Transversales Disques proudly presents Archie Shepp – Live In Paris (1974), a never released before ORTF recording performed live at Studio 104, Maison de la Radio (Paris), remastered from the original tapes.
The musicians at the recording session were Archie Shepp (Saxophone), Noël McGhie (drums), Bob Reid (Double Bass), Pablo Kino (Percussion) ans Siegfried Kessler (Piano).
These exclusive recordings will be available as Deluxe Gatefold Tip-On Vinyl LP.
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Über den Zeitraum von mehreren Wochen während des Lockdowns entstanden, präsentieren Nick Cave & Warren Ellis in dieser Woche ihr neues Gemeinschaftsalbum: Carnage – was zu Deutsch so viel wie Blutbad oder Gemetzel heißt. Cave beschreibt das Gemeinschaftswerk denn auch als „eine brutale, aber wunderschöne Aufnahme, eingebettet in eine gemeinschaftliche Katastrophe.“ Obwohl die beiden schon viele Soundtracks zusammen komponiert und aufgenommen haben, und Ellis zudem seit geraumer Zeit Mitglied von The Bad Seeds ist, handelt es sich bei Carnage tatsächlich um den ersten Longplayer, den sie auch offiziell als Duo eingespielt haben.
„Die Arbeit an Carnage war eine komprimierte Phase intensivster Kreativität“, sagt Ellis, „denn es dauerte gerade mal zweieinhalb Tage, bis diese acht Songs in irgendeiner Form standen. Dann erst sagten wir uns: ‘Ach komm, lass uns doch ein Album machen!’ Das alles war also nicht sonderlich geplant.“
Das Klangspektrum der neuen Aufnahmen reicht vom düsteren, elektronischen Puls des Stücks „Old Time“ bis hin zum sehnsuchtsvoll-wunderschönen „Albuquerque“, einer klassischen Ballade, die auf einer kreisförmigen Klavierfigur basiert, überzogen mit hypnotischen Streicherparts. Insgesamt hat das Album eine etwas rastlose Energie, die Perspektive ist im Vergleich zum gefeierten Nick Cave & The Bad Seeds-Vorgänger Ghosteen eher nach außen gerichtet – wobei die beiden auch dieses Mal versuchen, die Grenzen des Songformats zu verschieben, immer wieder neu auszuloten, was ein Song eigentlich alles sein kann…
Während die eigentlichen Aufnahmen in recht kurzer Zeit stattfanden, waren die Songs von Carnage schon davor länger herangereift, in den ersten Lockdown-Wochen, die Cave damit verbracht hatte, „zu lesen, regelrecht zwanghaft zu schreiben und einfach nur auf meinem Balkon zu sitzen und über die Dinge nachzudenken.“ An ein Album dachten die beiden denn auch gar nicht, als sie zusammen ins Studio gingen, um zu jammen. „Das Album“, so Cave, „ist dann einfach so vom Himmel gefallen. Es war ein Geschenk.“
Carnage ist die Fortsetzung jenes kollektiven Improvisationsansatzes, auf den die beiden schon für Ghosteen gesetzt hatten – was Cave zugleich erlaubte, das klassische, eher narrativ strukturierte Songwriting hinter sich zu lassen. Als Rohmaterial dienen ihnen Textideen, die Cave zuvor über einen längeren Zeitraum verfasst und verfeinert; sie handeln zumeist von wenigen Kerngedanken und -themen, einzelnen Bildern und Metaphern, die er mit Worten umkreist. Die eigentlichen Songs entstehen dann in ausgedehnten Improvisations-Sessions im Studio: Anfangs sehe das so aus, wie Ellis berichtet, dass „da zwei Menschen im Raum sitzen und sich etwas trauen, indem sie erst mal einfach passieren lassen, was gerade passiert“. Ihre endgültige Form bekommen die Stücke daraufhin erst durch intensives Editieren und Filtern, wenn Musik und Text zu einer Art Klangcollage zusammenkommen. Das Element der Überraschung spielt bei jedem dieser Schritte eine zentrale Rolle, und mal geht alles ganz schnell – „Shattered Ground“, zum Beispiel, sei, so Ellis, „gleich im ersten Take fertig“ gewesen, während andere, wie beispielsweise der Titelsong, „sich erst kurz vor dem Abschluss der Mixing-Phase zu erkennen geben sollten.“
Wenn man bedenkt, dass Carnage in relativ kurzer Zeit entstanden ist, wirkt die enorme Bandbreite an Themen und Stimmungen um so beeindruckender, denn das Resultat klingt einerseits absolut eindringlich („Old Time“), andererseits auch zutiefst kontemplativ („Lavender Fields“). Wie sich die Stimmungen und Energien verschieben und überlagern, erkennt man auch daran, wie die beiden gewisse Zeilen, Refrains und flüchtige Bilder auf immer neue Weise in den verschiedenen Songs wieder auftauchen lassen, was dem Album insgesamt etwas Kaleidoskopisches gibt. In Songs wie dem aufrüttelnd-aufgebrachten „White Elephant“ und dem fast schon fiebrig-psychedelischen „Balcony Man“ kollidieren surreale Bildwelten, so dass die Zeilen nicht mehr wörtlich zu verstehen sind und an ihre Stelle etwas Suggestives, Impressionistisches tritt.
