,Bester Bandname, bestes Debütalbum, bestgehüteter Geheimtipp der österreichischen Musikszene", schreibt Der Standard zur Veröffentlichung ihres ersten Longplayers ,Augenlieder". Jetzt geht die klangliche Reise in die Vergangenheit und zurück in die Zukunft weiter. Zu welcher Zeit man sich beim Hören des zweiten Albums ,Augenblicke" gerade aufhält ist nicht ganz klar - so schafft die Band in ihrer Verspieltheit es aufs Neue, alle Grenzen aufzuheben. Eingehüllt in Retro-Sounds und Melodie, in Emotion und Indie-Rock, nimmt dich das Album mit auf eine Reise durch musikalische Augenblicke. Die Produktion legt keinen Wert darauf einem breiten Publikum zu gefallen und klingt gerade deshalb erfrischend und richtig. Kein Einheitsgedudel, zu Tode editierte Tracks und platt gedrückter Klang erreichen die Gehörgänge, sondern Schwingungen, die einen an die glorreichen Zeiten des Rock and Roll erinnern.
Search:rote augen
- 1
Signierte rote splatter Vinyl[27,31 €]
Rote splatter Vinyl. Nach über 16 Monaten ohne frische Musik sind KAFFKIEZ zurück und kündigen direkt ein neues Album für den 30.01.2026 an. Noch vor 5 Jahren waren die Shows dieser Band nur von Freunden & Verwandten besucht. Mittlerweile finden die Familientreffen der Rosenheimer Bande in großen Hallen statt und die ansteckende Leichtigkeit der Band verbindet weit über ihre Musik hinaus. Wie die Nachbarsjungs, mit denen man immer noch gerne eine Runde um den Block dreht, stehen KAFFKIEZ für eine durchdringende Befreiung von Alltagslasten und ein Augenzwinkern, das die Sorgen auf morgen vertagt. Die Jungs der Band machen klar, um was es ihnen geht. WIR. Ein Album das Zusammenhalt und Gemeinschaft durch und über die Musik hinaus manifestiert. Eine Einladung an alle Fans von lebenshungrigen Gefühlen, langen Sommerabenden und treibender Leichtigkeit. Wer schon länger Teil der KAFFKIEZ Family ist, wird sich über die gut bekannten und unaufhaltsam nach vorne marschierenden Rhythmen & die schrammelnden Gitarren direkt abgeholt fühlen. Doch der Sound des kommenden & dritten Studioalbums der Band hat an Druck und Kraft gewonnen. Elemente wie Bläser und Synths strecken die Hände in neue Richtungen aus ohne zu vergessen, wo sie herkommen. Ein Familienausflug der Extraklasse.
COLOR VINYL[27,31 €]
Rote splatter Vinyl. Nach über 16 Monaten ohne frische Musik sind KAFFKIEZ zurück und kündigen direkt ein neues Album für den 30.01.2026 an. Noch vor 5 Jahren waren die Shows dieser Band nur von Freunden & Verwandten besucht. Mittlerweile finden die Familientreffen der Rosenheimer Bande in großen Hallen statt und die ansteckende Leichtigkeit der Band verbindet weit über ihre Musik hinaus. Wie die Nachbarsjungs, mit denen man immer noch gerne eine Runde um den Block dreht, stehen KAFFKIEZ für eine durchdringende Befreiung von Alltagslasten und ein Augenzwinkern, das die Sorgen auf morgen vertagt. Die Jungs der Band machen klar, um was es ihnen geht. WIR. Ein Album das Zusammenhalt und Gemeinschaft durch und über die Musik hinaus manifestiert. Eine Einladung an alle Fans von lebenshungrigen Gefühlen, langen Sommerabenden und treibender Leichtigkeit. Wer schon länger Teil der KAFFKIEZ Family ist, wird sich über die gut bekannten und unaufhaltsam nach vorne marschierenden Rhythmen & die schrammelnden Gitarren direkt abgeholt fühlen. Doch der Sound des kommenden & dritten Studioalbums der Band hat an Druck und Kraft gewonnen. Elemente wie Bläser und Synths strecken die Hände in neue Richtungen aus ohne zu vergessen, wo sie herkommen. Ein Familienausflug der Extraklasse.
- A1: Berlin (2025 Mix)
- A2: Rote Liebe (2025 Mix)
- A3: Telepathie (2025 Mix)
- A4: Blaue Augen (2025 Mix)
- A5: Hundsgemein (2025 Mix)
- B1: Luxus (2025 Mix)
- B2: Irre (2025 Mix)
- B3: Da Leg' Ich Mich Doch Lieber Hin (2025 Mix)
- B4: Telephon (2025 Mix)
- B5: Roter Rolls Royce (2025 Mix)
45 Jahre alt – und jetzt so frisch wie nie:
Am 27. Juni erscheint das selbstbetitelte Ideal-Debütalbum von 1980 in einer neu abgemischten Version. Für den „2025 Mix“ wurden die originalen Mehrspurbänder digitalisiert und von Moritz Enders (u.a. Kraftklub, Casper) und Annette Humpe neu abgemischt. Das Ergebnis klingt verblüffend direkt, greifbar und gegenwärtig – als wäre die Berliner Band gerade erst ins Studio gestiegen.
