FRIERSON zur Zeit der Aufnahmen befand, verstört durch seine Zeit beim Militär und in tiefster Trauer um den frühzeitigen Tod seines Sohnes. ,Er war wirklich auf der Suche nach einer Antwort für sich", erinnert sich FRIERSONs Tochter Keesha in Andria Lisles Liner Notes. ,Und komponieren und Musik spielen waren seine Lösung". Remastert und zum ersten Mal professionell veröffentlicht, bleibt die Botschaft FRIERSONs, der 2010 verstarb, ungetrübt.
With his new album, Year Of The Living Dead, Vienna-born and LA-based producer John Tejada finds a blissful extended moment of balance between the new and the familiar. Anyone who’s followed his career to date, which has included four previous albums for Kompakt, outings for storied labels like Plug Research, Playhouse and Cocoon, and numerous remixes and collaborations – most recently, his Wajatta duo with actor and musician Reggie Watts – will immediately sense the warmth and eloquence that Tejada brings to his gilded, pliant techno and electro hybrids. But there’s more here, too; an explorer’s glimmer in the producer’s eye, as he gets to grips with new ways of working and being, while offering a reflective opening for the listener, something echoed in artwork by graphic designer and ‘contemplative artist’ David Grey.
“The album was started using tools I was unfamiliar with, which became an interesting exploratory process,” Tejada says. “Staying away from the obvious and having to re-learn simple things was a fun challenge.” You can hear these new creative pulsions pushing the eight tracks on Year Of The Living Dead ever-forward; the album has an unique cast, and though there are trace elements of the genres Tejada has indulged previously, he’s never quite put them together this way before. There’s the dubwise glitter sprinkled across the moody opener “The Haunting Of Earth”, the kind caresses found amongst the deftly woven textures of “Sheltered”, and the churchy melancholy, all hymnal and golden, of “Echoes Of Life”.
Year Of The Living Dead also speaks obliquely to its moment, though Tejada works this implicitly, allowing the strange circumstances of 2020 to cast their inevitable shadow without being obvious or didactic. “The production process began right before lockdown and continued through what felt like a very serious time for all of us,” he recalls. “Not being able to see or touch our loved ones made me feel we are all like ghosts. We can observe from a distance but cannot really be there. We are isolated and alone.” And yet, Year Of The Living Dead’s tenderness offers an out for that anxiety and loneliness, its intimate immensities gifting the album a redemptive and compassionate core. Compact and glistening, Year Of The Living Dead sculpts unassuming beauty.
Mit seinem neuen Album “Year Of The Living Dead“ findet der in Wien geborene und in Los Angeles lebende Produzent John Tejada die richtige Balance zwischen Neuem und Vertrautem. Wer seine bisherige Karriere verfolgt hat, seine vier Alben für Kompakt, Beiträge für Labels wie Plug Research, Playhouse und Cocoon, zahlreiche Remixe und Kollaborationen wie zuletzt das Projekt Wajatta zusammen mit dem Schauspieler und Musiker Reggie Watts, spürt sofort wieder die Wärme und Eloquenz, die Tejada in seine geschmeidigen Techno-Elektro-Hybride einbringt. Doch es geht auch noch einen Schritt weiter. Da ist dieses Aufblitzen des Entdeckers im Auge eines Produzenten, der sich mit neuen Arbeits- und Seinsweisen auseinandersetzt und dem Zuhörer gleichzeitig etwas sehr Offenes und Nachdenkliches anbietet, etwas, das im Artwork des Grafikdesigners und "kontemplativen Künstlers" David Grey nachklingt.
"Ich hatte angefangen, das Album mit mir noch unbekannten Tools zu produzieren, was sich zu einem interessanten Forschungsprozess für mich entwickelte", sagt Tejada. "Sich vom allzu Offensichtlichen zu trennen und einfache mal Dinge neu lernen zu müssen, war eine recht spaßige Herausforderung.“ Man kann diese neuen kreativen Impulse hören, die “Year Of The Living Dead“ auf einer Länge von 8 Tracks nach vorne treiben; das Album hat einen einzigartigen Ansatz, denn obwohl es Elemente der Genres gibt, denen Tejada zuvor gefrönt hat, hatte er sie doch noch nie zuvor so zusammengefügt wie hier. Da ist dieses dubbige Glitzern im atmosphärischen Opener "The Haunting Of Earth", die freundlichen Zärtlichkeiten, die man in den Texturen von "Sheltered" findet, und schließlich die heilige Melancholie im hymnischen "Echoes Of Life".