Die einzigartige kreative Chemie zwischen Cave und Ellis basiert auf einer langen gemeinsamen Geschichte, die sie als Kollegen und Solokünstler verbindet: Erstmals begegneten sich die zwei schon 1993, als Ellis die Geigenparts für einige Songs von Let Love In einspielen sollte, das achte Album von Nick Cave & The Bad Seeds. Wenig später schaute Cave bei einem Konzert von Ellis’ Band Dirty Three in Brisbane vorbei – und landete schließlich auch selbst auf der Bühne, wo sie gemeinsam Interpretationen von Neil Youngs „Helpless“ und Roy Orbisons „Running Scared“ zum Besten gaben. „Damit fing das alles an“, erinnert sich Ellis, der schließlich selbst festes Mitglied von The Bad Seeds wurde. Auch beim 2006 gegründeten Bandprojekt Grinderman arbeiteten sie zusammen, was laut Nick Cave ein Ventil für „die beste Midlife-Krise war, die sich ein Mann wünschen kann“. In dieser Konstellation sollten sie zwei Alben aufnehmen, Grinderman 1 und 2, bis sie die Band dann 2011 wieder auflösten.
Seit 2005 haben Cave und Ellis zudem an etlichen Soundtracks für Film, TV und Theater gearbeitet – u.a. für The Road (2009) und Lawless (Die Gesetzlosen; 2012), beide entstanden unter der Regie von John Hillcoat, sowie für David MacKenzies Hell or High Water (2016) und Taylor Sheridans Wind River (2017). Das gemeinsame Erschaffen derart atmosphärischer Instrumental-Scores, wobei oftmals elektronische Loops von Ellis als Ausgangspunkt fungierten, über denen Cave am Klavier improvisieren sollte, hat ihre Arbeitsweise und ihr Songwriting nachhaltig geprägt.
Mit Carnage legen sie das nächste Kapitel ihres musikalischen Abenteuers vor: Ein Album, das quasi aus Versehen entstehen sollte, während des langen, weltweiten Stillstands der Pandemie-Monate. Die verschiedenen Stimmungen und auch das Rastlose an diesen Aufnahmen spiegelt die existentielle Ungewissheit wider, aber zugleich flackern auch immer wieder Momente der Ruhe auf, Augenblicke der meditativen Selbstbesinnung. Unterm Strich ist es ein Album, entstanden in und gemacht für diese unbeständigen Zeiten, das durchsetzt ist mit Augenblicken konzentrierter Schönheit. Aufnahmen, die ihre unumstößliche Zuversicht fast schon trotzig zum Ausdruck bringen.
Clairo veröffentlicht ihr neues Album „Sling“. Nach Ihrer atemberaubenden Live-Performance von „Blouse“,
der ersten Single des Albums, verkündete sie bei der Tonight Show Starring Jimmy Fallon die Veröffentlichung des anstehenden Albums. Die Single wird bereits groß gefeiert, und die Pop-Welt kann ihr
neues Album kaum erwarten. V Magazine schreibt “...an almost renaissance affair effect....The layered
vocals, the consistently building music, the pleasant strings, all hallmarks of a strong record to come”.
Damit will sie beim großen Erfolg ihres Debutalbums „Immunity“ (2019) anknüpfen, welches Platz 51 der
amerikanischen Albumcharts erreichte und sogar den Boston Music Award für „Album of the Year“ gewann.
Bis heute zählt sie insgesamt über 3 Milliarden Streams und ihre Fans warten bereits gespannt auf neue
Musik der erst 22-jährigen, die unter anderem schon auf dem Coachella und Lollapalooza auftrat.
Mit „Sling“ zeigt sich Clairo nun von einer einfühlsamen Seite, die in Richtung von sanfter Folkmusik
geht: viele Akkustikinstrumente gepaart mit harmonischem, vielsagendem Gesang.
Das Album wurde gemeinsam von Clair und dem Grammy- und Golden Globe-prämierten Jack Antonoff
(Taylor Swift, Lana del Rey) produziert und enthält auch eine Kollaboration mit der ebenfalls Grammyprämierten Lorde, die beim Track „Blouse“ in den Background Vocals zu hören ist.
Das Album wird sowohl digital als auch physisch als CD und LP erhältlich sein.
Am 16. Juli veröffentlicht Fantasy Records “Layla Revisited (Live At LOCKN’)” der Tedeschi Trucks
Band - eine einmalige Live-Aufnahme des Derek & The Dominos-Albums “Layla and Other Assorted Love
Songs”, das mit Special Guest Trey Anastasio aufgeführt wird. Aufgenommen am 24. August 2019 auf
dem LOCKN’ Festival in Arrington, VA, fängt Layla Revisited die Tedeschi Trucks Band in ihrer besten
Form ein, wobei Anastasio die perfekte Ergänzung von Gitarrist Derek Trucks und Gitarristin/Sängerin
Susan Tedeschi darstellt.
