2022 Repress
Dear Friends,
25 years of KOMPAKT is no reason to get hysterical. Then again, it's a nice occasion to have a laid back look at the situation in electronic music today. Minimal techno in all it's varieties is now established as the worlds best dance music, as you may know. So far, so good. What's next Nothing. Dance on!
I've gain two essential insights with the passage of time. First off, that music which over the years only knew 'faster, better, stronger' and 'forwards ever - backwards never' can constantly repeat, quote and loop itself without killing itself. A music that suspends the meaning of time and eventually can set a parallel, better universe of fantasy against the twisted grimaces of reality. Again and again.
And secondly, that getting older living in/with this music is a quite relative term to which ideally a serenity of age can ring a bell. This shows that 25 years after 1993 so many protagonists, enthusiasts, DJs, musicians, relentlessly rave fighters - with all personal advancement - are still there and still celebrate, play or produce this/theirs music; and compete themselves and their music just with that.
Two such heroes of the neat and tidy bass drum culture are with no doubt T.RAUMSCHMIERE aka MARCO HAAS and REINHARD VOIGT. From day one, those two figureheads have given live-techno the glam of stage-diving rock 'n' roll, long before vodka and beer prevailed as alternative lube for ecstatic dancefloors.
Even better they both now raise the glass at the longest techno-bar in the world named KOMPAKT EXTRA/SPEICHER. With DREI MILLIONEN KO¨LSCH, Reinhard Voigt continues to establish his savvy 'way into sound', which he's pursued for a few years now on his many releases. He's turning genre cliche´s into a very personal take with his defiant mix of the deepness of a lonesome cowboy and his implicit faith in the dancefloor and gives the music a very personal touch of ennnoblement of the faith in itself. Technos dignity shall be inviolable.
For me, AUGEN ZU by T.RAUMSCHMIERE is one of the most beautiful masterpieces of bass-heavy 'Umta Umta' techno. A few strikingly brilliant vocal lines from the master himself, put through the machines and combined with a relentlessly sequencer that says it all. This cheers my heart and we will always need such tracks to remind us of ourselves. And to forget about ourselves. Smash hits of unreason! Or the prettiest declaration of love to a music which gets its magical moments from what's happening between the bass drum-beats. But only by this when the bassdrum remains linear and will do so forever. Both Marco Haas and Reinhard Voigt know that. Because after techno comes always techno.
Wolfgang Voigt - May, 2018 Wolfgang Voigt - May, 2018
25 Jahre KOMPAKT sind kein Grund sich aufzuregen. Aber dennoch ein schöner Anlass, einen gelassenen Blick auf die Lage der elektronischen Musik zu werfen. Denn der globale Minimal-Techno, in seinen unterschiedlichen Spielarten, hat sich bekanntlich längst als beste Tanzmusik der Welt etabliert. Recht so. Was nun Gar nichts. Weitertanzen.
Zwei essentielle Erkenntnisse haben sich bei mir im Laufe der Zeit durchgesetzt: Erstens - dass eine Musik, die über Jahre nur ein »Höher, Schneller, Weiter« oder ein »Forwards Ever - Backwards Never« kannte, sich ständig wiederholen, selbst zitieren und loopen kann, ohne daran zu ersticken. Die Bedeutung von Zeit und Vergänglichkeit im besten Sinne außer Kraft setzen und der hässlichen Fratze der Realität eine parallele, bessere Welt der Fantasie entgegensetzen kann. Immer wieder.
Und zweitens: dass »Altern in/mit dieser Musik« ein sehr relativer Begriff ist, dem bestenfalls Altersgelassenheit etwas sagt, Alter. Das zeigt sich immer wieder im schönsten Sinne, wenn 25 Jahre nach 1993 so viele Akteure, Enthusiasten, DJs, Musikanten, unkaputtbare Kampfraver, bei aller persönlichen Weiterentwicklung, immer noch da sind und immer noch diese/ihre Musik abfeiern, auflegen oder eben produzieren und sich und ihr Tun auch nur daran messen lassen müssen.
Zwei solche Recken der gepflegten Bassdrumkultur sind zweifelsohne T.RAUMSCHMIERE aka MARCO HAAS und REINHARD VOIGT. Zwei Rampensäue der ersten Stunde, die Live-Techno den Glam des Rock'n'Roll Stagedivings gegeben haben, lange bevor Vodka und Bier sich als alternative Gleitmittel eines ektatischen Dancefloors in der Breite durchgesetzt hatten.
Umso schöner, dass sich eben diese Beiden mal wieder an der längsten Techno-Theke der Welt, genannt KOMPAKT EXTRA/SPEICHER über die beiden Seiten einer Schallplatte hinweg musikalisch zuprosten. Mit dem Track DREI MILLIONEN KÖLSCH setzt REINHARD VOIGT seinen smarten »way into sound« fort, den er schon seit ein paar Jahren auf diversen Veröffentlichungen konsequent verfolgt. Mit einer trotzigen Mischung aus lonesome cowboyhafter Deepness und dem unbedingten Bekenntnis zum Dancefloor schafft er es, den Klischees des Techno eine sehr persönliche Note der Veredelung des Glaubens an sich selbst zu geben. Die Würde des Techno ist unantastbar.