Der Clou: Für den neuen Mix kam ausschließlich Technik zum Einsatz, die bereits 1980 zur Verfügung stand. Der Sound ist also nicht einfach nur neu – sondern neu gedacht im Geist der alten Zeit. „Ideal (2025 Mix)“ ist nicht bloß ein nostalgischer Rückblick, sondern ein eindrucksvolles Update: Songs wie „Berlin“, „Blaue Augen“ oder „Hundsgemein“ wirken heute so kompromisslos, radikal und relevant wie eh und je.
- A1: Qual
- A2: Geheimnis
- A3: Young Man
- A4: In Der Nacht
- A5: Orient
- B1: Hand In Hand
- B2: Kaempfen
- B3: Danthem
- B4: Boomerang
- B5: Stummes Kind
- C1: Mondlicht
- C2: Eiland
- C3: Reigen
- C4: Tag Für Tag
- D1: Augen-Blick
- D2: Begrab Mein Herz
- D3: Nachtschatten
- D4: Xmas In Australia
- D5: Derwisch
- E1: Incubus Succubus Ii
- E2: Vito
- F1: Qual
- F2: Zeit
- F3: Sehnsucht
Es ist ein unwahrscheinlicher Eindruck, den Xmal Deutschland in den frühen Achtzigern nicht nur auf das hiesige, sondern auch auf ihr britisches Publikum gemacht haben. Es war wie gebannt von den unvermittelten Stakkato-Rhythmen, der mysteriösen (also: deutschen) Sprache und der Kraft und Vision der beteiligten Musikerinnen. 40 Jahre später, genauer am 9. Mai 2025, erscheint nun "Gift: The 4AD Years", mit dem das Londoner Label die Jahre 1983/1984 wieder aufleben lässt. Die 3xLP führt das fiebrige "Fetisch", das mächtige "Tocsin" und die korrespondierenden EP-Tracks zu einem Ganzen zusammen, das pulsiert vor Energie und Haltung. Enthalten sind auch die Bandklassiker "Incubus Succubus II" und "Qual". Das Coverartwork mit einer Fotoarbeit von Peter Schulte wurde auf Grundlage von 23 Envelope-Originalarbeiten von Timothy O"Donnell designt. Es kommt begleitend zu den originalen Sleeve-Fotografien von Nigel Grierson. Hinzu kommt ein Fotobuch mit Bildern von Kevin Cummins, Paul Slattery, Sheila Rock und weiteren sowie einem Text von Chris Roberts. "Gift: The 4AD Years" erscheint am 9 Mai digital, auf Doppel-CD sowie als 3xLP auf transparentem, rotem Vinyl sowie exklusiv in Deutschland als Crystal Clear Vinyl.
- A1: Qual
- A2: Geheimnis
- A3: Young Man
- A4: In Der Nacht
- A5: Orient
- B1: Hand In Hand
- B2: Kaempfen
- B3: Danthem
- B4: Boomerang
- B5: Stummes Kind
- C1: Mondlicht
- C2: Eiland
- C3: Reigen
- C4: Tag Für Tag
- D1: Augen-Blick
- D2: Begrab Mein Herz
- D3: Nachtschatten
- D4: Xmas In Australia
- D5: Derwisch
- E1: Incubus Succubus Ii
- E2: Vito
- F1: Qual
- F2: Zeit
- F3: Sehnsucht
TRANSPARENT RED VINYL[52,06 €]
3xLP Boxset mit den remasterten 4AD-Alben Fetisch und Tocsin und den EPs Incubus Succubus II und Qual Es ist ein unwahrscheinlicher Eindruck, den Xmal Deutschland in den frühen Achtzigern nicht nur auf das hiesige, sondern auch auf ihr britisches Publikum gemacht haben. Es war wie gebannt von den unvermittelten Stakkato-Rhythmen, der mysteriösen (also: deutschen) Sprache und der Kraft und Vision der beteiligten Musikerinnen. 40 Jahre später, genauer am 9. Mai 2025, erscheint nun "Gift: The 4AD Years", mit dem das Londoner Label die Jahre 1983/1984 wieder aufleben lässt. Die 3xLP führt das fiebrige "Fetisch", das mächtige "Tocsin" und die korrespondierenden EP-Tracks zu einem Ganzen zusammen, das pulsiert vor Energie und Haltung. Enthalten sind auch die Bandklassiker "Incubus Succubus II" und "Qual". Das Coverartwork mit einer Fotoarbeit von Peter Schulte wurde auf Grundlage von 23 Envelope-Originalarbeiten von Timothy O"Donnell designt. Es kommt begleitend zu den originalen Sleeve-Fotografien von Nigel Grierson. Hinzu kommt ein Fotobuch mit Bildern von Kevin Cummins, Paul Slattery, Sheila Rock und weiteren sowie einem Text von Chris Roberts. "Gift: The 4AD Years" erscheint am 9 Mai digital, auf Doppel-CD sowie als 3xLP auf transparentem, rotem Vinyl sowie exklusiv in Deutschland als Crystal Clear Vinyl.
