Oliver Dollar presents part four of his Contemporary series on Rekids. The EP precedes his upcoming album on the label, enlisting Seven ‘Sev’ Davis Jr. and Nils Ohrmann, alongside dub reinterpretations by La Boix and Sev.
Germany’s Oliver Dollar returns to Radio Slave’s Rekids with Contemporary Part Four, Parts one through three featured collaborations with Austin Ato, Brillstein, Harvard Bass, Hazmat Live, Boogs, and many more, winning support from the likes of Nightmares on Wax, Anja Schneider, Laurent Garnier, Carista, Jennifer Cardini, Dam Swindle, and others.
For this next chapter of Oliver Dollar’s ‘Contemporary’, elements of Dub serve as the unifying thread, opening part four with ‘Speakers Bleed’, a jazz-inflected House cut from Oliver and Classic Music Company and Ninja Tune artist Seven ‘Sev’ Davis Jr. Hypnotic vocals swirl through deep, groove-laden rhythms, setting the tone for the EP’s fluid, atmospheric feel before Oliver reunites with Golden Gate club resident and long-time collaborator Nils Ohrmann for the Hallelujah Dub of ‘The New Is Here’. The track features the soulful voice of Detroit songwriter and Contemporary series regular APROPOS while gospel-tinged background vocals and rich textures sit over an infectious percussive rhythm. On the flip, Oliver Dollar & Brillstein’s ‘Pill Popper’ from Contemporary Part Two is reworked by La Boix, the duo of LA”s Thee Mike B (aka Brillstein) and producer Salva, whose credits include work with RL Grime, Kurupt, E-40, and the Grammy-nominated album of ScHoolboy Q, as well as remixes for Rihanna, Boys Noize and Nelly Furtado. Their version is a late-night, low-slung trip, with echoing keys and vocals drifting through deep basslines. Closing the EP, Seven Davis Jr. returns for a dub of ‘Before You’, Oliver’s collaboration with ADMN from Contemporary Part One. Retaining APROPOS’ heartfelt vocal from the original, Sev layers bright, soul-drenched synths over rolling drums, delivering an irresistible, feel-good finale.
quête:mike oh man
- A1: Baseline Cavi
- A2: The Inland
- A3: Keep It A Buck
- A4: 90210 (Feat. Bino Rideaux)
- A5: Shit Don`t Stop
- A6: Summer Break
- A7: Tha Front Yard (John Givez)
- B1: Hollywood, Oh Hollywood
- B2: Stimulus Package
- B3: Red Headed Stepchild
- B4: Bless The Dead (Feat. T.f, Icecoldbishop &Amp; Bale)
- B5: Crashed
- B6: Had To Do It Myself
- B7: On And On (Feat. Xv)
"BASELINE CAVI" is a collaboration album between Inland Empire/Los Angeles rapper Trizz and producer MIKE SUMMERS (aka Seven) from Kansas City. The album has that classic Westcoast Hip-Hop sound and the intro track gives that feeling right away. Guest features on the album are from Bino Rideaux, XV, T.F, ICECOLDBISHOP, John Givez and Bale.
Though fans may not know it, this collaboration between Inland Empire California emcee Trizz and Kansas City production ace MIKE SUMMERS has been brewing for close to a decade. Back in 2013 SUMMERS (then known as Seven) was already a prolific producer signed to Tech N9ne's Strange Music label and Trizz was part of horrorcore legend Brotha Lynch Hung's Madesicc Muzic roster. The two connected while working on Lynch Hung's "Mannibalector" album and a spark for future work was laid.
Linking up in spring of last year, the two creatively fed off each-other with the resulting album evoking classic West Coast melodicism and car-rattling thump. As Trizz states "this sh*t is so f*ckin authentic. It got bounce, it's swangin' and bangin! When you hear this album, you can feel it and damn near smell the palm trees and bomb ass weed."
As SUMMERS relayed "It's probably different for a lot of my fans to hear a more classic West Coast style of production from me, but that style of production has always been embedded in my sound. I grew up on 90's West Coast Hip-Hops studying producers like DJ Quik and Dr. Dre. The only reason I started using lots of live musicians on my tracks was because I watched Quik do it. BASELINE CAVI really let me dig into that classic L.A. sound that I've always wanted to build with.
Lyrically Trizz's immediately distinctive flow and storytelling abilities are at a new plateau with the emcee admitting "The lyrics on this album are probably more refined and defined because I just turned 30 and I have no more time to waste."
- Osni Opening
- Act I: Garden
- Act I: Loon
- Act Ii: Dragon
- Act Ii: Pyre
- Act Iii: Umbra
- Act Iii: Rite
- Act Iv: Flood
- Act Iv: Everglow
- Osni Closing
In ,Osni the Flare", dem zweiten Teil von Tristan Allens mythischer Trilogie, zeigt der Komponist, Produzent und Puppenspieler, wie ein Sterblicher durch die Entdeckung des Feuers zu einer Gottheit wird. ,Osni the Flare" wurde über vier Jahre hinweg mit wortlosen Gesängen, Orgeln, Okarinas, einer Menge Spielzeuginstrumenten und einem ausgeklügelten Sounddesign aufgenommen und erzählt in vier akustisch und visuell beeindruckenden Akten von den Ursprüngen der Flamme und der Zeitlichkeit. Allen webt einen Schöpfungsmythos, der zwischen Schönheit, Schatten und wehmütiger Glut wechselt, und schafft so ein Portal zu einem sorgfältig gestalteten, emotional kraftvollen Klang und einer Geschichte, die durch ein fantastisches Reich hallen. Allen wurde in Saratoga Springs, New York, geboren und hat Kindheitserinnerungen an den Aufenthalt seiner Familie in Japan. Sein Weg führte ihn zu prägenden Begegnungen, darunter mit seinem Lehrer Andy Lorio, der das wachsende Interesse und Können des jungen Musikers am Klavier durch Improvisationstechniken förderte, und Amanda Palmer, die ihn mit 16 Jahren während eines Sommerprogramms am Berklee College entdeckte und seine erste Veröffentlichung durch Crowdfunding finanzierte. Nachdem er an der Berklee Klavier studiert, das Live-Elektronik-Kollektiv Nue mitbegründet, mit der Metal-Band Dent durch China getourt und zwei Solo-Klavier-EPs veröffentlicht hatte, zog Allen 2018 von Boston nach Brooklyn. Eine Anzeige auf Craigslist führte zu einer Puppenspielausbildung bei Mike Leach, der ihnen sechs Monate lang beibrachte, wie man eine Marionette richtig führt, was ihnen eine Stelle als Darsteller am renommierten Puppetworks Theater einbrachte. Diese harte Arbeit, zusammen mit dem Kontakt zu den Artefakten des Bread and Puppet Theater ihres Vaters und dem balinesischen Schattenspiel, brachte Allen zu ihrer kreativen Praxis: Komponieren für akustische Instrumente, elektronisches Arrangieren und Auftritte mit Puppenspiel. Osni the Flare erzählt einen Schöpfungsmythos, in dem die Titelfigur in einem Garten aufwacht und Äpfel von einem Baum pflückt. Von einem Loon herbeigerufen, macht sich Osni auf, den Baum vor der Kälte des Winters zu schützen. Als der Loon von einem Drachen verschlungen wird, wagt sich Osni in dessen Bauch und entdeckt dort Glut. Als er diese Glut dem Baum anbietet, entzündet sich dieser - der Ursprung des Feuers selbst. Iso, der Gott des Meeres, greift mit einer Flut ein, die Osnis Garten überschwemmt. Nach seinem Tod gelangt Osnis Seele in das Reich der Schatten, wo sie sich Tin und Iso anschließt und zur Gottheit des Feuers wird - Osni the Flare. Das Album klingt menschlicher und kindlicher als sein Vorgänger ,Tin Iso and The Dawn" und wechselt von der Perspektive der Götter als Beobachter zu der des ersten sterblichen Charakters in Allens Welt. Unterstützt durch neue Liebe, kanalisiert das Projekt Gefühle in Musik, die zu einem ganz eigenen Zauber wird. Wie Tin Iso beginnt und endet das Album mit Klavierklängen als Portal, das die Heimat repräsentiert, während Osni sich auf eine Reise durch drei Reiche begibt: das Land der Lebenden, das Zwischenreich und das Jenseits. Osni the Flare wurde fast komplett mit einem Aston-Kondensatormikrofon in Allens Wohnung in Brooklyn mit Blick auf den Cypress Hills Friedhof aufgenommen und besteht aus Spielzeugklavier und Flöten, Okarinas, Harmonium, Pumporgel, E-Bass und Kontrabass, Gadgets und einer umfangreichen Sammlung von Spieluhren und Glocken. Die Gesangsmelodie - inspiriert vom Summen seiner Partnerin Virginia Garcia Ruiz, das an Pans Labyrinth erinnert - war Allens erster Ausflug in den Gesangsbereich, wobei er eine Melodie ohne Worte verwendete, um den Zuhörern zu ermöglichen, die Protagonisten zu bleiben. Die Flöten wurden Note für Note akribisch aufgenommen, darunter balinesische Sulings, Fundstücke aus chinesischen Souvenirläden und vogelförmige Okarinas. Die Spieluhren wurden langsam aufgezogen, einzeln gesampelt und dann neu arrangiert und gestimmt, um Virginias Summen zu verdoppeln. Ein ausgedientes Casio SK-1 mit einem kaputten Lautsprecher wird mit einem Harmonium kombiniert, um Akkordtexturen zu erzeugen. Stundenlange Improvisationen, die durch Bastl Thyme und NanoVerb geleitet wurden, erzeugten lange, ausklingende Delays, wobei die besten Momente für Songs