Der Track AUGEN ZU von T.RAUMSCHMIERE ist für mich eines der schönsten Meisterstücke in der Tradition des oktavbassgeschwängerten Umta-Umta Techno. Einige wenige markant brilliante Textzeilen, vom Meister selbst in deutscher Sprache durch die Maschinen geschickt, gepaart mit einem Sequenzer der keine Gefangenen macht, lassen keine Fragen offen. Da geht mir Herz und Rucksack auf. Solche Tracks werden wir immer brauchen, um uns an uns selbst zu erinnern. Um uns immer wieder selbst zu vergessen. Smash-Hits der Unvernunft! Oder die schönste Liebeserklärung an eine Musik, die ihre magischsten Momente immer aus dem gezogen hat, was zwischen den Bassdrumschlägen passiert. Das funktioniert aber nur, wenn die Bassdrum gerade ist und es für immer bleibt. Und Marco Haas und Reinhard Voigt wissen das. Denn nach Techno kommt immer noch Techno.
Wolfgang Voigt, Mai 2018
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- A1: Anne Clark - Our Darkness (Remix)
- A2: S50 - Technology (B1 Mix)
- A3: Curare - Visions And Dreams
- A4: Interface - Like Puppets (Extended Version)
- B1: Camouflage - The Great Commandment (Original Us 12“ Remix)
- B2: Central Unit - Computer Music (Hardwave Mix)
- B3: Off - Bad News (Album Version)
- B4: Moskwa Tv - The Art Of Fashion (D J. Mix)
Dolce Vita ist wohl einer der bekanntesten und eingängigsten
Songs aus den 80ern. 1983 stürmte er bereits die Charts und nun gibt es diesen guten Laune Song für alle Italo Disco Fans und Vinyl-Liebhaber auf farbiger 7“ Vinyl. Lassen sie sich von dieser kleinen
blauen Scheibe das Leben ein bisschen leichter machen und
zum Mitsingen und Mittanzen verleiten.
With „Time Machine EP“ Next Door launches a new motto vinyl record.
Dark, driving, Acid!
On the first track on “Eloi-side” you will find a completely astounded inhabitant of a far future world, who has no answers to the questions of a time-traveler. The second track takes place during a rapid trip - plunging into two worlds.
On the “Morlock-side” machines are working monotonically with the inhabitants in dark caves below the earth’s surface in a far future. Track two is a serious call for a wild dance in a driving ¾ beat.
Have you ever heard anything like it?
The Computer Controlled Minds deliver four remarkable tracks on vinyl. You must experience this!
Mit der Time Machine EP bringt Next Door eine weitere Mottoplatte an den Start.
Dunkel, treibend, Acid !
Auf der Eloi Seite findet Ihr im ersten Track eine völlig verblüffte Bewohnerin einer fernen Zukunft, die auf die Fragen des Zeitreisenden keinerlei Antworten hat. Der zweite Track spielt sich während der rasanten Reise beim Eintauchen zwischen den Welten ab.
Auf der Morlock Seite hingegen arbeiten im ersten Track die Maschinen monoton, in einer fernen Zukunft, unterhalb der Erdoberfläche in dunkeln Höhlen mit ihren Bewohnern. Track zwei dieser Seite ist ein eindringlicher Aufruf zum wilden Tanz im treibenden ¾ Takt!
Habt Ihr so etwas schon mal gehört?
The Computer Controlled Minds bringen hier vier vollkommen krasse Tracks auf Vinyl, das solltet Ihr euch unbedingt geben!
Das Belfaster Duo Bicep veröffentlicht sein heiß ersehntes zweites Album, „Isles“, auf Ninja Tune!
Zwei Jahre in Arbeit, erweitert „Isles“ die kunstvolle Energie des 2017 erschienenen selbstbetitelten Debütalbums von BICEP und vertieft gleichzeitig die Klänge, Erfahrungen und Emotionen, die ihr Leben und ihre Arbeit beeinflusst haben. Sie beschreiben „Isles“ als „eine Momentaufnahme“ ihrer Arbeit in dieser Zeit, wobei die Stücke so konzipiert sind, dass sie sich in ihren verschiedenen Durchläufen von der Aufnahme bis zur Live-Show und darüber hinaus entwickeln.
Der weltweit beliebte Sound von Bicep entstand, als ihr eigener rasanter Aufstieg im Musikbusiness begann. Nach dem Start ihres legendären FeelMyBicep-Blogs im Jahr 2008 entwickelte sich ihre simple Website, die stets neue Italo-, House- und Disco-Juwelen aus der Musikgeschichte präsentierte, zu einem durchschlagenden Erfolg, der regelmäßig über 100.000 Besucher pro Monat verzeichnete. Nachdem der Blog ein Plattenlabel und eine Clubnacht hervorgebracht hatte, wurde das Duo mit begehrten DJ-Sets, die die musikalische Vielfalt ihres Blogs widerspiegelten, auf die internationale Bühne gehoben. Nach den Erfolgen mit Produktionen für Throne of Blood und Aus Music wurden Bicep 2017 bei Ninja Tune unter Vertrag genommen, wo sie im darauffolgenden Jahr ihr umjubeltes, selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlichten, das einen Top-20-Einstieg in die britischen Charts erreichte und in der Groove schaffte, was in der langen Geschichte des Magazins noch kein Release bewerkstelligen konnte: sowohl die Kategorie „Album des Jahres“ als auch mit „Glue“ die Kategorie „Track des Jahres“ zu gewinnen. Titel wie „Opal“ - und der bald folgende Four Tet-Remix - sowie die eben erwähnte Lead-Single "Glue" mit dem von Joe Wilson entwickelten Video wurden 2017 zu Meilensteinen der elektronischen Musik, wobei letzteres vom DJ Mag ebenfalls zum „Track of the Year“ gekürt wurde.