Keshavara tragen prächtige Schnurrbärte, verwegene Kopfbedeckungen und sprechen ein abenteuerliches Patois aus Englisch, Hindi, Deutsch und Gibberish. Auf ihrem neuen Album "III" kreieren die Kölner um den deutsch-indischen Musiker Keshav Purushotham Klänge, wie andere Leute Drinks mixen, nachdem sie schon drei genossen haben: Verwaschener Kraut-Pop und diasporische Dub-not-Dub-Exkursionen werden nach Augenmaß miteinander kombiniert und wild geschüttelt. Zuckersüß mäandernde Melodien, entlehnt einem fantastischen Niemandsland in der Grenzregion zwischen exotischen Library-Kompositionen und psychedelischen Soundtracks, verschmelzen mit den Grooves einer Rhythmusgruppe, die sich auch in den Tonstudios des funky Beirut der Mittsiebziger Zuhause gefühlt hätte. Das Ergebnis sind mit surrealistischem Zuckerrand gekrönte Cocktails mit der Wirkung einer halluzinogenen Götterspeise. Musik, die schillert und flirrt, wie eine Fata Morgana in der Wüste. Keshavara klingen in einem Moment, als hätte Ennio Morricone einen Bollywood-Film vertont, und im nächsten wie ein von Curt Boettcher produzierter Eden-Ahbez-Song, oder - nicht ganz so spinös aber nichts desto weniger fantastisch - als hätten Khruangbin und Sven Wunder endlich ein gemeinsames Album aufgenommen. In den glanzvollsten Momenten fügt sich das alles wie von magischer Hand zusammen und kulminiert dann in Songs wie "Spiegelmann" und "Tableau Vivant" - fantasmorgiastischen Partys voller transkultureller Clashes, die uns Hörer dazu einladen, sie in farbenprächtige Gruppenchoreografien zu überführen.
War das Debüt von Keshavara noch ein Solo- und der Nachfolger "Kabinett der Fantasie" im Kern ein Duo-Album, so sind Keshav Purushotham, Niklas Schneider, Benedikt Filleböck und Christopher Martin mit ihrem selbstproduzierten, schlicht "III" betitelten dritten Album endgültig zu einer vierköpfigen Band zusammengewachsen … und zwar um eine alte Farfisa-Orgel herum, die eines Tages als Geschenk im Proberaum gelandet ist: Ein, auf sämtlichen Songs mal mehr, mal weniger präsentes UFO aus einer Zeit der Slow-Jams, Live-Takes und des exzessiven Space-Echo-Einsatzes. Sein analoges Blubbern und sein wabernder Funk rollt dem warmen, organischen Bandsound den roten Teppich aus, und verpasst ihm einen zärtlichen Schubs Richtung 70er. Erfrischenderweise kommt er dort niemals so richtig an, sondern bleibt immer im Fluss. Denn das eigentliche Ziel der halldurchtränkten Korridore dieses Albums ist stets der Weg, genau genommen der kunstvoll gezimmerte Holzweg, der phantastische Irrpfad. "III" ist eine Reise, auf der Zeiten und Orte keine Fixpunkte sind, sondern austauschbare Koordinaten eines augenzwinkernden Vexierspiels. Da ist es nur folgerichtig über "Indische Götter im Sauerland" zu singen. Dass ungeachtet der Nostalgie, die alle neun Songs durchweht wie ein warmer Mittelmeerwind, niemals Sentimentalität aufkommt, ist nicht zuletzt diesem Humor geschuldet.
Die ätherischen Drones, sanft nuschelnden Akkorde und geisterhaft seufzenden Soundschwaden, die Keyboarder Benedikt Filleböck seiner altersschwachen Farfisa bevorzugt in den ruhigeren Momenten und den Instrumentalnummern des Albums entlockt, bilden einen stimmungsvollen Kontrast zu den beiden anderen Säulen des Keshavara-Sounds: Christopher Martins leichtfüßig hüpfenden Bass-Dreiecken und Keshavs sonnendurchfluteten Gitarren-Ornamenten. Im Zusammenspiel mit Niklas Schneiders crispen Drumbeats entsteht ein Fundament, mit dem die kaleidoskopischen Texturen und Melodien vollständig verschmelzen.
Das Ergebnis ist das bisher homogenste Album des Quartetts. Mit "III" erweisen sich Keshavara als gewiefte Soundalchemisten und Weltenwanderer, als eine softe Macht, deren Stärke sich aus ihrer enormen Musikalität, ihrer Fabulierlust und ihrem surrealistischen Witz speist.
