Fides Records celebrates ten years of independent sound and vision with the monumental 41-track release “FIDES X – 10 Years of Fides”. The first 12” FIDESX 1, set to release on 24th October sets the tone for the seven-part vinyl journey, opening with a powerful statement of intent.
UFO95 introduces “After Light Comes Shadow”, a bleep-infused 4/4 cut whose broken accents unfold into layers of cinematic tension. Z.I.P.P.O and Claudio PRC follow with “Marte Rosso”, a poetic excursion across Martian landscapes shaped by evolving pads and hypnotic grooves. D-Leria’s “Underwater” plunges deeper still, driven by relentless modular propulsion and immersive aquatic textures.
The B-side expands the spectrum. Stephanie Sykes & Dyad contribute an untitled roller infused with spiritual intensity and organ-like resonance, while BIMOL’s “Fragmento en La” twists cinematic atmospheres and industrial edges into broken rhythms guided by a haunting Spanish vocal. Bringing the record to a close, Decoder delivers “We Keep Lying To Ourselves”—a slow-burning, 808-driven piece of subtle progression and timeless elegance
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- Uranian Void
- Son-Bol
- Be So
- Gregel (Pelog To Slendro)
- Epochal Cattail
Jessika Kenney ist Sängerin, Komponistin, Autorin, Klangkünstlerin und Lehrerin, deren Engagement für Improvisation, Poesie und Klangforschung eine einzigartige Perspektive hervorgebracht hat. Ihre Erkundungen von Klang, Raum und der Metaphysik des Klangs wurden in vielen Kontexten und an vielen Orten präsentiert, darunter in der Seattle Public Library, im Nottingham Contemporary und im Benton Museum. Zu ihren Kollaborationen und Projekten gehören eine umfangreiche Diskografie mit Eyvind Kang, das letzte aufgezeichnete Vokalwerk von Alvin Lucier, Auftritte mit Melati Suryodarmo, die Komposition der Vokalmusik für A24s Midsommar und die Chorleitung für SUNN O)))'s Monoliths and Dimensions. Jessika Kenney, bekannt für ihren einzigartigen Umgang mit der Stimme, hat in den letzten zwei Jahrzehnten neue Klangwelten geschaffen, die auf intensiven Studien, rituellen Praktiken und einer ungezähmten Ausdruckskraft beruhen. Von ihren gefeierten Kollaborationen mit Eyvind Kang bis zu ihrer Vokalkomposition für A24s ,Midsommar" bewegen sich Kenneys Arbeiten an der Schnittstelle zwischen dem Heiligen, dem Klangvollen und dem Unsichtbaren. Auf Uranian Void wendet sich Kenney nach innen und spürt den Konturen von Erinnerung, Resonanz und Wahrnehmung nach. Mit verschwommenen Sinuswellen, Hydrofonaufnahmen, einem Ghazal von Hafez und Originaltexten ist das Album eine Meditation über Liminalität, in der Schimmer und Schatten gleichermaßen vibrieren. Kenneys Stimme webt sich durch alles hindurch: manchmal flüsternd, manchmal strahlend , immer präzise. ,Dieses Album ist eine Übung in Transparenz innerhalb der Dunkelheit", erklärt Kenney. ,Es geht darum, offen zu bleiben für Zweifel , für Nachhall, für das, was jenseits unserer Wahrnehmung liegt." ,Uranian Void" wurde von Randall Dunn (SU NN O))), Kali Malone, Annea Lockwood) produziert und aufgenommen, dessen charakteristische räumliche Details und Tiefe dem Album seine immersive Klangarchitektur verleihen. Jeder Ton, jeder Atemzug und jede Resonanz wird mit Intimität und Dimension wiedergegeben und verstärkt Kenneys Erforschung von Präsenz und Abwesenheit. Fragmente, die während Besuchen in Spokane, ihrem Elternhaus, aufgenommen wurden, bilden die Grundlage des Albums. Im Studio transformiert, werden diese zu beschwörenden Vierzeilern - leise, aber eindringlich - die den subtilen Puls von Ort, Zeit und Körper offenbaren. Echos der Vergangenheit verschmelzen mit der Gegenwart , als ob die Wände selbst sich erinnern und mitschwingen würden. Uranian Void ist Musik für Schwellenbereiche - eine Einladung, sich mit dem Unsichtbaren und Kaum hörbar. Mit dieser kraftvollen und poetischen Aussage bestätigt sich Kenney als eine der visionärsten Vokalistinnen der Gegenwart.
