Kip Moores sechstes Album 'Solitary Tracks' mit 23 Songs beweist, dass Moores innerer Kompass nach wie vor stark ist. Ein in jeder Hinsicht intensives Album - stimmlich, textlich wie auch klanglich -, auf dem Moore seine prägnante Feder nach innen richtet. Bis auf einen Song hat er alle Songs selbst geschrieben oder an ihnen mitgeschrieben und ein trotziges Gefühl persönlichen Wachstums in ein rohes Roots-and-Soul-Paket gepackt, das gemeinsam mit Jaren Johnston, Oscar Charles und Jay Joyce produziert wurde.
Der in Süd-London geborene und mittlerweile in Atlanta lebende Puma Blue - das Pseudonym von Jacob Allen - veröffentlicht sein Überraschungsalbum 'antichamber'. Es markiert eine klangliche Wende für Puma Blue, da er sich von der vollen Band abwendet und ganz auf obskure elektronische Texturen und akustische Instrumente setzt. Während sein bisheriges Material irgendwo zwischen Trip-Hop, Jazz und Electronica schwebte, hat 'antichamber' einen rohen und direkteren Ansatz beim Songwriting. Hauptsächlich getragen von der sanften Stimme Allens und akustischen Gitarren zeigt sich 'antichamber' verletzlich und von überwältigender Schönheit.
Wenn drei visionäre Köpfe der elektronischen Musik aufeinandertreffen, entsteht ein Sound, der Grenzen sprengt. Demise Of Love ist das Projekt von Daniel Avery, James Greenwoods Ghost Culture und Working Men’s Club – eine Kollaboration, die aus gegenseitiger Wertschätzung und dem Streben nach neuen Klängen entstanden ist. Demise Of Love verbindet rohe Energie mit klanglicher Präzision. Das Ergebnis ist eine Fusion aus industriellen Klanglandschaften, pulsierendem Acid-House und melancholischen Melodien. Ihre Musik fordert heraus, fesselt und bleibt haften. Die EP, abgemischt von Alan Moulder, bringt das Beste der drei Musiker zusammen: Synthesizer, die den Raum aufbrechen, intensive Refrains und eine Soundästhetik, die sich nicht einordnen lässt. „Strange Little Consequence“ wechselt spielerisch zwischen Acid-Groove und monumental anmutendem Rock-Refrain. „Carry The Blame“ fängt die Weite des Detroit-Techno ein, „Be A Man“ verbindet Industrial-Punk mit düsterer Melancholie, und „Like I Loved You“ hebt mit hymnischem Gesang in elektronische Höhen ab. Auch inhaltlich geht die EP tief: Texte über Entfremdung, Kontrollverlust und die Suche nach Verbindung verleihen der Musik zusätzliche Schwere. Zeilen wie „Dead peasants excite you / Rewards of the plight fall / Into your hands“ aus „Strange Little
Consequence“ oder „Your ways are antiquated / And I’m bored now“ aus „Be A Man“ spiegeln das Unbehagen unserer Zeit wider. „Demise Of Love“ ist keine bloße Zusammenarbeit, sondern eine Verschmelzung dreier einzigartiger Klangwelten zu etwas völlig Eigenem. Hier trifft Innovation auf Emotion – kompromisslos, intensiv und von zeitloser Eleganz.
Swans kehren mit 'Birthing' zurück, dem neuesten Album, das im Laufe einer einjährigen Tournee 2023-2024 entstand.
'Birthing' wird über Mute und Young God Records veröffentlicht. Die Erstpressungen der Deluxe-Vinyl und CD enthalten eine Bonus-DVD mit Swans Live 2024 (Rope) The Beggar, einem Konzertfilm von Marco Porsia, der die letzte US-Tour der Band dokumentiert. Die DVD enthält außerdem 'I Wonder If I'm Singing What You're Thinking Me To Sing', eine Dokumentation von Christopher Nicholson über Michael Gira's Solotournee 2022.
'Birthing', das durch unerbittliche Improvisation und Live-Performance sowie neu komponierte Studiostücke verfeinert wurde, ist ein Zeugnis von Michael Giras kompromissloser klanglicher Vision. Die Songs, die als akustische Kompositionen begannen, wurden im Studio mit langjährigen Live-Mitgliedern und Kollaborateuren schrittweise erweitert und transformiert.
"Dieses Album, zusammen mit der kürzlich erschienenen Live-Veröffentlichung Live Rope, ist mein letzter Ausflug (als Produzent/Impresario) in die alles verzehrenden Klangwelten, die mich seit Jahren besessen haben. Wir werden in diesem Modus gegen Ende 2025 eine letzte Tournee machen, und das war's dann. Danach wird es mit Swans weitergehen, so lange ich dazu in der Lage bin, allerdings in einer deutlich reduzierten Form. Hinweise auf diese Richtung sind in einigen Momenten auf dem aktuellen Album zu finden. In der Zwischenzeit hoffe ich, dass die Musik eine positive und fruchtbare Atmosphäre bietet, in der man träumen kann." - Michael Gira / Swans
Produziert von Gira, wurde 'Birthing' in der Soundfabrik Berlin aufgenommen, im Candy Bomber Studio von Ingo Krauss gemischt und von Doug Henderson bei Micro-Moose gemastert.
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Obwohl ANTROPOMORPHIA für "Devoid of Light" insgesamt zweieinhalb Jahre im Studio verbrachten haben, verloren sie dabei nie ihre Vision aus den Augen: Nämlich eine Vielzahl von harten musikalischen Texturen, einschließlich fanatischer Aggression, misanthropischer und nihilistischer Texte mit dunklen Emotionen wie Wut, Verzweiflung und Schmerz zu dunklen und bedrückenden Klanglandschaften zu kombinieren. ANTROPOMORPHIA wurden 1990 im niederländischen Tilburg aus der Gruft gehoben. Als Pioniere ihres Genres wurden sie schnell zu einem Fundament der Death Metal Szene in den Niederlanden. Trotz gelegentlicher Unterbrechungen konnten ANTROPOMORPHIA ihren Status als Underground-Ikonen mit einer Reihe gefeierter Veröffentlichungen kontinuierlich festigen. Ihre kompromisslose Herangehensweise und der sich ständig erweiternde Malstrom musikalischer Texturen brachte einen stetig wachsenden Einfluss von Black Metal Elementen in die musikalische und visuelle DNA der Niederländer. Jetzt kehren ANTROPOMORPHIA mit "Devoid of Light" zurück und zeigen der Welt, dass sie immer noch danach dürsten, die Grenzen der Death Metal Szene zu überschreiten. Dreht die Regler auf 10 und lasst dieses monströse Album von der Leine!
Wah Wah 45s präsentiert die Debüt-LP eines aufregenden, neuen Signings 2025: Isaac de Martin (IKE) vermischt Jazz und elektronische Einflüsse zu warmen, sanften und oft filmischen Klanglandschaften. Ein gewisser Eklektizismus ist nicht überraschend für einen in Italien in eine Musikerfamilie mit britischen Wurzeln geborenen Komponisten, Produzenten und Gitarristen, der seinen Stil durch kreatives Experimentieren und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen Ländern entwickelte. Ein längerer Aufenthalt in Ägypten dient ihm als Erzählung und Metapher für eine gelassene und befreiende Einstellung zum Leben, die sich in einer Vintage- und dennoch dynamischen Atmosphäre des Albums widerspiegelt.
Als Watchtower im Jahre 1985 ihr Debütalbum "Energetic Disassembly" veröffentlichen, stellen sie die Metal-Welt auf den Kopf. Das Material setzt völlig neue Maßstäbe. Innovativer (und extremer) geht zu dieser Zeit niemand zu Werke. Unbeholfene Stilbeschreibungen wie "Jazz Metal" oder "Techno Thrash" werden kreiert. Ursprünglich werden Watchtower im Mai 1982 in Austin, Texas, aus der Taufe gehoben. In jenem Monat schließt sich Sänger Jason McMaster Bassist Doug Keyser, Schlagzeuger Rick Colaluca sowie Gitarrist Billy White an. In ihrem frühen Stadium zeigen sich Watchtower stark von der NWOBHM inspiriert und spielen Songs von Iron Maiden, Angel Witch und Raven nach - dazu natürlich etliche Nummern der kanadischen Prog-Götter Rush. In der Folge entwickelt die Band sukzessive ihren individuellen Stil und nimmt Demos mit eigenen Stücken auf. Aber die Plattenfirmen wollen nicht anbeißen. Aus diesem Grunde entschließt man sich dazu, auf dem eigenen Label Zombo Records das wegweisende Album "Energetic Disassembly" zu veröffentlichen (gepresst werden 3.500 LPs und 1.000 Kassetten).
"Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie ich Demokassetten an Fanzines verschickt habe und nahezu täglich Briefe mit Tapetradern ausgetauscht wurden," erinnert sich Sänger Jason Mc Master heute. "Ich erhielt u.a. Briefe von Gene Hoglan, Mike Portnoy, Jason Newsted und sogar Alan Tecchio Die Reaktionen waren fantastisch, aber wir klangen einfach so andersartig. Die Labels wussten nicht, wie sie uns seinerzeit hätten vermarkten sollen. Waren wir zu extrem? Ich denke schon." Pünktlich zum 40. Jubiläum von "Energetic Disassembly" erscheint über High Roller Records nicht nur eine De-Luxe-Edition des originalen Albums, sondern auch eine neue Abmischung. Die Re-Mixes wurden im Jahre 2009 von Jared Tuten, einem engen Freund von JasonMcMaster, in den Top Hat Studios angefertigt. Als Sahnehäubchen gesellen sich dazu vier Bonus-Stücke: eine Art Drum-Soundcheck namens "Rick On Parade", das kurze Gitarren-Instrumental "BW115" sowie frühe Fassungen von zwei Songs, die später auf dem zweiten Watchtower-Album landen sollten, hier aber noch mit Jason McMaster am Gesang - "Instruments Of Random Murder" und "The Eldritch". Jason McMaster verließ Watchtower im Jahre 1988 in Richtung Dangerous Toys. Sein Nachfolger war Alan Tecchio (von Hades). Zusammen mit ihm wurde 1989 in West-Berlin das zweite Album "Control And Resistance" für Noise Records aufgenommen.
