It’s time for a new Reinhard Voigt EP on Kompakt? It doesn’t feel like it was that long ago since we last heard from him but then again, time is running! His latest release on Kompakt "Was wir spüren" (KOM 402) was released in May 2019. From there we encountered Reinhard's musical work mainly in the form of various digital reissues or in union with his brother Wolfgang together as Voigt & Voigt. Then in August of 2021, a glimmer of musical life from Reinhard reached his loyal fans in the form of a continuation of his RV ultra-minimalist concept series as "RV 05 / RV 06" via our KX imprint.
So that brings us to the present. Two new tracks that preach and spin on the classic Reinhard Voigt sound. Tracks that are as relentless as they are consistent to his signature stoic, radical, minimal techno. "Cha Cha Club" creaks and stomps along so mercilessly that they leave us impatient for the reopening of a dark, foggy club room and to have the bitter taste of gin and chemicals on our palates. Bass drum in, bass drum out - sometimes that's all it takes to be happy.
With "Die Frau, die nach Deutz ging" Reinhard discloses a small tale in the title...that this is the continuation of "Der Mann, der nie nach Deutz kam", a track from “Was wir spüren”. Elements recall Reinhard Voigt's SPEICHER tracks; sovereign, modern techno, monotonous in principle, but here and there interrupted and structured by unexpected signals and sounds in such a way that the track will also work on larger dance floors.
Eine reguläre, brandneue Reinhard Voigt 12inch? Das ist nicht nur gefühlt schon eine ganze Weile her. Time ist ja bekanntlich running. Seit “Was wir spüren” (KOM 402), erschienen im Mai 2019, begegnete uns Reinhards musikalisches Schaffen vor allem in Form diverser digitaler Wiederveröffentlichungen oder im Duett mit seinem Bruder Wolfgang als Voigt & Voigt. Im August letzten Jahres erreichte die treue Fangemeinde dann wenigstens ein kleines Lebenszeichen in Form der “RV 05 / RV 06”, der Fortsetzung seiner ultra-minimalistischen Konzeptreihe auf KX.
Nun also zwei neue Tracks, die so unerbittlich wie konsequent den klassischen Reinhard Voigt-Sound predigen und weiterspinnen – stoisch, radikal, minimal. “Cha Cha Club” knarzt und stampft dabei so gnadenlos voran, dass wir die Wiedereröffnung von geschlossenen Räumen voller Nebel und Dunkelheit und mit dem bitteren Geschmack von Gin und Chemikalien an unseren Gaumen kaum erwarten können. Bassdrum rein, Bassdrum raus, mehr braucht es manchmal nicht zum glücklich sein.
Mit “Die Frau, die nach Deutz ging” erzählt uns Reinhard zumindest im Titel die Fortsetzung von “Der Mann, der nie nach Deutz kam”, einem Track von “Was wir spüren”. Hier erinnert manches an Voigts SPEICHER-Tracks, souveräner, moderner Techno, vom Grundsatz her monoton, aber hier und da von unerwarteten Signalen und Tönen so unterbrochen und strukturiert, dass er auch auf größeren Tanzflächen funktioniert.
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Ludovico wollte schon seit mehreren Jahren ein Solo-Klavieralbum schreiben, brauchte aber das richtige Umfeld, um sich voll und ganz darauf einzulassen.
Lockdown gab ihm diese Gelegenheit. Er nahm die Isolation von seinem normalen, geschäftigen und komplexen Zeitplan an, um einen Ort der Einfachheit zu finden. Dies ist also eine positive Sicht auf Lockdown und Isolation; er nutzt diese seltene Gelegenheit, um die einfache Schönheit des Songschreibens in seiner reinsten Form zu erleben. Keine Technik, keine äußeren Einflüsse, nur Ludovico und sein Klavier.
Infolgedessen ist das Thema des Albums die Freiheit von den typischen Grenzen unseres täglichen Lebens. Dies wird in der Metapher ”Underwater” ausgedrückt. Ein freier und offener Raum, in dem man sich bewegen und erforschen, schweben, innehalten, sich in 3 Dimensionen bewegen kann usw. Ich persönlich denke, dass ein Vogel, der durch die Lüfte fliegt, auch als Metapher für dieses Gefühl der Freiheit funktioniert.