ausgewählt wurden. Feuergeräusche entstanden durch Fingernagelklicken auf Klaviertasten. Feldaufnahmen hielten das Zerlegen eines Klavieruntergestells, das Löschen von Kerzen und Geräusche aus einem Hospiz fest. Die Stimme des Drachen spricht Worte aus Allens erfundener Sprache. Die Melodie liegt oft im Bass - inspiriert von Goth und Gamelan - mit nach oben gerichteten Verzierungen. Der detailreiche Ansatz spiegelt eine Punktierung wider, die Allens Original-Artwork für das Albumcover ähnelt und durch ihre obsessive Arbeit kleine Teile zu einem großen Bild zusammenfügt - unter der Dusche, vor dem Einschlafen, mitten im Satz. Das Klavier wurde von der Toningenieurin Katie Von Schleicher bei Figure 8 Recording neu aufgenommen, gemischt wurde das Album von Paul Corley. Der technische Leiter Jim Freeman arbeitete vier Monate lang am Halsgelenk und fünf Monate lang an den Schultern der Basswood-Stabpuppe, die von Bruce Schwartz' Ballerina inspiriert ist. Freeman verbrachte Jahre damit, ein selbstgebautes LED-System zu entwickeln, um das Puppenspiel von der Bühne aus zu beleuchten, und sein unwillkürliches Pfeifen während der Arbeit wurde heimlich aufgenommen und ist im Schlussmoment zu hören. Die Herstellung der Puppen wurde von Miryam Moutillet und Lauder Weldon überwacht, die hybriden Köpfe wurden von Duygu Bayar Ekren entworfen. Seit der Veröffentlichung von Tin Iso im Jahr 2023 hat Allen in der experimentellen Puppenspiel-Community von New York City eine Heimat gefunden und wird von der Jim Henson Foundation und La MaMa unterstützt. ,Osni the Flare" steht für Tristan Allens kontinuierliche Weltgestaltung mit akribischer Kontinuität - viele bewegliche Teile, die in funkelnder Kohäsion präsentiert werden, wobei sich jede Komponente aus einer Idee entwickelt, wie eine Fantasy-Serie, die im selben Reich spielt. Das Album erreicht das, was sich Allens kindliches Ich beim Anschauen von Fantasy-Filmen vorgestellt hat: Musik, die nicht so klingt, als würden Menschen Instrumente spielen, sondern wie das Werk der fantastischen Welt selbst. Durch die Kunst des Puppenspielers, ,wahre Lügen zu erzählen", lädt Allen die Zuhörer ein, etwas Ursprüngliches und Unmittelbares zu erleben. Während Osni sich von einem Sterblichen zu einer Gottheit verwandelt, zeichnet das Album nicht nur den Ursprung des Feuers nach, sondern auch den Ursprung des Mythos selbst.
- 1: Carrion Crawler
- 2: Contraption / Soul Desert
- 3: Robber Barons
- 4: Chem-Farmer
- 5: Opposition
- 6: The Dream
- 7: Wrong Idea
- 8: Crushed Grass
- 9: Crack In Your Eye
- 10: Heavy Doctor
What's the first thing you think of when someone mentions Thee Oh Sees? Probably their riot-sparking live show, right? Visions of a guitar-chewing, melody-maiming John Dwyer careening across your cranium, rounded out by a wild-eyed wrecking crew that drives every last hook home like it's a nail in the coffin of what you thought it meant to make 21st-century rock 'n' roll? Yeah, that sounds about right. But it misses a more important point-how impossible Thee Oh Sees have been to pin down since Dwyer launched the project in the late '90s as a solo break from such sorely missed underground bands as Pink and Brown and Coachwhips. (While Dwyer still records songs on his own, Thee Oh Sees is now a five-piece featuring keyboardist / singer Brigid Dawson, guitarist Petey Dammit, drummer Mike Shoun and multi-instrumentalist / singer Lars Finberg.) That restlessness extends to everything from the towering, thirteen-minute title track of 2010's Warm Smile LP to the mercurial moods of 2008's The Master's Bedroom Is Worth Spending a Night In. Now, Thee Oh Sees chase the home-brewed symphonies of Castlemania with the scrappy, high-wire hooks of Carrion Crawler / The Dream. Originally envisioned as two EPs, it was cut live to tape in less than a week at Chris Woodhouse's Sacramento studio in June, reflecting the battering-ram bent of the band's live show better than any bootleg ever could. "As I'm sure most would agree," explains Dwyer, "Castlemania was more of a vocal tirade. This one's meant to pummel and throb." That it does, whether one blasts the slow, speaker-bruising build of "The Dream," the sunburnt organs and dovetailing guitars of "Crack in Your Eye" or the interstellar instrumental "Chem-Farmer," a perfect example of what happens when one takes a well-oiled machine-a gang of rabid road warriors, really-and adds a second, groove-locked drum set to the mix. To listen is to realize that Dwyer's music is as manic as the underground comic inclinations of his artwork; colorful and confusing in a way that's more than welcome. It's downright refreshing, like a slap in the face at 5:00 in the morning. Or, as Dwyer puts it, "You have to leave a mark somehow."
- I Want To Die Easy
- Lord Randall
- Everlasting
- Edward
- Doxology (I)
- (A Still, Small Voice)
- Lord Bateman
- Doxology (Ii)
Wenn Sie von Hillsborough, North Carolina, auf der 1-85 nach Norden fahren und die Ausfahrt zur 58 East nehmen, erreichen Sie in fünfzehn Minuten Diamond Grove, ein kleines, nicht eingemeindetes Gebiet im Brunswick County, Virginia, am Meherrin River. Für die meisten Besucher gibt es dort nicht viel zu sehen - für Lebensmittel müssen Sie nach Lawrenceville und für Baumaterial nach South Hill fahren. Doch versteckt in diesem Fleckchen Virginia-Piedmont liegen die Überreste einer Milchfarm aus den 1740er Jahren, deren Haupthaus ein wunderschönes altes Gebäude mit zwei Etagen ist, das noch immer mit Seilbetten und allem Drum und Dran ausgestattet ist. Wenn man heute dorthin fährt, hört man in der Ferne Geräusche von jemandem, der in den vermieteten Nebengebäuden Sojabohnen und Baumwolle verarbeitet, von landwirtschaftlichen Reifen, die über Schotterstraßen knirschen, von quakenden Fröschen und von singenden Meisen: chick-a-dee, chick-a-dee. Aber wenn Sie zufällig im September 2023 vorbeigekommen sind, konnten Sie vielleicht Fiddle-Melodien hören, die von den Kiefern widerhallen, BBS-Geräusche in leeren Räumen und die Klänge von Weirs, die ihr zweites Album und ihr Debüt bei Dear Life Records aufnahmen: Diamond Grove. Weirs ist ein experimentelles Kollektiv, das aus der Musikszene im Zentrum von North Carolina hervorgegangen ist und zu gleichen Teilen aus Oldtime-Folk und DIY-Noise besteht. Die Auftritte von Weirs sind hierarchielos und umfassen zwischen zwei und zwölf Personen. Im September 2023 reisten neun von ihnen die US-58 hinauf, um sich im Wohn- und Esszimmer des Hauptgebäudes einer Milchfarm einzufinden, die noch immer im Besitz der Familie des Bandmitglieds und Organisators Oliver Child-Lanning ist, deren Verwandte seit Jahrhunderten dort leben. Die Besetzung von Weirs - weder endgültig noch besonders wertvoll - umfasst Child-Lanning, Justin Morris und Libby Rodenbough (seine Mitstreiter bei Sluice); Evan Morgan, Courtney Werner und Mike DeVito von Magic Tuber Stringband; sowie die treuen Andy McLeod, Alli Rogers und Oriana Messer, die bis tief in die Spätsommernächte spielten. Das Ergebnis sind die neun Tracks von Diamond Grove, aufgenommen mit einer provisorischen Signalkette, die aus geliehenem Equipment der gesamten Community zusammengestellt wurde. Das Weirs-Projekt begann als Tape-Experimente mit traditionellen Melodien, die Child-Lanning im Winter 2019 unter dem Namen Pluviöse aufgenommen hatte. Daraus entstand das erste Weirs-Album Prepare to Meet God, das im Juli 2020 in Eigenregie veröffentlicht wurde und eine Zusammenarbeit zwischen Child-Lanning und Morris während der COVID-Pandemie war. Die seltsamen Umstände dieses Debüts - eine gemeinschaftliche Tradition von Live-Songs, die isoliert voneinander aufgenommen wurden - werden durch Diamond Grove aufgehoben, ein Album, das in der unwiederholbaren Konvergenz von Menschen, Ort und Zeit verwurzelt ist. Auf dem neuen Album setzen Weirs ihre Suche nach dem besten Weg fort, sogenannte ,traditionelle" Musik weiterzuentwickeln, zu bewahren und zu befreien. Sie sind Songfänger, die Melodien sammeln, die kurz vor dem Vergessen stehen. Ihr wildes, Jahrhunderte umspannendes Repertoire klingt wie eine avantgardistische Jam-Session - eine Art Real Book für eine Szene, die sich mit Porch Jams, Big Blood, Amps for Christ und Jean Ritchie auskennt. Weirs fangen Songs ein, deren Interpretationskanon noch offen genug ist, um neben denen zu stehen, die sie zuvor gesungen haben, aber niemals über ihnen. Dies sind keine Versuche, definitive Versionen zu schaffen. Die Aufnahmen auf Diamond Grove fühlen sich eher wie Besuche als wie Überarbeitungen an. Und die Frage, die Weirs auf diesem Album stellen, ist nicht, wie sie einfach die Tradition ihrer Vorfahren fortsetzen können, sondern wie traditionelle Musik heute klingen könnte. Für Weirs könnte die Geschichte dieser Tradition