Charmaine Lee ist eine in New York lebende Sängerin, Komponistin und Elektronik-Künstlerin, die für ihre furchtlosen Erkundungen von Stimme, Geräuschen und Improvisation bekannt ist. Zu ihren Kollaborationen zählen Ikue Mori, Conrad Tao, JACK Quartet, Spektral Quartet und Wet Ink Ensemble, mit Auftritten im Lincoln Center, MoMA und Storm King Art Center. Nach ihrem von der Kritik gefeierten Debüt KNVF (Erratum Musical , 2021) kehrt Charmaine Lee mit Tulpaa zurück, einem kühnen neuen Statement, das das Ausdruckspotenzial der menschlichen Stimme und der Elektronik bis an die Grenzen treibt. Während ihre früheren Arbeiten ruhige Texturen und gestische Nuancen erforschten, ist Tulpa viszeral und unmittelbar und verbindet rohe Stimmkraft mit dichten Schichten analoger und digitaler Bearbeitung. Inspiriert von der Körperlichkeit des Rock der 70er Jahre und den esoterischen Eigenschaften von Hochspannungs-Röhrengeräten, schafft Lee eine Klangwelt, die sowohl wild als auch futuristisch ist. Tulpa pulsiert mit gesättigten Obertönen, mikroskopischen Details und dynamischen Verschiebungen in der Skala, die zwischen Intimität und Unermesslichkeit hin- und herpendeln. Produziert und aufgenommen von Randall Dunn (SUNNO))), Kali Malone, Anna von Hausswolff), wurde Tulpa mit einer einzigartigen räumlichen Technik erstellt: Lees Stimme wurde in ein direktes Signal und mehrere Vintage-Röhrenverstärker aufgeteilt, die als Lautsprecher dienten, wodurch eine feedbackreiche, dimensionale Umgebung entstand. Das Ergebnis ist eine Aufnahme, die sich taktil und immersiv anfühlt - gleichzeitig geerdet und spektral. ,Ich war fasziniert von diesem Sound der 70er Jahre - wie lebendig und unvorhersehbar er sich anfühlte und doch so tief verkörpert war", sagt Lee. ,In Tulpa geht es darum, Grenzen aufzulösen: zwischen Körper und Maschine, Raum und Wahrnehmung, Klang und Illusion." Der Titel bezieht sich auf ein Konzept aus der tibetischen Mystik: Ein Tulpa ist ein Wesen, das durch konzentriertes Denken heraufbeschworen wird. Lee verwendet diese Idee als Metapher für ihre Praxis, in der Klang zu einem materiellen Akt der Vorstellungskraft wird, der zwischen Präsenz und Erscheinung wechselt. Das Album endet mit einem meditativen Duett mit dem weltberühmten Reed-Spieler Ned Rothenberg an der Bassklarinette , einem spärlichen und weitläufigen Track, der vom Noh-Theater inspiriert ist. Es bietet einen Moment der Stille, der noch lange nach dem Ende des Albums nachhallt.
- Zentimeter
- Zeit Fressen
- Wohin
- Schatten
- Aaaaa
- Gepard
- Strafmilch
- Wann Mich
Magentafarbenes Vinyl, limitiert auf 350 Exemplare. Art-Punk Geheimtipp BAHNHOF MOTTE liefern den Soundtrack zum Zeitfressen: vom ständigen Höher, Schneller, Weiter der heutigen Zeit - vom immer größeren Hunger nach mehr ist die Band vor allem eins: satt. Den daraus resultierenden Frust nehmen Bahnhof Motte mit in ihr neues Album. Passend dazu der Titel: ZEIT FRESSEN. Es geht um Frust über eine Welt, die über ihre Verhältnisse lebt. Über die Leistungsgesellschaft, den Kapitalismus und nicht zuletzt um Frust über sich selbst, da auch die Band nicht frei von inneren Widersprüchen ist. Zeit fressen ist das Bedürfnis, einfach mal kurzen Prozess zu machen. Sich alles einzuverleiben und wenigstens einmal über allem zu stehen, wo doch die Ohnmacht heute so allgegenwärtig scheint. Nachdem ihr erstes Album noch im Keller einer chemischen Reinigung aufgenommen wurde, hat sich die Band in Clubs und auf Festivals ein loyales Liebhaber*innen-Publikum erspielt. Die vier Motten bringen unterschiedlichste Einflüsse mit und erzeugen gemeinsam einen Sound, der seinesgleichen sucht. Mal wild und wütend, dann wieder sanft und verträumt. Bahnhof Motte Konzerte sind - kurz gesagt - Reisen durch sämtliche Gefühlszustände, die beim Publikum noch lange nachhallen.
- Retinal Rivalry
Retinal Rivalry ist der Soundtrack zu Cyprien Gaillards neuem stereoskopischen Film Retinal Rivalry (2024). ,Es ist eine faszinierende Reise durch die deutsche Stadtlandschaft und ihre vielschichtige historische und soziale Bedeutung. Aufbauend auf seiner früheren Erforschung der skulpturalen Qualitäten dreidimensionaler bewegter Bilder geht das Werk über die Grenzen der Leinwand hinaus. Durch die Ausschöpfung des vollen Potenzials modernster Technologie bietet Gaillard eine erweiterte, geschärfte und tief bewegende neue Sicht auf die Welt um uns herum. Retinal Rivalry ist nach dem Phänomen der visuellen Wahrnehmung benannt, das auftritt, wenn das Gehirn zwei widersprüchliche Bilder gleichzeitig empfängt. Anstatt zu einem 3D-Bild zu verschmelzen, wechselt das neuronale System zwischen der Priorisierung des einen Bildes und der Unterdrückung des anderen, was beim Betrachter Verwirrung und Unbehagen hervorruft. Gaillards Film setzt sich mit diesen Komplexitäten der visuellen Verarbeitung und den Grenzen der Technologie auseinander und sammelt visuelle Informationen durch außergewöhnliche, oft augenzwinkernde Aufnahmen, die das Innere und das Äußere, das Eingeschlossene und das Verstreute sowie das Natürliche und das Gebaute miteinander verflechten. Seine Kamera nimmt ungewöhnliche Blickwinkel ein, wechselt von sanften Luftperspektiven zu einem niedrigen Blickwinkel aus der Perspektive eines Nagetiers, zu schwindelerregenden Ein- und Ausblendungen auf der knolligen Nase einer Skulptur oder zu einer langen Einstellung eines Zuges, der durch eine Landschaft fährt, und zieht uns in eine vielschichtige Erfahrung hinein, die zwischen einem schlechten Trip und unerwarteter Schönheit, die Trost spendet, schwankt. In ,Retinal Rivalry" deuten verschiedene Treppen, Spiralen und Aufzüge auf einen Zustand des ständigen