Der Auftritt von Layla kam für die Fans völlig überraschend. Ursprünglich nur als ”Tedeschi Trucks Band
featuring Trey Anastasio” angekündigt, erwähnten die Künstler nichts von der Musik, die sie im Vorfeld
fleißig geprobt und geplant hatten. Aber die Verbindungen zwischen der Band und dem Album sind tief
in das Gewebe ihrer Existenz eingewoben. Angetrieben von zwei der größten Gitarristen des zwanzigsten
Jahrhunderts, Eric Clapton und Duane Allman, wurde Layla and Other Assorted Love Songs zufällig am
9. November 1970 veröffentlicht, dem Tag, an dem Susan Tedeschi geboren wurde. Später waren Chris
und Debbie Trucks solche Fans des Albums, dass sie inspiriert wurden, ihren erstgeborenen Sohn Derek zu
nennen. Jahrzehnte später war Trucks fünfzehn Jahre lang Mitglied der Allman Brothers Band und tourte
ausgiebig mit Clapton. Die Verbindung zwischen der Musik und den Interpreten ist so tief, dass sich dieses
Album fast schon vorherbestimmt anfühlt.
‘Code of Conduct EP’ the second instalment from Obia Records takes the labels sound through a darker path. Sinful acid spirits are summoned to drive out the past period of solitary confinement in which we all linger. ‘Discharge’ the records main cut is built by a solid acid line and crispy clear drums that highlight the slow tempo. ‘Code of Conduct’ continues on a similar pattern but with adverse drum programming that shapes the feeling of inner conflict. ‘Ethic of Reciprocity’ completes the cycle of healing with a more rhythmic and uplifting vibe and warm pad. All tracks were made with an original Roland TB-303.
Dark Nights: Death Metal war eine siebenteilige DC-Comicserie mit einer Erstauslieferung von 250k Einheiten, die an über 1,2 Tausend Graphic Novel- und Fachgeschäfte verteilt wurde. Um die hemmungslose
Ehrfurcht vor der Comic-Serie zu untermalen, präsentieren Tyler Bates und Loma Vista Recordings den ”Dark Nights: Death Metal-Soundtrack” mit Beiträgen von u.a. Rise Against, HEALTH, Denzel Curry, Soccer Mommy oder Manchester Orchestra.
Tyler Bates ist nicht nur ein Meister im Entwerfen von Musik für Film, Fernsehen und Videospiele, sondern auch ein gefragter Multiinstrumentalist, Autor und Produzent. Zu seinen Filmen zählen Dawn of
the Dead (2004), 300 (2007), Watchmen (2009), mehrere Kollaborationen mit Rob Zombie, darunter The
Devil’s Rejects (2005), Halloween (2007) und Halloween II (2009), die Guardians of the Galaxy-Saga (2014,
2017), die John Wick-Serie (2014, 2017, 2019), Atomic Blonde (2017), Deadpool 2 (2018), Fast & Furious
Presents: Hobbs & Shaw (2019 ), und viele mehr.
Dark Nights: Death Metal war eine siebenteilige DC-Comicserie mit einer Erstauslieferung von 250k Einheiten, die an über 1,2 Tausend Graphic Novel- und Fachgeschäfte verteilt wurde. Um die hemmungslose
Ehrfurcht vor der Comic-Serie zu untermalen, präsentieren Tyler Bates und Loma Vista Recordings den ”Dark Nights: Death Metal-Soundtrack” mit Beiträgen von u.a. Rise Against, HEALTH, Denzel Curry, Soccer Mommy oder Manchester Orchestra.
Tyler Bates ist nicht nur ein Meister im Entwerfen von Musik für Film, Fernsehen und Videospiele, sondern auch ein gefragter Multiinstrumentalist, Autor und Produzent. Zu seinen Filmen zählen Dawn of
the Dead (2004), 300 (2007), Watchmen (2009), mehrere Kollaborationen mit Rob Zombie, darunter The
Devil’s Rejects (2005), Halloween (2007) und Halloween II (2009), die Guardians of the Galaxy-Saga (2014,
2017), die John Wick-Serie (2014, 2017, 2019), Atomic Blonde (2017), Deadpool 2 (2018), Fast & Furious
Presents: Hobbs & Shaw (2019 ), und viele mehr.
Dark Nights: Death Metal war eine siebenteilige DC-Comicserie mit einer Erstauslieferung von 250k Einheiten, die an über 1,2 Tausend Graphic Novel- und Fachgeschäfte verteilt wurde. Um die hemmungslose
Ehrfurcht vor der Comic-Serie zu untermalen, präsentieren Tyler Bates und Loma Vista Recordings den ”Dark Nights: Death Metal-Soundtrack” mit Beiträgen von u.a. Rise Against, HEALTH, Denzel Curry, Soccer Mommy oder Manchester Orchestra.
Tyler Bates ist nicht nur ein Meister im Entwerfen von Musik für Film, Fernsehen und Videospiele, sondern auch ein gefragter Multiinstrumentalist, Autor und Produzent. Zu seinen Filmen zählen Dawn of
the Dead (2004), 300 (2007), Watchmen (2009), mehrere Kollaborationen mit Rob Zombie, darunter The
Devil’s Rejects (2005), Halloween (2007) und Halloween II (2009), die Guardians of the Galaxy-Saga (2014,
2017), die John Wick-Serie (2014, 2017, 2019), Atomic Blonde (2017), Deadpool 2 (2018), Fast & Furious
Presents: Hobbs & Shaw (2019 ), und viele mehr.