weniger aus dem Folk-Revival stammen als aus der Musique concrète, weniger aus makellosen alten Meisteraufnahmen als aus etwas wie The Shadow Ring, wenn diese aus dem evangelikalen Süden kämen. Wenn man ,(A Still, Small Voice)" hört, spürt man, wie die Kraft der Hymne etwas Gleichwertigem weicht: den Dielen, dem Knistern des Feuers, dem Zubereiten und Essen von Mahlzeiten. Diese Spannung zwischen Bewahrung und Verfall ist das innere Leuchten von Diamond Grove. Nehmen wir ,Doxology l": Die Melodie von ,Old Hundred", einer Hymne aus der Sacred-Harp-Tradition, wird in MIDI umgewandelt, über iPhone-Lautsprecher abgespielt und in der Septemberluft neu aufgenommen. Für manche Revivalisten mag diese Hymne, gesungen mit der ganzen Pracht gefälschter Auto-Tune-Stimmen, blasphemisch klingen. Aber Ohren, die beispielsweise auf die Hyperpop-Produktionen der letzten Jahrzehnte eingestellt sind, werden sofort die spannungsgeladene Schönheit des digital verfremdeten Shape-Note-Gesangs verstehen. Dieselbe Spannung belebt ,l Want to Die Easy". Weirs' Version basiert auf der Aufnahme von A Golden Ring of Gospel, die in der Folkways-Sammlung Sharon Mountain Harmony verewigt ist. Die Melodien, Texte und Strukturen sind weitgehend unverändert geblieben. Aber die ,reine" Klarheit der Stimmen der frühen Aufnahme ist verschwunden. An ihre Stelle tritt der distanzierte Klang des Silos der Milchfarm, in dem Weirs ihre Version aufgenommen hat, dessen natürlicher Nachhall von zwei Sekunden die ursprüngliche Nähe ersetzt. Auf diese Weise wird der Klang des Aufnahmeortes selbst zu einem Teil der traditionellen Darbietung. Das Herzstück von Diamond Grove ist Weirs' Interpretation von ,Lord Bateman", einer Melodie, die Jean Ritchie als ,große Ballade" bezeichnete: Sie wurde gespielt, wenn die Arbeit getan war und der Tanzabend zu Ende war. Es ist ein Lied aus dem 18. Jahrhundert - so alt wie die Diamond Grove Farm - über einen gefangenen Abenteurer, der laut Nic Jones den Geist eines Errol-Flynn-Films verkörpert. Wie viele großartige und oft a cappella gesungene Interpretationen steht auch bei diesem ,Lord Bateman" die Stimme im Vordergrund und unterstreicht die Bedeutung des Geschichtenerzählens für das Zusammenkommen der Kinder. Neu ist hier der immense Bordun, der die Erzählung in ein unaufhörliches Gewebe elementarer Kräfte verwandelt. Es ist ein verschwommenes Murmeln kollektiver Saiten, das den Kanon von Ritchie und June Tabor ebenso bereichert wie Pelt's Ayahuasca oder Henry Flynt's Hillbilly Tape Music. Obwohl Diamond Grove nicht explizit von der alten Milchfarm handelt, auf der es aufgenommen wurde, kann es nicht umhin, ihr zu ähneln. Alte englische Balladen wie ,Lord Bateman" und ,Lord Randall" ergießen sich über Felder, die einst von der britischen Krone ,vergeben" wurden. Tragische Lieder wie ,Edward" taumeln über Tuscarora-Pfade und Baumwollfelder nach dem Bürgerkrieg. Hymnen wie ,Everlasting l" und ,Everlasting Il" fangen das Mondlicht ein, das seit Lord Bacons Rebellion durch doppelt gehängte Fenster fällt. Und die Nachtvögel trillern noch immer, und die Pflüge pflügen noch immer eine unkomponierte Musik, die darauf wartet, von zufälligen Ohren entdeckt zu werden. Diamond Grove ist in dieser Hinsicht Geschichte. Es ist ein Ort. Es ist Zeit. Es ist das Einfangen von Liedern, Lebendigkeit, Tonbandmanipulation. Wie der niedrige Damm, den das Wort ,Weir" andeutet, ist es eine Verteidigung gegen die Strömung. Es ist eine Verteidigung regionaler Lexika gegen massenproduzierte Umgangssprachen; eine Verteidigung gegen den Glauben, dass wir einfach zu einer einfacheren Zeit zurückkehren können; eine Verteidigung gegen die Vorstellung, dass Volksmusik ,rein" bleiben muss; eine Verteidigung gegen die Behauptung, dass ein Traum von der Zukunft, der in verlorenen Geschichten schlummert, unwiederbringlich verloren ist. Gegen all das verteidigt Diamond Grove traditionelle Musik, indem es sie so klingen lässt, wie die Komplexität der heutigen Zeit - weil es weiß, dass solche Musik und all die Geschichten, die in ihr stecken, auch in Zukunft eine Rolle spielen werden.
- A1: Seeds
- A2: Life (With Mary Lattimore)
- A3: Protest With Love
- B1: The Burden (I Turned Nothing Into Something) (With Angel Bat Dawid)
- B2: The Same Stars (With Joe Minter And Open Mike Eagle)
- B3: Kings In The Jungle, Slaves In The Field
- C1: Strength Of A Song (With Alabaster De Plume)
- C2: What's Going On? (With Isaac Brock)
- C3: Fear
- C4: I Looked Over My Shoulder (With Billy Woods)
- D1: Did I Do Enough? (With Jesca Hoop
- D2: That's Not Art, That's Not Music
- D3: Those Stars Are Still Shining (With Saul Williams)
- D4: A Change Is Gonna Come
Red Vinyl[32,35 €]
"Tonky" ist Lonnie Holleys fünftes Studioalbum und enthält Gastauftritte von Isaac Brock, Angel Bat Dawid, Billy Woods, Alabaster de Plume, Mary Lattimore und anderen. Bei der Leadsingle "Protest With Love" ist Jacknife Lee, der auch das gefeierte Vorgängeralbum "Oh Me Oh My" produziert hat, als Bassist, Keyboarder, Synthesizer, Schlagzeuger, Programmierer, Flötist, Percussionist und Sänger zu hören. Weitere Mitwirkende sind The Legendary Ingramettes am Gesang, Kelly Pratt an den Bläsern und Flöten, Jordan Katz an den Bläsern und natürlich Holley am Gesang. Holley fordert die Zuhörer auf, "mit Liebe zu protestieren" und "die Liebe zu deiner Waffe zu machen". Es gibt Dichter wie die große Mary Oliver, die vorschlagen, dass die Hauptfunktion des Menschen, wenn er sich durch die Welt bewegt, solange er Leben und die Fähigkeit hat, sich durch die Welt zu bewegen, darin besteht, dem Aufmerksamkeit zu schenken, was andere törichterweise als klein oder alltäglich bezeichnen mögen. Das Gehirn und das Herz sind beides Gefäße, die so viel Platz haben, wie man ihnen zugestehen möchte, und zu leben bedeutet, Sammlungen von gefundenen Zuneigungen zu schaffen. Die Geräusche der geliebten und vertrauten Häuser, die Bewegungen der Bäume und der Menschen unter ihnen, die Art und Weise, wie jemand, den man verehrt, einen ein paar Sekunden lang umarmt, bevor er sich aus der Umarmung löst und in einer überfüllten Fußgängerzone verschwindet. Wenn wir unser Leben, unser Schaffen und unsere Liebe auf diese Weise betrachten, bedeutet das, dass wir, zumindest für einige von uns, durch die Aussicht auf das, was als Nächstes kommt, vorwärts getrieben werden können. Welchen Moment wir festhalten und in unsere überquellenden Taschen stecken können. Die Arbeit von Lonnie Holley ist ein Werk dieser Art von Anhäufung und genauer Aufmerksamkeit. Das Vergnügen, einen Klang zu finden und ihn gegen einen anderen gefundenen Klang und einen weiteren zu pressen, bis der Hörer, bevor er es merkt, von einer Klangsinfonie überflutet wird, die sich anfühlt, als würde sie sich zusammenfügen, während sie über einen hinwegspült. "Tonky" ist ein Album, das seinen Namen von einem Spitznamen aus der Kindheit hat, der Holley anhaftete, als er einen Teil seiner Kindheit in einem Honky Tonk verbrachte. Lonnie Holleys Leben des Überlebens und der Ausdauer erforderte - und erfordert zweifellos immer noch - eine Art Erfindung. Eine Erfindung, die auch in Holleys Liedern reichhaltig und präsent ist, die auf "Tonky" voll und eindringlich sind, einem Album, das mit seinem längsten Lied beginnt, einem neunminütigen, erschöpfenden Marathon eines Stücks namens "Seeds", das mit einem einzigen spärlichen Klang beginnt und sich dann ausdehnt. Gesänge, schwache Tasten, Streicher und als Krönung Holleys Stimme, die nicht singt, sondern klar und deutlich von der Arbeit auf der Erde erzählt, als er jung war, und von der Gewalt, die er dabei ertragen musste, als er blutig und mit Schmerzen von Schlägen ins Bett ging. Der Song weitet sich zu einer Metapher über den Ort aus, über das Versagen des Zuhauses oder eines Ortes, der einen beschützen soll, der nicht das hält, was er zu sein vorgibt, selbst wenn man unermüdlich daran arbeitet, daran arbeitet, daran arbeitet, etwas Sinnvolles daraus zu machen. "Seeds" gibt nicht nur den Ton für ein Album an, das sich um Wiedergeburt, Erneuerung und die Grenzen von Hoffnung und Glaube dreht, sondern unterstreicht auch, was Holleys größte Stärke als Musiker ist, nämlich sein Engagement für Fülle und Großzügigkeit. Er ist ein unglaublich begabter Geschichtenerzähler, der sich der mündlichen Tradition verschrieben hat, so dass viele Hörer völlig zufrieden wären, wenn sie zu Füßen einer Lonnie-Holley-Platte säßen und seinen robusten, ausladenden Erzählungen lauschen könnten. Aber "Tonky" ist ein Album, das sowohl klanglich als auch in Bezug auf die vielen verschiedenen Künstler, die auf dem Album vertreten sind, einen Platz bietet, an dem sie sich zu Hause fühlen können, ganz gleich, wie sie die Zeit verbringen, die sie für einen Song brauchen.