Als Watchtower im Jahre 1985 ihr Debütalbum "Energetic Disassembly" veröffentlichen, stellen sie die Metal-Welt auf den Kopf. Das Material setzt völlig neue Maßstäbe. Innovativer (und extremer) geht zu dieser Zeit niemand zu Werke. Unbeholfene Stilbeschreibungen wie "Jazz Metal" oder "Techno Thrash" werden kreiert. Ursprünglich werden Watchtower im Mai 1982 in Austin, Texas, aus der Taufe gehoben. In jenem Monat schließt sich Sänger Jason McMaster Bassist Doug Keyser, Schlagzeuger Rick Colaluca sowie Gitarrist Billy White an. In ihrem frühen Stadium zeigen sich Watchtower stark von der NWOBHM inspiriert und spielen Songs von Iron Maiden, Angel Witch und Raven nach - dazu natürlich etliche Nummern der kanadischen Prog-Götter Rush. In der Folge entwickelt die Band sukzessive ihren individuellen Stil und nimmt Demos mit eigenen Stücken auf. Aber die Plattenfirmen wollen nicht anbeißen. Aus diesem Grunde entschließt man sich dazu, auf dem eigenen Label Zombo Records das wegweisende Album "Energetic Disassembly" zu veröffentlichen (gepresst werden 3.500 LPs und 1.000 Kassetten).
"Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie ich Demokassetten an Fanzines verschickt habe und nahezu täglich Briefe mit Tapetradern ausgetauscht wurden," erinnert sich Sänger Jason Mc Master heute. "Ich erhielt u.a. Briefe von Gene Hoglan, Mike Portnoy, Jason Newsted und sogar Alan Tecchio Die Reaktionen waren fantastisch, aber wir klangen einfach so andersartig. Die Labels wussten nicht, wie sie uns seinerzeit hätten vermarkten sollen. Waren wir zu extrem? Ich denke schon." Pünktlich zum 40. Jubiläum von "Energetic Disassembly" erscheint über High Roller Records nicht nur eine De-Luxe-Edition des originalen Albums, sondern auch eine neue Abmischung. Die Re-Mixes wurden im Jahre 2009 von Jared Tuten, einem engen Freund von JasonMcMaster, in den Top Hat Studios angefertigt. Als Sahnehäubchen gesellen sich dazu vier Bonus-Stücke: eine Art Drum-Soundcheck namens "Rick On Parade", das kurze Gitarren-Instrumental "BW115" sowie frühe Fassungen von zwei Songs, die später auf dem zweiten Watchtower-Album landen sollten, hier aber noch mit Jason McMaster am Gesang - "Instruments Of Random Murder" und "The Eldritch". Jason McMaster verließ Watchtower im Jahre 1988 in Richtung Dangerous Toys. Sein Nachfolger war Alan Tecchio (von Hades). Zusammen mit ihm wurde 1989 in West-Berlin das zweite Album "Control And Resistance" für Noise Records aufgenommen.
Als Watchtower im Jahre 1985 ihr Debütalbum "Energetic Disassembly" veröffentlichen, stellen sie die Metal-Welt auf den Kopf. Das Material setzt völlig neue Maßstäbe. Innovativer (und extremer) geht zu dieser Zeit niemand zu Werke. Unbeholfene Stilbeschreibungen wie "Jazz Metal" oder "Techno Thrash" werden kreiert. Ursprünglich werden Watchtower im Mai 1982 in Austin, Texas, aus der Taufe gehoben. In jenem Monat schließt sich Sänger Jason McMaster Bassist Doug Keyser, Schlagzeuger Rick Colaluca sowie Gitarrist Billy White an. In ihrem frühen Stadium zeigen sich Watchtower stark von der NWOBHM inspiriert und spielen Songs von Iron Maiden, Angel Witch und Raven nach - dazu natürlich etliche Nummern der kanadischen Prog-Götter Rush. In der Folge entwickelt die Band sukzessive ihren individuellen Stil und nimmt Demos mit eigenen Stücken auf. Aber die Plattenfirmen wollen nicht anbeißen. Aus diesem Grunde entschließt man sich dazu, auf dem eigenen Label Zombo Records das wegweisende Album "Energetic Disassembly" zu veröffentlichen (gepresst werden 3.500 LPs und 1.000 Kassetten).
"Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie ich Demokassetten an Fanzines verschickt habe und nahezu täglich Briefe mit Tapetradern ausgetauscht wurden," erinnert sich Sänger Jason Mc Master heute. "Ich erhielt u.a. Briefe von Gene Hoglan, Mike Portnoy, Jason Newsted und sogar Alan Tecchio Die Reaktionen waren fantastisch, aber wir klangen einfach so andersartig. Die Labels wussten nicht, wie sie uns seinerzeit hätten vermarkten sollen. Waren wir zu extrem? Ich denke schon." Pünktlich zum 40. Jubiläum von "Energetic Disassembly" erscheint über High Roller Records nicht nur eine De-Luxe-Edition des originalen Albums, sondern auch eine neue Abmischung. Die Re-Mixes wurden im Jahre 2009 von Jared Tuten, einem engen Freund von JasonMcMaster, in den Top Hat Studios angefertigt. Als Sahnehäubchen gesellen sich dazu vier Bonus-Stücke: eine Art Drum-Soundcheck namens "Rick On Parade", das kurze Gitarren-Instrumental "BW115" sowie frühe Fassungen von zwei Songs, die später auf dem zweiten Watchtower-Album landen sollten, hier aber noch mit Jason McMaster am Gesang - "Instruments Of Random Murder" und "The Eldritch". Jason McMaster verließ Watchtower im Jahre 1988 in Richtung Dangerous Toys. Sein Nachfolger war Alan Tecchio (von Hades). Zusammen mit ihm wurde 1989 in West-Berlin das zweite Album "Control And Resistance" für Noise Records aufgenommen.
Das vierte Album von Ellen Arkbro, "Nightclouds", versammelt fünf Improvisationen für Orgel solo, die 2023-24 in Mitteleuropa aufgenommen wurden. "Nightclouds" ist unverhohlener romantisch und introspektiver als ihre früheren Werke, obwohl es fest in der Strenge und Präzision verwurzelt, die Arkbro's Konzept ausmachen. Es ist die Erweiterung ihrer Erkundungen von räumlicher Harmonie, Taktilität und Textur, Arkbro schöpft gleichermaßen aus sakraler Musik, Jazz im ECM-Stil und Minimalismus und beschwört eine kühle Intimität und einen kühlen Ton herauf. Ihre entschleunigten Akkordimprovisationen hüllen den Zuhörer in düsteres verwaschen, während ihre Mikrofonierung die raue haptische Maserung des Rohrblatts offenbart und den Zuhörer sowohl innerhalb als auch außerhalb des Klangs bringt. Sie evoziert Duette von Kjell Johnsen und Jan Garbarek oder La Monte Young und Tony Conrads Bearbeitung von Euringers und Harmer's Cowboy-Song ,Oh Bury Me Not". "Nightclouds" kanalisiert spirituelles Pathos durch eine rigoros zurückhaltende Architektur. Anknüpfend an das letztjährige Album "Sounds While Waiting" (W.25TH, 2024), einer Auswahl von Stereomischungen, die Arkbro's räumliche Orgelinstallationen dokumentieren, ändert Nightclouds die Richtung und konzentriert sich auf unmittelbare Komposition und Improvisation. Elegante, einfache akkordische Gerüste unterstützen reiche, sich ständig verändernde Texturen; genaues Hinhören erfordert die Hingabe an anhaltende Unentschlossenheit. Den Abschluss einer Sammlung von kurzen Stücken bilden zwei Variationen über die titelgebende Komposition ,Nightclouds", eine eine schelmische Anspielung auf den britischen Jazz-Gitarristen Allan Holdsworth: Die erste Aufnahme verlangsamt und dehnt eine kontinuierlich modulierte harmonische Progression, während die kurze Schlussversion einfach drei Akkorde schleift. Zwischen diesen Stücken liegen ,Still Life" und ,Chordalities", zwei kurze Werke, die im Temple de La-Tour-de-Peilz in Vevey, Schweiz, aufgenommen wurden. Die zweite Hälfte des Albums ist folgenden Stücken gewidmet ,Morningclouds", ein weitläufiges Werk, das in der rekonstruierten Gedächtniskirche (Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche) in Berlin aufgenommen wurde. Arkbro's prägnantes musikalisches Vokabular und formale Architektur evozieren ein Gefühl der emotionalen Ambivalenz, gleichzeitig erhebend und schwermütig und führt den Hörer mit kühler und distanzierter Schönheit. "Nightclouds", das als tiefgründiges Statement in Arkbros sich entwickelndem Werk steht, das zugleich introspektiv und expansiv ist, bestätigt ihre einzigartige Fähigkeit, harmonische Einfachheit in tief berührende Klanglandschaften zu verwandeln, die den Hörer in einen Raum der Kontemplation und emotionalen Tiefe führen.