Auf- und Abstiegs hin und betonen das Wechselspiel zwischen Distanz und Nähe, abgrundtiefer Tiefe und lebendiger skulpturaler Darstellung. Der Film pulsiert rhythmisch mit Bildern, die anschwellen und sich zusammenziehen, sich aufblähen und entleeren. Er manipuliert das Gefühl der Zuschauer für Tiefe, Maßstab und Textur und lässt vertraute Materialien und Orte unheimlich erscheinen, wobei er die inhärenten Ungenauigkeiten und Verzerrungen der Darstellung hervorhebt. ,Retinal Rivalry" zeichnet die gewöhnliche Welt in großartigen Details auf und versucht dabei, unter die Oberfläche der Dinge zu blicken. Der Film ist eine Darstellung von Raum und Zeit, die Darstellungsweisen destabilisiert und eine neue Hyper-Vision-Version der Realität bietet. Mit 120 Bildern pro Sekunde aufgenommen und mit derselben Geschwindigkeit projiziert - fünfmal so schnell wie im Kino üblich - fängt Gaillard mehr ein, als das menschliche Auge natürlich wahrnehmen kann. Die Filmmusik greift auf verschiedene klangliche Elemente zurück und unterstreicht so die Erforschung von Dissonanz und Synchronität. Indonesische Instrumentalmusik wird überarbeitet und mit Feldaufnahmen von rumpelnden schweren Maschinen und seltsam melodischem Würgen kombiniert. Der Soundtrack enthält auch die ersten Zeilen aus Werner Herzogs Aguirre, der Zorn Gottes (1972) sowie die dazugehörige Ouvertüre der deutschen Band Popol Vuh. Die Klanglandschaft von Retinal Rivalry steht im Kontrast zu den Bildern - was wir sehen, steht oft im Widerspruch zu dem, was wir hören. Nur in einem Abschnitt verschmelzen Ton und Bild: Ein gebrochenes Bein betätigt das Pedal einer interaktiven Orgel, um ein Stück von Johann Sebastian Bach zu spielen, das immer wieder ins Stocken gerät.
- 01: Discussion With A Giant
- 02: Dokido (With Ozohere’s Himba)
- 03: Goodnight
- 04: Mafwe (With Kwando’s Mafwe)
- 05: Damara
- 06: Shark Island
- 07: Okakarara
- 08: Nawa (With Ozohere’s Himba)
- 09: Kolman
- 10: Angola (With Ozohere’s Himba)
- 11: ǃNamiǂNûs
- 12: Chronological Soundscapes
ROADS VOL.3 is the third installment of Thylacine's iconic ROADS series, recorded in the heart of the stunning landscapes of Namibia, in his caravan studio. A true sonic journey, this album immerses the listener in a unique universe, where every note tells a story of landscape, emotion, and authentic experience.
Since the breakthrough success of Transsiberian, Thylacine has continued to push boundaries, venturing into new territories in search of stories to tell and challenges to take on. Much like mountaineers carving fresh paths across glaciers, he is constantly exploring new creative horizons. With millions of streams to his name and standout tracks like Anatolia, Piany Pianino, and Satie I, his momentum shows no sign of slowing.
Breaking away from the familiar, his upcoming album Roads Vol.3 draws on the raw beauty of his recent journey through Namibia, offering listeners a collection of previously unreleased tracks. Guided by his instinct for musical nomadism, Thylacine treats each project as a true adventure in its own right. Roads Vol.3 will be released on October 31.
ROADS VOL.3 is the third installment of Thylacine's iconic ROADS series, recorded in the heart of the stunning landscapes of Namibia, in his caravan studio. A true sonic journey, this album immerses the listener in a unique universe, where every note tells a story of landscape, emotion, and authentic experience.
Since the breakthrough success of Transsiberian, Thylacine has continued to push boundaries, venturing into new territories in search of stories to tell and challenges to take on. Much like mountaineers carving fresh paths across glaciers, he is constantly exploring new creative horizons. With millions of streams to his name and standout tracks like Anatolia, Piany Pianino, and Satie I, his momentum shows no sign of slowing.
Breaking away from the familiar, his upcoming album Roads Vol.3 draws on the raw beauty of his recent journey through Namibia, offering listeners a collection of previously unreleased tracks. Guided by his instinct for musical nomadism, Thylacine treats each project as a true adventure in its own right. Roads Vol.3 will be released on October 31.
Indo Warehouse / Kunal Merchant ft. Raja Kumari
Indo Warehouse presents Bombay Acid (Incl. SYREETA Remix)
Indo Warehouse presents ‘Bombay Acid’ on Crosstown Rebels, featuring Kunal Merchant and Raja Kumari. The hypnotic new single, fusing heritage and future-focused touches, lands with a remix from SYREETA
Making their debut on Crosstown Rebels, New York collective Indo Warehouse unveils ‘Bombay Acid’. The release is a collaboration between co-founder Kunal Merchant and acclaimed vocalist Raja Kumari, capturing the Indo Warehouse ethos: hypnotic grooves, ancestral textures,and underground energy fused into one expansive, ritualistic journey.‘Bombay Acid’ pairs Merchant’s meticulously layered production, melding deep, hypnotic grooves with textures drawn from South Asian musical traditions, with Kumari’s commanding vocals. The track unfolds as both a club-ready cut and an immersive ritual, bridging cultural heritage and contemporary electronic sounds. A Grammy-nominated rapper, singer, and classically trained dancer, Raja Kumari bridges Indian tradition with contemporary global music. She has collaborated with Timbaland, Dr. Dre, Gwen Stefani, John Legend, and Iggy Azalea, and has performed at Coachella, Wireless, and India’s NH7 Festival. Her imprint, Godmother Records, and projects such as ‘The Bridge’ (2023) and ‘Kashi to Kailash’ (2025) explore resilience and spiritual depth, making her one of the most distinctive voices in modern music.