- A1: The Watson Brothers Band - Justwhistle
- A2: Jim Huxley - Tessa On A Magazine
- A3: Rick Penta - My Story Changes
- A4: Mak - That's Life
- A5: Palm Pizazz! - Silent Letter
- A6: Twice As Nice - Thoughts Of You
- B1: Barracuda - Baby I Love You
- B2: Elderberry Jak - Forrest On The Mountain
- B3: Dennis - Walk With Me
- B4: Jim Ware - Green Eyed Gypsy
- B5: John Lyle - Oh My Wind
- C1: Peter Kraemer - Let The Light Slip
- C2: Brian Freel - Nightrider
- C3: Michael Moore - Holland
- C4: Clete Stallbaumer - John’s Song
- C5: Ronnie White - The Jump
- D1: David Owens - Take Off Your Armour
- D2: The Squad - D L.m.h.i.m.a
- D3: Christoph Spendel Group - Forever
- D4: Awakening - Gotta Do Somethin / Might As Well Cultivate
‘Maybe I’m Dreaming’ is the latest collection selected by Mikey Young (Total Control, EddyCurrent Suppression Ring) and Keith Abrahamsson (Founder and Head of A&R at AnthologyRecordings), the mangled minds behind the beloved ‘Follow the Sun’, ‘Sad About the Times’,and ‘…Still Sad’ compilations. The twenty tracks of ‘Maybe I’m Dreaming’ make a conscious(and unconscious) detour from its predecessors, sourced entirely from private press releases,spanning new decades and production modes within homespun folk, soft rock and otherwise70s and 80s FM radio adjacent music. The magic of ‘Maybe I’m Dreaming’ is the untold story of the artists behind these songs; thosewho missed the big time, but whose song craft and unrequited care hit the right notes, bothhigh and low.
Where ‘Follow the Sun’ and ‘Sad About the Times’ introduced us to the fame chasing, ambitioncrashing crooners who missed their shot in the mainstream, ‘Maybe I’m Dreaming’ delvesdeeper into the isolated wilds - a private world where production quirks, late-night tape hiss andone-man studio dreams were not necessarily a choice but the hand that was dealt.
With the parameters set to ‘private press only’, Young and Abrahamsson follow a circuitous trailof invention and emotion, documenting a spirit that’s more homespun, sometimes lonelier andoften a little weirder. The guitars still strum, but the keyboards’ hum is more prevalent andprecious; wistful harmonies brush up against lo-fi drum machines; a bittersweet fog lingeringover even the brightest melodies.
As with their previous collaborations, Young and Abrahamsson weren’t interested inconstructing a museum or drafting a historical survey. ‘Maybe I’m Dreaming’ is a sentimentalmixtape, assembled late at night when the mind wanders and old memories blur with imaginedfutures, those within reach and those far too mysterious to ever encounter. Songs wereunearthed in personal collections, deep YouTube burrows, dilapidated web archives and thedim corners of Discogs, with many selections tied not only to intuition but to personalconnection. Some tracks arrived via friends - Kelley Stoltz, a frequent guide for Young, tipped him off toboth Peter Kraemer’s lost gem ‘Let the Light Slip’ and Awakening’s revelatory closer - addingan unseen but deeply felt thread of camaraderie to the compilation.
The journey takes in a wide, strange sweep: The Watson Brothers Band’s ‘Just Whistle’ opensthe collection with a sigh and a shrug, a song that feels like it’s been waiting for decades to beheard again. Jim Huxley’s ‘Tessa on a Magazine’, rediscovered after a long and winding searchby Young, shimmers with a distinctly Australian melancholia. The heartbreak of Rick Penta’s‘My Story Changes’ and Twice As Nice’s delicate ‘Thoughts of You’ float easily alongside themore buoyant, radio-dream sheen of Barracuda’s ‘Baby I Love You’ and MAK’s sunshinedappled ‘That’s Life’.
Widening the aperture to the late 1970s and early 1980s allows for a deeper exploration intoevolving production techniques and musical technologies. The Squad’s ‘D.L.M.H.I.M.A.’ andChristoph Spendel Group’s ‘Forever’ crackle with the kind of bedroom synth warmth that couldonly come from the analogue age, while the soulful, yearning undercurrent of Awakening’s‘Gotta Do Somethin / Might As Well Cultivate’ caps the collection with a call for action - ormaybe just acceptance - in an accidental Brian Eno ‘Here Come the Warm Jets’ parroting.
While ‘Maybe I’m Dreaming’ moves away from the ‘sad man with guitar’ archetype that hoveredover its predecessors, it remains tethered to a familiar emotional gravity - a balance of longingand lightness that defines this corner of the musical universe. Each track shuffles gentlybetween resignation and hope, sadness and serenity, as if the artists themselves were chasinga dream just beyond reach, recording not for fame but for the simple act of getting it, thatprimal, creative itch, out into the world.
Available on CD and 2LP, featuring the third eye-opening artwork of Dang Wayne Olsen. Thedouble LP set arrives in an outrageous double-wide spine jacket with printed inners and adream journal entry by Pacific Northwest artifactual authority Josh Lewellen.
- The Watson Brothers Band - Just Whistle
- Jim Huxley - Tessa On A Magazine
- Rick Penta - My Story Changes
- Mak - That's Life
- Palm Pizazz! - Silent Letter
- Twice As Nice - Thoughts Of You
- Barracuda - Baby I Love You
- Elderberry Jak - Forrest On The Mountain
- Dennis - Walk With Me
- Jim Ware - Green Eyed Gypsy
- John Lyle - Oh My Wind
- Peter Kraemer - Let The Light Slip
- Brian Freel - Nightrider
- Michael Moore - Holland
- Clete Stallbaumer - John's Song
- Ronnie White - The Jump
- David Owens - Take Off Your Armour
- The Squad - D.l.m.h.i.m.a
- Christoph Spendel Group - Forever
- Awakening - Gotta Do Somethin / Might As Well Cultivate
'Maybe I'm Dreaming' ist die neueste Sammlung von Mikey Young (Total Control, Eddy Current Suppression Ring) und Keith Abrahamsson (Gründer und Leiter A&R bei Anthology Recordings) - den Köpfen hinter den beliebten Kompilationen 'Follow the Sun', 'Sad About the Times' und '...Still Sad'. Die zwanzig Tracks von 'Maybe I'm Dreaming' weichen von ihren Vorgängern ab. Sie stammen vollständig aus privaten Pressungen und umspannen neue Jahrzehnte und Produktionsmodi innerhalb der Genres Homepunk-Folk, Softrock und sonstiger FM-Radio-Musik der 70er und 80er Jahre. Die Magie von 'Maybe I'm Dreaming' liegt in den unerzählten Geschichten der Künstler:innen, die hinter diesen Liedern stehen - diejenigen, die den großen Durchbruch verpasst haben, deren Songhandwerk und unerwiderte Sorgfalt aber die richtigen Töne treffen.
'Maybe I'm Dreaming' taucht tief in die isolierte Wildnis ein - eine private Welt, in der Produktionsmacken, nächtliches Bandrauschen und Ein-Mann-Studio-Träume keine Wahl waren, sondern das ausgeteilte Blatt.