"How do I know if my cat likes me?" ist die erste Zusammenarbeit der Organisten Ellen Arkbro und Hampus Lindwall mit der bildenden Künstlerin Hanne Lippard, eine existenzielle Meditation über die leeren Weiten unseres automatisierten Alltags. Das Stück entstand während Arkbro und Lippards Residenz 2023 im La Becque in La Tour-de-Peilz, Schweiz, Das Album persifliert die lähmende Ästhetik des Geschäftslebens, von der Warteschleifenmusik bis zum Onlinebanking. "How do I know if my cat likes me?" führt die Linie von Roberts Ashley von Roberts Ashley und Barry fort und hämmert auf die Klänge der Sprache ein, bis sie alle Bedeutungen durch angenehm betäubende Wiederholungen verdrängen. Die Platte zu hören ist, als würde man ein Captcha wieder und wieder lösen bis alle Zeichen zu Hieroglyphen verschwimmen, oder man findet sich in einem tautologischen Kundendienst-Argument verstrickt, nur dass man, nachdem man in der Sackgasse des Unsinns gelandet ist, eine unerwartete transzendente Schönheit findet, in der die Sprache von der reinen Funktion zur reinen Ästhetik umschlägt und vor Möglichkeiten schimmert. Selbst subtile Brüche in lyrischen oder musikalischen Mustern können eine grundlegende Veränderung in der Welt des Songs auslösen. Auf der gesamten Platte begründen strenger Formalismus und Minimalismus eine Erzählung. ,The Long Goodbye" stellt sich einen quälenden Dialog zwischen Bekannten vor, die sich nicht höflich voneinander lösen können: ,It's my pleasure!", stöhnt Lippard, die sich selbst antwortet: "Pleasure is all mine! / See you soon! / See you next time! / See you then!". Obwohl die Zeilen immer wieder dieselben wenigen Abschiedsworte wiederholen, akkumuliert sich eine geheimnisvolle Kausalität in den winzigen Variationen, die einen erzählerischen Bogen kreieren, weniger für die Figuren des Liedes, sondern für den Zuhörer, der sich mit Verzweiflung, nihilistischem Humor oder tiefer Dankbarkeit über die Fähigkeit der Kunst konfrontiert sieht. An anderer Stelle, als ,Modern Spanking" sich frei assoziierend von der Phrase "Online-Banking" in Richtung "breathing down your neck banking" und ,sexy but bankrupt banking" wandelt, wird eine ganze Welt oberflächlicher Vergnügungen ins Blickfeld gerückt. Während minimalistische Bewegungen in der Musik und der bildenden Kunst eine gewisse Situiertheit des Blicks fördern, erinnert ,Modern Spanking" an den glatten, reibungslosen Minimalismus eines gehobenen Einkaufszentrums: eine Menge wahlloser Passanten, die sich zwischen Sex und Geld, Fantasie und Realität, zerstreuter Aufmerksamkeit und intensiver Ablenkung befinden. In einer Welt wie dieser ist der Unterschied zwischen Bankgeschäften und Prügelstrafe zu vernachlässigen.
Drei Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums "caroline" kommt jetzt ihr neues Album "caroline 2". Die Gruppe verbrachte 18 Monate mit verschiedenen Schreibsessions in Großbritannien, wobei die Aufnahmen hauptsächlich in den Big Jelly Studios in Ramsgate stattfanden. Produziert wurde das Album von Jasper Llewellyn, Casper Hughes, Mike O"Malley und Syd Kemp, gemischt von Jason Agel und gemastert von Heba Kadry. Das neue Album "caroline 2" beginnt mit einer lauten Gitarre, die den Sound und gleichsam die Marschroute für das neue Album vorgibt. Dabei gibt sich der Klangkosmos von caroline weiterhin als unergründlich. Voller euphorischer Tiefen und musikalischer Fallstricke, die einen zurück auf einen gemütlichen Soundteppich ziehen. Und dennoch klingt auch das neue unverkennbar nach der Band, die man nicht in Schubladen stecken kann. In gewisser Weise macht das zweite Album von caroline somit da weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat - das grandiose, selbstbetitelte Debüt von 2022 endete mit "Natural death", auf dem sie ebenfalls die Möglichkeiten von hypnotischen Gitarrenmustern erkundeten -, aber in vielen anderen Bereichen betreten sie Neuland. Das Ergebnis ist ein Album von außerordentlicher Tragweite, auf dem das Organische und das Künstliche, das Raue und das Schöne, das Ursprüngliche und das Verschwommene aufeinanderprallen und sich miteinander verbinden.
An unsung modernist classic from 1974 – Pitchfork Bennie Maupin hat mit seinem Erfindungsreichtum zu ikonischen Platten wie Bitches Brew von Miles Davis, Mwandishi und Headhunters von Herbie Hancock und Afternoon Of A Georgia Faun von Marion Brown beigetragen. Aufnahmen unter eigenem Namen waren eher selten, aber sein Leader-Debüt ist ein Juwel. „Ein selbstloseres Album ist schwer vorstellbar“, schrieb Down Beat 1975. „Der Klang auf The Jewel In The Lotus ist überragend, und alle Musiker bemühen sich darum zu einer Einheit zu verschmelzen“. 1974 in New York aufgenommen, überschneidet sich das Personal des Albums mit dem aus Herbie Hancocks Umfeld dieser Zeit, doch die Musik hat einen gänzlich eigenen Charakter. Die Luminessence-Vinyl-Edition des Albums kommt in einem Tip-On-Gatefold und enthält neue Liner Notes
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Let All That We Imagine Be The Light“ ist das achte Studioalbum von Garbage und wurde bei Red
Razor Sounds in Los Angeles, Butch Vigs Studio Grunge Is Dead und Shirley Mansons Schlafzimmer
aufgenommen. Die Platte wurde von der Band und ihrem langjährigen Toningenieur Billy Bush produziert.
Das Album ist unverkennbar Garbage. Alle Markenzeichen und Handschriften, für die sie bekannt sind,
sind hier vorhanden. Große, kantige Gitarren, präzise, treibende Beats und filmische Klanglandschaften
lauern alle unter Shirley Mansons ausdrucksstarker Stimme, ihre Texte strotzen vor Attitüde. Es ist der
Sound einer Gruppe auf dem Höhepunkt ihrer kreativen Kräfte – die charakteristischerweise klangliche
Gegenüberstellungen und Stimmungen nutzt, um ein Album zu schaffen, das gleichermaßen von Licht und
Schatten pulsiert.
„Als ich mit der Aufnahme dieser Platte begann, war ich entschlossen, eine hoffnungsvollere, erhebendere
Welt zu finden, in die ich eintauchen konnte. Der Titel des Albums, Let All That We Imagine Be The Light,
ist ein perfektes, schlagzeilenträchtiges Statement für die gesamte Platte. Wenn alles düster erscheint, ist
es unerlässlich, nach den hellen, positiven und schönen Kräften der Welt zu suchen. Es fühlt sich fast wie
eine Frage von Leben und Tod an. Eine Überlebensstrategie“ – Shirley Manson
Garbage besteht aus allen vier ursprünglichen Bandmitgliedern, Shirley Manson, Duke Erikson, Steve Marker
und Schlagzeuger Butch Vig. In den 30 Jahren seit ihrer Gründung im Jahr
Let All That We Imagine Be The Light“ ist das achte Studioalbum von Garbage und wurde bei Red
Razor Sounds in Los Angeles, Butch Vigs Studio Grunge Is Dead und Shirley Mansons Schlafzimmer
aufgenommen. Die Platte wurde von der Band und ihrem langjährigen Toningenieur Billy Bush produziert.
Das Album ist unverkennbar Garbage. Alle Markenzeichen und Handschriften, für die sie bekannt sind,
sind hier vorhanden. Große, kantige Gitarren, präzise, treibende Beats und filmische Klanglandschaften
lauern alle unter Shirley Mansons ausdrucksstarker Stimme, ihre Texte strotzen vor Attitüde. Es ist der
Sound einer Gruppe auf dem Höhepunkt ihrer kreativen Kräfte – die charakteristischerweise klangliche
Gegenüberstellungen und Stimmungen nutzt, um ein Album zu schaffen, das gleichermaßen von Licht und
Schatten pulsiert.
„Als ich mit der Aufnahme dieser Platte begann, war ich entschlossen, eine hoffnungsvollere, erhebendere
Welt zu finden, in die ich eintauchen konnte. Der Titel des Albums, Let All That We Imagine Be The Light,
ist ein perfektes, schlagzeilenträchtiges Statement für die gesamte Platte. Wenn alles düster erscheint, ist
es unerlässlich, nach den hellen, positiven und schönen Kräften der Welt zu suchen. Es fühlt sich fast wie
eine Frage von Leben und Tod an. Eine Überlebensstrategie“ – Shirley Manson
Garbage besteht aus allen vier ursprünglichen Bandmitgliedern, Shirley Manson, Duke Erikson, Steve Marker
und Schlagzeuger Butch Vig. In den 30 Jahren seit ihrer Gründung im Jahr
WHEN A NIGHT IN SOUNDS LIKE A NIGHT OUT! Eine schillernde 11-Track-Reise durch die handverlesenen Perlen unter Numeros besten. Eccentric verbindet die zeitlose Wärme des klassischen Soul mit einem frischen, modernen Twist: Eccentric Modern Soul präsentiert eine weitläufige Klanglandschaft, die sich sowohl nostalgisch als auch neu anfühlt.