It’s 2020, the year Pop Ambient turns twenty-one years old, a spritely young adult waltzing out of its teenage joys and tears. Pop Ambient has always stood for a certain classicism and elegance, a kind of beatless music that’s diaphanous and hazy, gossamer and glittering. It’s a music that’s no less inviting for its slow pace and becalmed nature, with a different kind of tension bubbling under the surface. For twenty-one years, KOMPAKT co-founder Wolfgang Voigt has curated a series of peerless compilations that repeatedly find refreshing answers to a simple question – What happens when the dancefloor is empty, and everyone’s home to drift away?
As with many other Pop Ambient compilations, Pop Ambient 2021 offers a welcome platform to contributions from both old friends and new faces. It opens with the gorgeous, slo-mo drift of “Of A Vessel”, from new Kompakt signings Blank Gloss. Sending their music out into the world from their home in Sacramento, this duo makes music that’s featherlight and luscious, the muted chime of a guitar over here, the steady hum of a halatial drone over there; everything in its right place, and nothing overdone. The poise is all. Neozaïre (Tobias Sawitzki aka Noorden) and Seventh World (Juho Hietala aka Blamstrain) are our other two new voices, the latter closing (the CD version of) Pop Ambient 2021 with a long, lambent dreamsong, Neozaïre offering us two gaseous, morphing driftworks, “Vor den Toren Europas” and “In Verschwenderischer Fülle” (CD only), etched across with bell-like arpeggios.
Pop Ambient has always felt like a field for play for the KOMPAKT cognoscenti, and 2021 is no different, with Joachim Spieth collaborating with Pepo Galán on the sidereal visions of “Libration”, while Leandro Fresco teams up with Thore Pfeiffer on the lovely “Abejorro”. Pfeiffer also contributes two lovely solo miniatures of abstract longing. Yui Onodera calls in again, long distance, for their fourth Pop Ambient running, with the refracted, glinting lightscapes of “Cromo 5” and “Monochrome”, while there are also star turns from Max Würden, both solo and in Reich & Würden (with Luis Reichard), and Morgen Wurde, who drops by with the ‘ethereal drama’ of “Mittsommer”.
Pop Ambient gets the balance right: visions and soundscapes, long-distance communications and intimate asides, sweetness and light, drama and dreaming, all wrapped up in floral abstractions – a most beautiful distraction.
Wir schreiben das Jahr 2020, das Jahr, in dem Pop Ambient einundzwanzig Jahre alt wird – das entspricht etwa einem lebenshungrigen jungen Erwachsenen, der gerade aus den letzten Teenager-Freuden und Leiden herausgewachsen ist. Pop Ambient steht seit jeher für eine gewisse Klassik und Eleganz, beatfreie Musik, die, transparent und leicht verschwommen, zart und glitzernd leuchtet. Musik, die trotz ihrer Langsamkeit und ihrer sanften Natur unter Spannung steht, weil hier immer etwas unter der scheinbar ruhigen Oberfläche brodelt.
Einundzwanzig Jahre lang hat KOMPAKT-Mitbegründer Wolfgang Voigt diese einzigartige Compilation-Reihe kuratiert, die immer wieder neue Antworten auf eine einfache Frage findet: Wie füllt man die Leere nach dem Club?
Wie viele andere Pop Ambient-Compilations bietet auch Pop Ambient 2021 eine Plattform für die musikalischen Beiträge von alten Freunden und einigen neuen Gesichtern. Es beginnt mit dem wunderbaren Slo-Mo-Drift von "Of A Vessel" von Blank Gloss, einem neuen Kompakt Signing. Das Duo stammt aus Sacramento in Kalifornien und sendet von dort seine überaus leichte und sinnliche Musik in die Welt hinaus – ein zartes Zupfen an einer Gitarresaite hier, das gleichmäßige Dröhnen eines prunkvollen Soundscapes hier; alles ist hier am richtigen Platz und passiert ohne übertriebene Betonung. Gelassenheit ist alles. Neozaïre und Seventh World sind zwei weitere Neuzugänge. Hinter Seventh World steckt der finnische Produzent Juho Hietala aka Blamstrain, der (die CD Version von) Pop Ambient 2021 mit einem epischen, flackernden Traum names “Light The Waves Before Dawn“ beschließt, während Neozaïre, ein Seitenprojekt von Tobias Sawitzki aka Noorden, zwei gasförmige, sich immer wieder morphende und abdriftende Tracks abliefert: "In Verschwenderischer Fülle" (CD only) mit seinen glockenartigen Arpeggios und “Vor Den Toren Europas“.
Pop Ambient fühlte sich immer schon an wie ein Experimentierfeld für eingefleischte KOMPAKT-Künstler, und auch 2021 ist das nicht anders: zum Beispiel Joachim Spieth’s Kooperation mit Pepo Galán ("Libration") oder Leandro Fresco, der mit Thore Pfeiffer das liebevolle "Abejorro" produzierte. Pfeiffer steuert mit “Grape“ und “Center“ zwei weitere Solo-Miniaturen voller abstrakter Sehnsucht bei. Der japanische Klangkünstler Yui Onodera meldet sich mit den gebrochen-glitzernden Lichtlandschaften von "Cromo 5" und "Monochrome" bereits zum vierten Mal auf Pop Ambient zu Wort, während Max Würden sowohl solo, als auch als Teil von Reich & Würden (mit Luis Reichard) ebenso wie Morgen Wurde schon zu den Stars dieser Compilation gehört.