Auch “Year Of The Living Dead“ enthält Andeutungen auf die momentane Situation und erlaubt es, den seltsamen Umständen des Jahres 2020, ihren unvermeidlichen Schatten zu werfen, ohne dabei zu offensichtlich oder gar belehrend zu sein. "Der Produktionsprozess begann kurz vor dem (ersten) Lockdown und setzte sich in einer Zeit fort, die sich für uns alle als eine sehr ernste Zeit anfühlte", erinnert er sich. "Da wir nicht in der Lage waren, unsere Lieben zu sehen oder zu berühren, hatte ich das Gefühl, dass wir alle wie Geister sind. Wir können nur distanzierte Beobachter sein, aber wir können nicht wirklich anwesend sein. Wir sind isoliert und allein." Und doch scheint die Zärtlichkeit von "Year Of The Living Dead" einen Ausweg aus dieser Angst und Einsamkeit anzubieten, die grenzenlose Intimität des Albums enthält einen erlösenden und mitfühlenden Kern. Derart konsistent und schillernd formt "Year Of The Living Dead" eine unprätentiöse Schönheit.
- A1: Das Jüngste Gericht
- A2: Das Geht Tief
- A3: Träume, Die Kein Wind Verweht
- A4: Die Flut
- A5: Wintermärz
- B1: Treibjagd
- B2: Trauma
- B3: Morgenstern
- B4: Und... Ich Lauf
- B5: Liebe Und Zorn
- B6: Venusmond
- C1: Bataillon D'amour
- C2: Stay?
- C3: Der Sturm
- C4: In Tiefer Nacht
- C5: Jetzt Und Ehedem
- D1: Seenot
- D2: Kyrie Eleison! (Der Mönch)
- D3: Dann Warst Du Da!
- D4: Hey - Hey (Was Für Ein Morgen!)
- D5: Die Flucht
- D6: Über Den Ozean
Krautrock, das fällt einem bei dem Namen Joachim Witt nicht grade als erstes ein, auch nicht hinterher, eigentlich gar nicht. Und dennoch ist Witt ein Veteran des deutschen Kunstrocks der 70er Jahre. Genre-Fans erinnern sich gern an die Band „Duesenberg“ (benannt nach der US-amerikanischen Automarke) und Witt war ein Drittel des Ender der 70er für Aufsehen sorgenden Trios.
Von US-amerikanischen Westcoast-Rock mutierte Witt In den frühen 80er Jahren zum Top Star der aufblitzenden Neuen Deutschen Welle. Sein Evergreen "Der goldene Reiter" (Nr. 2), der einen schizophrenen Menschen skizziert wird zu einem der wichtigsten Titel der NDW-Bewegung. Als gegen Ende der 80er Jahre der NDW-Sound langsam verschwand, verschwand sein Star – bis er sich 1998 zur Überraschung der breiten Öffentlichkeit wieder erhebt. Mit seinem neuen Partner Peter Heppner, der sich mit der Band Wolfsheim bereits einen Namen gemacht hat, schickt Witt sich an neues Terrain zu erobern. Das mystische, im angesagten „gotischen Sound“ vorgetragene Opus "Die Flut" begeistert zuerst die Goth Szene, dann schließlich ganz Deutschland und landet auf Platz 2 der Verkaufs-Charts. Auch das Album „Bayreuth Eins“ wird zum Bestseller und Platin Erfolg. Das Album ist noch immer ein Klassiker und gilt zusammen mit dem nachfolgenden Album „Bayreuth Zwei“ als Vorläufer der anschließend aufkommenden Strömung “Deutscher Dance Metal“, oder des auch als “Neue Deutsche Härte“ bezeichneten Trends, deren spätere Vertreter Top-Acts wie OOMPH! oder RAMMSTEIN sind.
Die Original LP „Bayreuth Eins“ ist seit langem vergriffen und „Bayreuth Zwei“ ist nie vorher als Schallplatte erschienen. Zwei Klassiker in der Wiederauferstehung, einer davon sogar als Premiere auf Vinyl.
- A1: No More Same (Feat Luvk)
- A2: Maze
- A3: Lightning (Feat Kayla Blackmon)
- A4: Arch Slide (Feat Uniiqu3 & Tre Oh Fie)
- A5: Ds8 (Feat Ghost)
- A6: Vox Convex
- B1: Genesis Fem (Feat Pheona)
- B2: High Enough (Feat Tiara Thomas)
- B3: His N Hers (Feat Semma)
- B4: Yikes (Feat Ghost)
- B5: Cell Splitter
- B6: Get On My Level (Feat Kayla Blackmon)
Auf seinem zweiten Album "Neurofire" treibt L.A. Producer und FadeToMind-Betreiber Kingdom seine Suche nach schnellere, turbulentere und experimentellere Club- und Popmusik voran und fusioniert deepen aund aggressiven Club-Bass mit synkopiertem Scifi-Pop- und -R&B der Marke Timbaland und DanjaHandz, ohne dabei sein Faible für emotionale Synths und Vocals zu vernachlässigen. "Neurofire" bietet darüberhinaus ein Feuerwerk an Features von jungen Talenten wie Ghost, Kayla Blackmon, Tiara Thomas, Pheona, UNIIQU3, Semma, LUVK und Tre Oh Fie.