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Pan Amsterdam, alias Leron Thomas, veröffentlicht am 23. Mai 2025 sein neues Album 'Confines' - sein erstes bei Heavenly Recordings. Die gleichnamige Single ist bereits jetzt erhältlich und präsentiert seinen einzigartigen Mix aus Hip-Hop, Jazz und elektronischen Klängen. Mit einem freien Stream-of-Consciousness-Flow und experimentellen Sounds verweigert sich Confines jeder Genregrenze und markiert einen persönlichen Neuanfang für den vielseitigen Musiker.
Vier ehemalige Mitglieder der heiß geliebten, aber leider aufgelösten finnischen Band GHOST BRIGADE kamen Ende 2020 in ihrer Heimatstadt Jyväskylä zu einem Gespräch zusammen. Das Gespräch entwickelte sich bald in eine unerwartete Richtung, die am Ende zur Geburt von CERESIAN VALOT führte. Mit mehreren Songwritern und zwei Sängern, die auf Finnisch singen, war Gitarrist und Hauptsongwriter Wille Naukkarinen voller Zuversicht, dass sich der Musikstil der neuen Band von ganz allein in eine neue Richtung entwickeln würde. Die Zeit gab ihm Recht. Der Sound des Debütalbums "Uumen" ("Tiefen") entpuppt sich als sehr dynamisch, vielschichtig und mit einer breiten Palette von Klängen und Ideen. Stilistisch verschmilzt das Album unter anderem Alternative, Rock, Progressive und verschiedene Metal-Genres. Die in finnischer Sprache geschriebenen Texte auf "Uumen" kreisen um das Thema "Unsicherheit". Obwohl das Album oft düster und melancholisch wirkt, sind die Texte keineswegs apokalyptisch, sondern sie bieten auch Hoffnung und ein Licht am Ende des Tunnels an - auch wenn das nicht unbedingt hell erstrahlt. Da die Finnen in ihren Reihen Songwriter, Grafiker, Produzenten, Mixing & Recording Engineers und sogar einen Mastering Engineer haben, ist es kaum verwunderlich, dass die Band einen ausgeprägten DIY-Ethos pflegt. Mit "Uumen" brechen CERESIAN VALOT zu einer aufregend neuen musikalischen Reise auf, die etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes, etwas Dunkles und ein goldenes Talent für Songwriting mit sich führt: Wer "Uumen" mit offenen Ohren hört, wird mit subtiler Schönheit belohnt.
Shai Maestro ist einer der einfallsreichsten und einflussreichsten Pianisten seiner Generation. Seit seinem 2011er Debüt mit seinem Trio hat er eine unverwechselbare musikalische Stimme entwickelt - fließend, ausdrucksstark und zutiefst lyrisch. Sein künstlerisches Können hat ihn zu einer treibenden Kraft des zeitgenössischen Jazz gemacht. Er verbindet Improvisation, Komposition und globale Einflüsse zu einem Sound, der sowohl filmisch als auch zutiefst persönlich ist. Nun präsentiert er sein erstes Klaviersoloprojekt beim renommierten Label naïve. Das Album 'Solo: Miniatures & Tales' bewegt sich zwischen Komposition und Improvisation und lässt uns in die reiche Palette an Nuancen und Sensibilitäten eintauchen, die die einzigartige Klangidentität des Pianisten prägen. Mit seinen jüngsten Veröffentlichungen bei ECM Records, produziert von Manfred Eicher, reiht sich Maestro in die Riege legendärer Pianisten wie Keith Jarrett, Paul Bley und Chick Corea ein. Sein Quartett erweitert weiterhin die Grenzen des modernen Jazz. 2025 begibt sich Shai Maestro auf eine neue Reise: Seine erste Soloaufnahme markiert den Beginn einer fortlaufenden Reihe. Dieses Projekt erforscht die empfindliche Balance zwischen Struktur und Spontaneität und spiegelt seine sich entwickelnde Beziehung zu Komposition und Improvisation wider. LP-only auf schwarzem Vinyl!
Seit ihrer Gründung 2015 haben sich Biertoifel (ganz und gar nicht) "klammheimlich, still und leise" zu eine der beliebtesten deutschsprachigen Street-Ounk / Oi-Bands gemausert. Von ihrem Debüt "unsere Straßen, unsere Lieder", dem Nachfolger "Skinhead Party" bis zur Split mit "Springtoifel" war jede Vinyl-Auflage innerhalb kürzester Zeit vergriffen! Kein Wunder, denn ihr eingängiger "Fäuste hoch und Spaß dabei"-Stil ist schlichtweg "Oi der alten Schule" mit jeder Menge Singalongs und mitreißenden Melodien. Das Leben ist kompliziert genug und ganz ehrlich: Wenn Du die Welt erklärt bekommen möchtest neben all der Fake-News Scheisse, oder jedes Wort bierernst nimmst, dann bist Du falsch hier! Das hier ist die Welt von Biertoifel: Hier gehts um Freundschaft, Spaß und Zusammenhalt von Punx & Skins, Pogo, Party und Skinheadkult mit einem kleinen bißchen Droogie-Romantik! Und zum zehnjährigem Jubiläum dürft ihr auf dem neuen Album "Spaß und Krawalle" genau das erwarten! Spieltechnisch haben Biertoifel sich bei den 13 neuen Liedern natürlich auch diesmal weiterentwickelt. Der Rest bleibt beim Alten: Keine aufgesetzten Attitüden, sondern einfach nur "Kinder dieser Stadt" und "Working Class Anti Heroes"! Keine Ambitionen zum "Popstar" zu werden und die "Stiefel auf Asphalt" bleiben das gewohnte Klangbild. Wem das zu einfach ist, hat's halt einfach nicht kapiert. "Take back the Oi!" ist die Devise, basta und Glückwunsch zum Jubiläum, Biertoifel! Digipack-CD mit Booklet sowie klassisch schwarzes oder mehrfarbiges Vinyl im Klappcover mit Insert gibt's!
Seit ihrer Gründung 2015 haben sich Biertoifel (ganz und gar nicht) "klammheimlich, still und leise" zu eine der beliebtesten deutschsprachigen Street-Ounk / Oi-Bands gemausert. Von ihrem Debüt "unsere Straßen, unsere Lieder", dem Nachfolger "Skinhead Party" bis zur Split mit "Springtoifel" war jede Vinyl-Auflage innerhalb kürzester Zeit vergriffen! Kein Wunder, denn ihr eingängiger "Fäuste hoch und Spaß dabei"-Stil ist schlichtweg "Oi der alten Schule" mit jeder Menge Singalongs und mitreißenden Melodien. Das Leben ist kompliziert genug und ganz ehrlich: Wenn Du die Welt erklärt bekommen möchtest neben all der Fake-News Scheisse, oder jedes Wort bierernst nimmst, dann bist Du falsch hier! Das hier ist die Welt von Biertoifel: Hier gehts um Freundschaft, Spaß und Zusammenhalt von Punx & Skins, Pogo, Party und Skinheadkult mit einem kleinen bißchen Droogie-Romantik! Und zum zehnjährigem Jubiläum dürft ihr auf dem neuen Album "Spaß und Krawalle" genau das erwarten! Spieltechnisch haben Biertoifel sich bei den 13 neuen Liedern natürlich auch diesmal weiterentwickelt. Der Rest bleibt beim Alten: Keine aufgesetzten Attitüden, sondern einfach nur "Kinder dieser Stadt" und "Working Class Anti Heroes"! Keine Ambitionen zum "Popstar" zu werden und die "Stiefel auf Asphalt" bleiben das gewohnte Klangbild. Wem das zu einfach ist, hat's halt einfach nicht kapiert. "Take back the Oi!" ist die Devise, basta und Glückwunsch zum Jubiläum, Biertoifel! Digipack-CD mit Booklet sowie klassisch schwarzes oder mehrfarbiges Vinyl im Klappcover mit Insert gibt's!