2025 Repress
On his fourth album proper, Now Here No Where, Danish producer Kölsch (aka Rune Reilly Kölsch) is charting new terrain. Fans of his ‘years trilogy’ – 1977, 1983 and 1989, released on Kompakt over the past decade – were privy to a kind of sonic diary, an autobiography, tracking the artist’s early years through three albums of superior, meticulously rendered techno. Calling in collaborators where needed – most notably, the strings of Gregor Schwellenbach – there was still something deeply personal going down, not quite hermetic, but internally focused; the albums proved not only Kölsch’s mastery of his chosen form, but also his capacity to make techno personal, individual, and to trace histories of the self through music. But on Now Here No Where, Kölsch finds his feet firmly planted in the present. Reflecting on his new album, he notes, “It is fascinating to write about memories and feelings that have had years to manifest and develop, but how would I approach current emotions?” It’s a good question: our past coheres through the narratives we build around memories, but the moment we’re in, the newness of the now-ness, is harder to navigate; this story is as yet untold. For Kölsch, this makes Nowhere Now Here “an album about life in the year 2020. A time defined by confusion, misinformation and environmental challenges. It is an emotional interpretation of personal and mental challenges, observations and personal growth.” Kölsch does this with music that effortlessly balances emotional heft with the dancefloor’s brimming desires. It’s a space that Kölsch has navigated for a while now – one of techno’s breakthrough acts, an in-demand DJ across the globe and a prolific and restlessly creative producer, he’s also Kompakt’s biggest-selling act – but Now Here No Where ratchets up the lushness, making for a delirious drift across twelve tracks that are at once perfectly poised and deeply trippy. “Great Escape” is an elegant swoon, an opener that pivots on a sigh and a prayer; then “Shoulder Of Giants” bustles into view, subliminal clatter and an aching violin line giving way to a riff that glows with fluorescence and iridescence. “Remind You” combines an odd ECM jazziness with notes from a twenty-first century torch song; “Sleeper Must Awaken” mines huge buzzing synths and lets them float, in and out of sync, with reduced, ticking beats; “Traumfabrik” (dream factory – there’s a giveaway) is oddly lush, the tones malleable and plastic, morphing across a glitching undertow. There are sad, emotional washes of strings throughout the penultimate “While Waiting For Something To Care About”, while “Romtech User Manual”’s patterns twist and shape in the light. Throughout, Kölsch never keeps his eye off the dancefloor, and you can tell this is his still his home. “The amount of energy and joy I experience every time I perform, has a profound effect on me. It has inspired me so much of late and has become an integral part of my musicality.” “The way we join in expressing our hope for the future every weekend has given me so much,” Kölsch concludes. The club as a temporary autonomous zone, as a space both of freedom and of politics; somehow, that’s all here, Now Here No Where. “Most of all, it is an album about hope.”
Auf seinem vierten Album “Now Here No Where” betritt der dänische Produzent Kölsch (alias Rune Reilly Kölsch) neues Terrain. Seine Trilogie mit den Jahreszahlen 1977, 1983 und 1989, die in den letzten zehn Jahren bei Kompakt erschienen war, hatte seine Fans durch eine Art akustisches Tagebuch, eine Autobiografie geführt, die die frühen Jahre des Künstlers über die Länge von drei großartig produzierten Techno-Alben nachgezeichnet hatte. Wo es nötig war, wurden Kollaborateure hinzugezogen - allen voran für die Streicher, arrangiert von Gregor Schwellenbach -, dennoch zeichnete die Musik immer auch etwas zutiefst Persönliches aus, etwas nicht Hermetisches, auf eine bestimmte Art immer auch nach Innen fokussiert. Die Alben bewiesen nicht nur, wie sehr Kölsch die von ihm gewählte äußere Form beherrscht, sondern auch seine Fähigkeit, Techno zu etwas Persönlichem und Individuellem zu machen und der eigene Geschichte durch Musik näher zu kommen.
Auf “Now Here No Where” steht Kölsch nun mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Gegenwart. Mit Blick auf sein neues Album stellt er fest: "Es ist faszinierend, über Erinnerungen und Gefühle zu schreiben, die Zeit hatten, sich zu manifestieren und zu entwickeln, aber wie nähere ich mich meinen aktuellen Emotionen?”. Eine gute Frage: Unsere Vergangenheit wird im Innersten zusammengehalten durch Geschichten, die aus Erinnerungen entstehen, aber der Moment, in dem wir uns befinden, die Neuheit des Neuen, ist schwieriger zu beschreiben; die Geschichte ist noch nicht erzählt. Für Kölsch ist “No Here Now Where” daher "ein Album über das Leben im Jahr 2020. Eine Zeit, die von Verwirrung, Desinformation und ökologischen Herausforderungen geprägt ist. Es geht dabei um die emotionale Interpretation von persönlichen und mentalen Herausforderungen, von Beobachtungen und der eigenen, individuellen Weiterentwicklung".
Kölsch tut dies mit Musik, die mühelos kleine Gefühlsausbrüche mit den großen Sehnsüchten der Tanzfläche in Einklang bringt. Es ist dieser Zwischenraum, in dem sich Kölsch schon seit einiger Zeit bewegt, als weltweit gefragter und gefeierter Live Act, DJ und so unermüdlicher wie kreativer Produzent (nicht umsonst ist Kölsch der “biggest-selling-artist” bei Kompakt), doch “Now Here No Where” treibt all das noch weiter auf die Spitze: ein enormer Sog entsteht, der uns über zwölf Tracks hinweg gefangen hält wie ein perfekt ausbalancierter Trip. Der Opener "Great Escape" ist pure Eleganz, ein Track, der irgendwo zwischen Seufzer und Gebet hin und her schwankt; dann drängt "Shoulder Of Giants" ins Blickfeld, ein unterschwelliges Geklapper, eine wehende Geige, schließlich ein schillernder Riff, der in der Dunkelheit zu leuchten und zu glühen scheint.