For more than five decades, John McLaughlin has deployed his peerless guitar technique, compositional gifts, and imagination in service of a deeply personal higher calling, forging a vast legacy unmatched in improvised music. Now as the world reels from the toll of the ongoing viral-induced global lockdown, McLaughlin reflects on both the perils and potential of this challenging moment with ‘Liberation Time’. Characterised by both joy and reflection, ‘Liberation Time’ finds McLaughlin harnessing his frustrations and redirecting that energy. “The result,” he explains in a candid liner note, “was an explosion of music in my mind.”. Unusual for McLaughlin’s recent projects, ‘Liberation Time’ is not the work of one fixed ensemble. With physical proximity no longer a prerequisite, McLaughlin drew upon decades of experience as a bandleader to select musicians best suited to each composition. “That is a choice that can only be made correctly if you know how the musicians play,” he explains. “Not just how well they play technically, but how they play intuitively. Only then can you make the right decisions.” “As the Spirit Sings” introduces the album by contrasting churning rhythmic tension (stoked by drummer Vinnie Colaiuta and bassist Sam Burgess) with McLaughlin’s soaring guitar figure - all underpinned by Gary Husband’s subtle,expansive piano. Knotty post-bop figures form the basis of “Right Here, Right Now, Right On,” one of the most jazz-inflected performances McLaughlin has laid down in some time, featuring Nicolas Viccaro (drums), Jerome Regard (bass), Julian Siegel (tenor saxophone), and Oz Ezzeldin (piano). It is impossible to ignore the profound brotherhood that exists between the members of 4th Dimension - McLaughlin’s current ensemble, which includes Husband along with Etienne Mbappe (bass) and Ranjit Barot (drums). They are featured on the soulful “Lockdown Blues,” a playful refraction examination of blues tropes first released last summer to benefit the Jazz Foundation of America.
Im Jahr 2008 war Portugal. The Man seit etwas mehr als zwei Jahren eine Band und ritt auf einer kreativen Welle, wie man sie nur selten sieht. In den ersten zwei Jahren ihres Bestehens hat die Band drei Alben, eine EP und ein paar Singles veröffentlicht und dabei knapp 500 Shows gespielt. Die junge Band aus Alaska fuhr von Stadt zu Stadt, kaufte säckeweise Reis und gönnte sich nur selten etwas von ihrem Taco Bell-Feed The Beat-Geld. PTM waren engagiert. Sie beendeten die Tour im Dezember 2008 und anstatt eine dringend benötigte Pause einzulegen, trafen sie die Entscheidung, den Höhepunkt dessen aufzunehmen, was ihre Live-Performance geworden war. Sie fanden ein seltenes Juwel von einem Studio in den Vororten von Portland, und versammelten sich dort mit ihrem Live-Equipment und einer Handvoll Freunde mit Handkameras. Der langjährige Mitarbeiter und Filmemacher Graham (Baclagon) Agcaolli und der Tontechniker/Mixer Jacob Portrait (der später zu Unknown Mortal Orchestra stoßen sollte) halfen bei der Dokumentation. Sie spielten ihr komplettes Set einmal durch - ohne Nachvertonungen oder Overdubs - nur die Band in ihrer natürlichen Form. Ein paar Wochen später gingen sie ins Studio, um ihr nächstes Album, "The Satanic Satanist", aufzunehmen, und "Oregon City Sessions" wurde in ein Regal gestellt. Dort lag es über ein Jahrzehnt lang. Nur wenige sahen den ganzen Film. Die Band, ihr Manager oder Tour-Manager boten gelegentlich an, zu den Leuten nach Hause zu gehen und ihn für sie zu zeigen. Manchmal zeigte die Band auf dem Parkplatz eine Handvoll Songs für die lokalen Fans. Sie knüpften Freundschaften, aber wann immer sie gefragt wurden, war die Antwort: "Ja, wir werden das irgendwann veröffentlichen." Jetzt ist die Band seit über einem Jahr nicht mehr unterwegs, die mit Abstand längste Pause seit ihrer Gründung, und die Zeit scheint einfach reif. Hier ist "Oregon City Sessions", ausgegraben aus den Archiven. Unberührt, unverändert von dem Tag, an dem es fertiggestellt wurde. Es ist eine Zeitkapsel einer Band, die ihren Weg findet. Ein Schnappschuss von jungen, rohen Talenten, bevor sie Preise gewannen, bevor sie Millionen von Platten verkauften, bevor sie Headliner von Festivals waren. Nur ein paar Kids aus Alaska, die die Welt bereisen und Musik machen wollten.
Saxophonist and composer Julian Siegel's fourth release on Whirlwind and his most ambitious musical feat to date, sees him assemble the Julian Siegel Jazz Orchestra. Following the acclaimed quartet release 'Vista' and the influential co-led Partisans album 'Nit de Nit', Siegel solidifies his reputation as one of Europe's most celebrated artists working across jazz and improvised music. Siegel has appeared as a member of some of the great large ensembles - he lists Hermeto Pascoal, Mike Gibbs, Kenny Wheeler, Django Bates and NDR Bigband amongst extensive performing credits. Now, the instrumentalist turns leader: 'Tales from the Jacquard 'is Siegel's first record at the helm of a large ensemble.
