Mazzy Star gründeten sich 1990 aus den noch rauchenden Trümmern der SST/Rough Trade-Helden Opal. Hope Sandoval trat in die Band ein und veröffentlichte in den folgenden sechs Jahren zusammen mit ihrem Partner David Roback drei phänomenale Alben. Seit 1996 wurde es still um sie. Doch Hope gilt nach wie vor als das US-Indie-Darling schlechthin, Mazzy Star ist - vielleicht auch wegen dieser langen Pause - eine echte Indiefolk-Kultband. Seit Hopes 2009'er US-Rolling-Stone-Interview gab es immer wieder Gerüchte um eine Reunion und ein neues Album. 2011 erschien dann mit "Common Burn/Lay Myself Down" eine grossartig und mysteriöse Single. Und nun ist es soweit: das Comeback-Album "Seasons Of Your Day" erscheint Ende September 2013. Eingespielt wurde es von der Urbesetzung von Mazzy Star, als Gäste dabei waren Colm O'Ciosoig (My Bloody Valentine) und Bert Jansch mit einer seiner letzten Aufnahmen.
Buscar:noch
Den meisten dürfte FREILAND eher von den jüngeren Profan
Veröffentlichungen Klaviermusik und Geduld bekannt sein.
FREILAND war aber vor allem das 1998 gestartete, auf 6 Maxis
begrenzte Nachfolgeprojekt der legendären Studio 1 Reihe.
Keine Hihats, keine Snares, keine Samples. Weniger ist Mehr.
Mit seiner konsequenten Konzeption, mit jeweils nur einem
einzigen synthetischen Sound, der in stoisch-minimaler
Rhythmik lediglich um eine Bassdrum kreist, war und ist
FREILAND, neben Sog, Wolfgang Voigts wichtigstes Projekt
dieser Art. Im Sinne der ' Kunst des Weglassens " stellt das
Stück FREILAND - ROT 2, gewissermassen den Inbegriff
dieses Konzeptes dar. So bildet auch 'ROT 2' den Auftakt der
Remixreihe 'FREILAND - FREIE SICHT'. Wie eine rostige
Stahlskulptur à la Richard Serra steht auch heute noch das
Original auf freiem Feld und trotzt Wind und Wetter. Für seinen
Z.O.M. Mix hat Wolfgang Voigt das Ding rein ins Haus geholt
und in einen fast discohaft, warmen Groovemantel gehüllt. So
verpackt geht's dann durch silbern glitzernden
Lamettamaschinenregen aus dem Arpeggiator. Ein kleiner
Vorgeschmack auf das im September erscheinende Album
'Zukunft Ohne Menschen'.
'ROT 3' , die Mutter aller Schaffelbomben, kommt im Gaffelmix.
Heißt: Gabber trifft Schaffel. Kompakt Extra / Speicher, die
Heimat des Edelschweinerock lässt grüßen. Gewissermaßen
als Ehrengast gibt sich auf B1 der Maler Albert Oehlen unter
seinem Musik -Alter Ego Wendy Gondeln die Ehre. Ganz der
expressiven Radikalität seiner Malerei entsprechend,
bearbeitet er das bisher als Originalversion unveröffentlichte
'ROT 4'. Vermittels aggressiv, abstraktem Geigeneinsatz in
Echtzeit bringt er die stabile Statik des Beats an seine Grenzen.
Ein kurzes aber intensives Intermezzo und ein Annäherung an
Techno, wie man sie so nur sehr selten gehört hat. Für smart-
souveräne Abrundung in Richtung Dancefloor sorgt Michael
Mayer im besten kompakt'schen Sinne. Er verdichtet die
Zutaten des subtil groovenden Schaffeltracks 'GELB 3' zu
einem zischelnden Geäst aus verwischten Drumsounds.
Musikalisches Eigenblutdoping mit knappen Breaks und
sparsam gesetzten düster-housigen Akkorden.
Ein hochgelobtes Album später und MICHAEL MAYER hat immer noch ausreichend Asse im Ärmel: Höhepunkte von MANTASY (KOMCD100/KOM250) wurden bereits auf zwei erfolgreichen Remix-EPs von persönlichen Favoriten des Kompakt-Chefs umgestaltet, nun folgt mit MANTASY REMIXE 3 das passende letzte Kapitel der schlagkräftigen 12'-Reihe. Der innerste Label-Zirkel rückt hier in den Fokus, mit vier spannenden Neubearbeitungen von JÜRGEN PAAPE, JÖRG BURGER (alias The Modernist), MATIAS AGUAYO und TERRANOVA.