Ich nenne es Songwriting und nicht Komposition, es war ein neuer Ansatz für mich: Beim Komponieren denkt man nach und erforscht, vergleicht und ist ehrgeizig. Wenn man ein Lied schreibt, ist es wie Atmen, die Form ist kurz. Ein Lied ist wie die Schönheit eines einzelnen Atemzugs - eine Welle, die kommt und geht. Es ist schön, wie es ist - es braucht nichts anderes.“
- 1: Innere Sicherheit | Internal Security
- 2: In Stillen Teichen Lauern Krokodile | In Still Waters Crocodiles Lurk
- 3: Im Kreise Drehen Intro | Turning In Circles Intro
- 4: Im Kreise Drehen | Turning In Circles
- 5: Im Schiffbruch Nicht Schwimmen Können | Foundering, And You Can’t Swim
- 6: Beweis Zu Nichts | Proof Of Nothing
- 7: Tropenkoller | Tropical Frenzy
- 8: Wer Leidet Der Schneidet | He, Who Suffers, Cuts
- 9: Verzettelungen
20 YEARS OF MUSIC FOR MARCEL ODENBACH
Richard Ojijo’s music for the films of german video artist Marcel Odenbach not only underscores and accentuates the imagery and motion, but also serves to propel the narrative too. The compositions are auditory distillations of the visual and create a synergy between music and image that draws the observer ever deeper.
With Odenbach’s and Ojijo’s collaboration now entering its 3rd decade, Ojijo was recently inspired to revisit and remix some of the themes contained within the extensive body of work.
— Matt Karmil, Aug 2021
Die Musik von Richard Ojijo für die Videoarbeiten des Künstlers Marcel Odenbach sind eindrucksvolle Beispiele dafür, wie Klänge Filmbilder nicht nur untermalen oder deren Wirkung atmosphärisch verdichten können, sondern neben dem Visuellen ein gleichberechtigtes Eigenleben entwickeln, das auf das Gesamterlebnis des Films zurückwirkt: plötzlich auftauchende innere Bilder oder Assoziationen, die das Gesehene mit noch größerer Komplexität und Mehrdeutigkeit versorgen.
Wenn sich etwa in „Innerer Sicherheit“ oder „In stillen Teichen lauern Krokodile“ sphärische Flächen und Soundeffekte ausbreiten, erinnert dies zuweilen an elektronische Stimmungen der späten 90er Jahre, obwohl die Thematiken der Filme in gänzlich andere Richtungen weisen. Dabei wird nie der Spannungsbogen der filmischen Dramaturgie vernachlässigt. Vielmehr kommt es zum Wechselspiel von dienender und freier Funktion, in dem die Musik nicht nur ihre schöne, sondern – den Themen der Filme angemessene – beunruhigende Wirkung ausbreiten kann. So tauchen wie aus dem Nichts Stimmen auf oder Geräusche, etwa von Stiefeln in „Beweis zu nichts“, die parallele Narrationen auf die Audiospur legen, um die zum Teil bedrohliche Wirkung der Bilder zu verstärken und womöglich Bereiche des Unterbewussten zu berühren.
Die Zusammenarbeit von Ojijo und Odenbach dauert mittlerweile über 20 Jahre an. Ojijo hat nun seine Arbeiten für die Filme Odenbachs neu zusammengestellt und neu gemischt. Die Platte erscheint im Herbst 2021 aus Anlass der großen Odenbach-Retrospektive im Düsseldorfer K21-Museum. Dort werden auch sieben Videoarbeiten zu sehen sein, von denen fünf in Zusammenarbeit mit Richard Ojijo entstanden sind.
— Michael Kerkmann, Aug 2021
Zwei Monate nach der Veröffentlichung von NEWMEN's drittem Album "Futur II" gibt es nun eine Night-Edition mit vier Remixen von Freunden und Weggefährten der "Krautpop"- Gang aus Frankfurt.