Schwarzes 140g Bio-Doppel-Vinyl mit bedruckten Innenhüllen ohne Beilagen
Einstürzende Neubauten präsentieren ihr neues Album. Sie suchen nach neuen Formen. Nach dem unentdeckten Ton und dem noch unausgesprochenen Wort. Seit ihrer Gründung am 1. April 1980 verschieben die Einstürzenden Neubauten die Parameter von Mainstream und Subkultur, um das Unhörbare hörbar zu machen. Und vielleicht auch das Unerhörte. Ein sich über vier Dekaden erstreckender Feldforschungsversuch, der nun ins nächste Stadium tritt. In ihrem 44. Bestehensjahr geht die Formation weit zurück zu ihren Wurzeln, um sich gleichzeitig neu zu definieren. Ein verändertes Selbstverständnis, für das das Berliner Quintett plus eins 2024 sein eigenes Genre kreiert hat: apm - alien pop music. Ständige Weiterentwicklung - so könnte man das Schaffen der Einstürzenden Neubauten kurz und knapp zusammenfassen. Eine musikalische Evolution, die beim 1981 veröffentlichten Albumdebüt "Kollaps" beginnt und sich nun auf dem im April 24 erscheinenden Album "Rampen - apm: alien pop music" manifestiert, auf diesem präsentieren sich Blixa Bargeld, N.U. Unruh, Alexander Hacke, Jochen Arbeit, Rudolph Moser und Felix Gebhard nun von ihrer unberechenbarsten und eigenwilligsten Seite. Auf ihrem neuen Album setzen die Neubauten nun allen Sound-Spekulationen ein - wenn auch spätes - Ende. Schon seit Mitte der 1980er-Jahre experimentieren die Einstürzenden Neubauten auf der Bühne mit sogenannten Rampen: Öffentliche Improvisationen mit offener Entwicklung und Ausgang; Abschussrampen ins noch Unerforschte, die die Band im Jahr 2022 auf ihrer letzten "Alles in Allem"-Tournee im Zugabenteil performte und deren Mitschnitte als Basis für das neue Album dienen. "Rampen - apm: alien pop music" ist Popmusik für Paralleluniversen und Zwischenwelten. Für Hyperräume und Interzonen. Mikrokosmisch und intergalaktisch zugleich. Eine demimondäne Behauptung außerhalb aller physikalischen Gesetze, mit der die Einstürzenden Neubauten ein stilistisches Niemandsland zwischen Vergangenheit und Zukunft betreten. Rückkehr zu den Wurzeln einerseits, andererseits entsteht aus lärmgewaltigen Kracheruptionen, auf kryptische, oftmals fragmentarische Lyrics treffend, eine neue Kunstform: Populäre Musik für Aliens und Außenseiter. Aus Anti-Pop ist Alien Pop geworden. Fremdartig. Kokonhaft versponnen. Ungehört. Sonus inauditus. Nicht ganz unabsichtlich erinnert das reduzierte Coverartwork an das ikonische Layout des "Weißen Albums" von den Beatles. "Ausgehend von der Idee, dass die Einstürzenden Neubauten in einem anderen Sonnensystem ebenso berühmt sind wie die Beatles in unserer Welt", so Blixa Bargeld über die Gratwanderung zwischen Avantgarde und Augenzwinkern, Provokation und popkultureller Diskontinuität. Womit auch direkt das zentrale Thema vorgegeben wäre, das sich wie ein roter Faden durch alle Songs zieht: Veränderung, utopische Gedankenspiele und Vergänglichkeit. "Ich habe auf der Platte ein paar Lösungen gefunden und Dinge formuliert, wie ich sie vorher noch nicht formuliert habe, weil sie mir noch nicht so klar waren. Ich bin jemand, der denkt, durch Musik Erkenntnisse zu gewinnen. Das war schon immer so. Die Überzeugung, in der Musik etwas zu finden, was ich vorher nicht wusste. Und etwas zu singen, was ich vorher nicht wusste. Etwas, was sich dann als Wahrheit herausstellt. Oder zumindest als sinnvoll, wenn man es ein wenig kleiner halten will." Dieses Album repräsentiert die nächste Stufe der Evolution, auf der man die bekannte Sprache schließlich hinter sich gelassen hat. Und die Eröffnung weiterer, unendlicher Möglichkeiten: alien pop music.
Treffen sich ein Ossi, ein Wessi und ein Ösi. Was wie der Beginn eines etwas abgeschmackter Witzes klingen mag, das lässt sich rückblickend wohl ganz ohne Umschweife sagen, stellt sich vielmehr sowohl als der Gründungsmythos wie auch der Auftakt einer der erfolgreichsten und spannendsten Rockbands unserer Zeit dar. Die Rede ist von Kadavar, jener Gruppe, die, 2010 in Berlin gegründet, in den letzten 15 Jahren auf den Plakaten der gigantischsten Rockfestivals der Welt immer höher kletterte und heute in einer Liga spielt mit den größten Größen aus Psychedelic und Stoner Rock. Kadavar stehen nach rauschhaftem Ritt auf Augenhöhe mit jenen Legenden, von denen sie selbst geprägt sind, sind zur Institution geworden. Eine Erfolgsgeschichte, trotz des Niedergangs der Musikindustrie - und daher um so strahlender. These are self-made men.
Die Box, limitiert auf 500 Stück im Handel, enthält das Debüt Album in seiner Original Version mit 6 Songs auf transparent roter 180gr Vinyl.
Die Bonus LP "Demos & Rarities" erscheint als Picture Vinyl, die im Artwork Bilder des Original Master Tapes des Albums nutzt.
Neben den Demo Aufnahmen der Songs "Forgotten Past" und "Black Sun" befindet sich auf der LP auch der Song "Tommorrow's Dead", der zuvor nur auf der Vinyl Compilation "10 Years 8MM Musik" erschienen ist. Der Track "Living In Your Head" war damals B-Seite der Single "Creature of the Demon" und "The Man I Shot" & "Broken Wings" waren Teil des Split Album mit Aqua Nebula Oscillator "White Ring".
Nun werden all diese Songs aus der prägenden Zeit des Debüt Albums erstmals gemeinsam auf Vinyl veröffentlicht.