Next up on Slow Motion, Rodion and Fabrizio Mammarella are back with another precious collaboration EP since “Appennini” released in 2012 but never forgotten in the fame.
They have been like brothers for many years, and after many collaborations, these two producers are well attuned to each other in their musical soul. Rodion and Fabrizio are both very sophisticated producers and known for their dramatic melodies, mixed with synthesized funk and disco, which turns it into emotional freaky electronic music.
All tracks are recorded in Mexico City, bringing in Mexican artist Mijo as a featuring on the track ‘’Cerro Gordo’’. Moreover, italo-belgian duo Front De Cadeaux join with a remix that grabs elements from both the original tracks, reworked in one timeless piece of music.
We are proud and delighted to present to you: “Sierra Madre”.
Mit "I May Never See You Again" veröffentlicht der iranische Komponist, Musiker und Virtuose der Kamanche-Geige, Saba Alizadeh am 08. Juli 2021 sein erstes Album auf dem neu gegründeten Hamburger Label 30M. Wie schon auf seinem Debütalbum "Scattered Memories" aus dem Jahr 2019 vermischt der 37-jährige Saba Alizadeh seine instrumentale Virtuosität mit sphärischer Elektronik, Samples persischer Musikinstrumente und Feldaufnahmen aus seiner Heimatstadt Teheran. Geboren 1983 in Teheran als Sohn des weltberühmten Tar- und Setar-Virtuosen Hossein Alizadeh, studierte Saba die iranische Kamanche-Geige mit Saeed Farajpoury und Keyhan Kalhor sowie Fotografie und später experimentelle Klangkunst mit Mark Trayle am California Institute of the Arts, Los Angeles. Geprägt von den konzeptuellen Herangehensweisen, wie sie dort gelehrt wurden, basiert Saba Alizadeh seine Musik auf iranischen Traditionen und Skalen, um sie im nächsten Schritt zu dekonstruieren und zu abstrahieren. Im Ergebnis begeistern die neun meist instrumentalen Tracks auf "I May Never See You Again" als klanglich ausdifferenzierte Meditationen über das Thema Erinnerung - einerseits wird die Glaubwürdigkeit und Belastbarkeit der eigenen Erinnerung musikalisch seziert, andererseits geht Saba Alizadeh z.B. in dem Track "Silences Inbetween" durchaus auch konzeptuell vor, wenn er die Atempausen der Stille in Reden von Diktatoren aus vergangenen Zeiten in akustischen Hallräumen so sehr verstärkt, dass diese Stille als Distortion hörbar wird. "Wie", fragt Saba Alizadeh, "hätte sich die Weltgeschichte verändert, wenn das Publikum in diesen Atempausen nicht andächtig geschwiegen, sondern aufbegehrt hätte?" Das Schweigen der Massen, davon berichtet "Silences Inbetween", ist also keineswegs bloß neutraler Klang oder Geräusch, sondern es besteht aus hochgradig aufgeladenen Schwingungen, die, an historischen Orten bis zur Unkenntlichkeit amplifiziert, von einer (nicht eingetretenen) Utopie berichten, einem anderen Verlauf der Weltgeschichte. Es ist in diesem Sinne vermutlich eine Fügung des Schicksals, dass sich Saba Alizadeh 2016 in Berlin mit Andreas Spechtl, dem Sänger der Band Ja, Panik anfreundete, kurz bevor Spechtl im Rahmen einer Artist Residency für ein einige Monate nach Teheran zog. Andreas Spechtl wurde im deutschsprachigen Raum vor allem dank seiner Songtexte berühmt, in denen er die Wörter ähnlich abstrakt dekonstruiert wie Saba Alizadeh die Musik. Auf "I May Never See You Again" kollaborieren Spechtl und Alizadeh auf den beiden Tracks "Phasing Shadows" und "Touch". Saba Alizadeh kollaborierte zudem noch mit der elektroakustischen Soundkünstlerin Rojin Sharafi, einer gebürtigen Iranerin, die mittlerweile in Wien lebt. Mit ihr komponierte Saba den Track "Hybrid". Nicht zuletzt wegen der anhaltenden Pandemie arbeiteten die beiden virtuell zusammen, indem sie sich Tonspuren über das Internet austauschten - auch daher der Titel "Hybrid". Mit seinen handverlesenen Kollaborationen und vor allem dank seines ausdifferenzierten Klangraums ist "If I Ever See You Again" bereits jetzt eines der herausragenden elektroakustischen Alben des Jahres. Beeinflusst von iranischer Harmonik, Musique concrète und ausgefeilter, zukunftsweisender Beat Science stehen die insgesamt neun Songs von Saba Alizadeh für einen unfassbar spannenden Akt gegenseitiger Inspiration - wenn sich iranische Skalen und westliches elektroakustisches Verständnis kraftvoll vereinigen.