Die ursprüngliche Kollaboration "Futur I" mit Kraftwerks Ex-Roboter Wolfgang Flür wurde dabei von Italohouse-Ragazzo Fabrizio Mammarella gelasert. Cool? Always!
Running Back-Boss Gerd Janson hat "Cell" eine Frischzellenkur verpasst. Mit Synthspuren von International Feel’s Mark Barrott. Peak-Time-Nahrung für die Ausgehungerten!
Salon des Amateurs Bohème Detlef "Tolouse Low Trax" Weinrich hat eine Botschaft aus Paris geschickt und das gemacht, was er am besten kann: Genreverbiegender Postmodernismus, destilliert in einem einzigartigen Stück Musik, bei dem man sich fragt, wie lange es her ist, dass man derlei Neues gehört hat.
Und wer sich schon immer gefragt hat, wie der Prozess des Songwritings von "Futur II" funktionieren kann, findet in Martin Heimanns originaler Skizze von “Rational Landscapes” ein hervorragendes Beispiel. Jetzt mit poliertem Mix, denn die Urversion war für die Floors gemacht.
- 1: Gier
- 2: Es Funktioniert
- 3: Unterwerfung
- 4: Stirb Es Gleich
- 5: Jahrhundertfick
- 1: Paradies
- 2: Manchmal Wage Ich Mich Unter Leute
- 3: Die Wand
- 4: Stumpfer Werden
- 5: 3:3 Uhr
- 1: Deutsch
- 2: Nichts In Mir Ist Einer Liebe Wert
- 3: Pawlow
- 4: Kein Mensch
- 5: Guter Junge, Böser Junge
- 6: Pandora
- 1: So Geht Die Geschichte
- 2: Tier
- 3: So Soll Es Sein
- 4: Szene Einer Ehe
- 5: Wir Sind Sicher
Gewalt - "Paradies" A cross-reference of music influences may be difficult for even the most inclined listener to deconstruct. Partly due to our personal limits and partly because of the short time for songwriting and production, we didn’t arrive with a plan. Instead, we went for it. We indulged ourselves. We owned it. And this is what it is.
Erscheint als 180g schweres, schwarzes Doppel-Vinyl im Gatefold, inkl. 20-seitigem Fanzine. Nur echt mit der Nabelschnur (Achtung: Schnur muss durchtrennt werden, um an die Platten zu gelangen). Flüstern, Grollen, Scheppern, Abfahrt. Von der emotionalen wie detailgeladenen Musik des Berliner Noise-Rock-Duos mag man sich zwar immer wieder gern niederstrecken lassen, doch es geht hier um so viel mehr als um bloße Überwältigung. Das neue Album "Widergeburt" verdichtet das Prinzip Dÿse dabei wie noch nie - ein Ameisenhaufen aus großen, kleinen und verdammt abgedrehten Ideen. Dÿse, das ist diese Band mit dem komischen Umlaut, sie nahm in den Nuller Jahren in Jena ihren Ausgang, mittlerweile leben Andrej und Jarii in Berlin. Beschäftigt man sich mit der Musik der beiden gelangt man immer wieder an die zentralen Eckpunkte: Haltung, Intensität, D.I.Y., Live, Energie. Darüber hinaus irritieren Dÿse gern das System, auch das eigene, und würden nicht ohne den mitgelieferten Humor funktionieren. Soviel zur Ausgangsposition, wer wirklich noch mehr Hard Facts braucht, möge bitte ein Crowdfunding für ein Dÿse-Biopic ins Leben rufen.
Breaking the circle with a one-off release item consisting of 3 EP's called "Tales From Tramkade". At a first listen slightly out of order with the general view of the label's output till date yet still in balance and recognizable as EMERALD catalog. This collection of work by Remco Beekwilder contains recorded loops and concepts initially produced between 2010-2015 and now re-assembled, polished and finalized at the authentic Tramkade, 's-Hertogenbosch in 2021. Expect everything within the range of sweet melancholic tenderness and raw to the floor takes.