On the flip, SYREETA delivers a striking rework. Authentic and fearless, the UK favourite has shattered glass ceilings while drawing on chunky basslines and energetic grooves from house and techno to craft her own sound and style. Her remix injects ‘Bombay Acid’ with that signature low-end punch, while driving and harnessing the track’s cosmic energy for late-night dancefloors.Kunal Merchant has spent years building a sound that is simultaneously drawn from his South Asian lineage and futuristic. From appearances at Coachella, Hï Ibiza, Fabric London, and Brooklyn Mirage, to releases across the Indo House spectrum, he has become a central figure in shaping the genre and bringing South Asian voices to the global electronic stage. Indo Warehouse, co-founded by Merchant and Kahani in 2022, has evolved from its underground origins in New York into an international movement. Their live shows are immersive experiences, rituals where identity, tradition, and club culture collide, and their releases continue to push the boundaries of house and techno while remaining deeply grounded in their origins. With ‘Bombay Acid’, Merchant and Kumari deliver a production that is both hypnotic and expansive, inviting listeners
into a universe where rhythm, culture, and underground energy meet in unison.
- A1: Ringing Bass (Edited Length) 6 27
- A2: Subterranean Liquid 7 31
- B1: Forward (The 5 Am Mix) 4 40
- B2: Forward (Donato Dozzy Remix) 5 42
- C1: Pulse Trader 5 28
- C2: Moisture (Treatment 3) 5 53
- D1: Lustration Four (Daikaiju) 6 05
- D2: Lustration Five (息) 8 15
- E1: Lustration Six (Megalith) 5 35
- E2: Lustration Eight (Contours) 5 18
- F1: Lustration Eleven (Sarychev) 5 52
- F2: Lustration Twelve (Derecho) 6 05
Following the reissue of his debut album Dispatches, Field Records is proud to return to the seminal work of Mike Parker with an overview of his releases on Prologue — a truly original strain of steely, hypnotic techno that has touched upon many different waves within the wider scene.
Having pioneered a hard-edged, reductionist style via his Geophone label since the mid-90s, around 2010 Mike Parker found himself at the vanguard of an emergent sound alongside artists like Donato Dozzy and Cio D'or exploring the possibilities of immersive, profoundly transcendental club music. The Prologue label came to define this cult zeitgeist, where reduction and repetition took on a truly psychedelic quality and the subtle details made all the difference. It ran from 2008 to 2015, laying the foundations for the deep techno sound that remains a vital, evolving subculture in the present moment.
From Parker's first appearance on Prologue with the Subterranean Liquid EP in 2011 through to the Lustrations LP in 2013, he delivered some of the most incisive music of his accomplished career — teased-out rhythms carrying exquisitely engineered textures veering from the subliminal to the visceral, locked into endless, cyclical oblivion and maintaining a stern, machinist veneer. This collection on Field Records combs through Parker's Prologue output and makes a considered selection, gathering key pieces from the first two EPs alongside six of the album tracks on a triple vinyl pressing, alongside a further eight cuts on the expanded digital edition.
Not just a straight-forward reissue, consider Epilogue a thoughtful reframing of a key point in Mike Parker's stellar career. In every exacting pulse, every inch of tacit spatial design, it's the work of an expert sculpting a sound which remains influential in the here and now.
- Dark Wings
- Fallen From Grace
- Queen Of The Dead
- For The Cursed
- Gates Of Fate
- Serenades
- Tears Of A Thousand Years
- Star-Crossed Love
- Back For More
High Roller Records, bone vinyl, ltd 300, 425gsm heavy cardboard cover, lyric sheet, download code Mit »Romantik III« präsentiert das österreichisch-ungarische Duo Bergfried den Nachfolger von »Romantik I« (2022) und »Romantik II« (2023). Die Formation besteht aus Erech von Lothringen, der alle Intrumente bedient, und Sängerin Anna de Savoy. Der Name Erech von Lothringen ist in Underground-Zirkeln nicht gänzlich unbekannt, ist der Wiener doch Urbeber zahlreicher verschiedener Projekte, vorzugsweise aus dem Black-Metal-Bereich, wobei die Interessen des Bandleaders deutlich breitgefächerter liegen. Beim neuen »Romantik III« handelt es sich um ein ausgesprochen eingängiges, sehr melodisches Album, das hier und gar nicht so düster klingt, wie die Songtitel vermuten lassen könnten. Im positiven Sinne grenzt das Material hier und da schon an Pop („Fallen From Grace“), wobei natürlich (fast) immer Melancholie mitschwingt. Auf »Romantik III« wird Erech von Lothringen unterstützt von Schlagzeuger Fabio Alessandrini (bekannt von Annihilator, Bonfire und Enforcer). Des weiteren sind als Gastsängerinnen neben der beeindruckenden Anna de Savoy aktiv: Maria Nesh von Red Eye Temple, Sarah Kitteringham von Smoulder sowie Damna von Elvenking.