Ltd. Edition Vinyl: limitiertes gelbes 180g Doppel-Vinyl, Cover mit Prägung und Durchnummerierung, bedruckte Innenhüllen, Poster und Fotos der Bandmitglieder
Einstürzende Neubauten präsentieren ihr neues Album. Sie suchen nach neuen Formen. Nach dem unentdeckten Ton und dem noch unausgesprochenen Wort. Seit ihrer Gründung am 1. April 1980 verschieben die Einstürzenden Neubauten die Parameter von Mainstream und Subkultur, um das Unhörbare hörbar zu machen. Und vielleicht auch das Unerhörte. Ein sich über vier Dekaden erstreckender Feldforschungsversuch, der nun ins nächste Stadium tritt. In ihrem 44. Bestehensjahr geht die Formation weit zurück zu ihren Wurzeln, um sich gleichzeitig neu zu definieren. Ein verändertes Selbstverständnis, für das das Berliner Quintett plus eins 2024 sein eigenes Genre kreiert hat: apm - alien pop music. Ständige Weiterentwicklung - so könnte man das Schaffen der Einstürzenden Neubauten kurz und knapp zusammenfassen. Eine musikalische Evolution, die beim 1981 veröffentlichten Albumdebüt "Kollaps" beginnt und sich nun auf dem im April 24 erscheinenden Album "Rampen - apm: alien pop music" manifestiert, auf diesem präsentieren sich Blixa Bargeld, N.U. Unruh, Alexander Hacke, Jochen Arbeit, Rudolph Moser und Felix Gebhard nun von ihrer unberechenbarsten und eigenwilligsten Seite. Auf ihrem neuen Album setzen die Neubauten nun allen Sound-Spekulationen ein - wenn auch spätes - Ende. Schon seit Mitte der 1980er-Jahre experimentieren die Einstürzenden Neubauten auf der Bühne mit sogenannten Rampen: Öffentliche Improvisationen mit offener Entwicklung und Ausgang; Abschussrampen ins noch Unerforschte, die die Band im Jahr 2022 auf ihrer letzten "Alles in Allem"-Tournee im Zugabenteil performte und deren Mitschnitte als Basis für das neue Album dienen. "Rampen - apm: alien pop music" ist Popmusik für Paralleluniversen und Zwischenwelten. Für Hyperräume und Interzonen. Mikrokosmisch und intergalaktisch zugleich. Eine demimondäne Behauptung außerhalb aller physikalischen Gesetze, mit der die Einstürzenden Neubauten ein stilistisches Niemandsland zwischen Vergangenheit und Zukunft betreten. Rückkehr zu den Wurzeln einerseits, andererseits entsteht aus lärmgewaltigen Kracheruptionen, auf kryptische, oftmals fragmentarische Lyrics treffend, eine neue Kunstform: Populäre Musik für Aliens und Außenseiter. Aus Anti-Pop ist Alien Pop geworden. Fremdartig. Kokonhaft versponnen. Ungehört. Sonus inauditus. Nicht ganz unabsichtlich erinnert das reduzierte Coverartwork an das ikonische Layout des "Weißen Albums" von den Beatles. "Ausgehend von der Idee, dass die Einstürzenden Neubauten in einem anderen Sonnensystem ebenso berühmt sind wie die Beatles in unserer Welt", so Blixa Bargeld über die Gratwanderung zwischen Avantgarde und Augenzwinkern, Provokation und popkultureller Diskontinuität. Womit auch direkt das zentrale Thema vorgegeben wäre, das sich wie ein roter Faden durch alle Songs zieht: Veränderung, utopische Gedankenspiele und Vergänglichkeit. "Ich habe auf der Platte ein paar Lösungen gefunden und Dinge formuliert, wie ich sie vorher noch nicht formuliert habe, weil sie mir noch nicht so klar waren. Ich bin jemand, der denkt, durch Musik Erkenntnisse zu gewinnen. Das war schon immer so. Die Überzeugung, in der Musik etwas zu finden, was ich vorher nicht wusste. Und etwas zu singen, was ich vorher nicht wusste. Etwas, was sich dann als Wahrheit herausstellt. Oder zumindest als sinnvoll, wenn man es ein wenig kleiner halten will." Dieses Album repräsentiert die nächste Stufe der Evolution, auf der man die bekannte Sprache schließlich hinter sich gelassen hat. Und die Eröffnung weiterer, unendlicher Möglichkeiten: alien pop music.
Transparent rotes Vinyl. Weihnachtslieder gibt es viele. Die meisten sind weichgespült und kitschig und verfolgen die geplagten Eltern häufig noch als unangenehmer Ohrwurm, wenn Lametta und Kugel längst wieder im Keller verstaut sind. Und wer sagt eigentlich, dass Kinder auf seichtes Gedudel stehen? Niemand! Und genau deshalb ist es gut, dass es die Band "Randale" gibt. Die vier Musiker Jochen Vahle, Christian Keller, Garrelt Riepelmeier und Marc Jürgen machen Rockmusik für Kinder. Manchmal laut und krachig, manchmal nachdenklich und leise, aber mit einem Augenzwinkern und viel Witz. Jetzt legen die Bielefelder mit ihrer wiederveröffentlichten CD ein ganz spezielles Weihnachts- Album vor: 10 Songs, die in bewährter Randale-Manier auf die besondere Zeit einstimmen. Und das heißt: Als Country-, Reggae-, Rock- oder Punkversion. 6 Titel stammen von der original CD von 2006. "Harald und Peter feiern Weihnachten" sowie "Jeder kann helfen" sind brandneu. "Der Kuckuck und der Esel" streiten nicht über die schönste Stimme, sondern über den schönsten Baum. Und die "Affendisco" verwandelt sich in die "Weihnachtsdisco". Die Fangruppe wächst und wächst. Fazit: Dieses Album gehört nicht unter den Baum. Es sollte spätestens zu Nikolaus in der Tüte beziehungsweise im Strumpf stecken! Und was wünscht sich die Band? "Dass die CD zusammen mit dem Christbaumschmuck sicher verstaut wird und damit auch in den nächsten Jahren zum festen Bestandteil des Festes wird!"