Schlendergang und Sprint. Verweilen und Aufbruch. Melancholisch reminiszierend, aber den Blick stets vorwärtsgewandt - schon seit ihrer Gründung ziehen sich duale Gegensätze wie ein roter Faden durch das Schaffen der Hamburger Indie/Dreampop-Band Scotch & Water und genau in diesem Spannungsfeld schwingt auch ihr Debütalbum "Sirens". Das vierköpfige Ensemble spielt darauf gekonnt mit Schritttempo und Perspektiven seiner Hörer:innen und verspricht damit gleichermaßen Anklang bei Vinyl-Liebhabern erster Stunde, Zeugen des New-Wave- Revivals der frühen 2000er sowie Kindern des neuen Jahrtausends zu finden. Dabei verweben Scotch & Water zuversichtlich Einflüsse von Fleetwood Mac über Arcade Fire bis hin zu Bon Iver oder The War on Drugs zu facettenreichen und komplexen Klangwelten. Eine Zuversicht, die die vier selbstbewusst aus der Geschwindigkeit der Achtungserfolge ihres erst dreijährigen Bestehens schöpfen. Die vier funktionieren wunderbar in diesem Tempo, bremsen ihren Laufschritt dann aber doch zunächst, um auf diesen imposanten Start mit einem bestechenden Debütalbum zu antworten. Durchdacht, facettenreich und komplex präsentieren sich Scotch & Water auf "Sirens" denn nicht nur Albumtitel, sondern auch der Sound sind aufmerksamkeitserregend, lautstark.
Mit .Maidan?g vero.ffentlicht die da.nische Post-Rock-Band BOUNDARIES am 23.04.2021 ihr Debu.talbum auf Vinyl. Der Longplayer ist ein hemmungsloses Rockalbum u.ber all die Ungestu.mheiten, die wir in uns und um uns herum aktuell erleben. Oder, um es mit den Worten der VISIONS zu sagen: BOUNDARIES sind .Weltschmerz zum Ho.ren?g. Dabei kombinieren die Da.nen das was sie am besten ko.nnen: Post-Rock mit neuen Einflu.ssen. Der Albumtitel .Maidan?g (gesprochen: /m...d..n/) beschreibt dabei eine Fla.che in oder bei einer Stadt, die fu.r o.ffentliche Versammlungen und Proteste genutzt wird, und soll auch musikalisch und inhaltlich genau diese Funktion u.bernehmen. Von aufreibenden Implosionen im Song "Harness" bis hin zur klaustrophobischen Einsamkeit im Track "Indefinite Hours", vermitteln BOUNDARIES eine breite Gefu.hlswelt, die in jedem von uns zu finden ist.
- A1: The Devil In Me 3:24
- A2: Hey Queenie 4:08
- A3: Betty Who? 3:57
- A4: You Can‘t Dream It 3:10
- B1: My Heart And Soul 5:13 (Long Version)
- B2: Get Outta Jail 3:18
- B3: Do Ya Dance 2:44
- B4: Isolation Blues 3:36
- C1: I Sold My Soul Today 2:37
- C2: Love‘s Gone Bad 4:35
- C3: In The Dark 3:08
- C4: Motor City Riders 3:54
- D1: Can I Be Your Girl 3:34 (Bonus Track)
- D2: Desperado 3:37 (Bonus Track)
black vinyl[24,33 €]
Denn leichtfertig würde die amerikanische Rocksängerin solche Superlative wohl kaum in den Mund nehmen. Suzis Begeisterung für ihr neuestes Werk hat viele Gründe, genau genommen 12. Denn exakt ein Dutzend Songs befinden sich auf The Devil In Me, auf dem vom Opener/Titelsong bis zum finalen ‚Motor City Riders‘ jede Nummer ein echtes Highlight ist. Die Gründe für Suzis bemerkenswerte Kreativexplosion: einerseits der Lockdown, der sie ab Frühjahr 2020 von ihrem gewohnten Tourleben abhielt, andererseits die erneute Kooperation mit ihrem Sohn Richard Tuckey, die bereits auf dem Vorgänger No Control glänzend funktioniert hat. Suzi: „Ab Frühjahr 2020 wurden fast 100 meiner Shows gecancelt, und auch Richard wäre eigentlich mit seiner Band unterwegs gewesen, wenn nicht alle Konzerte abgesagt oder verschoben worden wären. Also sagte ich zu ihm: ‚Wir sollten die freie Zeit nutzen, um neue Songs zu schreiben und uns von dem inspirieren lassen, was sich in der Welt derzeit abspielt.‘ Ich wusste, dass Richard und ich ein tolles Team sind, denn No Control war ein riesiger Erfolg und eine für uns ganz besondere
Scheibe. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass wir sie sogar noch übertreffen könnten. Doch alle, die The Devil In Me gehört haben, und diejenigen, die am Vorgängeralbum beteiligt waren, sagten uns: ‚Diese Scheibe ist noch stärker!‘“