Salt Lake Citys Indie-Pop-Lieblinge Choir Boy melden sich nach vier Jahren mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums "Gathering Swans" zurück. Mit der emotionalen, kraftvollen und von Pop-Nostalgie durchfluteten Platte, treiben Choir Boy ihren unverwechselbaren Sound auf eine neue Ebene. "Gathering Swans" steckt voller mitreißendem Herzschmerz und zeigt die Band von einer zärtlichen, romantischen Seite. Choir Boy startete als das Projekt von Sänger Adam Klopp, mit ständig rotierenden Bandmitgliedern. Inzwischen haben Choir Boy eine feste Besetzung bestehend aus Klopps langjährigem Wegbegleiter und Bassisten Chaz Costello, dem Saxophonisten und Keyboarder Jeff Kleinman und dem Gitarristen Michael Paulsen. 2016 veröffentlichten Choir Boy ihr, von der Kritik gefeiertes, Debütalbum "Passive With Desire", auf welches 2018 die Single "Sunday Light" folgte. Nach einer Reihe von Tourneen mit Acts wie Cold Cave, Snail Mail und Ceremony begannen Choir Boy mit dem Schreiben ihres neuen Albums. "Gathering Swans" erweist sich als ein würdiger Nachfolger und baut auf Choir Boys mitreißendem Sound mit poppiger Sensibilität auf. Das Album überzeugt mit seinem berührenden "Choral-Pop"-Klang, der zu einem Markenzeichen von Choir Boy geworden ist. "Gathering Swans" ist kreativ, authentisch, leidenschaftlich und schrill. Hinter dem melancholischen, tief emotionalen Grundton von "Gathering Swans" zeigt sich eine helle und hoffnungsvolles Aussicht.
ALLES IN ALLEM (LIMITED DELUXE BOXSET
Nach über 12 Jahren erscheint nun endlich das lang ersehnte neue Studioalbum der Band Einstürzende Neubauten ALLES IN ALLEM. Das Album markiert die Quintessenz ihres Schaffens und es öffnet sich wieder eine unerwartete Tür der mittlerweile 40 Jahre dauernden Klangexperimente des Forschungsteams um Blixa Bargeld. Wie kaum eine andere Band haben sie es geschafft einen eigenen musikalischen Kosmos zu erschaffen, ja sogar ein eigenes Genre zu kreieren, das sowohl klangliche Härte als auch ausgefeilte Poesie auf einzigartige Weise vereint. Passenderweise im Jahr der Ratte, gemäß Chinesischem Horoskop dem Symbol für Einfallsreichtum und Vielseitigkeit, ruht sich die Band nicht auf dem nunmehr vier Dekaden umfassenden Werk aus, sondern agiert zukunftsgewandt und erforscht weiterhin neugierig und mit grenzenloser Spielfreude alles, was das Klang-Universum hergibt. In den einzigartigen Klang- und Textlandschaften der 1980 in Berlin gegründeten Gruppe offenbart sich so jene Zeitlosigkeit, die sich Blixa Bargeld, N.U. Unruh, Alexander Hacke, Jochen Arbeit und Rudi Moser stets erhalten haben: Durch ihre experimentellen Herangehensweisen ans Songwriting, die in vier Jahrzehnten entwickelten Instrumente und das kollektive Arbeiten klingt die Band in ihrer eigenen Zeitrechnung auffallend gegenwärtig. Ja, die Einstürzenden Neubauten scheinen mit ihrer einzigartigen Musik stets äußerst präzise im jeweiligen Jetzt zu walten, ob im Industrial der Frühphase, den treibenden 90er-Jahren oder dem bedachten Spätwerk. Die Verse "Wir hatten tausend Ideen / Und alle waren gut" aus dem Albumtrack "Am Landwehrkanal" könnten durchaus eine Selbstbeschreibung der Band sein. So ist eine besondere Platte entstanden: ALLES IN ALLEM das erste reguläre Studioalbum der Einstürzenden Neubauten seit 12 Jahren, zeigt eine unvergleichbare Band, die ihre eigene Kategorie bildet, ihr eigenes Genre stiftet. Neben der CD und LP wird es auch ein limitiertes Deluxe Boxset geben. Dieses beinhaltet neben der CD und LP eine CD mit Bild-Tonaufnahmen aus dem Studio, welche die Entwicklung sowie Fortschritte der einzelnen Stücke festhalten. Einige Stücke sind ungeschliffen, aber schon fast fertig und andere noch in der experimentellen Findungsphase. Eine kleine Dokumentation der Entstehung des Albums. Abgesehen davon beinhaltet die Box ein 164-seitiges Buch mit allen handschriftlichen Aufzeichnungen von Blixa Bargeld hinsichtlich der Entstehung der Liedtexte sowie Essays von einigen Supportern.