Ein Album zum Schlafen und Wachen, zum Gehen und Fahren, zum Jagen und Fischen, zum Herumlungern vor einer Raststätte in der verwunschenen Tundra. In Fahrstühlen okay, zum Abendessen nicht so toll. Auf Caveman Wakes Up, dem neuen Album von Friendship und ihrem zweiten für Merge Records, wird die historisch weit gefasste Definition von Country-Musik noch weiter gefasst. Shambolische Gitarren werden durch Flötenpads ausgeglichen, trübe Poesie trifft auf eine Motown-Rhythmusgruppe, ein Song über Jerry Garcia und die First Lady Betty Ford wird mit einem Schlagzeugsolo ausgeblendet, als käme Talk Talk aus einem schmuddeligen Keller in Philadelphia und würde von James Tate gespielt. Der zerklüftete Bariton des Songwriters Dan Wriggins schneidet durch elf düstere, wirbelnde Country-Rock-Songs mit tiefgründiger lyrischer Substanz und Aufrichtigkeit. Wie ein Wecker, der am Rande eines Traums eingebaut ist, gehört "Caveman Wakes Up" gleichermaßen zum bewussten und zum unterbewussten Verstand, voller Hintergründe, durchdrungen von Referenzen und Experimenten, beiläufig und als düstere Warnung vorgetragen und vor allem der kreativen Seele der Musik gewidmet. Im Laufe der Jahre hat sich diese Hingabe ausgezahlt. Friendship ist zu einer Art umgekehrter Supergroup geworden, in der die Band selbst und jedes einzelne Mitglied im Zentrum einer zunehmend prominenten Szene junger Folk- und Country-Musiker und Songwriter steht. Der Schlagzeuger Michael Cormier O'Leary leitet das Instrumentalkollektiv Hour und betreibt zusammen mit dem Bassisten Jon Samuels das Label Dear Life Records, das Freunde und Kollegen beherbergt, die Friendship zu einem wichtigen Einfluss zählen, darunter MJ Lenderman, Florry, und Fust. (Samuels spielt auch die Leadgitarre bei MJ Lenderman and the Wind). Die Band 2nd Grade des Gitarristen Peter Gill ist ebenfalls aktiv und macht zahlreiche Aufnahmen. Wriggins begann mit dem Schreiben der Songs von "Caveman Wakes Up" auf einer verstimmten klassischen Gitarre von Lenderman und beendete es auf einem kaum gestimmten Klavier in einer Wohnung, die er mit G DeGroot von Sadurn teilte. Im Sommer 2023 hatte Wriggins gerade den Iowa Writers' Workshop verlassen, wo seine Liebe zur Poesie und sein Misstrauen gegenüber der akademischen Poesiewelt gleichzeitig wuchsen. Eine Beziehung ging in die Brüche, und Wriggins übernachtete mehrere Wochen in North Carolina im Haus von Lenderman und Karly Hartzman (von Wednesday ), wo er die ersten Demos von "Resident Evil", "All Over the World" und "Love Vape" aufnahm. Wriggins kehrte nach Philadelphia zurück, und die Band machte sich an die Arbeit, um neue Ideen zu entwickeln. Schließlich nahmen sie das Album in fünf Tagen mit Tontechniker Jeff Ziegler (Mary Lattimore, War On Drugs) auf, den Gesang mit Bradford Kreiger, dem Techniker von Love the Stranger. Orgel, Geige (Jason Calhoun) und Flöte (Adelyn Strei) wurden von Lucas Knapp in einer Kirche in West Philadelphia aufgenommen. Textlich bewegt sich "Caveman Wakes Up" auf vertrautem Friendship Terrain - das Heilige wird profaniert und das Profane geheiligt. "Caveman Wakes Up" zeigt Friendships besonderes Genie für visionäre Arrangements, die über Generationen hinweg dem Folk-Rock-Kanon von Neil Young, Joni Mitchell und Emmylou Harris ebenso verpflichtet sind wie Indie-Größen wie Yo La Tengo und den Merge-Labelkollegen Lambchop oder Zeitgenossen wie Lomelda und ML Buch. Mehrere der Songs verwenden Fade-Outs, die im Text von "Love Vape" scherzhaft erwähnt werden, und es gibt andere Elemente, die von Motown und 70er-Jahre-Balladen übernommen wurden: festgefahrene Schlagzeugmuster, Bassintervalle, gefühlvolle Streicherarrangements. Jede Referenz wird über das Genre hinausgeschoben, verwirbelt und wiederholt, zu etwas Neuem, das eindeutig zum Friendship-Sound gehört. Bei "Free Association", "Artex" und "Wildwood in January" ist der Groove so festgelegt, dass andere Klänge nahtlos kommen und gehen können: Mellotron-Flächen, Klavierwirbel und -stiche und klare Gitarrenmelodien, wimmelnde Texturen, die sich als Einheit tarnen. "Caveman Wakes Up" das bisher am weitesten fortgeschrittene Werk von Friendship, ein weiterer Beweis für die Hingabe und Sorgfalt der Band.
Mit ihrem siebten Studioalbum katapultiert die Berliner Band Kadavar ihren Sound in neue Dimensionen. Inspiriert von einem Zitat ihres Bassisten Simon 'Dragon' Bouteloup, „Ich will einfach nur ein Sound sein“, schaffen sie ein Manifest für Freiheit, Transformation und radikale Präsenz. Keine Konzepte, keine Grenzen: Das Album ist ein musikalisches Ritual des Übergangs, das sich nahtlos zwischen Rockhymnen, Balladen und epischen Momenten bewegt - immer voller Schwung und Veränderung.
Unterstützt von Produzent Max Rieger und begleitet von Gitarrist Jascha Kreft zelebrieren Kadavar die ewige Verwandlung des „Ewigen Jetzt“. Ein Soundtrack für die Widersprüche der Zeit, der alles hinter sich lässt, was nicht Musik ist - kraftvoll, verletzlich und immer bereit für einen Neuanfang. Es ist ein Liebesbrief an den Moment, an Berlin und an das Leben selbst - voller Liebe, Verlust, Narben und dem bittersüßen Gefühl der Vergänglichkeit. Kadavar laden uns ein, loszulassen und eins zu werden: mit der Musik, mit dem Jetzt, mit dem Klang.
WHEN A NIGHT IN SOUNDS LIKE A NIGHT OUT! Eine schillernde 11-Track-Reise durch die handverlesenen Perlen unter Numeros besten. Eccentric verbindet die zeitlose Wärme des klassischen Soul mit einem frischen, modernen Twist: Eccentric Modern Soul präsentiert eine weitläufige Klanglandschaft, die sich sowohl nostalgisch als auch neu anfühlt.
"Something Soft", das zweite Album der irischen Post-Punk-Brandstifter M(h)aol, ist alles andere als soft. Von der ersten Note des Eröffnungsstücks von "Something Soft" bis zu den verzerrten Schreien des letzten Stücks fühlt sich die Platte antagonistisch gegenüber dem Konzept der Sanftheit an, klanglich und thematisch. Es ist eine unapologetische Annäherung an intersektionellen Feminismus, Tierschutz, Konsum und den Kampf um einen Platz in einer Welt, der es an Empathie mangelt. Was M(h)aol bietet, ist Katharsis in zwei Formen: die Art, die man bekommt, wenn man anderen gegenüber offen ist, und die Art, die man bekommt, wenn man mit Recht etwas kaputt macht. Wut und Empathie effektiv zu kanalisieren ist ein Akt der Widerstandsfähigkeit, und um "Something Soft" zu machen, mussten M(h)aol besonders widerstandsfähig werden. Nach ihrem gefeierten Debüt "Attachment Styles" änderte sich das Line-up von M(h)aol und bestand nun aus dem Kerntrio Constance Keane (Schlagzeug/Gesang, sie/ihr), Jamie Hyland (Bass/Gesang, sie/ihr) und Sean Nolan (Gitarre, er/ihm). Dieser Prozess veränderte die Herangehensweise der Band an das Songwriting und die Auftritte und führte zu einem unerwarteten Durchbruch. "Something Soft" zeichnet sich durch einen dringlicheren Sound aus, der sich eng um den Rhythmus von Hyland und Keane legt. In Songs wie "Pursuit" und "Snare" verbindet sich Keanes Gesang mit dem Schlagzeug, als würden ihre Worte durch ihr Spiel zum Leben erweckt und direkt aus ihrem Körper kommen. Vor dem Hintergrund dieser ängstlichen und schwadronierenden Tracks nimmt ihre Stimme den Raum eines inneren Monologs ein, in dem sie von einem angespannten Heimweg und von der Misogynie im Green Room aus einer Position der drolligen Beobachtung heraus erzählt - eine universelle Erfahrung, die in spezifischen Details wiedergegeben wird. Wie seine Vorgänger "Attachment Styles" und die "Gender Studies" EP wurde auch "Something Soft" von Jamie Hyland aufgenommen. Es ist die technisch ausgefeilteste der bisherigen M(h)aol-Aufnahmen, denn die Band, zu der auch Sarah Deegan vom Pixie Cut Rhythm Orchestra am Bass gehört, zog in das Dubliner Ailfionn Studio, wo sie die räumlichen Gegebenheiten und das Studio-Equipment nutzten, um ihrem Sound mehr Nuancen zu verleihen. Die zusätzlichen Sessions und das Können hinter den Reglern waren ein Segen, aber für eine Band, die es gewohnt ist, unter extremem Zeitdruck zu arbeiten, war dies eine unerwartete Herausforderung: Konnten M(h)aol das Gefühl der Unmittelbarkeit beibehalten, das ihre Musik bis zu diesem Zeitpunkt geprägt hatte? Songs wie "DM:AM" zerstreuten diese Sorge schnell, indem sie innerhalb von 20 Minuten aus einem Drone entstanden, den Nolan spielte, während Hyland ihr Aufnahme-Equipment aufbaute und sich beeilte, den Song einzufangen, sobald Keane und Deegan dazukamen. Eine der geisterhaften Hymnen von "Something Soft", "1800-Call-Me-Back", begann als Scherz, dass die Band einen Fußballgesang schreiben sollte, wurde aber weitaus komplexer - die köstliche Balance aus Chaos und Klarheit, die sie gefunden haben, wäre ohne Zeit unmöglich gewesen. "I Miss My Dog" ist weniger spontan, aber seine Meditation über Trauer baut sich in einem halsbrecherischen Tempo auf, von Rückkopplungen über Keanes Schlagzeugspiel und Gesang bis hin zu einem spektakulären Schluss, der die Trauer in Bass und Gitarre erstickt, eine der größten technischen Leistungen von M(h)aol bis heute. Der Feinschliff unterstreicht den schelmischen Charme von M(h)aol und lässt das Intime hymnisch wirken, indem persönliche Erfahrungen genutzt werden, um die allgemeinen Systeme, unter denen wir leben, zu beschreiben. Für diejenigen, die sich in den Songs von M(h)aol wiedererkennen, ist das Hören von "Something Soft" wie ein Sprung in einen lang laufenden Chat-Thread, voller Wut und Humor.