Cold Body Music vol 1 is the first part of a new series of releases focused on cold wave, EBM, industrial etc. Vol 1's concept, curation and design are all our own work which we build around demos we’ve had in our hands for a while now. That is to say, all music on the album is previously unreleased. The format, design and fidelity pay homage to the early 80s “cassette culture” championed by bands such as Cabaret Voltaire, Throbbing Gristle, Clock DVA, and many more
Artists on the release: Victor 25-2 / Often A / Antoine Heroics / Silens Letum / Halvtrak / Schnell Funktion (H. Puolitaival & K. Rapatti)
Hainbach erected three huge sculptures (or ‘totems’) from obsolete, once high-end research equipment, taken from nuclear research labs, particle accelerators and grandfather’s sheds. These forgotten relics of scientific progression and milestones of human evolution were repurposed by the artist and given a new lease of life in a completely unforeseen capacity; as musical instruments dubbed the ‘Landfill Totems’. The juxtaposition of religious, totemic imagery and electronic landfill is, in part, meant to act as a commentary on the environmental cost of progress; what was once the pinnacle of technology quickly becomes unviable and destined for the scrapheap except for the intervention of Hainbach, upcycling and redesigning them as pillars and shrines to the idea that progress doesn’t always have to cause destruction.
- A1: Gambit
- A2: Halt Mal
- A3: Hideo Ochi
- A4: Seemy 2
- A5: Bruuh
- A6: Opanke
- A7: Imani Yangu (Feat Imam Ally Salaam)
- A8: By Your Side
- B1: Go Thru Changes With Me
- B2: Okami 7
- B3: Slide Away (Feat Reginald Omas Mamode Iv)
- B4: Eddy St
- B5: I Hear Everything (Feat Kurt Wagner & Keshavara)
- B6: Tofu Break
- B7: It Takes Two To Tango
- B8: Azuki
Objets Trouvés
1 – ein Alltagsgegenstand, der zum Kunstwerk gemacht wird, indem der Künstler ihn findet, seiner bisherigen Funktion entledigt und ihn als Kunstwerk behandelt.
2 – ein Album von Twit One mit 16 Songs, inspiriert von verschiedenen Situationen und Sounds. Die Gästeliste wird geschmückt von Reginald Omas Mamode IV aus London, Kurt Wagner (Lambchop) aus Nashville und den Kölner Artists Keshavara und Imam Ally Salaam. “Objets Trouvés” ist Twit Ones drittes Soloalbum bei Melting Pot Music. Wenn wir seine Projekte mit Hulk Hodn (als Testiculo Y Uno), den Summers Sons (als Syrup), Lazy Jones (als Flatpocket), Count Bass D und Fleur Earth dazuzählen, dann blicken wir auf 10+ LPs zurück (LP steht für Longplayer; die Betonung ist uns wichtig, da wir jedes Twit One Album auf Vinyl releasen). 2009 startete Twit One das Beat-Game in Deutschland zusammen mit seinem Weggefährte Hulk Hodn. Twit One war Lo-Fi lange bevor Instrumental-Hip-Hop zu Coffeshop-Musik wurde (Wun Two und FloFilz können das bestätigen), obwohl er seinen Sound niemals mit einem solchen Begriff beschreiben würde. Heute spielt Twit One in seiner eigenen Liga und hat einen Ausdruck eigens für sein Genre geprägt: Cool Bap. Er ist ein Beats schaffender Tausendsassa, der Musik, Artworks und Videos kreiert. Er ist Musikkurator, DJ, Radiohost und betreibt einen Plattenladen (Groove Attack Recordstore in Köln). Auf der Suche nach „Beats to chill or study to“ wird man bei „Objets Trouvés“ nicht fündig. Bei einer Vorliebe für Musik, die ausdrucksvoll und vielseitig ist, eine Botschaft transportieren kann und ihre Wurzeln kennt, sollte „Objets Trouvés“ zum Standardrepertoire werden. Unterstützt von einem Team aus grandiosen Gästen – von Londoner MC/Sänger Reginald Omas Momade IV bis zu Kurt Wagner von den US-Alternativ-Rock-Ikonen Lambchomp – vereint Twit One Hip-Hop, Soul, Jazz und Funk wie nur er es kann. Untangiert von Trends und Moden ist sein Sound charakterisiert von Humor und kompromissloser Eigensinnigkeit, besonders empfehlenswert für Fans von Sun Ra, Dilla oder Moodymann (um nur ein paar der GOATS zu nennen).