"Remind You" kombiniert seltsamen ECM-Jazz mit einem sentimentalen Liebeslied des 21. Jahrhunderts; "Sleeper Must Awaken" schürft im Bergwerk riesiger Synthesizer, mal im Takt, mal aus dem Takt ticken die minimalen Beats; "Traumfabrik" ist ungewöhnlich “lush”, die einzelnen Töne, geschmeidig und modelliert, zerfließen in einem glitzernden Abgrund. Das vorletzte Stück "While Waiting For Something To Care About" wird von traurigen, emotionalen Strings untermalt, während sich die Strukturen von "Romtech User Manual" im Licht drehen und immer wieder neu formieren. Die ganze Zeit über behält Kölsch die Tanzfläche im Auge, und man merkt ihm an, dass sie immer noch sein Zuhause ist: "Die Menge an Energie und Freude, die ich bei jedem Auftritt erlebe, hat eine tiefe Wirkung auf mich. Sie hat mich gerade in letzter Zeit stark inspiriert und ist zu einem integralen Bestandteil meiner Musik geworden.”
"Die Art und Weise, wie wir an jedem Wochenende gemeinsam unsere Hoffnung auf eine bessere Zukunft zum Ausdruck bringen, hat mir viel gegeben", so Kölsch abschließend. Die Vision des Clubs als eine temporäre autonome Zone, als ein Raum von großer Freiheit aber auch von politischen Ideen, das ist irgendwie alles hier drin, Now Here No Where. "Es ist vor allem ein Album über Hoffnung."
André Hommen präsentiert sein erstes Album 'More Than This' auf seinem kompromisslosen Label These Eyes. Das neun Tracks umfassende Album, das im Juli dieses Jahres veröffentlicht wird, ist eine melodische Reise, welche die vielfältigen Facetten seines Klangkosmos aufzeigt.
These Eyes wurde 2017 in Köln mit dem klaren Ziel gegründet, elektronische Underground-Musik begleitet von einer Vision für einzigartiges Design zu veröffentlichen. Mit einem Backkatalog ausgewählter EPs von Künstlern wie Marc Romboy, Jonathan Kaspar und Clavis ist 'More Than This' das erste Album des Labels und zugleich ein Debüt des Labelinhabers selbst.
"Eins" beginnt mit glühendem Ambient, Glockenschläge und funkelnde Tasten werden hinzugefügt, um einen üppigen Groove zu erzeugen. Wie ein verschwommener Traum eines unbekannten Paradieses, warme, gefühlvolle Akkorde und Gesang - der Klang klingt wie Wellen, die auf "Pantone" langsam an das Ufer gespült werden. Bei 'Mirror' wird verzerrter weiblicher Gesang zum Mittelpunkt der Melodie, in einem treibenden Techno-Track, der für das Warehouse gemacht wurde. Die funky Bassline von "Current Issue" bewegt sich, ein tieferer Vibe wird enthüllt, während die Harmonie Spannung und Charme aufbaut.
Unheimliche Perkussion verbindet sich mit teuflischem Klavier auf dem eindringlichen 'Arythm'. Unscharfe, kratzende Elektronik und die Energie der 808 lassen dich während 'Waste Your Youth' in einem schwindelerregenden Zustand zurück. „Emphase" ist ein spannungsgeladener nächtlicher Ritt durch den Wald. „Cohesive" beginnt mit nichts anderem als einem komplizierten Drumpattern und ist André in seiner hypnotischen Bestform, der wartet, bis man vollständig in seinen Bann gezogen ist, bevor er eine hypnotisierende Schleife hinzufügt. Der Titeltrack 'More Than This' besticht durch Synths, die in dieser schwebenden Downtempo-Nummer flimmern und fliessen.
2022 Repress
In future times, culture historians will refer to Gabor Schablitzki aka Robag Wruhme as a creator of a singular techno sound, a rock in the murky sea of arbitrary musical dullness that befell mankind in the early 21st century.
Furthermore, a lesser known quality of Schablitzki will be praised and explored: He was a relentless wordsmith, a deeply passionate inventor of elegant idioms that enriched German language. Take ‘Freggelswuff’ or ‘Wemmel’ as shining examples.
It’s within this context that a certain cultural artefact released on a Cologne based record label called KOMPAKT (which towards the end of the 21st century made a hardly publicised turn to manufacturing CO2-neutral wall plug systems) that went by the sonorous title ‘Topinambur’ has to be mentioned. Legend has it that Schablitzki claimed to have created the word ‘Topinambur’, unknowingly that local farmers have been marketing a root tuber under the same name since it got imported from America in 1610 AD. The following tenacious copyright lawsuit between Schablitzki and a large agricultural consortium lasted for many years. It isn’t considered as a highpoint in Schablitzki’s turbulent life but it still serves a staircase wit that is passed on from generation to generation amongst Black Forest moonshiners.
Kulturhistoriker künftiger Generationen werden Gabor Schablitzki alias Robag Wruhme als Schöpfer eines singulären Techno-Sounds preisen, als einen Fels in der Brandung der im frühen 21. Jahrhundert vorherrschenden Beliebigkeit. Als DJ und Produzent war ein Meister des deepen Abrisses, werden sie weiterhin formulieren, obschon es weitere 136 Jahre dauern wird, bis die subkulturelle Bedeutung des Wortes 'Abriss' zweifelsfrei geklärt werden konnte.