Quartz gehören nicht nur zu den ältesten, aktiven Metalbands, sondern auch zu den Gründungsvätern der NWOBHM. Zusammen mit Samson und Marseilles fegte man die angesagte Punkbewegung der späten Siebziger, quasi als Vorhut zu Iron Maiden oder Saxon, zur Seite – noch bevor der Begriff „New Wave Of British Heavy Metal“ wenig später entstand. 1977 erschien das stark an Black Sabbath erinnernde Debütalbum „Quartz“, später als „Deleted“ ein zweites Mal vermarktet, auf Jet Records (u.a. Ozzy Osbourne). 1980 wechselte man zum nächsten Branchenriesen: MCA. Dort bescherte man uns im gleichen Jahr die LP „Stand Up And Fight“. Beide Alben sind heute beliebte Klassiker, doch zwischen diesen Veröffentlichungen gab es eine spannende Phase, die zwei Singles und eine Live-LP hervorbrachte. Und natürlich den Signature-Song von Quartz:
„Satan´s Serenade“! Zwischen den fetten Majordeals kümmerte sich das kleine Label Reddington´s Rare Records um die Band. Wie der Name schon verrät, handelt es sich eigentlich um einen Plattenladen, was direkt an die Geschichte von Metal Blade und Brian Slagel erinnert. Man merkt die Liebe zum Detail: „Satan´s Serenade“ erschien als 12“ in rotem Vinyl, während „Nantucket Sleighride“ eine 7“ Single war, die dafür in fünf Versionen erschien (farbiges Vinyl und rotes oder schwarzes Cover). Getoppt wurde dieser positive Wahnsinn mit einer durchsichtigen 7“ Flexidisc, die als Promocopy verteilt wurde. RRR waren übrigens auch für Paralex und
Mayday verantwortlich. Golden Core sind extrem stolz, beide legendären RRR-Singles nun als 12“ EP (Spieldauer: 25:47) in einer limitierten Auflage von 300 Stück zu präsentieren. Die LP beinhaltet ein bedrucktes Inlay und einen Nachdruck der „Nantucket Sleighride“-Single (auf Papier). Als Liner-Notes findet man ein aktuelles, exklusives Interview mit Drummer Malcolm Cope! Die Original-Singles wurden von Patrick Engel überspielt und audiogereinigt, danach von Neudi remastert und von Vadim Kulin (ZYX Studio) auf das Medium Vinyl angepasst. Das riecht schon im Vorfeld nach einem Sammlerstück…
- A1: Yo Zwanie!
- A2: Houston, Wir Haben Kein Problem
- A3: Es Ist Nett, Nett Zu Sein
- A4: Männer Mit Schönen Haaren
- A5: 5 Gewöhnliche Sur Mer (Album Mix)
- A6: Kilo Shop Mod Tip Top
- A7: 2020 - Das Erotische Jahr
- A8: Später Kommen, Früher Gehen
- A9: Ferien Für Immer
- A10: Kleines Wochenende
- A11: Rebekka Will Ihr Rad Zurück
- A12: Cheer Up (You're On Holidays)
Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen ... sind sie Troglodyten, welche mit heiligem Ernst über Hemden, Speiseeis und Ferien singen? Sind sie vollkommen aus der Zeit gefallen, mit ihrem aus zerkratzen alten Madness-, 60s-Pop-, A&M-, Northern-Soul-Platten destillierten DIY-Sound? Oder gerade deshalb modern? Schaffen sie nicht gerade aufgrund ihrer Sturheit stets etwas Eigenes, etwas Neues, ja etwas Modernes? Ja, Ja und nochmals Ja! möchte man nach Hören der "Gschichterln aus dem Park Café" ausrufen. Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen ist die größte kleine Popband der Welt! Zumindest aber die größte kleine Popband West-Hamburgs.
Manche kehren immer wieder in die Vergangenheit zurück um die Erinnerungen und Empfindungen von damals mit dem Hier und Jetzt zu vergleichen, während andere einfach nur stur nach vorne blicken - Lucy Dacus gehörte lange zur ersten Gruppe. Ihr drittes Album "Home Video" basiert auf Erinnerungen ihrer Coming-Of-Age-Jahre in Richmond, Virginia. Viele der Songs beginnen wie Memoiren und alle haben die Passion, den Humor und die Ehrlichkeit von erfrischend autobiographischen Texten. Während einer langen Zeit auf Tour hatte sich Lucy gefreut, endlich wieder Zeit in ihrer Heimatstadt verbringen zu können, nur um dort festzustellen, dass Menschen sie wie ein Zerrbild ihrer selbst betrachteten. So brach sie im August 2019 nach einem Monat der Stille kurzerhand auf, um in den Trace Horse Studios in Nashville mit ihren Freunden und Bandkollegen Jacob Blizard, Collin Pastore und Jake Finch an neuem Material zu arbeiten. Ihre boygenius Kolleginnen Phoebe Bridgers und Julien Baker stießen hinzu um ihre Stimmen den Refrains von "Please Stay" und "Going Going Gone" zu leihen. Dass "Home Video" in einer verwirrenden Zeit wie dieser erscheint, wirkt wie vorbestimmt. Nach mehr als einem Jahr zuhause und in einer Lebensphase in der Videocalls die nahezu einzige Form von Zwischenmenschlichkeit waren, ist Retroromantik für viele zum Anker und Fluchtpunkt gleichermaßen geworden. "Home Video" ist ein Beispiel dafür, wie man Verletzlichkeit in Stärke verwandelt. Ihre Stimme und Songs liefern dabei das Fundament für einen hoffnungsfrohen Blick in die Zukunft, der die teils düstere Vergangenheit im Rückspiegel verblassen lässt.