- A1: The Devil In Me 3:24
- A2: Hey Queenie 4:08
- A3: Betty Who? 3:57
- A4: You Can‘t Dream It 3:10
- B1: My Heart And Soul 5:13 (Long Version)
- B2: Get Outta Jail 3:18
- B3: Do Ya Dance 2:44
- B4: Isolation Blues 3:36
- C1: I Sold My Soul Today 2:37
- C2: Love‘s Gone Bad 4:35
- C3: In The Dark 3:08
- C4: Motor City Riders 3:54
- D1: Can I Be Your Girl 3:34 (Bonus Track)
- D2: Desperado 3:37 (Bonus Track)
yellow/black vinyl![25,17 €]
Denn leichtfertig würde die amerikanische Rocksängerin solche Superlative wohl kaum in den Mund nehmen. Suzis Begeisterung für ihr neuestes Werk hat viele Gründe, genau genommen 12. Denn exakt ein Dutzend Songs befinden sich auf The Devil In Me, auf dem vom Opener/Titelsong bis zum finalen ‚Motor City Riders‘ jede Nummer ein echtes Highlight ist. Die Gründe für Suzis bemerkenswerte Kreativexplosion: einerseits der Lockdown, der sie ab Frühjahr 2020 von ihrem gewohnten Tourleben abhielt, andererseits die erneute Kooperation mit ihrem Sohn Richard Tuckey, die bereits auf dem Vorgänger No Control glänzend funktioniert hat. Suzi: „Ab Frühjahr 2020 wurden fast 100 meiner Shows gecancelt, und auch Richard wäre eigentlich mit seiner Band unterwegs gewesen, wenn nicht alle Konzerte abgesagt oder verschoben worden wären. Also sagte ich zu ihm: ‚Wir sollten die freie Zeit nutzen, um neue Songs zu schreiben und uns von dem inspirieren lassen, was sich in der Welt derzeit abspielt.‘ Ich wusste, dass Richard und ich ein tolles Team sind, denn No Control war ein riesiger Erfolg und eine für uns ganz besondere
Scheibe. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass wir sie sogar noch übertreffen könnten. Doch alle, die The Devil In Me gehört haben, und diejenigen, die am Vorgängeralbum beteiligt waren, sagten uns: ‚Diese Scheibe ist noch stärker!‘“
Die Wiener Künstlerin Conny Frischauf verbindet in ihren Stücken Elemente aus Kraut, Leftfield Electronica und Synth Pop zu einer Musik, die Traditionen zwar spielerisch aufnimmt, diese jedoch gänzlich neu verhandelt und in einen gegenwärtigen, frischen Klang überführt. Nach Veröffentlichung der beiden EPs "Effekt & Emotion" (International Major Label, 2018) und "Affekt & Tradition" (Kame House, 2019) legt sie mit "Die Drift" nun ihr Debütalbum vor. Darauf gelingt es Frischauf experimentelle Soundstrukturen in den Mikrokosmos eines Pop-Songs zu einzubetten und daraus ein Album zu formen, das die klangliche Tiefe einer freien Musik besitzt und dennoch durch einen unwiderstehlichen Pop-Appeal auch auf einer sehr unmittelbaren Ebene funktioniert.