Es wird aber auch eine weitere einzigartige Qualität Gabor Schablitzkis hervorgehoben werden: Er war ein unermüdlicher Wortschöpfer, der die deutsche Sprache um elegante Idiome wie Freggelswuff oder Wemmel bereicherte. In diesem Zusammenhang findet meist eine Veröffentlichung des Kölner Labels KOMPAKT (welches im ausklingenden 21. Jahrhundert einen wenig bemerkenswerten Wandel zum Hersteller von CO2-neutralen Dämmstoffdübeln vollzog) Erwähnung. Diese Veröffentlichung erschien unter dem klangvollen Namen "Topinambur" und die Legende besagt, dass Schablitzki behauptete auch hier der Nachwelt eine neue Wortschöpfung hinterlassen zu haben, nicht wissend, dass europäische Landwirte bereits seit 1610 A.D. unter diesem Namen ein aus Amerika importiertes Knollengewächs vermarkteten. Der sich daran anschliessende Copyright-Streit zwischen Schablitzki und einem mächtigen Agrarkonzern, zählte nicht zu den rühmlichen Episoden seines bewegten Lebens, sorgt aber seit Generationen als Treppenwitz unter Schwarzwälder Schnapsbrennern für viel Geschmunzel.
Die "collapse Ep" Ist Aphex Twins Erste Neue Arbeit Seit Der "cheetah Ep" Aus 2016. Das Klangbild Aus Hyper-editierter Electronica, Durchsetzt Mit Seinem Typischen Acid-sound, Spuren Von Footwork Und Schwerem Bassbrummen Zeigt Den Zwilling Von Seiner Modernsten Seite Seit Seinem Meisterwerk "syro" (oder Vielleicht Auch Seit "druqs"). Parallel Mit Der Offiziellen Ankündigung Erschien Auch Ein Atemberaubender Videoclip Seines Langjährigen Kollaborateurs Weirdcore Zum Opener "t69 Collapse". Die Collapse Ep" Erscheint Als Cd, Standard-12" Und Limited Edition 12" Im Deluxe-packaging.
(en) Good things take time - ideally, including a great deal of oomph. At least when it concerns new tracks from within Monkey Maffia's inner circle. It has been four whole years since we received the momentary last piece of the 'Monkey Maffia Music Club', 12 inches full of funky nasty beasts dedicated to the best dancefloors of this world. In the meantime, a remix was released here and a track was presented there, but now we may once again enjoy a full load of Monkey Maffia. And on top of that the now 75th release of Freude am Tanzen!
Monkey Maffia is personally providing the soundtrack for this ceremonial occasion. His tracks continually supply tremendous amounts of oomph to parties as well as loads of gravity and funk. After all, as an experienced DJ he simply knows what an awesome night looks like - a straight bass drum fractured while simultaneously amplified with infinitely warm synths. On one track, bass and percussion are throwing all our worries overboard, on the next one pads and vocals are shimmering to the bet. Whatever may happen, it can be said with utmost certainty that it will never become boring on either secular flat earth.
A1 - Bad Or Good
A total brain and leg screw, that spins and spins and spins. Any DJ willing to test how much funk a dancefloor can bear up to the third decimal place, will be perfectly served with this track as proof.
A2 - Fake Heroes
Short reminder, but detailed clattering minimal with soul does still exist. At first, 'Fake Heroes' frostily shines through aerial heights; however, then submerges all the more into unforeseen depths.
B1 - MiniMi
Somehow jazzy, but was meant as house. Similarly hypnotic, equally free. Common thread is the bass drum, along which anything is possible. File under: secret weapon for truly late hours and DJs with guts.
B2 - Schörless
This is a track that sends Larry Heard on an Orient trip and thereby extends over a much longer period than its brief four-and-a-half-minute length. For all those who are still serious about 'deep' in house.
(de) Gut Ding will Weile haben - und reichlich Wumms am besten gleich noch mit dazu. Zumindest dann, wenn es sich mal wieder um neue Tracks aus dem engsten Kreis der Monkey Maffia handelt. Ganze vier Jahre ist es inzwischen her, dass uns von dort aus der vorerst letzte Teil des - Monkey Maffia Music Club' erreichte, eine 12-Inch voll funky-garstiger Biester für die besten Dancefloors dieser Welt. Zwischendurch erschien ein Remix hier und ein Track dort, doch nun gibt's endlich wieder Monkey Maffia satt. Und das nunmehr 75. Release auf Freude Am Tanzen gleich noch mit dazu!
Der Soundtrack zu diesem feierlichen Anlass kommt von Monkey Maffia höchstselbst. Stichwort Wumms: den bringen seine Tracks stets genauso mit zur Party wie massig Tiefe und Funk. Denn als routinierter DJ weiß der Mann einfach, was eine lange Nacht alles braucht - hier wird die gerade Bassdrum gebrochen, dort mit endlos warmen Synths unterfüttert. In einem Track klappern uns Bass und Percussion die Sorgen aus dem Leib, im nächsten flirren die Pads und Vocals sehnsüchtig um die Wette. Was auch immer passiert, langweilig wird's auf dieser wie jener weltlichen Erdscheibe mit Sicherheit nicht.
A1 - Bad Or Good
Totale Hirn- und Beinschraube, die dreht und dreht und dreht. Wer als DJ testen will, wieviel Funk bis auf die dritte Kommastelle genau so ein Dancefloor eigentlich aushält, ist mit diesem Track als Messgerät bestens bedient.