Die New Wave-Legenden aus Düsseldorf um Meikel Clauss aka Micky Matschkopf sind mit neuem, tiefschwarzem Material zurück! 1980 noch kurz mit dem KFC den Ratinger Hof abgerockt, prägte NICHTS mit Sängerin Andrea M. und zwei erfolgreichen Alben in den frühen Achtzigern die Szene zwischen Punk, New Wave & NDW. Singlehit "Radio", "Licht Aus" sowie natürlich der zeitlose Top 20-Erfolg und Club-Klassiker "Tango 2000" gehören zur deutschen Musikgeschichte. 1983 fand noch ein drittes Album ohne Clauss statt, der lieber Belfegore ins Leben rief, aber 2009 die Band reanimierte und 2011 in neuer Besetzung das Album "Zeichen Auf Sturm" (Gesang: Sabine K.) über Unique/Electriqie Mud herausbrachte. Seitdem spielen Nichts live, veröffentlichen Deluxe-Ausgaben der drei 80er-Alben, kehrten in die Charts zurück und wurden zu Pandemie-Zeiten von DJ Hell mit einem Remix ihres Kulttracks "Eingeschlossen" bedacht. Mit der neuen Frontfrau Nina H. wurde seit 2022 an neuen Songs gearbeitet, was Ende 2024 zu "Nitroglycerin" führte und nun im fünften vollem Nichts-Werk Gestalt annimmt. Mit "Tiefschwarz" kehrt die Band zu den düstersten Wurzeln ihrer Klangwelten im Update zurück, schließt an Tracks wie "Eingeschlossen", "Tango 2000" und "Schwarze Gedanken" oder eben auch erwähnte Belfegore ("All That I Wanted") an. Ein Sound getragen vom charakteristischen Spiel Clauss' und seinen intensiven Gitarrenriffs, garniert mit hypnotischen Beats und donnernden Drums, gelegt auf ein Fundament aus Bass und Elektronik. Die Texte - mal direkt, mal poetisch, mal rau, mal sanft - zeichnen eine Reise durch die Schattenseiten des Lebens, melancholisch, kraftvoll und ungeschönt. Singles "Kugel durch den Kopf" und "Alien", der Opener "Maschine oder Mensch" sowie der abschließende Titeltrack sind nur vier von 10 starken, neuen Songs. Nichts entfalten eine klangliche Dichte, die sowohl bisherige Verehrer*innen wie auch neue Fans in den Bann ziehen wird. Das stringente musikalische Konzept wird durch das von Katharina Sieverding lizenzierte Artwork noch geadelt: die weltweit erfolgreiche bildende Künstlerin und Fotografin aus Düsseldorf gab für "Tiefschwarz" ein Bild aus ihrer Reihe "Die Sonne Um Mitternacht Schauen" frei, welches gänzlich und ohne überlagernde Schriften das Sleeve-Artwork ausmacht. Die CD kommt als 4-Panel Digipack mit 12seitigem Booklet, die LP im Klappcover mit bedruckter Innenhülle. Das klassisch schwarze Vinyl kommt in 180g, das transparent blaue Vinyl ist 140g.
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Ein großartiges Album des baskischen Musikpioniers Fermin Muguruza, ehemals Mitglied der großartigen Bands Negu Gorriak und Kortatu, das ursprünglich im Jahr 2001 erschien.Fermin Muguruza hat auf diesem Album einen Schritt in Richtung der Musik seines guten Freundes Manu Chao gemacht, und das zahlt sich aus mit einem Stil, der den Geschmack von Manus Musik teilt, aber dennoch eigenständig bleibt und Groove, Spannung und vor allem Intelligenz bietet. Reggae/Ragga/Dub und mehr, mit einem fast Ska-artigen Touch. Die Texte sind alle in der historischen baskischen Sprache Euskera, der ältesten in Europa, mit hilfreichen Übersetzungen in Französisch, Englisch und Spanisch. Die Feuilletonisten Tageszeitungen schwadronierten ausgesprochen gern vom "Soundtrack der Globalisierungsgegner", als Manu Chao mit seinem zweiten Solo-Album tourte. Eine bedauerliche Verkürzung der Tatsachen, wie nicht nur Manu Chao selbst immer wieder betonte, der den revolutionären Drive schon Mitte der 90er-Jahre für seine Band Mano Negra und sich erkannte, dass auch der dringlichste Aufruf zur Revolte seine Kraft verliert, wenn man ihn zu oft wiederholt. Eine ganz andere Schule vertritt da der Überzeugungs-Baske und tatsächliche Globalisierungsgegner Fermin Muguruza: Er wird nicht müde, gegen die imperiale Politik der weltweiten Konzerngiganten zu wettern, das Fernsehen als Instrument der Desinformation zu geißeln und an die gewalttätig-militaristischen Seiten der amerikanischen Außenpolitik zu erinnern. Dort wo Manu Chao seine Songs als Klangpostkarten von seinen musikalischen Weltumrundungen verschickt, schreibt Fermin Muguruza herbe Kampfprosa in politischen Pamphleten.
Mit ihrem siebten Studioalbum katapultiert die Berliner Band Kadavar ihren Sound in neue Dimensionen. Inspiriert von einem Zitat ihres Bassisten Simon 'Dragon' Bouteloup, „Ich will einfach nur ein Sound sein“, schaffen sie ein Manifest für Freiheit, Transformation und radikale Präsenz. Keine Konzepte, keine Grenzen: Das Album ist ein musikalisches Ritual des Übergangs, das sich nahtlos zwischen Rockhymnen, Balladen und epischen Momenten bewegt - immer voller Schwung und Veränderung.
Unterstützt von Produzent Max Rieger und begleitet von Gitarrist Jascha Kreft zelebrieren Kadavar die ewige Verwandlung des „Ewigen Jetzt“. Ein Soundtrack für die Widersprüche der Zeit, der alles hinter sich lässt, was nicht Musik ist - kraftvoll, verletzlich und immer bereit für einen Neuanfang. Es ist ein Liebesbrief an den Moment, an Berlin und an das Leben selbst - voller Liebe, Verlust, Narben und dem bittersüßen Gefühl der Vergänglichkeit. Kadavar laden uns ein, loszulassen und eins zu werden: mit der Musik, mit dem Jetzt, mit dem Klang.
Waltari war noch nie eine Band, die sich an Regeln gehalten hat. Mit »Nations' Neurosis« beweisen sie einmal mehr, dass ihre charakteristische Mischung aus musikalischer Freiheit, mutigen Experimenten und ungefiltertem Ausdruck aktueller denn je ist.
Das Herzstück der klanglichen Reise von Waltari ist Kärtsy Hatakka, Mastermind und treibende Kraft der Band. Hatakka, der für Lead- und Backing-Gesang, Bass, Programmierung, Keyboards und Perkussion zuständig ist, hatte während der Entstehung dieses Albums mit einem persönlichen Sturm zu kämpfen - dem Verlust seiner Mutter, einer schmerzhaften Trennung und der Tatsache, dass er mit ansehen musste, wie die Welt immer tiefer in Chaos und Spaltung versank. Die Frustration und der emotionale Aufruhr dieser Zeit sickern in jede Note von »Nations' Neurosis« ein und machen es zu einem von Waltaris bisher aufgeladensten und zum Nachdenken anregenden Werken.
Ein dynamisches und erhabenes Werk voller Emotionen und Sensibilität, "From Where You Came" als eine Reihe nächtlicher Übertragungen, altertümlicher Verfeinerungen und lebendiger Geschichten, die reich an erhellenden Qualitäten sind. Die Kombination von programmatischer Musik des 19. Jahrhunderts mit Jazz aus der Mitte der 70er Jahre und ihrem unverwechselbar farbenfrohen und mehrdimensionalen Kompositionsansatz, der die Improvisation einschließt, ermöglicht Coverdale die Synthese mit Live-Instrumenten in einer genrefreien, aber deutlich erkennbaren Geste der Wiederverbindung mit Land und Körper durch Klang zu verbinden. Sie betrachtet Komposition als diagnostische Methodik zu spirituellen Zwecken, leitet emotionale Resonanz wie Ladungsströme und verdrahtet das rein Gefühlte in elektronische Signale. Obwohl sie auf mehreren Kontinenten komponiert und aufgenommen hat, unter anderem im GRM Studio in Paris und dem Elektronmusikstudion EMS in Stockholm, wurde "From Where You Came" im ländlichen Ontario, Kanada, fertiggestellt. Mit Beiträgen der multidisziplinären Klangkünstlerin und Cellistin Anne Bourne und dem mit einem Grammy ausgezeichneten Posaunen-Wunderkind Kalia Vandever, enthalten die 11 ausgedehnten und doch verdichteten Kompositionen des Albums Streicher, Holzbläser, Blechbläser, Tasten, Software und modulare Synthese, die eine musikalische Sprache einschreiben, die Animationen mit ungefilterter, beeindruckender Klarheit wiedergibt. ,Alles kann eine Stimme haben", sagt sagt Coverdale. ,Für mich ist die Stimme mehr als nur menschlich." Passenderweise ist es die eigene Stimme der Künstlerin die sich im einhüllenden Schwellwerk des Albumauftakts in Luft auflöst: ,Everything you know is real", singt sie in ,Eternity`, "I'm sorry, life is beautiful." Als zwischen Animismus und Animalismus oszilliert, ist das folgende Album absolut voll von Leben in all seiner atemberaubenden Komplexität. Coverdale rechnet mit der Erfahrung von Trauer, Entwurzelung und dem Druck der totalen Freiheit und Unabhängigkeit ab, und beweist eine übernatürliche Fähigkeit, die Trübsal in höchst fantasievolle und inspirierende Fantasy-Epen aus Klang zu verwandeln.