2x12"
Radio Matrix returns! In the strangest of times a somewhat prophetic message reached us. A message delivered by Immediate Proximity, a collaborative project by Diana Napirelly & Niels Luinenburg, known for his output as Delta Funktionen. Their message comes in the shape of an album called '2334'. It covers nine tracks that perfectly act as the soundtrack for our society during COVID-19 times. With tracks and titles like The Apocalyptic Techno Cult, Broken Ether, Clone Morph or Skynet Skanner, we find our self on the brink of a new era where machines and algorithms have taken over humanity. Metallic beats kick hard and eerie melodies are placed against rhythms that remember us of ancient tribes carrying out ritualistic dances in order to try to escape the machine world. Fortunately, behind this somewhat dark and apocalyptic mood a strong statement appears and calls for hope and experience. It gives the listener a path to look beyond the horizon. This release is limited to 150 copies. Printed on 350g incada silk paper with high UV gloss varnishing. Includes a sticker sheet.
Emerging from the epic Scottish house and techno scene of the 90s, George Thomson started his musical adventures as a promoter, bringing to Scotland DJs from Chicago, New York, Toronto, Paris and London to play at the legendary Tribal Funktion parties in Edinburgh.
Aside from co-founding Edinburgh's Underground Solushn record shop, he also started producing his own blend of techno and house in the mid-nineties. This led to a string of releases with seminal labels such as NRK, Stickman, 2020 vision, Crosstown Rebels, Tirk and more recently Greco-Roman and Output Recordings. His various monikers from then and now include Plastic Avengers, George Demure and more recently the George part of of Jeanga and George.
After a move to London in 2000 his George T moniker began a long hiatus. Nothing was heard until Joe Goddard released an EP of rediscovered hidden gems on Greco-Roman in 2017. This awoke the fire within and he’s back today with the first new George T material in 19 years.
The Midway EP was recorded in North London over a period of 2 years, using only analog gear and embracing memory, movement and the moment. These four tracks are a love letter to club life, both then and now. This love is best demonstrated with the four accompanying short films using either nightclub footage from 1996, slow motion lido footage or Bauhaus triadic ballet inspired time lapse choreography.
Die Gruppe Automat - Jochen Arbeit (u.a. Einstürzende Neubauten, Die Haut), Achim Färber (Phillip Boa & The Voodooclub, Skip McDonald) und Georg Zeitblom (wittmann/zeitblom) - funktioniert wie eine gut geölte Maschine: Sie surrt, sie schnurrt, sie geht unbeirrt ihres Weges. Gemeinsam mit dem Modular-Magier Max Loderbauer sowie Paul St. Hilaire alias Tikiman, Lydia Lunch und Mika Bajinski am Mikrofon präsentieren sie nun mit »Modul« auf Compost Records ihr abwechslungsreichstes und konzeptionell stimmigstes Album.
Die Gruppe Automat funktioniert wie eine gut geölte Maschine: Sie surrt, sie schnurrt, sie geht unbeirrt ihres Weges. Auf seinem vierten Album allerdings schaltet das Trio einen Gang herunter, differenziert seinen musikalischen Ansatz weiter aus und geht fruchtbare Kollaborationen mit anderen Figuren aus der Musikwelt ein. Neben Max Loderbauer, dem Bandnachbarn aus den Candy-Bomber-Studios in Berlin-Tempelhof, mit dem Jochen Arbeit, Achim Färber und Georg Zeitblom bereits im Jahr 2015 für eine gemeinsame EP zusammenarbeiteten, sind das am Mikrofon die Dub-Legende Paul St. Hilaire alias Tikiman, die Königin der Gossenpoesie Lydia Lunch und die Newcomerin Mika Bajinski. Sie alle tragen ihren Teil nach dem Leitprinzip bei, welches »Modul« seinen Namen verleiht: Die acht Stücke entstanden gemeinschaftlich nach einem Baukastensystem, das den Kompositionsprozess dynamisch in Bewegung setzte und gleichmäßig auf alle Beteiligten verteilte. Das Resultat ist ein musikalisches Perpetuum Mobile - ein Album mit dem gemäßigten Ruhepuls einer Dub-Produktion, das unablässig in Bewegung bleiben.