A2 - Fake Heroes
Kleiner Reminder, aber kleinteilig-klappernder Minimal mit Seele, das gibt's noch immer. - Fake Heroes' schimmert zunächst kalt durch die luftigen Höhen, taucht dann aber umso weiter vor in ungeahnte Tiefen.
B1 - MiniMi
Irgendwie Jazz, aber als House gedacht. Ähnlich hypnothisch, genauso frei. Als roter Faden dient die Bassdrum, entlang dieser geht aber eigentlich alles. File under: Secret Weapon für die ganz späten Stunden und DJs mit Mumm.
B2 - Schörless
Ein Track der Larry Heard auf Orient-Reise schickt und dabei viel weiter trägt als seine knapp viereinhalb Minuten Spielzeit. Für alle, die das - Deep' im House noch ernst meinen.
REPRESSED !!
Warp präsentiert die ersten 3 Autechre LP-Klassiker "Incunabula" (1993), "Amber" (1994) und "Tri Repetae" (1995), die seit 2001 nicht mehr erhältlich waren. Das britische Duo hatte mit seinem polyrhythmischen, abstrakten, dissonanten Stil einen massgeblichen Einfluss auf das 1990'er Electronica-Genre. Die ersten AE Werke reichen von Post-Acid-House-Electronica über zerstreute-hypnotische Ambient-Klanglandschaften bis zum B-Boy-Flavour ihrer Mitt-90'er-Exkursionen in Jungle, Industrial und HipHop-Gefilde. Schwarzes Doppel-Vinyl im Gatefold mit Download-Coupon in Postkarten-Grösse.
Wiederveröffentlichung von Mobys fünftem Studio-Album als Doppel-LP-Set mit 180g schwerem Vinyl. Ursprünglich 1999 veröffentlicht, wurde es zum erfolgreichsten Indie-Album des Jahres und in über 20 Ländern mit Platin ausgezeichnet. Mit "Play" änderte Moby seine Arbeitsweise ein weiteres Mal. Er nahm Samples aus Folk und Gospel - viele davon entstammen aus dem Archiv von Alan Lomax - und verbindet diese mit seinen elektronischen Klanglandschaften. Dabei schneidet er aus den Samples Schleifen, die er endlos wiederholt: Bessie Jones "Sometimes" wird in "Honey" über 20 Mal wiederholt und so entfaltet er den hypnotischen Sog, der diesen Song zum Hit machte. Bei Erscheinen wendeten sich viele Moby-Fans, die ein Techno-Album erwartet hatten, ab und das Album schaffte es nicht bedeutend in den Charts aufzutauchen. Es sollte überzehn Monate dauern, bis sich das Blatt wendete und das Album sich doch noch zum absoluten Hit mauserte. Mit 9 (!) Single-Auskopplungen und unzähligen Lizensierungen an TV-Shows, Filme und Werbespots entwickelte sich das Album zum Dauerbrenner und hat bis heute weit über 12 Millionen Einheiten abgesetzt.
Not one to be pigeonholed, highly respected DJ and producer WILL SAUL has always run the gamut of electronic dance music: from deep house to techno and UK bass, his sets and tracks like to rock the boat of any given genre, taking in contemporary impulses as well as classic inspirations. As label honcho for iconic imprints like Simple or Aus Music, he further honed his ear for the perfect groove and was invited to bring his expert selection to the revered DJ Kicks mix series in 2014. A remix collaboration with fellow UK producer October for Michael Mayer's MANTASY REMIXE 2 (KOMPAKT 272) turned out to be a fine first foray into Kompakt territory - now to be succeded by the LOST IN TIME EP, for which he teamed up with Bristol-based soundsmith KOMON. Komon & Will have been collaborating for many years, resulting in tracks on Will's DJ Kicks and remixes for labels such as Ninja Tunes (Kelis) and Houndstooth (Throwing Snow). Komon has been a mainstay on Will's Aus Music imprint, with solo releases and regular collaborations with Appleblim. For Kompakt, they turn in a swooping trio of floor-versed cuts that are no strangers to atmosphere and experimentation, but like to keep the crowd in check with outbursts of pressurized funk. Leading the pack is the title cut featuring quality vocals from BEN WESTBEECH (aka Breach), flanked by the introspective DRONE and immersive mover DIGITAL PARADISE - a versatile and powerful outing from two artists that know perfectly well how to set the scene.
(de) Als einer, der sich nie leicht kategorisieren ließ, hat der hochrespektierte DJ und Produzent WILL SAUL stets die gesamte Bandbreite der elektronischen Tanzmusik zum Thema gemacht: von Deep House zu Techno und UK Bass findet alles den Weg in seine Sets und Tracks, jenseits von Genregrenzen und gerne inspiriert von zeitgenössischen wie klassischen Impulsen. Der Macher hinter gefeierten Labels wie Simple oder Aus Music ist bekannt für sein feines Ohr am Groove der Zeit und hat seine Expertise in 2014 für die berühmte DJ Kicks Mix-Reihe zum Einsatz gebracht. Eine Remix-Kollaboration mit dem befreundeten Klangschmied October für Michael Mayer's MANTASY REMIXE 2 (KOMPAKT 272) entpuppte sich als grossartiger erster Ausflug in Kompakt-Gefilde - nun der Schritt zum eigenen Release mit der LOST IN TIME EP, für die er sich mit dem Bristol-Produzenten KOMON zusammengetan hat. Komon & Will arbeiten seit vielen Jahren zusammen, was bereits zu Tracks auf Will's DJ Kicks and Remixen für Labels wie Ninja Tunes (Kelis) und Houndstooth (Throwing Sbow) geführt hat. Dank seiner Solo-Releases und der Kollaborationen mit Applebim ist Komon ein gern gesehener Gast auf Will's Aus Music. Für Kompakt liefern die beiden ein bissfestes, tanzflur-erprobtes Track-trio ab, das gerne in experimenteller Atmosphähre badet, den Tänzern aber auch gerne mit Hochdruck-Funk Beine macht. Der Titeltrack brilliert mit wundervollen Vocals von BEN WESTBEECH (aka Breach), flankiert vom introspektiven DRONE und dem mitreissenden Schieber DIGITAL PARADISE - eine vielschichtige und kraftvolle Darbietung von zwei Künstlern, die ganz genau wissen wie man den Beat in Szene setzt.