Die Songs wurden in persönlichen Sammlungen, in den Tiefen von YouTube, in verfallenen Webarchiven und in den düsteren Ecken von Discogs ausgegraben. Die Auswahl vieler Stücke basiert dabei nicht nur auf Intuition, sondern auch auf persönlichen Verbindungen. Einige Tracks wurden über Freunde entdeckt und fügen der Zusammenstellung einen unsichtbaren, aber tief empfundenen Faden der Kameradschaft hinzu.
Zwar entfernt sich 'Maybe I'm Dreaming' vom Archetyp des „traurigen Mannes mit Gitarre“, der über den Vorgängern schwebte, aber die vertraute emotionale Schwere bleibt erhalten - eine Balance aus Sehnsucht und Leichtigkeit, die diese Ecke des musikalischen Universums definiert. Jeder Track schwankt sanft zwischen Resignation und Hoffnung, Traurigkeit und Gelassenheit, als würden die Künstler selbst einem unerreichbaren Traum hinterherjagen und die Aufnahmen nicht wegen des Ruhmes, sondern aus dem einfachen Bedürfnis heraus machen, diesen ursprünglichen, kreativen Drang in die Welt hinauszutragen.
'Maybe I'm Dreaming' ist eine Einladung, noch ein wenig länger mit halb geschlossenen Augen im Grenzbereich zwischen Erinnerung und Vorstellung zu schweben. Vielleicht träumst du. Vielleicht bist du wach. Vielleicht spielt es keine Rolle.
- 2LP: (Das Doppel-LP-Set mit dem Artwork von Dang Wayne Olsen wird in einer breiten Kartontasche mit bedruckten Innenhüllen geliefert. Zudem enthält es einen Traumtagebucheintrag von Josh Lewellen, dem Experten für Artefakte aus dem pazifischen Nordwesten.)
Zig Zags have been an L.A. institution for over a decade, never veering from their hard-riffin punk/metal mission statement. They’ve gigged all over the globe with underground luminaries such Mike Watt, Neurosis, Pig Destroyer, Oh Sees and Feral Ohms and recorded collaborations with icons like Iggy Pop. Now the power trio is set to release their fifth incendiary full-length album, Deadbeat At Dawn, named in honor of the beloved B-movie, a no-budget action revenge flick set in the mean streets of suburban Ohio. Cult cinema is an enduring Zig Zags inspiration, with the band frequently calling out exploitation films in their lyrics, odes to teen-delinquent classics like “Over the Edge” and dystopian sci-fi such as, “Terminator” and “Total Recall”. The new album sticks to this obsession with the cultural underground, riffing on everything from demonic minions to apocalyptic visions and alien attacks. The result is the most focused, intense, and catchy Zig Zags album yet, with the timing perfect for their distinctly melodic and maniacal call to arms. Finalizing recording and mixing just as the catastrophic fires hit their hometown in L.A., Deadbeat At Dawn is the perfect soundtrack for a city rising up from the ashes of destruction. “I feel lucky that we got to put out this record when we did,” Maheu said, “It’s heavy and gnarly and kind of fucked up, but it’s also a lot of fun—which is how we feel about Los Angeles.”
- A1: Tocotronic - Pure Vernunft Darf Niemals Siegen (Superpitcher / Wassermann Mix) (Edit)
- A2: Kaito - Everlasting (Edit)
- A3: Terranova - Paris Is For Lovers (My Love) Feat Tomas Høffding (Edit)
- A4: Justus Köhncke - Timecode (Edit)
- A5: Heiko Voss - I Think About You (Edit)
- B1: Leandro Fresco / Thore Pfeiffer - Neo (Edit)
- B2: The Bionaut - Everybody’s Kissing Everyone (Edit)
- B3: Ada - Lovestoned Feat Raz Ohara (Edit)
- B4: Superpitcher - Mushroom (Edit)
- B5: Rex The Dog - Prototype (Edit)
- C1: Dettinger - Blond 1 (Edit)
- C2: The Field - Over The Ice (Edit)
- C3: Robag Wruhme - Calma Calma (Edit)
- C4: Saschienne - Unknown (Dixon Mix) (Edit)
- C5: Max Würden - Circles (Edit)
- D1: Gas - Pop 1 (Edit)
- D2: Triola - Ag Penthouse (2 Epoche) (Edit)
- D3: Thomas Fehlmann - Making It Whistle (Edit)
- D4: Scsi-9 - All She Wants Is (Wighnomy Bros Mix) (Edit)
- D5: Jürgen Paape - Reval 1 (Edit)
- E1: The Modernist - Pearly Spencer (Edit)
- E2: Aril Brikha - Berghain (Edit)
- E3: T Raumschmiere - Augen Zu (Edit)
- E4: Reinhard Voigt - Superskunk (Edit)
- G1: Mike Ink - Rosenkranz (Edit)
- G2: Reinhard Voigt - Stille Hände (Edit)
- G3: Forever Sweet - The Bionaut (Edit)
- G4: Wassermann - W I.r. (Sven Väth Mix) (Edit)
- G5: Blank Gloss - Coiling (Edit)
- H1: Michael Mayer / Matias Aguayo - Slow (Edit)
- H2: Wighnomy Bros - Wurz + Blosse (Edit)
- H3: John Tejada - Unstable Condition (Edit)
- H4: Sam Taylor-Wood Produced By Pet Shop Boys - I’m In Love With A German Film Star (Gui Boratto Mix) (Edit)
- H5: Jürgen Paape - So Weit Wie Noch Nie (Edit)
- I1: Matias Aguayo - Walter Neff (Edit)
- I2: Voigt & Voigt - Tischlein Deck Dich (Edit)
- I3: Gui Boratto - Beautiful Life (Edit)
- I4: Kölsch - Goldfisch (Edit)
- I5: Gusgus - Rivals (Dj Hell Mix) (Edit)
- K1: Closer Musik - Maria (Edit)
- K2: Wassermann - Fackeln Im Sturm (Edit)
- K3: Jürgen Paape - Take That (Edit)
- K4: Superpitcher - Happiness (Michael Mayer Mix) (Edit)
- K5: Markus Guentner - Regensburg (Edit)
- E5: Schaeben & Voss - Dicht Dran 1 (Edit)
- F1: Dj Koze - Brutalga Square (Edit)
- F2: The Orb - Masterblaster (Edit)
- F3: Michael Mayer - Pride Is Weaker Than Love (Edit)
- F4: Laurent Garnier - From The Crypt To The Astrofloor (Edit)
- F5: Anna & Kittin - Forever Ravers (Edit)
Over the decades, the image of Kompakt as a pirate ship has taken root in our minds, braving the dangers of the seven seas of the music market. Sometimes it glides with a tailwind through calm waters, sometimes it has to survive violent storms. When we set sail in 1993, we never would have dreamt that our journey would still be going on after more than three decades and with 500 releases to date.
In our fast-paced business, the 500 mark is rarely reached, so we want to celebrate it with a lavish 5LP box set. In a democratic process, we have selected 50 pearls from the thousands of tracks released over the last 33 1/3 years and pressed them onto 5 brightly coloured vinyls. Alongside many Kompakt evergreens, there are also some real rarities from the early ‘Kompakt Sound of Cologne’, which have been lovingly remastered here to shine in new splendour.
The box also contains a 144-page book that tells the story of Kompakt from 1993 to today with detailed texts and images. In addition to the manifold musical and graphic achievements of Kompakt, the multidisciplinary links to the visual arts are also highlighted here.
The Bonus Picture Disc opens with the symbolic tolling of 500 bass drums, followed by 50 locked grooves from the 5 Kompakt founders, looping into infinity at 133 1/3 BPM, and the ‘33 1/3 Years Loop Opera’ – in which the loops are combined into one track that, in its reduced essence, is more than the sum of its individual parts. The magic of groovy loop minimalism and the ‘art of omission’ are once again brought to the proverbial point.
On 23 May 2025, the big KOMPAKT 500 art exhibition will open at the venerable Kölnischer Kunstverein to coincide with the release. The entire visual cosmos of Kompakt will be shown here in an unprecedented way on three floors, with the participation of many renowned artists. Of course, there will also be dancing and partying at the vernissage party, with DJ sets and live shows by the Kompakt Allstars.
The last one turns off the bass drum.
Im Laufe der Jahrzehnte hat sich in unseren Köpfen das Bild von Kompakt als Piratenschiff festgesetzt, das den Gefahren der sieben Weltmeere des Musikmarktes trotzt. Mal gleitet es mit Rückenwind durch ruhige Gewässer, mal muss es heftige Stürme überstehen. Als wir 1993 die Segel setzten, hätten wir uns nicht träumen lassen, dass unsere Reise nach über drei Jahrzehnten und mittlerweile 500 Veröffentlichungen immer noch andauert.
Die 500 ist in unserem schnelllebigen Geschäft eine selten erreichte Katalognummer und soll daher mit einer üppigen 5LP-Box gebührend gefeiert werden. In einem demokratischen Prozess haben wir aus den tausenden Tracks der letzten 33 1/3 Jahre 50 Perlen ausgewählt und auf 5 knallbunte Vinyls gepresst. Neben vielen Kompakt-Evergreens finden sich auch einige echte Raritäten des frühen “Kompakt Sound of Cologne”, die hier liebevoll remastered in neuem Glanz erstrahlen.