Manchmal fühlt es sich so an, als würde Dilla inmitten eines Films leben. Er spielt in einem Aperol-orangenen Universum, ist eine chaotische Kreuzung aus romantischer Coming-of-Age-Komödie und ausgeflipptem Actioner. Der rote Faden, der sich durch den Streifen zieht: Die kesse, fantasiegeladene Vertreterin der Gen-Z - Dilla eben - spaziert leichtfüßig eine schier endlose Avenue entlang. Immer wieder biegt sie kurz ab, feiert hier bis zum Sonnenaufgang, erkennt da Sinn im Banalen und fährt dort ein bisschen Gefühlsachterbahn. Über absurde Umwege landet sie schließlich in der großen Stadt, wo sie unverhofft zur gefeierten Musikerin avanciert.Im Spätsommer 2023 geht Dillas Reise in die nächste spannende Phase: Ihr lang ersehntes Debütalbum steht in den Startlöchern. Auf 11 Tracks verewigt die junge Musikerin die letzten 2 Jahre: Nicht chronologisch, eher anarchisch, augenzwinkernd und gespickt mit Perspektivwechseln. Dillas Debüt "Also bin ich" erscheint am 06.10.2023 auf orangefarbenem Vinyl.
Kombinat 100, the suspiciously band-like live act from northern shores, are set to unleash their eagerly awaited debut album ‚Wege Übers Land’ (ways across the land). Here, everything we know and love about these notorious dancefloor smashers reemerges from the studio, squeaky clean and freshly rinsed, polished and arranged. An irresistible retrospective of Kombinat 100’s countless live gigs, there is no other way this album could have come about: All of the four Mecklenburgers’ tracks have their origins on stage.
So don’t be surprised if you find yourself moshing along from beginning to end! Kombinat100’s eclectic mix and match of influences touches on more genres than you could possibly think of, from techno, house, dub and pop to jazz and beyond, interspersed with plenty of lovingly crafted moments of homemade bliss. And it is precisely those moments, when the boys reach for their acoustic sidekicks, from accordion and melodica to congas and hammond organ, that our hearts miss a beat. Unafraid to flaunt grand emotions, melancholic opener ‚Flieg kleine Taube’ (fly away, dove’) and the sun-drenched sounds of ‘Hanne Nüte’ meet their match in the rocking grooves of ‘Out Of My Space’. In-between, the boys invariably return to their gig-inspired dancefloor roots – ‘Woterfitz’, ‘Del Maritim’ and ‘Der Pomel’ are set to move your heart, feet and mind. So, finally: a breath of fresh, Open Air for your living room!
Kombinat 100, der bandverdächtige Liveact aus dem Norden, veröffentlicht nun mit "Wege übers Land" sein lang erwartetes Debüt- Album. Das, was bisher den Dancefloor zum Einstürzen brachte, bekommen wir nun sauber im Studio aufpoliert und arrangiert. Dabei handelt es sich um eine Retrospektive der unzähligen Live-Gigs der vier Jungs aus Mecklenburg. Ihre Tracks entstehen auf der Bühne, sind für die Bühne konzipiert. Deshalb muss es auch niemenaden verwundern, wenn man von Anfang bis Ende mitgeht. Kaum ein Genre wird ausgelassen, wenn Kombinat 100 seine Einflüsse aus Techno, House, Dub, Pop und Jazz reflektiert. Aber auch die heißgeliebten handgemachten musikalischen Augenblicke dürfen natürlich nicht fehlen. Denn genau dann, wenn sie ihre akustischen Instrumente, wie Akkordeon, Melodika, Conga`s und Hamond Orgel zum Einsatz bringen, schlägt unser Herz am höchsten. Diese Tracks stehen zu ihren großen Gefühlen, wie der melancholische Opener-Track "Flieg kleine weiße Taube" oder das sonnenverwöhnte Stück "Hanne Nüte". In der Mitte wirds dann mit "Out Of My Space" shufflig und rockig. Dominiert wird das Album jedoch durch die Tracks "Woterfitz", "Del Maritim" oder "Der Pomel", welche ganz klar für den großen Floor zugeschnittenen sind. Endlich: Kombinat 100 gibt uns ein Stück Open Air-Feeling für's Wohnzimmer!
Penguin Cafe kündigen heute ihr fünftes Studioalbum Rain Before Seven... an, das am 7.Juli 2023 bei Erased Tapes erscheinen wird.
Eine zuversichtliche Grundstimmung durchzieht das fünfte Studioalbum von Penguin Cafe, Rain Before Seven…, wobei es sich keinesfalls um jenen extrem selbstbewussten, fast schon prahlerischen Optimismus handelt, sondern eher um so eine auf bescheidene Art hoffnungsvolle Grundhaltung, die man den Menschen auf der Insel ja häufiger nachsagt. Auch wenn alle Anzeichen das Gegenteil behaupten, spürt man hier sofort diese Gewissheit, dass sich alles doch noch irgendwie zum Guten wenden wird. Vermutlich zumindest.