- Adolars phantastische Abenteuer ist eine mit feinster Ironie
gespickte ungarische Zeichentrickserie, die als Bestandteil der
Familie Mézga-Serienreihe in einigen Ländern Kultstatus genießt.
Adolar Mézga könnte der große Zeichentrickbruder von Comfort
Fit sein. Denn so lässig wie Adolar sein aufblasbares Raumschiff
aus einem Geigenkasten zaubert, so locker knallen die ftten Beats voll mit wärmender Kraft in den Orbit. Ein Neuling ist hier nicht am Werk. Comfort Fit dürfte allen Beatspezialisten an der Borderline von HipHop, Electronica, Abstract, Jazz, Broken Beat und Detroit Techno ein Begriff sein. Bereits seit 2001 switcht er sich mit seinen Veröffentlichungen durch verschiedene Musikstile. Den richtigen Punch fürs Genick, hat er dabei immer im Okular.
Auf der frühen Musik Krause-EP - Rausgefogen ertönt stimmlich
- Auf dieser Feier bin ich On Fire . Auch wenn hier keiner brabbelt,
Comfort Fit ist mit zwei Tracks sowas von on Fire. Das beste daran, er liefert gleich noch zwei Lieder zum Anzünden und Ablöschen mit.
Nach den Liebeleien: Driven, Summerless und Fake auf BPitch flaniert Douglas Greed mit neuer Scheibe und Muniti-on der Freude aus Jena in die Welt. Die Spark / Noisy EP strahlt mit sechs berauschenden Tracks am FAT-Horizont.
Für dieses Abenteuer hat sich Dougi aufreizende Kameraden zum abkumpeln und Beatbaum schütteln geladen. Der Zauber der Vereinigung knistert, wenn Mooryc, Schlepp Geist, Affkt, Chris Manura und Remood die Drums ans Moped schnallen, den symmetrischen Wind jagen und dem Techno- und House-Gerüst elastisch die Grenzen aufstreicheln. Ein Candystorm aus eleganten Schlägen, Snares an der richtigen Stelle des Flusses und Melodien ohne Sand aber genauso
zärtlich geschliffen, gewähren einen weiteren Einblick in das abwechslungreiche Sounduniversum wenn Douglas Greed
aus funkelnden Geräuschen - Endophine in der Blutbahn macht.
A1. Spark
- Spark' eröffnet als schwingende Houseballade die Tracklist. Stetig steigernd ergreift der Rhythmus die Aufmerksam-
keit von wippenden Körperteilen und die hypnotische Vocals funkeln im Sonnenaufgang.
A2. Noisy
Out of Space. Raumgleiter Mooryc und Kapitän Greed fliegen mit Leichtigkeit durch die schiebenden Synthi-Wellen der
Noise-Galaxy, der Roboter serviert intelligentes Frühstück in einem Land nach unserer Zeit.
B1. Spark (Schlepp Geist RMX)
Im Suchscheinwerfer vom Schlepp Geist offenbart - Spark' die spiralfarbene Unendlichkeit der Nacht. Zärtlich und be-
stimmt nimmt er uns mit Vocals und Pads an die Hand, direkt zum Licht.
B2. Noisy (Affkt Remix)
Die treibende Note spielt Affkt blind mit 11 Fingern und gibt der Raumreise - Noisy' die Clubfahne in die Hand. Der Start
auf dem glitzernden Teppich der Milchstraße, der programmierte Kurs in die Nacht.
Was Mitte der Neunziger, initiiert vom Veranstalter-Duo Sperling & Mauss, in Jena als Partyreihe unter dem Namen - Freude am Tanzen' begann, hat sich längst zur bekanntesten Plattform für elektronische Musik an der Saale mit bislang über sechzig Veröffentlichungen, eigenem Schwesterlabel (Musik Krause) und angeschlossener Booking-Agentur gemausert. Mit 16 Jahren auf dem noch immer jungen Buckel ist Freude am Tanzen heute auf dem besten Weg von der Adoleszenz ins Erwachsenendasein, doch dass dabei trotz gefestigter Strukturen zum Glück noch lange keine Langeweile Einzug halten muss, beweist nun die Jubiläums Compilation SIX10 Jahre Freude am Tanzen.
Als Compilation-Reihe im Jahre 2001 gegründet um ein paar lose Fäden unserer Stammkünstler zu verknüpfen, hat sich SPEICHER inzwischen zu einem Garanten für fortgeschrittene Tanzklänge aus aller Welt weiterentwickelt, der es KOMPAKT
erlaubt Musiker aus allen Bereichen des elektronischen Spektrums einzuladen und zu fördern. Für SPEICHER 77 kehrt der französische Ausnahmeproduzent SEBASTIEN BOUCHET mit THESAURUS und BROKEN HEART zum Labelstall zurück, zwei Tracks, die seinen Ruf als Meister des Rorschach-Techno mühelos untermauern.




