Die Box enthält außerdem ein 144-seitiges Buch, das mit ausführlichen Texten und Bildern die Kompakt-Geschichte von 1993 bis heute erzählt. Neben den mannigfaltigen musikalischen und grafischen Errungenschaften von Kompakt werden hier auch die multidisziplinären Vernetzungen zur bildenden Kunst beleuchtet.
Die Bonus Picture Disc wird mit einem symbolischen Glockenschlag von 500 Bassdrums eröffnet, gefolgt von 50 Endlosrillen der 5 Kompakt-Gründer, die sich bei 133 1/3 BPM in die Unendlichkeit schleifen sowie der “33 1/3 Years Loop Opera”, in der die Loops zu einem Track zusammengefügt werden, der in seiner reduzierten Essenz mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Die Magie des groovenden Loop-Minimalismus und die “Kunst des Weglassens” werden einmal mehr auf den sprichwörtlichen Punkt gebracht.
Am 23. Mai 2025 eröffnet parallel zum Release die große KOMPAKT 500 Kunstausstellung im ehrwürdigen Kölnischen Kunstverein. Der gesamte visuelle Kosmos von Kompakt wird hier unter Beteiligung vieler namhafter Künstler*Innen in nie gesehener Form auf drei Etagen gezeigt. Selbstverständlich darf zur Vernissagenparty auch getanzt und gefeiert werden zu DJ Sets und Liveshows der Kompakt Allstars.
Der Letzte macht die Bassdrum aus.
- Seeds
- Life (With Mary Lattimore)
- Protest With Love
- The Burden (I Turned Nothing Into Something) (With Angel Bat Dawid)
- The Same Stars (With Joe Minter And Open Mike Eagle)
- Kings In The Jungle, Slaves In The Field
- Strength Of A Song (With Alabaster De Plume)
- What's Going On? (With Isaac Brock)
- Fear The Machine
- I Looked Over My Shoulder (With Billy Woods)
- Did I Do Enough? (With Jesca Hoop
- That's Not Art, That's Not Music
- Those Stars Are Still Shining (With Saul Williams)
- A Change Is Gonna Come
Black Vinyl[28,78 €]
"Tonky" ist Lonnie Holleys fünftes Studioalbum und enthält Gastauftritte von Isaac Brock, Angel Bat Dawid, Billy Woods, Alabaster de Plume, Mary Lattimore und anderen. Bei der Leadsingle "Protest With Love" ist Jacknife Lee, der auch das gefeierte Vorgängeralbum "Oh Me Oh My" produziert hat, als Bassist, Keyboarder, Synthesizer, Schlagzeuger, Programmierer, Flötist, Percussionist und Sänger zu hören. Weitere Mitwirkende sind The Legendary Ingramettes am Gesang, Kelly Pratt an den Bläsern und Flöten, Jordan Katz an den Bläsern und natürlich Holley am Gesang. Holley fordert die Zuhörer auf, "mit Liebe zu protestieren" und "die Liebe zu deiner Waffe zu machen". Es gibt Dichter wie die große Mary Oliver, die vorschlagen, dass die Hauptfunktion des Menschen, wenn er sich durch die Welt bewegt, solange er Leben und die Fähigkeit hat, sich durch die Welt zu bewegen, darin besteht, dem Aufmerksamkeit zu schenken, was andere törichterweise als klein oder alltäglich bezeichnen mögen. Das Gehirn und das Herz sind beides Gefäße, die so viel Platz haben, wie man ihnen zugestehen möchte, und zu leben bedeutet, Sammlungen von gefundenen Zuneigungen zu schaffen. Die Geräusche der geliebten und vertrauten Häuser, die Bewegungen der Bäume und der Menschen unter ihnen, die Art und Weise, wie jemand, den man verehrt, einen ein paar Sekunden lang umarmt, bevor er sich aus der Umarmung löst und in einer überfüllten Fußgängerzone verschwindet. Wenn wir unser Leben, unser Schaffen und unsere Liebe auf diese Weise betrachten, bedeutet das, dass wir, zumindest für einige von uns, durch die Aussicht auf das, was als Nächstes kommt, vorwärts getrieben werden können. Welchen Moment wir festhalten und in unsere überquellenden Taschen stecken können. Die Arbeit von Lonnie Holley ist ein Werk dieser Art von Anhäufung und genauer Aufmerksamkeit. Das Vergnügen, einen Klang zu finden und ihn gegen einen anderen gefundenen Klang und einen weiteren zu pressen, bis der Hörer, bevor er es merkt, von einer Klangsinfonie überflutet wird, die sich anfühlt, als würde sie sich zusammenfügen, während sie über einen hinwegspült. "Tonky" ist ein Album, das seinen Namen von einem Spitznamen aus der Kindheit hat, der Holley anhaftete, als er einen Teil seiner Kindheit in einem Honky Tonk verbrachte. Lonnie Holleys Leben des Überlebens und der Ausdauer erforderte - und erfordert zweifellos immer noch - eine Art Erfindung. Eine Erfindung, die auch in Holleys Liedern reichhaltig und präsent ist, die auf "Tonky" voll und eindringlich sind, einem Album, das mit seinem längsten Lied beginnt, einem neunminütigen, erschöpfenden Marathon eines Stücks namens "Seeds", das mit einem einzigen spärlichen Klang beginnt und sich dann ausdehnt. Gesänge, schwache Tasten, Streicher und als Krönung Holleys Stimme, die nicht singt, sondern klar und deutlich von der Arbeit auf der Erde erzählt, als er jung war, und von der Gewalt, die er dabei ertragen musste, als er blutig und mit Schmerzen von Schlägen ins Bett ging. Der Song weitet sich zu einer Metapher über den Ort aus, über das Versagen des Zuhauses oder eines Ortes, der einen beschützen soll, der nicht das hält, was er zu sein vorgibt, selbst wenn man unermüdlich daran arbeitet, daran arbeitet, daran arbeitet, etwas Sinnvolles daraus zu machen. "Seeds" gibt nicht nur den Ton für ein Album an, das sich um Wiedergeburt, Erneuerung und die Grenzen von Hoffnung und Glaube dreht, sondern unterstreicht auch, was Holleys größte Stärke als Musiker ist, nämlich sein Engagement für Fülle und Großzügigkeit. Er ist ein unglaublich begabter Geschichtenerzähler, der sich der mündlichen Tradition verschrieben hat, so dass viele Hörer völlig zufrieden wären, wenn sie zu Füßen einer Lonnie-Holley-Platte säßen und seinen robusten, ausladenden Erzählungen lauschen könnten. Aber "Tonky" ist ein Album, das sowohl klanglich als auch in Bezug auf die vielen verschiedenen Künstler, die auf dem Album vertreten sind, einen Platz bietet, an dem sie sich zu Hause fühlen können, ganz gleich, wie sie die Zeit verbringen, die sie für einen Song brauchen.
LTD. BLUE COLOURED EDIT[21,81 €]
War "Funeral for Justice" der Klang der Entrüstung, so ist "Tears of Injustice" der Klang der Trauer. Mit dem neuen Album "Tears of Injustice", das am 28. Februar 2025 erscheint, hat Mdou Moctar sein Meisterwerk "Funeral for Justice" neu interpretiert. Dieses wurde vollständig neu aufgenommen und mit akustischen sowie traditionellen Instrumente arrangiert. Das Album ist die kontemplative Weiterentwicklung der Band - das ruhige Gegenstück zum intensiven Original. Im Juli 2023 war Mdou Moctar auf Tournee in den USA, als eine Militärjunta den nigrischen Präsidenten Mohamed Bazoum stürzte und ihn in der Präsidentenresidenz festsetzte. Aufgrund der geschlossenen Landesgrenzen konnten Mdou Moctar, Ahmoudou Madassane und Souleymane Ibrahim nicht zu ihren Familien zurückkehren. Obwohl bereits Pläne zur Aufnahme von Begleitmaterial zu Funeral for Justice - das zu diesem Zeitpunkt noch Monate vor der Veröffentlichung stand - existierten, gewann das Projekt plötzlich an Dringlichkeit und Tiefe. Nur zwei Tage nach Abschluss der Tour in New York City begann das Quartett im Bunker Studio in Brooklyn unter der Leitung von Toningenieur Seth Manchester mit den Aufnahmen zu Tears of Injustice. "Wir wollten unsere eigene Interpretation von 'Funeral" schaffen, die die Menschen auf eine andere Art erleben können", sagt Mikey Coltun, der in den USA lebende Bassist und Produzent der Band. "Bei unseren Konzerten experimentieren wir ständig mit den Arrangements. Nun wollten wir zeigen, dass wir diese kreative Vielfalt auch auf einem Album umsetzen können. Wenn wir ein reduziertes Set spielen, zeigt sich eine ganz neue Seite der Band - es wird zu etwas Eigenem." Sie entschieden sich, Tears gemeinsam in einem Raum aufzunehmen und die Session spontan und unstrukturiert zu gestalten. "Wir haben die Arrangements nicht im Voraus festgelegt", erinnert sich Coltun. "Wir haben einfach gespielt, das richtige Gefühl eingefangen und die Songs aufgenommen. Alles fügte sich schnell zusammen, und die Hauptaufnahmen waren in nur zwei Tagen abgeschlossen." Der hypnotische 8-Minuten-Track Imouhar besteht eigentlich aus zwei direkt hintereinander aufgenommenen Durchläufen - Moctar hörte kaum auf zu spielen, sodass die Takes nahtlos ineinander übergingen. Nach einem Monat konnte die Band schließlich nach Niger zurückkehren, und Coltun gab Madassane einen Zoom-Recorder mit. Damit nahm der Rhythmusgitarrist eine Gruppe von Tuaregs auf, die traditionelle Call-and-Response-Gesänge vortrugen, die später in den endgültigen Mix eingearbeitet wurden. Auf Funeral for Justice äußert sich die Wut über die schwierige Lage des Niger und des Tuareg-Volkes durch die Lautstärke und das Tempo der Musik. Auf Tears bewahren die Lieder dieses Gewicht, jedoch ohne elektrische Verstärkung. Sie sind von tiefer Traurigkeit durchdrungen und vermitteln das Leid eines Volkes, das in ständiger Armut, unter kolonialer Ausbeutung und politischen Umbrüchen lebt. Es ist Tuareg-Protestmusik in ihrer rohesten und essenziellsten Form. "Wenn Mdou die Texte schreibt, tut er das oft mit einer Akustikgitarre", erklärt Coltun. "Dadurch kommt man dem ursprünglichen Moment näher. Die Schwere bleibt, aber die Intensität ist auf eine eindringlichere Weise spürbar."