- Transbordar
- Ponto De Vista
- Orbitando I
- Lunatic Garden
- Orbitando Ii
- Caminhos
- Luz
- Chegada
- Roxo
- Dejavú
- Terra Vermelha
- Garrafas
- Deságua
Recorded in Switzerland and mastered in Madrid, on Deságua Mello blends classical harp training with experimental techniques, creating a rich sonic journey that pushes the boundaries of the instrument. Brazilian harpist and composer Marina Mello presents Deságua, her solo debut released by the Peruvian label Buh Records. Based in Zurich, Mello has developed a unique and expressive approach to the harp, combining her classical training with a deep exploration of the instrument's sonic possibilities. Deságua is the result of this process: an intimate and expansive work that traverses sonic landscapes rich in contrast and texture. In the artist's own words, this album is a synthesis of material developed through her musical practice. The title refers to the Portuguese word that describes the moment a river flows into the sea. This concept guides the album's sonic narrative, in which each piece functions as a tributary flowing into an immersive and unexpected listening experience. From bittersweet whale-like sounds to destructive, unsettling, and shattering noise provocations, she explores, senses, and transcends the musical boundaries of her instrument. The album presents a wide range of sounds and styles, yet maintains a strong internal coherence through its technical and conceptual exploration of the harp. Mello performs on both lever and pedal harps, employing a range of non-traditional techniques: preparing the instrument with objects, using guitar effects pedals, detuning the strings, and using close mic recording to capture the subtlest sounds and the shifts that lie between them. The result is a collection of pieces that move between the melodic and the dissonant. Deságua does not shy away from repetition, noise, or raw textures. Instead, it embraces them fully, situating the album at the crossroads of contemporary music, improvisation, and electronic experimentation.
Enigmatic artist GRANT, a longtime figure in the deep house and techno underground, collaborates with Alex Albrechton the title track 'Tangible Dreams'
The two connected via the Scissor & Thread label and Francis Harris, forming a creative partnership. The EP is a textured homage to late '90s dub techno, echoing Basic Channel and Chain Reaction, while retaining a modern touch. The tracks are timeless, groove-focused, and sonically deep.
On the release, GRANT says: "I've been a fan of Alex's work. Through Francis and Scissor & Thread, it felt natural to collaborate. This EP is the kind of music I love to play - not flashy or trendy, but tracks that hold up and grow on you."
With decades of record collecting and acclaimed releases on Lobster Theremin, Mörk, and his own imprints, GRANT has built a loyal following. His albums The Acrobat, Cranks, Perception, and Fantasy Blues are collectors' favorites.
Alex Albrecht, known for immersive performances at Paradise City, MNMT, Public Records, and Giant Steps, has released on Anjunadeep, Mule Musiq, and his Analogue Attic imprint.
With 'Tangible Dreams', GRANT and Albrecht deliver a collaboration destined to stand out.
- A 1: Woman Of The Ghetto
- A 2: Call It Stormy Monday
- A 3: Where Can I Go
- A4: I'm Satisfied
- A5: I Wish I Knew (How It Would Feel To Be Free)
- B1: Liberation Conversation
- B2: California Soul
- B3: Go Away Little Boy
- B4: Looking Thru The Eyes Of Love
- B 5: Anyone Can Move A Mountain
The Spice of Life, released in November 1969, stands as Marlena Shaw's second--and final--studio album for Cadet Records, produced and arranged by the renowned Richard Evans and Charles Stepney. From the opening, Shaw's voice--both playful and powerful--cuts through the lush yet tight-knit arrangements, weaving together a vibrant tapestry of soul, proto-funk, jazz, gospel, and blues. The album features two defining classics: her deeply resonant original of 'Woman of the Ghetto' and a signature take on Ashford & Simpson's 'California Soul', both staples in sampling culture (you'll probably find that you're more familiar with Shaw's material than you thought.) Evans and Stepney's arrangements are far from mere support--they're panoramic and inventive. You'll hear kalimba flourishes, psych-tinged guitar accents, and bongo-fueled organ textures that elevate each track, keeping the atmosphere rich but never overwhelming. Moments like the Bacharach-styled 'Looking Through the Eyes of Love' or the dramatic flair of 'Stormy Monday' showcase their widescreen sensibility and Shaw's versatility. Beneath its musical elegance, "The Spice of Life" carries a weighty current of social commentary. Tracks such as 'Woman of the Ghetto' and the succinct, fierce 'Liberation Conversation' bring political and feminist themes into a soulful, expressive framework--adding unexpected depth to the sophisticated sonic palette. This album offers an immersive journey through soul-jazz mastery, one that rewarded listeners with sampling gold for decades to come. Reissue on 180g vinyl.
Amsterdam label Spectral Bounce recruits French club stalwart Chris Carrier for SPEC06 — Perfect Encounter. Active since 1994, the Parisian artist has released a wellspring of records on Robsoul, Slapfunk and his own Sound Carrier recordings, parallel to his longtime career as a DJ. Characterised by swirling delays and progressive arrangements, Perfect Encounter shows the producer exploring the mesmeric corners of tech house, ideally fitted to the Spectral Bounce aesthetic.
Opener “XLR8” starts with rolling toms that make way for fluid, modulated tones; each bar ebbs and flows to the sweeping synths set in motion by Carrier. Processed with a multitude of delays, rhythmic FX boldly swish above the drums, making for an immersive soundstage. Second track “Light Side” retains the billowing echoes but moves more nimbly, cutting things back to make for a spacious and breezy number. Its croaking synths hop around the stereo field, accompanied by tight percussion and a walking bassline.