Nach über 12 Jahren erscheint nun endlich das lang ersehnte neue Studioalbum der Band Einstürzende Neubauten ALLES IN ALLEM. Das Album markiert die Quintessenz ihres Schaffens und es öffnet sich wieder eine unerwartete Tür der mittlerweile 40 Jahre dauernden Klangexperimente des Forschungsteams um Blixa Bargeld. Wie kaum eine andere Band haben sie es geschafft einen eigenen musikalischen Kosmos zu erschaffen, ja sogar ein eigenes Genre zu kreieren, das sowohl klangliche Härte als auch ausgefeilte Poesie auf einzigartige Weise vereint. Passenderweise im Jahr der Ratte, gemäß Chinesischem Horoskop dem Symbol für Einfallsreichtum und Vielseitigkeit, ruht sich die Band nicht auf dem nunmehr vier Dekaden umfassenden Werk aus, sondern agiert zukunftsgewandt und erforscht weiterhin neugierig und mit grenzenloser Spielfreude alles, was das Klang-Universum hergibt. In den einzigartigen Klang- und Textlandschaften der 1980 in Berlin gegründeten Gruppe offenbart sich so jene Zeitlosigkeit, die sich Blixa Bargeld, N.U. Unruh, Alexander Hacke, Jochen Arbeit und Rudi Moser stets erhalten haben: Durch ihre experimentellen Herangehensweisen ans Songwriting, die in vier Jahrzehnten entwickelten Instrumente und das kollektive Arbeiten klingt die Band in ihrer eigenen Zeitrechnung auffallend gegenwärtig. Ja, die Einstürzenden Neubauten scheinen mit ihrer einzigartigen Musik stets äußerst präzise im jeweiligen Jetzt zu walten, ob im Industrial der Frühphase, den treibenden 90er-Jahren oder dem bedachten Spätwerk. Die Verse "Wir hatten tausend Ideen / Und alle waren gut" aus dem Albumtrack "Am Landwehrkanal" könnten durchaus eine Selbstbeschreibung der Band sein. So ist eine besondere Platte entstanden: ALLES IN ALLEM das erste reguläre Studioalbum der Einstürzenden Neubauten seit 12 Jahren, zeigt eine unvergleichbare Band, die ihre eigene Kategorie bildet, ihr eigenes Genre stiftet. Neben der CD und LP wird es auch ein limitiertes Deluxe Boxset geben. Dieses beinhaltet neben der CD und LP eine CD mit Bild-Tonaufnahmen aus dem Studio, welche die Entwicklung sowie Fortschritte der einzelnen Stücke festhalten. Einige Stücke sind ungeschliffen, aber schon fast fertig und andere noch in der experimentellen Findungsphase. Eine kleine Dokumentation der Entstehung des Albums. Abgesehen davon beinhaltet die Box ein 164-seitiges Buch mit allen handschriftlichen Aufzeichnungen von Blixa Bargeld hinsichtlich der Entstehung der Liedtexte sowie Essays von einigen Supportern.
Das dritte, vielleicht beste Album von Captain Planet aus Hamburg, ursprünglich erschienen im Jahr 2012. Hier gibt es 11 eindringliche Emo-Punk Hits zu hören, all killer no filler. Endlich wieder auf Vinyl erhältlich! Kommt im Gatefold Cover, auf schwarz/weiss marmoriertem Vinyl und ist limitiert auf 500 Exemplare.
Zenit is a jazz ensemble from Krems in Lower Austria, founded in 1976 by Hannes Treiber and Willi Langer. Their music was celebrated locally, but to reduce them to their local fame would be a shame: After all, their first two LPs, Stimmungswechsel (Change of Moods) and Früchte (Fruits), quickly gained them a much wider audience of discerning listeners. Arguably, however, Zenit’s third and final LP Straight Ahead is the most special of their records. It initially came out in 1986 on the producer’s label Spray Records, and is today one of the hardest-to-find Austrian jazz records. Its centrepiece is the infectious slow-motion disco piece “Waiting,” with vocals by American jazz singer Linda Sharrock. Effortlessly bringing together pop, soul and new age vibes, this is a record that is as unique as it is difficult to date. Does it sound like from the 80s? We’re not sure. To our minds at least, it could also be from the future.




