Black Vinyl[21,81 €]
War "Funeral for Justice" der Klang der Entrüstung, so ist "Tears of Injustice" der Klang der Trauer. Mit dem neuen Album "Tears of Injustice", das am 28. Februar 2025 erscheint, hat Mdou Moctar sein Meisterwerk "Funeral for Justice" neu interpretiert. Dieses wurde vollständig neu aufgenommen und mit akustischen sowie traditionellen Instrumente arrangiert. Das Album ist die kontemplative Weiterentwicklung der Band - das ruhige Gegenstück zum intensiven Original. Im Juli 2023 war Mdou Moctar auf Tournee in den USA, als eine Militärjunta den nigrischen Präsidenten Mohamed Bazoum stürzte und ihn in der Präsidentenresidenz festsetzte. Aufgrund der geschlossenen Landesgrenzen konnten Mdou Moctar, Ahmoudou Madassane und Souleymane Ibrahim nicht zu ihren Familien zurückkehren. Obwohl bereits Pläne zur Aufnahme von Begleitmaterial zu Funeral for Justice - das zu diesem Zeitpunkt noch Monate vor der Veröffentlichung stand - existierten, gewann das Projekt plötzlich an Dringlichkeit und Tiefe. Nur zwei Tage nach Abschluss der Tour in New York City begann das Quartett im Bunker Studio in Brooklyn unter der Leitung von Toningenieur Seth Manchester mit den Aufnahmen zu Tears of Injustice. "Wir wollten unsere eigene Interpretation von 'Funeral" schaffen, die die Menschen auf eine andere Art erleben können", sagt Mikey Coltun, der in den USA lebende Bassist und Produzent der Band. "Bei unseren Konzerten experimentieren wir ständig mit den Arrangements. Nun wollten wir zeigen, dass wir diese kreative Vielfalt auch auf einem Album umsetzen können. Wenn wir ein reduziertes Set spielen, zeigt sich eine ganz neue Seite der Band - es wird zu etwas Eigenem." Sie entschieden sich, Tears gemeinsam in einem Raum aufzunehmen und die Session spontan und unstrukturiert zu gestalten. "Wir haben die Arrangements nicht im Voraus festgelegt", erinnert sich Coltun. "Wir haben einfach gespielt, das richtige Gefühl eingefangen und die Songs aufgenommen. Alles fügte sich schnell zusammen, und die Hauptaufnahmen waren in nur zwei Tagen abgeschlossen." Der hypnotische 8-Minuten-Track Imouhar besteht eigentlich aus zwei direkt hintereinander aufgenommenen Durchläufen - Moctar hörte kaum auf zu spielen, sodass die Takes nahtlos ineinander übergingen. Nach einem Monat konnte die Band schließlich nach Niger zurückkehren, und Coltun gab Madassane einen Zoom-Recorder mit. Damit nahm der Rhythmusgitarrist eine Gruppe von Tuaregs auf, die traditionelle Call-and-Response-Gesänge vortrugen, die später in den endgültigen Mix eingearbeitet wurden. Auf Funeral for Justice äußert sich die Wut über die schwierige Lage des Niger und des Tuareg-Volkes durch die Lautstärke und das Tempo der Musik. Auf Tears bewahren die Lieder dieses Gewicht, jedoch ohne elektrische Verstärkung. Sie sind von tiefer Traurigkeit durchdrungen und vermitteln das Leid eines Volkes, das in ständiger Armut, unter kolonialer Ausbeutung und politischen Umbrüchen lebt. Es ist Tuareg-Protestmusik in ihrer rohesten und essenziellsten Form. "Wenn Mdou die Texte schreibt, tut er das oft mit einer Akustikgitarre", erklärt Coltun. "Dadurch kommt man dem ursprünglichen Moment näher. Die Schwere bleibt, aber die Intensität ist auf eine eindringlichere Weise spürbar."
- Little League
- Oh Messy Life
- Puddle Splashers
- Flashpoint: Catheter
- In The Clear
- Yes, I Am Talking To You
- Basil's Knife
- Bluegrassish
- Planet Shhh
- The Sands've Turned Purple
- Precious
- Que Suerte!
Standard weight white vinyl remastered from the original tapes, restoring the original album on vinyl for the first time since 1995, including its original artwork. Includes download code.
In 1991, four kids from the suburbs of Chicago, IL formed Cap’n Jazz, arguably one of the most influential rock bands of the last 30 years. Those kids, brothers Tim & Mike Kinsella, Victor Villarreal, and Sam Zurick, were joined by Davey von Bohlen in 1994 and recorded their only full-length album before calling it quits - Burritos, Inspiration Point, Fork Balloon Sports, Cards in the Spokes, Automatic Biographies, Kites, Kung Fu, Trophies, Banana Peels We’ve Slipped on, and Egg Shells We’ve Tippy Toed Over - often referred to as Shmap’n Shmazz. Originally released on the Man With Gun label, the album quickly fell out of print after the band’s breakup, with the songs eventually making their way to the Analphabetapolothology compilation, released in 1998 via Jade Tree Records.
As a testament to this legendary debut, Polyvinyl is thrilled to announce the vinyl reissue of Shmap’n Shmazz, which has been remastered from the original tapes - restoring the original album on vinyl for the first time since 1995, including its original artwork. With the unmatched intensity heard in the opening track, “Little League,” coupled with eccentrically poetic lyrics, this iconic album has influenced countless artists since its release and unintentionally sparked a new genre. Pitchfork calls the album “a touchstone of Midwestern emo,” while Vulture placed “Little League” at #3 on their 100 Greatest Emo Songs of All Time list. Musician Devendra Banhart has also expressed his love for the band in a 2017 Joan of Arc documentary, describing Tim’s powerfully striking vocals like "going to the zoo on quaaludes, but all the other animals are on speed."
In addition to the band’s influential legacy, Cap’n Jazz was the catalyst to the formation of other notable bands featuring the original members, including American Football, Joan of Arc, The Promise Ring, Owls, Owen, Make Believe, Ghosts and Vodka and many more.
Denmark"s leading outlet for jazz April Records presents their first debut of 2025 from a brand new quintet of some of the country"s most well known and respected young musicians - collectively called Oh People. Inspired by the works of Duke Ellington in the 20"s and combining them with sounds that came to life over half a Century later with a palpable sense of joy and love, "Part-Time Elegance" is set to release on January 17th on April Records. Exploring the idioms and tropes of the golden age of jazz, the record is built from deep pocket swing, lovesick ballads, percolating latin grooves, and upbeat melodies that can"t help but bring a smile to one"s face. With undertones of contentment and playfulness, each song evokes a sound and style of some of the 20th"s Century"s greatest jazz composers before evolving into passages of animated improvisation from Denmark"s finest new-generation soloists. Anyone who has been keeping up to date with Denmark"s prolific scene will recognize the members of "Oh People" from their solo projects and contributions to many of the nation"s leading jazz innovations. Jonas Due"s trumpet can be heard in the DR Big Band, and popular modern outfit OTOOTO. Andreas Toftemark cut his teeth working and learning as a musician in New York, before returning to Denmark to establish himself with two releases under his own name, receive the prestigious Bent Jædig Prize, and become one of the country"s busiest artists. Casper Christensen"s deep roots in the jazz tradition and Brazilian, coupled with the warm, acoustic sound of his guitar have seen him perform with the likes of Nana Rashid, Jesper Lodval and his own quartet. Lasse Morck has released three albums under his own name, drawing on South American musical traditions as well as literature and mythology. Henrik Holst has spent over a decade contributing his talents to Danish outfits like the Kathrine Windfeld Big Band and Jeppe Zacho Quintet, as well as international jazz legends Mike Stern, Gilad Hekselman and Immanuel Wilkins.