The hallucinogenic “Third Moon” sees Carrier step further into trance-inducing territory. The track’s pulsing, syncopated bass note thrums underneath an arpeggio that evolves into a heady prismatic drone. While the chugging beat is ever-present, melodic refrains rise up and evaporate like wisps of vapour, alongside a vocal that fades away as quickly as it appears. The EP’s eponymous “Perfect Encounter” dials up the tension and closes the record with a mysterious touch. Speedy 16th note patterns propel the beat, creating shifty rhythms that rattle and hiss. A rasping, gelatinous synth and squeaky detuned tones resemble extraterrestrial signals — alien morse code for an enraptured dancefloor.
Credits:
- Bytheriver
- Onatightrope
- Briefglimpsesofclearsky
- Hatandraincoat
- Callhersunrise
- Bytheriver
- Twolonelyspacepilots
- Umbrellasonparade
- Whatkindoflove
Hekura are a Barcelona-based duo that create expansive soundscapes anchored in ritual minimalism. With influences ranging from the ethereal mysticism of Alice Coltrane to the hypnotic pulse of Steve Reich, their music explores the boundary between introspection and bold sonic exploration. Inspired by ethnographic traditions and the raw energy of Julius Eastman, their compositions fuse scattered percussion, shimmering textures, and hypnotic saxophone rhythms for moments of solitude and profound reflection. Hekura's work invites listeners to immerse themselves into a spectral world where tradition meets the avant-garde, offering a unique and evocative listening experience. Ernest and Edu met during their jazz studies at Taller de Musics in Barcelona. Their first conversation was about Charlie Haden Liberation Orchestra's "free jazz" version of the South African anthem, Nkosi Sikelele. That bond quickly translated into a shared world of listening, respect, experimentation, and sound that crystallized in Hekura. Edu Pons is a saxophonist and a music teacher at Taller de Mùsics in Barcelona. His music ranges from jazz to folk or from classical to free improvisation yet with his own distinctive voice. Ernest Pipó is a guitarist and composer from a small town in La Garrotxa. Currently based in Barcelona, he primarily focuses on music production and soundtrack composition. His influences range from jazz, electronica, noise, pop, and, although he dares to admit it, also ambient. For fans of: John Tchicai (with strings), Steve Reich, Arv & Miljö (Discreet Music, 2024)
Picnic return after a summer hiatus with a dance floor ready 4 tracker from UK artist HenryG. The debut EP from the Manchester based producer delicately transitions between house and electro, while touching on some progressive elements in between.
A1 comes in heavy with tastefully written synths and glitchy electro sounds drawing the listener into a dance floor trance. The A2 of the record, aptly named Serpent, slithers through progressive arpeggiators and a has a particularly distinctive, raw bassline, giving the immersive synths the power to carry the track.
On the flip side, B1 explores a deeper approach to HenryG’s studio output and resonates strongly with early dub techno cuts. The vocal really personifies the track and brings it to life. B2 does it exactly what it says on tin, it’s tough. Although the structure somewhat resembles a more electro tip, it finds the perfect balance in between the electro realm and underground house.
- Malanka
- Mermaids
- Carpathians
- Utopia
- Rano
- Mother
- Baba
- Zemlya
- Der Mann Im Mond (The Man In The Moon)
Die gefeierte Sängerin und Komponistin Ganna Gryniva präsentiert mit UTOPIA ein Album zwischen ukrainischer Folklore, Indie-Pop und improvisiertem Electro-Folk. Uralte Melodien aus Archiven treffen auf Eigenkompositionen - mal verträumt, mal treibend, immer voller Emotion. Seltene Ritualgesänge wie Malanka mischen sich mit peruanischer Percussion, der Opener Mermaids entführt in eine magische Welt, Stücke wie Baba und Mother ehren starke Frauen. Zemlya erzählt von Grynivas Rückkehr in die Ukraine nach der russischen Invasion. Überraschend fügt sich das deutsche Gedichtlied Der Mann im Mond ein - Ausdruck einer Identität zwischen zwei Kulturen. Mit Gästen wie Ambrose Akinmusire (Trompete) und Maxym Berezhnyuk (Flöten) entsteht ein poetischer, kraftvoller und grenzenloser Sound zwischen Folk, Jazz, Synths und Loops. UTOPIA erscheint am 17. Oktober 2025 bei BERTHOLD records.