- A1: All Ausländer Go To Heaven (Reprise) 05 42
- A2: Deutsche Pässe 02 01
- A3: Professional People 01 53
- A4: The Price Of Teilhabe 03 02
- A5: Automobile Love 02 27
- B1: Bürogebäude In Und Um Frankfurt 04 57
- B2: Dark Boys 01 52
- B3: Freizeit ´20 03 15
- B4: The Good Policeman 03 01
- B5: Proposal For A Worker`s Anthem At Dmu2 Daglfing 02 44
- C1: Doggerland 03 43
- C2: All We'll Ever Need 03 18
- C3: In Every City, In Every Aldi The Blood Of My Brothers And Sisters Taints Your Spargel 03 11
- C4: The Crowd 02 12
- C5: Home 02 59
- D1: Soziokultur 02 10
- D2: Transatlantic Ideology 02 58
- D3: Mjunikcentral Is A Dangerous Place, We Need More Guns To Keep You Safe 3 45
- D4: Wohlfahrt 03 45
In view of the immense Black Lives Matter mobilisation in reaction to the murder of George Floyd and the comparatively meagre societal reaction to the attack in Hanau, the question arises: How come our society does not show the same empathy and solidarity towards its own fellow citizens with Kurdish, Turkish, Bulgarian, Bosnian, Afghan migrant backgrounds or members of the Roma and Sinti?
How limited is our postcolonial discourse if we are unable to address the racist exploitation of those who repair our cars, deliver our parcels or harvest our asparagus?
It’s all a sham. Shake it off like a biometric photograph. Shake off that false consciousness. The Black Diaspora is a transatlantic lie invented by music curators and journalists. Embrace this nuanced return to structures and superstructures, to articulations and historical constellations as analytical tools.
Allow me to dampen your expectations. This is not the sound of decolonisation. This is no compilation of BLM protest songs. This is no celebration of Black emancipatory struggles. You will not be able to play this at your hip post-pandemic house party. This will not go down well with your woke friends. This is music for the square in the room. For that reluctant BAME/Person of Color repelled by your fetishisation of the African-American experience.
This is music for gated communities. This is Fehler Kuti singing of class relations, not of identities and positionalities. This is Fehler Kuti resisting.
Listen to these songs of infrastructure and appraisal of the welfare state. Join me in mourning the broken promises of prosperity for all. Send that “Ausländer“ of your mind to heaven. Colonialism fucked you up. Platform Capitalism is keeping you in chains. Are we to unionise all human and non-human workers at Amazon? Will modernity always have that "forever nigger“? What about those dispossessed field hands harvesting your asparagus?
All is lost. The system is rigged. Because all histories, gestures and identities have been absorbed into this late capitalist apparatus we call diversity. It can integrate anything and anyone. It made me. It is the price of the ticket. And it is unable to challenge its own premise of an atomised society. As if you and I had so little in common.
They will try and help you. They will build a museum for your history and a scholarship program for your future. I warn you. Don‘t let them give you a name. Resist appellation. Don’t get that German passport. Don‘t eat asparagus.
Fehler Kuti, Spring 2021
All songs by Julian Warner. Produced by Markus Acher and Tobias Siegert.
Markus Acher – drums, percussion, backing vocals Micha Acher – sousaphone, trumpet Cico Beck – synthesizer Jenny Bohn – backing vocals Pacifico Boy – vocals Katja Kobolt – spoken word Theresa Loibl – bass clarinet, backing vocals Sascha Schwegeler – steeldrum, kalimba, percussion, backing vocals Tobias Siegert – bass, synthesizers, percussion, backing vocals Julian Warner – piano, memotron, vocals
recorded and mixed by Tobias Siegert at Minga Records, july – december 2020 mastered by Moritz Illner at Duophonic
Cover art and photography by Andreas Neumeister. Layout by Sascha Schwegeler.
Fehler Kuti “Professional People” is part of the same multiverse as “The History of the Federal Republic of Germany as told by Fehler Kuti und die Polizei”. A production by Julian Warner. In cooperation with Münchner Kammerspiele. Funded by the Department of Arts and Culture of the City of Munich. Released by Alien Transistor.
KAMA Kollektiv ist eine multinationale Gruppe um die junge finnische Sängerin und Trompeterin Kirsi-Marja "Kiki" Harju. Das Wort KAMA ist finnisch für "Dinge" oder "Zeug", und es beschreibt, worum es in der Musik der Band geht: die kleinen Dinge des Lebens, die oft so leicht übersehen werden. Kiki erzählt Geschichten - einige auf Finnisch, einige auf Englisch - über Liebe und Verwandlung, Wälder und Tiere, kleine alltägliche Freuden und eine mystische, romantische Sicht auf die Natur. Die Musik ist eine hypnotisierende Mischung aus Jazz, nordischem Folk und Indie-Pop. Sie nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise in märchenhafte Länder und intensive Gefühle. Die Band ist in Amsterdam beheimatet, aber Kikis Songs sind voller Erinnerungen an die wunderschönen Landschaften, dunklen Wälder und den eisigen Frost ihrer Heimat Finnland. Der Titel des ersten Albums des KAMA Kollektiv ist KOTI, ein finnisches Wort für "Zuhause".