Die beiden Jungs von Audision melden sich wieder zurück und ihr nächstes Release kann sich durchaus sehen (farbiges Vinyl) und hören lassen. "Chimes 1" wurde für ihr Live-Set produziert und hat somit bereits Reaktionen direkt von den Dancefloors einfangen können. Kristallklar klingen die Bells des neu im Studio integrierten Roland JD 800 und schwingen magisch im Raum. In der Vorbereitung für ihr Live-Set im letzten Jahr in Frankfurt waren noch nicht alle Maschinen auf Ursprungszustand gestellt und plötzlich meldete sich der JD 800 mit einem neuen Sound auf einer alten Soundbank. Die Maschine einfach sprechen lassen, ist ihr Motto von Beginn an und so wurde sofort die Record Taste gedrückt und es entstand "Chimes 2".
"Away" war der beatlose Track der letzten Erfolgs Single "Up & Away" (2012). Kein geringerer als Gez Varley aka G-Man machte daraus ein Tech-House Dancefloor Monster vom Herrn. Als Mitbegründer der legendären Kombo LFO (Warp Records) schrieb er zusammen mit Mark Bell Musikgeschichte. Als G-Man glänzte er als Solokünstler auf Labels wie Wir, i220, Force Inc. und nicht zuletzt Swim, auf dem er mit "Quo Vadis" die Clubs in den 90ern weltweit aufmischte.
Nicht weit entfernt saß im letzten Jahr noch Christiopher Rau. Der Tausendsassa ist in der Zwischenzeit von Hamburg nach Berlin gezogen, konnte aber vorher noch einen Remix beisteuern. Der Typisch, rohe aber immer deepe und warme House Sound aus den Kreisen der Smallville Familie, rundet die 12inch perfekt ab. Wir meinen ein Must-Have!
Besinnliche Ballade oder turbulente Tanznummer Organische Klangfarben oder synthetische Brillanz Experimentelles Beat-Gefrickel oder gradliniger Rumms Die Canow EP ist alles. Und in ihrer Gesamtheit noch viel mehr. Der Titel Rope widmet sich voll und ganz dem melancholischen Lied der Sängerin, hintergründige Streicher und verträumte Ambient-Zitate scha en ein Gefühl von Filmmusik. Genau das greift auch der Mollono.Bass Remix auf, jedoch ist die Handlung seines Drehbuchs von den Trommeln ferner Länder und dem nächtlichen Reiz einer exotischen Metropole geprägt. Der Titel Dive atmet ebenfalls durch die ergreifende Ausdruckskraft jener Stimme, hier kommen gebrochene Beats dazu, die sich mehr und mehr gerade ausrichten und eine unterschwellig stimulierende Note erzeugen. Inspiriert von diesem subtilen Aufbau präsentiert Mollono.Bass eine Hauptzeit-taugliche Überarbeitung, treibender Groove und schnittige Percussions holen den Zuhörer vom einleitenden Gesangspart ab und tragen ihn dann hinaus in die hypnotischen Weiten des Klangraums.
grafologen monieren lautstark: die handschrift stirbt aus. dabei ist sie doch so sehr ausdruck von individualität. wie solle sich bei liebesbriefen in einer Tastatur-Typo der zarte Schmelz der Sinne mitteilen und was wird aus der gepfleg-ten Sauklaue auch in der musik ist eigenständigkeit ein hohes gut. Vor allem in edV erzeugten klanggebilden lauert oft der Tenor der gleichschaltung. doch Talent und Software können auch heute noch gut miteinander.
Vorausgesetzt die persönliche kunstgesinnung versteckt sich nicht hinter massenkonsens und baukastenprinzip. So wie bei diesem jungen herren, der vergangenes Jahr als polnische entdeckung in digitaler Form sein debüt auf Freude am Tanzen gab. nun ist es zeit
für den königsklasse-Tonträger. gerade erschien auf Thema seine erste Schallplatte, sogleich legt er in Vinylform nach.
und wie!
gathaspar versteht es, große gefühle in die Tiefen hinab gleiten zu lassen, ohne dabei die tanzenden gemüter aus den augen zu verlieren und mit etwas Schräglage zu überraschen. die lauten gröler sackt er dabei nicht ein - gut so! dafür eine Schar von Seelen, die sich wahlweise mit geschlossenen augen seiner musik hingeben wollen.
dies geschieht vor-nehmlich bei seinen auftritten als live-act. dass er diese klangwelt auch als Tonträger veröffentlicht, ist ein gewinn für
alle liebhaber emotionaler Tanzmusik mit wucht und Tiefgang. mit der Verknüpfung von akustischer und elektronischer musik hat gathaspar drei sinnliche Stücke erschaffen, die wie ein Soundtrack unter der regie von clubleben in herz und gliedern gedeihen.