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Mit seinem ersten Full Length Album "Ruinenkampf" begibt sich Das Kinn auf einen musikalischen Parforceritt durch die Ruinen unserer Zeit. Mittels Kickbox Phonetik und Elektronik Armada führt es uns durch eindringliche Klanglandschaften irgendwo zwischen DAF, den Kosmischen Kurieren und Frankfurter Bahnhofsviertel. Beats auf Anschlag. Knochen klappern. Die Orgel leiert. Warme Synthlines, gespielt von kalten Händen. Ein Saxophon sinniert über das Danach. Hymnen für den Abriss. Musik zum feierlichen Untergang. Toben Piel geht gern auf Friedhöfe. Orte der Ruhe und Idylle. Abstand finden, Vergänglichkeit erahnen. Das Danach als konkreten Ort erkunden. Auch sein Debut-Album "Ruinenkampf" stammt aus diesem Mindset. Dort geht er in Distanz, um dann mit Anlauf auf den Punkt zu kommen. Nach Ruhe und Idylle klingt das nicht. Kassettenszene, 80er Jahre, Stakkatogesang, Synths zwischen DAF und den Kosmischen Kurieren. Ästhetik des Untergrunds. Reißende Melodieströme, Raffinesse, unentwegt pendelnd zwischen Hymne und Abriss. Dieser krasse, erhobene Kraftgesang. Acht Stücke Zuhören, ohne eine Sekunde des Abdriftens. Wie geht das? Wie erschafft man so etwas? Nun, der Mit-40er aus FFM, jung geblieben und hungrig, hat eben gut gelernt: Bei Antitainment (2005-2010), danach zusammen mit der großen Charlotte Simon bei les trucs, im Kontext seines Kassettenlabels MMODEMM, aber auch als Musiker für diverse Theaterbühnen. Zum ersten Mal hat er mit DAS KINN nun das Gefühl, Musik im Sinne einer Selbstbefreiung hervorgebracht zu haben. Vielleicht liegt das am Alter. Da, wo er zuvor oft verkopfte, die Kontrolle suchte, Dinge zerdachte, nicht aufhören konnte im Sinne eines Perfektionismus, hat er sich diesmal ein loses Konzept grundiert, um dieser Selbsterkenntnis entgegenzutreten: Schnelligkeit. Fokus. Abschluss, Absprung. Nicht in Abwertung seines bisherigen Werkes - sondern vielmehr im Sinne einer Geistesgegenwärtigkeit, diese Erfahrungen walten zu lassen, ohne sich ihrer bewusst zu sein. Es ist ihm äußerst gut gelungen!
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LEPER COLONY kreuzen den deutschen und schwedischen Death Metal Stil mit klassischen Einflüssen aus der US-Szene. Die Band entstand aus der langjährigen Freundschaft und der gemeinsamen Liebe zum Death Metal der alten Schule, die den deutschen Sänger Marc Grewe und den schwedischen Gitarristen Rogga Johansson dazu brachten, im Jahr 2020 ein gemeinsames Album zu produzieren. Das Duo holte sich CONSUMPTION-Schlagzeuger Jon Skäre und Lead-Gitarrist Kjetil Lyngahug (PAGANIZER) ins Boot, um das selbstbetitelte Debütalbum aufzunehmen, welches im Jahr 2023 veröffentlicht wurde. Das Werk wurde von Kritikern und Fans gleichermaßen positiv aufgenommen. Es wurde schnell klar, dass es sich bei LEPER COLONY keineswegs bloß um ein weiteres "Superprojekt" handelte, sondern dass eingefleischte Death Metal Fanatiker mit einer Vielzahl von frischen Ideen aufwarten. Marc Crewe hat sich als ehemaliger Frontmann von MORGOTH, und später mit INSIDIOUS DISEASE sowie ASINHELL einen klangvollen Namen in der Szene erworben. Gitarrist und Bassist Rogga Johansson prägte den schwedischen Death Metal in einer Reihe von Bands wie PAGANIZER, RIBSPREADER und REVOLTING entscheidend mit. WOMBBATH-Gitarrist Håkan Stuvemark übernahm mittlerweile die Leadgitarre und Jon Rudin wurde ebenfalls als neues Mitglied verpflichtet. Der britische Schlagzeuger ist unter anderem von MONSTROUS und DEAD SUN bekannt. Mit "Those of the Morbid" geben LEPER COLONOY allen Old School Death Metal Fans exakt das brutale und kompromisslose Album, auf das sie lange warten mussten!
Liebe existiert nicht isoliert - sie verweilt, verändert sich und taucht auf eine Weise auf, die wir nicht immer erwarten. So auch der 27-jährige Sänger, Songwriter und Multiinstrumentalist Brandon, der all das und mehr auf seinem Debütalbum „Before You Go“ erforscht, das am 9. Mai bei Secretly Canadian erscheint. „Before You Go“ ist eine grenzenlose Sammlung von Soul- und R&B-beeinflussten Alternative-Pop-Gitarrensongs. Heute stellt Brandon auch die Leadsingle „Right Back“ vor, ein gitarrengetriebener Alt-R&B-Song mit warmem Gesang und synkopierten Beats.
Brandon Joseph - einfach Brandon genannt - ist aus der reichhaltigen kreativen Landschaft Südkaliforniens mit einem Sound hervorgegangen, der eine Mischung aus unaufdringlicher Verletzlichkeit und genreübergreifendem Ehrgeiz darstellt. Brandon hat seine Stimme durch Ausprobieren, Beharrlichkeit und Visionen gefunden, und seine Songs tragen die Spuren seines Einfallsreichtums: Brandon hat sich das Gitarrenspiel selbst beigebracht, er spielt jedes Instrument auf praktisch jedem Track, und er hat sein Debüt nicht nur selbst produziert, sondern auch jeden Song selbst gemischt und die Harmonie in ihren unzähligen Schichten gefunden. Nach dem Erfolg der zwei EPs „Coming Clean“ und „Blush“ ist Brandons Debütalbum bei Secretly Canadian sowohl sehr persönlich als auch klanglich anspruchsvoll. Einige der Songs auf „Before You Go“, die er komplett in seinem Heimstudio geschrieben und aufgenommen hat, brüteten jahrelang vor sich hin, während Brandons Talent und Ressourcen den Visionen in seinem Kopf entsprachen. Eine erste Reise in die Heimat seiner Familie in Trinidad erwies sich ebenfalls als prägend. Dort wurde Brandons Weltanschauung entspannter und friedlicher, und seine Musik folgte ihm. „Ich habe gelernt, mir Zeit zu nehmen“, erklärt er, „das Leben anders zu betrachten und die Menschen nicht mehr nur aus dem Blickwinkel der Transaktion zu sehen“. Das Ergebnis ist eine Sammlung von Songs, die sich nicht davor scheuen, selbstbewusst und zurückhaltend zu sein. Die Leadsingle „Right Back“ verkörpert dies mit einer hellen, minimalen Akustikgitarre unter Brandons warmem, romantischem Gesang. Der Song beginnt als Kreuzung aus Folk und R&B (man denke an den frühen Frank Ocean oder Steve Lacy), aber er öffnet sich zu etwas Größerem - ein nach unten gerichteter, in Dur-Tonarten gehaltener Floater mit wehmütigem Text, einem federleichten, synkopierten Beat und einem unwiderstehlichen, hymnischen Gefühl. Brandon ist bekannt für seine magnetischen Auftritte an der Seite von Omar Apollo und Mac Ayres und seine gefühlvolle Stimme zementiert seinen Platz als einer der fesselndsten neuen Singer-Songwriter, die in den letzten Jahren aufgetaucht sind.
Carlos Santana ist der große musikalische Kollaborateur, der seinen einzigartigen Gitarrenstil und seine weitreichende musikalische Vision mit einer großen Vielfalt von Künstlern verbindet, um etwas Neues, Einzigartiges und Transzendentes zu schaffen. Santanas Vision für Sentient war es, seine jüngsten Kollaborationen aus einer neuen Perspektive zu betrachten und sie zu einer klanglichen Pilgerreise durch Jazz, Hip-Hop, Soul, Rock und lateinamerikanische Rhythmen zu verweben. Er hat die Songs nicht nur so arrangiert, dass sie seiner Vision entsprechen, sondern viele von ihnen auch neu interpretiert und einige Aspekte der Tracks verbessert, um ein kohärentes Hörerlebnis zu schaffen. Die Songs auf Sentient reichen von aktuellen Hits und Kollaborationen mit Superstars bis hin zu seltenen, unveröffentlichten und übersehenen Tracks, die Carlos in einem neuen Kontext präsentieren wollte. Das Ergebnis ist eine spirituelle Reise durch die unendlichen Möglichkeiten der Musik, geführt von Santanas kompromissloser Muse.
Der britische Jazz-Produzent Daylight Robbery kehrt mit seinem neuen Album Third Island Suite (auch bekannt als Third Eye Land) zurück, das über Melting Pot Music auf LP und digital veröffentlicht wird. Eine fesselnde Fusion aus Spiritual Jazz, Fusion und Hip-Hop, die in Zusammenarbeit mit dem renommierten New Yorker Pianisten Nick Marks entstand.
Als Nachfolger seines Debütalbums Moons of Jupiter aus dem Jahr 2022 lässt sich Third Island Suite von John Fowles’ metafiktionalem Klassiker The Magus inspirieren und erkundet klanglich eine Welt psychologischer Illusionen und meisterhafter Täuschungen. Das Artwork hat der Kölner Illustrator Jens Roth entworfen.