Der Titel des Albums geht auf eine alte Bauernregel zurück, wobei die gereimte Vorhersage – „… fine before eleven“: ab 11 Uhr also wieder alles klar – auf ein baldiges gutes Ende hindeutet, vollkommen unabhängig davon, was die Wissenschaft sagt: „Ich habe diesen Spruch in einem Buch entdeckt. Davor hatte ich ihn noch nie gehört“, erzählt Arthur Jeffes, der Kopf von Penguin Cafe. „Er hat so einen dezent optimistischen Beigeschmack, und das gefällt mir sehr. Man verwendet ihn heutzutage kaum noch, aber der Reim beschreibt tatsächlich Wetterphänomene in England, die vom Atlantik aus über die Insel ziehen.“
Angefangen beim leinwandgroßen und schwärmerischen Eröffnungstitel „Welcome to London“, der mit einem Augenzwinkern auf Morricone anspielt, bis hin zum „Goldfinch Yodel“, jenem „Maibaum-Banger“ (um es mit Arthurs Worten zu sagen), mit dem das neue Album ausklingt, zieht sich ein angenehmes Gefühl von Leichtigkeit und Lebensmut durch den Longplayer, unterfüttert mit der Ausgelassenheit exotischer Rhythmen. Alles wirkt spielerisch und verspielt, und selbst der Titel ist eine Anspielung – auf A Matter of Life… aus dem Jahr 2011, der letzten Veröffentlichung, deren Titel in eine Ellipse mündete Jenes Debütalbum von Penguin Cafe diente einst als Bindeglied und Brücke – zwischen dem legendären Penguin Cafe Orchestra, das einst Arthurs Vater Simon Jeffes leitete, und dem gefeierten Nachfolger, als dessen Mastermind seither Arthur verantwortlich zeichnet.
„Ich glaube, das wirklich Neue an seinem Ansatz bestand darin, spannende und schräge Ideen zu nehmen – und dann seltsame Dinge damit anzustellen“, meint Arthur, „dabei aber konstant im Blick zu haben, dass es hinterher auch schön klingt und emotional ansprechend bleibt.“ Dieses Ethos lebt weiter in der Musik von Penguin Cafe: „Dazu haben wir uns entschlossen, als ich daran anknüpfte, schließlich spielen wir die Sachen meines Vaters und machen dazu auch neue Musik, die im selben Klanguniversum angesiedelt ist. Das bedeutet, dass ich gewissermaßen moralisch dazu verpflichtet bin, den ursprünglichen roten Faden im Auge zu behalten – und dafür zu sorgen, dass wir nicht plötzlich in Richtung Thrash-Metal abbiegen.“
Dennoch waren die rhythmischen Elemente, die zum Teil sogar an elektronische Sounds erinnern, noch nie so präsent und tonangebend wie auf Rain Before Seven…, was durchaus auch dem Co-Produzenten Robert Raths geschuldet ist. „Find Your Feet“ etwa hat ein Beat-Fundament, das weit über einen bloßen Pulsschlag hinausgeht. Abgemischt von Tom Chichester-Clark, blitzt an Stellen wie diesen etwas auf, das Arthur selbst als „fast schon elektronischen Vibe“ bezeichnet, um dann ganz aufgeregt zu ergänzen: „Es geht vor allem auch einfach ums Spaßhaben, was auf den letzten drei Alben nicht so zu hören war.” Extrem ausgelassen klingt auch „In Re Budd“, das dem verstorbenen Ambient-Urgestein Harold Budd gewidmet ist. Arthur erfuhr von dessen Tod an jenem Tag, als er diesen feierlichen Ohrwurm komponierte, dessen Synkopen deutlich komplexer sind, als sie auf den ersten Blick wirken. Auf einem präparierten Klavier gespielt, wobei die Filzstücke dem Track zusätzlichen Bounce verleihen, setzt Jeffes hier auf einen Afro Cuban Cafe-Vibe – was wunderbar zum widerspenstigen Geist des verstorbenen Budd passt.
Und schließlich wäre da noch das bereits erwähnte „Welcome to London“, das seinen Titel erhielt, als sich die Welt gerade wieder zu öffnen begann und die Menschen auch wieder Fernreisen antreten durften. Jeffes, der somit nach langer Zeit endlich wieder einen Fuß auf britischen Boden setzen konnte, war sofort beeindruckt von filmischen Soundtrack-Qualitäten (à la John Barry) dieses Stücks, als er mit dem Taxi von Heathrow nach West-London fuhr und zur Musik die opulente, in Dämmerungslicht getauchte Metropolenkulisse auf sich wirken ließ. Hier kann man deutlich die eingangs erwähnte Zuversicht raushören – und dazu vielleicht auch einen Hauch von bissiger Ironie: „Robert Raths hat der Sache noch eine Nuance hinzugefügt, die ich interessant finde, weil doch so viele Londoner ursprünglich gar nicht aus London stammen. Man schlägt also in London als Zugezogener auf, man weiß noch nicht, zu welchem Lager man sich zugehörig fühlen soll, und dann wird man auf der Straße überfallen und ausgeraubt – und in dem Licht betrachtet, hat dieses ‘Welcome to London’ doch einen eher sarkastischen Beigeschmack.“
Penguin Cafe kündigen heute ihr fünftes Studioalbum Rain Before Seven... an, das am 7.Juli 2023 bei Erased Tapes erscheinen wird.
Eine zuversichtliche Grundstimmung durchzieht das fünfte Studioalbum von Penguin Cafe, Rain Before Seven…, wobei es sich keinesfalls um jenen extrem selbstbewussten, fast schon prahlerischen Optimismus handelt, sondern eher um so eine auf bescheidene Art hoffnungsvolle Grundhaltung, die man den Menschen auf der Insel ja häufiger nachsagt. Auch wenn alle Anzeichen das Gegenteil behaupten, spürt man hier sofort diese Gewissheit, dass sich alles doch noch irgendwie zum Guten wenden wird. Vermutlich zumindest.