- Swietenia Macrophylla
- Ceiba Pentandra
Die erste Zusammenarbeit zwischen dem japanischen Noise-Titan Masami Akita, alias Merzbow, dem legendären brasilianischen Schlagzeuger und Produzenten Iggor Cavalera und dem zukunftsorientierten italienischen Gitarristen und Sounddesigner Eraldo Bernocchi, ,Nocturnal Rainforest", schafft eine Klanglandschaft, die fast überwältigend dicht und verwirrend ist, aber niemals aggressiv oder chaotisch. Es ist ein vollständig immersives Erlebnis, das die jahrelange Arbeit des Trios im Bereich der extremen experimentellen Musik neu kontextualisiert, indem es sich auf Textur, Atmosphäre und sensorische Überlastung konzentriert. Der Noise selbst wird verwendet, um ein raffiniertes Maß an Konzentration zu provozieren; ,Nocturnal Rainforest" ist auf seine eigene Weise meditativ und umhüllt die Zuhörer mit Wellen von Verzerrungen, phantasmatischen, ungemessenen Rhythmen und verwirrenden, bearbeiteten Feldaufnahmen, aber es ist nicht für passives Hören gedacht. Entstanden durch eine Fusion von maßgeschneiderten Techniken, die das Trio seit Jahrzehnten entwickelt, existiert es in einer rohen und mystifizierenden Grenzzone zwischen dem organischen Bereich und der digitalen Welt - einem Ort, der zu vertraut ist, um ignoriert zu werden. Als einer der bekanntesten und produktivsten Noise-Künstler der Welt hat Akita vielbeachtete, genreprägende Alben auf so unterschiedlichen Labels wie Relapse, Important Records, Tzadik, Cold Spring und Soleilmoon veröffentlicht und mit einer Vielzahl von Künstlern zusammengearbeitet, von Keiji Haino und Mika Patton bis hin zu Melt-Banana und Boris. Seit 1979 hat er über 500 Merzbow-Alben veröffentlicht, darunter das Tape-Experiment ,Pornoise/1kg Vol.1" von 1984, das bahnbrechende Noise-Wall-Album ,Pulse Demon" von 1996 und das dubartige ,Merzbuddha" von 2005. Cavalera ist vor allem als Mitbegründer der brasilianischen Metal-Band Sepultura bekannt. Seit er die Band 2006 verlassen hat, beschäftigt er sich intensiv mit experimenteller Underground-Musik und arbeitet mit Künstlern wie Laima Leyton, Ninos Du Brasil, Raven Chacon, Linekraft, Petbrick, Pig Destroyer, Soulwax, Dwid Hellion, Shane Embury und anderen zusammen. Bernocchi begann seine Karriere in den 70er Jahren in verschiedenen Punkbands und wurde in den 80er Jahren bekannt, als er das postindustrielle Kollektiv Sigillum S mitbegründete und Kontakte knüpfte, die sich über die gesamte globale Underground-Szene erstreckten. Als aktives Mitglied der einflussreichen Illbient-Bewegung arbeitete er mit einigen der wichtigsten Persönlichkeiten des Genres wie Spectre, Bill Laswell und DJ Olive zusammen und nahm für WordSound sowie das Kult-Hip-Hop-Label Rawkus auf. Bernocchi hat seine innovativen Aktivitäten fortgesetzt, indem er als SIMM mit dem Grammy-Gewinner Grime MC Flowdan zusammengearbeitet und mit Harold Budd, Robin Guthrie von den Cocteau Twins, Gaudi Nils Petter Molvaer, Hoshiko Yamane und vielen anderen aufgenommen hat. ,Nocturnal Rainforest" ist das Ergebnis der kontinuierlichen musikalischen Entwicklung jedes einzelnen Künstlers, angetrieben von extremer Musik, aber gemildert durch Deep-Listening-Techniken, die Präsenz statt Distanzierung erwarten. Auf ,Swietnenia Macrophylla" vermitteln suggestive, feuchte Klanglandschaften zunächst ein prekäres Gefühl der Sicherheit, das an den Rändern durch schnurrende Schwingungen, die die Fauna des Dschungels imitieren, verschwimmt. Und diese Ruhe wird schnell durch perkussive, nebelhornartige Verzerrungen unterbrochen, die das Ausmaß der Vision des Trios verdeutlichen. Es handelt sich nicht nur um rohen Lärm, die raueren Elemente werden durch subtile Wellen wogender Atmosphäre und schwüle Low-End-Drones unterbrochen, bevor der Track in eine Symphonie computergenerierter Stottergeräusche übergeht. Es gibt ein ständiges Hin und Her zwischen organischen und künstlichen Klängen - bevor man sich an den DAW-verfälschten Lärm gewöhnt hat, trüben collagierte Bandübersteuerungen und zerschnittene Verstärkerbrummen die Atmosphäre, verwirren gezielt die Sinne und verschleiern die Quellen. Dieser Gedanke wird in ,Ceiba Pentandra" fortgesetzt, wenn das Trio den wimmelnden Klängen des Dschungels mit knurrenden, surrenden Elektronikklängen und dichten Interferenzen folgt. Was als Vogelgesang und Insektenchor beginnt, verwandelt sich in eine Wand aus ohrenbetäubender, transzendenter Vollspektrum-Textur, die sich wie ein langsam voranschreitender Sturm über einer schattigen Wildnis auftut.
God = doG is the collective around Belpop icon Rudolf Hecke and consists of Nikkie van Lierop (Erotic Dissidents, Praga Khan), Toon Derison (Steven De Bruyn, El Fish), Klaas Tomme (Iskander Moon, Illuminae), and Yassin Joris (Jokke, Naima Joris).
Rudolf Hecke's LP “God is doG spelled backwards” was voted the best Belgian album of 1989 by De Morgen. Humo crowned him “The Nick Cave of Flanders”.
36 years and many musical adventures later, he is back with a strong, dark, and atmospheric album comparable to the works of, for example, This Mortal Coil: different styles of songs sung by different band members. The album is produced by Hecke, David Poltrock, and Ian Caple. Additional lead vocals are by Elsje Helewaut.
Rudolf has also proven to be a gifted author and speaker. On 26 October 2024, he published his ninth book, How Rough is the Stone?, in which he immerses himself in Freemasonry. The journey to that book was accompanied by the recording of new God=doG songs. Mutual influence, symbolism, questioning, insights, and reflection emerged.