Wir haben gehört, dass Post-Punk es bis auf die Frühlingsseiten der Sunday Times geschafft hat. Oh, bleibt da dran - Desperate Journalist wüten schon seit gefühlten Äonen mit ihrer melodramatischen Mischung aus traumatisierten Gitarren und kunstvoll gebrochenem Gesang gegen den Konzern-Apparat. Sechs Jahre sind vergangen seit dem Erscheinen des teuflischen "Desperate Journalist"-Debuts in 2015. Das stürmische zweite Album "Grow Up" erschien 2017, während 2019 das stellare "The Search For The Miraculous" weit und breit zu hören war. "Maximum Sorrow!", das komplett in Crouch End inmitten der Covid-Pandemie aufgenommen wurde, strotzt nur so vor Alt-Rock-Muskeln, die in sieben Jahren unermüdlicher Auftritte und Veröffentlichungen aufgebaut wurden, wie ein wilder Panther auf der Pirsch. Angetrieben von Simon Drowners ohrwurmverdächtiger Bassline zeigt sich das Quartett schon beider Lead-Single "Fault" in makellos brutaler Form, mit Banshee-Heulen und selbstzerfleischenden Texten von Sängerin Jo Bevan: "And those teenage hangups are hard to beat / When your closet is piled up with defeat", schnauzt sie an einer besonders stacheligen Stelle, während ihr Gitarrist Rob Hardy und Schlagzeuger Caz Hellbent nur noch feuriges Öl in die akustischen Flammen gießen können. Wie ein Großteil des restlichen Albums ist "Fault" sowohl verspielt als auch voll mit Wut. Das sind Desperate Journalist in hyperdynamischer Form, superglatt, aber nie krankhaft glatt; ambitioniert und expansiv, aber immer noch selbstverliebt und durch und durch DIY. Es gibt traditionelle verzweifelte Reisen in das Herz der Dunkelheit - siehe die doomig-prägnanten Desintegrationen von "Armageddon". Und es gibt brillant beleuchtete Lichtblicke: die ohnmächtige Eleganz von "Utopia", die sardonische, melodieverliebte Frechheit von "Personality Girlfriend", die Ruhe von "Formaldehyde", ein tragisches Finale auf jedem anderen Album - hier als Opener. Ein Lob auch für die raumgreifenden, epischen Chorschübe von "Everything You Wanted" und die spektakulär bittersüßen Sehnsüchte von "What You're Scared Of", die mit verstreuten Zuckerwürfeln bestückt sind.
- A1: Ruperts Gruen
- A2: Haubentaucherwelpen
- A3: Tut Es Doch Weh
- A4: Ja, Roducheln
- A5: Abalonia
- A6: Fraukes Ende
- A7: Ufos Im Moor
- A8: Wolter
- A9: Pennen Bei Glufke
- A10 18: 09 Uhr. Mist, Verlaufen
- A11: Sohnemann Heinz
- A12: Eisenmann
- A13: Insel
- A14: Alles Bleibt Konfus
- A15: Kriechkotze
- A16: Drei Ecken, Ein Elvers
- A17: Monstermutter
- A18: Das Island Manover
- A19: Harm Rochel
- A20: Vormann Leiss
- A21: Schwan
20 Jahre TURBOSTAAT galt es Anfang 2019 zu Feiern - die Band beschenkte sich selbst mit dem üppigen Livealbum NACHTBROT! Die Alben drei bis sieben der Band charteten allesamt, zweimal davonTop 20 und 2020 "Utlande" erstmals sogar Top 10. Die Live-CD sowie die neue Vinylversion 2021 ist via Cargo erhältlich: Doppel-LP, weißes Vinyl, 140 gr, Klappcover mit 16-seitigen Foro-Booklet in LP-Format! "Rückblickend ist es leider nicht mehr zu beantworten, ob überhaupt jemand von uns zur ersten Probe erschienen wäre, wenn wir damals gewusst hätten, dass das automatisch bedeutet, für die nächsten zwei Jahrzehnte Verpflichtungen zu haben. Unser erstes Konzert spielten wir am 08.05.1999 als eine von drei Bands im Husumer Speicher. Marten war im Besitz eines 8-Spur Tape Recorders, dem Yamaha MT8X, mit dem wir, so gut es eben ging, im Juli 1999 im eigenen Proberaum ein Demo mit fünf Liedern aufnahmen..." Der Rest ist Geschichte, dauert nun schon 20 ereignisreiche Jahre und ist nachzuvollziehen auf "Nachtbrot", dem ersten Turbostaat Live-Album. Aufgenommen bei drei aufeinanderfolgenden Konzerten im April 2018 im Conne Island in Leipzig. Ihr langjähriger Wegbegleiter und Freund Moses Schneider produzierte das Album. "Nachtbrot" liefert eine Zusammenfassung der Bandgeschichte, zusammen mit den stets wichtigsten Bandmitgliedern: ihren Fans. Denn Turbostaat stammen aus einer Szene, in der das Agieren auf Augenhöhe Teil der Definition von Punk ist. Wie immer, seit 20 Jahren, verabschiedet sich Jan nach jeder Show mit dem gleichen Satz: "Danke euch, dass wir das hier machen dürfen".




