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"FURIE" ist Musik. Freude. Gegenwart und Avantgarde. Im Mai 2025 löst Alicia Edelweiss mit ihren zweiten Studio-Album "FURIE" das Versprechen ein, das ihr sechs Jahre zuvor erschienenes Debut-Album gab: der Pop-Landschaft etwas tatsächlich Neues und ehrlich Interessantes hinzufügen. "FURIE" enthält 8 Songs von heute sehr selten gewordener Länge. Sie haben ausreichend Raum und Zeit, um ihre eigenen kleinen Panoramen zu entfalten - die Künstlerin selber vergleicht sie mit Kurzfilmen, auf deren Handlungswendungen und Plot Twists man achten muss. Es sei gar nicht ihre Entscheidung, die Songs so lang zu machen, erzählt sie, sondern sie nicht zu kürzen. Für deren Länge und Konsequenz nutzt die Künstlerin das Wort Integrität. Was für ein wunderschöner Anspruch an die eigene Musik. Daher ist "FURIE" auch ein Album im fast altmodischen, im engsten, Sinne: Was einem heute wirklich sehr selten begegnet und was es zu einer echten Ausnahme macht, ist, dass wir tatsächlich vor gleichberechtigten und gleichermaßen qualitätvollen Songs stehen. Diese Stücke sind, da darf man das Wort Pop nicht falsch verstehen, nie vorhersehbar, niemals nur geschrieben - sie sind erdichtet, erdacht und komponiert. Zuweilen erkämpft. Das freilich, merkt man ihnen nicht an. Die Musikerin hat das Heavy Lifting übernommen - wir bekommen den Schwebezustand. Dieser gestaltet sich vor allem über Klang, Sound und Melodie, die als vielschichtige, komplexe Stimmungsträger funktionieren. Instrumentiert ist "FURIE" ungewöhnlich reich - mit Gitarre, Drums, Klavier, Akkordeon, vor allem mit Streichern, mit Tierstimmen, Geräuschen, Synthesizern, Glocken, Trompeten... für ein Lied ist der eigene Gesang unter Wasser aufgenommen worden. Es ist ein groß dekoriertes Album geworden. Es ist Verletzlichkeit und Maximalismus; im Ergebnis komplexer als das vorangegangene Debut. FURIE strebt nach Exzellenz. Gerade dort, wo das Schöne in dem Risiko liegt, nicht perfekt zu sein, sondern richtig.
Lisa Wilhelms neues Album SO CLOSE erscheint am 9. Mai 2025 bei BERTHOLD records und bringt eine spannende Weiterentwicklung ihrer Musik. In Zusammenarbeit mit Lukas Wögler (Saxophon), Moritz Langmaier (Klavier), Franz Blumenthal (Bass) und Lisa Wilhelm (Komposition und Schlagzeug) kombiniert sie lyrischen Jazz mit verträumten Pop-Klängen. Das Album erweitert das ursprüngliche Jazz-Quartett um Gesangseinlagen von Mareike Riegert, Nate Dailey und Nico-Alexander Wilhelm sowie ein Streichquartett. Wilhelms Kompositionen sind tief von persönlichen Erlebnissen und literarischen Entdeckungen inspiriert. Die Reise von SO CLOSE führt die Hörer durch intime Erinnerungen und emotionale Momente, die in Klänge übersetzt werden. Lieder wie "Change the Game", geschrieben für ihren Bruder, sprechen von den Herausforderungen von Druck und Erfolg, während "Four Voices" die inneren Kämpfe junger Frauen thematisiert. Mit SO CLOSE setzt Wilhelm mehr auf arrangierte Kompositionen, während sie ihre jazzigen Wurzeln und improvisierten Elemente beibehält. Die Klanglandschaften des Albums, inspiriert von unerwarteten Begegnungen und Geschichten, bieten eine tiefgründige emotionale Reise, die Pop, Folk und Jazz vereint. SO CLOSE stellt Lisa Wilhelm als Komponistin und Schlagzeugerin auf ein neues kreatives Niveau und verspricht ein berührendes und vielschichtiges Hörerlebnis.
Make Some Noise" ist nicht nur Musik: Es ist eine Grundsatzerklärung. In einer Szene, die sich manchmal repetitiv und inzüchtig anfühlt, beschließt MDB, die Regeln zu brechen und mit Klängen und Genres zu experimentieren, die normalerweise nicht nebeneinander existieren. Von der Kraft des Flamencos und der Intensität des Metals bis hin zur Seele des Blues, der Sinnlichkeit des Souls, der Aufmüpfigkeit des Punks, der Kraft des primitiven Rockabilly und der Frische des Surf ist jeder Song ein Schrei. Dieses Album fängt den Geist und die Energie der Berliner Subkultur ein, Unterschiede werden umarmt und die Kreativität kennt keine Grenzen, die Inspiration, Stile zu mischen und Grenzen zu überschreiten. "Make Some Noise" ist eine Einladung, aus der Komfortzone herauszutreten, zu feiern und zu entdecken, dass in den Unterschieden die wahre Kraft der Musik liegt.
Die Verwandlung von Geschichte in einen Mythos macht persönliche Erfahrungen universell - ein Prozess, der in der Musik der russischen Produzentin Yana Kedrina, bekannt als Kedr Livanskiy, eine zentrale Rolle spielt. Auf ihrem fünften Album, "Myrtus Myth", entwirft sie eine experimentelle Pop-Reise, die von persönlichen und öffentlichen Mythologien inspiriert ist und Esoterik mit erzählerischer Tiefe verbindet. Livanskiys Musik war schon immer von Geheimnissen durchdrungen, von den ätherischen Synthesizern ihres Debüts "January Sun" bis zu den spirituellen Harmonien von "Liminal Soul". Mit "Myrtus Myth" wagt sie sich noch weiter vor und zieht Parallelen zu ihrem zweiten Album "Ariadna", während sie ihre Klangpalette mit dem Produzenten Flaty erweitert, der für seine futuristische, genreübergreifende Arbeit bekannt ist. Gemeinsam gehen sie über die Strukturen von Dance Music hinaus, integrieren Live-Instrumente und Einflüsse von Vaporwave bis Kate Bush. Zu den Höhepunkten des Albums gehören "Anna", eine von Fleetwood Mac inspirierte Pop-Elegie für eine verlorene Freundin, und "Purple Sadness", dessen knackige Synthies an den Cloud-Rap der frühen 2010er Jahre erinnern. Tracks wie "Agata Dreams" erinnern an 90s Electro-Pop, während "Spades on Hearts" ein hymnischer Aufruf zu den Waffen mit marschierenden Trommeln und hochfliegenden Vocals ist. Livanskiys Texte, die auf Russisch verfasst sind, bieten eine Heldenreise über 11 Tracks, die sich auf Mythen wie Orpheus stützen, um die dauerhafte Kraft der Kunst zu erkunden. Obwohl das Album stilistisch vielfältig ist, behält es durch seine mythische Erzählung seinen Zusammenhalt bei. Das eindringliche Schlussstück "Kali-Yuga" beklagt in zarten Harmonien eine verlorene Stadt und lässt den Hörer in einem traumhaften Dunst zurück. "Die letzten Jahre waren für viele schwierig", reflektiert Livanskiy. "Dieses Album erforscht den Schmerz durch das Mythische und Jenseitige." "Myrtus Myth" ist keine Tragödie, sondern eine Geschichte der Unverwüstlichkeit, die den Hörer auffordert, die Menschlichkeit im Mythos zu finden. Während die imaginären Welten verblassen, erinnert uns Livanskiy mit ihrem Werk daran, dass die reale Welt und die Zeit, die wir in ihr verbringen, bestehen bleibt.
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Der Titel dieser Arbeit von Beatrice Dillon ist dem Begriff ,basho" entnommen, der von Kitaro Nishida, dem japanischen Philosophen und Vater der Kyoto-Schule, entwickelt wurde. Kitaros ,basho" bezieht sich auf einen grundlegenden Ort oder ein Feld, in dem Dinge existieren und interagieren. Dabei geht es nicht nur um einen physischen Ort, sondern um einen abstrakteren Raum, in dem alle Erfahrungen, Gedanken und Phänomene miteinander verbunden sind. In Nishidas Philosophie ist ,basho" ein dynamischer, lebendiger Ort, an dem Subjekt und Objekt, Selbst und Welt, nicht getrennt sind, sondern sich gegenseitig bedingen. Inspiriert davon entwickelt Beatrice Dillon eine Musik von komplexer Natur, die nie aufhört, sich als reine Präsentation zu konstituieren, die ständig neu belichtet wird und in jedem Moment sowohl das Objekt der Aufmerksamkeit als auch den Hörer, der darauf zielt, reaktiviert. Dillons Basho, das sowohl seine Klänge (die keinen wirklichen Ursprung oder inneren Raum haben) als auch seine Idiome aus der elektronischen Musik entlehnt, ist eine Ablenkung, eine Neuanordnung, die uns durch vertraute, aber plötzlich fremde Elemente in ein Feld des reinen Hörens zurückführt. Still Forms des japanischen Komponisten Hideki Umezawa schöpft sein Klangmaterial aus der Erforschung der Baschet-Klangstrukturen, Instrumente, die von den Brüdern Bernard und François Baschet in den 1950er Jahren entwickelt wurden und seitdem in der Welt des zeitgenössischen Musikschaffens hoch geschätzt werden. Diese Strukturen wurden 1970 auf der Weltausstellung in Osaka vorgestellt, und einige sind in Japan geblieben. In verschiedenen Aufnahmesitzungen in Japan, aber auch in Frankreich, erforscht Hideki Umezawa das faszinierende klangliche Potenzial dieser atypischen Instrumente neu, um sie in eine hochgradig beherrschte Komposition einzubinden, in der Klänge akustischen Ursprungs und elektronische Texturen aufeinander reagieren, wie in der verzerrten Reflexion der Resonatoren der Baschet-Strukturen. Still Forms ist somit eine Hommage an und eine Zeitreise durch die unglaubliche Inspirations- und Erfindungskraft dieser Klangstrukturen, aber auch ein zugespitzter Vorschlag für eine zeitgenössische elektroakustische Komposition, die sich zu erneuern weiß, ohne ihre Ursprünge zu verleugnen.