»Modul« bildet als Album einen ständigen Veränderungsprozess ab, der erstmals im Jahr 2018 im Rahmen eines Auftragswerks für das Berliner Festival Pop-Kultur live erfahrbar gemacht wurde. Auf Einladung des kuratorischen Teams erarbeiteten Zeitblom, Färber und Arbeit gemeinsam mit ihren musikalischen Gästen St. Hilaire, Lunch und Gemma Ray ein Live-Set, das konsequent aus dem Studio auf Grundlage einzelner Passagen entstand, die nach dem Prinzip eines Resonanzmoduls miteinander (re-)kombiniert wurden: es geht zwischen den einzelnen Mitgliedern hin und her, die Strukturen morphen und der Sound nimmt immer andere Formen an. Eben dieser Ansatz bedingt auch die ständige Weiterentwicklung der Stücke, die gemeinsam mit dem Produzenten Ingo Krauss zu einem Album geschliffen wurden, das seinen nahbaren improvisatorischen Charakter keinesfalls verloren hat. Im Vergleich zu den drei thematisch ausgerichteten Vorgängeralben »Automat«, »Plusminus« und »Ostwest«, die sich jeweils explizit mit Berliner Flughäfen, dem Genre Dub und der europäischen Flüchtlingskrise befassten, setzt »Modul« auf eine inhaltliche Durchlässigkeit, welche die musikalische Offenheit der Platte widerspiegelt.
Nachdem »Modul 15« das Album mit satten Dub-Sounds und einer rollenden Bassline eröffnet, hebt »Easy Riding« passend zu St. Hilaires vor Fernweh triefenden Lyrics das Tempo mit dezenten Riddims an. Schon im nächsten Song, »Ghost«, debütiert Bajinski mit distanziertem Stimmeinsatz über einem melancholischen Stück, dessen Klangbild von den modularen Beigaben Loderbauers geprägt ist. So geht es weiter über die verzahnten Rhythmen von »Ankaten«, die von den verhallten Stimmen Lydia Lunchs und St. Hilaires begleitet werden, hin zum balladesken »Nothing Strange« mit St. Hilaire über das fiebrige Vocoder-Stück »Who For Eyes« schließlich zu den beiden abschließenden Stücken, »Pavo« und »Modul 11«, welche eine tiefenentspannte Coda zu den vorigen Tracks bilden. »Modul« durchläuft so eine Reihe von Stimmungen, ständig wechselnden Klangfarben und musikalischen Ideen, die sich in immer neuen Konstellationen zusammenfinden. Der erweiterte künstlerische Ansatz ebenso wie das vergrößerte Personal machen das Album nicht allein deshalb zur abwechslungsreichsten, sondern auch konzeptionell stimmigsten Platte Automats, die sich darauf in bester Form präsentieren: Als gut geölte Maschine, die surrt, schnurrt und unbeirrt auf dem Weg ist -
immer in Richtung neuer, unerhörter Sounds.
After the last press by Swoy, we're happy to scream that we've reached the 8th level with a massive release by the Italian crew Unknown Collective made by the mind of Fulvio Ruffert.
Fresh from a lot of vinyl release this year and here we can feel their capacity and flexibility in the studio. First track "Func" is a minimal - deep house influenced track with a cool bassline fit for heating the dancefloor. After the original version we have the remix from the famous French duo: Politics Of Dancing. They put their proper touch into the track by giving a rough sign to the bassline. On the B-side we find another original track; "Zolfo" is a Chicago-House-Acid track that remember us the sound of the big Brian Harden. The last but not the least is the collaboration with mister Earlydub: Loquace. This one is a massive and fresh work bringing you inside a tunnel without any escapes.




