Thus, in the fascinating live shows, storytelling is never far away…
- Hell Bent For Sæther
- The Walls Of Crystal Keep
- Unicorn
- Sternenfels Space Gate
- Everywhere I Rest My Head The Ground Is Shifting
- The Magic Balloon
Clear Vinyl. Mit ihrem Debüt The Empty Space Between A Seamount And Shock Headed Julia hinterließen The Black Cat's Eye 2023 ein bemerkenswertes Echo in der Szene - ein energetisches und atmosphärisches Werk, das Psychedelic- und Postrock-Elemente auf einzigartige Weise vereinte und schnell vergriffen war. Nun, zweieinhalb Jahre später, präsentiert das Frankfurter Quintett sein neues Album Decrypting Dreams Of Weird Animals And Strange Objects. Auch diesmal lotet die Band die Grenzbereiche zwischen Psychedelic-, Kraut- und Post-Rock aus. Die Musik oszilliert zwischen hypnotischem Drive, verträumten Gitarrenflächen und dynamischen Spannungsbögen. Das Album umfasst sechs Songs, deren Spannweite von fünf- bis zehnminütigen Klangreisen reicht. Neu ist, dass diesmal zwei Bandmitglieder Kompositionen beisteuerten: Neben Gitarrist und Bandgründer Christian Blaser stammt die Hälfte des Materials von Bassist Jens Cappel. Sein kraftvoller, direkter Stil ergänzt Blasers atmosphärischen Ansatz ideal. Blaser: ,Auf dem Debütalbum stammten alle Stücke von mir. Als Gründer der Band lag mein Fokus zunächst darauf, eine musikalische Vision und Richtung vorzugeben. Jens war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so in die kreativen Prozesse eingebunden, obwohl er ein außerordentlich talentierter und umtriebiger Musiker ist. Er veröffentlicht regelmäßig großartige neue Musik auf den Bandcamp-Seiten seiner eigenen Projekte, zum Beispiel The Black Black Paint. Als es dann an das Schreiben neuer Songs für das zweite Album ging, brachte Jens einige wirklich tolle Demos mit ein." Stilistisch verbindet das Album, wie schon der Vorgänger, klassische 70er-Einflüsse mit zeitgenössischer Rockmusik - man hört Anklänge an Can, Motorpsycho, Neu!, Indie- und Stonerrock, aber auch an David Gilmours Gitarrenästhetik. Die Musik ist instrumental, einzig im finalen Stück ,The Magic Balloon" übernimmt Jens Cappel den Gesang. Ähnlich rätselhaft wie bei der ersten Platte klingt der Albumtitel: Decrypting Dreams Of Weird Animals And Strange Objects. Blaser erklärt: ,Der Titel ist inspiriert von einem faszinierenden Aspekt der US-amerikanischen TV-Serie Westworld. Dort werden humanoiden Robotern Gefühle und Träume einprogrammiert. Doch weil diese Androiden dadurch immer menschlicher werden, geraten sie außer Kontrolle - die Programmierer suchen daraufhin den Fehler in den von ihnen geschriebenen Quellcodes, analysieren die künstlichen Gefühle, Gedanken und Träume mithilfe ihrer Computerprogramme. Übertragen auf unsere Realität ist der Titel durchaus ironisch gemeint. Unsere moderne Technik vermittelt den Eindruck, wir könnten jeden Bereich unseres Lebens vollständig steuern. Selbstoptimierung und die Kapitalisierung des eigenen Ichs werden zum obersten Prinzip. Eine trügerische Illusion, denn wir sind nur winzige Teile eines größeren, für uns unergründlichen Ganzen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Was kann Kunst zu unserer Wahrnehmung der Welt beitragen? Welche Bedeutung hat es, sich mit musikalischen Mitteln auszudrücken? Durch Technik, Mathematik, Physik und reine Vernunft kommen wir dem Wunder des Lebens und dem Sinn unserer Existenz nicht wirklich näher. Was uns bleibt, ist das Ritual, die Beschwörung, die Ekstase. Musik, Tanz, Malerei, Geschichten - sie offenbaren für kurze Momente den wahren Kern des Lebens, richten unser Verhältnis dazu neu aus und verbinden uns mit dem Universum." Aufgenommen hat die Band wieder im Tonstudio Bieber in Offenbach am Main. Oli Rüger, Studiobetreiber und selbst Musiker, hat langjährige Erfahrung mit dem Aufnehmen von Gitarrenbands. Innerhalb von drei Tagen spielte die Band die Basic Tracks live ein, anschließend ergänzten sie diese durch Overdubs. Rüger war auch als Co-Produzent beteiligt. Cappel: ,Oli hat das richtige Händchen für die perfekte Balance zwischen rohen, heftigen und filigranen Sounds, ohne gleichzeitig den Blick für das große Ganze zu verlieren." Das Werk wurde final von Krautrock-Legende Eroc gemastert - eine passende Wahl für eine Band, die sich nicht nur als Erben der 70er sieht, sondern diese Tradition aktiv in die Gegenwart weiterdenkt. Das monochrome Cover-Artwork unterstreicht eindrucksvoll die dunkle Atmosphäre der Musik. Es verdeutlicht den konzeptionellen Ansatz der Band, Musik nicht nur als Klang, sondern als Raum, Konzept und visionäre Erzählform zu begreifen. Das Titelbild - eine scheinbar endlose Spirale, Symbol für DNA-Strukturen und Ewigkeit - wurde vom italienischen Grafiker Daniele Stochino entworfen. Die Innenseite des Gatefolds verbindet dieses Motiv mit einer Illustration des in Berlin lebenden Grafikers und Musikers Max Emil Hurlebaus. Durch farbige Akzente eröffnet sie kontrastreich neue Perspektiven.




