- A1: Down (Feat Joi Gilliam)
- A2: Talk To Me
- A3: Legend Has It
- A4: Call Ticketron
- B1: Hey Kids (Feat Danny Brown)
- B2: Stay Gold
- B3: Don't Get Captured
- B4: Thieves! (Screamed The Ghost) (Screamed The Ghost)
- C1: 2100 (Feat Boots)
- C2: Panther Like A Panther (Feat Trina - Miracle Mix)
- C3: Everybodys Stay Calm
- D1: Oh Mama
- D2: Thursday In The Danger Room (Feat Kamasi Washington)
- D3: A Report To The Shareholders/Kill Your Masters
RTJ3, the third outing by the firebrand rap duo of Killer Mike and El-P, features a cadre of talented guest performers, including Zach de la Rocha, Danny Brown, Tunde Adebimpe of TV On The Radio, Kamasi Washington, and more. The album is "essentially the Run the Jewels manifesto, an outpouring of rage and defiance that never loses sight of the objectives: rallying the troops, holding all accountable, and toppling oppression." (Pitchfork)
Released on Christmas Day 2016, the album charted in 11 countries, with its breakout hit from the album, "Legend Has It", being featured in the Super Bowl advertisement for the global blockbuster feature film "Black Panther". Embraced by fans and critics alike, it's received praise for its near-perfect execution as well as its sharp, visceral observations, blistering beats and superb guest artists, cementing RTJ as one of the most important artists of its era.
Special exclusive 7" from Il Sogno Del Marinaio, the avant-rock trio formed by legendary bassist Mike Watt (Minutemen, Firehose, Stooges), cult Italian experimentalist Stefano Pilia (Massimo Volume, In Zaire, Afterhours, Rokia Traore) and drummer Paolo Mongardi (Zeus, Fuzz Orchestra, Fulkanelli). Directly from fratello Mike Watt's words: "the "wing and a prayer" seven inch on _improved sequence_ was a product of the covid19 sitch around xmas of 2020. it was put together remotely, w/me here in san pedro, california, usa while from Italy stefano pilia (in bologna) and paolo mongardi (in imola) brought what they had from italy ... yes, the internet can be used for more than spreading hate and lies - it can also be used to collaborate in the spirit of artistic expression! cazzo, imagine that? il sogno del marinaio had finished work w/their "terzo" album and I thought a good way to rally the band would be to focus on a smaller release that reflected the current sitch we were in - see, the basic tracks of "terzo" were recorded in eleven months earlier here in my pedro town at _casa hanzo_ (stefano pilia and paolo mongardi traveling here by plane) so we had no idea what was ahead of us concerning the challenges of that fucking virus sitch. now the "terzo" album was not finished w/those basic tracks getting recorded, we had spiel (vocals) to add plus other stuff and of course it had to be mixed (tim in wales did a great job w/this - much respect to him!) so those experiences of those early covid19 times got "superimposed" on the music that was created right before it was on us, very trippy. that was a big reason I brought the three tunes of this "wing and a prayer" seven inch to stefano pilia and paolo mongardi - all they had was my bass but I believed they could "take the ball and run w/it" cuz that's how powerful I believe music to be: it can be able to overcome 'pert-near any hell trying to stomp it down. stefano pilia chose "wing and a prayer" to mix, paolo mongardi chose "tantrum" and I got what was left: "hail mary pass" - oh, I got my buddies stephen perkins to help w/percussion and petra haden to help w/singing, violin and mandolin. so one reality reality is w/these three tunes is that no one is actually playing w/each other in real time on this little record! it's all done by trading files via the internet...the starting for all three tunes being was my bass - ain't that a trip? shows how bass can be that springboard or launch pad I've always known it could be when not aiding and abetting a tune after the fact – both these "roles" for bass have been very interesting to me, going back to my early days as a minutemen and writing tunes for d boon and George hurley and by also bringing bass to their stuff
(Clear with black, white & yellow splatter limited to 500 copies) SKA DREAM is a complete re-recording of Jeff Rosenstock's critically-acclaimed 2020 record NO DREAM however this time around all the songs are ska songs you're welcome. The very good idea to make this record came together when, like many other bands throughout this pandemic that refused to participate in super spreading events, we were trying to find a fun way to make some music together to share with people. Otherwise we were just spending our evenings texting the group chat in dread about the collapsing world around us. Not the most fun band activity. As with most things ska in my life, what started out as a fun goof with friends eventually morphed into "Hey, what if we tried to make it good though?" All of us have a pretty deep history playing and touring the country in punk/ska bands. We all understand the stigma that comes along with ska, we've all dealt with the pitfalls of it, and we've all kept on truckin' regardless. If you are one of those people who loves music as long as it isn't ska, that's cool, we see you. This record isn't for you and you don't have to listen to it. Byeeee. Okay, everyone else, we see you too, we love you and check it out, SKA DREAM is real. This record includes contributions from Jer Hunter (JER, Skatune Network, We Are The Union), Rick Johnson (Mustard Plug), Laura Stevenson, Ara Babajian (The Slackers, Leftover Crack), Boboso, Sean Bonnette (AJJ), George Clarke (Deafheaven), David Combs (Bad Moves), Chris Farren, Augusta Koch (Gladie, Cayetana), Angelo Moore (Fishbone), Franz Nicolay, nonregla, Elise Okusami (Oceanator), Mike Park (Bruce Lee Band, Skankin Pickle, Asian Man Records), PUP, Anika Pyle (Katie Ellen, Chumped) & Shannon Toombes.
Wenn sich eine Band HOUSE BY THE CEMETARY nennt, was erwartet einen dann? Richtig! Old School Death Metal mit Horror-Thematik. Definitiv keine neue Erfindung, funktioniert aber immer gut. Anzuführen wären da wohl die großartigen Fulci. Und wenn dann noch Rogga Johansson sein gefühlt fünfzigstes Projekt vorantreibt, kann das eigentlich nur gut werden. Mit Mike Hrubovcak, Ex-Monstrosity, hat er sich dann noch mal richtig Gewalt ans Mikrofon geholt. Album Nummer zwei besticht mit Neunziger-Jahre-Death-Metal mit etlichen Anleihen an zum Beispiel Gorefest, alte Six Feet Under und Bone Gnawer. Midtempo, stampfend - und der Kopf will fast von allein zum Headbangen übergehen. Songs wie 'Cadavers Emerge' sind HM-2-Verneigungen at its best, und das zieht sich durch das ganze Album. Gefällt auch noch nach dem zehnten Durchlauf, was ja bekanntlich nicht immer selbstverständlich ist. (MK)
Rock Hard:
Rogga Johanssons (Paganizer, Massacre u.a.) kreative Energie ist anscheinend endlos, und so gibt es nun auch schon das zweite Album von HOUSE BY THE CEMETARY, dem Projekt mit Mike Hrubovcak (ex-Monstrosity/Vile) am Mikro. Der solide Old-School-Death-Metal geht gut ins Ohr, ist zeitgemäß produziert - und wie bei vielen Johansson-Scheiben in dem Moment vergessen, in dem die Spielzeit vorbei ist. Kann man sich in die Playlist schieben, die Platte im Regal brauchen nur Johansson-Ultras, falls es so was gibt.
6,5
Multi-talented US punk, Jeff Rosenstock releases fourth album on Specialist Subject Records (UK /EU) & Polyvinyl (Worldwide)! NO DREAM comes at a time of unparalleled chaos and confusion, division and despair, the depths of which would have been impossible to predict when much of it was being written over the course of the last few years. And yet the record feels prescient, unexpectedly and uniquely suited for this moment. Newly settled in Los Angeles after a lifetime on the East Coast (namely Brooklyn by way of Long Island), Rosenstock recorded NO DREAM with Jack Shirley (Deafheaven, Hard Girls, Joyce Manor) at Oakland's Atomic Garden, and even took on mixing duties alongside Shirley for the first time. Opting to stay off the computer "even more than usual" and record to tape with outboard gear, the result is a lived-in sound that gives each song its own individual voice and organic energy. After building a cult following with the acerbic ska-punk of the Arrogant Sons of Bitches and DIY heroics of Bomb the Music Industry!, Rosenstock's first proper solo record, 2015's We Cool?, was a step into uncharted territory, fully untethered from genre and expectation. Followed by 2016's WORRY. and the surprise New Year's Day launch of POST- in the early hours of 2018, Rosenstock was facing down that least punk of opportunities: a career playing music. Having taken some time away from his work as a solo artist to recalibrate and reset over the last year, Rosenstock stayed busy playing alongside Mikey Erg, recording and touring with the Bruce Lee Band, releasing a Neil Young covers record with frequent collaborator Laura Stevenson, reissuing two of his own out-of-print early albums, compiling a live album which was recorded during a run of four sold-out shows at Bowery Ballroom, making a 76 page photo book, and scoring over 80 episodes of the Cartoon Network series Craig of the Creek. In fully returning to his own voice, it's no surprise that Rosenstock's output has never been more eclectic, reflected across NO DREAM's 13 songs.




