Der Titel des Albums geht auf eine alte Bauernregel zurück, wobei die gereimte Vorhersage – „… fine before eleven“: ab 11 Uhr also wieder alles klar – auf ein baldiges gutes Ende hindeutet, vollkommen unabhängig davon, was die Wissenschaft sagt: „Ich habe diesen Spruch in einem Buch entdeckt. Davor hatte ich ihn noch nie gehört“, erzählt Arthur Jeffes, der Kopf von Penguin Cafe. „Er hat so einen dezent optimistischen Beigeschmack, und das gefällt mir sehr. Man verwendet ihn heutzutage kaum noch, aber der Reim beschreibt tatsächlich Wetterphänomene in England, die vom Atlantik aus über die Insel ziehen.“
Angefangen beim leinwandgroßen und schwärmerischen Eröffnungstitel „Welcome to London“, der mit einem Augenzwinkern auf Morricone anspielt, bis hin zum „Goldfinch Yodel“, jenem „Maibaum-Banger“ (um es mit Arthurs Worten zu sagen), mit dem das neue Album ausklingt, zieht sich ein angenehmes Gefühl von Leichtigkeit und Lebensmut durch den Longplayer, unterfüttert mit der Ausgelassenheit exotischer Rhythmen. Alles wirkt spielerisch und verspielt, und selbst der Titel ist eine Anspielung – auf A Matter of Life… aus dem Jahr 2011, der letzten Veröffentlichung, deren Titel in eine Ellipse mündete Jenes Debütalbum von Penguin Cafe diente einst als Bindeglied und Brücke – zwischen dem legendären Penguin Cafe Orchestra, das einst Arthurs Vater Simon Jeffes leitete, und dem gefeierten Nachfolger, als dessen Mastermind seither Arthur verantwortlich zeichnet.
„Ich glaube, das wirklich Neue an seinem Ansatz bestand darin, spannende und schräge Ideen zu nehmen – und dann seltsame Dinge damit anzustellen“, meint Arthur, „dabei aber konstant im Blick zu haben, dass es hinterher auch schön klingt und emotional ansprechend bleibt.“ Dieses Ethos lebt weiter in der Musik von Penguin Cafe: „Dazu haben wir uns entschlossen, als ich daran anknüpfte, schließlich spielen wir die Sachen meines Vaters und machen dazu auch neue Musik, die im selben Klanguniversum angesiedelt ist. Das bedeutet, dass ich gewissermaßen moralisch dazu verpflichtet bin, den ursprünglichen roten Faden im Auge zu behalten – und dafür zu sorgen, dass wir nicht plötzlich in Richtung Thrash-Metal abbiegen.“
Dennoch waren die rhythmischen Elemente, die zum Teil sogar an elektronische Sounds erinnern, noch nie so präsent und tonangebend wie auf Rain Before Seven…, was durchaus auch dem Co-Produzenten Robert Raths geschuldet ist. „Find Your Feet“ etwa hat ein Beat-Fundament, das weit über einen bloßen Pulsschlag hinausgeht. Abgemischt von Tom Chichester-Clark, blitzt an Stellen wie diesen etwas auf, das Arthur selbst als „fast schon elektronischen Vibe“ bezeichnet, um dann ganz aufgeregt zu ergänzen: „Es geht vor allem auch einfach ums Spaßhaben, was auf den letzten drei Alben nicht so zu hören war.” Extrem ausgelassen klingt auch „In Re Budd“, das dem verstorbenen Ambient-Urgestein Harold Budd gewidmet ist. Arthur erfuhr von dessen Tod an jenem Tag, als er diesen feierlichen Ohrwurm komponierte, dessen Synkopen deutlich komplexer sind, als sie auf den ersten Blick wirken. Auf einem präparierten Klavier gespielt, wobei die Filzstücke dem Track zusätzlichen Bounce verleihen, setzt Jeffes hier auf einen Afro Cuban Cafe-Vibe – was wunderbar zum widerspenstigen Geist des verstorbenen Budd passt.
Und schließlich wäre da noch das bereits erwähnte „Welcome to London“, das seinen Titel erhielt, als sich die Welt gerade wieder zu öffnen begann und die Menschen auch wieder Fernreisen antreten durften. Jeffes, der somit nach langer Zeit endlich wieder einen Fuß auf britischen Boden setzen konnte, war sofort beeindruckt von filmischen Soundtrack-Qualitäten (à la John Barry) dieses Stücks, als er mit dem Taxi von Heathrow nach West-London fuhr und zur Musik die opulente, in Dämmerungslicht getauchte Metropolenkulisse auf sich wirken ließ. Hier kann man deutlich die eingangs erwähnte Zuversicht raushören – und dazu vielleicht auch einen Hauch von bissiger Ironie: „Robert Raths hat der Sache noch eine Nuance hinzugefügt, die ich interessant finde, weil doch so viele Londoner ursprünglich gar nicht aus London stammen. Man schlägt also in London als Zugezogener auf, man weiß noch nicht, zu welchem Lager man sich zugehörig fühlen soll, und dann wird man auf der Straße überfallen und ausgeraubt – und in dem Licht betrachtet, hat dieses ‘Welcome to London’ doch einen eher sarkastischen Beigeschmack.“
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